MMA 2019

UFC on ESPN+ 16

Austin Hubbard (10-3) - Kyle Prepolec (12-6)

Habe Hubbard @1,59 schon im Spezi sehr hoch angespielt, da ich erwartet habe, dass seine Quote noch sinkt. Nun steht sie bei @1,7.. aus welchem Grund auch immer. Hatte in der Zwischenzeit noch mal die Möglichkeit, mir beide genauer anzuschauen, und mein erster Gedanke wurde bestätigt und dreifach unterstrichen. Hubbard ist meiner Meinung nach in Allem überlegen. Besser im Clinch, besseres Kickboxen, bessere Kondition, mehr Kraft und womöglich schneller. Hubbards Trainingpartner sind mindestens 2 Klassen besser als die von Prepolec, seine bisherigen Gegner waren stärker und seine Bilanz ist dennoch besser. Etc pp. Die Liste könnte noch länger sein. Das alles macht Hubbard noch zu keinem Weltklasse-Kämpfer, aber auf jeden Fall besser als ein kanadischer Semi-Pro wie Prepolec. Der Junge ist 27 und legt in jedem Kampf eine Schippe drauf. Sein UFC-Debüt verlor er per Decision gegen einen potenziellen Top 15-Mann in Davi Ramos und verdiente sich mit seiner Leistung eine Menge Respekt.

Ich weiß nicht, ob der Heimvorteil von Prepolec (Event in Kanada) eine so große Rolle spielt. Vielleicht rechnet man ihm hier aber auch Chancen ein, weil er nun im Leichtgewicht kämpfen darf, wo er etwas stärker sein wird als in seinem Debut. Er musste als später Ersatz im Weltergewicht gegen Nordine Taleb ran und verlor per Decision. Sollte aber beides nix zur Sache tun, denn ich erwarte nichts als Dominanz von Hubbard. Trotzdem muss man im MMA jeden Kämpfer respektieren, der Knockout-Power besitzt, und die hat Prepolec schon ein paar Mal gezeigt. Die Chance auf einen KO für ihn halte ich aber für gering, denn Hubbard hat wirklich gutes Head-Movement, positioniert sich meistens klasse, und er hat auch schon gezeigt, dass er ein gutes Kinn hat.

Austin Hubbard Sieg @1,78 5/10 Pinnacle
 
UFC on ESPN+ 16

Austin Hubbard (10-3) - Kyle Prepolec (12-6)


Austin Hubbard Sieg @1,78 5/10 Pinnacle

Hubbard schien in der ersten Runde etwas überheblich zu sein und wurde dafür fast bestraft. Drehte dann, wie erwartet, ab der 2.Runde auf und dominierte Prepolec auf dem Boden.

+3,9 [[münzen]]
 
UFC on ESPN+ 16

Miles Johns (8-0) - Cole Smith (7-0)

Miles Johns Sieg @1,81 4/10 Pinnacle

Smith war wie erwartet nur damit beschäftigt, sich an den Gegner zu heften wie ein Kletteraffe. Gut, dass die Punktrichter den echten Kämpfer belohnt haben, Johns siegt per Split Decision.

+3,24 [[münzen]]
 
UFC on ESPN+ 18

Khalil Rountree (8-3) - Ion Cutelaba (14-4)

Cooles Striker-Matchup im Light-Heavyweight. Cutelaba freut sich immer, wenn der Gegner auch kein Groundgame besitzt. Dann kann er nämlich 150% in jeden Punch packen ohne einen Takedown zu riskieren. 11 seiner 14 Siege kamen durch KO, 10 davon in Runde 1. Das sagt einiges über seine Kraft und Aggression aus. Er sieht allerdings alles andere als souverän aus, wenn der Kampf über die erste Runde hinaus geht. In seinem letzten Kampf gegen Glover Teixeira ging schon gegen Ende der 1.Runde die Luft aus. Dabei hat man vom 25 Jährigen Moldawen erwartet, dass er mehr Luft hat, als sein knapp 40 Jähriger Kontrahent. So spektakulär Cutelaba aus den Startlöchern kommen mag, so schlecht sieht er aus, wenn es nix mit dem frühen KO wird.

Nach Rountree's früher KO-Niederlage gegen Johnny Walker im letzten November hätte ich nicht gedacht jemals auf ihn zu setzen. Ähnlich wie Cutelaba, ist Rountree einer, der berüchtigt für seine frühe Power ist. Und wenn man Teil dieses "Live by the gun, die by the gun" Phänomens wird, dann verfällt man als Fighter schnell der Illusion, dass es zu spät sei, Neues zu erlernen. Man kann bei diesen Fällen schon fast die Uhr danach stellen, wann sie als nächstes KO gehen. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Khalil ist ein kluges Köpfchen. Er packte nach dieser Niederlage seine Koffer und flog nach Thailand zum Tiger Muay Thai. Dort trainierte der 29 Jährige laut eigener Aussage "härter als jemals zuvor in seiner Karriere". Ohne unnötige Ablenkungen widmete er sich dem klassischen Muay Thai, besonders den Kicks, da er dadurch seine Punches besser vorbereiten könne. Er stellte sich schon schnell als absolutes Kick-Monster raus und konnte innerhalb weniger Monate bei den Drills mit den Besten im Gym mithalten. Klar sind diese Stories immer mit Vorsicht zu genießen, und als er im April gegen Eryk Anders ran musste, wollte man ihm im Vorfeld diese Entwicklung nicht wirklich abkaufen. Er war doch nur ein Striker, der seine Beine zum stehen hatte. Er ging als Außenseiter in den Kampf und kickte tatsächlich die Beine von Anders windelweich. Die Low-Kicks kamen mit 0 Ankündigung und nahmen jegliches Tempo des Gegners raus, es war einfach phänomenal. Auch sonst sah Rountree wie ausgewechselt aus, sehr viel geduldiger, wie ein Sniper. Wenn 5 Monate Thailand sowas in ihm bewirkt, dann bin ich wirklich gespannt, wie es nun nach 10 Monaten aussieht.

Klar kann Cutelaba hier das Ganze schon ganz früh mit einem seiner Hooks beenden, die Kraft dazu hat er allemal, aber Rountree ist erstens gut genug im Striking um so einem Rush aus dem Weg zu gehen und zweitens hat er nun mit seinen Kicks ein super Mittel auf Lager um einem wie Cutelaba schon früh den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Rountree to win @1,81 3/10 Pinnacle
 
UFC on ESPN+ 18 in Kopenhagen

Alex Oliveira (19-7) - Nicolas Dalby (17-3)

Der Brasilianer "Cowboy" Oliveira kämpft zum 15.Mal für die UFC, und das innerhalb von 4 Jahren, ganz nach dem Vorbild des anderen Cowboys. Und ähnlich durchwachsen ist auch seine Karriere. 9 Siege, 5 Niederlagen und 1 No-Contest stehen ihm zu Buche und die UFC hat ihn gerne, da nur 3 seiner Kämpfe über die volle Zeit gingen. Er hat massive Power und ein solides Wrestling, und sehr gutes Timing im Striking. Er sitzt auf 2 aufeinander folgenden Niederlagen und wird daher sicherlich hungrig auf Erfolg sein. Eigentlich ist sein einziges gravierendes Problem die Inkonsequenz. Sobald sein Gegner ins Rollen kommt, verfällt Oliveira in eine Art Starre und gerät in sehr schlechte Positionen. Und wer in der UFC halbherzig auftritt, wird für gewöhnlich dafür bestraft. Die Frage ist, wie viele Lehren hat Oliveira aus den letzten Niederlagen gezogen?

