Sind Online-Sportwetten in Deutschland legal? Alle aktuellen News aus 2020

Über Sinn und Unsinn von manchen Gesetzen lässt sich sicherlich streiten. Diesbezüglich hat die Legalität von Online-Sportwetten in Deutschland die Gemüter in den vergangenen Jahren immer wieder ordentlich erhitzt. Kaum ein anderes Thema hat derartig konträre Meinungen und Stellungnahmen hervorgebracht, welche jedoch teilweise deutlich von der Realität bzw. den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen. Richtig ist jedoch, dass der Europäische Gerichtshof mit seinen Urteilen vom 8. September 2010 die Umsetzung des in Deutschland geltenden staatlichen Glücksspielmonopols für unvereinbar mit europäischem Recht erklärt hat. Sportwetten sind noch rechtlich eine Grauzone, in der sich – das sei hier schon einmal vorausgestellt – Spieler praktisch ohne Sorgen um Strafen bewegen können.

Inzwischen wurde ein neuer Entwurf zum Glücksspielstaatenvertrag vorgestellt, der 2021 die Legalität von Online-Sportwetten, -Poker und -Casino sichert und neue Regelungen einführt. Was das für eure Online-Sportwetten bedeutet, lest ihr hier!

Das Wichtigste in Kürze
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  • Aufgrund der gesetzlichen Grauzone muss eine Antwort auf die Frage „Sind Sportwetten in Deutschland legal?“ aktuell erst einmal verneint werden. Durch die EU-Bestimmungen habt ihr beim Wetten jedoch keinerlei rechtlich Konsequenzen zu befürchten.
  • Seit Januar 2020 existiert ein Entwurf des neuen Glücksspielstaatsvertrags, der den Umgang mit Sportwetten in Deutschland neu regeln soll.
  • 2021 sollen Gesetzesänderungen eingeleitet werden mit dem Ziel, klare, transparentere Bedingungen zu schaffen.
  • Bei der Wahl eures Wettanbieters solltet ihr immer zunächst anhand spezifischer Kriterien prüfen, ob ein seriöses, sicheres Spielen möglich ist.

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Gesetzliche Regelungen zu Sportwetten in Deutschland

Wie sieht die aktuelle Rechtslage zu Sportwetten in Deutschland 2020 aus?

Die deutsche Bundesregierung übt sich in einer beeindruckenden Ignoranz. Eigentlich wurden die Gesetzesmacher vom europäischen Gerichtshof aufgefordert, bis Ende 2011 die nationalen Regelungen entsprechend anzupassen. Geschehen ist seither so gut wie nichts. Einerseits predigen „unsere Denker und Lenker“ das vereinte Europa, doch wenn es um die Sicherung der eigenen Interessen geht, werden alle guten Vorsätze ganz schnell vergessen.

Ziel der Bundesregierung ist weiterhin, den eigenen staatlichen Sportwettenanbieter Oddset zu schützen, der sich selbst als einziger legaler Anbieter in Deutschland sieht. Dem hat das Bundesverfassungsgericht jedoch bereits im März 2006 widersprochen, in dem es das Staatsmonopol für Sportwetten als unvereinbar mit Grundrecht auf Berufsfreiheit eingestuft hat. Die geforderten Auflagen der Richter hat die Regierung daraufhin ignoriert.

Immerhin scheint nun endlich eine Lösung der Problematik in Sicht. Für 2021 ist tatsächlich die Einleitung einer transparenten nationalen Regelung vorgesehen. Sportwettenanbieter sollen sich dann ganz offiziell in Deutschland lizenzieren lassen können.

Grundlage dessen ist der neue Entwurf des Glücksspielstaatenvertrags, der nun veröffentlicht wurde und im März 2020 von den Ministerpräsidenten unterschrieben werden soll. Demnach werden Online-Sportwetten offiziell erlaubt und vollkommen legal sein. Allerdings werden dann sehr strenge Gesetze die Abläufe regulieren. Demnach wird es sehr strenge Maßgaben für den Spielerschutz geben, die wir euch weiter unten genauer erklären. Außerdem werden die Bookies mehr in die Pflicht genommen und müssen jederzeit die Daten der Spieler herausgeben können und genauestens prüfen, wer da eigentlich wettet. Außerdem wird das IT-Sicherheitskonzept geprüft, es dürfen nur noch .de-Domains genutzt werden und es soll eine Uhr eingeblendet werden, die euch die Zeit zeigt, die ihr bereits auf der Seite verbringt.

