Auch der Luchs kann Österreich nicht retten
Im zweiten Teil des sportal.de-Eurochecks, in dem wir Ihnen die Teilnehmer an der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich vorstellen, widmen wir uns heute einem der beiden Gastgeber, Österreich.
Noch vor sieben Monaten wurde nach einer Serie von schwachen Auftritten der Nationalmannschaft scherzhaft die Kampagne "Österreich zeigt Rückgrat - für eine Österreich-freie Fußball-EM" ins Leben gerufen. Doch seitdem ist die Stimmung im Land und auch die Leistung im ÖFB-Team besser geworden. Wie sieht es heute im Lande Mozarts und der Salzburger Nockerln aus?
Stärken/Schwächen:
In den 14 Länderspielen seit dem 7. Februar 2007 gelang der österreichischen Nationalmannschaft nur ein einziger Sieg: 3:2 gegen die starke Elfenbeinküste am 17. Oktober 2007. In dieser Zeit gelang der Mannschaft von Trainer Josef Hickersberger acht Mal kein einziger Treffer. Hier liegt auch die ganz große Schwäche des Teams. Es fehlt ein Stürmer internationaler Klasse.
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Stefan Maierhofer, Erwin Hoffer (beide Rapid Wien), Marc Janko (Red Bull Salzburg), Roman Kienast (Ham-Kam), Sanel Kuljic (Austria Wien) und Roland Linz (SC Braga) sind die sechs für den 30er EM-Kader nominierten Spieler von Hickersberger. Von diesem Sextett haben bisher nur Linz (5 Tore) und Kujic (3) in im ÖFB-Dress getroffen.
Kein Wunder also, dass Hickersberger Ivica Vastic zurückgeholt hat, der mittlerweile 38-Jährige erzielte für LASK Linz in der abgelaufenen Saison der T-Mobile Bundesliga 13 Tore und gab zehn Assists. Mit seinen zwölf Länderspieltoren hat er mehr als jeder andere aktuelle Nationalspieler auf seinem Konto. Zudem ist er neben Martin Hiden der einzige Österreicher, der als Teilnehmer der Weltmeisterschaft 1998 Erfahrung bei einem großen Turnier sammeln konnte. Nach Sehtests der Nationalmannschaft, in denen Vastic am besten abschnitt, verpasste ihm Hickersberger den Spitznamen Luchs.
In der FIFA-Weltrangliste wird Österreich nur noch auf Platz 101 geführt. Noch hinter Syrien und Gabun und nur einen Rang vor Tansania.
Ein weiteres großes Manko ist die internationale Unerfahrenheit des Kaders. Der Großteil der Profis spielt in der österreichischen Liga. Nur wenige verdienen ihr Geld im Ausland und auch nur selten bei großen Clubs. Martin Harnik bei Werder Bremen und Emanuel Pogatetz beim FC Middlesbrough bilden hier die Ausnahme.
Doch, auch wenn die beiden Länderspiele in diesem Jahr gegen Deutschland (0:3) und die Niederlande (3:4) verloren gingen, so war in beiden Partien eine deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft zu sehen. Die beiden gute Auftritte sorgten dafür, dass die Stimmung im Kader deutlich gestiegen ist.
Auch der frühere Bundesliga-Profi Martin Stranzl zeigte sich begeistert von seinen ersten Eindrücken. "Alle ziehen hundertprozentig mit. Die Spielformen haben schon sehr gut ausgeschaut, die Kommunikation ist super und alle integrieren sich", sagte Stranzl.
Der Star:
Aus der österreichischen Mannschaft ist auf jeden Fall Andreas Ivanschitz hervorzuheben. Der hochtalentierte Spieler glänzt durch seine gute Technik, ist antrittsschnell und verfügt zudem über einen gute Schuss. Diese Stärken lassen ihn am liebsten auf der linken oder rechten Außenbahn oder zentral hinter den Spitzen spielen.
