US-Wahl

einstellen müssen, die weniger von liberalen Werten getragen und mehr ihren Weg in autoritären Strukturen finden wird...



der Clinton-Clan hat stets von der Achse des Bösen etc gesprochen, und hat mittendrin immer natürlich "Erzfeind" Rußland als größten Bösewicht genannt. Zuletzt erst wieder mit der völlig an den Haaren herbeigezogenen, immer wieder wiederholten Phrase, Putin würde den US-Wahlkampf beeinflussen und russische Hacker hätten sich die Clinton-Mails angeeignet und und und...

obwohl man ja mittlerweile weiß, dass die Mails von einem amerikanischen Informanten stammten, obwohl man ja weiß, dass Clinton (der amerikanischen Gesetzgebung nach) widerrechtlich private Server für ihre Regierungsgeschäfte nutzte, weil Dateien wie Dokumente und Mails privater Server entgegen Behördenservern NICHT unter den amerikanischen Transparenzakt fallen (Freedom of Information Act/FOIA) und somit die Möglichkeit der Verdunkelung gegeben ist.

Die indirekte Behauptung von manchen, unter einer Präsidentin Clinton (als Sprachrohr der Finanz und Militär-Lobby) wäre es zu einer Entspannung der mithin angsespannten politischen Beziehungen und zu einem Abbau von autoritären Strukturen gekommen, halte ich, vorsichtig formuliert, dementsprechend für ein bisschen sehr blauäugig, denn ebendieser Clan war ja für den Aufbau der autoritären Strukturen verantwortlich und hat auch den 3. WK angesteuert! [[angel]]

Ob Donald Trump als Vertreter der Superreichen gegenüber der Sklavin der Superreichen, die "bessere" Wahl ist, ist so gesehen eine sich selbst beantwortende Frage, denn bei ihm kann man annehmen, dass er bedeutend öfter seine eigene Meinung äußert, also ehrlicher ist, als Clinton.
Und sein Kontakte knüpfen mit dem Who is Who der Weltpolitik im Vorfeld der Präsidentschaftswahl hat auch gezeigt, dass er bemüht ist, ein friedliches einvernehmen mit den Platzhirschen in anderen Ländern herzustellen und er hat auch bei seiner inoffiziellen Antrittsrede gestern diesen Faden weitergesponnen,
...den mithin wichtigsten, den es eigentlich gibt: Zu versuchen, zu einen anstatt zu trennen, gemäß dem Spruch
"In Vielfalt vereint!".

eigentlich auch ein gutes Motto fürs wettforum! :mrgreen:

übrigens Gratulation an Dopamin, Robär & Co für ihre gute Nase, und ganz dickes Sonderlob an Groucho für deine stets entspannte und sachliche herangehensweise (trotz teils sehr untergriffigem Gegenwind der dir ins Gesicht geweht hat)
 
Man kann Groucho natürlich gratulieren zum Gewinn, aber durch die ständige Benutzung des Wortes "Killary" war er ganz bestimmt nicht sachlich. Wieso sowas von den Mods nicht unterbunden wird, ist halt auch fraglich.

Außerdem war die Grundlage für Groucho's Wette, das Trump entgegen den Umfragen vorne liegt, weil er mehr Fans (Social Medias; YT-Kommentare) d.h. mehr Wähler hat. Aber nach der Wahl kann man sagen, dass das nicht gestimmt hat, weil Clinton mehr Stimmen erhalten hat.

Ich für meinen Teil, war für keinen der beiden Kandidaten. Keiner der beiden Kandidaten hätte es verdient gehabt zu gewinnen. Die ganze Wahl war einfach eine Blamage für die USA. Anfangen bei zwei Kandidaten, von den keiner die mehrheitliche Zustimmung des Volkes bekommen hat, bis hin das jetzt jemand Präsident ist, der keinerlei politische Erfahrung mitbringt.
 
Man kann Groucho natürlich gratulieren zum Gewinn, aber durch die ständige Benutzung des Wortes "Killary" war er ganz bestimmt nicht sachlich. Wieso sowas von den Mods nicht unterbunden wird, ist halt auch fraglich.

Außerdem war die Grundlage für Groucho's Wette, das Trump entgegen den Umfragen vorne liegt, weil er mehr Fans (Social Medias; YT-Kommentare) d.h. mehr Wähler hat. Aber nach der Wahl kann man sagen, dass das nicht gestimmt hat, weil Clinton mehr Stimmen erhalten hat.

Ich für meinen Teil, war für keinen der beiden Kandidaten. Keiner der beiden Kandidaten hätte es verdient gehabt zu gewinnen. Die ganze Wahl war einfach eine Blamage für die USA. Anfangen bei zwei Kandidaten, von den keiner die mehrheitliche Zustimmung des Volkes bekommen hat, bis hin das jetzt jemand Präsident ist, der keinerlei politische Erfahrung mitbringt.

offensichtlich hast du die Stellen vergessen, als "Moghul" meine Wenigkeit als "Troll" und Trump als "Loonatic" bezeichnet hat, soviel zum Thema sachlich.

Wenn Clinton Russland offen mit Krieg droht, dann ist "Killary" noch eine höfliche Bezeichnung.

Im Gegensatz zu Moghul habe ich Sachargumente gebracht, während von seiner Seite zumeist nur die öffentlichen Umfrageergebnisse hier angeführt wurden, was im Endeffekt nichts anderes war als wenn man beim Bayernspiel sagt" jo mei, Müller, Lahm, Lewa spielen mit, da werden's scho sicher gewinnen".

Wie das dann ausging, konnte man hier sehen.

Beim Wetten sollte man aber analytisch etwas mehr in die Tiefe gehen, meiner bescheidenen Meinung nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
So danke Moghul für deine ausführlichen Statements, deine extrem langen und durchdachten Posts die dir sicher viel Zeit gekostet haben. Du warst genauso wie ich auf der falschen Fährten, wir beide haben wohl den Hass der Amis auf das Establishment unterschätzt, andererseits wie unbeliebt dadurch Clinton war. Das wir uns von den Medien und den Meinungsumfragen teilweise leiten lassen haben, war am Ende nicht gut, doch diese müssen sich jetzt auch erklären, schliesslich machen sie dies Hauptberuflich. Insgesamt muss man sagen, hatte die Trump @5 sicherlich Value im Gegensatz zu der 1,2 Quote, wobei die Wette ansich wohl schwer zu spielen war. Für mich hat Robär mit den + der Wahlmänner die richtige Wahl gespielt im nachhinein betrachtet, den dieser Pick wäre nur nicht aufgegangen, wenn Clinton einen Erdrutschsieg errungen hätte, in diesem Sinne war dies sicher die beste Wette der Wahl.

Es ist schon beeindruckend wie hier und im LiL von leuten draufgehauen wird auf Moghul, die absolut vorher nichts dazu beigetragen haben (weder an der Diskussion noch an Argumenten) im nachhinein sich als Seite der Sieger zu erklären ist soetwas von billig, zeigt aber auch warum tw. dieses Forum sich immer weniger Analysten erfreut. Die Leute die echt lange und nach bestem wissen und Gewissen sich viel Zeit für ihre Analysen nehmen, werden entweder schultergeklopft wenn die Wette aufgeht oder aber gesteinigt wenn die Wette nach hinten los geht. Ich weiss ja nicht was ihr für Typen seid, will es auch nicht wissen tw. aber ihr ruiniert hier einiges (sei es durch Spass, Sarkasmus etc.)

Das Politik wohl derzeit ein schweres Gebiet ist und man anscheinend eher auf die populistische Seite setzen sollte, wurde wieder bewiesen. Die Gesellschaft ist im Umbruch, ob das gut oder schlecht ist, wer weiss das schon. Groucho hatte Recht und eventuell habe ich seine Posts und die Argumente die er meinte falsch verstanden, hier gilt aber auch wie man in dem Wald schreit, so kommts zurück. Also wenn man jemanden als Idiot und nichtsahnenden bezeichnet, braucht man sich nicht über die Ausdrücke Fanboy und Troll wundern, den das ist mit gleicher Münze zurückbezahlt.

In diesem Sinne werde ich wohl wieder auf das Telefon zurückgreifen oder der einen oder anderen Whats app Gruppe und mich hier von den wenigen verbleibenden Zugpferden inspirieren lassen, bevor ich wieder eine aufwendige Argumentation für eine Wahl die dann anders ausgeht reinschreibe. Hoffe das uns Moghul hier dennoch erhalten bleibt.
 
Danke TOMK2010, sind nette Worte. Hier angefeindet zu werden, stört mich aber nicht so sehr wie Du denken magst. Das bewegt sich ja nicht so sehr auf einer ernstzunehmenden argumentativen Ebene, sondern hat immer einen arg realsatirischen Charakter und qualifiziert sich damit selbst, das berührt mich nicht so sehr was die persönliche Ebene angeht. .

Und Du hast recht, ich denke ein wenig nach, bevor ich etwas poste. Blöderweise hab ich grad jobmäßig noch eine Menge Kram um die Ohren, deshalb erstmal nur ein kurzes Statement.

Machen wir es kurz: ich habe viele Dinge falsch eingeschätzt, es sind zudem Ereignisse eingetreten, die so nicht vorhersehbar waren, in der Konsequenz habe ich verloren, da gibt es erstmal nichts zu deuteln.

Ich habe meine Beiträge und Einschätzungen in diesem Thread ja nie so furchtbar eng an Stakings und Einheiten orientiert. Aber meine Iowa-Wette ist für mich grad nochmal glatt gelaufen, weil ich rechtzeitig ausgecasht hatte, meine „Hauptwette“ aber ist verloren gegangen, Clinton hat nicht gewonnen, die Demokraten stellen nicht den Präsidenten. Dazu habe ich vorgestern eine Reihe von Einschätzungen zu einzelnen Staaten, zur Zahl der EVs usw. abgegeben. Die sind mit Ausnahme der Wetten zur Popular Vote, zu Nevada, Colorado und zu Virginia sämtlich in die Hose gegangen. Wie gesagt, so richtige Stakes habe ich hier nicht angegeben, aber ich drück’s mal so aus, ich habe bei der Geschichte eine ganz schöne Stange Geld verloren – und ich hoffe mal, dass ich hier nicht so viele Leute auf den falschen Pfad geführt habe, täte mir leid.

Wie gesagt, ich habe die Dinge falsch eingeschätzt und verloren, so ist es einfach. Wer sich jetzt drüber lustig machen oder das wie angekündigt mit Schadenfreude zur Kenntnis nehmen mag, kann das natürlich tun. Meinetwegen breites Grinsen und Dauerständer, ist alles okay, sei’s drum.

Mehr zu der Geschichte, dann demnächst, hab grad wirklich nicht viel Zeit.
 
So danke Moghul für deine ausführlichen Statements, deine extrem langen und durchdachten Posts die dir sicher viel Zeit gekostet haben. Du warst genauso wie ich auf der falschen Fährten, wir beide haben wohl den Hass der Amis auf das Establishment unterschätzt, andererseits wie unbeliebt dadurch Clinton war. Das wir uns von den Medien und den Meinungsumfragen teilweise leiten lassen haben, war am Ende nicht gut, doch diese müssen sich jetzt auch erklären, schliesslich machen sie dies Hauptberuflich. Insgesamt muss man sagen, hatte die Trump @5 sicherlich Value im Gegensatz zu der 1,2 Quote, wobei die Wette ansich wohl schwer zu spielen war. Für mich hat Robär mit den + der Wahlmänner die richtige Wahl gespielt im nachhinein betrachtet, den dieser Pick wäre nur nicht aufgegangen, wenn Clinton einen Erdrutschsieg errungen hätte, in diesem Sinne war dies sicher die beste Wette der Wahl.

