Wetten wie ein Wettprofi - Tipps vom Wett-Experten Dirk Paulsen

Die Frage ist: Wer hat die Deutungshoheit darüber?

Wer legt fest, ob für die Frage, Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel, die Fähigkeiten Einzelner oder des Durchschnittsspielers maßgebend sein sollten?

Wo sehen Sie ein Problem? Ich erkläre es für Geschicklichkeitsspiele und kann den Geschicklichkeitsanteil sogar mathematisch nachweisen. Der Gesetzgeber hat eine mangelhafte Auffassung davon.
 
Wo sehen Sie ein Problem? Ich erkläre es für Geschicklichkeitsspiele und kann den Geschicklichkeitsanteil sogar mathematisch nachweisen.

Ich sehe die Grenzen einer Charakterisierung von Sportwetten als Geschicklichkeitsspiel darin, dass der Anteil der Spieler, deren Erfolg überwiegend von Geschick abhängt, eine kritische Marke nicht überschreiten darf, damit das System nicht kollabiert (trifft v.a. zu auf Anbieter mit schlechtem oder nicht vorhandenem Risk Management) bzw. aufgrund der Begrenztheit der Märkte durch vorgegebene Einsatzlimits mit einsatzsensitiver Anpassung der Quoten ein bestimmter Anteil von erfolgreichen Spielern de facto gar nicht überschritten werden kann.


Der Gesetzgeber hat eine mangelhafte Auffassung davon.

In dem Punkt stimme ich mit Ihnen überein. Vor allem die Rechtsprechung der letzten Jahrzehnte zu dieser Thematik war hanebüchen bis beängstigend. Der Klassiker: Das Bundesverwaltungsgericht urteilte im Jahr 2001 (6 C 2/01), dass „niemand die Fähigkeit hat, vor Beginn eines sportlichen Wettkampfs mit dem Anspruch auf objektive Richtigkeit das Ergebnis vorherzusagen, solange keine unzulässige Manipulation vorliegt.“ Sportwetten seien demnach als Glücksspiel zu betrachten.
Diese Bewertung zeugt von einem grundlegenden Mangel an Verständnis über die Mechanik von Sportwetten, wie er in der Bevölkerung weit verbreitet ist. Insofern unterstütze ich Ihr Engagement ausdrücklich. Es wäre nur begrüßen, wenn Sportwetten als Profession anerkannt und aus der rechtlichen Grauzone herausgeholt würde.
Andererseits hat der Status Quo auch seine Vorteile.
 
Anm: Bei uns in Österreich hat der Gesetzgeber diese mangelhafte Auslegung nicht. Bei uns sind Sportwetten seit jeher als Geschicklichkeits- und NICHT als Glücksspiel judiziert und das seit ich selbst wette (1982) und auch schon davor. Die wohl richtige Auslegung!
 
Anm: Bei uns in Österreich hat der Gesetzgeber diese mangelhafte Auslegung nicht. Bei uns sind Sportwetten seit jeher als Geschicklichkeits- und NICHT als Glücksspiel judiziert und das seit ich selbst wette (1982) und auch schon davor. Die wohl richtige Auslegung!

Unter türkis-blau war anderes in Planung: https://www.sn.at/wirtschaft/oesterr...erung-90037639
Von einer "Einbeziehung der Online-Sportwetten in das Glücksspielgesetz" war die Rede. Jetzt hat die Regierung "zum Glück" andere Baustellen. Ich fürchte, dass das Thema wieder aufflammen wird sobald andere Krisen vorbei sind.
 
Gedanken zum Thema Livewetten.

