EM 2008 : Vorschau

EM 2008 : Vorschau

  • Deutschland

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  • Italien

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  • Frankreich

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  • Spanien

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  • Niederlande

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  • Portugal

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  • Anderes Team

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  • Umfrageteilnehmer
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Maranaldo

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Jan. 16, 2007
2,140
0
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Spielplan

Samstag, 7. Juni 2008
1 Gr. A Schweiz 18:00 Tschechische Rep. Basel - St. Jakob-Park
2 Gr. A Portugal 20:45 Türkei Genf - Stade de Genève

Sonntag, 8. Juni 2008

3 Gr. B Österreich 18:00 Kroatien Wien - Ernst Happel
4 Gr. B Deutschland 20:45 Polen Klagenfurt - Wörthersee

Montag, 9. Juni 2008
5 Gr. C Rumänien 18:00 Frankreich Zürich - Letzigrund
6 Gr. C Niederlande 20:45 Italien Bern - Stade de Suisse

Dienstag, 10. Juni 2008

7 Gr. D Spanien 18:00 Russland Innsbruck - Tivoli Neu
8 Gr. D Griechenland 20:45 Schweden Salzburg - EM Stadion Wals-Siezenheim

Mittwoch, 11. Juni 2008
9 Gr. A Tschechische Rep. 18:00 Portugal Genf - Stade de Genève
10 Gr. A Schweiz 20:45 Türkei Basel - St. Jakob-Park

Donnerstag, 12. Juni 2008
11 Gr. B Kroatien 18:00 Deutschland Klagenfurt - Wörthersee
12 Gr. B Österreich 20:45 Polen Wien - Ernst Happel

Freitag, 13. Juni 2008
13 Gr. C Italien 18:00 Rumänien Zürich - Letzigrund
14 Gr. C Niederlande 20:45 Frankreich Bern - Stade de Suisse

Samstag, 14. Juni 2008
15 Gr. D Schweden 18:00 Spanien Innsbruck - Tivoli Neu
16 Gr. D Griechenland 20:45 Russland Salzburg - EM Stadion Wals-Siezenheim

Sonntag, 15. Juni 2008
17 Gr. A Schweiz 20:45 Portugal Basel - St. Jakob-Park
18 Gr. A Türkei 20:45 Tschechische Rep. Genf - Stade de Genève

Montag, 16. Juni 2008
19 Gr. B Polen 20:45 Kroatien Klagenfurt - Wörthersee
20 Gr. B Österreich 20:45 Deutschland Wien - Ernst Happel

Dienstag, 17. Juni 2008
21 Gr. C Niederlande 20:45 Rumänien Bern - Stade de Suisse
22 Gr. C Frankreich 20:45 Italien Zürich - Letzigrund

Mittwoch, 18. Juni 2008
23 Gr. D Griechenland 20:45 Spanien Salzburg - EM Stadion Wals-Siezenheim
24 Gr. D Russland 20:45 Schweden Innsbruck - Tivoli Neu


Donnerstag, 19. Juni 2008
25 VF Sieger Gruppe A 20:45 Zweiter Gruppe B Basel - St. Jakob-Park

Freitag, 20. Juni 2008
26 VF Sieger Gruppe B 20:45 Zweiter Gruppe A Wien - Ernst Happel

Samstag, 21. Juni 2008
27 VF Sieger Gruppe C 20:45 Zweiter Gruppe D Basel - St. Jakob-Park

Sonntag, 22. Juni 2008
28 VF Sieger Gruppe D 20:45 Zweiter Gruppe C Wien - Ernst Happel

Mittwoch, 25. Juni 2008
29 HF Sieger Spiel 25 20:45 Sieger Spiel 26 Basel - St. Jakob-Park

Donnerstag, 26. Juni 2008
30 HF Sieger Spiel 27 20:45 Sieger Spiel 28 Wien - Ernst Happel

Sonntag, 29. Juni 2008
31 F Sieger Spiel 29 20:45 Sieger Spiel 30 Wien - Ernst Happel




Gruppe A

Portugal
Schweiz
Tschechien
Türkei



Portugal :

Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Portugal verlor nur ein einziges Spiel der Gruppe A – der einzigen Gruppe mit acht Teams. Am Ende mussten die Portugiesen aber noch zittern, bis sie die Endrundenteilnahme als Tabellenzweiter hinter Polen geschafft hatten.
• Nach dem 1:1-Unentschieden in Finnland, das in Unterzahl erkämpft wurde, folgten ein 3:0-Sieg gegen Aserbaidschan sowie eine 1:2-Niederlage in Polen.
• Danach wurde es nur zeitweise besser, obwohl Flügelspieler Cristiano Ronaldo insgesamt acht Treffer erzielte. Portugal verschenkte immer wieder Punkte, wie bei den beiden 1:1-Unentschieden gegen Serbien, beim 2:2 gegen Polen und vor allem beim 1:1 in Armenien.
• Nach den Vorfällen beim 1:1-Unentschieden zu Hause gegen Serbien wurde Trainer Luiz Felipe Scolari für drei Spiele gesperrt. Mit Assistenztrainer Flávio Teixeira an der Seitenlinie konnte Portugal diese drei Begegnungen allesamt gewinnen. Damit genügte im letzten Spiel in Porto gegen Finnland bereits ein Remis, um das Endrunden-Ticket zu lösen.
• Finnland hätte diese Partie gewinnen müssen, deshalb wurde es eine enge Angelegenheit. Am Ende stand es 0:0, und Scolari sagte: “Ich weiß, dass wir uns für die Endrunde steigern müssen."

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Die Portugiesen konnten sich zum zweiten Mal in Folge für eine FIFA-WM qualifizieren; in der Qualifikation ließen sie die Slowakei und Russland hinter sich.
• Neun der zwölf Spiele wurden gewonnen, die anderen drei endeten unentschieden. Alle sechs Heimspiele konnten bei einem Torverhältnis von 24:1 siegreich gestaltet werden.
• In den zwölf Spielen war Portugal mit 30 Punkten gemeinsam mit England (25 Punkte aus zehn Spielen) mit durchschnittlich 2,5 Punkten pro Spiel die zweitbeste Mannschaft. Bestes Team waren die Niederlande, die es auf 2,67 Punkte brachten.
• Portugal absolvierte eine erfolgreiche WM-Endrunde in Deutschland und erreichte den vierten WM-Rang.
• Die Portugiesen besiegten in der Gruppenphase Angola (1:0), Iran (2:0) und Mexiko (2:1) und eliminierten die Niederlande im WM-Achtelfinale dank einem 1:0-Erfolg.
• Luiz Felipe Scolaris Truppe erreichte die Halbfinals, indem sie England im Elfmeterschießen mit 3:1 besiegten. Portugal verlor sowohl das Semifinale gegen Frankreich (1:0) als auch die Partie um Platz 3 gegen Gastgeber Deutschland (3:1).

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Im eigenen Land musste sich der Gastgeber mit einer Finalniederlage begnügen. Die Portugiesen verloren ihr Eröffnungs- und das Endspiel jeweils gegen Griechenland. Die anderen Partien wurden alle gewonnen.
• Nach der Auftaktniederlage gegen die Griechen gab es in den beiden restlichen Gruppenspielen gegen Russland (2:0) und gegen Spanien (1:0) jeweils Siege. Im Viertelfinale gegen England ging die Partie nach einem 2:2 ins Elfmeterschießen, in dem sich die Portugiesen durchsetzten. Im Halbfinale wurden die Niederlande mit 2:1 geschlagen.
• Der griechische Stürmer Angelos Charisteas war es, der im Endspiel im Estádio da Luz in der 57. Minute alle Hoffnungen Portugals zerstörten, ebenso wie andere Gastgeber - Spanien (1964), Italien (1968) und Frankreich (1984) - den Titel im eigenen Lande zu holen.

Bester Auftritt bei einer Europameisterschaft
• Portugals bester Auftritt war bis heute die EURO 2004, als der Siegeszug erst im Finale von Griechenland gestoppt wurde. Zuvor hatte Portugal zwei Mal das Halbfinale einer EM erreicht, unterlag dort aber jeweils gegen die Franzosen.
• 1984 gewann Frankreich im Stade Vélodrome in Marseille nach Verlängerung mit 3:2, ehe der Gastgeber im Finale gegen Spanien siegte.
• Sechzehn Jahre später mussten sich die Portugiesen im Roi Baudouin-Stadion zu Brüssel abermals den Franzosen nach Verlängerung geschlagen geben - mit 1:2. Vier Tage später gewann Frankreich das Endspiel gegen Italien.

