MMA Wetten 2022

UFC 271

Große Card, ein Title Fight und im Gegensatz zu UFC 270 auch viele interessante Kämpfe außerhalb des Main Fights. Viele Leute von Adesanyas Gym City Kickboxing dabei.

Douglas Silva de Andrade vs. Sergey Morozov

Silva de Andrade (27-4) ist jemand der schon seit 2014 in der UFC ist, dafür aber relativ wenig Kämpfe gemacht hat. 9 Kämpfe seitdem und steht 5-4 in der UFC. Allerdings gegen wirklich gute Leute gekämpft wie Font, Vera, Yan, Tukhugov oder Murphy. Die schwächeren Gegner hat er alle eindeutig besiegen können, gegen die besseren ging er aber auch eindeutig als Verlierer raus. Außer gegen Vera gab es ein Sieg. Wobei Vera war damals auch noch ein ganz anderer Kämpfer mit anderem Mindset und weniger Erfahrung. Silva de Andrade ist mit 36 und der Statistik in der UFC auch niemand wo man noch große Hoffnung auf die vorderen Plätze haben sollte. Er ist aus meiner Sicht der typische Gatekeeper.

Mozorov (17-4) ist relativ neu in der UFC und hatte bisher Umar Nurmagomedov vor der Flinte, wo er im Nurmagomedov Standard ausgechoked wurde… als Einstiegsfight natürlich auch ein Brett. Danach hat er Khalid Taha kaputt gemacht mit Takedowns. Vorher in M1 alles aufgeräumt, gegen durchaus gute Gegner. Eine Niederlage dort gab es beispielsweise gegen einen Evloev, der nun in der UFC für Furore sorgt. Wer in M1 ein Spitzenkämpfer ist, kann normalerweise auch in der UFC mitkämpfen und auch Siegen. Außer man ist auf komplett Stoff und kommt dann nicht mehr ohne klar. Das sehe ich bei Mozorov aber nicht. Mozorov hat zwar 6 UFC Kämpfe weniger als Douglas, aber dafür hat er massig M1 Erfahrung. Douglas hat vor der UFC nur Schrott in Brasiliens Regio Events gekämpft. Natürlich hat Douglas schon viel Stärkere vor der Flinte gehabt, dafür dort auch dann immer schlecht ausgesehen.

Mozorov halte ich für viel agiler, schneller und auch effizienter. Douglas schlägt zwar mehr, aber kassiert auch mehr Schläge und hat quasi kein Take Down Game. Seine Take Down Defense ist in Ordnung, aber falls Mozorov das macht was er kann und mit weniger Angst wie gegen Nurmagomedov reingeht, dann wird er Douglas mit Take Downs kaputt machen. Ich sehe hier ein ähnliches Set Up wie im Taha Fight. Das BJJ Game von Douglas halte ich auch für kaum relevant.

Douglas Silva de Andrade ist für mich schwer auf dem absteigenden Ast, ist schon immer Verletzungsanfällig und mittlerweile auch recht alt. Bei Mozorov sehe ich jemanden mit Zukunft, der aber auch nicht Grün hinter den Ohren ist. Bei Douglas kommt in der UFC eigentlich auch immer nach einem Win, direkt ein Loss. Sein Win vs. Pirelli nehme ich dazu nicht ernst. Pirrello ist jemand der nicht in die UFC gehört, ja jemand der nicht Mals bei europäischen Regionalevents besonders gut performen hat.

Andrade sah schon wild durchtrainiert beim Weigh-In aus, aber auch Morozov topfit. Wobei er schon sehr glücklich aussah genau das Gewicht gemacht zu haben.
Mozorov by Unanimous Decision ist mein Tipp. Evtl. Sogar mit einer 10-8 Runde dazwischen.



Carlos Ulberg vs Fabio Cherant

Ein Kampf wo ich lange überlegt habe und auch viel recherchiert.

Ulberg einer aus dem City Kickboxing Gym und ein sehr guter Kickboxer. Einer der wenigen der mehr als einmal das King in the Ring Kickbox Turnier gewonnen hat. Die Trainer im City Kickboxing Gym sagen von Ihm er hat den härtesten Kick. Wenn man bedenkt wer dort trainiert, weiß dass das schon was heißt. Ulberg könnte ein neuer Liebling für die UFC werden. Er ist in Neuseeland/Australien als Model bekannt und hat bei einer Reality Show teilgenommen. Dazu war er lange Semi-Profi im Rugby. Also Athlet durch und durch.

Ulbert ist erst kurz im MMA, steht 3-1, wobei man eigentlich nur 2 Fights davon zählen darf. Sein Aufritt in der Contender Series war ordentlich und dann kam die Einladung in die UFC. Dort mit Kennedy Nzechukwu ein ganz schönes Brett für den Auftakt bekommen. Wenn man sich den Fight ansieht, hat Ulberg die 1. Runde komplett dominiert, hat aber zu viel Kraft gelassen. In der 2. Wurde er dann von Kennedy überrannt. Aus meiner Sicht war das eine gute Erfahrung für Ihn, sich seine Kräfte einzusparen. Insbesondere gegen Gegner die einstecken können. Ich denke als Lernprozess war der Kampf daher wichtig. Auch für die Trainer um Ihn nun besser einzustellen. In seinem Gym sind definitiv gute Trainer und Trainingspartner um sich weiterzuentwickeln.

Nun bekommt er mit Fabio Cherant (7-3) einen auch nicht besonders erfahrenen Gegner. Dazu jemand der in der UFC bisher komplett vermöbelt wurde. Mit Alonzo Menifield und William Knight hatte er kein Fallobst, aber auch keine unschlagbaren Gegner. Insbesondere waren das Gegner die ballern können und auch gezeigt haben, dass Cherant Probleme in der Striking Defense hat. Die Steht bei 34%. Dazu 5.57 Strikes pro Minute die er bisher in der UFC kassiert hat. Das ist schon ein Brett. Bisher auch ohne Takedown Erfolg, was ich wiederrum als einzige Siegesmöglichkeit auf Seiten Cherants sehe.

Ulberg dagegen in seinen letzten 2 Kämpfen mit 15.07 Strikes per Minute! Ich glaube, wenn er sich ein bisschen paced und geduldig bleibt, er Cherant spätestens Anfang Runde 2 rausnimmt. Viel wurde auch über Chin Probleme bei Ulberg geredet, aber Cherant hat in seiner ganzen Karriere noch keinen TKO geholt… Ich sehe eher Chin Probleme bei Cherant.
Ein letzter Punkt: Die UFC will definitiv Ulbert gewinnen sehen. Mit Ulbert hat man einen der Aufmerksamkeit bringen könnte, jemand der attraktiv kämpft und Ausstrahlung hat. Man setzt Ihn hier zur Schau und gibt Ihm einen mehr als schlagbaren Gegner.

Zu Guter Letzt hat er eine 8cm Height und 3cm Reach Advantage, was fürs Striking hier durchaus von Vorteil sein sollte. Insbesondere wenn jemand weiß diese auch auszunutzen. Das sollte Ulberg können.

Beim Weigh-In sah Ulberg so aus wie man es von einem Teilzeit Model erwartet. Viel besser austrainiert geht nicht. Cherant sah auch fit aus. Passend zu seinem Nickname Waterbuffalo.



Andrei Arlovski vs. Jared Vanderaa

Arlovski (32-20) ist mittlerweile 43 Jahre alt und hat in den letzten 5 Kämpfen tatsächlich 4-1 Siege geholt. In 5 Wochen wird er 44 Jahre alt... eine absolute Legende in MMA und er bleibt weiterhin sehr aktiv und konkurrenzfähig. Zwar sind die Siege gegen die wirklich schwächsten der HW Division, aber er Grinded dann doch immer mal wieder einen Decision Win in seine Richtung. Durch minimal mehr Volume und hohen Fight IQ weiß er wie er in dem hohen Alter noch über Decision gewinnen kann.

Was er überhaupt nicht mehr hat, ist Finisher Qualität. Weder im Striking noch in Subs. Seit 2015 keinen Kampf vorzeitig gewonnen. Und das gegen wirkliche Boxsäcke wie Struve oder Lins.

Vanderaa (12-6) ist erst seit 2021 in der UFC und steht 1-2. In der Contender Series schnell Hunsucker erledigt, dann mit Spivak ein Brett zu Beginn bekommen. Dort relativ chancenlos. Tafa hat er problemlos dominiert obwohl er einen großen Cut hatte. Danach gegen einen sehr starken Romanov verloren. Seine zwei Niederlagen sind definitiv welche wo auch Arlovski untergehen würde.

Vanderaa würde ich aber nicht auf dem schwachen Niveau von Lins, Sherman oder Carlos Felipe ansiedeln. Tanner Boser hat aus meiner Sicht Arlovski klar besiegt, keine Ahnung was da die Punktrichter gewertet haben. Ich denke ab und an geben die Judges einem Arlovski auch Sympathiepunkte aufgrund seines Veteranenstatus.

Vanderaa hat viel Volume und ist sehr aktiv im Stand-Up. Probleme bekommt er mit diesen wirklich aggressiven Wrestlern. Sobald er einen Takedown kassiert, ist er verloren. Gegen Romanov hat man aber gesehen, dass Vanderaa in Runde 1 ein gutes Stand-Up Game hatte und gute Kondition. Romanov hat den Sieg nicht ohne Probleme erlangt. Vanderaa dagegen scheint sich verbessert zu haben und sollte Gegner unter dem Niveau von Romanov/Spivak besiegen können.

Bei Arlovski sehe ich kein aggressives Wrestling was Vanderaa gefährlich sein könnte. Auch sehe ich hier in dem Matchup kein größeres Volumen bei Arlovski. Vanderra wird nicht wie ein Lins oder Carlos Felipe wegen zu wenig Output Runden knapp verlieren. Ich finde die konditionellen Fähigkeiten von Arlovski werden auch überbewertet. Die letzten Gegner waren so langsam und low volume, dass da gar keine großartigen konditionellen Fähigkeiten nötig waren. Einfach cleveres Fighting hat ausgereicht. Eine KO-Gefahr ging von Felipe, Boser oder Lins nicht aus…

Vanderaa ist nochmal eine Stange schwerer, 2cm größer und insbesondere hat er eine 7 cm längere reach. Vanderaa mit der Power und dem Output sehe ich hier vorne. Dazu 14 Jahre jünger! Also Arlovski in dem Alter und den zuletzt bescheidenen Gegnern als Favorit zu setzen finde ich mutig. Die Quoten müssten aus meiner Sicht genau umgekehrt gesetzt sein. Ich kann mir hier sehr gut einen KO-Sieg von Vanderaa vorstellen.

Vanderaa sah so aus wie ein Heavyweight (Außer Ngannou/Gane) nun mal aussehen. Vollkommen in Ordnung. Am Ende 20 Pfund mehr als Arlovski! Arlovski sieht für einen fast 44-Jährigen wirklich noch Top aus!


Nasrat Haqparast vs. Bobby Green

Schwieriger Fight und ich finde die Quoten fast perfekt gesetzt. Für mich ist Green der Favorit, wobei ich seinen Sieg vs. Iaquinta auch nicht zu hoch bewerten würde. Iaquinta ist nicht in den Fight gegangen um wirklich kompetitiv zu kämpfen. Insbesondere den KO würde ich daher nicht als die Regel bezeichnen. Auch die Niederlage von Haqparast vs. Hooker würde ich nicht zu hoch bewerten. Hooker ist einfach noch mal ein anderes Level und hat Ihn mit Takedowns komplett überrascht.

Normalerweise wird das ein sehr aktiver Fight mit viel Striking. Ich sehe hier aber niemanden KO gehen. Green hatte vor dem Iaquinta KO über 6 Jahre keinen Fight mehr der vorzeitig beendet worden ist. Haqparast traue ich auch nicht zu Green KO zu schlagen.

Für mich der klassische High Volume Fight wo Green in Split Decision gewinnen könnte. Ich denke schon, dass er seien Erfahrung dann in den knappen Runden clever einsetzt.

Beide Fit, wobei Green natürlich noch mal aufgepumpter aussieht. Bei Haqparast sieht man schon, dass der Weight Cut ihm etwas zugesetzt hat. Schnell rauf, schnell runter und zittriger Flex. Aber das ist alles normal bei Ihm.


Kyler Phillips vs. Marcelo Rojo

Ein Fight wo man sich auf dem ersten Blick fragt wieso dieser auf der Main Card landet. Aus meiner Sicht ist es aber klar. Man möchte Kyler Phillips eine Bühne bieten.

Marcelo Rojo (16-7) kam als late replacement vor einem Jahr in die UFC. Dort in einem tollen Schlagabtausch gegen Jourdain Ende der 3. Runde KO gegangen. Seit dem wurde er 3x gebucht, 3x ist der Kampf abgesagt worden. Vorher hat Rojo bei Combate gekämpft, gegen einen Castaneda bspw. verloren. Rojo ist einer mit einem interessanten Fight Style, aus dem Team von Brandon Moreno und hat diesen typischen Mexikanischen High Pressure Style. Und das obwohl er Argentinier ist. Im Endeffekt aber auch niemand von dem man größeres erwarten sollte.

Kyler Phillips (9-2) dagegen ist ein Typ der in der UFC zum Publikumsliebling werden könnte. In DWCS einen KO nach 46sec geholt, in LFA einmal einen spektakulären KO geholt. Seine ersten 3 UFC Fights gewonnen, darunter gegen einen starken und erfahrenen Yadong Song. Zuletzt nicht umstritten gegen Paiva verloren. Das war definitiv ein Draw oder sogar ein 1. Rd Sieg durch Phillips. Paiva war eigentlich nach der ersten Runde KO, danach war Phillips dann durch. Ich denke daraus hat Kyler Phillips gelernt und wird nicht mehr All In in die 1. Runde gehen.

Phillips ist ein guter Striker, kann finishen und ist sehr stark im Grappling. Hier ist dann doch ein Riesen Loch bei Rojo. Auf der Matte wird er komplett chancenlos sein. Auch im striking sehe ich Phillips relativ klar vorne. Macht er keine taktisch fatalen Fehler wie gegen Paiva, dann gewinnt er hier das problemlos. Mit dem MMA Lab als Gym hat er auch ein Gym die Ihm aus dem letzten Loss lernen lassen. Phillips hat eine große Zukunft in der UFC und soll hier einer größeren Öffentlichkeit präsentiert werden. Rojo sollte überfordert sein.

Beim Weigh-In sah Rojo Fit aus, wobei auch sehr abgemagert. Philips auch austrainiert, aber Ihm scheint der Weight-Cut weniger ausgemacht zu haben.


Alexander Hernandez vs. Renato Moicano

Die Quoten finde ich hier gut gesetzt, allerdings interessiert mich eine Prob Bet. Hernandez Sieg in Rd. 1. Und auch das unter 2.5 finde ich gut.

Hernandez geht eigentlich immer direkt für den Kill, ansonsten geht der Kampf dann zumeist auch verloren. Gegen Dober oder Cerrone war er dann so am Ende, dass er in den KO rennt. Ansonsten viele 1st Rd KO Wins von Hernandez. Unter anderem gegen Dariush!


Moicano ist ein starker Gegner, aber auch jemand mit Chin Problemen. Gegen Fiziev und Chan Sung jung in Rd. 1 KO gegangen. Gegen Aldo früh in Runde 2. Moicano ist natürlich sehr gefährlich auf der Matte und kann da auch jederzeit eine Sub holen. Gerade da sehe ich bei Hernandez nach den ersten 5 Minuten eine große Gefahr in die Sub zu rennen.

Für mich gewinnt das Hernandez in Runde 1 via TKO oder Moicano holt sich die Sub in Runde 2.

Moicano hatte beim Weigh-In etwas leere Augen. Das kann schon mal bei einem anstrengenden Cut vorkommen. Immerhin muss er auch (wie er selbst sagt) 30 Pounds cutten… Hernandez sah da irgendwie etwas fitter aus. Aber naja, Moicano weiß schon wie er cutten muss.


Adesanya vs. Whittaker

Kommen wir zum Main-Event. Die Quoten auf den Sieger sind meiner Ansicht nach perfekt gesetzt. Ich gehe schon davon aus das Adesanya wiedergewinnen wird. Whittaker hat nur eine Chance durch einen KO. Die Takedowsn Defense von Adesanya ist zu gut geworden.

Damit kommen wir auch zu meiner Wette. Ich gehe mit dem unter 4.5. Wenn man die letzten Kämpfe beider sieht, könnte man davon ausgehen, dass es hier klar über die Distanz geht. Jedoch sehe ich das anders. Ich habe mir eigentlich vorgenommen in jedem Fight über 25 Minuten, bei einer Line von 4.5 auch das under zu spielen.

Im 1. Kampf der Beiden ist der Kampf schon früh in der 2. Runde zu Ende gegangen. Ich gehe nicht davon aus, dass es wieder so schnell knallt. Ich glaube das Whittaker es nun etwas langsamer angehen wird. Seine Gewinnchance ist klar, über Takedowns. Hier erwarte, dass sich Adesanya nach 50min vs. Blachowicz und Vettori eindeutig weiterentwickelt hat. Insbesondere vs. Vettori war das in Take down Defense klasse. Bei Whittaker kann ich mir vorstellen, dass er sich nach 2-3 Runden komplett mit den Take Down Versuchen zerreibt, dazu noch einige Treffer kassiert und dann verzweifeln wird.

Für Whittaker ist das hier nämlich die letzte Chance im Middleweight, falls Adesanya nicht die Division wechselt. Einen 3. Kampf wird es nach einer weiteren Niederlage nicht mehr geben. Bedeutet irgendwann muss Whittaker All In auf den KO gehen. Rennt dann evtl. selbst in Treffer oder schafft den Upset.

Bei Adesanya sehe ich noch einen anderen Punkt. Adesanya hat an Hype verloren und zwar extrem. Das zeigt sich auch in den PPV Verkäufen. Die Division hat er platt gemacht, eine darüber konnte er nicht überzeugen und ich sehe Ihn auch nicht vs. Glover oder Prochazka bestehen. Leute wie Usman, Chimaev und selbst ein Covington haben Ihn irgendwie überholt.