Aktuell scheinen sich deutsches und europäisches Recht konträr gegenüberzustehen. Da jedoch die europäischen Regelungen klar über den deutschen Vorschriften stehen, kann das Sportwetten als legal und sicher eingestuft werden.

Neueste Entwicklungen: ab 2021 deutsche Lizenzen und erste Voraussetzungen für die Sportwetten-Konzession in Aussicht

Die finale Regelung der deutschen Gesetzeslage zum Glücksspiel soll 2021 eingeleitet werden. Der Staat stellt privaten Glücksspielbetreibern im Zuge dessen den Erhalt offizieller deutscher Lizenzen in Aussicht. Dafür sind aber natürlich spezifische Voraussetzungen zu erfüllen. Einige dieser Regelungen zeichnen sich bereits jetzt ab – und tatsächlich hat mit bet365 bereits ein ganz großer Name der Sportwetten-Branche darauf reagiert:

Das britische Unternehmen war jahrelang mit einem üppigen Sportwetten- und Online-Casino-Angebot in Deutschland höchst erfolgreich. Trotzdem hat der Konzern sich Ende 2019 dazu entschlossen, sein Casino-Portfolio vom deutschen Markt zurückzuziehen. Zum Jahreswechsels 19/20 hat bet365 angekündigt, seine Casino-Produkte in Deutschland ab dem 30. Dezember 2019 nicht mehr bereitzustellen. Die konkrete Mitteilung an die bet365-Kunden lautete wie folgt: „Wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf, um Sie darüber zu informieren, dass wir unsere Spieleprodukte ab der Woche des 30. Dezember 2019 nicht länger in Ihrem Land anbieten werden.“

Innerhalb dieses Schreibens fällt kein Wort über die Gründe für den Rückzug. Zumindest werden die Kunden jedoch umgehend mit Informationen zu ihren bestehenden Guthaben versorgt. Jene mussten sich keine Sorgen machen, denn bet365 führt aus: „Bevor diese Produkte entfernt werden, werden wir jegliche aktiven Angebote schließen und alle relevanten Gelder an Ihr auszahlbares Guthaben transferieren. Nach Möglichkeit wird dies zur Nutzung oder Auszahlung nach Ihrem alleinigen Ermessen zur Verfügung stehen.“ Das klingt tatsächlich nach einem Abschied vom bet365 Casino ohne Zurück. Aber warum das Ganze und was hat das genau mit der Regelung der deutschen Gesetze, die 2021 Sportwetten in Deutschland legal machen sollen, zu tun?

Das Verhalten von bet365 dürfte mit einer aktuellen Ankündigung des Regierungspräsidiums in Darmstadt in Verbindung stehen, die die für 2021 vorgesehenen deutschen Lizenzen betrifft. Es wird signalisiert, dass Online-Glücksspielanbieter ein Produkt auswählen müssen, wenn sie sich zukünftig in Deutschland lizenzieren lassen möchten. Das heißt, sie dürfen (voraussichtlich) entweder Sportwetten oder Casinospiele anbieten und nicht beides.

Das Regierungspräsidium hat mit seiner Ankündigung schon lange vor dem wirklichen Start der Gesetzesänderung für eine Menge Diskussionsstoff gesorgt. Erst ab dem Jahr 2021 soll das Online-Glücksspiel hierzulande unter gewissen Regelungen vollkommen legal sein. Entsprechende Angebote zur Verfügung zu stellen und zu nutzen, ist aber faktisch jetzt schon ohne Strafe möglich. Das stellen die Gesetze der europäischen Union und der Glücksspielstaatenvertrag sicher. Sportwetten-Anbieter mit einer europäischen Lizenz können ohne Probleme deutsche Kunden bedienen.