Fakten
• Portugal hat sich für die vergangenen vier Endrunden von UEFA-Europameisterschaften qualifiziert, zum ersten Mal im Jahr 1984.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ absolvierte Portugal während der 13 Teilnahmen 108 Partien. Davon wurden 58 gewonnen, 26 endeten unentschieden und 24 wurden verloren - bei einem Torverhältnis von 183:98.
• Portugals höchste Siege in diesem Wettbewerb gab es mit jeweils 8:0-Erfolgen gegen Liechtenstein am 18. Dezember 1994 und am 9. Juni 1999. Im letztgenannten Spiel trafen João Pinto und Sá Pinto je drei Mal.
• Die höchsten Niederlage mussten die Portugiesen mit jeweils 0:5 am 30. April 1975 in der Tschechoslowakei und am 27. April 1983 gegen die Sowjetunion hinnehmen.


Es gibt heute durchaus Top-Mannschaften, die sich den Luxus leisten, auf Flügelspieler zu verzichten. Portugals Trainer Luiz Felipe Scolari hat auf diesen Positionen mit Cristiano Ronaldo, Simão, Ricardo Quaresma und Nani vier Weltklassespieler zur Verfügung.

Superstar Ronaldo
Ein Großteil der portugiesischen Hoffnungen ruht auf den Schultern von Ronaldo, der in der Qualifikation acht Tore erzielt hat und längst der legitime Nachfolger von Luís Figo ist, der nach der FIFA-WM 2006 zusammen mit Rekordtorschütze Pauleta zurückgetreten ist. Es spricht für Scolari, dass der Abgang der beiden Stars schmerzlos verkraftet wurde. Die schon angesprochenen Flügelspieler sorgen mit ihren Vorlagen dafür, dass auch der Stürmer in der bevorzugten 4-2-3-1-Formation, sei es Nuno Gomes, Hugo Almeida oder Ariza Makukula, immer zu Chancen kommt.

Taktische Varianten
Portugal kann je nach Situation von 4-3-3 auf 5-4-1 umschalten, eine weitere Möglichkeit wäre das 3-4-3-System, mit dem Scolari 2002 mit Brasilien die WM gewonnen hat. Größtes Sorgenkind des Trainers war im Verlauf der Qualifikation der Posten des Linksverteidigers, den weder Marco Caneira, noch Jorge Ribeiro oder der vielseitige Paulo Ferreira zufriedenstellend ausfüllen konnten. Luis Miguel und Bosingwa gehören auf der gegenüberliegenden Seite zum Stammpersonal. Ricardo Carvalho, Jorge Andrade, Ricardo Costa, Ricardo Rocha, Bruno Alves, Pepe und Fernando Meira streiten sich auf hohem Niveau um die beiden Plätze in der Innenverteidigung. Scolari wird es freuen, dass er hier auch durch einige Verletzungen nicht in Nöte kommen dürfte.

Makukula im Blickpunkt
Im defensiven Mittelfeld üben Jungstars wie Miguel Veloso und Raul Meireles schon gehörigen Druck auf alt gediente Recken wie Costinha und Maniche aus. Decos Platz im offensiven Mittelfeld ist unumstritten, aber auch Tiago und João Moutinho scharren schon mit den Füßen in den Startlöchern. Seine Chance genutzt hat ohne Zweifel Ariza Makukula im Oktober gegen Kasachstan. Der in Kinshasa geborene Stürmer kam beim Stande von 0:0 ins Spiel und erzielte beim 2:1-Sieg prompt das so wichtige 1:0. Er könnte auch bei der UEFA EURO 2008™ eine wichtige Jokerrolle übernehmen.


Spiele

07.06.2008 - Türkei 20:45
11.06.2008 - Tschechische Rep. 18:00
15.06.2008 - Schweiz 20:45



Schweiz

Vorbereitungen auf die UEFA EURO 2008™
• Nachdem die Schweizer ihre ersten drei Freundschaftsspiele nach der erfolgreichen FIFA-Weltmeisterschaft gewonnen hatten, verlor das Team von Jakob Kuhn gegen Österreich mit 1:2.
• Zwei weitere Niederlagen veranlassten Kuhn, hart durchzugreifen und Kapitän Johann Vogel aus dem Kader zu werfen. Durch die Verletzungen der beiden etablierten Stars Ricardo Cabanas und Alexander Frei im Jahr 2007 entstanden neue Probleme.
• Es gab aber auch ermutigende Ergebnisse, wie zum Beispiel das 1:1 gegen Argentinien im Juni 2007 und den 2:1-Sieg gegen die Niederlande zwei Monate später, als Tranquillo Barnetta zweimal erfolgreich war.
• Vor dem Spiel gegen die Niederländer sagte Kuhn über die Ziele der Schweiz bei der Endrunde: "Es wäre ein Erfolg, das Viertelfinale zu erreichen. Das muss unser Ziel sein, auch wenn es nicht leicht wird. Vor vier Jahren, als wir an einem Tiefpunkt angelangt waren, habe ich intern eine Strategie mit dem Titel 'Europameister 2008' entwickelt". Das war sicherlich sehr optimistisch, aber man muss sich hohe Ziele setzen und das nötige Selbstvertrauen mitbringen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen."
• Kuhn wird nach der Endrunde als Schweizer Nationaltrainer zurücktreten. "Ich habe meiner Frau versprochen, dass ich nach der UEFA EURO 2008™ aufhöre", sagte er.

Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Kuhn führte die Schweiz zum zweiten großen Turnier in Folge. In der Gruppe 4 belegte man ungeschlagen hinter den Franzosen Platz zwei. Anschließend qualifizierten sich die Eidgenossen aufgrund der Auswärtstorregel in einem unvergessenen Play-off-Duell gegen die Türkei für die WM.
• In Deutschland zogen sie als Erster der Gruppe G ins Achtelfinale ein. Nach dem 0:0 gegen Frankreich schlugen sie Togo und Südkorea jeweils mit 2:0. Alexander Frei traf in beiden Partien.
• Im Achtelfinale unterlagen sie der Ukraine mit 0:3 nach Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit stand es 0:0. Ricardo Cabanas und Marco Streller scheiterten am Torwart, Barnetta traf nur die Latte.
• So schieden die Schweizer aus, ohne einen Gegentreffer aus dem Spiel heraus hingenommen zu haben.

Qualifikation zur UEFA EURO 2004™
• Die Schweiz qualifizierte sich unerwartet zum zweiten Mal für eine Endrunde der UEFA-Europameisterschaft. In der Gruppe 10 wurden die Schweizer Erster vor den höher gehandelten Russen und Iren.
• Sie sicherten sich die Qualifikation durch einen 2:0-Sieg über die Republik Irland am letzten Spieltag. Damit konnten sie auch von den zweitplatzierten Russen nicht mehr eingeholt werden.
• Bei der Endrunde in Portugal trennte sich die Schweiz zum Auftakt von Kroatien 0:0. Danach aber verloren die Eidgenossen 0:3 gegen England und 1:3 gegen Frankreich und waren am Ende Gruppenletzter.
• Johan Vonlanthen schoss ihr einziges EM-Tor, als er Zinédine Zidanes Führungstor der Franzosen ausglich. Thierry Henry machte dann mit zwei Treffern den Sieg der Franzosen perfekt. Wenigstens ist Vonlanthen nun der jüngste Torschütze der EM-Geschichte.

Größter Erfolg bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Die Schweiz qualifizierte sich zweimal für die Endrunde einer UEFA-Europameisterschaft. Zum ersten Mal gelang dies im neunten Anlauf bei der EURO '96™. Anschließend qualifizierten sie sich für die UEFA EURO 2004™. Bei beiden Endrunden spielten sie zunächst unentschieden - 1996 1:1 gegen Gastgeber England und 2004 0:0 gegen Kroatien in Portugal. Anschließend setzte es jeweils zwei Niederlagen.

Fakten
• Diesmal nimmt der Co-Gastgeber der UEFA EURO 2008™ zum ersten Mal an der zweiten EM in Folge teil. Die EM-Endrunde 2008 ist insgesamt die dritte für die Schweizer.

