MMA Wetten 2022

UFC 277

Nach der gefühlten PPV in London geht es direkt mit einer echten PPV weiter, wobei es von den Namen her überschaubar ist. Insbesondere alles außerhalb der Main Card ist so lala.

Orion Cosce (7-1) vs Blood Diamond (3-1)

Cocsce (7-1) ist nichts Besonderes, aber hat immerhin etwas MMA Erfahrung. In der Contender Series einen ordentlichen Gegner besiegt und dann direkt gegen einen starke Philip Rowe zum Debut gematched worden. Dort KO gegangen (Contender Series Fade). Trainiert bei Alpha Male, sollte also gute Trainingsbedingungen haben. Sein Bruder Louis Cosce ist auch in der UFC, also hat er da einen soliden Trainingspartner. Jedoch haben beide Ihre ersten Kämpfe in der UFC verloren.

Sein Gegner Mike Mathetha aka Blood Diamon (3-1) hat einen coolen Spitznamen aber sonst auch nichts. Angeblich 100+ Kickboxfights, aber proof gibt es dafür auch nicht richtig. Ist in der UFC, da er im Camp von Adesanya ist. Andererseits wäre er mit Sicherheit nicht in der UFC. Ist auch schon 34 Jahre alt, sein Kickbox Auftritt bei Glory hat er verloren, seine 3 MMA Siege war gegen schlechte Gegner in Ozeanien, im ersten Auftritt in UFC sah er im MMA absolut verloren aus. Wurde runtergenommen und auf dem Boden komplett verprügelt. Sein Kickboxen ist trotzdem ordentlich (was man sehen konnte) aber jetzt auch nicht Pereira mäßig, wo man andere Defizite wett machen könnte.
Cosce ist ein ähnlich wie Blood Diamonds letzter Gegner Wells. Explosiv, offensiver Kampfsstil, solides Grappling. Auf dem Papier sollte Cosce hier einfach das gleiche machen wie Wells, dann gewinnt er problemlos. Macht er den Strickland und möchte mit einem Kickboxer plötzlich Muay Thai kämpfen, dann geht er KO. Mach den Takedown und Ende.

Insgesamt aber seltsame Matchups für Blood Diamond der bisher nur Grappler als Gegner bekommt, obwohl er nichts außer Kickboxen kann.

Nick Negumereanu (12-1) vs Ihor Potieria (20-2)

Sehr überrascht von der Quotierung. Nick (12-1) ist ein legtit UFC Kämpfer. Schon 4 Fights, davon 3 gewonnen. Keine guten Gegner, aber einen Nzechukwu muss man auch erstmal schlagen. Zweimal nach Split Dec gewonnen und er wird auch kein Top 15 Kämpfer, aber er hat sich erstmal gegen das untere Level der Divison bewiesen.

Sein Gegner Potieria (20-2) ist ein großes Rätsel. Tolle Statistik, viele Kämpfe aber sehr sehr seltsame Gegner. Bei einem seiner letzten Kämpfe hat er irgendwie Outdoor im Regen gekämpft!? Also sowas kann man ja nicht ernstnehmen auf Profi MMA Niveau. Dazu 16 seiner Siege gegenüber Leuten mit Minus Bilanz oder 0-0, 3-3 etc. Er hat aber gute Legkicks und scheint sehr explosiv. Auf dem Rücken ist er vollkommen verloren. Aber im Stand-Up sieht das sehr explosiv und nach gefährlichen Bomben aus.
Der einzige Kampf auf solides Niveau war bei Dana White Contender Series vs Sudolski. Aber selbst Sudolski ist kein bekannter Name in Polen. Kämpft bei der überschaubaren Babilon Orga und hat international vorher nichts gerissen. Also Potieria ist schwer einzuschätzen. Normalerweise sollte man eh jeden DWCS Sieger beim Debut in der UFC layen, hier macht mir die ausgeglichene Quotierung Sorgen, weil auf dem Papier her, sollte Potieria großer Außenseiter sein.

Nick ist zwar 7 cm kleiner, hat dafür 7cm reach und auf hohes Niveau mehr Erfahrung und viel mehr Erfolge. Nick ist dazu ein sehr guter Wrestler, war in der Jugend Rumänischer Meister im Wrestling. Für mich jemand, der bewiesen hat, dass er Runden durch sein Wrestling nach Hause bringen kann. Dazu bisher auch gutes Kinn bewiesen und selbst auch harte Schläge verteilt. Inklusive dazu mit guter Kondition in seinen Fights. Im Gegensatz zu Ihor ist er mit Exreme Couture auch in einem Top Profi Gym.
Wenn Nick sein Wrestling einsetzt und die erste Runde übersteht ohne sich einen KO zu fangen, dann gewinnt er Problemlos die späteren Runden.

Joselyn Edwards (11-4) vs Ji Yeon Kim (9-5-2)

Edwards habe ich letztens schon versucht zu layen. Überzeugt hat Sie mich trotz Sieg weiterhin nicht. Insgesamt in UFC nun 2-2, beide Siege gegen Gegnerinnen die nichts können. Purple Belt in BJJ, High Volume Boxen aber ohne jegliche Kraft dahinter. Ihre Takedown Defense hat sich verbessert durch den letzten Fight, aber Pascual war auch absolut Schrott. Ich glaube weiterhin, dass Edwards große Defizite bei Takedown Defense hat und einfach zu treffen ist. Sie wurde mehrmals heftig mit Body Shots getroffen und hat nur durch mehr Volume den letzten Fight gewonnen.

Kim ist schon seit 2017 in der UFC, steht 3-4, hatte aber die viel besseren Gegner. Niederlagen vs Antonina Shevchenko, Alexa Grasso, Molly McCann, also alles mittlerweile Top 10 Leute, dazu gegen Cachoeira welche auch keine schlechte ist. Dazu zweimal Fight oft he Night gewonnen. Eigentlich war Sie sogar gegen Agapova gematched, gegen Edwards sollte es nun einfacher sein.

Keine Ahnung wieso Edwards hier favorisiert ist. Edwards hat in Ihrem letzten Fight nichts gezeigt was Angst machen sollte. Kim dagegen mit Cachoeira einen Bomben Fight geliefert, zwar verloren, aber ein super Kampf wo viele Sie sogar vorne gesehen haben. Kim ist zu Syndicate MMA gewechselt und hat ein Trainingscamp bei Tiger Muay Thai absolviert. Davon erhoffe ich mir auch eine Steigerung. Hat in der UFC Karriere sogar höhere Volume als Edwards und dazu die viel härteren Schläge. Ihre Defense ist auch besser. Ist auch relativ groß, riesigen Reach Vorteil und kann Schläge einstecken. Selbst gegen Top Gegnerinnen verzieht Sie bei kassierten Schlägen keine Miene. Brown Belt in BJJ, Black Belt in Hapkido und Wushu.

Die Statistik sieht nicht so toll aus, aber vom Skillset sehe ich Kim weit besser als Edwards. Für mich ist Kim hier die Favoritin und zwar nicht mal knapp.

Don´Tale Mayes (9-4) vs Hamdy Abdelwahab (3-0)

Mayes mittlerweile mit 4 Fights in der UFC und steht 2-2. Eine Niederlage davon allerdings gegen Gane. Vor der UFC einen Ricardo Prasel bei Contender Series besiegt, welcher momentan überraschend in KSW aufräumt. Insgesamt 3x bei Contender Series gekämpft und 2x gewonnen, dazu ein Sieg in der LFA. Oben drauf eine ordentliche Amateurkarriere. Also mehr Erfahrung als die Statistik zu lesen vermag. Mayes hat harte Schläge, aggressiver Kämpfer, manchmal etwas blöd und rennt dann in unsinnige Niederlagen. Er ist nicht der cleverste, aber durchaus ein solider Kämpfer. State Champion im Judo in Kansas und Indiana gewesen. Kann seine Gegner also auf die Matte befördern und mit harten Ground and Pound bearbeiten. Er hat gleichzeitig eine gute Takedown Defense und scheint sich auch von Kampf zu Kampf zu steigern. Hat gerade erst den BJJ Purple Belt erlangt. Seine letzten zwei Siege waren sehr solide, gegen keine Top Gegner, aber ordentlich.

Hamdy ist ein Late Replacement, kaum Erfahrung, aber war Greco-Roman Wrestler bei Olympia 2016. Seine ersten „MMA“ Fights kommen vom Bare Knuckle Boxing, sehr klein, aber sieht mega kräftig aus. Gute Takedowns bisher, aber eben gegen absolute Schrottgegner.

Sein letzter Gegner Strickland ist 39, 0-1 und sieht aus als ob er gerade aus einem Trap House kommt und für 50$ kämpfen muss. Interessant ist, vor ein paar Wochen gab es bei Bellator auch einen Olympia Wrestler aus Ägypten, auch vorher bei IKON Fc mit seltsamen Record aufgebaut und er wurde dann komplett bei Bellator verprügelt.

Einer davon Im Stand Up geht er all in, haut mit kompletter Power in den Gegner rein, null Defense und riesiger Step Up im MMA. Beim Wrestling sollte er natürlich Vorteile haben, aber außer dann auf dem Gegner liegen, kam bisher auch nicht viel. Er scheint dazu früh Probleme mit der Cardio zu haben. Dazu war er 2016 beim Wrestling in einer komplett anderen Form und Gewichtsklasse.

Mayes ist 10 cm größer und hat 21 cm Reach Vorteil! Mayes hat mehr Erfahrung, ein besseres Skillset und einen riesigen Reach/Height Vorteil plus noch ein volles Trainingscamp. Ich sehe Hamdy im Standup Chancenlos, aber ich sehe ihn auch nicht alle 3 Runden im Wrestling dominieren. Runde 1 evtl. Hamdy, ansonsten chancenlos.

Drew Dober (24-11) vs Rafael Alves (20-10)

Alves ist sehr explosive, unfassbar harte Schläge und gutes BJJ. Er geht allerdings auch oft All In, hat dementsprechend viele Niederlagen. An für sich Low Volume, macht sehr wenig und explodiert dann und macht irgendwas Wildes um zu finishen. Auf hohes Niveau nicht so viel gerissen. Erst 2 UFC Fights 1-1, mit Ismagulov allerdings einen harten Debut Gegner gehabt. Vorher bei Titan FC gut ausgesehen, ansonsten durchgehend Brasilien Regios.

Dober ist eigentlich ein Bombenfighter mit schon unfassbarer Erfahrung. Seit 2014 in der UFC heftige Leute gekämpft wie Dariush, Haqparast, Alex Hernandez, Islam Makhachev, Brad Ridell. Immer noch erst 33, aber er hat Probleme, wenn es gegen Top Gegner geht. Wobei Darius und Makhachev auch einfach das falsche Matchup für einen wie Dober sind. Dober ist ein Striker mit viel Volume und platzierten Schlägen. Seine Probleme hat er mit Wrestler. Dies sollte bei Alves kein Problem sein.
Dober mit Black Belt in Taekwondo und Purple Belt in BJJ und Muay Thai National Champ in der High School. Er hat ein gutes Chin und geht einfach straight forward in den Gegner rein.

Rafael Alves hat viele Submission Wins, aber die kommen daher, weil er die Gegner früh hart trifft und dann sofort an den Hals des Gegners springt.


Für mich hat Dober auf dem Niveau mehr Erfahrung, ein besseres Skillset, allerdings könnte Runde 1 gefährlich sein. Trotzdem gehe ich mit Dober, mir gefällt sein mutiger Kampfstil und ich vertraue seinem Chin.

Derrick Lewis (26-9) vs Sergei Pavlovich (15-1)

Hier mach ich es kurz. Finde irre wie viel Respekt Derrick Lewis mit nur 2 Niederlagen eingebüßt hat. Klar ist aber auch, dass Pavlovich mehr Wege zum Sieg hat. Er kann nicht nur hart schlagen, sondern ist ein super Wrestler und Sambo Kämpfer. Gegen Overeem mal verloren, ansonsten alles

geschlagen, aber bei weitem nicht solche Gegner wie Lewis gehabt. Lewis hat jeden mit Namen im HW gekämpft und Leute wie Ngannou, Vokov oder Blaydes geschlagen. Unterschätzt wird auch, dass Lewis über die Distanz gewinnen kann. Immerhin Latifi, Ivanov und Ngannou alle über Decision besiegt. Ansonsten eben eine der größte KO-Gefahren in der ganzen UFC.

Aus meiner Sicht ein 50/50 Fight und da setze ich dann gerne auf den Underdog. Wäre Pavlovich zu der Odd Underdog, dann hätte ich auf Ihn gesetzt. Nicht zu vergessen, für Lewis ist es ein Heimkampf in Texas, Texas Judges sind Schrott… geht es irgendwie in die Punkte dann sieht es gut aus für Lewis.


Juliana Pena (11-4) vs Amanda Nunes (21-5)

Pena´s Sieg gegen Nunes war wohl mit der größte Upset in UFC Historie. In der ersten Runde sah es auch nach der klassischen Nunes aus, in der zweiten dann wieso auch immer eingebrochen. Nach dem Kampf hat Sie gelacht und war irgendwie perplex. Ok Sie wurde gerade Mutter (gebärt hat Ihre Frau), aber zuletzt habe ich auch erfahren, dass Nunes in den Kampf mit einer Knieverletzung gegangen ist. Nur nicht abgesagt hat, da Sie Pena etwas unterschätzt hat.

Dies sollte nun anders sein. Nunes vs Pena wurde in der aktuellen TUF Season aufgebaut, Nunes sieht Topfit aus, Nunes weiß wie man nach so einer Niederlage zurückkommt. Nunes hatte zu Beginn Ihrer UFC Karriere schon eine schwere Niederlage gegen Zingano kassiert, danach zurückgekommen und die ganze Division über Jahre zerstört.

Pena sah für mich im 1. Kampf auch nicht besonders stark aus. Wie gesagt in Runde 1 komplett untergegangen und in Runde 2 wild um sich geschlagen und Nunes getroffen. Ich denke Nunes geht das nun ruhige an mit mehr Vorsicht und zeigt das was Sie kann. Ihre körperliche Form in der Fight Week überzeugt, vom Skillset sollte Sie weit überlegen sein. Nunes gewinnt hier und dann kommt es nochmal zum Megafight vs Shevchenko. Danach kann Nunes dann die Karriere beenden. Für mich Lock oft he Night.

Gesamt:

4/10 Don´Tale Mayes + Amanda Nunes 2.1q @ Pin
2.5/10 Nicolae Negumereanu‎ 1.85q @ Pin
2/10 Drew Dober + Orion Cosce 2.31q @ Pin
1/10 Derrick Lewis 2.25q @ Pin
1/10 Ji Yeon Kim 2.05q @ Pin
 
UFC 277

Pena vs Nunes 2

Der 1. Fight war wahrscheinlich der größte Upset der UFC Geschichte nach Serra vs GSP. Ich persönlich glaube das lag eher daran, dass Nunes einen schlechten Tag hatte, ihre Gegnerin unterschätzt wurde und sie einfach nicht 100% bei der Sache war, sowohl im Kampf als auch im Training. Als das Pena jetzt die neue "GOAT" wird. Auch wenn ich ihr natürlich nix, von ihrer unglaublichen Performance an diesen Abend abreden möchte. Dennoch erwartet höchstwahrscheinlich jeder hier die "alte" Nunes zurück.
Trotzdem habe ich mich für erstmal für eine Nicht-Ausgangsspezifische Wette entschieden, und zwar: "Wird der Sieger per Punkte entschieden?" Nein @1,42 CBet Ist jetzt nicht die Mega Value Quote, aber gut für ne Kombi. Sehe auch bei besten Willen nicht den Fight über 25min gehen [[nixweiss]] (wahrscheinlich jetzt schon Dec. win Safe, wenn ich sowas schreibe ^^) Dennoch traue ich natürlich auch Pena ein weiteren Stoppage win zu. Ich hoffe mal die 2 Mädels nehmen sich kein Beispiel an Adesanya, wie man Title Fights kämpft ^^

Klein anspielen werde ich auch noch. Nunes in R1 @3 & Nunes in R2 @4.7 Cbet
Auch wenn es wieder ein typisches Klischee ist, dass der Ex-Champion nach einer überraschenden Niederlage, dominant zurück kommt.
Muss ich einfach an die "Löwin" in Nunes appellieren, sich den Gürtel zurück zu holen.
Wäre übrigens gar nicht so überrascht, wenn sie nach einem möglichen Sieg, die Handschuhe an den Nagel hängt. Mit 34 & ne kleinen Tochter zu Hause, während sie noch gesund ist. Goat ist sie eh schon, finanziell sollte sie auch ausgesorgt haben, kann man ja nur noch verlieren ^^ aber egal, muss sie wissen.


Kombi Material: Pantoja vs Perez /// Sieg Pantoja @1.53 Sehe Pantoja Overall einfach als besseren Kämpfer, er ist erfahrener & hat die besseren Gegner gekämpft. Er sollte auch bei weiten gefährlicher am Boden sein. Was er beeindruckend bei seinem letzten Fight gegen Royval unter Beweis gestellt hat. Hab von Perez zwar auch noch nicht soviel gesehen, aber seine 2min gegen Figueiredo haben mich jetzt nicht so beeindruckt.

Dober vs Alves /// Sieg Dober @1.55 Was soll ich sagen? Nach Dober´s Unglaublichen Comeback gegen McKinney muss ich ihn einfach picken ^^ Sein Gegner ein Brasilianer mit einem recht unbeeindruckenden 20-10 Rekord. Davon 1-1 in der UFC.
Dober hingegen mit seinem 19! UFC Auftritt, teilweise gegen richtig gute Leute gekämpft. Wenn er jetzt noch auf seine Deckung in den ersten paar Minuten achtet, sollte er hier keine Probleme haben.

Moreno vs KKF: Für mich persönlich der am schwersten zu Vorherzusehende Fight auf der Card. KKF richtig gut unterwegs, 3 Siege am Stück. Besonders der Dec. Win gegen Askarov war beeindruckend, wie er den eigentlich auf den Papier überlegenen Grappler dominieren konnte, war schon überraschend. Moreno aber nicht minder schlecht unterwegs. Gibt nicht wenige die ihn noch als Champ sehen & in einem anderen Universum würde jetzt Figueiredo vs KKF um den IC-Gürtel kämpfen. Beides sehr guter Striker, mit leichten Props für den Mexikaner, Moreno auf den Papier der bessere Grappler, aber nach KKF letzten Fight wär ich mir da auch nicht mehr so sicher. Eher Unentschieden. Man merkt das der Neuseeländer an sich gearbeitet hat und von Fight zu Fight besser wird. Hat auch sehr gute Leute um sich u.a 2 amtierende Champs. Da kann man ja nur besser werden ^^ Auch hier denke ich, dass der Fight nicht über die volle Distanz gehen wird. Auch wenn bei den 125 LBS etwas die KO-Power fehlt. Erwarte ich einen heißen Ritt, mit 2 hochmotivierten Kämpfern.
"Wird der Sieger per Punkte entschieden?" Nein @2,23 Cbet
und weil mir KKF zur Zeit so gut gefällt noch Sieg KKF @2.75 was eigentlich zu den Risk Tipps gehört.


Risiko: Lewis vs. Pavlovich /// Sieg Lewis @2,18 Cbet
Muss man nicht viel zu sagen, wenn Mr "One Punch Man" Lewis eine ordentliche landet dann macht er das Ding. Ansonsten wird es wohl ein Dec win für den Russen ^^ Aber ich bin optimistisch, wenn Overeem ihn ausknocken konnte, dann kann das ein Lewis auch. Der Russe 15-1 Rekord klingt ganz nice, hat aber auch nur "Fallobst" gekämpft, wenn ich das mit Lewis seinen Gegnern die letzten Jahre vergleiche.