Nun zum Hometown-Comeback-Hero. Nicolas "Lokomotivo" Dalby war mal ein Top-Talent. Der Däne kam 2015 mit 30 Jahren als ungeschlagener Fighter von den Cage Warriors aus in die UFC und startete mit einem Sieg gegen Elizeu Zaleski (Heute Top 5). Daraufhin folgte ein Draw gegen Darren Till (ebenfalls Top 5), eines der seltenen Fälle wo beide Seiten in einem Kampf ungeschlagen bleiben durften. Doch während sich der deutlich jüngere Till nach dem Kampf stetig weiter entwickelte, schien Dalby unerklärliche Rückschritte zu machen. Es folgten 2 Niederlagen gegen Cummings und den Deutschen Sobotta, und Dalby musste sich verabschieden von der UFC. Später machte er ein Geständnis über seinen Alkoholismus und seine Depressionen, und es war klar, dass er auch nach der UFC keinen leichten Weg haben würde. Er ging zurück zu den Cage Warriors, wo er zum Einstand vom späteren UFC-Fighter Pedersoli per Split-Decision besiegt wurde. Ich glaube, es waren die Wochen nach diesem Kampf, als Dalby sich entscheiden musste, ob er diesen Weg weiter geht oder nicht. Er sah schlussendlich keinen Sinn darin, jetzt aufzuhören, vor Allem da er nun frischgebackener Papa war.

Er krempelte sein Leben um und holte 3 Siege per Finishes binnen 6 Monaten. Und wie es das Schicksal will, plante die UFC gleich nach seinem letzten Kampf ein Event in seiner Heimatstadt Kopenhagen, wofür er als Lokalmatador natürlich sofort kontaktiert wurde. Dies ist also Dalby's 2.Chance auf der großen Bühne, und ich denke es gibt undankbarere Matchups für ihn als Oliveira. Dalby wurde noch nie gefinished. Das ist ein riesiger Vorteil gegen einen wie Oliveira, der von seiner Striking-Power lebt, und schnell an Mut verliert, wenn er seinem Gegner keinen Schaden zufügen kann. Zudem sah Dalby in seinen letzten CW-Kämpfen deutlich aggressiver aus, mit sehr viel Druck gegen den Zaun und guten Clinchsituationen. Verlernt hat er nichts, er scheint sogar fitter zu sein als vor 4 Jahren.

Dalby kämpft praktisch zu Hause, er wohnt 10 Minuten von der Arena entfernt. Für eine 2.Chance kann es keine besseren Umstände geben. Ich muss zwar anerkennen, dass Oliveira die deutlich besseren Gegner hatte in den letzten 2-3 Jahren, aber seine Grenzen sind doch ziemlich deutlich, spätestens seit der Niederlage gegen Perry. Dalby hingegen schuldet den UFC-Fans und sich selbst noch etwas und ich denke diese Rechnung kann er hier begleichen. Und wenn es über die Punkte geht, kann ich mir in diesem Fall durchaus auch etwas Hometown-Bonus von den Judges vorstellen.

Dalby to win @2,3 2/10 Bet365
 
UFC on ESPN+ 18 in Kopenhagen

Alex Oliveira (19-7) - Nicolas Dalby (17-3)

Dalby kämpft praktisch zu Hause, er wohnt 10 Minuten von der Arena entfernt. Für eine 2.Chance kann es keine besseren Umstände geben. Ich muss zwar anerkennen, dass Oliveira die deutlich besseren Gegner hatte in den letzten 2-3 Jahren, aber seine Grenzen sind doch ziemlich deutlich, spätestens seit der Niederlage gegen Perry. Dalby hingegen schuldet den UFC-Fans und sich selbst noch etwas und ich denke diese Rechnung kann er hier begleichen. Und wenn es über die Punkte geht, kann ich mir in diesem Fall durchaus auch etwas Hometown-Bonus von den Judges vorstellen.

Dalby to win @2,3 2/10 Bet365

Dalby per unanimous Decision [[winkewinke]] +2,6 [[münzen]]
 
UFC 243 in Melbourne (in der Nacht von Samstag auf Sonntag)

Dan "Hangman" Hooker (18-8) - "Raging" Al Iaquinta (14-5)

Es ist Hooker's 13. und Iaquinta's 14.UFC Kampf. Beides sehr disziplinierte Fighter, die ständig an ihren Schwächen arbeiten und inzwischen einen festen Platz in der Top 10 haben. Von daher macht es wenig Sinn, den Style der beiden großartig auseinander zu nehmen. Hooker hat definitiv mehr KO Power und vermutlich besseres Jiujitsu, Iaquinta ist ein besserer Ringer. Doch es liegen keine Welten zwischen den beiden, egal in welchem Bereich. Trotzdem geht Hooker als Favorit in den Kampf, weil er in seinem letzten Kampf den besseren Auftritt hatte, und eben als Neuseeländer so etwas wie Heimvorteil hat. Und mMn hat man jede Menge Grund daran zu zweifeln, dass er permanent unterstützt werden wird. Es werden definitiv viele Neuseeländer in der Halle sein, aber eben mehr Australier, die sich schon mal für Whittaker-Adesanya warm singen werden. Und wenige Minuten vor dem Main-Event werden es die Australier wohl kaum zulassen, dass die Kiwis da ihre Show abziehen.

Iaquinta kämpft seit Jahren nur gegen die Besten. Die größten Leistungen seiner Laufbahn sind seine beiden Siege gegen Kevin Lee, und sein Wille gegen Khabib, der ihn 5 Runden lang quälte, aber nicht finishen konnte. Außerdem kann man ihm hoch anrechnen, dass er noch nie KO geschlagen wurde. Ein wichtiges Attribut, wenn man gegen einen Knockout-Artist wie Hooker bestehen will, denn dieser hat keinen Sieg in der UFC per Decision.

So muss ich also davon ausgehen, dass eine Submission der wahrscheinlichste Weg für Hooker wäre, diesen Kampf zu gewinnen. Iaquinta wurde schon 3 mal submitted in seiner Karriere, doch das letzte Mal vor 5 Jahren. Er verteidigte sich zuletzt ausgezeichnet auf dem Boden gegen Khabib. Sollte Hooker also mit solch eingeschränkter Win-Condition wirklich ein so großer Favorit sein? Ich denke nicht. Dieser Kampf ist bestenfalls 50/50, evtl hat Iaquinta sogar den Vorteil, da er über mehr Top-Level-Erfahrung verfügt. Ich genieße als Zuschauer die Auftritte von Hooker mit am meisten in der Division, da er immer einen frühen KO sucht, aber er strahlt nicht genug Sicherheit aus, als dass man für diese Quote (1,6) auf ihn setzen könnte.

Ich würde mehr riskieren, wenn Iaquinta etwas früher angereist wäre. Ich finde 4-6 Wochen sollten sich die Fighter schon nehmen zum eingewöhnen, Anreise 2 Wochen vor dem Kampf find ich etwas knapp. Trotzdem, die Quote darf ich nicht unberührt lassen.

Iaquinta to win @2,45 1/10 Bet365
 
Zuletzt bearbeitet:
UFC 243 in Melbourne

Titelkampf im Mittelgewicht
(Champ) Robert "The Reaper" Whittaker (20-4) - (Interim-Champ) Israel "The Last Stylebender" Adesanya (17-0)

Jetzt zur "echten" Wette.
Wollte mich eigentlich aus diesem Kampf raushalten. Auch nachdem ich mir die letzten 3-4 Kämpfe der beiden angeguckt habe, habe ich keinen klaren Vorteil für einen erkennen können. Adesanya ist ein Showman mit brillianter Technik und ner Menge Hirn, Whittaker ist ein Ausnahme-MMArtist, der gegen verschiedenste Styles schon bestanden hat. Es macht absolut keinen Sinn hier einen der beiden als schlechter als den Anderen darzustellen. Auch wenn viele von Adesanya's Style schwärmen, ist diese Art zu kämpfen auch (geschichtlich gesehen) dazu verdammt, irgendwann KO geschlagen zu werden. Sein Kinn ist sehr oft der letzte Part der ausweicht, und das ist eine Eigenschaft, die er sich spätestens nach dem Gastelum Fight abgewöhnen sollte. Aber ob das der entscheidende Faktor gegen Whittaker sein wird? Ich denke nicht. Gegen Paulo Costa schon eher.

