MMA Wetten 2022

UFC 271

Große Card, ein Title Fight und im Gegensatz zu UFC 270 auch viele interessante Kämpfe außerhalb des Main Fights. Viele Leute von Adesanyas Gym City Kickboxing dabei.

Douglas Silva de Andrade vs. Sergey Morozov

Silva de Andrade (27-4) ist jemand der schon seit 2014 in der UFC ist, dafür aber relativ wenig Kämpfe gemacht hat. 9 Kämpfe seitdem und steht 5-4 in der UFC. Allerdings gegen wirklich gute Leute gekämpft wie Font, Vera, Yan, Tukhugov oder Murphy. Die schwächeren Gegner hat er alle eindeutig besiegen können, gegen die besseren ging er aber auch eindeutig als Verlierer raus. Außer gegen Vera gab es ein Sieg. Wobei Vera war damals auch noch ein ganz anderer Kämpfer mit anderem Mindset und weniger Erfahrung. Silva de Andrade ist mit 36 und der Statistik in der UFC auch niemand wo man noch große Hoffnung auf die vorderen Plätze haben sollte. Er ist aus meiner Sicht der typische Gatekeeper.

Mozorov (17-4) ist relativ neu in der UFC und hatte bisher Umar Nurmagomedov vor der Flinte, wo er im Nurmagomedov Standard ausgechoked wurde… als Einstiegsfight natürlich auch ein Brett. Danach hat er Khalid Taha kaputt gemacht mit Takedowns. Vorher in M1 alles aufgeräumt, gegen durchaus gute Gegner. Eine Niederlage dort gab es beispielsweise gegen einen Evloev, der nun in der UFC für Furore sorgt. Wer in M1 ein Spitzenkämpfer ist, kann normalerweise auch in der UFC mitkämpfen und auch Siegen. Außer man ist auf komplett Stoff und kommt dann nicht mehr ohne klar. Das sehe ich bei Mozorov aber nicht. Mozorov hat zwar 6 UFC Kämpfe weniger als Douglas, aber dafür hat er massig M1 Erfahrung. Douglas hat vor der UFC nur Schrott in Brasiliens Regio Events gekämpft. Natürlich hat Douglas schon viel Stärkere vor der Flinte gehabt, dafür dort auch dann immer schlecht ausgesehen.

Mozorov halte ich für viel agiler, schneller und auch effizienter. Douglas schlägt zwar mehr, aber kassiert auch mehr Schläge und hat quasi kein Take Down Game. Seine Take Down Defense ist in Ordnung, aber falls Mozorov das macht was er kann und mit weniger Angst wie gegen Nurmagomedov reingeht, dann wird er Douglas mit Take Downs kaputt machen. Ich sehe hier ein ähnliches Set Up wie im Taha Fight. Das BJJ Game von Douglas halte ich auch für kaum relevant.

Douglas Silva de Andrade ist für mich schwer auf dem absteigenden Ast, ist schon immer Verletzungsanfällig und mittlerweile auch recht alt. Bei Mozorov sehe ich jemanden mit Zukunft, der aber auch nicht Grün hinter den Ohren ist. Bei Douglas kommt in der UFC eigentlich auch immer nach einem Win, direkt ein Loss. Sein Win vs. Pirelli nehme ich dazu nicht ernst. Pirrello ist jemand der nicht in die UFC gehört, ja jemand der nicht Mals bei europäischen Regionalevents besonders gut performen hat.

Andrade sah schon wild durchtrainiert beim Weigh-In aus, aber auch Morozov topfit. Wobei er schon sehr glücklich aussah genau das Gewicht gemacht zu haben.
Mozorov by Unanimous Decision ist mein Tipp. Evtl. Sogar mit einer 10-8 Runde dazwischen.



Carlos Ulberg vs Fabio Cherant

Ein Kampf wo ich lange überlegt habe und auch viel recherchiert.

Ulberg einer aus dem City Kickboxing Gym und ein sehr guter Kickboxer. Einer der wenigen der mehr als einmal das King in the Ring Kickbox Turnier gewonnen hat. Die Trainer im City Kickboxing Gym sagen von Ihm er hat den härtesten Kick. Wenn man bedenkt wer dort trainiert, weiß dass das schon was heißt. Ulberg könnte ein neuer Liebling für die UFC werden. Er ist in Neuseeland/Australien als Model bekannt und hat bei einer Reality Show teilgenommen. Dazu war er lange Semi-Profi im Rugby. Also Athlet durch und durch.

Ulbert ist erst kurz im MMA, steht 3-1, wobei man eigentlich nur 2 Fights davon zählen darf. Sein Aufritt in der Contender Series war ordentlich und dann kam die Einladung in die UFC. Dort mit Kennedy Nzechukwu ein ganz schönes Brett für den Auftakt bekommen. Wenn man sich den Fight ansieht, hat Ulberg die 1. Runde komplett dominiert, hat aber zu viel Kraft gelassen. In der 2. Wurde er dann von Kennedy überrannt. Aus meiner Sicht war das eine gute Erfahrung für Ihn, sich seine Kräfte einzusparen. Insbesondere gegen Gegner die einstecken können. Ich denke als Lernprozess war der Kampf daher wichtig. Auch für die Trainer um Ihn nun besser einzustellen. In seinem Gym sind definitiv gute Trainer und Trainingspartner um sich weiterzuentwickeln.

Nun bekommt er mit Fabio Cherant (7-3) einen auch nicht besonders erfahrenen Gegner. Dazu jemand der in der UFC bisher komplett vermöbelt wurde. Mit Alonzo Menifield und William Knight hatte er kein Fallobst, aber auch keine unschlagbaren Gegner. Insbesondere waren das Gegner die ballern können und auch gezeigt haben, dass Cherant Probleme in der Striking Defense hat. Die Steht bei 34%. Dazu 5.57 Strikes pro Minute die er bisher in der UFC kassiert hat. Das ist schon ein Brett. Bisher auch ohne Takedown Erfolg, was ich wiederrum als einzige Siegesmöglichkeit auf Seiten Cherants sehe.

Ulberg dagegen in seinen letzten 2 Kämpfen mit 15.07 Strikes per Minute! Ich glaube, wenn er sich ein bisschen paced und geduldig bleibt, er Cherant spätestens Anfang Runde 2 rausnimmt. Viel wurde auch über Chin Probleme bei Ulberg geredet, aber Cherant hat in seiner ganzen Karriere noch keinen TKO geholt… Ich sehe eher Chin Probleme bei Cherant.
Ein letzter Punkt: Die UFC will definitiv Ulbert gewinnen sehen. Mit Ulbert hat man einen der Aufmerksamkeit bringen könnte, jemand der attraktiv kämpft und Ausstrahlung hat. Man setzt Ihn hier zur Schau und gibt Ihm einen mehr als schlagbaren Gegner.

Zu Guter Letzt hat er eine 8cm Height und 3cm Reach Advantage, was fürs Striking hier durchaus von Vorteil sein sollte. Insbesondere wenn jemand weiß diese auch auszunutzen. Das sollte Ulberg können.

Beim Weigh-In sah Ulberg so aus wie man es von einem Teilzeit Model erwartet. Viel besser austrainiert geht nicht. Cherant sah auch fit aus. Passend zu seinem Nickname Waterbuffalo.



Andrei Arlovski vs. Jared Vanderaa

Arlovski (32-20) ist mittlerweile 43 Jahre alt und hat in den letzten 5 Kämpfen tatsächlich 4-1 Siege geholt. In 5 Wochen wird er 44 Jahre alt... eine absolute Legende in MMA und er bleibt weiterhin sehr aktiv und konkurrenzfähig. Zwar sind die Siege gegen die wirklich schwächsten der HW Division, aber er Grinded dann doch immer mal wieder einen Decision Win in seine Richtung. Durch minimal mehr Volume und hohen Fight IQ weiß er wie er in dem hohen Alter noch über Decision gewinnen kann.

Was er überhaupt nicht mehr hat, ist Finisher Qualität. Weder im Striking noch in Subs. Seit 2015 keinen Kampf vorzeitig gewonnen. Und das gegen wirkliche Boxsäcke wie Struve oder Lins.

Vanderaa (12-6) ist erst seit 2021 in der UFC und steht 1-2. In der Contender Series schnell Hunsucker erledigt, dann mit Spivak ein Brett zu Beginn bekommen. Dort relativ chancenlos. Tafa hat er problemlos dominiert obwohl er einen großen Cut hatte. Danach gegen einen sehr starken Romanov verloren. Seine zwei Niederlagen sind definitiv welche wo auch Arlovski untergehen würde.

Vanderaa würde ich aber nicht auf dem schwachen Niveau von Lins, Sherman oder Carlos Felipe ansiedeln. Tanner Boser hat aus meiner Sicht Arlovski klar besiegt, keine Ahnung was da die Punktrichter gewertet haben. Ich denke ab und an geben die Judges einem Arlovski auch Sympathiepunkte aufgrund seines Veteranenstatus.

Vanderaa hat viel Volume und ist sehr aktiv im Stand-Up. Probleme bekommt er mit diesen wirklich aggressiven Wrestlern. Sobald er einen Takedown kassiert, ist er verloren. Gegen Romanov hat man aber gesehen, dass Vanderaa in Runde 1 ein gutes Stand-Up Game hatte und gute Kondition. Romanov hat den Sieg nicht ohne Probleme erlangt. Vanderaa dagegen scheint sich verbessert zu haben und sollte Gegner unter dem Niveau von Romanov/Spivak besiegen können.

Bei Arlovski sehe ich kein aggressives Wrestling was Vanderaa gefährlich sein könnte. Auch sehe ich hier in dem Matchup kein größeres Volumen bei Arlovski. Vanderra wird nicht wie ein Lins oder Carlos Felipe wegen zu wenig Output Runden knapp verlieren. Ich finde die konditionellen Fähigkeiten von Arlovski werden auch überbewertet. Die letzten Gegner waren so langsam und low volume, dass da gar keine großartigen konditionellen Fähigkeiten nötig waren. Einfach cleveres Fighting hat ausgereicht. Eine KO-Gefahr ging von Felipe, Boser oder Lins nicht aus…

Vanderaa ist nochmal eine Stange schwerer, 2cm größer und insbesondere hat er eine 7 cm längere reach. Vanderaa mit der Power und dem Output sehe ich hier vorne. Dazu 14 Jahre jünger! Also Arlovski in dem Alter und den zuletzt bescheidenen Gegnern als Favorit zu setzen finde ich mutig. Die Quoten müssten aus meiner Sicht genau umgekehrt gesetzt sein. Ich kann mir hier sehr gut einen KO-Sieg von Vanderaa vorstellen.

Vanderaa sah so aus wie ein Heavyweight (Außer Ngannou/Gane) nun mal aussehen. Vollkommen in Ordnung. Am Ende 20 Pfund mehr als Arlovski! Arlovski sieht für einen fast 44-Jährigen wirklich noch Top aus!


Nasrat Haqparast vs. Bobby Green

Schwieriger Fight und ich finde die Quoten fast perfekt gesetzt. Für mich ist Green der Favorit, wobei ich seinen Sieg vs. Iaquinta auch nicht zu hoch bewerten würde. Iaquinta ist nicht in den Fight gegangen um wirklich kompetitiv zu kämpfen. Insbesondere den KO würde ich daher nicht als die Regel bezeichnen. Auch die Niederlage von Haqparast vs. Hooker würde ich nicht zu hoch bewerten. Hooker ist einfach noch mal ein anderes Level und hat Ihn mit Takedowns komplett überrascht.

Normalerweise wird das ein sehr aktiver Fight mit viel Striking. Ich sehe hier aber niemanden KO gehen. Green hatte vor dem Iaquinta KO über 6 Jahre keinen Fight mehr der vorzeitig beendet worden ist. Haqparast traue ich auch nicht zu Green KO zu schlagen.

Für mich der klassische High Volume Fight wo Green in Split Decision gewinnen könnte. Ich denke schon, dass er seien Erfahrung dann in den knappen Runden clever einsetzt.

Beide Fit, wobei Green natürlich noch mal aufgepumpter aussieht. Bei Haqparast sieht man schon, dass der Weight Cut ihm etwas zugesetzt hat. Schnell rauf, schnell runter und zittriger Flex. Aber das ist alles normal bei Ihm.


Kyler Phillips vs. Marcelo Rojo

Ein Fight wo man sich auf dem ersten Blick fragt wieso dieser auf der Main Card landet. Aus meiner Sicht ist es aber klar. Man möchte Kyler Phillips eine Bühne bieten.

Marcelo Rojo (16-7) kam als late replacement vor einem Jahr in die UFC. Dort in einem tollen Schlagabtausch gegen Jourdain Ende der 3. Runde KO gegangen. Seit dem wurde er 3x gebucht, 3x ist der Kampf abgesagt worden. Vorher hat Rojo bei Combate gekämpft, gegen einen Castaneda bspw. verloren. Rojo ist einer mit einem interessanten Fight Style, aus dem Team von Brandon Moreno und hat diesen typischen Mexikanischen High Pressure Style. Und das obwohl er Argentinier ist. Im Endeffekt aber auch niemand von dem man größeres erwarten sollte.

Kyler Phillips (9-2) dagegen ist ein Typ der in der UFC zum Publikumsliebling werden könnte. In DWCS einen KO nach 46sec geholt, in LFA einmal einen spektakulären KO geholt. Seine ersten 3 UFC Fights gewonnen, darunter gegen einen starken und erfahrenen Yadong Song. Zuletzt nicht umstritten gegen Paiva verloren. Das war definitiv ein Draw oder sogar ein 1. Rd Sieg durch Phillips. Paiva war eigentlich nach der ersten Runde KO, danach war Phillips dann durch. Ich denke daraus hat Kyler Phillips gelernt und wird nicht mehr All In in die 1. Runde gehen.

Phillips ist ein guter Striker, kann finishen und ist sehr stark im Grappling. Hier ist dann doch ein Riesen Loch bei Rojo. Auf der Matte wird er komplett chancenlos sein. Auch im striking sehe ich Phillips relativ klar vorne. Macht er keine taktisch fatalen Fehler wie gegen Paiva, dann gewinnt er hier das problemlos. Mit dem MMA Lab als Gym hat er auch ein Gym die Ihm aus dem letzten Loss lernen lassen. Phillips hat eine große Zukunft in der UFC und soll hier einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Rojo sollte überfordert sein.

Beim Weigh-In sah Rojo Fit aus, wobei auch sehr abgemagert. Philips auch austrainiert, aber Ihm scheint der Weight-Cut weniger ausgemacht zu haben.


Alexander Hernandez vs. Renato Moicano

Die Quoten finde ich hier gut gesetzt, allerdings interessiert mich eine Prob Bet. Hernandez Sieg in Rd. 1. Und auch das unter 2.5 finde ich gut.

Hernandez geht eigentlich immer direkt für den Kill, ansonsten geht der Kampf dann zumeist auch verloren. Gegen Dober oder Cerrone war er dann so am Ende, dass er in den KO rennt. Ansonsten viele 1st Rd KO Wins von Hernandez. Unter anderem gegen Dariush!


Moicano ist ein starker Gegner, aber auch jemand mit Chin Problemen. Gegen Fiziev und Chan Sung jung in Rd. 1 KO gegangen. Gegen Aldo früh in Runde 2. Moicano ist natürlich sehr gefährlich auf der Matte und kann da auch jederzeit eine Sub holen. Gerade da sehe ich bei Hernandez nach den ersten 5 Minuten eine große Gefahr in die Sub zu rennen.

Für mich gewinnt das Hernandez in Runde 1 via TKO oder Moicano holt sich die Sub in Runde 2.

Moicano hatte beim Weigh-In etwas leere Augen. Das kann schon mal bei einem anstrengenden Cut vorkommen. Immerhin muss er auch (wie er selbst sagt) 30 Pounds cutten… Hernandez sah da irgendwie etwas fitter aus. Aber naja, Moicano weiß schon wie er cutten muss.


Adesanya vs. Whittaker

Kommen wir zum Main-Event. Die Quoten auf den Sieger sind meiner Ansicht nach perfekt gesetzt. Ich gehe schon davon aus das Adesanya wiedergewinnen wird. Whittaker hat nur eine Chance durch einen KO. Die Takedowsn Defense von Adesanya ist zu gut geworden.

Damit kommen wir auch zu meiner Wette. Ich gehe mit dem unter 4.5. Wenn man die letzten Kämpfe beider sieht, könnte man davon ausgehen, dass es hier klar über die Distanz geht. Jedoch sehe ich das anders. Ich habe mir eigentlich vorgenommen in jedem Fight über 25 Minuten, bei einer Line von 4.5 auch das under zu spielen.

Im 1. Kampf der Beiden ist der Kampf schon früh in der 2. Runde zu Ende gegangen. Ich gehe nicht davon aus, dass es wieder so schnell knallt. Ich glaube das Whittaker es nun etwas langsamer angehen wird. Seine Gewinnchance ist klar, über Takedowns. Hier erwarte, dass sich Adesanya nach 50min vs. Blachowicz und Vettori eindeutig weiterentwickelt hat. Insbesondere vs. Vettori war das in Take down Defense klasse. Bei Whittaker kann ich mir vorstellen, dass er sich nach 2-3 Runden komplett mit den Take Down Versuchen zerreibt, dazu noch einige Treffer kassiert und dann verzweifeln wird.

Für Whittaker ist das hier nämlich die letzte Chance im Middleweight, falls Adesanya nicht die Division wechselt. Einen 3. Kampf wird es nach einer weiteren Niederlage nicht mehr geben. Bedeutet irgendwann muss Whittaker All In auf den KO gehen. Rennt dann evtl. selbst in Treffer oder schafft den Upset.

Bei Adesanya sehe ich noch einen anderen Punkt. Adesanya hat an Hype verloren und zwar extrem. Das zeigt sich auch in den PPV Verkäufen. Die Division hat er platt gemacht, eine darüber konnte er nicht überzeugen und ich sehe Ihn auch nicht vs. Glover oder Prochazka bestehen. Leute wie Usman, Chimaev und selbst ein Covington haben Ihn irgendwie überholt.

Seinen Vertrag hat er zwar gerade verlängert, anscheinend mit dem „extra it“. ich denke das bedeutet größere PPV Share. Bedeutet falls er so entlöhnt werden will wie er sich selbst sieht, sollte er noch mal Werbung machen. Die dritte „langweilige“ Demission hintereinander wäre glaube ich nicht förderlich für zukünftige PPV Events.

Adesanya ist fähig Leute auszuknocken (Brunson, Whittaker, Costa), auch Whittaker hat gerade zu Beginn seiner UFC Zeit einige KO wins (u. a. Tavares & Brunson). 22.5 Minuten um vorzeitig den Kampf zu beenden? Her damit!


Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q @ Pin
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q @ Pin
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q @ Pin
2/10 Mozorov + Philips 1,81q @ Pin
2/10 Knight 2,47q @ Pin
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q @ Pin
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
0.5/10 Moicano Win in 2rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
 
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UFC 271



Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q @ Pin
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q @ Pin
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q @ Pin
2/10 Mozorov + Philips 1,81q @ Pin
2/10 Knight 2,47q @ Pin
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q @ Pin
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
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Unglücklich hier mit Minus rauszugehen. Vanderaa verliert die Split Decision. Kann man in Beide Richtungen geben, seltsam dass sich Arlovski wieder diesen 1% besser durchsetzt.
Mozorov ist einfach nur affig. Der hat nach der 1. Runde eigentlich gewonnen und bricht dann komplett ein…

Knight war aus meiner Sicht die einzige richtig schlechte Wette. Der Typ soll beim Gewichtheben bleiben.

Adesanya vs Whittaker hätte mehrmals vorzeitig beendet werden können. Naja..

Ulberg und das Haqparast / Green Over war problemlos. Moicanos Sub in der 2. Runde rettet mich hier etwas. Im Endeffekt aber wirklich unglücklich, dass das hier mit Minus endet. Mozorov oder Vanderaa hätten absolut auch in meine Richtung laufen können...

Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q LOST -3
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q LOST -2
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q WIN +1.82
2/10 Mozorov + Philips 1,81q LOST -2
2/10 Knight 2,47q LOST -2
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q WIN +0.85
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet LOST -0,5
0.5/10 Moicano Win in 2rd. 7q @ Unibet Win +3.5

Gesamt: -3.33
 
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Reaktionen: Fenomeno und hapax
UFC Fight Night Samstag

Ich halte mich heute ganz kurz da ich noch im Urlaub bin und kaum Zeit habe. Trotzdem habe ich ein paar Sachen im Auge

Johnny Walker vs Jamahal Hill

Walker (18-6) wollte ich nie wieder wetten, weil viel zu wild und große Gefahr in den KO zu rennen. Hill (9-1) finde ich eigentlich stark und sehr talentiert. Gegen Paul Craig hat er mich dann doch sehr enttäuscht und mein Hype für Hill ist etwas zurückgegangen.

Walker hat zwar zuletzt gegen Santos verloren, aber immerhin mal 25min gekämpft und sich taktisch besser verhalten. Er scheint einiges ins Training gelegt zu haben und weiß auch dass er langsam mal wieder liefern muss.

Hill ist hier zurecht der Favorit, jedoch sehe ich Ihn noch als recht unerfahren gegenüber Walker. Walker dazu mit 5cm Height und 7cm Reach Advantage, was seinem Stil entgegenkommen sollte. Ich kann mir vorstellen, dass Walker hier bei Hill die Lichter ausknipsen könnte, wenn er in den ersten 2 Runden nicht wieder wild wird.

Beim Weigh-In sehen beide Fit und motiviert aus. Walker sah sogar noch größer aus als eigentlich gedacht. Für die Odd probiere ich es mal mit Walker…

Jamie Pickett vs Kyle Daukaus

Daukaus (10-2) einer dem man einiges zutraut und die UFC ihm dementsprechend Gegner gegeben hat. Erst Brendan Allen, dazu Hawes und Kevin Holland… Ergebnis waren 2 Decision Niederlagen und ein No Contest. Dazwischen mal gegen Stoltzfus gewonnen, der gehört aber nicht in die UFC. Nun gibt man Ihm wieder jemanden auf Stoltzfus Niveau.

Jamie Picket (13-6) ist so ein Lückenfüller Typ. Der endet irgendwie immer auf irgendeiner Fight Card. Einer der auf UFC Level vs Jordan Wright KO geht… Ansonsten gegen wirklich überschaubare Gegner gekämpft. Siege vs Staropolio und Holmes. Staropoli wird aus der UFC fliegen und gegen Holmes war seine Leistung auch überschaubar. Vor allem war der Kampf erst vor 1 Monat. Dazu über die volle Distanz. Keine Ahnung wieso Pickett den Fight annimmt.

Normalerweise gewinnt Daukaus hier problemlos und ich denke genau das will die UFC auch. Daukaus nach den 2 schwierigen Gegnern mal wieder einen einfacheren zur Entwicklung vor die Flinte setzen.
Daukaus sieht mittlerweile fitter und austrainierter aus. Pickett sieht so wie immer aus – fit. Daukaus mit etwas Height Vorteil, dafür Reach pro Pickett.

David Onama vs Gabriel Benitez

Benitez (22-9) ist ein erfahrener Mann der schon relativ lange in der UFC ist. Dafür aber wenig gerissen hat. Absolute Schrottgegner hat er besiegt, gegen etwas Bessere auch immer haushoch verloren. Es sollte sein letzter Kampf auf seinem Vertrag sein und dementsprechend matched die UFC ihn. Dazu noch mit Weight Miss und katastrophaler körperlichen Form. Erst letzten Mai hat er Gewicht verpasst und der Kampf wurde gecancelled. Nun schon wieder Ich denke der hat auch keine Lust mehr.

Onama (8-1) ist ein junger Mann der in der FAC Serie komplett aufgeräumt hat. Im ersten UFC Fight etwas unbeholfen aussah und gegen Mason Jones verlor. Er hat aber Talent und ist auch noch jung. Die UFC hat Ihm hier einen netten Fight gegeben wo er körperlich komplett überlegen ist mit 7cm height und 8cm reach advantage.

Dazu viel austrainierter und ich denke vom Kopf her eben auch noch motiviert etwas zu erreichen. Benitez sollte raus sein, mental und körperlich. Der Billy Quarantillo Ko hat ihn final gebrochen.

Diana Belbita vs Glora De Paula

Belbita ist erst 25 aber schon 14-6 Kämpfe. In der UFC als erste Fights McCann (short notice).. da natürlich chancenlos. Gegen Jojua etwas überraschend verloren, aber sich dann zuletzt wieder gefangen. Sie ist noch jung und scheint zu lernen.

