Aktuelle Friedensnobelpreis-Quoten 2026
Wenige Tage vor der Verkündung des Gewinners zeigen die Wettquoten keinen klaren Favoriten an. Derzeit rechnen die besten Wettanbieter dem dezentralen Selbsthilfe-Netzwerk „Sudan's Emergency Response Rooms“ die besten Chancen auf die Auszeichnung aus. Aber auch bekannten Persönlichkeiten aus der Weltpolitik wie Donald Trump, Greta Thunberg oder Papst Leo werden zumindest Außenseiterchancen eingeräumt.
Für eure Friedensnobelpreis-Wetten solltet ihr beachten: Je näher der Tag der Verkündung rückt, desto mehr können die Quoten schwanken. Vorzeitig durchgesickerte Informationen oder gar Leaks beeinflussen die Gewinnwahrscheinlichkeit und damit die Quoten für einzelne Kandidaten deutlich.
| Kandidat/Organisation | Implizite Chance | Stand | Quoten |
|---|---|---|---|
| Sudan's Emergency Response Rooms | 25,0% | 05.10.2026 |
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| Sara Al-Saqqa | 20,0% | 05.10.2026 |
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| Save the Children | 16,7% | 05.10.2026 |
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| Committee to Protect Journalists | 14,3% | 05.10.2026 |
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| Donald Trump | 11,8% | 05.10.2026 |
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| Ärzte ohne Grenzen | 11,8% | 05.10.2026 |
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| Greta Thunberg | 6,7% | 05.10.2026 |
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| Leo XIV. | 5,9% | 05.10.2026 |
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Je niedriger die angegebene Quote ist, desto höher sieht der Wettanbieter derzeit die Wahrscheinlichkeit, dass der jeweilige Kandidat den Nobelpreis erhält. Diese implizite Wahrscheinlichkeit, die aus der Quote hervorgeht, muss aber nicht der objektiven Gewinnwahrscheinlichkeit entsprechen.
Gerade bei Spezialwetten auf den Friedensnobelpreis können Quoten vom Buchmacher gemessen an der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit zu hoch oder zu niedrig angesetzt sein. Da es kaum objektive Kriterien gibt, mit denen man den Gewinner prognostizieren kann, wird die Vorhersage auch für den Wettanbieter schwierig.
Haltet die Nachrichtenlage rund um das Thema Friedensnobelpreis 2026 im Blick und schaut auf Experten-Einschätzungen und Prognosen vor der Verkündung.
Wer sind die Favoriten auf den Friedensnobelpreis 2026?
Die aktuellen Friedensnobelpreis 2026 Favoriten kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Neben humanitären Organisationen finden sich regierende Politiker, Oppositionelle und religiöse Akteure in der engeren Auswahl. Eine offizielle Nominiertenliste des Nobelkomitees gibt es nicht. Einige Nominierungen wurden aber bereits im Vorfeld öffentlich, etwa durch offizielle Verlautbarungen der Personen oder Organisationen, die die Nominierung eingereicht haben.
Wir schauen auf die Kandidaten, die derzeit als Favoriten gehandelt werden und sich berechtigte Hoffnungen auf die Auszeichnung machen dürfen:
| Favorit | Warum im Gespräch? | Wichtigstes Gegenargument | Markttrend |
| Sudan's Emergency Response Rooms | Leistet humanitäre Hilfe im Bürgerkrieg im Sudan | Sudan-Krieg im Vergleich zu anderen Konflikten weniger beachtet | Topfavorit, zuletzt leicht sinkende Wahrscheinlichkeit |
| Sara Al-Saqqa | Erste Chirurgin in Gaza; versorgte Verwundete im Gaza-Krieg | Spekulationen um Hamas-Tunnel unter Al-Schifa-Krankenhaus, in dem Al-Saqqa tätig war | Sinkend |
| Save the Children | Engagement für die Rettung von im Ukraine-Krieg verschleppten Kindern | Ukraine-Krieg im Vergleich zu anderen Konflikten mittlerweile weniger im Fokus | Zuletzt steigend |
| Committee to Protect Journalists | Einsatz für die weltweite Pressefreiheit und die Bewahrung der Menschenrechte von Journalisten in Krisengebieten | Nicht direkt mit einem konkreten Projekt/Konflikt verknüpft | Recht stabil |
| Donald Trump | Herbeigeführter Sturz des Maduro-Regimes in Venezuela; Bemühungen um Diplomatie im Ukraine-Krieg | Aktuell laufender militärischer Konflikt mit dem Iran | Deutlich sinkend |
Sudan's Emergency Response Rooms (ERRs) – Aktueller Top-Favorit
Die Emergency Response Rooms (ERRs) sind dezentrale Selbsthilfe-Netzwerke, die aktuell im Sudan agieren. Im ostafrikanischen Land, das von einem seit 2023 andauernden Bürgerkrieg geplagt ist, sorgen sie unter anderem für die Verteilung von Nahrungsmitteln sowie sauberem Trinkwasser. Darüber hinaus sichern sie den Zugang zu Medikamenten und organisieren Notunterkünfte.
