Politik

Und dann schau Dir doch mal Bitte die Spitzen der Gewerkschaften an, da befindet sich quasi niemand unabhängiges ohne Parteibuch 🤔
Und die Leistungen wie niedrigere Rente, schlechtere Leistungen bei der Betreuung und im Gesundheitswesen sind doch der Auslöser dieser Diskussion, denn es ging um die Aussage von Volker Pispers, dass sich Deutschland in all diesen Bereichen in den letzten Jahrzehnten negativ entwickelt hat 😉
In Deutschland wäre selbst bei gesenkten Lohnnebenkosten genügend Geld vorhanden, es müsste nur vernünftig eingesetzt werden [[nixweiss]]
Groucho hatte dazu ja auch schon etwas geschrieben [[rauchen]]

Ja OK, ich wollt mich auch nicht wirklich einmischen. Ich wollt nur ganz grobe Dinge mal gerade rücken. Wenn du Pispers, was diese Fragen angeht, richtig zu hörst, dann hat er ganz sicher nirgends die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert.
Nur als Denkanstoß, weil ich mich letztlich echt nicht beteiligen möchte: Niedrige Renten kommen von niedrigen Löhnen. Wer etwas gegen schlechte Renten machen will, muss vor allem ein anderes Lohnniveau fordern. Bei Pispers bist du da aber an der richtigen Stelle :) Und warum Gewerkschaften schlechte Lohnabschlüsse erzielen, das liegt neben einer (momentan) unsäglichen Kultur des gemeinsamen Miteinanders ggüber den Arbeitgebern vor allem an dem geringen Organisationsgrad. Sind meines Wissens nach um die 17% noch organisiert -- damit lasst sich dann halt auch kein Druck aufbauen.
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OK, lol. Also mal theoretisch durchgespielt: Dann entledigen wir uns eben des Arbeitnehmeranteils. Dann hat die Versicherung aber das selbe Problem:ihr fehlen die Beiträge um die Leistungen aufrecht zu erhalten.

Bitte versteh: wir wollen das selbe, aber deine Argumente weisen in die Gegenrichtung ;)
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In Deutschland ist genug Geld vorhanden, es muss eben nur anders verwendet werden. Abgesehen davon das z.b. Krankenhäuser mMn staatlich betrieben werden sollten, spricht doch nichts dagegen Steuereinnahmen aus anderen Bereichen für das Gesundheitssystem zu verwenden. Dann bekommen die Versicherungen (wobei es auch hier ja idiotisch ist das wir über 200 Krankenversicherungen in D haben, alleine da könnten schon Milliarden eingespart werden) einen Teil zur Fonanzierung von den Lohnnebenkosten und die Differenz vom Staat.
 
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0815alman hat Dir doch vernünftig geantwortet, aber da geht es ja um Fakten und nicht um Deine persönlichen Ansichten/Empfindlichkeit, von daher ist da von Dir natürlich auch keine Antwort zu erwarten 🙄 Du hast in der ganzen Diskussion nicht einmal mit einer Quelle belegte Fakten genannt, sondern immer nur Deine persönliche Meinung wiedergegeben 🤔 Und ja ich verwende immer genre Emojis, aber im Gegensatz zu Dir finde ich es einfach interessanter und mache mir bei Emojis keine Gedanken über Glaubwürdigkeit 🤫 Für mich sind Quellen Glaubwürdigkeit, ich habe sowohl zum Nutzen der Masken als auch zur Verzögerung der Impfstoffzulassung offizielle Quellen benannt, während ich von Dir nicht eine Quelle für Deine Behauptungen entdecken konnte 🤔 Aber wenn die Diskussion dazu beigetragen hat, dass zumindest ein Mitleser sich jetzt Gedanken über die Vorgänge während der Pandemie macht, dann hat es sich schon gelohnt 💪
Und wenn @0185alman diese Informationen nun auch in seinem Umfeld zur Diskussion stellt und dann widder jemand zum Nachdenken animiert wird, dann geht die Entwicklung in die richtige Richtung 😘

Du hast nicht vor dir aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen selbst noch ein paar Gedanken drüber zu machen, was "ein starker Mann" für Gefahren mit sich bringt und weshalb autoritäre Systeme gegenüber Demokratien immer abzulehnen sind?

Du erwartest dir nur von stillen Mitlesern, dass sie sich deine Thesen zu Herzen nehmen, bist aber nicht bereit selbst zu reflektieren?

Du antwortest selbst nicht auf unangenehme Fragen und Fakten, aber forderst dies ständig ein!

Irgendwas hats da. Merkst du das eigentlich selbst? Vermutlich nicht. Ich hoffe wirklich inständig, dass es zumindest in Österreich und Deutschland einen nicht zu großen Anteil in der Bevölkerung an Leuten wie dir gibt bzw bin froh, dass sich diese Personen zumindest auf links und rechts verteilen und nicht komplett in einer Partei vereinen.

Ich hab absolut kein Problem mit politisch andersdenkenden Menschen. So funktioniert Demokratie und ich find gut, dass wir diese Ansichten austauschen können. Ich habe aber ein Problem mit Menschen, die sich selbst und ihr eigenes Wissen über das der anderen stellen und nicht bereit sind ihre eigene Gedanken und Meinungen zu überdenken bzw für die Selbstreflexion ein Fremdwort ist. Personen die sich autoritäre Strukturen wünschen, aber gleichzeitig anprangern, dass wir diese anscheinend während Corona hatten - aber da passte dir die Politik halt nicht in den Kram. Bigotterie nennt sich sowas, Dinge die du den Grünen selbst vorwirfst, aber kein Problem damit hast, sie selbst zu leben. Eine Doppelmoral die zum Himmel schreit.

Es tut grundsätzlich nichts zur Sache, aber weil dir das so wichtig scheint. Ich hab meine Studien zu Ende gebracht, und gehe seitdem einer geregelten Arbeit nach und auch schon währenddessen. Überstunden durchgehend, Krankenstände kannst du an einer Hand abzählen. Ich bin dankbar für dieses Privileg einen gesunden Körper und Geist zu haben - derzeit und hoffe das dies so bleibt. Mir würde es nicht in den Sinn kommen mir etwas auf diese "Leistung" einzubilden. Ich mach das, was ich für richtig halte und schau nicht ständig nach links und rechts zum Nachbarn. Ich habe auch im Bereich Politik nicht nur durch meine Studien formale Bildung, sondern bin politisch interessiert, da war ich noch nichtmal in diesem Forum angemeldet. Ich trau mich zu behaupten, dass ich weit mehr als der Durchschnittsbürger in dem Bereich verstehe, aber würde mich trotzdem niemals derart besserwisserisch wie du präsentieren.

Ich prangere auch schon seit Jahren unsere politischen Entscheidungsträger an. Wenn ich an deinem Beispiel sehe, was unsere etablierten Parteien offensichtlich hervorbringen, macht mich das gleich umso wütender.

Achja eines würde mich interessieren. Warst du auf einer einzigen Demonstration die letzten 15 Jahre? Hast du versucht irgendwie auf dich aufmerksam zu machen, um die Missstände zu ändern? Hast du dich politisch engagiert? Oder ist dein einziger Beitrag online Werbung für einen radikalen Umbruch in ein totalitäres Regime zu betreiben?
 
Minikeck Vergess es, das ist vergebliche Liebesmüh. War von mir schon falsch, darauf einzugehen. Aber so einen Schmarrn, wie er da verzapft, kannst nicht stehen lassen.
Im Übrigen: Wenn man seine Beiträge durchliest, ist da auch wahnsinnig viel inkonsistent.
Bspw. er hat vor 25 Jahren in Schwerin wie ein Blöder gearbeitet, dann wieder war er vor 25 Jahren noch mit seinem (Fach-)Abi beschäftigt usw.

