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Sind Sportwetten „haram“? Wie Muslime zu Sportwetten stehen

Wer schon mal im Koran gelesen hat bzw. sich gut damit auskennt, weiß, dass darin viele Botschaften an die Muslime auf der Erde niedergeschrieben sind, die ihr Leben prägen. Dabei geht es nicht nur um Ernährung oder Praktizierung des Glaubens, sondern auch um zunächst banal anmutende Dinge wie Sportwetten. Denn zum Glücksspiel gibt es im Koran eine klare Meinung. Wir erklären euch in diesem Artikel, ob Sportwetten „haram“ oder „halal“ sind.

Das Wichtigste in Kürze
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„Haram oder halal“? Was bedeutet das überhaupt?

Bevor wir dazu kommen können, ob Sportwetten „haram“ oder „halal“ sind, wollen wir euch erstmal erklären, woher die beiden Begriffe kommen und was bedeuten. „Haram“ und „halal“ sind im Islam Begriffe von höchster Bedeutung. „Haram“ beschreibt alle Dinge und Handlungen, die laut der sogenannten Scharia, die die Gesamtheit aller religiösen und rechtlichen Normen im Islam beinhaltet, unantastbar, unberührbar, unverletzlich etc. sind. Grundsätzlich kann man also sagen, dass „haram“ eine sehr ähnliche Bedeutung wie „verboten“ hat. „Haram“ beschreibt aber eben nicht nur verbotene Dinge, sondern kann auch als „heilig“ gedeutet werden. Diese Dinge, die dann „heilig“ sind, dürfen genauso wie die verbotenen Dinge nicht verletzt werden.

„Halal“ stellt das Gegenteil dazu dar. Alles, was nicht „haram“ ist, ist grundsätzlich erstmal „halal“, also freigestellt und nicht mit einem Verbot belegt. Eines der geläufigsten Beispiele ist wohl das Thema Alkohol. Alkoholische Getränke werden in mehreren Suren des Korans verurteilt und als sündenhaft dargestellt, sind also „haram“. So heißt es beispielsweise in Sure 5, Vers 90: „Wein, das Losspiel, Opfersteine und Lospfeile sind (ein wahrer) Greuel und Teufelswerk. Meidet es! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.“

Was der Koran zu Sportwetten sagt

Der Koran hat zum Thema Glücksspiel eine klare Meinung. Verse, die sich explizit mit Sportwetten beschäftigen, gibt es im Koran natürlich nicht, die Textstellen beschäftigen sich meist allgemein mit dem Wort „Losspiel“, eine frühere Bezeichnung für Glücksspiel. Dieses „Losspiel“ wird unter anderem in der oben zitierten Passage verurteilt als „Greuel und Teufelswerk“. In einer anderen Sure wird zwar dargestellt, dass das „Losspiel“ zwar auch einen Nutzen für die Menschen haben könne, allerdings die Sünde größer sei.

Daraus lässt sich klar ableiten, dass der Koran Glücksspiel und damit auch Sportwetten verbietet und Wetten „haram“ sind. Für Muslime, die streng nach den Botschaften des Glaubensbuches leben, sind Sportwetten daher nicht möglich.

Wein, das Losspiel, Opfersteine und Lospfeile sind (ein wahrer) Greuel und Teufelswerk. Meidet es! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.

Wann Wetten im Islam trotzdem möglich sind

Zunächst einmal ist es uns wichtig, klarzustellen: Sportwetten sind im Islam in keiner Hinsicht „halal“. Es gibt Themen, die sich unterschiedlich auslegen lassen, bei Glücksspiel wie beim Alkohol ist das aber nicht so. Wer als Moslem dennoch auf Sportereignisse wetten will, der muss sich also in dem Bereich von den Botschaften im Koran lösen.

Dass das häufig auch gemacht wird, wissen wir aus unserem persönlichen Umfeld, einige Muslime wettet gerne, egal ob online oder im Wettbüro. Dabei ist es aber nicht so, dass jeder Moslem, der wettet, automatisch jede Botschaft im Koran ablehnt. Wir kennen viele Moslems, die keinen Alkohol trinken und an viele weitere Regeln halten, aber trotzdem gerne wetten. Das liegt daran, dass natürlich nicht alle Muslime gleich intensiv den Regeln folgen und gleich fromm sind. Es gibt große Unterschiede in der Frömmigkeit, manche halten sich strikt an alle Vorgaben, andere legen bestimmte Botschaften anders aus als ihre Mitmenschen und wieder andere sind zwar Muslime, orientieren ihr Leben aber nicht oder nur sehr wenig am Koran.