Es ist schon beeindruckend wie hier und im LiL von leuten draufgehauen wird auf Moghul, die absolut vorher nichts dazu beigetragen haben (weder an der Diskussion noch an Argumenten) im nachhinein sich als Seite der Sieger zu erklären ist soetwas von billig, zeigt aber auch warum tw. dieses Forum sich immer weniger Analysten erfreut. Die Leute die echt lange und nach bestem wissen und Gewissen sich viel Zeit für ihre Analysen nehmen, werden entweder schultergeklopft wenn die Wette aufgeht oder aber gesteinigt wenn die Wette nach hinten los geht. Ich weiss ja nicht was ihr für Typen seid, will es auch nicht wissen tw. aber ihr ruiniert hier einiges (sei es durch Spass, Sarkasmus etc.)

Das Politik wohl derzeit ein schweres Gebiet ist und man anscheinend eher auf die populistische Seite setzen sollte, wurde wieder bewiesen. Die Gesellschaft ist im Umbruch, ob das gut oder schlecht ist, wer weiss das schon. Groucho hatte Recht und eventuell habe ich seine Posts und die Argumente die er meinte falsch verstanden, hier gilt aber auch wie man in dem Wald schreit, so kommts zurück. Also wenn man jemanden als Idiot und nichtsahnenden bezeichnet, braucht man sich nicht über die Ausdrücke Fanboy und Troll wundern, den das ist mit gleicher Münze zurückbezahlt.

In diesem Sinne werde ich wohl wieder auf das Telefon zurückgreifen oder der einen oder anderen Whats app Gruppe und mich hier von den wenigen verbleibenden Zugpferden inspirieren lassen, bevor ich wieder eine aufwendige Argumentation für eine Wahl die dann anders ausgeht reinschreibe. Hoffe das uns Moghul hier dennoch erhalten bleibt.

Dem ist nichts hinzuzufügen! Man muss immer bedenken, dass JEDER, der hier analysiert dadurch nicht einen Cent mehr auf dem Konto hat, ergo das jeder hier ehrenamtlich seine Analysen schreibt. Manchmal wäre tatsächlich ein freundlicherer Austausch hier wünschenswert, weil hier andere mit Beleidigungen zu bewerfen und sogar Schadensfreude zu haben, weil jemand seine Wette verliert sind denke ich nicht die Grundwerte, die das wettforum besitzt. Aber ich denke die Punkte, die mir auch aufgefallen sind, hast du schon sehr gut aufgezeigt.
 
Eine US Wahl wie diese ist kompliziert. Hier kann man im Prinzip ewig analysieren und letztendlich liegt man vielleicht falsch. Man muss auch bedenken das der überwiegende Teil der Profianalysten und Wahlprofeten daneben gelegen ist.
Auch die komplette österreichische Medienlandschaft, dazu großteils auch die Deutsche wie ich gelesen habe. Es ist
keine Schande hier falsch gelegen zu sein, andersrum, es war unglaubliches Glück richtig gelegen zu sein. Darum meine
ich ist Kritik nicht wirklich angebracht.

Daher wie immer, nach der Wahl ist vor der Wahl, die nächste ist Anfang Dezember unsere Bundespräsidentenwahl.
Deutschland wählt glaub ich 2017, das wird dann richtig interessant.
 
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Reaktionen: Benni2603
So, ich gebe auch mal meinen Senf dazu. Hatte ja auch ganz früh auf Trump gesetzt.

Wir sind ja in einem Forum aus Österreich, wenn ich nicht total daneben liege. Ob Deutsche oder Österreicher. Wir sind alle keine Amerikaner. Wir müssen uns auf die hiesigen Medien verlassen. Deswegen fand ich es auch außerordentlich schwer, die Lage im Vorfeld richtig einzuschätzen. Man kann natürlich die amerikanischen Medien lesen, aber man wird niemals die Stimmung auf der Straße so aufsaugen können.

Die deutschen und auch amerikanischen Medien haben doch total versagt. In Deutschland wurde in allen Medien Trump von Anfang an lächerlich gemacht. Auch werden bei quasi jeder US-Wahl die Demokraten in den Himmel gelobt und die republikanische Kandidaten schlecht gemacht. Gut, es sind auch auf nicht immer die besten Kandidaten gewesen, aber ich finde es teilweise unausstehlich wie einseitig berichtet wird. Ich bin weder Clinton noch ein Trump Anhänger. Ich versuche, es einfach sachlich zu beurteilen von außen.

Es war schlicht falsch, sich auf die Umfragen zu verlassen. Die Statistiker haben mal wieder total versagt. 2% Vorsprung ist eigentlich nichts. Das ist ein Ding von alles offen. Das hat aber fast niemand geahnt oder keiner wollte es wahr haben. Es hieß maximal "Clinton gewinnt die Wahl, aber bei Trump weiß man ja nie...". Das ist einfach erbärmlich. Da fragt man sich schon, was machen ARD/ZDF und die Institute eigentlich beruflich? Die haben doch ihre Leute vor Ort. Was machen die die ganze Zeit? Hot Dogs essen und Umfragen studieren? Swing States sollen vor der Wahl zuletzt 10 Tage vorher befragt worden sein. Habe ich im Vorfeld nie was von gehört, erst nach dem Trump Sieg. So macht man seinen Job nicht richtig als Umfrageinstitut.

Eigentlich war es vorhersehbar, dass Trump ganz gute Chancen hat, aber die Medien haben es nicht transportiert. Ich habe selber gemerkt, dass ich hier nicht BIG auf Trump gegangen bin, weil man doch immer denkt "ja, die Medien werden schon nicht so falsch liegen". Doch das taten sie mal wieder. Aber hallo! Richtig ins Klo gegriffen. Außerdem legt man deutsche Maßstäbe an. Würde ein deutscher Politiker wie Trump auftreten, der würde gar keinen Blumentopf gewinnen. Die Amerikaner ticken aber ganz ganz anders.

Clinton ist nun mal mega unbeliebt in den USA. Die USA hatte auch keine Lust auf eine zweite Clinton-Amtzeit. Erst der Mann mit den Sex-Skandalen, nun dessen Frau mit dem FBI-Skandal.

Trump hatte wirklich viele Wähler hinter sich. Viele haben es sich nicht getraut, hinter Trump öffentlich zu stehen. Ist wie mit den Lesern der BILD. Die will auch keiner gelesen haben....

Trump hat einen guten Ruf in den USA. Zumindest in wirtschaftlicher Kompetenz. Er wurde sogar in der Einwanderungspolitik vorne gesehen.
Er hat einen Haufen Mist erzählt, aber er wahr brutal ehrlich. Er hat ausgesprochen, dass er bewusst Steuern eingespart hat und er war stolz drauf. Er hat die Sex-Skandale offen thematisiert und sich danach immerhin entschuldigt. Er hat Klartext gesprochen. Hillary verschickt 33.000 E-Mails und man hatte das Gefühl, das war ihr egal. Ziemlich arrogant.

Ich glaube, ein großes Argument war der wirtschaftliche Erfolg bzw. das Vermögen von Trump. Wenn man dann die ganzen Staaten sieht, wo der Strukturwandel brutal zugeschlagen hat. Da hat der Messias nichts bewirkt. Wieso sollte es Hillary dann besser machen? Klar, dass man dann dem reichen Trump mehr zutraut oder die Hoffnung damit verbindet. Auch das Thema haben die Medien total verpennt.

Nicht umsonst hatte Trump den absolut genialen Slogan "Make America great again". Damit hat er total den Nerv getroffen. Das hat er engagiert rübergebracht und es war aufgrund seiner Lebensgeschichte auch authentisch. Da konnte Clinton gar nicht mithalten.

Das Niveau hier im Forum fand ich leider wieder mal unterirdisch. Der Stil und der Umgangston ist leider mal wieder total daneben. Ja, Moghul lag daneben. Aber er hat es immer sachlich eingeordnet. Es heißt ja nicht, dass er damit richtig liegen muss. Es waren halt Fehleinschätzungen, die aufgrund der Umfragen teilweise entstanden.

Die Wahl war eben eine Bauchentscheidung. Die Argumente pro Trump waren da. Aber wie die teilweise vorgetragen wurden mit persönlichen Angriffen. Muss das sein? Finde ich nicht.

Abgesehen davon finde ich viele Tipps richtig schlecht. Hier bei der US-Wahl war die Qualität sogar noch ganz gut. Die meisten guten Tipps sieht man gar nicht im Forum. Die werden oft nicht mal erwähnt, sogar nicht, wenn sie gelaufen sind. Naja. Ich habe mich hier größtenteils schon rausgezogen.

Man muss letztendlich einfach selber mehr mitdenken und alles hinterfragen. Wenn Clinton so safe war, dann frage ich die deutschen Medien: Auf welcher Basis. 2% Vorsprung ist keine Garantie.

Auch in Zukunft wird man solche Szenarien wieder sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ob die Anregung so blöd war das ist die Frage?


Die Anregung war nicht blöd, das habe ich ja nicht gesagt. Ich bin ihr ja sogar gefolgt - wa sich dann zu dem Zeitpunkt meines Posts dann allerdings für eine falsche Entscheidung gehalten habe. Und weißt du was? Dann habe ich bei Bwin den Auscash-Knopf gefunden (wette da so gut wie nie), habe mir den Einsatz mit knapp 10% Abschlag gutschreiben lassen - und das meiste dann auf Clinton HC -99,5 gesetzt [[laugh]]
 
Servus,

danke noch einmal allen, die sich hier positiv und anerkennend geäußert haben.

Wenn ich jetzt ein paar Dinge dazu schreibe, warum ich insgesamt so falsch lag, kann man mir natürlich immer unterstellen, ich sei ein schlechter Verlierer oder wollte relativieren oder was auch immer. Aber so einfach ist es nicht, ich muss ja zumindest etwas dazu sagen, wie ich dazu gekommen bin, sehr bestimmt sehr kleine Quoten zu empfehlen.

Zunächst ein paar Worte zum Ergebnis: gehen wir mal davon aus, dass Trump 306 und Clinton 232 EVs erhalten hat (Michigan ist bei CNN immer noch nicht Trump zugeordnet, aber er führt mit 12.000 Stimmen). Es wird immer noch gezählt, aber es scheint klar, dass Clinton nationwide am meisten Stimmen bekommen hat, sie führt da im Augenblick mit 0,5 Prozentpunkten bzw. ca. 600.000 Stimmen.

Die entscheidenden Staaten hat sie mit …

... 120.000 Stimmen / 1,3% (Florida, 29 EVs),
.... 68.000 Stimmen / 1,2% (Pennsylvania, 20 EVs),
... 12.000 Stimmen / 0,3% (Michigan, 16 EVs) und
... 27.000 Stimmen / 1,0% (Wisconsin, 10EVs)

verloren (Quelle: http://edition.cnn.com/election/results).

Wenn ich hier etwas von einem Erdrutschsieg gelesen habe, ist das schlicht nonsense, das ist ein sehr knapper Vorsprung, auf die richtigen Staaten verteilt, haben ca. 110.000 Stimmen den Ausschlag gegeben. Hätten in Pennsylvania 35.000 Leute Hillary statt Trump gewählt, in Michigan 6.000 und in Wisconsin 14.000 dann hätte Clinton gewonnen. Das ist haarscharf.

