US-Politik - Präsidentschaftswahl 2024

Ich dachte immer, hier geht es um Analysen? Erst einmal Respekt Moghul. Er hat nicht mehr und nicht weniger seine Wetten zur amerikanischen Wahl gepostet und diese erklärt. Darum es doch, oder? Wieso, weshalb, warum jetzt dieser Thread zu einer politischen Diskussion führt, kann mir wohl auch keiner erklären. Du hast eine andere Meinung? Feel free, du darfst gerne deine Analyse mit deinen Wetten hier kundtun. Ob hier jetzt gerade jemand Links, Rechts, Mitte, geradeaus oder was auch immer ist, ist mir momentan völlig schnurzpiepegal.
 
Ich bin da natürlich nicht der Schiedsrichter und ich weiß dass das ein bisschen arrogant klingt, aber sei’s drum. Aber ich finde die Diskussion hier bezeichnend. Das macht deutlich, warum Wahlkämpfe heute so extrem inhaltsleer und nur entlang sehr holzschnittartiger Zuschreibungen und Emotionen geführt werden: Trump stark, Biden schwach, starke Wirtschaft, schwache Wirtschaft, da kein Krieg, da wohl Krieg, da divers, da nicht divers, da Inflation, da keine Inflation, da Einwandererhorden, da nicht usw. Man muss kein Sherlock Holmes sein um zu ahnen, dass die Welt natürlich viel komplexer ist und dass man vielleicht an ein paar Stellen mehr Informationen braucht - und die, die man verwendet genauer prüfen sollte. Aber genau auf solche Eindrucksmuster springen hier auf dieser Plattform viele an – und das spielt dann natürlich auch bei Wahlen eine entscheidende Rolle.

Richtige Argumente habe ich hier nur ganz wenige gelesen. Und das mag ja noch angehen, aber dass Argumente einfach nicht zur Kenntnis genommen werden, ist dann nicht so leicht nachvollziehbar. Bei einigen Leuten ist klar, dass da nix zu holen ist, da will ich mich gar nicht lange dran aufhalten. Aber hier lesen ja noch ein paar andere mit, wo ich denke, da sollte man ein paar Sachen nicht ganz unkommentiert lassen. Und dazu gehört in erster Linie die etwas laxe Haltung zur Demokratie, wobei ich eindeutig Remax zustimme, der sagt, dass Trumps Wähler größtenteils ganz normale Leute sind - nur eben welche, die nicht gut informiert sind und auf arg simple Argumentationsmuster anspringen.

Es ist eben nicht so, dass nach einer etwaigen 2. Amtszeit von Trump 2028 einfach alles so weiterläuft, wie bisher. Es ist ja auch 2020 nicht einfach alles so weitergelaufen, wie bis dahin. Trump hat als amtierender Präsident ein gültiges Wahlergebnis nicht anerkannt, er hat aktiv versucht die Organisatoren der Wahlen in den einzelnen Staaten zu beeinflussen, er hat aktiv und wissentlich versucht das Abtimmungsprozedere im Kongress zu stören und von ihm anstachelte Leute haben versucht seinen Vize zu töten. Und das hat ja dann tiefgreifende Folgen für das gesellschaftliche Klima, für die Arbeitsweise von Repräsentanten und Institutionen usw.

Schon zuvor hatte er wenig Achtung und Verständnis für Demokratie und Institutionen gezeigt. Die Aussage und Vorstellung er könnte als Präsident seine Gegenkandidatin einfach einsperren lassen, die Besetzung und Durchsetzung des Wissen Hauses mit (unqualifizierten) Familienmitgliedern, die Vorteilsnahme im Amt (persönlich und durch Familienmitglieder), die Vorstellung der Justizminister wäre sozusagen zuständig ihn persönlich zu schützen usw. usw. – der glaubt Präsident ist sowas Ähnliches wie König. Dazu passt dann das Supreme-Court-Urteil zur Immunität von Präsidenten – beschlossen von Trump-Richtern …

Und dass es da sehr konkrete Pläne gibt, das Ganze in der 2. Runde viel planvoller anzugehen ist im Project 2025 festgehalten – einfach mal googeln. Da gibt es sehr konkrete Vorstellungen, welche Regierungsbeamte sofort durch eigene Leute ausgetaucht werden sollen, welche Institutionen wie gekapert werden sollen, welche Bürgerrechte wie eingeschränkt werden sollen. Das ist keine Phantasie, das ist ganz konkret.

Es stimmt übrigens nicht, dass man das über jeden Republikaner sagt: die Demokraten haben Reagan, die Bushs, McCain, Romney als Kontrahenten gesehen, als Ende der Demokratie haben sie sie nie bezeichnet.
 
