Knebelverträge in der Jugend, Werbung mit T-Shirts und Bällen an Chemnitzer, Dresdner etc. Schulen. Die Jugendarbeit wird im Umkreis von 200 Kilometern nur noch von Red Bull bestimmt. Der aussortierte Rest geht in umliegende Städte (ich spreche mal nicht von Abfall). Sicher wird RB auf diese Art und Weise hier und da mal ein Toptalent abgreifen, aber die über Jahre hinweg erfolgreiche Jugendarbeit bricht schon zusammen. Wer 1 und 1 zusammenzählt weiß, welche Konsequenzen dies für Dynamo, den Schacht, Chemnitz, Halle und die echten Leipziger Vereine haben wird...
@Samuel...und ja, Fußball ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. (und nein, wir sprechen nicht von dem Fußball, wie Du ihn kennst)
Mein jüngerer Bruder spielt bei RB. Und bisher war mir da nie was von derartigen "Knebelverträgen" bekannt. Ich kann solche Argumente daher grundsätzlich meist nur als Stimmungsmache abstempeln. Sicherlich hat er vorher bei einem anderen "renomierten" Leipziger Verein gespielt, der ebenfalls für gute Jugendarbeit bekannt WAR. Es geht und ging ihm hierbei aber weder ums Geld, noch um neue Fussballschuhe, sonderlich einfach um die IDENTIFIKATION und um die persönliche Entwicklung. Entweder ganz oder gar nicht sagt er sich, denn ein abgehalfterter 5. Liga Spieler will er nicht werden.
Ich habe vor Jahren die Leipziger "Ausbildungsvereine" durchlaufen. Angefangen von damals noch VFB Leipzig und später dann zu Sachsen Leipzig, nachdem alle meine Kumpels dort hinwechselten, denn plötzlich war der VFB ja pleite und man wollte ja schließlich "Profi" werden(so viel zu Loyalität zum "Verein" .. aber das ist ein anderes Ding)
Im Nachhinein, bin ich neidisch auf die heutigen Bedingungen, auch wenn der Druck vielleicht noch höher ist, wenn man was "werden will" aber die Rahmenbedingungen und das Umfeld suchen ihres gleichen.
Heute würde ich mich schämen in solch einem Trikot der beiden anderen Leipziger Vereine umherzulaufen. Nicht das ich mich als Mensch höheren Intelekts hinstellen will aber der Unterschied ist, dass ich mich benehmen kann.