Und wenn er die Beiträge richtig lesen würde, auch ich habe "Quellen" geliefert. Seine Quellen sind nur nachweislich bestätigt in eine bestimmte Richtung biased (Nordkurier) usw.

Aber wie gesagt: Es bringt bei diesem Menschenschlag nichts. Narzisstische Persönlichkeitsstörung, grandios-maligner Typ.
Da bleibt eh die eigene Meinung immer die stärkste, unterstrichen von der stetigen Entwertung anderer.
 
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Ja OK, ich wollt mich auch nicht wirklich einmischen. Ich wollt nur ganz grobe Dinge mal gerade rücken. Wenn du Pispers, was diese Fragen angeht, richtig zu hörst, dann hat er ganz sicher nirgends die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert.
Nur als Denkanstoß, weil ich mich letztlich echt nicht beteiligen möchte: Niedrige Renten kommen von niedrigen Löhnen. Wer etwas gegen schlechte Renten machen will, muss vor allem ein anderes Lohnniveau fordern. Bei Pispers bist du da aber an der richtigen Stelle :) Und warum Gewerkschaften schlechte Lohnabschlüsse erzielen, das liegt neben einer (momentan) unsäglichen Kultur des gemeinsamen Miteinanders ggüber den Arbeitgebern vor allem an dem geringen Organisationsgrad. Sind meines Wissens nach um die 17% noch organisiert -- damit lasst sich dann halt auch kein Druck aufbauen.
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Auch das Thema mit Pispers Positionen hatten wir ja schon und ich weiss das er z.B. bei den Lösungen ganz anders denkt als ich 😉
Aber die Frage nach der Entwicklung in Deutschland ist unabhängig vom politischen Standpunkt ja berechtigt und jeder der die Frage ehrlich beantwortet kommt zum selben Ergebnis!
Und was nutzt Dir ein toller Lohn, wenn das Rentenniveau davon so gering ist. Selbst wenn Du 10000 € verdienst, das Rentenniveau aber bei 10 % liegt (ich übertreibe jetzt, aber zum veranschaulichen passt es), dann bleiben Dir trotzdem nur 1000 € [[nixweiss]]
Das Rentenniveau in D liegt aktuell bei 48 % des letzten Lohns glaube ich und damit liegen wir teilweise bis zu 30 % hinter anderen Westeuropäischen Ländern.
Auch hier würde ein Rentensysystem ähnlich dem der Schweiz sicherlich deutli he Verbesserungen bringen (alle zahlen ein, es gibt eine Mindestrente von der die Menschen vergleichsweise gut leben können und eine staatliche Höchstwerte, welche doppelt wo hoch wie die Mindestrente ist), wer mehr Geld für den Lebensabend möchte kann privat noch zusätzlich vorsorgen 👍
Und zu den Gewerkschaften: wie bereits im letzten Beotrag geschrieben würde ich den Weg die Lohnnebenkosten zu senken, dadurch Arbeitgeber zu entlasten, das Geld ist damit mehr Wert (weil Produkte/Leistungen nicht (noch) teurer werden), der Anreiz zu arbeiten wird größer, mehr Arbeiter und weniger Arbeitslose entlastet den Sozialstaat und fördert die Nachfrage, da mehr Menschen Geld zum ausgeben haben.
Was der Politik an diesem Weg nicht gefällt" Sie muss erstmal in Vorleistung gehen, die Entlastungen der Arbeitnehmer finanzieren und dann auf den positiven Effekt hoffen.
Aber die Politik könnte natürlich auch nachhelfen, indem z.B. Sozialleistungen wie früher beim Arbeitslosengeld erst verdient werden müssen usw..
 
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Also ich wollte in diesem Threat gar nichts schreiben - aber weil es jetzt langsam mythisch wird, sag ich doch mal was.

Lieber enjoyer, ich mein das gar nicht böse oder überheblich, aber aus dem was du schreibst geht hervor, dass du einfach nicht weißt wovon du redest.
Zum Thema Gewerkschaften, die von der Politik "vorgeschickt" werden: Beschäftige dich mal damit wie ein Lohn hierzulande üblicherweise zu Stande kommt. Die Politik schickt niemanden vor, die Politik hat dort einfach nichts zu melden. Das kann man gut oder schlecht finden, aber so ist das in Deutschland halt geregelt: die Löhne finden die Tarifparteien. Die einzigen Ausnahmen sind der Mindestlohn und die Singalwirkung (die ist aber passiv) die der Bund in die Gesamtwirtschaft sendet - je nachdem wie Lohnabschlüsse im öffentlichen Dienst laufen.
Zum Thema Lohn"nebenkosten": Du sitzt hier einer Erzählung auf, die schon zu schlimmen Reformen, wie der Agenda 2010 geführt haben. Lohnnebenkosten, kennt nur und ausschließlich der Arbeitgeber. Für dich sind Lohnnebenkosten einfach Lohn. Gemeint sind die Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung - genauer, der Anteil des Arbeitgebers . Wenn du jetzt hin gehst und die Lohnnebenkosten "senkst", ist damit immer (!) der Arbeitgeberanteil gemeint. Eine Senkung der Lohnnebenkosten zu fordern hieße also, die Senkung des eigenen Lohns um einen Anteil des Anteils der Sozialversicherungen zu fordern. Die Folge sind entweder: Niedrigere Leistungen dieser Versicherungen (z.B: schlechtere Gesundheitsversorgung oder niedrigere Renten) oder höhere Beiträge für die Versicherten. Und jetzt rate mal wovon du diese Beiträge dann zahlst: von deinem Lohn.
Die Forderung diese "Kosten" (es sind nur für den Arbeitgeber Kosten) zu senken wird seit Jahren erhoben immer und ausschließlich um die Arbeitgeberseite zu stärken - also letztlich höheren Gewinn zu ermöglichen.
Aus dem Spin in dem du schreibst ergibt sich für mich, dass eine solche Politik eigentlich nicht nicht in deinem Interesse wäre.
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Die Lohnnebenkosten sind vor allem so hoch, weil der Sozialstaat durch die desaströse Flüchtlingspolitik sehr stark belastet wird.

Dazu sorgt die Regierung mit ihrer ideologiegesteuerten Energiewende und dem Boykott russischer Rohstoffe für einen exorbitanten Anstieg der Energiepreise, was die Inflation sehr stark anheizt und befeuert.

Da nützt dir dein Mindestlohn von bald 15 Euro einen feuchten Scheißdreck, denn der Kaufkraftverlust infolge der galoppierenden Inflation, den die Regierung zu verantworten hat, heizt die Geldentwertung immer mehr auf.

Denn wenn die Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, steigen die Preise weiter an.
 
