Offene Corona-Diskussion

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Die ganze Brexitkampagne war eine einzige Ansammlung von falschen Behauptungen, allen voran 'The money saved from leaving the EU will result in the NHS getting £350m a week'.

Zumindest wird jetzt die Behauptung aller Pro-Europäer und Anti-Nationalisten nicht mehr haltbar sein, dass sich die EU wegen dem europäischen Binnenmarkt wirtschaftlich viel besser entwickeln wird als das UK.

Durch die absolut notwendige Stilllegung der Wirtschaft sind jetzt Italien und Spanien ohnehin dahin und werden sich in diesem Jahrzehnt nicht mehr soweit erholen, dass sie vom Tropf der Nord-EU-EZB-Eurobonds-Gelder nochmal loskommen vor den 2030er Jahren. In einer Zeit wo alle Länder in Rezession sind und in Deutschland auch 10 mio in Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit und Inflation post-corona warten könnten. Das UK wird natürlich genauso von Corona zerschossen wirtschaftlich, aber der Brexit macht jetzt auch nichts mehr imho nachdem alles im Eimer ist in Europa und Global.

Ansonsten ist auch die Aussage, die die EU oft bringt, dass Europa vor 1945 immer Krieg hatte und seitdem innerhalb der EU nie wieder schon richtig, hat aber auch mit dem Brexit nichts zu tun. Keiner von uns wird je wieder erleben müssen, dass westeuropäische Staaten Krieg gegeneinander führen imho. Auch diejenigen, die noch viele Jahre leben. Egal was mit der Abschaffung der Nationalstaaten/Vereinigte Staaten von Europa passiert. Ob das Projekt gelingt oder nicht.
 
Laut einer dänischen Studie ist die Infektionsgefahr beim Fußball sehr gering. Die Spieler befinden sich nur ca. eineinhalb Minuten pro Spiel in unmittelbarer Entfernung zum Gegenspieler, "gefährlich" wird es erst ab 15 Minuten. Seltsam, dass diese Studie bis jetzt kaum Erwähnung fand, wahrscheinlich folgt bald eine Studie die das Gegenteil beweist.[[nixweiss]]
Quelle: Focus Artikel
 
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Im Bundestag werden fleißig Hände geschüttelt, es gibt offenbar keine Maskenpflicht und auch den Mindestabstand brauchen unsere Politiker nicht einzuhalten:
https://www.youtube.com/watch?v=2Lx1...utu.be&t=7m37s
Wie kommst du auf die Idee das die Videoaufnahmen aktuell wären? Schaut man sich Aufnahmen der letzten Wochen des Bundesrates (https://www.youtube.com/watch?v=UA46xq08hXo) und dem Treffen der Ministerpräsidenten (https://twitter.com/Markus_Soeder/status/1255116183759654912/photo/2) an, sieht man, dass der Mindestabstand eingehalten wird.
 
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https://www.addendum.org/coronaviru...EcLezbgUH4fD5L9Ib_HBR9RDrYTKwATUcTxKAFlwqEy0A
Johan Giesecke ist einer der renommiertesten Epidemiologen Schwedens und einer ihrer Berater. Er sagt: Die Hauptstütze der schwedischen Wirtschaft war immer, dass die Leute nicht dumm sind! Seit vorgestern liegt die Reproduktionsrate in Schweden unter 1! Ganz ohne Shutdown, Angst und Panik.

- Schweden ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt mit etwas über 20 Einwohnern pro km[SUP]2[/SUP]; wenn überhaupt zeigt der schwedische Weg nur, dass er in Schweden "funktioniert" hat. Mehr nicht.

- Viele Wissenschaftler sind jedoch der Meinung, dass der schwedische Weg fehlgeschlagen ist, z.B. Harvard Epidemiologen, die mit zu den führenden der Welt gehören: https://www.webmd.com/lung/news/20200501/sweden-sticks-with-controversial-covid19-approach
Sie kritisieren, dass der Schutz der Älteren und Risikopatienten nicht gelungen sei (fast ein Drittel der Toten geht auf Tote aus Pflegeheimen zurück), die prozentuale Sterblichkeit (ca. 12%), v.a. auch im Vergleich mit den Nachbarländern Norwegen (ca. 3%) und Finnland (ca. 4%), Dänemark (ca. 5%), sehr hoch und eine Herdenimmunität nicht realistisch sei. Hätte man den schwedischen Weg in anderen Ländern wie z.B. den USA angewandt, würden sich die Todeszahlen sehr wahrscheinlich im siebenstelligen Bereich bewegen. UK hatte anfangs auf Herdenimmunität gesetzt, was komplett nach hinten losging und war dann gezwungen, einen raschen Shutdown zu vollziehen.

- Schweden schlittert trotz seines lockeren Umgangs mit dem Virus in eine Rezession (größter Einbruch seit den 50er Jahren): https://www.tagesspiegel.de/wirtsch...-auch-schwedens-wirtschaft-hart/25791886.html

- 75% der Schweden sprachen sich Anfang April laut Umfrage für schärfere Maßnahmen aus, 40% waren für temporäre Ausgangssperren in Städten. So populär in der Bevölkerung wie im Ausland dargestellt war der lockere Umgang der Regierung mit dem Virus nicht: https://www.hhs.se/en/about-us/news/2020/Swedes-support-further-measures-against-COVID-19/

Selbst wenn wir am Ende der Krise feststellen sollten, Schweden hätte angemessener auf das Virus reagiert als die Mehrheit der Länder, müssen wir uns bewusst machen, dass es sich um eine Ex-Post-Bewertung handelt, also eine nachträgliche Bewertung auf Grundlage aller im Laufe der Krise hinzugewonnener Erkenntnisse. Ex ante beurteilt, also auf Basis des Kenntnisstands zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Krise, war Schwedens Sonderweg nicht weniger als ein Experiment, das mir extremen Risiken behaftet war. Man neigt dazu, die ex ante Sicht unter- und die ex post Sicht überzubewerten (hindsight bias: bezeichnet in der Kognitionspsychologie die kognitive Verzerrung, dazu zu neigen, nachdem ein Ereignis eingetreten ist, die Vorhersehbarkeit dieses Ereignisses zu überschätzen). Mit diesem Phänomen sollten wir vom Wetten her alle gut vertraut sein.
 
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