Gloria De Paula steht 5-4, ist auch erst 26, aber hat bis auf die Contender Series keinen nennenswerten Erfolg. In der UFC in 2 Kämpfen gegen beides Schrottgegner komplett untergegangen. Keine Ahnung wieso der Fight so ausgeglichen quotiert ist? In Brasilien gegen diese aufgestoffte Carnelossi verloren, welche aber auch keine Top UFC Kämpferin ist. Ihre Siege auf Brasilien Regio Ebene kann ich nicht ernst nehmen. Auch gegen eine De Padua hat sie verloren, welche in der UFC von Lipski verprügelt wurde und seitdem sich nicht mehr im MMA traut. Auf der Matte sollte De Paula stärker sein, aber ich vertraue Belbita sich verbessert zu haben.

Zu der ausgeglichenen Odd probiere ich eine viel erfahrenere und auf besseren Niveau schon erfolgreiche Belbita. Allerdings auch nicht viel, da ich von Ihr auch nicht überzeugt bin.

Beim Weigh-In sahen beide gut aus. Belbita wohl etwas überrascht gewesen Gewicht zu machen. Keine Größenvorteile für irgendeine. Belbita mit 5cm reach Vorteil, dafür De Paula muskulöser. Gehe trotzdem small mit Belbita aufgrund der bisher überschaubaren Leistungen von De Paula.

Jonathan Pearce vs Christian Rodriguez

Rodriguez steht zwar 7-0, aber bis auf Cortez in der DWCS nur kompletten Schrott besiegt. Trotz Sieg in der DWCS keinen Vertrag erhalten und das heißt was, wo momentan eh jeder einen dort erhält. Danach dann einen 19-36 Mann geschlagen. Kam nun aus late replacement doch über Umwege in die UFC und kämpft gleich gegen jemanden der in der UFC zuletzt durchaus stark gekämpft hat.

Mit Kamaka III und Omar Morales solide Leute besiegt. 3 seine 4 Niederlagen sind noch von Beginn der Karriere. Danach auch in Bellator zwei Siege gesammelt und wie gesagt 2 in UFC + 1x in DWCS. Eigentlich hätte er gegen den aus meiner Sicht viel stärkeren Lingo antreten sollen, so hat er nun einen einfachen Gegner um seine Win Streak auszubauen.

Pearce hat sich in den letzten Fights extrem weiterentwickelt und ist im Fight Ready MMA Gym auch mit den Top Leuten unterwegs. Cejudo, Korean Zombie etc.

Pearce hat motiviert und austrainiert beim Wiegen ausgesehen. Dazu eine große size advantage. Pearce sollte problemlos hier durchgehen.

Alan Baudot vs Parker Porter

Parker Porter (12-6) hat sich in den letzten 2 Fights echt in der UFC zurechtgefunden und relativ souverän beide Kämpfe gewonnen. Zum Einstieg gegen Chris Daukaus verloren, was man mittlerweile wohl verkraften kann. Wenn man sieht wie weit es Daukaus gebracht hat, war die Niederlage echt zu verkraften. Insbesondere wenn man dann mit 2 souveränen Siegen zurückkommt.

Mit 36 ist er aber auch keiner mehr von dem man sich viel versprechen könnte. Trotzdem ein gefährlicher Mann, mit schnellen Händen der auch auf der Matte immer mal wieder für eine Sub gut.

Baudot (8-2) hat für mich keine Berechtigung in der UFC. Die Niederlage vs Aspinall geschenkt. Vorher aber schon gegen einen Lungiambula chancenlos, welcher in der UFC alles andere als gut ist. 7 seiner Siege ist gegen unfassbar schwache Gegner, 4 davon mit Minus Record und sein Sieg gegen einen „ok“ Gegner war eine Disqualification… Dann zuletzt gegen Nascimento eine gute 1. Runde gehabt um dann aber in der 2. Schnell KO zu gehen. Im Nachhinein NO-Contest wegen Ritalin bei Nascimento… also an für sich hat der Typ einen einzigen Sieg gegen einen guten Gegner, welcher wiederrum ein Disqualification war. In der UFC zweimal vor der 1,5 Line KO gegangen und vor der UFC nach 26 Sekunden gegen einen durchschnittlichen Lungiambula KO gegangen.

Porter ist der viel stärkere MMA Kämpfer, auf dem Boden komplett überlegen und auch im Stand Up nicht chancenlos.

Beim Weigh-In sieht man zwar das Baudot größer ist, aber er sah nicht fit aus und Porter sieht einfach kräftiger aus. Wenn die 1. Runde überstanden wird, dann kann ich mir später eine Sub für Porter vorstellen.

Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q @ Pin
2/10 Parker + Daukaus 1,85q @ Pin
1/10 Belbita 1,78q @ Pin
1/10 Walker 2,87q @ Pin
0,5/10 Porter by Sub 6,38q @ Pin
 
UFC Fight Night Samstag


Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q @ Pin
2/10 Parker + Daukaus 1,85q @ Pin
1/10 Belbita 1,78q @ Pin
1/10 Walker 2,87q @ Pin
0,5/10 Porter by Sub 6,38q @ Pin

Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q = WIN +2.85
2/10 Parker + Daukaus 1,85q = WIN +1.7
1/10 Belbita 1,78q = LOST -1
1/10 Walker 2,87q = LOST -1
0,5/10 Porter by Sub 6,38q = LOST -0.5


Seltsames Event. Also Onama hat mir Angst gemacht, doch dann haut er Benitez komplett weg. Die Kicks die er vorher gefressen hat, frisst er wahrscheinlich nicht noch mal 5 Minuten. Pearce war eigentlich haushoch besser, aber scrambled doch immer wieder in gefährliche Situationen. Gegen einen besseren Gegner geht das schief.

Porter Parker puh, also ich habe Ihn auch 29-28 vorne gesehen, aber das hätte auch schief gegen können. Daukaus dafür komplett souverän. Pickett wohl der erste der freiwillig bei noch 1 Sekunde abklopft.

Belbita dann andersherum, da habe ich sie 28-29 verlieren gesehen, aber ich denke man hätte Ihr auch eine Runde mehr geben können. In der 1. Runde aber viel zu wenig gemacht, daher auch richtigerweise verloren. Die muss noch einiges lernen.

Walker schläft schon bei einfachen Schlägen im Stand ein. Das Chin ist glaube ich irreparabel lost.

Gesamt: +2.05
 
UFC Fight Night Samstag/ Bellator Freitag

Islam Makhachev vs Bobby Green

Makhachev (21-1) ist der Boogie-Man der Divison. Niemand will gegen Ihn kämpfen und man spricht quasi vom neuen Khabib. Passend dazu das Khabib hier auch Trainer ist. Ich glaube auch Makhachev wird irgendwann den Titel holen und er ist in dem Kampf natürlich großer Favorit. Normalerweise hätte er gegen Dariush kämpfen sollen, wo ich Ihn auch gerne mal gesehen hätte. Dariush wäre mit Sicherheit der overall bisher stärkste Gegner für Ihn gewesen. Insbesondere wenn es auf das Ringen ankommt, aber auch von der Erfahrung her.

Nun kommt mit Bobby Green (29-12-1) ein late replacement und wenn man sich die Quoten anschaut ein absoluter Außenseiter. Makhachev hatte letztens mit Hooker auch ein late replacement war aber dort sogar weniger hoch Favorit. Ich habe es damals mit Hooker probiert und wenn ich damals auf Hooker war, muss ich jetzt erst recht auf Green.

Ja, evtl. ist es herausgeschmissenes Geld, aber ich sehe Green als noch unangenehmer wie damals Hooker. Green ist ein absoluter UFC Veteran, welcher sich in den letzten Kämpfen echt wieder erfunden hat. Er hat alles gekämpft was es gibt: James Krause, Barboza, Poirier, Guida, Moises, Fiziev, Iaquinta. Er ist sehr schwierig zu kämpfen, da sein Stil recht ungewöhnlich ist. Er hat schnelle Hände, sehr viel Output und mittlerweile auch endlich etwas Schlagstärke. Was er aber auch ist und viele vergessen, ein sehr guter Wrestler. Und hier ist der Punkt der mich positiv stimmt. Im Gegensatz zu Hooker glaube ich kann er im Duell auf der Matte viel besser mithalten und hat auch eine viel bessere Takedown Defense.

Wo sehe ich die Siegmöglichkeiten für Green? Nicht auf der Matte, da wird er trotz guten Wrestlings und Grappling Skills unterlegen sein, aber im Striking. Ich glaube, wenn er eine gute Takedown Defense liefert, könnte erd sich 2-3 Runden durch mehr Output holen. Seine Takedown Defense ist mit 72% über die langen Jahre, gegen so gute Gegner sehr gut. Im Schnitt kassiert er in 15 Min 1.22 Takedowns. Rechnen wir auf 5 Runden hoch + Islam Bonus sagen wir 2,5 bis 3 Takedowns. Ist für mich genau an dem Punkt wo ich mir vorstellen kann, dass er eben nur 2 Runden gepackt und auf dem Boden dominiert wird. Klar, es kann auch 3x sein oder noch mehr. Er kann auch submissed werden. Aber ich sehe es nicht so eindeutig wie die Odds sagen. Dazu hat Green ein sehr gutes Get Up Game und bleibt normalerweise nicht so lange auf der Matte. Auch ist Bobby Green eine Konditionsmaschine und die 5 Runden sollten Ihm entgegenkommen. Klar, der Gegner ist hier noch mal eine Klasse besser, aber ich sehe Chancen.

Mit 5,93 Significant Strikes Landed per Minute ist das schon Bombe. Im Gegensatz dazu die 2,21 Significant Strikes Landed per Minute schon eine Menge weniger. Wobei Islam natürlich auch bisher viel weniger als ein Green getroffen wird bzw. in den Schlagabtausch geht.
Was ich aber auf jeden Fall glaube ist, dass Green hier nicht wie Hooker sofort platt wie eine Flunder liegt. Er hat durability, er weiß wie er sich zu bewegen hat, er hat gute Takedown Defense. Ich denke der Kampf wird sich länger hinziehen.

Zusammengefasst: Ich gebe Green die Chance über die volle Distanz 2-3 Runden über das Striking zu dominieren. Green hat in seiner Karriere mehr als doppelt so viel Cage Time als Islam und könnte da evtl. in den engen Runden auch das richtige machen um zu Punkten. Er hat sich in den letzten 2 Fights super präsentiert und ist sehr beliebt. Es wäre auch eine absolute Underdog Story für die UFC, wenn er nun durch einen Short-Notice Win gegen den Boogie Man in einen Title Fight kommt. Für die UFC eigentlich ein Traum im Vergleich zu dem recht „langweiligen“ Makhachev.


Joel Alvarez vs Arman Tsarukyan

Alvarez (19-2) ist jemand von dem viele sich einiges versprechen und er hat bisher geliefert. In der UFC steht er 4-1, davon nur seinen 1. Kampf verloren. Danach 4x vorzeitig den Sieg geholt. Gerade gegen jemanden wie Thiago Moises war das schon ein Ausrufezeichen. Insbesondere, da er diesmal im Striking gewonnen hat. Alvarez ist nämlich ansonsten ein absoluter Dominator mit Submissions. In seinem letzten Kampf hat mir wirklich sein Striking gefallen und man konnte Verbesserungen erkennen. Er hat den Gegner gestalked und war viel weniger im Rückwärtsgang. Durch Kicks konnte er sich Platz und Respekt verschaffen und er war nicht mehr komplett auf seine Submissions angewiesen.

Bei seinem letzten Kampf hat er wie schon davor sein Gewicht verpasst, was bei seiner Größe aber keine Überraschung ist. Mit 191cm ist er für ein Leichtgewicht unfassbar groß. Dazu die 196cm reach welche für wirklich jeden sehr unangenehm zu kämpfen ist.

Tsarukyan (17-2) hat einen ähnlichen Verlauf wie Alvarez. Steht 4-1 in der UFC und bis auf sein Debut gegen Makhachev alle anderen problemlos besiegt. Er hat Karate Style Striking, guten Jab und gute Left Hook. Aber vor allem ist er ein sehr starker Striker mit guten GnP. Ab und zu verliert er sich in ein paar schlechten Positionen beim scramble, kommt dann aber durch seine Aktivität wieder heraus. Hier könnte es aber zu Problemen kommen, wenn einer mal seine schlechte Position richtig packt. Was Tsarukyan definitiv hat ist eine gute Kondition. Er kann problemlos einen Kampf auch über mehrere Runden bestimmen.

Bei seinem letzten Kampf hat er dazu in der UFC zum wiederholten Male einen richtigen Schlag fressen müssen. Frevola hat ihn in Rd. 1 angeklingelt, ähnliches habe ich vorher schon gesehen. Auch da ist er anfällig und muss nur mal von dem „Richtigen“ getroffen werden.

Den „Richtigen“ sehe ich in Alvarez. Er hat sich im Striking extrem verbessert und ist auf der Matte weiterhin brandgefährlich. Gerade mit seiner Größe ist er schwer zu packen und hat selbst vom Rücken aus noch mal ganz andere Optionen sich zu befreien oder selbst zu attackieren.

Tsarukyan hat so einen großen Gegner noch nie gekämpft und ist selbst eben auch erst 25 Jahre alt. So etwas könnte nun eine neue Erfahrung sein. Alvarez ist nicht nur irgendeiner der 21cm größer ist und 12cm mehr Reach hat, nein er hat auch großes Talent und ist im Striking, wie auch in Submissions brandgefährlich. Thiago Moises meinte nach seinem Fight, dass er noch nie so einen körperlich starken Gegner wie Alvarez gekämpft hat. Und Thiago Moises hat Leute wie Dariush, Bobby Green, Michael Johnson, Ismagulov oder Makhachev gekämpft!

Für mich ist das ein 50/50 Fight, wobei ich sogar bei 50/50 Quotierung pro Alvarez setzen würde. Ich gehe sogar davon aus, dass Alvarez wieder sein Gewicht verpasst. Aber ich gehe definitiv mit Alvarez. Ich bin sehr überzeugt von seinem Talent und seinen Größenvorteilen, daher gehe ich mit Freude auf Alvarez. Die Quotierung könnte eine Falle sein, aber bei der Quote muss ich es auch etwas höher probieren. Gewinnt er das, wird er gegen gleichwertige Gegner nicht mehr als Außenseiter quotiert.


Misha Cirkunov vs Wellington Turman

Wellington Turman (17-5) wollte ich schon vor paar Wochen gegen Viera layen und das werde ich nun erst recht.

Wellington Turman gehört für mich niemals in die UFC. Ist da wohl nur noch, weil er ein guter Freund von Glover Texeira ist. Ansonsten kaum zu erklären. Seine sportlichen Leistungen waren absolut überschaubar. Niederlagen vs Roberson, Andrew Sanchez…., Bruno Silva und zuletzt ein Split Decision Win gegen Dauer Verlierer Sam Alvey. Dort dann großartig aufgefallen durch unendlich Eye-Pokes. So wie er mit offener Schlaghand kämpft, wird Ihm auch hier wieder ein Punkt abgezogen. Wellington hat zwar ordentliches Grappling, aber ansonsten könnte er Cirkunov höchstens gefährlich werden, wenn dieser schlecht in Form ist.

Cirkunov (15-7) ist ein absolutes Kraftpaket, allerdings zuletzt mit einigen Problemen. In den letzten 7 Kämpfen ganze 5 Niederlagen. Jedoch wirklich gegen gute Leute gekämpft wie Özdemir, Glover Texeira, Walker (damals noch vielversprechend) und selbst Spann + Jotko zuletzt sind alle besser als Wellington. Die Split Decision vs Jotko war dazu sehr umstritten. In der UFC schon einen Jimmy Crute, Krylov oder Cutelaba besiegt. Trotz „nur“ 14-7 Kämpfe sind davon eben auch schon 11 in der UFC gewesen.

Bei den Statistiken ist Misha in jeder Statistik besser als Wellington. Nur die Takedown Defense ist bei Wellington bei 100%. Bei Misha „nur“ 70%. Misha ist erfahrener, hat die besseren Gegner gekämpft und besiegt, hat das bessere Skillset und ist zu guter Letzt auch noch 8cm größer und hat eine 13cm längere reach.

Seine Probleme sind gegen Leute die direkt in Rd 1 Vollgas auf ein Finish gehen. Bei Wellington sehe ich aber überhaupt keine KO Power, dazu ist er bei solchen überschwänglichen ersten Runden bisher selbst zweimal in den KO gerannt. Misha ist natürlich nun eine Gewichtsklasse niedriger, daher könnte er etwas an Kondition verloren haben. Aber Cirkunov ist für mich einfach in allen Bereichen stärker. Einzig ein konditionelles einbrechen von Misha könnte zu Problemen führen.

Alejandro Perez vs Jonathan Martinez

Für mich der sicherste Pick des ganzen Abends. Alejandro Perez (22-8-19) ist ein UFC Veteran. Seit 2014 am Start und mit 8-3-1 auch eine eigentlich gute Statistik. Sein Problem ist, er besiegt den ganzen unteren Durchschnitt oder irgendwelche Newcomer, aber bei einem kleinen Step darüber bekommt er Probleme. Seine meisten Gegner die er besiegt hat, sind auch schnell wieder aus der UFC entfernt worden. Nach seinen zwei Niederlagen vs Stamann und Song Yadong hat er sich erstmal 2 Jahre Pause gegeben und sich anscheinend neu aufgestellt. Zuletzt gegen den erfahrenen, aber schrottigen Eduardo durch Armbar gewinnen können. Er ist physisch stark, schnelle Hände, gutes Wrestling. Mit 32 ist er noch recht jung, aber ich glaube kaum, dass er sich noch zu dem Kämpfer entwickelt welcher den kleinen Step Up gerecht wird.

Martinez (14-4) ist 5 Jahren jünger und hat auch schon 8 UFC Fights in denen er 5-3 steht. Darunter Leute wie Frankie Saenz oder Thomas Almeida besiegt. Auch seine Niederlage gegen Davey Grant war etwas unglücklich, da er Ihn eigentlich in der 1. Rd schon am Wackeln hatte. Martinez kann finishen, hat nasty leg kicks, weiß wie er seine Reichweite ausnutzt, harte punches und eine starke Linke. Im letzten Kampf hatte er über 90 signifikant strikes. Ganz im Gegensatz dazu ist Perez eher zurückhaltend mit seinem Output, besonders in seinen letzten Kämpfen.

In den Statistiken ist Martinez in jeder stärker, außer in Defense/ Takedowns Average ein kaum relevantes bisschen schwächer.
Als das große Problem für Perez in dem Kampf sehe ich, dass er immer seine linke fallen lässt. Gerade bei dem Orthodox vs Southpaw Matchup inkl. der starken Linken von Martinez könnte es zu großen Problemen für Perez kommen. Der starke inside Lowkick von Martinez sollte bei den beiden Stances auch zu Problemen für Perez führen. Insbesondere bei diesen relativ langen Stances von Perez. Ich sehe mehrere heftige Inside Kicks und linke punches von Martinez treffen und irgendwann einen TKO pro Martinez.
Ich glaube Martinez ist talentierter, hat das bessere Skillset und ein unangenehmer Gegner. Perez sollte eigentlich drüber sein und ist für das „heutige“ MMA auch nicht mehr auf dem Level. Blind die Kicks fressen plus schlechtes Headmovement kann man sich auf dem Level in 2022 nicht mehr erlauben.
Auch die 5cm height/ 7cm reach Vorteile pro Martinez sollten bei dem ganzen Matchup für sich sprechen. Die Quote ist leider dementsprechend niedrig.

Lee Hammond vs Jamie Hay (Bellator Freitagabend)

Bellator ist am Freitag in Dublin. Passend zu Dublin wird die Stimmung mega sein und absolut pro Irische Kämpfer.
Hier gibt es im Prelim aus meiner Sicht einen Set-Up Fight für ein Talent vor eigenem Publikum. Lee Hammond ist Teamkollege von McGregor aus dem SBG Gym. Früherer IMMAF (Amateur) World Champion und BJJ Brown Belt. In seiner Jugend war er ein BJJ Phänomen auf der Insel und hat McGregor aktiv beim BJJ Training unterstützt. In seiner Amateurzeit war Vize Europameister und wie erwähnt Weltmeister. Im 1. MMA Profi Kampf durch KO/TKO gegen einen 4-0 Typen gewonnen. Solche Gegner als 1. Profi Fight bekommen die Wenigsten. Nun mit Jamie Hay (2-0) einen Engländer mit wenig MMA Erfahrung und zwei Siegen gegen 0-5 und 0-7. Mich würde es wundern, wenn der Kampf länger als 10 Minuten gehen würde. Jamie Hay dazu noch Gewicht verpasst. Der weiß selbst, dass das eine Hinrichtung wird.

Jose Sanchez vs Khasan Magomedsharipov (Bellator Freitagabend)

Keine Ahnung woher und wieso Bellator hier diesen Sanchez in so einen Kampf lässt. Dazu auf der Main Card… Sanchez steht zwar 11-1, aber auf Events die keine Relevanz haben, gegen Gegner ohne Relevanz. Gegen den ersten Gegner mit etwas besserer Statistik ging er sofort verloren. Aber auch gegen einen der auf GMC Ebene gegen einen Saba Bolaghi verliert. Vor der Niederlage war Sanchez zwei Jahre raus und ich glaube er hätte raus bleiben sollen.
Khasan ist der klassische Dagestani und nebenbei Zabits Bruder. Steht 6-0, hat im 1. Bellator Fight durch GnP gewonne. Vorher in der in Russland durchaus guten AMC Organisation gewonnen. Mit 21 noch sehr jung, aber gilt als Toptalent. Hat Height/Reach Vorteil. Der Kampf gilt als Showcase für Khasan und Sanchez ist hier nur eingekauft worden um für ein bisschen Internationalität zu sorgen. Von Magomedsharipov erwarten viele einiges in Zukunft, ich bin gespannt wann er mal gegen einen wirklich soliden Gegner ran darf.

Gesamt:

4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin
 
UFC Fight Night Samstag/ Bellator Freitag

Islam Makhachev vs Bobby Green

Makhachev (21-1) ist der Boogie-Man der Divison. Niemand will gegen Ihn kämpfen und man spricht quasi vom neuen Khabib. Passend dazu das Khabib hier auch Trainer ist. Ich glaube auch Makhachev wird irgendwann den Titel holen und er ist in dem Kampf natürlich großer Favorit. Normalerweise hätte er gegen Dariush kämpfen sollen, wo ich Ihn auch gerne mal gesehen hätte. Dariush wäre mit Sicherheit der overall bisher stärkste Gegner für Ihn gewesen. Insbesondere wenn es auf das Ringen ankommt, aber auch von der Erfahrung her.

Nun kommt mit Bobby Green (29-12-1) ein late replacement und wenn man sich die Quoten anschaut ein absoluter Außenseiter. Makhachev hatte letztens mit Hooker auch ein late replacement war aber dort sogar weniger hoch Favorit. Ich habe es damals mit Hooker probiert und wenn ich damals auf Hooker war, muss ich jetzt erst recht auf Green.

Ja, evtl. ist es herausgeschmissenes Geld, aber ich sehe Green als noch unangenehmer wie damals Hooker. Green ist ein absoluter UFC Veteran, welcher sich in den letzten Kämpfen echt wieder erfunden hat. Er hat alles gekämpft was es gibt: James Krause, Barboza, Poirier, Guida, Moises, Fiziev, Iaquinta. Er ist sehr schwierig zu kämpfen, da sein Stil recht ungewöhnlich ist. Er hat schnelle Hände, sehr viel Output und mittlerweile auch endlich etwas Schlagstärke. Was er aber auch ist und viele vergessen, ein sehr guter Wrestler. Und hier ist der Punkt der mich positiv stimmt. Im Gegensatz zu Hooker glaube ich kann er im Duell auf der Matte viel besser mithalten und hat auch eine viel bessere Takedown Defense.

Wo sehe ich die Siegmöglichkeiten für Green? Nicht auf der Matte, da wird er trotz guten Wrestlings und Grappling Skills unterlegen sein, aber im Striking. Ich glaube, wenn er eine gute Takedown Defense liefert, könnte erd sich 2-3 Runden durch mehr Output holen. Seine Takedown Defense ist mit 72% über die langen Jahre, gegen so gute Gegner sehr gut. Im Schnitt kassiert er in 15 Min 1.22 Takedowns. Rechnen wir auf 5 Runden hoch + Islam Bonus sagen wir 2,5 bis 3 Takedowns. Ist für mich genau an dem Punkt wo ich mir vorstellen kann, dass er eben nur 2 Runden gepackt und auf dem Boden dominiert wird. Klar, es kann auch 3x sein oder noch mehr. Er kann auch submissed werden. Aber ich sehe es nicht so eindeutig wie die Odds sagen. Dazu hat Green ein sehr gutes Get Up Game und bleibt normalerweise nicht so lange auf der Matte. Auch ist Bobby Green eine Konditionsmaschine und die 5 Runden sollten Ihm entgegenkommen. Klar, der Gegner ist hier noch mal eine Klasse besser, aber ich sehe Chancen.