Seinen Vertrag hat er zwar gerade verlängert, anscheinend mit dem „extra it“. ich denke das bedeutet größere PPV Share. Bedeutet falls er so entlöhnt werden will wie er sich selbst sieht, sollte er noch mal Werbung machen. Die dritte „langweilige“ Demission hintereinander wäre glaube ich nicht förderlich für zukünftige PPV Events.

Adesanya ist fähig Leute auszuknocken (Brunson, Whittaker, Costa), auch Whittaker hat gerade zu Beginn seiner UFC Zeit einige KO wins (u. a. Tavares & Brunson). 22.5 Minuten um vorzeitig den Kampf zu beenden? Her damit!


Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q @ Pin
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q @ Pin
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q @ Pin
2/10 Mozorov + Philips 1,81q @ Pin
2/10 Knight 2,47q @ Pin
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q @ Pin
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
0.5/10 Moicano Win in 2rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
 
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UFC 271



Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q @ Pin
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q @ Pin
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q @ Pin
2/10 Mozorov + Philips 1,81q @ Pin
2/10 Knight 2,47q @ Pin
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q @ Pin
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet (konnte es selbst nicht spielen, morgen bei Agenten drin)
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Unglücklich hier mit Minus rauszugehen. Vanderaa verliert die Split Decision. Kann man in Beide Richtungen geben, seltsam dass sich Arlovski wieder diesen 1% besser durchsetzt.
Mozorov ist einfach nur affig. Der hat nach der 1. Runde eigentlich gewonnen und bricht dann komplett ein…

Knight war aus meiner Sicht die einzige richtig schlechte Wette. Der Typ soll beim Gewichtheben bleiben.

Adesanya vs Whittaker hätte mehrmals vorzeitig beendet werden können. Naja..

Ulberg und das Haqparast / Green Over war problemlos. Moicanos Sub in der 2. Runde rettet mich hier etwas. Im Endeffekt aber wirklich unglücklich, dass das hier mit Minus endet. Mozorov oder Vanderaa hätten absolut auch in meine Richtung laufen können...

Gesamt:
3/10 Vanderaa 2,23q LOST -3
2/10 Adesanya vs Whittaker Under 4.5 Runden 2,01q LOST -2
2/10 Ulberg + Haqparast vs Green Over 2,5 Runden 1,91q WIN +1.82
2/10 Mozorov + Philips 1,81q LOST -2
2/10 Knight 2,47q LOST -2
1/10 Hernandez vs. Moicano Under 2,5 Runden 1,86q WIN +0.85
0.5/10 Hernandez Win in 1rd. 7q @ Unibet LOST -0,5
0.5/10 Moicano Win in 2rd. 7q @ Unibet Win +3.5

Gesamt: -3.33
 
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Reaktionen: Fenomeno und hapax
UFC Fight Night Samstag

Ich halte mich heute ganz kurz da ich noch im Urlaub bin und kaum Zeit habe. Trotzdem habe ich ein paar Sachen im Auge

Johnny Walker vs Jamahal Hill

Walker (18-6) wollte ich nie wieder wetten, weil viel zu wild und große Gefahr in den KO zu rennen. Hill (9-1) finde ich eigentlich stark und sehr talentiert. Gegen Paul Craig hat er mich dann doch sehr enttäuscht und mein Hype für Hill ist etwas zurückgegangen.

Walker hat zwar zuletzt gegen Santos verloren, aber immerhin mal 25min gekämpft und sich taktisch besser verhalten. Er scheint einiges ins Training gelegt zu haben und weiß auch dass er langsam mal wieder liefern muss.

Hill ist hier zurecht der Favorit, jedoch sehe ich Ihn noch als recht unerfahren gegenüber Walker. Walker dazu mit 5cm Height und 7cm Reach Advantage, was seinem Stil entgegenkommen sollte. Ich kann mir vorstellen, dass Walker hier bei Hill die Lichter ausknipsen könnte, wenn er in den ersten 2 Runden nicht wieder wild wird.

Beim Weigh-In sehen beide Fit und motiviert aus. Walker sah sogar noch größer aus als eigentlich gedacht. Für die Odd probiere ich es mal mit Walker…

Jamie Pickett vs Kyle Daukaus

Daukaus (10-2) einer dem man einiges zutraut und die UFC ihm dementsprechend Gegner gegeben hat. Erst Brendan Allen, dazu Hawes und Kevin Holland… Ergebnis waren 2 Decision Niederlagen und ein No Contest. Dazwischen mal gegen Stoltzfus gewonnen, der gehört aber nicht in die UFC. Nun gibt man Ihm wieder jemanden auf Stoltzfus Niveau.

Jamie Picket (13-6) ist so ein Lückenfüller Typ. Der endet irgendwie immer auf irgendeiner Fight Card. Einer der auf UFC Level vs Jordan Wright KO geht… Ansonsten gegen wirklich überschaubare Gegner gekämpft. Siege vs Staropolio und Holmes. Staropoli wird aus der UFC fliegen und gegen Holmes war seine Leistung auch überschaubar. Vor allem war der Kampf erst vor 1 Monat. Dazu über die volle Distanz. Keine Ahnung wieso Pickett den Fight annimmt.

Normalerweise gewinnt Daukaus hier problemlos und ich denke genau das will die UFC auch. Daukaus nach den 2 schwierigen Gegnern mal wieder einen einfacheren zur Entwicklung vor die Flinte setzen.
Daukaus sieht mittlerweile fitter und austrainierter aus. Pickett sieht so wie immer aus – fit. Daukaus mit etwas Height Vorteil, dafür Reach pro Pickett.

David Onama vs Gabriel Benitez

Benitez (22-9) ist ein erfahrener Mann der schon relativ lange in der UFC ist. Dafür aber wenig gerissen hat. Absolute Schrottgegner hat er besiegt, gegen etwas Bessere auch immer haushoch verloren. Es sollte sein letzter Kampf auf seinem Vertrag sein und dementsprechend matched die UFC ihn. Dazu noch mit Weight Miss und katastrophaler körperlichen Form. Erst letzten Mai hat er Gewicht verpasst und der Kampf wurde gecancelled. Nun schon wieder Ich denke der hat auch keine Lust mehr.

Onama (8-1) ist ein junger Mann der in der FAC Serie komplett aufgeräumt hat. Im ersten UFC Fight etwas unbeholfen aussah und gegen Mason Jones verlor. Er hat aber Talent und ist auch noch jung. Die UFC hat Ihm hier einen netten Fight gegeben wo er körperlich komplett überlegen ist mit 7cm height und 8cm reach advantage.

Dazu viel austrainierter und ich denke vom Kopf her eben auch noch motiviert etwas zu erreichen. Benitez sollte raus sein, mental und körperlich. Der Billy Quarantillo Ko hat ihn final gebrochen.

Diana Belbita vs Glora De Paula

Belbita ist erst 25 aber schon 14-6 Kämpfe. In der UFC als erste Fights McCann (short notice).. da natürlich chancenlos. Gegen Jojua etwas überraschend verloren, aber sich dann zuletzt wieder gefangen. Sie ist noch jung und scheint zu lernen.

Gloria De Paula steht 5-4, ist auch erst 26, aber hat bis auf die Contender Series keinen nennenswerten Erfolg. In der UFC in 2 Kämpfen gegen beides Schrottgegner komplett untergegangen. Keine Ahnung wieso der Fight so ausgeglichen quotiert ist? In Brasilien gegen diese aufgestoffte Carnelossi verloren, welche aber auch keine Top UFC Kämpferin ist. Ihre Siege auf Brasilien Regio Ebene kann ich nicht ernst nehmen. Auch gegen eine De Padua hat sie verloren, welche in der UFC von Lipski verprügelt wurde und seitdem sich nicht mehr im MMA traut. Auf der Matte sollte De Paula stärker sein, aber ich vertraue Belbita sich verbessert zu haben.

Zu der ausgeglichenen Odd probiere ich eine viel erfahrenere und auf besseren Niveau schon erfolgreiche Belbita. Allerdings auch nicht viel, da ich von Ihr auch nicht überzeugt bin.

Beim Weigh-In sahen beide gut aus. Belbita wohl etwas überrascht gewesen Gewicht zu machen. Keine Größenvorteile für irgendeine. Belbita mit 5cm reach Vorteil, dafür De Paula muskulöser. Gehe trotzdem small mit Belbita aufgrund der bisher überschaubaren Leistungen von De Paula.

Jonathan Pearce vs Christian Rodriguez

Rodriguez steht zwar 7-0, aber bis auf Cortez in der DWCS nur kompletten Schrott besiegt. Trotz Sieg in der DWCS keinen Vertrag erhalten und das heißt was, wo momentan eh jeder einen dort erhält. Danach dann einen 19-36 Mann geschlagen. Kam nun aus late replacement doch über Umwege in die UFC und kämpft gleich gegen jemanden der in der UFC zuletzt durchaus stark gekämpft hat.

Mit Kamaka III und Omar Morales solide Leute besiegt. 3 seine 4 Niederlagen sind noch von Beginn der Karriere. Danach auch in Bellator zwei Siege gesammelt und wie gesagt 2 in UFC + 1x in DWCS. Eigentlich hätte er gegen den aus meiner Sicht viel stärkeren Lingo antreten sollen, so hat er nun einen einfachen Gegner um seine Win Streak auszubauen.

Pearce hat sich in den letzten Fights extrem weiterentwickelt und ist im Fight Ready MMA Gym auch mit den Top Leuten unterwegs. Cejudo, Korean Zombie etc.

Pearce hat motiviert und austrainiert beim Wiegen ausgesehen. Dazu eine große size advantage. Pearce sollte problemlos hier durchgehen.

Alan Baudot vs Parker Porter

Parker Porter (12-6) hat sich in den letzten 2 Fights echt in der UFC zurechtgefunden und relativ souverän beide Kämpfe gewonnen. Zum Einstieg gegen Chris Daukaus verloren, was man mittlerweile wohl verkraften kann. Wenn man sieht wie weit es Daukaus gebracht hat, war die Niederlage echt zu verkraften. Insbesondere wenn man dann mit 2 souveränen Siegen zurückkommt.

Mit 36 ist er aber auch keiner mehr von dem man sich viel versprechen könnte. Trotzdem ein gefährlicher Mann, mit schnellen Händen der auch auf der Matte immer mal wieder für eine Sub gut.

Baudot (8-2) hat für mich keine Berechtigung in der UFC. Die Niederlage vs Aspinall geschenkt. Vorher aber schon gegen einen Lungiambula chancenlos, welcher in der UFC alles andere als gut ist. 7 seiner Siege ist gegen unfassbar schwache Gegner, 4 davon mit Minus Record und sein Sieg gegen einen „ok“ Gegner war eine Disqualification… Dann zuletzt gegen Nascimento eine gute 1. Runde gehabt um dann aber in der 2. Schnell KO zu gehen. Im Nachhinein NO-Contest wegen Ritalin bei Nascimento… also an für sich hat der Typ einen einzigen Sieg gegen einen guten Gegner, welcher wiederrum ein Disqualification war. In der UFC zweimal vor der 1,5 Line KO gegangen und vor der UFC nach 26 Sekunden gegen einen durchschnittlichen Lungiambula KO gegangen.

Porter ist der viel stärkere MMA Kämpfer, auf dem Boden komplett überlegen und auch im Stand Up nicht chancenlos.

Beim Weigh-In sieht man zwar das Baudot größer ist, aber er sah nicht fit aus und Porter sieht einfach kräftiger aus. Wenn die 1. Runde überstanden wird, dann kann ich mir später eine Sub für Porter vorstellen.

Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q @ Pin
2/10 Parker + Daukaus 1,85q @ Pin
1/10 Belbita 1,78q @ Pin
1/10 Walker 2,87q @ Pin
0,5/10 Porter by Sub 6,38q @ Pin
 
UFC Fight Night Samstag


Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q @ Pin
2/10 Parker + Daukaus 1,85q @ Pin
1/10 Belbita 1,78q @ Pin
1/10 Walker 2,87q @ Pin
0,5/10 Porter by Sub 6,38q @ Pin

Gesamt:
3/10 Onama + Pearce 1,95q = WIN +2.85
2/10 Parker + Daukaus 1,85q = WIN +1.7
1/10 Belbita 1,78q = LOST -1
1/10 Walker 2,87q = LOST -1
0,5/10 Porter by Sub 6,38q = LOST -0.5


Seltsames Event. Also Onama hat mir Angst gemacht, doch dann haut er Benitez komplett weg. Die Kicks die er vorher gefressen hat, frisst er wahrscheinlich nicht noch mal 5 Minuten. Pearce war eigentlich haushoch besser, aber scrambled doch immer wieder in gefährliche Situationen. Gegen einen besseren Gegner geht das schief.

Porter Parker puh, also ich habe Ihn auch 29-28 vorne gesehen, aber das hätte auch schief gegen können. Daukaus dafür komplett souverän. Pickett wohl der erste der freiwillig bei noch 1 Sekunde abklopft.

Belbita dann andersherum, da habe ich sie 28-29 verlieren gesehen, aber ich denke man hätte Ihr auch eine Runde mehr geben können. In der 1. Runde aber viel zu wenig gemacht, daher auch richtigerweise verloren. Die muss noch einiges lernen.

Walker schläft schon bei einfachen Schlägen im Stand ein. Das Chin ist glaube ich irreparabel lost.

Gesamt: +2.05
 
UFC Fight Night Samstag/ Bellator Freitag

Islam Makhachev vs Bobby Green

Makhachev (21-1) ist der Boogie-Man der Divison. Niemand will gegen Ihn kämpfen und man spricht quasi vom neuen Khabib. Passend dazu das Khabib hier auch Trainer ist. Ich glaube auch Makhachev wird irgendwann den Titel holen und er ist in dem Kampf natürlich großer Favorit. Normalerweise hätte er gegen Dariush kämpfen sollen, wo ich Ihn auch gerne mal gesehen hätte. Dariush wäre mit Sicherheit der overall bisher stärkste Gegner für Ihn gewesen. Insbesondere wenn es auf das Ringen ankommt, aber auch von der Erfahrung her.

Nun kommt mit Bobby Green (29-12-1) ein late replacement und wenn man sich die Quoten anschaut ein absoluter Außenseiter. Makhachev hatte letztens mit Hooker auch ein late replacement war aber dort sogar weniger hoch Favorit. Ich habe es damals mit Hooker probiert und wenn ich damals auf Hooker war, muss ich jetzt erst recht auf Green.

Ja, evtl. ist es herausgeschmissenes Geld, aber ich sehe Green als noch unangenehmer wie damals Hooker. Green ist ein absoluter UFC Veteran, welcher sich in den letzten Kämpfen echt wieder erfunden hat. Er hat alles gekämpft was es gibt: James Krause, Barboza, Poirier, Guida, Moises, Fiziev, Iaquinta. Er ist sehr schwierig zu kämpfen, da sein Stil recht ungewöhnlich ist. Er hat schnelle Hände, sehr viel Output und mittlerweile auch endlich etwas Schlagstärke. Was er aber auch ist und viele vergessen, ein sehr guter Wrestler. Und hier ist der Punkt der mich positiv stimmt. Im Gegensatz zu Hooker glaube ich kann er im Duell auf der Matte viel besser mithalten und hat auch eine viel bessere Takedown Defense.

Wo sehe ich die Siegmöglichkeiten für Green? Nicht auf der Matte, da wird er trotz guten Wrestlings und Grappling Skills unterlegen sein, aber im Striking. Ich glaube, wenn er eine gute Takedown Defense liefert, könnte erd sich 2-3 Runden durch mehr Output holen. Seine Takedown Defense ist mit 72% über die langen Jahre, gegen so gute Gegner sehr gut. Im Schnitt kassiert er in 15 Min 1.22 Takedowns. Rechnen wir auf 5 Runden hoch + Islam Bonus sagen wir 2,5 bis 3 Takedowns. Ist für mich genau an dem Punkt wo ich mir vorstellen kann, dass er eben nur 2 Runden gepackt und auf dem Boden dominiert wird. Klar, es kann auch 3x sein oder noch mehr. Er kann auch submissed werden. Aber ich sehe es nicht so eindeutig wie die Odds sagen. Dazu hat Green ein sehr gutes Get Up Game und bleibt normalerweise nicht so lange auf der Matte. Auch ist Bobby Green eine Konditionsmaschine und die 5 Runden sollten Ihm entgegenkommen. Klar, der Gegner ist hier noch mal eine Klasse besser, aber ich sehe Chancen.

Mit 5,93 Significant Strikes Landed per Minute ist das schon Bombe. Im Gegensatz dazu die 2,21 Significant Strikes Landed per Minute schon eine Menge weniger. Wobei Islam natürlich auch bisher viel weniger als ein Green getroffen wird bzw. in den Schlagabtausch geht.
Was ich aber auf jeden Fall glaube ist, dass Green hier nicht wie Hooker sofort platt wie eine Flunder liegt. Er hat durability, er weiß wie er sich zu bewegen hat, er hat gute Takedown Defense. Ich denke der Kampf wird sich länger hinziehen.

Zusammengefasst: Ich gebe Green die Chance über die volle Distanz 2-3 Runden über das Striking zu dominieren. Green hat in seiner Karriere mehr als doppelt so viel Cage Time als Islam und könnte da evtl. in den engen Runden auch das richtige machen um zu Punkten. Er hat sich in den letzten 2 Fights super präsentiert und ist sehr beliebt. Es wäre auch eine absolute Underdog Story für die UFC, wenn er nun durch einen Short-Notice Win gegen den Boogie Man in einen Title Fight kommt. Für die UFC eigentlich ein Traum im Vergleich zu dem recht „langweiligen“ Makhachev.


Joel Alvarez vs Arman Tsarukyan

Alvarez (19-2) ist jemand von dem viele sich einiges versprechen und er hat bisher geliefert. In der UFC steht er 4-1, davon nur seinen 1. Kampf verloren. Danach 4x vorzeitig den Sieg geholt. Gerade gegen jemanden wie Thiago Moises war das schon ein Ausrufezeichen. Insbesondere, da er diesmal im Striking gewonnen hat. Alvarez ist nämlich ansonsten ein absoluter Dominator mit Submissions. In seinem letzten Kampf hat mir wirklich sein Striking gefallen und man konnte Verbesserungen erkennen. Er hat den Gegner gestalked und war viel weniger im Rückwärtsgang. Durch Kicks konnte er sich Platz und Respekt verschaffen und er war nicht mehr komplett auf seine Submissions angewiesen.