Erste Umfrage nach Biden:

Harris 44%
Biden 42%

https://www.blick.ch/ausland/nach-b...mfrage-zeigt-harris-vor-trump-id19973030.html

Entschieden ist hier gar nichts. Es wird wie immer knapp werden und die Swing States könnten den Ausschlag geben.

Der Welt größte Wahl ist so kompliziert das es keinen Sinn macht sich damit länger zu beschäftigen (Ausnahme Mogul)

Am nähesten kommt man dem Ergebnis mit einem Münzwurf, Kopf oder Adler.
 
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Moghul

"Die Aussage und Vorstellung er könnte als Präsident seine Gegenkandidatin einfach einsperren lassen, die Besetzung und Durchsetzung des Wissen Hauses mit (unqualifizierten) Familienmitgliedern, die Vorteilsnahme im Amt (persönlich und durch Familienmitglieder), die Vorstellung der Justizminister wäre sozusagen zuständig ihn persönlich zu schützen usw. usw. – der glaubt Präsident ist sowas Ähnliches wie König. Dazu passt dann das Supreme-Court-Urteil zur Immunität von Präsidenten – beschlossen von Trump-Richtern … "

Mal ein "Fun-Fakt": Das scheint tatsächlich genau so zu sein. Du wirst das ja sicher verfolgen, die Diskussionen in den USA werden genau so geführt: "nach diesem Urteil ist der US-Präsident (wie) ein König". Wen das interessiert, der kann ja mal ein wenig in dem Urteil lesen. Sotommayor diskutiert im Anschluss an das Urteil stellvertretend für Kagan und Jackson die Auswirkungen - eine Protestnote im Urteilstext selbst. Da kann man dann lesen, was diese Rechtsauffassung nach Meinung dieser drei Richter z.B. für den Fall bedeuteten würde, wenn ein US Präsident einen politischen Mitbewerber durch einen Auftragsmörder töten lassen wollte. Kein Hollywood, ganz ernst.

Die Auswirkungen dieses Urteils sind so tiefgreifend, dass das sicher erst nach und nach analysiert und verstanden wird.

https://www.supremecourt.gov/opinions/23pdf/23-939_e2pg.pdf
 
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Nach all den „Diskussionen“ zur Politik, die ich, wie gesagt, eigentlich gar nicht habe anstoßen wollen, dann mal wieder zum Kern zurück, zu den Wetten nämlich.

Als erstes werte ich mal meine Biden-Wetten als verloren aus. Wenn wir im Augenblick nicht viel wissen, dann aber ziemlich sicher, dass Biden nicht der nächste US-Präsident wird. Macht für mich also -5 Einheiten.

Ich hatte ja ausführlich begründet, warum ich Biden für einen guten Kandidaten gehalten hatte, zumindest die Quote von 3 für günstig hielt. Nach der sehr überzeugenden State of the Union -Rede hatte ich gedacht, er würde auch bei der Debatte überzeugen, habe nochmal nachgelegt -und dann staunend vor der Glotze gesessen. Tja, war wohl nix, sorry.

Wie geht es jetzt weiter, wie ist die Situation einzuschätzen? Im Einführungspost hatte ich geschrieben, dass niemand weiß wie es ausgeht, weil es einfach zu viele Unbekannte gibt. Einiges hat sich natürlich geklärt, aber durch den Kandidatenwechsel sind natürlich neue Unklarheiten aufgekommen.

Vergleichsweise einfach ist die Situation bei Trump einzuschätzen. Ich hatte ja in einem der vorangegangenen Posts schon geschrieben, dass ich Trump für einen vollkommen schlagbaren Kandidaten halte. Er hat weder 2016 noch 2020 die Mehrheit der Stimmen gehabt, die Midterms 2018 und 2020 sind mit ihm als Gallionsfigur verloren gegangen, die meisten der von ihm endorsten Kandidaten haben verloren (sofern umkämpfte Rennen). Er ist ein Idiot und die Leute wissen das und sie haben keinen Bock auf ihn. 46-48% werden ihn wählen, eine gewisser Teil davon, weil sie es nicht über‘s Herz bringen einen Demokraten zu wählen, aber mehr sind es bis jetzt nicht gewesen.