Obwohl er als der talentierteste österreichische Spieler seiner Generation gilt, hat er den richtigen Durchbruch bis dato nicht geschafft. Mit 16 Jahren debütierte er 1999 bereits für die erste Mannschaft von Rapid Wien und mit 19 berief ihn Hans Krankl in die österreichische Mannschaft und machte ihn zum jüngsten Kapitän der österreichischen Nationalteam-Geschichte.
Mit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg im Januar 2006 zog er sich aber den Unmut und Hass der Rapid-Fans zu. Dies gipfelte am 30. Mai beim Länderspiel gegen Schottland im Hanappi-Stadion, in dem auch Rapid Wien seine Heimspiele austrägt, in Hasstiraden einiger Rapid-Fans gegen Ivanschitz. Der ÖFB-Kapitän wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und bei einem Eckball drohten die Randalierer sogar den Platz zu stürmen.
Dabei spielte Ivanschitz zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr für Salzburg. Er hatte sich unter Giovanni Trapattoni nicht durchsetzen können und war im August 2006 an Panathinaikos Athen ausgeliehen worden, wo er auch heute noch spielt.
Der Geheimtipp:
An dieser Stelle möchten wir Ihnen Sebastian Prödl vorstellen und dies aus zwei Gründen: Erstens gilt Prödl als das größte Abwehrtalent in Österreich und zweitens spielt der 20-Jährige nächste Saison für Werder Bremen in der Bundesliga! Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2012 und soll zwei Millionen Euro Ablöse gekostet haben.
Der internationalen Fußball-Fachwelt fiel Prödl das erste Mal bei der U-20-Weltmeisterschaft 2007 in Kanada auf, wo er mit der österreichischen Nationalmannschaft als deren Kapitän erst im Halbfinale an Tschechien scheiterte. Prödl wurde anschließend von der italienischen Zeitung Gazetta dello Sport ins WM-All-Star-Team gewählt.
Der 1,92 Meter große Innenverteidiger ist sehr präsent und kopfballstark, wie er zuletzt mit zwei Treffern gegen die Niederlande bewies. Zudem liebt er den schnellen Spielaufbau, eine Fährigkeit, die ihn auch für Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf interessant machte.
Mit 19 Jahren feierte er sein Debüt für Sturm Graz, in der A-Nationalmannschaft gab er am 30. Mai 2007, eben jenem Spiel, das für seinen Kapitän Ivanschitz zu einem Spießrutenlauf wurde, seinen Einstand.
Dieser Spieler fehlt:
Natürlich fehlen der österreichischen Mannschaft derzeit Spieler wie Hans Krankl, Toni Polster, Herbert Prohaska, Walter Schachner und Andreas Herzog. Doch da die großen Namen der Vergangenheit nun einmal nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen die derzeit besten Spieler ran, doch bei Österreich fehlt einer, der ansonsten eigentlich in die Startelf gehören würde.
Die österreichische Mannschaft muss seit August 2006 ohne Paul Scharner auskommen. Der Verteidiger, der derzeit bei Wigan Athletic in der englischen Premier League aktiv ist, hat sich mit Nationaltrainer Hickersberger komplett überworfen. In einem Telefonat hatte Scharner die unprofessionellen Strukturen beim ÖFB angekreidet.
Daraufhin folgte das endgültige Ende seiner Nationalmannschaftskarriere. Ob es nun ein Rücktritt oder ein Rauswurf war, darüber streiten sich die Gelehrten noch heute.
Der Trainer:
Seinen ersten Anlauf als österreichischer Nationaltrainer unternahm Josef "Pepi" Hickersberger 1987. Viele ehemalige Weggefährten wie Hans Krankl und Herbert Prohaska kritisierten die Verpflichtung, da sie Hickersberger als zu unerfahren ansahen.
Doch Hickersberger schaffte mit seinem Team die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 in Italien und sorgte für eine große Euphorie im Land. Doch nach dem Vorrunden-Aus und der anschließenden Niederlage gegenn die Schweiz schlug die Stimmung gegen Hickersberger um.