Gesamtbilanz
• Zum 13. Mal nimmt die Schweiz an einer UEFA-Europameisterschaft teil. Vor Beginn der Endrunde haben die Schweizer 80 Spiele bestritten. Davon gewannen sie 29, spielten 22 Mal remis und verloren 29. 119 geschossenen Toren stehen 108 Gegentreffer gegenüber.


Der letzte WM-Auftritt der Schweiz bleibt wohl vor allem durch das Scheitern der Eidgenossen in Erinnerung, im Achtelfinale gegen die Ukraine im Elfmeterschießen keinen einzigen Strafstoß zu verwandeln, doch dabei ging die überragende Leistung der schweizerischen Abwehr bei diesem Turnier ein wenig unter.

Starke Defensive
Die Schweiz verabschiedete sich aus dem Turnier, ohne in vier Partien auch nur ein einziges Tor kassiert zu haben, eine Statistik, die eine Menge aussagt über die Qualitäten der Schweizer Nationalmannschaft. Von den Jugendmannschaften an werden die Schweizer Fußballer auf die Zonen-Deckung eingeschworen, aber auch Teamgeist und Kampfgeist stehen von Kindesbeinen an auf der Agenda ganz oben. Die Schweiz ist unglaublich schwer zu schlagen, hat aber immer wieder Probleme, selber Tore zu erzielen. Negativ ausgewirkt hat sich dabei auch die lange Abwesenheit des am Knie verletzten Torjägers Alexander Frei. In der bevorzugten 4-2-3-1-Formation sollen in Freis Abwesenheit Marco Streller und Blaise N'kufo für die nötigen Treffer sorgen.

Benaglio im Vorteil
Zwischen den Pfosten hat Diego Benaglio das Duell um die Nummer eins gegen Fabio Coltorti und Oldie Pascal Zuberbühler gewonnen, obwohl letzterer eine starke WM 2006 gespielt hat. Auf den beiden Außenverteidiger-Positionen haben mit Ludovic Magnin (links) und Philipp Degen (rechts) zwei weitere Bundesliga-Legionäre ihren Posten sicher. Seit der schweren Verletzung von Routinier Patrick Müller ist Trainer Köbi Kuhn auf der Suche nach einer soliden Innenverteidigung. Philippe Senderos ist gesetzt, neben ihm könnten entweder Johan Djourou oder der Karlsruher Mario Eggimann zum Einsatz kommen.

Alles offen
Nach dem Abschied des ehemaligen Kapitäns Johann Vogel machen sich Gökhan Inler, Gelson Fernandes, Ricardo Cabanas und Benjamin Huggel Hoffnungen auf einen Platz im zentralen Mittelfeld, Tranquillo Barnetta und Johan Vonlanthen sind auf der linken bzw. rechten Außenbahn unangefochten. Xavier Margairaz oder Hakan Yakin sind weitere Optionen für das offensive Mittelfeld.


Spiele

07.06.2008 - Tschechische Rep. 18:00
11.06.2008 - Türkei 20:45
15.06.2008 - Portugal 20:45




Tschechien

Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Die Gruppe D wurde rasch zu einer klaren Angelegenheit für Deutschland und die Tschechische Republik. Das Team von Karel Brückner geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, die Qualifikation zu verpassen.
• Die beiden dominierenden Mannschaften dieser Gruppe standen sich zum ersten Mal am 24. März 2007 in Prag gegenüber. Nach den beiden Gegentreffern durch Kevin Kuranyi konnte Milan Baroš in der 77. Minute nur noch verkürzen. Damit hatte sich die Mannschaft von Joachim Löw mit drei Punkten Vorsprung an die Tabellenspitze gesetzt.
• Die Tschechen konnten jedoch ihre nächsten Spiele gewinnen, und am 17. Oktober 2007 störten sie die Jubelfeiern der Deutschen über die geschaffte Qualifikation mit einem 3:0-Erfolg in München. Zwei Spieltage vor dem Ende hatte damit auch die Tschechische Republik das Endrunden-Ticket gelöst.
• Der Sieg war besonders schön, weil einige wichtige Akteure gefehlt haben. Libor Sionko, Marek Matějovský und Jaroslav Plašil machten die Tore, und anschließend sagte Innenverteidiger David Rozehnal: "Die Qualifikation ist schön. Aber die Art und Weise, wie wir sie geschafft haben, ist noch schöner."
• Durch einen 2:0-Erfolg auf Zypern am letzten Spieltag sicherten sich die Tschechen den Gruppensieg.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Die Tschechische Republik landete in der FIFA-WM-Qualifikation fünf Punkte hinter den Niederlanden und einen Punkt vor Rumänien auf Platz zwei. In den Ausscheidungsspielen setzten sich die Tschechen zwei Mal mit 1:0 gegen Norwegen durch und erreichten so die Endrunde in Deutschland.
• Die Tschechen gewannen die ersten fünf Heimspiele, ehe es in der letzten Partie in Prag gegen die Niederlande eine 0:2-Pleite gab. Damit standen die Oranjes als Gruppensieger fest.
• Unter den Siegen gab es auch einen 8:1-Erfolg gegen Andorra - dies war gleichzeitig der höchste Sieg der Tschechen in einem Pflichtspiel.
• Im ersten Gruppenspiel der WM-Endrunde brillierten die Tschechen und schlugen die Vereinigten Staaten mit 3:0.
• Anschliessend kassierte das Team von Karel Brückner in den beiden verbliebenen Gruppenpartien gegen Ghana und Italien je eine 2:0-Niederlage, was gleichzeitig für die von zahlreichen Verletzungen heimgesuchte tschechische Mannschaft das WM-Aus bedeutete.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Das Aus kam im Halbfinale gegen den späteren Sieger Griechenland. Das einzige Tor der Partie erzielte Verteidiger Traianos Dellas in der 105. Minute - nach diesem Silver Goal hatte die Tschechische Republik keine Gelegenheit mehr zu antworten.
• Zuvor gab es in den Gruppenspielen drei Siege gegen Lettland (2:1), die Niederlande (3:2) und gegen Deutschland (2:1), ehe im Viertelfinale Dänemark mit 3:0 besiegt wurde.
• In der Qualifikation erreichten sie in acht Spielen sieben Siege und ein Remis - damit gewannen sie die Gruppe gegen die Niederlande mit drei Punkten Vorsprung. Das drittplatztierte Österreich hatte weitere zehn Zähler Rückstand.
• Alle vier Heimspiele endeten siegreich. Dabei wurde 14 Tore erzielt und nur eines kassiert. Auswärts gab es den einzigen Punktverlust beim 1:1 in Rotterdam gegen die Niederlande.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Das Golden Goal feierte bei der UEFA EURO '96™ sein Debüt - Leidtragende waren die Tschechen, als Oliver Bierhoff im Endspiel in der fünften Minute der Verlängerung zum 2:1-Endstand traf. Zuvor hatten die Tschechen in der K.o.-Runde Frankreich und Portugal besiegt, nachdem sie die Gruppenphase hinter Deutschland, aber noch vor Italien und Russland auf Platz zwei abgeschlossen hatten.
• Als Teil der damaligen Tschechoslowakei waren die Tschechen beim Gewinn der UEFA-Europameisterschaft 1976 dabei. Nach einem 2:2 konnten sie sich im Elfmeterschießen gegen Deutschland mit 5:3 durchsetzen. Entscheidend dabei war Antonín Panenka, der die Mannschaft von Václav Ježek mit einem Heber zum Sieg führte.

Fakten
• Während Pauleta in der FIFA-WM-Qualifikation 2006 mit elf Treffern auf Platz eins landete, belegte der tschechische Stürmer mit neun Toren den zweiten Rang. Dahinter landeten mit je einem Treffer weniger Zlatan Ibrahimovic (Schweden) und Aleksei Eremenko Jr. (Finnland).

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ absolvierte die Tschechische Republik 54 Partien in der Europameisterschaft. Dabei konnten 39 Spiele gewonnen werden, acht endeten mit einem Remis und sieben mit einer Niederlage. Es wurden 117:37 Tore erzielt.
• Seit Beginn der Unabhängigkeit bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ heißt die Bilanz in Qualifikationsspielen 25 Siege, sechs Remis und zwei Niederlagen.
• Den deutlichsten Sieg in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ feierte das Team beim 7:0 gegen San Marino am 7. Oktober 2006 in Liberec.
• Die Tschechen haben weiterhin einen 100-Prozent-Rekord. In vier Anläufen qualifizierten sie sich viermal für die Endrunde einer UEFA-Europameisterschaft.