Mit 5,93 Significant Strikes Landed per Minute ist das schon Bombe. Im Gegensatz dazu die 2,21 Significant Strikes Landed per Minute schon eine Menge weniger. Wobei Islam natürlich auch bisher viel weniger als ein Green getroffen wird bzw. in den Schlagabtausch geht.
Was ich aber auf jeden Fall glaube ist, dass Green hier nicht wie Hooker sofort platt wie eine Flunder liegt. Er hat durability, er weiß wie er sich zu bewegen hat, er hat gute Takedown Defense. Ich denke der Kampf wird sich länger hinziehen.

Zusammengefasst: Ich gebe Green die Chance über die volle Distanz 2-3 Runden über das Striking zu dominieren. Green hat in seiner Karriere mehr als doppelt so viel Cage Time als Islam und könnte da evtl. in den engen Runden auch das richtige machen um zu Punkten. Er hat sich in den letzten 2 Fights super präsentiert und ist sehr beliebt. Es wäre auch eine absolute Underdog Story für die UFC, wenn er nun durch einen Short-Notice Win gegen den Boogie Man in einen Title Fight kommt. Für die UFC eigentlich ein Traum im Vergleich zu dem recht „langweiligen“ Makhachev.


Joel Alvarez vs Arman Tsarukyan

Alvarez (19-2) ist jemand von dem viele sich einiges versprechen und er hat bisher geliefert. In der UFC steht er 4-1, davon nur seinen 1. Kampf verloren. Danach 4x vorzeitig den Sieg geholt. Gerade gegen jemanden wie Thiago Moises war das schon ein Ausrufezeichen. Insbesondere, da er diesmal im Striking gewonnen hat. Alvarez ist nämlich ansonsten ein absoluter Dominator mit Submissions. In seinem letzten Kampf hat mir wirklich sein Striking gefallen und man konnte Verbesserungen erkennen. Er hat den Gegner gestalked und war viel weniger im Rückwärtsgang. Durch Kicks konnte er sich Platz und Respekt verschaffen und er war nicht mehr komplett auf seine Submissions angewiesen.

Bei seinem letzten Kampf hat er wie schon davor sein Gewicht verpasst, was bei seiner Größe aber keine Überraschung ist. Mit 191cm ist er für ein Leichtgewicht unfassbar groß. Dazu die 196cm reach welche für wirklich jeden sehr unangenehm zu kämpfen ist.

Tsarukyan (17-2) hat einen ähnlichen Verlauf wie Alvarez. Steht 4-1 in der UFC und bis auf sein Debut gegen Makhachev alle anderen problemlos besiegt. Er hat Karate Style Striking, guten Jab und gute Left Hook. Aber vor allem ist er ein sehr starker Striker mit guten GnP. Ab und zu verliert er sich in ein paar schlechten Positionen beim scramble, kommt dann aber durch seine Aktivität wieder heraus. Hier könnte es aber zu Problemen kommen, wenn einer mal seine schlechte Position richtig packt. Was Tsarukyan definitiv hat ist eine gute Kondition. Er kann problemlos einen Kampf auch über mehrere Runden bestimmen.

Bei seinem letzten Kampf hat er dazu in der UFC zum wiederholten Male einen richtigen Schlag fressen müssen. Frevola hat ihn in Rd. 1 angeklingelt, ähnliches habe ich vorher schon gesehen. Auch da ist er anfällig und muss nur mal von dem „Richtigen“ getroffen werden.

Den „Richtigen“ sehe ich in Alvarez. Er hat sich im Striking extrem verbessert und ist auf der Matte weiterhin brandgefährlich. Gerade mit seiner Größe ist er schwer zu packen und hat selbst vom Rücken aus noch mal ganz andere Optionen sich zu befreien oder selbst zu attackieren.

Tsarukyan hat so einen großen Gegner noch nie gekämpft und ist selbst eben auch erst 25 Jahre alt. So etwas könnte nun eine neue Erfahrung sein. Alvarez ist nicht nur irgendeiner der 21cm größer ist und 12cm mehr Reach hat, nein er hat auch großes Talent und ist im Striking, wie auch in Submissions brandgefährlich. Thiago Moises meinte nach seinem Fight, dass er noch nie so einen körperlich starken Gegner wie Alvarez gekämpft hat. Und Thiago Moises hat Leute wie Dariush, Bobby Green, Michael Johnson, Ismagulov oder Makhachev gekämpft!

Für mich ist das ein 50/50 Fight, wobei ich sogar bei 50/50 Quotierung pro Alvarez setzen würde. Ich gehe sogar davon aus, dass Alvarez wieder sein Gewicht verpasst. Aber ich gehe definitiv mit Alvarez. Ich bin sehr überzeugt von seinem Talent und seinen Größenvorteilen, daher gehe ich mit Freude auf Alvarez. Die Quotierung könnte eine Falle sein, aber bei der Quote muss ich es auch etwas höher probieren. Gewinnt er das, wird er gegen gleichwertige Gegner nicht mehr als Außenseiter quotiert.


Misha Cirkunov vs Wellington Turman

Wellington Turman (17-5) wollte ich schon vor paar Wochen gegen Viera layen und das werde ich nun erst recht.

Wellington Turman gehört für mich niemals in die UFC. Ist da wohl nur noch, weil er ein guter Freund von Glover Texeira ist. Ansonsten kaum zu erklären. Seine sportlichen Leistungen waren absolut überschaubar. Niederlagen vs Roberson, Andrew Sanchez…., Bruno Silva und zuletzt ein Split Decision Win gegen Dauer Verlierer Sam Alvey. Dort dann großartig aufgefallen durch unendlich Eye-Pokes. So wie er mit offener Schlaghand kämpft, wird Ihm auch hier wieder ein Punkt abgezogen. Wellington hat zwar ordentliches Grappling, aber ansonsten könnte er Cirkunov höchstens gefährlich werden, wenn dieser schlecht in Form ist.

Cirkunov (15-7) ist ein absolutes Kraftpaket, allerdings zuletzt mit einigen Problemen. In den letzten 7 Kämpfen ganze 5 Niederlagen. Jedoch wirklich gegen gute Leute gekämpft wie Özdemir, Glover Texeira, Walker (damals noch vielversprechend) und selbst Spann + Jotko zuletzt sind alle besser als Wellington. Die Split Decision vs Jotko war dazu sehr umstritten. In der UFC schon einen Jimmy Crute, Krylov oder Cutelaba besiegt. Trotz „nur“ 14-7 Kämpfe sind davon eben auch schon 11 in der UFC gewesen.

Bei den Statistiken ist Misha in jeder Statistik besser als Wellington. Nur die Takedown Defense ist bei Wellington bei 100%. Bei Misha „nur“ 70%. Misha ist erfahrener, hat die besseren Gegner gekämpft und besiegt, hat das bessere Skillset und ist zu guter Letzt auch noch 8cm größer und hat eine 13cm längere reach.

Seine Probleme sind gegen Leute die direkt in Rd 1 Vollgas auf ein Finish gehen. Bei Wellington sehe ich aber überhaupt keine KO Power, dazu ist er bei solchen überschwänglichen ersten Runden bisher selbst zweimal in den KO gerannt. Misha ist natürlich nun eine Gewichtsklasse niedriger, daher könnte er etwas an Kondition verloren haben. Aber Cirkunov ist für mich einfach in allen Bereichen stärker. Einzig ein konditionelles einbrechen von Misha könnte zu Problemen führen.

Alejandro Perez vs Jonathan Martinez

Für mich der sicherste Pick des ganzen Abends. Alejandro Perez (22-8-19) ist ein UFC Veteran. Seit 2014 am Start und mit 8-3-1 auch eine eigentlich gute Statistik. Sein Problem ist, er besiegt den ganzen unteren Durchschnitt oder irgendwelche Newcomer, aber bei einem kleinen Step darüber bekommt er Probleme. Seine meisten Gegner die er besiegt hat, sind auch schnell wieder aus der UFC entfernt worden. Nach seinen zwei Niederlagen vs Stamann und Song Yadong hat er sich erstmal 2 Jahre Pause gegeben und sich anscheinend neu aufgestellt. Zuletzt gegen den erfahrenen, aber schrottigen Eduardo durch Armbar gewinnen können. Er ist physisch stark, schnelle Hände, gutes Wrestling. Mit 32 ist er noch recht jung, aber ich glaube kaum, dass er sich noch zu dem Kämpfer entwickelt welcher den kleinen Step Up gerecht wird.

Martinez (14-4) ist 5 Jahren jünger und hat auch schon 8 UFC Fights in denen er 5-3 steht. Darunter Leute wie Frankie Saenz oder Thomas Almeida besiegt. Auch seine Niederlage gegen Davey Grant war etwas unglücklich, da er Ihn eigentlich in der 1. Rd schon am Wackeln hatte. Martinez kann finishen, hat nasty leg kicks, weiß wie er seine Reichweite ausnutzt, harte punches und eine starke Linke. Im letzten Kampf hatte er über 90 signifikant strikes. Ganz im Gegensatz dazu ist Perez eher zurückhaltend mit seinem Output, besonders in seinen letzten Kämpfen.

In den Statistiken ist Martinez in jeder stärker, außer in Defense/ Takedowns Average ein kaum relevantes bisschen schwächer.
Als das große Problem für Perez in dem Kampf sehe ich, dass er immer seine linke fallen lässt. Gerade bei dem Orthodox vs Southpaw Matchup inkl. der starken Linken von Martinez könnte es zu großen Problemen für Perez kommen. Der starke inside Lowkick von Martinez sollte bei den beiden Stances auch zu Problemen für Perez führen. Insbesondere bei diesen relativ langen Stances von Perez. Ich sehe mehrere heftige Inside Kicks und linke punches von Martinez treffen und irgendwann einen TKO pro Martinez.
Ich glaube Martinez ist talentierter, hat das bessere Skillset und ein unangenehmer Gegner. Perez sollte eigentlich drüber sein und ist für das „heutige“ MMA auch nicht mehr auf dem Level. Blind die Kicks fressen plus schlechtes Headmovement kann man sich auf dem Level in 2022 nicht mehr erlauben.
Auch die 5cm height/ 7cm reach Vorteile pro Martinez sollten bei dem ganzen Matchup für sich sprechen. Die Quote ist leider dementsprechend niedrig.

Lee Hammond vs Jamie Hay (Bellator Freitagabend)

Bellator ist am Freitag in Dublin. Passend zu Dublin wird die Stimmung mega sein und absolut pro Irische Kämpfer.
Hier gibt es im Prelim aus meiner Sicht einen Set-Up Fight für ein Talent vor eigenem Publikum. Lee Hammond ist Teamkollege von McGregor aus dem SBG Gym. Früherer IMMAF (Amateur) World Champion und BJJ Brown Belt. In seiner Jugend war er ein BJJ Phänomen auf der Insel und hat McGregor aktiv beim BJJ Training unterstützt. In seiner Amateurzeit war Vize Europameister und wie erwähnt Weltmeister. Im 1. MMA Profi Kampf durch KO/TKO gegen einen 4-0 Typen gewonnen. Solche Gegner als 1. Profi Fight bekommen die Wenigsten. Nun mit Jamie Hay (2-0) einen Engländer mit wenig MMA Erfahrung und zwei Siegen gegen 0-5 und 0-7. Mich würde es wundern, wenn der Kampf länger als 10 Minuten gehen würde. Jamie Hay dazu noch Gewicht verpasst. Der weiß selbst, dass das eine Hinrichtung wird.

Jose Sanchez vs Khasan Magomedsharipov (Bellator Freitagabend)

Keine Ahnung woher und wieso Bellator hier diesen Sanchez in so einen Kampf lässt. Dazu auf der Main Card… Sanchez steht zwar 11-1, aber auf Events die keine Relevanz haben, gegen Gegner ohne Relevanz. Gegen den ersten Gegner mit etwas besserer Statistik ging er sofort verloren. Aber auch gegen einen der auf GMC Ebene gegen einen Saba Bolaghi verliert. Vor der Niederlage war Sanchez zwei Jahre raus und ich glaube er hätte raus bleiben sollen.
Khasan ist der klassische Dagestani und nebenbei Zabits Bruder. Steht 6-0, hat im 1. Bellator Fight durch GnP gewonne. Vorher in der in Russland durchaus guten AMC Organisation gewonnen. Mit 21 noch sehr jung, aber gilt als Toptalent. Hat Height/Reach Vorteil. Der Kampf gilt als Showcase für Khasan und Sanchez ist hier nur eingekauft worden um für ein bisschen Internationalität zu sorgen. Von Magomedsharipov erwarten viele einiges in Zukunft, ich bin gespannt wann er mal gegen einen wirklich soliden Gegner ran darf.

Gesamt:

4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin


Was eine scheisse mit Cirkunov. Der Typ geht mit 1.15 Live Quote in die 2. Runde, hätte schon in der 1. Runde finishen können und gerät dann aus unmöglicher Position in eine Submission. Das ist sowas von unglücklich und haut den Abend Fett ins Minus. Die Wette war definitiv richtig und pures Pech.

Auf Green und Alvarez war dagegen eine absolut unsinnige Bet. Beide sowas von chancenlos. Makhachev soll nun bitte endlich den Title Fight bekommen.

Martinez, Hammond, Magomedsharipov war alles easy, zu der Odd aber auch zu erwarten. Mich stört Cirkunov, weil es eigentlich win war. Passiert letzte Zeit häufiger, dass mein Mann in Runde 1 kurz vorm Sieg ist und dann in irgendwas unmögliches reinrennt. Affig.


4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin = WIN +2,56
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin = LOST -3
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin = LOST - 3
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin = LOST -1.5
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin = LOST -0.5

Gesamt -5,44
 
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Reaktionen: Reeder18 und hapax
UFC 272

Das Cirkunov Ding schlägt mir immer noch schwer im Magen, aber es muss weitergehen. Die Card hat es durchaus in sich und damit meine ich nicht nur das langersehnte Hassduell Covington vs Masvidal. Bei dem Fight sehe ich Colby vorne, jedoch ist die Quote zu gering. Einem Masvidal traue ich auch zu Colby auszuknocken. Allgemein halte ich aber nicht mehr viel von Masvidal, daher auch keine Außenseiterbet auf Ihn. Bryce Mitchell vs Barboza finde ich auch mega interessant, aber irgendwie untippbar. Dos Anjos sollte Favorit sein, aber auch hier schwierig für mich zu setzen.


Dustin Jacoby vs Michal Oleksiejczuk


Jacoby (16-5-1) ist ein exzellenter Muay Thai Kickboxer und Striker. Er hat große Erfahrung in Glory gesammelt. Seit 3-4 Jahren konzentriert er sich nur noch auf MMA, vorher war das ein Misch Masch, nachdem er in Bellator doch teilweise alt aussah. In der UFC dann jetzt recht spät am Durchstarten mit 4 Siegen und einem Unentschieden. Zwar war er 2011 für 2 Kämpfe schon in der UFC, damals aber mit sehr rudimentären MMA Skills und auch 2 klaren Niederlagen. Er ist also schon richtig lange im Fight Game, aber auch erst 33 Jahre alt. Seine MMA Skills sind mittlerweile besser, trotzdem lebt er komplett vom Striking bzw. besonders seinen harten Kicks. Probleme sind dann bei Ihm Wrestler als Gegner.


Michal (16-4) ist mit vielen Versprechungen in die UFC gekommen, hat auch teilweise geliefert um dann gegen einen schwachen St.Preux komplett zu versagen. Gegen Jimmy Crute kam direkt die nächste Niederlage. Zuletzt sich gefangen. Gegen Bukauskas war es eine umstrittene Split Decision pro Michal. Macht Bukauskas da ein wenig mehr, dann verliert Michal. Gegen Gamzatov dann einen schon überraschenden KO-Sieg in Rd. 1 geholt. Michal ist kein guter Wrestler, sondern einer der direkt in der 1. Runde ein Feuerwerk abfeuert. Danach wird es meistens weniger und der Output lässt teilweise komplett nach.


Da Jacoby hier keinen Wrestler oder jemanden mit soliden Ground Game als Gegner hat, muss er keine Angst vor Takedowns haben. Sein Spezialgebiet ist im Striking, da ist Michal gefährlich in der 1. Runde, aber darüber hinaus sollte Jacoby eine bessere Kondition, wie auch viel mehr Output haben. Auch denke ich, kann er Michal zu Beginn der 1. Runde mit paar Leg oder Body Kicks direkt verlangsamen.
Michal ist dazu ganze 7cm kleiner und hat eine 10cm kleinere Reach. Gerade ein exzellenter Kickboxer wie Jacoby sollte das problemlos ausboxen. Die Statistiken sind im Endeffekt alle sehr ähnlich. Striking Accuracy etwas besser bei Michal, dafür Strikes Landed per Min 0,4 pro Jacoby. Grappling Stats kann man außen vr lassen bei dem Kampf.


Ein reines Striking Match, plus der Height/Reach advantage sollte klar pro Jacoby ausgehen, da hat er auch viel mehr Erfahrung und zeigt zuletzt auch, dass mit Ihm im MMA zu rechnen ist. Beim Weigh in beide in Ordnung. Michal etwas unaustrainiert, aber so sieht der immer aus.




Ludovit Klein vs Devonte Smith


Ein Kampf wo es bei beiden wohl um eine weitere UFC Beschäftigung geht. Klein (17-4) zuletzt mit zwei gruseligen Auftritten vs Landwehr und Trizano. Also auch keinen Koryphäen. Im Endeffekt schon überraschend, da er in Oktagon überragend war und auch im 1. UFC Fight einen spektakulären KO liefern konnte. Gegen Trizano war es allerdings knapp und hätte mmn auch pro Klein ausgehen können. Klein ist ein guter Kickboxer, hat harte und platzierte Kicks/Schläge, kann jederzeit einen KO liefern und auch ein solides Grappling für einen eigentlich puren Striker.


Devonte Smith (11-3) ist auch erst gut in die UFC gestartet mit zwei R1 finishes, dann aber vs Worthy und Mullarekey KO gegangen. Smith ist jemand der in jedem Fight All In geht. Jeder Sieg ist nach KO und die meisten davon sehr früh im Kampf. Gegen Mullarkey war er dann in Runde 2 komplett am Ende.


Interessant finde ich, die Buchmacher haben den Kampf zuerst als 50/50 quotiert nun ist Klein schon relativ großer Außenseiter. Ich denke viele sind noch schockiert von den letzten beiden Auftritten von Klein. Für mich ist Smith in den ersten Minuten der 1. Runde der klare Favorit. Danach gebe ich Klein aber gute Chancen. Dazu kann Klein jederzeit durch seine Kicks kontern oder durch sein Grappling den Kampf verlangsamen. Smith hat den Speed, hat die Power, aber aus meiner Sicht nur für die ersten 3-4 Minuten. Ich kann mir hier ähnlich wie im Mullarkey Fight vorstellen, dass Smith in der 2. Runde Probleme bekommt. Ab Runde 2 sehe ich Klein vorne und daher finde ich die so hohe Außenseiterrolle auch nicht gerechtfertigt. Wenn man auf seine Octagon Fights schaut, weiß man, dass er das Skillset hat.


Ich versuche es small auf den Außenseiter, kann mir aber auch vorstellen, dass Smith Ihn in den ersten 2-3 Minuten überrennt. Der Height/ Reach Vorteil spricht leider pro Smith mit 5cm Height/ 10cm Reach Vorteil. Klein hat problemlos das Gewicht gemacht und sah top fit aus. Das gleiche bei Smith.


Maryna Moroz vs Mariya Agapova


Agapova (10-3) hat mich damals als riesen Favoritin im Kampf vs Dobson richtig hart genommen. Aber ich finde Sie weiterhin heftig und sehr talentiert. Im Kampf gegen einen durchaus solide Mazo hat Sie wieder das gemacht was Sie kann, die Gegnerin überrannt und diesmal auch gelernt. Sie hat Ihre Kondition eingeteilt und sich den KO in R3 geholt. Aus meiner Sicht war die Dobson Niederlage langfristig sogar hilfreich für Sie. Sie teilt Ihre Kraft besser ein, bleibt aber weiterhin aggressiv und ballert harte Schläge raus.


Moroz (10-2) ist nun nach 2 Jahren endlich mal wieder am Kämpfen. Die Dame hat seit 2017 nur 4 Fights gehabt, davon 2-2. Insgesamt sogar 8x Kämpfe abgesagt. Einmal angeblich VISA Gründe, ansonsten immer aus „undisclosed reassons“. Ich glaube Sie hat körperlich große Probleme und ist nun einfach mal gezwungen einen Kampf anzunehmen. Irgendwann macht die UFC das sonst auch nicht mehr mit. Moroz galt mal als Talent, dazu noch relativ hübsch und dementsprechend gut vermarktbar. Sie hat ordentliches Boxen, ganz gute Kicks. Dazu gute Leute gekämpft wie Angela Hill oder Carla Esparza. Irgendwann hat man aber gemerkt, dass Sie nicht gewillt war den harten Weg zu gehen und das Skillset auch nicht ausreicht.


Agapova hat mehrmals Moroz als Gegnerin ausgerufen, beide mögen sich nicht und beide bzw. insbesondere Agapova hat Bock auf den Fight. Beide waren früher im ATT Trainingspartner, angeblich laut Moroz ist Agapova rausgeflogen wegen Drogen… Beweise gibt es dafür nicht. Moroz ist wohl allgemein als Lästerschwester und unbeliebte Fighterin bei den Damen bekannt.


Jede Statistik spricht pro Agapova und ich sehe Sie bei der Pace, Schlaghärte, Grappling und Fitness überall stärker. Einzig die Erfahrung sehe ich besser bei Moroz. Bei Height/Reach nehmen sich beide nicht viel.


Agapova ist für mich ein Toptalent, hat aus Ihrem Fehler gegen Dobson gelernt und ich glaube Sie haut hier Moroz KO. Moroz ist ein Talent aus einer anderen UFC Zeit. Die ganzen Absagen und Verletzungen sprechen nicht für sich. Das Gelaber vor dem Kampf hilft aus meiner Sicht auch eher einer Agapova. Bei einem Dirty Fight gehe ich dreimal lieber mit Ihr. Beim Weigh-In sah Agapova komplett Fit aus, Moroz naja... TKO Win Agapova Rd 3.



Jalin Turner vs Jamie Mullarkey


Unterhaltsames Matchup hier. Beide in etwa die gleichen Records. Jalin Turner (11-5) ist ein sehr großer Kämpfer mit harten Schlägen, viel Output und guten Submissions. Steht momentan bei 3 Siegen in Folge, allerdings alle drei Gegner die überschaubar waren. Gegen Frevola und Luqe hat er verloren.


Turner versucht mit seiner Pace seine Gegner schnell zu stellen und den TKO oder die Submisison zu holen. Interessant ist, dass seine einzigen Kämpfe über die volle Distanz beide verloren gegangen sind. Und hier kommt Mullarkey (11-5) ins Spiel. Ein sehr sehr zäher dude. Er steckt viel ein und gibt vor allem nie auf. Er mischt gut Takedowns ein und hat auch ein ordentliches Striking. Gegen Devonte Smith in der 1. Runde heftige Bomben kassiert um dann in der 2. zurückzuschlagen. Wenn es brenzlig wird, setzt er dann oft zum Takedown an, oft auch ohne Erfolg, aber er versucht es so oft bis es klappt.

Seine beiden Niederlagen in der UFC sind über die volle Distanz gegangen u.a. gegen eine sehr starken Brad Ridell und auch einen ordentlichen Fares Ziam. Dazu Siege vs Worthy und Devonte Smith.


Ich sehe es so, falls Turner nicht in der 1. Runde Mullarkey KO schlägt, dann gebe ich Mullarkey große Chancen die Rd 2-3 zu gewinnen. Über die Distanz würde ich klar Mullarkey als Favorit sehen, einzig die 1. Runde könnte problematisch werden.


Turner ist hier zwar 8cm größer aber hat bei der Reach „nur“ 4cm mehr. Meistens hat er durch seine größere Reach die Gegner gut bearbeiten können, hier glaube ich wird es schwieriger, insbesondere da Mullarkey die Schläge einfach frisst und weiter macht.