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Organisation für ihre Verdienste in der humanitären Hilfe mit dem „Right Livelihood Award“ ausgezeichnet, der auch als alternativer Friedensnobelpreis bezeichnet wird.
Mit der Vergabe des Friedensnobelpreises an die ERRs würde das Nobelkomitee einen äußerst blutigen Krieg in den Mittelpunkt rücken, der im Vergleich mit Konflikten wie dem Ukraine-Krieg oder dem Iran-Krieg weltweit eher weniger beachtet wird.
Die Tatsache, dass andere Kriege mehr Aufmerksamkeit erhalten und die Organisation schon mit einem anderen renommierten Preis gewürdigt wurde, könnte aber auch gegen den Gewinn des Nobelpreises sprechen. Die meisten Wettanbieter sehen die Hilfsorganisation derzeit dennoch als aussichtsreichsten Kandidaten.
Sara Al-Saqqa – Tipp auf Gaza-Ärztin verliert Momentum
Sara Al-Saqqa wurde als erste weibliche Chirurgin in Gaza bekannt. Nach dem Beginn des Krieges zwischen den Palästinensern und Israel versorgte sie im Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt Kriegsverwundete. Nach der Räumung des Krankenhauses floh Al-Saqqa nach Rafah, wo sie anschließend in der humanitären Organisation bei den Vereinten Nationen tätig war.
Die Auszeichnung der Medizinerin wäre am Ende aber womöglich kontrovers. Sowohl Israel als auch die USA veröffentlichten Berichte, die nahelegen, dass die Terrororganisation Hamas unter dem Al-Schifa-Krankenhaus ein Tunnelsystem für militärische Infrastruktur betrieben und die Patienten als menschliches Schutzschild benutzt haben könnte.
Sollte das Nobelkomitee den Israel-Palästina-Konflikt in den Fokus stellen wollen, könnte die Auszeichnung eher Projekten zuteilwerden, die die Verständigung beider Parteien in den Mittelpunkt stellen. In diesem Zusammenhang wird zum Beispiel die Organisation „Parents Circle – Families Forum“ gehandelt, die von Eltern von Opfern auf beiden Seiten geführt wird.
Save the Children & Save Ukraine als Außenseiter-Tipp
Die Organisation „Save the Children“ setzt sich unter anderem für den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten ein. Besonders relevant war dies zuletzt im Ukraine-Krieg, als ukrainische Kinder nach Russland verschleppt wurden.
Die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation tat sich mit der von Mykola Kuleba geführten Initiative „Save Ukraine“ zusammen, um die entführten Kinder wieder zurück in die Heimat zu bringen.
Seit 2014 wurde der Friedensnobelpreis nicht mehr an eine Organisation oder eine einzelne Person vergeben, die sich ausdrücklich für Kinder stark macht. Gerade in Zeiten, in denen viele Konflikte kontroverse Debatten hervorrufen, wäre die Wahl von „Save the Children“ daher möglicherweise umso unverfänglicher.
Im Laufe der vergangenen Monate stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Organisation am Ende mit der begehrten Auszeichnung gewürdigt wird.
Committee to Protect Journalists mit Schwerpunkt Pressefreiheit
Das Komitee zum Schutz von Journalisten, das mitunter auch als das „Rote Kreuz“ des Journalismus bezeichnet wird, setzt sich weltweit für die Rechte von Journalisten und die Pressefreiheit ein.
Besonders die prekäre Situation von Journalisten in Krisengebieten ist in der heutigen Zeit angesichts der zunehmenden Anzahl aktiver militärischer Konflikte relevant. In Kriegsgebieten ist der Zugang zu unabhängigen Informationen deutlich erschwert. Totalitäre Regime unterbinden zudem die Berichterstattung und belegen unabhängige Journalisten mit Repressionen.