Für viele Rechts- und Gambling-Experten ist es nun nicht ganz schlüssig, warum bet365 dennoch einen Rückzug des Casinos vollzogen hat. Man hätte doch erst einmal weiter unter der europäischen Regelung Spiele und Wettoptionen vermitteln und sich dann bei der Gesetzesanpassung für die deutsche Lizenz entscheiden können. Wahrscheinlich ist das jedoch nicht so einfach wie vielleicht gedacht. Denn zu vermuten bleibt, dass, sobald deutsche Lizenzen gültig sind, auch nur noch diese für den deutschen Markt gelten (wie es zum Beispiel auch in der Schweiz der Fall ist). Alle Glücksspielbetreiber, die unter anderen europäischen Genehmigungen operieren, werden dann eventuell tatsächlich nicht mehr berechtigt sein, ihre Angebote an die Spieler zu bringen.

Die Ankündigung aus Darmstadt wird sicher noch andere große Marken bzw. deren Verantwortliche ins Grübeln bringen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich in der nächsten Zeit weitere Glücksspiel-Unternehmen zu einer Einschränkung ihres Portfolios für den deutschen Markt entschließen, um etwaige Probleme 2021 ausschließen zu können.

Mehr Informationen zur Legalität von Sportwetten und zur Seriosität von Sportwettenanbietern findet ihr hier:

Warum sitzen so viele Wettanbieter auf Malta und Gibraltar?

Sind Online-Sportwetten in der Schweiz legal?

bwin, bet365, Tipico: sind Sportwetten in Deutschland legal oder illegal?

Seriöse Anbieter von Sportwetten im Internet

Exkurs: Sind Online-Casinos legal? Unsere Kollegen von onlinespielcasino.de klären auf.

Wie hat sich die Rechtslage über die letzten Jahre entwickelt?

Jahrelang besaß die staatliche deutsche Lottogesellschaft hierzulande das Glücksspielmonopol. Der Grund dafür lag offiziell in der Verantwortung der Bundesrepublik gegenüber den Bürgern, die Wett- und Glücksspielsucht einzudämmen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied allerdings im September 2010, dass eine Vereinbarung des staatlichen Glücksspielmonopols mit dem EU-Recht nicht möglich sei. Es wurde unter anderem bemängelt, dass der deutsche Staat sogar Werbung für Glücksspiele ausspielte, somit seiner Zielsetzung der Suchtbekämpfung nicht ausreichend nachkomme und sie sogar unterlaufe.

Daraufhin wurde 2011 der Glücksspieländerungsvertrag (GlüÄndStV) auf Bundesländerebene ins Leben gerufen. Dieser sollte das Monopol teilweise bewahren, aber auch einigen privaten Wettanbietern erlauben, ihr Portfolio legal auf dem deutschen Markt bereitzustellen. Im Zuge dessen wurde übrigens die nach wie vor geltende Wettsteuer von fünf Prozent eingeführt.

Es war die Aufgabe des hessischen Innenministeriums, diese Lizenzen stellvertretend für die Bundesländer zu vergeben. Das Vorgehen erwies sich allerdings als Eigentor. Wettbewerber, die nicht berücksichtigt wurden, reichten nämlich schnell Klagen ein und das Verwaltungsgericht Wiesbaden machte der Lizenzvergabe daraufhin ein Ende.

Jüngst wurde am EuGH in Luxemburg noch einmal ein Urteil gefällt, das den Verstoß der deutschen Glücksspielregulierung gegen das EU-Recht bestätigt. Dennoch kommen die erforderlichen Änderungen nur schwer ins Rollen – das bereits von mehreren Gerichten gekippte Glücksspielmonopol wird einfach fortgeführt.

Es bleibt zu hoffen, dass die für 2021 angekündigte Reform endlich Besserung und mehr Transparenz für alle Seiten bringt.