Ich wiederhole noch einmal was immer meine Argumentation war. Nach der alten Zeitrechnung hatten die Demokraten 242 EVs mehr oder weniger sicher, das waren die Staaten, die in den sechs vorangegangenen Wahlen blau gewählt hatten. Sehr sicher erschien zudem Virginia, Colorado und New Mexico, damit wären 269 EVs ziemlich sicher gewesen. Um das Ding dann zu wuppen kamen infrage Florida, North Carolina, New Hampshire, Nevada, Ohio.

In einem sehr auf Kante genähten Sieg hätte also New Hampshire gereicht. Den Staat hat sie auch gewonnen, zudem Nevada. In einem überzeugenden Sieg wären noch Florida, Ohio und / oder North Carolina hinzu gekommen, notwendig wären sie nicht gewesen. In den meisten dieser Staaten hatte sie in den Umfragen durchgängig einen kleinen aber beständigen Vorsprung. Das heißt, selbst wenn man berücksichtigt, dass Clinton eine unbeliebte Kandidatin ist, ist es gerechtfertigt, von einer sehr hohen Siegchance auszugehen und deshalb auch kleine Quoten zu spielen. Genau das war meine Position und die habe ich seit Monaten hier vertreten. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass ich am Ende verloren habe, aber ich bin noch immer der Meinung, dass die Argumentation im Kern richtig ist. Bei gleicher Datenlage würde ich jeden Post wieder genauso schreiben.

Allerdings passiert 11 Tage vor der Wahl das Folgende: Der FBI-Chef Comey schickt einen sehr vage formulierten Brief an den Kongress, in dem er von einem Laptop berichtet (der dem FBI schon vier Wochen lang zugänglich ist) und sagt, da wären weitere E-Mails, die sie sich mal anschauen wollten, ganz eventuell könnte es sein, dass neue Ermittlungen gegen Clinton aufgenommen werden. Das Ding ist seit Ewigkeiten unendlich aufgebauscht, Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin dienstliche E-Mails über einen privaten Server in ihrer Privatwohnung laufen lassen. Das haben zuvor schon andere Außenminister getan, u.a. der Republikaner Powell. Es hat eine richtig lange Untersuchung gegeben, an deren Ende festgestellt wird, dass Clinton nichts Strafbares getan hat. Es bleibt der Eindruck, dass das ganz schön ungeschickt und unsauber war, aber eben legal. Und man denkt sich, na wenn das das Beste ist, was die Republikaner haben, um ihre Hassfigur Hillary zu attackieren, dann ist’s ja gut. Aber schlagartig werden die Wähler daran erinnert, dass da ja mal was war. Trump kann lügen, dass sich die Balken biegen, bei den Debatten desaströs performen, damit prahlen Frauen unaufgefordert unter den Rock zu greifen usw. usf. Aber von jetzt auf gleich ändert sich in den Medien die Diskussion, die Kombination Hillary, FBI, Investigation ist natürlich toxisch. Dazu dann noch die Verbindung zu Antony Weiner, der sich damit aus der Umlaufbahn gekegelt hatte, dass er Bilder seines erigierten Stengels an Halbwüchsige verschickt hatte … Kommt einfach nicht gut. Und Trump nutzt die Gelegneheit, weiter und erst recht das Bild von der betrügerischen, korrupten Hillary zu zeichnen. Am Sonntag, dem 6.11. verkündet Comey dann ein sehr erwartbares Ergebnis: April, April, es war doch nichts, es wird keine Untersuchung geben.

Welchen Einfluss hatte diese Aktion jetzt auf das Wahlergebnis? Robär hatte hier zu der Zeit schon auf eine Untersuchung von WaPo und ABC-News hingewiesen, wonach ein Drittel der Clinton-Wähler ihre Entscheidung überdenken wollten.
https://www.washingtonpost.com/news...-top-table-main_fix-poll-854am:homepage/story

Schaut man sich jetzt die Exit-Polls an (http://edition.cnn.com/election/results/exit-polls/national/president), dann zeigt sich ein spannendes Ding: 13% der Befragten gaben an, sich in der letzten Woche vor der Wahl entschieden zu haben, und die wiederum gehen 47% zu 42% an Trump, während die 85%, die ihre Entscheidung schon vorher getroffen hatten im Verhältnis 49 zu 47 Clinton gewählt hatten. Dieses landesweite Muster gilt auch für die fraglichen Bundesstaaten.

Wie viele Stimmen diese FBI-Aktion geflippt hat, kann man letztlich nicht exakt sagen. Eine Million, zwei, drei …? Es ist aber vollkommen plausibel zu sagen, dass bei einem so knappen Ergebnis auf diesem Wege die Wahl entschieden wurde.

Ich hatte irgendwann zuvor geschrieben, dass es nur ganz wenige Möglichkeiten gibt, dass Clinton noich verliert: es tauchen Bilder auf, auf denen zu sehen ist, wie sie lächelnd süße Hundewelpen ertränkt, sie bekommt einen Herzinfarkt, die Russen hacken die Wahlcomputer oder wir sehen die Mutter aller October-Surpises. Bei Nummer 3 bin ich mir nicht so sicher, bei Nummer 4 schon.

Zusammengefasst, ohne Comey wäre es für Hillary zwar unerwartet eng geworden, aber sie hätte gewonnen. Deshalb würde ich bis zu diesem Zeitpunkt auch jetzt alles wieder so schreiben, wie damals.

Now, talking about rigged election. Trump hatte ja immer den Verdacht, dass diese Wahlen manipuliert werden. Da kann man ihm nur recht geben:

Comey ist ehemaliger Republikaner. Schon seinen damaligen Abschlußbericht hatte er unzulässigerweise mit dem Hinweis versehen, Clinton habe zwar nicht strafbar, aber extrem sorglos gehandelt. Es ist aber nicht die Aufgabe von Strafverfolgungsbehörden, das Verhalten der Beschuldigten zu werten, sie müssne sagen, ob sie etwas gefunden haben oder nicht, comey ist darüber hinaus gegangen.

Das Laptop war dem FBI schon vier Wochen lang zugänglich. Warum macht man die Untersuchung nicht früher, sondern so, dass sie einen irreparaplen Schaden anrichtet? http://edition.cnn.com/2016/10/30/politics/clinton-emails-fbi-abedin/index.html

Comeys Vorgehen widerspricht den Empfehlungen des Justizministeriums und einige ehemalige Justizminister und FBI-Vertreter, darunter Republikaner, äußern sich äußerst befremdet, weil es offenkundig in den Wahlkampf eingreift.
Rudy Giuliani, einer der heftigsten Trump-Helfer, äußerst sich im Fernsehen etwa folgendermaßen: man habe noch ein paar Überraschungen übrig, man wisse, dass da im FBI etwas geplant werde. Später gibt er bei Fox zu, mit FBI-Vertretern gesprochen zu haben, was er drei Stunden später bei CNN allerdings widerruft.

http://www.huffingtonpost.com/entry/fbi-election_us_581d07c8e4b0e80b02ca27a7
http://edition.cnn.com/2016/11/04/politics/rudy-giuliani-hillary-clinton-email-fbi/index.html
http://money.cnn.com/2016/11/03/media/baseless-fox-news-indictment-report/index.html
http://www.nytimes.com/2016/11/04/nyregion/as-trump-ally-rudy-giuliani-hints-at-ties-to-the-fbi.html
http://www.msnbc.com/rachel-maddow/watch/new-concerns-fbi-is-leaking-to-trump-campaign-800667203987

Wenn man sich das insgesamt anschaut, dann kann man nicht wirklich an Zufall glauben.

Noch eines: hier ist angezweifelt worden, dass die Russen Einfluss auf diesen Wahlkampf genomnmen haben. Der CIA hat da allerdings wenig Zweifel, und das sagen die nicht, wenn sie da nicht auch Belege dazu hätten. Auch der Zeitpunkt der Wikileaks-Enthüllungen, unmittelbar nach der Veröffentlichung der Pussygate-Aufnahmen ist wohl eher kein Zufall. Schließlich scheint es auch eine Verbindung zwischen Russland und dem Trump-Lager zu geben. Lesenswert sind die folgenden Links.

http://edition.cnn.com/2016/10/07/p...sia-for-targeting-election-systems/index.html

http://www.vox.com/world/2016/10/17/13245200/russia-wikileaks-american-press-democracy

https://origin-nyi.thehill.com/blogs...o-russian-bank

Abgesehen davon, dass ich Trump für ein völliges Desaster halte – ohne ein Clinton-Freund zu sein übrigens – macht es schon ein sehr sehr ungutes Gefühl, wenn es relativ eindeutige Hinweise darauf gibt, dass diese Wahl gezielt manipuliert wurde.

Es gibt demnächs noch einmal einen Post dazu, warum die Prognosen so falsch lagen bzw. auf welchem Weg man denn zu einer Prognose kommen sollte. Morgen oder so.
 
Servus,

danke noch einmal allen, die sich hier positiv und anerkennend geäußert haben.

Wenn ich jetzt ein paar Dinge dazu schreibe, warum ich insgesamt so falsch lag, kann man mir natürlich immer unterstellen, ich sei ein schlechter Verlierer oder wollte relativieren oder was auch immer. Aber so einfach ist es nicht, ich muss ja zumindest etwas dazu sagen, wie ich dazu gekommen bin, sehr bestimmt sehr kleine Quoten zu empfehlen.

Zunächst ein paar Worte zum Ergebnis: gehen wir mal davon aus, dass Trump 306 und Clinton 232 EVs erhalten hat (Michigan ist bei CNN immer noch nicht Trump zugeordnet, aber er führt mit 12.000 Stimmen). Es wird immer noch gezählt, aber es scheint klar, dass Clinton nationwide am meisten Stimmen bekommen hat, sie führt da im Augenblick mit 0,5 Prozentpunkten bzw. ca. 600.000 Stimmen.

Die entscheidenden Staaten hat sie mit …

... 120.000 Stimmen / 1,3% (Florida, 29 EVs),
.... 68.000 Stimmen / 1,2% (Pennsylvania, 20 EVs),
... 12.000 Stimmen / 0,3% (Michigan, 16 EVs) und
... 27.000 Stimmen / 1,0% (Wisconsin, 10EVs)

verloren (Quelle: http://edition.cnn.com/election/results).

Wenn ich hier etwas von einem Erdrutschsieg gelesen habe, ist das schlicht nonsense, das ist ein sehr knapper Vorsprung, auf die richtigen Staaten verteilt, haben ca. 110.000 Stimmen den Ausschlag gegeben. Hätten in Pennsylvania 35.000 Leute Hillary statt Trump gewählt, in Michigan 6.000 und in Wisconsin 14.000 dann hätte Clinton gewonnen. Das ist haarscharf.

Ich wiederhole noch einmal was immer meine Argumentation war. Nach der alten Zeitrechnung hatten die Demokraten 242 EVs mehr oder weniger sicher, das waren die Staaten, die in den sechs vorangegangenen Wahlen blau gewählt hatten. Sehr sicher erschien zudem Virginia, Colorado und New Mexico, damit wären 269 EVs ziemlich sicher gewesen. Um das Ding dann zu wuppen kamen infrage Florida, North Carolina, New Hampshire, Nevada, Ohio.

