MMA Wetten 2024

Fenomeno

Well-known member
Okt. 6, 2013
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Neues Jahr, neuer Thread. Auf ganz viel Reibach [[money]]




UFC 297


Sean Strickland - Dricus Du Plessis


Erstes großes Event im neuen Jahr und im Main-Fight die erste Titelverteidigung von Sean Strickland, welches zudem quasi ein Rematch darstellt. Der erste Aufeinandertreffen gab es nämlich in Zivil, mitten im Publikum bei UFC 296. Strickland posierte für die Kamera als der 2 Reihen hinter ihm rumhantierende Du Plessis sich ins Bild streckte. Danach fielen ein paar unnötig schwere Beleidigungen und schließlich bat Strickland ein Kind darum, zur Seite zu gehen, damit er wild auf den Südafrikaner einprügeln kann. Die Streithähne konnten von Sicherheitskräften getrennt werden und verletzt wurde auch niemand. Perfekte Promo für dieses Event und ganz bestimmt nicht gestaged. Jo.

Ich bleib beim Handwerklichen und ich mach es kurz. Sean ist in allen technischen Belangen besser als Dricus. Auch wenn er seltener zu Kicks neigt und damit weniger variabel ist, bewegt er sich klüger und findet fast instinktiv die richtige Distanz, wo er sich dann festsetzt und seine Gegner kaputt boxt.
Der Südafrikaner hingegen eher der Sprinter, der mit ganz viel Power seine Gegner zermürbt. Und wenn sie dann mal einen Moment der Resignation zeigen, dann erledigen seine Fäuste für gewöhnlich den Rest. Das muss man Du Plessis hoch halten, denn obwohl er im Oktagon quasi immer außer Atem zu sein scheint, bleibt er immer im Fight und bringt seine Gegner zum Einknicken.

Ich denke, die Art und Weise, wie Du Plessis den Ex-Champion Whittaker besiegt hat, ist der ausschlaggebende Grund für die even Odds hier. Er hat einen Lauf und seine Wucht scheint einen Tick zu viel zu sein für die Meisten in der Division. Aber das allein darf eigentlich nicht dazu führen, dass die beiden als ebenbürtig angesehen werden. Denn sowohl in jenem Kampf, als auch gegen Till und Brunson, war der Südafrikaner selber ganz nah am Limit. Till war sogar haushoher Favorit bei den Live-Odds, ehe Dricus plötzlich in der 3.Runde den Takedown landet und die Submission holt. Er braucht hier gegen Strickland ein Finish, ohne Wenn und Aber. Denn Strickland ist ein Sparring-Süchtiger, dem von ein bisschen Faustkampf niemals die Puste ausgeht. Und dass er von Du Plessis runter genommen und kontrolliert (oder gar gesubbt) wird, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Dafür ist sein eigenes Grappling zu ausgereift und sein Camp hat ihn dahingehend sicherlich auch gut vorbereitet.

Wenn der Amerikaner das hier auf den Beinen halten kann und sich nicht von irgendwas überrumpeln lässt, wozu er allemal fähig ist, wird er irgendwann anfangen Du Plessis zu zerpflücken. Denn Dricus ist áuf diesem Level katastrophal was die Distanz angeht. Entweder in seiner Schale oder mit einem vorhersehbaren Rush. Und diese Sprints verlieren enorm an Speed, schon ab Mitte der 2.Runde. Sowas sollte für Sean leicht zu durchschauen sein.

Das Einzige, was mich davon abhält, noch mehr zu setzen, ist Sean's Emotionalität. Er macht auf mich einen sehr selbst-sabotierenden Eindruck und für gewöhnlich lassen mich solche Typen auf der Strecke. Doch Sean zieht eigentlich immer sein eigenes Ding durch, egal gegen wen. Er schaltet auf Autopilot im Oktagon und das könnte hier genau das Richtige sein gegen den Style von Dricus.


Sean Strickland to win @1,94 3/10 Pinnacle
 
Zuletzt bearbeitet:
UFC 297 20.01.2024 ab 23.30 Uhr

Neues Jahr, neuer Versuch. 1. Große PPV-Card mit einem coolen Main Fight, ansonsten eher für Kanadier interessant. Für einen neutralen Zuschauer schon eine relativ lame PPV. Aber dafür kommen danach einige Kracher.

Raquel Pennington (15-8) vs Mayra Bueno Silva (10-2-1)

Pennington ist natürlich absolut öde und die UFC hofft definitiv eher auf Bueno Silva. Bei Pennington wäre man wieder in so einem Esparza Spot. UFC und Public hoffen auf Bueno Silva, aber was hat Sie zum Title Fight gebracht? Siege über Wu, Egger und Länsberg, Holm…Ok Holm ist weiterhin ein Name, aber ist 42 Jahre alt und hat außer dem Namen relativ wenig mehr zu bieten. Die anderen drei haben nichts mit Top 5, geschweige Top 10 zu tun. Dazu wurde der Holm Fight sogar overturned. Klar ist, Bueno Silva ist brandgefährlich auf der Matte, mit Chute Boxe und ATT Top Gyms hinter sich, aber für mich hat Bueno Silva zu wenig gegen Top Contender gezeigt, vor allem außerhalb der ersten zwei Runden, weshalb ich sie hier eindeutig vorne sehen müsste.
Pennington wird stetig unterschätzt, hat unfassbare UFC-Erfahrung (12-5), kann 5 Runden mit den besten mithalten (immerhin over 4.5 gegen Nunes), ist sehr Tough und weiß wie man einen Sturm zu Begin überwinden kann. Als Dog steht Pennington 5-1 in der UFC… Und auch ihr Run zuletzt ist zwar weniger spektakulär, ist aber trotzdem 5-0. Pennington kann auch im BJJ einigermaßen mithalten und hat im Striking quasi den gleichen Output wie Bueno Silva, wird dafür aber eindeutig weniger getroffen. Und wenn Sie getroffen wird, dann macht ihr das selten etwas aus.
Bei den Expected Round Percentages liegt Pennington sogar mit 57% leicht vor Bueno Silva (50%).
Overall kann ich mir einen offenen Fight vorstellen, wo Pennington in den Championship Rounds glänzen könnte. Von Pennington habe ich einfach mehr gesehen, gegen bessere Gegnerinnen, in großen Events. Für mich ein 50/50 Fight, daher gehe ich small auf Pennington.


Kanada Kombi:
Viele pro Kanada Matchups wo ich jetzt keine Lust hab zu allem was zu schreiben. Ich glaube aber, dass es viel pro den Kanadier laufen sollte. Einzeln sind die Quoten aber wenig wert und größer auf Doppelkombis traue ich mich bei denen auch nicht. Robertson + Sidey + Jourdain + Katona finde ich aber ganz sympathisch.

Gesamt:
1/10 Pennington 2.37 @ Pin
1/10 Robertson+ Sidey + Jourdain + Katona 4.52 @ Pin
 
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UFC 297


Sean Strickland - Dricus Du Plessis


Sean Strickland to win @1,94 3/10 Pinnacle

-3

Strickland verliert via Split Decision. Eng und ärgerlich, muss aber anerkennen ; Dricus hat keine konditionellen Probleme. Der Kerl hat bis Minute 25 nicht locker gelassen. Die schwere Atmung ist kein Hindernis für ihn. Strickland wird sich ärgern, denn er hat fast doppelt so viele Strikes zum Kopf gelandet. War auch eigentlich in keiner Disziplin outmatched, hat sich immer zügig auf die Beine gearbeitet nach Takedowns und seine Jabs ausgeteilt. Aber die ständige Aktivität von Dricus hinterlässt einfach einen Eindruck. Ein echter südafrikanischer Duracell-Hase. And new.
 
UFC 297 20.01.2024 ab 23.30 Uhr

Neues Jahr, neuer Versuch. 1. Große PPV-Card mit einem coolen Main Fight, ansonsten eher für Kanadier interessant. Für einen neutralen Zuschauer schon eine relativ lame PPV. Aber dafür kommen danach einige Kracher.

Raquel Pennington (15-8) vs Mayra Bueno Silva (10-2-1)

Pennington ist natürlich absolut öde und die UFC hofft definitiv eher auf Bueno Silva. Bei Pennington wäre man wieder in so einem Esparza Spot. UFC und Public hoffen auf Bueno Silva, aber was hat Sie zum Title Fight gebracht? Siege über Wu, Egger und Länsberg, Holm…Ok Holm ist weiterhin ein Name, aber ist 42 Jahre alt und hat außer dem Namen relativ wenig mehr zu bieten. Die anderen drei haben nichts mit Top 5, geschweige Top 10 zu tun. Dazu wurde der Holm Fight sogar overturned. Klar ist, Bueno Silva ist brandgefährlich auf der Matte, mit Chute Boxe und ATT Top Gyms hinter sich, aber für mich hat Bueno Silva zu wenig gegen Top Contender gezeigt, vor allem außerhalb der ersten zwei Runden, weshalb ich sie hier eindeutig vorne sehen müsste.
Pennington wird stetig unterschätzt, hat unfassbare UFC-Erfahrung (12-5), kann 5 Runden mit den besten mithalten (immerhin over 4.5 gegen Nunes), ist sehr Tough und weiß wie man einen Sturm zu Begin überwinden kann. Als Dog steht Pennington 5-1 in der UFC… Und auch ihr Run zuletzt ist zwar weniger spektakulär, ist aber trotzdem 5-0. Pennington kann auch im BJJ einigermaßen mithalten und hat im Striking quasi den gleichen Output wie Bueno Silva, wird dafür aber eindeutig weniger getroffen. Und wenn Sie getroffen wird, dann macht ihr das selten etwas aus.
Bei den Expected Round Percentages liegt Pennington sogar mit 57% leicht vor Bueno Silva (50%).
Overall kann ich mir einen offenen Fight vorstellen, wo Pennington in den Championship Rounds glänzen könnte. Von Pennington habe ich einfach mehr gesehen, gegen bessere Gegnerinnen, in großen Events. Für mich ein 50/50 Fight, daher gehe ich small auf Pennington.


Kanada Kombi:
Viele pro Kanada Matchups wo ich jetzt keine Lust hab zu allem was zu schreiben. Ich glaube aber, dass es viel pro den Kanadier laufen sollte. Einzeln sind die Quoten aber wenig wert und größer auf Doppelkombis traue ich mich bei denen auch nicht. Robertson + Sidey + Jourdain + Katona finde ich aber ganz sympathisch.

Gesamt:
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Kanada gestern Schrott bis auf die Frauen, Pennington das gemacht was ich erwartet habe.

+0.37
 
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UFC 298 Sonntag 18.02.24

Andrea Lee (13-8) vs Ilia Topuria (12-5)
Mich wundert es, dass Andrea Lee noch in der UFC ist. Hat aber hier laut meiner Info endlich den letzten Kampf auf dem Vertrag. Zuletzt 3 Niederlagen und 2-6 in den letzten 8 Fights. Overall in der UFC 5-6 Record. Teilweise Niederlagen gegen absolute Schrottgegner. Der letzte Sieg war gegen Calvillo, die selbst bei 0-5 zuletzt steht. Lee ist für mich eine Fitnesssportlerin. Boxt und kickt in die Luft und macht paar Geräusche dabei. Output ist gut, Outcome ist bei 0. Mit Mitte 35 wird da auch keine Verbesserung mehr kommen.
Miranda Maverick ist erst 26, wurde am Anfang ein bisschen zu schnell gematched. Zu Beginn galt Maverick und Blanchfield sind die neuen Toptalente. Bei Blanchfield ist es so schnell aufgegangen, bei Maverick gab es ein paar Rückschläge. Maverick hat sich aber gefangen. Niederlagen gegen Barber, Blanchfield und Jasudavicius sind auch in Ordnung so früh in der Karriere. Ihre gute Leistung gegen Cachoeira hat aber gezeigt, dass sie weiterhin am lernen ist. An für sich hat Maverick gute Skills, sehr kräftig, starkes Grappling. Ihr Striking ist allerdings überschaubar. Sie versucht zwar harte Schwinger zu treffen, aber ansonsten kommt mir Maverick sehr überfordert vor bei Striking Exchanges. Sie trainiert bei Elevation Fight Team, hat daher auch eine gute Cardio.
Andrea Lee hat mir einfach viel zu wenig Impact im Striking und eine zu schwache Takedown Defense um hier am Ende 2 Runden für sich zu entscheiden. Einen vorzeitigen Sieg sehe ich bei Lee nämlich überhaupt nicht.
Height und Reach sind pro Lee, was bei ihrem Kampfstil aber kaum etwas heißt.

Rinya Nakamura (8-0) vs Carlos Vera (11-3)

Showcase Fight für einen potentiellen Japanischen Superstar. Nakamura kommt vom Wrestling, war dort U23 Weltmeister und Bronze Gewinner im Team World Cup. In Road to UFC ist er einfach durchgerannt und hat sich damit für die UFC „qualifiziert“. Danach gegen zugegebenermaßen zwei schwache Gegner problemlos weitergemacht. Normalerweise sollte man bei den Asiaten von Road to UFC oder irgendwelchen Chinesen immer vorsichtig sein, in dem Fall ist Nakamura aber wohl echt jemand auf den man achten sollte.
Neben dem technisch Weltklasse Wrestling hat er unfassbare Kraft und Fitness. Vera gehört normalerweise nicht in die UFC, darf mit 36 Jahren nun als Late Replacement sein Debut feiern. In Ultimate Fighter hat er Anfang 2023 verloren, ansonsten nur in kleineren Orgas gekämpft, mal erfolgreicher, mal weniger. Er hat solides Striking, ist wohl Striking Coach bei Ryan Halls Gym, aber ansonsten sollte man von Vera nicht mehr viel erwarten. Seine Chance war bei Ultimate Fighter, da war es schnell zu Ende.
Nun bekommt Nakamura einen Showcase Fight in SoCal, also große Japanische Community, auf einem PPV-Event. Rinya gewinnt hier vorzeitig.