Moreno vs. Semelsberger /// Sieg Moreno @2,31 Cbet
Diese Quotierung verstehe ich persönlich nicht ganz? Für mich ist hier Moreno der leichte Favorit. Er ist definitiv der erfahrene Kämpfer. Striking sollte recht ausgeglichen sein, sehe aber Moreno im Clinch und am Boden vorne. Semelsberger schon etwas größer, mit längere Reichweite. Ich erwarte von Moreno, dass er versuchen wird die Distanz zu verkürzen, den Gegner zu shooten und ihm dann am Boden zu kontrollieren. Aber da die meisten UFC-Kämpfer eh kein Gameplan vorweisen können^^ lassen wir uns einfach mal überraschen.

Mayes vs. Abdelwahab /// Sieg Abdelwahab @2,55 Cbet
Last but not Least gibt es noch ein Tipp der sich nur auf die Quote richtet. Schon alleine weil es sich um ein Heavyweight Fight handelt, lohnt es sich auf den Dog zu gehen. Ich denke auch die Quote ist deshalb so hoch, weil Abdelwahab für Tafa kurzfristig einspringt. Er wird damit der 1. Ägypter sein, der in der UFC Antritt. Abdelwahab kommt soweit ich weiß, aus dem Wrestling. Wo er u.a. 2016 für Ägypten bei den Olympischen Spielen antrat. Dennoch hat er alle seine 5 Kämpfe durch KO gewonnen. Über Mayes kann ich nicht viel sagen, aber ich denke er ist hauptsächlich als Striker bekannt.
Wie gesagt ich probiere den Ägypter nur Aufgrund der Quotierung aus. Beide Fighter könnten auch in irgendwelchen Hinterhöfen kämpfen und ich wäre nicht ansatzweise überrascht darüber ^^ Ich erwarte hier kein großes Taktik Geplänkel von beiden Seiten, auch Technik-Fetischisten sollten Lieber auf Moreno vs KKF warten ;) Just for Fun!

Viel Glück[[yo]]

Nunes - Pena: Wird der Sieger per Punkte entschieden? Nein @1,42 Nunes in R1 @3 & Nunes in R2 @4.7
Sieg Pantoja @1.53
Sieg Dober @1.55
Moreno - KKF: Wird der Sieger per Punkte entschieden? Nein @2,23 Cbet
Sieg KKF @2,75
Sieg Lewis @2,18
Sieg Moreno @2,31
Sieg Abdelwahab @2,55
 
UFC 277


Gesamt:

4/10 Don´Tale Mayes + Amanda Nunes 2.1q @ Pin
2.5/10 Nicolae Negumereanu‎ 1.85q @ Pin
2/10 Drew Dober + Orion Cosce 2.31q @ Pin
1/10 Derrick Lewis 2.25q @ Pin
1/10 Ji Yeon Kim 2.05q @ Pin

Mayes schafft es der dümmste Kämpfer seit langer Zeit zu sein. Hamdy mit Eisenschädel, aber da setze ich bei passender Quote alles was ich habe gegen.

Lewis early stoppage, aber denke der verliert trotzdem. Kim war kompletter Reinfall, bleibe dabei, Edwards ist absolut überschätzt. Wird auch weiter gelayed, selbst wenn ich Sie damit zum Champion mache.

Nunes eindeutig, Negumereanu auch, Dober so la la, aber zieht dann durch. Cosce problemlos. Am Ende dank diesem geisteskranken Mayes minus...

-1.25
 
UFC Apex Fight Night 06.08.2022

Takashi Sato (16-5) vs Brian Battle (7-1)

Battle ist Ehemaliger TUF Sieger und hat bisher in der UFC liefern können. Allerdings mit Gore und Urbina sozusagen TUF Gegner gehabt. Allerdings hat Battle schon eine ordentliche Amateurkarriere gehabt, dort unter Anderem Ex UFC Kämpfer Impa geschlagen oder aktuellen UFC Kämpfer Brundage. Nun kommt der erste „richtig“ erfahrene Gegner auf Profi Level.
Battle hat gute Beinarbeit, bereitet seine Schläge gut vor, aber bisher eine schwache Striking Defense. Gegen Gore war ich schon auf Battle, dort hat er einen guten Kampf gezeigt und den Gegner ausgeboxt.
Sato hat insbesondere in Japan gute Leistungen gebracht, in der UFC bisher 2-3. Allerdings mit Belal Muhammad und Baeza zwei sehr starke Gegner dabeigehabt. Seine letzte Niederlage gegen Nelson war dann allerdings schon alarmierend schwach. Sato trainiert bei Kill Kliff (ehm. Sanford MMA). Hat daher gute Trainingspartner.
Sato hat gute Power, harte Schläge, Karate Style, aber wenn er seine Power Shots nicht einsetzen kann, dann geht er unter. Es hat quasi keine Takedown oder Submission Defense.
Battle ist 7cm größer und hat eine 11cm größere reach, was gerade in einem auf Striking angewiesenen Sato von Vorteil pro Battle sein sollte. Ich bezweifle, dass Sato plötzlich anfängt zu grapplen. Vom Talent, der Kondition und der Schnelligkeit her sollte Battle hier Sato problemlos ausboxen können. Im Wrestling wäre Battle aus meiner Sicht auch vorne, einzig die Striking Defense könnte gegen Battle sprechen, da man Sato immer einen KO-Schlag zutrauen sollte. Für Battle ist es eine neue Gewichtsklasse. Er war früher sogar mal Heavyweight, nun also in der leichtesten Klasse die er jemals gekämpft hat. Aber laut seiner Aussage gab es schon Test Cuts, die problemlos funktioniert haben und sein Camp auf Sato lief wohl sehr gut. Beim Weigh-In sah er tatsächlich sehr ausgetrocknet aus, aber das ist bei der Größe auch normal. Trotz der neuen Gewichtsklasse gehe ich mit Battle, auch weil er zuletzt für mich gut geliefert hat.

Michal Oleksiejczuk (16-5) vs Sam Alvey 33-17-1)

Wer meinen Tipps folgt, weiß dass ich in jedem Kampf Alvey laye. Vielleicht sehe ich Sonntag auch wie der letzte Depp aus, aber hier gehe ich tatsächlich auf Alvey. Nicht weil ich Ihn plötzlich gut finde, sondern weil die Quote gegen einen unberechenbaren Oleksiejczuk viel zu hoch ist.
Alvey ist ein Journey Man, ist der UFC treu, steht immer bereit und kämpft jedes Kaliber. Daher ist er trotz seinem Record immer noch da. Dieser Kampf ist jedoch der letzte im Vertrag. Er hat nichts zu verlieren, da er glaube ich selbst bei einem Sieg gecuttet wird.
Wenn man sich Alveys Betting Historie anguckt, war er noch nie so großer Außenseiter wie in diesem Kampf. Da frage ich mich wieso gerade jetzt? Gegner wie Brendan Allen, Phil Hawes, Da Un Jung, Ryan Spann, Emeev, Derek Brunson sind alle stärker als Oleksiejczuk.
Oleksiejczuk ist eine pure Wundertüte. Besiegt mal einen Gamzatov oder Antigulov aus dem Nichts um dann gegen OSP unterzugehen. In der UFC bisher mit 4-3-1. Gewinnt, wenn weil er in der 1. Runde All In geht und sich den KO holt. Ansonsten sieht es ab Runde 2 brenzlig aus.
Alvey ist auch nie einer der komplett unter geht. Gegen Allen war die 1. Runde mehr als in Ordnung. Vorher gegen Span, Turman und Jung über die komplette Distanz und per Split Decision verloren/ Draw. Er kann also über die Distanz gehen und war nie einer der in der 1. Minute aus dem Oktagon geschlagen wurde. Zuletzt mit Strickland auf seinen Fight vs Pereira trainiert.
Oleksiejczuk hatte auffällig oft Probleme mit der Kondition, geht hier eine Gewichtsklasse runter und könnte dementsprechend auch Probleme mit Kondition und Schlaghärte haben. Beim Weigh-In sah Oleksiejczuk besser aus als gedacht. Alvey brauchte ein Nachwiegen um es auf 186 zu schaffen. Er sah beim Weigh-In schon angespannt aus. Laut eigener Aussage will er voll auf 1. Runden KO gehen, also genau das gleiche was Oleksiejczuk normalerweise macht. Über die Distanz wurde Alvey auch zu oft in Split Decisions enttäuscht und Alvey hilft auch eigentlich nur noch ein spektakulärer KO. Ich bezweifle, dass Oleksieczuk nun gegen Alvey über Punkte gewinnen will… daher finde ich in dem Fall das Under ganz sexy.
Wie gesagt, wilder Versucht, evtl. geht Alvey auch nach 1 Minute schwer KO. Zu der Odd probiere ich es aber mal small. Und falls er früh KO geht, dann habe ich ja das under :D

Erick Gonzalez (14-6) vs Terrence McKinney (11-4)

Ähnlich wie bei Alvey, finde ich die Odd hier komplett überzogen. Gonzalez kam als late replacement und angeschlagenen Fuß in den Miller Fight. Das Miller doch noch was drauf hat, hat er ja mit seiner 3 Win Streak nun gezeigt. Gonzalez hat vor der UFC schon einige solide Leute in Combate gekämpft. Bis auf drei Kämpfe zu Beginn seiner Karriere waren da nie die typischen 0-10 Geschenke dabei. Beispielsweise ein Rafa Garcia als Gegner dabei gewesen und sich dort auch ordentlich verkauft.
McKinney ist natürlich ein guter Kämpfer. Top Wrestler, Purple Belt BJJ und harte Schläge. Gegen Dober einen Top Kampf abgeliefert, bis er dann ins Knee reingerannt ist. Etwas ähnliches ist Ihm gegen Woodson in der Contender Series schon mal passiert. Will sagen, er ist nicht unbezwingbar und öffnet durchaus Türen um KO zu gehen. Er ist hier eindeutig der bessere Kämpfer, sollte normalerweise auch gewinnen, aber so hoher Favorit sehe ich auch nicht.
Gonzales selbst war überrascht von der hohen Außenseiterquote, da er wie gesagt gegen Miller als angeschlagenes late replacement eingesprungen ist und nun ein langes und erfolgreiches Camp, ohne jegliche Verletzungen absolvieren konnte. Gewinnt hier Gonzalez zu 8-9 von 10 Kämpfen? Ich glaube das ist zu hoch angesetzt, er ist jetzt auch kein Ausnahmetalent oder Makhachev ähnlicher Kämpfer.
Beim Weigh In sahen beide sehr gut aus.

Ariane Lipski (14-7) vs Priscila Cachoeira (11-4)

Von Lipski war ich mal Fan, hat mich dann oft schlecht aussehen lassen. Insbesondere wenn Sie dann mal auf ihrem Rücken gebracht wurde. Ihr letzter Kampf gegen Böhm hat mich dann aber doch beeindruckt. Vor allem weil es nicht nur reines Striking war, sondern Sie auch auf dem Boden dominiert hat. Böhm ist International zwar Schrott, aber trotzdem sah man einiges positives bei Lipski.
Lipski war KSW Champ, sollte auch bei der UFC groß aufgebaut werden, bisher aber ein auf und ab. Teilweise aber auch harte Gegnerinnen schon gehabt wie Wood, McCann, A. Shevchenko oder Montana De La Rosa. Gegen alle schwächeren, hat sie eindeutig gewonnen.
In KSW immerhin auch schon eine Gomez Juarez oder Belbita besiegt, so wie in der UFC Böhm, Carolina und de Padua. Den Schrott der UFC besiegt Sie also, bei einem Step Richtung Ranking wird es schwieriger. Lipski hat sich aber nun schon länger darauf fokussiert in den USA bei ATT und Kings MMA zu trainieren. Hat also nun seit über 1 Jahr beste Trainingspartner und vor allem vernünftige Trainer. Vorher war das Ihr Mann. Die Verbesserungen hat man gegen Böhm gesehen.
Lipski ist immer noch jung mit 28 und hat dafür schon eine Menge Erfahrung. Sie hat gutes Muay Thai, purple Belt in BJJ, aber vor allem Probleme im Wrestling und Stand Up. Dies sah gegen Böhm verbessert aus. Aus meiner Sicht sehr talentiert, bisher zu wenig draus gemacht.

Cachoeira ist eine harte Nuss. Hat viel im Leben mitgemacht. Drogensucht, Vergewaltigung, Sexlife Probleme, eigene Anklagen gegen sich, Sperren wegen Doping usw. Erst spät mit MMA begonnen, sich dafür dann aber gut gemacht. Trotz 3 Niederlagen zu Beginn in der UFC Karriere sich durch einen KO win vs Dobson in der UFC gehalten. Seitdem sieht es etwas besser aus. Ihre Niederlagen waren mit A. Shevchenko, McCann, Robertson und Carolina gegen die fast gleichen Gegner wie Lipski, wobei Lipski gegen Luana Carolina gewonnen hat.
Zuletzt mit Siegen vs Mazany, Dobson und Kim. Gegen Kim war es aber eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Wie schwach Kim wohl ist, hat man erst letzte Woche gegen Edwards gesehen. Kim hat gegen Cachoeira eigentlich gewonnen, wie auch immer kamen die Judges auf ein anderes Ergebnis. 14-1 der Experten haben Kim vorne gesehen. Teilweise 30-27… Und das macht mir dann doch Sorgen bzgl. der Klasse von Cachoeira. Aber Cachoeira ist wie gesagt eine Harte Nuss, eine die immer offensiv in den Schlagabtausch geht. Gute Kondition und kann gut einstecken. Bisher außer Submission nie gefinished worden.
Cachoeira wird nicht wrestlen gegen Lipski, es wird ein purer Stand Up Fight. Da sehe ich Lipski als technisch viel besser. Cachoeira ist für mich der richtige Schritt zwischen einer Böhm und einer A. Shevchenko. Kein zu großer Step Up, aber eine Gegnerin die Lipski insbesondere im Striking besiegen sollte.
Lipski sollte das bessere Fight Camp gehabt haben, hat aus meiner Sicht das größere Talent und ist hier tatsächlich im Wrestling wahrscheinlich sogar die bessere. Und das heißt was gegen eine die auf der Matte von Antonina demontiert wurde. Das ist die Feuertaufe für Lipski ob es jemals Richtung Ranking gehen kann und ich denke Ihre Zeit könnte nun kommen. Dazu denke ich, dass nach dem skandalösen Sieg von Cachoeira vs Kim die Judges nun ganz genau hinschauen und eher bei knappen Runden pro Lipski werten bzw. nur ganz klare Schläge von Cachoeira werten.
Cachoeira ist 2cm größer, dafür hat Lipski einen 5cm Reach Vorteil. Lipski hat 2.5 Pounds zu viel draufgehabt, sah beim Weigh-In aber jetzt nicht ausgetrocknet aus. Ganz im Gegenteil sah Sie top fit aus. Eventuell hat man frühzeitig auf den kompletten Weight-Cut verzichtet (Periode, welche zu Problemen beim Weight-Cut führt).


Augusto Sakai (15-4-1) vs Sergey Spivak (13-3)

Sakai darf mal wieder und ich denke das könnte sein letzter Kampf in der UFC sein. Er hat sich durch zwei Split Decisions gegen Opas Ivanov und Arlovski, wie auch durch zwei KOs vs Tybura und Sherman irgendwie nach oben gekämpft und durfte dann mal von Overeem, Rozenstruik und Tuivasa in die Träume geschickt werden. Gegen Overeem sah er allerdings sogar gut aus, bis er dann am Ende KO gegangen ist. Er ist ultra langsam mit seinen Schlägen und scheint mittlerweile auch ein sehr anfällige Chin zu haben. Verwundert habe ich auf die 5.04 Strikes Landed per Min geschaut, besonders harte warten da zuletzt aber ganz und gar nicht dabei. Dazu kassiert er einfachste Schläge die Ihn direkt anklingeln.
Sakai macht quasi 0 Wrestling. Wartet nur auf seine Chance mit seinen Schlägen durchzukommen. Allerdings viel weniger explosiv als bspw. Ein Rozenstruik oder Lewis. Was er bisher ordentlich hinbekommen hat ist über die Distanz sich dann Siege zu schnappen. Meist aber dann auch gegen Low Volume Gegner wie einen Ivanov oder damals Arlovski im HW.
Spivak dagegen hat mir zuletzt richtig gut gefallen. Im Gegensatz zu Sakai hat er auch seine Siege eindeutig geholt. Ein super Judoka, welcher durchaus ähnliche Gegner wie Sakai gekämpft hat. Tybura, Tuivasa, Oleynik, Aspinall. Für die Spitzenklasse ala Aspinall ist ein Striking zu schlecht, allerdings hat er beispielsweise einen Tuivasa besiegt. Das liegt an einem Weltklasse Judo. Er kann jeden auf den Boden befördern und ist dort auch mit Submissions gefährlich. Zuletzt hat er sich stark verbessert, er ist immer noch erst 27 Jahre alt und dafür schon echt einige Leute gekämpft.
Eins ist klar, wenn Spivak den Takedown schafft, dann hat Sakai überhaupt keine Chance. Im Stand Up ist Sakai überhaupt nicht mehr der gefährliche Mann, als man Ihn mal gesehen hat.
Sakai sah zuletzt so erschreckend schwach aus, scheint sich nicht weiterzuentwickeln und hat wohl Probleme mit seinem Chin. Dagegen entwickelt sich Spivak sehr gut, hat haushohen Vorteil auf der Matte und keine riesigen Nachteile im Striking.
Klar ist allerdings auch, ein KO kann im HW immer passieren. Das gleiche Set Up hatte er aber zuletzt vs Hardy. Der ist natürlich schwächer als Sakai, aber auch ein harter hitter der nur im Stand Up gewinnen kann. Dies hat Spivak perfekt ausgekontert und so gekämpft, dass er den Takedown schafft und easy gewinnt.
Beide Problemlos beim Weigh-In. Sakai minimal größer als Spivak, aber das macht keinen Unterschied.

Zac Pauga (5-0) vs Mohammed Usman (7-2)

Das Finale der Schwergewichte von TUF. Beide sogar im gleichen Team Pena gewesen. Daher zusammen trainiert und gewohnt. Mohammed ist der Bruder von Kamaru Usman. Er kämpft aber eher wie ein größerer, schwerer und langsamerer Usman. Dazu mit schlechter Kondition, kann allerdings gut einstecken. Das Chin ist auf jeden Fall stabil. Mit seinem Bruder hat er wenig gemein. In TUF konnte er nicht mal richtig überzeugen, kam durch eine Decision und eine Split Decision ins Finale. Beide male gegen sehr überschaubare Gegner.
Seine Siege waren ausschließlich gegen Schrott Gegner, dafür eine Niederlage gegen meinen Freund DonTale Mayes… dem dümmsten Schwergewicht in der UFC. Und eine Niedderlage in der PFL gegen einen 40-jährigen Sayles, welcher selbst kaum Erfahrung in MMA hatte.
Seinen Platz bei TUF ist natürlich auch auf seinen berühmten Bruder zurückzuführen. Er hat natürlich sehr viel Kraft und wilde Schwinger. Treffen die, dann ist mit Sicherheit schnell Schluss. Bei TUF war davon aber nichts zu sehen, auch vorher mich gegen bessere Gegner null überzeugt.
Pauga kommt wie gesagt auch aus TUF, hat seine zwei Siege aber viel dominanter gestalten können. Davor bei Cage Warriors 2x und 3x in LFA Siege geholt. Gerade der Sieg gegen Markus Perez in Cage Warriors war schon mal ein komplett anderes Kaliber als Usmans Gegner. Gute Beinarbeit, nimmt sich seine Zeit, rushed nicht wild hinein und das was ich sehe sah schon clever aus. Gutes Headmovement, gute Takedown Defense, insgesamt ein sehr solider Defensivkämpfer. Er geht kein Risiko ein und dominiert den Kampf mit seinem Jab.
Pauga war im Trainingscamp von Curtis Blaydes für seinen Fight vs Aspinall. Blaydes wird im Corner von Pauga morgen sitzen. Blaydes kennt allerdings auch Usman gut aus Fight Elevation Team, könnte hier als Corner Man von Pauga also mit Sicherheit ein paar Tipps geben.
Pauga ist der viel cleverere Kämpfer, mit mehr Erfahrung und Erfolg gegen gute Gegner. Ob Pauga per KO gewinnt weiß ich nicht, vermute fast 30-27 am Ende pro Pauga. Bin mir hier aber eigentlich am sichersten.

