Offene Corona-Diskussion

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Die genannten Fälle waren Extrembeispiele dafür, welche Ausmaße der VT-Sumpf annehmen kann. Natürlich gibt es keine monokausalen Zusammenhänge. Aber bei labilen Persönlichkeiten können Verschwörungsmythen ein Katalysator für psychische Erkrankungen sein. Außerdem ist es zu kurz gegriffen, wenn wir Hanau auf eine "gestörte Persönlichkeit" zurückführen, es würde das eindeutig rassistische Motiv des Täters relativieren.

Um die Gefährlichkeit von Verschwörungsmythen zu verstehen, muss man nur einen Blick in die Geschichte werfen. Gewissermaßen war die antisemitische Propaganda zur Nazi-Zeit nichts anderes als ein einziger Verschwörungsmythos ("Der Jude als Weltparasit", "Der ewige Jude", "Das Judenkomplott"). Dieser Mythos wurde so oft wiederholt bis ihn eine kritische Masse an Menschen geglaubt hat. Nazis sind keine bösen Dämonen gewesen, die einem Höllenschlund entstiegen wären. Es waren Menschen wie du und ich, die verunsichert und verängstigt waren und ihre Perspektive verloren hatten. Diese Verunsicherung und Angst war der fruchtbare Boden, auf dem die Propaganda gedeihen konnte. Die Geschichte zeigt, dass man Bullshit nur oft genug zu wiederholen braucht, bis ihn die Menschen irgendwann glauben. Die ganze Brexitkampagne war eine einzige Ansammlung von falschen Behauptungen, allen voran 'The money saved from leaving the EU will result in the NHS getting £350m a week'.

Jetzt holst du tatsächlich auch noch die Nazis und den Holocaust hervor. Denke, man sollte es nicht übertreiben. Da kann man natürlich immer noch paar Likes abstauben, wenn man die Deutschen an ihre Schuld erinnert. Nur weil hier im WF jemand einen Beitrag zum Coranavirus postet, den man vermutlich bereits als VT sehen kann, wird niemand ein Attentat oder Ähnliches begehen.
Außerdem kann man die damalige Dauerpropaganda der Nazis wohl kaum mit ein paar Internetbeiträgen oder Videos vergleichen.​

Deswegen finde ich deine Vergleiche hier eher unpassend, generell halte ich wenig von solchen Extremvergleichen, das führt in der Regel nicht zu mehr Sachlichkeit.

Bei dem Attentäter in Hanau liegst du übrigens falsch, ich finde, hier ist es ganz gut zusammengefasst:
https://www.youtube.com/watch?v=D_5YFB_RW8Y

Falls du andere Quellen bevorzugst, man kann das inzwischen z.B. auch bei der Süddeutschen oder der Tagesschau nachlesen:

https://www.tagesschau.de/investigat...r-bka-101.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/...-bka-1.4859441

Übrigens ist ja auch die Frage, wer definiert, ab wann denn etwas als VT gilt? Kritik an der
Pharmaindustrie gibt es viel und leider ist auch sehr vieles daran berechtigt. Pharmakonzerne wollen ihre Arzneien so schnell wie möglich zulassen, es geht meist um Milliardenbeträge und eventuell die Entscheidung, ob ein Unternehmen weiterexistiert oder nicht. Auch die amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) ist die letzten Jahre immer mehr in Kritik bzgl. zu starkem Lobbyeinfluss geraten. Es gab auch schon genügend Medikamente, welche zuerst zugelassen wurden, später deren Zulassung z.B. aufgrund zu starker Nebenwirkung doch wieder entzogen wurden. Sowas fördert natürlich nicht das Vertrauen und bildet sicher eine Grundlage für solche Theorien.​

Also viele Dinge bzgl. der Pharmaindustrie und der Arzneimittelzulassung darf man sicher kritisch sehen, da muss man aufpassen, dass man das nicht alles einfach als VT abstempelt. Eine VT ist für mich z.B., wenn es in die Richtung geht, dass zum Beispiel die derzeitige Pandemie geplant ist und Bill Gates ebenso was damit zu tun hat.
 
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Bei uns wird mittlerweile selbst beim pokern über Corona gesprochen [[schock]] Gestern erzählte dabei jemand, dass es vor kurzem bestimmten Leuten gelungen ist, nach einigen Jahren 50+ % des AxelSpringer Verlag zu erwerben und das Sie nun deutlich (Regierungs)kritischer berichten wollen [[nixweiss]] Hatte jetzt keine Lust das zu prüfen, aber fand interessant, dass mich Heute jemand auf dieses Video hingewiesen hat [[nixweiss]] https://youtu.be/4AHUTRqUaTk
 
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Die ganze Brexitkampagne war eine einzige Ansammlung von falschen Behauptungen, allen voran 'The money saved from leaving the EU will result in the NHS getting £350m a week'.

Zumindest wird jetzt die Behauptung aller Pro-Europäer und Anti-Nationalisten nicht mehr haltbar sein, dass sich die EU wegen dem europäischen Binnenmarkt wirtschaftlich viel besser entwickeln wird als das UK.

Durch die absolut notwendige Stilllegung der Wirtschaft sind jetzt Italien und Spanien ohnehin dahin und werden sich in diesem Jahrzehnt nicht mehr soweit erholen, dass sie vom Tropf der Nord-EU-EZB-Eurobonds-Gelder nochmal loskommen vor den 2030er Jahren. In einer Zeit wo alle Länder in Rezession sind und in Deutschland auch 10 mio in Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit und Inflation post-corona warten könnten. Das UK wird natürlich genauso von Corona zerschossen wirtschaftlich, aber der Brexit macht jetzt auch nichts mehr imho nachdem alles im Eimer ist in Europa und Global.