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Auch das Thema mit Pispers Positionen hatten wir ja schon und ich weiss das er z.B. bei den Lösungen ganz anders denkt als ich 😉
Aber die Frage nach der Entwicklung in Deutschland ist unabhängig vom politischen Standpunkt ja berechtigt und jeder der die Frage ehrlich beantwortet kommt zum selben Ergebnis!
Und was nutzt Dir ein toller Lohn, wenn das Rentenniveau davon so gering ist. Selbst wenn Du 10000 € verdienst, das Rentenniveau aber bei 10 % liegt (ich übertreibe jetzt, aber zum veranschaulichen passt es), dann bleiben Dir trotzdem nur 1000 € [[nixweiss]]
Das Rentenniveau in D liegt aktuell bei 48 % des letzten Lohns glaube ich und damit liegen wir teilweise bis zu 30 % hinter anderen Westeuropäischen Ländern.
Auch hier würde ein Rentensysystem ähnlich dem der Schweiz sicherlich deutli he Verbesserungen bringen (alle zahlen ein, es gibt eine Mindestrente von der die Menschen vergleichsweise gut leben können und eine staatliche Höchstwerte, welche doppelt wo hoch wie die Mindestrente ist), wer mehr Geld für den Lebensabend möchte kann privat noch zusätzlich vorsorgen 👍
Und zu den Gewerkschaften: wie bereits im letzten Beotrag geschrieben würde ich den Weg die Lohnnebenkosten zu senken, dadurch Arbeitgeber zu entlasten, das Geld ist damit mehr Wert (weil Produkte/Leistungen nicht (noch) teurer werden), der Anreiz zu arbeiten wird größer, mehr Arbeiter und weniger Arbeitslose entlastet den Sozialstaat und fördert die Nachfrage, da mehr Menschen Geld zum ausgeben haben.
Was der Politik an diesem Weg nicht gefällt" Sie muss erstmal in Vorleistung gehen, die Entlastungen der Arbeitnehmer finanzieren und dann auf den positiven Effekt hoffen.
Aber die Politik könnte natürlich auch nachhelfen, indem z.B. Sozialleistungen wie früher beim Arbeitslosengeld erst verdient werden müssen usw..

Sehr guter Beitrag.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass der Prozentsatz des Wohneigentums in D sehr viel niedriger liegt als in vielen anderen europäischen Ländern, wie bspw. Griechenland.

Die BRD ist eine der größten Volkswirtschaften der Welt, aber den Bürgern geht es im Vergleich zu anderen Industrienationen sehr schlecht, hohe Energiepriese, niedriges Rentenniveau, exorbitant hohe Mieten und hohe Lebenshaltungskosten sind Belege dafür.
 
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Du hast nicht vor dir aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen selbst noch ein paar Gedanken drüber zu machen, was "ein starker Mann" für Gefahren mit sich bringt und weshalb autoritäre Systeme gegenüber Demokratien immer abzulehnen sind?

Du erwartest dir nur von stillen Mitlesern, dass sie sich deine Thesen zu Herzen nehmen, bist aber nicht bereit selbst zu reflektieren?

Du antwortest selbst nicht auf unangenehme Fragen und Fakten, aber forderst dies ständig ein!

Irgendwas hats da. Merkst du das eigentlich selbst? Vermutlich nicht. Ich hoffe wirklich inständig, dass es zumindest in Österreich und Deutschland einen nicht zu großen Anteil in der Bevölkerung an Leuten wie dir gibt bzw bin froh, dass sich diese Personen zumindest auf links und rechts verteilen und nicht komplett in einer Partei vereinen.

Ich hab absolut kein Problem mit politisch andersdenkenden Menschen. So funktioniert Demokratie und ich find gut, dass wir diese Ansichten austauschen können. Ich habe aber ein Problem mit Menschen, die sich selbst und ihr eigenes Wissen über das der anderen stellen und nicht bereit sind ihre eigene Gedanken und Meinungen zu überdenken bzw für die Selbstreflexion ein Fremdwort ist. Personen die sich autoritäre Strukturen wünschen, aber gleichzeitig anprangern, dass wir diese anscheinend während Corona hatten - aber da passte dir die Politik halt nicht in den Kram. Bigotterie nennt sich sowas, Dinge die du den Grünen selbst vorwirfst, aber kein Problem damit hast, sie selbst zu leben. Eine Doppelmoral die zum Himmel schreit.

Es tut grundsätzlich nichts zur Sache, aber weil dir das so wichtig scheint. Ich hab meine Studien zu Ende gebracht, und gehe seitdem einer geregelten Arbeit nach und auch schon währenddessen. Überstunden durchgehend, Krankenstände kannst du an einer Hand abzählen. Ich bin dankbar für dieses Privileg einen gesunden Körper und Geist zu haben - derzeit und hoffe das dies so bleibt. Mir würde es nicht in den Sinn kommen mir etwas auf diese "Leistung" einzubilden. Ich mach das, was ich für richtig halte und schau nicht ständig nach links und rechts zum Nachbarn. Ich habe auch im Bereich Politik nicht nur durch meine Studien formale Bildung, sondern bin politisch interessiert, da war ich noch nichtmal in diesem Forum angemeldet. Ich trau mich zu behaupten, dass ich weit mehr als der Durchschnittsbürger in dem Bereich verstehe, aber würde mich trotzdem niemals derart besserwisserisch wie du präsentieren.

Ich prangere auch schon seit Jahren unsere politischen Entscheidungsträger an. Wenn ich an deinem Beispiel sehe, was unsere etablierten Parteien offensichtlich hervorbringen, macht mich das gleich umso wütender.

Achja eines würde mich interessieren. Warst du auf einer einzigen Demonstration die letzten 15 Jahre? Hast du versucht irgendwie auf dich aufmerksam zu machen, um die Missstände zu ändern? Hast du dich politisch engagiert? Oder ist dein einziger Beitrag online Werbung für einen radikalen Umbruch in ein totalitäres Regime zu betreiben?

Ich hab kein Problem mit Autokraten, ich denke sogar das es in der heutigen Zeit Veränderungen erleichtert wenn jemand über besonders viel Macht verfügt 😉
Im Idealfall sollte derjenige natürlich meine Masichten teilen, ein kommunistischen Autokrat, oder jemand der den bösen, alten weißen Mann als schlimmsten Über der Gesellschaft sieht wäre für mich hingegen eine Horrorvorstellung 🫣
Und ich habe kein Problem mit den autokratisch3n Entscheidungen, sondern damit das z.B. in der Coronazeit, aber auch schon die letzten Jahrzehnte viele falsche Entscheidungen (Atomausstieg, Russlandpolitik, EU, Migration, Energiewende usw.) getroffen wurden und ich hätte kein Problem mit einem Autokraten der diese Entwicklungen rückgängig macht 😇
Und das wir zu meinen "Leistungen" kamen lag daran, dass Du quasi behauptet hast ich wäre von Beruf Sohn 😉
Ja ich hatte unglaubliches Glück, ja es geht mir und meiner Familie gut und ja ich profitieren auch von der Vorarbeit meiner meinerEltern, aber trotzdem habe auch ich meinen Anteil an dieser Situation 💪
Und zu guter Letzt ja ich war während der Coronazeit jede Woche demonstrieren, habe sogar die Verantstalter bei der Durchführung unterstützt 😉
Und ja zusätzlich versuche ich auch im realen Leben immer wieder Menschen davon zu überzeugen das wir radikale politische Veränderungen brauchen und die letzten Wahlergebnisse (mittlerweile ist die AfD auch in MV stärkste Kraft) zeigen ja, dass immer mehr Menschen bereit sind sich für Veränderungen zu entscheiden 💪
 
Ja OK, ich wollt mich auch nicht wirklich einmischen. Ich wollt nur ganz grobe Dinge mal gerade rücken. Wenn du Pispers, was diese Fragen angeht, richtig zu hörst, dann hat er ganz sicher nirgends die Senkung der Lohnnebenkosten gefordert.
Nur als Denkanstoß, weil ich mich letztlich echt nicht beteiligen möchte: Niedrige Renten kommen von niedrigen Löhnen. Wer etwas gegen schlechte Renten machen will, muss vor allem ein anderes Lohnniveau fordern. Bei Pispers bist du da aber an der richtigen Stelle :) Und warum Gewerkschaften schlechte Lohnabschlüsse erzielen, das liegt neben einer (momentan) unsäglichen Kultur des gemeinsamen Miteinanders ggüber den Arbeitgebern vor allem an dem geringen Organisationsgrad. Sind meines Wissens nach um die 17% noch organisiert -- damit lasst sich dann halt auch kein Druck aufbauen.
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Das ist doch Käse, was nützen dir die höheren Löhne wenn dabei doch nur 48% ausgezahlt werden und selbst davon ein Teil der Rente versteuert wird?