Livewetten sind tatsächlich eine eigene Welt. Dies spürt man spätestens dann, wenn man zum Beispiel ein Spiel „ausgelassen“ hat – also keinen Tipp abgegeben, entweder, weil man zu spät war, weil man nicht ganz sicher war, weil man es einfach vergessen hat, oder, als letzte Möglichkeit, dass man das Spiel eh gar nicht wetten wollte aber es nun schaut und sich denkt: vielleicht geht ja live was? --, und das Spiel nun einfach live „bespielen“ möchte. Sollte man nämlich eine vorgezeigte Richtung haben – „ich möchte gerne Darmstadt haben in der Partie gegen Kiel aber der Kurs reicht mir nicht ganz oder ich bin nicht hundertprozentig überzeugt, aber wenn, dann ginge nur Darmstadt und sonst gar nichts; aber immerhin habe ich ja live nun die Chance und vielleicht bekomme ich ja nach zehn Minuten den Kurs, den ich gerne hätte?“ --, dann wird man recht bald bei Ansicht der Bilder eine völlig andere Sicht einnehmen. Es ändert irgendwie alles, sobald die da loslegen. Sollte man sich nun noch parallel mit den ständig sich entwickelten Kursen beschäftigen, dann gerät man sehr bald in arge Zwiespälte: „Äh, wen oder was wollte ich eigentlich nochmal und warum sollte ich, ausgerechnet jetzt..., und Kiel sah gar nicht mal so schlecht aus, vielleicht sollte ich die? Die hatten eben einen Riesen und irgendwie fühlt es sich nach over an, vielleicht sollte ich da mal schauen? Ach, und überhaupt, wie sind denn die Spielstatistiken? Kiel hat 62% Ballbesitz und schon drei zu null Ecken? Wieso wollte ich eigentlich Darmstadt? Aber guck mal: der Kurs geht ja richtig hoch auf Darmstadt, also doch wieder? Nee, ich weiß einfach nicht.“

Wer all diese Gefühle, Gedanken, Überlegungen – teils rational, teils irrational – nicht kennt, dem kann man nur die besten Glückwünsche überreichen und das Zertifikat „Lizenz zum Livewetten mit perspektivisch guten Gewinnaussichten“ überreichen. Es ist eine eigene Welt. Wer sich in dieser zurechtfinden möchte, der sollte schon zuvor eine klare Strategie haben. Aber: außer dieser Strategie muss man eben auch eine eiserne Disziplin und ein klares Konzept, was das money management angeht, haben. Denn: wenn man in jeder Sekunde eine weitere Wette abgeben kann, dann birgt das schon, gerade für den „Heißläufer“, die enorme Gefahr, in einem einzigen Spiel mehr oder weniger pleite zu gehen. Möglich ist es – und das sollte man immer berücksichtigen. Abgesehen von den paar Geschichten, die darüber bekannt geworden sind (so sehr sich die Betroffenen auch schämen oder so ungern sie je darüber berichten würden).

Falls man nun nach der tatsächlich gewinnversprechenden Strategie fragen sollte, dann trifft man zunächst auf diese Überlegungen: inwieweit hätte ein optischer Eindruck oder ein paar Minuten Spielzeit, gerade in der Anfangsphase, tatsächlich einen Einfluss auf die Eintrittswahrscheinlichkeiten oder treten diese oder jene Ausprägungen nur zufällig auf? Das heißt: eine Mannschaft ist Favorit, kommt aber in der Anfangsphase (siehe Bayern – Lyon) arg in Schwierigkeiten: hat Lyon nun bessere Chancen als vorher, haben sie einen selbst und Bayern nur kurzzeitig „überrascht“ oder war das gar alles „völlig normal“ und gehört einfach dazu? Kommt schon mal vor, dass die auch ne Chance haben? Sollte man nun Lyon nehmen, nach den Eindrücken? Der Kurs, die line sind aber gefallen? Oder sollte man jetzt erst recht Bayern nehmen? „Die werden schon noch kommen. Der Kurs ist gut jetzt, das war nur ein Strohfeuer von Lyon.“ Viele komplexe Überlegungen, aber auch gute Antworten, womöglich die „richtige Reaktion“ darunter?