Thiago Santos (22-10) vs Jamahal Hill (10-1)

Das Main Event und keine Ahnung wieso Thiago Santos dauernd Fight Night Main Events hosten darf. Er ist schon fast 39 Jahre alt und seit seiner Verletzung überhaupt nichts mehr wert. Er kämpft langweilig ohne jegliches Risiko, aber auch ohne jeglichen Output. Er steht 1-4 in seinen letzten 5 Kämpfen, allerdings alle Niederlagen gegen Topleute: Jones, Teixeira, Rakis, Ankalaev. Sein einziger Sieg war ein dramatisch langweiliger Fight vs Johnny Walker, welcher selbst überhaupt nichts wert ist.
Es ist einfach so, nach seinem Jones Kampf war er so schwer verletzt, dass er danach nicht mehr derselbe war. Die Knieoperation in dem damals schon hohen Fight Alter war glaube ich zu viel. Aus meiner Sicht hätte er nach dem Walker Sieg einfach aufhören sollen. Beide Knie kaputt, sehr langsam geworden.
Mit Hill kommt nun jemand von dem sich alle viel versprechen. Seine Niederlage vs Paul Craig war komplett überraschend. Da hat er den Rookie Fehler begangen und seinen Arm an Craig abgegeben. Ansonsten war jeder seiner Siege beeindruckend. Harte und präzise Schläge, sehr beweglich, sehr groß mit langen Armen. Hill hat hier 5cm height und 8 cm reach Vorteile.
Steht eigentlich in der UFC 5-1. Der Sieg vs Abreu wurde aber wegen Marihuana zurückgenommen. Paar Monate später hätte dieser gezählt. Jeder seiner letzten 4 Siege durch TKO. In der Contender Series sich auch gegen einen soliden Wrestler wie Poppeck durchgesetzt. Wrestlen wird Thiago Santos aber nicht, das wird ein pures striking Match. Wobei Santos anscheinend sogar Black Belt im BJJ ist. Eingesetzt hat er es noch nie, 0 Submission wins, dafür zweimal Submissed worden.
Thiago Santos ist für mich durch und Hill bekommt hier als Main Fight einen Gegner mit Namen den er KO schlagen darf. Danach steht alles für Hill offen.


Zusammengefasst:

4/10 Spivak + Pauga 1.8q @ Pin
2/10 Battle + Lipski + Hill 2.7q @ Pin
1.5/10 Unter 1.5 Runden Alvey vs Oleksiejczuk‎ 2.35q @ Pin
0.5/10 Alvey 5.6q @ Pin
0.5/10 Gonzalez 7q @ Pin
 
UFC Apex Fight Night 06.08.2022



Zusammengefasst:

4/10 Spivak + Pauga 1.8q @ Pin
2/10 Battle + Lipski + Hill 2.7q @ Pin
1.5/10 Unter 1.5 Runden Alvey vs Oleksiejczuk‎ 2.35q @ Pin
0.5/10 Alvey 5.6q @ Pin
0.5/10 Gonzalez 7q @ Pin

Scheint so als ob jede Wette Lost geht die ich höher anspiele. Pauga kontrollierte 1. Runde und einer von diesem amateurhaften Schwingern von Usman geht dann plötzlich durch. Alles andere lief wie erwartet, Lipski Kampf erst nächste Woche. Die beiden Außenseitertipps hätte man sich sparen können. Was bleibt ist Minus, wie so oft zuletzt, da das große Stake immer an einer Person hängen bleibt.

-1.17
 
UFC 278
PPV Card aber irgendwie sehr schwach bzw. uninteressant. Costa vs Rockhold als Co-Main ist nach den letzten Leistungen von Costa + Abwesenheit von Rockhold eher ein Witz. Usman vs Edwards verspricht auch irgendwie kein Feuer. Die Prelim Matchups sind kompletter Schrott. Einzig Merab vs Aldo hat was. Demnächst dann noch UFC 279 Diaz vs Chimaev, welche nochmal ne Schippe schwächer ist. Da behält man sich wohl alles für UFC 280 und UFC 282 auf.
Wichtig bei UFC 278, es findet in Salt Lake City statt, bedeutet 1300m Höhe, was dementsprechend schon etwas ausmachen könnte für Leute mit schlechter Kondition.

Amir Albazi (14-1) vs Francisco Figueiredo (13-4-1)

Albazi ein aufstrebender Typ der in der UFC bisher komplett geliefert hat. Mit Malcolm Gordon und insbesondere Zhumagulov zwei solide Leute zu Beginn seiner UFC Laufbahn besiegt. Vorher auch schon bei Brave und Bellator gekämpft. Eine Niederlage gegen einen starken Jose Torres, ansonsten viele vorzeitige Wins. Er trainiert in London bei Shootfighters und hat einen Purple Belt in BJJ
Figueiredo ist der Bruder vom Champ Figueiredo, daher sollte auch klar sein weshalb er in der UFC kämpft. Vor der UFC bei Brasilianischen Regios gekämpft und dort überschaubarer Erfolg. In der UFC wurde er durchgehend gegen den absoluten Schrott gematched. Welche mit dem schwächsten Chin in der Division und trotzdem kam selten was besonderes raus. Einen Riviera über Decision besiegt (welcher 0-4 in der UFC war), gegen Malcolm Gordon verloren, wo Albazi problemlos durchgelaufen ist und dann zuletzt mal einen vorzeitige Sieg geholt. Allerdings gegen einen Gegner auf Brasilien Regio Niveau. Da Silva steht 0-2 in der UFC und hat ganze 2 Minuten in 2 Kämpfen im Oktagon gestanden. Er kommt mir eher wie ein BJJ Kämpfer vor, auch kein überragender, aber ohne jegliche andere Kampfstile. Sobald seine Kondition weg war, sah er auch immer komplett amateurhaft aus. Bei der Location auf 1300m könnte das evtl. zu Problemen führen.
Also, das Matchmaking hat es bisher mit Figueiredo gut gemeint. Denke er ist wirklich nur wegen seinem Bruder da. Sein Bruder hat ja zuletzt ein bisschen „Welle“ gegen die UFC gemacht, gleichzeitig bekommt sein Bruder das erste Mal einen guten Gegner vorgesetzt. Da kann sich jeder selbst denken was das miteinander zu tun hat.
Albazi hat eine ganz andere Zukunft vor sich, ist 4 Jahre jünger, international schon Erfahrung gesammelt und einer der sich wirklich in die Top 10 kämpfen könnte. Francisco Fig. Ist einer der ohne seinen Bruder wohl eher nicht in der UFC wäre und bei vernünftigen Matchmaking auch kaum Chancen hätte zu bleiben.
Beim Weigh-In und Face-Off sahen beide gut aus.

Marcin Tybura (22-7) vs Alexandr Romanov (16-0)

Tybura ist ein guter Soldat in der UFC. Kämpft alles was ihm vorgelegt wird, zeigt immer eine solide Leistung und hat in der UFC gar keine schlechte Statistik mit 9-6 wenn man bedenkt, dass er Leute wie Volkov, Spivak, Grishin, Sakai, Lewis, Abdurahimov, Werdum, Arlovski oder Rothwell gekämpft hat. Ehemaliger M1 Champ, Black Belt in BJJ und ordentlicher Grappler. Tybura ist auf jeden Fall zäh und ist bis auf gegen Sakai noch nie unter 1.5 Runden rausgegangen.
Romanov kommt als ungeschlagener weltklasse Wrestler. Bronze in der Universiade Wrestling, 12. Bei der Europameisterschaft. Dazu 2x EM-Bronze im Grappling. Vor der UFC bei Eagle FC alles weggehaune. Innerhalb der UFC immerhin einen Espino und Rogerio de Lima besiegt. Er hat mit Tybura aber nun mit Abstand den stärksten Gegner vor der Flinte.
Normalerweise wrestled Romanov hier Tybura kaputt, aber Tybura ist ein harter und erfahrener Hund. Ganz so problemlos sollte es nicht werden. Ich kann mir hier schon vorstellen, dass der Kampf in die 3. Runde geht. Die absoluten Power Puncher sind beide jetzt auch nicht und Tybura ist im Grappling auch nicht komplett unterlegen. Daher kann hier schon einiges an Zeit beim Grappling draufgehen. Tybura auch 13 Pfund schwerer, da kann er schon paar Bomben mehr einstecken.
Das über 1.5 finde ich daher recht interessant.

Harry Hunsucker (7-5) vs Tyson Pedro (8-3)

Seltsames Matchup. Hier will man wohl nur einen KO auf der Maincard produzieren. Hunsucker sah nun mehrmals so aus als ob man Ihn von der Couch geholt hat. Er ist noch nie in seiner Karriere in die 2. Runde gekommen. In der Contender Series selbst gegen einen Vanderaa KO gegangen. In der UFC dann vs Tuivasa und Tafa keine 3 Minuten zusammen im Oktagon gesatnden. Ansonsten ausschließlich bei Regio Events gegen Minus Rekorde gewonnen. Vor einigen Jahren gegen meinen Freund DonTale Mayes nach 2 Minuten KO gegangen. Wieso Hunsucker in der UFC kämpft weiß wohl niemand und wieso auf einer PPV Main Card erst recht nicht.
Tyson Pedro ist nun auch Topkämpfer, lange Pause, aber hat an für sich eine starke Grundausbildung. Sein Vater hat MMA quasi mit nach Ozeanien gebracht. Der nächste Do or Die Kämpfer. Ist in seiner Karriere 2x über die 1 Runde gegangen. Pedro in der UFC mehr Erfahrung. 4-3 overall und immerhin einen Paul Craig und Khalil Rountree besiegt. Niederlagen vs Latifi, Rua und OSP.
Pedro hat eindeutig mehr Waffen. Hat Black Belt in Japanese JJ, BJJ, Kempo und dazu auch solide Boxingskills. Er hat auch einfach viel mehr Erfahrung gegen bessere Gegner.
Geht der Kampf auf den Boden, dann findet sich Hunsucker in ein paar Sekunden in der Submission. Im Stand Up kann Hunsucker nur Do or Die. Möglich natürlich, dass Hunsucker plötzlich irgendeinen Schwinger trifft und Pedro KO geht. Quote Schrott, aber wieso sollte Hunsucker gerade hier zum ersten Mal in seinem Leben in die 2. Runde gehen und dazu noch weiter 2.5 Minuten durchhalten.
Pedro ist auf der Matte wirklich Top, daher versuche ich auch mal den Submission Win. Vielleicht shoted Hunsucker aus Verzweiflung einen Takedown nach dem er angeklingelt wurde und dann sollte Pedro schnell die Sub bekommen.

Jose Aldo (31-7) vs Merab Dalishvili (14-4)

Für mich der einzig wirklich interessante Kampf. Ich bin großer Merab Fan, aber aus meiner Sicht darf er hier kein Favorit sein. Aldo ist nicht nur irgendeine Legende, sondern jemand der sich trotz Niederlagen wieder zurück gekämpft hat. Das halte ich oftmals für wertvoller, wie eine lange winning streak.
Merab hat mit seiner unendlichen Kondition und massigen Takedowns natürlich eine richtige Waffe. Über 7 Takedowns pro 15 Min spricht für sich. Allerdings hat Aldo eine unfassbare 90% Takedown Defense und das in einer Karriere von 19 UFC Fights gegen die Creme de la Creme.
Merab hat weniger Erfahrung und nicht annährend die gleichen Gegner wie Aldo gekämpft. Bei seinem letzten Kampf vs Moraes hat man auch gesehen wo er Probleme bekommt, nämlich wenn der Gegner gutes Striking hat. Dort war er nach der 1. Runde eigentlich verloren, bis dann Moraes wie so oft eingebrochen ist.
Behält Aldo die Distanz, haut ein paar Legkicks rein und nimmt Merab somit die Geschwindigkeit, ja dann sehe ich hier absolut die Chance das Aldo gewinnen kann.
Als Außenseiter hätte ich Merab wohl getippt, als Favorit auf gar keinen Fall. Daher gehe ich hier auf Aldo, da mir Merabs 1. Runde gegen Moraes durchaus Sorgen gemacht hat. Auf jeden Fall ein spannender Kampf.
Also sah wie immer eigentlich schwach beim Weigh In aus, aber wenn einer weiß zu Cutten, dann ist er es. Beim Face Off wieder Fit.


Kamaru Usman (20-1) vs Leon Edwards (19-3)

Ganz kurz, normalerweise gewinnt Usman das. Aber Edwards wird auch etwas unterschätzt. Der Mann hat seit seiner Niederlage gegen Usman 2015 jeden in der UFC besiegt, den er vor die Flinte bekommen hat. Auch gegen Belal Muhammad sah er viel besser aus.
Usman hat sich aber weiterentwickelt und ist nicht zu Unrecht P4P Champ. Ob Edwads besser ist als Covington oder Burns weiß ich nicht, er ist aber besser als Masvidal. Daher potentiell der schwierigste Gegner (außer Chimaev) für Usman. Gewinnt Edwards per Sub oder TKO? Nein, wenn überhaupt dann per Decision. Und da die Quote so abartig hoch ist versuche ich es mal.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Kampf über die Punkte entschieden wird und auch das es einige knappe Runden gibt. Dann habe ich am Ende lieber eine hohe Quote in der Hand als um eine 1.2q zittern zu müssen.

Gesamt:
3/10 Pedro + Romanov + Albazi = 1.8q @ Pin
2/10 Aldo = 2.2q @ Pin
2/10 Tybura vs Romanov über 1.5 + Hunsucker vs Pedro unter 1.5 = 2q @ Pin
0.5/10 Tyson Pedro by Submisison = 3.9q @ Pin
0.5/10 Leon Edwards wins by Decision = 8q @ Pin
 
UFC 278


Luke Rockhold - Paulo Costa


Für mich der interessanteste Kampf dieser lauwarmen Karte. Nicht, was die Zukunft der jeweiligen Division angeht, da sind andere Fights deutlich wichtiger. Aber für die Hobby-Psychologen unter den MMA Fans ist das auf jeden Fall ein Leckerbissen.

Costa bombte sich mit 5 wins (4 KO's) binnen 3 Jahren zum Titelkampf und verlor dann seine weiße Weste gegen Adesanya, auf ernüchternde Art und Weise. Zu seiner nächsten Fightweek erschien er gute 30 Pfund drüber, sichtlich neben sich stehend. Zu seinem Pech akzeptierte Vettori den Kampf auf 205 Pfund zu schieben. Auch hier sah Costa nicht gut aus und verlor deutlich via Decision. Das ist nun 10 Monate her und die gute Nachricht ist; Costa hat diesmal die 185 erfolgreich gepackt und sieht deutlich fokussierter aus, als noch gegen Vettori.

Sein Kontrahent hat ihm immerhin das voraus. Rockhold war zumindest Champion und erntete die Früchte dieses Daseins, wie Modeling und ähnliche Gigs, bevor die Abwärtsspirale einsetzte. Erst landete Bisping einen der größten Haymaker in der Pressekonferenz ("conceive, believe, achieve - stfu") und leitete damit eigentlich den Absturz von Luke ein. Dann schlug er ihn KO und nahm ihm als late replacement seinen Titel weg. Einem zwischenzeitlichen Erfolgerlebnis folgten zwei fürchterliche KO-Niederlagen gegen Romero und Blachowicz.

Luke scheint immer einen Film im Kopf zu haben, in dem er die Hauptrolle, Nebenrolle, Regie, Kameramann und alles andere spielt. Will immer der Coolste im Raum sein, aber scheint sich irgendwie nie wirklich wohl zu fühlen in seiner Haut. Und zu einem gewissen Grad gilt das Selbe für Paulo Costa. Die beiden sehen top aus, no homo, und doch strahlen sie keinerlei Souveränität aus. Was machen solche Niederlagen mit Einem, der davor voll und ganz überzeugt war, dass er der Beste sei? Das ist die Frage, um die es hier für beide geht. So, genug Psychozeug.

Wenn man auf die Quoten guckt, mag das absurd klingen, aber Rockhold hat hier womöglich in rein technischer Hinsicht fast überall die Nase vorn. Er hat um Einiges mehr Taktik hinter seinem Striking, bessere Setups, und er ist der deutlich fähigere Grappler. Das Problem sind die beiden Equalizer, die Costa mit sich trägt. Und da sich Luke inzwischen so etwas als Glaskinn etabliert hat, liegt es hier nah, in Richtung KO-Win für Costa zu tendieren.

Doch ich sehe das Problem nicht in Luke's Glaskinn, sondern viel mehr in seiner Nachlässigkeit. Nicht genug Respekt für seine Gegner, überschätzt seine eigenen Fähigkeiten immens, und vernachlässigt folgerichtig in den Fights auch häufig seine Deckung. Ansonsten hat er wirklich sehr viel Positives in seinem Arsenal, besonders auf der Matte hat er mich früher immer überrascht. Ob das alles auch 3 Jahre nach seinem letzten Fight Gültigkeit trägt, wird sich zeigen, aber ich hab mir ein paar Interviews angeschaut, die mir gefallen haben. Er weiß um Costa's Qualitäten und spricht sogar von "Angst", die ihn motiviert hat, morgens aufzustehen. Das ist ein deutlich gesünderer Diskurs mit sich selbst.

Ich finde, die beiden sind an einem so ähnlichen Punkt im Leben, dass der von jedem vorskizzierte KO-Sieg für Costa mir etwas zu plump erscheint. Klar ist Luke ganze 6 Jahre älter, aber es ist für beide mehr ein Kampf gegen sich selbst, als gegen den Mann auf der anderen Seite. Costa mit etwas mehr Druck vielleicht, da ihm manche noch einen guten Title-Run zutrauen, doch Rockhold muss hier um jeden Preis verhindern, wieder zum Meme zu werden. Seine letzten Niederlagen haben die Erinnerungn an seine dominanten Zeiten in ganz weite Ferne gerückt.

Ich bin guter Dinge, dass er es hier schafft, nicht komplett zu enttäuschen. Er kann Level changen, er kann mit seinen Kicks Costa auf Abstand halten und ihm vielleicht sogar die Luft etwas raus kicken. Er hat genug Mittel, er muss nur aufpassen nicht von Costa geköpft zu werden. Sehe irgendwie keinen schnellen Finish in diesem Kampf, es liegt zu viel für beide auf dem Spiel, daher main pick auf das over. Trotzdem nehme ich auch Luke ML und via Sub mit, so ein wenig als Absicherung, falls es früh passiert. Denn die Quote ist deutlich zu hoch für Einen, der so gut darin ist, den Rücken zu erklimmen.

Will nur anmerken, dass hier viel Spekulation dabei ist. Luke lange Pause gehabt, und wie gesagt, ohnehin mit ner scheußlichen Deckung zuletzt. Setze hier auf seinen Willen, nicht schon wieder gedemütigt zu werden. Hatte einfach nach langem mal wieder Lust was zu verfassen und dieser Kampf gibt sehr viel her, da muss man sicht nicht viel ausdenken.


Rockhold to win @3,9 1/10 pin
Over 1,5 rounds @1,93 3/10 pin
Rockhold via submission @10,73 0,5/10 pin
 
UFC 278

Luke Rockhold - Paulo Costa

Rockhold to win @3,9 1/10 pin -1
Over 1,5 rounds @1,93 3/10 pin +2,79
Rockhold via submission @10,73 0,5/10 pin -0,5
+1,29

Es wurde die erhoffte Schlacht, Costa gewinnt verdient via unanimous decision. Luke schon früh konditionell am Limit und mit wenig Aktivität, aber hat sensationell durchgehalten und konnte Costa sogar mehrere Male anklingeln. Schön, dass er sich erhobenen Hauptes vom Sport verabschieden kann.
 
