Nochmal ein neuer Gedanke. Eindeutig spannender und interessanter geht es dieses Jahr bei den Republikanern zu. Da sind gleich mehrere Kandidaten in der Verlosung, die auch tatsächlich Chancen haben. Die Kandidatur erklärt haben Rand Paul und heute Marco Rubio. Vermutlich werden noch Jeb Bush, Scott Walker, vielleicht Chris Christie und eventuell Paul Ryan dazu kommen. Das sind alles zumindest denkbare Kandidaten, wer sonst auch immer noch kandidieren wird, hat keine Chance.
Der hier hoch gehandelte Jeb Bush hat nicht nur das Problem, der Bruder des unpopulärsten Präsidenten seit Menschengedenken zu sein. Was die Nominierung angeht ist sein größtes Manko, dass er der Republikaner-Basis als moderat gilt. Er hat sich sogar vor ein paar Jahren so geäußert, dass ihm diese Partei zu rechts geworden ist. Das ist nicht die beste Voraussetzung um die Herzen der Wähler zu gewinnen. Kann schon sein, dass er trotzdem der Favorit ist, u.a. weil er sicher die meisten Geldgeber hat. Aber der logische Kandidat, auf den alles zuläuft, ist er sicher nicht Bet gibt eine glatte 3 und das finde ich realistisch quotiert.
Falls er antreten sollte, ist Chris Christie bestimmt ein starker Kandidat, trotz einiger Schwachstellen. Rubio scheint mir zu grün, Walker zu monothematisch. Trotzdem alles Leute, die eine wichtige Rolle spielen können.
Interessant finde ich aber die Quote für Rand Paul. Eine 8 ist mir mal 2/10 wert, von denen ich eine Einheit nutzen möchte, mich später rauszukaufen. Paul vertritt sicher auch für Republikaner einigermaßen extreme Forderungen, ist aber intelligent und sehr eloquent. Rand tritt in diesem Jahr sozusagen das politische Erbe seines Vaters Ron an, der bei den letzten beiden Wahlen angetreten war und dort als zwar glaubwürdiger und ehrbarer, aber etwas wunderlicher älterer Herr wahrgemommen wurde - und über eine fanatische große Fanbasis verfügte. Die Paul-Fans sind jetzt auf Seiten von Rand, er ist kampagnenfähig. Er vertritt zwar extreme aber nicht ganz so spinnerte Vorstellungen wie sein Vater, vor allem steht er für mehr Verlässlichkeit in der Außenpolitik. Nachteil: er ist nicht sonderlich sympathisch, sondern wirkt immer etwas verbiestert. Als glaubwürdige Alternative zu den "Großkopferten" und mit dre Unterstützung seiner Fanbasis traue ich Paul einen langen Atem zu und tatsächlich sogar Chancen auf die Nominierung. Ein plausibles Szenario ist, dass bis zum Super Tuesday (nach den ersten 5-6 Staaten) schon eine Reihe von Kandidaten die Segel gestrichen haben und sich die 3-4 ernthaften Kandidaten herauskristallisiert haben. Paul wird dazu gehören. Seine Quote dürfte bis dahin entsprechend sinken, vielleicht auf 3,5 oder 4, ausreichend also um auszugreenen.
Wie gesagt 2/10 zu einer Quote von 8 bei Bet, allerdings wegen der Langfristigkeit eher aus Spaß denn als ernsthafte Wette.