Bei seinem letzten Kampf hat er wie schon davor sein Gewicht verpasst, was bei seiner Größe aber keine Überraschung ist. Mit 191cm ist er für ein Leichtgewicht unfassbar groß. Dazu die 196cm reach welche für wirklich jeden sehr unangenehm zu kämpfen ist.

Tsarukyan (17-2) hat einen ähnlichen Verlauf wie Alvarez. Steht 4-1 in der UFC und bis auf sein Debut gegen Makhachev alle anderen problemlos besiegt. Er hat Karate Style Striking, guten Jab und gute Left Hook. Aber vor allem ist er ein sehr starker Striker mit guten GnP. Ab und zu verliert er sich in ein paar schlechten Positionen beim scramble, kommt dann aber durch seine Aktivität wieder heraus. Hier könnte es aber zu Problemen kommen, wenn einer mal seine schlechte Position richtig packt. Was Tsarukyan definitiv hat ist eine gute Kondition. Er kann problemlos einen Kampf auch über mehrere Runden bestimmen.

Bei seinem letzten Kampf hat er dazu in der UFC zum wiederholten Male einen richtigen Schlag fressen müssen. Frevola hat ihn in Rd. 1 angeklingelt, ähnliches habe ich vorher schon gesehen. Auch da ist er anfällig und muss nur mal von dem „Richtigen“ getroffen werden.

Den „Richtigen“ sehe ich in Alvarez. Er hat sich im Striking extrem verbessert und ist auf der Matte weiterhin brandgefährlich. Gerade mit seiner Größe ist er schwer zu packen und hat selbst vom Rücken aus noch mal ganz andere Optionen sich zu befreien oder selbst zu attackieren.

Tsarukyan hat so einen großen Gegner noch nie gekämpft und ist selbst eben auch erst 25 Jahre alt. So etwas könnte nun eine neue Erfahrung sein. Alvarez ist nicht nur irgendeiner der 21cm größer ist und 12cm mehr Reach hat, nein er hat auch großes Talent und ist im Striking, wie auch in Submissions brandgefährlich. Thiago Moises meinte nach seinem Fight, dass er noch nie so einen körperlich starken Gegner wie Alvarez gekämpft hat. Und Thiago Moises hat Leute wie Dariush, Bobby Green, Michael Johnson, Ismagulov oder Makhachev gekämpft!

Für mich ist das ein 50/50 Fight, wobei ich sogar bei 50/50 Quotierung pro Alvarez setzen würde. Ich gehe sogar davon aus, dass Alvarez wieder sein Gewicht verpasst. Aber ich gehe definitiv mit Alvarez. Ich bin sehr überzeugt von seinem Talent und seinen Größenvorteilen, daher gehe ich mit Freude auf Alvarez. Die Quotierung könnte eine Falle sein, aber bei der Quote muss ich es auch etwas höher probieren. Gewinnt er das, wird er gegen gleichwertige Gegner nicht mehr als Außenseiter quotiert.


Misha Cirkunov vs Wellington Turman

Wellington Turman (17-5) wollte ich schon vor paar Wochen gegen Viera layen und das werde ich nun erst recht.

Wellington Turman gehört für mich niemals in die UFC. Ist da wohl nur noch, weil er ein guter Freund von Glover Texeira ist. Ansonsten kaum zu erklären. Seine sportlichen Leistungen waren absolut überschaubar. Niederlagen vs Roberson, Andrew Sanchez…., Bruno Silva und zuletzt ein Split Decision Win gegen Dauer Verlierer Sam Alvey. Dort dann großartig aufgefallen durch unendlich Eye-Pokes. So wie er mit offener Schlaghand kämpft, wird Ihm auch hier wieder ein Punkt abgezogen. Wellington hat zwar ordentliches Grappling, aber ansonsten könnte er Cirkunov höchstens gefährlich werden, wenn dieser schlecht in Form ist.

Cirkunov (15-7) ist ein absolutes Kraftpaket, allerdings zuletzt mit einigen Problemen. In den letzten 7 Kämpfen ganze 5 Niederlagen. Jedoch wirklich gegen gute Leute gekämpft wie Özdemir, Glover Texeira, Walker (damals noch vielversprechend) und selbst Spann + Jotko zuletzt sind alle besser als Wellington. Die Split Decision vs Jotko war dazu sehr umstritten. In der UFC schon einen Jimmy Crute, Krylov oder Cutelaba besiegt. Trotz „nur“ 14-7 Kämpfe sind davon eben auch schon 11 in der UFC gewesen.

Bei den Statistiken ist Misha in jeder Statistik besser als Wellington. Nur die Takedown Defense ist bei Wellington bei 100%. Bei Misha „nur“ 70%. Misha ist erfahrener, hat die besseren Gegner gekämpft und besiegt, hat das bessere Skillset und ist zu guter Letzt auch noch 8cm größer und hat eine 13cm längere reach.

Seine Probleme sind gegen Leute die direkt in Rd 1 Vollgas auf ein Finish gehen. Bei Wellington sehe ich aber überhaupt keine KO Power, dazu ist er bei solchen überschwänglichen ersten Runden bisher selbst zweimal in den KO gerannt. Misha ist natürlich nun eine Gewichtsklasse niedriger, daher könnte er etwas an Kondition verloren haben. Aber Cirkunov ist für mich einfach in allen Bereichen stärker. Einzig ein konditionelles einbrechen von Misha könnte zu Problemen führen.

Alejandro Perez vs Jonathan Martinez

Für mich der sicherste Pick des ganzen Abends. Alejandro Perez (22-8-19) ist ein UFC Veteran. Seit 2014 am Start und mit 8-3-1 auch eine eigentlich gute Statistik. Sein Problem ist, er besiegt den ganzen unteren Durchschnitt oder irgendwelche Newcomer, aber bei einem kleinen Step darüber bekommt er Probleme. Seine meisten Gegner die er besiegt hat, sind auch schnell wieder aus der UFC entfernt worden. Nach seinen zwei Niederlagen vs Stamann und Song Yadong hat er sich erstmal 2 Jahre Pause gegeben und sich anscheinend neu aufgestellt. Zuletzt gegen den erfahrenen, aber schrottigen Eduardo durch Armbar gewinnen können. Er ist physisch stark, schnelle Hände, gutes Wrestling. Mit 32 ist er noch recht jung, aber ich glaube kaum, dass er sich noch zu dem Kämpfer entwickelt welcher den kleinen Step Up gerecht wird.

Martinez (14-4) ist 5 Jahren jünger und hat auch schon 8 UFC Fights in denen er 5-3 steht. Darunter Leute wie Frankie Saenz oder Thomas Almeida besiegt. Auch seine Niederlage gegen Davey Grant war etwas unglücklich, da er Ihn eigentlich in der 1. Rd schon am Wackeln hatte. Martinez kann finishen, hat nasty leg kicks, weiß wie er seine Reichweite ausnutzt, harte punches und eine starke Linke. Im letzten Kampf hatte er über 90 signifikant strikes. Ganz im Gegensatz dazu ist Perez eher zurückhaltend mit seinem Output, besonders in seinen letzten Kämpfen.

In den Statistiken ist Martinez in jeder stärker, außer in Defense/ Takedowns Average ein kaum relevantes bisschen schwächer.
Als das große Problem für Perez in dem Kampf sehe ich, dass er immer seine linke fallen lässt. Gerade bei dem Orthodox vs Southpaw Matchup inkl. der starken Linken von Martinez könnte es zu großen Problemen für Perez kommen. Der starke inside Lowkick von Martinez sollte bei den beiden Stances auch zu Problemen für Perez führen. Insbesondere bei diesen relativ langen Stances von Perez. Ich sehe mehrere heftige Inside Kicks und linke punches von Martinez treffen und irgendwann einen TKO pro Martinez.
Ich glaube Martinez ist talentierter, hat das bessere Skillset und ein unangenehmer Gegner. Perez sollte eigentlich drüber sein und ist für das „heutige“ MMA auch nicht mehr auf dem Level. Blind die Kicks fressen plus schlechtes Headmovement kann man sich auf dem Level in 2022 nicht mehr erlauben.
Auch die 5cm height/ 7cm reach Vorteile pro Martinez sollten bei dem ganzen Matchup für sich sprechen. Die Quote ist leider dementsprechend niedrig.

Lee Hammond vs Jamie Hay (Bellator Freitagabend)

Bellator ist am Freitag in Dublin. Passend zu Dublin wird die Stimmung mega sein und absolut pro Irische Kämpfer.
Hier gibt es im Prelim aus meiner Sicht einen Set-Up Fight für ein Talent vor eigenem Publikum. Lee Hammond ist Teamkollege von McGregor aus dem SBG Gym. Früherer IMMAF (Amateur) World Champion und BJJ Brown Belt. In seiner Jugend war er ein BJJ Phänomen auf der Insel und hat McGregor aktiv beim BJJ Training unterstützt. In seiner Amateurzeit war Vize Europameister und wie erwähnt Weltmeister. Im 1. MMA Profi Kampf durch KO/TKO gegen einen 4-0 Typen gewonnen. Solche Gegner als 1. Profi Fight bekommen die Wenigsten. Nun mit Jamie Hay (2-0) einen Engländer mit wenig MMA Erfahrung und zwei Siegen gegen 0-5 und 0-7. Mich würde es wundern, wenn der Kampf länger als 10 Minuten gehen würde. Jamie Hay dazu noch Gewicht verpasst. Der weiß selbst, dass das eine Hinrichtung wird.

Jose Sanchez vs Khasan Magomedsharipov (Bellator Freitagabend)

Keine Ahnung woher und wieso Bellator hier diesen Sanchez in so einen Kampf lässt. Dazu auf der Main Card… Sanchez steht zwar 11-1, aber auf Events die keine Relevanz haben, gegen Gegner ohne Relevanz. Gegen den ersten Gegner mit etwas besserer Statistik ging er sofort verloren. Aber auch gegen einen der auf GMC Ebene gegen einen Saba Bolaghi verliert. Vor der Niederlage war Sanchez zwei Jahre raus und ich glaube er hätte raus bleiben sollen.
Khasan ist der klassische Dagestani und nebenbei Zabits Bruder. Steht 6-0, hat im 1. Bellator Fight durch GnP gewonne. Vorher in der in Russland durchaus guten AMC Organisation gewonnen. Mit 21 noch sehr jung, aber gilt als Toptalent. Hat Height/Reach Vorteil. Der Kampf gilt als Showcase für Khasan und Sanchez ist hier nur eingekauft worden um für ein bisschen Internationalität zu sorgen. Von Magomedsharipov erwarten viele einiges in Zukunft, ich bin gespannt wann er mal gegen einen wirklich soliden Gegner ran darf.

Gesamt:

4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin
 
UFC Fight Night Samstag/ Bellator Freitag

Islam Makhachev vs Bobby Green

Makhachev (21-1) ist der Boogie-Man der Divison. Niemand will gegen Ihn kämpfen und man spricht quasi vom neuen Khabib. Passend dazu das Khabib hier auch Trainer ist. Ich glaube auch Makhachev wird irgendwann den Titel holen und er ist in dem Kampf natürlich großer Favorit. Normalerweise hätte er gegen Dariush kämpfen sollen, wo ich Ihn auch gerne mal gesehen hätte. Dariush wäre mit Sicherheit der overall bisher stärkste Gegner für Ihn gewesen. Insbesondere wenn es auf das Ringen ankommt, aber auch von der Erfahrung her.

Nun kommt mit Bobby Green (29-12-1) ein late replacement und wenn man sich die Quoten anschaut ein absoluter Außenseiter. Makhachev hatte letztens mit Hooker auch ein late replacement war aber dort sogar weniger hoch Favorit. Ich habe es damals mit Hooker probiert und wenn ich damals auf Hooker war, muss ich jetzt erst recht auf Green.

Ja, evtl. ist es herausgeschmissenes Geld, aber ich sehe Green als noch unangenehmer wie damals Hooker. Green ist ein absoluter UFC Veteran, welcher sich in den letzten Kämpfen echt wieder erfunden hat. Er hat alles gekämpft was es gibt: James Krause, Barboza, Poirier, Guida, Moises, Fiziev, Iaquinta. Er ist sehr schwierig zu kämpfen, da sein Stil recht ungewöhnlich ist. Er hat schnelle Hände, sehr viel Output und mittlerweile auch endlich etwas Schlagstärke. Was er aber auch ist und viele vergessen, ein sehr guter Wrestler. Und hier ist der Punkt der mich positiv stimmt. Im Gegensatz zu Hooker glaube ich kann er im Duell auf der Matte viel besser mithalten und hat auch eine viel bessere Takedown Defense.

Wo sehe ich die Siegmöglichkeiten für Green? Nicht auf der Matte, da wird er trotz guten Wrestlings und Grappling Skills unterlegen sein, aber im Striking. Ich glaube, wenn er eine gute Takedown Defense liefert, könnte erd sich 2-3 Runden durch mehr Output holen. Seine Takedown Defense ist mit 72% über die langen Jahre, gegen so gute Gegner sehr gut. Im Schnitt kassiert er in 15 Min 1.22 Takedowns. Rechnen wir auf 5 Runden hoch + Islam Bonus sagen wir 2,5 bis 3 Takedowns. Ist für mich genau an dem Punkt wo ich mir vorstellen kann, dass er eben nur 2 Runden gepackt und auf dem Boden dominiert wird. Klar, es kann auch 3x sein oder noch mehr. Er kann auch submissed werden. Aber ich sehe es nicht so eindeutig wie die Odds sagen. Dazu hat Green ein sehr gutes Get Up Game und bleibt normalerweise nicht so lange auf der Matte. Auch ist Bobby Green eine Konditionsmaschine und die 5 Runden sollten Ihm entgegenkommen. Klar, der Gegner ist hier noch mal eine Klasse besser, aber ich sehe Chancen.

Mit 5,93 Significant Strikes Landed per Minute ist das schon Bombe. Im Gegensatz dazu die 2,21 Significant Strikes Landed per Minute schon eine Menge weniger. Wobei Islam natürlich auch bisher viel weniger als ein Green getroffen wird bzw. in den Schlagabtausch geht.
Was ich aber auf jeden Fall glaube ist, dass Green hier nicht wie Hooker sofort platt wie eine Flunder liegt. Er hat durability, er weiß wie er sich zu bewegen hat, er hat gute Takedown Defense. Ich denke der Kampf wird sich länger hinziehen.

Zusammengefasst: Ich gebe Green die Chance über die volle Distanz 2-3 Runden über das Striking zu dominieren. Green hat in seiner Karriere mehr als doppelt so viel Cage Time als Islam und könnte da evtl. in den engen Runden auch das richtige machen um zu Punkten. Er hat sich in den letzten 2 Fights super präsentiert und ist sehr beliebt. Es wäre auch eine absolute Underdog Story für die UFC, wenn er nun durch einen Short-Notice Win gegen den Boogie Man in einen Title Fight kommt. Für die UFC eigentlich ein Traum im Vergleich zu dem recht „langweiligen“ Makhachev.


Joel Alvarez vs Arman Tsarukyan

Alvarez (19-2) ist jemand von dem viele sich einiges versprechen und er hat bisher geliefert. In der UFC steht er 4-1, davon nur seinen 1. Kampf verloren. Danach 4x vorzeitig den Sieg geholt. Gerade gegen jemanden wie Thiago Moises war das schon ein Ausrufezeichen. Insbesondere, da er diesmal im Striking gewonnen hat. Alvarez ist nämlich ansonsten ein absoluter Dominator mit Submissions. In seinem letzten Kampf hat mir wirklich sein Striking gefallen und man konnte Verbesserungen erkennen. Er hat den Gegner gestalked und war viel weniger im Rückwärtsgang. Durch Kicks konnte er sich Platz und Respekt verschaffen und er war nicht mehr komplett auf seine Submissions angewiesen.

Bei seinem letzten Kampf hat er wie schon davor sein Gewicht verpasst, was bei seiner Größe aber keine Überraschung ist. Mit 191cm ist er für ein Leichtgewicht unfassbar groß. Dazu die 196cm reach welche für wirklich jeden sehr unangenehm zu kämpfen ist.

Tsarukyan (17-2) hat einen ähnlichen Verlauf wie Alvarez. Steht 4-1 in der UFC und bis auf sein Debut gegen Makhachev alle anderen problemlos besiegt. Er hat Karate Style Striking, guten Jab und gute Left Hook. Aber vor allem ist er ein sehr starker Striker mit guten GnP. Ab und zu verliert er sich in ein paar schlechten Positionen beim scramble, kommt dann aber durch seine Aktivität wieder heraus. Hier könnte es aber zu Problemen kommen, wenn einer mal seine schlechte Position richtig packt. Was Tsarukyan definitiv hat ist eine gute Kondition. Er kann problemlos einen Kampf auch über mehrere Runden bestimmen.

Bei seinem letzten Kampf hat er dazu in der UFC zum wiederholten Male einen richtigen Schlag fressen müssen. Frevola hat ihn in Rd. 1 angeklingelt, ähnliches habe ich vorher schon gesehen. Auch da ist er anfällig und muss nur mal von dem „Richtigen“ getroffen werden.

Den „Richtigen“ sehe ich in Alvarez. Er hat sich im Striking extrem verbessert und ist auf der Matte weiterhin brandgefährlich. Gerade mit seiner Größe ist er schwer zu packen und hat selbst vom Rücken aus noch mal ganz andere Optionen sich zu befreien oder selbst zu attackieren.