Alex Volkanovski (28-3) vs Ilia Topuria (14-0)
Ich denke man ist an einem Punkt wo die Quote auf Volkanovski zu hoch ist. Ich weiß, das Momentum spricht nicht für Volkanovski, aber wieso eigentlich nicht?
Volkanovski hat letztes Jahr im Frühjahr Makhachev in einer Gewichtsklasse höher am Rande der Niederlage gehabt, einige haben Volkanovski sogar vorne gesehen. Danach hat er mit relativ wenig Pause wieder Gewicht für das Featherweight gemacht und den gehypten Rodriguez problemlos KO geschlagen. Dann aber nach einer Operation, quasi ohne Vorbereitung, unnötigerweise einen Short Notice Rückkampf, wieder eine Division höher, gegen den quasi „unschlagbaren“ Makhachev angenommen. Dort dann KO gegangen. Ok, so weit. Kaum fit, eine Division höher, gegen einen der besten Lightweights ever ist er KO gegangen, aber ansonsten? Er hat gegen jeden im Featherweight abgeliefert, eine Legende wie Holloway mehrmals verzweifeln lassen, Aldo kaputt gemacht, jeden Hype Train (Ortega, Rodriguez) dominiert und nach dem Makhachev KO ist er nun fast Außenseiter?
Nun kommt der nächste Hype Train, aber einer wo was dahintersteckt. Topuria hat wirklich jede Voraussetzung um Champ zu sein und eine Ära zu prägen. Aber gegen wen musste er sich bisher beweisen? Emmett ok, Mitchell ok, aber sonst? Mitchell kämpft komplett eindimensional plus war angeblich sogar verletzt bei dem Kampf. Emmett ähnlich eindimensional und ausrechenbar. Beides für mich keine Top 3 Kämpfer. Aber gut, für den Anfang natürlich nicht schlecht, vor allem die Art und Weise. Topuria ist ein Allrounder, hat einen extrem harten Schlag für die Gewichtsklasse, Topfit, super Groundgame. Alle seine Gegner auf UFC-Level waren aber eigentlich immer recht eindimensional und ausrechenbar.
Das sehe ich bei Volkanovski überhaupt nicht. Er hat 15 UFC-Kämpfe, also sogar einen UFC-Kampf mehr als Topuria MMA Fights hat (14). Darunter 2x Islam, 3x Holloway, 1x Aldo, 1x Zombie, 1x Ortega, 1x Mendes, 1x Rodriguez... das ist 10x top notch Championship Level. Er ist einer der schwer ausrechenbar ist, teilweise unorthodox kämpft, quasi unmöglich zu submitten ist und dazu zäh wie ein Hund. Volkanovski ist selbst vom Rücken aus gefährlich und erzeugt Damage. Gerade im 1. Fight vs Islam war das auffällig, aber auch vorher schon gegen Ortega. Volkanovski stellt sich immer sehr gut auf seine Gegner ein, kämpft so dass es unangenehm ist, egal ob gegen Striker, Wrestler, Allrounder.
Volkanovski wird natürlich langsam älter, er ist 35 Jahre alt, ist nach dem KO möglicherweise mental angeschlagen. Topuria mit 27 möglicherweise noch 3-4 Jahre vor seiner Prime, vor allem mit seinen bisher überschaubaren Gegnern. Den Generationswechsel sehe ich also eher in 2-3 Jahren. Also auf jeden Fall von der Quotierung her, kann ich Volkanovski hier nicht auf 1.9 sehen.
Volkanovski ist ja meist sogar der eindeutig kleinere Kämpfer, in dem Matchup ist er nur 2cm kleiner, hat dafür sogar 7cm längere reach und den doppelt so großen Kopf xD
Volkanovski hat dazu viele 25 Minuten schlachten gegen das Who is Who, Topuria hat 1x 25 Minuten gegen Emmett…
Topuria wird normalerweise Champ, aber ich sehe es am Samstag noch nicht so weit. Volkanovski wird hier zu früh abgeschrieben und ganz verstehe ich nicht wieso. Einzig die kurze Pause nach dem KO gefällt mir nicht so. Ein Monat später würde mir mehr gefallen.

Gesamt:
2/10 Maverick + Nakamura 1,67q @ Pin
1.5/10 Volkanovski 1,87q @ Rabona

 
UFC 298


Alexander Volkanovski - Ilia Topuria


Titelkampf im Featherweight. Volkanovski verteidigt zum 7.Mal seinen Titel in der Division. Bislang fehlerfrei, u.A. mit 3 Siegen gegen Max Holloway, was ihn für viele zum GOAT unter den 145ern macht. Er spricht schon jetzt von UFC 300, welches in weniger als 2 Monaten stattfindet. Was Volk sich in den Kopf setzt, das geschieht meistens auch. Nur könnte die Kommission etwas dagegen haben, besonders wenn Topuria mit ihm fertig ist.

Der Spanier ist ein ganz Interessanter. In Deutschland geboren, mit 7 in die Heimat der Eltern nach Georgien, und dann als Teenie nach Alicante/Spanien, wo er sich in den Kampfsport verliebte. Dass er sich in den bescheidenen Gyms vor Ort solche Skills aneignen konnte, zeugt schon von wahnsinnigem Ehrgeiz. Für mich hat der Kerl alles, was man in diesem Sport braucht, und noch ein paar Extras. Exzellenter Boxer, stramme Kicks, viel Variation, und ein Killer auf der Matte. Das absolute Gesamtpaket.

Es ist eigentlich fast undenkbar, dass einer wie Ilia nicht irgendwann Champion wird. Also warum nicht jetzt? Er hat deutlich ausgeprägtere Finishing-Skills als Volkanovski und kann womöglich auch seine Kondition matchen. Es gibt nichts, wovor er Angst haben müsste, außer eben outpointed zu werden. Auch wenn ich eher Topuria effektiv landen sehe. Was Wrestling angeht, könnte Volk durchaus einen Vorteil haben, was die Offensive angeht. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass er Ilia auf Dauer kontrolliert, zumal dieser deutlich besser ist, was BJJ angeht.

Denke, dass Alex hier sein eigener Style zum Verhängnis werden könnte. Er ist, wie viele aus dem City Kickboxing Gym, extrem feint-heavy, täuscht also oft an. Sowas geht nicht wirklich auf die Kondition, aber eben auf die Beine. Wenn man mit so einem Style auch nur minimal an Geschwindigkeit verliert, kann das schlimme Konsequenzen haben, wie wir schon bei Adesanya zuletzt gesehen haben. Aber auch bei Fightern mit in-and-out Style, wie Dom Cruz.

Topuria wird hier die gleichen Openings haben, wie sie Islam schon vorfand. Und er wird härter schwingen, als noch gegen Emmett, denn hier hat er keinen tödlichen Konter zu befürchten. Wenn er nicht den patentierten leg-kicks von Volk zum Opfer fällt, dann sollte er deutlich mehr Schaden zum Oberkörper und Kopf anrichten können. Vielleicht sogar sowas wie Club-n-Sub, also von Knockdown zu Submission. Und dann kann Volk schlafen, wie bei der Pressekonferenz.

Es geht hier wirklich nicht darum, Volkanovski schlecht zu machen. Der Legendenstatus geht ihm hier nicht flöten, egal was passiert. Aber 35 ist wirklich nicht jung für diese Division. Und ich denke nicht, dass seine vorherigen Herausforderer die Power oder die Finishing-Skills besaßen, die der Spanier mitbringt. Sehe in Topuria die Evolution in diesem Sport. Junger Bulle, der sich in allen Bereichen perfektionieren will, um auf alles vorbereitet zu sein. Und spanische Sportfans supporten in keiner Sportart irgendwelche untalentierten Vögel. Das Vertrauen, das sie in ihn haben, zeigt mir, wie ernst er bei der Sache ist. Und sie träumen alle gemeinsam davon, die UFC ins Bernabéu zu bringen. Gehe mit "El Matador". And new.


Topuria to win @2,1 4/10 Pinnacle
 
UFC 298 Sonntag 18.02.24

Andrea Lee (13-8) vs Ilia Topuria (12-5)
Mich wundert es, dass Andrea Lee noch in der UFC ist. Hat aber hier laut meiner Info endlich den letzten Kampf auf dem Vertrag. Zuletzt 3 Niederlagen und 2-6 in den letzten 8 Fights. Overall in der UFC 5-6 Record. Teilweise Niederlagen gegen absolute Schrottgegner. Der letzte Sieg war gegen Calvillo, die selbst bei 0-5 zuletzt steht. Lee ist für mich eine Fitnesssportlerin. Boxt und kickt in die Luft und macht paar Geräusche dabei. Output ist gut, Outcome ist bei 0. Mit Mitte 35 wird da auch keine Verbesserung mehr kommen.
Miranda Maverick ist erst 26, wurde am Anfang ein bisschen zu schnell gematched. Zu Beginn galt Maverick und Blanchfield sind die neuen Toptalente. Bei Blanchfield ist es so schnell aufgegangen, bei Maverick gab es ein paar Rückschläge. Maverick hat sich aber gefangen. Niederlagen gegen Barber, Blanchfield und Jasudavicius sind auch in Ordnung so früh in der Karriere. Ihre gute Leistung gegen Cachoeira hat aber gezeigt, dass sie weiterhin am lernen ist. An für sich hat Maverick gute Skills, sehr kräftig, starkes Grappling. Ihr Striking ist allerdings überschaubar. Sie versucht zwar harte Schwinger zu treffen, aber ansonsten kommt mir Maverick sehr überfordert vor bei Striking Exchanges. Sie trainiert bei Elevation Fight Team, hat daher auch eine gute Cardio.
Andrea Lee hat mir einfach viel zu wenig Impact im Striking und eine zu schwache Takedown Defense um hier am Ende 2 Runden für sich zu entscheiden. Einen vorzeitigen Sieg sehe ich bei Lee nämlich überhaupt nicht.
Height und Reach sind pro Lee, was bei ihrem Kampfstil aber kaum etwas heißt.

Rinya Nakamura (8-0) vs Carlos Vera (11-3)

Showcase Fight für einen potentiellen Japanischen Superstar. Nakamura kommt vom Wrestling, war dort U23 Weltmeister und Bronze Gewinner im Team World Cup. In Road to UFC ist er einfach durchgerannt und hat sich damit für die UFC „qualifiziert“. Danach gegen zugegebenermaßen zwei schwache Gegner problemlos weitergemacht. Normalerweise sollte man bei den Asiaten von Road to UFC oder irgendwelchen Chinesen immer vorsichtig sein, in dem Fall ist Nakamura aber wohl echt jemand auf den man achten sollte.
Neben dem technisch Weltklasse Wrestling hat er unfassbare Kraft und Fitness. Vera gehört normalerweise nicht in die UFC, darf mit 36 Jahren nun als Late Replacement sein Debut feiern. In Ultimate Fighter hat er Anfang 2023 verloren, ansonsten nur in kleineren Orgas gekämpft, mal erfolgreicher, mal weniger. Er hat solides Striking, ist wohl Striking Coach bei Ryan Halls Gym, aber ansonsten sollte man von Vera nicht mehr viel erwarten. Seine Chance war bei Ultimate Fighter, da war es schnell zu Ende.
Nun bekommt Nakamura einen Showcase Fight in SoCal, also große Japanische Community, auf einem PPV-Event. Rinya gewinnt hier vorzeitig.



Alex Volkanovski (28-3) vs Ilia Topuria (14-0)
Ich denke man ist an einem Punkt wo die Quote auf Volkanovski zu hoch ist. Ich weiß, das Momentum spricht nicht für Volkanovski, aber wieso eigentlich nicht?
Volkanovski hat letztes Jahr im Frühjahr Makhachev in einer Gewichtsklasse höher am Rande der Niederlage gehabt, einige haben Volkanovski sogar vorne gesehen. Danach hat er mit relativ wenig Pause wieder Gewicht für das Featherweight gemacht und den gehypten Rodriguez problemlos KO geschlagen. Dann aber nach einer Operation, quasi ohne Vorbereitung, unnötigerweise einen Short Notice Rückkampf, wieder eine Division höher, gegen den quasi „unschlagbaren“ Makhachev angenommen. Dort dann KO gegangen. Ok, so weit. Kaum fit, eine Division höher, gegen einen der besten Lightweights ever ist er KO gegangen, aber ansonsten? Er hat gegen jeden im Featherweight abgeliefert, eine Legende wie Holloway mehrmals verzweifeln lassen, Aldo kaputt gemacht, jeden Hype Train (Ortega, Rodriguez) dominiert und nach dem Makhachev KO ist er nun fast Außenseiter?
Nun kommt der nächste Hype Train, aber einer wo was dahintersteckt. Topuria hat wirklich jede Voraussetzung um Champ zu sein und eine Ära zu prägen. Aber gegen wen musste er sich bisher beweisen? Emmett ok, Mitchell ok, aber sonst? Mitchell kämpft komplett eindimensional plus war angeblich sogar verletzt bei dem Kampf. Emmett ähnlich eindimensional und ausrechenbar. Beides für mich keine Top 3 Kämpfer. Aber gut, für den Anfang natürlich nicht schlecht, vor allem die Art und Weise. Topuria ist ein Allrounder, hat einen extrem harten Schlag für die Gewichtsklasse, Topfit, super Groundgame. Alle seine Gegner auf UFC-Level waren aber eigentlich immer recht eindimensional und ausrechenbar.
Das sehe ich bei Volkanovski überhaupt nicht. Er hat 15 UFC-Kämpfe, also sogar einen UFC-Kampf mehr als Topuria MMA Fights hat (14). Darunter 2x Islam, 3x Holloway, 1x Aldo, 1x Zombie, 1x Ortega, 1x Mendes, 1x Rodriguez... das ist 10x top notch Championship Level. Er ist einer der schwer ausrechenbar ist, teilweise unorthodox kämpft, quasi unmöglich zu submitten ist und dazu zäh wie ein Hund. Volkanovski ist selbst vom Rücken aus gefährlich und erzeugt Damage. Gerade im 1. Fight vs Islam war das auffällig, aber auch vorher schon gegen Ortega. Volkanovski stellt sich immer sehr gut auf seine Gegner ein, kämpft so dass es unangenehm ist, egal ob gegen Striker, Wrestler, Allrounder.
Volkanovski wird natürlich langsam älter, er ist 35 Jahre alt, ist nach dem KO möglicherweise mental angeschlagen. Topuria mit 27 möglicherweise noch 3-4 Jahre vor seiner Prime, vor allem mit seinen bisher überschaubaren Gegnern. Den Generationswechsel sehe ich also eher in 2-3 Jahren. Also auf jeden Fall von der Quotierung her, kann ich Volkanovski hier nicht auf 1.9 sehen.
Volkanovski ist ja meist sogar der eindeutig kleinere Kämpfer, in dem Matchup ist er nur 2cm kleiner, hat dafür sogar 7cm längere reach und den doppelt so großen Kopf xD
Volkanovski hat dazu viele 25 Minuten schlachten gegen das Who is Who, Topuria hat 1x 25 Minuten gegen Emmett…
Topuria wird normalerweise Champ, aber ich sehe es am Samstag noch nicht so weit. Volkanovski wird hier zu früh abgeschrieben und ganz verstehe ich nicht wieso. Einzig die kurze Pause nach dem KO gefällt mir nicht so. Ein Monat später würde mir mehr gefallen.

Gesamt:
2/10 Maverick + Nakamura 1,67q @ Pin
1.5/10 Volkanovski 1,87q @ Rabona


Minikombi problemlos
Volkanovski nix

= -0.16
 
PFL vs Bellator 25.02.2024

Die Saudis haben ein neues Kampfsportevent zusammengekauft. PFL vs Bellator. PFL hat zuletzt Bellator aufgekauft und nun ein Event in Saudi-Arabien organisiert. Darunter die beiden Schwergewichtschamps Bader (Bellator) vs Ferreira (PFL).
Bader ein Urgestein der MMA-Szene, in Bellator aber überschaubare Gegner gehabt. Seinen Kampf gegen einen 47-jährigen Fedor und davor gegen 46-jährigen Kongo nehme ich nicht für voll. Vom Namen her natürlich stark, aber nicht in dem Alter und mit den Kämpfen auf dem Tacho.
Gegen Moldavsky hat er mich vor 2 Jahren aber überrascht, das hätte ich Bader tatsächlich nicht zugetraut. Moldavsky war aber auch der einzige seriöse Gegner in den letzten Jahren, ja fast schon 10 Jahren, der (wahrscheinlich) ohne Stoff und U35 war. Moldavsky hat seit der Niederlage allerdings auch stark an Hype verloren.