Es gibt diese „vernünftigen“ Strategien: man schaut nur das Spiel und lässt sich nicht ablenken. Man sollte natürlich schon einen gewissen Fußball-Verstand mitbringen und eine gewisse Erfahrung, was den Fußball oder auch speziell diese Liga angeht. Sprich: EIN EINZELNES Spiel zu schauen ist deutlich weniger effektiv als Woche für Woche eines derselben Liga zu schauen. Man lernt die Mannschaften, auch im Vergleich zueinander, kennen und kennt in etwa das Liganiveau. Man schaut also nur dieses eine Spiel und versucht, irgendetwas zu erkennen, was einem helfen könnte. Man kennt natürlich darüber hinaus auch die Ausgangsquoten von vor dem Spiel, ideal natürlich im Abgleich mit den eigenen Einschätzungen (zurück zum Kiel – Darmstadt Beispiel: die line ist +0.5, der Kurs ist 1.98; das weiß man; man selbst hätte ihn schon etwas niedriger; also wenn ginge nur Darmstadt, pregame). Nun trifft man irgendwann eine Entscheidung, was einen interessieren könnte. Dies sollte aber unter keinen Umständen so verlaufen, dass man UNBEDINGT wenigstens EINE Wette platzieren möchte. Sondern man geht nüchtern und neutral heran. Bevor man eine Entscheidung trifft, sollte man sich zugleich Gedanken machen, für welchen Kurs man das spielen möchte, was man sich gerade ausgesucht hat. Es sollte sich einfach so ergeben. Kein Druck von irgendwoher, kein Zeitpunkt, den man sich vorgibt („Wenn ich jetzt nicht spiele, dann geht es bald gar nicht mehr...“ oder so was). Man schaut dann, welchen Kurs man bekäme und vergleicht ihn mit dem, den man mindestens haben wollte. Ist der Kurs gut genug, kann man es spielen. Und man sollte nur die eine Wette und nicht einander wiedersprechende Wetten etwa machen. Der eine Tipp, aufgrund dieser und jener Beobachtungen und Überlegungen. Fertig.

Diese Strategie dürfte eh keiner so einhalten. Insofern: es wäre zwar ratsam, es wäre auch wünschenswert und vielleicht sogar einträglich. Aber gerade in der heutigen Zeit, in der alles immer schneller und schneller gehen muss und eh praktisch jeder viele Dinge gleichzeitig tut, das Handy klingelt, man noch dies und das schauen wollte, hier gerade Anpfiff in Finnland ist und dort zwei wichtige schwedische, Spiele kurz vorm Abpfiff stehen, noch dazu bei günstigem Zwischenstand, man überhaupt noch die Regionalligen durchschauen wollte, und hier noch eine Mail reinkommt, dort eine Skype Nachricht und hier eine sms und eine WhatsApp – nein, so wird das nichts.

Selbst wenn zunächst eine ganze Menge Verwirrung und der klügste Rat erscheinen mag: „Livewetten? Ohne mich! Lass die Finger davon!“ kann man durchaus eine Menge mehr entdecken. Hier sollte das nur mal angerissen werden und ein wenig aufgezeigt werden, wie vertrackt und verführerisch und letztendlich auch schwierig es ist. Es gäbe auch zusätzliche noch viele praktische Beispiele zu erzählen, über Kursentwicklungen und Möglichkeiten, da irgendwie zu profitieren. Eine andere Welt gegenüber dem pregame Wetten bleibt es aber. Und durchaus gewagt, es auf diesem Wege zu probieren. Andererseits zumindest so viel versichert: die Chance, Fehler zu finden ist sogar größer als pregame.

Wie seht ihr das? Macht ihr mehr Gewinn mit Livewetten oder pregame?

Dirk Paulsen auf Youtube
 
Gedanken zum Thema Livewetten.

Wie seht ihr das? Macht ihr mehr Gewinn mit Livewetten oder pregame?

