11:00 (Bastad/SWE, Sand) Tommy Robredo (ESP) - Andrey Golubev (KAZ) Satzwette 2:0 @ 2,10 (Bwin) 4/10 -4
Robredo (aktuell 36, höchste Platzierung 5) 2010 bisher mit einem rabenschwarzen Jahr, keine Ahnung, was mit ihm los ist, aber so kann es definitiv nicht mehr weitergehn. Wenigstens konnte er sich hier in der ersten Runde gegen den Polen Przysiezny glatt durchsetzen und mal schaun, vielleicht ist es ja zur Hälfte des Jahres sowas wie ein neuer Start in die zweite Hälfte der Sandplatzsaison, nach der Unterbrechung auf Rasen. In Bastad spielt Robredo jedenfalls sehr gerne, denn er ist hier bereits zum zehnten Mal hintereinander und ohne Unterbrechung am Start. Zweimal konnte er das Turnier gewinnen, 2006 gegen Davydenko und 2008 gegen Berdych, dazu stand er weitere vier Mal im Halbfinale, das kann sich durchaus sehn lassen.
Golubev (aktuell 82, höchste Platzierung 56) bevorzugt meiner Meinung als Untergrund eher Hardcourt, hat aber diese Saison auch auf Sand schon ganz beachtliche Ergebnisse zustande gebracht, was vielleicht auch daran liegt, dass er in Italien wohnhaft ist und dementsprechend auch auf Sandplätzen trainiert. Richtig gute Leute, die auf einem ähnlichen Level wie Robredo aggieren, waren aber allerdings nicht unter den Spielern die er besigen konnte, aber typische Sandplatzspieler alter Schule, zweiter und dritter Klasse. Allerdings gab es beispielsweise gegen gehobnere Gegner wie Ferrer, Stepanek und auch Gasquet, die allesamt von der Klasse ganz gut mit Robredo vergleichbar sind, richtig böse Klatschen und es gelang ihm kein einziger Satzgewinn und in den gespielten sechs Sätzen reichte es auch nur zu zwölf Games, im Schnitt also lediglich zwei pro Satz.
Für mich hängt der Ausgang dieses Matches nur von Robredo ab, wenn er so spielt, wie größtenteils in diesem Jahr, dann kann er hier auch gleich ganz verlieren, deswegen der etwas gewagtere Tipp auf einen glatten Sieg, weil ich doch hoffe, dass er sich hier, bei sicherlich einem seiner Lieblingsturniere, wieder etwas fängt und wenn man mal ganz ehrlich ist, selbst wenn Golubev sein bestes Tennis spielt und Robredo auch nur 70 % seines Könnens abrufen kann, selbst dann ist der Spanier noch immer um mindestens zwei Klassen stärker.
3:6, 6:3, 6:2
15:30 (Bastad/SWE, Sand) Jarkko Nieminen (FIN) - Nicolas Almagro (ESP) Satzwette 2:0 @ 1,77 (Bwin) 5/10 +3,85
Nieminen (aktuell 63, höchste Platzierung 13) läuft nun schon seit zwei drei Jahren seiner Bestform hinterher und die wird er auch nicht einmal mehr ansatzweise erreichen. Die Weltranglistenregionen, in denen er sich derzeit bewegt, spiegeln in etwa auch sein aktuelles Leistungsvermögen wieder. Er ist ein routinierter Spieler, aber für einen wirklich guten Gegner unter den Top-30 reicht es bei ihm einfach nicht mehr. Er schlägt größtenteils die Spieler, die er aufgrund seiner Klasse einfach schlagen muß, aber selbst da hat er inzwischen seine Probleme, wie beispielsweise hier in der ersten Runde gegen den 18 jährigen Schweden Christian Lindell (855 im Ranking), denn dort verlor er trotz Break-Führung noch den 1. Satz und konnte den Sieg erst über drei Sätze fixieren, wobei er selbst im Entscheidungssatz keinen großen Unterschied zu seinem Gegner erkennen lies.
Über Almagro (aktuell 20, höchste Platzierung 11) braucht man eigentlich nicht viele Worte verlieren, wenn er will, was in dieser Saison durchaus das ein oder andere Mal der Fall war, dann ist er auf Sand nach Nadal und Ferrer einer der besten Spieler überhaupt. Nicht umsonst war er neben Gulbis in dieser Sandplatzsaison der einzige Spieler, der Nadal einen Satz abnehmen konnte auch auch bei den French Open konnte er alle drei Sätz sehr eng gestallten. 2007 stand Almagro hier bereits im Finale, wo er sich allerdings seinem Landsmann Ferrer ganz klar geschlagen geben mußte.