Trump hat ein sehr gutes Team, sehr gute, disziplinierte Leute – zumindest bis zum Kandidatenwechsel, seitdem geht alles drunter und drüber, aber das das dürfte sich legen. Aber Trump selbst ist eben ein extrem undisziplinierter Kandidat. Am Ende steht er sich selbst im Weg, das ist unausweichlich und er wird alle ständig daran erinnern, dass er ein Idiot ist. Das hat er mit seiner VP-Wahl auch schon wieder bewiesen.
Für mich die einzige wirkliche Unbekannte ist, wie sich der Anschlag langfristig auswirkt. Ich höre ständig, damit wäre die Wahl entschieden. Ich verstehe nur nicht genau warum. Was macht ihn jetzt als Kandidaten besser, wenn ein verwirrter Jugendlicher auf ihn geschossen hat? Dieses ikonische Bild, mit der erhobenen Faust? Vielleicht, kann sein. Kann aber auch sein, dass das in drei Monaten keine Rolle mehr spielt. Das wird man abwarten müssen. Es kann übrigens auch sein, dass all das genau das Bild verfestigt, dass er seinen Skeptikern immer geliefert hat. Statt jetzt die Gelegenheit zu nutzen sich als geläuterter Mann zu geben, der die Nation einigen will, tritt er weiter seinen Brei aus Angst, Selbstveropferung und Hetze breit. Nur als Nebenbemerkung: als Robert Kennedy angeschossen wurde, war seine erste Reaktion „is everyone okay?“, als Trump angeschossen wurde war seine erste Reaktion „where are my shoes?“.

Nicht so richtig klar ist das Bild bei Harris, da gibt es eine ganze Reihe von Unbekannten. Ich glaube die wichtigsten Fragen sind, ob Harris auf den 2. Blick überzeugen kann oder nicht und ob die Leute sie sich als Präsidentin vorstellen können oder nicht. Harris ist nicht übermäßig populär, aber auch nicht übermäßig unpopulär. Hätte es einen offenen Wettbewerb gegeben, hätte sie sich wohl kaum durchgesetzt vermutlich. Und ich glaube kein bisschen, dass sie die stärkste Kandidatin ist, die die Demokraten gehabt hätten. Aber ich schätze, dass bei vielen Leuten erst jetzt der 2. Blick kommt, nachdem sie die Kandidatin ist und man sich ganz konkret überlegen muss sie zu wählen, oder eben nicht. Dass sich bei Trump das Meinungsbild noch ändert, ist nach 8 Jahren in der Politik und Dauerpräsenz in den Medien nicht so arg wahrscheinlich. Harris hat dagegen noch das Potential zuzulegen. Kann natürlich auch sein, dass sich viele beim 2. Blick erst recht abwenden.
Natürlich drängt sich der Vergleich mit Obama und mit Hillary Clinton auf. Auch das waren Leute, die den gewohnten Mustern nicht entsprochen haben. Und da müssen sich die Leute halt überlegen, ob sie sich den oder die im Weißen Haus vorstellen können. Bei Obama war die Antwort sehr eindeutig, einfach weil er ein sehr ernsthafter und charismatischer Typ ist. Bei Hillary war es nicht ganz so eindeutig, aber da haben sich am Ende eben (zu) viele nicht vorstellen können diese Frau als Präsidentin zu haben – was sicher auch mit mäßigen Sympathiewerten und einer ganzen Menge anderem Gepäck zu tun hatte. Harris ist schwarz und sie ist eine Frau – das könnte für viele ein bisschen zu viel sein.

Was klar ist, Harris wird das Trump-Lager extrem mobilisieren. Für die ist eine schwarze Frau mit relativ liberalen Politikvorstellungen ein ziemlich rotes Tuch.

Spannend ist die Frage, wie viele der Wähler von Nikky Haley Harris aufsammeln kann. Biden hätte hier gute Chancen gehabt, zumindest ein fitter Biden, das war ja 2020 der Pfad zum Sieg. Harris dürfte für einige von denen aber eine Umdrehung zu viel sein und sie kehren doch in’s Trump-Lager zurück.

Harris wird auch bei denen verlieren, bei denen Biden stark war, nämlich bei den weißen Männern (vor allem bei denen ohne Hochschulbildung) – und das sind eine ganze Menge. Wie gesagt, es gab ein paar gute Gründe warum Biden ein starker Kandidat war.

Mobilisieren wird Harris dagegen bei Frauen, gleich welcher Hautfarbe. Sie wird natürlich mobilisieren bei Schwarzen. Und Sie wird mobilisieren bei Jungen. Sie wird auch die wiedergewinnen, die Biden wegen seiner Israel-Politik zuletzt verloren hatte. Alter hin oder her, für Biden war es ein Riesenproblem, das er die liberalen Jungen an den Hochschulen und die Moslems verloren hatte, für die der Völkermord in Gaza ein wichtiges Thema ist. Hier hat Harris eine andere Haltung als Biden und damit die Chance, diese Leute zurückzugewinnen.

Ob sich das alles ausgleicht, oder in welche Richtung das jetzt schwappt, ist schwer abzuschätzen. Aber ich glaube, dass die nächsten 2-3 Wochen extrem wichtig sind, weil sich jetzt das Bild der Kandidatin formt. Die Demokraten scheinen darauf erstaunlicherweise viel besser vorbereitet zu sein als die Republikaner.