Ein Faktor, der mich hier zur Wette drängt, ist Adesanya's Aktivität, sprich die Tatsache, dass er zum 6.Mal in 18 Monaten ins Oktagon steigt. Das ist sehr viel, mancher würde sagen "zu viel", aber ich finde es immer gut, wenn Kämpfer verletzungsfrei und aktiv bleiben. Whittaker hingegen hat nur 1 Mal in diesem Zeitraum gekämpft (Juni 18' vs Romero). Und wenn man sich die Gründe für seine Auszeit ansieht, so erkennt man den 2. großen Faktor: Robert Whittaker war von etlichen Verletzungen geplagt. Anfang 2018 zog er sich aus dem Kampf gegen Rockhold zurück, auf Grund einer Verletzung am Sprunggelenk. Nach seinem letzten Kampf vor 14 Monaten veröffentlichte er ein X-Ray seines zersprungenen Daumens. Im Februar diesen Jahres musste er sich aus dem Kampf gegen Gastelum zurück ziehen, da ein Riss im Darm (!!!!!) ihn daran hinderte. Die Ärzte sagten ihm, dass er sterben könnte, wenn er kämpft, und so musste er sich einer Not-Op unterziehen. An all dem kann man erkennen, dass der Körper dieses noch relativ jungen Mannes (28 Jahre alt) anfängt, den Preis für all die UFC-Schlachten zu bezahlen.

Trotz Nachteile bei Reichweite und Technik, in Topform ist Whittaker eine wahre Maschine. Vor 18 Monaten hätte ich diesen Kampf nicht angefasst, zu eng wäre der Margin gewesen. Aber ich kann nicht genug betonen, dass 18 Monate ohne Kampf auf diesem Niveau tödlich sein kann, egal was für ein harter Hund du bist. Und körperlich nicht Topfit zu sein, ist ein noch größeres Problem. Zwei Fragezeichen von dieser Größeneinheit sind zu viel, und so muss ich hier Adesanya einfach mitnehmen. Die Tatsache, dass Whittaker diese Woche in den Interviews wiederholt gesagt hat, dass er auch "mit einer Verletzung kämpfen würde", unterstreicht meine Annahme über seinen Zustand.

Selbst wenn ich annehmen würde, dass Whittaker ganz fest auf die Zähne beißen und keiner ihm seine Angeschlagenheit ansehen wird, Adesanya's Body Kicks (von denen er mind. 5 saubere landen wird) sind das allerletzte was ein operierter Magen gebrauchen kann. Es gibt einfach unter diesen Voraussetzungen viel zu viele Möglichkeiten für Izzy seinen Gegner zu demobilisieren.

Die Bookies sehen es 50/50, ich denke so ca 65/35 für Adesanya.

Adesanya to win @1,94 5/10 Pinnacle
 
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UFC 243 in Melbourne (in der Nacht von Samstag auf Sonntag)

Dan "Hangman" Hooker (18-8) - "Raging" Al Iaquinta (14-5)

Iaquinta to win @2,45 1/10 Bet365

Iaquinta war bemüht, aber Hooker einfach abgezockter.
-1

Titelkampf im Mittelgewicht
(Champ) Robert "The Reaper" Whittaker (20-4) - (Interim-Champ) Israel "The Last Stylebender" Adesanya (17-0)

Adesanya to win @1,94 5/10 Pinnacle

Adesanya per KO in Runde 2 [[winkewinke]] +4,7
 
Robert Whittaker – Israel Adesanya

Bisschen früh, Kampf findet erst am 6.10 statt, hatte aber gerade Zeit und schreib mal kurz etwas zu dem Kampf…
Monstermatch!
Whittaker ein erfahrener Kämper der sich jedem Kontrahenten ohne zu zögern stellt. Allein das er 2x gegen Romero angetreten ist zeigt das er überzeugt ist von seinen Fähigkeiten, wobei er mmn einen Kampf klar verlor, ging jedoch trotzdem nach Punkten an ihn…. Warum auch immer, weiß nicht was die judges da gesehen haben. Nun mal abgesehen von den zwei Kämpfen gegen Romero überzeugen mich seine letzten 6 Siege davor nicht im geringsten…. Mike Rhodes, Clint Hester, Brad Tavaresm Uriah Hall, Rafael Natal u. Derek Brunson… Alles gute Gegner, jedoch mmn in der Devision in der er Kämpft keine Killer…. Sein letzte Niederlage gabs in UFC 170 als in Wonderboy auf die Bretter schickte. Hat wie so viele mit Wrestling begonnen und das aufgebaut. Finde nur sein unglaublich gutes Kinn und sein Siegeswillen phenomenal, allerdings bin ich nicht sooooo überzeugt von seinem Skillset..
Adesanya für mich einer der versiertesten Kämpfer der Devision. Es ist einfach unglaublich wie akkuratm dieser Mann ist, verschwendet nicht einen Schlag sinnlos.. somit sehr wenig Kraftveschleiß. Kann man in vielen seiner Kämpfe beobachten, vorallem gegen Brunson. Jeder andere würde wild draufspringen, aber er macht das immer sehr durchdacht, wartet ab, kaum ergibt sich raum ist er da.
Sowas hab ich seit Anderson Silva nicht mehr gesehen, ist auch ziemlich vergleich mit dieser Legende.. Wills jetzt nicht übertreiben, aber mMn ist er sogar besser als Silva in seiner Prime.
Egal in welche Situation er kommt, er bleibt einfach cool und handelt nie unüberlegt. Er Kämpft als wäre er in einem Videospiel…
Adesanya bei gleichem Gewicht wie Rob ist um 10 cm Größer und hat einen Reichweitenvorteil von 16cm. Wenn er das gekonnt ausspielt wird es schwer für Whittaker.. und genau das ist Adesanya’s Game, Distanz halten und immer wieder gezielte Schläge setzten.
Auch hat er eine Takedown Defense die unmenschlich ist, er brachte Brunson zum verzweifeln.
Noch zu erwähnen ist sein unglaublicher Fight IQ, wechselt ständig zwischen Southpaw und Regiular. Questionmarkkick unglaublich schnell und kaum vorhersehbar.
Der hat alles was man benötigt um Champion zu werden, und so leid es mir für Rob tut, den man muss den Typen einfach mögen, denke ich das sich Isy den Titel via Decision holen wird.
Gibt sicherlich andere Meinungen, aber ich schwärme von seinem Kampfstil und trotz des riesen Respekts gegenüber the Reaper, der Gürtel wird den Besitzer wechseln.
Sehe hier Whittaker nicht gewinnen…. Viele werden nicht meiner Meinung sein, aber ich sehe Unterschiede die sonst nur wenige sehen…


ADESANYA @ 2,15 unibet 5/10

Adesanya gewinnt durch K.o. In runde 2
 
UFC on ESPN+ 19 (Nacht von Sa auf So)

Kron Gracie (5-0) - Cub Swanson (25-11)

Deshalb liebe ich MMA betting : Unbegründete Quotenverteilung. Sobald einer eine Siegesserie hält, geht er hochfavorisiert in den nächsten Kampf.