In einem sehr auf Kante genähten Sieg hätte also New Hampshire gereicht. Den Staat hat sie auch gewonnen, zudem Nevada. In einem überzeugenden Sieg wären noch Florida, Ohio und / oder North Carolina hinzu gekommen, notwendig wären sie nicht gewesen. In den meisten dieser Staaten hatte sie in den Umfragen durchgängig einen kleinen aber beständigen Vorsprung. Das heißt, selbst wenn man berücksichtigt, dass Clinton eine unbeliebte Kandidatin ist, ist es gerechtfertigt, von einer sehr hohen Siegchance auszugehen und deshalb auch kleine Quoten zu spielen. Genau das war meine Position und die habe ich seit Monaten hier vertreten. Ich habe kein Problem damit zuzugeben, dass ich am Ende verloren habe, aber ich bin noch immer der Meinung, dass die Argumentation im Kern richtig ist. Bei gleicher Datenlage würde ich jeden Post wieder genauso schreiben.

Allerdings passiert 11 Tage vor der Wahl das Folgende: Der FBI-Chef Comey schickt einen sehr vage formulierten Brief an den Kongress, in dem er von einem Laptop berichtet (der dem FBI schon vier Wochen lang zugänglich ist) und sagt, da wären weitere E-Mails, die sie sich mal anschauen wollten, ganz eventuell könnte es sein, dass neue Ermittlungen gegen Clinton aufgenommen werden. Das Ding ist seit Ewigkeiten unendlich aufgebauscht, Clinton hatte in ihrer Zeit als Außenministerin dienstliche E-Mails über einen privaten Server in ihrer Privatwohnung laufen lassen. Das haben zuvor schon andere Außenminister getan, u.a. der Republikaner Powell. Es hat eine richtig lange Untersuchung gegeben, an deren Ende festgestellt wird, dass Clinton nichts Strafbares getan hat. Es bleibt der Eindruck, dass das ganz schön ungeschickt und unsauber war, aber eben legal. Und man denkt sich, na wenn das das Beste ist, was die Republikaner haben, um ihre Hassfigur Hillary zu attackieren, dann ist’s ja gut. Aber schlagartig werden die Wähler daran erinnert, dass da ja mal was war. Trump kann lügen, dass sich die Balken biegen, bei den Debatten desaströs performen, damit prahlen Frauen unaufgefordert unter den Rock zu greifen usw. usf. Aber von jetzt auf gleich ändert sich in den Medien die Diskussion, die Kombination Hillary, FBI, Investigation ist natürlich toxisch. Dazu dann noch die Verbindung zu Antony Weiner, der sich damit aus der Umlaufbahn gekegelt hatte, dass er Bilder seines erigierten Stengels an Halbwüchsige verschickt hatte … Kommt einfach nicht gut. Und Trump nutzt die Gelegneheit, weiter und erst recht das Bild von der betrügerischen, korrupten Hillary zu zeichnen. Am Sonntag, dem 6.11. verkündet Comey dann ein sehr erwartbares Ergebnis: April, April, es war doch nichts, es wird keine Untersuchung geben.

Welchen Einfluss hatte diese Aktion jetzt auf das Wahlergebnis? Robär hatte hier zu der Zeit schon auf eine Untersuchung von WaPo und ABC-News hingewiesen, wonach ein Drittel der Clinton-Wähler ihre Entscheidung überdenken wollten.
https://www.washingtonpost.com/news/...mepage%2Fstory

Schaut man sich jetzt die Exit-Polls an (http://edition.cnn.com/election/resu...onal/president), dann zeigt sich ein spannendes Ding: 13% der Befragten gaben an, sich in der letzten Woche vor der Wahl entschieden zu haben, und die wiederum gehen 47% zu 42% an Trump, während die 85%, die ihre Entscheidung schon vorher getroffen hatten im Verhältnis 49 zu 47 Clinton gewählt hatten. Dieses landesweite Muster gilt auch für die fraglichen Bundesstaaten.

Wie viele Stimmen diese FBI-Aktion geflippt hat, kann man letztlich nicht exakt sagen. Eine Million, zwei, drei …? Es ist aber vollkommen plausibel zu sagen, dass bei einem so knappen Ergebnis auf diesem Wege die Wahl entschieden wurde.

Ich hatte irgendwann zuvor geschrieben, dass es nur ganz wenige Möglichkeiten gibt, dass Clinton noich verliert: es tauchen Bilder auf, auf denen zu sehen ist, wie sie lächelnd süße Hundewelpen ertränkt, sie bekommt einen Herzinfarkt, die Russen hacken die Wahlcomputer oder wir sehen die Mutter aller October-Surpises. Bei Nummer 3 bin ich mir nicht so sicher, bei Nummer 4 schon.

Zusammengefasst, ohne Comey wäre es für Hillary zwar unerwartet eng geworden, aber sie hätte gewonnen. Deshalb würde ich bis zu diesem Zeitpunkt auch jetzt alles wieder so schreiben, wie damals.

Now, talking about rigged election. Trump hatte ja immer den Verdacht, dass diese Wahlen manipuliert werden. Da kann man ihm nur recht geben:

Comey ist ehemaliger Republikaner. Schon seinen damaligen Abschlußbericht hatte er unzulässigerweise mit dem Hinweis versehen, Clinton habe zwar nicht strafbar, aber extrem sorglos gehandelt. Es ist aber nicht die Aufgabe von Strafverfolgungsbehörden, das Verhalten der Beschuldigten zu werten, sie müssne sagen, ob sie etwas gefunden haben oder nicht, comey ist darüber hinaus gegangen.

Das Laptop war dem FBI schon vier Wochen lang zugänglich. Warum macht man die Untersuchung nicht früher, sondern so, dass sie einen irreparaplen Schaden anrichtet? http://edition.cnn.com/2016/10/30/po...din/index.html

Comeys Vorgehen widerspricht den Empfehlungen des Justizministeriums und einige ehemalige Justizminister und FBI-Vertreter, darunter Republikaner, äußern sich äußerst befremdet, weil es offenkundig in den Wahlkampf eingreift.
Rudy Giuliani, einer der heftigsten Trump-Helfer, äußerst sich im Fernsehen etwa folgendermaßen: man habe noch ein paar Überraschungen übrig, man wisse, dass da im FBI etwas geplant werde. Später gibt er bei Fox zu, mit FBI-Vertretern gesprochen zu haben, was er drei Stunden später bei CNN allerdings widerruft.

http://www.huffingtonpost.com/entry/...b0e80b02ca27a7
http://edition.cnn.com/2016/11/04/po...fbi/index.html
http://money.cnn.com/2016/11/03/medi...ort/index.html
http://www.nytimes.com/2016/11/04/ny...o-the-fbi.html
http://www.msnbc.com/rachel-maddow/w...n-800667203987

Wenn man sich das insgesamt anschaut, dann kann man nicht wirklich an Zufall glauben.

Noch eines: hier ist angezweifelt worden, dass die Russen Einfluss auf diesen Wahlkampf genomnmen haben. Der CIA hat da allerdings wenig Zweifel, und das sagen die nicht, wenn sie da nicht auch Belege dazu hätten. Auch der Zeitpunkt der Wikileaks-Enthüllungen, unmittelbar nach der Veröffentlichung der Pussygate-Aufnahmen ist wohl eher kein Zufall. Schließlich scheint es auch eine Verbindung zwischen Russland und dem Trump-Lager zu geben. Lesenswert sind die folgenden Links.

http://edition.cnn.com/2016/10/07/po...ems/index.html

http://www.vox.com/world/2016/10/17/...ress-democracy

https://origin-nyi.thehill.com/blogs...o-russian-bank

Abgesehen davon, dass ich Trump für ein völliges Desaster halte – ohne ein Clinton-Freund zu sein übrigens – macht es schon ein sehr sehr ungutes Gefühl, wenn es relativ eindeutige Hinweise darauf gibt, dass diese Wahl gezielt manipuliert wurde.

Es gibt demnächs noch einmal einen Post dazu, warum die Prognosen so falsch lagen bzw. auf welchem Weg man denn zu einer Prognose kommen sollte. Morgen oder so.

Ich will das nicht alles kommentieren, aber wenn Trump 290 zu 228 Electoral Votes gewinnt ist das noch nicht mal knapp sondern ein Erdrutschsieg.

Er hat seine (=Republikaner) States allesamt, einige gar mit 60%+(Oki, Nebraska, Dakota,Wyoming, Bama, Miss usw), überzeugend gewonnen, da hat Killary nicht einen Stich gesehen, not even close.

Dazu holte Trump aber die Dem-States FLA, Wisconsin, Ohio PennState und Iowa.

Und war in vielen anderen(Nevada,New Hampshire, Maine, Minnesota) noch so gut im Rennen, dass er sie nur knapp verloren hat.

Was zum Henker soll er denn noch holen, damit Herr Moghul merkt, dass er außerordentlich in Demokratenhochburgen gepunktet und die Wahl hochverdient gewonnen hat???

Deine Voraussage war schlicht und ergreifend B.ullshit, sieh das doch mal ein.


Du besitzt nicht mal das Fünkchen Anstand, dich bei mir zu entschuldigen bzw. mir zu meiner Voraussage zu gratulieren.

Du bist das Paradebeispiel für einen schlechten Verlierer.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will das nicht alles kommentieren, aber wenn Trump 290 zu 228 Electoral Votes gewinnt ist das noch nicht mal knapp sondern ein Erdrutschsieg.


Aller Voraussicht nach gewinnt Trump 306 EVs. Wenn man 270 für den Sieg braucht, dann ist das kein Erdrutschsieg, sondern nur etwas über den Durst. Von Erdrutschsiegen spricht man so ungefähr ab 350, 360, so wie Obama 2008, Clinton 96 oder Reagan 76 und 80.

Außerdem habe ich oben aufgeführt, wie knapp das in den entscheidenden Staaten war. Dazu dann noch der Umstand, dass Clinton die popular vote gewonnen hat. Das war sauknapp und nichts anderes.




Er hat seine (=Republikaner) States allesamt, einige gar mit 60%+(Oki, Nebraska, Dakota,Wyoming, Bama, Miss usw), überzeugend gewonnen, da hat Killary nicht einen Stich gesehen, not even close.


... wie seit Jahrzehnten kein Demokrat. Du verfolgst das noch nicht so lange, oder? Das ist so als würde ich im Gegenzug Vermont und New York anführen.




Dazu holte Trump aber die Dem-States FLA, Wisconsin, Ohio PennState und Iowa.

Und war in vielen anderen(Nevada,New Hampshire, Maine, Minnesota) noch so gut im Rennen, dass er sie nur knapp verloren hat.


Trump holte die blauen Staaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin und das war wahlentscheidend. Florida, IA, OH sind nicht per se demokratische Staaten.




Was zum Henker soll er denn noch holen, damit Herr Moghul merkt, dass er außerordentlich in Demokratenhochburgen gepunktet und die Wahl hochverdient gewonnen hat???


Es hat ja niemand bestritten, dass er in drei demokratischen Staaten gewonnen hat.

"Hochverdient" würde ich allerdings sehr sehr infrage stellen. Erstens klingt das so als wäre das ein Fußballspiel, wo man mit überlegener Raumaufteilung, Technik, höherem Einsatz usw. gewonnen hat. Und das lässt sich so auf Polit-Wahlkämpfe wohl nicht übertragen. Zweitens habe ich oben ausgeführt, dass da Leute in diese Wahl hineingefunkt haben. Das ist ungefähr so, als würde man ein Fußballspiel gewinnen, weil man den Schiri gekauft hat und der dann ein paar unberechtigte Elfmeter pfeift. Da kann man nicht von einem verdienten Sieg sprechen.