Bader ist kein geborenes Schwergewicht und erst seit Bellator die Divisions am hin und her wechseln. Sogar kurzzeitig Double Champ gewesen, bis er gegen Nemkov 2020 den LHW-Gürtel verloren hat. In 2021es nochmal im LHW gegen Corey Anderson probiert, da nach 51 Sekunden schwer KO gegangen. Seitdem ist er nur noch im HW unterwegs und hat im HW 9 Kämpfe (in Bellator). Record ist auf dem ersten Blick mit 7-0-1 natürlich sehr gut. Allerdings war jeder Gegner (bis auf Moldavsky) Ü37.

Also von 8 Kämpfern / 7x Ü37/ 6x sogar Ü40. Teilweise zu einer Zeit wo Bader in seiner Prime war. Von den 8 Kämpfen waren dazu 4 davon gegen Fedor / Kongo.
Bader hat natürlich mega Wrestling Skills, mehrmals Division 1 Champion im Wrestling (allerdings auch schon 20 Jahre her) , Black Belt in BJJ, solide Schlagkraft, aber overall eben mittlerweile 40 Jahre alt und wurde zuletzt kaum gefordert. Der Moldavsky Kampf ist nun auch noch mal 25 Monate her. Ich vertraue Baders Knie nicht mehr, ich vertraue seiner Kondition nicht mehr.
Mit Ferreira kommt nun ein richtige Heavyweight. 203cm groß, 216cm reach. Das ist noch mal etwas, was Bader noch nie hatte. Kongo war schon im Vergleich riesig, aber Ferreira ist noch mal größer. Dazu auch keine Ü40, sondern in seiner Prime.

In der PFL konnte Ferreira schon letztes Jahr überzeugen. Nur gegen den späteren Champ Delija verloren. In dieser Saison dann Champ geworden, mit 3x KO-Sieg. Mit Goltsov auch einen durchaus gefürchteten Gegner demoliert. Er Trainiert im Team Nogueira, hat also einen Ex Gegner von Bader als Trainer. Ich denke das könnte helfen. Er hat relativ wenig Kämpfe auf dem Tacho, dafür dass er schon vor 11 Jahren angefangen hat. Aber um ehrlich zu sein hat die richtige Karriere erst in der PFL begonnen. Seit 2021 insgesamt 10x gekämpft. Auffällig sind die drei No Contest. 2x hat er eigentlich nach Decision verloren, aber Gegner waren auf Stoff, einmal hat er Fabricio Werdum KO geschlagen, aber er war tapped out.
Man sollte aber ehrlich sein, von den Skills her ist Bader eigentlich klar überlegen, aber eben nicht mehr in dem Alter, bei dem Größen & Gewichtsunterschied. Dafür ist Ferreira in den ersten Minuten auch zu schnell und athletisch überlegen. Bader hat kein tolles Kinn, ist langsam geworden und ist solch einen physisch und athletisch überlegenden Gegner nicht mehr gewohnt.
Heute beim Face-Off war ich noch mal erschrocken von dem Größenunterschied. Auch von der Muskelmasse. Das sieht aus wie 2 Gewichtsklassen Unterschied. Das Alter ist nicht pro Bader, die letzten Gegner sprechen nicht pro Bader, einzig die Erfahrung sehe ich klar pro Bader. An für sich natürlich auch die MMA-Skills. Wrestling und BJJ ist klar pro Bader, aber kann der das jetzt noch umsetzen? Das glaube ich nicht. Nicht gegen einen wirkliches Heavyweight, welches 6 ½ Jahre jünger ist und dich mit jeder Berührung in die Wüste schlägt.

Als ich die ausgeglichenen Quoten gesehen habe war ich überrascht. Ferreira ist für mich relativ klar der Sieger. Vorzeitig durch KO in Runde 1-2. Bader sehe ich einzig irgendwie durch einen scramble per Submission in Rd 3 gewinnen oder er grinded irgendwie ab Mitte Rd 2 eine Split Decision. Eine Decision sehe ich aber eigentlich überhaupt nicht.
Für Bader sollte die Karriere langsam zu Ende sein. Bellator geht sowieso nun in den USA seinem Ende entgegen. Dieses Bellator vs PFL-Event konnte man noch mal machen, auf die International Series von Bellator geht Bader mit Sicherheit nicht mehr und eine PFL-Season sehe ich auch nicht. Ferreira könnte noch mal ein interessanter Name werden. Mit Anfang 34 noch paar gute Jahre im HW vor sich. Eventuell sogar einen Kampf gegen Ngannou?

Ich traue mich hier mal etwas größer drauf. Auch wenn Ferreira technisch Schrott ist. Aber er ist ein Monster und Bader gehört ins Altenheim.

4/10 Ferreira 1.76q @ Rabona
 
UFC Fight Night 23.03.2024

Payton Talbott (7-0) vs Cameron Saaiman (8-1)

Saaiman hat gegen Rodriguez seine erste Niederlage kassiert. Dort hat man gesehen, dass er sich körperlich nicht weiterentwickelt. Körperlich immer noch wie ein Kind, dazu einige Amateurhafte Fehler drin. Sowas im 4. UFC-Kampf, nach vorher 3 Siegen finde ich alarmierend. Normalerweise sollte man eine Entwicklung sehen, er stagniert aber, bzw. gegen einen besseren Gegner wurden viele Probleme sichtbar.
Saaiman ist talentiert, 3-1 UFC Record, aber eben erst 23 Jahre alt und körperlich fast kindlich. Saaiman hat solide Cardio, gute Submission Defense wie man gegen C.Rod gesehen hat, aber auch bei ihm hat man gemerkt, dass er müde wird. Er geht Schlag auf Schlag ins Dauerfeuer und hofft, dass sein Chin stabil bleibt. Das geht jetzt noch, aber ich bezweifle, dass das langfristig die richtige Taktik ist um einen jungen Fighter aufzubauen. Er ist sehr hittable und war mehrmals angeknockt.
Talbott ist zwar nur 2 Jahre älter, aber eindeutige Height/Reach Vorteile, viel muskulöser gebaut, extrem gute Cardio, gutes Volume, ist sehr beweglich und wird wenig getroffen. Sein Ground Game ist solide, sein GnP scheint sehr gut zu sein. Saaimans bisherige Taktik ins Dauerfeuer zu gehen wird hier nicht funktionieren, da Talbott ihn auskontern wird.
Risiko von Talbott ist, dass er überschaubare in die Kämpfe startet. Dementsprechend könnte es sein, dass Talbott die erste Runde abgibt. Schlagstärke und Trefferbild sehe ich aber klar pro Talbott. Großartige Grappler sind beide nicht, daher gehe ich bei geschätzten 11-12 Minuten Striking klar auf Talbott.
Wie man an dem Quotenverlauf sehen kann, ist Talbott als Underdog nun Favorit. Daher bin ich mit meiner Einschätzung nicht alleine. Leider sehe ich das Matchup jetzt erst, da ich aufgrund Urlaubs nicht so aktiv war.

3/10 Talbott 1.72q @ Pin
 
UFC Fight Night 23.03.2024

Payton Talbott (7-0) vs Cameron Saaiman (8-1)

Saaiman hat gegen Rodriguez seine erste Niederlage kassiert. Dort hat man gesehen, dass er sich körperlich nicht weiterentwickelt. Körperlich immer noch wie ein Kind, dazu einige Amateurhafte Fehler drin. Sowas im 4. UFC-Kampf, nach vorher 3 Siegen finde ich alarmierend. Normalerweise sollte man eine Entwicklung sehen, er stagniert aber, bzw. gegen einen besseren Gegner wurden viele Probleme sichtbar.
Saaiman ist talentiert, 3-1 UFC Record, aber eben erst 23 Jahre alt und körperlich fast kindlich. Saaiman hat solide Cardio, gute Submission Defense wie man gegen C.Rod gesehen hat, aber auch bei ihm hat man gemerkt, dass er müde wird. Er geht Schlag auf Schlag ins Dauerfeuer und hofft, dass sein Chin stabil bleibt. Das geht jetzt noch, aber ich bezweifle, dass das langfristig die richtige Taktik ist um einen jungen Fighter aufzubauen. Er ist sehr hittable und war mehrmals angeknockt.
Talbott ist zwar nur 2 Jahre älter, aber eindeutige Height/Reach Vorteile, viel muskulöser gebaut, extrem gute Cardio, gutes Volume, ist sehr beweglich und wird wenig getroffen. Sein Ground Game ist solide, sein GnP scheint sehr gut zu sein. Saaimans bisherige Taktik ins Dauerfeuer zu gehen wird hier nicht funktionieren, da Talbott ihn auskontern wird.
Risiko von Talbott ist, dass er überschaubare in die Kämpfe startet. Dementsprechend könnte es sein, dass Talbott die erste Runde abgibt. Schlagstärke und Trefferbild sehe ich aber klar pro Talbott. Großartige Grappler sind beide nicht, daher gehe ich bei geschätzten 11-12 Minuten Striking klar auf Talbott.
Wie man an dem Quotenverlauf sehen kann, ist Talbott als Underdog nun Favorit. Daher bin ich mit meiner Einschätzung nicht alleine. Leider sehe ich das Matchup jetzt erst, da ich aufgrund Urlaubs nicht so aktiv war.

3/10 Talbott 1.72q @ Pin

Vorzeitiger Sieg Anfang Runde 2.

+2.16
 
UFC 300
Es ist so weit, die langersehnte UFC 300 Card. Da mache ich mich auch mal wieder an die Arbeit und versuche neben Unterhaltung auch noch ein wenig plus zu machen. Eine sehr tiefe Card wo die Prelims mich fast mehr interessieren als die Main Card. Die Main Card finde ich so naja. Also klar, super gut, aber nicht das was man erwartet hat. Dana White hat 300.000 Bonus ausgesprochen, daher werden manche besonders motiviert sein ein KO oder Top Fight zu liefern.
Beim Weigh In sind alle problemlos durchgekommen. Auf der Card Übergewicht hat sich zurecht niemand getraut. Jeder sah vernünftig aus, einzig Harrison schon sehr abgemagert. Aber da war nichts anderes zu erwarten.

Deiveson Figuereido (22-3-1) vs Cody Gabrandt (14-5)
Banger zum Auftakt. Figuereido hat in seinem ersten Kampf im Bantamweight gut ausgesehen und Gabrandt hat zuletzt auch gezeigt, dass er Kämpfe erfolgreich gestalten kann. Mit Kelleher und Jones hatte er allerdings Gegner die 2-3 Level unter seinen früheren Gegnern waren und auch unter Figgis Level.
Die Odd auf Figgy ist dann doch zu gering, dazu kämpft zuletzt ein wenig cleverer. Figgy wird den Kampf aber irgendwann in einen Brawl bringen und dann könnten beide Probleme bekommen. Figgy ist zwar noch nie richtig KO gegangen, aber Gabrandt hat einen Hammer und ist eben auch eine Gewichtsklasse über dem was Figgy gewohnt ist. Figgy hat einen ähnlichen Hammer und ist vor allem gefährlich mit seiner Rechten. Und genau damit hat Gabrandt in seiner Karriere immer Probleme gehabt.
Ich spiele hier das Under und bleibe bei meiner Theorie, dass die UFC bei PPVs ganz bewusst so Matched, dass zu Beginn ein KO erwartet werden kann. Der dreifache Bonus sollte beide auch nochmal motivieren.

Jessica Andrade (25-12) vs Marina Rodriguez (17-3-2)
Andrade hat zuletzt etwas Federn lassen, Sie hat auch zu viele Kämpfe angenommen. Ihr Record ist beeindruckend, immer gegen Top oft he Top gekämpft. Was bei Andrade unterschätzt wird ist ihr Grappling. Aufgrund der MatchUps musste Sie das lange nicht mehr zeigen bzw. es war unsinnig ins Grappling zu gehen, weil entweder Gegnerin stärker oder Andrade war im Stand Up klar besser.
Bei dem Fight gegen Rodriguez sehe ich wieder einen Gameplan pro Andrade wo Sie Ihr Grappling zeigen kann. Im Grappling sollte Andrade klare Vorteile haben und gegen Rodriguez auch dazu kommen Takedowns zu holen. Ich könnte mir sogar einen Submission Win von Andrade vorstellen. Ich sehe hier ein ähnliches Set Up wie Ihr Kampf gegen Chookagian.
Von Rodriguez halte ich nicht zu viel. Ordentliches Striking, Ganz gutes Volume, aber wenig Schlaghärte. Ihr Grappling und BJJ gar nichts. Den Sieg gegen Waterson nehme ich nicht für voll, die muss eigentlich seit 5 Jahren raus aus der UFC sein. Sie checkt dazu gar nichts und wenn sehr schlecht Legkicks, Andrade hat dagegen zuletzt viele Legkicks gezeigt.
In einer vollen Arena hat eine Powerfighterin wie Andrade dazu Vorteile da Ihre Moves bessere Reaktionen bei den Zuschauern auslösen. Das verleitet dann die Judges knappe Runden pro Andrade zu werten. Rodiguez hat viele knappe Decisions geholt, aber auch verloren. Gegen Jandiroba (Publikumsliebling) bspw. Auf einem PPV-Event verloren. Ich glaube aber sogar das Andrade vorzeitig gewinnt.
Ich gehe hier mit Andrade. Gefährlicher im Grappling, größerer WOW Effekt im Striking Exchange, sehr gute Legkicks, viel Erfahrener und dazu auch noch 4 Jahre jünger. Die Größenvorteile sind allerdings eindeutig pro Rodriguez 12cm Height/ 5cm Reach Vorteil.

Jalin Turner (14-7) vs Renato Moicano (18-5-1)
Bin weiterhin kein Turner Fan, vor allem nicht, wenn er von den Odds her klarer Favorit ist. Moicanos Stern ist zuletzt nochmal richtig aufgegangen, wobei er eigentlich schon viele Topleute gekämpft hat. Zwischen 2017 – 2020 ein Top Contender Scheudle mit Aldo, Zombie, Swanson, Stephens, Kattar und Fiziev. Durchschnittlich da abgeschnitten, aber auch nicht besonders schlecht. Die Lockdown Pause scheint Ihn aber zu einem neuen Menschen gemacht zu haben. Nicht nur steht er sportlich bei 4-1, sondern auch PR mäßig blüht er auf und ist mittlerweile Publikumsliebling.
Moicano ist ein sehr starker Grappler mit Top Takedown Offense und Black Belt in BJJ. Ein wenig zu vergleichen mit Gamrot, wo Turner knapp verloren hat. Wobei Gamrot schon der bessere Wrestler ist.
Moicano ist aber overall ein Allrounder, Black belt Muay Thai, durchaus gutes Volume, sehr gute Striking Defense und eben fast 2 Takedowns pro 15 Minuten.
Turner hat natürlich Reach/ Height Vorteile, dazu unfassbare Schlagkraft, gute Legkicks und kämpft mittlerweile kontrollierter. Auch seine Takedown Defense ist an für sich gut, wenn er nicht gegen Leute vom Schlag Gamrot kämpfen muss.
Im Stand Up geht das klar und wahrscheinlich früh an Turner, aber Moicano wird zu Beginn pushen wie Sau um Takedowns zu bekommen. Ist er damit früh erfolgreich, dann wird’s brenzlig für Turner. Geht der Kampf über 15 Minuten, dann sehe ich Moicano vorne. Auch eine Submission ist natürlich möglich. Moicano´s Erfahrung sollte Ihm hier natürlich auch weiterhelfen.
Turner ist wahrscheinlich der richtige Favorit, er ist auch 6 Jahre jünger plus natürlich die körperlichen Vorteile, aber so eindeutig sehe ich das nicht. Ich gebe Moicano hier definitiv gute Chancen den Sieg zu holen.