Schon jetzt müsste man mit Durchschnittslohn später im Alter zusätzlich staatl. Hilfe beantragen, aber klar, lass uns die Löhne bis ins Unermessliche steigern, das ist volkswirtschaftlicher Unfug da das weiter die Inflation anheizt.
 
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OK, lol. Also mal theoretisch durchgespielt: Dann entledigen wir uns eben des Arbeitnehmeranteils. Dann hat die Versicherung aber das selbe Problem:ihr fehlen die Beiträge um die Leistungen aufrecht zu erhalten.

Bitte versteh: wir wollen das selbe, aber deine Argumente weisen in die Gegenrichtung ;)
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Wer finanziert denn die KKV von 1,5 Mio Ukrainern?

Was bedeutet das für die Lohnnebenkosten der arbeitenden Bevölkerung?
 
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Also ich wollte in diesem Threat gar nichts schreiben - aber weil es jetzt langsam mythisch wird, sag ich doch mal was.

Lieber enjoyer, ich mein das gar nicht böse oder überheblich, aber aus dem was du schreibst geht hervor, dass du einfach nicht weißt wovon du redest.
Zum Thema Gewerkschaften, die von der Politik "vorgeschickt" werden: Beschäftige dich mal damit wie ein Lohn hierzulande üblicherweise zu Stande kommt. Die Politik schickt niemanden vor, die Politik hat dort einfach nichts zu melden. Das kann man gut oder schlecht finden, aber so ist das in Deutschland halt geregelt: die Löhne finden die Tarifparteien. Die einzigen Ausnahmen sind der Mindestlohn und die Singalwirkung (die ist aber passiv) die der Bund in die Gesamtwirtschaft sendet - je nachdem wie Lohnabschlüsse im öffentlichen Dienst laufen.
Zum Thema Lohn"nebenkosten": Du sitzt hier einer Erzählung auf, die schon zu schlimmen Reformen, wie der Agenda 2010 geführt haben. Lohnnebenkosten, kennt nur und ausschließlich der Arbeitgeber. Für dich sind Lohnnebenkosten einfach Lohn. Gemeint sind die Kranken-, Renten-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung - genauer, der Anteil des Arbeitgebers . Wenn du jetzt hin gehst und die Lohnnebenkosten "senkst", ist damit immer (!) der Arbeitgeberanteil gemeint. Eine Senkung der Lohnnebenkosten zu fordern hieße also, die Senkung des eigenen Lohns um einen Anteil des Anteils der Sozialversicherungen zu fordern. Die Folge sind entweder: Niedrigere Leistungen dieser Versicherungen (z.B: schlechtere Gesundheitsversorgung oder niedrigere Renten) oder höhere Beiträge für die Versicherten. Und jetzt rate mal wovon du diese Beiträge dann zahlst: von deinem Lohn.
Die Forderung diese "Kosten" (es sind nur für den Arbeitgeber Kosten) zu senken wird seit Jahren erhoben immer und ausschließlich um die Arbeitgeberseite zu stärken - also letztlich höheren Gewinn zu ermöglichen.
Aus dem Spin in dem du schreibst ergibt sich für mich, dass eine solche Politik eigentlich nicht nicht in deinem Interesse wäre.
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Falsch, KKV-Anteil wird vom AG und AN zu gleichen Teilen bezahlt.

Der Rest ist ebenso falsch, denn als Selbstständiger führst du die EKS von deinem Gewinn ab.

Und dass die Senkung der Nebenkosten geht, zeigt ja das Beispiel unserer Regierung, wenn es um ausländische Fachkräfte geht.
 
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Trailblazer ich habe das Gefühl für dich sind zu viel Informationen zu schwer zu verarbeiten, deshalb nehmen wir uns einfach ein Beispiel raus [[gulligulli]]

Sag mit Bitte was an dieser Aussage

„Internationale Empfehlungen sehen das Tragen von FFP2 in der Allgemeinbevölkerung nicht vor bzw. sprechen sich explizit dagegen aus. WHO: Überarbeitung der Empfehlung z.Zt. nicht vorgesehen.“ (15.01.2021)​

aus dem Kontext gerissen wurde? 🤔

esteban gewehrt habe ich mich schon früher auf demokratische Art, indem ich bei der Wahl versucht habe meine Interessen durchsetzen zu lassen 😉 Zusätzlich habe ich schon lange vor Corona verwucht Menschen davon zu überzeugen das es radikale politische Veränderungen braucht, jedoch damals sowohl bei den Wahlen, als auch beim überzeugen sehr erfolglos 🫣

Aber mittlererweile besteht Hoffnung, denn sowohl die Wahlergebnisse (der September wird wirklich spannend), als auch beim überzeugen der Menschen haben sich massive Veränderungen ergeben 💪
Mittlerweile spüren eben auch viele Menschen persönlich die Auswirkungen der Politik und letztendlich sind viele daran selbst Schuld, denn die Entwicklungen sind ja schon lange abzusehen, auch wenn vor 5 oder 10 Jahren die meisten persönlich noch nicht so massiv betroffen waren 🙄
Und je länger es dauert, desto teurer und natürlich auch unangenehmer wird es die Entwicklungen umzukehren, aber trotzdem ist das immer noch ein besserer Weg als ein weiter so 😇
Menschen die mir vor 5 oder 10 Jahrem noch erklärt haben das man doch keine Rwchten wählen kann sagen Heite, dass es aktuell nur mit der AfD besser werden kann 💪
Ob das letztendlich auch gelingt weiss niemand, aber schlechter als aktuell kann mMn wirklich niemand Politik machen.
 
Ich geh das jetzt mal durch, einfach weil da alles durcheinander geht - und dann verordne ich mir mal selbst ne Pause hier :)


- "Falsch, KKV-Anteil wird vom AG und AN zu gleichen Teilen bezahlt.
Der Rest ist ebenso falsch, denn als Selbstständiger führst du die EKS von deinem Gewinn ab.
Und dass die Senkung der Nebenkosten geht, zeigt ja das Beispiel unserer Regierung, wenn es um ausländische Fachkräfte geht."

Wir haben aber nur von abhängig Beschäftigten geredet. Sonst macht das Rentenargument ja mal gar keinen Sinn.

Und was die Regierung vor hat ist die Absenkung der Einkommensteuer. Das ist zwar eine selten blöde Idee, aber hat mit Lohnnebenkosten wieder gar nichts zu tun. Ich glaub es gibt noch sowas wie Lohnsummensteuern, die man dazu rechnen könnte, aber das sind halt auch keine Einkommenssteuern.


- "Die Lohnnebenkosten sind vor allem so hoch, weil der Sozialstaat durch die desaströse Flüchtlingspolitik sehr stark belastet wird."

Die Lohnnebenkosten wurden schon als "Argument" missbraucht, da konnte man jeden Flüchtling noch mit Namen kennen. Du konstruierst einen Zusammenhang wo keiner ist. Du verwechselst Kausalität und Korrelation. Im besten Falle. Ich halte es ja für einen Mythos, dass durch die Senkung von Lohnnebenkosten für abhängig Beschäftigte irgendetwas erreicht werden könnte.


- "Dazu sorgt die Regierung mit ihrer ideologiegesteuerten Energiewende und dem Boykott russischer Rohstoffe für einen exorbitanten Anstieg der Energiepreise, was die Inflation sehr stark anheizt und befeuert."