Tsarukyan hat so einen großen Gegner noch nie gekämpft und ist selbst eben auch erst 25 Jahre alt. So etwas könnte nun eine neue Erfahrung sein. Alvarez ist nicht nur irgendeiner der 21cm größer ist und 12cm mehr Reach hat, nein er hat auch großes Talent und ist im Striking, wie auch in Submissions brandgefährlich. Thiago Moises meinte nach seinem Fight, dass er noch nie so einen körperlich starken Gegner wie Alvarez gekämpft hat. Und Thiago Moises hat Leute wie Dariush, Bobby Green, Michael Johnson, Ismagulov oder Makhachev gekämpft!

Für mich ist das ein 50/50 Fight, wobei ich sogar bei 50/50 Quotierung pro Alvarez setzen würde. Ich gehe sogar davon aus, dass Alvarez wieder sein Gewicht verpasst. Aber ich gehe definitiv mit Alvarez. Ich bin sehr überzeugt von seinem Talent und seinen Größenvorteilen, daher gehe ich mit Freude auf Alvarez. Die Quotierung könnte eine Falle sein, aber bei der Quote muss ich es auch etwas höher probieren. Gewinnt er das, wird er gegen gleichwertige Gegner nicht mehr als Außenseiter quotiert.


Misha Cirkunov vs Wellington Turman

Wellington Turman (17-5) wollte ich schon vor paar Wochen gegen Viera layen und das werde ich nun erst recht.

Wellington Turman gehört für mich niemals in die UFC. Ist da wohl nur noch, weil er ein guter Freund von Glover Texeira ist. Ansonsten kaum zu erklären. Seine sportlichen Leistungen waren absolut überschaubar. Niederlagen vs Roberson, Andrew Sanchez…., Bruno Silva und zuletzt ein Split Decision Win gegen Dauer Verlierer Sam Alvey. Dort dann großartig aufgefallen durch unendlich Eye-Pokes. So wie er mit offener Schlaghand kämpft, wird Ihm auch hier wieder ein Punkt abgezogen. Wellington hat zwar ordentliches Grappling, aber ansonsten könnte er Cirkunov höchstens gefährlich werden, wenn dieser schlecht in Form ist.

Cirkunov (15-7) ist ein absolutes Kraftpaket, allerdings zuletzt mit einigen Problemen. In den letzten 7 Kämpfen ganze 5 Niederlagen. Jedoch wirklich gegen gute Leute gekämpft wie Özdemir, Glover Texeira, Walker (damals noch vielversprechend) und selbst Spann + Jotko zuletzt sind alle besser als Wellington. Die Split Decision vs Jotko war dazu sehr umstritten. In der UFC schon einen Jimmy Crute, Krylov oder Cutelaba besiegt. Trotz „nur“ 14-7 Kämpfe sind davon eben auch schon 11 in der UFC gewesen.

Bei den Statistiken ist Misha in jeder Statistik besser als Wellington. Nur die Takedown Defense ist bei Wellington bei 100%. Bei Misha „nur“ 70%. Misha ist erfahrener, hat die besseren Gegner gekämpft und besiegt, hat das bessere Skillset und ist zu guter Letzt auch noch 8cm größer und hat eine 13cm längere reach.

Seine Probleme sind gegen Leute die direkt in Rd 1 Vollgas auf ein Finish gehen. Bei Wellington sehe ich aber überhaupt keine KO Power, dazu ist er bei solchen überschwänglichen ersten Runden bisher selbst zweimal in den KO gerannt. Misha ist natürlich nun eine Gewichtsklasse niedriger, daher könnte er etwas an Kondition verloren haben. Aber Cirkunov ist für mich einfach in allen Bereichen stärker. Einzig ein konditionelles einbrechen von Misha könnte zu Problemen führen.

Alejandro Perez vs Jonathan Martinez

Für mich der sicherste Pick des ganzen Abends. Alejandro Perez (22-8-19) ist ein UFC Veteran. Seit 2014 am Start und mit 8-3-1 auch eine eigentlich gute Statistik. Sein Problem ist, er besiegt den ganzen unteren Durchschnitt oder irgendwelche Newcomer, aber bei einem kleinen Step darüber bekommt er Probleme. Seine meisten Gegner die er besiegt hat, sind auch schnell wieder aus der UFC entfernt worden. Nach seinen zwei Niederlagen vs Stamann und Song Yadong hat er sich erstmal 2 Jahre Pause gegeben und sich anscheinend neu aufgestellt. Zuletzt gegen den erfahrenen, aber schrottigen Eduardo durch Armbar gewinnen können. Er ist physisch stark, schnelle Hände, gutes Wrestling. Mit 32 ist er noch recht jung, aber ich glaube kaum, dass er sich noch zu dem Kämpfer entwickelt welcher den kleinen Step Up gerecht wird.

Martinez (14-4) ist 5 Jahren jünger und hat auch schon 8 UFC Fights in denen er 5-3 steht. Darunter Leute wie Frankie Saenz oder Thomas Almeida besiegt. Auch seine Niederlage gegen Davey Grant war etwas unglücklich, da er Ihn eigentlich in der 1. Rd schon am Wackeln hatte. Martinez kann finishen, hat nasty leg kicks, weiß wie er seine Reichweite ausnutzt, harte punches und eine starke Linke. Im letzten Kampf hatte er über 90 signifikant strikes. Ganz im Gegensatz dazu ist Perez eher zurückhaltend mit seinem Output, besonders in seinen letzten Kämpfen.

In den Statistiken ist Martinez in jeder stärker, außer in Defense/ Takedowns Average ein kaum relevantes bisschen schwächer.
Als das große Problem für Perez in dem Kampf sehe ich, dass er immer seine linke fallen lässt. Gerade bei dem Orthodox vs Southpaw Matchup inkl. der starken Linken von Martinez könnte es zu großen Problemen für Perez kommen. Der starke inside Lowkick von Martinez sollte bei den beiden Stances auch zu Problemen für Perez führen. Insbesondere bei diesen relativ langen Stances von Perez. Ich sehe mehrere heftige Inside Kicks und linke punches von Martinez treffen und irgendwann einen TKO pro Martinez.
Ich glaube Martinez ist talentierter, hat das bessere Skillset und ein unangenehmer Gegner. Perez sollte eigentlich drüber sein und ist für das „heutige“ MMA auch nicht mehr auf dem Level. Blind die Kicks fressen plus schlechtes Headmovement kann man sich auf dem Level in 2022 nicht mehr erlauben.
Auch die 5cm height/ 7cm reach Vorteile pro Martinez sollten bei dem ganzen Matchup für sich sprechen. Die Quote ist leider dementsprechend niedrig.

Lee Hammond vs Jamie Hay (Bellator Freitagabend)

Bellator ist am Freitag in Dublin. Passend zu Dublin wird die Stimmung mega sein und absolut pro Irische Kämpfer.
Hier gibt es im Prelim aus meiner Sicht einen Set-Up Fight für ein Talent vor eigenem Publikum. Lee Hammond ist Teamkollege von McGregor aus dem SBG Gym. Früherer IMMAF (Amateur) World Champion und BJJ Brown Belt. In seiner Jugend war er ein BJJ Phänomen auf der Insel und hat McGregor aktiv beim BJJ Training unterstützt. In seiner Amateurzeit war Vize Europameister und wie erwähnt Weltmeister. Im 1. MMA Profi Kampf durch KO/TKO gegen einen 4-0 Typen gewonnen. Solche Gegner als 1. Profi Fight bekommen die Wenigsten. Nun mit Jamie Hay (2-0) einen Engländer mit wenig MMA Erfahrung und zwei Siegen gegen 0-5 und 0-7. Mich würde es wundern, wenn der Kampf länger als 10 Minuten gehen würde. Jamie Hay dazu noch Gewicht verpasst. Der weiß selbst, dass das eine Hinrichtung wird.

Jose Sanchez vs Khasan Magomedsharipov (Bellator Freitagabend)

Keine Ahnung woher und wieso Bellator hier diesen Sanchez in so einen Kampf lässt. Dazu auf der Main Card… Sanchez steht zwar 11-1, aber auf Events die keine Relevanz haben, gegen Gegner ohne Relevanz. Gegen den ersten Gegner mit etwas besserer Statistik ging er sofort verloren. Aber auch gegen einen der auf GMC Ebene gegen einen Saba Bolaghi verliert. Vor der Niederlage war Sanchez zwei Jahre raus und ich glaube er hätte raus bleiben sollen.
Khasan ist der klassische Dagestani und nebenbei Zabits Bruder. Steht 6-0, hat im 1. Bellator Fight durch GnP gewonne. Vorher in der in Russland durchaus guten AMC Organisation gewonnen. Mit 21 noch sehr jung, aber gilt als Toptalent. Hat Height/Reach Vorteil. Der Kampf gilt als Showcase für Khasan und Sanchez ist hier nur eingekauft worden um für ein bisschen Internationalität zu sorgen. Von Magomedsharipov erwarten viele einiges in Zukunft, ich bin gespannt wann er mal gegen einen wirklich soliden Gegner ran darf.

Gesamt:

4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin


Was eine scheisse mit Cirkunov. Der Typ geht mit 1.15 Live Quote in die 2. Runde, hätte schon in der 1. Runde finishen können und gerät dann aus unmöglicher Position in eine Submission. Das ist sowas von unglücklich und haut den Abend Fett ins Minus. Die Wette war definitiv richtig und pures Pech.

Auf Green und Alvarez war dagegen eine absolut unsinnige Bet. Beide sowas von chancenlos. Makhachev soll nun bitte endlich den Title Fight bekommen.

Martinez, Hammond, Magomedsharipov war alles easy, zu der Odd aber auch zu erwarten. Mich stört Cirkunov, weil es eigentlich win war. Passiert letzte Zeit häufiger, dass mein Mann in Runde 1 kurz vorm Sieg ist und dann in irgendwas unmögliches reinrennt. Affig.


4/10 Martinez + Hammond + Magomedsharipov 1,64q @ Pin = WIN +2,56
3/10 Alvarez 2,8q @ Pin = LOST -3
3/10 Cirkunov 1,8q @ Pin = LOST - 3
1,5/10 Green vs Makhachev über 2,5 Rd 2q @ Pin = LOST -1.5
0,5/10 Bobby Green 6,9q @ Pin = LOST -0.5

Gesamt -5,44
 
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Reaktionen: Reeder18 und hapax
UFC 272

Das Cirkunov Ding schlägt mir immer noch schwer im Magen, aber es muss weitergehen. Die Card hat es durchaus in sich und damit meine ich nicht nur das langersehnte Hassduell Covington vs Masvidal. Bei dem Fight sehe ich Colby vorne, jedoch ist die Quote zu gering. Einem Masvidal traue ich auch zu Colby auszuknocken. Allgemein halte ich aber nicht mehr viel von Masvidal, daher auch keine Außenseiterbet auf Ihn. Bryce Mitchell vs Barboza finde ich auch mega interessant, aber irgendwie untippbar. Dos Anjos sollte Favorit sein, aber auch hier schwierig für mich zu setzen.


Dustin Jacoby vs Michal Oleksiejczuk


Jacoby (16-5-1) ist ein exzellenter Muay Thai Kickboxer und Striker. Er hat große Erfahrung in Glory gesammelt. Seit 3-4 Jahren konzentriert er sich nur noch auf MMA, vorher war das ein Misch Masch, nachdem er in Bellator doch teilweise alt aussah. In der UFC dann jetzt recht spät am Durchstarten mit 4 Siegen und einem Unentschieden. Zwar war er 2011 für 2 Kämpfe schon in der UFC, damals aber mit sehr rudimentären MMA Skills und auch 2 klaren Niederlagen. Er ist also schon richtig lange im Fight Game, aber auch erst 33 Jahre alt. Seine MMA Skills sind mittlerweile besser, trotzdem lebt er komplett vom Striking bzw. besonders seinen harten Kicks. Probleme sind dann bei Ihm Wrestler als Gegner.


Michal (16-4) ist mit vielen Versprechungen in die UFC gekommen, hat auch teilweise geliefert um dann gegen einen schwachen St.Preux komplett zu versagen. Gegen Jimmy Crute kam direkt die nächste Niederlage. Zuletzt sich gefangen. Gegen Bukauskas war es eine umstrittene Split Decision pro Michal. Macht Bukauskas da ein wenig mehr, dann verliert Michal. Gegen Gamzatov dann einen schon überraschenden KO-Sieg in Rd. 1 geholt. Michal ist kein guter Wrestler, sondern einer der direkt in der 1. Runde ein Feuerwerk abfeuert. Danach wird es meistens weniger und der Output lässt teilweise komplett nach.


Da Jacoby hier keinen Wrestler oder jemanden mit soliden Ground Game als Gegner hat, muss er keine Angst vor Takedowns haben. Sein Spezialgebiet ist im Striking, da ist Michal gefährlich in der 1. Runde, aber darüber hinaus sollte Jacoby eine bessere Kondition, wie auch viel mehr Output haben. Auch denke ich, kann er Michal zu Beginn der 1. Runde mit paar Leg oder Body Kicks direkt verlangsamen.
Michal ist dazu ganze 7cm kleiner und hat eine 10cm kleinere Reach. Gerade ein exzellenter Kickboxer wie Jacoby sollte das problemlos ausboxen. Die Statistiken sind im Endeffekt alle sehr ähnlich. Striking Accuracy etwas besser bei Michal, dafür Strikes Landed per Min 0,4 pro Jacoby. Grappling Stats kann man außen vr lassen bei dem Kampf.


Ein reines Striking Match, plus der Height/Reach advantage sollte klar pro Jacoby ausgehen, da hat er auch viel mehr Erfahrung und zeigt zuletzt auch, dass mit Ihm im MMA zu rechnen ist. Beim Weigh in beide in Ordnung. Michal etwas unaustrainiert, aber so sieht der immer aus.




Ludovit Klein vs Devonte Smith


Ein Kampf wo es bei beiden wohl um eine weitere UFC Beschäftigung geht. Klein (17-4) zuletzt mit zwei gruseligen Auftritten vs Landwehr und Trizano. Also auch keinen Koryphäen. Im Endeffekt schon überraschend, da er in Oktagon überragend war und auch im 1. UFC Fight einen spektakulären KO liefern konnte. Gegen Trizano war es allerdings knapp und hätte mmn auch pro Klein ausgehen können. Klein ist ein guter Kickboxer, hat harte und platzierte Kicks/Schläge, kann jederzeit einen KO liefern und auch ein solides Grappling für einen eigentlich puren Striker.


Devonte Smith (11-3) ist auch erst gut in die UFC gestartet mit zwei R1 finishes, dann aber vs Worthy und Mullarekey KO gegangen. Smith ist jemand der in jedem Fight All In geht. Jeder Sieg ist nach KO und die meisten davon sehr früh im Kampf. Gegen Mullarkey war er dann in Runde 2 komplett am Ende.


Interessant finde ich, die Buchmacher haben den Kampf zuerst als 50/50 quotiert nun ist Klein schon relativ großer Außenseiter. Ich denke viele sind noch schockiert von den letzten beiden Auftritten von Klein. Für mich ist Smith in den ersten Minuten der 1. Runde der klare Favorit. Danach gebe ich Klein aber gute Chancen. Dazu kann Klein jederzeit durch seine Kicks kontern oder durch sein Grappling den Kampf verlangsamen. Smith hat den Speed, hat die Power, aber aus meiner Sicht nur für die ersten 3-4 Minuten. Ich kann mir hier ähnlich wie im Mullarkey Fight vorstellen, dass Smith in der 2. Runde Probleme bekommt. Ab Runde 2 sehe ich Klein vorne und daher finde ich die so hohe Außenseiterrolle auch nicht gerechtfertigt. Wenn man auf seine Octagon Fights schaut, weiß man, dass er das Skillset hat.


Ich versuche es small auf den Außenseiter, kann mir aber auch vorstellen, dass Smith Ihn in den ersten 2-3 Minuten überrennt. Der Height/ Reach Vorteil spricht leider pro Smith mit 5cm Height/ 10cm Reach Vorteil. Klein hat problemlos das Gewicht gemacht und sah top fit aus. Das gleiche bei Smith.


Maryna Moroz vs Mariya Agapova


Agapova (10-3) hat mich damals als riesen Favoritin im Kampf vs Dobson richtig hart genommen. Aber ich finde Sie weiterhin heftig und sehr talentiert. Im Kampf gegen einen durchaus solide Mazo hat Sie wieder das gemacht was Sie kann, die Gegnerin überrannt und diesmal auch gelernt. Sie hat Ihre Kondition eingeteilt und sich den KO in R3 geholt. Aus meiner Sicht war die Dobson Niederlage langfristig sogar hilfreich für Sie. Sie teilt Ihre Kraft besser ein, bleibt aber weiterhin aggressiv und ballert harte Schläge raus.


Moroz (10-2) ist nun nach 2 Jahren endlich mal wieder am Kämpfen. Die Dame hat seit 2017 nur 4 Fights gehabt, davon 2-2. Insgesamt sogar 8x Kämpfe abgesagt. Einmal angeblich VISA Gründe, ansonsten immer aus „undisclosed reassons“. Ich glaube Sie hat körperlich große Probleme und ist nun einfach mal gezwungen einen Kampf anzunehmen. Irgendwann macht die UFC das sonst auch nicht mehr mit. Moroz galt mal als Talent, dazu noch relativ hübsch und dementsprechend gut vermarktbar. Sie hat ordentliches Boxen, ganz gute Kicks. Dazu gute Leute gekämpft wie Angela Hill oder Carla Esparza. Irgendwann hat man aber gemerkt, dass Sie nicht gewillt war den harten Weg zu gehen und das Skillset auch nicht ausreicht.


Agapova hat mehrmals Moroz als Gegnerin ausgerufen, beide mögen sich nicht und beide bzw. insbesondere Agapova hat Bock auf den Fight. Beide waren früher im ATT Trainingspartner, angeblich laut Moroz ist Agapova rausgeflogen wegen Drogen… Beweise gibt es dafür nicht. Moroz ist wohl allgemein als Lästerschwester und unbeliebte Fighterin bei den Damen bekannt.


Jede Statistik spricht pro Agapova und ich sehe Sie bei der Pace, Schlaghärte, Grappling und Fitness überall stärker. Einzig die Erfahrung sehe ich besser bei Moroz. Bei Height/Reach nehmen sich beide nicht viel.