Dirk Paulsen auf Youtube

Mehr Gewinn pregame weil da Wetten dabei sind die auch höher gespielt werden
als die Livewetten. Darum ist der Vergleich eigentlich nicht gut. Aber live ist grundsätzlich super weil es Quoten gibt die du sonst nicht so leicht findest. Man muss es nur erwarten können und ein wenig standfest sein und beim ersten Lüftchen das einem entgegen bläst nicht umkippen. Wenn pre die Quoten schlecht sind spielt man nicht und wartet was sich live entwickelt, im besten Fall spielt man halt gar nicht, aber dieser Meinung bist du ja auch. Ein starker Beginn wie von Lyon im Bayern Spiel speziell wenn sie aus diesen Chancen die Tore nicht machen zeigt eigentlich das sie nicht gewinnen können. Starke 20 Minuten sind noch lange keine starken 45 Minuten und schon gar nicht starke 90 Minuten. Umstellungen zur Pause haben oft auch größere Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Aber der interessanteste Bereich ist bei knappen Spielen immer das Finish. Wenn eine sehr gute Mannschaft knapp hinten ist dann schlagen die oft spät zu, die Quote ist dann auch dementsprechend. Live gibts schon gute Sachen aber auch vieles was unbrauchbar ist. Aber da muss jeder für sich das richtige finden.
 
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Leserbrief an Sky

Nein, eine direkte freundliche Anrede im Sinne von „höchst geschätztes Sky Team“ fiele mir nicht ein. Eher dann schon in die Richtung „allerwertestes Sky Team“ – im Sinne von „ja mi leckts am Oasch“ (Oasch darf man doch sagen? Es wäre doch nur der Allerwerteste...).

Neulich mal wieder einen echten Leserbrief geschrieben, ebenso ein Bekannter, welchen ich extra darum bat. Ergebnis: los. Ich meine: ergebnislos. Es kommt einfach keine Antwort. Man kann sich kurz fassen oder ausführlich werden. Nix.
Die kurze Version: liest man rasch, ja, danke für Ihre Mühe und Ihr Interesse, wir melden uns gerne zurück, wenden Sie sich ruhig an NN. Wir haben Ihren Einwand zur Kenntnis genommen. Herzlichst ... Sky.

Ausführlich: sehr bald eine Rückmeldung, danke, wir kümmern uns drum, wir interessieren uns für unsere Kunden und deren Wünsche, wir leiten das direkt weiter an einen Zuständigen, welcher sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen wird. Was auch immer. Aber die Antwort ist immer gleich: nada, niente, nichts, Schweigen im Walde. Ruder mit den Armen, schreib dir die Finger wund, denke gründlich nach, zahle schön immer deine Abo-Gebühren – aber ansonsten rutsch mir den Buckel runter und „kiss me backside“. Motto: nach mir die Sintflut – nur dürfte das „nach mir“ ziemlich bald eintreten.
Keine Championsleague mehr. Toll, am 12.8.2020 durften wir die Runde fröhlich labernd erleben, aber Bilder? Die gab es nur bei DAZN – von dem grandiosen, aber auch dort von den Sprechern total verhunzten PSG – Atalanta, 2-1, Spiel, mit allem, was das Fußballzuschauerherz so erfreuen könnte – wenn er denn rechtzeitig den Ton abgedreht hätte oder, noch besser, in irgendeiner-anderen-außer-deutsch-Sprache das Vergnügen gehabt hätte.

Bundesliga ist nicht nur längst Salami, nein, zuerst die Freitagsspiele weg, nun auch noch sonntags, noch fünf oder sechs Spiele pro Spieltag, aber die Gebühren bleiben gleich? Nein, da ist der Exodus vorprogrammiert. Die Pleite gesichert, das wars, nix mehr „liebes“, nix mehr „allerwertestes“, nur noch „gar nicht mehr Sky-Team“. Premiere war bereits zugrunde gerichtet, nun hat es auch die Engländer erwischt, welche, dank guter Vermarktung im eigenen Land --- vor allem: guter Berichterstattung! – noch ein paar Euro auf der hohen Kante hatten, aber nun ebenfalls abgewirtschaftet sind. Bloß schnell weg!

