uff, fehlender Bildung da müsstest du ja die Klappe halten. aber sehr treffend dass euer Gesabbel nur persönliche Diffamierungen beinhaltet, inhaltlich seid ihr absolut bankrott .)
Ich geh das jetzt mal durch, einfach weil da alles durcheinander geht - und dann verordne ich mir mal selbst ne Pause hier
- "Falsch, KKV-Anteil wird vom AG und AN zu gleichen Teilen bezahlt.
Der Rest ist ebenso falsch, denn als Selbstständiger führst du die EKS von deinem Gewinn ab.
Und dass die Senkung der Nebenkosten geht, zeigt ja das Beispiel unserer Regierung, wenn es um ausländische Fachkräfte geht."
Wir haben aber nur von abhängig Beschäftigten geredet. Sonst macht das Rentenargument ja mal gar keinen Sinn.
Und was die Regierung vor hat ist die Absenkung der Einkommensteuer. Das ist zwar eine selten blöde Idee, aber hat mit Lohnnebenkosten wieder gar nichts zu tun. Ich glaub es gibt noch sowas wie Lohnsummensteuern, die man dazu rechnen könnte, aber das sind halt auch keine Einkommenssteuern.
- "Die Lohnnebenkosten sind vor allem so hoch, weil der Sozialstaat durch die desaströse Flüchtlingspolitik sehr stark belastet wird."
Die Lohnnebenkosten wurden schon als "Argument" missbraucht, da konnte man jeden Flüchtling noch mit Namen kennen. Du konstruierst einen Zusammenhang wo keiner ist. Du verwechselst Kausalität und Korrelation. Im besten Falle. Ich halte es ja für einen Mythos, dass durch die Senkung von Lohnnebenkosten für abhängig Beschäftigte irgendetwas erreicht werden könnte.
- "Dazu sorgt die Regierung mit ihrer ideologiegesteuerten Energiewende und dem Boykott russischer Rohstoffe für einen exorbitanten Anstieg der Energiepreise, was die Inflation sehr stark anheizt und befeuert."
Das halte ich für wenigstens teil-richtig. Das was wir momentan sehen, nennen zwar alle Inflation, aber eigentlich handelt es sich (wahrscheinlich) um einen Preisschock. Das sieht im Ergebnis zwar gleich aus, bedarf aber anderer Gegenmaßnahmen. Wenn die gestiegenen Preise nicht von der gestiegenen Geldmenge (höhere Löhne) kommen, dann kann man Lohnzurückhaltung üben soviel man will, die Preise werden weiter steigen. Und das tun sie, exakt, weil die Energie so teuer ist. Das hat mit der Energiewende allerdings weniger zu tun, als mit der Reaktionen auf den Krieg.
- "Da nützt dir dein Mindestlohn von bald 15 Euro einen feuchten Scheißdreck, denn der Kaufkraftverlust infolge der galoppierenden Inflation, den die Regierung zu verantworten hat, heizt die Geldentwertung immer mehr auf."
Nein, weil wie angedeutet: es handelt sich nicht um Inflation, sondern um einen Preisschock. Fallen die Energiepreise, sollten die Preise um diesen Faktor auch wieder fallen. Dass Deutschland ein lohngetriebenes Inflationsproblem hätte, ist hahnebüchner Käse. Entschuldigung! Schau dir doch mal die Reallohnentwicklung der letzten 30 Jahre an - und dann vergleiche sie z.B. mit Frankreich. Aber natürlich wird dieser Quatsch von Arbeitgeberseite matraatrig verbreitet. Lasst euch diesen Unsinn nicht einreden! Abgesehen davon, dass es inhaltlich falsch ist, kann ichs kaum fassen, dass ich in einem Wett-Forum ernsthaft für höhere Löhne argumentieren muss -- ihr wärt alle nicht hier, wenn ihr mit dem goldenen Löffel im A. geboren wärt. Also kriegt mal eure Feindbilder klar!
- "Denn wenn die Unternehmen höhere Löhne zahlen müssen, steigen die Preise weiter an."