Agapova ist für mich ein Toptalent, hat aus Ihrem Fehler gegen Dobson gelernt und ich glaube Sie haut hier Moroz KO. Moroz ist ein Talent aus einer anderen UFC Zeit. Die ganzen Absagen und Verletzungen sprechen nicht für sich. Das Gelaber vor dem Kampf hilft aus meiner Sicht auch eher einer Agapova. Bei einem Dirty Fight gehe ich dreimal lieber mit Ihr. Beim Weigh-In sah Agapova komplett Fit aus, Moroz naja... TKO Win Agapova Rd 3.



Jalin Turner vs Jamie Mullarkey


Unterhaltsames Matchup hier. Beide in etwa die gleichen Records. Jalin Turner (11-5) ist ein sehr großer Kämpfer mit harten Schlägen, viel Output und guten Submissions. Steht momentan bei 3 Siegen in Folge, allerdings alle drei Gegner die überschaubar waren. Gegen Frevola und Luqe hat er verloren.


Turner versucht mit seiner Pace seine Gegner schnell zu stellen und den TKO oder die Submisison zu holen. Interessant ist, dass seine einzigen Kämpfe über die volle Distanz beide verloren gegangen sind. Und hier kommt Mullarkey (11-5) ins Spiel. Ein sehr sehr zäher dude. Er steckt viel ein und gibt vor allem nie auf. Er mischt gut Takedowns ein und hat auch ein ordentliches Striking. Gegen Devonte Smith in der 1. Runde heftige Bomben kassiert um dann in der 2. zurückzuschlagen. Wenn es brenzlig wird, setzt er dann oft zum Takedown an, oft auch ohne Erfolg, aber er versucht es so oft bis es klappt.

Seine beiden Niederlagen in der UFC sind über die volle Distanz gegangen u.a. gegen eine sehr starken Brad Ridell und auch einen ordentlichen Fares Ziam. Dazu Siege vs Worthy und Devonte Smith.


Ich sehe es so, falls Turner nicht in der 1. Runde Mullarkey KO schlägt, dann gebe ich Mullarkey große Chancen die Rd 2-3 zu gewinnen. Über die Distanz würde ich klar Mullarkey als Favorit sehen, einzig die 1. Runde könnte problematisch werden.


Turner ist hier zwar 8cm größer aber hat bei der Reach „nur“ 4cm mehr. Meistens hat er durch seine größere Reach die Gegner gut bearbeiten können, hier glaube ich wird es schwieriger, insbesondere da Mullarkey die Schläge einfach frisst und weiter macht.


Hier versuche ich small den Außenseiter und setze auf den verrückteren und härteren Typen. Beide beim Weigh-In in guter Verfassung. Mullarkey leider ohne seinen Vokuhila



Umar Nurmagomedov vs Brian Kelleher


Umar ist der Cousin von Khabib und bisher ungeschlagen mit 13-0. Wie zu erwarten ein typischer Dagestani mit top Wrestling und gefährlichen Submissions. Dazu für sein Alter bzw. Stand der Karriere auch ein sehr gutes Striking. Weitaus besser als Khabib in dem Alter.


Kelleher ist sehr erfahren mit 24-12. Kämpft alles was Ihm vor die Flinte kommt, zeigt immer Herz und Einsatz und ist eigentlich ein cooler Typ. Zuletzt 2x gewonnen und gegen Croom auch überraschend. Die schwächeren Gegner schlägt er eigentlich, wenn es aber einen Step nach oben geht hat er keine Chance. Gesehen gegen Simon, Stamann, Lineker, Vera.


Umar ist dieser Step Up wo ich Kelleher gar keine Chance gebe. Ich glaube die UFC will Ihn hier auch etwas ärgern, weil er sich vehement wegen Fighter Pay ausgesprochen hat. Als Kämpfer in seiner Preisklasse eigentlich ungewöhnlich. Angekündigt hat er mit Ukraine Flagge oder Regenbogenflagge einzulaufen… die UFC hat es verboten. Wie gesagt, an für sich ein cooler Typ, aber hier hat er keine Chance.
Die Erfahrung spricht zwar für Ihn, aber ich denke die UFC und auch das Team von Umar hat hier ganz bewusst Kelleher angesetzt. So hat man jemanden im Record der relativ bekannt ist und nicht sofort einknickt. Umar ist auch einfach zu clever um hier nicht zu gewinnen.


Die Quote spricht Bände, aber die Statistik auch. Umar hat 8,67 Takedowns per 15min… Kelleher ganze 1,87. Selbst beim Striking sind beide nicht weit auseinander, wobei Umar hier auch viel weniger Schläge kassiert und eine viel bessere striking accuracy hat. Dazu noch 5cm Height/ 12cm Reach Advantage. Beim Weigh In beide in guter Verfassung. Als Pusher für mich passabel. Umar Submission in Rd 2.



Sergey Spivak vs Greg Hardy


Spivak (13-3) wollte als short notice schon vor kurzem als Ersatz für Oleinik gegen Hardy kämpfen. Der Kampf viel dann auch flach, nun wird der Kampf nachgeholt.


Spivak hat sich aus meiner Sicht gemacht. Er wird wohl kein Top 5 Heavyweight, aber hat schon echt gute Leute gekämpft und besiegt. Bspw. der neue Stern am Himmel Tuivasa wurde von Spivak submissed. Auch einen Oleinik besiegt. Schwächere Gegner wie Vanderaa oder Felipe besiegt. Gegen Tybura über die volle Distanz gegangen, aber auch gegen einen Aspinal/ Harris früh in den KO gerannt.
Hardy (7-3) ist für mich immer noch ein MMA Novize. Ja, er hat sich etwas verbessert und hat weiterhin Schlagstärke, aber die letzten KOs werden Ihm zugesetzt haben. Er kann zwar viele Leute mit dem richtigen Treffer KO hauen, aber das ist es auch. Spivak ist im Grappling auf einem anderen Planeten. Ein Takedown und der Kampf ist quasi beendet für Hardy. Er kann sich nie befreien, bleibt wie ein Fisch im trockenen liegen. Auch im Striking sehe ich Spivak nicht verloren. Die Schlagstärke ist zwar pro Hardy, aber vom Output her ist das bei Spivak vergleichbar.


Hardy in den ersten 2 Minuten per KO ist möglich, aber Spivak ist kein blöder Kämpfer. Danach ist es all the way Spivak. Hardy ist der größere und schwerere Kämpfer, aber auch weniger Fit und aus meiner Sicht nicht mehr als ein Showkämpfer. Die letzten KOs werden Ihn denke ich auch etwas ängstlicher/ vorsichtiger machen und ohne diesen One Punch KO in den ersten Minuten, sollte Hardy komplett verloren sein.


Spivak all the way, ich bin 100% von Ihm überzeugt. TKO in Rd 2 pro Spivak. Beim Weigh-In hat sich Hardy besonders viel Zeit gelassen und sah auch beschissen aus. Glaube der hat mittlerweile auch die Egal Einstellung, aber so dass es Ihm schadet.



Kevin Holland vs Alex Oliveira


Kevin Holland 21-7 war 2020 der Breakthrough Fighter of the Year, dann aber gegen Brunson und Vettori komplett schlecht ausgesehen. Gegen Brunson lag er wie ein Fisch auf dem trockenen und hat das Grappling einfach komplett unterschätzt. Dazu dauernd durch den Octagon geschrieen und Unsinn gemacht. Gegen Vettori als late replacement eingesprungen und auch wieder auf dem Boden komplett dominiert worden. Seitdem scheint sich Holland wieder gefangen zu haben und mit guten Trainingspartnern am Wrestling/ Grappling gearbeitet. Gegen Daukaus gab es ein No Contest wegen accidental Head clash, daher aus der Wertung.


Nun geht er ins Welterweight, was Ihm bei seiner Größe definitiv entgegenkommen sollte. Holland ist ein aufregender Fighter, kann sich verkaufen, hat Witz, hat gute Highlights und ist bei der UFC sehr beliebt. Nun muss er sein Grappling hinbekommen und Durchdreher im Octagon unterlassen.


Die UFC gibt Ihm als ersten Fight im Welterweight einen aus meiner Sicht einfachen Gegner, mit bekannten Namen. Cowboy Oliveira (22-11-1) ist seit 2015 in der UFC und schon alles Mögliche gekämpft. Schrott Gegner besiegt, aber alles was ein bisschen talentierter wurde ging verloren. Burns, Cerrone, Nelson und selbst gegen Perry… Gegen einen alten Condit wurde immerhin gewonnen. Zuletzt dann drei Niederlagen hintereinander vs Rakhmonov, Brown und Price. Seit 2018 steht er quasi 2-6 in der UFC.

Oliveira ist ein Crazy Typ. 10 Kinder mit verschiedenen Frauen, mal mit einer Granate beworfen worden (2018), dann Security Leute angegriffen und vorher seine Frau (2019), dazu weiß man nie in welcher Form er kommt. Mal durchtrainiert, mal wie von der Couch. Er ist definitiv ein sehr kräftiger Typ, kann auch einstecken und kämpft unkonventionell. Hier ist aber der Zeitpunkt wo es für Cowboy in der UFC langsam zu Ende gehen sollte. Zwar erst 34, sieht aber aus wie Ende 40 und hat dementsprechend gelebt und kassiert. Holland ist vom Skillset und Talent einfach eine andere Stufe und hat auch eine ganz andere Zukunft in der UFC.

Oliveira ist auch auf der Matte zu Schwach um Holland zu dominieren. Holland kann hier das was er im Grappling gelernt hat gut anwenden und evtl. seine BJJ Skills mal wieder zeigen. Holland ist zwar kein Wrestler, aber Black Belt im BJJ. Oliveira dagegen nur Blue Belt und rennt immer mal wieder in Submissions.

Ein Showfight um Holland wieder in die Spur zu bekommen, auf einer großen PPV Card und mit sehr guten Chancen gegen einen bekannten und unterhaltsamen Gegner.
Submission Sieg Holland ist mein Tipp :D

Gesamt:

4/10 Agapova + Nurmagomedov 1,72q @ Pin
3/10 Spivak + Holland 1.95q @ Pin
1,5/10 Jacoby + Nurmagomedov 1,65q @ Pin
0,5/10 Holland by Submission 6q @ Unibet (Morgen bei Pin/Agent)
1/10 Klein 2,25q @ Pin
1/10 Mullarkey 2,25q @ Pin
 
Ich lege noch etwas nach auf Umar Nurmagomedov. Ich glaube Kelleher ist zäh genug um die 1. Runde zu überstehen. Danach sollte es aber schwierig werden Umar standzuhalten. Ground and Pound oder Submission sollte dann kommen.

0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 2 = 5,4q @ Pin
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 3 = 10,8q @ Pin
 
UFC 272

Colby Covington - Jorge Masvidal

Schon krass anzuschauen, wie gut die Trump-Methode auch im MMA zieht. Colby nutzt die gleiche Taktik und visiert dabei gerne mal Leute an, die keine direkten Rivalen sind. Er haut Sprüche raus über Schwergewichtler, ganze Nationen, und sogar über weibliche Fighter. Sein Ziel? Dass man über ihn redet und schreibt. Bislang hat er durchaus Erfolg damit gehabt ; seit seiner ersten 'Brandrede' in Brasilien wollen ihn die Leute kämpfen sehen. Der einzige Nachteil war bisher, dass er größere Brasilianer-Gruppen meiden musste.

Der Grund für jenen Wutausbruch war eine angebliche Ansage der UFC-Bosse, dass er langweilig sei und gecuttet werden könnte. Weder Dana, noch Shelby haben diese Konversation jemals bestätigt, doch Colby fühlt sich wohl in dieser Narrative. Ob es wirklich gesagt wurde oder nicht, am Inhalt ist etwas wahres dran ; Colby ist ein sehr massiver 170er mit riesigen Lungen und sehr dominantem Grappling, fast perfekt für Division. Doch wer die Meinung vertritt, dass so manche Dagestanis langweilig seien, der kann unmöglich Gefallen an Colby's Style finden. So sehr er sich im Stand-Up auch verbessert hat, er tut sich schwer damit, Schaden anzurichten. In fast allen seinen Fights (selbst wenn er haushoch gewinnt) verliert er mehr Blut als seine Gegner. Und auf dem Boden zeigt er selten Advancement oder Submission Attempts. Er grinded seine Gegner konsequent aus, kontrolliert sie gegen den Zaun oder auf der Matte, und bekommt eigentlich nur Probleme, wenn er diesen Gameplan verlässt. Sein Vorgehen ist unglaublich effektiv, doch es hat nichts mit der Gangster-Attitüde zu tun, die er in seinem Alter-Ego auslebt.

Dass er Jorge konsequent "Journeyman" nennt, kann ich ihm aber nicht verübeln, denn die Bezeichnung passt schon ein wenig. Der 37 Jährige geht in seinen 51.Pro-Fight und wird versuchen den 36.Sieg einzufahren. Viele Momente, wo seine UFC-Laufbahn beendet zu sein schien, doch irgendwie ist er nun da wo er ist, als einer der bestbezahlten Stars des Sports, mit PPV-Punkten und allem drum und dran. Er wird von diesem Kampf um Einiges mehr verdienen als Covington und dafür musste er kaum jemanden beleidigen..

Zwar muss man immer sein Striking hervorheben, doch es gibt eigentlich keinen Bereich im MMA, wo er komplett aufgeschmissen ist.
Ich sehe bei Jorge 2 große Schwächen bzw Nachteile, die seine Laufbahn sehr erschwert haben. Zum Einen ist er einfach undersized um dauerhaft zur 170er Elite zu gehören. Einer dieser Body-Types die bei 165 genau richtig wären, hat es aber bekanntlich nie in der UFC gegeben. Der andere Nachteil ist sein Hang zur Selbst-Sabotage. So viele Decisions liegen gelassen, weil er lieber Punches dodgen und den Gegner anlächeln wollte, statt selber zu Punkten. So viele Treffer zum Kopf, die er nur zugelassen hat, weil er das Striking seines Gegners nicht respektiert hat. Da könnte man ne 10-Minütige Compilation basteln.

Ich erinnere mich an die alte Dokuserie von Masvidal, wo er noch mit Colby trainiert hat. Damals war für mich klar zu erkennen, dass die Finesse im Striking von Masvidals persönlichem Coach Paulino kam. Weiß nicht, wo Jorge in seinen jungen Jahren diesen Kerl aufgegabelt hat, aber der ist heute für mich einer der besten Striking Coaches in der UFC. Colby hat Jorge mit seiner Mentalität und Disziplin ein großes Stück voran gebracht als Sportler, doch im Gegenzug hat sein Coach dem grünen Colby in kürzester Zeit seine Striking Grundlagen gegeben, durch die er in späteren Fights wunderbar seine Takedowns vorbereiten konnte. Daher stammt auch der Beef zwischen den beiden, denn Colby soll Paulino nicht vergütet haben unter dem Vorwand, dass er schon an das ATT-Gym gezahlt hätte. Paulino ist jedoch nicht Teil des Gyms..

Interessant, dass Colby aktuell um die @1.3 gehandelt wird, was in etwa 76% Siegchance bedeutet. Und aus meiner Sicht kann er eigentlich nur via Decision gewinnen. Heißt also, dass Covington in 3 von 4 Fights gegen Masvidal eine solide Decision über 5 Runden raushauen könnte. Wem das plausibel erscheint, der sollte Covington via decision @1,9 einpacken und hoffen, dass es öde wird.

Ich denke allerdings, dass 25 Minuten sehr lang sind, und dass Jorge und seine Coaches zu viel über Colby wissen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Colby durchweg außerhalb der Gefahrenzone bleibt.

2 EH auf Jorge und Klimpergeld auf eine mögliche Sub. Colby's Kopf wird öfters in Guilly- oder D'Arce-Position sein, und wenn Jorge nix anderes übrig bleibt, wird er's bestimmt mal probieren. Für die Quote ein Versuch wert.

Masvidal to win @3,8 2/10 Pin
Masvidal to win by Submission @26 0,5/10
 
UFC 272

Colby Covington - Jorge Masvidal

Masvidal to win @3,8 2/10 Pin
Masvidal to win by Submission @26 0,5/10
-2,5

Masvidal hatte seine Momente im Stand-Up, in Runde 4 sogar ein Knockdown. Covington verliert wieder einmal mehr Blut in einem Kampf, wo er 15 von 25 Minuten auf seinem Gegner lag. Wurde auch ausgepfiffen zwischendurch. Aber am Ende, Grappling und Kondition sei dank, ein deutlicher Punktsieg für Colby. Ob das was für sein Marktwert tut wage ich zu bezweifeln..
 
4/10 Agapova + Nurmagomedov 1,72q = LOST -4
3/10 Spivak + Holland 1.95q = WIN +2.85
1,5/10 Jacoby + Nurmagomedov 1,65q = WIN +0,96
0,5/10 Holland by Submission 6q = LOST 0,5
1/10 Klein 2,25q = WIN +1.25
1/10 Mullarkey 2,25q = LOST -1
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 2 = LOST -0.5
0,5/10 Nurmagomedov wins in Rd 3 = LOST -0.5



Man tippt eigentlich 5/7 richtig und hat Minus. Kann man auch keinem erzählen. Ohne die Prob Bets wäre es leicht Plus, aber geht mal eine auf ist es eben auch ein fettes Plus. Da muss man das Stakeing hinterfragen. Agapova war dramatisch. Die Prob Bet bei Nurmagomedov wird win, wenn er ne Minute länger wartet. Die Mullarkey bet spiele ich wieder, das sah eigentlich richtig gut aus. Alles andere war eindeutig win.
Eigentlich ist der ganze Abend bis auf das Elliott Ding und aus meiner Sicht Agapova sehr einfach zu tippen gewesen.


Gesamt: -1,44
 
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UFC Fight Night London


Super Card, zu für unser eine super Uhrzeit. Leider habe ich weder Zeit es morgen Live zu gucken noch eine große Analyse zu schreiben. Daher etwas kürzer.