Hier versuche ich small den Außenseiter und setze auf den verrückteren und härteren Typen. Beide beim Weigh-In in guter Verfassung. Mullarkey leider ohne seinen Vokuhila ☹



Umar Nurmagomedov vs Brian Kelleher


Umar ist der Cousin von Khabib und bisher ungeschlagen mit 13-0. Wie zu erwarten ein typischer Dagestani mit top Wrestling und gefährlichen Submissions. Dazu für sein Alter bzw. Stand der Karriere auch ein sehr gutes Striking. Weitaus besser als Khabib in dem Alter.


Kelleher ist sehr erfahren mit 24-12. Kämpft alles was Ihm vor die Flinte kommt, zeigt immer Herz und Einsatz und ist eigentlich ein cooler Typ. Zuletzt 2x gewonnen und gegen Croom auch überraschend. Die schwächeren Gegner schlägt er eigentlich, wenn es aber einen Step nach oben geht hat er keine Chance. Gesehen gegen Simon, Stamann, Lineker, Vera.


Umar ist dieser Step Up wo ich Kelleher gar keine Chance gebe. Ich glaube die UFC will Ihn hier auch etwas ärgern, weil er sich vehement wegen Fighter Pay ausgesprochen hat. Als Kämpfer in seiner Preisklasse eigentlich ungewöhnlich. Angekündigt hat er mit Ukraine Flagge oder Regenbogenflagge einzulaufen… die UFC hat es verboten. Wie gesagt, an für sich ein cooler Typ, aber hier hat er keine Chance.
Die Erfahrung spricht zwar für Ihn, aber ich denke die UFC und auch das Team von Umar hat hier ganz bewusst Kelleher angesetzt. So hat man jemanden im Record der relativ bekannt ist und nicht sofort einknickt. Umar ist auch einfach zu clever um hier nicht zu gewinnen.


Die Quote spricht Bände, aber die Statistik auch. Umar hat 8,67 Takedowns per 15min… Kelleher ganze 1,87. Selbst beim Striking sind beide nicht weit auseinander, wobei Umar hier auch viel weniger Schläge kassiert und eine viel bessere striking accuracy hat. Dazu noch 5cm Height/ 12cm Reach Advantage. Beim Weigh In beide in guter Verfassung. Als Pusher für mich passabel. Umar Submission in Rd 2.



Sergey Spivak vs Greg Hardy


Spivak (13-3) wollte als short notice schon vor kurzem als Ersatz für Oleinik gegen Hardy kämpfen. Der Kampf viel dann auch flach, nun wird der Kampf nachgeholt.


Spivak hat sich aus meiner Sicht gemacht. Er wird wohl kein Top 5 Heavyweight, aber hat schon echt gute Leute gekämpft und besiegt. Bspw. der neue Stern am Himmel Tuivasa wurde von Spivak submissed. Auch einen Oleinik besiegt. Schwächere Gegner wie Vanderaa oder Felipe besiegt. Gegen Tybura über die volle Distanz gegangen, aber auch gegen einen Aspinal/ Harris früh in den KO gerannt.
Hardy (7-3) ist für mich immer noch ein MMA Novize. Ja, er hat sich etwas verbessert und hat weiterhin Schlagstärke, aber die letzten KOs werden Ihm zugesetzt haben. Er kann zwar viele Leute mit dem richtigen Treffer KO hauen, aber das ist es auch. Spivak ist im Grappling auf einem anderen Planeten. Ein Takedown und der Kampf ist quasi beendet für Hardy. Er kann sich nie befreien, bleibt wie ein Fisch im trockenen liegen. Auch im Striking sehe ich Spivak nicht verloren. Die Schlagstärke ist zwar pro Hardy, aber vom Output her ist das bei Spivak vergleichbar.


Hardy in den ersten 2 Minuten per KO ist möglich, aber Spivak ist kein blöder Kämpfer. Danach ist es all the way Spivak. Hardy ist der größere und schwerere Kämpfer, aber auch weniger Fit und aus meiner Sicht nicht mehr als ein Showkämpfer. Die letzten KOs werden Ihn denke ich auch etwas ängstlicher/ vorsichtiger machen und ohne diesen One Punch KO in den ersten Minuten, sollte Hardy komplett verloren sein.


Spivak all the way, ich bin 100% von Ihm überzeugt. TKO in Rd 2 pro Spivak. Beim Weigh-In hat sich Hardy besonders viel Zeit gelassen und sah auch beschissen aus. Glaube der hat mittlerweile auch die Egal Einstellung, aber so dass es Ihm schadet.



Kevin Holland vs Alex Oliveira


Kevin Holland 21-7 war 2020 der Breakthrough Fighter of the Year, dann aber gegen Brunson und Vettori komplett schlecht ausgesehen. Gegen Brunson lag er wie ein Fisch auf dem trockenen und hat das Grappling einfach komplett unterschätzt. Dazu dauernd durch den Octagon geschrieen und Unsinn gemacht. Gegen Vettori als late replacement eingesprungen und auch wieder auf dem Boden komplett dominiert worden. Seitdem scheint sich Holland wieder gefangen zu haben und mit guten Trainingspartnern am Wrestling/ Grappling gearbeitet. Gegen Daukaus gab es ein No Contest wegen accidental Head clash, daher aus der Wertung.


Nun geht er ins Welterweight, was Ihm bei seiner Größe definitiv entgegenkommen sollte. Holland ist ein aufregender Fighter, kann sich verkaufen, hat Witz, hat gute Highlights und ist bei der UFC sehr beliebt. Nun muss er sein Grappling hinbekommen und Durchdreher im Octagon unterlassen.


Die UFC gibt Ihm als ersten Fight im Welterweight einen aus meiner Sicht einfachen Gegner, mit bekannten Namen. Cowboy Oliveira (22-11-1) ist seit 2015 in der UFC und schon alles Mögliche gekämpft. Schrott Gegner besiegt, aber alles was ein bisschen talentierter wurde ging verloren. Burns, Cerrone, Nelson und selbst gegen Perry… Gegen einen alten Condit wurde immerhin gewonnen. Zuletzt dann drei Niederlagen hintereinander vs Rakhmonov, Brown und Price. Seit 2018 steht er quasi 2-6 in der UFC.

Oliveira ist ein Crazy Typ. 10 Kinder mit verschiedenen Frauen, mal mit einer Granate beworfen worden (2018), dann Security Leute angegriffen und vorher seine Frau (2019), dazu weiß man nie in welcher Form er kommt. Mal durchtrainiert, mal wie von der Couch. Er ist definitiv ein sehr kräftiger Typ, kann auch einstecken und kämpft unkonventionell. Hier ist aber der Zeitpunkt wo es für Cowboy in der UFC langsam zu Ende gehen sollte. Zwar erst 34, sieht aber aus wie Ende 40 und hat dementsprechend gelebt und kassiert. Holland ist vom Skillset und Talent einfach eine andere Stufe und hat auch eine ganz andere Zukunft in der UFC.

Oliveira ist auch auf der Matte zu Schwach um Holland zu dominieren. Holland kann hier das was er im Grappling gelernt hat gut anwenden und evtl. seine BJJ Skills mal wieder zeigen. Holland ist zwar kein Wrestler, aber Black Belt im BJJ. Oliveira dagegen nur Blue Belt und rennt immer mal wieder in Submissions.

Ein Showfight um Holland wieder in die Spur zu bekommen, auf einer großen PPV Card und mit sehr guten Chancen gegen einen bekannten und unterhaltsamen Gegner.
Submission Sieg Holland ist mein Tipp :D

Gesamt:

4/10 Agapova + Nurmagomedov 1,72q @ Pin
3/10 Spivak + Holland 1.95q @ Pin
1,5/10 Jacoby + Nurmagomedov 1,65q @ Pin
0,5/10 Holland by Submission 6q @ Unibet (Morgen bei Pin/Agent)
1/10 Klein 2,25q @ Pin
1/10 Mullarkey 2,25q @ Pin
 
Ich lege noch etwas nach auf Umar Nurmagomedov. Ich glaube Kelleher ist zäh genug um die 1. Runde zu überstehen. Danach sollte es aber schwierig werden Umar standzuhalten. Ground and Pound oder Submission sollte dann kommen.

0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 2 = 5,4q @ Pin
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 3 = 10,8q @ Pin
 
UFC 272

Colby Covington - Jorge Masvidal

Schon krass anzuschauen, wie gut die Trump-Methode auch im MMA zieht. Colby nutzt die gleiche Taktik und visiert dabei gerne mal Leute an, die keine direkten Rivalen sind. Er haut Sprüche raus über Schwergewichtler, ganze Nationen, und sogar über weibliche Fighter. Sein Ziel? Dass man über ihn redet und schreibt. Bislang hat er durchaus Erfolg damit gehabt ; seit seiner ersten 'Brandrede' in Brasilien wollen ihn die Leute kämpfen sehen. Der einzige Nachteil war bisher, dass er größere Brasilianer-Gruppen meiden musste.

Der Grund für jenen Wutausbruch war eine angebliche Ansage der UFC-Bosse, dass er langweilig sei und gecuttet werden könnte. Weder Dana, noch Shelby haben diese Konversation jemals bestätigt, doch Colby fühlt sich wohl in dieser Narrative. Ob es wirklich gesagt wurde oder nicht, am Inhalt ist etwas wahres dran ; Colby ist ein sehr massiver 170er mit riesigen Lungen und sehr dominantem Grappling, fast perfekt für Division. Doch wer die Meinung vertritt, dass so manche Dagestanis langweilig seien, der kann unmöglich Gefallen an Colby's Style finden. So sehr er sich im Stand-Up auch verbessert hat, er tut sich schwer damit, Schaden anzurichten. In fast allen seinen Fights (selbst wenn er haushoch gewinnt) verliert er mehr Blut als seine Gegner. Und auf dem Boden zeigt er selten Advancement oder Submission Attempts. Er grinded seine Gegner konsequent aus, kontrolliert sie gegen den Zaun oder auf der Matte, und bekommt eigentlich nur Probleme, wenn er diesen Gameplan verlässt. Sein Vorgehen ist unglaublich effektiv, doch es hat nichts mit der Gangster-Attitüde zu tun, die er in seinem Alter-Ego auslebt.

Dass er Jorge konsequent "Journeyman" nennt, kann ich ihm aber nicht verübeln, denn die Bezeichnung passt schon ein wenig. Der 37 Jährige geht in seinen 51.Pro-Fight und wird versuchen den 36.Sieg einzufahren. Viele Momente, wo seine UFC-Laufbahn beendet zu sein schien, doch irgendwie ist er nun da wo er ist, als einer der bestbezahlten Stars des Sports, mit PPV-Punkten und allem drum und dran. Er wird von diesem Kampf um Einiges mehr verdienen als Covington und dafür musste er kaum jemanden beleidigen..

Zwar muss man immer sein Striking hervorheben, doch es gibt eigentlich keinen Bereich im MMA, wo er komplett aufgeschmissen ist.
Ich sehe bei Jorge 2 große Schwächen bzw Nachteile, die seine Laufbahn sehr erschwert haben. Zum Einen ist er einfach undersized um dauerhaft zur 170er Elite zu gehören. Einer dieser Body-Types die bei 165 genau richtig wären, hat es aber bekanntlich nie in der UFC gegeben. Der andere Nachteil ist sein Hang zur Selbst-Sabotage. So viele Decisions liegen gelassen, weil er lieber Punches dodgen und den Gegner anlächeln wollte, statt selber zu Punkten. So viele Treffer zum Kopf, die er nur zugelassen hat, weil er das Striking seines Gegners nicht respektiert hat. Da könnte man ne 10-Minütige Compilation basteln.

Ich erinnere mich an die alte Dokuserie von Masvidal, wo er noch mit Colby trainiert hat. Damals war für mich klar zu erkennen, dass die Finesse im Striking von Masvidals persönlichem Coach Paulino kam. Weiß nicht, wo Jorge in seinen jungen Jahren diesen Kerl aufgegabelt hat, aber der ist heute für mich einer der besten Striking Coaches in der UFC. Colby hat Jorge mit seiner Mentalität und Disziplin ein großes Stück voran gebracht als Sportler, doch im Gegenzug hat sein Coach dem grünen Colby in kürzester Zeit seine Striking Grundlagen gegeben, durch die er in späteren Fights wunderbar seine Takedowns vorbereiten konnte. Daher stammt auch der Beef zwischen den beiden, denn Colby soll Paulino nicht vergütet haben unter dem Vorwand, dass er schon an das ATT-Gym gezahlt hätte. Paulino ist jedoch nicht Teil des Gyms..

Interessant, dass Colby aktuell um die @1.3 gehandelt wird, was in etwa 76% Siegchance bedeutet. Und aus meiner Sicht kann er eigentlich nur via Decision gewinnen. Heißt also, dass Covington in 3 von 4 Fights gegen Masvidal eine solide Decision über 5 Runden raushauen könnte. Wem das plausibel erscheint, der sollte Covington via decision @1,9 einpacken und hoffen, dass es öde wird.

Ich denke allerdings, dass 25 Minuten sehr lang sind, und dass Jorge und seine Coaches zu viel über Colby wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Colby durchweg außerhalb der Gefahrenzone bleibt.

2 EH auf Jorge und Klimpergeld auf eine mögliche Sub. Colby's Kopf wird öfters in Guilly- oder D'Arce-Position sein, und wenn Jorge nix anderes übrig bleibt, wird er's bestimmt mal probieren. Für die Quote ein Versuch wert.

Masvidal to win @3,8 2/10 Pin
Masvidal to win by Submission @26 0,5/10
 
UFC 272

Colby Covington - Jorge Masvidal

Masvidal to win @3,8 2/10 Pin
Masvidal to win by Submission @26 0,5/10
-2,5

Masvidal hatte seine Momente im Stand-Up, in Runde 4 sogar ein Knockdown. Covington verliert wieder einmal mehr Blut in einem Kampf, wo er 15 von 25 Minuten auf seinem Gegner lag. Wurde auch ausgepfiffen zwischendurch. Aber am Ende, Grappling und Kondition sei dank, ein deutlicher Punktsieg für Colby. Ob das was für sein Marktwert tut wage ich zu bezweifeln..
 
4/10 Agapova + Nurmagomedov 1,72q = LOST -4
3/10 Spivak + Holland 1.95q = WIN +2.85
1,5/10 Jacoby + Nurmagomedov 1,65q = WIN +0,96
0,5/10 Holland by Submission 6q = LOST 0,5
1/10 Klein 2,25q = WIN +1.25
1/10 Mullarkey 2,25q = LOST -1
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 2 = LOST -0.5
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 3 = LOST -0.5



Man tippt eigentlich 5/7 richtig und hat Minus. Kann man auch keinem erzählen. Ohne die Prob Bets wäre es leicht Plus, aber geht mal eine auf ist es eben auch ein fettes Plus. Da muss man das Stakeing hinterfragen. Agapova war dramatisch. Die Prob Bet bei Nurmagomedov wird win, wenn er ne Minute länger wartet. Die Mullarkey bet spiele ich wieder, das sah eigentlich richtig gut aus. Alles andere war eindeutig win.
Eigentlich ist der ganze Abend bis auf das Elliott Ding und aus meiner Sicht Agapova sehr einfach zu tippen gewesen.


Gesamt: -1,44
 
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UFC Fight Night London


Super Card, zu für unser eine super Uhrzeit. Leider habe ich weder Zeit es morgen Live zu gucken noch eine große Analyse zu schreiben. Daher etwas kürzer.


Muhammad Mokaev vs Cody Durden

Mokaev gilt als das Talent in der Gewichtsklasse. Klar, erst wenig Erfahrung und jüngster Fighter im ganzen UFC Roster, aber zu Mokaev sagen echt alle die mit Ihm trainiert oder im Amateurzirkel gekämpft haben, dass er etwas Besonderes ist. Mit Durden einen guten Gegner für den ersten UFC Fight, aber hier sieht die UFC einen kommenden Superstar unter UK Flagge und mit Dagestani Fight Skills. Besser geht es kaum für die UFC und sie würde Ihn hier in London niemals gegen einen matchen wo man Angst hat, dass er floppen könnte.

Mokaev hat in der Amateurszene jeden Rekord gebrochen, mit 22-0 in den Profibereich gewechselt und dort in Brave CF auch alles aufgeräumt. Brave ist in Nahen Osten/Osteuropa und auch hier in Deutschland eine sehr anerkannte Organisation. Das heißt schon was als Rookie dort so aufzuräumen. Er wird bisher perfekt aufgebaut und finanziell gefördert. Mit dem KHK Team Leute wie John Kavanagh, Renzo Gracie, Reza Monfaradi am Start und im Hintergrund viel arabisches Geld. Durden ist ein solider Kämpfer für außerhalb der Top 15. Aber ist auch kein Toptalent oder jemand wo großartig Entwicklungspotenzial ist. Hat teilweise fragwürdigen Gastank und scheint auf der Matte etwas überfordert, ich denke Mokaev ist hier eine Nummer zu groß.

Ich weiß, eigentlich sollte man bei Rookies vorsichtig sein, insbesondere bei solchen Quoten, aber hier sehe ich eine ähnliche Ausgangslage wie zuletzt Umar Nurmagomedov. Dazu noch mit „Heimvorteil“ da er unter UK Flagge kämpft. Der gewinnt das ganz problemlos. Hinter der ganzen Karriere ist ein Plan.

Beim Weigh-In und Face-Off sieht man, dass Mokaev auch etwas größer und kräftiger ist.


Jack Shore vs Timur Valiev

Beides gute Leute. Shore bisher ohne Niederlage und hier mit seiner schwierigsten Aufgabe. Shore ist der Liebling in UK und eine große Hoffnung für die UK MMA Szene. Im Striking ist Valiev stärker und sollte in dem Bereich den Fight klar dominieren, wobei die Height/Reach Vorteile pro Shore sind und er hier evtl. punkten könnte. Im Wrestling sehe ich Shore haushoch vorne insbesondere bei Subs sehr gefährlich. Da hat er in der UFC schon zwei Subs gezeigt und bisher immerhin alle 4 UFC Fights auch gewonnen. Er hat 100% Takedown Defense, weil sich aber auch niemand großartig traut mit Ihm zu wresteln. Seine Takedown accuracy ist heftig und er bekommt bisher eigentlich jeden runter. Das sollte hier in 2/3 Runden easy klappen, falls er nicht vorher KO geht.

Valiev war vor kurzem gegen Umar Nurmagomedov gematched, ist dann ausgefallen. Da kann er glücklich sein, weil da wäre er untergegangen. In der UFC 2 Siege und ein No Contest. Wobei er gegen Trevin Jones schwer KO gegangen ist, der Kampf wurde dann annulliert wegen Marihuana bei Jones.
Valiev fand ich bisher in der UFC in Ordnung, aber auch nichts was mich flashed. Bei Shore sehe ich mehr Starpotenzial, dazu Heimvorteil und auf UFC Ebene auch etwas mehr Erfahrung. Wenn der Fight nur im Standing bleibt, dann kann Valiev durch Kicks wohl gewinnen, bekommt Shore den Fight auf den Boden, dann sollte er das nach Decision oder sogar Sub gewinnen.

Gerade wenn es zu den Judges geht, kann ich mir in UK dann schon pro UK Kämpfer vorstellen, wie auch insbesondere Anti Russland… Das habe ich heute ein paar Mal im Auge. Shore als Außenseiter nehme ich gerne, das gab es bisher nicht mal Ansatzweise.

Beim Weigh-In sah Shore etwas am Ende aus, beim Face-Off dann aber wieder topfit. Denke da kann man nichts rauslesen.


Mike Grundy vs Makwan Amirkhani

Hier gehe ich das 3. Mal mit dem Heimkämpfer. Nicht weil ich Grundy so gut finde, sondern weil Amirkhani am Ende ist. Zuletzt auch wieder, nach eigentlich gutem Beginne sofort KO gegangen. Der Mann hat kein Chin mehr, steht hier denke ich auch am Ende seiner UFC Karriere nach 4 Niederlagen aus den letzten 5 Kämpfen. Amirkhani aus SBG Gym, welches zuletzt eigentlich kaum noch was geliefert hat. Zwar hat er teilweise auch gute Leute gekämpft, aber eigentlich ging er gegen jeden etwas besseren eindeutig als Verlierer aus dem Kampf. Er hatte viel Talent, hat es nie abrufen können und er ist an einem Zeitpunkt wo das auch nicht mehr umkehrbar ist.

Grundy kämpft hier auch um seinen Vertrag. Zuletzt aber mit Pech und auch ein wenig unverständlich per Split Decision verloren. Davor gegen einen mega starken Evloev immerhin über die Distanz gegangen und ihn fast gesubbed.. Er kommt aus dem gleichen Gym wie Darren Till und Tom Aspinall. Grundy ist jetzt auch keiner mehr der das MMA neu erfinden wird. Ist für mich ein Fight der für den Heimkämpfer gematched wurde, ansonsten ist die hohe Listung in der Card auch kaum erklärbar. Sportlich sind beide nämlich kaum relevant.

Beide sind gute bis sehr gute Wrestler. Grundy dazu mit einer starken Rechten mit viel Power. Aber technisch unterdurchschnittliches Striking. Das gleiche sehe ich bei Amirkhani, aber ohne Power und mit einem viel anfälligeren Chin. Amirkhani ging im letzten Kampf sowas von krass KO, dass er selbst nach der Werbung noch bewusstlos im Oktagon lag. Ich glaube hier nimmt er sich zu wenig Pause, wurde wahrscheinlich aufgrund seines Records auch etwas gepushed in London zu kämpfen, aber von Vorteil sollte das nicht sein. Bei Amirkhani kann ich mir wieder eine starke 1. Runde vorstellen um danach dann einzubrechen und von Grundy in Rd 2 / Rd 3 ausgegrinded zu werden, evtl. sogar TKO geht.

Größenvorteil klar pro Amirkhani, Reach ist aber gleich. Ich gehe hier aber lieber mit dem Heimvorteil, der größeren Power und dem besseren Chin, als nur mit dem etwas besseren Wrestling. Gerade ohne großen Output im Wrestling von Amirkhani sehe ich die Judges dann knappe Runden eher an Grundy geben.

Was ich dann auch noch gelesen habe ist, dass Grundy´s Vater todkrank morgen am Oktagon sitzen wird. Ich denke Grundy wird hier alles geben was er im Gastank hat und noch mal darüber hinaus. Bei der Story werden die Fans auch noch mal einen drauflegen inkl. Die Judges bei knappen Runden ein Auge zudrücken.

Beim Weigh-In sah Amirkhani schrecklich aus. Im Face-Off sieht man den Größenunterschied pro Amrikhani, wobei Grundy der viel Kräftigere ist.



Jai Herbert vs Ilia Topuria

Mein erster Tipp gegen den Heimkämpfer. Herbert ist „ok“. War in Cage Warriros top, in der UFC bisher mehr als überschaubar. Wobei mit Moicano auch ein Bombengegner dabei war. Trinaldo und Worthy sind zwar erfahren, aber naja. Er ist eben sehr groß und lang und kann auch mit einem Schlag den Kampf in eine neue Richtung stoßen. Aber bisher sehr eindimensional in der UFC.

Topuria ist hier eine Gewichtsklasse hochgegangen, er nimmt momentan echt alles an was er kann, aber er kann es auch. Topuria ist ein Allrounder. Mega Wrestler, Black Belt Jiu-Jitsu, gutes Striking, harte Schläge und insbesondere ist er ein sehr cleverer Kämpfer.

Mit Zalal, Damon Jackson und Ryan Hall auch alles ordentlich talentierte Leute geschlagen. Und zwar alle eindeutig. Normalerweise würde ich bei den Height/Reach Vorteilen pro Herbert 15cm Height, 21cm Reach niemals gegen Ihn tippen, aber er war trotz Vorteile bisher viel zu eindimensional und ein Topuria weiß was er zu tun hat. Er wird Herbert schnell runternehmen und dann nimmt der Kampf seinen Lauf. Die Takedown Defense und das Grappling von Herbert ist einfach viel zu schlecht. Daher hat es Topuria gar nicht nötig hier in ein offenes Striking Match zu gehen. Wobei sein Boxen auch sehr gut ist.

Beim Weigh-In beide ohne große Besonderheiten, beim Face-Off sieht man eben noch mal den riesigen Größenvorteil pro Herbert, aber ich glaube das nützt Ihm hier überhaupt nichts.