In diesem Zusammenhang muss bei aller Kritik aber auch die Initiative des Innenministeriums in Schleswig-Holstein erwähnt werden. Dank dessen Fortschrittlichkeit ist zumindest dort schon in den letzten Jahren etwas Bewegung in den Sportwettenmarkt gekommen. Schon lange vor Ankündigung der Neuregelung 2021 haben die Norddeutschen ihr Landesrecht genutzt und zahlreiche Online-Wettanbieter mit begrenzten Genehmigungen für die Annahme und Vermittlung von Sportwetten ausgestattet. Die Hauptlizenzen der Unternehmen stammen jedoch weiterhin aus Staaten wie Malta und Gibraltar.

Hier ein interessantes Schaubild zum Sportwettenmarkt 2017. Dieses zeigt unter anderem, wie sinnlos die aktuell noch geltenden Verbote bzw. das Glücksspielmonopol sind.

Der deutsche Wettmarkt von 2017

Der deutsche Wettmarkt wird 2017 ganz klar von privaten Sportwetten dominiert. (Quelle: goldmedia.com)

Wie die Wettsteuer dazu beiträgt, dass Sportwetten in Deutschland legal(er) werden

Das deutsche Rennwett- und Lotteriegesetz stammt aus dem Jahre 1922. Der Deutsche Bundestag hat im Juni 2012 in diese alte Verordnung kurzerhand die neue fünfprozentige Wettsteuer eingebaut. Seither müssen alle Wettanbieter die pauschale Steuer an den deutschen Fiskus abführen. Innerhalb der ersten elf Monate hat das Gesetz dem Staat übrigens rund 164 Millionen Euro in die Kassen gespült. Das ist selbstverständlich sehr viel Geld, unter einer regulierten Marktöffnung erwarten Experten jedoch noch weitaus größere Einnahmen. Der Staat würde also finanziell stark profitieren.

Sicherlich lässt sich die Rechtmäßigkeit der Wettsteuer anzweifeln – entsprechende Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof sind längst anhängig, doch etwas Gutes hat die Regelung trotzdem. Mit der Steuerbelastung erkennt die Bundesregierung die Sportwettenanbieter quasi als rechtmäßige Unternehmen an. Vorher wurden die Buchmacher in eine rechtliche Grauzone gedrängt, aus der sie nun befreit auftauchen können. Es wäre ja paradox, eine ganze Branche als illegal zu verteufeln, jedoch auf der anderen Seite in aller Ruhe Steuern zu kassieren. Die Wettsteuer hat somit, wenn auch wahrscheinlich ungewollt, entscheidend zur Liberalisierung der Online-Wettszene beigetragen.

Eure Gewinne sind gegenüber dem Finanzamt bei Sportwetten übrigens völlig steuerfrei – hier mehr dazu lesen.

Ausblick: Wie die Spielsuchtprävention weiter in den Vordergrund rückt

Die Prävention im Bereich der Spielsucht ist seit eh und je das Top-Argument für eine Einschränkung von Glücksspielangeboten in Deutschland. Auch mit der angekündigten gesetzlichen Neugestaltung 2021 wird sicher weiterhin verstärkt darauf geachtet werden, dass entsprechende Voraussetzungen gegeben sind. Dieser Sachverhalt ist selbstverständlich durchaus von Vorteil für die Spieler, nur hinsichtlich der ganzen Diskussion um Gesetze, Monopole usw. nicht selten schwer nachvollziehbar.

Spezifische Vorschriften zur Bekämpfung von Spielsucht sind schon jetzt fester Bestandteil des Glücksspielstaatsvertrags bzw. der Glücksspieländerungsstaatsverträge. Sie können von Sportwetten-Portalen, die hierzulande tätig sein möchten, nicht umgangen werden. So sind die Portale zum Beispiel dazu angehalten, genaue Informationen zum Thema bereitzustellen, den direkten Zugang zu Beratungsstellen zu gewährleisten, Tests zur Erkennung von Spielproblemen anzubieten und die Setzung von Limits zu ermöglichen.