Dass sich die Organisation in ihrer Arbeit nicht auf einen speziellen Konflikt oder Krieg fokussiert, sondern allgemein für die Interessen einer Berufsgruppe eintritt, könnte die Chancen aber eher schmälern.
Donald Trump – Chancen auf den Friedensnobelpreis 2026
Donald Trump warf in den vergangenen Jahren im Rennen um den Friedensnobelpreis immer wieder seinen Hut in den Ring. In der Vergangenheit erhielt der amtierende US-Präsident zwar bereits den „Architect of Peace Award“ der Richard Nixon Foundation sowie den „FIFA Peace Prize“ – der Nobelpreis blieb ihm bisher aber verwehrt.
Die besten Buchmacher für Politikwetten sehen für den 80-Jährigen immer noch Außenseiterchancen – de facto dürfte Trump jedoch fast aus dem Rennen sein. Grund dafür dürfte vor allem die aktuelle geopolitische Situation sein. Sein Image als „Friedenspräsident“, der während seiner ersten Amtszeit keinen neuen Krieg begann, bröckelt spätestens seit dem Beginn der militärischen Auseinandersetzung mit dem Iran.
Gutes Verhältnis zur Vorjahressiegerin als Vorteil für Trump?
Im vergangenen Jahr erhielt die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado den Friedensnobelpreis für ihren Kampf für demokratische Rechte im Angesicht der Unterdrückung durch das Maduro-Regime.
Die von Trump veranlasste US-Intervention in Venezuela, die zur Verhaftung von Machthaber Maduro führte, begrüßte Machado ausdrücklich. Wenig später überließ sie Trump sogar symbolisch ihre Nobelpreismedaille.
Offizieller Nobelpreisträger ist Trump damit aber nicht. Das Nobelkomitee stellte klar, dass der Preis nicht übertragbar ist.
Zugutehalten könnte man Trump zudem die diplomatischen Initiativen, mit denen er sich für Waffenruhen im Ukraine- sowie im Iran-Krieg einsetzte. Von langfristigem Erfolg waren seine Vermittlungsversuche bisher aber noch nicht geprägt.
Weitere Kandidaten und Außenseiter
Das Feld der Friedensnobelpreis-Kandidaten 2026 umfasst noch einige weitere Namen. Im Sinne der Betonung des Völkerrechts in Kriegszeiten wird zum Beispiel der Internationale Gerichtshof als möglicher Auszeichnungsträger gehandelt. Auch die Internationale Raumstation ISS könnte zum Sieger gekürt werden, um die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit zu betonen.
Weiter unten in den Quotentabellen ist unter anderem der Name des amtierenden Papstes Leo XIV. zu finden. Der Pontifex versteht sich im Gegensatz zu seinen Vorgängern stärker als politischer Akteur. Seit seinem Amtsantritt äußerte sich der Franziskus-Nachfolger wiederholt zu Themen wie Migration, Klimawandel, Abtreibungsrecht sowie Krieg und Frieden. Letzterer Aspekt dürfte für das Nobelkomitee besonders interessant sein.
Auch der Name Julia Nawalnaja wird öffentlich diskutiert. Die Ehefrau des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, der in Gefangenschaft starb, setzt den Kampf ihres Mannes gegen die Putin-Regierung nach dessen Tod fort.
Unsere Friedensnobelpreis-Prognose 2026
Favorit: Sudan's Emergency Response Rooms
Aktuell sehen wir die im Sudan tätigen Emergency Response Rooms als interessantesten Kandidaten auf die Auszeichnung. Viele Wettanbieter mit Spezialwetten sowie bekannte US-Prognosemärkte wie Polymarket sehen für die Organisation die besten Gewinnchancen. Die ERRs leisten humanitäre Hilfe in einem Krieg, der international vergleichsweise eher wenig Beachtung findet.
Wenn das Komitee konkrete Friedens- und Humanitätsarbeit in einem andauernden Konflikt in den Fokus stellen will, wäre die Sudan-Hilfsorganisation durchaus eine plausible Wahl für den Friedensnobelpreis 2026.
Alternative: Save the Children / Mykola Kuleba
Wenn die Jury das Schlaglicht in diesem Jahr auf das Leid von Kindern werfen will, wäre die Auszeichnung der Organisation „Save the Children“ und dem „Save Ukraine“-Gründer Mykola Kuleba ein sinnvolles Zeichen.