Falls es dem Fußball noch immer halbwegs gut ginge, dann müsste man doch feststellen, dass es längst nur noch externe Gelder sind, von Investoren, welche, das Wort richtig verstehend, noch immer davon träumen, eines Tages dieses nicht nur auf Heller und Pfennig zurück bekämen, sondern gar mit Zins und Zinseszins ihre Kröten wieder abziehen wollen?! Nur: immer mehr stellen fest, dass es zur reinen Liebhaberei geworden ist. Ein Sponsor ist was anderes als ein Investor. Er gibt und gibt und gibt. Vielleicht in einer vagen Hoffnung auf Renommee? Es gibt sie noch, die Investoren – nur bleibt es beim Traum, es zu vermehren. Der Fußball selbst erwirtschaftet diese Beträge nicht mehr. Es gehen viel mehr den Bach runter als die ganz wenigen, die glücklich werden, als Investoren.

Dabei hätte Sky noch immer das Potenzial und vor allem der Fußball hätte es. Die Leute würden ihnen die goldenen Nuggets aus der Hand reißen – wenn es den Kommentatoren nicht Tag für Tag gelänge, die Nuggets als faule, kleine, aber dafür viel zu teure Eier anzumalen, und auf dem Markt feilbieten zu wollen. Es liegt NICHT am Naturell der deutschen (Zuschauer), dass der Rubel nicht rollt -- wie sich die Verantwortlichen selbst gern weismachen wollen und es so dem Zuschauer auch verkaufen wollen: „Wir sind nicht daran schuld, IHR seid daran schuld!“ --, es liegt an der deutschen Berichterstattung. Diese ist so unterirdisch schlecht, wie die Kommentatoren, die diesen Begriff für die besten Fußballer des Landes geprägt, in die Praxis eingeführt, und nach und nach zu weiteren negativen Superlativen gesteigert haben. In der nach unten offenen Richterskala sind sie bei -10 angelangt – betragsmäßig quasi täglich anwachsend.

Lange Vorrede, viel Schimpfgehalt, kurzer, für uns hier relevanter Sinn: das Potenzial liegt auch in einer ordentlichen Vermarktung des Wettmarktes – so unsinnig sich das auf den ersten Klang auch anhört. Die Wettanbieter stellen sich noch immer an und erkaufen sich die Werbezeiten. Vor, nach und während jedem einzelnem Spiel laufen die Spots durch. Warum täten die Anbieter das? Nun, zu vermuten wäre: weil sie unter den Zuschauern diejenigen vermuten, welche, neben Fanleidenschaft für diesen oder jenen Verein, sich auch am Wettmarkt ausprobieren.
Man sollte auf keinen Fall den Aspekt unter den Tisch kehren, dass sich diesem oder jenem vielleicht gar NUR beim Zuschauen eines Fußballspieles (in welchem es nach 25 Minuten und einem selbstverständlichen 0-0 Spielstand heißt „bisher kaum eine einzige Torannäherung“, damit vermutlich darauf setzend, dass der Zuschauer NUN aber garantiert den Ton lautstellt und seinen Nachbarn zu sich ruft, damit dieser auch an dem riesigen Spektakel teilhaben darf, welches sich hier gerade anbahnt: nicht mehr lange, und es erfolgt bestimmt schon der erste Torschuss!) nicht ausreichend viel Unterhaltsames bietet und schließlich nicht IMMER NUR der Lieblingsverein spielt und dass er somit seiner eigenen Unterhaltung und Freude am Fußball dadurch Vorschub leistet, indem er seine Expertise mit einer Wette untermauert?