Muhammad Mokaev vs Cody Durden

Mokaev gilt als das Talent in der Gewichtsklasse. Klar, erst wenig Erfahrung und jüngster Fighter im ganzen UFC Roster, aber zu Mokaev sagen echt alle die mit Ihm trainiert oder im Amateurzirkel gekämpft haben, dass er etwas Besonderes ist. Mit Durden einen guten Gegner für den ersten UFC Fight, aber hier sieht die UFC einen kommenden Superstar unter UK Flagge und mit Dagestani Fight Skills. Besser geht es kaum für die UFC und sie würde Ihn hier in London niemals gegen einen matchen wo man Angst hat, dass er floppen könnte.

Mokaev hat in der Amateurszene jeden Rekord gebrochen, mit 22-0 in den Profibereich gewechselt und dort in Brave CF auch alles aufgeräumt. Brave ist in Nahen Osten/Osteuropa und auch hier in Deutschland eine sehr anerkannte Organisation. Das heißt schon was als Rookie dort so aufzuräumen. Er wird bisher perfekt aufgebaut und finanziell gefördert. Mit dem KHK Team Leute wie John Kavanagh, Renzo Gracie, Reza Monfaradi am Start und im Hintergrund viel arabisches Geld. Durden ist ein solider Kämpfer für außerhalb der Top 15. Aber ist auch kein Toptalent oder jemand wo großartig Entwicklungspotenzial ist. Hat teilweise fragwürdigen Gastank und scheint auf der Matte etwas überfordert, ich denke Mokaev ist hier eine Nummer zu groß.

Ich weiß, eigentlich sollte man bei Rookies vorsichtig sein, insbesondere bei solchen Quoten, aber hier sehe ich eine ähnliche Ausgangslage wie zuletzt Umar Nurmagomedov. Dazu noch mit „Heimvorteil“ da er unter UK Flagge kämpft. Der gewinnt das ganz problemlos. Hinter der ganzen Karriere ist ein Plan.

Beim Weigh-In und Face-Off sieht man, dass Mokaev auch etwas größer und kräftiger ist.


Jack Shore vs Timur Valiev

Beides gute Leute. Shore bisher ohne Niederlage und hier mit seiner schwierigsten Aufgabe. Shore ist der Liebling in UK und eine große Hoffnung für die UK MMA Szene. Im Striking ist Valiev stärker und sollte in dem Bereich den Fight klar dominieren, wobei die Height/Reach Vorteile pro Shore sind und er hier evtl. punkten könnte. Im Wrestling sehe ich Shore haushoch vorne insbesondere bei Subs sehr gefährlich. Da hat er in der UFC schon zwei Subs gezeigt und bisher immerhin alle 4 UFC Fights auch gewonnen. Er hat 100% Takedown Defense, weil sich aber auch niemand großartig traut mit Ihm zu wresteln. Seine Takedown accuracy ist heftig und er bekommt bisher eigentlich jeden runter. Das sollte hier in 2/3 Runden easy klappen, falls er nicht vorher KO geht.

Valiev war vor kurzem gegen Umar Nurmagomedov gematched, ist dann ausgefallen. Da kann er glücklich sein, weil da wäre er untergegangen. In der UFC 2 Siege und ein No Contest. Wobei er gegen Trevin Jones schwer KO gegangen ist, der Kampf wurde dann annulliert wegen Marihuana bei Jones.
Valiev fand ich bisher in der UFC in Ordnung, aber auch nichts was mich flashed. Bei Shore sehe ich mehr Starpotenzial, dazu Heimvorteil und auf UFC Ebene auch etwas mehr Erfahrung. Wenn der Fight nur im Standing bleibt, dann kann Valiev durch Kicks wohl gewinnen, bekommt Shore den Fight auf den Boden, dann sollte er das nach Decision oder sogar Sub gewinnen.

Gerade wenn es zu den Judges geht, kann ich mir in UK dann schon pro UK Kämpfer vorstellen, wie auch insbesondere Anti Russland… Das habe ich heute ein paar Mal im Auge. Shore als Außenseiter nehme ich gerne, das gab es bisher nicht mal Ansatzweise.

Beim Weigh-In sah Shore etwas am Ende aus, beim Face-Off dann aber wieder topfit. Denke da kann man nichts rauslesen.


Mike Grundy vs Makwan Amirkhani

Hier gehe ich das 3. Mal mit dem Heimkämpfer. Nicht weil ich Grundy so gut finde, sondern weil Amirkhani am Ende ist. Zuletzt auch wieder, nach eigentlich gutem Beginne sofort KO gegangen. Der Mann hat kein Chin mehr, steht hier denke ich auch am Ende seiner UFC Karriere nach 4 Niederlagen aus den letzten 5 Kämpfen. Amirkhani aus SBG Gym, welches zuletzt eigentlich kaum noch was geliefert hat. Zwar hat er teilweise auch gute Leute gekämpft, aber eigentlich ging er gegen jeden etwas besseren eindeutig als Verlierer aus dem Kampf. Er hatte viel Talent, hat es nie abrufen können und er ist an einem Zeitpunkt wo das auch nicht mehr umkehrbar ist.

Grundy kämpft hier auch um seinen Vertrag. Zuletzt aber mit Pech und auch ein wenig unverständlich per Split Decision verloren. Davor gegen einen mega starken Evloev immerhin über die Distanz gegangen und ihn fast gesubbed.. Er kommt aus dem gleichen Gym wie Darren Till und Tom Aspinall. Grundy ist jetzt auch keiner mehr der das MMA neu erfinden wird. Ist für mich ein Fight der für den Heimkämpfer gematched wurde, ansonsten ist die hohe Listung in der Card auch kaum erklärbar. Sportlich sind beide nämlich kaum relevant.

Beide sind gute bis sehr gute Wrestler. Grundy dazu mit einer starken Rechten mit viel Power. Aber technisch unterdurchschnittliches Striking. Das gleiche sehe ich bei Amirkhani, aber ohne Power und mit einem viel anfälligeren Chin. Amirkhani ging im letzten Kampf sowas von krass KO, dass er selbst nach der Werbung noch bewusstlos im Oktagon lag. Ich glaube hier nimmt er sich zu wenig Pause, wurde wahrscheinlich aufgrund seines Records auch etwas gepushed in London zu kämpfen, aber von Vorteil sollte das nicht sein. Bei Amirkhani kann ich mir wieder eine starke 1. Runde vorstellen um danach dann einzubrechen und von Grundy in Rd 2 / Rd 3 ausgegrinded zu werden, evtl. sogar TKO geht.

Größenvorteil klar pro Amirkhani, Reach ist aber gleich. Ich gehe hier aber lieber mit dem Heimvorteil, der größeren Power und dem besseren Chin, als nur mit dem etwas besseren Wrestling. Gerade ohne großen Output im Wrestling von Amirkhani sehe ich die Judges dann knappe Runden eher an Grundy geben.

Was ich dann auch noch gelesen habe ist, dass Grundy´s Vater todkrank morgen am Oktagon sitzen wird. Ich denke Grundy wird hier alles geben was er im Gastank hat und noch mal darüber hinaus. Bei der Story werden die Fans auch noch mal einen drauflegen inkl. Die Judges bei knappen Runden ein Auge zudrücken.

Beim Weigh-In sah Amirkhani schrecklich aus. Im Face-Off sieht man den Größenunterschied pro Amrikhani, wobei Grundy der viel Kräftigere ist.



Jai Herbert vs Ilia Topuria

Mein erster Tipp gegen den Heimkämpfer. Herbert ist „ok“. War in Cage Warriros top, in der UFC bisher mehr als überschaubar. Wobei mit Moicano auch ein Bombengegner dabei war. Trinaldo und Worthy sind zwar erfahren, aber naja. Er ist eben sehr groß und lang und kann auch mit einem Schlag den Kampf in eine neue Richtung stoßen. Aber bisher sehr eindimensional in der UFC.

Topuria ist hier eine Gewichtsklasse hochgegangen, er nimmt momentan echt alles an was er kann, aber er kann es auch. Topuria ist ein Allrounder. Mega Wrestler, Black Belt Jiu-Jitsu, gutes Striking, harte Schläge und insbesondere ist er ein sehr cleverer Kämpfer.

Mit Zalal, Damon Jackson und Ryan Hall auch alles ordentlich talentierte Leute geschlagen. Und zwar alle eindeutig. Normalerweise würde ich bei den Height/Reach Vorteilen pro Herbert 15cm Height, 21cm Reach niemals gegen Ihn tippen, aber er war trotz Vorteile bisher viel zu eindimensional und ein Topuria weiß was er zu tun hat. Er wird Herbert schnell runternehmen und dann nimmt der Kampf seinen Lauf. Die Takedown Defense und das Grappling von Herbert ist einfach viel zu schlecht. Daher hat es Topuria gar nicht nötig hier in ein offenes Striking Match zu gehen. Wobei sein Boxen auch sehr gut ist.

Beim Weigh-In beide ohne große Besonderheiten, beim Face-Off sieht man eben noch mal den riesigen Größenvorteil pro Herbert, aber ich glaube das nützt Ihm hier überhaupt nichts.


Paddy Pimblett vs Rodrigo Vargas

Paddy ist der neue Liebling der MMA Szene und auf Social Media. Er hat das gewisse etwas und sorgt für Zuschauer. Die neue Cashcow der UFC. Obwohl erst ein UFC Kampf, kennt Ihn eigentlich schon jeder in der Szene, teilweise sogar viele außerhalb. Dazu hat er in den letzten Kämpfen auch schwer überzeugt. Vorher in Cage Warriros gut abgeliefert und im ersten UFC Kampf durch KO gewonnen. Auf der Card ist Paddy sogar eigentlich das Zugpferd, die UFC wirbt mit Paddy, anstatt mit jemand anderen. Man wird genau wissen wie man Ihn noch größer machen kann.

Dieses Gut was Paddy hat, haben nicht viele in der UFC und das ist der UFC bewusst. Ein neuer Publikumsliebling, den man ungerne schnell durch unnötige Niederlagen verbrennen will. Dementsprechend hat man Ihn nun in der Card an 3. Letzter Stelle platziert, vor Heimpublikum und gegen einen schrottigen Gegner, der im vom Style entgegenkommen sollte. Paddy hat gutes Wrestling/ Grappling, wird von Kampf zu Kampf besser im Striking, kann einstecken und hat viel Power.

Vargas als Gegner ist nun wirklich nichts Tolles, hat in der UFC einen 1-2 record und doch sehr überraschend zuletzt vs Zhu Rong gewonnen. Vor der UFC in Combate regionalen Events durchgehend Schrott gekämpft, teilweise sogar dort verloren. Vargas hat ein solides Volume an Schlägen, geht offensiv in den Kampf, ist aber sehr leicht zu treffen, frisst viele Treffer und macht auf der Matte auch einen überforderten Eindruck. Er ist dazu auch am Ende seiner Karriere und hat eine sehr schlechte Takedown Defense. Eigentlich ist Paddy das schlechtes Matchup für Vargas.

Glasklarer Spot wo man die Cashcow weiter platzieren möchte. Dazu eine Homecrowd die Ihn liebt. Da kann eigentlich kaum was schief gehen. Die Height/ Reach Advantage ist auch pro Paddy.

Paddy beim Weigh-In und Face-Off mit großer Show, das Publikum liebt Ihn und dazu ist er wirklich auch noch mal ein ganzes Stück größer und kräftiger als Vargas. Für mich ein klar klarer vorzeitiger Sieg pro Paddy.


Arnold Allen vs Dan Hooker

Sehr interessanter Kampf, wo ich ein wenig Parallelen zu dem Hooker vs Haqparast Kampf sehe. Wobei Haqparast eine schwierige Vorbereitung hatte. Allen ist ein tolles Talent, kämpft hier daheim in England und hat eine der längsten active win streaks in der UFC. 10 Kämpfe hintereinander gewonnen, wobei niemand davon auch nur ansatzweise auf dem Niveau von Hooker war.

Hooker zuletzt von den Ergebnissen eine schwierige Zeit, wobei alle bis auf Haqparast Top 5 Niveau waren bzw. er sogar dann als late replacement gegen einen Islam Makhachev einspringen musste. Mega Erfahrung, alles gekämpft was Rang und Namen hat. Top Leute geschlagen gegen Top Leute verloren. Alles aber im Lightweight, nun ist er wieder im Featherweight. Was für mich auch Sinn macht, da das Lightweight voll ist und Hooker da auch alles schon gekämpft hat. Nun im Featherweight ist eigentlich alles offen.

Hooker kann einstecken, kann ordentlich Ringen wie man gegen Haqparast sehen durfte, purple Belt in BJJ, hat ein mega Striking, hat mega Erfahrung und hat hier auch Height/Reach Vorteile, welche ein Hooker normalerweise auszunutzen weiß.

Allen ist auch ein guter Boxer und weiß wie man einen Kampf über die Punkte gewinnen kann. Großartige KO Power habe ich nicht gesehen, gegen Amirkhani aber gut im Wrestling mitgehalten. Purple Belt in BJJ und ein wirklich guter Allrounder. Aber er hat mich auch nie aus dem Sitz gehauen. Nun so ein wirklich signifikanter Step Up als Gegner, jemand der einsteckt und weiterhin offensiv drauf geht.

Allen hat für mich zu wenig Volume, dazu zu wenige Highlight Points. Die Takedown Defense von Hooker sollte den Kampf im Stand Up halten und dort sehe ich Hooker weit vorne.
Für mich eigentlich ein relativ klares Ding pro Hooker.

Viele haben angezweifelt, dass Hooker den Weight-Cut schafft, aber er sah absolut top aus. Ich habe auch gelesen, dass er trotz der tieferen Gewichtsklasse einen noch nie so guten Weight-Cut hatte. Beim Face-Off sah man dann auch was der Gewichtsklassenwechsel ausmacht. Hooker ist einfach so viel größer und kräftiger. Mit seiner Erfahrung und seinen Skills gebe ich Ihm hier einfach viel mehr Chancen.


Alexander Volkov vs Tom Aspinall

Eigentlich ein Fight wo ich die Hände von Lassen wollte, aber nach mehrfreacher Überlegung mache ich es doch nicht.

Volkov hat mich gegen Tybura sehr enttäuscht, das war irgendwie nichts, trotzdem natürlich eindeutig gewonnen. Davor gegen Gane chancenlos. Super erfahren, sehr gutes Kickboxen, gute Takedown Defense, unangenehmer Kampfstil, aber auch immer weniger Output zuletzt und wenig Highlights. Dazu hatte er vor kurzem das 2. Mal Corona und auch der Russland Krieg scheint Ihn etwas zu verunsichern. Ich sehe Volkov längst nicht mehr so Fit und Klar wie vor ein paar Jahren. Volkov war gegen Tybura Mitte der 2. Runde platt, ich vermute fast Corona hat da eine längere Wirkung. Dazu glaube ich, dass er realisiert zwar ein guter Kämpfer zu sein, aber es mit dem Titel nichts mehr wird.

Tom Aspinall ist der Golden Boy im Schwergewicht. Einer von dem sich alle viel versprechen. Er hat mich auch überrascht, selbst gegen einen erfahrenen Arlovski kurzen Prozess gemacht und einen Weltklasse Judoka wie Spivak alt aussehen lassen. Sein Boxen ist Top, sehr aggressiv, super schnelle Hände und er kämpft sehr intelligent. Seine Schläge sind genau ausgewählt und kontrolliert. Aggressiv und kontrolliert hört sich seltsam an, aber genau das macht er. Er hat eine kontrollierte Aggressivität. Wenn er merkt, dass sein Gegner angeknockt ist, dann setzt er sofort nach und beendet den Kampf.

Uk vs Russland. Die Arena wird pur hinter Aspinall sein, ich denke die Judges auch und ein TKO Win sehe ich auch eindeutig eher bei Aspinall als bei Volkov. Volkov scheint sich zurückzuentwickeln, Aspinall steigert dafür von Fight für Fight sein Skillset und das Level an Competition. So wie ich Volkov zuletzt gesehen habe, mache ich mir bei der Kondition über 5 Runden nicht Mals so viel Sorgen, da Volkov auch mittlerweile Probleme zu haben scheint.

Volkov hat hier auch keine riesen Height/ Reach Vorteile wie sonst, aber natürlich trotzdem mit seiner Erfahrung und seinem Kickboxen noch gut ausspielbar. Gegen Tybura sah es allerdings sehr schwach aus.

Für Aspinall geht es mit der Karriere aufwärts, bei Volkov scheint es abwärts zu gehen. Dazu Heimvorteil, UK vs Russland Konflikt und eine potentielle Cashcow für die UFC? Da probiere ich es mit Aspinall

Beide sahen beim Weigh-In wie auch beim Face-Off in Ordnung aus. Konnte da nichts herauslesen. Interessanterweise ist Volkov 10 Pfund leichter als sonst. Ich denke er merkt, dass seine Kondition Probleme macht und Aspinall ein extrem schneller Gegner ist. Daher mal schauen, wie Volkov ohne seine Gewichtsvorteile zurechtkommt. Schneller sollte Aspinall immer noch sein.


Gesamt:

1/10 Shore to win 1,95q
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q @ Pin
4/10 Hooker to win 1,97q @ Pin
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q @ Pin
 
UFC Fight Night London


Gesamt:

1/10 Shore to win 1,95q
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q @ Pin
4/10 Hooker to win 1,97q @ Pin
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q @ Pin

Fazit: Das war wohl die beste Fight Night bzw. non PPV Event was ich je gesehen habe. Stimmungstechnisch mega, tolle Fights mit tollen KOs oder Submissions. Für UK ein mehr als gelungener Abend. Der einzige UK Fighter der verliert muss ich natürlich getippt haben mit Grundy…
Bei Hooker ist alles komplett danebengegangen und mindestens 1EH zu hoch getippt. Damit ist es wieder wie so oft zuletzt. Ich tippe eigentlich viel richtig und Ende trotzdem mit einem Minus…

1/10 Shore to win 1,95q = WIN +0,95
2/10 Grundy + Pimblett 1,7q = LOST -2
2/10 Tom Aspinall to win 1,8q = WIN +1.6
4/10 Hooker to win 1,97q = LOST -4
6/10 Mokaev + Topuria + Pimblett 1,55q = WIN +3,3

Gesamt: -0.15
 
UFC Fight Night Columbus

Endlich mal wieder eine Fight Night außerhalb des Apex. Bedeutet größerer Cage und mehr Zuschauer. Dazu eine Fight Week für die Kämpfer mit viel mehr PR-Terminen, Ceremonial Face Off usw. Eigentlich auch eine ganz coole Card. Wobei ich hier schon einige große Favoriten sehe.


