Also Groucho, zu Deinen Gunsten nehme ich immer noch an, dass Du hier rumtrollst und ein paar Späße machst. Jedenfalls stimmt an Deinen Beiträgen bis auf die Interpunktion (meistens) so gut wie nichts.
Hier schon angesprochen: YouTube-Kommentare anzuführen, die weder auf einer Zufallsauswahl beruhen noch in irgendeiner Form nachvollziehbar ausgewertet werden, ist halt nicht sehr stichhaltig. Nur mal so zur Einordnung: wie man Internet-Abstimmungen gewinnt und das Stimmungsbild in irgendwelchen Foren beeinflusst, kannst Du ja mal die Präsidenten Ron Paul (2008 und 2012) und Rand Paul fragen.
Trumps Hallen sind mitnichten immer voll, wo du die Info her hast ist mir schleierhaft. Die Trump-Campaign behauptet das immer, tatsächlich wird häufig berichtet, dass da die Euphorie abgeflaut ist und er die Hallen keineswegs immer voll bekommt. Clinton hatte gestern einen Auftritt in North Carolina mit 14.000 Leuten (Quelle: RealClear). Da dürfte einer der Gründe allerdings die Anwesenheit von Michelle Obama gewesen sein. Denn hier hat, nur mal für das Protokol, niemals jemand behauptet Hillary sei eine starke Kandidatin. Im Gegenteil, ich habe mehrfach darauf hingewiesen, dass sie aus sich heraus, keine starke Anziehungskraft entfaltet.
Wenn Du die Aussagekraft der Umfragen anzweifelst (Übrigens: einen 12-Prozentpunkte-Abstand hat genau eine Umfarge gezeigt. Gerade die zu zitieren und das Gros der Polls auszulassen, zeugt von selektiver Wahrnehmung), dann brauchst Du eine Antwort auf die Frage, warum die 2012, 2008, 2004 usw. immer eine ganz gute Prognosegüte hatten, so in der grndsätzlichen Richtung jedenfalls.
Wenn Du YouTube-Kommentare als gültiges Argument siehst, unterstelle ich mal, dass Du von Demoskopie nicht besonders viel Ahnung hast. Natürlich gibt es eine Fehlerquote in den Polls, deshalb muss man sich eben den Margin of Error anschauen. Auch gibt es einen natürlichen Bias, weil die Stichproben normalerweise nicht groß genug sind, um die Verteilung von Dems, Republikanern und Unabhängigen abzubilden. Deshalb stecken dahinter immer Modelle, die versuchen das auszugleichen. Ein weiteres Problem ist, dass man mit Telefonbefragungen üblicherweise eine wichtige demographische Gruppe unterrepräsentiert, nämlich die Jüngeren, die oft gar kein Festnetz mehr haben., Die wählen aber überwiegend demokratisch. All das muss man berücksichtigen, was mal besser, mal schlechter gelingt. Sowohl 2008 als auch 2012 lag das tatsächliche Ergebnis der Demokraten aber 2-3 Prozentpunkte über den Prognosen - aus den genannten Gründen. Das außer Acht zu lassen, bedeutet, die Realität auszublenden, obwohl Du doch das gerade gar nicht willst.
Auch die Tatsache, dass Clinton ein Ground Game aufgebaut hat, das Trump ungefähr im Verhältnis 3:1 ausknockt, ist am Ende nochmal für 1-3 Prozentpunkte gut.
Seit gestern Abend ist natürlich noch einmal Bewegung in die Sache gekommen, zurzeit kann niemand seriös prognostizieren, welche Wirkung das hat, weil man nicht weiß, worum es in diesen Mails geht. Aber wenn ich gestern Nachmittag 99,5% überzeigt war, dass Clinton gewinnt, dann sind es jetzt immer noch 90%. Das sagt allein die Arithmetik: Gewinnt Clinton die Blue-Wall-Staaten (242 EVs) puls Virginia, New Mexico und Colorado, dann ist sie bei 269. Und das sieht sehr sehr safe aus. Dann fehlt genau ein Staat. New Hampshire?
Aber das alles nur nochmal augeschrieben, damit sich niemand von einem Troll verwirren lässt, und weil in dortmund grad eher Sicherheitsfußball gespielt wird.