UFC 278


Gesamt:
3/10 Pedro + Romanov + Albazi = 1.8q @ Pin
2/10 Aldo = 2.2q @ Pin
2/10 Tybura vs Romanov über 1.5 + Hunsucker vs Pedro unter 1.5 = 2q @ Pin
0.5/10 Tyson Pedro by Submisison = 3.9q @ Pin
0.5/10 Leon Edwards wins by Decision = 8q @ Pin

Ab dem Punkt fühle ich mich dann wirklich verarscht. Das was man mit Romanov gemacht hat grenzt an Betrug. Der Typ hat in Runde 1. glaube ich 4 Minuten Controlltime, 2 Takedowns und 31-0.. ZU NULL! Significant Strikes. Und zwei Punktrichter geben keine 10-8. Runde 2 war Tybura, das ist ok aber die 3. dann auch Tybura? Also sorry. Selbst wenn, dann muss es ein Draw geben, aber Sieg Tybura ist ein schlechter Witz und eine unfassbare Robbery. Damit hat ja selbst Tybura in seinen Träumen nicht mit gerechnet.

Langsam nervt es auch einfach. Aldo macht sogar das was zu tun war, aber vergisst dann alles andere. Gibt wohl bisher keinen der gegen Merab eine 100% Takedown Defense geschafft hat. Wie auch immer, kann mit allem leben, aber nicht diese Romanov Verarsche. Und das häuft sich momentan. Spaß macht es kaum noch. Immerhin waren die 2 letzten Kämpfe noch witzig, finanziell aber wieder Schrott.

-4
 
Abusupiyan Magomedov (24-4-1) vs Dustin Stoltzfus (14-4) - UFC Fight Night Paris 03.09


Es scheint wohl endlich zu passieren. Nach mehreren Absagen aufgrund von Visaproblemen darf Abus endlich ran und da der Kampf in Paris stattfindet, darf eigentlich nichts schief gehen.

Auf Abus in der UFC habe ich gewartet. Und ja, ich kenne die Leistungen der deutschen Kämpfer, ja normalerweise layen. Hier kämpft aber ein gebürtiger Tschetschene und wohl das beste was man an MMA in seiner Gewichtsklasse in ganz DACH Raum + Osteuropa (außerhalb der UFC) finden kann. Die meisten MMA Experten sagen sogar ganz klar, dass Abus mit Abstand der overall beste MMA Kämpfer in Deutschland ist.


Abu Magomedov kennt man International durch seine starke Performance in der PFL wo er erst im Finale als großer Favorit gestoppt werden konnte. Bei KSW hat er nach einem Sieg keine Gegner mehr in seiner Gewichtsklasse gefunden, da niemand ihn kämpfen wollte. Zwar gab es Anfragen für eine Gewichtsklasse niedriger, da hat er sich aber gegen entschieden und selbst KSW hat ihn dann freigegeben, da man ihm keine vernünftigen Kämpfe anbieten konnte. Danach gab es das Angebot von der UFC, angeblich auch über den Standard Vertrag 12.500 Show + 12.500 Siegprämie hinaus. Falls das stimmt, dann weiß man was die UFC von Abus erwartet. Selbst ein Pimblett oder Ian Garry kamen nur mit den Standardrookie Verträgen in die UFC. Die UFC hat Ihn dementsprechend direkt matchen wollen mit starken bis sehr starken Gegnern für UFC Rookies wie Meerschaert, Khizriev und Muradov. Alles wegen Visaproblemen bzw. bei Muradov wegen einer Verletzung.


Abus ist wie fast jeder Tschetschene mit dem Ringen aufgewachsen und hat in dem Bereich dementsprechend seine Stärke. Fast wäre er sogar für Deutschland bei Olympia als Ringer gestartet, jedoch gab es da Probleme mit den Dokumenten. Auch in der Ringer Bundesliga öfter aktiv gewesen. Neben dem fast „genetisch“ starken Ringen, ist er auch im Stand-Up sehr gut, gerade sein Kickboxen ist exzellent. Abus kämpft sehr sehr clever, sucht sich seine Schläge aus, sehr platziertes Striking. Sein Wrestling wird auch nicht sinnlos mit 10 Takedown Versuchen pro Runde eingesetzt, sondern sehr clever. Ein ruhiger Kämpfer, der explodiert, wenn es wichtig ist.


Abus hatte nun leider 1 ½ Jahre Pause seit seinem letzten Kampf in KSW, aber durchgehend im Training und wird von UFD auch schon als deren neuer Posterboy gepusht. Er war also nicht verletzt, war 3x in Kampfvorbereitung und hat auch für seine Teamkollegen gespart bzw. war sogar im Corner. Das UFD (Ultimate Fighter Düsseldorf) Gym gilt als das wohl beste in Deutschland. Wurde dementsprechend auch mehrmals ausgezeichnet unter Anderem Leute wie Ex DUFC Fighter Zawada, Doppel KSW Champ und neuer ONE Superstar Soldic, KSW Champ Racic, Ex Bellator Champ und UFC & BKFC Veteran Hector Lombard, Ex UFC/KSW Fighter Thiago Silva, Cage Warrior/KSW/ M1 Fighter Joilton Santos unendlich Leute aus der deutschen Szene wie Eskiev (KSW), Grabinski (Brave), Moeil (PFL), Doussis (KSW), Dryschka (KSW), Dulatov (NFC) und und und. Dazu auch noch viele aus dem Boxen wie Charr oder Kabayel. Trainingspartner en Masse. Der gerade für die Card zur UFC gewechselte Janno Errens ist auch im UFD Gym,



Nun darf er ran und dann gegen einen anderen „deutschen“ Dustin Stoltzfus. Ein für mich absolut unnötiges Matchup. Stoltzfus hatte zuletzt endlich einen UFC Sieg und wurde aus meiner Sicht überraschend verlängert. Er steht 1-3 in der UFC und die Leistungen waren allesamt naja. Gegen Rodolfo Viera im Standup vorgeführt worden, was schon traurig ist. Gegen Meerschaert gut gekämpft um dann ab Mitte Runde 2 keine Puste mehr zu haben. Gegen Kyle Daukaus chancenlos. Zuletzt gegen Dwight Grant soliden Sieg geholt, aber auch nichts Überragendes. Daher habe ich mich echt über die Vertragsverlängerung gewundert.

Eventuell wurde auch verlängert, damit er nun direkt gegen einen absolut unangenehmen Gegner einspringen kann. Für Abus ist das Matchup auch unnötig, da er da außer einen Sieg nichts holen kann. Er hat sich wohl definitiv größere Namen vorgestellt. Für MMA Deutschland auch unnötig, da man eh so wenig siegreiche Kämpfer hat, nun nehmen die sich auch noch gegenseitig was weg.

Stoltzfus ist Deutschamerikaner, lebt seit langer Zeit in Deutschland, hat hier bei GMC & We Love MMA angefangen. Ordentlicher Grappler, im Stand-Up nichts Besonderes, bisher auffällig wenig Puste gehabt. KO Power hat er gen 0. Auf nationaler Ebene im BJJ gut, international kein hohes Level.

Stoltzfus ist ein netter Typ, diszipliniert und kann sich wahrscheinlich in der UFC als Cardfüller behaupten. Für mich aber hier vollkommen unterlegen. Im Standup sollte Abus problemlos seine Schläge und Kicks picken können. Im Wrestling ist Abus auch 3 Level stärker. Wie gesagt, normalerweise hat er Olympia Niveau im Wrestling. Im BJJ sollte es ausgeglichen sein, wobei ich selbst da Abus vorne sehe.

Das Matchup ist von vorne bis hinten nicht verständlich. Evtl. will man Abus nun endlich einen Fight + Sieg geben um Ihn dann gegen bessere zu matchen. Stoltzfus hat nach dem Record + Vertragsverlängerung wohl nicht viel zu melden und ist froh noch bei der UFC zu sein. Dazu ist sein letzter Kampf (immerhin über volle Distanz) erst 1 ½ Monate her.


Ich weiß, es ist der erste Kampf für Abus in der UFC. Normalerweise ist man bei Rookies vorsichtig. Er ist aber kein junges Talent, sondern war im PFL 1 Mio Dollar Finale in New York, dementsprechend vorher viele Kämpfe im Live TV auf PFL Bühne gehabt. Auch Live im TV bei KSW. Er ist auch nicht der Typ wo ich mir Sorgen mache, dass er sich hier irgendwie einmacht. Einzige Fragezeichen wäre die längere Auszeit, aber auch hier hat er durchgehend mit den besten Leuten Deutschlands/ Europas trainiert.

In dem Fight hat er 5 cm Height und 8cm Reach Vorteile. Gerade durch sein gutes Kickboxen sollte er hier nochmal einiges rausholen können. Von der Erfahrung her ist Stoltzfus trotz seiner 4 UFC Kämpfe auch nicht weiter. Vor der UFC hat er durchgehend in Low-Level Deutschland Orgas gekämpft. Abus 5x PFL + 1x KSW.

Ich mag Stoltzfus als Typen, aber gebe Ihm hier 1% Chance. Und zwar wenn Abus leichtsinnig wie im PFL Finale wird, irgendwie wild im Wrestling seinen Rücken freigibt und dann sich submissen lässt. Allerdings sage ich gerade durch die Erfahrung im PFL Finale, wo er nur durch Leichtsinnigkeit verloren hat, weiß er was zu tun ist.

Meine Performance war schwach zuletzt, die Quote ist auch nichts Tolles, aber hier sehe ich nur einen Sieger und spiele es dementsprechend dick und auch solo an. Im Endeffekt ein baldiger Top 15 Kämpfer gegen einen der zu den „Abstiegskandidaten“ der Divison zählt.

9/10 Magomedov 1.4q @ Bet365/Pin


PS: Evtl. kommt die Woche noch was weiteres. Aber wenn nur noch kleine Sachen. Haue es jetzt schon raus, weil ich denke viele hauen den auf Kombis und es fällt noch auf 1.2 oder so..
 
UFC Paris Samstag 03.09

Neben dem Mainbrett mache ich noch ein paar kleinere Bets. Zur besten europäischen Zeit will ich ja nicht ganz „nackt“ ins Event gehen. Ich bin ab morgen im Urlaub, daher gibt’s heute schon die Tipps.

Khalid Taha (13-4) vs Christian Quinonez (16-3)

Ein weiterer „fighting out of Germany” Kämpfer. Taha ist schon seit 2018 in der UFC und steht 1-3-1. Der No Contest war auch ein Sieg, aber wurde dann wegen Doping als No Contest bewertet. Taha hat damit schon relativ gut Erfahrung und gar keine schlechten Leistungen gebracht. Gegen gute Leute wie Morozov oder Barcelos zuletzt nach Decision verloren, aber das sind schon zwei ordentliche Gegner. Bruno Silva der besiegt wurde, zeigt sich langsam auch als ordentlicher UFC Kämpfer. Vor der UFC hat Taha auch schon gegen gute Leute und in guten Orgas gekämpft wie Brave oder Rizin. Also allgemein hat er Erfahrung auf Toplevel und dort auch Leistung gezeigt. Mit 29 auch noch Entwicklungsfähig.
Laut Interviews kommt er mir auch besonnen vor und mit guter Vorbereitung. Durch die Geburt seines Kindes kommt er mir reifer vor. Problematisch ist für mich, dass er irgendwie von Gym zu Gym springt und kein festes Team hat. Teilweise in Vegas, dann in Frankfurt, dann in Dortmund. Zuletzt aber wohl Hilfe von Abdelazziz geholt und daher in Vegas vernünftig gearbeitet. Man hört auch, dass er sehr diszipliniert geworden ist.
Taha hat für seine Gewichtsklasse sehr harte Schläge, gute Kicks, sehr explosiv. Ist technisch nicht besonders gut, aber hat super Kondition und keine Probleme Schläge zu nehmen.
Normalerweise wäre Taha gegen Lapilus gematched worden, ein sehr sehr starker Franzose. Das wäre schwer geworden. Nun kommt ein ganz frischer aus der Contender Series. Quinonez dort den Chinesen Long Xiao geschlagen. Der Chinese natürlich mit toller Bilanz aber bisher enttäuschen die Chinesen die frisch aus China in die UFC kommen durchgehend. Der Record von dem Chinesen war auch hauptsächlich gegen Schrott. Und gegen diesen Chinesen ist er in der 1. Runde fast KO gegangen. Hat die Runde überlebt und es dann gedreht. Quinonez hat allerdings gut Erfahrung vorher. Bei Brave gute Leute gekämpft und auch bei Combate. Er ist also kein schlechter. Quinonez ist bisher eher im Striking aufgefallen, wobei er aus dem BJJ kommt. Er hat gute Kicks, langen Jab, aber er kommt mir defensiv nicht gut vor. Er wird oft getroffen, und ist auch schon 2x KO gegangen. Wahrscheinlich mehr Volume als Taha, aber mal schauen was passiert, wenn er paar harte Bomben bekommt. Quinonez ist ein Action Fighter, viel Volume, aber defensiv sehr offen.
Hier gehe ich aber mit dem Contender Series Fade. Wenn die Contender Series Leute Favo oder Odds ausgeglichen sind, sollte man gegen einen ordentliche Gegner layen. Taha ist für mich ein ordentlicher Gegner mit Erfahrung und Power. Die Odd geht langsam auf even hoch, da steige ich dann gerne ein. Im Vergleich zu Lapilus ist das ein Step Down für Taha und für Quinonez der beste Gegner der Karriere bisher.
Quinonez ist dazu ein Late Replacement, muss kurzfristig nach Paris reisen, Zeitunterschied plus muss bei seiner Größe kurzfristig viel Gewicht cutten. Dazu noch Debüt, Auswärts gegen einen soliden Gegner. Da gehe ich gerne auf Taha. Quinonez ist 5cm größer und hat 3cm mehr reach. Mal schauen wie das ausspielt


Benoit Saint-Denis (9-1) vs Gabriel Miranda (16-5)

St. Denis ist einer der Local Heroes und einer der in der UFC echt abgeliefert hat. Im ersten Fight natürlich unfassbar kassiert, aber auch unfair fürs Debüt gematched worden. Auf jeden Fall da bewiesen wie zäh er ist. Zuletzt dann Stolze komplett auseinandergenommen und gezeigt wie stark er im Grappling und BJJ ist. St. Denis kommt von den Special Forces aus Frankreich, ist daher Topfit, super Kondition und wie erwähnt sehr zäh. Er ist MMA technisch sehr gut ausgebildet, guter Judoka gewesen, sehr gutes BJJ, gutes Muay Thai. St. Denis hat mich gegen Stolze überzeugt, wobei er noch Löcher im Gameplan hat. Beispielsweise geht er zu offen beim Takedown mit dem Kopf nach vorne. Daher sehr anfällig für Knee to Head. Gegen Stolze sich da sogar einen gefangen, dann aber einfach durchgerannt.
Mit Miranda hat man Ihm hier wirklich einen geschenkten Gegner gestellt. Da will man die Homecrowd zu Beginn wohl aufwärmen. Miranda hat bis auf 3 Brave Kämpfe durchgehend in Regio oder Schrott Organisationen gekämpft. Hauptsächlich gegen Gegner mit Minus oder ausgeglichenen Record. Gegen vernünftige Gegner wie Vagner Rocha und Ahmed Magomedov ging er KO bzw. hat haushoch per Decision verloren. Miranda ist aber Black Belt in BJJ, also nicht komplett ungefährlich, allerdings jumped er immer Guard, ähnlich wie Paul Craig will er pur auf der Matte kämpfen und wartet, dass der Gegner so blöd ist und mitmacht. St.Denis ist aber auch ein super BJJler und im Stand Up eben 5 Level besser.
Nun kommt Miranda als late replacement. Ansonsten wäre der nie und nimmer in der UFC. Auch hier, er muss nach Paris fliegen, Gewicht cutten, auswärts kämpfen… Normalerweise war St.Denis gegen Giagos gematched, einen viel besseren Gegner und mega erfahren auf UFC Niveau. Nun hat man ihm ein Geschenk gemacht. Bei der Größe/Reach sind beide ausgeglichen.

Nasrat Haqparast (13-5) vs John Madessi (18-7)

Ein weiterer “Fighting out of Germany”, wobei ich mir da nicht mal mehr sicher bin. Mittlerweile ist er laut Social Media lieber Marokkaner als Deutscher, ansonsten ja eigentlich für Afghanistan am Kämpfen, zuletzt dann ohne Flagge. Nun durch die Azaitars zum Marokkaner gewechselt? Keine Ahnung, aber auch irrelevant.
Haqparast ist eigentlich talentiert, wurde von der UFC auch immer gut gematched und gefördert. Mittlerweile zweifle ich aber stark an Ihm. Hooker und Green sind zwar noch mal andere Kaliber, da wurde er aber zweimal komplett vorgeführt. Hooker jetzt auch nicht in Topform. Dazu diese unsäglichen Freunde/Brüder in seiner Ecke das sinnlose Zeug während des Kampfes reinschreien. Das ist aus meiner Sicht komplett unseriös. Dann verlässt er das Tristar Gym, also die die Ihn kämpferisch und taktisch gefördert haben. Schwierig alles, inklusive Handbruch nach dem Green Fight und nun schon wieder am kämpfen. Er hatte in den letzten 4 Monaten 2 Operationen und mehrere gebrochene Knochen. Keine Ahnung wieso man dann sofort wieder kämpft. Besonders nach zwei haushohen Niederlagen. Irgendwie verbrennt man Haqparast komplett. Hooker und Green waren auch paar Steps zu hoch, zu schnell.
Makdessi ist ein erfahrener UFC Company Man. Zuletzt auch verletzt gewesen, aber steht 4-1 aus den letzten 5 Kämpfen. Gegen Bahamondes überraschend stark gewesen. Bahamondes auch ein talentierter junger Mann, den hat er in Runde 1 fast KO gehauen. Toller Fight gewesen. Makdessi ist seit 2010 in der UFC, nie nach ganz oben geschafft, aber geliefert, wenn er musste. Makdessi kennt Haqparast sogar aus dem Tristar Gym und insbesondere seine Trainer sollten daher Haqparast kennen.
Für mich ein knapperer Fight als die Quoten sagen. Haqparast ist ohne Tristar im Hintergrund, mit seinen schwierigen Freunden/Brüdern im Corner, der schlechten Form und der gerade erst geheilten Hand eine Wundertüte. Vom Talent her, sollte er Makdessi locker per Decision gewinnen. Makdessi ist aber erfahren, weiß wie man in einen Stand Up War geht und hat gegen Bahamondes bewiesen solche zu gewinnen. Mit Trainern in der Hinterhand, welche genau wissen wie Hapqarast kämpft, gebe ich Makdessi hier Chancen. Height und Reach hat Haqparast 5cm/10cm Vorteile. Bahamondes hatte aber sogar 18cm/19cm und da hat Makdessi abliefern können.
Vielleicht liege ich aber auch falsch und Haqparast setzt endlich auf vernünftige Leute um Ihn herum, insbesondere vor und während des Fights. Das nämlich während einem UFC Fights sein Bruder in der Rundenpause irgendwas reinschreit, anstatt Zahabi als Trainer ist ein schlechter Witz. Sowas hat man sonst bei Perry oder so gesehen, wo die Freundin den Corner macht. Ob das abhängen mit den Azaitars weiterhilft bezweifle ich auch.
Hier setze ich dann lieber auf den Veteranen, wo man weiß was man bekommt, als auf die talentierte Wundertüte.