Ja, das wäre dann tatsächliche Inflation. Und die ist in einer Volkswirtschaft total in Ordnung, gar kein Problem. Die europ. Zentralbank sagt, wie ehemals die Bundesbank: >/=2%. Allerdings im Mittel, nicht in jedem Land. So lässt sich zeigen, dass es in Deutschland in den Jahren bis Corona eher deflationäre (!!!) Entwicklungen gab --- weil die Löhne so schlecht gestiegen sind. Genau deshalb. Das gab und gibt dann Verwerfungen mit dem restlichen Euroraum.
- "Das ist doch Käse, was nützen dir die höheren Löhne wenn dabei doch nur 48% ausgezahlt werden und selbst davon ein Teil der Rente versteuert wird?
Schon jetzt müsste man mit Durchschnittslohn später im Alter zusätzlich staatl. Hilfe beantragen, aber klar, lass uns die Löhne bis ins Unermessliche steigern, das ist volkswirtschaftlicher Unfug da das weiter die Inflation anheizt."
Das Ding mit der Inflation hatten wir schon. Und zum Absenken des Rentenniveaus nur ein Stichwort: Demografie. Und die Nummer mit den Prozenten rechne ich jemandem, der mit Wetten Geld verdienen will nicht vor.
- "Wer finanziert denn die KKV von 1,5 Mio Ukrainern?
Was bedeutet das für die Lohnnebenkosten der arbeitenden Bevölkerung? "
Das finanzieren wir alle. Durch Steuern. Ukrainer haben Anspruch auf Leistung nach dem SGB II - also Grundsicherung. Das heißt für die Lohnnebenkosten gar nichts.
So eine Auflistung und Abarbeitung kann schnell überheblich wirken. Das soll es nicht. Ich glaube ich lese bei dir, wie bei enjoyer -zwischen den Zeilen-, dass ihr genau das Richtige wollt. Meiner Ansicht nach sind eure Argumente aber völlig ungeordnet und widersprechen den Zielen die ihr habt. Was ihr beklagt, lässt sich, wie ihr es fordert leider nicht lindern. Groucho, du hast ja Recht: in Deutschland sind die Mieten viel zu hoch und es gibt zu wenig Wohneigentum. Daran werdet ihr, wenn ihr gegen steigende Löhne argumentiert aber ganz sicher nichts ändern. Das gilt auch für die Rezepte die die AfD anbietet. Das sind Rezepte, die denen , die sowieso schon alles haben, nur nochmal einen drauf knallen. Es ist kein Zufall, dass ein FDP'ler sich mal von der AfD hat zum Ministerpräsidenten wählen lassen. Enjoyer, wenn du meinst, die AfD hätte irgendetwas für Schwache in petto - du irrst dich! Außer aufgeblasenem National-Gerede, was wohl wenigstens das Selbstwertgefühl einiger streichelt, ist dort nichts, aber auch gar nichts zu erwarten - schon gar nichts progressives. Die AfD ist regelrecht marktradikal - was wir sähen wäre eine Beschleunigung genau dessen was wir schon haben - härterer Wettbewerb, mehr Markt, weniger Staat und noch weniger soziale Sicherungssysteme. Schaut mal nach Südamerika, da kann man sehen was los ist, wenn solche Leute an die Macht kommen. Der Befund, dass Arbeiter mehrheitlich AfD wählen ist der Beweis: die Viehcher wählen immer ihre Metzger (Danke an Hagen Rether an der Stelle).
Wenn ihr an den Dingen, die ihr beklagt etwas ändern möchtet, dann müsst ihr über die Machtverhältnisse und die Eigentumsordnung nachdenken. Das ist genau was Volker Pispers von seinem Publikum wollte - meine ich -- und eure "Argumentation" genau der Grund warum er nichts mehr macht. Weil er nach 20 Jahren oder so gemerkt hat, dass sein Publikum zwar lacht, aber nicht versteht. Die Wahlergebnisse zeigen das Legislatur um Legislatur aufs Neue. Weil, enjoyer, du hast ja Recht, das Geld wäre da -- aber es ist ja nicht unter unser aller Verfügung, sondern sehr konzentriert in wenigen Privattaschen. Reich sind wir nur im Mittel -- genau über diesen Kniff hat der Pispers mindestens 20 Texte gemacht. Und weil das auch immer wieder anklingt: die Klimapolitik, die vielen Flüchtlinge... wenns das nicht gäbe, dann....! -- Ich glaube so wäre das nicht. So funktioniert die parlament. Demokratie einfach nicht. Die Machtverhältnisse hätten sich, auch wenn es keinen einzigen Flüchtling gäbe und wir Co2 verblasen könnten wie wir wollten, nicht geändert -- an der Situation derer, die wenig oder nichts haben, würde sich genau gar nichts ändern. Einfach weil die Machtverhältnisse sind wie sie sind. Dagegen müsst ihr sein, nicht gegen höhere Löhne!