Im Augenblick liegt Trump in den meisten (landesweiten) Umfragen ein bisschen vorne, mal 2, mal 3, gelegentlich 5%. Wirklich aussagekräftig ist das wohl erst in ca. 2 Wochen, wenn sich da die Zahlen etwas verfestigen. Nach Lage der Dinge muss man tatsächlich davon ausgehen, dass derzeit Trump und die Republikaner vorne liegen, aber das ist immer noch in Schlagdistanz.

Ich bin auch sicher, dass Harris noch zwei Boosts bekommt. Einer, falls und wenn Taylor Swift sich für sie ausspricht. So albern das klingen mag, aber da geht man tatsächlich davon aus, dass das nochmal ca. 2% bringt. Den zweiten Boost wird ihre VP-Wahl bringen. Es ist vollkommen absehbar, dass sie einen weißen, straighten Typen nehmen wird. Schade eigentlich, Pete Buttigieg wäre großes Kino, aber schwarze Frau und weißer Schwuler, das haut wohl noch nicht hin. Die Kandidaten, die da gehandelt werden sind Roy Cooper aus North Carolina, Josh Shapiro aus Pennslyvania, Mark Kelly aus Arizona oder Andy Beshear aus Kentucky. Einer von denen wird’s wohl werden, und ich glaube, das wäre auch jeweils eine gute Wahl, die dem Ticket so 2-3% zusätzlich bringen würde (anders als Vance übrigens für das Trump-Ticket).

Bricht man das mal auf die Bundesstaaten runter, dann ist wohl klar, dass Harris 222 der 538 Electoral Votes sicher hat, Trump dürfte 223 Electoral Votes sicher haben. Das heißt es geht am Ende um diese Staaten:

New Hampshire, 4 EVs – sollte an Harris gehen, wenn man die Ergebnisse der letzten 30 Jahre zugrunde legt.

Nevada: 6 EVs – auf Basis der letzten Wahlen eigentlich ein blauer Staat, aber seit einem Jahr liegt Trump deutlich vorn.

Wisconsin: 10 EVs – Münzwurf. Vielleicht kleiner Vorteil für Trump, weil Parteitag der Republikaner da war und hoher Anteil weißer Bevölkerung.

Michigan: 15 EVs – Trump hat hier 2016 gewonnen, 2020 verloren, jeweils knapp. Wie Wisconsin viele weiße Blue Collar Leute, also Trumps Kernwähler. Aber auch viele Moslems, die seit gestern eher zu Harris tendieren dürften. Schwer zu prognostizieren, tendenziell Münzwurf.

Pennsylvania: 19 EVs – So ähnlich wie Michigan. Wenn Shapiro der VP wird, dürfte Harris die Nase vorn haben.

Arizona: 11 EVs – Biden hat haarscharf gewonnen, aber strukturell wahrscheinlich kleiner Vorteil Trump. Wenn Kelly der VP wird, geht der Staat aber vermutlich an Harris.

North Carolina: 16 EVs – Müsste knapp an Trump gehen, es sei denn Roy Cooper wird der VP.

Georgia: 16 EVs – Biden hat haarscharf gewonnen in 2020, strukturell aber die Republikaner etwas vorne. Das könnte sich mit Harris aber ändern, weil Georgia eine starke schwarze Bevölkerung hat. Wird spannend die ersten Zahlen zu sehen und zu beobachten, wie stark die Demokraten mobilisieren können.

Unter dem Strich: prinzipiell ist oft die Rede von der Northern Route mit Michigan, Wisconsin und Pennsylvania und der Southern Route mit North Carolina, Georgia, Arizona und Nevada. Biden wäre für die etwas leichtere Northern Route der bessere Kandidat gewesen, zumindest ein fitter Biden. Vielleicht ist Harris die bessere Kandidatin für die Southern Route die aber generell viel schwieriger ist, weil Arizona und Georgia wohl immer noch tendenziell rot sind.

Ich schätze, Trump hat einen Vorteil derzeit. Wie groß der genau ist, ist schwer zu sagen. Harris ist keine sehr gute Kandidatin, aber sie hat Potential. Nachdem schon klar war, dass sie Kandidatin wird, lag die Quote eine Zeit lang bei 3. Für 3 hätte ich es auch empfohlen. Aber die 2,4, die es gegenwärtig sind, spiegeln vielleicht das wieder, was gegenwärtig die Chancen sind. Ich spiele derzeit nichts (weiter), aber vermutlich ergeben sich noch Chancen auf Ebene der Bundesstaaten.