Karel Brückner hat seine Mannschaft seit der FIFA-WM 2006 still und unauffällig auf einigen zentralen Positionen umgebaut, musste er doch die Abgänge der beiden Weltstars Karel Poborský und Pavel Nedvěd verkraften.

Čech, wer sonst?
Deutschland sorgte in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ für die Highlights in der Gruppe D, zum Beispiel durch den 13:0-Kantersieg in San Marino, aber am Ende holten die Tschechen sich den Gruppensieg. Große Stärke des Teams war die souveräne Abwehr, die insgesamt nur fünf Gegentore kassierte. Perfekt organisiert wird die Abwehr von David Rozehnal, der in der Qualifikation kein Spiel verpasst hat. Sollte doch mal ein gegnerischer Stürmer alleine vor dem Tor der Tschechen auftauchen, bekommt er es mit Weltklassetorhüter Petr Čech zu tun und der hat meist das bessere Ende für sich.

Kadlec-Dynastie
Radoslav Kováč dürfte Rozehnals Partner in der Innenverteidigung sein, Marek Jankulovski gilt als offensiver Linksverteidiger gesetzt. Kopfzerbrechen bereitet Brückner aber die gegenüberliegende Seite, hier bieten sich der vielseitige Tomáš Ujfaluši, der (zu) oft verletzte Zdeněk Grygera und der immer besser werdende Zdeněk Pospěch an. Eine weitere Alternative wäre der 23-jährige Michal Kadlec, dessen Vater Miroslav Kapitän der Tschechen war, als die bei der EURO '96™ das Finale erreichten.

Goldene Generation
Kadlec ist nur einer der zahlreichen Jungstars, die sich in den letzten Monaten in den Vordergrund geschoben haben. 2007 erreichten die Tschechen das Endspiel der FIFA-U20-WM und ein Mitglieds dieses Teams, der Neu-Frankfurter Martin Fenin, kämpft mit Altstar Milan Baroš um den Platz neben dem gesetzten Rekordtorschützen Jan Koller, der in der Nationalmannschaft nach wie vor unumstritten ist. Koller und der ebenfalls 35-jährige Tomáš Galásek bringen die bei einer Endrunde so nötige Erfahrung mit, gleiches gilt aber auch schon für den deutlich jüngeren Tomáš Rosický, der nicht nur Kapitän, sondern auch Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft ist. Weitere Positionen werden vermutlich im Mittelfeld Jaroslav Plašil, der eher defensive Jan Polák und der eher kreative David Jarolím einnehmen.


Spiele

07.06.2008 - Schweiz 18:00
11.06.2008 - Portugal 18:00
15.06.2008 - Türkei 20:45




Türkei

Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Die Türkei holte sich den zweiten Rang in der Gruppe C, hinter Europameister Griechenland. Nach einem guten Start war die Qualifikation am Ende jedoch ein hartes Stück Arbeit.
• Das Team von Fatih Terim konnte die ersten drei Partien ohne Gegentreffer gewinnen. Dabei gab es in der dritten Begegnung einen 5:0-Sieg gegen Moldawien. Hakan Şükür machte mit seinem 50. Länderspieltor das zwischenzeitliche 3:0.
• Im ersten Qualifikationsspiel des Jahres 2007 lief es sogar noch besser, eine ersatzgeschwächte türkische Elf konnte in Athen gegen Griechenland einen Rückstand noch umdrehen und mit 4:1 gewinnen.
• Dann kamen die Türken aber etwas außer Tritt, von den folgenden sechs Spielen konnten sie nur eines gewinnen. In Bosnien-Herzegowina kassierten sie eine 2:3-Niederlage, und auf Malta kamen sie nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Dabei mussten sie sogar zwei Mal einen Rückstand aufholen.
• Im Oktober 2007 konnte man dann schon von einer handfesten Krise sprechen, denn nach einem 1:1-Unentschieden in Moldawien folgte eine 0:1-Heimpleite gegen Griechenland. Damit hatte der Europameister die Qualifikation für die Endrunde in Istanbul unter Dach und Fach gebracht.
• Damit war die Türkei auf den dritten Rang abgerutscht. Im vorletzten Spiel folgte dann aber die passende Reaktion, mit einem 2:1-Erfolg über Norwegen in Oslo. Der 1:0-Heimsieg gegen Bosnien-Herzegowina im letzten Qualifikationsspiel genügte, um mit einem Punkt Vorsprung vor den Norwegern auf dem zweiten Platz zu landen.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Die Türkei landete in der Qualifikation zur WM mit zwei Zählern Rückstand auf die Ukraine auf dem zweiten Platz. Insgesamt gab es in den zwölf Partien sechs Siege und fünf Unentschieden. In den Entscheidungsspielen scheiterten die Türken dann an der Schweiz. Insgesamt teilten sich die beiden Teams in den beiden Begegnungen acht Tore, doch am Ende behielten die Eidgenossen dank der Auswärtstorregel die Oberhand.
• In einer Gruppe mit Griechenland, dem Europameister von 2004, und den Dänen, die ebenfalls bei der UEFA EURO 2004™ in Portugal im Einsatz waren, kamen die Türken nur schwer aus den Startlöchern. Im ersten Spiel in Trabzon kamen sie gegen Georgien nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
• Danach schaffte die Türkei respektable Punkteteilungen in Griechenland (0:0) und Dänemark (1:1) sowie einen 4:0-Sieg gegen Kasachstan. Doch das anschließende Heimspiel endete mit einer empfindlichen 0:3-Niederlage gegen die Ukraine. Andriy Shevchenko (17. und 88. Minute) traf dabei zwei Mal.
• Dies sollte die einzige Pleite der Türken in der Qualifikation bleiben. Beim Rückspiel in Kiew gelang ihnen dann die Revanche, sie siegten dank des Treffers von Tümer Metin in der 55. Minute mit 1:0. Doch die folgenden Unentschieden zu Hause gegen Griechenland und Dänemark machten die letzten Chancen auf den Gruppensieg endgültig zunichte.
• Weitere Erfolge gab es gegen Albanien (zu Hause und auswärts) und Georgien. Den höchsten Sieg feierten die Türken am 8. Juni 2005, mit einem 6:0 in Kasachstan. Fatih Tekke (13. und 85. Minute) und Tuncay Şanli (41., 90.) trugen sich dabei jeweils zwei Mal in die Torschützenliste ein.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Das Abenteuer UEFA EURO 2004™ endete für die Türkei ebenfalls in den Entscheidungsspielen. Nach dem zweiten Platz in einer Qualifikationsgruppe mit England scheiterte die Mannschaft dann an Lettland. Mit sechs Siegen, einem Remis und einer Niederlage lagen die Türken am Ende lediglich einen Zähler hinter den ungeschlagenen Engländern. Die Slowakei auf Rang drei lag neun weitere Punkte dahinter.
• England war für die Türkei in der Qualifikation nicht zu bezwingen. Nach Heimsiegen gegen die Slowakei und die EJR Mazedonien sowie dem Erfolg in Liechtenstein endete das vierte Spiel mit einer Pleite auf der Insel - obwohl es bis zur 75. Minute noch 0:0 gestanden hatte. Doch dann brach Darius Vassell im Stadium of Light von Sunderland den Bann. In der Nachspielzeit stellte David Beckham dann per Elfmeter den Endstand her. Im letzten Spiel der Qualifikation standen sich die beiden Teams dann in Istanbul gegenüber. Die Türken schafften es dabei nicht, die englische Abwehr zu überwinden, und mussten sich so mit einem torlosen Remis begnügen.
• Die Entscheidungsspiele gegen Lettland endeten für die Türkei mit einem bösen Erwachen. Die Letten gewann das Hinspiel zu Hause mit 1:0. Maris Verpakovskis erzielte dabei in Riga in der zwölften Minute das goldene Tor. Beim Rückspiel im Istanbuler Inönü-Stadion brachten Ilhan Mansiz (20. Minute) und Hakan Sükür (64.) die Türken zuerst in Führung, doch die Gäste kamen durch Jurijs Laizans (65.) und Verpakovskis (76.) noch zum Ausgleich und so zum Ticket nach Portugal.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Die Türken haben sich 1996 zum ersten Mal für eine EM-Endrunde qualifiziert, verloren dabei aber alle drei Gruppenspiele. Vier Jahre später waren sie wieder dabei und schafften es bis ins Viertelfinale, was bis heute ihr größter Erfolg ist.
• Nach dem zweiten Rang in ihrer Qualifikationsgruppe buchten die Türken in den Entscheidungsspielen gegen Irland ihren Platz bei der UEFA EURO 2000™. In einer Gruppe mit Belgien, Italien und Schweden holten sie vier Punkte. Mit dem 2:0-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen den Co-Gastgeber (beide Treffer durch Hakan Sükür) sicherten sich die Türken den Einzug ins Viertelfinale. Dort scheiterten sie dann aber mit 0:2 an Portugal.