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Vor allem für Sportler ist eine strenge Auslegung des Korans oft schwierig

Dass sich nicht immer alle Richtlinien, die im Koran festgehalten sind, konsequent umsetzen lassen, zeigt das Beispiel vieler Profisportler. So würde ein striktes Halten an die Normen voraussetzen, dass jeder Moslem und jede Muslima sich an den Fastenmonat Ramadan halten, während dem man nur vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang essen und trinken darf. Das ist für Profisportler im normalen Wettbewerb natürlich kaum umsetzbar, weil es für den Organismus sehr ungesund ist, nach großer körperlicher Anstrengung nicht mal Wasser zu sich nehmen zu können.

Auch deshalb hat der Zentralrat der Muslime in Deutschland bereits 2010 entschieden, dass Profisportler auf das Fasten verzichten dürfen, ohne dabei gegen eine religiöse Pflicht zu verstoßen. Das ist besonders bei länger andauernden Sportevents wie Weltmeisterschaften wichtig. Die Fastentage können dann nach dem Event nachgeholt werden. Bekannte Persönlichkeiten wie Mesut Özil haben das bei der WM 2014 zum Beispiel so gemacht. Die Genehmigung zum Aussetzen der Fastenzeit gilt aber nicht nur für Profifußballer, sondern für alle Profisportler.

Gegenüber dem Portal dfb.de sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland im Jahr 2013: „Profifußballer, aber auch andere Profisportler, können ihre Fastenzeit außerhalb des Ramadan nachholen. Wir haben diese Position durch ein Gutachten der Al-Azhar, eine der führenden Autoritäten des Islam, untermauert. Auf den Punkt gebracht sagen wir: Profifußballer sind Arbeitnehmer, und zwar in einem Beruf, der körperlich höchste Anforderungen stellt. Profifußballer können die Fastentage später im Jahr nachholen.“

Sind Sportwetten „haram“? Wie Muslime zu Sportwetten stehen

Sportwetten sind „haram“, im Wettbüro arbeiten auch?

Auch wenn Sportwetten „haram“ sind, heißt das doch nicht gleich, dass auch im Wettbüro arbeiten „haram“ ist, oder? Nun, doch. Auch wenn ihr dort nicht selber wetten solltet, sondern nur die dort Wettenden betreut, generiert ihr eure Einnahmen aus im Koran unerlaubtem Glücksspiel, was die Arbeit im Wettbüro „haram“ macht. Dabei ist es egal, ob euch das Wettbüro gehört oder nicht.

Wettanbieter in muslimischen Ländern

Trotz des religiösen Verbots von Glücksspiel gibt es in muslimisch geprägten Ländern Bookies, die Sportwetten anbieten und an denen sich Millionen von Menschen beteiligen. Die Türkei etwa hat eine staatliche Lotterie, die auch mit einer Lizenz ausgestattet ist, sodass Glücksspiel dort staatlich legal ist. Der Staat vergibt dort auch an andere Wettanbieter Lizenzen, die in Deutschland aber für gewöhnlich nicht erreichbar sind.

Ein Wettanbieter, der für seine Spezialisierung auf die Türkei bekannt ist, ist Bahigo. Der Bookie mit Sitz auf Curaçao ist neben der Türkei vor allem in der Schweiz bekannt und hat gute Referenzen von seinen Kunden. Im deutschsprachigen Raum ist er nur in der Schweiz erreichbar, was ihn für deutsche Kunden aus dem Bookie-Rennen wirft.

Neben der Türkei bieten auch andere muslimische Länder ihrer Bevölkerung Wettmöglichkeiten. Die Türkei ist bekanntermaßen westlicher geprägt als die meisten anderen Länder im Nahen Osten. In Ländern wie Katar oder Saudi-Arabien ist Glücksspiel zum Beispiel verboten. Dafür sind dort aber Kamelrennen große Events, die von vielen Menschen verfolgt und mit Wetten bedacht werden.