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12 Einheiten offen:
Zwischenstand: -5 Einheiten


Verloren
- 3 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 3,1, gesetzt bei 22Bet am 09.01.24
- 2 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 2,875, gesetzt bei 22Bet am 22.06.24​​


Noch offen:
4 Einheiten auf Gewinnende Partei Demokraten, Quote 2,75 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
7 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,8 bei 22Bet, gesetzt am 18.7.24
1 Einheit, Demokraten Gewinner in Arizona, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24

 
Wie ist der Stand inzwischen? Na ja, jeder der in den letzten Tagen mal eine Zeitung in die Hand genommen hat weiß: für das blaue Team war die letzte Woche ziemlich gut, für das rote Team war sie ziemlich bescheiden.

Die conventional wisdom war ja, dass Harris eine schwache Kandidatin ist und man mit ihr auf jeden Fall gegen Trump verliert. So oder so ähnlich habe ich das hier auch geschrieben. Was in den letzten 10 Tagen abgeht deutet so ungefähr auf das Gegenteil hin. Die Partei präsentiert sich einig wie selten, überall ist Enthusiasmus zu spüren, die Kampagne läuft gut, Harris trifft den Ton, nach allen erdenklichen Maßgrößen (Umfragen, Spenden, Teilnehmerzahlen an Veranstaltungen, Freiwillige für den Wahlkampf usw.) fahren die Demokraten gerade auf der Überholspur.

Wie hoch ist da der Anteil der Erleichterung über Bidens Rückzug und wie sehr konnte das Harris-Team das aus eigener Stärke erreichen? Schwer zu sagen. Deshalb sollte man das im Augenblick auch nicht überbewerten, das ist wie immer nur eine Momentaufnahme und der Wind kann auch schnell wieder drehen. Nichtsdestotrotz muss man für den Augenblick mal festhalten, dass Harris als Kandidatin am Ende wohl doch besser funktioniert und mehr in die Auseinandersetzung einzubringen hat als „man“ (und ich auch) zuvor dachte.

Damit verschwinden natürlich die Schwächen und Probleme nicht, vor allem die Probleme an der Grenze und die Wahrnehmung einer schwachen Wirtschaft. Und natürlich werden die Republikaner früher oder später die Dreckschleuder anwerfen. Angekündigt ist z.B., dass man eine Willie Horton – Kampagne vorbreitet. Die suchen gerade jemanden, den Harris als Staatsanwältin in Kalifornien Haftvergünstigungen gewährt hat und der dann ein Verbrechen begangen hat (so wie man 1988 Willie Horton gefunden hat, dem Dukakis Freigang gewährt hatte). Was gilt die Wette, dass der Willi Horton von 2024 ein Schwarzer ist? Aber trotzdem, die allgemeine Wahrnehmung wenn man sich so ein bisschen durch die Blogs klickt scheint zu sein „she has a real shot“. Mal abwarten, ob es gelingt, Harris als Kandidatin so zu definieren und vorzustellen, dass sie für eine Mehrheit wählbar wird.

Für Trump läuft es dagegen nicht so super derzeit. Zum einen scheint das Team völlig vom Kandidatenwechsel überrascht zu sein. Die haben bis jetzt noch keine Linie gefunden. Erstaunlich eigentlich, das Szenario hätten die ja auf jeden Fall mal durchspielen müssen.

Ich bin relativ sicher, dass Trump und die Gefährdung der Demokratie ein echtes Thema werden wird, im Laufe der Zeit immer mehr, und eines, das man schwer wegdiskutieren kann. Nicht nur weil Trump 2020 das Wahlergebnis einfach nicht anerkannt hat, sondern weil das Schlagwort Project 2025 immer mehr die Runde macht. Und zudem ist Trump eben Trump, am Wochenende hat er bei einer Veranstaltung vor Christen gesagt, sie brauchen nur noch einmal zu wählen, danach wäre dann alles geregelt. Wie das zu interpretieren ist, konnte er dann nicht so genau sagen.

Und schließlich: es zeichnet sich mehr und mehr ab, das J.D. Vance ein totaler Fehlgriff ist. Da tauchen immer mehr Äußerungen aus der Vergangenheit auf, die entweder explizit gegen Trump gerichtet sind oder ansonsten hochgradig problematisch. Er hat das Vorwort zu einem Buch geschrieben, das dem Project 2025 zuzuordnen ist, er denkt laut darüber nach, ob die Stimme von Kinderlosen genauso viel wert sein sollte, wie die von Familieneltern, er legt sich mit kinderlosen Frauen an. Dazu kommt, dass er ein schwacher Redner und Wahlkämpfer ist. Der Mann schafft alle Arten von Problemen. Üblich ist eigentlich, dass die VP-Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft werden. Genau dieser Prozess läuft gerade bei den Demokraten. Wer hat das denn bei Vance gemacht?