Paddy Pimblett vs Rodrigo Vargas

Paddy ist der neue Liebling der MMA Szene und auf Social Media. Er hat das gewisse etwas und sorgt für Zuschauer. Die neue Cashcow der UFC. Obwohl erst ein UFC Kampf, kennt Ihn eigentlich schon jeder in der Szene, teilweise sogar viele außerhalb. Dazu hat er in den letzten Kämpfen auch schwer überzeugt. Vorher in Cage Warriros gut abgeliefert und im ersten UFC Kampf durch KO gewonnen. Auf der Card ist Paddy sogar eigentlich das Zugpferd, die UFC wirbt mit Paddy, anstatt mit jemand anderen. Man wird genau wissen wie man Ihn noch größer machen kann.

Dieses Gut was Paddy hat, haben nicht viele in der UFC und das ist der UFC bewusst. Ein neuer Publikumsliebling, den man ungerne schnell durch unnötige Niederlagen verbrennen will. Dementsprechend hat man Ihn nun in der Card an 3. Letzter Stelle platziert, vor Heimpublikum und gegen einen schrottigen Gegner, der im vom Style entgegenkommen sollte. Paddy hat gutes Wrestling/ Grappling, wird von Kampf zu Kampf besser im Striking, kann einstecken und hat viel Power.

Vargas als Gegner ist nun wirklich nichts Tolles, hat in der UFC einen 1-2 record und doch sehr überraschend zuletzt vs Zhu Rong gewonnen. Vor der UFC in Combate regionalen Events durchgehend Schrott gekämpft, teilweise sogar dort verloren. Vargas hat ein solides Volume an Schlägen, geht offensiv in den Kampf, ist aber sehr leicht zu treffen, frisst viele Treffer und macht auf der Matte auch einen überforderten Eindruck. Er ist dazu auch am Ende seiner Karriere und hat eine sehr schlechte Takedown Defense. Eigentlich ist Paddy das schlechtes Matchup für Vargas.

Glasklarer Spot wo man die Cashcow weiter platzieren möchte. Dazu eine Homecrowd die Ihn liebt. Da kann eigentlich kaum was schief gehen. Die Height/ Reach Advantage ist auch pro Paddy.

Paddy beim Weigh-In und Face-Off mit großer Show, das Publikum liebt Ihn und dazu ist er wirklich auch noch mal ein ganzes Stück größer und kräftiger als Vargas. Für mich ein klar klarer vorzeitiger Sieg pro Paddy.


Arnold Allen vs Dan Hooker

Sehr interessanter Kampf, wo ich ein wenig Parallelen zu dem Hooker vs Haqparast Kampf sehe. Wobei Haqparast eine schwierige Vorbereitung hatte. Allen ist ein tolles Talent, kämpft hier daheim in England und hat eine der längsten active win streaks in der UFC. 10 Kämpfe hintereinander gewonnen, wobei niemand davon auch nur ansatzweise auf dem Niveau von Hooker war.

Hooker zuletzt von den Ergebnissen eine schwierige Zeit, wobei alle bis auf Haqparast Top 5 Niveau waren bzw. er sogar dann als late replacement gegen einen Islam Makhachev einspringen musste. Mega Erfahrung, alles gekämpft was Rang und Namen hat. Top Leute geschlagen gegen Top Leute verloren. Alles aber im Lightweight, nun ist er wieder im Featherweight. Was für mich auch Sinn macht, da das Lightweight voll ist und Hooker da auch alles schon gekämpft hat. Nun im Featherweight ist eigentlich alles offen.

Hooker kann einstecken, kann ordentlich Ringen wie man gegen Haqparast sehen durfte, purple Belt in BJJ, hat ein mega Striking, hat mega Erfahrung und hat hier auch Height/Reach Vorteile, welche ein Hooker normalerweise auszunutzen weiß.

Allen ist auch ein guter Boxer und weiß wie man einen Kampf über die Punkte gewinnen kann. Großartige KO Power habe ich nicht gesehen, gegen Amirkhani aber gut im Wrestling mitgehalten. Purple Belt in BJJ und ein wirklich guter Allrounder. Aber er hat mich auch nie aus dem Sitz gehauen. Nun so ein wirklich signifikanter Step Up als Gegner, jemand der einsteckt und weiterhin offensiv drauf geht.

Allen hat für mich zu wenig Volume, dazu zu wenige Highlight Points. Die Takedown Defense von Hooker sollte den Kampf im Stand Up halten und dort sehe ich Hooker weit vorne.
Für mich eigentlich ein relativ klares Ding pro Hooker.

Viele haben angezweifelt, dass Hooker den Weight-Cut schafft, aber er sah absolut top aus. Ich habe auch gelesen, dass er trotz der tieferen Gewichtsklasse einen noch nie so guten Weight-Cut hatte. Beim Face-Off sah man dann auch was der Gewichtsklassenwechsel ausmacht. Hooker ist einfach so viel größer und kräftiger. Mit seiner Erfahrung und seinen Skills gebe ich Ihm hier einfach viel mehr Chancen.


Alexander Volkov vs Tom Aspinall

Eigentlich ein Fight wo ich die Hände von Lassen wollte, aber nach mehrfreacher Überlegung mache ich es doch nicht.

Volkov hat mich gegen Tybura sehr enttäuscht, das war irgendwie nichts, trotzdem natürlich eindeutig gewonnen. Davor gegen Gane chancenlos. Super erfahren, sehr gutes Kickboxen, gute Takedown Defense, unangenehmer Kampfstil, aber auch immer weniger Output zuletzt und wenig Highlights. Dazu hatte er vor kurzem das 2. Mal Corona und auch der Russland Krieg scheint Ihn etwas zu verunsichern. Ich sehe Volkov längst nicht mehr so Fit und Klar wie vor ein paar Jahren. Volkov war gegen Tybura Mitte der 2. Runde platt, ich vermute fast Corona hat da eine längere Wirkung. Dazu glaube ich, dass er realisiert zwar ein guter Kämpfer zu sein, aber es mit dem Titel nichts mehr wird.

Tom Aspinall ist der Golden Boy im Schwergewicht. Einer von dem sich alle viel versprechen. Er hat mich auch überrascht, selbst gegen einen erfahrenen Arlovski kurzen Prozess gemacht und einen Weltklasse Judoka wie Spivak alt aussehen lassen. Sein Boxen ist Top, sehr aggressiv, super schnelle Hände und er kämpft sehr intelligent. Seine Schläge sind genau ausgewählt und kontrolliert. Aggressiv und kontrolliert hört sich seltsam an, aber genau das macht er. Er hat eine kontrollierte Aggressivität. Wenn er merkt, dass sein Gegner angeknockt ist, dann setzt er sofort nach und beendet den Kampf.

Uk vs Russland. Die Arena wird pur hinter Aspinall sein, ich denke die Judges auch und ein TKO Win sehe ich auch eindeutig eher bei Aspinall als bei Volkov. Volkov scheint sich zurückzuentwickeln, Aspinall steigert dafür von Fight für Fight sein Skillset und das Level an Competition. So wie ich Volkov zuletzt gesehen habe, mache ich mir bei der Kondition über 5 Runden nicht Mals so viel Sorgen, da Volkov auch mittlerweile Probleme zu haben scheint.

Volkov hat hier auch keine riesen Height/ Reach Vorteile wie sonst, aber natürlich trotzdem mit seiner Erfahrung und seinem Kickboxen noch gut ausspielbar. Gegen Tybura sah es allerdings sehr schwach aus.

Für Aspinall geht es mit der Karriere aufwärts, bei Volkov scheint es abwärts zu gehen. Dazu Heimvorteil, UK vs Russland Konflikt und eine potentielle Cashcow für die UFC? Da probiere ich es mit Aspinall

Beide sahen beim Weigh-In wie auch beim Face-Off in Ordnung aus. Konnte da nichts herauslesen. Interessanterweise ist Volkov 10 Pfund leichter als sonst. Ich denke er merkt, dass seine Kondition Probleme macht und Aspinall ein extrem schneller Gegner ist. Daher mal schauen, wie Volkov ohne seine Gewichtsvorteile zurechtkommt. Schneller sollte Aspinall immer noch sein.


Gesamt:

1/10 Shore to win 1,95q
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q @ Pin
4/10 Hooker to win 1,97q @ Pin
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q @ Pin
 
UFC Fight Night London


Gesamt:

1/10 Shore to win 1,95q
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q @ Pin
4/10 Hooker to win 1,97q @ Pin
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q @ Pin

Fazit: Das war wohl die beste Fight Night bzw. non PPV Event was ich je gesehen habe. Stimmungstechnisch mega, tolle Fights mit tollen KOs oder Submissions. Für UK ein mehr als gelungener Abend. Der einzige UK Fighter der verliert muss ich natürlich getippt haben mit Grundy…
Bei Hooker ist alles komplett danebengegangen und mindestens 1EH zu hoch getippt. Damit ist es wieder wie so oft zuletzt. Ich tippe eigentlich viel richtig und Ende trotzdem mit einem Minus…

1/10 Shore to win 1,95q = WIN +0,95
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q = LOST -2
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q = WIN +1.6
4/10 Hooker to win 1,97q = LOST -4
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q = WIN +3,3

Gesamt: -0.15
 
UFC Fight Night Columbus

Endlich mal wieder eine Fight Night außerhalb des Apex. Bedeutet größerer Cage und mehr Zuschauer. Dazu eine Fight Week für die Kämpfer mit viel mehr PR-Terminen, Ceremonial Face Off usw. Eigentlich auch eine ganz coole Card. Wobei ich hier schon einige große Favoriten sehe.


Aliaskhab Khiziriev vs Denis Tiuliulin

Ali (13-0) ist ein weiterer hocheingeschätzter Dagestani. Hat alles weggehauen was es bisher gab. In Der Contender Series nach 50 sek geliefert und wurde danach eigentlich 4x gegen ordentliche Gegner für den Start gematched (Wellington Turman, Kyle Daukaus, Di Chirico, Magomedov). Alles aus verschiedensten Gründen, meistens Corona/Visum, abgesagt. Die relativ guten Gegner als Auswahl sollten aber zeigen, dass die UFC was von Ihm hält. Ein weiteres Grappling Monster aus Dagestan, gefährliche Submissions und auch sehr gutes Striking mit nasty GnP. Nun bekommt er mit Tiuliulin endlich seinen ersten UFC Fight. Dazu ein Gegner der wohl eher als Geschenk zu werten ist.

Denis Tiuliulin (10-5) ist ein Journeyman. Kämpft in allen möglichen Orgas (UAE Warriors, Brave CF, M1 uvm.) Gewinnt mal, verliert mal. Seine Siege gegen komplette Rookies oder Leute die 0-11 stehen… Gegen jeden besseren hat er verloren. Zuletzt dann bei UAE Warriros seinen besten Sieg der Karriere geholt, trotzdem für mich verwunderlich was er in der UFC nun macht. Er springt zwar nun als Short-Notice ein, aber wieso man einen Tiuliulin aus dem Nahen Osten/ Osteuropa nun nach Columbus holt? Bis vor 1 Woche hatte er noch kein Visa. Naja… Tiuliulin ist ein sehr offensiver Kämpfer, geht all in mit seinen Schlägen und versucht den Gegner in Runde 1 auszuschalten. Alles was über die 1. Runde hinaus geht, verliert er dann auch.

Ali bekommt nun endlich seinen 1. UFC Fight, gegen einen Gegner der da nur ist, weil man noch irgendwie einen Gegner benötigt. Viel einfacher wird es Ali in der UFC nicht mehr bekommen. Für mich ein vorzeitiger Sieg in Rd. 2 pro Ali.


Chris Gutierrez vs Danaa Batgerel

Batgerel (12-2) gefällt mir sehr gut. Ein guter Kickboxer mit viel Kraft in seinen Schlägen, relativ viel Output und guter Effizienz. Dazu hat er eine gute Striking Defense, aber steckt auch ein. Er trainiert in New Mexico unter Winks Gym. Leute wie Carlos Condit, Diego Sanchez, Cub Swanson, Jon Jones, Michelle Waterson, BJ Penn und Co. am Start. Also, unendlich Erfahrung von der er dort abschöpfen kann. Bisher in der UFC mit 3-1 Siegen. Seine einzige Niederlage war bei seinem ersten Fight. Ein mega Fight der auch zu Fight oft he Night gewählt wurde. Vorher in einer Asiatischen Orga immerhin jemanden wie Kai Kara France besiegt.

Chris Gutierrez (17-3-2) hat gefährliche Kicks. Jemand der einen Fight durch Legkick KO gewonnen hat. Solider Wrestler, purple Belt BJJ und steht in der UFC 5-0-1. Allesamt gegen Gegner die jetzt nicht Weltklasse sind, aber eine sehr ordentliche Bilanz. Allerdings sind viele Fights doch sehr knapp (1x Draw, 2x Split) und bis auf die Legkick Aufgabe alles über Decision. Er findet eigentlich nie den Killershot, kämpft sehr taktisch und kann dann auch mal 1-2 Minuten am Fence killen um den Sieg knapp über die Punkte zu sichern.

Ich denke der Kampf wird ein pures Striking werden. Normalerweise sind beide keine Wrestler und setzen zum Takedown an, wobei Gutierrez es auf jeden Fall auch einstreuen könnte. Bei Gutierrez mache ich mir Sorgen, dass er hier das erste Mal in der Karriere von einem richtigen Powerpuncher eine geklatscht bekommt. Vorher war es immer viel hin und her, viel Output, wenig Power. Meistens dann Gegner die durch Schläge gut zugesetzt waren. Bei Batgerel sehe ich jemanden der die Schläge und Kicks auffrisst und mit einer harten Bombe kontert. Auch jemand der sich nicht auf diese Spielchen 1 Minute vor Rundenende einlässt und die Runde quasi ausgrinden lässt. Batgerel sollte der ungemütlichste Gegner von Gutierrez sein und ich glaube hier wird er wirklich mal richtig angeklingelt. Irgendwann geht die Split Decision/ Draw Geschichte auch mal schief. Hier sehe ich jedoch Batgerel durch TKO gewinnen.

Gutierrez mit 4cm Height Vorteil, Batgerel dafür mit 8cm reach Vorteil. Batgerel sah beim Weigh-In unfassbar durchtrainiert und stark aus.


Karol Rosa vs Sara McMann

McMann (12-6) mittlerweile schon 41 Jahre alt und in den letzten Jahren auch nicht mehr viel in der UFC gekämpft. In den letzten 4 Jahren ganze 2 Kämpfe. Davon einmal gegen den Champ Pena verloren und einmal gegen Länsberg gewonnen. Länsberg aber auch schon 40 und eine die aus einer UFC Women Division Zeit kommt als die Konkurrenz überschaubar war. Das gleiche sehe ich bei McMann. Sie kommt aus einer Zeit, als die Konkurrenz pur eindimensional und kaum professionell war. Mittlerweile ist die Women Division viel breiter aufgestellt und die meisten sind Vollprofis.

McMann ist ein einer Sache gut. Wrestling. Dort immerhin Silbermedaillengewinnerin Athen 2004. Aber das auch nur für eine Runde und ist danach platt. Das Alter und die wenigen Fights seit 2018 sollten das nicht verbessert haben. In der Zeit war Sie auch noch Schwanger und da haben auch viele Kämpferinnen im höheren Alter Schwierigkeiten zurückzukommen. Sie sieht zwar sehr fit aus, aber hat wirklich kaum Kondition und wird immer langsamer.

Rosa (15-3) ist das Gegenteil. Sie hat einen sehr guten Gastank, hohes Volume den ganzen Kampf über und ist insbesondere zuletzt sehr erfolgreich. Alle Ihre drei UFC Kämpfe konnte Sie gewinnen und nun kommt mit McMann eine Gegnerin die einen großen Namen, aber kaum noch was draufhat. Vom Namen her ist es ein Step Up für Rosa, aber an für sich ist es eben nur noch der Name. Rosa ist 27, trainiert mit Jessica Andrade, hat einen guten Jab, guter Clinch und was wichtig ist: 91% Takedown Defense. Wenn McMann hier in der 1. Runde nicht dazu kommt Karol Rosa auf die Matte zu wrestlen, dann sehe ich hier Rosa weit weit vorne. McMann kann eigentlich nur darauf hoffen, irgendwie sofort einen Takedown zu holen, aber gegen eine Gegnerin die viel spritziger ist und 91% Takedown Defense hat, sollte es schwierig werden.

Karol Rosa wird von Kampf zu Kampf besser, McMann wird seit Jahren schwächer und ist hier am Ende Ihrer Karriere. Selbst wenn McMann die 1. Runde durchs Wrestling holt und die 2. Runde noch gut mithält, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Karol Rosa Sie dann in Rd. 3 noch finishen kann.



Jennifer Maia vs Manon Fiorot

Hier kann man es kurz machen. Fiorot ist Bombe und ich glaube Sie hat Chancen bald um den Titel zu kämpfen. Allerdings ist Maia mit ABSTAND die beste Gegnerin die Sie je gekämpft hat. Wirklich ein unfassbarer Step Up wenn man sich die vorherigen Gegnerinnen von Fiorot ansieht. Ihre drei vorherigen Gegnerinnen zusammen haben weniger Kämpfer und nur einen Sieg mehr als Maia. Alle drei zusammen! Fiorot selbst hat erst 9 Profikämpfe und damit 1/3 von dem was Maia hat. Mit 33 ist Sie jetzt auch nicht wie McMann kurz vorm Karriereende. Maia hat in der UFC schon alle großen Namen gekämpft und selbst gegen Shevchenko nicht so schlecht ausgesehen.

Im Stirking sollte Fiorot überlegen sein, hat Height/ Reach Vorteil, sollte schneller sein. Man unterschätzt aber, dass Maia auch eine ordentliche Muay Thai Kämpferin ist und früher Profiboxerin. Im Grappling und auf der Matte sollte Maia Vorteile haben. Evtl. kann Sie hier sogar eine Submission holen. Immerhin Black Belt in BJJ.

Also Ja, Fiorot ist zurecht Favoritin. Aber ich finde die Odd dann bei so einem gewaltigen Step Up doch nicht ganz nachvollziehbar. Die Submission Odd ist dazu komplett daneben. Ich probiere es mal Small mit Maia. Beim Weigh-In sah Maia schlimm aus, beim Face-Off dann aber wieder topfit.

Was ich sehr interessant fand war ihr leichtes humpeln beim Weigh-In. Sehr steif auf einem Bein. Bei Twitter und Co. sehen einige eine Beinverletzung. Ich weiß es nicht, kann auch ein Krampf gewesen sein. Trotzdem suspicious.


Marc Diakiese vs Viacheslav Borshchev

Diakiese (15-5) zuletzt mit schwierigen Performances dazu in der UFC nur 5-5. Er kämpft hier um seinen Vertrag. Eigentlich sehr schade für einen wie Diakiese, der sehr talentiert ist und ein gutes Skillset vorweisen kann. Diakiese hat hartes Muay Thai, harte Kicks, gutes Range Management, hat gute Takedowndefense mit 62%, gutes Wrestling und einen Purple Belt im BJJ. Sein Problem ist das low volume im Striking. Hier ist er immer sehr bedacht und sucht sich seine Schläge/ Kicks ganz genau aus, oft dann aber viel zu wenige um den Kampf zu bestimmen.

Wenn man auf seine Niederlagen schaut, war das allesamt gegen ordentliche, bis sehr gute Gegner. Fiziev und Hooker sind/waren Top 5 Fighter. Haqparast ist immer noch einer der talentiertesten in der Division. Split Decision Niederlage gegen einen Drakkar Klose, der sich sehr gut in der UFC etabliert hat. Nur sein letzter Kampf vs Rafael Alves war dann doch ein bisschen concerning, weil er sich da viel zu schnell in eine Submission Position bringen lassen hat, obwohl dass Alves einziger Pfad zum Sieg war.

Seine Siege waren allerdings auch allesamt gegen durchschnittlich bis unterdurchschnittliche Leute wie Vannata, Duffy, Packalen usw. Wenn man das Matchmaking über die Jahre beobachtet, wird deutlich, dass man in Diakiese eigentlich etwas gesehen hat bzw. noch sieht, er aber dann nie den Step Up im Wettbewerb standhalten konnte.

Diakiese ist aber auch noch nicht so alt, mit 29 eigentlich noch 2-3 Jahre vor der Prime und könnte sich wieder zurückkämpfen. Hier ist wohl innerhalb der UFC die erstmal letzte Chance.

Borshchev aka Slava (6-1) ist recht neu im MMA. Erst in 2019 mit seinem ersten MMA Fight, aber in der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Ist Striking Coach im Team Alpha Male und dementsprechend im Striking auch Bombe. Eignetlich gewinnt er jeden Kampf durchs Kickboxen, seine Gegner waren aber bisher auch wirklich überschaubar. Die Frage wird sein, wie er sich gegen einen stärkeren Wrestler/ Grappler behaupten kann. Er hat quasi keine Takedowndefense, kommt aber bisher dann immer schnell wieder hoch. Wie gesagt, gegen bisher unterdurchschnittliche Gegner.

Die Frage wird sein, bleibt der Kampf im Stand-Up oder kämpft Diakiese clever und holt sich hier den überlebenswichtigen Sieg durchs Wrestling/Grappling? Im Striking wird Slava den Kampf bestimmen und auch wahrscheinlich gewinnen. Im Wrestling/Grappling wird Slava chancenlos sein. Aber selbst im Striking ist Diakiese nicht komplett lost. Er hat 15min gegen Fiziev gut mitgeboxt, obwohl dieser wohl noch eine Stufe höher als Slava einzuschätzen ist. Slava könnte in der 1. Runde durch einen KO gewinnen, aber danach sehe ich Diakiese weit vorne. Er muss nur clever genug kämpfen, aufs Wrestling/ Grappling setzen und seine konditionelle Überlegenheit ausnutzen. Er hat auch gar nicht den Spielraum gegen Slava großartig rumzueiern. Er benötigt einen seriösen Sieg, gar kein Spektakel, sondern einfach einen Sieg gegen einen Gegner der in der MMA Szene relativ viel Hype hat, obwohl bisher wenig gerissen. Overall Skillset sollte pro Diakiese sein, Form natürlich eher Richtung Slava, aber Erfahrung, Gegner und Co. geht alles pro Diakiese. Die Reach mit 10cm pro Diakiese sollte im Strinking immerhin ihm etwas entgegenkommen.

Für mich ein Decision 29-28 Sieg pro Diakiese durch die Vorteile im Wrestling ab Rd. 2 – 3. Diakiese sah beim Weigh In und Face Off unfassbar strong aus. Er ist immer austrainiert, aber so krass habe ich es bei Ihm noch nie gesehen. Ich glaube er weiß worum es für ihn bei dem Kampf geht. Do or Die.


Neil Magny vs Max Griffin

Magny (25-8) kann man schon als UFC Veteran bezeichnen. Ultimate Fighter Season 16 in 2012 und seinen ersten UFC Fight in 2013. Seitdem 25 Fights in der UFC und nur 7 verloren. Da ist es schon verwunderlich, dass er es nie bis zum Title Fight geschafft hat. Immer wenn er kurz davor war, hat er dann verloren. Wirklich viele gute Leute geschlagen wie Gastelum, Condit, Lawler, Neal. Auch gegen gute verloren wie Chiesa, Dos Anjos oder Pinzinibio. In den letzten Jahren fliegt er aus meiner Sicht etwas unter dem Radar: Immerhin steht er 7-3 seit 2016, aber liefert dann oft nicht, wenn es um was geht. Beispielsweise bei seinem Headliner Event vs Chiesa, wo er komplett abgeschmiert ist.

Magny ist ein starker Wrestler, kann gut den Kampf durchgrinden, benutzt den Käfig und zermürbt den Gegner. Er hat ein solides Striking und weiß seine Reach gut auszunutzen. Trainiert im Elevation Team, dort kann man sicher sein, dass die Cardio stimmt. Zuletzt called er quasi jeden aus und hofft auf einen starken Gegner. Interessanterweise nimmt niemand an, selbst Khamzat wurde gecalled, aber es kam nichts zustande. Zeigt mir, dass Magny entweder komplett uninteressant ist oder was ich vermute nicht interessant genug um so einen unangenehmen Gegner zu kämpfen. Sein Kampfstil ist nämlich eher so lala, aber er hat normalerweise viel Controll Time, insbesondere gegen Mid-Tier Gegner.

Mit Griffin (18-8) kommt nun jemand, den man wieder in die Kategorie Mid-Tier einordnen muss. Griffin ist auch schon seit 2016 in der UFC, hat aber nie richtig abgeliefert. Zwischendurch stand er kurz vor dem Cut, hat aber zuletzt 3 Siege hintereinander, was Ihn dann doch wieder etwas in den Vordergrund gebracht hat. Overall steht er mit 6-6 in der UFC, was keine wirklich gute Bilanz ist. Vor allem sind seine Siege gegen schwache Gegner oder Leute über dem Zenit. Der Sieg vs Condiz zuletzt ist zwar schön für die Statistik, aber Condit ist eigentlich kaum noch relevant für dieses Niveau.
11cm height /10 cm reach pro Magny.

