Präsidentschaftswahl USA

wichtige Punkte sind dabei auch noch: die republikaner stellen nicht von ungefähr zurzeit die Mehrheit im Kongress und senat. das heißt es gibt eine Mehrheit für Republikaner im Staat. Das mindert natürlich einen value auf Clinton. Die quote 2.1 ist schon korrekt so. Des weiteren ist auch noch zu bedenken das Clinton aufgrund einiger Skandal Bücher im Vorfeld bereits mit negativem Image gezeichnet ist. Und drittens. Nur weil 53 Prozent Frauen in Amerika wählen heißt es noch lange nicht dass Clinton all diese Stimmen auch bekommen wird. Das Mann-Frau a la Europa in Amerika bei weitem nicht so gegeben. Nach dem motto. Frauen für Frauen Männer für Männer.
 
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wichtige Punkte sind dabei auch noch: die republikaner stellen nicht von ungefähr zurzeit die Mehrheit im Kongress und senat. das heißt es gibt eine Mehrheit für Republikaner im Staat. Das mindert natürlich einen value auf Clinton. Die quote 2.1 ist schon korrekt so. .

Das würde ich nicht zu hoch hängen. Das ist üblich in den USA, dass Präsident und Mehrheit im Kongress/Senat auseinanderfallen. Man darf auch nicht vergessen, zu welchem Zeitpunkt Kongress und Senat dieses Mal gewählt wurden. Da war die Wirtschaftskrise in den USA noch auf ihrem Höhepunkt.
 
Nochmal ein neuer Gedanke. Eindeutig spannender und interessanter geht es dieses Jahr bei den Republikanern zu. Da sind gleich mehrere Kandidaten in der Verlosung, die auch tatsächlich Chancen haben. Die Kandidatur erklärt haben Rand Paul und heute Marco Rubio. Vermutlich werden noch Jeb Bush, Scott Walker, vielleicht Chris Christie und eventuell Paul Ryan dazu kommen. Das sind alles zumindest denkbare Kandidaten, wer sonst auch immer noch kandidieren wird, hat keine Chance.

Der hier hoch gehandelte Jeb Bush hat nicht nur das Problem, der Bruder des unpopulärsten Präsidenten seit Menschengedenken zu sein. Was die Nominierung angeht ist sein größtes Manko, dass er der Republikaner-Basis als moderat gilt. Er hat sich sogar vor ein paar Jahren so geäußert, dass ihm diese Partei zu rechts geworden ist. Das ist nicht die beste Voraussetzung um die Herzen der Wähler zu gewinnen. Kann schon sein, dass er trotzdem der Favorit ist, u.a. weil er sicher die meisten Geldgeber hat. Aber der logische Kandidat, auf den alles zuläuft, ist er sicher nicht Bet gibt eine glatte 3 und das finde ich realistisch quotiert.

Falls er antreten sollte, ist Chris Christie bestimmt ein starker Kandidat, trotz einiger Schwachstellen. Rubio scheint mir zu grün, Walker zu monothematisch. Trotzdem alles Leute, die eine wichtige Rolle spielen können.

Interessant finde ich aber die Quote für Rand Paul. Eine 8 ist mir mal 2/10 wert, von denen ich eine Einheit nutzen möchte, mich später rauszukaufen. Paul vertritt sicher auch für Republikaner einigermaßen extreme Forderungen, ist aber intelligent und sehr eloquent. Rand tritt in diesem Jahr sozusagen das politische Erbe seines Vaters Ron an, der bei den letzten beiden Wahlen angetreten war und dort als zwar glaubwürdiger und ehrbarer, aber etwas wunderlicher älterer Herr wahrgemommen wurde - und über eine fanatische große Fanbasis verfügte. Die Paul-Fans sind jetzt auf Seiten von Rand, er ist kampagnenfähig. Er vertritt zwar extreme aber nicht ganz so spinnerte Vorstellungen wie sein Vater, vor allem steht er für mehr Verlässlichkeit in der Außenpolitik. Nachteil: er ist nicht sonderlich sympathisch, sondern wirkt immer etwas verbiestert. Als glaubwürdige Alternative zu den "Großkopferten" und mit dre Unterstützung seiner Fanbasis traue ich Paul einen langen Atem zu und tatsächlich sogar Chancen auf die Nominierung. Ein plausibles Szenario ist, dass bis zum Super Tuesday (nach den ersten 5-6 Staaten) schon eine Reihe von Kandidaten die Segel gestrichen haben und sich die 3-4 ernthaften Kandidaten herauskristallisiert haben. Paul wird dazu gehören. Seine Quote dürfte bis dahin entsprechend sinken, vielleicht auf 3,5 oder 4, ausreichend also um auszugreenen.