Sodiq Yusuff (13-3) vs Diego Lopes (23-6)
Diego Lopes ist ein nächster Publikumsliebling der plötzlich aus dem nichts gekommen ist. Mit seinen erst 3 Fights in der UFC, hat er sich direkt in die Herzen gekämpft. In BJJ absolute Weltklasse. 52% seiner Siege sind Submissions, auch vom Rücken aus hat er keine Probleme zu kämpfen. Die Frage wird sein, kommt er überhaupt dazu sein Grappling und BJJ einzusetzen?
Sodiq ist ein guter Kämpfer, hat top Skills, hohes Volume, gute Takedown Defense aber irgendwie schafft er es nicht nach ganz oben. Er struggled wenn er kurz davor ist in die Top 10 zu kommen. Yusuffs Striking ist 1a, nicht Barboza Techniklevel, vor allem Defensiv gibt es im Striking noch ein wenig Probleme.
Overall hat Yusuff wenig Zeit im Grappling verbracht, wenn er einen Takedown bekommen hat, ist er meist schnell wieder aufgestanden. Daher wurde er noch nicht richtig geprüft. Beim Aufstehen sehe ich dazu einige Möglichkeiten für einen Weltklasse BJJler an Yusuffs Hals zu kommen.
Gegen Barboza war er nach der 1. Runde eigentlich vorne, ist dann aber mental und physisch eingebrochen. Hier scheint Yusuff seine Cardio zu Beginn des Kampfes über Bord geworfen zu haben.
Lopes ist zäh und kann problemlos eine Runde Dauerfeuer überleben um danach einen müden Yusuff per Submission zu knacken.
Height / Reach ist pro Lopes, evtl. gibt ihm das die Möglichkeit ein wenig im Striking zu profitieren bzw. seine Nachteile zu egalisieren.
Allerdings sehe ich die Odd relativ richtig gesetzt daher spiele ich die aus meiner Sicht gute Submission Odd pro Diego Lopes.

Holly Holm (15-6) vs Kayla Harrison (16-1)
Ein interessantes Matchup, da man Harrison als mehrfache PFL-Siegerin und Doppel Olympiasiegerin (Judo) teuer eingekauft hat. In der PFL war die Konkurrenz aber bis auf Pacheco absoluter Schrott. Selbst die uralte Holm wäre da ins Finale gekommen. Durch Ihr Weltklasse Judo hat Sie natürlich Top Takedown Offense/ Defense und auch ordentliches Grappling. Harrison ist riesig und stark, kämpft eigentlich eine Gewichtsklasse höher und vorher konnte sich niemand vorstellen, dass Sie im Bantamweight unterkommt. Aber Sie hat es geschafft, wahrscheinlich mit viel Unterstützung von der UFC und Profis. Kayla könnte ein neuer Superstar werden und wird dementsprechend bezahlt. Ihr Boxen ist allerdings überschaubar, die Schrottgegner in PFL zähle ich nicht.
Holm ist sauerfahren, hat zuletzt einen guten Record hingelegt, ist aber genauer betrachtet in den letzten 3 Jahren mit 1-2 Record. Gegen keine Topklasse. Ihre guten Ergebnisse kommen noch von 2020 und früher. Holm ist eine gute Boxerin, allerdings mittlerweile auch mehr Fitnessboxerin. Viel Power ist da nicht hinter, gerade gegen das Monster Holm sollte es dann schwierig werden. Holm macht dazu immer wieder den Fehler Fenster für Submissions zu öffnen. Ihr Grappling & BJJ ist einfach nicht gut genug und wird mit 42 auch nicht mehr besser.
Ich sehe Kayla Harrison sich erstmal im Striking probieren, merkt dann, dass die erfahrene Holm Sie hier technisch egalisiert. Dann wird ein Takedown angesetzt, Holm ist zäh wie sau, geht nicht KO, wird aber müde und es öffnet sich ein Fenster zur Submission. Die Quote finde ich interessant und das einzig spielbare hier. Die UFC weiß was Sie macht und matched die neue Goldene Henne nicht um auf der größten Card der letzten Jahre zu verlieren.
In der PK sah Holm so aus als ob Sie wissen würde, dass Sie zur Schlachtbank geführt wird.

Jiri Prochazka (29-4-1) vs Aleksandar Rakic (14-4)
In etwa beide mit der gleichen Ausgangslage. Beide kommen aus einer Verletzungspause. Rakic allerdings quasi seit 2 Jahren raus. Davor auch schon recht inaktiv. In 4 Jahren hat er 2 Kämpfe gekämpft. Und das in seiner eigentlichen Prime. Bei Rakic fehlt dazu der Proof, dass er gegen Top 5 Leute mithalten kann. Den Blachowicz Fight werte ich nicht gegen Ihn, wobei er auf den vor seiner Verletzung hinten lag. Santos und Smith waren da schon keine Top 5 Fighter und Özdemir erst recht nicht.
Prochazka hat schon vor der UFC in Rizin alles abgeräumt, wo ich damals dachte es sei eventuell den Stoffen, aber in der UFC dann genauso geliefert. Özdemir und Reyes sind in etwa auf dem Niveau von dem was Rakic gekämpft hat, die Siege von Prochazka waren allerdings eindeutiger. Gegen Glover war es eine Schlacht, wo er aber bewiesen hat bis zur 25. Minute da zu sein.
Gegen Pereira sah es in Runde 1 eigentlich gut aus. Er war bei allen 3 Judges vorne, ist dann aber KO gegangen. Was gegen Pereira nichts Außergewöhnliches ist.
Von der Odd war ich überrascht. Das riecht fast ähnlich wie bei Oliveira nach einer Falle. Aber Rakic gibt mir mehr Fragezeichen als Prochazka. Ich glaube es wird wenig Grappling geben und wenn ohne viel Damage. Eher neutralisieren sich beide. Im striking ist Rakic defensiv stärker, dafür Prochazka offensiv eindeutig besser. Schlaghärte sehe ich ganz klar auf Prochazkas Seite. Prochazka beendet quasi jeden Kampf vorzeitig und der Glover Kampf hat mir trotzdem gezeigt, dass er auch in tiefen Runden noch Luft hat.
Für Rakic finde ich diesen Fight nach einer Verletzung und 2 Jahren Pause schwierig. Vor allem da er gegen Blachowicz auch so hinten gelegen hat. Height/ Reach egalisieren sich beide jeweils.

Bo Nickal (5-0) vs Cody Brundage (10-5)
Was soll man hier sagen. Ähnlich wie bei Kayla Harrison weiß die UFC weshalb Nickal hier auf der Main Card ist. Man will den neuen Posterboy promoten. Die Fans geben Nickal aber im Gegensatz zu Kayla nur Buh Rufe. Man merkt, dass es zu künstlich ist. Man will Ihn nur promoten und das sogar auf der Main Card…Dementsprechend überschaubar ist der Gegner. Jeder erwartet einen 1st Round win von Nickal. Daher die lächerlichen Odds.
Brundage ist aber kein kompletter Bum, wie die letzten Gegner von Nickal. Immerhin 4-4 UFC Record, zuletzt 2x durch Ko in der 1. Runde gewonnen. Jeder UFC-Sieg von Brundage war in der 1. Runde, 3x KO, 1x Sub. Falls Brundage ins Grappling geht, ist er über die Distanz verloren, aber ich glaube er kann kurzfristig Defensiv sich über Wasser halten. Einzige Chance ist ein KO-Sieg in Runde 1. Und ich will mal sehen was Nickal macht, wenn er wirklich berührt wird. Bisher hat er erst 3 Schläge in seinen Kämpfen bekommen. Brundage hat einen Hammer und sollte im Striking erfolgreich sein.
Falls es aber wieso auch immer in Runde 2 geht, dann geht Nickal problemlos durch. Daher finde ich Nickal gewinnt in 2. Runde von der Quote her interessant.


Justin Gaethje (25-4) vs Max Holloway (25-7)
Die Quote auf Gaethje finde ich mittlerweile spielbar. Max ist einer, wenn nicht der, beste Striker in der UFC. Er ist ein Sniper, aber ist auch kein KO-Experte.Gegen einen kaputten Zombie zähle ich nicht. Selbst Kattar ist nach record breaking strikes nicht KO gegangen. Ortega musste vom Schiri rausgenommen werden, weil er nicht umgefallen ist. Volume und Accuracy, aber kein richtiger Finisher. Dazu ist er nun eine Gewichtsklasse höher, was schon mal gegen Poirier schief gegangen ist. Gaethje ist Tough wie Sau, der geht hier nicht KO. Sub würde ich auch außen vorlassen. Also geht es, wenn über Punkte an Holloway. Ich weiß Holloway ist noch nie KO gegangen, aber Gaethje hat die Tools und die Kraft Max schlafen zu schicken. Max hat mittlerweile auch genug kassiert, Gaethje auch, aber der eigentlich unnötige Gewichtsklassenwechsel bringt mich auf die Seite von Gaethje.
Gaethje ist zwar älter als Max, aber vom Fight Scheudle her ist Max eigentlich auch schon 5 Jahre älter, als das Datum auf dem Pass aussagt. Unfassbar viele Kilometer auf dem Tacho und dabei auch teilweise schon gut eingesteckt. Gaethje allerdings auch, aber eben gegen Gegner aus einer höheren Gewichtsklasse. Er ist daher ganz andere Power gewohnt.
Was mich auch pro Gaethje stimmen lässt sind die Legkicks. Holloway hatte Probleme in Kampf 1 vs Volkanovski aufgrund der Legkicks, in Kampf 2 musste er dann etwas umstellen. Nun erwarten Ihn nochmal ganz andere Kicks als die von Volk. Zuletzt hat Max gegen Rodriguez sogar etwas Grappling gezeigt aber falls er ins Grapplin gehen will, hat auch Gaethje was drauf. Er benutzt es zwar kaum, aber er ist ein solider Wrestler (NCAA Divison I). Es ist schade, dass er das kaum einsetzt, in vielen Situationen hätte ihm das mehr gebracht anstatt puren Schlagabtauschs. Für Gaethje ist das aber die letzte Chance noch mal an einen richtigen Title Fight zu kommen. Gewinnt er hier, dann bekommt er den Kampf gegen Islam. Daher denke ich, dass er im Notfall den Notausgang Grappling & Takedown nutzen wird. Ein Rundenende wo Max auf dem Rücken liegt sehe ich schon.
Ich finde Max heftig, gönne Ihm alles, glaube der Gewichtswechsel ist hier aber unnötig und irgendwie Verzweiflung um Volkanovski/ Topuria zu entgehen.
Dazu war Max in einem Interview vor 1 Woche extrem am Husten und hat sich nicht besonders Fit angehört. Kein Plan was es war, gesund war er aber nicht. Kurz vor einem Fight auf jeden Fall nicht hilfreich. In der PK war er aber wieder ganz normal.
Beide wollen den 300k Bonus, der Kampf ist dafür prädestiniert, wenn die beiden es sich aber wirklich 3-4 Runden geben, dann glaube ich knickt Holloway irgendwann ein.

Weili Zhang (24-3) vs Xiaonan Yan (17-3)

Yan ist irgendwie etwas unter dem Radar, aber Sie hat eindrucksvolle Leistungen gezeigt. Wäre Yan eine Amerikanerin, dann steht die bei 2.75q, aber da Sie als Chinesin ein wenig overlooked wird und mit Weili natürlich eine andere Chinesin als Frontfrau vor sich hat, gibt’s die Quote von 4.6q.
Wenn man sich die Statistik anschaut dann sind die Zahlen Significant Strikes, Accuracy und Takedown Defense bei beiden in etwa gleich. Im Grappling und Takedowns per 15 Mins ist allerdings das große plus auf Weilis Seite.
Yan´s Striking würde ich sogar als ein wenig besser sehen als den von Weili. Weili hat aber wie gesagt die großen Vorteile im Grappling. Bekommt Sie den Takedown, dann wird’s schwer für Yan. Kann Yan die Takedowns verteidigen, dann ist der Kampf ein knappes Ding und spiegelt die Quote überhaupt nicht wider. Yan hat eine 70% Takedown Defense und das bspw. Bei 25 Minuten gegen Dern. Gegen Andrade ging es zwar nur kurz, aber es hatte schon einen Grund weshalb Andrade gegen Yan lieber ins Striking gehen wollte, da Sie keinen Erfolg in Takedowns gesehen hat. Wie man sehen konnte, ein Fehler. Da Yan´s Striking gefährlich ist. Yan ist leicht größer, Reach ist gleich, Alter ist fast genau gleich. Record ist ähnlich, innerhalb der UFC beide 8-2, wobei Weili schon stärkere Gegner hatte. Trotzdem ist es mir wert hier ein wenig auf den Underdog zu setzen. Es ist Women MMA, im Striking ist es ausgeglichen bzw. sogar leicht pro Yan und Sie hat eine gute Takedown Defense.
Was ich dazu interessant finde, im Staredown nach der PK war Yan deutlich größer, viel größer als von den UFC Stats zu erwarten war. Bleibt es größtenteils im Striking, dann kann Yan hier was holen.