Kron Gracie (30) ist ungeschlagen und gewann alle seine Kämpfe (auch sein UFC-Debüt im Februar) per Submission. Wer auch nur irgendetwas über Jiujitsu oder die UFC weiß, wird die Gracie's sicher kennen. Ganz große Kampfsport-Familie, die den Brazilian Jiu Jitsu mitbegründet und geprägt hat. Gibt etliche Dokus über die Geschichte dieser ruhmreichen Sippschaft, kann ich jedem empfehlen sich damit mal auseinanderzusetzen. Kron ist der Sohn von Rickson und ein Enkel von Helio Gracie, der in den 30er Jahren den sogenannten "Gracie Jiu Jitsu" entwickelte.

Der Grappling-lastige Style der Gracies hat sich ganz gut im MMA bewährt. Kron's Onkels (Royler, Royce, Rorion) haben relativ erfolgreiche Laufbahnen gehabt. Aber die Tatsache, dass sie nichts so richtig konnten außer Jiujitsu, hat sie im modernen MMA extrem eindimensional gemacht. Kron fügt sich da ganz gut in die Familientradition. Obwohl er seit vielen Jahren mit den Diaz-Brüdern trainiert sieht sein Striking meist ziemlich ineffizient aus. Sein Gameplan ist immer der Selbe ; Striking vortäuschen, Distanz schließen, Körper des Gegners umklammern und versuchen an den Rücken zu kommen. Einen Plan B gibt es nicht, da er schlichtweg nichts anderes kann.

Cub Swanson, 35, echter Veteran der UFC, steht vor seinem 18.Fight im Oktagon. Er war lange Zeit Teil der Top 5 in der Federgewichts-Division, nun sitzt er auf 4 Niederlagen hintereinander und viele gehen davon aus, dass seine Zeit um ist. Zumindest denken das die Buchmacher. Man erkennt nicht mal, dass Swanson's letzte 4 Gegner allesamt Top 10 Kaliber besitzen. Kron Gracie hätte mMn nicht die geringste Chance gegen irgendeinen von Ihnen zu bestehen. Swanson ist ein sogenannter "Fighter's Fighter", einen den die Kenner des Sports gerne kämpfen sehen. Er bringt immer alles, was er auf Lager hat, und das ziemlich regelmäßig. Solide in allen Bereichen, aber man muss anerkennen, dass er etwas an Power verloren hat über all die Jahre.

Fazit : Kron Gracie durfte über 6 Jahre hinweg 5 Submissions gegen Fallobst einsammeln und an seiner makellosen Bilanz arbeiten, während Swanson jahrelang regelmäßig gegen die Besten der Besten angetreten ist. Swanson ist ein besserer Striker und ein besserer Offensive-Wrestler als Kron, ohne Wenn und Aber. Gracie kann hier nur per Submission was reißen, und dazu ist er allemal in der Lage, diesen Skill kann ihm niemand absprechen. Doch auch da muss man anerkennen, dass er noch nie gegen jemanden mit der Takedown-Defence von Swanson gekämpft hat.
Alles in allem ist dieser Kampf, den Fähigkeiten entsprechend, mindestens 60/40 für Swanson zu sehen. Gehe also mit dem vermeintlichen Außenseiter.

Swanson to win @2,45 3/10 Pinnacle
 
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joanna jedrzejczyk - michelle waterson
Ufc Tampa
Kommenden Sonntag

Quoten in der UFC so oft einfach daneben..komplett unverständlich für mich.
Joanna falsch In dieser Gewichtsklasse, hat im strawweight nix verloren mit ihrem Körper. vor jedem Kampf enormes weight cutting um Kampfgewicht zu erreichen. Nach den zwei Niederlagen gegen Thug Rose dachte ich dass Sie geht hoch.

dann gewann sie gegen Torres die n Aufbaugegner war, Titelkampf gegen Shevchenko wieder verloren.

Auf Waterson will ich nicht groß eingehen, ist ne badass fighterin.. Karate background.. Model ist sie sich noch, was allerdings für mich das wichtigste ist.. es ist ihre Gewichtsklasse!!

Joanna kommt mit dem weightcutting nicht klar... langsamere Reflexe, kraftverlust etc. bei beiden kämpfen gegen namajunas zu erkennen. Auch in den anderen beiden war es ein ähnliches Bild.

Momentan hat sie wieder Probleme das Kampfgewicht zu erreichen. Wieder extrem cutting jetzt vor den weighins

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Namajunas dann nem Sieg u ner prompten Niedrlage gegen Valentina bei zuvor 10 Siegen in folge leidet auch die Psyche. Sehe sie hier nicht gewinnen.

Waterson@ 3,85 5/10. pinni Betjoe
 
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UFC on ESPN+ 19

Fliegengewicht
Deiveson Figueiredo (16-1) - Tim Elliott (15-8)

Elliott ist ein bekanntes Gesicht bei UFC-Fans und kämpft hier zum 11.Mal. Von 2012-15 hatte er 6 Fights und wurde entlassen weil er 4 davon verlor. Er kämpfte sich ein Jahr später durch den "Ultimate Fighter"-Wettbewerb wieder in die Organisation und durfte gleich gegen Johnson um den Titel kämpfen. Seine starke Leistung in der ersten Runde brachte ihm eine Menge Respekt ein und viele vergaßen später, dass er danach 4 Runden lang chancenlos war. Sein letzter Fight war im Dezember 2017 und er steht insgesamt bei 4-6 in der UFC. Seinen Platz im Ranking (aktuell 6.) hat er der Tatsache zu verdanken, dass die UFC vor einem Jahr plante die Division zu schließen und schonmal provisorisch ein Dutzend Fliegengewichte entließ. Ansonsten wäre Elliot wohl kaum in den Top 10.

Figuereido ist mMn der aufregendste Fighter in der Division. Kann grapplen, kann striken, und was ganz wichtig ist, er kann finishen. Das ist nicht selbstverständlich bei 125 Pfund schweren Zwergen, was ja übrigens der Grund dafür ist, dass die UFC die Division abschaffen wollte : Diese kleinen Kerle lassen sich schlecht vermarkten, da es kaum KO's gibt. Aber gäbe es 3-4 weitere Fliegengewichte wie Figueiredo, wäre es die vielleicht geilste Division. Momentan ist er auf Platz 3 gelistet und er sollte wissen, dass er hier bei einem Sieg ganz fest mit einem Fight gegen Benavidez (Platz 1) rechnen kann, vielleicht sogar um einen Interims-Gürtel.

Selbst wenn Elliott mich überrascht und in der ersten Runde ein paar erfolgreiche Takedowns landet, Figueiredo's Kondition ist seiner um Meilen voraus. Außerdem hat Elliott große Schwierigkeiten damit, seine Gegner für längere Zeit auf dem Boden zu halten. Figueiredo ist so ziemlich in Allem überlegen. Möchte hier gar keinen Zweifel aufkommen lassen, von wegen "Elliott hat diese und jene Chance zu gewinnen". Seine Chancen stehen einfach extrem schlecht in diesem Matchup, besonders nach 2 Jahren verletzungsbedingter Abstinenz. Sicheres Ding.

Figueiredo to win @1,53 8/10 Pinnacle

Figueiredo gewinnt vorfristig @2,8 2/10 STSBet
(bei anderen Anbietern kann es "KO,TKO,DQ,Submission" heißen, oder einfach "gewinnt vorzeitig")

Die KO-Quote ist bei manchen Anbietern noch nicht raus. Sollte überall so zwischen 2,6 und 3 liegen.
 