Ansonsten ist auch die Aussage, die die EU oft bringt, dass Europa vor 1945 immer Krieg hatte und seitdem innerhalb der EU nie wieder schon richtig, hat aber auch mit dem Brexit nichts zu tun. Keiner von uns wird je wieder erleben müssen, dass westeuropäische Staaten Krieg gegeneinander führen imho. Auch diejenigen, die noch viele Jahre leben. Egal was mit der Abschaffung der Nationalstaaten/Vereinigte Staaten von Europa passiert. Ob das Projekt gelingt oder nicht.
 
Laut einer dänischen Studie ist die Infektionsgefahr beim Fußball sehr gering. Die Spieler befinden sich nur ca. eineinhalb Minuten pro Spiel in unmittelbarer Entfernung zum Gegenspieler, "gefährlich" wird es erst ab 15 Minuten. Seltsam, dass diese Studie bis jetzt kaum Erwähnung fand, wahrscheinlich folgt bald eine Studie die das Gegenteil beweist.[[nixweiss]]
Quelle: Focus Artikel
 
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Im Bundestag werden fleißig Hände geschüttelt, es gibt offenbar keine Maskenpflicht und auch den Mindestabstand brauchen unsere Politiker nicht einzuhalten:
https://www.youtube.com/watch?v=2Lx1...utu.be&t=7m37s
Wie kommst du auf die Idee das die Videoaufnahmen aktuell wären? Schaut man sich Aufnahmen der letzten Wochen des Bundesrates (https://www.youtube.com/watch?v=UA46xq08hXo) und dem Treffen der Ministerpräsidenten (https://twitter.com/Markus_Soeder/status/1255116183759654912/photo/2) an, sieht man, dass der Mindestabstand eingehalten wird.
 
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https://www.addendum.org/coronaviru...EcLezbgUH4fD5L9Ib_HBR9RDrYTKwATUcTxKAFlwqEy0A
Johan Giesecke ist einer der renommiertesten Epidemiologen Schwedens und einer ihrer Berater. Er sagt: Die Hauptstütze der schwedischen Wirtschaft war immer, dass die Leute nicht dumm sind! Seit vorgestern liegt die Reproduktionsrate in Schweden unter 1! Ganz ohne Shutdown, Angst und Panik.

- Schweden ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt mit etwas über 20 Einwohnern pro km[SUP]2[/SUP]; wenn überhaupt zeigt der schwedische Weg nur, dass er in Schweden "funktioniert" hat. Mehr nicht.

- Viele Wissenschaftler sind jedoch der Meinung, dass der schwedische Weg fehlgeschlagen ist, z.B. Harvard Epidemiologen, die mit zu den führenden der Welt gehören: https://www.webmd.com/lung/news/20200501/sweden-sticks-with-controversial-covid19-approach
Sie kritisieren, dass der Schutz der Älteren und Risikopatienten nicht gelungen sei (fast ein Drittel der Toten geht auf Tote aus Pflegeheimen zurück), die prozentuale Sterblichkeit (ca. 12%), v.a. auch im Vergleich mit den Nachbarländern Norwegen (ca. 3%) und Finnland (ca. 4%), Dänemark (ca. 5%), sehr hoch und eine Herdenimmunität nicht realistisch sei. Hätte man den schwedischen Weg in anderen Ländern wie z.B. den USA angewandt, würden sich die Todeszahlen sehr wahrscheinlich im siebenstelligen Bereich bewegen. UK hatte anfangs auf Herdenimmunität gesetzt, was komplett nach hinten losging und war dann gezwungen, einen raschen Shutdown zu vollziehen.

- Schweden schlittert trotz seines lockeren Umgangs mit dem Virus in eine Rezession (größter Einbruch seit den 50er Jahren): https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...-auch-schwedens-wirtschaft-hart/25791886.html

- 75% der Schweden sprachen sich Anfang April laut Umfrage für schärfere Maßnahmen aus, 40% waren für temporäre Ausgangssperren in Städten. So populär in der Bevölkerung wie im Ausland dargestellt war der lockere Umgang der Regierung mit dem Virus nicht: https://www.hhs.se/en/about-us/news/2020/Swedes-support-further-measures-against-COVID-19/

Selbst wenn wir am Ende der Krise feststellen sollten, Schweden hätte angemessener auf das Virus reagiert als die Mehrheit der Länder, müssen wir uns bewusst machen, dass es sich um eine Ex-Post-Bewertung handelt, also eine nachträgliche Bewertung auf Grundlage aller im Laufe der Krise hinzugewonnener Erkenntnisse. Ex ante beurteilt, also auf Basis des Kenntnisstands zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Krise, war Schwedens Sonderweg nicht weniger als ein Experiment, das mir extremen Risiken behaftet war. Man neigt dazu, die ex ante Sicht unter- und die ex post Sicht überzubewerten (hindsight bias: bezeichnet in der Kognitionspsychologie die kognitive Verzerrung, dazu zu neigen, nachdem ein Ereignis eingetreten ist, die Vorhersehbarkeit dieses Ereignisses zu überschätzen). Mit diesem Phänomen sollten wir vom Wetten her alle gut vertraut sein.
 
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