Alex Pereira (9-2) vs Jamahal Hill (12-1)

Ist Pereira eine Falle wie Oliveira und möglicherweise Prochazka? Ich denke nein. Hill ist nach nur 9 Monaten Pause nach einem Achillessehnenriss wieder zurück. Ich glaube nicht ganz freiwillig so früh. Die UFC hat ein Mainevent benötigt, Pereira ist beliebt, Hill ist Amerikaner. Ich denke man hat Hill hier klar gemacht, dass er den Kampf besser annimmt, ansonsten wird es schwer mit einem direkten Title Fight nach der langen Pause. Das Geld für den Fight wird mit Sicherheit auch nicht schlecht sein. Der eigentliche Plan war wahrscheinlich Pereira in UFC 301 als Main Event, da hätte Hill auch noch etwas mehr Pause gehabt, falls er überhaupt dafür vorgesehen war.
Hill ist gut, Hill hat mir aber noch nicht genug gezeigt. Für die Verletzung kann er nichts, auch nicht für sein Scheudle, aber Crute, Walker, Santos und einen uralten und vom Karriereende verfolgten Glover zu besiegen ist auch nichts was mich überzeugt. Glover ist Trainer von Pereira und hat hier mit Sicherheit einige Tipps für seinen Schützling.
Pereira hat zwar eine kürzere MMA-Karriere, aber mit Strickland, Adesanya, Blachowicz und Prochazka einen viel besseren Record und mittlerweile auch bewiesen, dass er selbst gegen einen guten Grappler wie Blachowicz mithalten kann bzw. nicht kaputt geht falls er einen Takedown kassiert. Über seine Kickboxkarriere müssen wir nicht reden
Hill hat harte Schläge, gutes Striking, aber wen hat er da gefinished? OSP, Crute, Walker, uralten Santos. Das reicht mir nicht, ehrlich.
Der Fight wird pures Striking werden. Pereira war/ist ein Weltklasse Kickboxer. Einer der besten im puren Kickboxen. In der UFC hat er im Striking beeindruckende Zahlen und ist auch im H2H gegen Hill vorne. Einzig Volume spricht für Hill, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Hill sein Volume hier genauso implementieren kann. Dafür sind die Counterschläge von Pereira zu gefährlich. Für Hill spricht das Alter, aber Pereira hat das Alter bisher nichts ausgemacht. Ich denke er hat noch etwas in der UFC im Tank. Die 1. Runde gegen Prochazka hat mir auch gezeigt, dass er (noch) kein Glaskinn hat und sich auch nicht verrückt machen lässt.
Hier bin ich klar pro Pereira, auch wenn ich viele höre die Hill tippen. In der PK war Pereira klassisch Stoneface, Hill hat paar auswendig gelernte Sprüche geklopft, sah mir aber teilweise unsicher aus. Ich glaube er hat erwartet, dass die Fans in den USA pro Hill sind. Allerdings scheinen die Leute eher pro Pereira zu sein.

Gesamt:
3/10 Pereira Win 1,78q @ Pin
3/10 Figueiredo vs Garbrandt Fight does NOT go to Distance 1.54q @ Rabona
2/10 Prochazka 1.94q @ Rabona
1/10 Gaethje 1.64q @ Rabona
1/10 Andrade Win 1.73q @ Pin
1/10 Moicano Win 3q @ Pin
0.5/10 Yan Win 4.65q @ Pin
0.5/10 Lopes by Submission 3.8q @ Rabona
0.5/10 Harrison by Submission 3.2q @ Rabona
0.5/10 Brundage Round 1 Win 26q @ Rabona
0.5/10 Nickal Round 2 Win 4q @ Rabona
 
UFC 300


Gesamt:
3/10 Pereira Win 1,78q @ Pin
3/10 Figueiredo vs Garbrandt Fight does NOT go to Distance 1.54q @ Rabona
2/10 Prochazka 1.94q @ Rabona
1/10 Gaethje 1.64q @ Rabona
1/10 Andrade Win 1.73q @ Pin
1/10 Moicano Win 3q @ Pin
0.5/10 Yan Win 4.65q @ Pin
0.5/10 Lopes by Submission 3.8q @ Rabona
0.5/10 Harrison by Submission 3.2q @ Rabona
0.5/10 Brundage Round 1 Win 26q @ Rabona
0.5/10 Nickal Round 2 Win 4q @ Rabona

Das lief ja mal super. Den Gaethje Lost bezahle ich gerne wen am Ende so ein Finish von Holloway dabei rauskommt :D

3/10 Pereira Win 1,78q @ Pin WIN = +2.34
3/10 Figueiredo vs Garbrandt Fight does NOT go to Distance 1.54q @ Rabona WIN = + 1.62
2/10 Prochazka 1.94q @ Rabona WIN = +1.88
1/10 Gaethje 1.64q @ Rabona LOST = -1
1/10 Andrade Win 1.73q @ Pin WIN = +0.73
1/10 Moicano Win 3q @ Pin WIN = +2
0.5/10 Yan Win 4.65q @ Pin LOST = -0.5
0.5/10 Lopes by Submission 3.8q @ Rabona LOST = -0.5
0.5/10 Harrison by Submission 3.2q @ Rabona WIN = +1.1
0.5/10 Brundage Round 1 Win 26q @ Rabona LOST = -0.5
0.5/10 Nickal Round 2 Win 4q @ Rabona WIN = +1.5

Gesamt: +8.67
 
UFC 301
Das wahrscheinlich schwächste PPV des Jahres, ich kann da auch wenig Motivation für mich draus ziehen. Gekämpft wird in Rio de Janeiro, also quasi nur Fights mit Brasilianern vs Rest der Welt. Trotzdem fehlen die größten Brasilianischen Namen (außer Aldo).

Jose Aldo (31-8) vs Jonathan Martinez (19-4)

Ganz seltsames Matchup. Eigentlich ist Aldo schon lange in Rente. Er wurde sogar erst vor kurzem in die Hall of Fame aufgenommen, wo normalerweise nur retired UFC-Kämpfer aufgenommen werden. Da macht die UFC auch eigentlich keine Ausnahme. Daher gehe ich davon aus, dass die Comeback Idee kurzfristig aufgekommen ist. Aldo hat zwar zwischendurch paar Boxkämpfe gemacht (bspw. Gegen Ex UFC Kämpfer Stephens) aber ansonsten war nicht abzusehen, dass er zurückkomt.
Aldo hat aber offiziell noch einen Kampf in seinem UFC-Vertrag. Bedeutet, falls er da raus will und ohne UFC-Einverständnis woanders auftreten möchte (bei Gamebred Boxing und Shooto ist das kein Problem, weil von UFC gecoovert), muss er den Vertrag vervollständigen. Die UFC wird sich wie so oft gedacht haben „alles klar, aber dafür kämpfst du gegen wen und da wo wir wollen“. Auf der Brasilien Karte ist für beide gut, vor allem aber für die UFC da das PPV ansonsten 0,0 Star Appeal hat. Mit Aldo hat man immerhin einen allseits bekannten Namen und brasilianischer Held.
Die UFC will aber vor allem keinen siegenden Kämpfer aus dem Vertrag entlassen. Das wollte man noch nie. Im besten Fall wird ein abwanderungswilliger Fighter auf großer Bühne zerstört, so dass er danach kein Verhandlungsspielraum oder Star Potenzial mehr hat. Beispiele gibt es genug, zuletzt aber auch paar Mal schiefgelaufen. Beispielsweise Matchup Chimaev vs Diaz, wo Chimaev dann kurzfristig rausfällt. Oder auch ein verletzter Ngannou gegen Gane.
Nun genug zum „geschäftlichen“ Hintergrund. Aldo ist mittlerweile 37 ½ Jahre alt und hat seit 2 Jahren keinen MMA-Fight mehr gehabt. Zwischendurch 3x „Boxen“. Sein letzter MMA-Fight war gegen Merab. Wo er verloren hat, was aber auf dem Papier kein Beinbruch ist. Mental wurde Ihm da aber gezeigt, dass er nicht mehr ganz oben mithalten kann. Daher dann auch die Karriere einen Kampf zu früh beendet.
Über seine früheren Fähigkeiten müssen wir nicht sprechen. Gerade im Featherweight GOAT. Knallhartes Muay Thai, fiese leg kicks, irre guter Takedown Defense, aber auch gutes Grappling. Früher insbesondere durch seine Schnelligkeit und Flexibilität im Striking herausragend. Nach dem McGregor Ko aber gebrochen gewesen. Sich dann im Bantamweight erst schwergetan, dann aber tatsächlich gegen Vera, Munhoz und Font sehr gut wieder etabliert. Wobei Munhoz und auch Font damals immerhin in seiner Altersklasse oder sogar drüber waren. Der Sieg über Vera war knapp, aber vertretbar. Gegen Merab hat man dann gesehen, dass es nicht mehr für ganz oben reicht. Und das obwohl er die Takedowns gut verteidigt hat. Mit 2 Jahren Pause dazwischen wird es kaum besser geworden sein.
Mit Martinez bekommt er einen Gegner ohne großen Namen, aber ein absoluter Killer und wahrscheinlich kommender Bantamweight Contender. Martinez steht in der UFC 10-3, hat also massig Erfahrung, allerdings gegen kleinere Namen. Zu Beginn war er sehr unbeständig, seit der Corona Pause aber komplett on track. 6 Siege in Folge, darunter durchaus größere Namen wie Cub Swanson, Said Nurmagomedov und Adrian Yanez.
Martinez ist einer der neuen Generation der von Beginn an MMA trainiert hat. Also nicht von BJJ oder Kickboxen dann plötzlich auf MMA umgestiegen, sondern er hat von Beginn an den Fokus auf MMA gesetzt. Bedeutet er ist ein allrounder, hat gute Basis-Skills in allen Bereichen, ist aber eher ein Striker. Dazu hat er ähnlich wie Aldo, extrem harte Legkicks. Daher matched das Duell sehr gut. Fast Old Style vs New Style. Martinez ist 8 Jahre jünger, hat in der Zeit seitdem Aldo in Rente ist 4 Kämpfe gehabt, 4 gewonnen, 2 vorzeitig durch Leg Kicks. Martinez hat sich konstant weiterentwickelt, vor allem seine Defensivarbeit.
Für mich ist das der klassische Spot wo die UFC einen alten Veteranen nochmal einem jungen Hund zum Fraß vor wirft. Hier kommt nochmal hinzu, dass man unbedingt einen weiteren Namen auf dem PPC benötigt hat. Aldo überschätzt sich hier glaube ich nach so langer Pause. Martinez entwickelt sich seit 3 Jahren stetig weiter und steht kurz davor ganz oben anzuklopfen. Sowas geht eigentlich immer pro den jüngeren Fighter aus.
Bei der Quote war ich sogar etwas erschrocken. Ich dachte Martinez geht hier mit 1.2-1.3 in den Kampf. Aber es ist ja fast ausgeglichen. Das kann eigentlich nur an dem Namen liegen. Einzig wo ich ein wenig Angst habe ist die Atmosphäre und eben der Name. Das könnte einen wie Martinez möglicherweise etwas blockieren.
Trotzdem gehe ich auf Martinez. Die Quote gefällt mir. Beim Weigh-In brauchte Aldo die Box of Shame, sah aber trotzdem fit aus. Der ist Vollprofi und macht das zum 1000x. Da sehe ich jetzt keine Nachteile.

2.5/10 Martinez 1.71q @ Rabona
 
UFC 302

Andre Lima (8-0) vs Mitch Raposo (9-1)

Lima ist „bekannt“ durch seinen letzten Kampf wo er gebissen wurde, Gegner wurde disqualifiziert und Lima hat sich danach ein Tattoo davon machen lassen. PR mäßig ein guter Move, ansonsten war der Kampf überschaubar. Lima lag vorne, aber irgendwie sah es auch so aus als ob er langsam an Kraft verliert.
Lima kommt aus dem Kickboxen und Muay Thai. Hat dort auch einiges an Erfahrung. Lima hat gute Faints, gute Ellbows und ist sehr beweglich. Klassischer Muay Thai Kämpfer auf MMA-Level. Mit 25 Jahren ist er noch sehr jung, hat aber immerhin einen überzeugenden Sieg in der Contender Series und eben den „Beißer“ Sieg, wo er aber auch vorne gelegen hat. Ich glaube gegen bessere Wrestler könnte Lima massive Probleme bekommen.
Raposo war Cage Titan Champion, vor 2 Jahren bei Ultimate Fighter und hat in Rd 1 verloren. Danach hat er trotzdem eine Chance in der DWCS bekommen. Dort gegen einen starken Jake Hadley verloren. Sich dann wieder etwas zurückgenommen und auf niedrigeren Level vier vorzeitige Siege geholt. Nun sein Comeback in der UFC.
Er hat ein gutes Boxen, eine starke Rechte und seine Cardio scheint in Ordnung zu sein, wenn man die teilweise späten Siege auf seinem Record sieht. Allerdings eben gegen low level Gegner. Sein Wrestling scheint auch solide zu sein.
Seine Niederlagen gegen Hadley und Sholinian sind mit heutiger Betrachtung schwieriger zu verkaufen als damals. Beide konnten in der UFC bisher nicht überzeugen, wobei ich Hadley noch nicht abschreiben würde. Seine Siege waren gegen allesamt low low level Gegner.
Lima hat Height und Reach Vorteile, was seinem Style entgegenkommen sollte. Dazu ist es ein Short Notice Fight für Raposo. Raposo nimmt den Kampf auch nur an, weil er weiß, dass er ansonsten wohl keine Chance mehr auf die UFC hat. Bisher hat er noch nicht einmal gezeigt, dass er gegen UFC Level Gegner etwas reißen kann. Lima sollte overall der stärkere Kämpfer sein und Raposo ist kein Grappler der Ihn großartig in Bedrängnis bringen könnte. Im Stand Up ist Andre Lima klar überlegen.
Zum Wiegen kam Lima mit 4Pfund drüber… normalerweise ein Grund zur Absage. Lima sah auch nicht besonders abgemagert aus. Ich glaube er hat irgendwann einfach abgebrochen mit Gewicht machen. Eigentlich würde kein Gegner der Welt den Fight nun annehmen, aber Raposo hat 1x Ultimate Fighter und 1x Contender Series schon verkackt. Sagt er hier 1 Tag vorher ab, ist er für immer für die UFC verbrannt. Also eine Lose Lose Situation, die einem sowieso schon kleinerem Fighter wie Raposo im Kampf zusetzen sollte.
Ich bleibe trotz Weight Miss auf Lima

Joselyne Edwards (13-5) vs Ailin Perez (9-2)

Einziger Frauenkampf auf der Card. Der Kampf hat eine Vorgeschichte. Beide hatten schon mal im UFC PI eine Auseinandersetzung miteinander. Edwards wurde wohl von dem Mann von Perez angemacht.
Edwards ist mir ein Rätsel. Mal ganz gut, mal grottig. Dann gewinnt Sie zweimal fragwürdig, wo Sie eigentlich verlieren muss. Edwards hat eine solide Cardio, Ihr boxen ist in Ordnung und Sie kann gut einstecken. Edwards scheint sich zuletzt auch im Grappling verbessert zu haben.
Perez ist eigentlich ein Kandidat für den only fans fade. Zuletzt aber tatsächlich zweimal gewonnen. Overall hat Sie aber auch relativ wenig Skills. Solides Grappling aber null Ground and Pound, hüpft eher auf den Gegnerinnen rum. Sie hat eine schlechte Cardio und Ihr Output ist auch nichts. Ihre Gegner waren bis auf Egger und Vidal alle schwach, bis sehr schwach. Bei Perez sieht man außerdem relativ schnell Schaden an. Bedeutet, sie schwillt sofort an. Und gerade in einem Low Level Fight, könnten solche „Bilder“ die Runde entscheiden. Edwards hat genau solche Runden immer wieder für sich entscheiden können und selbst schlechte Runden in eine auf den Judges Stimmzettel gewonnene umdrehen können.
Ich glaube Edwards könnte hier überraschen. Sie ist körperlich überlegen und kann knappe Runden für sich entscheiden. Perez hat nur einen Namen durch das Theater drumherum (only fans, twerking etc.). Ihr Skillset ist absolut lowlevel und ihre Siege waren gegen allesamt sehr schwache Gegnerinnen.
Nach Runde 1 sehe ich Edwards vorne. Vor allem dank der schwachen Cardio von Perez. Beim Face Off sah man auch nochmal die extremen körperlichen Unterschiede. Edwards ist um einiges größer und durchtrainierter. Runde 2-3 könnten Edwards Runden werden.