Gemeinsam setzen sie sich für die Befreiung von ukrainischen Kindern ein, die im Zuge des Kriegs zwischen der Ukraine und Russland verschleppt wurden.
Doppel-Auszeichnung möglich
Ein Blick in die Historie zeigt: Das Nobelkomitee kann auch mehrere Personen oder Organisationen auszeichnen, die für die gleiche Sache einstehen.
Außenseiter: „Parents Circle – Families Forum“
Die Hilfsorganisation, die von Eltern von Gefallenen auf beiden Seiten im Israel-Palästina-Krieg geführt wird, ist aktuell bei den meisten Buchmachern gar nicht quotiert.
Als Sieger könnte „Parents Circle“ aber sinnbildlich für die Vision von Versöhnlichkeit zwischen zwei völlig verhärteten Fronten stehen. Da der Konflikt aktuell weltweit lauter und kontroverser diskutiert wird als jeder andere, hätte die Verleihung des Preises an die Familieninitiative womöglich Einfluss auf die Debatten.
Für unsere Prognose berücksichtigen wir aktuelle Quoten, den gesamtgesellschaftlichen Einfluss, den geopolitischen Kontext, den Kriterienkatalog des Nobelkomitees sowie Muster früherer Entscheidungen.
Eine Prognose ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer verbindlichen Gewinnervorhersage. Die Entscheidung wird im Geheimen von einer Expertenjury getroffen. Der Ausgang bleibt dementsprechend bis zur offiziellen Bekanntgabe unsicher.
Die besten Wettanbieter für Nobelpreis-Wetten
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So kann man auf den Friedensnobelpreis wetten
Wenn ihr Friedensnobelpreis Wetten abschließen wollt, könnt ihr dies am besten bei einem Wettanbieter mit internationaler Lizenz tun, der Polywetten bzw. Spezialwetten im Wettportfolio hat. Geht wie folgt vor:
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01
Verfügbare Anbieter prüfen
Wählt einen Wettanbieter für Spezialwetten aus. In unserer Tabelle der besten Wettanbieter für Nobelpreis-Wetten haben wir empfehlenswerte Buchmacher für euch aufgeführt.
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02
Markt suchen
Nobelpreis-Märkte findet ihr je nach Anbieter unter dem Reiter „Spezialwetten“, „Politik“ oder „Polybets“.
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03
Kandidaten und Quoten vergleichen
Schaut darauf, welche Kandidaten zur Auswahl stehen und werft auch einen Blick auf andere Wettanbieter. Wettet im Idealfall bei dem Anbieter, der für eure bevorzugte Option die höchste Quote anbietet.
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04
Einsatz festlegen und bestätigen
Setzt nun die Höhe eures Einsatzes fest und gebt euren virtuellen Wettschein ab.[
Beliebte Wettmärkte zum Friedensnobelpreis
Der wichtigste Markt bei Friedensnobelpreis-Wetten ist der Tipp auf den Gewinner. Dieser ist bei allen Wettanbietern verfügbar, die Wetten zum Nobelpreis anbieten. Darüber hinaus existieren noch weitere Spezialmärkte, die ihr aber zumeist nur bei wenigen Buchmachern findet. Dazu zählen zum Beispiel:
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Welches Geschlecht hat der Preisträger?
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Gewinnt eine Person oder eine Organisation?
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Welche Nationalität hat der Gewinner?
Beachtet zudem stets die Abrechnungsregeln des jeweiligen Marktes. Der Friedensnobelpreis kann an mehrere Personen oder Organisationen gemeinsam vergeben werden. Ein Wettanbieter muss daher klar definieren, wie ein geteilter Preis für den jeweiligen Markt gewertet wird.
In der Regel werden bei einer Doppel- oder gar Dreifachvergabe mehrere Tipps als richtig gewertet. Trotzdem solltet ihr vor Wettabschluss immer darauf achten, wie der Anbieter die Gewinnbedingungen definiert.
Was ist der Friedensnobelpreis?
Der Friedensnobelpreis geht auf das Testament des schwedischen Chemikers Alfred Nobel zurück. Darin verfügte er, dass nach seinem Tod fast sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung überführt wird. Die Zinserträge aus dem Vermögen sollten anschließend als Preisgeld an diejenigen vergeben werden, „die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben“.
„Frieden“ ist dabei eine von fünf Kategorien, in denen ein Nobelpreis vergeben wird. Nach Nobels Vorstellung sollen Personen und Organisationen ausgezeichnet werden, die einen wichtigen Beitrag für Verständigung, Friedensarbeit oder Abrüstung leisten.