Beispiel für Einzahlungslimits – von SimpleCasino

Beispiel für Einzahlungslimits (Quelle: simplecasino.com)

Mit dem neuen Entwurf im Januar 2020 geht Deutschland noch einen großen Schritt weiter, sogar weiter als die meisten Länder in Bezug auf Spielsuchtprävention. Dieser neue Entwurf sieht nämlich vor, dass es eine zentrale Aufsichtsbehörde geben wird. Dort sollen Spieler, die Spielsuchtgefährdet sind, in einer Liste geführt werden und entsprechend keine Möglichkeit bekommen werden, online Sportwetten abzugeben. Ein besonderer Aspekt dieser Sperrdatei ist, dass nicht nur ihr selbst die Möglichkeit habt, euch auf diese Liste zu setzen, sondern auch Dritte, wie etwa der Bookie selbst. Zusätzlich setzt der neue Entwurf ein Einzahlungs- und Verlustlimit von 1000 Euro pro Monat fest. Highroller rollen schon mit den Augen, aber auch dieses Limit soll natürlich dafür sorgen, dass aus Spaß keine Sucht wird.

Zur Legalität von Wetten und Seriosität von Wettanbietern in Deutschland

Ist es legal, sich bei einem deutschen Sportwettenanbieter anzumelden und dort zu tippen?

Ob es laut den deutschen Gesetzen legal ist, sich bei einem Sportwettenanbieter anzumelden oder zu tippen, mögen die Rechtsgelehrten entscheiden. Fakt ist, die höheren europäischen Richtlinien regeln die Angelegenheit eindeutig und klar – das Online-Wetten ist in Deutschland legal (das sagt zumindest die EU). Natürlich erst ab einer Altersgrenze von 18 Jahren. Nur wer volljährig ist, darf auch im Internet Wetten abschließen (hier mehr dazu: Ab wann darf man wetten?) Bisher ist noch kein einziger deutscher Sportwettenfreund aufgrund der Ausübung seines Hobbys hierzulande verurteilt worden.

Der Wettmarkt für Sportwetten

Auf welche Lizenzen/Zulassungen sollte man in 2020 achten?

Sind Online-Sportwetten in Deutschland legal? Jeder Online-Anbieter für Sportwetten benötigt eine Lizenz. Daher ist es vor jeder Registrierung bei einem Bookie notwendig, einen kurzen Blick ins Impressum bzw. in die Fußzeile zu werfen. Bevorzugt sollte die Lizenz von einem EU-Staat ausgestellt sein. Die Regulierungsbehörden in Malta und Gibraltar (beide in der EU) gelten als streng und rigoros. Kann ein Online-Buchmacher eine entsprechende Genehmigung vorweisen, ist von dessen absoluter Seriosität auszugehen. Gerade die maltesische Glücksspielbehörde (MGA) hat in den letzten Jahren für immer neue Sicherheitsstandards im Glücksspielbusiness gesorgt.

Fälschlicherweise wird in einigen Negativkommentaren behauptet, die Wettanbieter seien in entsprechende Steuerparadiese gegangen. Dies ist einfach nicht richtig. Die Aufsichtsbehörden in Malta und Gibraltar agieren strenger als vergleichbare Institutionen in anderen Ländern und sorgen somit für ein absolut sicheres Spielumfeld.

Ansonsten kann man natürlich auch auf die Lizenz aus Schleswig-Holstein achten, die mittlerweile ebenfalls diverse Wettanbieter besitzen. Besonders interessant wird es dann 2021, wenn sich Sportwetten-Portale (hoffentlich) ganz offiziell in Deutschland lizenzieren lassen können.

Welche Seriositätsmerkmale sprechen noch für sichere Buchmacher?

Hinter den meisten Buchmachern stehen heutzutage große Online-Entertainment-Unternehmen, die mehrere tausend Mitarbeiter beschäftigen. Einige Firmen sind zusätzlich an den Börsen gelistet und unterliegen den entsprechenden Finanzmarktkontrollen.