Und drittens und am wichtigsten: Trump hat nicht fair gespielt. Was ich ihm wirklich übel nehme ist, dass er voll auf die Rassismuskarte gesetzt hat und damit seinen Sieg auch auf Kosten von Minderheiten geholt hat. Der hat vollkommen berechnend rassistische und auch sexistische Resseniments bedient, Mexikaner pauschal als Mörder, Drogendealer, Vergewaltiger dargestellt, ein Bild von Farbigen gezeichnet, das nur auf krininelle, sozial schwache Milieus refereriert usw. Ich bin sehr dafür, dass man Probleme offen anspricht. Und dass die USA ein Problem mit illegaler Einwanderung haben, weiß auch jeder und deshalb geht man da in den Grenzstaaten ja auch sehr hart vor. Aber er hat sehr gezielt unter die Gürtellinie geschlagen. Und das Resultat ist schon zu sehen, die ersten Anfeindungen und Übergriffe sind schon da, Man weiß doch, dass sich da nun ein paar Vollhonks ermutigt fühlen, endlich rauszulassen, was sich in ihrer rassistischen Hohlbirne da gesammelt hat, wo andere Leute Gehirn und Anstand haben. [FONT=&quot]Sorry, verdient ist da nichts, das ist zutiefst widerwärtig und beschämend.[/FONT]





[FONT=&quot]Deine Voraussage war schlicht und ergreifend B.ullshit, sieh das doch mal ein.[/FONT]


[FONT=&quot]War sie nicht und ich habe oben in einem ersten Teil begründet warum nicht. Darauf gehst du aber nicht ein. Morgen gibt's den zweiten Teil. [/FONT]





Du besitzt nicht mal das Fünkchen Anstand, dich bei mir zu entschuldigen bzw. mir zu meiner Voraussage zu gratulieren.

Du bist das Paradebeispiel für einen schlechten Verlierer.



Ich kann verstehen, dass du jetzt ein bisschen enttäuscht bist, aber das halte ich jetzt aus. Aber ich habe auch ein paar Gründe.

Ich finde nämlich deine Art hier rumzuschreibseln unsympathisch und wie du auf meine Posts reagierst (pseudowissenschaftliches Gebrabbel usw.) ist unterirdisch. Dazu bist du auch auf meinen Vorschlag zu einer Wette nicht eingegangen, mit der Begründung du würdest bei Buchmachern bessere Quoten bekommen. Dabei hatte ich dir ja vorgeschlagen zugunsten einer wohltätigen Organisation zu spenden, dein Argument zieht also nicht.

Aber dass du mir nicht sympathisch bist, wäre allein kein Grund, dir nicht zum Sieg zu gratulieren. Der Hauptgrund ist, dass du erstens nur zur Hälfte recht hattest - s.o., der Schiri war gekauft, die Tore irregulär. Und zweitens beruht deine Voraussage ja nicht auf einer nachvollziehbaren Analyse, sondern irgendwie auf einem Bauchgefühl. Und das heißt, du hast einfach nur Glück gehabt.

Was du im Wesentlichen angeführt hast ist, dass du mal ein bisschen auf Facebook und Youtube runmgestöbert hast und da willst du ein Meinungsbild in der Größenordnung von 60 zu 40 pro Trump erkannt haben - nach welcher Methode du darauf kommst, ob du die Kommentare ausgezählt hast oder was, habe nicht nur ich gefragt. Das ist aber auch schon vom Ansatz her totale Grütze.

Ich widerspreche kein bisschen der Behauptung, dass der Enthusiasmus der eigenen Anhänger ein ganz wichtiger Indikator ist. Das wirkt sich auf Spendenverhalten aus, Mitarbeit in der Kampagne, Mobilisierung weiterer Wähler. Das hat man bei Obama 2008 gesehen, der ganze Stadien voll gemacht hat. Und es ist keine Frage, dass Clinton ein Mobilisierungsproblem hatte. Nur kann man das nicht sauber aus Facebook- und Youtube-Kommentaren ableiten, erst recht wenn die Auswertung da offenbar auf einer subjektiven Schätzung beruht. Erstens kann man solche Sachen heute leicht technsich mit Bots beeinflussen, was übrigens beide Seiten auch getan haben. Sowohl bei Trump als auch bei Clinton sind unter den Facebook-Freunden zu einem großen Anteil Bots und kein echten Menschen. Zweitens, wenn das wirklich ein verlässlicher Indikator wäre, hätte Ron Paul 2008 und 2012 turmhoch gewinnen müssen. Der hatte eine so enthusiastische und im Internet aktive Anhängerschaft, dass er jeden Straw-Poll und jede Internetabstimmung mit großem Abstand gewinnen hat und in unzähligen Diskussionsforen seine Ansichten abgefeiert wurden. Kandidat ist dann aber McCain bzw. Romney geworden.

Es stimmt auch schlicht nicht, dass Trump besser mobilisiert hätte als Clinton. Nach deiner Rechnung hätte Trump ja in der Popular Vote 60% holen müssen. Tatsächlich hat hier aber Clinton gewonnen, also mehr Leute an die Urne gebracht.

Und Trump hat mit rund 60 Millionen Stimmen auch nicht etwa mehr, sondern weniger Leute mobilisiert als die bei den Rebublikanern auch schon nur mäßig populären Romney (ca. 61 Millionen) und McCain (ca. 60 Millionen) und Bush 2004 (62 Millionen). Trump hätte McCain allein aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl outperformen müssen und hat das nicht geschafft.

Fazit: ich habe ganz genau null Probleme damit einzugestehen, dass ich daneben lag. Aber aufgrund der angeführten Gründe kann ich dir auch nicht gratulieren - und Grund für eine Entschuldigung sehe ich schonmal grad gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann verstehen, dass du jetzt ein bisschen enttäuscht bist, aber das halte ich jetzt aus. Aber ich habe auch ein paar Gründe.

Ich finde nämlich deine Art hier rumzuschreibseln unsympathisch und wie du auf meine Posts reagierst (pseudowissenschaftliches Gebrabbel usw.) ist unterirdisch. Dazu bist du auch auf meinen Vorschlag zu einer Wette nicht eingegangen, mit der Begründung du würdest bei Buchmachern bessere Quoten bekommen. Dabei hatte ich dir ja vorgeschlagen zugunsten einer wohltätigen Organisation zu spenden, dein Argument zieht also nicht.

Aber dass du mir nicht sympathisch bist, wäre allein kein Grund, dir nicht zum Sieg zu gratulieren. Der Hauptgrund ist, dass du erstens nur zur Hälfte recht hattest - s.o., der Schiri war gekauft, die Tore irregulär. Und zweitens beruht deine Voraussage ja nicht auf einer nachvollziehbaren Analyse, sondern irgendwie auf einem Bauchgefühl. Und das heißt, du hast einfach nur Glück gehabt.

Was du im Wesentlichen angeführt hast ist, dass du mal ein bisschen auf Facebook und Youtube runmgestöbert hast und da willst du ein Meinungsbild in der Größenordnung von 60 zu 40 pro Trump erkannt haben - nach welcher Methode du darauf kommst, ob du die Kommentare ausgezählt hast oder was, habe nicht nur ich gefragt. Das ist aber auch schon vom Ansatz her totale Grütze.

Ich widerspreche kein bisschen der Behauptung, dass der Enthusiasmus der eigenen Anhänger ein ganz wichtiger Indikator ist. Das wirkt sich auf Spendenverhalten aus, Mitarbeit in der Kampagne, Mobilisierung weiterer Wähler. Das hat man bei Obama 2008 gesehen, der ganze Stadien voll gemacht hat. Und es ist keine Frage, dass Clinton ein Mobilisierungsproblem hatte. Nur kann man das nicht sauber aus Facebook- und Youtube-Kommentaren ableiten, erst recht wenn die Auswertung da offenbar auf einer subjektiven Schätzung beruht. Erstens kann man solche Sachen heute leicht technsich mit Bots beeinflussen, was übrigens beide Seiten auch getan haben. Sowohl bei Trump als auch bei Clinton sind unter den Facebook-Freunden zu einem großen Anteil Bots und kein echten Menschen. Zweitens, wenn das wirklich ein verlässlicher Indikator wäre, hätte Ron Paul 2008 und 2012 turmhoch gewinnen müssen. Der hatte eine so enthusiastische und im Internet aktive Anhängerschaft, dass er jeden Straw-Poll und jede Internetabstimmung mit großem Abstand gewinnen hat und in unzähligen Diskussionsforen seine Ansichten abgefeiert wurden. Kandidat ist dann aber McCain bzw. Romney geworden.

Es stimmt auch schlicht nicht, dass Trump besser mobilisiert hätte als Clinton. Nach deiner Rechnung hätte Trump ja in der Popular Vote 60% holen müssen. Tatsächlich hat hier aber Clinton gewonnen, also mehr Leute an die Urne gebracht.

Und Trump hat mit rund 60 Millionen Stimmen auch nicht etwa mehr, sondern weniger Leute mobilisiert als die bei den Rebublikanern auch schon nur mäßig populären Romney (ca. 61 Millionen) und McCain (ca. 60 Millionen) und Bush 2004 (62 Millionen). Trump hätte McCain allein aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl outperformen müssen und hat das nicht geschafft.

Fazit: ich habe ganz genau null Probleme damit einzugestehen, dass ich daneben lag. Aber aufgrund der angeführten Gründe kann ich dir auch nicht gratulieren - und Grund für eine Entschuldigung sehe ich schonmal grad gar nicht.

naja man muss schon mal klar festhalten, dass groucho das ganze richtig eingeschätzt hat und dass der Value deutlich auf Trump und nicht auf Clinton lag (auf das es schlussendlich ankommt), sollte mittlerweile auch dir klar sein. Wenn du das nicht einsiehst, hast du wenig Plan vom Wetten. Groucho hat das mMn schon gut eingeschätzt. Seine Art Diskussionen zu führen ist wieder ganz eine andere Geschichte. Und wenn du twitter follower in der heutigen Zeit keine Bedeutung schenkst, machst du dir ein sehr subjektives Bild. Es ist kein Problem mal daneben zu liegen, aber du hast dich von Beginn an auf Clinton fixiert. Groucho hat den Wahlkampf vorallem am Schluss besser gelesen. Das sollte man schon auch anerkennen können, auch wenn einem Groucho unsympathisch ist.
 
Aller Voraussicht nach gewinnt Trump 306 EVs. Wenn man 270 für den Sieg braucht, dann ist das kein Erdrutschsieg, sondern nur etwas über den Durst. Von Erdrutschsiegen spricht man so ungefähr ab 350, 360, so wie Obama 2008, Clinton 96 oder Reagan 76 und 80.

Außerdem habe ich oben aufgeführt, wie knapp das in den entscheidenden Staaten war. Dazu dann noch der Umstand, dass Clinton die popular vote gewonnen hat. Das war sauknapp und nichts anderes.







... wie seit Jahrzehnten kein Demokrat. Du verfolgst das noch nicht so lange, oder? Das ist so als würde ich im Gegenzug Vermont und New York anführen.







Trump holte die blauen Staaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin und das war wahlentscheidend. Florida, IA, OH sind nicht per se demokratische Staaten.







Es hat ja niemand bestritten, dass er in drei demokratischen Staaten gewonnen hat.