Mickey Gall (7-5) vs Bassil Hafez (8-4-1)

Hafez ist bekannt aus seinem Short-Notice Fight gegen Jack Della Maddalena. Damals habe ich die Schrottquote von Della Maddalena angespielt (als Pusher) was mich am Ende fast alles gekostet hat. Hafez hat nämlich sehr gut dagegengehalten und ehrlicherweise den Kampf sogar auf meiner Punktekarte gewonnen. Bei den Judges hat Hafez per Split Decision verloren, allerdings sehr fragwürdig. Möglicherweise war Jack Della Maddalena nicht 100% bei der Sache und hat Hafez unterschätzt. Trotzdem hat Hafez gezeigt was er kann. Er ist ein grundsolider Grappler, hat viel Kraft und eine gute Cardio. Dazu kann er sehr viel einstecken. Wer die Bomben von Della Maddalena frisst hat definitiv einen Eisenschädel.
Vor seiner UFC-Zeit hat er gegen gar nicht mal so schlechte Leute gekämpft und auch gewonnen. Savoie, Ivy und Cutts sind auf der Ebene unter UFC keine schlechten Gegner.
Wird Hafez nun die Division aufräumen? Mit Sicherheit nicht. Dafür ist er zu eindimensional. Aber er kann vielen Kämpfern ungemütlich werden und seine Physischen Stärken ausnutzen. Gerade gegen schwächere Gegner der Division.
Aus dem Nichts ist plötzlich Mickey Gall zurück. Ein UFC-Veteran von dem man nach seinem Sieg gegen CM-Punk und Northcutt dachte man hätte einen potentiellen Superstar. Was aus CM Punk und auch Northcutt geworden ist hat man dann gesehen. Auch Gall ist komplett stecken geblieben bzw. wurde von average Fightern beerdigt. Selbst ein geistesgestörter Diego Sanchez hat ihn besiegt. Ein unfitter und damals untrainierbarer Mike Perry auch. Zum Ende der Karriere durfte dann Mike Malott nochmal schnell drüber, wobei Gall Ihn am Anfang sogar angeklingelt hat. Mickey Gall ist erst 32, daher war sein frühes Karriereende überraschend, jedoch bei den klaren Niederlagen auch nachvollziehbar. Nach über 2 Jahren Pause ist er zurück und so richtig warum weiß keiner. Er kommt aus New Jersey, evtl. will er nochmal in der Heimat sich zeigen und hat noch einen Fight auf seinem Vertrag offen.
Die Interessante Info ist, beide haben auf einem Grappling Contest schon mal gegeinander einen Grappling Fight gehabt. Und dort hat Hafez gewonnen. Mickey Gall´s Stärke ist das Grappling, aber diese Stärke wird er gegen Hafez nicht ausspielen können. Bleibt seine teilweise unerwartete Power. Zwar hat er keine KO-Siege, aber ab und an konnte er seine Schlagstärke zeigen. Das wird aber gegen Hafez nichts bringen. Der hat Della Maddalenas Bomben gefressen. 36% Takedown Defense ist dazu schwierig gegen einen wie Hafez inkl. Der bisher schwachen Cardio von Gall.
Ich gehe klar auf Hafez. Beim Weigh In nichts Auffälliges.

Jailton Almeida (20-3) vs Alexandr Romanov (17-2)
Eigentlich wollte ich die Finger von lassen. Aber Romanov sah wieder drüber aus. Im Vorfeld gab es schon Bilder wo er aussah wie ein Dauergast bei McDonalds. Aber er sieht auch heute/ gestern weiterhin nicht viel besser aus. Dazu kommt, fass er beim Face-Off sogar der kleinere von beiden ist. Ich dachte Almeida sei vielleicht fürs HW ein wenig undersized, vor allem dann gegen einen schweren Romanov. Das ist er hier aber nicht.
Almeidas Hypetrain ist nach dem überschaubaren Sieg gegen Lewis und der Niederlage gegen Blaydes etwas entgleist. Aber der Typ hat Blaydes mehrmals in Runde 1 runtergenommen. Das ist extrem gut. Blaydes runterzuholen macht kaum jemand, vor allem nicht mehrmals.
Romanov hat zwar einen Ivanov zuletzt besiegt. Der Kampf war aber auch nichts und Ivanov ist kein Standard. Seine Siege in der UFC sind allesamt gegen absoluten Schrott der Divsion oder uralte Gegner. Mit Almeida kommt einer mit höherem Skill-Level, in seiner Prime und extrem kräftig. Almeida hat zwar auch keine gute Kondition, aber mehr als der unfitte Romanov.

Grant Dawson (20-2-1) vs Joe Solecki (13-4)

Der Dawson Train wurde von Bobby Green überraschend entgleist. Nun geht’s Grappler/Wrestler vs Grappler. Solecki ist ein guter Gegner um Dawson wieder aufzubauen. Dawson muss hier keine Angst haben ausgeknockt zu werden. Soleckis Wrestling ist nicht auf dem Level von Dawson. Im BJJ sind beide stark. Dementsprechend mache ich es kurz. Dawson soll hier gewinnen und bekommt den passenden Gegner dazu.
Solecki hat null Power im Striking, boxt stylistisch aber in Ordnung. Aber da ist nichts was Dawson Angst machen sollte. Solecki hat dazu eine schlechte Cardio und ist meist in Rd. 3 hinüber.
Dawson ist physisch stärker, hat das bessere Striking und eine bessere Cardio. Im Wrestling ist Dawson für um einiges stärker und in der Vergangenheit auch mit den besseren Prüfungen im Record (bspw. Madsen). Er wird entscheiden wo der Kampf stattfindet und welche Position Solecki bekommen wird. Und dann wird es für Solecki auch schwer sein BJJ auszuspielen. Black Belt sind beide. Dawson hat overall mehr Erfahrung, mehr Talent, das bessere Gym hinter sich. Für Solecki ist es allerdings ein Heimkampf. Er kommt aus New Jersey. Das wird Ihm hier aber nicht weiterhelfen.
Nichts relevantes beim Weigh-In/ Face Off

Roman Kopylov (12-3) vs Cesar Almeida (5-0)
Hier haben wir einen Alex Pereira Besieger. Cesar Almeida steht 1-2 gegen Alex Pereira im Kickboxen. Zwar 2013-2015 aber immerhin. Später dann bei Glory noch weitere Profi Kickboxkämpfe gehabt.
Almeida hat immerhin 15 Minuten Cagetime in Contender Series hinter sich, dazu 7 Minuten in seinem ersten UFC-Fight. Bei beiden Fights war er im Grappling gar nicht mal so schlecht. Er konnte sich verteidigen, vernünftige Takedown Defense und vernünftiges Scrambling.
Nun bekommt er mit Kopylov einen einigermaßen bekannten UFC-Kämpfer, welcher aber selbst purer Kickboxer ist. Ist er aber besser im Kickboxen und Striking als Almeida? Ich glaube eher nicht. Im Grappling hat er sich weiterentwickelt und kann sich mittlerweile auch verteidigen. Overall ist Kopylov aber ein purer Striker. Sein letzter Fight gegen Fluffy Hernandez war dann auch wieder schwer mit anzusehen. Kopylov ist kein Contender für höheres und wird es auch nicht mehr werden.
Almeida ist kein Pereira, aber er ist ein sehr guter Kickboxer und wird weit besser als Kopylov sein. Dass er auch 15 Minuten durchhalten kann, hat er in der DWCS gezeigt. Ich glaube auch, dass die UFC einen Almeida hier bewusst als letztes Prelim auf die PPV-Karte setzt. Almeida könnte man als „neuen“ Pereira vermarkten. Kopylov braucht kein Schwein.
Ich sehe Almeida eigentlich als klaren Favoriten. Die Quoten haben sich leider von Außenseiter zu leichtem Favoriten geändert. Trotzdem für mich noch small spielbar.
Beide Topfit beim Weigh In/ Face Off

Randy Brown (18-5) vs Elizeu Zaleski (24-7-1)
Hier verstehen ich überhaupt nicht, weshalb Zaleski Außenseiter ist. Er hat bisher extrem gut in der UFC geliefert und das mit durchaus guten Gegnern. Overall in UFC 10-3-1 und trotzdem irgendwie ohne Namen. Darunter einen St. Denis über 3 Runden rot und blau geschlagen. 2018 mal Strickland KO geschlagen. Zuletzt Abubakar Nurmagomedov besiegt und danach gegen Fakhretdinov ein Unentschieden geholt, wo er Fakhretdinov am Ende kurz vor dem KO hatte.
2 seiner UFC-Niederlagen sind Split Decisions (Salikhov & Dalby) und eine ganz späte KO-Niederlage gegen Jingliang Li. Also auch alles gute Gegner.
Zaleski hat top Muay Thai, viel Volume, kann selbst gut einstecken, sehr gute Cardio,, viel Erfahrung. Seine Kicks und Knees auf den Körper des Gegners zermürben und bringen Zaleski insbesondere am Ende des Kampfes noch mal nach vorne. Von den Statistiken her sind Brown & Zaleski fast 1 zu 1 ausgeglichen. Zaleski hat eine leicht bessere Defense und leicht mehr Schläge pro Min. Beim Grappling sind beide auch ausgeglichen, wobei Zaleski eine viel schwächere Offensive hat. In dem Fight sehe ich Ihn aber auch nicht grapplen. Falls es mal zum Grappling kommen sollte, ist er aber auch nicht komplett hilflos. Black Belt in BJJ und bei den Gegnern die er hatte, konnte er durchaus im Grappling mithalten. Das Einzige was mir nicht an Zaleski gefällt, er ist seit 2020 relativ inaktiv. Erst 3 Fights, davon aber immerhin 2x in 2023. Dazu ist er mit 37 auch kein Kandidat mehr für etwas Höheres, wobei er selbst sagt, dass Ihm die Rankings egal sind.
Randy Brown dagegen sollte in seiner Prime sein. Auch massig UFC-Erfahrung (12-5), es aber auch nie gegen namhaftere Gegner geschafft. Niederlagen gegen Muhammad, Price, Luque, Dela Madallena. Ansonsten all die geschlagen, die man mit seinen Skills auch schlagen sollte.
Randy Brown hat von seinen körperlichen Voraussetzungen natürlich einiges zu bieten. Mega Frame, riesen Groß für die Division, und gute accuracy, schnelle Konterschläge. Trotzdem kommt er mir manchmal nicht richtig eingestellt vor und ohne vernünftigen Game Plan. Sein Chin ist dazu angreifbar. Ich glaube overall hat er bisher zu wenig aus seinen körperlichen Voraussetzungen gemacht.
Height/ Reach natürlich massive Vorteile pro Brown. Dazu Heimvorteil. Trotzdem von den Zahlen her ist das für mich ein 50/50 Ding. Daher Zaleski zu der Odd spielbar für mich.
Nicht interessantes vom Weigh In/ Face Off
Niko Price (15-7) vs Alex Morono (29-9)

Ich mag Morono, ein grundsolider Fighter der sein Programm diszipliniert abspult und sehr aktiv ist. Dementsprechend hat die UFC seinen Vertrag auch zuletzt verlängert und bessert dotiert. Gute Cardio, solides Boxen und eigentlich gutes Grappling und BJJ. Allerdings setzt er sein BJJ selten ein, sondern versucht sich durchgehend im Stand Up. Sein Record sieht mittlerweile richtig gut aus, wobei die ganz großen Namen fehlen. Weiter nach oben geht’s oft nicht, weil dann immer mal wieder Niederlagen gegen ein knapp besseres Level an Gegnern kommt. Früher gab es noch ordentliche Quoten auf Ihn, mittlerweile ist das doch ein bisschen übertrieben.
Morono scheitert eigentlich immer daran den nächsten Schritt zu machen. Dazu läuft er durchaus Gefahr ausgeknockt zu werden.
Gegen Price wurde 2017 ausgeknockt. Zweimal schwer eine kassiert und dann kurz vor Rundenende KO gegangen. Der Sieg wurde damals wegen Marihuana overturned… mittlerweile unvorstellbar. Auch gegen Khaos Williams und Ponzinibbio ist er KO gegangen. Gegen Ponzinibbio hat er den Fehler gemacht nur ins Striking zu gehen.
Price steht eigentlich vor der UFC-Entlassung. Hat einen ganz schlechten Run. Zwischendurch dachte man er könnte echt was werden, aber er verlässt sich zu sehr auf seine eigene Power und geht dann gegen andere Striker KO. Seine Do or Die Taktik ist auf besseren UFC-Level daher nicht mehr tragbar.
Price hat aber Schlagpower und ich gebe Ihm hier eine Chance. Zuletzt hat er auch versucht sein Grappling zu verbessern und hat bei Graplling Events mitgemacht. Dazu fast 1 Jahr Pause nach dem KO gegen Lawler. Eventuell hat das geholfen. Allerdings traue ich seinem Kinn nicht und könnte mir vorstellen, dass Morono mit gesammeltem Selbstbewusstsein nun mit banged und zur Not später sein BJJ seinsetzt.
Normalerweise sehe ich Morono vorne, aber bei der Quote gebe ich Price eine Chance. Ich glaube aber overall dass es hier ein Finish geben wird. Daher gehe ich auf das Under.

Kevin Holland (25-11) vs Michal Oleksiejczuk (19-7)

Für mich ein klarer Kevin Holland Fight. Holland ist ein Company Man der der UFC schon oft aus der Patsche geholfen hat. Er kämpft jeden, egal wo, wann und welches Ranking. Mit 31 schon 21 UFC-Fights… 12-8-1. Davon wirklich die Creme de La Creme (Chimaev, Vettori, Brunson, Thompson, Della Maddalena, Page, Chiesa, Ponzinibbio, Brendan Allen, Ronaldo Souza, Thiago Santos). Aber er verliert gegen die Topleute dann meist auch.
Sein Wrestling war zu Beginn kompletter Schrott, daran hat er nun gearbeitet. Dann aber bspw. Gegen Thompson drauf verzichtet und mit gebrochener Hand lieber pures Stand-Up… Kämpft er nicht komplett bescheuert und hat ein wenig mehr Glück mit den Judges, dann steht er seit dem Chimaev Kampf nicht 2-3, sondern 4-1 oder 5-0. Gegen Page und Della Maddalena war es nämlich mehr als knapp. Und gegen Thompson gewinnt er solange er keine Show macht.
Vom Talent her ist Holland ein Top Fighter, ein guter Entertainer, hat unendlich Erfahrung und bekommt von der UFC eigentlich regelmäßig ein paar Goodie Fights die Ihn wieder back on track bringen.
Mit Oleksiejczuk bekommt er aus meiner Sicht den schwächsten Gegner seit dem Tim Means Fight. Michal gehört für mich gar nicht auf die PPV-Card, geschweige denn gegen Holland gematched. Gegen jeden etwas stärkeren Gegner verliert er, meist sogar vorzeitig. Und da reden wir nicht von den Gegnern die Holland hatte. Seine letzten 3 Siege sind gegen Alvey, Brundage und Njokani. Das ist Bottom-Bottom der Division.
Die Quote auf Holland ist zwar nichts und eigentlich ist er auch kein vertrauenswürdiger Kämpfer, aber genau solche Gegner dominiert er eigentlich immer. Mit fast 20cm Reach Vorteil sollte er hier auch relativ problemlos den harten Schlägen von Michal aus dem Weg gehen können. Im Wrestling muss er keine Angst vor Michal haben und im BJJ sollte Holland klar stärker sein. Viele vergessen, dass Holland einen Black Belt in BJJ hat.
Für mich ein vorzeitiger Sieg von Holland. KO oder Sub ist beides möglich.