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UFC on ESPN+ 19 (Nacht von Sa auf So)

Kron Gracie (5-0) - Cub Swanson (25-11)

Deshalb liebe ich MMA betting : Unbegründete Quotenverteilung.
...
Alles in allem ist dieser Kampf, den Fähigkeiten entsprechend, mindestens 60/40 für Swanson zu sehen. Gehe also mit dem vermeintlichen Außenseiter.

Swanson to win @2,45 3/10 Pinnacle

Swanson per unanimous decision (30-27 x 3), vllt der leichteste UFC-Kampf seiner Karriere.

+4,35 [[münzen]]
 
joanna jedrzejczyk - michelle waterson
Ufc Tampa
Kommenden Sonntag

Quoten in der UFC so oft einfach daneben..komplett unverständlich für mich.
Joanna falsch In dieser Gewichtsklasse, hat im strawweight nix verloren mit ihrem Körper. vor jedem Kampf enormes weight cutting um Kampfgewicht zu erreichen. Nach den zwei Niederlagen gegen Thug Rose dachte ich dass Sie geht hoch.

dann gewann sie gegen Torres die n Aufbaugegner war, Titelkampf gegen Shevchenko wieder verloren.

Auf Waterson will ich nicht groß eingehen, ist ne badass fighterin.. Karate background.. Model ist sie sich noch, was allerdings für mich das wichtigste ist.. es ist ihre Gewichtsklasse!!

Joanna kommt mit dem weightcutting nicht klar... langsamere Reflexe, kraftverlust etc. bei beiden kämpfen gegen namajunas zu erkennen. Auch in den anderen beiden war es ein ähnliches Bild.

Momentan hat sie wieder Probleme das Kampfgewicht zu erreichen. Wieder extrem cutting jetzt vor den weighins

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen Namajunas dann nem Sieg u ner prompten Niedrlage gegen Valentina bei zuvor 10 Siegen in folge leidet auch die Psyche. Sehe sie hier nicht gewinnen.

Waterson@ 3,85 5/10. pinni Betjoe

Joanna nach Punkten -5
Sorry leute..
 
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UFC on ESPN 6 (Fight Night Boston) - Diesmal von Freitag auf Samstag

Jeremy Stephens - Yair Rodriguez

Kurze Vorgeschichte : Diese beiden trafen vor 3 Wochen in Mexiko aufeinander als Main-Event-Fight und der auf 5 Runden angesetzte Kampf endete binnen 15 Sekunden weil Yair mit dem Finger den Stephens am Auge verletzte. So schwer, dass er nicht weitermachen konnte. Die mexikanischen Fans, deren Kämpfer mMn bei den 2 vorherigen Kämpfen von den Judges beraubt wurden, honorierten den nicht gewerteten Kampf indem sie mit Bechern um sich schmissen. Yair benahm sich ebenfalls absolut daneben nach dem Kampf und beleidigte so ziemlich alles und jeden auf Spanisch.
Nun wird der Fight eben nachgeholt und es entstand in der Zwischenzeit eine Menge Beef zwischen den Beiden. Yair wirft Jeremy vor, Angst gehabt zu haben vor den mexikanischen Fans zu kämpfen. Jeremy sagt in allen Interviews "Fuck Yair" und meint, dass er besser auf seine Finger aufpassen soll.

Technisch sehe ich Yair vorne, heute wie vor 3 Wochen. Bessere Kicks, besseres Movement, höheres Fight IQ. Doch vor 3 Wochen wäre es eben ein 5-Runden-Kampf gewesen und Yair war Favorit. Das war nicht genug Value gegen einen Knockout-Artist wie Stephens. Diesmal sind es nur 3-Runden, da es nur ein Co-Main-Event ist. Und bei "nur" 15 Minuten ist es eben relativ leicht für Einen mit guter Striking-Defense, gegen Stephens zu bestehen, wie auch schon Zabit vor einigen Monaten. Je länger Jeremy keinen seiner Killshots landet, desto stärker und selbstbewusster wird Yair werden.

Stephens ist kein Fallobst oder Ähnliches, sondern ein Veteran mit ca 30 UFC-Fights. So einer kann den Kampf auch in den letzten 20 Sekunden noch gewinnen, daher etwas konservatives Staking.

Leitspruch : "Gute Wetten gewinnen nicht immer, schlechte Wetten verlieren nicht immer". Und das hier sieht ganz gut aus.

Yair Rodriguez to win @1,91 2/10 Pinnacle
 
UFC on ESPN 6 (beginnt in ca 1 Std)

Kyle Bochniak - Sean Woodson

Schnelle Analyse bevor das Event beginnt. Woodson ein Neuling, der über die Contender Series einen Vertrag erhalten hat. Er war seinem Gegner hoffnungslos unterlegen, ehe er in der 2.Runde per Flying Knee den Sieg holte. Sehr kreativ und beweglich, zudem gutes Striking, aber Ringen kann er ums Verrecken nicht. Weitere Qualitäten von ihm sind mir nicht bekannt, da er erst 6 Kämpfe auf dem Konto hat.

Bochniak tritt zum 7.Mal in der UFC an und er steht derweil bei 2-4. Seine Niederlagen kamen allesamt gegen Top 15 Fighter, das ist nichts wofür man sich schämen muss. Er verfügt über ein gutes Game in allen Bereichen. So richtig überwältigt wurde er noch nie, gefinished auch noch nicht. Seine deutlichste Niederlage war gegen Zabit Magomedsharipov, und selbst da war er bis zur Schlusssekunde die Fäuste am schwingen. An Herz und Können mangelt es bei Bochniak nicht, nur an etwas Glück und Zielstrebigkeit.

Für mich ist hier Kyle Bochniak Favorit. Woodson ist ein guter Striker, aber er kann Bochniak nicht lange auf Distanz halten, trotz Reichweiten-Vorteil. Und wenn sich Bochniak entschließt zu grapplen, dann wird Woodson vermutlich genauso amateurhaft aussehen, wie in seinem "Contender Series"-Kampf. Stand jetzt ist Bochniak sogar knapper Außenseiter bei manchen Anbietern, absolut unverständlich für mich. Quote für Bochniak sollte eher im Bereich 1,5-1,6 liegen.

Bochniak to win @1,97 4/10 Pinnacle
 
UFC on ESPN+ 20 in Singapur (Samstag Mittag)

Demian Maia (27-9) - Ben Askren (19-1)

Wer die letzten 3 Monate nicht hinterm Mond oder in einer Höhle verbracht hat, wird den letzten "Fight" von Askren gesehen haben. Falls doch verpasst, hier https://www.youtube.com/watch?v=ACzbKqun7Ts.
Masvidal hat den armen Kerl mit seinem Knie in eine andere Dimension geklatscht und ihn zu einer weltweiten Witzfigur gemacht. Und nur 3 einhalb Monate später steigt er wieder in den Oktagon, diesmal sollte er aber keine solche Bombe befürchten, denn Maia hat zum Glück keine Power in den Händen.

Dafür ist nun Askren's einzige Stärke gefragt, das Wrestling. In diesem Kampf kann er zeigen, was er auf dem Boden so drauf hat. Laut eingefleischten US Wrestling Fans ist Askren eine lebende Legende und keiner in der UFC komme an sein Grappling Level heran. Ich sehe das etwas anders. Der Typ kam zwar mit 19-0 in die UFC, aber seine Gegner besaßen teilweise kaum Jiujitsu- oder Grappling-Skills. In seinem ersten UFC Kampf gegen Robbie Lawler vor 6 Monaten wurde er zunächst per Slam auf den Boden geklatscht und dann brutal verprügelt, ehe Askren mit letzter Kraft seinen Gegner in einen Schwitzkasten nehmen konnte und der Schiri fälschlicherweise annahm, dass Lawler bewusstlos war. So gewann Askren sein UFC-Debut zwar ziemlich schnell, aber sehr umstritten und sah aber hinterher so aus, als hätte ihn ein Zug angefahren. 3 Monate später kam der Flying Knee gegen Masvidal. Und nun soll er Favorit gegen einen waschechten UFC-Veteran wie Maia sein? Ich denke nicht.