Die besten Wettanbieter sind des Weiteren von unabhängigen Prüfinstituten, wie eCogra, gecheckt. Ein sicherer Online-Anbieter lässt sich sehr einfach erkennen. Neue Sportwettenfans sollten ihren Blick neben den bereits genannten Dingen auf folgende Punkte richten:

  • Zahlungsmethoden: Die besten Online-Buchmacher arbeiten mit zahlreichen sicheren und verifizierten Finanzdienstleistungsunternehmen zusammen. Zum Zahlungsportfolio sollten bestenfalls Kreditkarten, Banküberweisungen, E-Wallets, Direktbuchungssysteme und Prepaid-Varianten gehören (Hier zur Übersicht aller Methoden). Sehr wichtig für einen guten Wettanbieter ist die schnelle Auszahlung der Gewinne (Wettanbieter mit schneller Auszahlung hier ansehen).
  • Kundensupport: Der Kundenservice ist natürlich ebenfalls ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Bookies. Der Support sollte möglichst auf mehreren Wegen kostenlos erreichbar sein. Können die Mitarbeiter schnell und kompetent auf Anfragen antworten, darf von einem seriösen Wettanbieter ausgegangen werden. Sehr gut ist hier unter anderem Interwetten.
  • Homepagegestaltung: Die Webseite des Bookies sollte selbsterklärend gestaltet sein. Kein Sportwettenfan möchte sich durch ein kompliziertes Design „wühlen“. Sind die Märkte und Events schnell aufzufinden, erleichtert dies die sorgenfreie Tippabgabe.
  • Livestreams: Die Übertragung von Sportevents kann insofern als Seriositätsmerkmal gewertet werden, da die Wettanbieter oft erhebliche Summen in die Übertragungsrechte investieren. Das machen Unternehmen, die euch übers Ohr hauen wollen, eher nicht.
  • Sponsoring: Die besten Wettanbieter sind als Sponsoren des Spitzensports aktiv. Wer mit den renommiertesten Vereinen und Verbänden weltweit zusammenarbeitet, gilt nicht nur als purer Geldgeber, sondern wird als sicheres Unternehmen eingestuft.
  • Spielsuchtbekämpfung: Die besten Buchmacher engagieren sich aktiv bei der Bekämpfung der Spielsucht. Entsprechende Limits und Ausschlussverfahren für die eigenen Kunden sind ebenso wichtig wie direkte Unterstützung von Betroffenenorganisationen.
  • Das eigentliche Wettangebot, die Quoten (hier die besten Wettanbieter nach Quotenhöhe geordnet) oder die Bonusprogramme (Übersicht der besten Boni hier) können zwar ebenfalls zu Rate gezogen werden, sind beim ersten Seriositätscheck aber eher zweitrangig.

Oddset – noch (!) der einzig vollkommen legale Sportwettenanbieter in Deutschland

Als Spieler habt ihr rechtlich nichts zu befürchten, wenn ihr in Deutschland online Sportwetten abschließt. Solltet ihr dennoch vollkommen außerhalb der gesetzlichen Grauzone setzen wollen, könnt ihr das derzeit nur bei Oddset tun. Hierbei handelt es sich um einen staatlichen Buchmacher, der Teil des deutschen Lotto- und Totoblocks ist. Der Lotto- und Totoblock ist wiederum ein Zusammenschluss der Lottogesellschaften der einzelnen Bundesländer. Im gesamten Bundesgebiet stehen aktuell rund 25.000 Annahmestellen für Sportwetten bei Oddset zur Verfügung. Sie werden in Kombination mit Lotto, Glücksspirale und anderen staatlichen Glücksspielen angeboten.

Trotz der immensen Anzahl der „Filialen“ – die die der größten privaten internationalen Sportwetten-Konzerne weit übertrifft – ist das Portfolio von Oddset kaum konkurrenzfähig. Das ist unter anderem an den dort veranschlagten Quoten festzumachen. Diese fallen fast immer deutlich niedriger aus als bei den internationalen Mitbewerbern. Zudem wird pro Wettschein eine Grundgebühr berechnet, die den Gewinn bei niedrigen Einsätzen stark schmälern kann. Darüber hinaus ist der scheinbare Schutz vor Spielsucht, den der Staat durch das Oddset-Monopol erreichen möchte, eine Farce. Denn auch hier werden Spieler zum Beispiel durch die genannte Gebühr dazu motiviert, mehr zu setzen, womit das Risiko steigt und letztendlich Spielsucht begünstigt werden kann. Das gesamte Geschäftsmodell ist überdies praktisch identisch zu denen der privaten Anbieter, was die Argumente für das Monopol weiter schwächt.