"Hochverdient" würde ich allerdings sehr sehr infrage stellen. Erstens klingt das so als wäre das ein Fußballspiel, wo man mit überlegener Raumaufteilung, Technik, höherem Einsatz usw. gewonnen hat. Und das lässt sich so auf Polit-Wahlkämpfe wohl nicht übertragen. Zweitens habe ich oben ausgeführt, dass da Leute in diese Wahl hineingefunkt haben. Das ist ungefähr so, als würde man ein Fußballspiel gewinnen, weil man den Schiri gekauft hat und der dann ein paar unberechtigte Elfmeter pfeift. Da kann man nicht von einem verdienten Sieg sprechen.

Und drittens und am wichtigsten: Trump hat nicht fair gespielt. Was ich ihm wirklich übel nehme ist, dass er voll auf die Rassismuskarte gesetzt hat und damit seinen Sieg auch auf Kosten von Minderheiten geholt hat. Der hat vollkommen berechnend rassistische und auch sexistische Resseniments bedient, Mexikaner pauschal als Mörder, Drogendealer, Vergewaltiger dargestellt, ein Bild von Farbigen gezeichnet, das nur auf krininelle, sozial schwache Milieus refereriert usw. Ich bin sehr dafür, dass man Probleme offen anspricht. Und dass die USA ein Problem mit illegaler Einwanderung haben, weiß auch jeder und deshalb geht man da in den Grenzstaaten ja auch sehr hart vor. Aber er hat sehr gezielt unter die Gürtellinie geschlagen. Und das Resultat ist schon zu sehen, die ersten Anfeindungen und Übergriffe sind schon da, Man weiß doch, dass sich da nun ein paar Vollhonks ermutigt fühlen, endlich rauszulassen, was sich in ihrer rassistischen Hohlbirne da gesammelt hat, wo andere Leute Gehirn und Anstand haben. [FONT=&quot]Sorry, verdient ist da nichts, das ist zutiefst widerwärtig und beschämend.[/FONT]








[FONT=&quot]War sie nicht und ich habe oben in einem ersten Teil begründet warum nicht. Darauf gehst du aber nicht ein. Morgen gibt's den zweiten Teil. [/FONT]









Ich kann verstehen, dass du jetzt ein bisschen enttäuscht bist, aber das halte ich jetzt aus. Aber ich habe auch ein paar Gründe.

Ich finde nämlich deine Art hier rumzuschreibseln unsympathisch und wie du auf meine Posts reagierst (pseudowissenschaftliches Gebrabbel usw.) ist unterirdisch. Dazu bist du auch auf meinen Vorschlag zu einer Wette nicht eingegangen, mit der Begründung du würdest bei Buchmachern bessere Quoten bekommen. Dabei hatte ich dir ja vorgeschlagen zugunsten einer wohltätigen Organisation zu spenden, dein Argument zieht also nicht.

Aber dass du mir nicht sympathisch bist, wäre allein kein Grund, dir nicht zum Sieg zu gratulieren. Der Hauptgrund ist, dass du erstens nur zur Hälfte recht hattest - s.o., der Schiri war gekauft, die Tore irregulär. Und zweitens beruht deine Voraussage ja nicht auf einer nachvollziehbaren Analyse, sondern irgendwie auf einem Bauchgefühl. Und das heißt, du hast einfach nur Glück gehabt.

Was du im Wesentlichen angeführt hast ist, dass du mal ein bisschen auf Facebook und Youtube runmgestöbert hast und da willst du ein Meinungsbild in der Größenordnung von 60 zu 40 pro Trump erkannt haben - nach welcher Methode du darauf kommst, ob du die Kommentare ausgezählt hast oder was, habe nicht nur ich gefragt. Das ist aber auch schon vom Ansatz her totale Grütze.

Ich widerspreche kein bisschen der Behauptung, dass der Enthusiasmus der eigenen Anhänger ein ganz wichtiger Indikator ist. Das wirkt sich auf Spendenverhalten aus, Mitarbeit in der Kampagne, Mobilisierung weiterer Wähler. Das hat man bei Obama 2008 gesehen, der ganze Stadien voll gemacht hat. Und es ist keine Frage, dass Clinton ein Mobilisierungsproblem hatte. Nur kann man das nicht sauber aus Facebook- und Youtube-Kommentaren ableiten, erst recht wenn die Auswertung da offenbar auf einer subjektiven Schätzung beruht. Erstens kann man solche Sachen heute leicht technsich mit Bots beeinflussen, was übrigens beide Seiten auch getan haben. Sowohl bei Trump als auch bei Clinton sind unter den Facebook-Freunden zu einem großen Anteil Bots und kein echten Menschen. Zweitens, wenn das wirklich ein verlässlicher Indikator wäre, hätte Ron Paul 2008 und 2012 turmhoch gewinnen müssen. Der hatte eine so enthusiastische und im Internet aktive Anhängerschaft, dass er jeden Straw-Poll und jede Internetabstimmung mit großem Abstand gewinnen hat und in unzähligen Diskussionsforen seine Ansichten abgefeiert wurden. Kandidat ist dann aber McCain bzw. Romney geworden.

Es stimmt auch schlicht nicht, dass Trump besser mobilisiert hätte als Clinton. Nach deiner Rechnung hätte Trump ja in der Popular Vote 60% holen müssen. Tatsächlich hat hier aber Clinton gewonnen, also mehr Leute an die Urne gebracht.

Und Trump hat mit rund 60 Millionen Stimmen auch nicht etwa mehr, sondern weniger Leute mobilisiert als die bei den Rebublikanern auch schon nur mäßig populären Romney (ca. 61 Millionen) und McCain (ca. 60 Millionen) und Bush 2004 (62 Millionen). Trump hätte McCain allein aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl outperformen müssen und hat das nicht geschafft.

Fazit: ich habe ganz genau null Probleme damit einzugestehen, dass ich daneben lag. Aber aufgrund der angeführten Gründe kann ich dir auch nicht gratulieren - und Grund für eine Entschuldigung sehe ich schonmal grad gar nicht.

Nein, nein, das siehst du falsch, ich bin nicht enttäuscht!

Warum sollte ich auch?

Ich habe die Wette gewonnen, kann also nicht klagen.[[yo]]

(Schau in meine Spezis, da wirst du sehen dass das für mich kein unbekanntes Gefühl ist[[grin]])

Und sonst so?

Trump hat durch Glück gewonnen?

*LMFAO*, also das ist doch einfach nur noch lächerlich.

Da könnte ich jetzt meinen Beitrag 1-1 wiederholen, aber du würdest trotzdem abstreiten dass Trump seine eigenen Staaten SOUVERÄN und einige Demokratische Staaten gewonnen(Wisky,PennState, Michigan) und weitere sehr sehr eng gestaltet hat(Maine, NH, Nevada, Colorado, Minne - allesamt Staaten, die bei den letzten Wahlen zu 80 Prozent an Demokraten gingen) da gibts nicht mal im Ansatz irgendetwas zu diskutieren.



Ich habe dich und deine pseudoakademischen Traktate (die ja letztlich nur das sind ) auseinandergenommen und einen überzeugenden Winner geliefert, und da willst du mir ernsthaft weismachen, das wäre GLÜCK(sic!!!) gewesen?

Aha, und deine Recherchemethoden sind also keine "Grütze"(wie niveauvoll von dir), weil du hast ja richtig Ahnung von Demoskopie, Wahlstatistik und so?

Irgendwie hat deine Methode aber vollkommen versagt, soviel dazu[[yo]]



In Amerika gibts eine Redensart "writing on the wall" - das bezieht sich auf das, was du die ganze Zeit nicht gesehen hast.[[gulligulli]]


Übrigens, die Situation mit Ron Paul ist in keinster Weise mit der von Trump vergleichbar, denn RP hat, außer in ein paar Nerdforen wie 4chan kaum Buzz erzeugt - keine überfüllten Hallen, keinen Followervorsprung in den sozialen Medien wie Trump, überhaupt hat er nicht im Ansatz die Schlagfertikeit, das Charisma und die Brainpower im Hintergrund von Trump gehabt, die notwendig gewesen wäre, um die Primary bei den Reps zu gewinnen. Schon da hört die Vergleichbarkeit auf.


Trump schlägt 12 Reps, die durch die Reihe weg über ihn favorisiert wurden, unter anderem dein - wies sagtest du doch gleich? Frontrunner! LOL - Jeb Bush.

Trump füllt Hallen bis zum Platzen.

Trump hat bei Online-Polls 60-40 die Nase vorn.

Trump hat DEUTLICH mehr Follower in den sozialen Netzwerken.

Trump zweifelt das Wahlergebnis an - warum sollte er DAS tun, wenn er nicht wüsste, dass er eine große Chance hat und eigentlich nur durch Wahlbetrug NICHT gewinnen kann?

Da interessieren mich deine nacherzählten Realfakepoliticpolls einen feuchten Dreck, ebenso die Tatsache, dass du hier regelmäßig Fehlgeleitete deine Beiträge liken.

Oder anders gesagt: Betting is not a popularity contest, betting is about WINNERS
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe dich und deine pseudoakademischen Traktate (die ja letztlich nur das sind ) auseinandergenommen und einen überzeugenden Winner geliefert, und da willst du mir ernsthaft weismachen, das wäre GLÜCK(sic!!!) gewesen?


Ich sehe nicht dass du mich auseinandergenommen hättest. Und sag mal "akademisch" kennst du nur in Kombination mit "pseudo", oder? So ganz ohne Begründung. Ich muss da sicher nicht darauf rumreiten, aber was das Akademische angeht setze ich 10/10 darauf, dass ich da mehr zu bieten habe. Und u.a. aus einem akademischen Kontext kenne ich so Typen wie dich ganz gut. Die werden dann immer ganz kleinlaut wenn sie bei mir in der Prüfung sitzen.




Trump schlägt 12 Reps, die durch die Reihe weg über ihn favorisiert wurden, unter anderem dein - wies sagtest du doch gleich? Frontrunner! LOL - Jeb Bush.


Wenn du mich schon zitierst, dann bitte korrekt, Ich habe vom offensichtlichen Frontrunner geschrieben und dann begründet, warum er das in Wahrheit nicht ist, sondern man Rubio, Cruz und Kasich auf dem Zettel haben sollte. War ja auch nicht ganz verkehrt.




Da interessieren mich deine nacherzählten Realfakepoliticpolls einen feuchten Dreck, ebenso die Tatsache, dass du hier regelmäßig Fehlgeleitete deine Beiträge liken.

Oder anders gesagt: Betting is not a popularity contest, betting is about WINNERS


Aber nach deiner Logik wäre ich damit doch der Gewinner, oder?



Okay, dann mal zu den wichtigen Dingen. Zweiter Teil, um Tipps und Ergnisse noch einmal einzuordnen.

Noch einmal, mit den meisten meiner Tipps lag ich daneben und ich fühl mich wie ne Schippe Würmer bei dem Gedanken, dass da ein paar Leute vielleicht mitgegangen sind. In der Wahlnacht habe ich mich ganz oft an dieses eine Jahr Weihnachten erinnert, wo ich mich ganz doll auf das Piratenschiff von Playmobil gefreut habe und dann lag da unterm Baum ein Pullover. Und so ähnlich schauten auch die meisten Kommentatoren in der Glotze aus. Ich bin also anscheinend in ganz guter und recht großer Gesellschaft.