Fakten
• Obwohl die Türkei bisher an allen 13 Qualifikationen für eine UEFA-Europameisterschaft teilgenommen hat, konnte sie sich erst bei der UEFA EURO '96™ zum ersten Mal für eine Endrunde qualifizieren.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation für die UEFA EURO 2008™ hat die Türkei in den bisherigen 13 Qualifikationen insgesamt 95 Spiele absolviert. Dabei gab es 35 Siege, 22 Unentschieden und 38 Niederlagen. Das Torverhältnis steht bei 110:135.


Die Türkei hat seit dem großen Erfolg bei der FIFA-WM 2002, als sie Dritter wurde, ein Auf und Ab erlebt und ist immer im entscheidenden Moment gescheitert. Mit Höhen und Tiefen verlief auch die Qualifikation zur UEFA EURO 2008™. Im Endeffekt qualifizierten sich die Türken aber zum ersten Mal seit sechs Jahren für ein großes Turnier. Nun muss Trainer Fatih Terim vor der Endrunde in Österreich und der Schweiz nur noch an der Konstanz der Mannschaft arbeiten.

Torwartdiskussion
Dabei dürfte es vor allem wichtig sein, sich auf einen Torhüter festzulegen. Rüştü Reçber startete als Nummer eins in die Qualifikation, verletzte sich dann aber, womit Volkan Demirel seine Chance bekam. Von dessen Formkrise konnte letztendlich aber Hakan Arıkan profitieren. Dennoch gilt Volkan als Favorit auf den Platz zwischen den Pfosten. Vor ihm sieht es da sogar noch unklarer aus. Die Innenverteidigung mit Servet Çetin und Gökhan Zan ist zwar hoch gewachsen und körperlich stark, beide gehören allerdings nicht zu den schnellsten Spielern. İbrahim Toraman und Emre Aşık, stünden dahinter als Ersatz bereit, um die Abwehr zu verstärken, die in der Qualifikation allein vier Gegentore nach Einwürfen hinnehmen musste.

Hamit gesetzt
Rechtsverteidiger Gökhan Gönül, 23, war dagegen die Entdeckung der letzten zwölf Monate und hat eine alte Problemzone bei Terim beseitigt. Auf der anderen Seite sieht es schon anders aus, dort ist gar nichts klar. İbrahim Üzülmez spielte zuletzt nicht mehr auf dem höchsten Niveau, weshalb Hakan Balta oder Volkan Yaman in die Stammelf rutschen könnten. Selbst Hamit Altıntop vom FC Bayern München hat schon als Außenverteidiger gespielt. Eigentlich ist der Bundesliga-Legionär allerdings im Mittelfeld gesetzt, wo er mit seiner Lauffreudigkeit perfekt mit Mehmet Aurélio harmoniert.

Verletzte
Die Flügelflitzer Gökdeniz Karadeniz, Arda Turan und Tümer Metin machen das Mittelfeld gefährlich, sind aber nicht immer effektiv genug. Terim wählt meistens zwischen 4-3-1-2, 4-1-3-2 und 4-1-2-1-2 Systemen, womit er flexibel bleibt. Yıldıray Baştürk, Fatih Tekke und Nihat Kahveci waren die letzen 18 Monate fast durchgängig verletzt – wobei Nihat am Ende der Qualifikation wieder dabei war und gezeigt hat, was er wert ist. War er es doch, der die Türkei mit zwei wichtigen späten Toren auf Qualifikationskurs gebracht hat. Hakan Şükür, Tuncay Şanlı, Gökhan Ünal, Ümit Karan, Semih Şentürk und Mehmet Yildiz könnten allesamt im Sturm noch eine Rolle spielen.


Spiele

07.06.2008 - Portugal 20:45
11.06.2008 - Schweiz 20:45
15.06.2008 - Tschechische Rep. 20:45




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Gruppe B

Deutschland
Kroatien
Österreich
Polen



Deutschland


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Deutschland konnte sich als erste Mannschaft für die Endrunde qualifizieren, dafür reichte am 13. Oktober 2007 ein torloses Remis in der Republik Irland. Danach folgten noch ein paar weniger glanzvolle Auftritte, was die insgesamt herausragende Leistung der Truppe von Joachim Löw etwas schmälerte.
• Beim 13:0-Sieg in San Marino am 6. September 2006 feierte Deutschland den höchsten Sieg, den es jemals in der Qualifikation für eine UEFA-Europameisterschaft gegeben hat. Lukas Podolski erzielte dabei vier Treffer – damit ist er erst der zweite deutsche Spieler, dem dieses Kunststück gelang. Gerd Müller war 1967 gegen Albanien ebenfalls vier Mal erfolgreich.
• Am 15. November 2006 kam Deutschland in Nikosia gegen Zypern nicht über ein überraschendes 1:1-Unentschieden hinaus. Dafür folgte dann im nächsten Spiel ein 2:1-Erfolg in der Tschechischen Republik, dem späteren Sieger der Gruppe D. Kevin Kuranyi erzielte dabei in Prag beide Tore.
• Beim Rückspiel gegen die Tschechen hatte Deutschland die Qualifikation bereits in der Tasche. Trotzdem gab es in München Pfiffe von den Rängen, denn die Deutschen unterlagen mit 0:3 – damit war das Team von Karel Brückner ebenfalls für die Endrunde qualifiziert.
• Im letzten Qualifikationsspiel gab es ein torloses Remis gegen Wales, damit landete Deutschland am Ende auf dem zweiten Platz.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Deutschland musste als Gastgeber der Endrunde nicht an der Qualifikation teilnehmen, sondern war automatisch qualifiziert.
• Der WM-Gastgeber gewann alle drei Gruppenspiele gegen Costa Rica (4:2), Polen (1:0) und Ecuador (3:0).
• Im Achtelfinale bezwang die deutsche Mannschaft Schweden mit 2:0 und im Viertelfinale setzte sich Deutschland gegen Argentinien nach einem 1:1-Unentschieden nach 120 Minuten mit 4:2 im Elfmeterschießen durch.
• Der Gastgeber wurde schließlich im Halbfinale vom späteren Weltmeister Italien mit 2:0 bezwungen und erreichte dank dem 3:1-Sieg über Portugal den dritten WM-Platz.
• Stürmer Miroslav Klose beendete das Turnier als WM-Torschützenkönig. Er gewann mit fünf Toren den Goldenen Schuh von adidas.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Die DFB-Elf erreichte zum neunten Mal in Folge eine Endrunde, einmal davon - 1988 - war man als Ausrichter automatisch qualifiziert. In den restlichen acht Qualifikationen gewannen die Deutschen jedes Mal ihre Qualifikationsgruppe.
• In der Qualifikation zur UEFA EURO 2004™ gewann Deutschland fünf Spiele und holte zudem drei Unentschieden, am Ende lag man damit vier Punkte vor dem Gruppenzweiten Schottland. Der einzige klare Sieg kam allerdings erst im letzten Gruppenspiel zustande, gegen Island gab es in Hamburg ein 3:0, Michael Ballack (9.), Fredi Bobic (60.) und Kevin Kuranyi (79.) waren die Torschützen.
• Gegen die Färöer Inseln gab es jeweils einen Sieg mit zwei Toren Abstand, zudem gab es noch einen Auswärtserfolg in Litauen (2:0) und zu Hause gegen Schottland (2:1).
• Unentschieden gab es zu Hause gegen Litauen (1:1) sowie auswärts in Schottland (1:1) und Island (0:0), dabei lag die DFB-elf niemals in Rückstand.
• Bei der Endrunde enttäuschte die Mannschaft von Rudi Völler ihre Fans allerdings maßlos. Nach einem achtbaren 1:1 gegen die Niederlande folgten ein blamables 0:0 gegen Lettland und eine katastrophale 1:2-Niederlage gegen den zweiten Anzug der Tschechischen Republik.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Deutschland gewann diesen Wettbewerb 1972 und 1980 als Westdeutschland und 1996, sechs Jahre nach der Wiedervereinigung, als Deutschland. Damals erzielte Oliver Bierhoff im Wembley-Stadion im Finale gegen die Tschechen nach fünf Minuten der Verlängerung das Golden Goal zum 2:1-Erfolg, nachdem ihm schon 17 Minuten vor dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit der Ausgleich gelungen war, Patrik Berger hatte die Tschechen in der 59. Minute per Elfmeter in Führung gebracht.
• Die DFB-Elf hatte in der Vorrunde in Manchester die Tschechen (2:0) und Russland (3:0) besiegt, ehe es gegen Italien nur zu einem 0:0 reichte. Im Viertelfinale gegen Kroatien siegte die Elf von Berti Vogts mit 2:1, es folgte das dramatische und siegreiche Elfmeterschießen im Halbfinale gegen England, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 geheißen hatte.