Ein Sieg im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln sollte Wiedergutmachung betrieben, doch was folgte ist heute schon Legende. Die gerade in die FIFA aufgenommenen Färinger gewannen mit 1:0, Hickersberger wurde zum "Färöer Pepi" und legte drei Tage später sein Amt nieder.
Sein zweiter Versuch startete im Januar 2006. Mit einem Remis und vier Niederlagen legte Hickersberger den schlechtesten Start eines ÖFB-Teamchefs hin und die Rufe nach seiner Ablösung wurden schnell wieder laut. Erfolge gegen die Schweiz und gegen Trinidad und Tobago ließen diese etwas verstummen, doch er hatte in der Öffentlichkeit weiterhin einen schweren Stand.
Erst der 3:2-Sieg über die Elfenbeinküste im Oktober 2007 ließ die Diskussion um seine Ablösung komplett enden und Hickersberger konnte die Vorbereitung auf die Heim-Europameisterschaft in Ruhe angehen.
EM-Historie:
Nur an den beiden ersten Europapokalen der Nationen 1960 und 1964 nahm Österreich teil. 1960 schaltete Österreich in der Qualifikation Norwegen mit zwei Siegen (1:0 und 5:2) aus, doch im Viertelfinale gegen Frankreich war für das ÖFB-Team dann Endstation. Die Équipe Tricolore siegte mit 5:2 und 4:2.
Bei der nächsten Austragung 1964 scheiterten die Österreicher bereits eine Runde vorher im Achtelfinale. Nach einem Freilos in der Vorrunde erwies sich diesmal Irland als zu stark. Mit 0:0 und 2:3 zogen die Alpenkicker den Kürzeren.
Prognose:
Heim-EM hin oder her. Für ein erfolgreiches Turnier ist die österreichische Mannschaft leider zu schwach. Auch die Zuschauer werden die fußballerischen Mängel nicht wettmachen können und der Co-EM-Gastgeber wird sich bereits nach der Vorrunde auf seine Rolle als Veranstalter beschränken müssen.
sportal.de
Im zweiten Teil des sportal.de-Eurochecks, in dem wir Ihnen die Teilnehmer an der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich vorstellen, widmen wir uns heute einem der beiden Gastgeber, Österreich.
Noch vor sieben Monaten wurde nach einer Serie von schwachen Auftritten der Nationalmannschaft scherzhaft die Kampagne "Österreich zeigt Rückgrat - für eine Österreich-freie Fußball-EM" ins Leben gerufen. Doch seitdem ist die Stimmung im Land und auch die Leistung im ÖFB-Team besser geworden. Wie sieht es heute im Lande Mozarts und der Salzburger Nockerln aus?
Stärken/Schwächen:
In den 14 Länderspielen seit dem 7. Februar 2007 gelang der österreichischen Nationalmannschaft nur ein einziger Sieg: 3:2 gegen die starke Elfenbeinküste am 17. Oktober 2007. In dieser Zeit gelang der Mannschaft von Trainer Josef Hickersberger acht Mal kein einziger Treffer. Hier liegt auch die ganz große Schwäche des Teams. Es fehlt ein Stürmer internationaler Klasse.
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Stefan Maierhofer, Erwin Hoffer (beide Rapid Wien), Marc Janko (Red Bull Salzburg), Roman Kienast (Ham-Kam), Sanel Kuljic (Austria Wien) und Roland Linz (SC Braga) sind die sechs für den 30er EM-Kader nominierten Spieler von Hickersberger. Von diesem Sextett haben bisher nur Linz (5 Tore) und Kujic (3) in im ÖFB-Dress getroffen.
Kein Wunder also, dass Hickersberger Ivica Vastic zurückgeholt hat, der mittlerweile 38-Jährige erzielte für LASK Linz in der abgelaufenen Saison der T-Mobile Bundesliga 13 Tore und gab zehn Assists. Mit seinen zwölf Länderspieltoren hat er mehr als jeder andere aktuelle Nationalspieler auf seinem Konto. Zudem ist er neben Martin Hiden der einzige Österreicher, der als Teilnehmer der Weltmeisterschaft 1998 Erfahrung bei einem großen Turnier sammeln konnte. Nach Sehtests der Nationalmannschaft, in denen Vastic am besten abschnitt, verpasste ihm Hickersberger den Spitznamen Luchs.