Robert Whittaker (23-6) vs Marvin Vettori (18-4-1)

Interessanter Fight, wenn man bedenkt beide haben seit 2017 nur Siege, außer gegen Adesanya. Auch mit dem Fight Pereira vs Adesanya könnte sich für Whittaker/Vettori mit einem Sieg eine neue Chance ergeben, falls Pereira gewinnt. Einen 3. Fight vs Adesanya sehe ich irgendwie für keinen der Beiden.
Whittaker ist sogar seit 2014 mit 12-2 Siegen. Nur eben gegen Adesanya zweimal verloren. Und da waren Siege gegen die besten der Divison. Interessant ist auch er steht 5-0 gegen Southpaw und da war jede Art von Gegner dabei: Romero, Darren Till, Brunson. Er kann also mit Ringern, mit Strikern, offensiven, defensiven umgehen. Selbst gegen Adesanya sah es in dem letzten Kampf gut aus.
Vettori hat auch abgeliefert, allerdings weniger spektakulär und weniger in der Masse bzw. hohen Level. Einmal gegen einen jungen Adesanya sogar nur in einer Split Decision verloren. Beim 2. Auftritt aber null Chance gehabt. Gegen Hermansson, Holland und einen unfitten Costa durchs Wrestling die DEcision geholt. Ansonsten überschaubare Gegner im Vergleich zu Whittaker.
Im Standup wird Vettori chancenlos sein. Auch weil seine Schläge wie Luft sind. Selbst klare Treffer haben null Wirkung. Er wird sich also aufs Wrestling verlassen müssen. Whittaker hat aber gegen die besten Wrestler der Division gekämpft und in 14 UFC Fights eine 83% Takedown Defense. Dafür ist die Takedown Offense von Vettori auch nicht stark genug, Whittaker hier mehr als eine Runde problematisch zu werden.
Whittaker wird mir klareren Treffern die Runden holen können. Vettori traue ich im Wrestling zu 1-2 Takedowns zu holen, aber nichts was Whittaker brechen könnte. Whittakers Vorteile vs Southpaw, wie auch seine Erfahrung gegen jede Art von Styles sehe ich als großen Vorteil. Vettori ist noch jung und zeigt immer eine gute Leistung, aber Siege im puren Wrestling/Grappling vs Holland, Roberson und einen komplett unfitten Costa sind eben auch nichts besodneres. Gegen Hermansson respektiere ich. Gegen Adesanya im Striking komplett chancenlos, da sah Whittaker viel besser aus.


Gesamt:
9/10 Magomedov 1.4q @Bet365
2/10 St. Denis + Whittaker 1.96q @ Pin
1/10 Taha 1.83q @ Pin
1/10 Makdessi 2,95q @ Pin
 
Abusupiyan Magomedov (24-4-1) vs Dustin Stoltzfus (14-4) - UFC Fight Night Paris 03.09


Es scheint wohl endlich zu passieren. Nach mehreren Absagen aufgrund von Visaproblemen darf Abus endlich ran und da der Kampf in Paris stattfindet, darf eigentlich nichts schief gehen.

Auf Abus in der UFC habe ich gewartet. Und ja, ich kenne die Leistungen der deutschen Kämpfer, ja normalerweise layen. Hier kämpft aber ein gebürtiger Tschetschene und wohl das beste was man an MMA in seiner Gewichtsklasse in ganz DACH Raum + Osteuropa (außerhalb der UFC) finden kann. Die meisten MMA Experten sagen sogar ganz klar, dass Abus mit Abstand der overall beste MMA Kämpfer in Deutschland ist.


Abu Magomedov kennt man International durch seine starke Performance in der PFL wo er erst im Finale als großer Favorit gestoppt werden konnte. Bei KSW hat er nach einem Sieg keine Gegner mehr in seiner Gewichtsklasse gefunden, da niemand ihn kämpfen wollte. Zwar gab es Anfragen für eine Gewichtsklasse niedriger, da hat er sich aber gegen entschieden und selbst KSW hat ihn dann freigegeben, da man ihm keine vernünftigen Kämpfe anbieten konnte. Danach gab es das Angebot von der UFC, angeblich auch über den Standard Vertrag 12.500 Show + 12.500 Siegprämie hinaus. Falls das stimmt, dann weiß man was die UFC von Abus erwartet. Selbst ein Pimblett oder Ian Garry kamen nur mit den Standardrookie Verträgen in die UFC. Die UFC hat Ihn dementsprechend direkt matchen wollen mit starken bis sehr starken Gegnern für UFC Rookies wie Meerschaert, Khizriev und Muradov. Alles wegen Visaproblemen bzw. bei Muradov wegen einer Verletzung.


Abus ist wie fast jeder Tschetschene mit dem Ringen aufgewachsen und hat in dem Bereich dementsprechend seine Stärke. Fast wäre er sogar für Deutschland bei Olympia als Ringer gestartet, jedoch gab es da Probleme mit den Dokumenten. Auch in der Ringer Bundesliga öfter aktiv gewesen. Neben dem fast „genetisch“ starken Ringen, ist er auch im Stand-Up sehr gut, gerade sein Kickboxen ist exzellent. Abus kämpft sehr sehr clever, sucht sich seine Schläge aus, sehr platziertes Striking. Sein Wrestling wird auch nicht sinnlos mit 10 Takedown Versuchen pro Runde eingesetzt, sondern sehr clever. Ein ruhiger Kämpfer, der explodiert, wenn es wichtig ist.


Abus hatte nun leider 1 ½ Jahre Pause seit seinem letzten Kampf in KSW, aber durchgehend im Training und wird von UFD auch schon als deren neuer Posterboy gepusht. Er war also nicht verletzt, war 3x in Kampfvorbereitung und hat auch für seine Teamkollegen gespart bzw. war sogar im Corner. Das UFD (Ultimate Fighter Düsseldorf) Gym gilt als das wohl beste in Deutschland. Wurde dementsprechend auch mehrmals ausgezeichnet unter Anderem Leute wie Ex DUFC Fighter Zawada, Doppel KSW Champ und neuer ONE Superstar Soldic, KSW Champ Racic, Ex Bellator Champ und UFC & BKFC Veteran Hector Lombard, Ex UFC/KSW Fighter Thiago Silva, Cage Warrior/KSW/ M1 Fighter Joilton Santos unendlich Leute aus der deutschen Szene wie Eskiev (KSW), Grabinski (Brave), Moeil (PFL), Doussis (KSW), Dryschka (KSW), Dulatov (NFC) und und und. Dazu auch noch viele aus dem Boxen wie Charr oder Kabayel. Trainingspartner en Masse. Der gerade für die Card zur UFC gewechselte Janno Errens ist auch im UFD Gym,



Nun darf er ran und dann gegen einen anderen „deutschen“ Dustin Stoltzfus. Ein für mich absolut unnötiges Matchup. Stoltzfus hatte zuletzt endlich einen UFC Sieg und wurde aus meiner Sicht überraschend verlängert. Er steht 1-3 in der UFC und die Leistungen waren allesamt naja. Gegen Rodolfo Viera im Standup vorgeführt worden, was schon traurig ist. Gegen Meerschaert gut gekämpft um dann ab Mitte Runde 2 keine Puste mehr zu haben. Gegen Kyle Daukaus chancenlos. Zuletzt gegen Dwight Grant soliden Sieg geholt, aber auch nichts Überragendes. Daher habe ich mich echt über die Vertragsverlängerung gewundert.

Eventuell wurde auch verlängert, damit er nun direkt gegen einen absolut unangenehmen Gegner einspringen kann. Für Abus ist das Matchup auch unnötig, da er da außer einen Sieg nichts holen kann. Er hat sich wohl definitiv größere Namen vorgestellt. Für MMA Deutschland auch unnötig, da man eh so wenig siegreiche Kämpfer hat, nun nehmen die sich auch noch gegenseitig was weg.

Stoltzfus ist Deutschamerikaner, lebt seit langer Zeit in Deutschland, hat hier bei GMC & We Love MMA angefangen. Ordentlicher Grappler, im Stand-Up nichts Besonderes, bisher auffällig wenig Puste gehabt. KO Power hat er gen 0. Auf nationaler Ebene im BJJ gut, international kein hohes Level.

Stoltzfus ist ein netter Typ, diszipliniert und kann sich wahrscheinlich in der UFC als Cardfüller behaupten. Für mich aber hier vollkommen unterlegen. Im Standup sollte Abus problemlos seine Schläge und Kicks picken können. Im Wrestling ist Abus auch 3 Level stärker. Wie gesagt, normalerweise hat er Olympia Niveau im Wrestling. Im BJJ sollte es ausgeglichen sein, wobei ich selbst da Abus vorne sehe.

Das Matchup ist von vorne bis hinten nicht verständlich. Evtl. will man Abus nun endlich einen Fight + Sieg geben um Ihn dann gegen bessere zu matchen. Stoltzfus hat nach dem Record + Vertragsverlängerung wohl nicht viel zu melden und ist froh noch bei der UFC zu sein. Dazu ist sein letzter Kampf (immerhin über volle Distanz) erst 1 ½ Monate her.


Ich weiß, es ist der erste Kampf für Abus in der UFC. Normalerweise ist man bei Rookies vorsichtig. Er ist aber kein junges Talent, sondern war im PFL 1 Mio Dollar Finale in New York, dementsprechend vorher viele Kämpfe im Live TV auf PFL Bühne gehabt. Auch Live im TV bei KSW. Er ist auch nicht der Typ wo ich mir Sorgen mache, dass er sich hier irgendwie einmacht. Einzige Fragezeichen wäre die längere Auszeit, aber auch hier hat er durchgehend mit den besten Leuten Deutschlands/ Europas trainiert.

In dem Fight hat er 5 cm Height und 8cm Reach Vorteile. Gerade durch sein gutes Kickboxen sollte er hier nochmal einiges rausholen können. Von der Erfahrung her ist Stoltzfus trotz seiner 4 UFC Kämpfe auch nicht weiter. Vor der UFC hat er durchgehend in Low-Level Deutschland Orgas gekämpft. Abus 5x PFL + 1x KSW.

Ich mag Stoltzfus als Typen, aber gebe Ihm hier 1% Chance. Und zwar wenn Abus leichtsinnig wie im PFL Finale wird, irgendwie wild im Wrestling seinen Rücken freigibt und dann sich submissen lässt. Allerdings sage ich gerade durch die Erfahrung im PFL Finale, wo er nur durch Leichtsinnigkeit verloren hat, weiß er was zu tun ist.

Meine Performance war schwach zuletzt, die Quote ist auch nichts Tolles, aber hier sehe ich nur einen Sieger und spiele es dementsprechend dick und auch solo an. Im Endeffekt ein baldiger Top 15 Kämpfer gegen einen der zu den „Abstiegskandidaten“ der Divison zählt.

9/10 Magomedov 1.4q @ Bet365/Pin


PS: Evtl. kommt die Woche noch was weiteres. Aber wenn nur noch kleine Sachen. Haue es jetzt schon raus, weil ich denke viele hauen den auf Kombis und es fällt noch auf 1.2 oder so..
Sorry, aber das ist sicherlich die einseitigste Analyse, die ich je gelesen habe. Nichts gegen dich mein Freund, aber kann ich so nicht stehen lassen. Und ich sage das als jemand, der selber schon mit Abus in einem Raum trainiert und ihn somit live und in Farbe aus nächster Nähe gesehen hat, weil er nämlich ziemlich dicke ist mit meinem ehemaligen Trainer im Ringen, der ihn übrigens auch vor Jahren mit vorbereitet hat für diverse Kämpfe.
Vorweg: Ich sage nicht, dass er hier verliert oder man gar auf Stoltzfus wetten soll, aber du gehst quasi fast Max Stake auf eine 1.40 für Abus und Leute, die sowas sehen und dann ggfs. Nachspielen, sollten da in meinen Augen auch noch ein paar weitere Argumente bekommen, die du nicht genannt hast, in meinen Augen aber sehr gewichtig sind.

Ja, Abus ist für deutsche Verhältnisse solide. Wir alle wissen, dass Deutsches MMA aus vielen verschiedenen Gründen extrem schwach ist in der Breite und Abus sicherlich nicht der typische Deutsche, der auf größerer Bühne quasi automatisch versagt. Wir haben ja zuletzt gesehen, was mit Namen wie Stolze, Böhm etc. passiert ist, die sang- und klanglos untergegangen sind und das nichtmal gegen super gute Gegner, sondern gegen unterstes Level in der UFC.

Wir reden hier über eine Quote 1.40. Die suggeriert ~ 70% Eintrittswahrscheinlichkeit. Du sagst du gibst Stoltzfuß 1%. Also 99% für Abus? Das ist wirklich hanebüchen. Ich weiß nicht, wie du auf diese %s kommst, aber jemanden 99% zu geben, der seit quasi vier Jahren keinen anständigen Gegner mehr vor den Fäusten hatte und der in dieser Zeit knapp 8 Minuten cage time hatte gegen super, super schwache Gegner, ist für mich absolut verrückt und hat nichts mehr mit solidem capping zu tun. Selbst ein Kamaru Usman ist in keinem seiner Kämpfe ein 99% Favorit. Selbst gegen unterstes Level nicht.

Wen hat Abus in seiner Karriere denn so geschlagen? Schauen wir uns seinen Record mal an. Wen kennt man da so? Richtig. Niemanden! Abus hat durch die Bank weg sehr, sehr low level Gegner gehabt. Selbst der Run in der PFL 2018 war gegen Gegner, die ich persönlich bis auf Sadibou Sy als absolute gimmick Wins einstufe. Nicht zu vergessen, dass er dort auch überhaupt nur weiterkam gegen Umalatov, weil PFL diese dumme Regel hat, dass bei Draws derjenige weiterkommt, der die erste Runde gewinnt. In der zweiten Runde gegen Umalatov hat Abus nämlich nix mehr gemacht. Hier sind wir auch direkt bei seinem eher suspekten Cardio. Ich bin jedenfalls nicht überzeugt, dass er drei harte Runden gehen kann. Zu seinem Glück ist Stoltzfus selber nicht mit der besten Audauer gesegnet. Aber ich persönlich würde Stoltzfus in Runde 3 trotzdem leichte Vorteile geben, was Ausdauer etc. angeht.


Abus kommt aus dem Ringen und ringt seit seinen Kindertagen. Ja, er ist ein guter Ringer. Aber ist er auch wirklich ein guter MMA-Ringer? Ich bin da nicht so überzeugt. Er wurde in seinen Niederlagen, auch wenn die schon ein paar Jahre her sind, easy outgrappled von Leuten wie Andreas Stahl (Schwedischer Ringer) oder Mikkel Parlo (Dänischer Ringer). Abus ist kein Monster Dagestani Wrestler a la Chimaev, Khabib etc. …sonst würde er solche Leute schlagen. Und ja, wie gesagt, diese Niederlagen sind schon ein paar Jahre her, aber wen hat er denn so geschlagen in den Jahren seit dem? Eben, bis auf Sadibou Sy niemanden und Sadibou Sy war damals bei weitem nicht so professionell und gut, wie er es heute ist. Alleine, dass Abus in seinem vorletzten Kampf gegen einen 0-0 Gegner angetreten ist, lässt bei mir die Alarmglocken aufhorchen. Wir brauchen uns hier nichts vormachen: Was das Gegnerlevel angeht, hat Stoltfus die Nase vorne und diese Erfahrung und Aktivität in den letzten 2 Jahren kann hier durchaus ein großer Faktor werden.

Abus ist ein guter deutscher Kämpfer, aber das hier ist keine GMC oder EMC Veranstaltung im Rheinland. Abus ist kein Top 10/15 Mann im Mittelgewicht. Wenn du dir anschaust, wer da so um den Dreh geranked ist, die schlagen ihn alle. Buckley, Imavov, Muniz etc., paar von den Namen dort natürlich auch schon über den Zenit, aber selbst denen geb ich ne gute Chance. Für mich persönlich ist Abus ein riesengroßer, dicker Fade – allerdings nicht hier in diesem Matchup. Ich habe zudem massive Zweifel an seinen Nehmerqualitäten. Der linke Haken von Louis Taylor, der übrigens 39 war zu dem Zeitpunkt, war nichtmal super clean oder mit voller Power. Ich empfehle jedem sich den KO nochmal genau anzuschauen. Super, super merkwürdiges Ding. Das war ein super weiter linker Haken der nichtmal mit voller ROM geschlagen wurde und dann sogar noch Abus Handschuh gestreift hat, bevor er in der Schläfen-Region landete und Abus war komplett out.

Stolzfus ist kein super Kämpfer. Kein Top 15 Mann. Aber der Kerl ist tough und hat solide Allrounder Skills. Sein Jiu Jitsu ist absolut solide, sein Striking ist robotic und basic, aber auch nicht super kacke. Er hat GM3 zwei Runden dominiert, bevor er dumme Entscheidungen getroffen hatte und dann verlor. Er hat mit Daukaus 15 Minuten überstanden. Der Kerl ist jetzt niemand, den man einfach Mal so in 2 Minuten finished. Auch wenn ich nicht geschockt wäre, wenn das hier ne Power Guillotine für Abus gibt, aber das sind Szenarien, die man schwierig vorhersagen kann. Wenn der Kampf jedenfalls nicht in den ersten zwei, drei Minuten endet, dann weiß ich nicht so Recht, ob man hier ne 1.40 auf Abus haben möchte. Da würde ich eher das Under 2.5 spielen, wenn ich Abus hier mag, zu Quote 1.90. Wenn Abus klar und easy gewinnt, dann mit Sicherheit vorzeitig durch nen guten punch oder ne Sub. Sollte der Kampf hier die Hälfte der Zeit überschreiten oder gar in Runde 3 gehen, dann sehe ich persönlich kein Finish mehr für Abus. Glaube Runde 3 könnte für Abus mehr als nur schwierig werden, gerade auch im Hinblick darauf, dass er seit vier Jahren keine dritte Runde mehr gesehen hat und ohnehin nicht derjenige ist, der das super duper Cardio besitzt.

Ich denke zwar, dass er Stoltzfus irgendwie besiegt. Aber hier auf 99/1 zu kommen oder nahezu max. Stake auf solch eine Wette zu gehen, find ich schon grob fahrlässig, gerade weil viele Leute dir nachspielen und sich vllt. Auch nicht so mit dem Sport auskennen. Sowas hat nichts mehr mit realistischen Einschätzungen zutun. Man kann immer falsch liegen und das ist kein Problem, ich liege selber oft genug falsch Woche für Woche/Tag für Tag, aber man sollte versuchen Matchups realistisch und realitätsnah zu betrachten und nicht irgendwelche persönlichen Sympathien mitreinzubringen und Wetten „aufzuhypen“. Gerade, wenn man seine Wetten noch irgendwo postet, wo Leute einem nachspielen. Ich erinnere mich, dass du bei seinem letzten Kampf, der dann abgesagt wurde, auch schon auf Abus gewettet hast und ihn gehyped hast. Da waren die Quoten allerdings deutlich besser. Du hast in meinen Augen ein sehr verzerrtes Bild von ihm, seinen Skills und seiner Karriere im Gesamten.

Wie gesagt, ich denke er gewinnt hier irgendwie. Aber wenn er hier nicht frühzeitig ein Finish holt, könnte der Kampf so ab Minute 7-8 richtig, richtig sloppy werden. Für mich persönlich ist Abus maximal für ne Kombi Wette empfehlenswert, small aber auch nur. Würde hier NIEMALS solch einen hohen Stake oder solch eine hohe Confidence auf eine 1.40 sehen. Ich denke du wirst da draußen auch niemanden finden, der sich dieser Meinung, Argumentation anschließt. Was natürlich grundsätzlich nichts heißen mag, aber 99/1 ist komplett fernab jeglicher Realitäten. Und fass das bitte nicht als Angriff oder so auf. Ist nur meine Meinung. Viel Erfolg mit der Wette, hoffe natürlich, dass Abus gewinnt und deine Wette casht, aber Hoffnung/Wünsche sind eben leider gerade im Wetten nicht (immer) die Realität.

PS: Makdessi als Underdog gefällt mir gut. Hab ihn auch eingepackt @ 3.10...
 
Zuletzt bearbeitet:
UFC Paris Samstag 03.09

Neben dem Mainbrett mache ich noch ein paar kleinere Bets. Zur besten europäischen Zeit will ich ja nicht ganz „nackt“ ins Event gehen. Ich bin ab morgen im Urlaub, daher gibt’s heute schon die Tipps.