Aliaskhab Khiziriev vs Denis Tiuliulin

Ali (13-0) ist ein weiterer hocheingeschätzter Dagestani. Hat alles weggehauen was es bisher gab. In Der Contender Series nach 50 sek geliefert und wurde danach eigentlich 4x gegen ordentliche Gegner für den Start gematched (Wellington Turman, Kyle Daukaus, Di Chirico, Magomedov). Alles aus verschiedensten Gründen, meistens Corona/Visum, abgesagt. Die relativ guten Gegner als Auswahl sollten aber zeigen, dass die UFC was von Ihm hält. Ein weiteres Grappling Monster aus Dagestan, gefährliche Submissions und auch sehr gutes Striking mit nasty GnP. Nun bekommt er mit Tiuliulin endlich seinen ersten UFC Fight. Dazu ein Gegner der wohl eher als Geschenk zu werten ist.

Denis Tiuliulin (10-5) ist ein Journeyman. Kämpft in allen möglichen Orgas (UAE Warriors, Brave CF, M1 uvm.) Gewinnt mal, verliert mal. Seine Siege gegen komplette Rookies oder Leute die 0-11 stehen… Gegen jeden besseren hat er verloren. Zuletzt dann bei UAE Warriros seinen besten Sieg der Karriere geholt, trotzdem für mich verwunderlich was er in der UFC nun macht. Er springt zwar nun als Short-Notice ein, aber wieso man einen Tiuliulin aus dem Nahen Osten/ Osteuropa nun nach Columbus holt? Bis vor 1 Woche hatte er noch kein Visa. Naja… Tiuliulin ist ein sehr offensiver Kämpfer, geht all in mit seinen Schlägen und versucht den Gegner in Runde 1 auszuschalten. Alles was über die 1. Runde hinaus geht, verliert er dann auch.

Ali bekommt nun endlich seinen 1. UFC Fight, gegen einen Gegner der da nur ist, weil man noch irgendwie einen Gegner benötigt. Viel einfacher wird es Ali in der UFC nicht mehr bekommen. Für mich ein vorzeitiger Sieg in Rd. 2 pro Ali.


Chris Gutierrez vs Danaa Batgerel

Batgerel (12-2) gefällt mir sehr gut. Ein guter Kickboxer mit viel Kraft in seinen Schlägen, relativ viel Output und guter Effizienz. Dazu hat er eine gute Striking Defense, aber steckt auch ein. Er trainiert in New Mexico unter Winks Gym. Leute wie Carlos Condit, Diego Sanchez, Cub Swanson, Jon Jones, Michelle Waterson, BJ Penn und Co. am Start. Also, unendlich Erfahrung von der er dort abschöpfen kann. Bisher in der UFC mit 3-1 Siegen. Seine einzige Niederlage war bei seinem ersten Fight. Ein mega Fight der auch zu Fight oft he Night gewählt wurde. Vorher in einer Asiatischen Orga immerhin jemanden wie Kai Kara France besiegt.

Chris Gutierrez (17-3-2) hat gefährliche Kicks. Jemand der einen Fight durch Legkick KO gewonnen hat. Solider Wrestler, purple Belt BJJ und steht in der UFC 5-0-1. Allesamt gegen Gegner die jetzt nicht Weltklasse sind, aber eine sehr ordentliche Bilanz. Allerdings sind viele Fights doch sehr knapp (1x Draw, 2x Split) und bis auf die Legkick Aufgabe alles über Decision. Er findet eigentlich nie den Killershot, kämpft sehr taktisch und kann dann auch mal 1-2 Minuten am Fence killen um den Sieg knapp über die Punkte zu sichern.

Ich denke der Kampf wird ein pures Striking werden. Normalerweise sind beide keine Wrestler und setzen zum Takedown an, wobei Gutierrez es auf jeden Fall auch einstreuen könnte. Bei Gutierrez mache ich mir Sorgen, dass er hier das erste Mal in der Karriere von einem richtigen Powerpuncher eine geklatscht bekommt. Vorher war es immer viel hin und her, viel Output, wenig Power. Meistens dann Gegner die durch Schläge gut zugesetzt waren. Bei Batgerel sehe ich jemanden der die Schläge und Kicks auffrisst und mit einer harten Bombe kontert. Auch jemand der sich nicht auf diese Spielchen 1 Minute vor Rundenende einlässt und die Runde quasi ausgrinden lässt. Batgerel sollte der ungemütlichste Gegner von Gutierrez sein und ich glaube hier wird er wirklich mal richtig angeklingelt. Irgendwann geht die Split Decision/ Draw Geschichte auch mal schief. Hier sehe ich jedoch Batgerel durch TKO gewinnen.

Gutierrez mit 4cm Height Vorteil, Batgerel dafür mit 8cm reach Vorteil. Batgerel sah beim Weigh-In unfassbar durchtrainiert und stark aus.


Karol Rosa vs Sara McMann

McMann (12-6) mittlerweile schon 41 Jahre alt und in den letzten Jahren auch nicht mehr viel in der UFC gekämpft. In den letzten 4 Jahren ganze 2 Kämpfe. Davon einmal gegen den Champ Pena verloren und einmal gegen Länsberg gewonnen. Länsberg aber auch schon 40 und eine die aus einer UFC Women Division Zeit kommt als die Konkurrenz überschaubar war. Das gleiche sehe ich bei McMann. Sie kommt aus einer Zeit, als die Konkurrenz pur eindimensional und kaum professionell war. Mittlerweile ist die Women Division viel breiter aufgestellt und die meisten sind Vollprofis.

McMann ist ein einer Sache gut. Wrestling. Dort immerhin Silbermedaillengewinnerin Athen 2004. Aber das auch nur für eine Runde und ist danach platt. Das Alter und die wenigen Fights seit 2018 sollten das nicht verbessert haben. In der Zeit war Sie auch noch Schwanger und da haben auch viele Kämpferinnen im höheren Alter Schwierigkeiten zurückzukommen. Sie sieht zwar sehr fit aus, aber hat wirklich kaum Kondition und wird immer langsamer.

Rosa (15-3) ist das Gegenteil. Sie hat einen sehr guten Gastank, hohes Volume den ganzen Kampf über und ist insbesondere zuletzt sehr erfolgreich. Alle Ihre drei UFC Kämpfe konnte Sie gewinnen und nun kommt mit McMann eine Gegnerin die einen großen Namen, aber kaum noch was draufhat. Vom Namen her ist es ein Step Up für Rosa, aber an für sich ist es eben nur noch der Name. Rosa ist 27, trainiert mit Jessica Andrade, hat einen guten Jab, guter Clinch und was wichtig ist: 91% Takedown Defense. Wenn McMann hier in der 1. Runde nicht dazu kommt Karol Rosa auf die Matte zu wrestlen, dann sehe ich hier Rosa weit weit vorne. McMann kann eigentlich nur darauf hoffen, irgendwie sofort einen Takedown zu holen, aber gegen eine Gegnerin die viel spritziger ist und 91% Takedown Defense hat, sollte es schwierig werden.

Karol Rosa wird von Kampf zu Kampf besser, McMann wird seit Jahren schwächer und ist hier am Ende Ihrer Karriere. Selbst wenn McMann die 1. Runde durchs Wrestling holt und die 2. Runde noch gut mithält, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass Karol Rosa Sie dann in Rd. 3 noch finishen kann.



Jennifer Maia vs Manon Fiorot

Hier kann man es kurz machen. Fiorot ist Bombe und ich glaube Sie hat Chancen bald um den Titel zu kämpfen. Allerdings ist Maia mit ABSTAND die beste Gegnerin die Sie je gekämpft hat. Wirklich ein unfassbarer Step Up wenn man sich die vorherigen Gegnerinnen von Fiorot ansieht. Ihre drei vorherigen Gegnerinnen zusammen haben weniger Kämpfer und nur einen Sieg mehr als Maia. Alle drei zusammen! Fiorot selbst hat erst 9 Profikämpfe und damit 1/3 von dem was Maia hat. Mit 33 ist Sie jetzt auch nicht wie McMann kurz vorm Karriereende. Maia hat in der UFC schon alle großen Namen gekämpft und selbst gegen Shevchenko nicht so schlecht ausgesehen.

Im Stirking sollte Fiorot überlegen sein, hat Height/ Reach Vorteil, sollte schneller sein. Man unterschätzt aber, dass Maia auch eine ordentliche Muay Thai Kämpferin ist und früher Profiboxerin. Im Grappling und auf der Matte sollte Maia Vorteile haben. Evtl. kann Sie hier sogar eine Submission holen. Immerhin Black Belt in BJJ.

Also Ja, Fiorot ist zurecht Favoritin. Aber ich finde die Odd dann bei so einem gewaltigen Step Up doch nicht ganz nachvollziehbar. Die Submission Odd ist dazu komplett daneben. Ich probiere es mal Small mit Maia. Beim Weigh-In sah Maia schlimm aus, beim Face-Off dann aber wieder topfit.

Was ich sehr interessant fand war ihr leichtes humpeln beim Weigh-In. Sehr steif auf einem Bein. Bei Twitter und Co. sehen einige eine Beinverletzung. Ich weiß es nicht, kann auch ein Krampf gewesen sein. Trotzdem suspicious.


Marc Diakiese vs Viacheslav Borshchev

Diakiese (15-5) zuletzt mit schwierigen Performances dazu in der UFC nur 5-5. Er kämpft hier um seinen Vertrag. Eigentlich sehr schade für einen wie Diakiese, der sehr talentiert ist und ein gutes Skillset vorweisen kann. Diakiese hat hartes Muay Thai, harte Kicks, gutes Range Management, hat gute Takedowndefense mit 62%, gutes Wrestling und einen Purple Belt im BJJ. Sein Problem ist das low volume im Striking. Hier ist er immer sehr bedacht und sucht sich seine Schläge/ Kicks ganz genau aus, oft dann aber viel zu wenige um den Kampf zu bestimmen.

Wenn man auf seine Niederlagen schaut, war das allesamt gegen ordentliche, bis sehr gute Gegner. Fiziev und Hooker sind/waren Top 5 Fighter. Haqparast ist immer noch einer der talentiertesten in der Division. Split Decision Niederlage gegen einen Drakkar Klose, der sich sehr gut in der UFC etabliert hat. Nur sein letzter Kampf vs Rafael Alves war dann doch ein bisschen concerning, weil er sich da viel zu schnell in eine Submission Position bringen lassen hat, obwohl dass Alves einziger Pfad zum Sieg war.

Seine Siege waren allerdings auch allesamt gegen durchschnittlich bis unterdurchschnittliche Leute wie Vannata, Duffy, Packalen usw. Wenn man das Matchmaking über die Jahre beobachtet, wird deutlich, dass man in Diakiese eigentlich etwas gesehen hat bzw. noch sieht, er aber dann nie den Step Up im Wettbewerb standhalten konnte.

Diakiese ist aber auch noch nicht so alt, mit 29 eigentlich noch 2-3 Jahre vor der Prime und könnte sich wieder zurückkämpfen. Hier ist wohl innerhalb der UFC die erstmal letzte Chance.

Borshchev aka Slava (6-1) ist recht neu im MMA. Erst in 2019 mit seinem ersten MMA Fight, aber in der Szene kein unbeschriebenes Blatt. Ist Striking Coach im Team Alpha Male und dementsprechend im Striking auch Bombe. Eignetlich gewinnt er jeden Kampf durchs Kickboxen, seine Gegner waren aber bisher auch wirklich überschaubar. Die Frage wird sein, wie er sich gegen einen stärkeren Wrestler/ Grappler behaupten kann. Er hat quasi keine Takedowndefense, kommt aber bisher dann immer schnell wieder hoch. Wie gesagt, gegen bisher unterdurchschnittliche Gegner.

Die Frage wird sein, bleibt der Kampf im Stand-Up oder kämpft Diakiese clever und holt sich hier den überlebenswichtigen Sieg durchs Wrestling/Grappling? Im Striking wird Slava den Kampf bestimmen und auch wahrscheinlich gewinnen. Im Wrestling/Grappling wird Slava chancenlos sein. Aber selbst im Striking ist Diakiese nicht komplett lost. Er hat 15min gegen Fiziev gut mitgeboxt, obwohl dieser wohl noch eine Stufe höher als Slava einzuschätzen ist. Slava könnte in der 1. Runde durch einen KO gewinnen, aber danach sehe ich Diakiese weit vorne. Er muss nur clever genug kämpfen, aufs Wrestling/ Grappling setzen und seine konditionelle Überlegenheit ausnutzen. Er hat auch gar nicht den Spielraum gegen Slava großartig rumzueiern. Er benötigt einen seriösen Sieg, gar kein Spektakel, sondern einfach einen Sieg gegen einen Gegner der in der MMA Szene relativ viel Hype hat, obwohl bisher wenig gerissen. Overall Skillset sollte pro Diakiese sein, Form natürlich eher Richtung Slava, aber Erfahrung, Gegner und Co. geht alles pro Diakiese. Die Reach mit 10cm pro Diakiese sollte im Strinking immerhin ihm etwas entgegenkommen.

Für mich ein Decision 29-28 Sieg pro Diakiese durch die Vorteile im Wrestling ab Rd. 2 – 3. Diakiese sah beim Weigh In und Face Off unfassbar strong aus. Er ist immer austrainiert, aber so krass habe ich es bei Ihm noch nie gesehen. Ich glaube er weiß worum es für ihn bei dem Kampf geht. Do or Die.


Neil Magny vs Max Griffin

Magny (25-8) kann man schon als UFC Veteran bezeichnen. Ultimate Fighter Season 16 in 2012 und seinen ersten UFC Fight in 2013. Seitdem 25 Fights in der UFC und nur 7 verloren. Da ist es schon verwunderlich, dass er es nie bis zum Title Fight geschafft hat. Immer wenn er kurz davor war, hat er dann verloren. Wirklich viele gute Leute geschlagen wie Gastelum, Condit, Lawler, Neal. Auch gegen gute verloren wie Chiesa, Dos Anjos oder Pinzinibio. In den letzten Jahren fliegt er aus meiner Sicht etwas unter dem Radar: Immerhin steht er 7-3 seit 2016, aber liefert dann oft nicht, wenn es um was geht. Beispielsweise bei seinem Headliner Event vs Chiesa, wo er komplett abgeschmiert ist.

Magny ist ein starker Wrestler, kann gut den Kampf durchgrinden, benutzt den Käfig und zermürbt den Gegner. Er hat ein solides Striking und weiß seine Reach gut auszunutzen. Trainiert im Elevation Team, dort kann man sicher sein, dass die Cardio stimmt. Zuletzt called er quasi jeden aus und hofft auf einen starken Gegner. Interessanterweise nimmt niemand an, selbst Khamzat wurde gecalled, aber es kam nichts zustande. Zeigt mir, dass Magny entweder komplett uninteressant ist oder was ich vermute nicht interessant genug um so einen unangenehmen Gegner zu kämpfen. Sein Kampfstil ist nämlich eher so lala, aber er hat normalerweise viel Controll Time, insbesondere gegen Mid-Tier Gegner.

Mit Griffin (18-8) kommt nun jemand, den man wieder in die Kategorie Mid-Tier einordnen muss. Griffin ist auch schon seit 2016 in der UFC, hat aber nie richtig abgeliefert. Zwischendurch stand er kurz vor dem Cut, hat aber zuletzt 3 Siege hintereinander, was Ihn dann doch wieder etwas in den Vordergrund gebracht hat. Overall steht er mit 6-6 in der UFC, was keine wirklich gute Bilanz ist. Vor allem sind seine Siege gegen schwache Gegner oder Leute über dem Zenit. Der Sieg vs Condiz zuletzt ist zwar schön für die Statistik, aber Condit ist eigentlich kaum noch relevant für dieses Niveau.
11cm height /10 cm reach pro Magny.

Griffin ist ein guter Kickboxer, Black Belt in KungFu, sieht aber trotzdem nicht besonders flüssig im Strking aus. Irgendwo unrund, aber trotzdem, wenn er trifft sehr effektiv. Aufgrund dieses unrunden Striking Style verliert er dann aber oft Decisions. Griffin hat eine 70% Takedown Defense, was er hier gegen Magny auch benötigt. Trotzdem erwarte ich, dass Magny Ihn hier mit viel Controll Time am Käfig bearbeiten wird.

Für Griffin ist Magny ein Step Up, für Magny ist der Fight wieder eine Chance sich oben im Ranking zu etablieren. Er weiß wie man eine Decision gewinnt, er weiß wie man knappe Runden für sich holt und genau da sehe ich das Problem bei Griffin. Durch seinen Striking Stil verliert er viele knappe Runden, Magny gewinnt durch sein Grappling und Controll Time viele. Dazu erwarte ich Schwierigkeit für Griffin im Striking durch die Reach Nachteile. Ich bezweifle auch, dass Griffin mit 36 plötzlich in die Top 10 im Ranking einziehen kann, wenn er vorher gegen jeden besseren Gegner Probleme bekommen hat.

In meiner Meinung wird das ein 30-27 für Magny nach Decision. Selbst wenn eine Runde mal an Griffin gehen sollte, weiß ich, dass man Magny vertrauen kann die anderen zwei zu dominieren.


Curtis Blaydes vs Kyle Daukaus

Daukaus (12-4) ist jemand der in der Corona Zeit irgendwie aus dem Nichts in die UFC gespült wurde und dort sich dann bis nach oben gekämpft hat. Eigentlich Polizist und vor 2 Jahren noch relativ speckig, mittlerweile gut austrainiert. Er hat schnelle Boxkombinationen und harte Schläge. Was aufgefallen ist, seine großen Siege waren allesamt gegen Uralte Gegner, die sehr langsam sind und kaum hinterherkommen. Parker Porter (36), Oleinik (44) und Abdurakhimov (40). Einzig Nascimento war ein jüngerer Gegner, aber auch jemand der unterdurchschnittliche Skills für HW UFC hat. Gegen Derrick Lewis wurde die Winning Streak dann brutal beendet, aber das ist eben ein zu hohes Level für einen Daukaus, der vor 2 Jahren Semi-Pro bzw. eher Amateur war.

