Gewinne versteuern: Das müsst ihr beachten!

Endlich eine lukrative Wette gewonnen und nun stellt ihr euch die Frage nach der Wettsteuer? Alle Antworten gibt es hier in unserem Ratgeber!

Das Wichtigste in Kürze
  • Wettgewinne sind grundsätzlich steuerfrei.
  • Es fällt seit dem 01.07.2012 eine Wettsteuer von 5 % auf Gewinne an.
  • Die Steuer wird oft direkt von den Wettanbietern einbehalten. Manche Anbieter übernehmen die Steuer auch komplett für euch.
  • Wettgewinne müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden.
  • Übrigens: Auch Casino-Gewinne müssen nicht versteuert werden, sofern sie in der EU erzielt wurden.

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Müssen Wettgewinne versteuert werden?

Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gilt grundsätzlich: Wettgewinne sind erst einmal steuerfrei. Auf sie muss ausdrücklich keine Kapitalertragssteuer und auch keine Einkommensteuer gezahlt werden. Aber: Seit dem 01.07.2012 gibt es in Deutschland eine sogenannte Wettsteuer. Diese liegt bei insgesamt 5 Prozent und wird ab dem Moment eures Einsatzes fällig. Das Gute: Die Steuer wird oft direkt von den Wettanbietern einbehalten, sie müssen also nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Zudem gibt es einige Wettanbieter, die euch die Steuer quasi schenken und die Kosten selbst tragen.

So werden Gewinne von bet365, Tipico und bwin versteuert (mit Beispiel)

Steuerliche Regelungen sind auch in der EU noch immer Ländersache. Daher müsst ihr bei der Frage die jeweils länderspezifischen Gesetze beachten:

Deutschland

Seit dem 01.07.2012 fallen also fünf Prozent Wettsteuer auf alle Sportwetten an. Theoretisch wäre der Spieler steuerpflichtig und müsste seine Gewinne in der Steuererklärung angeben. Weil der Staat das aber kaum überprüfen könnte und mit viel Aufwand verbunden wäre, müssen die Buchmacher die Steuer direkt abführen. Heißt also: Von eurem Gewinn behalten die meisten Anbieter einfach fünf Prozent ein und zahlen euch „nur“ 95 Prozent eurer Gewinne aus. Es gibt also keine „Tipico-Gewinn-Meldepflicht“, die euch verspflichtet, jeden Gewinn direkt beim Finanzamt zu melden.

Gewinner versteuern bwin

Bei bwin wird die Wettsteuer direkt vom Gewinn abgezogen. (Quelle: bwin.com)

Bei bwin sieht das Ganze so aus: In dem Beispiel setzt ihr fünf Euro auf Sieg Barcelona. Bei einer Wettquote von 1,87 würdet ihr eigentlich 9,35 Euro möglichen Gewinn erhalten. Bwin gibt aber direkt an, dass hier noch eine mögliche Steuer von fünf Prozent hinzukommt. Der wirkliche mögliche Gewinn liegt daher bei 8,88 Euro. Bwin kommt seinen Kunden aber insoweit entgegen, dass der Buchmacher die Steuer nur auf tatsächliche Gewinne erhebt. Geht euer Wettschein leer aus, wird euch nichts berechnet.

Gewinne versteuern tipico

Tipcio erstattet euch die Wettsteuer. (Quelle: tipico.de)

Einen Sonderfall gibt es, wenn es darum geht, Tipico-Gewinne zu versteuern. Denn der Anbieter schenkt euch die Wettsteuer und zahlt sie quasi aus der eigenen Tasche – und das sogar, ohne das Quotenniveau zu senken!

Wichtig: Die Wettsteuer wird immer dann fällig, wenn ihr eine Wette platziert – egal ob über die normale Website oder die Sportwetten-App. Einige Anbieter übernehmen die Steuer aber für euch und weisen dies dann auf eurem Wettschein aus. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Wettanbietern:

  1. Wettanbieter, die die Steuer vom Gewinn abziehen
  2. Wettanbieter, die die Steuer vom Einsatz abziehen
  3. Wettanbieter, die die Steuer für euch übernehmen

Gewinne versteuern in Österreich & Schweiz

Wettgewinne von bet365 und Tipico richtig versteuernIn Österreich haben es Sportwetten-Fans einfach: Hier fällt keine Steuer an und es wird kein Abzug von eurem Einsatz. In der Steuererklärung braucht ihr Wettgewinne also nicht angeben. Ein wenig komplizierter sieht es allerdings bei den Nachbarn in der Schweiz aus: Anders als in Österreich müssen hier Steuern auf Sportwetten bezahlt werden. Im Gegensatz zu Deutschland werden diese aber nicht direkt bei der Wettabgabe abgezogen. Die Wettgewinne müssen nämlich in der Steuererklärung angegeben werden und werden dann – entsprechend der Steuerklasse – besteuert. Diese Regelung gilt für alle Sportwetten, die über Online-Buchmacher und internationale Anbieter platziert werden. Für Wetten bei Anbietern mit Sitz in der Schweiz gilt wiederum ein Freibetrag von 1.000 Schweizer Franken.