Ähnlich wie beim Robredo-Match kommt es hier nur auf Almagro an, wenn er motiviert und kompromisslos zu Werke geht, dann kann Nieminen aus eigener Kraft niemals einen Satz gewinnen. Wenn Nieminen sich bei eigenem Aufschlag nicht erheblich gegenüber der Vorrunde steigert, dann wird ihm Almagro seine zweiten Aufschläge nur so um die Ohren hauen, denn selbst gegen die Nummer 855 war Nieminen hier nur zu 37 % erfolgreich und gab zweimal sein Service ab. Bei eigenem Aufschlag ist Almagro ohnehin nur sehr schwer zu breaken, vorrausgesetzt er reduziert das Risiko über den zweiten Aufschlag ein wenig, was er zuletzt eigentlich ganz gut gemacht hat, denn Asse und Servicewinner wird er mit seinem ersten Aufschlag genügend erzielen, da sollte er einfach nur darauf bedacht sein, über den zweiten den Ball ins Spiel zu bringen und unnötige Doppelfehler zu vermeiden. Wie gesagt, es liegt nur am Spanier, wenn er nicht direkt einen rabenschwarzen Tag erwischt, dann sollte er sich hier glatt und deutlich durchsetzen.
4:6, 4:6
17:30 (Stuttgart/GER, Sand) Guillermo Garcia-Lopez (ESP) - Florian Mayer (GER) Sieg @ 1,67 (Bwin) 6/10 +4,02
Beides ähnliche Spieler was den Belag angeht, sowohl Guillermo Garcia-Lopez (aktuell 39, höchste Platzierung 38) als auch Florian Mayer (aktuell 56, höchste Platzierung 33) haben keinen bevorzugen Untergrund, sondern spielen so ziemlich überall ihr bestes Tennis.
Für mich allerdings der Deutsche der bessere Spieler, vorallem aufgrund seiner Flexibilität und Vielseitigkeit, was auch seine Ergenisse in diesem Jahr zum Ausdruck bringen. Zwei Challanger auf Hardcourt gewonnen, darunter auch das topbesetzte Turnier in Sunrise, Finalteilnahme beim Challanger in Rom auf Sand, bei den Australian Open (Hardcourt) immerhin Petzschner und Troicki geschlagen, ehe er sich knapp DelPotro beugen mußte, in Wimbledon auf Rasen Cilic und Fish aus dem Turnier genommen und das in einer Deutlichkeit, mit der sicher nur die Wenigsten gerechnet haben. Seine gute Form konnte Mayer bereits auch bei diesem Turnier unter Beweis stellen, als er seinem Landsmann Philipp Kohlschreiber nicht den Hauch einer Chance lies und ihn ganz glatt mit 6:4, 6:2 bezwang und dabei kein einziges Mal sein Service abgeben mußte.
Guillermo Garcia-Lopez hatte einen ganz schwachen Start ins Jahr 2010, er verlor gleich am Anfang fünfmal hintereinander in Runde 1 und mußte bis März auf seinen ersten Sieg auf der Tour warten, konnte allerdings beim Masters Turnier in Indian Wells nach Siegen über Lacko, Cilic und Bellucci gleich bis in 1/8-Finale vorstoßen, ehe er sich Monaco geschlagen geben mußte, allerdings alles auf Hardcourt. Auf Sand spielte der Spanier sehr durchwachsen, er schlug größtenteils das, was er schlagen kann, aber auch muß, aber musste sich auch gegen Spieler geschlagen geben, wo ich sage, das darf so eigentlich nicht sein, wie beispielsweise gegen Petzschner, Gil und Serra, vorallem nicht in dieser Deutlichkeit wie gegen den Franzosen, denn da ging er mit 2:6, 2:6 unter. Das absolute Highlight in dieser Saison sicherlich die Finalteilnahme beim Rasentournier in Eastbourne, wo er sich erst Michael Llodra geschlagen geben mußte, aber zuvor immerhin gute Leute wie Benneteau und Istomin aus dem Turnier nahm. Allerdings folgte dann in Wimbledon bereits in der 1. Runde die Ernüchterung, als er nach einer 2:0-Satzführung gegen den deutschen Qualifikaten Tobias Kamke (126) noch in fünf Sätzen verlor. Auch in Stuttgart hat sich Guillermo Garcia-Lopez nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, denn gegen seinen Landsmann Navarro-Pastor mußte er ganz schön kämpfen, zumindest in den ersten beiden Sätzen, denn dort lag er bereits mit Satz und Break zurück und das gegen einen Spieler, der vom Niveau mindestens ein Klasse unter Mayer agiert und dazu noch alles andere als ein Sandplatzspieler ist.
Wie bereits erwähnt ist Mayer der bessere Tennisspieler und ich denke, dass es sicherlich kein Nachteil ist, dass das Turnier in Stuttgart stattfindet, so hat er die Zuschauer auf seiner Seite. Das Einzige was ich hoffe, dass nicht wieder so heiß wird wie gestern, denn damit könnte der Spanier vielleicht einen Tick besser zurecht kommen, aber das ist nur eine reine Vermutung und sollte man nicht überbewerten.
3:6, 1:6
Gesamttagesbilanz: +3,87
Gesamtwochenbilanz: +45,05