Blaydes (15-3) und ist nun seit Jahren schon in den Top 5 im HW. Seine überraschende KO-Niederlage vs Lewis hat Ihm den Titel Fight gekostet. Aber schauen wir uns mal seine Gegner in der UFC an: Oleinik (2017), Overeem, Ngnannou, Abdurakhimov (2019), Dos Santos, Volkov, Lewis, Rozenstruik. 3x also gegen die gleichen Gegner wie Daukaus, 3x mit demselben Outcome. Nur das Oleinik/ Abdurakhimov noch jünger waren und er gegen Lewis die 1. Runde haushoch überlegen war. Dazu Top Guns wie Volkov, Rozenstruik und Dos Santos eindeutig besiegt.

Durch die 2 schweren KOs vs Lewis & Ngannou könnte man denken, dass Blaydes Chinny ist, aber dann dürfte man niemanden mehr in der HW Division tippen. Blaydes macht normalerweise eine Sache wo er unschlagbar ist und dass ist das Wrestling. Er grinded jeden kaputt, außer er rennt unüberlegt in eine Bombe rein.

Für Daukaus ist das (nach Lewis) der größte Step Up. Wenn man sich auf das allgemeine MMA Skillset konzentriert für mich sogar der größte Step Up bisher. Jemand wie Daukaus, der sich zwar echt gemacht hat, sollte hier aber komplett überfordert sein. Die Takedown Defense ist zwar bisher bei 100%, allerdings musste er Sie bisher auch noch nie richtig einsetzen. Sein Get-Up Game ist komplett unbekannt, insbesondere bei einem Gegner wie Blaydes. Bei Blaydes 6,27 Takedowns pro 15 min wird man davon ausgehen müssen, dass Daukaus sich auf dem Boden wiederfinden wird. Wer weiß, wie er damit zurecht kommt mal eine Runde 3-4 Minuten auf der Matte bearbeitet zu werden.

Daukaus ist ein guter Typ für Ranking 8-15, aber viel weiter oben sehe ich Ihn einfach nicht. Blaydes sollte aus dem Lewis Debakel gelernt haben um sich bald wieder einen Title Contender Spot zu sichern.


Gesamt:
4/10 Blaydes + Rosa + Magny 2.36q @ Pin
2/10 Batgerel + Khizriev 1.93q @ Pin
2/10 Diakiese 2.23q @ Pin
1/10 Maia 4.53q @ Pin
0,5/10 Maia by Submission 11.28q @ Pin
 
UFC Fight Night Columbus



Gesamt:
4/10 Blaydes + Rosa + Magny 2.36q @ Pin
2/10 Batgerel + Khizriev 1.93q @ Pin
2/10 Diakiese 2.23q @ Pin
1/10 Maia 4.53q @ Pin
0,5/10 Maia by Submission 11.28q @ Pin

Maia fand ich gar nicht so schlecht. Aber verdient verloren. Batgerel muss eigentlich in der 1. Runde den KO holen und geht dann in der 2. selbst KO... Diakiese hätte man mal lieber mit 4/10 anspielen müssen anstatt diese grauenhafte Rosa. Was McMann auch unfassbar öde kämpft... pur Wrestling mit 0,0 Output, aber reicht wohl im Frauen MMA. Die 4/10 darf ich mit Rosa niemals spielen. Magny gewinnt knapp, Blaydes gewinnt klar, Khizriev auch relativ klar.

Momentan spiele ich irgendwie die falschen Kombis oder das falsche Stakeing. Macht nicht so viel Freude alles. Wenigstens ist nun 2 Wochen Pause...

-5.04
 
Gilbert Burns - Khamzat Chimaev

Kann die Quotierung pro Khamzat nicht ganz nachvollziehen.
Hat einen Record von 10-0. Alle 10 Siege durch finishes, allerdings waren bisher wirklich absolut keine namhaften Gegner dabei.
In der UFC bisher Meerschaert (34-14) u. Jinglijang (18-7) klar geschlagen aber sollte man nicht so überbewerten die Siege.

Von Burns hört man medial nichts, der kann sich zu 100% auf Chimaev fokusieren.
Zuletzt dominierte er Wonderboy und auch Maia u Woodley schlug er eindeutig.
Auch Usman brachte er zum wackeln und nahe eines KO's.
Der ist gefährlicher als ihn die Qouten darstellen.

Für mich eine Fehlqoutierung, deshalb geh ich small auf den "aussenseiter" Burns.

Khamzat hat zu wenig Beweise geliefert für diese Qoutierung, basiert stark auf den medialen Hype um ihn.

Burns @ 4,85 marathon 1/10
 
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UFC 273

Eine tolle PPV Card mit zwei Titlefights und dem Boogie Man in der UFC Chimaev. Dazu viele weitere tolle Fights. Das wird ein Fest und es wird auch mal wieder Zeit, dass ich mit positivem Outcome eine Card beende. Rozenstruik wurde leider abgesagt. Hätte 3EH auf Ihn gesetzt. Volkanovski ist der größte Favorit jemals in Featherweight Titelkampf. Denke auch der wird 25 Minuten lang den Zombie verprügeln. Aber wer weiß was in 25 Minuten passieren kann… Garry auch wieder am Start und großer Favorit. Hier denke ich auch er wird gewinnen, aber zu der Odd halte ich Abstand.


Piera Rodriguez vs Kay Hansen

Rodriguez (7-0) kommt frisch aus der Contender Series. Dort wird quasi jede Frau übernommen welche einen Kampf gewinnt. Egal wie und gegen wen. Nun gegen die schon bekannte Kay Hansen (7-5). Hansen ist in letzter Zeit nur noch durch Ihren Only Fans Account aufgefallen, aber man merkt, sie hat Ihre MMA Karriere nicht abgeschrieben, sondern arbeitet weiter an sich. Mit 9 Fights in Inivicta und 3 Fights in der UFC auch mit viel Erfahrung auf professioneller Bühne. Man muss bedenken, dass Sie erst 22 Jahre alt ist und noch lernen muss. Zuletzt zwar zwei Niederlagen in der UFC. Wobei die Niederlage vs McKenna durchaus ungerecht war. Hier haben 13-2 der Medien sie vorne gesehen und ich auch. Jasudavicius wird auch unterschätzt, ist extrem kräftig und ich habe bei Hansen durchaus Verbesserungen gesehen. Und das gegen eine viel größere und kräftigere Gegnerin. Kay Hansen hat mir da durchaus gefallen, da sie dagegengehalten und nicht aufgegeben hat. Ihr Ground Game und insbesondere BJJ ist sehr gut, dazu kann Sie auch im Rückstand dagegenhalten. Bei Ihr bekommt man auf jeden Fall eine fitte Kämpferin die bis zur letzten Sekunde alles gibt.

Rodriguez ist wie gesagt aus der DWCS frisch in der UFC und wenn die UFC dir eins lehrt ist es, dass man niemals Contender Series Leute als Favoriten spielt. Vor allem nicht, wenn es sich um Damen handelt. In der LFA hat Sie mit Gotsyk eine durchaus solide und erfahrene Gegnerin geschlagen, ansonsten sind alle Gegnerinnen auf ihrem Record nichts wert. Rodriguez ist eine solide Strikerin, aber sobald es ins Wrestling geht, verliert sie jegliche Kondition. Hier sollte Hansen überlegen sein, sobald Sie die Distanz schließen kann und ins Grappling oder sogar auf den Boden kommt. In der 1. Runde wird Rodriguez wohl durch Striking vorne sein, aber in Runde 2-3. Sehe ich Hansen vorne. Kann mir sogar eine Submission in Runde 3 vorstellen.

Ich glaube schon, dass die UFC hier Hansen nochmal eine Chance geben will sich zu beweisen. Sie ist sehr jung und trotzdem schon relativ bekannt. Mit einem Sieg ist sie wieder voll am Start und als Außenseiter gegen eine unbekannte Contender Series Dame muss man aus meiner Sicht Hansen vertrauen.

Bei der Height/Reach sind beide quasi gleich. Hansen aber mit 3.5 Pfund über dem Limit. Sie sah zwar enttäuscht aus, aber nicht ausgetrocknet oder schwach. Da glaube ich dass die 3.5 Pfund mehr eher pro Hansen sprechen.


Aleksei Oleinik vs Jared Vanderaa

Hier darf Opa Oleinik (59-16-1) endlich ran, nachdem vorher 3 Fights abgesagt worden sind. Vor zwei Wochen sollte er eigentlich gegen Latifi kämpfen. Wurde dann am Kampftag abgesagt. Oleinik mit 3 Niederlagen in Folge, allerdings gegen gute Gegner wie Lewis, Daukaus oder Spivak. Oleinik ist eigentlich raus, kämpft noch seinen Vertrag ab und sieht auch nicht wie 44 Jahre aus, sondern eher wie 54. Klar, seine Submissions sind legendär, aber der Mann ist einfach alt und langsam geworden. Bei Ihm ist eigentlich alles Do or Die in der 1. Runde. Bekommt er den Takedown früh in Runde 1, dann kann er die Submission holen. Nach der 1. Minute in Runde 2 holt er keinen Takedown mehr und ist auf verlorenen Posten.

Mit Vanderaa (12-7) kommt jemand der mich gegen einen anderen Rentner Arlovski vor 2 Monaten erst geärgert hat, aber was er mir gezeigt hat ist Kondition. Ab Mitte Runde 2 hat er richtig Gas gegeben und hätte auch fast gewonnen. Runde 1 sich wohl bewusst zurückgehalten und mit einem Einbruch von Arlovski gerechnet. Arlovski ist aber noch mal etwas fitter als Oleinik. Vanderaa ist BJJ Black Belt, hat gute Submission Defense. Sollte hier also fähig sein nicht sofort in eine Submission zu rennen. Sein Striking ist nicht schlecht, nur oft zu wenig Outcome. Seine Schläge sind für ein Schwergewicht einfach zu schwach. Sein Output ist dagegen nicht schlecht mit 4,54 Strikes Landed per Min.

Für mich gibt es hier nur einen Weg für Oleinik und das ist in der 1. Runde einen Takedown holen und die Submission, ansonsten sollte Vanderaa ihn Outstriken können. Gegen Arlovski war es gar nicht so schlecht. Insbesondere die 3. Runde. In der 2. Wohl eine Minute zu spät angefangen. Gegen Oleinik sollte es im Striking einfacher sein. Dazu ist Vanderaa ein BJJ Black Belt und sollte sich kurzzeitig gegen Oleinik auch auf der Matte verteidigen können.

Oleinik ist auch fürs HW recht klein und leicht. Ganz früher zurück ist er eigentlich aus dem Middleweight und im Alter dann hochgegangen. Dementsprechend wird es auch schwieriger mit den Takedowns. Ich sehe 35-40 Pfund Unterschied pro Vanderaa, 6 cm Größe pro Vanderaa und 15 Jahre! Jünger pro Vanderaa. Oleinik ist auch seit 1 Jahr ohne Kampf, dafür dauernd mit Kampfabsagen und Camps für nichts, was bei einem 44-Jährigen nochmals problematischer wirkt.

Was man auch seit dem Russland / Ukraine Krieg gemerkt hat ist eine große Antistimmung im Publikum. Amerikaner werden ja eh mehr supported, aber dann noch gegen einen Russen... wobei Oleinik auch seit 10 Jahren in Florida lebt. Auch sind viele knappe Decisions sind in letzter Zeit immer gegen Russen gewertet worden. Naja, die Halle wird klar pro Vanderaa sein, ich glaube nicht dass der Kampf über 15 Min gut, falls doch, dann wird Vanderaa auch gewinnen.

Unter den Voraussetzungen muss ich Vanderaa spielen, selbst mit der Gefahr, dass er in der 1. Runde submissed wird.
 
Vinc Pichel vs Mark Madsen

Madsen (11-0) ist ein absoluter Athlet. Silbermedaillengewinner im Ringen Olympia 2016, daher natürlich im Wrestling gegen fast alle weit überlegen. Dadurch allerdings auch erst recht spät mit MMA angefangen, wobei seine Anfänge 2013 waren. Dann aber sich aufs Wrestling spezialisiert um nach Olympia zurück in MMA zu kommen. Gegen wirklich gute Gegner als „Rookie“ in Cage Warriors abgeliefert, in der UFC auch gegen einen Hubbard oder zuletzt einem Veteranen wie Guida gewonnen. Gegen Guida wurde es knapp, da Madsen dann doch ein bisschen zu viel Power zu Beginn verschossen hat. Sein Gameplan ist klar. Sofort auf Takedowns. Leider hält er die Gegner oft nicht lang genug auf den Boden, so dass er dann wieder zu Takedowns ansetzen muss. Das kostet Kraft.

Nun ist er aber mittlerweile lange in den USA beim Fight Ready MMA Team. Absolutes Top Team was zuletzt erst Figureido zum Titel gebracht hat. Leute wie Cejudo dort als Trainingspartner/ Coach und Korean Zombie, Drakkar Klose, Eryk Anders am Start. Für mich der richtige Move um mehr taktische Finesse für MMA zu lernen. Das sportliche und die Einstellung hat er längst. Klar er wird kein Weltklasse Striker mehr, aber sein Wrestling ist sowas von überragend, da braucht er nicht zum Boxer zu werden.
Sein Gegner Pichel (14-2) hat eine 3 Win Streak, unter anderem auch einen Veteranen mit Jim Miller besiegt und auch Hubbard. In etwa also gleiche Gegner wie Madsen, allerdings sind seine einzigen zwei Niederlagen gegen Wrestler. Gillespie ist einer der besten Wrestler in der Division und hat ihn 2 Runden lang kaputt gewrestled. Vor vielen Jahren gegen Khabilov und Iaquinta auch verloren und chancenlos auf der Matte gewesen. Insgesamt hat Pichel auch sehr wenig Fights. Man überlegt sich, dass er seit seiner Ultimate Fighter Saison in 2012 ganze 8 Kämpfe bestritten hat. Davon bis auf Gillespie gegen niemand Guten. Probleme hat er wie gesagt gegen Wrestler, ist auch schon 39 und bekommt nun 4 Jahre nach seiner Niederlage gegen Wrestler Gillespie einen noch besseren Wrestler vorgesetzt.

Madsen ist auch schon 37, aber durchtrainiert wie eh und je. Der fokussiert sich voll auf seine letzten 2-3 Jahre als Profisportler und hat auch angekündigt durch das neue Camp und Wohnort USA einen Title Run zu versuchen. Einer wie Pichel ist da Durchgangstation. Seine Taktikprobleme sollten durch einen Cejudo überwunden werden können. Ich bin sehr überzeugt, dass Madsen hier als Sieger herauskommt.


Mickey Gall vs Mike Malott

Gruselfight zwischen einem der nicht in die UFC gehört und einer der noch nie in der UFC gekämpft hat. Normalerweise darf man nicht auf Favoriten aus Contender Series setzen, hier muss ich aber mit Malott (7-1) gehen.

Mickey Gall (7-4) hat sich zwar etwas verbessert, aber sind wir mal ehrlich. Gegen wen hat er bisher gewonnen? Leute die nicht mehr in der UFC sind bzw. nie da reingehört haben. Ein CM Punk? Von dem Sieg lebt Gall heute noch. Das war damals ja eher ein Freak Fight. Sage Northcutt ist ein kompletter Testo Flop der in One zerstört wurde. Und gegen Leute verloren die seit 5 Jahren nicht mehr reingehört haben wie Perry oder Diego Sanchez. Gegen Morono zuletzt sah er besser aus, aber hat eindeutig verloren. Hier nehme ich es Gall nicht übel, da Morono schon zwei Klassen besser ist. Wo ist Gall gut? Er hat BJJ Blackbelt, allerdings nutzt er es nie und versucht sich lieber im Boxen, wo er aber wenig auf UFC Level zeigt. Im Grappling wurde er von Perry und Sanchez dominiert. Was auch interessant ist, die ganze Karriere wechselt Gall dauernd die Gyms, das ist für mich auch immer eine Red Flag. Mal wechseln ist ok, aber nicht jedes Mal. Besonders weiterentwickelt hat er sich nie, außer dass das Striking etwas smoother aussieht.

Malott kommt wie gesagt aus der Contender Series, hat aber vorher schon in Bellator gekämpft und früher einiges in Kanada gezeigt. In Kanada wurde er damals als großes Talent gesehen, wo der Trainer kaum Gegner für Ihn gefunden hat. Hakeem Dawodu hatte er damals am Rand einer Niederlage, Dawodu steht aber auf und haut ihn dramatisch KO. Seitdem hatte Malott dann ganze 2 Kämpfe zwischen 2014 und 2020. Er hat sich zurückgezogen da er eine Nackenverletzung hatte und kurz vorm Karriereende stand. Sein neuer Trainer hat Ihn dann nach Kalifornien gebracht wo ein Arzt das regeln konnte. Nun ist er seit 3 Jahren wieder fit. Sein Problem war früher die Kondition. Er ist mega in der 1. Runde und gewinnt da alles. Bis auf Dawodu der aufsteht und Ihn Ende der Runde finished. In Bellator holt Malott eine 20-18 in der 1. Runde aber bricht dann komplett ein. Hier hoffe ich hat der neue Trainer etwas gebracht. Wissen tue ich es nicht, seine letzten zwei Siege gingen nicht länger als 1.42 Min…

Auf jeden Fall ist er nun in Kalifornien bei Alpha Male, scheint fit zu sein, war schon immer talentiert. Im Striking sehe ich Malott besser und auf der Matte eigentlich auch. Gall macht trotz 10 Jahren in der UFC viele Rookie Fehler, er kämpft auch einfach zu wenig und ist dazu konditionell auch nicht gut. Falls Malott Ihn nicht in der 1. Runde finished, glaube ich auch nicht so richtig an einen Mickey Gall einen Kampf dann umzudrehen.