Griffin ist ein guter Kickboxer, Black Belt in KungFu, sieht aber trotzdem nicht besonders flüssig im Strking aus. Irgendwo unrund, aber trotzdem, wenn er trifft sehr effektiv. Aufgrund dieses unrunden Striking Style verliert er dann aber oft Decisions. Griffin hat eine 70% Takedown Defense, was er hier gegen Magny auch benötigt. Trotzdem erwarte ich, dass Magny Ihn hier mit viel Controll Time am Käfig bearbeiten wird.

Für Griffin ist Magny ein Step Up, für Magny ist der Fight wieder eine Chance sich oben im Ranking zu etablieren. Er weiß wie man eine Decision gewinnt, er weiß wie man knappe Runden für sich holt und genau da sehe ich das Problem bei Griffin. Durch seinen Striking Stil verliert er viele knappe Runden, Magny gewinnt durch sein Grappling und Controll Time viele. Dazu erwarte ich Schwierigkeit für Griffin im Striking durch die Reach Nachteile. Ich bezweifle auch, dass Griffin mit 36 plötzlich in die Top 10 im Ranking einziehen kann, wenn er vorher gegen jeden besseren Gegner Probleme bekommen hat.

In meiner Meinung wird das ein 30-27 für Magny nach Decision. Selbst wenn eine Runde mal an Griffin gehen sollte, weiß ich, dass man Magny vertrauen kann die anderen zwei zu dominieren.


Curtis Blaydes vs Kyle Daukaus

Daukaus (12-4) ist jemand der in der Corona Zeit irgendwie aus dem Nichts in die UFC gespült wurde und dort sich dann bis nach oben gekämpft hat. Eigentlich Polizist und vor 2 Jahren noch relativ speckig, mittlerweile gut austrainiert. Er hat schnelle Boxkombinationen und harte Schläge. Was aufgefallen ist, seine großen Siege waren allesamt gegen Uralte Gegner, die sehr langsam sind und kaum hinterherkommen. Parker Porter (36), Oleinik (44) und Abdurakhimov (40). Einzig Nascimento war ein jüngerer Gegner, aber auch jemand der unterdurchschnittliche Skills für HW UFC hat. Gegen Derrick Lewis wurde die Winning Streak dann brutal beendet, aber das ist eben ein zu hohes Level für einen Daukaus, der vor 2 Jahren Semi-Pro bzw. eher Amateur war.

Blaydes (15-3) und ist nun seit Jahren schon in den Top 5 im HW. Seine überraschende KO-Niederlage vs Lewis hat Ihm den Titel Fight gekostet. Aber schauen wir uns mal seine Gegner in der UFC an: Oleinik (2017), Overeem, Ngnannou, Abdurakhimov (2019), Dos Santos, Volkov, Lewis, Rozenstruik. 3x also gegen die gleichen Gegner wie Daukaus, 3x mit demselben Outcome. Nur das Oleinik/ Abdurakhimov noch jünger waren und er gegen Lewis die 1. Runde haushoch überlegen war. Dazu Top Guns wie Volkov, Rozenstruik und Dos Santos eindeutig besiegt.

Durch die 2 schweren KOs vs Lewis & Ngannou könnte man denken, dass Blaydes Chinny ist, aber dann dürfte man niemanden mehr in der HW Division tippen. Blaydes macht normalerweise eine Sache wo er unschlagbar ist und dass ist das Wrestling. Er grinded jeden kaputt, außer er rennt unüberlegt in eine Bombe rein.

Für Daukaus ist das (nach Lewis) der größte Step Up. Wenn man sich auf das allgemeine MMA Skillset konzentriert für mich sogar der größte Step Up bisher. Jemand wie Daukaus, der sich zwar echt gemacht hat, sollte hier aber komplett überfordert sein. Die Takedown Defense ist zwar bisher bei 100%, allerdings musste er Sie bisher auch noch nie richtig einsetzen. Sein Get-Up Game ist komplett unbekannt, insbesondere bei einem Gegner wie Blaydes. Bei Blaydes 6,27 Takedowns pro 15 min wird man davon ausgehen müssen, dass Daukaus sich auf dem Boden wiederfinden wird. Wer weiß, wie er damit zurecht kommt mal eine Runde 3-4 Minuten auf der Matte bearbeitet zu werden.

Daukaus ist ein guter Typ für Ranking 8-15, aber viel weiter oben sehe ich Ihn einfach nicht. Blaydes sollte aus dem Lewis Debakel gelernt haben um sich bald wieder einen Title Contender Spot zu sichern.


Gesamt:
4/10 Blaydes + Rosa + Magny 2.36q @ Pin
2/10 Batgerel + Khizriev 1.93q @ Pin
2/10 Diakiese 2.23q @ Pin
1/10 Maia 4.53q @ Pin
0,5/10 Maia by Submission 11.28q @ Pin
 
UFC Fight Night Columbus



Gesamt:
4/10 Blaydes + Rosa + Magny 2.36q @ Pin
2/10 Batgerel + Khizriev 1.93q @ Pin
2/10 Diakiese 2.23q @ Pin
1/10 Maia 4.53q @ Pin
0,5/10 Maia by Submission 11.28q @ Pin

Maia fand ich gar nicht so schlecht. Aber verdient verloren. Batgerel muss eigentlich in der 1. Runde den KO holen und geht dann in der 2. selbst KO... Diakiese hätte man mal lieber mit 4/10 anspielen müssen anstatt diese grauenhafte Rosa. Was McMann auch unfassbar öde kämpft... pur Wrestling mit 0,0 Output, aber reicht wohl im Frauen MMA. Die 4/10 darf ich mit Rosa niemals spielen. Magny gewinnt knapp, Blaydes gewinnt klar, Khizriev auch relativ klar.

Momentan spiele ich irgendwie die falschen Kombis oder das falsche Stakeing. Macht nicht so viel Freude alles. Wenigstens ist nun 2 Wochen Pause...

-5.04
 
Gilbert Burns - Khamzat Chimaev

Kann die Quotierung pro Khamzat nicht ganz nachvollziehen.
Hat einen Record von 10-0. Alle 10 Siege durch finishes, allerdings waren bisher wirklich absolut keine namhaften Gegner dabei.
In der UFC bisher Meerschaert (34-14) u. Jinglijang (18-7) klar geschlagen aber sollte man nicht so überbewerten die Siege.

Von Burns hört man medial nichts, der kann sich zu 100% auf Chimaev fokusieren.
Zuletzt dominierte er Wonderboy und auch Maia u Woodley schlug er eindeutig.
Auch Usman brachte er zum wackeln und nahe eines KO's.
Der ist gefährlicher als ihn die Qouten darstellen.

Für mich eine Fehlqoutierung, deshalb geh ich small auf den "aussenseiter" Burns.

Khamzat hat zu wenig Beweise geliefert für diese Qoutierung, basiert stark auf den medialen Hype um ihn.

Burns @ 4,85 marathon 1/10
 
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UFC 273

Eine tolle PPV Card mit zwei Titlefights und dem Boogie Man in der UFC Chimaev. Dazu viele weitere tolle Fights. Das wird ein Fest und es wird auch mal wieder Zeit, dass ich mit positivem Outcome eine Card beende. Rozenstruik wurde leider abgesagt. Hätte 3EH auf Ihn gesetzt. Volkanovski ist der größte Favorit jemals in Featherweight Titelkampf. Denke auch der wird 25 Minuten lang den Zombie verprügeln. Aber wer weiß was in 25 Minuten passieren kann… Garry auch wieder am Start und großer Favorit. Hier denke ich auch er wird gewinnen, aber zu der Odd halte ich Abstand.


Piera Rodriguez vs Kay Hansen

Rodriguez (7-0) kommt frisch aus der Contender Series. Dort wird quasi jede Frau übernommen welche einen Kampf gewinnt. Egal wie und gegen wen. Nun gegen die schon bekannte Kay Hansen (7-5). Hansen ist in letzter Zeit nur noch durch Ihren Only Fans Account aufgefallen, aber man merkt, sie hat Ihre MMA Karriere nicht abgeschrieben, sondern arbeitet weiter an sich. Mit 9 Fights in Inivicta und 3 Fights in der UFC auch mit viel Erfahrung auf professioneller Bühne. Man muss bedenken, dass Sie erst 22 Jahre alt ist und noch lernen muss. Zuletzt zwar zwei Niederlagen in der UFC. Wobei die Niederlage vs McKenna durchaus ungerecht war. Hier haben 13-2 der Medien sie vorne gesehen und ich auch. Jasudavicius wird auch unterschätzt, ist extrem kräftig und ich habe bei Hansen durchaus Verbesserungen gesehen. Und das gegen eine viel größere und kräftigere Gegnerin. Kay Hansen hat mir da durchaus gefallen, da sie dagegengehalten und nicht aufgegeben hat. Ihr Ground Game und insbesondere BJJ ist sehr gut, dazu kann Sie auch im Rückstand dagegenhalten. Bei Ihr bekommt man auf jeden Fall eine fitte Kämpferin die bis zur letzten Sekunde alles gibt.

Rodriguez ist wie gesagt aus der DWCS frisch in der UFC und wenn die UFC dir eins lehrt ist es, dass man niemals Contender Series Leute als Favoriten spielt. Vor allem nicht, wenn es sich um Damen handelt. In der LFA hat Sie mit Gotsyk eine durchaus solide und erfahrene Gegnerin geschlagen, ansonsten sind alle Gegnerinnen auf ihrem Record nichts wert. Rodriguez ist eine solide Strikerin, aber sobald es ins Wrestling geht, verliert sie jegliche Kondition. Hier sollte Hansen überlegen sein, sobald Sie die Distanz schließen kann und ins Grappling oder sogar auf den Boden kommt. In der 1. Runde wird Rodriguez wohl durch Striking vorne sein, aber in Runde 2-3. Sehe ich Hansen vorne. Kann mir sogar eine Submission in Runde 3 vorstellen.

Ich glaube schon, dass die UFC hier Hansen nochmal eine Chance geben will sich zu beweisen. Sie ist sehr jung und trotzdem schon relativ bekannt. Mit einem Sieg ist sie wieder voll am Start und als Außenseiter gegen eine unbekannte Contender Series Dame muss man aus meiner Sicht Hansen vertrauen.

Bei der Height/Reach sind beide quasi gleich. Hansen aber mit 3.5 Pfund über dem Limit. Sie sah zwar enttäuscht aus, aber nicht ausgetrocknet oder schwach. Da glaube ich dass die 3.5 Pfund mehr eher pro Hansen sprechen.


Aleksei Oleinik vs Jared Vanderaa

Hier darf Opa Oleinik (59-16-1) endlich ran, nachdem vorher 3 Fights abgesagt worden sind. Vor zwei Wochen sollte er eigentlich gegen Latifi kämpfen. Wurde dann am Kampftag abgesagt. Oleinik mit 3 Niederlagen in Folge, allerdings gegen gute Gegner wie Lewis, Daukaus oder Spivak. Oleinik ist eigentlich raus, kämpft noch seinen Vertrag ab und sieht auch nicht wie 44 Jahre aus, sondern eher wie 54. Klar, seine Submissions sind legendär, aber der Mann ist einfach alt und langsam geworden. Bei Ihm ist eigentlich alles Do or Die in der 1. Runde. Bekommt er den Takedown früh in Runde 1, dann kann er die Submission holen. Nach der 1. Minute in Runde 2 holt er keinen Takedown mehr und ist auf verlorenen Posten.

Mit Vanderaa (12-7) kommt jemand der mich gegen einen anderen Rentner Arlovski vor 2 Monaten erst geärgert hat, aber was er mir gezeigt hat ist Kondition. Ab Mitte Runde 2 hat er richtig Gas gegeben und hätte auch fast gewonnen. Runde 1 sich wohl bewusst zurückgehalten und mit einem Einbruch von Arlovski gerechnet. Arlovski ist aber noch mal etwas fitter als Oleinik. Vanderaa ist BJJ Black Belt, hat gute Submission Defense. Sollte hier also fähig sein nicht sofort in eine Submission zu rennen. Sein Striking ist nicht schlecht, nur oft zu wenig Outcome. Seine Schläge sind für ein Schwergewicht einfach zu schwach. Sein Output ist dagegen nicht schlecht mit 4,54 Strikes Landed per Min.

Für mich gibt es hier nur einen Weg für Oleinik und das ist in der 1. Runde einen Takedown holen und die Submission, ansonsten sollte Vanderaa ihn Outstriken können. Gegen Arlovski war es gar nicht so schlecht. Insbesondere die 3. Runde. In der 2. Wohl eine Minute zu spät angefangen. Gegen Oleinik sollte es im Striking einfacher sein. Dazu ist Vanderaa ein BJJ Black Belt und sollte sich kurzzeitig gegen Oleinik auch auf der Matte verteidigen können.

Oleinik ist auch fürs HW recht klein und leicht. Ganz früher zurück ist er eigentlich aus dem Middleweight und im Alter dann hochgegangen. Dementsprechend wird es auch schwieriger mit den Takedowns. Ich sehe 35-40 Pfund Unterschied pro Vanderaa, 6 cm Größe pro Vanderaa und 15 Jahre! Jünger pro Vanderaa. Oleinik ist auch seit 1 Jahr ohne Kampf, dafür dauernd mit Kampfabsagen und Camps für nichts, was bei einem 44-Jährigen nochmals problematischer wirkt.

Was man auch seit dem Russland / Ukraine Krieg gemerkt hat ist eine große Antistimmung im Publikum. Amerikaner werden ja eh mehr supported, aber dann noch gegen einen Russen... wobei Oleinik auch seit 10 Jahren in Florida lebt. Auch sind viele knappe Decisions sind in letzter Zeit immer gegen Russen gewertet worden. Naja, die Halle wird klar pro Vanderaa sein, ich glaube nicht dass der Kampf über 15 Min gut, falls doch, dann wird Vanderaa auch gewinnen.

Unter den Voraussetzungen muss ich Vanderaa spielen, selbst mit der Gefahr, dass er in der 1. Runde submissed wird.
 
Vinc Pichel vs Mark Madsen

Madsen (11-0) ist ein absoluter Athlet. Silbermedaillengewinner im Ringen Olympia 2016, daher natürlich im Wrestling gegen fast alle weit überlegen. Dadurch allerdings auch erst recht spät mit MMA angefangen, wobei seine Anfänge 2013 waren. Dann aber sich aufs Wrestling spezialisiert um nach Olympia zurück in MMA zu kommen. Gegen wirklich gute Gegner als „Rookie“ in Cage Warriors abgeliefert, in der UFC auch gegen einen Hubbard oder zuletzt einem Veteranen wie Guida gewonnen. Gegen Guida wurde es knapp, da Madsen dann doch ein bisschen zu viel Power zu Beginn verschossen hat. Sein Gameplan ist klar. Sofort auf Takedowns. Leider hält er die Gegner oft nicht lang genug auf den Boden, so dass er dann wieder zu Takedowns ansetzen muss. Das kostet Kraft.

Nun ist er aber mittlerweile lange in den USA beim Fight Ready MMA Team. Absolutes Top Team was zuletzt erst Figureido zum Titel gebracht hat. Leute wie Cejudo dort als Trainingspartner/ Coach und Korean Zombie, Drakkar Klose, Eryk Anders am Start. Für mich der richtige Move um mehr taktische Finesse für MMA zu lernen. Das sportliche und die Einstellung hat er längst. Klar er wird kein Weltklasse Striker mehr, aber sein Wrestling ist sowas von überragend, da braucht er nicht zum Boxer zu werden.
Sein Gegner Pichel (14-2) hat eine 3 Win Streak, unter anderem auch einen Veteranen mit Jim Miller besiegt und auch Hubbard. In etwa also gleiche Gegner wie Madsen, allerdings sind seine einzigen zwei Niederlagen gegen Wrestler. Gillespie ist einer der besten Wrestler in der Division und hat ihn 2 Runden lang kaputt gewrestled. Vor vielen Jahren gegen Khabilov und Iaquinta auch verloren und chancenlos auf der Matte gewesen. Insgesamt hat Pichel auch sehr wenig Fights. Man überlegt sich, dass er seit seiner Ultimate Fighter Saison in 2012 ganze 8 Kämpfe bestritten hat. Davon bis auf Gillespie gegen niemand Guten. Probleme hat er wie gesagt gegen Wrestler, ist auch schon 39 und bekommt nun 4 Jahre nach seiner Niederlage gegen Wrestler Gillespie einen noch besseren Wrestler vorgesetzt.

Madsen ist auch schon 37, aber durchtrainiert wie eh und je. Der fokussiert sich voll auf seine letzten 2-3 Jahre als Profisportler und hat auch angekündigt durch das neue Camp und Wohnort USA einen Title Run zu versuchen. Einer wie Pichel ist da Durchgangstation. Seine Taktikprobleme sollten durch einen Cejudo überwunden werden können. Ich bin sehr überzeugt, dass Madsen hier als Sieger herauskommt.


Mickey Gall vs Mike Malott

Gruselfight zwischen einem der nicht in die UFC gehört und einer der noch nie in der UFC gekämpft hat. Normalerweise darf man nicht auf Favoriten aus Contender Series setzen, hier muss ich aber mit Malott (7-1) gehen.

Mickey Gall (7-4) hat sich zwar etwas verbessert, aber sind wir mal ehrlich. Gegen wen hat er bisher gewonnen? Leute die nicht mehr in der UFC sind bzw. nie da reingehört haben. Ein CM Punk? Von dem Sieg lebt Gall heute noch. Das war damals ja eher ein Freak Fight. Sage Northcutt ist ein kompletter Testo Flop der in One zerstört wurde. Und gegen Leute verloren die seit 5 Jahren nicht mehr reingehört haben wie Perry oder Diego Sanchez. Gegen Morono zuletzt sah er besser aus, aber hat eindeutig verloren. Hier nehme ich es Gall nicht übel, da Morono schon zwei Klassen besser ist. Wo ist Gall gut? Er hat BJJ Blackbelt, allerdings nutzt er es nie und versucht sich lieber im Boxen, wo er aber wenig auf UFC Level zeigt. Im Grappling wurde er von Perry und Sanchez dominiert. Was auch interessant ist, die ganze Karriere wechselt Gall dauernd die Gyms, das ist für mich auch immer eine Red Flag. Mal wechseln ist ok, aber nicht jedes Mal. Besonders weiterentwickelt hat er sich nie, außer dass das Striking etwas smoother aussieht.

Malott kommt wie gesagt aus der Contender Series, hat aber vorher schon in Bellator gekämpft und früher einiges in Kanada gezeigt. In Kanada wurde er damals als großes Talent gesehen, wo der Trainer kaum Gegner für Ihn gefunden hat. Hakeem Dawodu hatte er damals am Rand einer Niederlage, Dawodu steht aber auf und haut ihn dramatisch KO. Seitdem hatte Malott dann ganze 2 Kämpfe zwischen 2014 und 2020. Er hat sich zurückgezogen da er eine Nackenverletzung hatte und kurz vorm Karriereende stand. Sein neuer Trainer hat Ihn dann nach Kalifornien gebracht wo ein Arzt das regeln konnte. Nun ist er seit 3 Jahren wieder fit. Sein Problem war früher die Kondition. Er ist mega in der 1. Runde und gewinnt da alles. Bis auf Dawodu der aufsteht und Ihn Ende der Runde finished. In Bellator holt Malott eine 20-18 in der 1. Runde aber bricht dann komplett ein. Hier hoffe ich hat der neue Trainer etwas gebracht. Wissen tue ich es nicht, seine letzten zwei Siege gingen nicht länger als 1.42 Min…

Auf jeden Fall ist er nun in Kalifornien bei Alpha Male, scheint fit zu sein, war schon immer talentiert. Im Striking sehe ich Malott besser und auf der Matte eigentlich auch. Gall macht trotz 10 Jahren in der UFC viele Rookie Fehler, er kämpft auch einfach zu wenig und ist dazu konditionell auch nicht gut. Falls Malott Ihn nicht in der 1. Runde finished, glaube ich auch nicht so richtig an einen Mickey Gall einen Kampf dann umzudrehen.
 
Gilbert Burns vs Khamzat Chimaev

Eins vorab, die Odd ist krank. Man muss überlegen einige Buchmacher haben mit 1.90q beide Seiten geöffnet. Burns (20-4) ist ein super Fighter, der Usman in der 1. Runde angeklingelt hat. Super BJJ und gutes Striking.

Nun kommt Chimaev. Der Boogieman der UFC. Seine Stats sind krank. 8.68 Strikes landed per Min. 77% Striking Accuracy. In 4 Kämpfen ganze 2 ½ Schläge bekommen. 4.65 Takedown Average/ 15min. Einmal innerhalb von 1 Woche als Debütant 2x vorzeitig gewonnen. Was er zuletzt mit Jingliang Li angestellt hat war pervers. Li ist ein wirklich guter UFC Kämpfer der sehr zäh ist. Chimaev hat von der ersten Sekunde an den dominiert und durch den Ring geworfen wie er will. Dabei noch Dana White und die Kommentatoren angeschrien. Der Typ ist verrückt, aber jeder der ihn beim Training erlebt hat sagt er wird das Next Big Thing.

Sein Gym Allstars in Stockholm ist wohl des besten Europas Weltklasse Trainingspartner wie Gustafsson, Hermansson, Latifi und neuerdings Chimaevs Buddy Darren Till. Chimaev wurde von vielen in der Szene schon 2017 angekündigt als etwas Besonderes. Bisher übertrifft er sogar das was sich alle versprochen haben. Ich kann jedem mal empfehlen sich das Wrestling Match Hermansson vs Chimaev anzusehen. Hermansson ist ein wirklich guter Wrestler in der UFC und wurde in dem Match so krank vorgeführt. Auch scheint Chimaev keine gesundheitlichen Probleme mehr zu haben. Gegen Li war der Kampf zu kurz, aber gegen Hermansson im Wrestling hat er problemlos durchgewrestled.

Burns ist auch ein sehr guter Grappler, aber Chimaev ist noch mal ein Level darüber. Dazu konditionell eine Maschine auch einfach ein großer kräftiger Typ. Ich weiß, er wurde noch nie richtig angeklingelt und hat auch noch keine 15 Min gegen einen Top Gegner gekämpft, aber ich sehe Ihn auch hier nicht lange im Octagon. Ich denke er wird auch mit Burns das anstellen, was er vorher angestellt hat. Takedown und dann Ground and Pound.

Für mich ist Chimaev der kommende Champ und evtl. sogar Double Champ, da er mit seiner Größe eigentlich ins Middleweight gehört.

Die Odd ist kacke und daher spiele ich Chimaev by KO/TKO als einzel und wage mich an die Schrott Odd ran als Pusher.


Aljamain Sterling vs Petr Yan

Nun kommen wir zum ersten Title Fight. Sterling (20-3) den Titel letztes Jahr gegen Yan geholt, weil Yan in der 4. Runde wie ein geisteskranker den knienden Sterling per Knie an den Kopf gekickt hat. Sterling dann durch Disqualifikation gewonnen. Viele sagen Sterling hat da geschauspielert. Sah schon bisschen dramatisch aus, aber wenn man 20 Minuten lang sich mit Yan bekämpft hat um dann ein Knie ins Gesicht zu bekommen… ja ich glaube da machen die wenigsten weiter. Alternative wären 2 Punkte Abzug für Yan gewesen, dann gewinnt Sterling wohl per Decision.

Yan zuletzt dann im Interim Fight gegen Sandhagen einen tollen Fight abgeliefert. Yan ist ne Maschine. Das ist wirklich Bilderbuch MMA was er zeigt. Weltklasse Muay Thai, konditionell eine Maschine, kann einstecken und harte Schläge verteilen. ABER viele vergessen, dass vor dem Abbruch Sterling bei den Judges vorne gelegen hat. Beziehungsweise wenn man die 4. Runde zählt und ohne DQ steht es wohl 2-2 nach Runden. Nach 3 Runden war Sterling 2-1 vorne. Klar, danach hätte Yan wohl die 4. Und 5. Runde geholt, aber ist es mir das wert Yan als so hoher Favorit zu sehen?

Viele vergessen auch was Sterling für eine Maschine ist. Der hat einen Sandhagen bspw. Nach 1.28 Min gefinished. Dazu gefallen mir seine Interviews zuletzt. Er scheint eingesehen zu haben, dass er nach 2 Runden am Ende war und Yan sportlich wohl gewonnen hätte. Aber dementsprechend scheint er sich nun wohl auch vorzubereiten. Es wird zwar immer gesagt „das ist mein bestes Camp blah blah“ aber Sterling sieht wirklich unfassbar fit aus. So fit habe ich ihn körperlich noch nie gesehen.