Das halte ich für wenigstens teil-richtig. Das was wir momentan sehen, nennen zwar alle Inflation, aber eigentlich handelt es sich (wahrscheinlich) um einen Preisschock. Das sieht im Ergebnis zwar gleich aus, bedarf aber anderer Gegenmaßnahmen. Wenn die gestiegenen Preise nicht von der gestiegenen Geldmenge (höhere Löhne) kommen, dann kann man Lohnzurückhaltung üben soviel man will, die Preise werden weiter steigen. Und das tun sie, exakt, weil die Energie so teuer ist. Das hat mit der Energiewende allerdings weniger zu tun, als mit der Reaktionen auf den Krieg.

- "Da nützt dir dein Mindestlohn von bald 15 Euro einen feuchten Scheißdreck, denn der Kaufkraftverlust infolge der galoppierenden Inflation, den die Regierung zu verantworten hat, heizt die Geldentwertung immer mehr auf."

Nein, weil wie angedeutet: es handelt sich nicht um Inflation, sondern um einen Preisschock. Fallen die Energiepreise, sollten die Preise um diesen Faktor auch wieder fallen. Dass Deutschland ein lohngetriebenes Inflationsproblem hätte, ist hahnebüchner Käse. Entschuldigung! Schau dir doch mal die Reallohnentwicklung der letzten 30 Jahre an - und dann vergleiche sie z.B. mit Frankreich. Aber natürlich wird dieser Quatsch von Arbeitgeberseite matraatrig verbreitet. Lasst euch diesen Unsinn nicht einreden! Abgesehen davon, dass es inhaltlich falsch ist, kann ichs kaum fassen, dass ich in einem Wett-Forum ernsthaft für höhere Löhne argumentieren muss -- ihr wärt alle nicht hier, wenn ihr mit dem goldenen Löffel im A. geboren wärt. Also kriegt mal eure Feindbilder klar!

- "Denn wenn die Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, steigen die Preise weiter an."

Ja, das wäre dann tatsächliche Inflation. Und die ist in einer Volkswirtschaft total in Ordnung, gar kein Problem. Die europ. Zentralbank sagt, wie ehemals die Bundesbank: >/=2%. Allerdings im Mittel, nicht in jedem Land. So lässt sich zeigen, dass es in Deutschland in den Jahren bis Corona eher deflationäre (!!!) Entwicklungen gab --- weil die Löhne so schlecht gestiegen sind. Genau deshalb. Das gab und gibt dann Verwerfungen mit dem restlichen Euroraum.

- "Das ist doch Käse, was nützen dir die höheren Löhne wenn dabei doch nur 48% ausgezahlt werden und selbst davon ein Teil der Rente versteuert wird?
Schon jetzt müsste man mit Durchschnittslohn später im Alter zusätzlich staatl. Hilfe beantragen, aber klar, lass uns die Löhne bis ins Unermessliche steigern, das ist volkswirtschaftlicher Unfug da das weiter die Inflation anheizt."

Das Ding mit der Inflation hatten wir schon. Und zum Absenken des Rentenniveaus nur ein Stichwort: Demografie. Und die Nummer mit den Prozenten rechne ich jemandem, der mit Wetten Geld verdienen will nicht vor.


- "Wer finanziert denn die KKV von 1,5 Mio Ukrainern?

Was bedeutet das für die Lohnnebenkosten der arbeitenden Bevölkerung? "

Das finanzieren wir alle. Durch Steuern. Ukrainer haben Anspruch auf Leistung nach dem SGB II - also Grundsicherung. Das heißt für die Lohnnebenkosten gar nichts.



So eine Auflistung und Abarbeitung kann schnell überheblich wirken. Das soll es nicht. Ich glaube ich lese bei dir, wie bei enjoyer -zwischen den Zeilen-, dass ihr genau das Richtige wollt. Meiner Ansicht nach sind eure Argumente aber völlig ungeordnet und widersprechen den Zielen die ihr habt. Was ihr beklagt, lässt sich, wie ihr es fordert leider nicht lindern. Groucho, du hast ja Recht: in Deutschland sind die Mieten viel zu hoch und es gibt zu wenig Wohneigentum. Daran werdet ihr, wenn ihr gegen steigende Löhne argumentiert aber ganz sicher nichts ändern. Das gilt auch für die Rezepte die die AfD anbietet. Das sind Rezepte, die denen , die sowieso schon alles haben, nur nochmal einen drauf knallen. Es ist kein Zufall, dass ein FDP'ler sich mal von der AfD hat zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Enjoyer, wenn du meinst, die AfD hätte irgendetwas für Schwache in petto - du irrst dich! Außer aufgeblasenem National-Gerede, was wohl wenigstens das Selbstwertgefühl einiger streichelt, ist dort nichts, aber auch gar nichts zu erwarten - schon gar nichts progressives. Die AfD ist regelrecht marktradikal - was wir sähen wäre eine Beschleunigung genau dessen was wir schon haben - härterer Wettbewerb, mehr Markt, weniger Staat und noch weniger soziale Sicherungssysteme. Schaut mal nach Südamerika, da kann man sehen was los ist, wenn solche Leute an die Macht kommen. Der Befund, dass Arbeiter mehrheitlich AfD wählen ist der Beweis: die Viehcher wählen immer ihre Metzger (Danke an Hagen Rether an der Stelle).

Wenn ihr an den Dingen, die ihr beklagt etwas ändern möchtet, dann müsst ihr über die Machtverhältnisse und die Eigentumsordnung nachdenken. Das ist genau was Volker Pispers von seinem Publikum wollte - meine ich -- und eure "Argumentation" genau der Grund warum er nichts mehr macht. Weil er nach 20 Jahren oder so gemerkt hat, dass sein Publikum zwar lacht, aber nicht versteht. Die Wahlergebnisse zeigen das Legislatur um Legislatur aufs Neue. Weil, enjoyer, du hast ja Recht, das Geld wäre da -- aber es ist ja nicht unter unser aller Verfügung, sondern sehr konzentriert in wenigen Privattaschen. Reich sind wir nur im Mittel -- genau über diesen Kniff hat der Pispers mindestens 20 Texte gemacht. Und weil das auch immer wieder anklingt: die Klimapolitik, die vielen Flüchtlinge... wenns das nicht gäbe, dann....! -- Ich glaube so wäre das nicht. So funktioniert die parlament. Demokratie einfach nicht. Die Machtverhältnisse hätten sich, auch wenn es keinen einzigen Flüchtling gäbe und wir Co2 verblasen könnten wie wir wollten, nicht geändert -- an der Situation derer, die wenig oder nichts haben, würde sich genau gar nichts ändern. Einfach weil die Machtverhältnisse sind wie sie sind. Dagegen müsst ihr sein, nicht gegen höhere Löhne!

Weiter werd ich mich hier jetzt allerdings nicht beteiligen. Nix für ungut Leute! :)
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Ich geh das jetzt mal durch, einfach weil da alles durcheinander geht - und dann verordne ich mir mal selbst ne Pause hier :)


- "Falsch, KKV-Anteil wird vom AG und AN zu gleichen Teilen bezahlt.
Der Rest ist ebenso falsch, denn als Selbstständiger führst du die EKS von deinem Gewinn ab.
Und dass die Senkung der Nebenkosten geht, zeigt ja das Beispiel unserer Regierung, wenn es um ausländische Fachkräfte geht."

Wir haben aber nur von abhängig Beschäftigten geredet. Sonst macht das Rentenargument ja mal gar keinen Sinn.

Und was die Regierung vor hat ist die Absenkung der Einkommensteuer. Das ist zwar eine selten blöde Idee, aber hat mit Lohnnebenkosten wieder gar nichts zu tun. Ich glaub es gibt noch sowas wie Lohnsummensteuern, die man dazu rechnen könnte, aber das sind halt auch keine Einkommenssteuern.


- "Die Lohnnebenkosten sind vor allem so hoch, weil der Sozialstaat durch die desaströse Flüchtlingspolitik sehr stark belastet wird."

