Die Ermittler haben aber den Verdacht, dass auch eine Partie in Deutschland manipuliert worden sein könnte. Dabei soll es sich um das Freundschaftsspiel SSV Ulm gegen Fenerbahce Istanbul am 14. Juli 2009 handeln. Der türkische Erstligist, der von Christoph Daum trainiert wird, hatte das Spiel 5:0 (1:0) gewonnen. Aus den Unterlagen der Ermittler ergibt sich der Verdacht, "bislang unbekannte Spieler des SSV Ulm sollen für ihre Bereitschaft zu verlieren" einen niedrigen fünfstelligen Betrag insgesamt erhalten haben. Es handelt sich dabei nur um einen Anfangsverdacht.
Der SSV Ulm, Tabellenneunter in der Regionalliga Süd, hatte im Juli ein rauschendes Fußballfest vor 10.000 Besuchern gefeiert. Bilder des Regionalfernsehens zeigen, wie Roberto Carlos und Kollegen vor den begeisterten Fans in die Kabine fliehen mussten. Im Donau-Stadion vergaben die Ulmer in der Anfangsphase zwei große Chancen. Fenerbahce traf einmal vor der Pause, dann lief es besser: Gleich dreimal überwanden die Türken den Torwart mit Lüpfern aus der Distanz, beim fünften Tor nutzten sie einen Abpraller nach einem Freistoß.
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