In der FIFA-Weltrangliste wird Österreich nur noch auf Platz 101 geführt. Noch hinter Syrien und Gabun und nur einen Rang vor Tansania.
Ein weiteres großes Manko ist die internationale Unerfahrenheit des Kaders. Der Großteil der Profis spielt in der österreichischen Liga. Nur wenige verdienen ihr Geld im Ausland und auch nur selten bei großen Clubs. Martin Harnik bei Werder Bremen und Emanuel Pogatetz beim FC Middlesbrough bilden hier die Ausnahme.
Doch, auch wenn die beiden Länderspiele in diesem Jahr gegen Deutschland (0:3) und die Niederlande (3:4) verloren gingen, so war in beiden Partien eine deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft zu sehen. Die beiden gute Auftritte sorgten dafür, dass die Stimmung im Kader deutlich gestiegen ist.
Auch der frühere Bundesliga-Profi Martin Stranzl zeigte sich begeistert von seinen ersten Eindrücken. "Alle ziehen hundertprozentig mit. Die Spielformen haben schon sehr gut ausgeschaut, die Kommunikation ist super und alle integrieren sich", sagte Stranzl.
Der Star:
Aus der österreichischen Mannschaft ist auf jeden Fall Andreas Ivanschitz hervorzuheben. Der hochtalentierte Spieler glänzt durch seine gute Technik, ist antrittsschnell und verfügt zudem über einen gute Schuss. Diese Stärken lassen ihn am liebsten auf der linken oder rechten Außenbahn oder zentral hinter den Spitzen spielen.
Obwohl er als der talentierteste österreichische Spieler seiner Generation gilt, hat er den richtigen Durchbruch bis dato nicht geschafft. Mit 16 Jahren debütierte er 1999 bereits für die erste Mannschaft von Rapid Wien und mit 19 berief ihn Hans Krankl in die österreichische Mannschaft und machte ihn zum jüngsten Kapitän der österreichischen Nationalteam-Geschichte.
Mit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg im Januar 2006 zog er sich aber den Unmut und Hass der Rapid-Fans zu. Dies gipfelte am 30. Mai beim Länderspiel gegen Schottland im Hanappi-Stadion, in dem auch Rapid Wien seine Heimspiele austrägt, in Hasstiraden einiger Rapid-Fans gegen Ivanschitz. Der ÖFB-Kapitän wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und bei einem Eckball drohten die Randalierer sogar den Platz zu stürmen.
Dabei spielte Ivanschitz zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr für Salzburg. Er hatte sich unter Giovanni Trapattoni nicht durchsetzen können und war im August 2006 an Panathinaikos Athen ausgeliehen worden, wo er auch heute noch spielt.
Der Geheimtipp:
An dieser Stelle möchten wir Ihnen Sebastian Prödl vorstellen und dies aus zwei Gründen: Erstens gilt Prödl als das größte Abwehrtalent in Österreich und zweitens spielt der 20-Jährige nächste Saison für Werder Bremen in der Bundesliga! Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2012 und soll zwei Millionen Euro Ablöse gekostet haben.
Der internationalen Fußball-Fachwelt fiel Prödl das erste Mal bei der U-20-Weltmeisterschaft 2007 in Kanada auf, wo er mit der österreichischen Nationalmannschaft als deren Kapitän erst im Halbfinale an Tschechien scheiterte. Prödl wurde anschließend von der italienischen Zeitung Gazetta dello Sport ins WM-All-Star-Team gewählt.
Der 1,92 Meter große Innenverteidiger ist sehr präsent und kopfballstark, wie er zuletzt mit zwei Treffern gegen die Niederlande bewies. Zudem liebt er den schnellen Spielaufbau, eine Fährigkeit, die ihn auch für Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf interessant machte.