Die Lohnnebenkosten wurden schon als "Argument" missbraucht, da konnte man jeden Flüchtling noch mit Namen kennen. Du konstruierst einen Zusammenhang wo keiner ist. Du verwechselst Kausalität und Korrelation. Im besten Falle. Ich halte es ja für einen Mythos, dass durch die Senkung von Lohnnebenkosten für abhängig Beschäftigte irgendetwas erreicht werden könnte.


- "Dazu sorgt die Regierung mit ihrer ideologiegesteuerten Energiewende und dem Boykott russischer Rohstoffe für einen exorbitanten Anstieg der Energiepreise, was die Inflation sehr stark anheizt und befeuert."

Das halte ich für wenigstens teil-richtig. Das was wir momentan sehen, nennen zwar alle Inflation, aber eigentlich handelt es sich (wahrscheinlich) um einen Preisschock. Das sieht im Ergebnis zwar gleich aus, bedarf aber anderer Gegenmaßnahmen. Wenn die gestiegenen Preise nicht von der gestiegenen Geldmenge (höhere Löhne) kommen, dann kann man Lohnzurückhaltung üben soviel man will, die Preise werden weiter steigen. Und das tun sie, exakt, weil die Energie so teuer ist. Das hat mit der Energiewende allerdings weniger zu tun, als mit der Reaktionen auf den Krieg.

- "Da nützt dir dein Mindestlohn von bald 15 Euro einen feuchten Scheißdreck, denn der Kaufkraftverlust infolge der galoppierenden Inflation, den die Regierung zu verantworten hat, heizt die Geldentwertung immer mehr auf."

Nein, weil wie angedeutet: es handelt sich nicht um Inflation, sondern um einen Preisschock. Fallen die Energiepreise, sollten die Preise um diesen Faktor auch wieder fallen. Dass Deutschland ein lohngetriebenes Inflationsproblem hätte, ist hahnebüchner Käse. Entschuldigung! Schau dir doch mal die Reallohnentwicklung der letzten 30 Jahre an - und dann vergleiche sie z.B. mit Frankreich. Aber natürlich wird dieser Quatsch von Arbeitgeberseite matraatrig verbreitet. Lasst euch diesen Unsinn nicht einreden! Abgesehen davon, dass es inhaltlich falsch ist, kann ichs kaum fassen, dass ich in einem Wett-Forum ernsthaft für höhere Löhne argumentieren muss -- ihr wärt alle nicht hier, wenn ihr mit dem goldenen Löffel im A. geboren wärt. Also kriegt mal eure Feindbilder klar!

- "Denn wenn die Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, steigen die Preise weiter an."

Ja, das wäre dann tatsächliche Inflation. Und die ist in einer Volkswirtschaft total in Ordnung, gar kein Problem. Die europ. Zentralbank sagt, wie ehemals die Bundesbank: >/=2%. Allerdings im Mittel, nicht in jedem Land. So lässt sich zeigen, dass es in Deutschland in den Jahren bis Corona eher deflationäre (!!!) Entwicklungen gab --- weil die Löhne so schlecht gestiegen sind. Genau deshalb. Das gab und gibt dann Verwerfungen mit dem restlichen Euroraum.

- "Das ist doch Käse, was nützen dir die höheren Löhne wenn dabei doch nur 48% ausgezahlt werden und selbst davon ein Teil der Rente versteuert wird?
Schon jetzt müsste man mit Durchschnittslohn später im Alter zusätzlich staatl. Hilfe beantragen, aber klar, lass uns die Löhne bis ins Unermessliche steigern, das ist volkswirtschaftlicher Unfug da das weiter die Inflation anheizt."

Das Ding mit der Inflation hatten wir schon. Und zum Absenken des Rentenniveaus nur ein Stichwort: Demografie. Und die Nummer mit den Prozenten rechne ich jemandem, der mit Wetten Geld verdienen will nicht vor.


- "Wer finanziert denn die KKV von 1,5 Mio Ukrainern?

Was bedeutet das für die Lohnnebenkosten der arbeitenden Bevölkerung? "

Das finanzieren wir alle. Durch Steuern. Ukrainer haben Anspruch auf Leistung nach dem SGB II - also Grundsicherung. Das heißt für die Lohnnebenkosten gar nichts.



So eine Auflistung und Abarbeitung kann schnell überheblich wirken. Das soll es nicht. Ich glaube ich lese bei dir, wie bei enjoyer -zwischen den Zeilen-, dass ihr genau das Richtige wollt. Meiner Ansicht nach sind eure Argumente aber völlig ungeordnet und widersprechen den Zielen die ihr habt. Was ihr beklagt, lässt sich, wie ihr es fordert leider nicht lindern. Groucho, du hast ja Recht: in Deutschland sind die Mieten viel zu hoch und es gibt zu wenig Wohneigentum. Daran werdet ihr, wenn ihr gegen steigende Löhne argumentiert aber ganz sicher nichts ändern. Das gilt auch für die Rezepte die die AfD anbietet. Das sind Rezepte, die denen , die sowieso schon alles haben, nur nochmal einen drauf knallen. Es ist kein Zufall, dass ein FDP'ler sich mal von der AfD hat zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Enjoyer, wenn du meinst, die AfD hätte irgendetwas für Schwache in petto - du irrst dich! Außer aufgeblasenem National-Gerede, was wohl wenigstens das Selbstwertgefühl einiger streichelt, ist dort nichts, aber auch gar nichts zu erwarten - schon gar nichts progressives. Die AfD ist regelrecht marktradikal - was wir sähen wäre eine Beschleunigung genau dessen was wir schon haben - härterer Wettbewerb, mehr Markt, weniger Staat und noch weniger soziale Sicherungssysteme. Schaut mal nach Südamerika, da kann man sehen was los ist, wenn solche Leute an die Macht kommen. Der Befund, dass Arbeiter mehrheitlich AfD wählen ist der Beweis: die Viehcher wählen immer ihre Metzger (Danke an Hagen Rether an der Stelle).

Wenn ihr an den Dingen, die ihr beklagt etwas ändern möchtet, dann müsst ihr über die Machtverhältnisse und die Eigentumsordnung nachdenken. Das ist genau was Volker Pispers von seinem Publikum wollte - meine ich -- und eure "Argumentation" genau der Grund warum er nichts mehr macht. Weil er nach 20 Jahren oder so gemerkt hat, dass sein Publikum zwar lacht, aber nicht versteht. Die Wahlergebnisse zeigen das Legislatur um Legislatur aufs Neue. Weil, enjoyer, du hast ja Recht, das Geld wäre da -- aber es ist ja nicht unter unser aller Verfügung, sondern sehr konzentriert in wenigen Privattaschen. Reich sind wir nur im Mittel -- genau über diesen Kniff hat der Pispers mindestens 20 Texte gemacht. Und weil das auch immer wieder anklingt: die Klimapolitik, die vielen Flüchtlinge... wenns das nicht gäbe, dann....! -- Ich glaube so wäre das nicht. So funktioniert die parlament. Demokratie einfach nicht. Die Machtverhältnisse hätten sich, auch wenn es keinen einzigen Flüchtling gäbe und wir Co2 verblasen könnten wie wir wollten, nicht geändert -- an der Situation derer, die wenig oder nichts haben, würde sich genau gar nichts ändern. Einfach weil die Machtverhältnisse sind wie sie sind. Dagegen müsst ihr sein, nicht gegen höhere Löhne!

Weiter werd ich mich hier jetzt allerdings nicht beteiligen. Nix für ungut Leute! :)
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Der Staat braucht Geld um seine Ausgaben zu finanzieren und das nimmt er hauptsächlich über Steuern ein. Gibt ja noch ein paar weitere Möglichkeiten und demnächst wird ja eventuell sogar mit dem Inhalt der Rentenkasse spekuliert, aber Haupteinnahme sind Steuern.

