Glücksspielstaatsvertrag - was ändert sich 2020-2021?

die geht meiner Meinung nach gegen Null.

Auch welchen Artikel beziehst du dich?

Ich weiß leider nicht mehr in welchem das stand, aber da war al Beispiel Tipico aufgeführt die schon auf EU-Recht verwiesen haben.

Und was wird sich dann deiner Meinung nach ändern?

Beispiel: ich wette z.B. noch sehr regelmäßig bei circus.be . Belgischer Anbieter. Sind die für mich dann ab Januar erledigt, da keine deutsche Lizenz oder berührt die das dann gar nicht? Das ist das was ich nicht verstehe. Gehe jetzt mal nicht davon aus das die sich um so eine Lizenz bemühen. Und ja, ich schieb schon Panik [[heul]]
 
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Da steht dann wieder Livewettenverbot und nicht Einschränkung...

was ist in dem Fall denn der "Schwarzmarkt"? Der gewöhnliche Buchmacher ohne deutsche Lizenz?

Werden da denn schon Entscheidung gefällt oder nur debatiert? Also sprich gibt es danach was konkretes?
 
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was ist in dem Fall denn der "Schwarzmarkt"? Der gewöhnliche Buchmacher ohne deutsche Lizenz?

ja, das kann man wohl so sehen.

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz werden höchstens erste Ideen für 2021 vorgebracht. Etwas konkretes ergibt sich daraus nicht. Alles was jetzt für 2020 konkret ist, findest du im aktuellen Glückspielstaatsvertrag, und da wird sich (sofern der 3. Änderungsvertrag von allen Bundesländern ratifiziert wird - wovon aktuell wohl auszugehen ist) auch nichts mehr dran ändern.
 
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Habe mal direkt bei ein paar Anbietern nachgefragt, die meisten können/wollen nicht viel dazu sagen bzw, schreiben, dass derzeit keine Änderungen im Wett-/Bonusangebot geplant sind - gibt eben kaum spruchreife Ergebnisse. Dennoch habe ich zwei Dinge herausgelesen, die man erst mal so stehen lassen kann:

1) Der Änderungsvertrag muss von allen Bundesländern bis 31.12.2019 ratifiziert werden, um wirksam zu werden. Diese Ratifizierung liegt wohl noch nicht vor. (Inwiefern das aber nur eine Formsache ist - keine Ahnung)
2) Sollte der Änderungsvertrag inkraft treten, können sich die Anbieter um eine Lizenz bewerben. Das Vergabeverfahren würde dann nochmal 3-4 Monate in Anspruch nehmen. Soll heißen: Vor März/April wird sich nichts ändern.

.... und dann gibt es noch einen Satz eines renommierten Anbieters, über dessen Korrektheit ich nicht zu urteilen vermag und ihn einfach mal so dahingestellt lasse: "Livewetten aber sind sowohl nach der bisherigen wie auch nach der zukünftigen Regelung erlaubnisfähig."

Ich denke, es schadet nicht, Anfang Dezember noch einmal nachzufragen.
 
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.... und dann gibt es noch einen Satz eines renommierten Anbieters, über dessen Korrektheit ich nicht zu urteilen vermag und ihn einfach mal so dahingestellt lasse: "Livewetten aber sind sowohl nach der bisherigen wie auch nach der zukünftigen Regelung erlaubnisfähig."

ja, da hatte ich ja vor längerer Zeit schon mal was zu geschrieben. Was manche Medien verallgemeinert ein "Verbot von Livewetten" nennen, ist "nur" ein Verbot von sogennanten "Ereigniswetten"

https://rp-darmstadt.hessen.de/sites/rp-darmstadt.hessen.de/files/160129Leitlinien%20Sportwetten_0.pdf