Wie gesagt 2/10 zu einer Quote von 8 bei Bet, allerdings wegen der Langfristigkeit eher aus Spaß denn als ernsthafte Wette.
 
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Man muss sich von seinem deutschen Denken lösen, wenn man die amerikanische Politik betrachtet.

Wichtig werden im Endeffekt wieder die Swing States sein, weil fast alle Staaten eigentlich jetzt schon entweder gesichert Demokraten oder gesichert Republikaner wählen. Es ist z.B. total egal wer gegen wen antritt und wer was erzählt und hin und her, Texas werden die Republikaner gewinnen. Genauso werden New York die Demokraten gewinnen, usw.

Einer der wichtigen Swing States ist halt Florida, und da hat Jeb Bush, sofern er denn der Kandidat der GOP wird, durch seinen "Heimatvorteil" sehr gute Chancen zu gewinnen. In meinen Augen ist der Zeitpunkt noch zu früh um eine verlässliche Prognose zu wagen und ich würde mein Kapital jetzt noch nicht binden.

Wir Deutschen neigen dazu, die Republikaner zu unterschätzen, bzw. das Wähler-Potenzial was hinter ihnen steht, weil wir nicht verstehen, wie man diese Partei trotz ihrer kriegstreiberischen, fremdenfeindlichen, erzkonservativen Positionen nur wählen kann. Man kann unsere Denkweiswe aber nicht einfach auf Amerika projizieren.
 
Man muss sich von seinem deutschen Denken lösen, wenn man die amerikanische Politik betrachtet.

Wichtig werden im Endeffekt wieder die Swing States sein, weil fast alle Staaten eigentlich jetzt schon entweder gesichert Demokraten oder gesichert Republikaner wählen. Es ist z.B. total egal wer gegen wen antritt und wer was erzählt und hin und her, Texas werden die Republikaner gewinnen. Genauso werden New York die Demokraten gewinnen, usw.

Einer der wichtigen Swing States ist halt Florida, und da hat Jeb Bush, sofern er denn der Kandidat der GOP wird, durch seinen "Heimatvorteil" sehr gute Chancen zu gewinnen. In meinen Augen ist der Zeitpunkt noch zu früh um eine verlässliche Prognose zu wagen und ich würde mein Kapital jetzt noch nicht binden.

Wir Deutschen neigen dazu, die Republikaner zu unterschätzen, bzw. das Wähler-Potenzial was hinter ihnen steht, weil wir nicht verstehen, wie man diese Partei trotz ihrer kriegstreiberischen, fremdenfeindlichen, erzkonservativen Positionen nur wählen kann. Man kann unsere Denkweiswe aber nicht einfach auf Amerika projizieren.

Ein guter Beitrag, dem ich zustimme.

Habe aber natürlich auch im Vorfeld mir ein paar Polls angeguckt und dabei auch Florida im Auge gehabt.

Florida hat eigentlich seit 1976 überwiegend republikanisch gewählt. Viele ältere, weiße Mittelschichtler haben dafür gesorgt.
In den letzten Jahren hat sich da aber eine kleine Trendwende vollzogen. So konnten die Demokraten sowohl 2008 als auch 2012 Florida gewinnen. Das demografische Potential Floridas hat sich seitdem noch weiter zu Gunsten der Demokraten verschoben. 2000 betrug der Anteil der "Non-Hispanic Whites" noch 65,4 %. 2010 waren es noch 57,9% und 2013 gar nur noch 56,4% (Florida - Wikipedia, the free encyclopedia).

Es wird hier immer schwieriger für die Republikaner, den Staat zu holen. Das Bevölkerungswachstum noch dazu vor allem auf die Städte konzentriert, die ohnehin meist demokratisch abgestimmt haben.

Die aktuellen Polls bezüglich Florida (Clinton vs. Bush) sind dementsprechend auch äußerst knapp und Clinton alles andere als chancenlos. Eine einzige Umfrage sieht Bush derzeit in Front, es ist allerdings auch die aktuellste. Selbst hier ist das Ergebnis aber noch innerhalb der Margin of Error (http://www.realclearpolitics.com/epolls/2016/president/fl/florida_bush_vs_clinton-3554.html#polls).

Es ist für mich daher alles andere als eine ausgemachte Sache, dass Bush Florida auf jeden Fall holen würde. Davon abgesehen stellt Florida zwar 29 Wahlmänner, die hätten aber weder 2008 noch 2012 ausgereicht, um Obama zu schlagen, wenn die Demokraten Florida nicht geholt hätten.