Dazu kann ich mir bei all dem Gelaber und Beef vorstellen, dass Yan wieder irgendwas macht und Punktabzug bekommt. Seine einzigen zwei Niederlagen waren nämlich deswegen. Einmal vs Sterling und in ACB vs Magomedov wo er wegen einem Headbutt quasi den Kampf nach Punkten verloren hat.

Außerdem sehe ich hier den Russland Faktor sehr stark. Bei knappen Runden, die durchaus 2-3x kommen könnten gehen ein paar Judges dann wohl eher gegen den Russen. Zuletzt wie gesagt öfter gesehen. Normal kann sich ein Sterling auch so 2 Runden holen, dann fehlt nur noch eine durch undisziplinierte Aktionen von Yan oder ein Anti Russland Judge… Gegen Sterling spricht die Operation die er zuletzt hatte. Daher versuche ich es auch nur small.

Yan ist Bombe und der etwas Bessere, aber sehe genug Möglichkeiten wie Sterling sich eine Decision holt. Daher zu der Odd ein Muss.


Frauenkombi

Hier mache ich es kurz. Ich sehe bei keinen der 3 Frauenkämpfen einen vorzeitigen Sieger. Viele sagen Dern via Sub möglich. Ja klar, immer eine Gefahr. Aber Torres ist gut genug um nicht sofort in eine Sub zu rennen und sich in die Pause zu retten und hat dazu gute Takedown Defense. Ansonsten sehe ich nirgends eine Gefahr. Daher mal eine Idiotenkombi.

Gesamt:
3/10 Madsen 1.96q @ Pin
2/10 Vanderaa 1.8q @ Pin
2/10 Hansen 1.96q @ Pin
2/10 Malott + Chimaev 1.95q @ Pin
1/10 Chimaev by TKO/KO 1.85q @ Pin
1/10 Hansen vs Rodriguez over 2.5 + Ladd vs Pennington over 2.5 + Torres vs Dern over 2.5 2,94q @ Pin
1/10 Sterling 4.1q @ Pin
0.5/10 Sterling by Decision 7.4q @ Pin
 
Gilbert Burns vs Khamzat Chimaev



Gesamt:
3/10 Madsen 1.96q @ Pin
2/10 Vanderaa 1.8q @ Pin
2/10 Hansen 1.96q @ Pin
2/10 Malott + Chimaev 1.95q @ Pin
1/10 Chimaev by TKO/KO 1.85q @ Pin
1/10 Hansen vs Rodriguez over 2.5 + Ladd vs Pennington over 2.5 + Torres vs Dern over 2.5 2,94q @ Pin
1/10 Sterling 4.1q @ Pin
0.5/10 Sterling by Decision 7.4q @ Pin

Beginn des Abends dramatisch. Hansen hat eine super 1. Runde um dann komplett einzubrechen… das war dann doch eine schlechte Wette. Die hat sich auch einfach null verbessert.
Wo ich wirklich sauer bin ist Vanderaa. Er hatte alle Möglichkeiten. Entweder durch GnP Finish oder er steht wieder auf und lässt es in die 2. Runde gehen wo Oleinik dann platt ist. Oder er kann Ihn sogar submitten… aber ne, lässt sich dann auf Scramble ein und wird da natürlich vorgeführt. Absolut unnötige Niederlage.
Ab dann läuft es aber. Malott mit schönem KO und Madsen sah richtig gut aus. Super Kicks in der 1. Runde, danach sein Wrestling Programm abgespult. Taktisch sah das schon viel besser aus. Chimaev vs Burns einfach ein heftiger Kampf. Im Endeffekt war die Quote schon riskant, aber Runde 1 & 3 sind klar Chimaev. Burns ist aber einfach auch ein heftiger Kämpfer. Burns vs Colby wäre wohl mal interessant. Bei Chimaev bin ich gespannt. Wurde nun wirklich mal geprüft, von einem der nicht nachgibt und im Striking wie auch auf der Matte gefährlich ist. Chimaev ist aber immer noch jung und entwickelt sich. Bisschen weniger Striking und mehr auf Takedowns wenn es kritisch wird, dazu bisschen an der Kondi arbeiten. Ich will ihn aber sofort im Title Fight sehen. Brauche keinen Colby-Chimaev Fight.
Dann kommt Sterling vs Yan. Wo es wirklich mal so läuft wie ich es mir vorgestellt habe. Knapper Fight der am Ende mit 50/50 in die Decision geht. Ich sehe auch keine Robbery. Die 1. Runde war knapp, das kann an beide Seiten gehen. 2-3. Rd war klar Sterling, 4-5. Runde war klar Yan.
Bei den Frauenfights war bis auf kurzzeitig bei Dern nie eine Gefahr, dass ein Fight vorher beendet wird.

Gesamt:

3/10 Madsen 1.96q @ Pin = WIN +2.88
2/10 Vanderaa 1.8q @ Pin = LOST -2
2/10 Hansen 1.96q @ Pin = LOST -2
2/10 Malott + Chimaev 1.95q @ Pin = WIN +1.9
1/10 Chimaev by TKO/KO 1.85q @ Pin = LOST -1
1/10 Hansen vs Rodriguez over 2.5 + Ladd vs Pennington over 2.5 + Torres vs Dern over 2.5 2,94q @ Pin = WIN +1.94
1/10 Sterling 4.1q @ Pin = WIN +3.1
0.5/10 Sterling by Decision 7.4q @ Pin = WIN +3.2

Gesamt = +8.02
 
UFC Fight Night Luque vs Muhammad 2

Von den Namen her eine Schrott Card. Zum Wetten gibt’s dann meist aber ganz nette Spots, da die große Öffentlichkeit so einer Veranstaltung kaum Aufmerksamkeit schenkt. Bellator hat beispielsweise eine sportlich viel bessere Card, aber da ist natürlich auch keine größere Aufmerksamkeit.
Da drei meiner angepeilten Tipps die ich im Auge habe auf MMA Twitter und Co. sehr beliebt sind poste ich diese jetzt schon mal. Bevor die Odds komplett gecrashed sind.


Chris Barnett vs Martin Buday


Auf Barnett (22-7) habe ich ja zuletzt gesetzt, als er mit seinem spektakulären Wheel Kick Villante in die Rente geschickt hat. Seine Dancemoves und Beweglichkeit haben Ihn in kürzester Zeit sehr beliebt gemacht. Für seinen Körperbau (sehr klein, aber sehr schwer) mega beweglich. Barnett ist zwar mega sympathisch und kann auch paar spezielle Moves, aber er ist keiner von dem man nun eine größere UFC Karriere erwarten kann. Ich bin mir sicher, dass er selbst mit zwei weiteren UFC Niederlagen eine Vertragsverlängerung angeboten bekommt, aber er wird eher ein Showfighter sein, der gegen irgendwelche älteren Gegner oder Rookies antreten darf. Mit Rothwell und Villante hatte er zwei Rentner, mit Buday kommt nun ein Rookie. Barnett kann gut einstecken, kassiert oft zu Beginn paar Bomben und legt dann in Rd 2 und Rd 3 los. Trotz seiner Figur mit guter Kondition. Aber er ist natürlich komplett undersized für die Gewichtsklasse. Die Siege von Barnett sind nun mal auch einfach kaum nennenswert. Selbst die Niederlagen waren teilweise gegen grausige Leute. Meistens Leute die körperlich weit überlegen waren. Und seien wir mal ehrlich, Gian Villante kam an dem Abend in dem Oktagon um abzukassieren und dann die Karriere zu beenden. Der war kaum durchtrainiert und in der 2. Rd schwer am Pumpen. Dazu war Villante auch nie ein großes Kaliber.

Buday (9-1) kommt frisch von der Contender Series und ja, normalerweise darf man keine Favoriten aus der Contender Series tippen, aber schauen wir uns Ihn mal genauer an. Buday steht erst bei einer Niederlage und die kam im 2. Profikampf gegen den Ultimate Fighter Season 28 Sieger und aktuellen UFC Kämpfer Juan Espino. Ansonsten in Oktagon alles abgeräumt. Oktagon ist eine durchaus ernstzunehmende Organisation in der Slowakei/ Osteuropa und seine Gegner waren zuletzt auch ordentlich. Buday passt ins Heavyweight, groß, schwer, guter Jab, gute Bodykicks. Dazu setzt er sein Gewicht gut am Cage ein. Dadurch ermüdet er seine Gegner schnell, grindet diese dann kaputt und trifft im Clinch auch gerne mal mit dem Knieen.

Und hier sehe ich Buday weit vorne. Ähnlich wie bei Barnetts Niederlage vs Rothwell, erwarte ich Buday im Kampf. Alleine von den körperlichen Fähigkeiten her. Aber er ist auch noch viel jünger, viel spritziger und hat eine große KO Power. Buday ist alleine 18cm größer!!! Dazu noch 3cm längere Reach und wird vom Gewicht her genauso viel wie Barnett wiegen. Dazu ist Buday auch auf der Matte gefährlich mit einem Brown Belt in BJJ. Sein

Für Buday sollte das Matchup eigentlich sehr entgegenkommen. Ein Gegner der Fanfavorite ist, komplett undersized und ohne großartige Erfolge in MMA. Ich glaube sogar, wäre Barnett nicht so ein Fanfavorite durch seine Videos, Jubel und seinem Wheel Kick geworden, dann würde Buday hier 1.2q stehen. Langsam scheint der Markt auch zu realisieren, dass Barnett zwar einen Namen hat, aber eigentlich sportlich verlieren müsste.

Rafa Garcia vs Jesse Ronson


Ronson (21-10) hatte ich direkt im Blick und mir ist dann aufgefallen, dass von Tag zu Tag mehr Leute pro Ronson geschrieben haben. Fast schon kritisch, wenn so viele auf einem Fighter zu der Odd sind. Aber naja, ich probiere es trotzdem.

Ronson ist schon 36, in seiner Karriere etwas Journeyman mäßig. Alle möglichen Organisationen gekämpft. 2014 im Ultimate Fighter Finale in einer Split Decision vs Kevin Lee verloren. Davor aber auch schon UFC Fights vs Trinaldo und Prazeres gehabt. Dort auch Split Decision Losts. Auch mal bei ACB und in der PFL gekämpft. Dort u.a. gegen einen starken Natan Schulte per Decision verloren.
Zuletzt hat Ronson als late replacement bei seinem Comeback in der UFC überraschend Nicolas Dalby geschlagen. Dann aber wegen Anabolika für 2 Jahre gesperrt worden. Laut Ronson war es wohl irgendein Taintend Supplement und nicht bewusst Anabolika… keine Ahnung ob es stimmt, aber er ist vorher nie negativ aufgefallen und würde es auch seltsam finden als late replacement beim UFC Comeback dann das zu riskieren. Ist in der 170er Klasse schon mit gutem Körperbau aufgefallen und geht hier sogar in die 155er Klasse… hat große Height/ Reach Vorteile und sollte beim Kampf auch 10 Pfund mehr draufhaben. Ronson ist sehr kräftig, hat harte Schläge und auch eine gefährliche Submission Attack.

Rafa Garcia (13-2) hat als Late Replacement vs Haqparast gar nicht schlecht ausgesehen, aber seitdem auch sich nicht verbessert, eher schlechtere Leistungen gezeigt. Er hat in der UFC nun 2 Niederlagen und einen Sieg. Der Sieg war vs. Levy der mit nur 6 Fights und ohne UFC Erfahrung in dem Oktagon gestiegen ist. Negativ mit schlechter Kondition aufgefallen, im Striking nicht überzeugt, dafür eher mehr im Wrestling gezeigt. Die Frage ist, kann Garcia hier Ronson im Striking gefährlich werden? Definitiv nein, kann er mit im Grapplen, ja aber dann läuft er in großer Gefahr in einer Submission zu enden. Garcia hat dazu meist nach ein paar Minuten große Konditionsprobleme. Er hält dann zwar durch, aber es kommt nichts mehr Substantielles dabei heraus.

Die Statistik im Striking sollte Garcia auch Sorgen machen. Er liefert mit 3.53 Strikes Landed per Minute zwar das gleiche wie Ronson, kassiert aber gleichzeitig mit 5.47 Strikes per Minute fast 60% mehr zu gleicher Zeit. Ronson kassiert weniger, schlägt dafür viel härter und hat eine 14% höhere Accuracy. Dazu wenn wir an seine Gegner denken (Lee, Trinaldo, Prazeres und Dalby) viel stärkere Leute gekämpft. Auch wenn teilweise schon länger her. Die Takedown Defense ist bei Beiden stark, wobei Garcia mit 4 Takedowns pro 15 min weit vorne liegt. Hier wird er aber in diesem Kampf Probleme haben, da Ronson Ihm bei Submissions arg gefährlich werden könnte. Dazu ist Ronson auch 8cm größer und 6cm mehr reach plus wird auch um einiges schwerer in den Kampf gehen.

Garcias Chance ist also nur durch pures Wrestling und dort dann auch simples „unten halten“ und Minuten gewinnen. Ronson kann durch Submission gewinnen, kann durch eindeutig im Striking gewinnen und kann auch in späten Runden gewinnen. Ronson ist wohl dieses Wochenende die Lieblingsbet der MMA Community. Kann gerne mal schiefgehen, zu der Odd aber definitiv noch spielbar. Einzige Fragezeichen ist die 2 Jahre Sperre nach dem Dalby Fight. Sonst würde ich das sogar etwas höher anspielen.




Pat Sabatini vs TJ Laramie

Sehr fragwürdiges Matchup für TJ Laramie (12-4) wo man sich fragt wieso man so einen Kampf annimmt. TJ kam aus der Contender Series vor 2 Jahren um darauf direkt von Darrick Minner nach 52 Sekunden submissed zu werden. Seitdem wurden 3 seiner Kämpfe abgesagt. Vorher auf der Regional Ebene „ok“ gekämpft. Immerhin einen Charles Jourdain besiegt, ansonsten viel Schrott. Er kommt einem aber durchaus talentiert vor, ist auch erst 24 Jahre alt, aber wieso er hier Sabatini kämpft verstehe ich nicht. Defensiv ist er nicht stark genug, hat noch viele Rookie Mistakes. Sein Boxen ist in Ordnung und hat gutes Wrestling, aber für die Division ist er relativ klein. In dem Fight ist er 5 cm kleiner und hat 10cm kürzere Reach.

Pat Sabatini (16-3) ist ein Liebling der Szene mit momentan 5 Siegen in Folge, davon 3 in der UFC. Auch erfahrene Leute wie Emmers oder Connelly besiegt. Sein letztes Jahr war echt überragend. Mit 31 Jahren auch in seiner Prime, aber mit viel Erfahrung für erst 3 UFC Kämpfe. Eine erfolgreiche Amateurkarriere gehabt und in Cage Fury FC lange Featherweight Champion gewesen. Black Belt in BJJ und Black Belt in Tang Soo Do. Gute Wrestling und Sambo Ausbildung. Super Ground Control und lässt von einem nicht mehr los, wenn er einmal am Körper ist. Nur das Rundenende oder der Ref kann Ihn dann vom Gegner lösen. Brandgefährliche Submissions, gutes striking und einfach ein tougher Kerl.
TJ Laramie kann durchaus im Wrestling etwas zeigen, aber Sabatini ist viel zu gut im BJJ und wird sich dann ein Bein oder Arm irgendwie schnappen. Wrestling ist daher für Laramie zwar eine Sache wo er vorne sein könnte, aber gleichfalls in großer Gefahr ist. Aber selbst im Wrestling könnte Sabatini als Divison 1 Wrestler in der High-School und mit Erfahrung bei Cage Fury absolut auf der Höhe sein. Im Striking sehe ich für TJ gar keine Chance.

Sabatini ist für mich jemand, den man durchaus zutrauen könnte demnächst in der Top 5 zu stehen. TJ ist hier nur ein Übergang Gegner. Wahrscheinlich musste TJ nach 2 Jahren Pause und vielen Absagen einfach einen Kampf annehmen und Sabatini nimmt diesen nun als Geschenk mit.


Gesamt:

3/10 Ronson 1,9q @ Pin
3/10 Sabatini + Buday 1.69q @ Pin
 
Drakkar Klose vs Brendan Jenkins

Nach dem Weigh In versuche ich mich noch an einer größeren Außenseiterwette. Bei dem Fight dachte ich mir von Anfang an, dass die Quote etwas zu hoch für Jenkins ist, aber normalerweise sollte Klose hier durchgehen.

Klose (11-2-1) hat viel Liebe in der MMA Community. Tolle Siege vs Bobby Green oder Marc Diakiese aber eben auch sehr sehr inaktiv in den letzten Jahren. Dreimal wurden Fights wieso auch immer abgesagt. Einmal Verletzung, einmal Corona, einmal Gegner. Naja. Nun nach über 2 Jahren zurück im Oktagon. Bei seinem letzten Auftritt ist er schwer gegen Dariush KO gegangen. Sein letzter Sieg ist sogar 3 Jahre her. Klose ist mit 34 auch mittlerweile nicht mehr der aller jüngste.

Jenkins (15-8) ist ein replacement für Motta. Relativ wilder Fighter mit Flying Knees, Elbows, wilden kicks und sehr aggressiven Kampfstil. Oft verausgabt er sich und geht dann in späteren Runden KO. So wie zuletzt vs Zhu Rong. Jenkins ist nichts tolles, aber auch kein kompletter Müll. Er hat immer mal wieder wilde KOs zu verzeichnen.
Nun komme ich aber zu dem Hauptgrund meiner Wette. Klose nach 2 Jahren wieder beim Weigh-In und der Typ war komplett am Ende. Erstmal hat er die 156 nicht geschafft, war zitternd auf der Waage in der Box of Shame. Der sah kurz davor aus Ohnmächtig zu werden. Augen teilweise verdreht. Als er das Gewicht nicht gemacht hat komplett verzweifelt ausgeschaut. Dann wurde der Face-Off verschoben, damit er irgendwie auf die 156 kommt. Das hat er dann geschafft, sah weiterhin schrecklich aus. Gerade wenn man eh schon am Ende war, dann nochmals 20 Minuten ausschwitzen ohne etwas aufnehmen zu dürfen… naja.

Ganz ehrlich, nach der relativ langen Pause, Verletzung und nun dem Weigh-Cut der wohl absolut schrecklich gelaufen ist. Plus noch den schweren KO im Hinterkopf, wo man immer sich fragen muss ob das Chin nun hinüber ist. Ein wilder Jenkins mit seinen Elbows und wilden Attacken muss da nur einmal treffen und Klose ist hinüber.
Hier probiere ich es einfach aufgrund des dramatischen Weigh-In Auftritt von Klose


Dazu probiere ich Sabatini win by Submission. Die Begründung kann man aus meinem Beitrag von Donnerstag nehmen. Hier glaube ich einfach, dass TJ auf dem Boden überfordert sein wird und Sabatini ihn sich dann packt. Für die Quote nehme ich das gerne mit.

Gesamt:
3/10 Ronson 1,9q @ Pin
3/10 Sabatini + Buday 1.69q @ Pin
1/10 Jenkins 5.34q @ Pin
0.5/10 Jenkins by TKO/KO 12 @ Unibet (Morgen auch bei Pin/Agent)
1/10 Sabatini by Submission 2,6q @ Unibet (Morgen auch bei Pin/Agent)
 
Drakkar Klose vs Brendan Jenkins



Gesamt:
3/10 Ronson 1,9q @ Pin
3/10 Sabatini + Buday 1.69q @ Pin
1/10 Jenkins 5.34q @ Pin
0.5/10 Jenkins by TKO/KO 12 @ Unibet (Morgen auch bei Pin/Agent)
1/10 Sabatini by Submission 2,6q @ Unibet (Morgen auch bei Pin/Agent)

Das nachlegen auf Sabatini und insbesondere die Jenkins Bet hätte man sich sowas von sparen können... Ronson auch komplett ohne Chance. Das war mindestens eine schlechte Bet zu viel...

-3,43
 
Bellator 278: Velasquez vs. Carmouche
Juliana Velasquez vs. Liz Carmouche
=> Liz Carmouche ML 2.63 Nitrogen Sports 5/10

Ich denke der Title Run von Velasquez wird hier am Freitag enden. Ich war nie sonderlich beeindruckt von ihr muss ich sagen. Schon bevor sie 2020 den Titel Macfarlane abgenommen hat, gab es einige Kämpfe, die sie entweder nur knapp gewinnen konnte oder teilweise ziemliche Probleme hatte. Die Kämpfe gegen Lara und Kielholtz waren 50/50, hätte sie beide auch verlieren können nach Punkten. Gegen Macfarlane wurde sie trotz massiver körperlicher Überlegenheit auf dem Boden kontrolliert für kleinere Zeitabschnitte und auch im Clinch das ein oder andere Mal gegen den Cage gedrückt. Gegen Ruth wurde sie gar zu Boden geschickt mit nem check left hook. Insgesamt ist Velasquez einfach unbeeindruckend auf allen Ebenen. Sie ist nirgendwo besonders gut, hat aber einen großten Vorteil im Gepäck und das ist ihre körperliche Stärke, Größe und die Reichweite. Sie hat nen langen Frame mit breiten Schultern. War so in der Lage die meisten ihrer Gegnerinnen im Clinch oder auf dem Boden zu dominieren. Selten hatte da jemand etwas entgegenzusetzen über drei oder fünf Runden.

Carmouche wird diese Serie aber brechen. Carmouche absolut jacked und Bellator wenig bis gar kein Testing für PEDs etc., würde
mich nicht wundern, wenn sie auf irgendwas ist. Carmouche klare Vorteile im Stand in meinen Augen. Mehr Volumen, mehr Power, besserer Flow in den Kombis drin (Velasquez mehr single punch striker). Und Grappling sehe ich eigentlich tendenziell auch eher Richtung Carmouche, auch wenn das knapper ist, als das Striking. Denke Carmouche hat genügend körperliche Stärke, um hier den Clinch oder Takedowns abzuwehren und im Stand erwarte ich sie aggressiver, mit mehr Volumen, mit den besseren Treffern (eye catcher für die Judges) und optisch sieht es einfach besser aus, wenn jemand nach vorne geht und Kombos schlägt und auch mal low kicks tritt, als wenn jemand sich nur im Rückwärtsgang zur Seite bewegt etc. ...

Für mich hier die Quote mehr oder weniger Quatsch. Hab Carmouche hier schon eher vorne, aber tendenziell sicherlich mehr 50/50, als 60/40 Velasquez. Denke hier spielt der Champion Faktor ne Rolle...grundsätzlich bekommen Champions halt meistens die Favoritenrolle. Ist halt einfach so. In dem Fall hier jetzt aber einfach ein Fehler finde ich.
 
PFL #2 2022: Regular Season

Was MLs angeht, werde ich die ersten 2-3 Wochen von PFL aussitzen, weil mir das Judging dort die letzten Jahre immer suspekt war und man muss da erstmal ein Gefühl für kriegen, wie gewisse Matchups und Styles bewertet werden. Abgesehen davon ist die Card sowieso entweder juiced to the gills oder 50/50 - schwierig da irgendwelche guten Wetten rauszuziehen.

Wer bissl Action will hier, für mich zwei Kombis:

Bochniak vs. Jenkins Over 2.5 1.34 x Wade vs. Palmer Over 2.5 1.31 x Cappelozza vs. Austin Under 1.5 1.35 = 2.38 Pin 1/10

Bochniak tough, ehemaliger UFC-Kämpfer und jetzt 10x in Folge über die volle Distanz gegangen und darunter auch gegen bekannte und starke Namen wie Zabit oder Barzola. Bochniaks finishes fast alle auf der regional scene früh in seiner Karriere. Jenkins ist ein klassischer Ringer, auch der eher ne Decision Machine bzw. vom Style her jemand, der gegen ein bestimmtes Level an Gegnern eher nicht finished.

Wade/Palmer einer dieser 50/50-Kämpfe. Beides sehr starke Ringer und absolut monstermäßig tough. Glaube Wade in 27 Kämpfen in seiner Karriere 21 über die volle Distanz gegangen. Palmers Bilanz sieht ähnlich aus.

Cappelozza gegen Austin ist ein Mismatch und Squash Match. Sollte Bruno eaaaaaasy holen in der 1. Runde.

3er Kombi aber nur small. Ist immer noch MMA und kein Schach, Abbrüche durch Verletzungen/Cuts etc. immer möglich.
 