Islam Makhachev (25-1) vs Dustin Poirier (30-8)

Islam gewinnt das hier normalerweise problemlos und vorzeitig. Hier gibt es auch nicht viel zu analysieren. Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass es 1-2 Situationen geben wird die Poirier ausnutzen könnte. Gegen Khabib und St Denis schon dauernd die Guillotine probiert, vielleicht klappt es ja beim 3. Mal… Aufgrund der Odd und der Story probiere ich mal Klimpergeld darauf.
Aber zum nachspielen empfehlen würde ich es irgendwie auch nicht.

Gesamt:
3/10 Grant + Hafez + Lima 1.96q @ Rabona
2/10 Price vs Morono does NOT go to Distance + Holland 2.02q @ Rabona
2/10 Cesar Almeida 1.85q @ Rabona
1/10 Joeliton Almeida + Holland 1.76q @ Rabona
1/10 Zaleski 2.4 5q@ Rabona
1/10 Edwards 2.62q @ Rabona
0.25/10 Edwards Rd 2 18q @ Rabona
0.25/10 Edwards Rd 3 22q @ Rabona
0.5/10 Poirier by Submission 22q @ Rabona
0.5/10 Dawson Rd2 6q @ Rabona
0.5/10 Dawson Rd 3 8.5q @ Rabona
 
UFC 302


Gesamt:
3/10 Grant + Hafez + Lima 1.96q @ Rabona
2/10 Price vs Morono does NOT go to Distance + Holland 2.02q @ Rabona
2/10 Cesar Almeida 1.85q @ Rabona
1/10 Joeliton Almeida + Holland 1.76q @ Rabona
1/10 Zaleski 2.4 5q@ Rabona
1/10 Edwards 2.62q @ Rabona
0.25/10 Edwards Rd 2 18q @ Rabona
0.25/10 Edwards Rd 3 22q @ Rabona
0.5/10 Poirier by Submission 22q @ Rabona
0.5/10 Dawson Rd2 6q @ Rabona
0.5/10 Dawson Rd 3 8.5q @ Rabona

Irgendwie eine der ödesten PPVs seit langer Zeit. Es gewinnen auch alle Favoriten, außer Almeida in einer Split Decision... Zaleski und Edwards verlieren jeweils Split Decision.. allerdings auch verdient. Allgemein teilweise ehr seltsame Judges. Dawson hätte in Rd 2-3 ruhig mal finishen können. Morono taumelt minutenlang aber kippt nicht um.

-4.36
 
UFC 304 Manchester
Nach längerer Abstinenz bin ich mal wieder zurück. Viel Stadionbesuche bei der EM plus dieses heillose durcheinander bei UFC 303 haben mich irgendwie ein wenig demotiviert.
Nun geht’s nach Manchester, leider trotzdem die klassische US-Zeit. Damit geht die Card von 23 – 5 Uhr Ortszeit. Daher sollte man auch nicht ganz ungeachtet lassen, wann wer kämpft und aus welcher Zeitzone die Kämpfer kommen. Ich glaube schon, dass das für die UK-Kämpfer problematisch werden könnte, währenddessen die US-Kämpfer einfach in ihrer klassischen Zeitzone bleiben. Klar, die sind auch schon seit Montag/Dienstag vor Ort, aber keiner der US-Kämpfer ändert den Schlaf & Trainingsrhythmus. Bei den UK-Kämpfern wird es dagegen unangenehm, da die meisten schon vor Wochen den Trainingsrhythmus in die Nacht verändert haben. Ob das wirklich geklappt hat weiß man nicht, möglicherweise fehlt es dann an was anderem (Melantonin Mangel, Vitamin D etc.). Vielleicht auch was Geschwurbel, aber ich kann mir hier schon einen Vorteil für die US-Kämpfer vorstellen.

Shauna Bannon (5-1) vs Alice Ardelean (9-5)

Schrottiger WMMA Fight als Opener. Ich glaube man möchte Bannon hier aber eine kleine Bühne geben um sich ein wenig zu zeigen. Shauna ist schon 30, so viel Entwicklung kommt da nicht mehr, aber immerhin hat Sie eine durchaus erfolgreiche Amateurkarriere hinter sich und Siege in Invicta. Alles überschaubare Gegnerinnen. Ihren ersten UFC-Kampf hatte Sie quasi genau vor einem Jahr in London. Dort gegen Bruna Brasil verloren, aber konnte durchaus mithalten. Vor allem in der 3. Runde konnte Sie etwas zeigen. Nun hatte Sie ein Jahr Zeit zu trainieren und sich für das UFC-Level vernünftig vorzubereiten.
Ihre Gegnerin kommt als short notice und kann auf UFC-Level kaum schlechter sein. Ardelean hat zwar 14 MMA-Kämpfe und 9 Siege, aber ihre Gegnerinnen sind kaum irrsinnig gewesen. Sie hat 5 Siege in Folge, der Record aller 5 Gegner ist zusammen 8-8. Ihre letzte Gegnerin steht mittlerweile bei 0-5, davor bei 2-1 und kämpft im Badeanzug, davor bei 0-4. Interessant ist aber, vor 8 Jahren hat Sie mal gegen Weili Zhang gekämpft, allerdings auch chancenlos verloren. Immerhin fast 10 Minuten durchgehalten. Sie kommt aus Birmingham und hat evtl. deswegen hier den Kampf erhalten, ansonsten qualifiziert Sie nichts für die UFC. In dem Kampf auch die eindeutig kleinere mit 10cm Reach. Der Catch bei Ardelean ist, sie ist auf TikTok sehr aktiv und ist als Meme Girl „berühmt“ geworden. Denke das ist auch eher der Karriereweg anstatt in MMA erfolgreich zu werden.
Absolut Low Level, aber Bannon bekommt hier nach der Absage von Oliveira wohl eine Local Kämpferin, welche nur dazu da ist, das Bannon nach 1 Jahr wieder kämpft. Uhrzeit hier für beide irrelevant, da beide Europäer und beide zu einer normalen Uhrzeit.
Beim Weigh-In und Face Off sah Bannon für mich eindeutig größer und stärker aus.

Sam Patterson (11-2-1) vs Kiefer Crosbie (10-4)

Kiefer Crosbie ist jemand der nicht in die UFC gehört. Selbst in Bellator war er mit den ein wenig besseren Gegnern überfordert. Wahrscheinlich ist er hier nur als SBG-Zögling, gleichfalls natürlich damals in Bellator. Wenn er verloren hat, dann immer vorzeitig. Sein größter Sieg war in einer seltsamen portugiesischen Organisation, gegen einen kaputten und uralten Alex Oliveira. Danach hat er dann plötzlich (1 Jahre her) gegen den Geordie Shore Star Aaron Chalmers im Showboxen gekämpft… 2 Monate später in der UFC, um dort gegen Jousset chancenlos und vorzeitig zu verlieren. Crosbie hat für mich eine planlose Karriere und auch nicht die nötigen Skills für die UFC.
Patterson ist extrem lang, kaum zu glauben das er das Gewicht für das Welterweight macht. Er ist noch am Anfang seiner Karriere, trotzdem schon paar unbequeme Gegner in Brave CF besiegt. Er ist sehr flexibel, Black Belt BJJ, Top Grappling, guter Jab, kann durch seine Armlänge gute Shots vorbereiten. Bei Patterson gefällt mir nicht, dass er hittable ist und schon 2x KO gegangen ist. In den ersten Minuten könnte das knifflig werden. Mit dem riesigen Reachvorteil sollte er aber einigermaßen den Bomben aus dem Weg gehen können.
Patterson gehört die Zukunft, Crosbie hat gegen einen Kickboxer null Verteidigung im Grappling gehabt, ist schon älter, hat eine planlose Karriere, hat schlechte Cardio. Ich glaube Patterson gewinnt hier absolut problemlos und wahrscheinlich in Rd 1-2 per Submission.

Modestas Bukauskas (15-6) vs Marcin Prachnio (17-7)

Für mich das nächste geschenkte Matchup. Bukauskas ist mehrfacher Cage Warrior Champ, kam damit in die UFC, dort dann nach 1-3 Run rausgeworfen worden, hätte aber auch 2-2 stehen können inkl. Niederlagen gegen Topgegner wie Rountree. Zu dem kommen wir gleich noch mal. Danach zu Cage Warrior zurück um wieder Champ zu werden um dann wieder in die UFC geholt zu werden. Ich habe damals gegen Ihn gewettet, da ich ihm nicht getraut habe, er hat aber gegen Tyson Pedro einen guten Kampf abgeliefert. Und das „auswärts“ in Australien. Danach Pauga geschlagen und zuletzt dann gegen einen saustarken Petrino KO gegangen. Welcher auch Prachnio besiegt hat.
Bukauskas ist nichts Besonderes, er ist aber aus meiner Sicht solide und für sein Alter (30) schon sehr erfahren. Extrem Low Volume, bleibt in dem Outside, wenn er aber in die Offensive geht, kommt es meist zu einem „wow“ Moment wo er dem Gegner auch Schaden zufügt. Danach zieht er sich allerdings meist wieder zurück und geht laufen. Langweiliger Style, aber er gewinnt Runden. Vor allem hat er eine gute Kondition. In Cage Warriors schon mehrfach in Runde 4 oder sogar Runde 5 gewesen. Bukauskas kommt zwar aus Litauen, lebt aber seit Jahren in England und ist durch Cage Warriors auch ein bekannter Name.
Mit Prachnio bekommt er mit dem schwächsten Gegner möglich. Prachnio ist schon 36 und hat in der UFC einen sensationellen Sieg gegen Rountree geholt, ansonsten aber meist schlecht ausgesehen. Siege gegen nicht UFC würdige Kämpfer wie Villanueva, Knight oder Clark zähle ich nicht. Der Sieg über Rountree war allerdings impressive und unerwartet, aber auch teilweise umstritten. Andererseits ist er auch einer der Letzten in der UFC der gegen meinen Freund Sam Alvey verloren hat. Auch für Mike Rodriguez war das der letzte Sieg in der UFC. Prachnio hat gutes Karate, aber kann kaum noch einstecken und die Kondition ist absolut Schrott. Prachnio hat schlechte Defensive und rennt meist ohne jeglichen Schutz in die Rechten Hände der Gegner und sein Grappling ist auch nichts. Da sollte selbst Bukauskas Vorteile im Grappling haben. Dazu verliert Prachnio so gut wie immer gegen Gegner wo er einen klaren Reach Nachteil hat. Dies ist gegen Bukauskas so.
Bukauskas MUSS diesen Kampf gewinnen um eine Zukunft in der UFC zu haben. Er ist noch jung und sollte sich auch ein wenig verbessern. Aufgrund des Kinns und der furchtbaren Cardio von Prachnio, glaube ich fast das Bukauskas in Rd 3 einen KO holen könnte. Ansonsten sollte es für einem Decision Sieg reichen. Hier bin ich eigentlich sehr überzeugt, dass Bukauskas den Sieg holt. Uhrzeit für beide gleich schlimm.

Sam Patterson (11-2-1) vs Kiefer Crosbie (10-4)

Kiefer Crosbie ist jemand der nicht in die UFC gehört. Selbst in Bellator war er mit den ein wenig besseren Gegnern überfordert. Wahrscheinlich ist er hier nur als SBG-Zögling, gleichfalls natürlich damals in Bellator. Wenn er verloren hat, dann immer vorzeitig. Sein größter Sieg war in einer seltsamen portugiesischen Organisation, gegen einen kaputten und uralten Alex Oliveira. Danach hat er dann plötzlich (1 Jahre her) gegen den Geordie Shore Star Aaron Chalmers im Showboxen gekämpft… 2 Monate später in der UFC, um dort gegen Jousset chancenlos und vorzeitig zu verlieren. Crosbie hat für mich eine planlose Karriere und auch nicht die nötigen Skills für die UFC.
Patterson ist extrem lang, kaum zu glauben das er vorher das Gewicht für eine Gewichtsklasse niedriger geschafft hat. Im Welterweight sollte er besser aufgehoben sein, er ist selbst dort immer noch einer der längsten. Er ist noch am Anfang seiner Karriere, trotzdem schon paar unbequeme Gegner in Brave CF besiegt. Er ist sehr flexibel, Black Belt BJJ, Top Grappling, guter Jab, kann durch seine Armlänge gute Shots vorbereiten. Bei Patterson gefällt mir nicht, dass er hittable ist und schon 2x KO gegangen ist. In den ersten Minuten könnte das knifflig werden. Mit dem riesigen Reachvorteil sollte er aber einigermaßen den Bomben aus dem Weg gehen können.
Patterson gehört die Zukunft, Crosbie hat gegen einen Kickboxer null Verteidigung im Grappling gehabt, ist schon älter, hat eine planlose Karriere, hat schlechte Cardio. Ich glaube Patterson gewinnt hier absolut problemlos und wahrscheinlich in Rd 1-2 per Submission.
Patterson ist 10cm größer und hat eine 20cm !!! längere Reach.
Uhrzeit hier für beide irrelevant, da beide Europäer und beide zu einer normalen Uhrzeit. Beim Weigh-In sahen beide Top austrainiert aus, Patterson mit den angesprochenen riesigen Größenvorteilen.

Preston Parsons (11-4) vs Oban Elliott (10-2)
Interessanter Spot. Elliott hat Hype, ich weiß aber nicht wieso. Als Cage Warriors Champ ist er in der UK natürlich ein bekannter Name und auch sehr beliebt. Sein Auftritt in der Contender Series war aber schon „mäh“ und sein 1. Fight gegen Val Woodburn wurde zwar gewonnen, aber gegen low low level Gegner war das auch null überzeugend. Woodburn ist jemand der nicht in die UFC gehört und niemals dahin gekommen wäre, wenn Bo Nickal nicht 2 Tage vor seinem PPV-Kampf ein Opfer gesucht hätte. Ich fand den Woodburn Fight wirklich fragwürdig, vor allem da Elliott die Luft ausgegangen ist… und das gegen Woodburn, der selbst nach Runde 1 am Ende seiner Kraft war.
Parsons hat schon etwas mehr Erfahrung, in der UFC 2-2 und das gegen durchaus vernünftige Gegner. Gegen Giles hätte er auch durchaus gewinnen können. Er hat bewiesen, dass er in die UFC gehört und dort auch mithalten kann. Wird wahrscheinlich niemals in die Top 15 kommen, aber als Füller brauchbar. Er ist noch jung, hat Entwicklungspotenzial. Parsons hat gute Cardio, sehr gutes Grappling, haut einen Takedown nach dem anderen raus, hat bisher super Herz gezeigt.
Grappler vs Grappler, wobei Parsons sich auf UFC-Ebene schon richtig bewiesen hat. Elliott ist zwar der Hometown Fighter, aber ich vertraue seiner Cardio 0. Bei Parsons weiß ich was ich bekomme, bei Elliott sehe ich keinen Upswing außer dass es ein „Heimkampf“ ist.