Ihr solltet allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass Oddset ausschließlich ein Offline-Angebot hat. Ihr könnt zwar online einen Schein ausfüllen, müsst aber immer in eine Oddset-Annahmestelle gehen und dort euren Schein abgeben. Mit der Bequemlichkeit von Online-Wetten hat das nichts zu tun.

Das sind die besten neuen Wettanbieter:
Aufgenommen: 21.03.2019
PWR.bet Logo 329x100

80%
100% bis zu 120€

Aufgenommen: 02.09.2019

78%
300% bis 60€ & 10€ gratis

Aufgenommen: 18.10.2019

80%
100% bis 140€

Aufgenommen: 11.05.2017
leovegas logo

84%
2x 50€ Gratiswette

Infografik: Die Rechtslage von Sportwetten in Deutschland im Überblick

Die Rechtslage von Sportwetten in Deutschland – Schaubild

Gute Links zu dem Thema sind außerdem noch:

ISA Guide (Europas größtes Glücksspiel-Informationsportal im Internet)

ISA Guide – ZFWG (Zeitschrift für Wett- und Glücksspielrecht, kostenlose Probeausgabe möglich)

Uni Hohenheim (verschiedene Literatur zum Glücksspielmarkt)

Uni Hohenheim (Informationen zur Regulierung vom Glücksspielmarkt – u.a. von Sportwetten, Poker, von Spielhallen usw.)

Interessante Studie über den Glücksspielmarkt:

Uni Hamburg (Taugen die Sperrsysteme in deutschen Spielbanken etwas?)

Fazit: Auch Deutsche dürfen Sportwetten abgeben!

Darf man online wetten in Deutschland? Die klare Antwort darauf ist: ja! Sind Sportwetten in Deutschland legal? Hier wird die Sache schon etwas schwieriger, denn nach wir vor bewegen wir uns hierzulande in einer gesetzlichen Grauzone. Wichtig für euch ist natürlich, dass ihr euch grundsätzlich keine Sorgen machen müsst, beim Abschließen von Sportwetten rechtlich belangt zu werden. Um rundum sicher spielen zu können, solltet ihr jedoch den Wettanbieter eurer Wahl immer genau auf Seriositätsmerkmale prüfen.

In Zukunft soll eine offizielle deutsche Lizenz hinzukommen. Diese sollte dann natürlich ein ganz besonderes Sicherheits- und Qualitätssignal sein. An sich ist der Schritt ein längst überflüssiger und einer in die richtige Richtung. Der neue Entwurf des Vertrags bringt endlich Klarheit in eine Branche, in der niemand genau weiß, wohin es denn jetzt gehen soll. Grauzonen bringen weder dem Staat noch dem Bookie etwas und schon gar nicht den Spielern bzw. Kunden.

Gewettet wird und wurde auch in Deutschland schon lange online, damit wird mit dem neuen Vertrag nur der Rahmen geschaffen, um Spaß von Problem zu trennen. Dass Deutschland extrem strenge Regeln schaffen würde, war absehbar. Gerade die Einzahlungsgrenze von 1000 Euro/Monat und die Möglichkeit, dass euch ein Bookie auf die Spielsucht-Liste setzt, können schon als krasse Veränderung angesehen werden. Allerdings überwiegt in unserer Redaktion die positive Sicht, dass endlich ein Spielfeld abgesteckt wird, auf dem mit Spaß gewettet werden kann. Schließlich machen Sportarten auch keinen Spaß, wenn keiner genau weiß, ob die Regeln jetzt wirklich fix sind oder nicht.

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