UFC Fight Night Apex #53


Rob Font - Marlon Vera

Sehr interessanter Main-Fight auf einer ansonsten ziemlich unbedeutenden Karte. Beide seit 2014 in der UFC Bantamweight Division unterwegs und trotz aufregender Fights und guter Bilanz konnte keiner von beiden bislang den ganz großen Durchbruch landen. Font headlined zum 3.Mal in Folge eine Fightcard, für Chito Vera ist es die Premiere.

Rob Font ist der bessere Striker von beiden und das wird Vera's größtes Problem in diesem Matchup sein. Wenn Font seine Distanz findet, kann er sich gegen die meisten Gegner von Runde zu Runde jabben. Und Vera ist in den letzten 5-6 Fights zum slowstarter mutiert. Er übt zwar von Beginn an Druck aus, doch er schwingt kaum Kombis o high kicks in der 1.Runde, ganz wenig Risiko. Selbst gegen O'Malley war er eher konservativ unterwegs.

Doch das ganze Input-Speichern in Runde 1 nutzt Marlon idR sehr gut aus im weiteren Verlauf des Fights. Wenn er lange genug in ein Striking-Match verwickelt wird, landet er mit ziemlicher Sicherheit satte Treffer und richtet damit meistens größeren Damage an, als seine Gegner.

Was Grappling angeht, würde ich auch zu Vera tendieren. Es ist nicht allzu schwer, Font auf die Matte zu kriegen. Er hat zwar schon Siege gegen deutlich bessere Grappler (zB Ricky Simon) gefeiert, da er wirklich gut darin ist, sich wieder auf die Beine zu arbeiten. Doch wenn hier einer mit einem TD eine Runde "klauen" kann, dann wohl Chito.

Hatte gehofft, dass die Vera-Quote steigt, da Font ein etwas höheres Standing genießt. Dem war aber nicht so, der Vera-Train scheint zu rollen. Also steigen wir auf, bevor daraus even-odds werden. Das ist glaube ich das 3. oder 4.Mal in Folge, dass wir auf Vera gehen. Natürlich spielt da Symphatie eine Rolle, aber die ist nicht unbegründet. Der Kerl lässt wirklich alles was er hat im Oktagon. Wenn er zurück liegt, dann spielt er sich nichts vor. Er geht von Minute zu Minute mehr Risiko und ich bin sehr gespannt, wie sich das in seinem ersten 5-rounder wiederspiegelt. Sollte ziemlich wild werden in Runde 4+5, falls es soweit kommt.


Vera to win @2,11 3/10 Pinnacle
Vera to win inside distance @4 1/10 diverse
 
Gehe absolut konform mit allem. Vera ist hier die richtige Seite, auch wenn ich persönlich live einsteigen werde. Vera wie gesagt gefühlt 90% seiner ersten Runden verloren und extremer slow starter. Wäre auch nicht überrascht, wenn Font hier den ein oder anderen TD früh ansetzt. Font war schon immer defensiv einer der besten Grappler in der Gewichtsklasse, aber auch offensiv ist er underrated. Immer Mal wieder TDs eingebaut gegen gute Gegner, sehe keinen Grund, wieso er das heute nicht auch tun sollte. Nichtsdestotrotz denke ich, dass Veras pace & grind & pressure ihm hier den Sieg einbringen wird. Denke Decision ist realistisch, aber ein spätes Finish würde mich auch nicht schockieren, zumal Font relativ deutlich das Gewicht verfehlt hat, was immer schwierig zu interpretieren ist, aber Font eigentlich jemand, der damit nie Probleme hatte. Kann sein, dass sein Körper langsam nachlässt. Leute vergessen schnell, dass er mit 34 als Bantamgewicht schon im älteren Semester ist und er hatte jetzt auch einige high profile fights in den letzten Jahren.

Für mich daher

Vera live nach Runde 1 sofern Quoten besser als 2.2-2.3 ... 5/10

Vera wins in Round 4 21.00 pin 0.5/10
Vera wins in Round 5 29.01 pin 0.5/10
 
Zuletzt bearbeitet:
UFC Fight Night Apex #53


Rob Font - Marlon Vera

Vera to win @2,11 3/10 Pinnacle
Vera to win inside distance @4 1/10 diverse
+2,33

Läuft wie erwartet. Erste Runde kaum Output von Vera, danach legt er los. Font zwar durchweg mit mehr Strikes, aber nur Vera konnte Schaden anrichten. Knockdowns in Rd 2+3+4, und heftig angeklingelt in der 5. Besonders in der 4. hätte er es locker finishen können, wenn er ihn schnell wieder auf die Beine gelassen hätte. Vera via decision [[yo]] aber schade für die Rundenwetten von Techniker.
 
UFC 274

Eine richtige Blockbuster Card. Von Beginn an durchgehend vielversprechende Fights und eine Maincard die kaum etwas zu wünschen übriglässt. Ich habe keine Zeit für die Weigh-Ins oder Face Offs, daher heute ohne.

Lupita Godinez (7-2) vs Ariane Carnellosi (14-2)

Carnelossi habe ich bisher immer unterschätzt, aber die hat zuletzt echt abgeliefert. Ich glaube ja immer noch die ist oder war auf Stoff. Solch ein krasser und wilder Output, dazu unzählige Schläge die die nimmt und trotzdem weiter Druck macht. Dazu sieht Sie komplett aufgepumpt aus…
Sie hat wie gesagt wenig Technik, aber viel Power und sehr viel Output. Sehr zäh und eine richtige Kämpferin. Sie kämpft spektakulär und nimmt das Publikum mit. Als Beispiel der Kampf gegen die Chinesin auf einer großen UFC Card.
Godinez ist sehr hittable und keine besonders gute Boxerin. Im Grappling, sollte Sie aber viel besser sein. In der UFC bisher 2-2. Keine tolle Gegnerinnen dabei, mal Top, mal Flop. Wenn es in das Wrestling geht, dann grinded Sie es normalerweise irgendwie langweilig zur Decision. Carnelossi ist aber eine harte und wilde Nuss. Der traue ich zu sich da rauszukämpfen und wieder in den Clinch zu kommen. Im Clinch und Stand Up ist Carnelossi für mich haushoch überlegen. Gerade mit Ihrem Kampfstil sollte Sie knappe Runden, wo evtl. 3 Min gewrestled wurde und 2 Min geboxt die Runde auch in Ihre Richtung bewegen. Die Zuschauer in einer vollen Halle sollten von so einem Kampfstil mitgenommen werden, dementsprechend evtl. ein paar Judges auch die Runde pro Carnelossi werten.
Carnelossi traue ich auch einen vorzeitigen Sieg zu. Bei Godinez sehe ich nur einen Weg zum Sieg. Wrestlen und 2 Runden irgendwie über die Zeit grinden. Reach/Height ist ausgeglichen.

Tracy Cortez (9-1) vs Meilissa Gatto (8-0-2)

Melissa Gatto hat eine gute Bilanz und bisher in der UFC wirklich geliefert. Im Gegensatz zu vielen anderen Brasilianerinnen auch keinen komplett aufgehübschten record gegen irgendwelche Regional Luschen. Beispielsweise dort eine Karol Rosa vorzeitig besiegt, welche heute erfolgreich in der UFC kämpft. Auch die anderen auf Regio Niveau waren jetzt keine 0-10er.
Gatto hat eine überragende 85% takedown defense, 5cm reach advantage und sehr gutes BJJ.
Sie ist leider etwas inaktiv. Nur 2 Fights seitdem Karol Rosa Sieg in 2018. Schnelle Hände, sehr aggressiv, gute Kondition, gute Kicks und auf der Matte schwer zu stoppen sobald sie eine gute Position hat. Für eine Dame hat Sie viele frühzeitige Siege. Die letzten 3, gegen ordentliche Gegnerinnen auf UFC Niveau dreimal vorzeitig. 4/8 Siege waren vorzeitig, finde ich als Frau schon in Ordnung.
Cortez hat gutes Wrestling und Grappling, feuert 3 Takedowns per 15min, 46% accuracy. Sie ist mit Brian Ortega verlobt, trainiert nicht nur in seinem Gym Fight Ready MMA, sondern auch aktiv zusammen mit Brian Ortega. Das sollte Ihr im BJJ nur weiterhelfen. Gegen Justine Kish aber wirklich überschaubar gekämpft und nur knapp gewonnen. Allerdings mit 3 UFC Wins eine gute Statistik. Unter anderem eine Starke Egger besiegt. Ganz den Favoritenstatus nehme ich Ihr aber nicht ab. Mit Gatto kommt aus meiner Sicht eine sehr unangenehme Gegnerin, die im Standing vielleicht sogar besser ist und eine sehr gute Takedowndefense hat. Falls es dann doch mal auf die Matte geht, läuft Cortez die Gefahr in eine schlechte Position zu geraten und von Gatto dominiert zu werden. Im BJJ sehe ich Gatto nämlich (noch) vorne.
Gatto mit 85% und Cortez mit 87% Takedowndefense. Wird das ein reiner Stand-Up Fight, sehe ich Gatto leicht vorne. Daher spiele ich Sie hier an.
Der Heimvorteil ist natürlich pro Cortez. Ein Arizona Girl welches nun in Arizona kämpft. Ich bin gespannt, aber Gatto scheinen wohl viele Leute im Auge zu haben.

Francisco Trinaldo (27-8) vs Danny Roberts (18-5)

Trinaldo ist mittlerweile 43 Jahre alt, hat aber bisher immer noch eine sehr gute Kondition. Er hat harte Schläge im Petto. Mittlerweile ist er aufgrund seines Alters eine Gewichtsklasse hochgegangen. Hat zuletzt dort gar nicht schlecht ausgesehen. Trinaldo liefert solides Wrestling, gutes BJJ, aber wird in seinem Herbst der Karriere immer mal angeknockt bzw. am Wackeln. Das Alter geht auch bei Ihm nicht spurlos vorbei. Er hat viel Erfahrung und auch schon viel High Level Competition gekämpft
Roberts ist ein sehr guter Boxer und trainiert in Sanford MMA Gym. Man merkt, dass er sich von Kampf zu Kampf weiterentwickelt hat. Ein guter Jab, gutes Footwork, gutes Headmovement. Wenn es ins Boxen geht sollte er weit überlegen sein. Dazu 10cm Reach und Height Vorteile. Gegen einen starken Ringer wie Emeev überraschend gewonnen, ansonsten aber überschaubare Gegner in seinem Record.
Bei Trinaldo sehe ich einfach das Alter als großes Problem, irgendwann ist dann auch mal Schluss und gerade ein Roberts, mit schnellen Fäusten und guten Jab kann Ihn hier mal anklingeln. Trinaldo sollte im Wrestling dominieren, aber er ist auch nicht so stark wie ein Emeev. Gegen Emeev konnte Roberts den Gegner Outscoren durchs Boxen und das Wrestling unter Kontrolle halten. Hier sehe ich Trinaldos Chin endlich mal brechen, der Output an Schlägen von Roberts könnte hier zu viel sein.
Ich bin sogar etwas überrascht von der Quote, hätte hier eine 1.4q pro Roberts gegeben. Die Erfahrung mit High Level Kämpfen ist natürlich auf Trinaldos Seite. Aber Come On… der Mann ist 9 Jahre älter, am Ende der Karriere und sollte im Boxen weit dominiert werden.

Blagoy Ivanov (18-4) vs Marcos Rogerio de Lima (19-7-1)

Ivanov kommt nach 2 Jahren Pause zurück. Vorher zweimal in Split Decision verloren vs Lewis und Sakai. Zu einer Zeit als Sakai noch Title Contender Format hatte. An für sich einer mit viel Erfahrung auf Top Level. Er war Sambo Weltmeister und hat sogar MMA Legende Fedor besieg, zu einer Zeit als der noch fit war. Er hat gutes Boxen und gute Kondition. Dazu setzt er zwar selten zum Takedown an, wenn dies aber passiert, dann ist er auf dem Boden schwer zu besiegen. Was fehlt ist die KO Power und das Schlagvolumen, er geht quasi jeden Fight über die volle Distanz. In seiner Karriere hat er nur 1x vs Volkov in 2014 vorzeitig verloren durch Rear Naked Choke. Also noch nie KO gegangen und hat mit Lewis, Tuivasa (den er besiegt hat), Volkov, Dos Santos, Sakai wirklich gute Leute mit KO Power gekämpft und teilweise besiegt oder nur knapp verloren.

De Lima hat gute Kicks und kann auch gute Schläge. Overall aber ein instabiler Kämpfer, mal eine Runde Top, eine Runde Schrott. Auch nicht mit der Power um einen Ivanov auszuknocken. Zuletzt Rothwell besiegt, davor Greene, beides in 2021, also einer Zeit wo beide längst drüber waren. Gegen Greene hat er es geschafft ganze 14 significant Strikes in 15 min zu schlagen…Gegen Romanov chancenlos, gegen Struve vorzeitig verloren obwohl er die 1. Runde haushoch dominiert hat… gegen OSP vorzeitig verloren, gegen Krylov vorzeitig verloren. In der UFC wirklich ein hin und her, wo er den Schrott besiegt, aber gegen jedes etwas bessere Competition chancenlos ist. Selbst gegen schwache Gegner bringt er sich durch seltsame Bewegungen in Gefahr und gibt dann auch schnell auf.
Ivanov hat ein geringes Schlagvolumen, aber de Lima genauso, wie im Greene Fight (15 Significant Strikes) oder auch davor in seinem Sieg gegen Wieczorek nur 21 significant strikes. Ivanov ist der technisch viel bessere Kämpfer, hat bessere Kondition, kann mehr aushalten und hat normalerweise die klareren Treffer im petto. Tatsächlich ist Ivanov sogar der etwas jüngere von beiden. Setzt er zum Takedown an, sollte De Lima große Probleme bekommen.
Angst macht mir die 2 Jahre Pause von Ivanov, sonst würde ich auf die Quote brettern. Trotzdem traue ich mich.

Brandon Royval (13-6) vs Matt Schnell (15-6)

Royval ist ein wilder Fighter, da ist immer Action im Kampf. Sehr hektisch und von überall gefährlich. Einer der jeden Top Mann außer Figureiedo gekämpft hat. Elliot und Kai Kara France geschlagen, dazu zuletzt Bontorin. Gegen Pantoja und Moreno verloren. Für mich ein sehr talentierter und starker Kämpfer, aber teilweise zu wild und zu offen für Konterangriffe.

Mit Schnell hat er einen aus meiner Sicht Step Down als Gegner. Keine Ahnung wie der nun in den Record passt. Schnell kann aber gute performances abliefern, allerdings mit weniger Erfahrung Erfolg gegen Topleute. Gegen Elliot und Font in Ultimate Fighter in Rd. 1 verloren, gegen Pantoja in Rd. 1 verloren und zuletzt gegen Bontorin nach Punkten. Er wirkt irgendwie ein wenig „Chinny“ und ist auch schon 3x KO gegangen. Er selbst ist aber auf der Matte durchaus gefährlich. Hier sehe ich die Gefahr für Royval, falls er sich wieder blödsinnigerweise in irgendeine Sub dreht und nicht mehr rauskommt.

Normalerweise gewinnt Royval das, aber ich bin vorsichtig. Auffällig sind die vielen vorzeitigen Siege/Niederlagen beider.

Royval = 12/19 + Bontorin wo eigentlich vorher getapped wurde…
Schnell = 16/21

Auch hier sehe ich wieder einen wilden Fight mit vielen Moves, wo es vorzeitig zu Ende geht. Trotz Flyweight setze ich hier auf unter 2.5. Wahrscheinlich pro Royval, aber ich gebe Schnell auch eine Chance.


Andre Fialho (15-4) vs Cameron VanCamp (15-5-1)
Fialho ist ein starker Kämpfer, der bei UAE Warriors gute Leute besiegt hat. Dazu mit einer erfolgreichen Amateurkarriere. Gegen Pereira im ersten UFC Kampf verloren, aber auch ein harter Gegner zum Einstieg. Der Kampf war aber echt cool, mit bisschen besserer Taktik hätte er gewinnen können. Dann einen ähnlich harten Gegner mit Baeza, welchen er in der 1. Runde besiegen konnt.

VanCamp ist ein late replacement, mit guten Ergebnissen auf der Regional Ebene im Südosten. Aber er gehört einfach nicht in die UFC. Das was man sehen konnte war teilweise vogelwild. Die Gegner waren alles nichts, wo es keiner auch nur Ansatzweise auf UFC Niveau schafft. Gegen Voelker, der 0-4 in der UFC stand, hat VanCamp sogar verloren. Gegen Hubbard, der 3-4 in der UFC steht hat er auch verloren.

Fialho hat die UFC darum gebeten Aktiv zu bleiben und er dafür auch „schwächere“ kämpft. Hier bekommt er einen schwächeren um was auf einer großen UFC Karte zu zeigen. Sein 3. Kampf in nur 5 Monaten, aber bei dem Gegner sollte es 0,0 Probleme geben.


Randy Brown (14-4) vs Khaos Williams (14-2)

Khaos Williams hat mich zuletzt gut gegen Baeza gekostet. Bisher wirklich gute Siege geholt mit Morono, Alhassan, Semelsberger und Baeza. Die ganzen Mid-Tier Leute scheint er besiegen zu können. Wobei Baeza wirklich blöd gekämpft hat. Ich glaube fest, dass er den Kampf noch hätte drehen können.
Khaos hat wirklich gute KO Power und scheint sich stetig weiterzuentwickeln. Zuletzt hat er immer wieder Leute durch seine KO Power brechen können, aber seine Kondition überzeugt mich immer noch nicht. Seine beiden Profi Niederlagen sind durch Decision und alle seine Amateurniederlagen waren auch durch Decision.

Randy Brown geht hier als Außenseiter in den Kampf, was mich überrascht. Er ist von Kampf zu Kampf besser geworden, hat super Leute gekämpft. Mittlerweile super Range Management, gutes Footwork, toller Jab und perfektes Head Movement. Brown traue ich zu, durch cleveres Boxen seine 8cm Height und 3cm Reach Vorteile auszuspielen. Dafür sind seine Boxerbewegungen einfach zu gut um einer von Khaos Williams KO-Opfern zu werden. Ich traue Ihm definitiv zu über 15 Minuten den Kampf clever auszuboxen und per Decision zu gewinnen.
Brown hat bisher nur gegen Weltklasse verloren (Luque, Price und Belal Muhammad), ansonsten jeden Gegner per KO oder eindeutig über Punkte besiegt. Er hat die viel größere Erfahrung auf UFC Level und sich nach Niederlagen immer wieder weiterentwickelt.

Vom Style her geht der Kampf ums Movement im Boxen und da sehe ich Randy Brown besser und beweglicher. Vor allem quantitativ vom Output und dem Defensemovement besser. Khaos hat wohl in Runde 1 und Mitte Runde 2 die große Gefahr Randy durch einen KO Schlag niederzustrecken, aber ansonsten sehe ich wenig Möglichkeiten. Über 3 Runden ist Brown klar vorne und eigentlich ab Runde 2 sehe ich Brown schon besser. Er ist overall momentan der besser ausgebildete Kämpfer und steckt gerade mitten in der Prime.

Cooles Matchup, wo ich overall aber Randy Brown vorne sehe.


Ovince St. Preux (25-16) vs Mauricio Rua (27-12-1)

Rentnerfight, wo Shogun wohl seinen Abschied feiert. Die Odd ist aus meiner Sicht viel zu hoch auf Shogun, aber ich tippe auch niemanden der quasi sein Karriereende vor den Augen hat. Das geht zumeist frühzeitig schief. OSP ist aber auch instabil, chinny und aus meiner Sicht kurz vor dem Cut aus der UFC.

Ich mache es kurz. Ich gehe hier mit dem Unter. Ich glaube keiner der beiden kann mehr über die volle Distanz gehen, OSP ist zuletzt 2x schwer KO gegangen, Shogun hat 81% seiner Siege vorzeitig und 75% seiner Niederlagen vorzeitig erlebt. Bei OSP ist es 80% der Siege und 44% der Niederlagen vorzeitig. Shogun zuletzt auch immer mal wieder anfällig für eine Submission. Ich glaube der Kampf sieht die 3. Runde nicht.


Michel Chandler (22-7) vs Tony Ferguson (25-6)

Aus meiner Sicht ein gestörtes Matchup, was ich als Ferguson niemals angenommen hätte. Keine Ahnung was hier probiert wird. Eventuell will er einfach aus dem Vertrag raus. Seine mentalen Probleme sind ja bekannt, zuletzt in 30min Kampfzeit 26 Minuten lang Controll Time beim Gegner und durchgehend kassiert. Ich glaube Tony hat seit dem Cerrone Sieg in 2019 keine Runde mehr gewonnen. Dreimal nun wirklich geisteskrank aufs Maul bekommen.
Seine Karriere hat den komplett falschen Weg genommen, zuletzt dann auch seltsame Interviews wo er gegen Dana und die UFC schießt und eigentlich auch gegen alle anderen Kämpfer. Ich glaube er ist durch.
Chandler steht zwar 1-2 in der UFC aber gegen Oliveira wie auch gegen Gaethje geile Kämpfe geliefert. Er war nicht weit weg um den Titel zu haben. In der 1. Runde gegen Oliveira kurz davor gewesen. Gegen Gaethje Kämpfererz bewiesen und mit bisschen clevereren Stil wäre da auch mehr drin gewesen. Gegen Ferguson ist das ein Geschenk, ein großer Namen der ein Schatten seiner selbst ist. Hier sehe ich eine ähnliche Situation wie Ferguson vs Dariush, nur dass Chandler dazu noch besser boxen kann.
Leider wohl der letzte Kampf für Ferguson in der UFC und irgendwie macht man sich auch Sorgen um Ihn. Die Quote ist schon irgendwie Schrott, vor allem wenn man sieht wie der Markt geöffnet hat, trotzdem sehe ich Ferguson nicht gewinnen.

Charles Oliveira (32-8) vs Justin Gaethje (23-3)

Ich mag Oliveira wirklich und was hat der für ein Herz die letzten Kämpfe bewiesen. Im BJJ und falls er deinen Rücken hat ist eh vorbei, aber auch im Boxen ist er top geworden. Kann dazu von Bomben schnell wieder regenerieren. Seine Kämpfe sind immer sehr hektisch und viel Action. Bei Gaethje weiß man was man bekommt. Ganzer Einsatz, wohl die ekeligsten Legkicks in der Divison, viel Output, kann viel einstecken und ein Topwrestler, was er aber selbst nie wirklich einsetzt.

Ich sehe hier eine Situation, wo wenn es zum Stand Up Fight kommt, Gaethje gewinnen sollte. Irgendwann kann sich auch ein Oliveira nicht mehr von so Bomben wie gegen Chandler oder Poirier regenerieren. Gaethje hat eine gute Takedowndefense und ein gutes Wrestling, also traue ich Ihm zu den Kampf im Standup zu halten. Und hier sehe ich Ihn wie gesagt vorne. Gaethje dazu mit Heimvorteil. Er ist aus Arizona und hat mit Wittmann auch den momentan besten Trainer in ganz MMA.

An für sich ist der Kampf ein absoluter Coinflip, daher die Odd für Gaethje etwas Value, auch wenn Oliveira bisher jeden Skeptiker bewiesen hat was er kann. Ich bin kein Skeptiker, spiele trotzdem die mir etwas zu hohe Gaethje Odd. Interessanterweise steht Gaethje als Dog auch 4-2… also mach es!


Boxen: Saul „Canelo“ Alvarez vs Dmtry Bivol


Nehme ich als Pusher. Canelo wird am Cinco de Mayo Wochenende in Las Vegas in 1000 Jahren nicht über Punkte verlieren, Bivol wird ihn auch nicht KO hauen. Alvarez ist der mit Abstand beste P4P Kämpfer der letzten Jahre. Light Heavyweight natürlich nicht sein natürliches Gewicht, aber mit Kovalev hat er da vor 3 Jahren schon einen stärkeren Gegner KO geschlagen.

Bivol hat noch nie in so einem großen Event in Las Vegas gekämpft. Er ist kein KO-Schläger auf dem Niveau. Alvarez by late KO oder hoher Punktesieg.


Gesamt:

3/10 Chandler + Fialho + Canelo Alvarez 1.86q @ Pin
3/10 Ivanov to win 1.63q @ Pin
2/10 Roberts to win 1.96q @ Pin
2/10 Brown to win 1.96q @ Pin
1/10 Royval vs Schnell unter 2.5Rd 1.63q @ Pin
1/10 Rua vs Saint Preux unter 1.5Rd 2.2q @ Pin
1/10 Carnelossi to win 2.55q @ Pin
1/10 Gatto to win 2.2q @ Pin
1.5/10 Gaethje to win 2.36q @ Pin