Fakten
• Trainer Jürgen Klinsmann ist einer von vier deutschen Trainern in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™, die anderen sind Hans-Peter Briegel (Albanien), Klaus Toppmöller (Georgien) und Otto Rehhagel (Griechenland).
• Deutschland hat seit dem Gewinn des Turniers 1996 kein Endrundenspiel mehr gewinnen können, In den sechs Partien seither gab es drei Remis und drei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 3:8.

Statistik
• Deutschland ist mit drei Turniersiegen das erfolgreichste Land in diesem Wettbewerb. 1972 und 1980 sowie 1996 nach der Wiedervereinigung. Frankreich hat als einziges Land außer Deutschland die Europameisterschaft mehr als einmal gewinnen können, nämlich 1984 und 2000.
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ hat Deutschland an elf Europameisterschaften teilgenommen und dabei 110 Spiele bestritten. In dieser Zeit gewann die DFB-Elf 67 Spiele, spielte 29 Mal remis und verlor 14 Partien, das Torverhältnis ist mit 224:77 ausgesprochen positiv.


Deutschland will im Sommer an die Erfolge des "Sommermärchens" bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 anschließen und gehört auch ohne Heimvorteil zu den Favoriten der UEFA EURO 2008™.

Wenig Änderungen
Obwohl der damalige Erfolgscoach Jürgen Klinsmann nach der WM aufhörte und das Feld für seinen Co-Trainer Joachim Löw frei machte, hat sich beim WM-Dritten wenig geändert. Christoph Metzelder, Per Mertesacker und Philipp Lahm sind in der Viererkette weiterhin gesetzt, wobei Lahm auf die rechte Seite wechselte, wo er Arne Friedrich verdrängte, um auf links Platz für Marcell Jansen zu machen.

Erfahrung im Mittelfeld
Sollten sie fit sein, werden wohl auch die erfahrenen Mittelfeldspieler Torsten Frings und Bernd Schneider vor der Endrunde nicht mehr zu verdrängen sein, genauso wenig wie Kapitän Michael Ballack. Der wird wohl erneut etwas defensiver spielen als noch bei der Weltmeisterschaft 2002, womit er selbst weniger Torgefahr ausstrahlen dürfte, dafür die DFB-Elf aber kompakter steht.

Klose gesetzt
In der Spitze des 4-4-2 Systems ist Miroslav Klose unumstritten und gesetzt, während Kevin Kuranyi und Mario Gómez, Deutschlands Spieler des Jahres 2007, um den Platz neben ihm kämpfen. Die beiden Freunde Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger könnten sich um den verbliebenen Platz im Mittelfeld streiten, da Poldi auf dieser Position in Testspielen überzeugen konnte.

Auch Raute möglich
Löw wird zwar auf jeden Fall am 4-4-2 festhalten, könnte im Mittelfeld im Falle von Verletzungen allerdings umstellen. Sollten Ballack oder Frings ausfallen, würde der Nationaltrainer wohl auf eine Raute im Mittelfeld umstellen, bei der Thomas Hitzlsperger die Offensivposition übernehmen würde. Löw ist es allerdings grundsätzlich lieber, mit zwei Sechsern zu agieren.


Spiele

08.06.2008 - Polen 20:45
12.06.2008 - Kroatien 18:00
16.06.2008 - Österreich 20:45





Kroatien

Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Kroatien war die beste Mannschaft in der hart umkämpften Gruppe F und dank der Niederlage der Russen in Israel bereits einen Spieltag vor Schluss für die Endrunde qualifiziert. Diese Neuigkeiten haben sich bei der 0:2-Niederlage der Kroaten in der EJR Mazedonien bereits in der Pause herumgesprochen.
• Dies war die einzige Niederlage, die der frühere Nationalverteidiger Slaven Bilić in seiner ersten Qualifikation als Nationaltrainer hinnehmen musste.
• Die Kroaten begannen mit einem torlosen Remis in Russland, ehe im nächsten Monat ein 7:0-Kantersieg gegen Andorra folgte. Mladen Petrić erzielte dabei vier Tore. Damit wurde der bisherige Rekordsieg eingestellt, 1998 gab es gegen Australien ebenfalls ein 7:0.
• Vier Tage später, am 11. Oktober 2006, feierte Kroatien einen herausragenden 2:0-Heimsieg gegen England.
• Der gebürtige Brasilianer Eduardo da Silva war dabei einer der Torschützen. Beim anschließenden 4:3-Erfolg über Israel gelangen dem Angreifer sogar drei Treffer.
• Mit insgesamt zehn Treffern wurde Eduardo zum zweitbesten Torschützen in der Qualifikation, hinter dem Nordiren David Healy.
• Das Beste hatten sich die Kroaten jedoch für den Schluss aufgehoben. Mit einem 3:2-Triumph über England im Wembley-Stadion sicherten sie sich den Gruppensieg, gleichzeitig waren die Gastgeber damit ausgeschieden. “Wir sind gut – sehr gut“, sagte Bilić.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Kroatien gewann seine Qualifikationsgruppe mit sieben Siegen und drei Unentschieden. Obwohl die Schweden ebenfalls auf 24 Zähler kamen, hatten die Kroaten am Ende dank des besseren direkten Vergleichs die Nase vorn. Beeindruckend war vor allem das Torverhältnis von 21:5.
• Der wohl wichtigste Erfolg der Qualifikation kam schon im zweiten Gruppenspiel. Nach einem souveränen 3:0 gegen Ungarn in Zagreb gewannen die Kroaten dank eines Freistoß-Tores von Darijo Srna auch in Schweden mit 1:0.
• Obwohl die Kroaten zu Hause gegen Bulgarien (2:2) und auf Malta (1:1) ins Stolpern gerieten, reichte es dank Siegen in den Rückspielen gegen beide Teams sowie zwei Erfolgen gegen Island knapp zum Gruppensieg.
• Endgültig bestätigt wurde der allerdings erst im Rückspiel der Schweden in Zagreb, hier entschied ein Elfmetertor von Srna in der 56. Minute. Am letzten Spieltag gab es ein torloses Remis in Ungarn.
• Während der Gruppenphase der der WM-Endrunde verloren die Kroaten gegen Brasilien mit 1:0 und spielten gegen Japan und Australien 0:0- bzw. 2:2-Unentschieden.
• Josip Šimunić und Dario Šimić wurden beide in der letzten WM-Partie gegen Australien des Feldes verwiesen. Kroatien musste nach der Gruppenphase die Heimreise antreten.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Kroatien qualifizierte sich über die Play-offs für die Endrunde der UEFA EURO 2004™. Mit fünf Siegen und einem Remis aus den acht Spielen verfehlten die Kroaten den Gruppensieg als Zweiter hinter Bulgarien um einen Punkt, setzten sich aber gegenüber den punktgleichen Belgiern dank des besseren direkten Vergleichs durch.
• Entscheidend dafür war vor allem das dritte Spiel der Qualifikation in Zagreb gegen Belgien. Nach einem 0:0 zu Hause gegen Estland und einer 0:2-Niederlage in Bulgarien wurden die Belgier mit 4:0 vom Platz gefegt, Dario Srna (9.), Dado Pršo (55.), Tomislav Marić (70.) und Jerko Leko (76.) ließen die Fans jubeln.
• Die nächsten 448 Minuten blieb Kroatien ohne Gegentor, ehe Wesley Sonck (35., 43.) im Rückspiel in Brüssel den 2:1-Erfolg der Belgier besiegelte, den Anschlusstreffer der Kroaten erzielte damals Marco Rapaic (37.).
• Im letzten Gruppenspiel bewiesen die Kroaten Nervenstärke und schlugen die schon qualifizierten Bulgaren durch einen Treffer von Ivica Olić (48.) im Maksimir-Stadion von Zagreb mit 1:0.
• Zur Belohnung gab es zwei Qualifikationsspiele gegen Slowenien, die die Kroaten mit insgesamt 2:1 für sich entschieden, obwohl es zu Hause nur zu einem 1:1 gereicht hatte. Die frühe Führung durch Pršo (5.) glich Ermin Siljak Mitte der ersten Hälfte aus. Doch in Ljubljana zeigte sich Kroatien von seiner besten Seite und kam durch Pršo nach gut einer Stunde zu einem verdienten Sieg.
• In Portugal war allerdings nach der Gruppenphase Endstation, nach zwei Unentschieden gegen die Schweiz (0:0) und Frankreich (2:2) setzte es im letzten Spiel gegen England eine 2:4-Niederlage.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Kroatiens bester Auftritt reicht bis zur ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb zurück. Nach dem Gewinn der Qualifikationsgruppe zur UEFA EURO '96™ spielten die Kroaten bei der Endrunde in England in einer Gruppe mit Dänemark, Portugal und der Türkei. Nach zwei Siegen gegen die Türken (1:0) und die Dänen (3:0) unterlagen die Kroaten zwar Portugal mit 0:3, standen aber schon zuvor als Viertelfinalisten fest. Dort zogen die Kroaten freilich gegen den späteren Europameister Deutschland mit 1:2 den Kürzeren.