"Wetten auf den Ausgang beziehen sich auf das Ergebnis der Sportveranstaltung und auf Vorgänge, die sich im Ergebnis unmittelbar niederschlagen, sich aus diesem herleiten lassen oder sich auf andere leistungsrelevante Merkmale des Ergebnisses der Sportveranstaltungbeziehen. Entscheidendes Kriterium für die Abgrenzung zum bloßen Vorgang (Ereignis) ist damit ein Ergebniszusammenhang, eine Ergebnisbezogenheit. Ein Vorgang, also ein Ereignis, das sich nicht im Ergebnis niederschlägt, sich nicht aus diesem ableiten lässt und auch keinen leistungsrelevanten Bezug zum Ergebnis hat, scheidet als zulässiger Bezugspunkt einer Sportwette aus Gründen des Schutzes der sportlichen Integrität aus. Damit wären Wetten auf gelbe Karten, Einwürfe, Fouls, nächster Strafstoß und Platzverweise keine zulässigen Wettgegenstände, da diesen Vorgängen die Ergebnisbezogenheitbzw. der Ergebniszusammenhang fehlt.Der „Ausgang“ von Sportereignissen würde demnach Folgendes umfassen:

• das Ergebnis der Sportveranstaltung;
• Vorgänge, die sich im Ergebnis unmittelbar niederschlagen oder aus diesem herleitenlassen oder sich auf andere leistungsrelevante Merkmale des Ergebnisses der Sportveranstaltung beziehen."


[...]

Hier findest du eine Aufschlüsselung welche Livewetten zu "Endergebnisewette" (erlaubt) und welche als "Ereigniswette" (verboten) zählen:

https://add.rlp.de/fileadmin/add/Ab...unzulaessige_Wettarten_im_Fussball_in_RLP.pdf

(das Ganze betrifft allerdings nur RLP, andere Länder können das ggf. anders auslegen, und Niedersachsen z.B. tut das auch. Also wie es dann ggf. online aussieht, muss man mal schauen.)

ein allgemeines Verbot von Livewetten wird es dementsprechend natürlich nicht geben
 
Das betrifft mich auch nicht, sowas hab ich nie gewettet. Hier und da mal Ecken aus fun, aber wenn die weg sind...mei...verzichtbar.

Das es allerdings ein paar Monate dauern soll find ich schon mal gut. Bloß weit nach hinten schieben. Oder am besten gar nicht zustande kommen [[rauchen]]
 
Hi, ich hab im FAQ https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit/glücksspiel/sportwetten/sportwetten-faq folgenden Eintrag gefunden:

Unter § 4 Abs. 5 Nr. 2 steht "Höchsteinsatzlimit 1000 € pro Monat" [h=3]Heißt das, dass der Kunde pro Buchmacher ein Einsatzlimit von 1000 Euro hat oder gilt das für alle Buchmacher zusammen?
Wenn ein Kunde mit der ersten Wette 1000 Euro setzt und gewinnt, heißt das dann das er in diesem Monat nicht mehr weiterspielen kann, da er schon 1000 gesetzt hat (Einsatzlimit) und sich somit wo anders anmelden muss wenn er weiterspielen will?[/h]
Zu Frage 1: Die Regelung in § 4 Abs. 5 Nr. 2 GlüStV gilt für jeden Konzessionär im Internet. Ein anbieterübergreifendes Limit besteht nicht.
Zu Frage 2: Wenn ein Spieler mit einer Wette 1.000,- € einsetzt, hat er sein monatliches Höchsteinsatzlimit erreicht.


So wie ich es versteh gelten die 1000 Euro Einsatzlimit pro Buchmacher, wenn man das umgehen möchte meldet man sich einfach bei mehreren an, versteh ich das richtig?
 
Interessant dürfte es auch sein, wie dabei mit Kombi-Wetten verfahren wird...

Ein kleines Beispiel:
Ich setze 500 Euro auf ein Spiel und gewinne.
Nun darf ich aber nur noch 500 Euro auf weitere Spiele setzen.
So richtig viel kann man damit ja nicht gewinnen, aber wir wissen ja alle, dass 90% der Tipper emotional & gierig werden - gerade, wenn man den Verlust aus der ersten verlorenen Wette wieder hereinholen will...

Spiele ich die 500 Euro nämlich in einer Kombi, wird einem ein so hoher Gewinn - rein rechtlich - in Aussicht gestellt, den ich mit Einzelwetten aufgrund des Einsatzlimits gar nicht erreichen könnte.

Ob das nun zukünftig vermehrt zu Kombiwetten verleitet oder nicht, kann nur spekuliert werden. Aber wurde sich darüber Gedanken gemacht?

(Vorausgesetzt natürlich, dass der Einsatz bei einer Kombiwette auch nur durch den ursprünglichen Einsatz berechnet wird und nicht durch die weiteren gedachten Einsätze der weiteren Spiele einer Kombi. Dazu habe ich bisher noch nichts gefunden.)
 