Theoretisch müsste man das Thema natürlich deutlich detaillierter betrachten, aber ich glaube so langsam hat hier eh niemand Lust mehr und eigentlich istves auch nicht der richtige Ort, von daher meine kurze Zusammenfassung:

1. Gibt der Staat weniger Geld z.B. für Sozialleistungen (egal ob von abgelehnten Asylbewerbern oder arbeitsunwilligen) aus, dann kann er jedes Jahr Milliarden sparen.

2. Nutzt man günstige Energiequellen, spart das Geld für die Energiewende, die Projekte überall auf der Welt (bekanntestes Beispiel Radweg in Peru, irgendwelche Queerscheiße in Afrika, Förderung des Kohleabbaus in China (wobei jetzt raus kam, dass von den 75 geförderten Projekten ca. 90 % gar nicht existieren, aber mehrere Hundert Millionen Euro werden trotzdem jedes Jahr überwiesen 😱)), verfolgt Steuerbetrüger (z.B. Cum-Ex), macht Politiker für Ihre Entscheidungen mitverantwortlich (denn dann würden Entscheidungen wie die Autobahnmaut, welche ja au h Hubderte Millionen für Nichts kostete, usw. wahrscheinlich anders aussehen), verschlankt man die Bürokratie, verändert das Gesundheitswesen (ich meine in Österreich gab es vor 20 Jahren Gebietskrankenkassen und nicht mehrere Hundert Kassen mit riesigem Wasserkopf), dann hätte man ebenfalls eine Ersparnis von vielen Milliarden €.

3. Senkt man die Lohnnebenkosten (wie auch immer Du das jetzt definierst, aber gehen wir einfach mal davon aus das dem Arbeitnehmer am Ende eben 75 % vom Brutto bleiben, dann hat er mehr Geld zur Verfügung), dann fördert das in der Regel die Konjunktur an, da die Arbeitnehmer mehr Geld ausgeben und die Preissteigerungen fallen ggf. nicht so hoch aus, da steigende Löhne erstmal keine zusätzliche Belastung darstellen.

4. Wenn man durch Arbeit am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung hat, dann ist das auch ein Anreiz für diejenigen, welche sich bisher noch einer Arbeitsaufnahme verweigert haben. Gelingt es diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dann spart der Staat auch dadurch Kosten ein. Man könnte auch noch nachhelfen, indem man bei den Voraussetzungen für das erhalten von Sozialleistungen strengere Maßstäbe anlegt, was momentan ja leider nicht möglich ist, aber Gesetze kann man ja ändern.

5. Und wenn man bei den Ausgaben viele Milliarden spart, bei den Einnahmen aber konstant bleibt oder z.B. durch Millionen zusätzliche Arbeitnehmer sogar hinzu gewinnt, dann kann das zusätzliche Geld für Rente, Bildung, Gesundheitswesen, Investitionen in Infrarstruktur, Digitalisierung usw. verwendet werden [[yo]]

Hier wollen alle eine linke Politik, dazu fsllen mir 2 Zitate ein: das 1. "Sozialismus ist in der Theorie eine tolle Sache [[yo]] Allerdings funktioniert es in der Realität mit den Menschen nicht" und das 2. "Armut ist kein Ergebnis von Marktwirtschaft, sondern das Ergebnis von fehlender Marktwirtschaft" ... Und es gibt bislang weltweit kein einziges Beispiel für funktionierende linke Politik, wo es letztendlich den Menschen und der Wirtschaft wirklich gut geht [[nixweiss]]
 
Der Staat braucht Geld um seine Ausgaben zu finanzieren und das nimmt er hauptsächlich über Steuern ein. Gibt ja noch ein paar weitere Möglichkeiten und demnächst wird ja eventuell sogar mit dem Inhalt der Rentenkasse spekuliert, aber Haupteinnahme sind Steuern.

Theoretisch müsste man das Thema natürlich deutlich detaillierter betrachten, aber ich glaube so langsam hat hier eh niemand Lust mehr und eigentlich istves auch nicht der richtige Ort, von daher meine kurze Zusammenfassung:

1. Gibt der Staat weniger Geld z.B. für Sozialleistungen (egal ob von abgelehnten Asylbewerbern oder arbeitsunwilligen) aus, dann kann er jedes Jahr Milliarden sparen.

2. Nutzt man günstige Energiequellen, spart das Geld für die Energiewende, die Projekte überall auf der Welt (bekanntestes Beispiel Radweg in Peru, irgendwelche Queerscheiße in Afrika, Förderung des Kohleabbaus in China (wobei jetzt raus kam, dass von den 75 geförderten Projekten ca. 90 % gar nicht existieren, aber mehrere Hundert Millionen Euro werden trotzdem jedes Jahr überwiesen 😱)), verfolgt Steuerbetrüger (z.B. Cum-Ex), macht Politiker für Ihre Entscheidungen mitverantwortlich (denn dann würden Entscheidungen wie die Autobahnmaut, welche ja au h Hubderte Millionen für Nichts kostete, usw. wahrscheinlich anders aussehen), verschlankt man die Bürokratie, verändert das Gesundheitswesen (ich meine in Österreich gab es vor 20 Jahren Gebietskrankenkassen und nicht mehrere Hundert Kassen mit riesigem Wasserkopf), dann hätte man ebenfalls eine Ersparnis von vielen Milliarden €.

3. Senkt man die Lohnnebenkosten (wie auch immer Du das jetzt definierst, aber gehen wir einfach mal davon aus das dem Arbeitnehmer am Ende eben 75 % vom Brutto bleiben, dann hat er mehr Geld zur Verfügung), dann fördert das in der Regel die Konjunktur an, da die Arbeitnehmer mehr Geld ausgeben und die Preissteigerungen fallen ggf. nicht so hoch aus, da steigende Löhne erstmal keine zusätzliche Belastung darstellen.

4. Wenn man durch Arbeit am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung hat, dann ist das auch ein Anreiz für diejenigen, welche sich bisher noch einer Arbeitsaufnahme verweigert haben. Gelingt es diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dann spart der Staat auch dadurch Kosten ein. Man könnte auch noch nachhelfen, indem man bei den Voraussetzungen für das erhalten von Sozialleistungen strengere Maßstäbe anlegt, was momentan ja leider nicht möglich ist, aber Gesetze kann man ja ändern.

5. Und wenn man bei den Ausgaben viele Milliarden spart, bei den Einnahmen aber konstant bleibt oder z.B. durch Millionen zusätzliche Arbeitnehmer sogar hinzu gewinnt, dann kann das zusätzliche Geld für Rente, Bildung, Gesundheitswesen, Investitionen in Infrarstruktur, Digitalisierung usw. verwendet werden [[yo]]

Hier wollen alle eine linke Politik, dazu fsllen mir 2 Zitate ein: das 1. "Sozialismus ist in der Theorie eine tolle Sache [[yo]] Allerdings funktioniert es in der Realität mit den Menschen nicht" und das 2. "Armut ist kein Ergebnis von Marktwirtschaft, sondern das Ergebnis von fehlender Marktwirtschaft" ... Und es gibt bislang weltweit kein einziges Beispiel für funktionierende linke Politik, wo es letztendlich den Menschen und der Wirtschaft wirklich gut geht [[nixweiss]]

Ich geh da doch mal noch holzschnittartig drauf ein, einfach um es einmal dekonstruiert zu haben. Und ich fang mal bei deinen Lieblingskosten an. Nochmal: Lohnnebenkosten sind Lohn. Du forderst eine Lohnkürzung. Aber ich folge deinem Beispiel trotzdem mal und ignoriere die irren Auswirkungen, die alleine die Diskussion darüber hätte. Du meinst wahrscheinlich so: Der Arbeitgeberanteil wird weitergezahlt, der Arbeitnehmer behält seinen Anteil und hätte dann, das stimmt ja, eine höhere Kaufkraft.