Fakten
• Kroatien hat seit Erlangung der Unabhängigkeit nur einmal im Jahr 2000 die Teilnahme an der Endrunde einer UEFA-Europameisterschaft verpasst.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation für die UEFA EURO 2008™ nahmen die Kroaten an vier Europameisterschaften teil und absolvierten dabei 47 Spiele. Dabei gab es 28 Siege, elf Remis und acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 86:38.


Seit dem dritten Platz bei der FIFA-WM 1998 hat Kroatien seine Fans regelmäßig enttäuscht, doch auf den Schultern der jungen Mannschaft von Trainer Slaven Bilić ruhen nun große Hoffnungen.

Viele Talente
In einer dramatischen Qualifikationsgruppe setzte Bilić zunehmend auf junge Talente wie Luka Modrić und Vedran Ćorluka, die allesamt überzeugen konnten. Neben dem neuen Personal konnten die Fans auch eine neue Taktik bewundern, Bilić spielte statt mit der üblichen 3-5-2-Formation zunehmend mit einem 4-4-2-System.

Erfahrene Abwehr
Bleibt das Team von Verletzungen verschont, werden vermutlich die routinierten Robert Kovač und Dario Šimic die Innenverteidigung bilden, links wird Ćorluka verteidigen, rechts der Berliner Josip Šimunić. Kapitän Niko Kovač soll im zentralen, defensiven Mittelfeld nach hinten absichern, weiter vorne soll der 22-jährige Modrić, der als der große Hoffnungsträger der Kroaten gilt, die Glanzlichter setzen.

Olić als Option
Niko Kranjčar ist eine weitere gute Option für die linke Mittelfeldseite, er kann aber auch zentral eingesetzt werden, seine Konkurrenten Danijel Pranjić und Ivica Olić haben im Vergleich zu Kranjčar mehr in der Offensive zu bieten. Jerko Leko und Ognjen Vukojević können sich auf der rechten Seite Hoffnungen auf einen Einsatz als Joker machen, gesetzt scheint hier allerdings Darijo Srna, dessen Sturmläufe und Flanken für Kroatien unersetzlich sind.

Eduardo unumstritten
Ganz vorne ist der gebürtige Brasilianer Eduardo im Team von Trainer Bilić unumstritten, neben ihm dürfte Mladen Petrić in der etwas defensiveren Rolle zum Einsatz kommen, seine Schüsse aus der zweiten Reihe und seine Spielintelligenz haben ihn nahezu unersetzlich gemacht. Boško Balaban, Igor Budan und die Jungstars Nikola Kalinić und Mario Mandžukić werden auch im Kader stehen, sollte Bilić auf ein 4-3-3 umschalten, dürfte Olić weiter vorne spielen.


Spiele

08.06.2008 - Österreich 18:00
12.06.2008 - Deutschland 18:00
16.06.2008 - Polen 20:45





Österreich


Vorbereitungen auf die UEFA EURO 2008™
• Österreich, das sich als Co-Ausrichter nur mit Freundschaftsspielen auf die Endrunde vorbereiten konnte, hat zwei schwere Jahre hinter sich.
• Trainer Josef Hickersberger, der die Aufgabe hatte, eine neue österreichische Mannschaft für 2008 aufzubauen, wusste, dass es ein schwieriger Weg würde und sagte: "Es ist selbstverständlich, dass man bei diesem Prozess mit Hindernissen und Rückschlägen rechnen muss."
• Hickersberger verlor die ersten drei Spiele im Amt, ehe im September 2006 ein 2:2 gegen Costa Rica half, die Gemüter etwas zu beruhigen. Im fünften Anlauf fuhr er endlich seinen ersten Sieg ein: Ein 2:1 gegen Liechtenstein. Thomas Prager erzielte dabei den späten Siegtreffer und kurz darauf folgte ein 2:1-Erfolg gegen Mitausrichter Schweiz
• René Aufhauser erzielte im Oktober 2006 beim 4:1-Sieg gegen Trinidad & Tobago einen Hattrick, doch es sollte fast ein Jahr und zehn Spiele dauern, bis Österreich erneut gewann: In Innsbruck gewannen die Hausherren mit 2:1 gegen die Elfenbeinküste.
• Hickersberger setzt weiterhin auf junge Spieler und sagte: "Ich bin davon überzeugt, dass wir bei der Europameisterschaft eine ganz andere Nationalmannschaft sehen werden. Sowohl Österreich als auch die Schweiz werden exzellente Gastgeber sein. Sie werden ein sensationelles Turnier austragen und ich bin davon überzeugt, dass beide Mannschaften ins Viertelfinale kommen."

Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Der dritte Rang in der Gruppe 6 bedeutete, dass Österreich zum zweiten Mal in Folge einen Platz bei einer FIFA-WM-Endrunde verpasst hat. Die letzte Teilnahme gelang 1998 in Frankreich.
• Hans Krankls österreichische Nationalmannschaft startete in Wien mit einem 2:2 gegen Gruppenfavorit England gut in die Qualifikation. Roland Kollman und Andreas Ivanschitz gelang es dabei, innerhalb von vier Minuten die Treffer von Frank Lampard und Steven Gerrard zu egalisieren.
• Die 1:3-Niederlage gegen Polen im vierten Spiel war allerdings ein Rückschlag, von dem sich Österreich nicht mehr erholen sollte.
• Eine zweite Niederlage gegen Polen machte dann alle realistischen Hoffnungen auf eine Qualifikation zunichte. Krankl trat zwei Spieltage vor Schluss zurück, wütend über Meldungen, dass er nach der Qualifikation durch Hickersberger abgelöst werde. Der war damals noch Trainer vom SK Rapid Wien.
• Österreich verlor das vorletzte Spiel gegen England mit 0:2, gewann aber zu Hause mit 2:0 gegen Nordirland.

Qualifikation zur UEFA EURO 2004™
• Die Tschechische Republik und die Niederlande erwiesen sich in der Gruppe 3 als zu stark für Österreich, das als Dritter scheiterte.
• Zwei 2:0-Siege zum Auftakt gegen Moldawien und Belarus ließen zwar Gutes erahnen, doch eine 0:3-Heimniederlage gegen die Niederländer und ein 0:4 im Spiel darauf gegen die Tschechische Republik stellten die Verhältnisse richtig.
• Die beiden Favoriten schlugen die Krankl-Truppe auch in den Rückspielen. Eine 0:1-Niederlage in Moldawien zum Abschluss der Qualifikation machte die Sache nur noch schlimmer.