Interessant dürfte es auch sein, wie dabei mit Kombi-Wetten verfahren wird...

Ein kleines Beispiel:
Ich setze 500 Euro auf ein Spiel und gewinne.
Nun darf ich aber nur noch 500 Euro auf weitere Spiele setzen.
So richtig viel kann man damit ja nicht gewinnen, aber wir wissen ja alle, dass 90% der Tipper emotional & gierig werden - gerade, wenn man den Verlust aus der ersten verlorenen Wette wieder hereinholen will...

Spiele ich die 500 Euro nämlich in einer Kombi, wird einem ein so hoher Gewinn - rein rechtlich - in Aussicht gestellt, den ich mit Einzelwetten aufgrund des Einsatzlimits gar nicht erreichen könnte.

Ob das nun zukünftig vermehrt zu Kombiwetten verleitet oder nicht, kann nur spekuliert werden. Aber wurde sich darüber Gedanken gemacht?

(Vorausgesetzt natürlich, dass der Einsatz bei einer Kombiwette auch nur durch den ursprünglichen Einsatz berechnet wird und nicht durch die weiteren gedachten Einsätze der weiteren Spiele einer Kombi. Dazu habe ich bisher noch nichts gefunden.)


Ist doch total egal. Kommt die ganze so und danach sieht es aus, ist das Wetten in Deutschland ab Januar tot.

Ich hab schon nur zweistelligte Stakes und damit ist das Limit doch auch komplett schnell aufgefressen.
 
Immerhin gibt es noch die Möglichkeit, bei Nachweis entsprechender Bonität das Limit zu erhöhen/auszusetzen. Trotzdem ist das alles mehr als lächerlich.

das ist wohl jedem so bewusst, selbst dem Staat mittlerweile. Ab 2021 soll aus dem Einsatzlimit auch ein Einzahlungslimit werden, aber am aktuellen Vertrag lässt sich halt nichts mehr ändern.
 
Da gibts nur eines, sich bei der BRD abmelden und in einem anderen Land sich als Staatenlos und dann Flüchtlingsstatus/Einbürgerung . Nun müsste man schauen, welche Länder da am geeignesten sind. Ostblockländer sehe ich da am geeignesten. Problem ist die Sprachverständigung. Einige Länder kommt man wohl recht schnell rein wie Hongkong oder Panama, Costa Rica keine Ahnung, der Aufwand ist natürlich nicht ohne. Das lohnt sich quasi auch nur für Berufsspieler.
 
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Jettski hat oben etwas dazu geschrieben, mit Primärquelle.

Konnte das gestern nicht öffnen, heute ging es.
Jedoch würde ich das noch nicht allzu ernst nehmen und noch abwarten.
War schon viel geplant, was dann nicht umgesetzt wurde.
Außerdem würde ich dann eine Petition starten, dass Alkohol (welchen ich zugegebenermaßen hasse, unter dessen Einfluss unzählige zu verhindernde Straftaten begangen werden etc.) auch reglementiert wird. [[tutu]]:mrgreen:
 
Konnte das gestern nicht öffnen, heute ging es.
Jedoch würde ich das noch nicht allzu ernst nehmen und noch abwarten.
War schon viel geplant, was dann nicht umgesetzt wurde.
Außerdem würde ich dann eine Petition starten, dass Alkohol (welchen ich zugegebenermaßen hasse, unter dessen Einfluss unzählige zu verhindernde Straftaten begangen werden etc.) auch reglementiert wird. [[tutu]]:mrgreen:

Toll, dann können wir nicht mal frustsaufen.
 
Ganz ehrlich ..wen juckt das alles? Habe in meinem Leben als deutscher Staatsbürger noch nicht ein einziges Mal Wettsteuer bezahlt, geschweige denn ein Wettbüro betreten! Gibt und wird immer Schlupflöcher geben, die nicht verfolgt werden können.

Doch, ist in anderen Ländern nicht anders, Deutschland folgt da nur. Auf Dauer heißt es dann adieu für alle die keine deutsche Lizenz haben.

Und die die eine haben, dürfen sich dann mit dem Limit rumschlagen.

Gerade für Leute die professionel Wetten, auch wenn das sehr wenige sind, und damit ihren Lebensunterhalt verdienen, heißt dass das sie sich nen Job suchen können.
 