Ich machs mal (nur) für die Rentenversicherung. Da kommen im Jahr um die 380Mrd€ an. 290Mrd aus Beiträgen (davon jeweils die Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern), der Rest aus Steuermitteln (schon jetzt!). Bei deinem Vorschlag fehlt der Rentenversicherung die Hälfte der jährlichen Beitragseinnahmen - 145Mrd€. Das heißt dein Vorschlag bedeutet zwar, dass jeder Arbeitnehmer seinen Sozialversicherungsasnteil als neue Kaufkraft verbuchen kann, gleichzeitig kann er sich aber auf brutale Streuerhöhungen gefasst machen. Weil die Auszahlung von Renten ist ja kein "Kann". Das sind ja gültige Verträge - die bei Nicht-Einhaltung einklagbar wären (du kennst bestimmt irgendjemanden, der Rente bezieht. Frag doch mal was die Person dazu meint, wenn ihre Rente halbiert würde). Das bedeutet: der Fehlbetrag müsste durch Steuermittel ausgeglichen werden. Verrätst du mir woher 145Mrd€ kommen sollen? Das wären um die 30% des Bundeshaushaltes! Die wirst du bei irgendwelchen "Totalverweigerern" nicht holen -- weil: statistisch ist diese Gruppe völlig uninteressant, der Kostenbetrag regelrecht vernachlässigbar (Der ganze Kostenposten "Bürgergeld" sind etwas um 25Mrd€ - selbst wenn du es ganz abschaffen würdest hättest du gerade 25Mrd€ zu verteilen - und der Anteil der Totalverweigerer daran liegt irgendwo bei 0,4% - das wären dann 100Mio€, wenn du sie alle kriegst und wenn ich richtig gerechnet habe. Gratulation!).
Bei den anderen Versicherungen ist es sehr ähnlich, du müsstest dann die Leistungen mindestens teilweise selbst finanzieren. Willst du das? Da kann ich nur hoffen, dass du z.B. keine Medikamente benötigst. Grundsätzlich: Krankheit ist teuer - viel zu teuer für die allermeisten, wenn nicht ein Solidarsystem für Ausgleich sorgt. Unfälle? Arbeitslosenversicherung, wie ist es damit? Woher kommen denn die ganzen Fehlbeträge oder willst du ALG1 auf Hartz4-Niveau eindampfen? Was soll denn da der Plan sein?

Aber wenn du schon skandalisieren willst, dann machs doch so: letztes Jahr hatte die Regierung über 10Mrd€ übrig um sie als Subventionen an die stärksten Dax-Konzerne zu zahlen (Gewinn um die 117Mrd€). Oder das klamme Land Brandenburg hat 1,5 Mrd€ übrig gehabt um sie dem reichsten Menschen der Welt für eine Autofabrik zu geben. Das wäre zwar immer noch langweilig, weil es ja nur Symptome beklagen statt Auswege aufzeigen würde, aber es wären wenigstens Beispiele für die Skandalisierung idiotischer Ausgabenposten, die auch zeigen würden, dass man seine Feindbilder klar hat!
Und was du unter Punkt 2 ansprichst passiert ja schon, Lindner hat da viel gewildert. Was nicht unbedingt klug war. Das sind Posten die teilweise dämlich wirken, es oft aber nicht sind, wenn man sich damit beschäftigt. Das allermeiste ist im Ministerium für wirtsch. Zusammenarbeit und Entwicklung angesiedelt. Das hat dieses Jahr ein Budget von etwas mehr als11 Mrd€. Das heißt, selbst wenn du das Ministerium abschaffen würdest, würden 11kommairgendwas Mrd€ frei - das wäre einfach nicht der große Wurf den du dir vorstellst. Was sich so schön formulieren lässt (Fahrradwege irgendwo oder irgendwelche Totalverweigerer) sind am Ende ganz mickrige, winzige, fast nicht vorhandene Argumente.
Die Punkte 4 und 5 waren wohl etwas zum "Auffüllen" gedacht? Jedenfalls ist mir "Milliarden sparen und gleichzeitig nicht weniger einnehmen" als Vorschlag dann doch etwas vage um darauf ein zu gehen. Und unter Punkt 4 klingt mir sehr nach dem "liberlaen" 'Mehr Brutto von Netto' -- da hab ich meine Meinung schon gesagt: Höhere Löhne bedeuteten ja auch mehr Netto - eben durch ein größeres Brutto. Ich bin auch offen für Reformen -- wie wäre es mit einem Einfrieren der Arbeitnehmeranteile?
Und die Aussage mit der Spekulation mit Beiträgen ist auch verkehrt. Vereinbart ist tatsächlich, dass dafür keine Beiträge, sondern Bundeskredite verwendet werden. Ich finde die Idee dennoch dumm und schädlich auch wenn sie wohl wenigstens scheinbar Erfolg haben wird - das ist mir jetzt aber zu aufwändig.
Bei Cum-Ex geb ich dir Recht! Ein Riesending. Aber der Umgang damit spricht schon für meine Macht-These, oder?

Und zu deiner letzten Aussage kann ich nur sagen: pfffff! Hast du dich nicht selbst beschwert, was alles anders werden muss? Und wenn du es so zuspitzt, auf linke Politik, ist es natürlich auch verkehrt. Was du meinst sind sozialistische Versuche. Und nicht mal da ist die Historie so eindeutig wie du tust. Das wird aber immer getan. Sei's drum. Vielleicht stimmt es ja auch. Der Kapitalismus hat unwiderlegbar enorme Kräfte und Vorteile. Aber er hat auch systemische Probleme. Ich wollte auch für gar nichts plädieren - ich kann aber halt auch nichts dafür wenn dir missfällt in welche Richtung Politik gehen müsste um deinen Zielen näher zu kommen ;) Vielleicht nochmal die Feindbilder überprüfen? Wie auch immer.
Aber meinst du denn, dass das kapitalistische System so toll funktioniert? Beklagst du nicht selbst, dass nur wenige stark begünstigt sind? Und weil's hier so viel um Pispers ging, schließe ich auch (sinngemäß) mit ihm:
Der Kapitalismus ist ein System im den jeder reich werden kann, aber nicht alle!
Und damit jetzt wirklich Ende! :)
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Zuletzt bearbeitet:
Minikeck: Danke für den erneut sehr gut ausgeführten Beitrag.
Ich bin mir nur nicht sicher, ob diese Menschen das wirklich kognitiv verarbeiten wollen (können sollten sie es eigentlich, ich will mich ja nicht auf Herr Labahns Niveau begeben und bin sogar überzeugt, dass er von Natur aus gar nicht so kognitiv suboptimal eingestellt ist, dass er das nicht verstehen kann!).

Wenn wir das Ganze nämlich so machen, wie mehrmals von bspw. ihm ausgeführt, haben wir amerikanische Verhältnisse. Dann sind die Straßen voll, Armut & Kriminalität werden (weiter) ansteigen usw.
Außerdem kann auch niemand etwas dafür, wenn er schwer erkrankt (gut, Präventivmaßnahmen gibt's gegen die ein oder andere Volkskrankheit), berufsunfähig wird usw.
Daher ist unser soziales Netz schon äußerst wertvoll. Nur schreien die Populisten immer dagegen. Das ist so bigott wie bspw. die Leute, die in Grenznähe wohnen (Bayern, Sachsen, MV etc.), die Grenzen dicht sehen wollen, gegen die Politik wettern, die Wirtschaft zugrunde gehen sehen und dann aber zum Tanken, Einkaufen usw. über die Grenze fahren.