Sarah Palin hatte für McCain wenigstens eine Funktion, nämlich seine Schwäche bei Evangelikalen auszugleichen. Bei Vance kann man bloß irgendwie konstruieren, dass er der Kandidat ist, der über Wirtschaft redet, so dass Trump sich auf die gesellschaftspolitischen Themen konzentrieren kann. Aber unter dem Strich ist er eine Belastung. Bei 22Bet bekommt man 6,5 darauf, dass Vance wieder ausgetauscht wird. Müsste man eigentlich spielen. Die Chance liegt vermutlich höher als 15%. Aber wenn Trump ihn austauscht müsste er einen Fehler zugeben – aber der große Führer macht natürlich nie Fehler …

Gibt es ansonsten irgendwas zu wetten? Na ja, für Harris als Präsidentin bekommt man noch 2,4. Meines Erachtens rückt die Chance mehr und mehr an 50% heran, mit meinen Einheiten auf die Demokraten zu 2,75 fühle ich mich da ganz gut zurzeit. Aber um da nachzulegen ist es nicht attraktiv genug derzeit bei den noch bestehenden Unsicherheiten. Auch in den einzelnen Staaten, z.B. Wisconsin, Penn, Michigan, Arizona scheinen einigermaßen realistisch quotiert. Georgia mit 2,7 vielleicht ein bisschen zu hoch, aber nicht viel.

Eine Wette setze ich aber doch: 8 Einheiten auf „Republikaner bekommen unter 311,5 Electoral Votes“, Quote 1,25 bei 22Bet. Quote natürlich mau und auch noch was gesunken in den letzten Tagen. Aber spielen kann man das meiner Meinung schon. Um 312 Electoral Votes zu bekommen müsste Trump im Vergleich zu 2020 alle seine Staaten halten und zudem Nevada, Arizona, Georgia, Michigan, Pennsylvania und Wisconsin flippen. Da glaube ich nicht dran, erst recht, wenn man die noch ausstehende VP-Wahl berücksichtigt. Um diese sechs Staaten zu flippen müsste es einen Landslide zugunsten vom Trump geben. Den sehe ich nicht. Und wenn er doch kommt, melde ich mich sowieso ab (und melde mich dann als Obelix oder so wieder an).


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20 Einheiten offen:
Zwischenstand: -5 Einheiten


Verloren
- 3 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 3,1, gesetzt bei 22Bet am 09.01.24
- 2 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 2,875, gesetzt bei 22Bet am 22.06.24​​


Noch offen:
4 Einheiten auf Gewinnende Partei Demokraten, Quote 2,75 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
7 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,8 bei 22Bet, gesetzt am 18.7.24
1 Einheit, Demokraten Gewinner in Arizona, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24

8 Einheiten auf „Republikaner erreichen unter 311,5 Electoral Votes, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 30.07.24
 
Ich setze …

… 4 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 2,1 bei 22Bet.

… 3 Einheiten auf „Demokraten Gewinner bei den Präsidentschaftswahlen in Wisconsin“, Quote 1,833 bei 22Bet.

… nochmal 2 Einheiten auf „Republikaner unter 311,5 Electoral Votes“, Quote 1,25 bei 22Bet. Dass Trump sechs Staaten flippt, kann ich mir nur unter sehr merkwürdigen Umständen vorstellen.

… nochmal 3 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,25 bei 22Bet

Begründung gibt's morgen.
 
Hoffentlich flunkere ich mir da nicht selbst was vor, aber ich glaube, man kann so langsam mal umschwenken und Harris inzwischen als die Favoritin sehen. Die Quoten von 1,72 für Trump und 2,1 für Harris bei 22Bet sehe ich inzwischen eigentlich eher umgekehrt.

Ich finde, das Harris-Lager hat bis jetzt eine ganze Menge richtig gemacht, Trump dreht zunehmend frei und die gesamte Dynamik und der Kalender sprechen meiner Meinung nach inzwischen für Harris.

Ich glaube noch immer nicht, dass Harris die stärkste Kandidatin ist, die die Demokraten haben oder hätten haben können. Aber ihre Kampagne setzt offenbar eine ganze Menge Energie frei, die Demokraten sind geeint wie selten und sie trifft meistens den richtigen Ton. Meines Erachtens könnte sie ernsthafter rüberkommen, aber sei’s drum.