Doch, ist in anderen Ländern nicht anders, Deutschland folgt da nur. Auf Dauer heißt es dann adieu für alle die keine deutsche Lizenz haben.

Und die die eine haben, dürfen sich dann mit dem Limit rumschlagen.

Gerade für Leute die professionel Wetten, auch wenn das sehr wenige sind, und damit ihren Lebensunterhalt verdienen, heißt dass das sie sich nen Job suchen können.

naja ich mache es professionell. Und habe schon lange Lösungen gefunden. Daher meinte ich, dass es keinen juckt. Mit Asiaten, BF, VPN und Agenten, muss man das lächerliche Drama in Deutschland nicht verfolgen.
 
Hi, ich hab im FAQ https://rp-darmstadt.hessen.de/sicherheit/glücksspiel/sportwetten/sportwetten-faq folgenden Eintrag gefunden:

Unter § 4 Abs. 5 Nr. 2 steht "Höchsteinsatzlimit 1000 € pro Monat" [h=3]Heißt das, dass der Kunde pro Buchmacher ein Einsatzlimit von 1000 Euro hat oder gilt das für alle Buchmacher zusammen?
Wenn ein Kunde mit der ersten Wette 1000 Euro setzt und gewinnt, heißt das dann das er in diesem Monat nicht mehr weiterspielen kann, da er schon 1000 gesetzt hat (Einsatzlimit) und sich somit wo anders anmelden muss wenn er weiterspielen will?[/h]
Zu Frage 1: Die Regelung in § 4 Abs. 5 Nr. 2 GlüStV gilt für jeden Konzessionär im Internet. Ein anbieterübergreifendes Limit besteht nicht.
Zu Frage 2: Wenn ein Spieler mit einer Wette 1.000,- € einsetzt, hat er sein monatliches Höchsteinsatzlimit erreicht.


So wie ich es versteh gelten die 1000 Euro Einsatzlimit pro Buchmacher, wenn man das umgehen möchte meldet man sich einfach bei mehreren an, versteh ich das richtig?

Wenn es wirklich 1000€ pro Monat pro Anbieter sind, dann ist das ja schon mal um Welten besser, als 1000€ insgesamt auf alle Wettanbieter bezogen, da hieße nämlich auch, dass jeder Wetter ein Konto bei "der Glücksspielbehörde" (wie auch immer man das ausdrücken möchte) hätte, die kontrolliert, dass der Wetter seine 1000€ Grenze ja nicht überschreitet, denn irgendwer muss das ja überprüfen.

Ich bin desweiteren gespannt, was die ganzen Buchmacher, die ihre Lizenz in Malta haben, bei denen man als deutscher Staatsbürger jetzt noch wetten darf, die aber keine deutsche Lizenz bekommen (sich um keine bewerben), mit uns machen? Werden ab Januar 2020 alle deutschen Kunden aufgefordert, ihr Konto zu schließen? Oder machen sie so weiter wie bisher, und lassen uns trotzdem weiter wetten und warten ab...?
 
Ich bin desweiteren gespannt, was die ganzen Buchmacher, die ihre Lizenz in Malta haben, bei denen man als deutscher Staatsbürger jetzt noch wetten darf, die aber keine deutsche Lizenz bekommen (sich um keine bewerben), mit uns machen? Werden ab Januar 2020 alle deutschen Kunden aufgefordert, ihr Konto zu schließen? Oder machen sie so weiter wie bisher, und lassen uns trotzdem weiter wetten und warten ab...?

Das ist nicht deren Entscheidung. Der Staat untersagt es ihnen ihr Wettangebot anzubieten. Wer dies trotzdem macht, bekommt eine Unterlassungsklage. Wie oben im Link beschrieben.

Das wird wohl nicht direkt am 2.1. passieren, denn schließlich kann man erst ab 2.1. einen Lizenzantrag stellen (danke timbo :D ) und alle Anbieter werden ja wohl ne Frist bekommen um sich zu bewerben. Es sei denn einige Anbieter ziehen sich selbst schon ab Januar zurück.

Leider wird es dann so wie es in England, Frankreich und Italien schon ist, dort kann man nicht mehr bei Buchmachern ohne Landeslizenz wetten (weiß ich auch von timbo :D )