Mit 19 Jahren feierte er sein Debüt für Sturm Graz, in der A-Nationalmannschaft gab er am 30. Mai 2007, eben jenem Spiel, das für seinen Kapitän Ivanschitz zu einem Spießrutenlauf wurde, seinen Einstand.
Dieser Spieler fehlt:
Natürlich fehlen der österreichischen Mannschaft derzeit Spieler wie Hans Krankl, Toni Polster, Herbert Prohaska, Walter Schachner und Andreas Herzog. Doch da die großen Namen der Vergangenheit nun einmal nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen die derzeit besten Spieler ran, doch bei Österreich fehlt einer, der ansonsten eigentlich in die Startelf gehören würde.
Die österreichische Mannschaft muss seit August 2006 ohne Paul Scharner auskommen. Der Verteidiger, der derzeit bei Wigan Athletic in der englischen Premier League aktiv ist, hat sich mit Nationaltrainer Hickersberger komplett überworfen. In einem Telefonat hatte Scharner die unprofessionellen Strukturen beim ÖFB angekreidet.
Daraufhin folgte das endgültige Ende seiner Nationalmannschaftskarriere. Ob es nun ein Rücktritt oder ein Rauswurf war, darüber streiten sich die Gelehrten noch heute.
Der Trainer:
Seinen ersten Anlauf als österreichischer Nationaltrainer unternahm Josef "Pepi" Hickersberger 1987. Viele ehemalige Weggefährten wie Hans Krankl und Herbert Prohaska kritisierten die Verpflichtung, da sie Hickersberger als zu unerfahren ansahen.
Doch Hickersberger schaffte mit seinem Team die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 in Italien und sorgte für eine große Euphorie im Land. Doch nach dem Vorrunden-Aus und der anschließenden Niederlage gegenn die Schweiz schlug die Stimmung gegen Hickersberger um.
Ein Sieg im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln sollte Wiedergutmachung betrieben, doch was folgte ist heute schon Legende. Die gerade in die FIFA aufgenommenen Färinger gewannen mit 1:0, Hickersberger wurde zum "Färöer Pepi" und legte drei Tage später sein Amt nieder.
Sein zweiter Versuch startete im Januar 2006. Mit einem Remis und vier Niederlagen legte Hickersberger den schlechtesten Start eines ÖFB-Teamchefs hin und die Rufe nach seiner Ablösung wurden schnell wieder laut. Erfolge gegen die Schweiz und gegen Trinidad und Tobago ließen diese etwas verstummen, doch er hatte in der Öffentlichkeit weiterhin einen schweren Stand.
Erst der 3:2-Sieg über die Elfenbeinküste im Oktober 2007 ließ die Diskussion um seine Ablösung komplett enden und Hickersberger konnte die Vorbereitung auf die Heim-Europameisterschaft in Ruhe angehen.
EM-Historie:
Nur an den beiden ersten Europapokalen der Nationen 1960 und 1964 nahm Österreich teil. 1960 schaltete Österreich in der Qualifikation Norwegen mit zwei Siegen (1:0 und 5:2) aus, doch im Viertelfinale gegen Frankreich war für das ÖFB-Team dann Endstation. Die Équipe Tricolore siegte mit 5:2 und 4:2.
Bei der nächsten Austragung 1964 scheiterten die Österreicher bereits eine Runde vorher im Achtelfinale. Nach einem Freilos in der Vorrunde erwies sich diesmal Irland als zu stark. Mit 0:0 und 2:3 zogen die Alpenkicker den Kürzeren.
Prognose:
Heim-EM hin oder her. Für ein erfolgreiches Turnier ist die österreichische Mannschaft leider zu schwach. Auch die Zuschauer werden die fußballerischen Mängel nicht wettmachen können und der Co-EM-Gastgeber wird sich bereits nach der Vorrunde auf seine Rolle als Veranstalter beschränken müssen.
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