Stattdessen wird man von den so genannten „Experten“ mit sinnlosen Phrasen eingedeckt, die kein bisschen Substanz etwa für eine Wette hätten und die absolut nicht wettmarktgerecht sind, schon gar nicht, dass man die Chancenverteilung eventuell daran ablesen könnte, vielleicht gar, mit einer guten eigenen Vorschau gegen den Markt „anstinken“ könnte? „Hier würde ich sogar auf Frankfurt wetten, weil die Quote einfach zu hoch ist, mit einer 3.20 bei Werder Bremen“, oder „laut Computer ist die Quote auf mehr als 2.5 mit einer 1.65 hier einfach zu hoch; ich schließe mich der Computermeinung an: over!“ oder wie auch immer die dann ausfallen könnte –, am besten natürlich mit dem Wett-Opa im Programm, live on stage. Der Zuschauer würde das garantiert zu schätzen wissen. Und somit gar sowohl Fußball als auch Sky retten können?

Selbst wenn hier nicht ganz dazugehörig, aber wenn man als Sprecher gar die Erlaubnis hätte, selbst eine kleine Wette zu platzieren, dann könnte sogar eine einzelne Reportage richtig lebhaft und spannend werden, zumal dieser dann, verständlicherweise außer seiner ohnehin nie gewahrten, aber angeblich so wichtigen „Neutralität“ plötzlich mit seinem Geld mitfiebern würde? Da hätten wir alle Spaß und Fußball, Wettmarkt, Sky -- allen ginge es plötzlich gut. Was fehlt nur daran, um das zu erkennen?

Über den Autor Dirk Paulsen

Dirk Paulsen auf Youtube
 
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Ich Frage mich, wie du die expected goals berechnest . In deinem Tipp zum Spiel zwischen Hertha und Frankfurt nennst du die expected Goals für :
Frankfurt :Bielefeld 3,31: 1,48 (2,47:0,62 )
Bremen : Hertha 2,41:1,8 (0,5:2,05)
In den Klammern sind die expected Goals von der Website understat.com und ich Frage mich, wie hier eine so große Diskrepanz möglich ist ?
Schonmal vielen Dank für deine Hilfe .
 
Ich Frage mich, wie du die expected goals berechnest . In deinem Tipp zum Spiel zwischen Hertha und Frankfurt nennst du die expected Goals für :
Frankfurt :Bielefeld 3,31: 1,48 (2,47:0,62 )
Bremen : Hertha 2,41:1,8 (0,5:2,05)
In den Klammern sind die expected Goals von der Website understat.com und ich Frage mich, wie hier eine so große Diskrepanz möglich ist ?
Schonmal vielen Dank für deine Hilfe .

Bei understat weichen die Werte oftmals erheblich ab. Wobei ich die Abweichung bei der Partie Frankfurt - Bielefeld diese gar nicht besonders groß finde. Der Abstand zwischen heim und auswärts ist fast identisch. Bei Werder gegen Hertha ist es eben so ein Fall, dass Werder zwar viele Aktionen hatte, diese aber nicht zu tatsächlich günstigen Abschlusssituationen kamen. Ich finde es weiterhin richtig, ALLE Situationen, die eine Toranbahnung/-annäherung bedeuten könnten, zu bewerten und NICHT NUR die Abschlusssituationen, wie es understat tut. Zumal sie dort weiterhin keine Erwartung berechnen, was deutlich die Vermutung nahe legt, dass sie es einfach nicht können. Insofern erkläre ich mein System dem dort verwendeten für klar überlegen. Allerdings gebe ich zu, dass längere Vergleiche ergeben haben, dass sie tatsächlich mit der Methode etwas näher dran sind, also langfristig die Abweichungen zwischen ihren expected goals und den tatsächlichen Toren geringer ist als der Abgleich mit meinen Zahlen ergibt. Wiederholt dennoch: mein System ist besser. Vor allem wegen der möglichen Erwartungsberechnung.

Noch ein Tipp für die 2. Bundesliga: Hannover - Braunschweig Wett Tipp