Demian Maia ist der vllt beste Jiujitsu-Spezialist in der UFC, mMn sogar der Beste der Welt. Er hat mit reinem Jiujitsu mehr MMA-Erfolge gesammelt als irgendjemand sonst. Und das einzige bewährte Mittel gegen ihn ist, sich auf keine Clinches einzulassen, alle Takedowns abzuwehren und ihn im Stehen zu outboxen. Woodley, Usman und Covington besiegten ihn hinterheinander mit dieser Taktik. Die ersten beiden Dinge könnte Askren hinkriegen, das Dritte allerdings nicht, da er fürchterlich schlecht boxt. Er ist zu eindimensional und wird daher von sich aus den Kampf auf den Boden bringen, direkt rein in Maias Welt. Und nachdem ich mir heute Morgen einige alte Kämpfe von Askren angeschaut habe, wurde mir erst klar, wie oft Askren seinen Rücken abgibt. Maia nutzt solche Situationen skrupellos aus, seine ganze Karriere basiert darauf. Askren ist ein wilder Grappler, daher sein Nickname "Funky", aber jeder unkonventionelle Übergang eröffnet seinem Gegner neue Möglichkeiten, und seine bisherigen Gegner wussten eben nicht daraus Profit zu ziehen.

Klar kann ich mir vorstellen, dass Askren mit ganz viel Disziplin und Konzentration sich gute Positionen auf dem Boden erschafft und 3 von 5 Runden gewinnt. Außerdem ist Maia ganze 41 Jahre alt und eigentlich allein deshalb schon No-Bet-Kandidat für mich, besonders bei einem 5-Runden Kampf. All das ist übrigens der Grund für das geringe Staking. Aaaber... Maia hat einfach mehr Optionen. Der Mann wurde noch nie gefinished und Askren ist so ziemlich der Letzte der das bewerkstelligen kann. Zudem wird Maia mMn mehrere Gelegenheiten haben, Askren zum Aufgeben zu bringen. Ist ein riskantes Ding, aber dieser Fight ist mMn 50/50, vlt sogar 55/45 für Maia zu sehen. Und dafür sieht die Quote ganz lecker aus.

Maia to win @2,5 2/10 Bet365
 
UFC 244

Kelvin Gastelum (15-4) - Darren Till (17-2)

Was'n Kampf, was 'ne Karte. Heute ist quasi der Super-Bowl der UFC. 13 Kämpfe, die auf jeder anderen Karte der Hauptkampf sein könnten. Gastelum muss an so einem Abend natürlich dabei sein, 6 Monate nach seinem "Fight of the Year"-Anwärter gegen Adesanya.

Kelvin ist sehr klein für die Division, ausgestattet mit einer Reichweite, die eher einem Federgewicht gleicht, doch seine schnellen Rushes und sein gutes Kickboxing sicherten ihm einen Platz in den Top 5 der Middleweight-Division. Er setzte sich in den letzten Jahren gegen namhafte Gegner durch, wie etwa Michael Bisping oder Jacaré Souza. Man kann ihm sein Talent als Mixed-Martial-Artist nicht absprechen, aber es muss auch erwähnt werden, dass der große Coup ihm (trotz 15 UFC-Fights) noch nicht gelungen ist.

Darren Till hingegen kämpft nun zum ersten Mal im Mittelgewicht, nachdem sein Run zur Weltergewichts-Spitze durch 2 Niederlagen gestört wurde. Davor galt Darren Till als der künftige britische Superstar des Sports. Die zusätzlichen 15 Pfund werden Till definitiv helfen, da er im Weltergewicht sehr abgemagert aussah, vor allem da er immerhin 1,82 groß ist, was eben viel besser ins Mitttelgewicht passt. Till hat ein ungeheuer gekonntes Striking und eine ziemlich solide Takedown-Defense, sein Kinn ist in der Regel auch intakt. Natürlich sah das anders aus in seinen letzten beiden Kämpfen, aber gegen Woodley und Masvidal kann das nunmal passieren.

Bei engeren Quoten würde ich mich von diesem Fight fernhalten. Zu groß wäre das Risiko, dass Darren Till in dieser neuen Gewichtsklasse nicht klarkommt, und dass Gastelum ihn von Beginn an zerfleischt. Die Erfahrung und die Power dafür hätte er. Aber ich kann nicht akzeptieren, dass Till hier wie Fallobst wirkt. Wenn es über die Punkte geht sehe ich ehrlich gesagt nur Till gewinnen. Und ich mag es, super-talentierte Fighter bei hohen Quoten anzuspielen, egal wer der Gegner ist. Und in diesem Fall ist der Gegner einer, der 5-4 steht in seinen letzten 9 Fights in der Division. Das ist machbar und nicht so unwahrscheinlich, wie es die Quoten erscheinen lassen.

Darren Till to win @3 2/10 Bet365
 
Jorge Masvidal (34-13) - Nate Diaz (20-11)

Main-Event. Bin hin und her gerissen, ob ich was zu dem Kampf schreiben soll. Ich sehe nur Masvidal gewinnen, aber ich hab gehofft, dass die Quote auf 1.7-1.8 steigt. Kann immer noch passieren, da Nate Diaz vielen Casuals ein Begriff ist, aber dann hab ich vermutlich keine Zeit mehr hier was dazu zu schreiben. Einfach Augen offen halten bis es los geht.

Beides Veterane und inzwischen Fan-Lieblinge. Es geht um nichts geringeres als den (extra für diesen Kampf, und nie wieder) "Baddest Motherfucker"-Gürtel, der von Dwayne "The Rock" Johnson überreicht wird. Es wird ein motherfucking Spektakel.

Ich will hier nicht zu sehr den Style der beiden auseinandernehmen. Beides gute All-Rounder, mit allen Wassern gewaschen, immer gefährlich in jeder Lage. Der einzige Unterschied liegt für mich darin, dass Masvidal mit einem neuen Mindset agiert, und zudem schneller und befreiter wirkt, als noch vor 1-2 Jahren, was eben sehr ungewöhnlich ist für einen 34 Jährigen. Diaz hingegen schien etwas an Speed verloren zu haben als er vor 3 Monaten Anthony Pettis besiegte. Er verfügt zwar über den Grappling-Vorteil Masvidal gegenüber, aber auch da ist der Unterschied nicht groß genug, um ihn zu finishen. Es scheint ein wenig, als würde hier Aufwärtstrend auf Abwärtstrend treffen, auch wenn die Ergebnisse der letzten Fights das nicht direkt bestätigen.

Ein Makel an dieser Wette ist definitiv die Tatsache, dass Masvidal sehr oft nach gut platzierten Schlägen seine Balance verliert und auf seinem Po landet. Es sind keine Knockdowns persé, aber es sieht einfach schlecht aus für die Punktrichter, auch wenn Masvidal in der Regel sehr zügig wieder auf die Beine kommt. Wenn das heute 2-3 Mal passiert, kann es zum Problem werden. Ich vertraue allerdings sehr in sein Striking und seine schnellen Reflexe, und die sollten es ihm ermöglichen mehr auszuteilen als einzustecken, speziell gegen einen wie Nate, der nicht immer die besten Entscheidungen trifft.