Bei welchen Wettanbietern muss ich keine Wettsteuer bezahlen?

Einige Anbieter ersparen euch die Wettsteuer beziehungsweise übernehmen diese letztlich für euch. Vergleichbar ist das mit Aktionen beispielsweise des Media Markts, bei denen manchmal die Mehrwertsteuer erlassen wird. Natürlich wird die Steuer trotzdem fällig – nur eben nicht für euch, sondern der Wettanbieter zahlt. Letztlich heißt das aber: Ihr erhaltet 100 Prozent eures Wettgewinns und nicht nur 95 %. Wer sich die Steuer sparen möchte, sollte einen Blick auf unsere Liste mit den besten wettsteuerfreien Anbietern werfen!

Beim großen Wettanbieter Tipico übernimmt der Bookie die Wettsteuer für euch. Ihr könnt bei Tipico eure Wette also ohne die fünf Prozent Gebühr platzieren und bekommt euren Gewinn voll ausgezahlt! Genauso beim Anbieter betfair: Die 5% werden euch nicht vom Gewinn abgezogen.

Achtung Profispieler: Wann für Wetten Einkommenssteuer fällig wird

Wettgewinne von bet365 und Tipico richtig versteuernWer über einen längeren Zeitraum, das heißt über mehrere Monate, mehr als 50 Prozent seines Einkommens durch Sportwetten finanziert, muss Einkommenssteuer auf seine Gewinne bezahlen. Für die meisten Freizeitspieler wird dieser Fall nicht eintreffen, falls ihr euch aber unsicher seid, könnt ihr euch bei der Lohnsteuerhilfe in eurer Stadt beraten lassen. Unser Tipp: Alle Dokumente, die eure Gewinne dokumentieren, solltet ihr aufbewahren. Kommt es doch zu einer Prüfung durch das Finanzamt, könnt ihr jeden Gewinn zweifelsfrei belegen. Außerdem möchten wir euch darauf hinweisen, dass etwaige Zinserträge aus euren Gewinnen immer versteuert werden müssen. Das heißt, legt ihre eure Gewinne an und erzielt daraus Zinsen, müsst ihr diese in der Einkommenssteuererklärung angeben.

Steuern im Casino – muss ich meinen Gewinn versteuern?

Für Gambler aus Deutschland gibt es eine gute Nachricht: Nach deutscher Rechtslage gelten alle Gewinne, die in einem Casino erzielt wurden, nicht als Einkommen. Demnach müssen sie auch nicht versteuert werden und ihr könnt eure Gewinne voll auskosten. Aber Achtung: Diese Regelung gilt nur für Casino-Gewinne, die in der EU erzielt wurden, beziehungsweise bei einem Casino, das über eine EU-Lizenz verfügt. Außerdem dürfen die Gewinne nicht zu eurer Haupteinnahmequelle werden. Landen regelmäßig größere Summen auf eurem Konto, geht das Finanzamt davon aus, dass ihr Profispieler seid und bietet euch ziemlich schnell zur Kasse.

Tipp: Bewahrt alle Belege zu Auszahlungen gut auf. Kommt es doch einmal zu einer Prüfung durch das Finanzamt, könnt ihr so verhindern, dass ihr möglicherweise ungerechtfertigt besteuert werdet.

Hier mehr über die Steuern bei Online Casinos erfahren.

Fazit: Steuerfreie Wetten sind bei manchen Anbietern möglich

Für Sportwetten aus Deutschland gilt eine Sportwettensteuer von fünf Prozent, die direkt vom Wettanbieter einbehalten wird. Manche Anbieter „schenken“ euch die Steuer und übernehmen die Gebühr selbst. Sportwetten-Fans aus Österreich dürfen sich freuen, hier fällt keine Steuer auf Sportwetten an. Vorsicht ist in der Schweiz geboten, dort gilt die Steuerfreiheit nur bis zu einem Betrag von 1.000 Schweizer Franken.

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