Gestern habe ich ja begründet, warum Clinton ohne die Comey-Intervention offenkundig sicher gewonnen hätte. Aber insgesamt ist es ja nicht wegzudiskutieren, dass Clinton schlechter abgeschnitten hat als erwartet. Woran lags? Die Prognosen basieren ja im Wesentlichen auf den Umfragen, auch meine. Deshalb hier mal die abschließenden Polls vom Dienstag von den größeren Insituten. Angegeben sind die Zahlen für die nationwide Erhebung.
[TABLE="border: 1, cellpadding: 0, cellspacing: 0"]
[TR]
[TD]Sponsor[/TD]
[TD]Pollster[/TD]
[TD]Clinton[/TD]
[TD]Trump[/TD]
[TD]Johnson[/TD]
[TD]Stein[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]ABC/WaPo[/TD]
[TD]Abt-SRBI[/TD]
[TD]47%[/TD]
[TD]43%[/TD]
[TD]4%[/TD]
[TD]1%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Bloomberg[/TD]
[TD]Selzer[/TD]
[TD]44%[/TD]
[TD]41%[/TD]
[TD]4%[/TD]
[TD]2%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]CBS[/TD]
[TD]SSRS[/TD]
[TD]45%[/TD]
[TD]41%[/TD]
[TD]5%[/TD]
[TD]2%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Economist[/TD]
[TD]YouGov[/TD]
[TD]45%[/TD]
[TD]41%[/TD]
[TD]5%[/TD]
[TD]2%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Fox News[/TD]
[TD]Anderson Robbins + Shaw[/TD]
[TD]48%[/TD]
[TD]44%[/TD]
[TD]3%[/TD]
[TD]2%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Investor's Business Daily[/TD]
[TD]TechnoMetrica[/TD]
[TD]41%[/TD]
[TD]43%[/TD]
[TD]6%[/TD]
[TD]2%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Monmouth U.[/TD]
[TD]Monmouth U.[/TD]
[TD]50%[/TD]
[TD]44%[/TD]
[TD]4%[/TD]
[TD]1%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]NBC News[/TD]
[TD]SurveyMonkey[/TD]
[TD]47%[/TD]
[TD]41%[/TD]
[TD]6%[/TD]
[TD]3%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Rasmussen[/TD]
[TD]Rasmussen[/TD]
[TD]45%[/TD]
[TD]43%[/TD]
[TD]4%[/TD]
[TD]1%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]Average[/TD]
[TD] [/TD]
[TD]45.8%[/TD]
[TD]42.3%[/TD]
[TD]4.6%[/TD]
[TD]1.8%[/TD]
[/TR]
[/TABLE]

Wie man sieht, mit einer einzigen Ausnahme führt Clinton. Im Schnitt hat sie nach diesen Zahlen am Dienstag einen Vorsprung von 3,5%. Nach dem gegenwärtigen Stand der Auszählung führt sie mit 0,5% Vorsprung – da das Ergebnis in den entscheidenden Staaten sehr sehr knapp war, hätte Clinton also so gut wie sicher gewonnen. Das lässt sich so aber für so gut wie alle Staaten, in denen es nun knapp geworden ist nachvollziehen. Clinton hat in Michigan, Wisconsin, Pennsylvania, Florida, New Hampshire, North Carolina, Colorado und Nevada fast durchgehend geführt, mal etwas komfortabler, mal etwas knapper, letztlich aber konsistent.

Auch das Trump-Lager hat sehr klar gesehen, dass es zurück liegt und das zumindest zu einem Zeitpunkt auch zugegeben:

http://www.cbsnews.com/news/trump-ca...le-digit-lead/

Dass Trump sich erst noch vorbehalten hat das Wahlergebnis anzuerkennen ist also nicht Ausweis von besonderer Siegessicherheit, sondern von mangelnder Einsicht in demokratische Mechanismen.

Jetzt ist die Frage, ob solche Umfragen ein ausreichender Prädiktor für eine Prognose und damit auch für eine Wettempfehlung sind. Bisher waren sie das. Hier eine Tabelle, die beispielhaft für die von ABC-News in Auftrag gegebenen Umfragen für die letzten sechs Wahlen nachzeichnet, wie gut die Umfragen und das tatsächliche Ergebnis zusammengepasst haben.
[TABLE="border: 1, cellpadding: 0, cellspacing: 0"]
[TR]
[TD] [/TD]
[TD] [/TD]
[TD]Eine Woche vorher[/TD]
[TD]Letzte[/TD]
[TD]Reales Ergebnis[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]2016[/TD]
[TD]Clinton-Trump[/TD]
[TD]45% - 46%[/TD]
[TD]47% - 43%[/TD]
[TD]47,8% - 47,3%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]2012[/TD]
[TD]Obama-Romney[/TD]
[TD]48% - 49%[/TD]
[TD]50% - 47%[/TD]
[TD]51% - 47%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]2008[/TD]
[TD]Obama-McCain[/TD]
[TD]52% - 45%[/TD]
[TD]53% - 44%[/TD]
[TD]53% - 46%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]2004[/TD]
[TD]Kerry-Bush[/TD]
[TD]49% - 48%[/TD]
[TD]48% - 49%[/TD]
[TD]48% - 51%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]2000[/TD]
[TD]Gore-Bush[/TD]
[TD]45% - 48%[/TD]
[TD]45% - 48%[/TD]
[TD]48% - 48%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]1996[/TD]
[TD]Clinton-Dole[/TD]
[TD]54% - 35%[/TD]
[TD]51% - 39%[/TD]
[TD]49% - 41%[/TD]
[/TR]
[TR]
[TD]1992[/TD]
[TD]Clinton-Bush[/TD]
[TD]41% - 34%[/TD]
[TD]44% - 37%[/TD]
[TD]43% - 37%[/TD]
[/TR]
[/TABLE]

Wie man sieht haben die Umfragen am Wahltag das Ergbnis immer recht gut getroffen, in der Tendenz sowieso, aber auch die Prozentabweichungen sind sehr überschaubar. Ich würde vor diesem Hintergrund bei gleicher Datenlage am Wahltag wieder die gleichen Aussagen treffen, auch in Kenntnis der Comey-Manipulation.Ich habe ja aber schon sehr früh sehr eindeutig Clinton favorisiert und auch kleine Quoten okay gefunden, ich selbst habe im Laufe der Zeit Quoten zwischen 2,1 im letzten Sommer bis runter auf 1,2 am Wahltag gespielt. Schaut man sich hier an, wie gut die Prognosen eine Woche vor der Wahl getroffen haben zeigt sich: wenn es sehr eng ist, kann sich in einer Woche noch etwas tun (Gore / Bush, Kerry / Bush, Obama / Romney), ansonsten lag die Prognose hinreichend nah am Endergebnis. In diesem Jahr schaute es nicht wirklich eng aus. Clinton führte bis zur Comey-Intervention sehr konsistent und halbwegs komfortabel, nach dem Bang gab es einen Einbruch, die Zahlen haben sich dann wieder erholt.

Wenn man das zusammenfasst: in der Vergangenheit waren Umfrageergebnisse gute Prädiktoren für das Wahlergebnis. Sich danach zu richten ist allemal besser als sich auf ein subjektives Bauchgefühl zu verlassen. Auch der Vergleich mit einem Fußball-Favoritentipp, wie ich hier gelesen habe (Lahm und Müller spielen mit? Dann wird’s hinhauen), ist absurd. Man nennt das schlicht und einfach eine bewährte Methode zu haben und die Fakten anzuschauen. Deshalb würde ich wieder alles genauso schreiben.

Und jetzt ist natürlich die 10-Millionen-Dollar-Frage, warum so gut wie alle Umfragen so weit vom Endergebnis abgewichen sind. Ab und zu gibt es da ja diese faustdicken Überraschungen wie in Israel z.B. Normalerweise liegt das daran, dass Leute sich kurz vor der Wahl (um-)entscheiden, was sich dann nicht mehr in den Zahlen abbildet. Das dürfte auch hier eine große Rolle gespielt haben, Comey eben. Auffällig ist aber auch, dass Clintons Zahlen gestimmt haben, Trump aber unterschätzt wurde. Ein ziemlich heißer Tipp ist deshalb, von einem Bradley-Effekt auszugehen (vermeintliche soziale Erwünschtheit). Offenbar haben eine ganze Menge der Befragten in den Umfragen nicht zugegeben, für Trump zu stimmmen. Das dürfte vor allem für Frauen gelten. Weitere Kandidaten sind: fehlende Zufallsauswahl, zu wenige Polls in den Rustbelt-Staaten, weil man das Rennen für gelaufen hielt, falsche Gewichtung der Wählergruooen, falsches Einschätzen der Likely Voters (wer geht dann wirklich wählen) und sehr wichtig offenbar: wie sicher und unveränderlich ist die Angabe. Da werden die Umfrageinstitute in den nächsten Monaten eine ganze Menge zu analysieren, zu erklären und anzupassen haben. Warum ich trotzdem glaube, dass das der bessere Ansatz ist als sich auf das subjektive Empfinden zu verlassen, habe ich ja hinreichend deutlich gemacht.

Aber auch abseits der reinen Zahlen gab es eine ganze Reihe voin Indilkatoren, die auf einen klaren Clinton hingedeutet haben. Früher spielten u.a. auch Sacheverhalte wie diese eine Rolle:

Überlegenes Ground Game

Drei blitzsaubere Siege bei den Debatten, in den denen Trump richtig schlecht und Clinton sehr präsidial ausgesehen hat.

Die Wähler halten Trump mit übergroßer Mehrheit für inkompetent und persönlich ungeeignet –auch ein großer Teil der 47%, die ihn schließlich gewählt hat. Im Vergleich schneidet Clinton hier viel besser ab.

Gute vs. schlechte convention? Hat keine Rolle gespielt.

Trump hat nicht die Unterstützung seiner Partei? Hat keine entscheidende Role gespielt.

Obama beliebt wie nie, Arbeitslosigkeit deutlich gesunken, Dow Jones auf Allzeithoch? Normalerweise wechselt man die Partei im weißen Haus nicht, wenn es wirtschaftlich halbwegs läuft, diesmal schon.

Endorsements haben nie eine große Rolle gespielt. Aber wenn Zeitungen, die seit 200 Jahren nie einen Demokraten unterstützt haben, nun umschwenken, sollte auch der letzte Dorfdepp stutzig werden.

Trump verprellt sysematisch eine republikanische Kernzielgruppe: die Evangelikalen. Sein persönlicher Lebensstil mit Prahlerei und mehreren Scheidungen, dass er als Vergewaltiger geoutet wird und Frauen in jeder denkbaren Form herabwürdigt, seine Beleidigungen, dass er nicht überaus religiös ist … All das muss dazu führen, dass religiöse und wertorientierte Republikaner entweder zu Clinton umschwenken oder zuhause bleiben oder Johnson wählen. Tatsächlich hat Trump in absoluten Zahlen weniger Stimmen bekommen als andere republikanische Kandidaten, auch hat Johnson mehr bekommen als jemals ein Libertärer. Aber es reicht nicht aus am Ende.

Ein völlig faktenfrei geführter Wahlkampf, alle Factchecker klären ständig auf, dass Trump lügt und lügt und lügt.

All das hat sich letztlich nicht hinreichend im Wahlergebnis niedergeschlagen. Und ich denke die Hauptfehler aus demokratischer Seite liegen darin, dass Clinton als Kandidatin zu schwach war, um zu mobilsieren, dass man den Rustbelt nicht ausreichend als gefährdet gesehen und deshalb keine entsprechende Strategie hatte und dass man sich gegen Trumps Staregie nicht hinreichend wehren konnte, den Wahlkampf zu entpolitisieren und deshalb zu sehr damit beschäftigt war einen Anti-Trump-Wahlkampf zu führen und keine positive Pro-Clinton-Botschaft hatte. Eigentlich hatet man gar keine richtige Botschaft, außer das Hillary eben nicht Trump, sondern geistig gesund ist. Das hat nicht gelangt.
Kein Mensch weiß, was die nächsten vier Jahre bringen werden, man ahnt Schlimmes. Aber das wird woanders ausreichend komentiert.