Die Wahl von Walz als VP hat mich gestern sehr erleichtert, ich glaube, dass das ein wichtiges Puzzlestück ist. Walz ist ein gewinnend auftretender Typ aus dem mittleren Westen, der stark auf das Klientel wirken dürfte, das eigentlich Trump im Auge hat. Er gilt als tendenziell progressiv und man darf sicher erwarten, dass die Republikaner ihn als radikalen Linken bezeichnen werden – aber das hätten sie auch gemacht, wenn der Kandidat Abraham Lincoln oder George Washington gewesen wäre. Walz trägt aber zur Einheit der Demokraten bei, was ein nicht zu unterschätzender Faktor ist und er mobilisiert die Basis. Zugleich dürfte er gut für ein paar Stimmen in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania sein, den Staaten der Northern Route, also, auf die es ankommen dürfte. Ein Punkt, den man nicht unterschätzen darf ist, dass Shapiro, der offenbar der letzte andere Kandidat in der Verlosung war, in vielerlei Hinsicht Unfrieden bei den Demokraten gestiftet hätte. Vor allem seine arg israelfreundliche Haltung wäre bei der arabischstämmigen Community (sehr stark in Michigan) und generell bei den jungen Wählern gar nicht gut angekommen. Insgesamt stärkt Walz das Demokratische Ticket sowohl politisch als auch regional, ohne zugleich bedeutende Schwachstellen einzubringen. Meines Erachtens eine sehr gute Wahl (mit der man übrigens vor 10 Tagen nicht gerechnet hat).

Für die Demokraten sieht der Fahrplan jetzt so aus: Walz wird eingeführt und macht die Runde, dann Demokratischer Parteitag mit Kandidatenkür und Glitzer Glitzer, dann Debatte gegen Trump (falls Trump nicht kneift), irgendwann VP-Debatte – und dann ist schon fast Oktober. Sieht alles ganz gut aus, setzt immer neue Reize, hält die Dynamik in Schwung.

Und Trump? Macht Trump-Sachen. Dass sein VP-Pick ein Desaster ist, hat sich inzwischen überall rumgesprochen. Blöd bei diesen Bauchentscheidungen. Und so nach und nach verliert er die Fassung. Auf einer Konferenz schwarzer Journalisten erstmal alle gegen sich aufzubringen, ist bestimmt „real“, aber politisch keine so gute Idee. Und auf einer Wahlveranstaltung minutenlang gegen den republikanischen(!!!) Gouverneur zu wettern (und seine Frau!) ist politisch ebenfalls nicht so schlau. Genau dieser Gouverneur ist nämlich der Typ, der den Wahlkampf in Georgia leitet und die Mobilisierungskampagne steuert. Ich glaube, seit diesem Auftritt haben sich Harris‘ Chancen in Georgia deutlich verbessert.

Ein ziemlich realistisches Szenario ist, dass Trump jetzt mit jeder für ihn ungünstigen Umfrage weiter freidreht. Und dabei wird er nach und nach immer noch einen mehr draufpacken müssen, um das Aufmerksamkeitslevel hochzuhalten. Und mit jeder Umdrehung wird ihn seine Base (45%) mehr lieben – und alle anderen (55%) werden sich noch besser daran erinnern, dass Trump ein Idiot ist.

Was spricht gegen die Demokraten? Sicher die Gefahr, dass die im Prinzip guten Wirtschaftsdaten sich eintrüben. Dafür gab es vorgestern ein starkes Signal. Auch eine Verschärfung der Krise in Nah-Ost wäre nicht gut. Es reicht schon, dass die USA einem Völkermord zusehen und ihn durch Waffenlieferungen und finanzielle Unterstützung erst ermöglichen. Es ist auch möglich, dass Harris beim zweiten oder dritten Blick doch durchfällt. Es ist möglich, dass irgendwas hängenbleibt, wenn die Republikaner jetzt die Dreckschleuder anwerfen. Es gibt X externe Ereignisse, die noch eintreten können, unbekannte Unbekannte, wie das Attentat auf Trump eines war, es gibt traditionell die October Surprise, die naturgemäß überraschend kommt.

Die Sache ist also keineswegs klar, und so oder so, das wird trotzdem knapp, weil es in diesen Zeiten immer knapp ist in so einem polarisiertem Land. Aber unter dem Strich sehe ich eine Dynamik zugunsten der Demokraten und halte inzwischen ein Wahlergebnis in der Größenordnung von 2020 für wahrscheinlicher als einen Trump-Sieg.

Ich setze …

… 4 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 2,1 bei 22Bet. Ich sehe sie inzwischen als Favoritin.

… 3 Einheiten auf „Demokraten Gewinner bei den Präsidentschaftswahlen in Wisconsin“, Quote 1,833 bei 22Bet. Mit der Wahl von Walz, Gouverneur in Minnesota, dürften die Chancen der Demokraten im Nachbarstaat gestiegen sein. Bleibt eng, aber Walz wird da wohl ein bisschen was bewegen.