Muhammad Mokaev (11-0) vs Manuel Kape (19-6)

Die Quoten zu Beginn fand ich gut gesetzt. 50/50, nun bekommt man mittlerweile eine 2.5q auf Kape. Daher probiere ich Kape. Das Wichtigste bei ihm ist das er Gewicht macht. Das hat er geschafft und zwar überzeugend. Dagegen hatte Mokaev tatsächlich Probleme mit dem Gewicht, wurde dann aber irgendwie durchgewunken. Seltsam… evtl. gab es eine Ansage, dass man nicht zu streng beim Gewicht sein sollte. Nochmals einen Kape Kampf absagen und diesmal aufgrund des Gegners, wäre zu krass. Dazu wird das wohl der letzte Kampf von Mokaevs Vertrag sein. Allgemein seltsam, dass man den Kampf als Pre-Lim ansetzt. Es gibt Gerüchte, dass man Mokaevs langweiligen Stil nicht auf der PPV haben will oder auch das man namhafte Kämpfe relativ früh auff der Card haben will, so dass die Zuschauer früher im Stadion sind (Uhrzeit Problem).
Hier wird es klassisch Power Grappler vs Top Striker. Mokaev habe ich oft als Favoriten mit in meine Parlays genommen. Er ist noch sehr jung, hat dafür eine lange lange Amateurkarriere und war dort Weltmeister. Seine UFC-Karriere ist mit 6-0 perfekt, aber attraktiv war das alles selten. Die letzten Kämpfe waren sogar knapper als erwartet und gegen Filho war er kurz davor zu verlieren, lässt sich aber das Knie kaputt machen um am Ende sogar selbst die Sub zu holen. Das zeigt sein Herz. Ähnliche Probleme gab es gegen Eliott, wo er meiner Meinung nach sogar hinten lag. Im Grappling wirklich gut, super super Cardio, Kämpferherz und eine Menge an Entwicklungspotenzial.
Er hat aber nun auch öfters Situationen gehabt, wo er zu sehr das vorzeitige finish gesucht hat. Meist dann per Sub, aber oft dann eben auch unnötig in kritische Situationen geraten. Kommt er gegen Kape auch einmal auf die Idee etwas übermütig im Stand zu werden…. Dann kann Mokaev das erste Mal in seinem Leben richtig angeklingelt werden.
Kape ist mit Abstand der stärkste Gegner von Mokaev, sehr erfahren, in seiner Prime, bei Rizin mehrfach Champ gewesen. Sein Problem ist dann oft das Gewicht gewesen und eben seine Schwäche im Grappling. Mittlerweile hatte er aber genug Zeit an seiner Takedown Defense zu arbeiten. Mittlerweile immerhin eine 77% Takedown Defense. Falls Mokaev nur auf Takedowns geht und damit Erfolg hat, dann gewinnt er problemlos, wahrscheinlich vorzeitig per Sub. Schafft es Kape ein paar Takedowns abzuwehren, evtl. Mokaev dabei sogar mit einem Kick oder Knie zu catchen… dann wird es für Mokaev schwierig.
Ich traue Kape zu, einige Minuten im Stand Up zu generieren. Schafft er das, dann wird Mokaev das erste Mal richtig beschäftigt. Für die 2.5q kann man es small probieren.


Bobby King Green (32-15-1) vs Paddy Pimblett (21-3)

Vor 3-4 Jahren hätte ich auf Green gebrettert zu der Quote, aber ich denke die UFC und Pimbletts Team haben sich Green zu einem richtigen Zeitraum ausgesucht. Green geht mittlerweile gegen die etwas besseren und jüngeren Gegner KO. Grant Dawson war natürlich eine Ausnahme, aber das passiert Dawson nicht noch mal nach 30 Sekunden. Gegen Miller war es eine sehr gute Leistung, aber Miller ist eben auch uralt und kam wohl nur um mit offenem Visier die 300k zu bekommen. Gegen Turner schwer KO gegangen, gegen Ferguson war es gar nicht mal so gut. Gegen Jared Gordon war die 1. Runde auch nichts Besonderes. Vorher gegen Dober KO gegangen. Green ist sehr aktiv für sein Alter, kämpft jeden Gegner, bietet sich als Short Notice an. Super Company Man und ihm geht es wirklich nur noch darum so viel Geld wie möglich zu machen. Besonders gesund finde ich das nicht, aber an für sich ist es richtig. Den Titel holt er nicht mehr und wer weiß wie lange es noch geht. Mittlerweile immerhin 56 Kämpfe auf dem Tacho und in den letzten 5 Jahren 16 Kämpfe! 7x verloren. In den letzten 2 Jahren davon 3x schwer KO gegangen. Sein Speed baut ab und er ist weniger beweglich. Gegen Miller ist er natürlich noch sehr beweglich und schnell, gegen jüngere Gegner wird es aber anders aussehen.
Paddy wird meiner Meinung nach schlechter gemacht als er ist. Ich habe ihn auch gegen Gordon gelayed und war über dieses Skandalurteil erschüttert, aber er hat genau die richtige Schlussfolgerung gezogen. Erstmal ein Jahr sich rausgezogen, Verletzung auskuriert, weniger laut und schrill und gegen Ferguson dann eine blitzsaubere Leistung ohne viel Blödsinn. Klar, es war ein washed up Ferguson, der mir aber bspw. Klarer vorkam als in einigen seinen Kämpfen davor.
Paddy ist erst 29 Jahre alt, hat dafür schon eine Menge Erfahrung, steht 6-0 in der UFC, entwickelt sich langsam weiter und bekommt hier nach Ferguson den nächsten größeren Namen, aber weiterhin einen der langsam Richtung Karriereende geht. Green ist natürlich stärker als Ferguson, aber auch Green baut ab. Pimblett dagegen verbessert sich. Sein Striking ist unterschätzt und sein Grappling ist absolut in Ordnung. Gerade im Clinch sollte er große Vorteile haben und dies auch als einen Path to Victory sehen.
Paddy hier natürlich mit einem Heimvorteil, wobei er auch in England nicht sonderlich beliebt ist. In Manchester werden aber genug seiner Leute am Start sein. Bedeutet, trifft er, gibt es eine ganz andere Reaktion als wenn Green trifft. Green hat sowieso das Problem, dass er viele Kämpfe via Decision verliert, teilweise auch nicht ganz gerechtfertigt. Dominiert er den Kampf nicht eindeutig wie gegen Miller oder Haqparast, dann sehe ich Paddy vorne. Paddy wird die Runden durchs Grappling einigermaßen in die richtige Richtung bringen können und am Ende per Decision gewinnen. KO gehen sehe ich hier keinen.
Als Favoriten würde ich Paddy nicht spielen, zu even Odds aber ein no-brainer. Die Karriere der beiden zeigt in verschiedene Richtungen, der Altersunterschied ist groß, der Damage über die Jahre ist eindeutig contra Green.
Die Uhrzeit ist für Paddy und seine Fans Schrott, das sollte Green entgegenkommen. Interessant, Paddy wiegt 1.5 Pfund auf der Waage mehr, wie man Ihn kennt wiegt er morgen wahrscheinlich dann 10 Pfunde mehr. Wobei Paddy wirklich in Topform zu sein scheint. Kein Plan aber, wieso Green sogar unter der 155 Grenze ist.

Curtis Blaydes (18-4) vs Tom Aspinall (14-3)

Der Rückkampf von dem Kampf der eigentlich keiner war. Nach paar Sekunden hat sich Aspinall schwer verletzt, ohne das Blaydes einen Schlag gemacht hat. Seitdem hat sich viel getan. Aspinall hat den Interim Titel gewonnen, mit einem Must Win gegen Tybura und auf den ersten Blick starken Sieg gegen den damaligen Boogeyman Pavlovich. Sieht man aber wie Pavlovich gegen Volkov zuletzt aussah, dann war das evtl. doch kein so toller Sieg wie der gemacht wird. Aspinall ist einer der talentiertesten Kämpfer der Division, hat quasi noch keinen UFC-Kampf verloren, musste noch nie in eine 3. Runde und ist auch im Grappling ein absolut solider Kämpfer. Sehr beweglich, harte Schläge und entwickelt sich stetig weiter.
Mit Blaydes kommt ein Gegner mit einer noch größeren UFC-Erfahrung, 13-4 overall, darunter eigentlich jeden im HW gekämpft. Trotzdem ist er erst 33 und eigentlich in seiner Prime. Niederlagen gab es gegen Ngannou (2x), völlig überraschend gegen Lewis und gegen eben genannten Pavlovich. Blaydes hat das beste Grappling in der HW-Division, ist extrem Fit und hat sich auch immer weiter im Striking verbessert. Sein Sieg gegen Almeida war ein Ausrufezeichen.
Overall denke ich, dass Blaydes oft unterschätzt wird. Er ist nicht der lauteste, Wrestling im HW wird oft nicht gerne gesehen und hat dann auch mal so Aussetzer wie gegen Lewis drin. Geht er gegen Lewis nicht sensationell KO, dann hätte er schon längst seinen Title Fight gehabt. Gegen Powerpuncher hat er seine Probleme, sein Chin ist absolut fragwürdig, ansonsten hat er immer überzeugt. Gegen Powerpuncher wie Overeem oder Rozenstruik konnte er aber auch überstehen.
Niemand redet über Blaydes, eigentlich reden alle schon über Aspinall vs Jones oder Aspinall vs Pereira. Aber wieso? Blaydes ist brandgefährlich, bringt mit dem Wrestling eine Komponente mit der Aspinall zwar umgehen kann, aber auf jeden Fall deutliche Nachteile haben wird. Der Druck liegt ganz bei Aspinall, evtl. spielt im Oktagon dann auch die schwere Verletzung aus dem 1. Kampf eine Rolle. Einmal nicht richtig stehen und zack wird Blaydes den Takedown holen. Was passiert, wenn Blaydes durchs Grappling den Kampf in Rd 3 und weiterbringt? Blaydes kann Runde 3-5, bei Aspinall wissen wir das nicht.
Von der Größe her hat Aspinall 3cm Vorteil, in der Reach Blaydes 5cm.
Mir wird hier viel zu viel über Aspinall vs XY gesprochen, anstatt über Aspinall vs Blaydes. Auf dem Niveau im HW, ist die Quote für mich zu weit auseinander. Im ersten Kampf war der Kampf ausgeglichen quotiert. Das wäre für heute evtl. auch falsch, aber nicht 1.2 zu 4. Dazu mein geschwurbelter Uhrzeitenvorteil pro US-Kämpfer.
Blaydes heute auch mit 5 Pfund mehr. Könnte hilfreich im Wrestling werden.


Belal Muhammad (11-2-1) vs Leon Edwards (10-4)

Ähnlich wie bei dem vorherigen Kampf wird hier der Herausforderer unterschätzt. Belal ist unbeliebt, wieso auch immer. Klar, er kämpft meist nicht besonders attraktiv, aber auch das ist meiner Meinung nach besser geworden. Sein Striking hat sich verbessert, ein sehr guter Grappler ist er sowieso. Er ist extrem schlau, kämpft clever und geht nicht unüberlegt in irgendwelche Clashs. Seine Cardio kann kaum besser sein, er hat alles gekämpft was es in der Gewichtsklasse zu kämpfen gab und steht seit 2019 einfach 9-0-1. Der No Contest war gegen Edwards und aufgrund eines Eye Pokes. Erste Runde ging an Edwards, aber wer weiß wie der 5 Rundenkampf dann weitergeht. Belal kam hier als short notice, daher auch ohne vernünftige Vorbereitung. Was man aber gesehen hat, Belal hat den Kick von Edwards einfach so gefressen und ist weiter nach vorne gegangen.
Belal hat trotz seiner tollen Serie, nie eine Chance auf einen Titelkampf bekommen. Anscheinend weil er unbeliebt ist und teilweise langweilig kämpft. Es ist aber weniger langweilig, er ist eher sehr überlegt und strategisch. Ähnliches erging übrigens Edwards, bevor er dann Usman sensationell last minute KO-gekickt hat. Von der Historie her, hat Belal sogar die weitaus besseren Leute gekämpft und besiegt. Dos Anjos war schon hinüber, Nate sowieso und selbst da sah es in Runde 5 plötzlich brenzlig aus. Das gleiche gilt für Colby, wo es in Runde 5 dann auch auf einmal fast gedreht hat. Gegen Usman war er im 1. Kampf komplett unterlegen, bis zu diesem famosen Moment in der letzten Minute. Im 3. Kampf gegen Usman war er für mich der klar dominantere und hat sich zurecht durchgesetzt, wobei diesen Kampf auch viele als Draw gewertet haben und Usman auch nicht fit war. Das war nicht der Usman den man kannte und der Rückkampf wurde viel zu früh terminiert.
Edwards ist gut, ein toller Allrounder der endlich für seine harte Arbeit belohnt wurde. Er ist immer noch erst 32 Jahre alt und hat trotzdem massig an Erfahrung auf Top-Level. Er ist aber auch nicht unbesiegbar und zeigt in seinen Kämpfen zwischendurch immer mal wieder „Auszeiten“, auch gegen eigentlich klar unterlegene Gegner. Dazu ist er sehr inaktiv im Vergleich zu Belal.
Belal ist schlau genug solche Auszeiten beim Gegner zu nutzen und ist selbst wie eine Zecke und zermürbt seine Gegner. Für Belal wird das die wirklich einzige Chance auf den Titel sein. Danach wird die UFC Ihn nicht mehr für ein Main Event matchen. Edwards sollte auf UFC 300 kämpfen und drei verschieden Kämpfer wurden angefragt, Edwards hätte sogar alle angenommen, aber keiner von denen war Belal. Das zeigt wie wenig Interesse die UFC an Belal hat. So ganz komme ich nicht auf den Grund, auf jeden Fall sportlich ungerechtfertigt. Mit 36 ist es aber tatsächlich seine erste und letzte Chance. Als Vollprofi und 14 Monaten Vorbereitungszeit glaube ich das er unangenehm wird und in einem 5-Rundenkampf einige Runden an sich reißen wird. Von einem KO einer der beiden gehe ich nicht aus, eher ein knappes 3-2/ 2-3. Daher muss man aus meiner Sicht zu der Quote Belal spielen.
Height und Reach Vorteile sind pro Edwards, Belal kennt das aber in seiner Gewichtsklasse. Auch hier mein geschwurbelter Uhrzeitenvorteil pro US-Kämpfer.
Beim Weigh-In beide unproblematisch. Belal sieht heftig durchtrainiert aus. Beim Face Off sind sich beide fast an die Gurgel gegangen. Übrigens ist Belal als Underdog bisher sehr profitabel zu bewetten und steht 6-3 (als Underdog).

Gesamt:
4/10 Bukauskas 1.62q @ Pin & Rabona
2/10 Bannon + Patterson 1.89q @ Pin & Rabona
2/10 Parsons 1.68q @ Rabona
1/10 Pimblett 2q @ Pin
1/10 Belal 3.39q @ Pin
1/10 Blaydes 4.2q @ Pin
0.5/10 Kape by KO 5.33