Auf Bet kann man jetzt schon den Sieger von 2020 tippen. Trump hat eine 2,50, für Michelle Obama gibt’s 13, für George Clooney 81. Ein Außenseiter-Tipp, der noch auf der Liste fehlt ist sicher Al Franken. Aber erstmal muss man festhalten, dass die Demokraten eine Weile brauchen werden die Scherben aufzukehren.

Ich bin dann mal erstmal raus hier.
 
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Moin,

es ist wohl offensichtlich, dass du hier einige Fakten gehörig durcheinander bringst, Moghul...

Zunächst einmal halte ich es für sehr weit hergeholt, die neuerlichen FBI Untersuchungen als (gewichtigen) Grund für die Wahlniederlage Clintons hier anzuführen.
Die ganze Geschichte war doch längst kalter Kaffee und vor allem stand bereits Tage VOR der Wahl fest, dass Hillary auch durch die NEUERLICHEN Untersuchungen "entlastet" wurde, dh zumindest wurde es ZUM ZWEITEN MAL als für "nicht schlimm genug" erachtet, sie deswegen strafrechtlich zu belangen (warum auch immer).
Dadurch, dass dieses neuerliche Ergebnis also mehrere Tage VOR DER WAHL publik gemacht wurde (auf wessen Geheiss auch immer) könnte es tatsächlich viel eher die Wirkung gehabt haben, dass der ein oder andere dann dachte: "Aha, also doch wirklich NOCHMAL ein "Freispruch" pro Clinton, die zumindest HIER zu Unrecht an den Pranger gestellte..., also wohl eher bloss eine unfaire Attacke bzw aufgewärmter Kaffee aus dem TrumpLager... usw"
- im Endeffekt also eher ein Effekt PRO Clinton im Endeffekt vielleicht sogar.
Unentschiedene Wähler hat diese Episode auf jeden Fall sicherlich nicht ins TrumpLager gespielt, wenngleich auch Hillary selbst, das nun als "Hauptgrund" ihrer Wahlniederlage darstellen will... sorry, ist lächerlich!

Die Wahrheit ist doch ganz einfach:

Hillary war/ist, genauso wie die ganze "Marke Clinton". als Person und als Politikerin in den USA (und wahrscheinlich nicht nur dort) extrem unbeliebt und das freilich nicht umsonst:

Sie steht für Korruption und Falschheit!
Ihre ganzen Skandale (mit der Clinton Foundation u.a.) will ich hier jetzt wirklich nicht aufzählen
(Trump sagte zurecht, das ist "well documented"), gibt genug Infos/Videos dazu im www für jeden.
Man weiss sie ist Hardliner-Kriegstreiberin, skrupellos nur an ihrer eigenen politischen und finanziellen Karriere interessiert,
sie ist Marionette der WallStreet, des militärisch-industriellen Komplex, bezieht grosse Mengen ihrer WahlkampfGelder aus Saudi-Arabien usw usf

Und das alles zusammen wog (negativ) zusammen halt dann mehr, als die paar Macho-Männersprüche bzw AntiIslam/-Mexikaner-Aussagen des Donald Trump, der zudem stets betonte, er wolle das korrupte System in den USA einreissen, ein System für das eben Clinton steht wie keine andere... und das gefiel vielen sozial Abgehängten einfach.
(was davon zu halten sein wird, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt und werden die nächsten Jahre zeigen, würde jetzt hier aber auch zu weit führen...)

Zwei Aussagen muss ich aber noch kurz noch aufgreifen:

Du nennst Trump einen "Vergewaltiger" oben ???
Ok, er hat ein paar unpassende MachoSprüche über Frauen losgelassen und sie haben irgendwoher ein oder zwei Frauen aufgetrieben, die vor ein paar Mikros (womöglich auch nicht ganz unentgeltlich) erzählt haben, Trump hätte sie vor Urzeiten irgendwann einmal "gegen ihren Willen geküsst"... und du setzt das mit Vergewaltigung gleich ???
R u serious ???
Übrigens, kennst du die History von Bill Clinton ?
ER war es doch vielmehr, der mehrfach wegen Vergewaltigung Probleme hatte, mehrere Frauen wurden da (nicht zuletzt von "Frauenrechtlerin" Hillary) aufs Übelste danach noch niedergebügelt bzw hässlich ausgelacht, einmal wurde auch eine Zahlung von 850.000 USD an eines der Opfer gezahlt... merkst du was ?

Und dann meinst du noch Trump hätte Foul gespielt bzw "die Schiedsrichter bestochen" o.s.ä. wg der FBI-Sache von oben, zu der ich ja anfangs schon meine Meinung erzählt habe...
Die Sache mit dem MedienSkandal rund um die daraufhin gefeuerte CNN Mitarbeiterin Donna Brazile hast du scheinbar nicht wirklich mitbekommen, oder?
Es ging darum, dass Clinton von dieser "Journalistin" vor der TV Debatte die TopSecret-Fragen, die den Kandidaten dort gestellt werden, heimlich zugespielt bekommmen hatte, wie Wikileaks wenige Tage danach aufdeckte.
Meines Erachtens eine absolute Sauerei und eine Bestätigung von Trumps Verdacht, dass gewisse Kräfte ihn als Präsident mit allen (erlaubten und erlaubten) Mitteln verhindern wollten.
Also wenn da wer "die Schiedsrichter bestochen" hat, dann wohl tatsächlich eher das ClintonLager :-(

So und nun noch kurz zu den konträren Wettansichten beider Seiten bzw zum Wettausgang:

Du meintest, Hillary kann diese Wette nie und nimmer verlieren und hast bis zum Schluss empfohlen jede auch noch so kleine Mini-Quote anzuspielen...
Groucho meinte (wie auch Trump selbst) "this vote is far from over" und empfahl Underdog Trump zu wirklich saftig schönen Quoten bis zum Schluss...

der Augang ist bekannt.

Ganz unabhängig davon mal WOHER ihr eure Überzeugungen abgeleitet hat... bei euch beiden war es jetzt auch nicht wirklich schwierig zu erkennen, dass hier Clinton-Fan gg Trump-Fan argumentiert (trotz dem ganzen tatächlich akademischem oder pseudoakademischen Ansatz... whatever), am Ende lag sicher ne ganze Menge Kohle auf Clinton, Value aber WAHRLICH keiner.

Niemand muss sich hier für verlorene Wetten entschuldigen/rechtfertigen, aber andererseits können euch noch so lange Analysen (mit sehr fragwürdigen Ansichten) folgendes nicht ändern:

Ein GIK bleibt immer ein GIK,
oder wie Clinton/Trump sagen würden: "GIK stays GIK, no matter what !"

Over and out
 
Hallo,

ich bin jetzt auch kein Fan davon hier alles nochmal lang und breit auszudiskutieren, wir haben ein Endergebnis und damit sollte man sich abfinden.

Was mir aber aufgefallen ist und sowohl in den USA als auch in Europa gültigkeit hat, ist der FPÖ Effekt der mir hier wieder sehr stark auffällt.

Kurz zur Erklärung was ist das: Die FPÖ schnitt in der Vergangenheit oft deutlich besser ab als in den Umfragen, die Meinungsforschungsinstitute tuen sich echt schwer diese Partei einzuschätzen, weil viele eben nicht per Telefon, etc. angeben, das sie diese Partei wählen. Doch warum ist das so? Die Erklärungen sind breitgestreut, für mich ergeben sie sich aus dem einfachen Grund das die Wahl dieser Partei gesellschaftlich umstritten bzw. abgelehnt wird (durch Medien, linker Freundeskreis, Prominente, Umfrageinstitute die auf etwas hinaus wollen und denen man nicht widersprechen will) aufjedenfall um sich eine ev. Diskussion zu ersparen (die man als bekennender FPÖ Wähler oftmals hat) gibt man an, eine andere Partei zu wählen.

Man will also nicht als Wähler dieser Partei die populistisch ist, aufgezeigt werden, findet aber die Positionen dieser durchaus wählbar. Jetzt kann man von der schweigenden Mehrheit sprechen, aber soviele sind es nicht, ich schätze das wir hier je nach Land von 5-15 % reden. In den USA kommt dann der Emotionsfaktor noch dazu (die Wahl ist ja ein Volksfest, wo es "um alles" geht), da zählen auch Sprüche, Motivation etc. was in den anderen Ländern wahrscheinlich weniger der Fall ist. Dennoch glaube ich das, unter anderem ich diesen Effekt wohl nicht bedacht habe (weil er von den Ö Medien tw. schon wahrgenommen und berichtigt worden ist) und auch die Amerikaner diesen Effekt erst kennen lernen müssen und einschätzen müssen (bei Wahlumfragen).Übrigens könnte es auch sein, das durch die Umfragen und die Favoritenrolle Clintons, zahlreiche eventuelle Wähler daheimblieben (Stichwort demobilisierung).

Zumindest komme ich bei der Fehleranalyse auf dieses Ergebnis, die man hinsichtlich der deutschen Bundestagswahl auch verwenden kann (hinsichtlich AFD) wie gesagt in Ö ist das ganze schon etwas schwerer, da die Meinungsumfrageinstitute das bereits kennen.
 
Alles richtig. Wie so oft im Leben, es ist multifaktoriell. Es gibt viele Gründe, die individuell abgewogen werden.

Klar ist, dass die Amerikaner emotionaler wählen und vielleicht nicht alle Wähler rational vorgehen.

Eine Begründung des Ergebnisses allein von Umfragen abhängig zu machen, ist einfach nicht möglich. Die Statistik auf vergangenen Werten ist einfach ungenau.

Immerhin kritisieren sich die Medien selbst. Vielleicht lernen sie daraus. Vielleicht....

Amerikanische Wahlen sind einfach verrückt.
 
Und das alles zusammen wog (negativ) zusammen halt dann mehr, als die paar Macho-Männersprüche bzw AntiIslam/-Mexikaner-Aussagen des Donald Trump, der zudem stets betonte, er wolle das korrupte System in den USA einreissen, ein System für das eben Clinton steht wie keine andere... und das gefiel vielen sozial Abgehängten einfach.
(was davon zu halten sein wird, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt und werden die nächsten Jahre zeigen, würde jetzt hier aber auch zu weit führen...)


Vieles richtig, aber hier muss ich doch einschreiten.

Wenn zahlreiche Minderheiten demokratisch wählen, die Mittelschicht(Bible Belt, vorwiegend weiße Arbeitnehmer etc) republikanisch, dann kann man wohl kaum von "Abgehängten" sprechen.

Die arbeitende Bevölkerung stellt das Rückgrat Amerikas dar, und gerade die wachsende Sorge bezüglich überbordender Kriminalität auch durch Illegale und die Auslagerung der Jobs sorgte für den großen Erfolg Trumps.

In Deutschland stellt sich das ja ähnlich dar, gerade bei den "Gida"-Bewegungen" findest du eben keine Hartzer und Assis, sondern Babyboomer-Mittelschichtler, die merken dass das Land aufgrund der Siedlungspolitik langsam aber sicher zum Schwellenland wird.
 
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