Randnotiz : Ich bin mir sehr sicher, dass Masvidal alles daran legen wird, diesen Kampf vorzeitig zu finishen. Seine letzten 4 Siege kamen alle per KO und mit dem neu-erlangten Fame wird er gemerkt haben, dass ein paar spektakuläre Finishes heutzutage mehr wert sind, als 10 Punktsiege. Nate wurde in seiner gesamten Karriere nur 2x gefinished, aber 25 Minuten können sehr lang sein und heute kann ich's mir einfach vorstellen. Askren und Till wurden auch noch nie KO geschlagen bis sie auf "Gamebred" trafen.

Masvidal to win @1,62 Bet365 5/10
Masvidal to win per KO,TKO,DQ or Sub @3 1/10
 
Jorge Masvidal (34-13) - Nate Diaz (20-11)

"Baddest Motherfucker"-Gürtel, der von Dwayne "The Rock" Johnson überreicht wird. Es wird ein motherfucking Spektakel.

Masvidal to win @1,62 Bet365 5/10 +3,1
Masvidal to win per KO,TKO,DQ or Sub @3 1/10 +2

Und es war ein fucking Spektakel [[tanzi]] bis dieser dumme Schiri es abbrach. Gut für uns, aber dieser geile Kampf hätte noch eine Runde verdient gehabt, auch wenn der Cut am Auge ziemlich eklig aussah. Masvidal in fast allem überlegen, und wie schon in der Analyse erwähnt, einfach frischer und spritziger als noch vor 2-3 Jahren.

Masvidal siegt per TKO (Doctor Stoppage) [[münzen]]

+5,1
 
UFC on ESPN+ 21 (in Moscow, ZSKA Arena)
(Prelims ab 17 Uhr, Main Card ab 20 Uhr, Main Fight Zabit vs Kattar um ca 22:40)

Die Russland-Karte ist da und beginnt in ca. 30 Minuten. Leider sind die Quoten durchweg katastrophal, die meisten russischen Kämpfer gehen hoch favorisiert in die Kämpfe und auch wenn man hier und da Schwächen erkennt, ist es doch schwer vorstellbar, dass die Russen durchweg underperformen. Nun müssen Andere mal den langen Weg auf sich nehmen und vor fremden Publikum kämpfen, die Buchmacher scheinen diesen Faktor jedenfalls stark zu berücksichtigen. Wir versuchen uns heute mal an einer Kombi, und die sollte man im MMA immer etwas vorsichtiger genießen. Etwas längere Analyse für den Main Fight, und Kürzere für die restlichen Kämpfe.

Calvin Kattar (20-3) - Zabit Magomedsharipov (17-1)

Zabit ist hier insgesamt gerechterweise der Favorit, wenn auch etwas zu deutlich. Er ist extrem vielseitig und verfügt über eine Menge Entertainment-Value im Gegensatz zu vielen anderen Kämpfern aus dem Kaukasus. Seine Kicks schleudert er wie andere die Overhands und sein Groundgame gehört zu den Besten der Division. Als Schwäche sehe ich seine Striking-Defense ab der 3.Runde. Schon gegen Stephens und Bochniak blieb ihm in der letzten Runde allmählich die Puste weg und er schaute des Öfteren zur Uhr. In beiden Fights kassierte er in den letzten 2 Minuten mehr Schläge als im gesamten Kampf zuvor. Trotzdem schaffte er es in beiden Fällen den Fight nach Hause zu bringen, was wiederum für sein Kinn spricht. Es werden ständig Vergleiche mit Khabib gezogen, doch ich denke davon ist Zabit noch weit entfernt. Er verfügt über mehr Techniken als Khabib, doch so wirklich perfektioniert hat er noch nichts. Dass er so ziemlich alles MMA-Relevante auf einem hohen Level zeigen kann, wird ihn auf Dauer sicher in der Top 5 halten. Ob es für den Titel reicht, wird sich zeigen.

Kattar is mitt 5-1 wirklich gut in die UFC gestartet. Er hat sich als harter Hund erwiesen, besonders in seinem Kampf gegen Burgos, wo er seinen immer stärker werdenden Gegner in der 3.Runde KO schlug und ordentlich für Furore sorgte. Der Junge hat Power in den Händen. Generell mag ich es auf ihn zu wetten, da er sowohl Punkte einsammelt, als auch immer für einen Finish gut ist. Für die heutige Quote wäre es normalerweise Pflicht ihn einzupacken.

Und genau deshalb ist Fight-Recherche so wichtig ; Unser Erinnerungsvermögen spielt uns manchmal einen Streich. Ich habe mir nochmal den Kampf von Kattar gegen Moicano angeschaut, und festgestellt, dass Kattar extrem anfällig gegen Leg-Kicks ist. Moicano nahm jegliches Tempo aus Kattar und bestrafte ihn über den ganzen Fight hinweg. Ein Ausnahme-Kicker wie Zabit wird ihm mit Sicherheit die Beine grün und blau treten, besonders da Zabit gerne in die Southpaw-Stellung wechselt, womit er einen sehr leichten Entry für die Leg-Kicks hätte.
Außerdem habe ich festgestellt, dass Kattar's Takedown-Defence noch gar nicht getestet wurde. Er durfte immer gegen Striker ran und brauchte eigentlich zu keinem Zeitpunkt einen Level-Change zu befürchten. Das macht die Konzentration im Striking natürlich einfacher und Zabit wird/kann ihm diesen Luxus nicht geben.

Fazit : Ich denke, ob nun mit Wrestling oder Leg-Kicks, dass Zabit gewinnen wird. Quote ist aber eher Kombi-Material. Die Sache mit der 3.Runde sollte man aber nicht vergessen, auf die Möglichkeit hin, dass Kattar dann noch ordentlich gehen kann und Zabit die Luft weg bleibt.


Alexander Volkov (30-7) - Greg Hardy (5-1)

Hier gibt es nicht viel zu sagen, Volkov ohne Wenn und Aber haushoher Favorit. Seit vielen Jahren ein Top-Contender im Schwergewicht, ehemaliger Bellator-Titelträger im Schwergewicht, viele tolle Fights schon hingelegt etc. Auf der anderen Seite mit Greg Hardy ein Ex-NFL-Spieler, Quereinsteiger im MMA-Sport, totaler Anfänger im Vergleich zu Volkov. Eine Niederlage für Volkov wäre einfach nur fatal und Grund für ein vorzeitiges Karriereende.


Magomed Ankalaev (11-1) - Dalcha Lungiambula (10-1)

Ähnlich wie bei Kattar, halte ich Dalcha für zu gut, als dass man ihn hier so hoch quotieren könnte. Trotzdem muss man auch hier erkennen, dass seine Schwächen und Ankalaev's Stärken sich sehr gut decken. Der Dagestani ist mit allen Wassern gewaschen und um einiges vielseitiger als Dalcha, der sich mMn ein wenig zu oft auf sein Judo verlässt.


3er Kombi
Zabit + Volkov + Ankalaev @2,29 WilliamHill 3/10
(WH hinkt noch nach, bei den anderen gibt es die 3 für nur ca 2.15)

Und Sicherheitshalber :
Kattar siegt in Runde 3 @19 Bet365 0,25/10

Mehr Picks im Spezi zu finden
 
Zuletzt bearbeitet:
UFC on ESPN+ 21

3er Kombi
Zabit + Volkov + Ankalaev @2,29 WilliamHill 3/10

Und Sicherheitshalber :
Kattar siegt in Runde 3 @19 Bet365 0,25/10

Ankalaev siegt souverän per Frontkick, Volkov ebenfalls souverän per unanimous decision. Und Zabit dominiert wie erwartet die ersten beiden Runden und macht es in der 3. nochmal spannend. Insofern, gut dass wir abgesichert haben. Kombi aber insgesamt ziemlich easy durch.