Khalid Taha (13-4) vs Christian Quinonez (16-3)

Ein weiterer „fighting out of Germany” Kämpfer. Taha ist schon seit 2018 in der UFC und steht 1-3-1. Der No Contest war auch ein Sieg, aber wurde dann wegen Doping als No Contest bewertet. Taha hat damit schon relativ gut Erfahrung und gar keine schlechten Leistungen gebracht. Gegen gute Leute wie Morozov oder Barcelos zuletzt nach Decision verloren, aber das sind schon zwei ordentliche Gegner. Bruno Silva der besiegt wurde, zeigt sich langsam auch als ordentlicher UFC Kämpfer. Vor der UFC hat Taha auch schon gegen gute Leute und in guten Orgas gekämpft wie Brave oder Rizin. Also allgemein hat er Erfahrung auf Toplevel und dort auch Leistung gezeigt. Mit 29 auch noch Entwicklungsfähig.
Laut Interviews kommt er mir auch besonnen vor und mit guter Vorbereitung. Durch die Geburt seines Kindes kommt er mir reifer vor. Problematisch ist für mich, dass er irgendwie von Gym zu Gym springt und kein festes Team hat. Teilweise in Vegas, dann in Frankfurt, dann in Dortmund. Zuletzt aber wohl Hilfe von Abdelazziz geholt und daher in Vegas vernünftig gearbeitet. Man hört auch, dass er sehr diszipliniert geworden ist.
Taha hat für seine Gewichtsklasse sehr harte Schläge, gute Kicks, sehr explosiv. Ist technisch nicht besonders gut, aber hat super Kondition und keine Probleme Schläge zu nehmen.
Normalerweise wäre Taha gegen Lapilus gematched worden, ein sehr sehr starker Franzose. Das wäre schwer geworden. Nun kommt ein ganz frischer aus der Contender Series. Quinonez dort den Chinesen Long Xiao geschlagen. Der Chinese natürlich mit toller Bilanz aber bisher enttäuschen die Chinesen die frisch aus China in die UFC kommen durchgehend. Der Record von dem Chinesen war auch hauptsächlich gegen Schrott. Und gegen diesen Chinesen ist er in der 1. Runde fast KO gegangen. Hat die Runde überlebt und es dann gedreht. Quinonez hat allerdings gut Erfahrung vorher. Bei Brave gute Leute gekämpft und auch bei Combate. Er ist also kein schlechter. Quinonez ist bisher eher im Striking aufgefallen, wobei er aus dem BJJ kommt. Er hat gute Kicks, langen Jab, aber er kommt mir defensiv nicht gut vor. Er wird oft getroffen, und ist auch schon 2x KO gegangen. Wahrscheinlich mehr Volume als Taha, aber mal schauen was passiert, wenn er paar harte Bomben bekommt. Quinonez ist ein Action Fighter, viel Volume, aber defensiv sehr offen.
Hier gehe ich aber mit dem Contender Series Fade. Wenn die Contender Series Leute Favo oder Odds ausgeglichen sind, sollte man gegen einen ordentliche Gegner layen. Taha ist für mich ein ordentlicher Gegner mit Erfahrung und Power. Die Odd geht langsam auf even hoch, da steige ich dann gerne ein. Im Vergleich zu Lapilus ist das ein Step Down für Taha und für Quinonez der beste Gegner der Karriere bisher.
Quinonez ist dazu ein Late Replacement, muss kurzfristig nach Paris reisen, Zeitunterschied plus muss bei seiner Größe kurzfristig viel Gewicht cutten. Dazu noch Debüt, Auswärts gegen einen soliden Gegner. Da gehe ich gerne auf Taha. Quinonez ist 5cm größer und hat 3cm mehr reach. Mal schauen wie das ausspielt


Benoit Saint-Denis (9-1) vs Gabriel Miranda (16-5)

St. Denis ist einer der Local Heroes und einer der in der UFC echt abgeliefert hat. Im ersten Fight natürlich unfassbar kassiert, aber auch unfair fürs Debüt gematched worden. Auf jeden Fall da bewiesen wie zäh er ist. Zuletzt dann Stolze komplett auseinandergenommen und gezeigt wie stark er im Grappling und BJJ ist. St. Denis kommt von den Special Forces aus Frankreich, ist daher Topfit, super Kondition und wie erwähnt sehr zäh. Er ist MMA technisch sehr gut ausgebildet, guter Judoka gewesen, sehr gutes BJJ, gutes Muay Thai. St. Denis hat mich gegen Stolze überzeugt, wobei er noch Löcher im Gameplan hat. Beispielsweise geht er zu offen beim Takedown mit dem Kopf nach vorne. Daher sehr anfällig für Knee to Head. Gegen Stolze sich da sogar einen gefangen, dann aber einfach durchgerannt.
Mit Miranda hat man Ihm hier wirklich einen geschenkten Gegner gestellt. Da will man die Homecrowd zu Beginn wohl aufwärmen. Miranda hat bis auf 3 Brave Kämpfe durchgehend in Regio oder Schrott Organisationen gekämpft. Hauptsächlich gegen Gegner mit Minus oder ausgeglichenen Record. Gegen vernünftige Gegner wie Vagner Rocha und Ahmed Magomedov ging er KO bzw. hat haushoch per Decision verloren. Miranda ist aber Black Belt in BJJ, also nicht komplett ungefährlich, allerdings jumped er immer Guard, ähnlich wie Paul Craig will er pur auf der Matte kämpfen und wartet, dass der Gegner so blöd ist und mitmacht. St.Denis ist aber auch ein super BJJler und im Stand Up eben 5 Level besser.
Nun kommt Miranda als late replacement. Ansonsten wäre der nie und nimmer in der UFC. Auch hier, er muss nach Paris fliegen, Gewicht cutten, auswärts kämpfen… Normalerweise war St.Denis gegen Giagos gematched, einen viel besseren Gegner und mega erfahren auf UFC Niveau. Nun hat man ihm ein Geschenk gemacht. Bei der Größe/Reach sind beide ausgeglichen.

Nasrat Haqparast (13-5) vs John Madessi (18-7)

Ein weiterer “Fighting out of Germany”, wobei ich mir da nicht mal mehr sicher bin. Mittlerweile ist er laut Social Media lieber Marokkaner als Deutscher, ansonsten ja eigentlich für Afghanistan am Kämpfen, zuletzt dann ohne Flagge. Nun durch die Azaitars zum Marokkaner gewechselt? Keine Ahnung, aber auch irrelevant.
Haqparast ist eigentlich talentiert, wurde von der UFC auch immer gut gematched und gefördert. Mittlerweile zweifle ich aber stark an Ihm. Hooker und Green sind zwar noch mal andere Kaliber, da wurde er aber zweimal komplett vorgeführt. Hooker jetzt auch nicht in Topform. Dazu diese unsäglichen Freunde/Brüder in seiner Ecke das sinnlose Zeug während des Kampfes reinschreien. Das ist aus meiner Sicht komplett unseriös. Dann verlässt er das Tristar Gym, also die die Ihn kämpferisch und taktisch gefördert haben. Schwierig alles, inklusive Handbruch nach dem Green Fight und nun schon wieder am kämpfen. Er hatte in den letzten 4 Monaten 2 Operationen und mehrere gebrochene Knochen. Keine Ahnung wieso man dann sofort wieder kämpft. Besonders nach zwei haushohen Niederlagen. Irgendwie verbrennt man Haqparast komplett. Hooker und Green waren auch paar Steps zu hoch, zu schnell.
Makdessi ist ein erfahrener UFC Company Man. Zuletzt auch verletzt gewesen, aber steht 4-1 aus den letzten 5 Kämpfen. Gegen Bahamondes überraschend stark gewesen. Bahamondes auch ein talentierter junger Mann, den hat er in Runde 1 fast KO gehauen. Toller Fight gewesen. Makdessi ist seit 2010 in der UFC, nie nach ganz oben geschafft, aber geliefert, wenn er musste. Makdessi kennt Haqparast sogar aus dem Tristar Gym und insbesondere seine Trainer sollten daher Haqparast kennen.
Für mich ein knapperer Fight als die Quoten sagen. Haqparast ist ohne Tristar im Hintergrund, mit seinen schwierigen Freunden/Brüdern im Corner, der schlechten Form und der gerade erst geheilten Hand eine Wundertüte. Vom Talent her, sollte er Makdessi locker per Decision gewinnen. Makdessi ist aber erfahren, weiß wie man in einen Stand Up War geht und hat gegen Bahamondes bewiesen solche zu gewinnen. Mit Trainern in der Hinterhand, welche genau wissen wie Hapqarast kämpft, gebe ich Makdessi hier Chancen. Height und Reach hat Haqparast 5cm/10cm Vorteile. Bahamondes hatte aber sogar 18cm/19cm und da hat Makdessi abliefern können.
Vielleicht liege ich aber auch falsch und Haqparast setzt endlich auf vernünftige Leute um Ihn herum, insbesondere vor und während des Fights. Das nämlich während einem UFC Fights sein Bruder in der Rundenpause irgendwas reinschreit, anstatt Zahabi als Trainer ist ein schlechter Witz. Sowas hat man sonst bei Perry oder so gesehen, wo die Freundin den Corner macht. Ob das abhängen mit den Azaitars weiterhilft bezweifle ich auch.
Hier setze ich dann lieber auf den Veteranen, wo man weiß was man bekommt, als auf die talentierte Wundertüte.

Robert Whittaker (23-6) vs Marvin Vettori (18-4-1)

Interessanter Fight, wenn man bedenkt beide haben seit 2017 nur Siege, außer gegen Adesanya. Auch mit dem Fight Pereira vs Adesanya könnte sich für Whittaker/Vettori mit einem Sieg eine neue Chance ergeben, falls Pereira gewinnt. Einen 3. Fight vs Adesanya sehe ich irgendwie für keinen der Beiden.
Whittaker ist sogar seit 2014 mit 12-2 Siegen. Nur eben gegen Adesanya zweimal verloren. Und da waren Siege gegen die besten der Divison. Interessant ist auch er steht 5-0 gegen Southpaw und da war jede Art von Gegner dabei: Romero, Darren Till, Brunson. Er kann also mit Ringern, mit Strikern, offensiven, defensiven umgehen. Selbst gegen Adesanya sah es in dem letzten Kampf gut aus.
Vettori hat auch abgeliefert, allerdings weniger spektakulär und weniger in der Masse bzw. hohen Level. Einmal gegen einen jungen Adesanya sogar nur in einer Split Decision verloren. Beim 2. Auftritt aber null Chance gehabt. Gegen Hermansson, Holland und einen unfitten Costa durchs Wrestling die DEcision geholt. Ansonsten überschaubare Gegner im Vergleich zu Whittaker.
Im Standup wird Vettori chancenlos sein. Auch weil seine Schläge wie Luft sind. Selbst klare Treffer haben null Wirkung. Er wird sich also aufs Wrestling verlassen müssen. Whittaker hat aber gegen die besten Wrestler der Division gekämpft und in 14 UFC Fights eine 83% Takedown Defense. Dafür ist die Takedown Offense von Vettori auch nicht stark genug, Whittaker hier mehr als eine Runde problematisch zu werden.
Whittaker wird mir klareren Treffern die Runden holen können. Vettori traue ich im Wrestling zu 1-2 Takedowns zu holen, aber nichts was Whittaker brechen könnte. Whittakers Vorteile vs Southpaw, wie auch seine Erfahrung gegen jede Art von Styles sehe ich als großen Vorteil. Vettori ist noch jung und zeigt immer eine gute Leistung, aber Siege im puren Wrestling/Grappling vs Holland, Roberson und einen komplett unfitten Costa sind eben auch nichts besodneres. Gegen Hermansson respektiere ich. Gegen Adesanya im Striking komplett chancenlos, da sah Whittaker viel besser aus.


Gesamt:
9/10 Magomedov 1.4q @Bet365
2/10 St. Denis + Whittaker 1.96q @ Pin
1/10 Taha 1.83q @ Pin
1/10 Makdessi 2,95q @ Pin

Abus gewinnt glaube ich nach 16 Sekunden. Denke klarer gehts dann auch nicht für ne 9/10.
Taha kann sich aus der UFC verabschieden. Der „Neumarrokaner“ kämpft mittlerweile nicht mal mehr aus Hamburg und gewinnt leider. Whittaker und St Denis beide mit toller Leistung.

+3.56
 
UFC Fight Night Apex Las Vegas 17.09.2022

Überschaubare Card, ich versuche zwei Idiotenkombis. Ich freue mich aber natürlich auf jede Analyse von anderen 😊

Cameron VanCamp (12-4) vs Nikolas Motta (15-6-1)

Beides keine Kämpfer die ich eigentlich in der UFC sehen würde. VanCamp ist mal als Late Replacement gegen Fialho eingesprungen. Ist da ohne Angst in den Infight geprescht und dann früh KO gegangen. Das hat mir aber gezeigt, dass er auch auf großer Bühne gegen Topgegner keine Angst hat. 6/16 Fights über 2.5 Runden gewesen. 3x über waren Decision losses, etwas was ich hier ausschließen würde.
Motta ist in seinem einzigen Kampf in den letzten 2 Jahren schwer gegen Jim Miller KO gegangen. 5/22 Kämpfe über 2.5 Runden gewesen.

Wie gesagt für mich beides keine Talente, beide sollten hier was zeigen wollen, sonst ist der UFC-Traum schnell vorbei. Der Sieger wird sich wohl noch was beweisen können. Keine Ahnung ob die sich nun plötzlich zur Decision Grapplen. Beide schon mehrmals schwer KO gegangen, beide schon mehrmals schwächere Leute früh KO geschlagen oder submissed

Trey Ogden (15-5) vs Daniel Zellhuber (12-0)

Ogden hat viel in den schwächeren Orgas oder in Regios gekämpft. LFA, Bellator und dort auch schon gewonnen. Der Sprung nach Oben hat nie geklappt. In seinem ersten UFC-Fight nur knapp per Split Decision gegen Leavitt verloren, welcher ein durchaus unangenehmer Gegner ist. Ogden ist ein BJJ Black Belt, ansonsten überschaubare Skills. Ein solider Kämpfer, der mit Sicherheit 1-2 Siege in der UFC holen kann, aber ansonsten wird’s schwierig. Sein Striking ist quasi nicht vorhanden, genauso die Striking Defense. Selbst Leavitt hat ihn ohne jegliche Gegenwehr kicken können.

Zellhuber ist erst 23 Jahre alt, dafür viel Erfahrung gesammelt auf Combate Ebene. Normalerweise sollte man niemals einen so hohen Favoriten der frisch aus Contender Series kommt anpacken, aber Zellhuber scheint echt was drauf zu haben. Modelathlet, sehr groß, gutes Rangemanagement, gute Kicks, gutes Grappling, Muay Thai und BJJ-Spezi. Mit Lucas Almeida hat er auch einen echt starken Gegner in der DWCS gehabt und ihn klar besiegt. Almeida mittlerweile auch in der UFC und dort Trizano besiegt.

Zellhubers BJJ ist gut genug um gegen Ogden nicht schlecht auszusehen und Zellhubers Striking Game ist haushoch besser. Ogden ist auch kein guter Wrestler, wenn es zum Grappling kommt sehe ich Zellhuber vorne. Dazu stimmt die Cardio bei Zellhuber.

Für mich einer der in Zukunft was werden kann. Möglich, dass er gegen etwas bessere Gegner wie Ogden überraschend verliert, hier ist Ogden aber eher ein Geschenk für den 1. Fight in der UFC von Zellhuber.
Zellhuber mit 5cm Height und 14cm Reach Vorteile, was mit dem Striking von Zellhuber nochmals sich auszahlen sollte.

Joseph Pyfer (9-2) vs Alen Amedovski (8-3)

Pyfer bekommt viel Liebe von der Community, als so stark wie viele Ihn sehen, sehe ich Ihn nicht. Zweimal in der Contender Series gewesen, einmal gegen Stoltzfus nach einem Slam den Arm gebrochen. Beim zweiten Auftritt gegen Ozzy Diaz per TKO gewonnen. Einige Amateur Fights gehabt, viel Schrott gekämpft, dort aber überzeugt. Ozzy Diaz und Stoltzfus waren mit Abstand die besten Gegner. Guter Wrestler, gute Kicks und harte Schläge.

Dana ist großer Fan von Pyfer, dementsprechend wurde er auch gematched. Amedovski ist absoluter Schrott. Amedovski steht 0-3 in der UFC, mit Jotko und Phillips solide Gegner zu Beginn gehabt, zuletzt dan sogar gegen Holmes nach 1 Minute Submissed worden. Gegen Phillips davor nach 14sek. Ko gegangen… Amedovski vor der UFC auch nichts Tolles gekämpft. Sein bester Gegner war ein Will Fleury vor 4 Jahren in Bellator. Amedovski ist auch schon 34, hat daher eigentlich wenig Erfahrung, keine Amateurerfahrung und in den letzten 3 Jahren ganze 1.28 Minuten gekämpft.

Pyfer ist erst 25, hat dafür einigermaßen Erfahrung und mit Stoltzfus + Ozzy Diaz schon solide Leute gekämpft. Meiner Meinung nach nicht dem Hype gerecht, aber hier schenkt man auch Ihm das Debut. Wenn Pyfer nicht komplett blöd ist und in der 1. Runde in eine Bombe rennt, dann gewinnt er das problemlos. Amedovski hat kein Chin, er hat keine Defense, er hat kein defensive Wrestling, zuletzt kaum gekämpft und wenn schwer KO gegangen.
Pyfer hat dazu 10cm Height und 3 cm Reach Vorteile. Ein Sieg von Amedovski würde mich wirklich sehr überraschen.

Damon Jackson (21-4-1) vs Pat Sabatini (17-3)

Mache es kurz. Sabatini ist eine Wrestling Maschine, aber Jackson auch kein schlechter im Wrestling. Overall stehen die Zahlen aber klar pro Sabatini: Ca. 1.5 Takedowns mehr pro Kampf, 10% bessere Takedown Defense und 6% bessere Accuracy.
Im Striking hat Jackson etwas mehr Volume, dafür schlechtere Accuracy, kassiert mehr und eine etwas schwächere Defense. Ich bezweifle, dass hier viel geschlagen wird, das wird pures Wrestling. Sabatini hat aber auch Erfahrung im BJJ (Black Belt) und Black Belt in Korean Karate. Er war CFFC Champion und NCAA Divison 1 Wrestler. In der UFC 4/4 haushoch gewonnen.
Jackson All-American im Wrestling gewesen, Purple Belt BJJ in der UFC 4/1. Nur gegen Topuria KO gegangen, ansonsten 2x Sub 2x Decision.

Sabatini ist für mich das größere Powerhouse im Wrestling, beide von der Erfahrung her etwa gleich, Sabatini mit mehr Entwicklungspotenzial und mehr Effektivität. 29-28 pro Sabatini mein Call.
Leider 7cm Height & Reach Nachteil für Sabatini, aber da konnte er zbs gegen Emmers auch gut mit umgehen.

Cory Sandhagen (14-4) vs Song Yadong (19-6-1)

Sandhagen wird aus meiner Sicht wegen seinen letzten zwei Niederlagen etwas unterschätzt. Man muss sich einfach die letzten 5 Gegner ansehen. Sterling, Moraes, Edgar, Dillashaw und Yan. Alles mega Erfahrene und bis auf Edgar auch alles Top 5 Leute. Moraes war es 2020 auf jeden Fall noch. Mit Sterling und Yan die beiden aktuellen/letzten Champs. Gerade gegen Yan war das ein mega Fight, wo es eigentlich keinen Verlierer hätte geben sollen. Gegen Dillashaw war es möglicherweise sogar eine Robbery.

Sandhagen ist weiterhin einer der besten Striker in der Divison, sehr guter Kickboxer, gute Cardio, gute KO Power für die Gewichtsklasse. Seine Switch Stance sind für jeden Gegner unangenehm und dazu mit super viel vollume 6.42 Strikes Landed Per Min. Einstecken kann er auch, so wie gegen Yan zu sehen gewesen. Im BJJ definitiv seine Schwäche, dort Brown Belt, aber Song Yadong ist jetzt kein Weltlasse BJJler.
Yadong ist aber ein guter Wrestler und auch ein sehr guter Striker mit super harten Punches. Er legt immer sehr viel Kraft in seine Schläge, klingelt seine Gegner also immer früh an. Für die Gewichtsklasse sehr viel Power. Für sein gutes Wrestling, ist seine Statistik bei Takedowns überschaubar und mit 0.41 Takedowns pro 15 Min sogar schwächer als Sandhagen. Die Accuracy mit 42% auch nichts Tolles.
Im Striking sehe ich Sandhagen hier problemlos über Punkte gewinnen. Kicks und Knees sehe ich Sandhagen auch vorne. Im Wrestling ist Sandhagen solide, so wie gegen Dillashaw gesehen, aber hier könnte Yadong Vorteile haben, aber er benutzt sein Wrestling so gut wie nie.

