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Fantasy-Wetten: Eine ausführliche Erklärung

Will ein Buchmacher langfristig erfolgreich am Markt bestehen, muss er seinen Kunden ein abwechslungsreiches Wettangebot bereitstellen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass Bookies mit innovativen Produkten probieren, interessant für Sportwetter zu bleiben. Ein gutes Beispiel dafür stellen die sogenannten Fantasy-Wetten dar, die sich aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit immer öfter im Portfolio von Wettanbietern finden lassen. Einige von euch werden sich jetzt sicher fragen, worum es sich dabei genau handelt. Im nachfolgenden Artikel erhaltet ihr die Antwort. Wir klären euch nicht nur darüber auf, was Fantasy-Wetten sind. Ihr erfahrt ebenso, welche Vor- und Nachteile dieses Wettformat bietet.

Das Wichtigste in Kürze
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Die besten Buchmacher für Fantasy-Wetten

#1
  • Umfangreiches Fantasy-Wetten-Portfolio
  • Vollständiger und teilweiser Cashout
  • Aktuelle MGA-Glücksspiellizenz
#2
  • Tägliche Fantasy-Wetten zur Auswahl
  • Zusätzlich Handicap-Märkte
  • Über/unter für Fantasy-Spiele
#3
  • Kombiwetten für mehrere Spiele
  • Torschützen und Ergebnisse in Spezialwette
  • Spezialwetten für viele Ligen

Definition: Was sind Fantasy-Wetten?

Fantasy-Wetten stellen Spezialwetten dar, die häufig im Bereich des Fußballs angeboten werden. Im Detail handelt es sich um eine Wette, bei welcher sich der Bookie fiktive Matches realer Mannschaften ausdenkt, die so nicht stattfinden. Das heißt letztlich, dass am entsprechenden Spieltag für beide Teams Begegnungen angesetzt sind, ohne dass die entsprechenden Mannschaften dabei aufeinandertreffen. Der Wettanbieter fasst also gewissermaßen zwei Spiele zu einem zusammen. Auch bei Fantasy-Matches finden vor allem Drei-Wege-Wetten Verwendung. Bei diesen gewinnt die Mannschaft, die öfter das Tor ihres realen Gegners trifft. Wie viele Tore das Team selbst kassiert, hat dagegen keinen Einfluss auf den Ausgang der Wette. Oftmals besteht jedoch nicht nur die Option, auf Sieg, Unentschieden oder Niederlage zu tippen. Je nach Buchmacher stehen euch beispielsweise ebenso Over/Under-Wetten oder Handicap-Wetten zur Verfügung.

Wettangebot von Fantasy-Wetten bei Stakers.com

Quelle: Stakers.com

Für gewöhnlich berücksichtigen die Wettanbieter beim Erstellen einer Fantasy-Wette auch, ob die Teams im eigenen Stadion oder auswärts antreten. Demzufolge hat die Gastgebermannschaft in der Realität ein Heimspiel, wohingegen beim anderen Team ein Auswärtsspiel im Kalender steht. Allerdings lassen sich ebenso Bookies ausfindig machen wie etwa Tipster, für welche diese Variable keine Rolle spielt.

„Fantasy-Wetten sollten nicht mit virtuellen Wetten verwechselt werden. Während im ersten Fall reale Spielpartien die Grundlage für die Wette bilden, sind die Ereignisse im virtuellen Sport rein fiktiv. Die Bookies entwerfen mitunter ganze Ligen, die in keinem Zusammenhang zu realen Mannschaften und Events stehen. Fantasy-Wetten weisen jedoch gewisse Ähnlichkeiten zu den in den USA sehr beliebten Fantasy-Ligen auf. Bei diesen stellen die Teilnehmer jedoch ein Team aus real existierenden Baseball-, Football- oder Basketball-Spielern zusammen.“

Praxisbeispiele für Fantasy-Wetten

Die beste Fantasy-Wetten-Erklärung stellt ein praktisches Beispiel dar. Um euch zu erläutern, nach welchem System derartige Wettoption funktionieren, habe ich euch zwei Bundesliga-Partien aus der Saison 2019/2020 herausgesucht. Am 1. Spieltag trafen unter anderem die folgenden Mannschaften aufeinander:

  • Reales Match 1: FC Bayern – Hertha BSC
  • Reales Match 2: Union Berlin – RB Leipzig

Mit dieser Ausgangslage könnte ein Bookie zum Beispiel die folgende imaginäre Begegnung erstellen:

  • Fantasy-Match: FC Bayern – RB Leipzig

Der FC Bayern erreichte zuhause lediglich ein 2:2, wohingegen Union Berlin den Roten Bullen aus Leipzig klar unterlegen war. Hier lag der Endstand bei 0:4. Das Ergebnis der fiktiven Begegnung fällt damit wie folgt aus:

  • Spielresultat FC Bayern – RB Leipzig | 2:4

Da Leipzig in seiner Partie mehr Tore erzielt hat, gewinnen in diesem Beispiel Tipps auf die aufstrebende Mannschaft aus Sachsen. Bei Fantasy-Fußball-Wetten müssen die Teams jedoch nicht zwangsläufig in derselben Liga spielen. Wie das nachfolgende Beispiel verdeutlicht, besteht ebenso die Möglichkeit, Fantasy-Wetten mit Mannschaften aus unterschiedlichen Ligen zu kreieren:

  • Reales Match 1: Borussia Dortmund – Augsburg | 5:1 (Bundesliga)
  • Reales Match 2 FC Southampton – FC Liverpool | 1:2 (Premier League)

In der imaginären Begegnung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Liverpool lautet das Ergebnis folglich 5:2. In diesem Fall wäre es also gewinnbringend gewesen, auf den BVB zu setzen.

Die Vorteile: Warum lohnen sich Fantasy-Wetten?

Es gibt gleich mehrere Argumente, die für Fantasy-Wetten sprechen. Welche dies sind, veranschaulicht die nachfolgende Liste

  • Fantasy-Wetten stellen eine tolle Erweiterung des herkömmlichen Wettangebots dar. Sie bieten die Möglichkeit, die Auswahl an Spielen signifikant zu erhöhen. Dies gilt insbesondere für die Saisonpause und die während dieses Zeitraums stattfindenden Vorbereitungs- und Freundschaftsspiele.
  • Fantasy-Wetten punkten mit attraktiven Wettquoten. Insbesondere die Quoten auf Favoritenwetten fallen im Vergleich zu klassischen Wetten überdurchschnittlich hoch aus.
  • Fantasy-Wetten bieten euch doppelt so viel Action. Wenn ihr hier über das Spielgeschehen auf dem Laufenden bleiben möchtet, müsst ihr zwei Matches gleichzeitig verfolgen. Dies sorgt natürlich dafür, dass die Spannung steigt. Zusätzlich muss ein Team seine Begegnung nicht zwangsläufig für sich entscheiden, um sich bei der imaginären Partie durchzusetzen.
Die Quoten von Fantasy-Wetten

Quelle: Stakers.com

Die Nachteile: Was spricht gegen Fantasy-Wetten?

Neben den Vorzügen gibt es leider auch einige Nachteile, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Es lässt sich vor allem mit folgenden Gründen gegen Fantasy-Wetten argumentieren:

  • Fantasy Wetten besitzen eine hohe Komplexität. Diese ergibt sich zum einen aus dem Fakt, dass ihr letztlich vier Mannschaften analysieren müsst. Demnach ist ein höherer Zeitaufwand notwendig. Aufgrund einer neuen Aufstellung oder eines abgeänderten Spielsystems passiert es häufiger, dass das Match anders als im Vorhinein prognostiziert ausgeht.
  • Ihr könnt keine Statistiken nutzen und auch ein Quotenvergleich gestaltet sich schwierig. Da die entsprechenden Teams nicht direkt gegeneinander antreten, existieren keine aussagekräftigen Statistiken, die sich als Entscheidungsgrundlage heranziehen lassen. Außerdem kommt es nur selten vor, dass verschiedene Bookies dasselbe Fantasy-Match anbieten. Infolgedessen könnt ihr auch keine Quoten vergleichen.
  • Der Value-Wert einer Fantasy-Wette ist meist nicht ermittelbar. Sportwetter können nur schwer einschätzen, ob die vom Buchmacher offerierte Quote dem tatsächlichen Risiko entspricht.

Fazit: Fantasy-Wetten eignen sich nicht für jedermann

Fantasy-Wetten ermöglichen es euch, auf vom Buchmacher ausgedachte Matches von wirklich existierenden Mannschaften zu tippen. Zweifellos stellt dieses Wettformat eine interessante Erweiterung des konventionellen Portfolios dar. Vielen Usern dürften insbesondere die hohen Wettquoten attraktiv erscheinen, denn damit ermöglichen Tipps auf imaginäre Partien größere Gewinne. Allerdings sollte ihr euch darüber bewusst sein, dass das Verlustrisiko dementsprechend hoch ausfällt. Selbiges gilt für den zeitlichen Aufwand für die Analyse der einzelnen Mannschaften. Daher empfehlen sich Fantasy-Wetten eher für diejenigen, welche die Zeit für die notwendige Recherche aufbringen wollen und können. Der durchschnittliche Freizeit-Tipper ist mit herkömmlichen Wetten wahrscheinlich besser bedient.

In unserer Redaktion sind Fantasy-Wetten ebenfalls eine gern gesehene Abwechslung zu den klassischen Wetten etwa auf die Bundesliga. Gerade die Statistik-Freaks unter uns kommen hier auf ihre Kosten.



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