Deutsche oder deutschsprachige Wettanbieter in muslimischen Ländern

  • Wie bereits erwähnt, gibt es mit Bahigo einen Bookie, der in der Türkei und der Schweiz groß, in Deutschland aber nicht verfügbar ist. Wer sich nun fragt, ob es auch deutsche Wettanbieter gibt, die sich auf Deutschland spezialisiert haben und von vielen deutschen Kunden genutzt werden, aber gleichzeitig auch in der Türkei erreichbar sind, der bekommt von uns eine klare Antwort: Diese gibt es unseres Wissens nach nicht. Die großen Wettanbieter haben dort keine Lizenz, ihre Wetten anzubieten und die staatliche Lotterie hat für gewöhnlich auch kein großes Interesse an riesiger Konkurrenz.

    Wer also bei Top-Bookies wie bet365, Interwetten oder dem Newcomer Rabona wetten will, der kann das nicht aus der Türkei heraus tun.

FAQ –Sportwetten halal

❓ Was bedeuten die Wörter haram und halal?

„Haram“ und „halal“ sind arabische Wörter, die im muslimischen Glauben verankert sind. Sie kommen in der Scharia, der Sammlung aller Normen und Regelungen religiöser Art im Islam vor. „Haram“ bedeutet, dass etwas verboten oder nicht erlaubt ist, „halal“ bedeutet, dass etwas freigestellt von einem Verbot ist.

⚽ Sind Sportwetten „haram“ oder „halal“?

Sportwetten sind aus religiöser Sicht betrachtet definitiv „haram“. Der Koran legt das in mehreren Versen fest, in denen das „Losspiel“, das heutige Glücksspiel, als „Teufelswerk“ o.ä. bezeichnet wird.

❌ Gibt es Ausnahmen?

Aus religiöser Sicht: Wieder nein. Allerdings ist nicht jeder Mensch muslimischen Glaubens gleich fromm bzw. legt den Koran gleich aus. Daher wetten auch nicht wenige Muslime, vor allem in den westlichen Ländern, in Wettbüros. Für andere Botschaften im Koran, wie den Fastenmonat Ramadan, gibt es dagegen Ausnahmen, zum Beispiel für Profisportler.

〽️ Wie sieht es mit Wettanbietern in muslimisch geprägten Ländern aus?

Entgegen der Erwartung gibt es auch in stark muslimisch geprägten Ländern wie Katar oder Saudi-Arabien Glücksspiel-Angebote. Zwar sind Wettanbieter dort eher selten zu finden, Events wie Kamelrennen erfreuen sich dort aber einer großen Beliebtheit. In der Türkei gibt es sogar eine staatliche Lotterie und Glücksspiel-Lizenzen.

⭕️ Haben Wettanbieter aus dem Westen Chancen in muslimisch ausgerichteten Staaten?

Die Antwort ist so schlicht wie einfach wie traurig: Nein. Es gibt kaum einen Wettanbieter, der im Westen in mehreren Ländern operiert und gleichzeitig in einem der muslimisch geprägten Länder Fuß fassen konnte. In streng muslimisch ausgerichteten Nationen ist es mit Wettanbietern generell sehr schwierig.

Fazit: Sportwetten sind „haram“, es gibt aber auch Muslime, die wetten

Das klarste und religiös betrachtet korrekte Fazit für Sportwetten im Islam ist: Sportwetten sind „haram“, also verboten und streng religiösen Muslimen, die sich vollständig am Koran orientieren, ist es untersagt, zu wetten. Nur sind Muslime nicht alle gleich und vor allem nicht ausschließlich religiöse Personen. Und da es beispielsweise in der Türkei legal ist, zu wetten, sollten religiöse und rechtliche Perspektive immer getrennt voneinander betrachtet werden.

Wer als Moslem also wettet, der bewegt sich weg von den strengen Vorschriften des Korans, was jedoch nicht heißt, dass er oder sie sich auch rechtlich im verbotenen Bereich bewegt. In den muslimisch geprägten Ländern ist das Wettangebot eingeschränkter als in den westlichen Ländern, vor allem in streng religiösen Staaten sind es häufig Kamelrennen, die das Glücksspiel dort beherrschen, Sportwetten u.ä. sind dort teilweise auch rechtlich untersagt.