Sandhagen ist overall der talentiertere MMAler. Yadong ist auch ein sehr guter Kämpfer, aber mit weniger Erfahrung gegen Topkämpfer. Moraes war 2022 schon drüber und komplett Chinny. Der Sieg vs Marlon Vera liest sich heutzutage natürlich nochmal doppelt stark, allerdings auch sehr umstritten und in einer Zeit wo Vera gerade in der Transition zum heutigen Vera war. Danach gegen Casey Kenney war auch naja… ich glaube da wollte man zweimal den China Markt fördern.

Beides Topleute, Sandhagen über 5 Runden aber viel erfahrener, ist noch nie KO gegangen und in einem Alter wo er nun seine Prime erreichen sollte. Der Kampf vs Yan war schon Prime mäßig. Yadong mit 24 schon mega weit, aber noch nicht so weit. Kommt der KO nicht in Rd. 1-2 dann sehe ich Probleme.
Auch hier Sandhagen mit Reach 7cm / Height 8cm Vorteilen

Gesamt:
1/10 Sabatini + VanCamp vs Motta unter 2.5 Rd 2.34q @ Pin
2/10 Zellhuber + Pyfer + Sandhagen 2.26q @ Pin
 
UFC 280 – Abu Dhabi – Start 16.00 Uhr

Tolle Card, tolle Uhrzeit für Europäer, überraschenderweise auch nicht in die Nacht/ Morgen gelegt. Wundert mich bei US-Zugpferden wie O´Malley oder TJ. Naja, besser für uns.
Allgemein sehe ich viele sehr ausgeglichene Fights und dementsprechend versuche ich mich bei einigen Underdogs. Aber da mir die Card so sehr gefällt, versuche ich mich mit vielen Bets, dafür weniger Einsatz. Habe aber Lust drauf. Freue mich natürlich auf viele Analysen von den Experten 😊

Muhammad Mokaev (7-0) vs Malcolm Gordon (14-5)

Mokaev nun 2x getippt, zweimal nicht enttäuscht. Zuletzt war er sogar enttäuscht, da 30-27 über die Zeit nicht zufriedenstellend war. Ich finde es aber sogar gut, da er beweisen konnte auch über 15 Minuten auf Pro Level zu bestehen. Dadurch lernt so ein junger Mann nur. Er bringt sich auch immer mehr in MMA Shows in Szene. Mokaev ist das Supertalent in der UFC. Er wollte unbedingt einen Fight auf der Abu Dhabi Card, den hat er hier bekommen. Es ist nämlich quasi ein Heimkampf. Er ist zwar based in Manchester, aber wird auch von einem Team aus Bahrain unterstützt, bekommt da auch regelmäßig was vom Scheich als extra.
Gordon ist ein solider Gegner und ein guter Step zum Lernen. Gordon zuletzt mit zwei Siegen vs Figueiredo (jüngerer Bruder) und Bondar. Die Siege haben Ihn im UFC Roster gehalten, weil ansonsten waren die zwei Auftritte davor dramatisch… Ähnlich wie bei Stoltzfus wohl die Vertragsverlängerung erhalten, ohne danach viel Mitspracherecht bei den Gegnern zu haben. Mit Mokaev nun ein absolut undankbarer Gegner. Hier darf nichts schief gehen. Ich finde Gordon ist auch nochmal schwacher als Mokaev´s letzter Gegner.
Height/Reach ist 1 zu 1 gleich. Von der Erfahrung her hat Gordon natürlich einige Profikämpfe mehr, wenn man aber die 22 Amateursiege von Mokaev dagegen rechnet, sieht es wieder anders aus.
Nach dem zwar zwar haushohen Decision Sieg, aber für Mokaev merklich frustrierenden nicht vorzeitigen Sieg, denke ich, dass er hier vor dem Scheich komplett auf Statement Sieg gehen wird. Gordon ist zum Abschuss freigegeben. Er selbst ist Do or Die Fighter. 13/19 Kämpfe waren unter 1.5 Runden. In den letzten 10 Kämpfen 9/10 unter 1.5. In der UFC 3 / 4 unter 1.5… Mokaev selbst steht in seinen 4/7. Wenn man den Fight vs Sherriff dazu rechnet 5/8 unter 1.5 Kämpfen.
Beide sahen sehr austrainiert aus und waren auch direkt zu Beginn auf der Waage.

Makhmud Muradov (25-7) vs Caio Borralho (12-1)

Tolles Matchup, wo ich wieder Richtung Underdog tendiere.

Caio ist endlich mal jemand aus der Contender Series mit Potenzial für mehr. Hat gegen zwei gute Leute in der UFC gewonnen (Omargadzhiev + Petrosyan) und könnte mit einem Sieg über Muradov Richtung Ranking kommen. Sehr gutes Skillset, Karate Style Striking, sehr gute Kicks, gutes Movement und dazu sehr gutes Grappling. In einem Grappling Only Event konnte er sogar mit Jailton Almeida mithalten. Zur Info: Almeida ist ein Schwergewicht. Teilweise aber auch etwas ungestüm im Grappling. Gegen Petrosyan oft mit schlechten Entscheidungen, am Ende dann knapp gewonnen. Nun mit einen großen Step Up im Vergleich zu den vorherigen Gegnern.

Muradov ist glaube ich der einzige UFC-Kämpfer welcher von Team Mayweather gesponsert wird. Hat dementsprechend Bomben Striking, top movement, extrem harte Power, womit er von Runde 1 bis Runde 3 gefährlich bleibt. Gute Body Kicks, wo er manchmal aber auch bisschen zu wild wird. Nach einem Takedown kommt er relativ schnell wieder hoch und geht zurück in das Striking. Sein Takedown Defense ist dazu bei 80%. Überdurchschnittlich gut. In der UFC bisher 3-1 (Di Chirico, Trevor Smith und Andrew Sanchez geschlagen, gegen Meerschaert verloren). Vorher auch schon bei Oktagon solide Leute wie Wendell Oliveira ausgeknockt.

Gegen Meerschaert zuletzt als haushoher Favorit verloren. Er hat den Kampf dominiert, bis er in die einzige Waffe von Meerschaert getappt ist… die Submission. Ansonsten gewinnt der den Kampf problemlos. Ich glaube er hat Meerschaert unterschätzt oder evtl. auch etwas zu viel Pace in Runde 1 reingelegt.

Wenn Muradov seine Takedown Defense ausspielt, dazu etwas an der Kondition gearbeitet hat, dann gebe ich Muradov sehr gute Chancen. Ich glaube fast sogar an einen KO Win von Muradov. Caio hatte nämlich gegen Petrosyan in Runde 3 große konditionelle Probleme und hat um sein Leben nach Takedowns geshootet.

Trotzdem ist Borralho im Grappling sehr gut uns immer eine Gefahr für Submissions. Wo hat Muradov seine größten Probleme? Bei Gegnern mit guten Grappling und Submission Gefahr. Wenn man die Verletzung rausnimmt, dann verliert Muradov 4/6-mal durch Submission. Borallho hatte in all seinen letzten Kämpfen den Rücken der Gegner, hat es aber nie zu Ende gespielt.

Ich glaube Muradov wird nach der Meerschaert Niederlage etwas unterschätzt. Gewinnt er gegen Meerschaert, wo er nur wegen einer Hail Mary Attack verloren hat, dann steht er hier als Favorit. Für Caio ist es der beste Gegner bisher. Die Erfahrung ist pro Muradov, das Striking ist pro Muradov, er hat die Takedown Defense um das viel stärkere Grappling von Caio aus dem Weg zu gehen, dazu 10cm Height Vorteil pro Muradov.

Caio ist aber ein top Fighter mit viel Potenzial. Als so großer Favorit sehe ich Ihn aber nicht. Die größte Gefahr geht in diesem Kampf von seinen Subs aus. Daher spiele ich zu den hohen Odds ein wenig beide Richtungen.

Beide austrainiert, beide früh auf der Waage.


Volkan Özdemir (18-6) vs Nikita Krylov (28-9)

Özdemir hat mir gegen Craig gefallen. Wobei er da natürlich nur einen Takedown verhindern musste. Aber er hat clever gekämpft, sah sehr Fit aus und hat daher eindeutig gewonnen. Vor dem Craig Kampf hat er auch sein Team gewechselt, was hier wohl auch gefruchtet hat. Prinzipiell kämpft Özdemir das Who is Who der Light Heavyweight Division. Daher sollte man den Record auch etwas lockerer nehmen. Cormier, Smith, Reyes, Latifi, Rakic, Prochazka, Ankalaev und Craig sind alles Top Namen, bis auf Latifi/Craig alles Top 5 oder sogar Champs gewesen bzw. Titel Contender. Mit 33 eigentlich auch im besten Alter für die Divison, trotzdem viel Erfahrung auf Top Niveau.
Krylov ist für mich nicht so richtig fassbar. Seit 8 Jahren in der UFC, aber auch irgendwie nie richtig vorangekommen. Er ist aber auch erst 30, kaum zu glauben bei dem Record und der langen Zeit in der UFC. Mit Blachowicz, Glover, Ankalev, Craig, Gustafsson, Walker und OSP auch gute bis sehr gute Namen gekämpft. Wobei man den Sieg gegen Walker vor 2 Jahren und den letzten gegen Gustafsson evtl. mit Vorsicht genießen muss. Gegen Walker war es ein grauenhafter Kampf, wo Walker auch einfach komplett lost war. Wie es um Gustafsson steht muss man denke ich nicht drüber reden. Dazu gegen Craig, im Gegensatz zu Özdemir, sich komplett blöd verhalten und in die frühe Triangle gelaufen.
Krylov hat mit 6cm Reach und 3cm Height Vorteile, die wenn er Clever kämpft auch ausnutzen könnte. Bei dem clever kämpfen hat es bei Ihm aber des Öfteren gefehlt.
Auf dem Papier hat Krylov seit 2018 OSP in Loserform, Walker in Loserform und Gustafsson in Loserform besiegt. Da finde ich Özdemirs Record mit Latifi (ok auch überschaubar), Craig mit langer winning Streak und den Sieg über Rakic stärker. Wobei der Rakic Sieg natürlich sehr kontrovers war.
Wer hier gewinnt hat noch mal die Chance oben anzugreifen. Özdemir ist für mich der overall talentiertere. Bei der Erfahrung nehmen sich beide nicht viel. Finde ich höchstinteressant, wo es eigentlich keinen Favoriten geben sollte.
Beide austrainiert, beide früh auf der Waage.


Belal Muhammad (21-3) vs Sean Brady (15-0)

Mega interessanter Fight. Muhammad wird trotz 7 Fight Winning Streak irgendwie unterschätzt. Gegen Edwards No Contest, da lag er in der 1. Runde hinten, aber wer weiß wie es hätte laufen können. Danach Maia, Thompson und Luque alle klar besiegt. Alles Topnamen, auch wenn Maia und wahrscheinlich auch Thompson nicht mehr Topklasse sind. Muhammad ist sehr aktiv, hat in den letzten 5 Jahren eine 10-2-1 Bilanz in der UFC. Darunter wie gesagt viele gute Namen. Mit 34 ist er auch schon etwas unter Druck es in den nächsten 1-2 Jahren es zum Title Fight zu schaffen.
Ein sehr sehr cleverer Kämpfer, mit klaren Stärken im Wrestling, aber auch mit guten BJJ. Gute Clincharbeit, allerdings mit relativ schwachen Striking. In den letzten Jahren hat er sich aber auch hier weiterentwickelt.
Mit Brady bekommt er einen sehr unangenehmen Gegner, wo keiner so richtig gerne gegen kämpfen möchte. Er hat ein solides Striking ohne große KO Gefahr, aber klare Stärken im Wrestling und BJJ. Im BJJ wohl auch noch mal ein Ticken stärker als Belal.
Was bei Brady fehlt ist die Erfahrung gegen Top Gegner. Bisher ist wohl einzig Chiesa als so einer zu werten. Ansonsten ordentliche aber keine Top 10 Leute. Da hat Belal einen ganz anderen erfolgreichen Record. Belal konnte auch gegen Top BJJ Leute wie Maia umgehen, genauso gegen pure Striker wie Thompson oder Luque.
Also ich sehe weshalb Brady hier so beliebt ist, aber ich sehe auch seit Jahren einen komplett unterschätzten Belal. Ein offener Kampf, wo ich, aber Belal ein wenig vorne sehen würde. Alleine die Erfahrung auf Top Niveau ist klar pro Belal. Height/Reach nehmen sich beide nicht viel. Vom Alter her evtl. Brady etwas vor der Prime und Belal kurz vor Ende der Prime.
Belal hat zusammen mit Khabib und Islam trainiert. Im Grappling sollte er daher fit und vorbereitet sein
Für Brady der bisher mit Abstand stärkste Gegner, für Belal sehe ich das aber eher anders. Der hatte alleine mit Edwards, aber auch anderen wie Thompson oder Lucque auch starke Leute. Da ich davon ausgehe, dass der Kampf über die Zeit geht und Belal als US-Palästinenser quasi Heimvorteil hat, gehe ich in die Decision mit dem Underdog mit Home Court Advantage.
Es geht wohl keiner KO. Belal ist etwas besser im Striking, Brady sieht da unterdurchschnittlich aus. Beides Grappler, beide wollen viel Control Time. Das Over packe ich in eine Kombi.
Beide austrainiert, beide früh auf der Waage.


Katlyn Chookagian (21-4-1) vs Manon Fiorot (9-1)

Ich bin wirklich kein Chookagian Fan, pur langweilige Kämpfe, aber sie kämpft clever. Zuletzt auch 4 Fight Winning Streak. Immerhin gegen wirklich gute Namen Calvillo, Araujo, Maia und Ribas. Ich glaube nicht das Sie Champion werden kann, aber eben die klassische Dauer 2-3 im Ranking. Gerade für Frauen ist Ihr Record auch echt stark. Sie weiß, wie man einen Kampf zum Decision Win grapplen oder schreien kann. Viel Output an Schlägen, aber viele Treffer sind da nicht dabei. Sie verkauft Ihre Schläge aber immer als Treffer. Bisschen Fitnessboxen Style. Sehr oft dann eine Decision knapp gewonnen. Natürlich 0.0 KO oder Sub Gefahr.
Fiorot ist der neue Liebling in der Damen Divison. Mit Ihren 2 spektakulären KOs zu Beginn, fällt man bei den Damen natürlich sofort auf. Vorher aber auch bei UAE Warriors gut aufgeräumt. Zuletzt gegen Bueno Silva und Maia klar über Decision gewonnen, aber es schon schwieriger gehabt. Mit Chookagian kommt die mit großem Abstand beste Gegnerin. Chookagian hat auch nochmal 6cm größer und hat 5cm längere Reach. Das könnte für Fiorot im Boxen problematisch werden. Chookagian ist auch erst 33 Jahre alt. Bei den vielen Jahren in der UFC kaum zu glauben. Fiorot ist 1 Jahr jünger, dafür viel weniger Erfahrung. Insbesondere auf dem Niveau.
Ist Fiorot gut? Ja, definitiv. Gerade im Boxen sollte Sie haushoch besser sein. Im Grappling, BJJ könnte es aber ausgeglichen sein. Fiorot ist auch etwas unterschätzt im Grappling und hat zuletzt sogar den Black Belt im BJJ bekommen. Fiorot ist schon eine sehr gute Gegnerin und könnte den Fight durch KO gewinnen. Ist Sie so gut wie die Odds sagen, gegen eine Chookagian die alles erlebt hat und momentan in guter Form ist? Ich weiß es nicht, das weiß man erst nach dem Kampf. Die Odds sind für mich aber irre. Wenn der Kampf über 15 Minuten geht, dann will ich auf keinen Fall auf Fiorot sein. Ich kann mir hier eine 29-28 oder Split Decision pro Chookagian vorstellen. Daher versuche ich es hier small mit Chookagian by Decision.
Vorzeitiger Sieg kann ich mir nur von Fiorot vorstellen, wobei mir der Auftritt gegen Maia auch nicht gefallen hat. Für mich ein Duell was wirklich über die Punkte geht, daher gehe ich ja auch auf Chookagian.
Fiorot war früh auf der Waage, sah etwas nervös und zittrig aus. Chookagian hat das Gewicht nicht gepackt, anscheinend auch das 1. Mal in der Karriere. Das sorgt für Stake Abzug, ganz die Hoffnung auf einen langweiligen DEcision win gebe ich trotzdem nicht auf.

Beneil Dariush (21-4-1) vs Mateusz Gamrot (21-1)

Ich bin großer Gamrot Fan. Weltklasse Wrestler, mega Kondition und gibt niemals auf. Gegen einen wirklich unangenehmen Tsarukyan trotz Rückstand noch drehen können. Gamrot war schon KSW Champ, hat dort alles auseinandergenommen. Dann überraschend gegen Kutateladze verloren, evtl. die Aufregung beim ersten UFC Fight. Danach 4x gewonnen. Mit Stephens, Ferreira und insbesondere Tsarukyan auch alles tolle Gegner gehabt.
Nun kommt aber ein massiver Jump. Mit Dariush kommt jemand der ähnlich wie Belal unterschätzt wird. Dariush hatte zwischen 2017-2018 eine schwierige Zeit, hat sich aber nun zurückgekämpft. Steht bei 7 Fight Winning Streak. Und das gegen wirklich Topleute wie Thiago Moises, Drew Dober, Drakkar Klose, Ferreira und zuletzt Tony Ferguson.
Dariush ist eine absolute BJJ-Maschine, hat aber auch ein gutes Striking. Immerhin Black Belt in Muay Thai und schon einige Gegner im Striking dominiert. Macht immer eine gute Pressure im Striking, steht aber auch oft sehr gerade und ohne großartige Kopfbewegung. Neben der Submission Gefahr hat er auch schon ein paar Highilgt KOs wie bspw. gegen Holtzman oder Klose. Dariush hat das Pech, in einer unfassbar starken Division zu sein, dazu relativ wenig PR-Stahlkraft.
Mit Gamrot als Gegner kämpft er eigentlich sogar jemanden, den er gar nicht zu kämpfen hat. Weiter unten geranked, kein großer Name, nicht viel PR. Ihm wurde wohl der Ersatzplatz für den Title Fight versprochen, wobei nun Volkanovski diesen einnimmt. Sehr seltsam. Trotzdem von den Skills her ein Title Contender.
Für Gamrot sehe ich hier die große Gefahr sich in einer Subsmission wiederzufinden oder sogar in irgendeinen Punch. Gamrot wurde allerdings auch noch nie gefinished und hat selbst Weltklasse BJJ und unnachgiebiges Wrestling.
Von dem Skillset sind beide absolut ausgeglichen. Wobei das offensive Wrestling von Gamrot besser ist, dafür Dariush im Striking etwas unberechenbarer. Im BJJ sollten sich beide eigentlich nicht viel nehmen. Allerdings hat Dariush viel mehr Erfahrung in der UFC und gegen Topgegner. Ferguson, Chiesa, Barboza, Alex Hernandez, Dober, Klose, Ferreira stehen gegenüber Tsarukyan, Stephens und Ferreira. Wobei er in KSW mit Norman Parke oder Erbst auch tolle Gegner hatte.
Von der Statistik her sind beide recht gleich. Dariush leicht besser im Striking, Gamrot besser im Grappling, Dariush besser bei Submissions. Dariush aber mit der viel höheren Sample Size in der UFC. Daher sind seine Stats bezüglich Takedown Defense und Takedowns Average schon Bombe.
Dariush hat leichte Height/Reach Vorteile, beim Alter nehmen sich beide nicht viel. Für mich wirklich spannend der Fight, wobei ich nicht verstehe wieso Dariush weiterhin so unterschätzt wird. Wie so viele Fights auf der Card, für mich 50/50 wo ich dann mit der Erfahrung auf Top Niveau gehe. Aber nicht falsch verstehen, ich finde Gamrot absolut Bombe und der kann das hier natürlich gewinnen.
Beide Topfit, früh auf der Waage.