Weiter werd ich mich hier jetzt allerdings nicht beteiligen. Nix für ungut Leute!
Der Staat braucht Geld um seine Ausgaben zu finanzieren und das nimmt er hauptsächlich über Steuern ein. Gibt ja noch ein paar weitere Möglichkeiten und demnächst wird ja eventuell sogar mit dem Inhalt der Rentenkasse spekuliert, aber Haupteinnahme sind Steuern.
Theoretisch müsste man das Thema natürlich deutlich detaillierter betrachten, aber ich glaube so langsam hat hier eh niemand Lust mehr und eigentlich istves auch nicht der richtige Ort, von daher meine kurze Zusammenfassung:
1. Gibt der Staat weniger Geld z.B. für Sozialleistungen (egal ob von abgelehnten Asylbewerbern oder arbeitsunwilligen) aus, dann kann er jedes Jahr Milliarden sparen.
2. Nutzt man günstige Energiequellen, spart das Geld für die Energiewende, die Projekte überall auf der Welt (bekanntestes Beispiel Radweg in Peru, irgendwelche Queerscheiße in Afrika, Förderung des Kohleabbaus in China (wobei jetzt raus kam, dass von den 75 geförderten Projekten ca. 90 % gar nicht existieren, aber mehrere Hundert Millionen Euro werden trotzdem jedes Jahr überwiesen)), verfolgt Steuerbetrüger (z.B. Cum-Ex), macht Politiker für Ihre Entscheidungen mitverantwortlich (denn dann würden Entscheidungen wie die Autobahnmaut, welche ja au h Hubderte Millionen für Nichts kostete, usw. wahrscheinlich anders aussehen), verschlankt man die Bürokratie, verändert das Gesundheitswesen (ich meine in Österreich gab es vor 20 Jahren Gebietskrankenkassen und nicht mehrere Hundert Kassen mit riesigem Wasserkopf), dann hätte man ebenfalls eine Ersparnis von vielen Milliarden €.
3. Senkt man die Lohnnebenkosten (wie auch immer Du das jetzt definierst, aber gehen wir einfach mal davon aus das dem Arbeitnehmer am Ende eben 75 % vom Brutto bleiben, dann hat er mehr Geld zur Verfügung), dann fördert das in der Regel die Konjunktur an, da die Arbeitnehmer mehr Geld ausgeben und die Preissteigerungen fallen ggf. nicht so hoch aus, da steigende Löhne erstmal keine zusätzliche Belastung darstellen.
4. Wenn man durch Arbeit am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung hat, dann ist das auch ein Anreiz für diejenigen, welche sich bisher noch einer Arbeitsaufnahme verweigert haben. Gelingt es diese Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, dann spart der Staat auch dadurch Kosten ein. Man könnte auch noch nachhelfen, indem man bei den Voraussetzungen für das erhalten von Sozialleistungen strengere Maßstäbe anlegt, was momentan ja leider nicht möglich ist, aber Gesetze kann man ja ändern.
5. Und wenn man bei den Ausgaben viele Milliarden spart, bei den Einnahmen aber konstant bleibt oder z.B. durch Millionen zusätzliche Arbeitnehmer sogar hinzu gewinnt, dann kann das zusätzliche Geld für Rente, Bildung, Gesundheitswesen, Investitionen in Infrarstruktur, Digitalisierung usw. verwendet werden [[yo]]
Hier wollen alle eine linke Politik, dazu fsllen mir 2 Zitate ein: das 1. "Sozialismus ist in der Theorie eine tolle Sache [[yo]] Allerdings funktioniert es in der Realität mit den Menschen nicht" und das 2. "Armut ist kein Ergebnis von Marktwirtschaft, sondern das Ergebnis von fehlender Marktwirtschaft" ... Und es gibt bislang weltweit kein einziges Beispiel für funktionierende linke Politik, wo es letztendlich den Menschen und der Wirtschaft wirklich gut geht [[nixweiss]]