+3,62 [[münzen]]
 
UFC on ESPN+ 22 in Sao Paulo, Brazil

Francisco Trinaldo (23-7) - Bobby Green (24-9)

Trinaldo ist einer dieser genetischen Freaks in der UFC, die jenseits der 40 noch besser performen als so mancher mid 20er. In seinem letzten Kampf verblüffte er mit seiner Ausdauer und seinen gekonnten Counter-Strikes gegen einen vielversprechenden jungen Fighter wie Anthony Hernandez. Leider verlor er per Decision, da die Judges wohl Tomaten auf den Augen hatten. Ich bewundere bei solchen Typen immer ihre Professionalität ; sie nehmen auch die fragwürdigste Entscheidung einfach hin und konzentrieren sich auf kommende Aufgaben. Trotzdem muss man sich eingestehen, dass es mit 41 wohl keinen Leistungsschub mehr für ihn geben wird. Seine Geschwindigkeit nimmt seit Jahren ab und er wird immer mehr dazu gezwungen, den fehlenden Speed mit seiner Technik zu kompensieren. Vielleicht kann ihm die Home-Crowd den nötigen Push geben.

Genau wie Trinaldo hatte auch Green in der Vergangenheit unter erblindeten Punktrichtern zu leiden. In seinem letzten Kampf gegen Drakkar Klose gewann Green die ersten beiden Runden ziemlich deutlich, und hatte auch in der Dritten noch genug Kraft um mitzuhalten. Klose gewann schließlich per unanimous decision, warum auch immer, und Green entschloss sich unmittelbar nach dem Kampf, sich vom Sport zu verabschieden. Nach mehreren fragwürdigen Punktentscheidungen in Folge wurde er Opfer seiner Frustration und veröffentlichte ein unüberlegtes Statement, das er kurze Zeit später bereute. Nun, ein knappes Jahr später, ist er zurück und das ist auch gut so. Denn Green ist ein sehr erfahrener Kämpfer, der in allen Bereichen gut bis sehr gut ist. Er kann relativ gut grappeln und sein Jiujitsu kann sich auch in Brasilien sehen lassen. Sein Stand-Up ist manchmal flashy, manchmal sehr technisch, aber alles in allem durchweg effektiv.

Doch der wichtigste Faktor, und damit Grund für den Pick, ist Green's Footwork und Speed. Trinaldo ist sehr gut darin, den Gegner in Fallen zu locken, und genau das wird er gegen Green mMn nicht auf Dauer schaffen. Es gibt einen Mobilitäts-Unterschied zwischen den beiden, sodass Green mehr Risiken nehmen kann, ohne dafür ausreichend bestraft zu werden. Trinaldo hat immer Erfolg gegen stationäre Ziele, hibbelige Gegner liegen ihm nicht. Und wenn dieser Kampf nicht in Brasilien wäre, dann wäre wohl Green der Favorit, da Trinaldo ihn (basierend auf den letzten Leistungen) weder outsmarten, noch outpunchen kann. Er ist auch im hohen Alter noch dazu in der Lage, UFC-Kämpfe zu gewinnen, aber eben nur gegen bestimmte Kämpfer. Meistens solche, die weder schnell sind, noch hohes Fight-IQ vorweisen können.

Es wäre sehr schade, wenn Green das hier eng werden lässt, und die Punktrichter ihn dann ein weiteres Mal berauben. Ich erwarte hier eine seiner besseren Karriere-Leistungen. Und gegen einen alternden Counterpuncher wie Trinaldo kann man ruhig mal den vermeintlichen Außenseiter picken. Ich sehe es sogar 60/40 für Green, der Heimvorteil fließt hier mMn etwas zu sehr in die Quote ein.

Green to win @2,18 3/10 Pinnacle
 
Zuletzt bearbeitet:
Ronaldo "Jacaré" Souza - Jan Blachowicz

Blachowicz ist momentan unumstritten das Beste was der polnische MMA zu bieten hat. Zwar hätte man sich gewünscht, dass er den aktuellen Hype etwas früher in seiner Karriere erlangt hätte, aber auch mit 36 Jahren hat der Kerl eigentlich alles, was man im Light-Heavyweight braucht. Er verfügt über ein solides Muay Thai und schafft es häufig, sich die richtige Distanz zu erarbeiten, wodurch er im Laufe eines Kampfes immer treffsicherer wird. Ihm wurde lange vorgeworfen, keine KO-Power zu besitzen, doch in seinem letzten Fight gegen Luke Rockhold zeigte er ganz deutlich, wie gefährlich er sein kann. Rockhold sah Jan als eine kleine Hürde, ehe er den Rest der Division hätte angreifen können, doch seine Hochnäsigkeit wurde bitter bestraft. Nun muss Blachowicz das Kunststück gegen einen weiteren Ex-Mittelgewichtler wiederholen, und zwar in dessen Territorium.

Nach 6 Jahren im UFC-Mittelgewicht versucht Jacaré (= Alligator) nun sein Glück bei 205 Pfund. Im Mittelgewicht war er immer im Kreis der Titelanwärter, und wenn es darauf ankam, performte er auch dementsprechend. Er verfügt über ein gefürchtetes Jiujitsu und kann aus vielen (für andere unmöglichen) Winkeln den Gegner zum aufgeben bringen. Sein Muay Thai war im Mittelgewicht immer gut genug um die Distanz zu schließen und den Clinch zu erzwingen. Ob er diese Fertigkeit ins LH übertragen kann, ist das große Fragezeichen.

Nachdem ich mir die letzten 2-3 Kämpfe der beiden angesehen habe, erschließt sich mir nicht, warum Jan ein so deutlicher Favorit sein sollte. Ja, es ist seine Gewichtsklasse und er deklassierte mit Rockhold schon für kurzem einen Mittelgewichtler, der bei den großen Jungs aufmucken wollte. Doch die Quotierung scheint mir etwas zu sehr dem Headkick-KO-Hype geschuldet zu sein. Im Endeffekt steht Jan gerade mal bei 7-5 in seiner UFC-Karriere, Jacaré bei 9-4. Und im Gegensatz zu Jacaré's letztem Gegner Hermansson, ist Jan kein wildgewordener Bulle der konstante Action erzeugt. Ich erwarte einen ruhigen Beginn von beiden und einen immer stärker werdenden Jacaré, der vor heimischer Kulisse in den späteren Runden definitiv einen Vorteil haben wird. Vielleicht zweifeln die Buchmacher an seiner Kondition, da es ein 5-Runden Kampf wird, aber schon gegen Hermansson zeigte der 39-jährige, dass er in den späteren Runden aufdrehen kann. Und wer kann schon versprechen, dass Jan's Kondition standhält?

Ich würde es Jan Blachowicz gönnen, da die Polen sehr MMA-fanatisch sind, aber ich muss auch seine Entscheidung kritisieren, diesen Kampf überhaupt angenommen zu haben. Für kurze Zeit war er im Gespräch für einen möglichen Titelkampf gegen Jon Jones, nun kämpft er "auswärts" gegen einen extrem gefährlichen und super-erfahrenen Brasilianer, der in dieser Division nicht einmal im Ranking ist. Ein Sieg wäre wieder nur ein halber Schritt vorwärts, eine Niederlage wird es aber für ihn unmöglich machen, jemals um den Titel kämpfen zu können.

Ich glaube, dass Jan's Takedown-Defense in diesem Kampf mehr gefragt sein wird, als jemals zuvor. Und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass er sich auf Dauer dagegen währen kann.
Wie auch immer, für diese Quote muss man Jacaré einpacken. Übrigens hat Jacaré in seiner Karriere noch nie 2 Kämpfe in Folge verloren. Ich glaube sogar er wird es per Submission packen, mal schaun.

Ronaldo "Jacaré" Souza to win @2,5 3/10 Bet365