Aljamain Sterling (21-3) vs TJ Dillasahw (17-4)
Sehr sehr lange überlegt. Erst auf Sterling gewesen nun aber irgendwie bei TJ gelandet, da der Kampf knapp ausgehen wird und dann bin ich lieber auf der Seite mit der besseren Qutote.
TJ hat seit 2019 (Januar) genau einen Kampf gehabt. Das war der umstrittene Sieg gegen Sandhagen vor wiederrum über 15 Monaten. Sein Auftritt war ordentlich und wohl auch stärker als viele erwartet hätten. Jeder kennt die Story, TJ wurde mit Doping erwischt und dementsprechend gesperrt. Aber er hatte auch eine größere Knieoperation. Allgemein in den letzten 5 Jahren nur 4x gekämpft. 2x Gabrandt KO gehauen, welcher seitdem von jedem KO gehauen wird. Einmal im Flyweight gegen Cejudo verloren, passiert. Und dann in 2021 gegen Sandhagen ordentlich gekämpft, aber umstritten gewonnen.
Ich finde TJ gut, verfolge Ihn schon lange, da er aus meiner alten US Uni CSUF Fullerton kommt. Mega Wrestler, der auch top Striking hat. Sein Wrestling wird zurecht gelobt insbesondere lässt er quasi keine control time gegen sich zu. In über 200 Minuten glaube ich nur knapp 2 Minuten Control Time gegen sich. Ich meine gelesen zu haben ganze 88 Sekunden auf dem Rücken, davon 30 alleine gegen D. Cruz. Das ist schon eine Ansage. Overall ein toller MMA-Allrounder, gutes Muay Thai, Takedown Defense, Takedown Offense und auch vernünftiges BJJ. Seit über 10 Jahren in der UFC, vor seiner Sperre auch die besten in der Bantamweight Division gekämpft. Nur gegen Dominick Cruz und Assuncao mal verloren. Man muss aber auch sagen, dass die damalige Bantamweight Division um einiges schwächer war als heute. Auf jeden Fall in der Tiefe viel schwächer.
Mit Sterling hat er nun einen Gegner der weiterhin recht unbeliebt ist, aber weiß was er macht. Er hat auch umstritten, aber aus meiner Sicht nicht unverdient gegen Yan gewonnen. Den 1. „Sieg“ gegen Yan werte ich mal nicht, aber selbst da lag er nach Punkten bis zum Abbruch vorne. Zwischen 2016-2017 hatte er eine sehr schwierige Phase, seitdem aber tadellos und von Kampf zu Kampf besser. Wer overall in 9 Runden, also 55 Minuten nach Punkten gegen Yan vorne liegt, der ist für mich zu Recht der beste Kämpfer der Division. Und da war keinesfalls nur Wrestling oder BJJ dabei, sondern auch lange Striking Phasen. Man muss aber sagen, dass er im Striking irgendwie unnatürlich rüberkommt. Er macht es besser als früher, aber ganz rund ist das nicht. Wenn man ganz emotionslos diese illegal Knee Geschichte vergisst, dann ist Sterling zusammen mit Yan zu Recht da oben. Yan ist nur zu blöd, sonst hätte er weiterhin den Titel haben können.
Sterling ist schwer zu kämpfen, sehr unorthodox, Weltklasse BJJ und auch gutes Wrestling. Auf dem Papier kein besseres wie TJ (nur NCAA Divsion III) aber trotzdem weiß er sich zu verteidigen oder anzugreifen. Seine Takedown Offense gegen Yan war aber glaube ich 2/20 versuchen erfolgreich. Allerdings hat Yan auch eine sehr gute Defensn. Sein BJJ ist dafür um einiges stärker einzuschätzen. Im Striking hätte ich normalerweise TJ vorne gesehen, nach den 55 Minuten gegen Yan weiß ich nicht mal, ob Sterling da so massiv schlechter aussieht.
Von der Fitness her sehe ich es ausgeglichen. Dillashaw hat eigentlich eine gute Kondi, aber war auch zuletzt inaktiv plus vorher wohl auf Stoff.. Sterling sah gegen Yan am Ende immer schwächer werdend aus. Sterling ist natürlich zuletzt viel aktiver, aber auch er war zwischendurch schwer verletzt.
Bei Erfahrung nehmen sich beide nicht viel. Aktivität pro Sterling, Alter pro Sterling, Größe 3cm & Reach 10 Cm pro Sterling, Wrestling pro TJ, Striking pro TJ, BJJ klar pro Sterling.
Das große Fragezeichen ist TJs Alter und die Innaktivität. Er wäre in den leichten Gewichtsklassen der älteste Undisputed Champ aller Zeiten. Was man aber sagen muss, TJ sieht auf den aktuellen Bildern unfassbar durchtrainiert aus. Sogar besser als zu den Juice Zeiten.
KO gehen sehe ich niemanden. Submission evtl. für Sterling, aber so viele Chancen dafür wird er nicht bekommen. An für sich ein ganz knappes Ding mit 48-47 für irgendeine Seite.
Nach viel Recherche und viel Input von verschiedenen Experten gehe ich nun mit TJ.
Beide Topfit, früh auf der Waage.


Charles Oliveira (33-8) vs Islam Makhachev (22-1)


Der Main Fight um die LW Krone und wieder wird Charles quotentechnisch unterschätzt. Er geht mal wieder als Underdog in den Fight und das obwohl er eigentlich (I know, nicht offiziell) der Champ ist und eine 11 Win Streak hat. Alleine seine letzten Fights gegen Kevin Lee, Ferguson, Chandler, Poirier und Gaethje sind doch wohl mehr als beeindruckend. Davon dann 4 vorzeitig gewonnen. Interessant ist auch, dass Oliveira in all diesen Fights vor Kampfbeginn der Außenseiter (vs Poirier, Lee und Ferguson) war oder die Odds ausgeglichen (1.77vs Gaethje, 1.8 gegen Chandler) waren. Er wird also konstant vom Markt unterschätzt.

Gegen Chandler, Poirier und Gaethje vor allem auch im Striking überzeugt. Vorher war er nur der große Submission Threat, mittlerweile im Striking auch eine große Gefahr. Außerdem hat er gezeigt, dass er ein absolut stabiles Chin hat, kommt trotz brenzliger Situationen immer wieder in den Kampf zurück, super Kondition und sehr schnelle Regeneration. Normalerweise müsste Charles nach den letzten 4 Fights, auch vom Verlauf her, der absolute Topstar in der UFC sein. Er reißt aber das Maul nicht auf, kann quasi kein Englisch und lobt nach dem Fight lieber seine Gegner und Gott, anstatt irgendwen zu beleidigen.

Islam ist ähnlich, zwar hat er langsam Englisch gelernt und versucht sich mit paar Sprüchen, trotzdem lebt er auch etwas von Khabib als Trainer. Viele sagen Islam ist der neue Khabib, viele sagen er sei stärker, genauso sagen aber auch einige das Gegenteil. Fakt ist für mich, Islam ist aktuell zusammen mit Charles der beste im LW. Besseres Striking als Khabib, ähnlich gutes Grappling, ähnlich gefährliche Submission Skills im offensiv Grappling. Schaut man auf seine letzten 5 Gegner: Ramos, Dober, Moises, Hooker, Green ist aber niemand auf dem Niveau der Gegner von Charles. Insbesondere der letzten 3 Gegner. Nicht mal annährend. Der beste Gegner war tatsächlich Tsarukyan, damals aber auch noch sehr jung mit 23 Jahren. Ich spreche bewusst nicht seine KO-Niederlage an, weil das einfach lange her ist, aber Ramos hat ihn auch einmal droppen können. Islam wird sehr sehr wenig getroffen. Statistisch sogar weniger als 1-mal pro Minute. Trotzdem ist er nicht unschlagbar.

Sein Record sieht so aus, da niemand außer Dos Anjos gegen Ihn kämpfen wollte. Und der Dos Anjos Fight ist immer aus irgendeinem Grund ausgefallen. Aber im Endeffekt war Hooker, Green und Dober alles Short Notice Gegner die keine Top 5 sind und im Grappling chancenlos. Sehr einfache Matchups für Islam.

Wie auch immer, Islam ist Bombe, im Grappling eine Maschine, im Striking sehr gut, in Submissions sehr gut, Weltmeister im Sambo. Islam ist zurecht der Title Contender, aber zu Unrecht der Favorit. Er hat das Khabib Wrestling und eine mega Takedown Offensive, wie auch Defensive, aber vom Rücken aus viel unerfahrener und möglicherweise auch unangenehmer für Ihn.

Charles kämpft mega chaotisch, da passiert sehr viel in kurzer Zeit. Er hat keine Probleme sich eine zu fangen, er hat keine Probleme vom Rücken aus zu kämpfen und kann Schlachten schlagen. Er überpaced aber irgendwie auch immer etwas. Das war zuletzt problemlos, aber in früheren Fights hat er dadurch dann verloren. Felder Llamas und Pettis konnten aufgrund eines müden Charles den Kampf für sich entscheiden. Allerdings auch schon was länger her. Möglicherweise hat er hat der Kondition so stark gearbeitet, dass dieser chaotische Style nun durchgehend funktioniert.

Ich kann mir vorstellen, dass Charles sogar ganz bewusst ins Grappling geht, da das Striking von Islam defensiv zu stark ist. Islam dagegen trainiert zwar mit Khabib und allen Dagestanis, aber hat er jemanden der so einen Style wie Charles kämpft? Solch ein BJJ, von solchen Positionen? Ich denke, das ist schwer zu simulieren.

Für mich wiedermal ein 50 / 50 Fight. Charles wird grundsätzlich unterschätzt, da er wenig Hype aufbaut.

Beide sind in Ihrer Prime, Charles hat mehr Erfahrung gegen Top Gegner und auch mehr Erfahrung in Schlachten. Bisher ist Islam so gut wie immer durchgerannt. Er hatte aber noch nie so einen massiv gefährlichen und chaotischen Submission Artist als Gegner. Genauso kann Charles viel einstecken und ist selbst im Striking gefährlich.

Ich wundere mich, dass der Markt einen Charles Oliveira weiterhin unterschätzt. Allerdings sind die meisten Experten relativ eindeutig auf Islam. Ich sehe in so einem Title Fight mehr Fragezeichen bei Islam. 1. Mal im Title Fight, mit Abstand stärkster Gegner der Karriere, viel Druck durch die Vorschusslorbeeren und einfach dieses unorthodoxe Chaos von Oliveira.

Ich erwarte eine Schlacht und freue mich über die Oliveira Quote. Falls Islam gewinnt, wird man allerdings auch nie wieder eine 1.5q auf Ihn bekommen. Kritisch ist natürlich die Weight-Cut Geschichte, nicht das sich Charles zu sehr austrocknet. Er ist aber auch 10 Tage vor Kampf in Abu Dhabi gewesen und nicht wie von Islam bezeichnet nicht vor Ort. Charles hat fröhlich mit Tigern und Papageien rumgeflachst. Größe sind beide gleich, bei der Reach 10cm pro Oliveira.

Oliveira war wohl schon 8 Stunden vorher auf Gewicht. Mit dem ganzen Team den Weight Cut zelebriert, das sah schon fast spirituell aus. Geht auch auf erster auf die Waage und rennt sofort raus. Beim Face Off extrem motiviert gewesen.

Islam.. ja da kann man nun spekulieren. Laut Volkanovski hat die UFC Ihm bescheid gegeben, dass einer der Hauptkämpfer mit dem Gewicht Probleme hat und er sich bereithalten soll. Und zwar in der Nacht schon. Da Oliveira schon 8 Stunden vorher auf Gewicht war, kann er es nicht gewesen sein. Da Gamrot/Dariush 1 Pfund drüber sein dürfen und augenscheinlich keine Probleme hatte, kann da auch nichts gewesen sein. Bleibt Islam, wo auch aus Daniel Cormiers Mund wohl der Hinweis kam, dass Islam Probleme beim Cut hatte. DC ist gut mit Khabib… also kann schon stimmen. Was machen wir daraus? Islam sah konzentriert aus, nicht komplett abgemagert und hat am Ende das Gewicht gemacht. Kann man so oder so sehen. Die Info teile ich mal trotzdem.

Gesamt:

1.5/10 Mokaev vs Gordon unter 1.5 = 1.8q @ Pin
1.5/10 Dariush vs Brady over 2.5 + Fiorot vs Chookagian over 2.5 + Mokaev = 1.89q @ Pin
1/10 Dillashaw = 2.46q @ Pin
1/10 Oliveira = 2.67q @ Pin
1/10 Dariush = 2.62q @ Pin
1/10 Özdemir = 2.51q @ Pin
1/10 Muhammad = 2.11q @ Pin
1/10 Muradov = 2.75q @ Pin
0.5/10 Caio Borallho by Submission = 3.9q @ Pin
0.5/10 Chookagian by Decision = 3q @ Pin
 
UFC 280


Charles Oliveira - Islam Makhachev


Fühlt sich fast so an, als wurden wir in ein Paralleluniversum gebeamt, wo Tony vs Khabib doch noch zu Stande kommt. Weigh-Ins sind durch, beide souverän, dem Shoiwdown steht nun nichts mehr im Wege. Abu Dhabi Karten haben natürlich ganz eigene "Regeln" was die Vorbereitung der Fighter angeht, Stichwort Jet-Lag. Dazu später mehr.

Es wird seit Monaten schon über den Ausgang dieses Fights spekuliert und zwei Abläufe scheinen sich deutlich heraus zu kristallisieren. Entweder landet Charles schon ganz früh effektive Treffer und finisht Islam. Oder aber Islam nutzt die ersten Runden, um Charles zu ermüden und schaukelt es dann gemütlich nach Hause. Klar ist, dass die beiden so dermaßen talentiert sind, dass so ziemlich jedes Ende denkbar wäre.

Inzwischen sollte jeder wissen, was Makhachev so stark macht. Dagestani Smesh, Elite-Grappler der womöglich noch versierter ist, als Khabib. Ob er auch Khabib's Mentalität und Dominanz matchen kann, ist eine andere Frage, doch er ist augenscheinlich der bessere Striker. Man hatte einen jahrelangen Gameplan in Dagestan, Khabib's Title-Run, sein Rücktritt und Islam's anschließender Aufstieg zur Weltspitze. Nun kann "father's plan" tatsächlich vollendet werden.

Bei Charles weiß man nicht genau, was ihn scheinbar urplötzlich so stark gemacht hat. Viele Hochs und Tiefs als junger Fighter und heute steht er da als Lightweight-King mit den meisten Submissions in der UFC-Geschichte und natürlich 11 Siegen in Folge. Wenn man sich seine ersten UFC-Fights anschaut, sieht man schon die Grundzüge von dem, was wir heute von ihm kennen. Marschiert vorwärts, hohe knees, wilde Kombis aus unorthodoxen Winkeln, und natürlich seine starken Bodylock-Takedowns, durch die er so oft an den Rücken gelangt. Doch es scheint fast so, als hätte er mit jedem Kampf noch eine Schippe "fuck it" drauf gepackt. Er hat sich so sehr in diesen Style vertieft, dass er inzwischen ohne jegliche Rücksicht auf Verluste kämpft. Und wenn er Schaden nimmt, legt er sich kurz auf den Rücken, gönnt sich eine Pause, und kann dann chillig wieder aufstehen, da ihm ohnehin keiner auf die Matte folgt. Zu gefährlich sein BJJ.

Es wirkt für den neutralen Fan schon fast wie eine Frechheit, dass Charles schon wieder Underdog sein soll. Und das auch noch gegen Einen, der noch keinen Top-5 Namen geschlagen hat. Ich kann dieses Empfinden durchaus nachvollziehen. Charles hat schon große Namen geschlagen und sie fast alle gefinisht, warum sollte er hier nicht favorisiert sein?
Aber wenn man sich mal anguckt, wie sich die Styles der beiden matchen, dann bekommt man ein etwas anderes Bild :
Dass er noch vorne marschiert, erleichtert Islam die Takedowns. Wenn Charles zu sehr mit seinen Knien arbeitet, nimmt Islam ihn sehr wahrscheinlich auch runter. Wenn er ihn in seine Guard einladen will, wird Islam ihm folgen und wie eine nasse Decke auf ihm liegen. Und Charles hat schon in der Vergangenheit dicke Treffer von Southpaws kassiert, also könnte auch eventuell im Stand etwas für Islam rausspringen. Es scheint für mich so, als würde alles, was Charles so stark macht, direkt in Islam's Karten spielen. Und die inzwischen berüchtigte Power in Charles' Händen wird mMn auch etwas fehlinterpretiert. Es ist mehr die Akkulumation seiner präzisen Punches, die seine Gegner zum einsacken bringt. One-Punch-KO Power hat er bislang nicht unbedingt bewiesen. Und dass Islam an längeren wilden Striking-Sequenzen interessiert sein wird, wage ich mal zu bezweifeln.

Und dann noch das Thema Jet-Lag. Die Dagestanis sind seit über einem Monat vor Ort, die sollten inzwischen vollständig akklimatisiert sein. Charles ist (laut eigenem Instagram) erst seit 12 Tagen da. Ich erinnere mich, als Khabib in einem Interview verraten hat, dass die ersten 14 Tage in Abu Dhabi die schlimmsten zum Einschlafen seien und er niemals unter einem Monat Vorbereitung vor Ort dort kämpfen würde. Hinzu kommt, dass Charles schon Donnerstag Nacht sein Weight gecuttet hat. Ich denke, dass da etwas Panik vom letzten Weigh-In eine Rolle gespielt hat. So oder so, das kann kein guter Schlaf gewesen sein. Ich weiß nicht, wie schlimm sich das alles bei ihm auswirkt, aber positiven Einfluss wird es sicher nicht haben. Was ich an Oliveira in Sachen Kondition wirklich herausragend finde, ist, dass er zwischen den Runden einen mentalen Restart generiert. Er startet wirklich jede Runde aggressiv und versucht immer gleich von Anfang an ein Zeichen zu setzen. Das ist mMn einer der Eckpfeiler seines Erfolgs.

Nun zum Ground game. Wenn ich mir sicher wäre, dass Charles auf der Matte chancenlos sein wird, dann würde ich Haus und Hof auf Islam setzen. Dem ist natürlich nicht so. Ob auf dem Rücken oder on top, der Brasilianer ist mit allen Wassern gewaschen. Seine langen Arme und Beine ermöglichen ihm aus allen Lagen anzugreifen. Er hat einfach zu oft gezeigt, wie gefährlich er damit sein kann, und wie schnell er Fights finishen kann. Das gilt es zu respektieren.
Dennoch; ich bezweifle, dass er jemals mit einem rumgeturnt hat, der auch nur annähernd so gut ist, wie Makhachev. Wenn er mit seinen ersten paar Attempts kein Glück hat, dann wird's sehr sehr schwer, von Islam loszukommen. Charles wird sich drehen und wenden, und womöglich sogar selber seinen Rücken anbieten, um wieder aufzustehen.

Ich muss hier einfach Islam via finish anspielen. Zum Einen, weil das für mich auf dem Papier ein Horror-Matchup für Charles ist, und er zudem definitiv nicht die bessere Vorbereitung hatte. Zum Anderen weil ich inzwischen Islam zur absoluten Elite zähle und seit Khabib's Rücktritt hat er sich nochmal deutlich verbessert, da er nun die ganze Aufmerksamkeit des Camps genießt. Er ist nicht nur stärker geworden, sondern auch ruhiger und, wie erwähnt, methodischer. Ich denke er wird es via Sub richten, denn diese Feder wird er sich sehr gerne an den Hut stecken wollen.


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Makhachev to win via Submission @2,84 1/10 Pin