Im Gegensatz zu den anderen vier Nobelpreisen wird der Friedensnobelpreis nicht in Schweden, sondern in Norwegen vergeben. Zuständig für die Wahl ist das norwegische Nobelkomitee, das vom norwegischen Parlament eingesetzt wird.
Nominierung und Auswahlverfahren
Nominierungen können von bestimmten berechtigten Personen eingereicht werden. Zu den Vorschlagsberechtigten zählen unter anderem:
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Regierungs- und Parlamentsmitglieder
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Universitätsprofessoren
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Juristen
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Leiter von Friedensforschungsinstituten
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Alle bisherigen Preisträger
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Aktuelle und ehemalige Mitglieder des Nobelkomitees
Außerdem gilt: Niemand kann sich selbst vorschlagen. Nominierungen müssen bis zum 31. Januar beim Nobelkomitee in Oslo eingereicht sein.
Im Anschluss prüft das fünfköpfige Nobelkomitee alle Vorschläge und untersucht, inwiefern die Kandidaten die Kriterien für den Friedenspreis erfüllen. Zunächst wird die Auswahl eingegrenzt, bevor das Komitee dann die endgültige Entscheidung über den Gewinner der Auszeichnung trifft.
Wichtig in diesem Zusammenhang: Die Nominiertenliste unterliegt strengster Geheimhaltung von Seiten des Komitees. Das Nobelkomitee veröffentlicht vor der offiziellen Bekanntgabe des Siegers weder eine Liste aller Nominierten noch eine Shortlist. Die Nominatoren dürfen allerdings öffentlich machen, wen sie nominiert haben.
Sämtliche Kandidatenlisten, die ihr bei der Recherche womöglich findet, sind letztendlich nur eine Zusammenfassung von öffentlich gemachten Nominierungen sowie qualifizierten Medienspekulationen über potenzielle Preisträger. Das Nobelkomitee darf die komplette Liste mit allen Nominierten erst nach 50 Jahren veröffentlichen.
Wann wird der Friedensnobelpreis 2026 bekannt gegeben?
Der Gewinner des Friedensnobelpreises wird am Freitag, den 9. Oktober 2026, um 11.00 Uhr MESZ in Oslo bekanntgegeben.
Die Preisverleihung findet dann zwei Monate später traditionell am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, im Osloer Rathaus statt.
Friedensnobelpreis-Gewinner der vergangenen zehn Jahre
Blickt man auf die Gewinner der letzten zehn Jahre zurück, zeigt sich, dass die Preisträger aus vielen verschiedenen Bereichen kommen können. Ausgezeichnet wurden Einzelpersonen wie Organisationen, Friedens- und Menschenrechtsaktivisten sowie Journalisten und Abrüstungsinitiativen:
| Jahr | Preisträger oder Organisation | Offizielle Begründung in Kurzform |
| 2025 | María Corina Machado | Setzte sich trotz Repressionen durch das sozialistische Maduro-Regime als Oppositionsführerin für demokratische Grundrechte in Venezuela ein |
| 2024 | Nihon Hidankyo (Organisation) | Erhält in Japan die Erinnerungskultur an den Abwurf von Atombomben über Hiroshima und Nagasaki aufrecht und setzt sich gegen nukleare Aufrüstung ein |
| 2023 | Narges Mohammadi | Führte trotz mehrmaliger Verhaftungen und Inhaftierungen durch das Mullah-Regime den Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen und für allgemeine Menschenrechte fort |
| 2022 | Ales Bjaljazki / Memorial / Center for Civil Liberties | Kämpften gemeinsam für das Recht zur Machtkritik sowie den Schutz von Bürgerrechten und dokumentierten Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und Machtmissbrauch |
| 2021 | Maria Ressa / Dmitri Muratow | Bemühten sich in besonderem Maße um die Wahrung der Meinungsfreiheit und stärkten damit wichtige demokratische Grundprinzipien |
| 2020 | Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) | Machte sich für die Bekämpfung des Hungers in der Welt stark und kämpfte gegen den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe in von bewaffneten Konflikten betroffenen Gebieten |
| 2019 | Abiy Ahmed Ali | Ausgezeichnet für seinen Kampf für Frieden und internationale Zusammenarbeit sowie für die Lösung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea |
| 2018 | Denis Mukwege / Nadia Murad | Besonderes Engagement gegen den Einsatz von sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe, vor allem in der Demokratischen Republik Kongo und im Irak |
| 2017 | Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) | Bündnis sensibilisierte die Bevölkerung für die katastrophalen Konsequenzen von Atomwaffen und kämpfte aktiv für die Durchsetzung eines völkerrechtlich bindenden Vertrags zur Abschaffung sämtlicher Atombomben |
| 2016 | Juan Manuel Santos | Setzte sich als Politiker, zeitweise auch als Staatspräsident, dafür ein, den mehr als 50 Jahre andauernden bewaffneten Konflikt in seinem Land Kolumbien zu beenden |
Auf welche weiteren Nobelpreise kann man wetten?