… nochmal 2 Einheiten auf „Republikaner unter 311,5 Electoral Votes“, Quote 1,25 bei 22Bet. Dass Trump sechs Staaten flippt, kann ich mir nur unter sehr merkwürdigen Umständen vorstellen.

… nochmal 3 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,25 bei 22Bet. Dass Trump bei seiner base-only-Strategie landesweit die Mehrheit der Stimmen holt, halte ich für vollkommen unrealistisch.

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32 Einheiten offen:
Zwischenstand: -5 Einheiten

Verloren
- 3 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 3,1, gesetzt bei 22Bet am 09.01.24
- 2 Einheiten auf Joe Biden gewinnt die Präsidentschaft, Quote 2,875, gesetzt bei 22Bet am 22.06.24​​

Noch offen:
4 Einheiten auf Gewinnende Partei Demokraten, Quote 2,75 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
7 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,8 bei 22Bet, gesetzt am 18.7.24
1 Einheit, Demokraten Gewinner in Arizona, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
8 Einheiten auf „Republikaner erreichen unter 311,5 Electoral Votes, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 30.07.24​

3 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
2 Einheiten auf „Republikaner erreichen unter 311,5 Electoral Votes, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
4 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 2,1 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
3 Einheiten auf „Demokraten Gewinner bei den Präsidentschaftswahlen in Wisconsin“, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
 
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22Bet hat mal wieder so ein paar lustige Bingo-style-Wetten im Angebot, diesmal zur Rede von Harris vor dem Parteitag am Donnerstag. Ich spiele das nicht offiziell hier im Thread, u.a. weil 22Bet sich da immer ein bisschen eigene Regeln ausdenkt und bei ähnlichen Sachen schon mehrfach falsch ausgewertet hat, meiner Meinung nach. Außerdem ist das zum Teil schon arg ein Glückspiel, aber als solches spaßig genug, dass ich (außerhalb des Threads) zum Mitfiebern jeweils ein paar Mark gesetzt habe …

1. Number of Joe Biden Mentions over / under 4,5
Die Struktur der Rede ist ja ziemlich absehbar: erst Biden würdigen, dann Trump kritisieren, dann Argumente für sich selbst liefern. Dabei dürfte der erste Part nicht allzu umfangreich werden. Da geht es darum eine Balance hinzubekommen zwischen gescheiter Würdigung des verdienten Präsidenten und Abgrenzung, um als eigenständige Person dazustehen. Ist so ein bisschen Coin-Flip natürlich, aber ich denke, es landet eher unter 5 Nennungen des Namens – wobei übrigens unklar ist, ob Vor- und Nachname genannt sein müssen.

2. Number of Not-Going-Back-Mentions over / under 5,5
Ich bin mir nicht sicher, ob es schon einen offiziellen Kampagnen-Slogan gibt. Aber „when wie fight, we win“ und „we are not going back” sind zwei Slogans, die die Demokraten zu etablieren versuchen. Wieder so ein Coin-Flip-Ding, aber gefühlsmäßig denke ich, dass es beim Over landet. Gut denkbar, dass sie das zu einem wiederkehrenden Spruch macht.

3. Number of Donald-Trump-Mentions over / under 13,5
Keine Frage, Trump ist für die Demokraten das zentrale Wahlkampfargument. Deshalb spielt er in absolut jeder Rolle eine große Rolle. Auch bei Harris‘ Rede wird das so sein. Ich tippe hier trotzdem auf das Under, weil sie ihm vermutlich nicht zu großen Raum geben (13 Nennungen wären ja schon eine Menge) und mehr Wert darauf legen wird, sich selbst zu profilieren. Es geht in ihrer Rede wohl in erster Linie darum, die Kandidatin vorzustellen und zu definieren.

4. Lenght of Speech over / under 45,5 Minuten
Mein Tipp: eher Under. Obama ist in beiden Acceptance Speeches (2008 und 2012) deutlich unter 45 Minuten gewesen, Hillary Clinton hat 2016 mit 51 Minuten deutlich drüber gelegen, Biden 2020 zählt nicht so richtig, weil das wegen Corona eine virtuelle Veranstaltung war. Ich vermute, man wird sich an veränderten Sehgewohnheiten und einer verringerten Aufmerksamkeitsspanne orientieren und versuchen, das eher zu knapp als zu lang zu halten. Die Zielgruppe sind ja die x Millionen Leute an der Glotze, die nicht alle eingefleischte Demokraten sind. Da wird man verhindern wollen, dass da zu viele Leute frühzeitig auf den nächsten Kanal switchen.

Von meiner Seite sind 1 und 2 eher Bauchgefühl und Glücksspiel, für 3 und 4 gibt es immerhin ein Argument.
 
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