Auch auf andere Nobelpreiskategorien könnt ihr Wetten abschließen. Aufgrund der großen gesellschaftlichen Relevanz ist dabei vor allem der Nobelpreis für Literatur sehr interessant. Besonders im Jahr 2016 sorgte die Kategorie für Schlagzeilen, als der legendäre US-amerikanische Sänger und Songwriter Bob Dylan die Auszeichnung gewann.
Zu den anderen drei Nobelpreiskategorien (Physik, Chemie, Medizin) gibt es aktuell keine Wettmärkte, die wir aufführen könnten. Der Friedenspreis bleibt aufgrund seiner gesellschaftspolitischen Bedeutung die wichtigste Kategorie – auch wenn es um eure Nobelpreis-Wetten geht.
Fazit – Kein klarer Favorit für den Friedensnobelpreis 2026
Das Rennen um den Friedensnobelpreis verspricht auch in diesem Jahr, spannend und unberechenbar zu werden. Etliche Kandidaten werden gehandelt. Wer letztendlich in der engeren Auswahl ist, ist nicht offiziell bekannt. Schon einzelne durchsickernde Informationen oder Vorhersagen von Experten können die Quoten stark beeinflussen.
Die größten Hoffnungen auf die Auszeichnung darf sich wohl die Organisation „Sudan's Emergency Response Rooms“ machen. Große Namen wie US-Präsident Donald Trump oder Papst Leo XIV. dürften hingegen leer ausgehen. Wer letztendlich gewinnt, erfahrt ihr am 9. Oktober!
Quellen
FAQ – Friedensnobelpreis Wetten
Die „Sudan's Emergency Response Rooms“ sind aktuell die am höchsten gehandelte Organisation bei den meisten Buchmachern. Ärzte ohne Grenzen und Volodymyr Zelenskyy folgen in der Spitzengruppe. Auch dem Kinderhilfswerk „Save the Children“ werden gute Chancen eingeräumt.
US-Präsident Donald Trump wird beim Wettanbieter Betlabel mit einer Quote von 8.50 gehandelt. Damit liegt er immer noch im erweiterten Favoritenkreis. In Wahrheit sind seine Chancen aber wohl schlechter, als es die implizite Wahrscheinlichkeit von 11,8 % vermuten lassen könnte.
Wettanbieter mit deutscher Lizenz dürfen keine Spezialwetten zum Friedensnobelpreis anbieten. Buchmacher mit internationaler Glücksspiellizenz bieten euch hingegen die Möglichkeit, auch solche Polywetten zu platzieren.
Die Bekanntgabe erfolgt am 9. Oktober 2026 um 11.00 Uhr MESZ in Oslo. Die offizielle Preisverleihung findet jedoch erst am 10. Dezember statt.
Nicht wirklich. Das Nobelkomitee selbst veröffentlicht keine offizielle Kandidatenliste. Vorschlagsberechtigte können öffentlich machen, wen sie nominiert haben. Wie aussichtsreich die jeweiligen Vorschläge sind und ob sie es überhaupt in die engere Auswahl geschafft haben, ist jedoch unbekannt.
Buchmacher berücksichtigen unter anderem ihre eigene Einschätzung der möglichen Ergebnisse sowie die Marktnachfrage und das bisherige Wettverhalten der Nutzer. Eine Dezimalquote von 4,00 entspricht mathematisch einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 25 %. Das bedeutet aber nicht, dass die tatsächliche Gewinnchance exakt 25 % beträgt – manchmal setzt der Wettanbieter die Quote auch zu hoch oder zu niedrig an.
Der wichtigste Markt ist die Wette auf den Gewinner. Je nach Anbieter können weitere Spezialmärkte existieren, etwa zum Geschlecht oder zur Nationalität des Gewinners oder zur Frage, ob eine Einzelperson oder eine Organisation die Auszeichnung erhält.