Größter Erfolg bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Österreich hat sich nie für die Endrunde einer UEFA-Europameisterschaft qualifizieren können. Als Mitveranstalter werden sie nun zum ersten Mal überhaupt bei der UEFA EURO 2008™ daran teilnehmen. Im Viertelfinale des Vorgängerwettbewerbs 1960 schafften sie es bis ins Viertelfinale gegen Frankreich, wo sie allerdings mit 4:9 nach Hin- und Rückspiel scheiterten.

Fakten
• Österreich wird neben Polen das einzige Land sein, das zum ersten Mal an einer UEFA-Europameisterschaft teilnimmt. Allerdings hat die Alpennation schon an sieben FIFA-Weltmeisterschaften teilgenommen.

Gesamtbilanz
• Die UEFA EURO 2008™ ist die 13. Teilnahme an einer UEFA-Europameisterschaft (bisher nur Qualifikationen). Die Bilanz liest sich mit 33 Siegen, 13 Unentschieden und 34 Niederlagen in 80 Spielen ausgeglichen, dabei wurden 146 Tore erzielt und 125 kassiert.


Zehn Jahre nach der letzten Teilnahme an einem großen internationalen Turnier, der FIFA-WM 1998, hofft Österreich, seine Fans bei der UEFA EURO 2008™ im eigenen Land verwöhnen zu können.

Taktik statt Tore
Da seine Mannschaft im Vorfeld der Endrunde ausschließlich Freundschaftsspiele bestreiten musste, konnte Trainer Josef Hickersberger es verschmerzen, dass die Ergebnisse doch sehr unbefriedigend ausfielen, in den zwölf Spielen des Jahres 2007 gab es nur einen einzigen Sieg. Doch angesichts der schwierigen Aufgabe, auf der einen Seite junge Spieler in Hinblick auf die Endrunde zu testen, andererseits aber auch gegen die besten Teams der Welt Erfahrungen zu sammeln, könnte der Trainer argumentieren, dass ihm taktische Errungenschaften wichtiger sind als schnöde Ergebnisse.

Starke Defensive
Die Stärke seines Teams scheint in der Defensive zu liegen. Die Viererkette um Jungstar Sebastian Prödl, Routinier Martin Stranzl und England-Legionär Emanuel Pogatetz hat gegen Frankreich, England und die Tschechische Republik ihr Können unter Beweis gestellt. Normalerweise spielen die Österreicher mit einer 4-4-2- oder einer 4-5-1-Formation, bis zur Endrunde soll nun vor allem die Offensive verbessert werden.

Kaum Tore
Größtes Kopfzerbrechen macht allen Fans und Experten der eklatante Tormangel, auch wenn Legionär Roland Linz vom SC Braga seinen Stammplatz nicht nur wegen seiner vielen Treffer in Portugal sicher haben dürfte. Mit seinen 30 Jahren gehört sein Partner Sanel Kuljic schon zu den älteren Semestern im Team, er zeigte in der Saison 2007/08 mit FK Austria Wien im UEFA-Pokal sein Können. Auch der junge Bremer Martin Harnik darf sich Chancen auf einen Platz im Team ausrechnen.

Stammplatzgarantie
Obwohl Hickersberger wohl bis zum letzten Testspiel junge Spieler testen wird, kann er sich auf einige Mittelfeld-Akteure fest verlassen. Neben Kapitän und Spielmacher Andreas Ivanschitz, der gesetzt ist, gilt dies vor allem für Joachim Standfest und René Aufhauser, die ihre Stärken in der Defensive haben.


Spiele

08.06.2008 - Kroatien 18:00
12.06.2008 - Polen 20:45
16.06.2008 - Deutschland 20:45




Polen

Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Der niederländische Trainer Leo Beenhakker führte die Polen zu ihrer ersten UEFA-Europameisterschaft. Euzebiusz Smolarek, der insgesamt neun Treffer erzielte, machte die Qualifikation am vorletzten Spieltag beim 2:0-Sieg gegen Belgien mit einem Doppelpack perfekt.
• Im ersten Spiel der Gruppe A – die einzige Gruppe mit acht Teams, in den anderen Gruppen waren nur jeweils sieben Mannschaften vertreten – setzte es eine 1:3-Heimniederlage gegen Finnland. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Serbien in der nächsten Partie sah es alles andere als gut aus.
• Die Polen hatten jedoch die passende Antwort und feierten danach sechs Siege in Folge, unter anderem mit 2:1 gegen Portugal. Beide Tore gingen dabei auf das Konto von Smolarek.
• Die 0:1-Niederlage in Armenien war der nächste Rückschlag, doch auch davon konnte sich Polen erholen. Jacek Krzynówek bescherte seiner Mannschaft kurz vor dem Ende mit seinem Tor ein 2:2-Unentschieden in Portugal. Nach einer weiteren Punkteteilung in Finnland folgten schließlich noch zwei Siege gegen Kasachstan und Belgien.
• Durch ein 2:2-Unentschieden gegen Serbien in Belgrad im letzten Spiel sicherten sich die Polen den Sieg in der Gruppe A – gleichzeitig waren die Gastgeber damit endgültig ausgeschieden.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Nach zwei Niederlagen gegen England belegten die Polen in ihrer Qualifikationsgruppe nur den zweiten Platz. Acht Siege in zehn Partien reichten jedoch, um als einer der besten Zweitplatzierten die WM-Endrunde zu erreichen.
• Polen gewann seine Heim- und Auswärtsspiele gegen Österreich, Aserbaidschan, Nordirland sowie Wales und wurde hinter den Engländern Zweiter. Am 26. März 2005 gab es vor heimischem Publikum sogar einen 8:0-Kantersieg über Aserbaidschan, zu dem Tomasz Frankowski drei Tore beisteuerte.
• Am 8. September 2004 setzte es im ersten Heimspiel allerdings gleich eine 1:2-Pleite gegen England. Jermain Defoe schoss die Gäste in Chorzow in der 36. Minute in Führung. Nach 47 Minuten konnte Maciej Zurawski zwar ausgleichen, doch zehn Minuten später sorgte ein Eigentor von Arkadiusz Glowacki für die Entscheidung zugunsten der Engländer.
• Als die zwei Mannschaften im letzten Gruppenspiel erneut aufeinander trafen, hatten beide bereits ihr WM-Ticket sicher. Nach der Niederlage der Engländer in Nordirland hätten sich die Polen mit einem Remis in Old Trafford den Gruppensieg sichern können, doch Frank Lampard sorgte letztlich für einen 2:1-Sieg der Hausherren. Zuvor hatte Frankowski die englische Führung durch Michael Owen ausgeglichen.
• Nach Niederlagen gegen Ecuador (2:0) und Deutschland (1:0) sowie einem 2:1-Sieg über Costa Rica schied Polen nach der WM-Gruppenphase aus dem Turnier aus.
• Das polnische Nationalteam erreichte nach drei Gruppenspielen lediglich den dritten Rang. Bartosz Bosacki schoss im letzten Spiel die einzigen beiden Tore für Polen.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Nach der Teilnahme an der FIFA-Weltmeisterschaft 2002 tat sich Polen in der anschließenden Qualifikation zur UEFA-Europameisterschaft äußerst schwer und wurde in seiner Gruppe nur Dritter hinter Schweden und Lettland. Die Schweden konnte die fünfköpfige Gruppe mit 17 Punkten aus acht Spielen für sich entscheiden, einen Zähler dahinter folgten die Letten. Polen hatte am Ende vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter.
• Die Polen kamen auf vier Siege und ein Unentschieden und landeten damit zwei Zähler vor Ungarn. San Marino wurde punkt- und torlos Tabellenletzter.
• Entscheidend war die Heimschwäche der Polen, die zu Hause gegen Lettland (0:1) und Schweden (0:2) verloren und gegen Ungarn nicht über ein torloses Remis hinaus kamen. Gegen San Marino gab es dafür in Ostrowiec Swietokrzyski einen 5:0-Kantersieg, bei dem Marcin Kuzba zwei Mal erfolgreich war.
• Polen gewann seine letzten beiden Partien in Lettland (2:0) und Ungarn (2:1), konnte sich damit aber keinen der ersten beiden Plätze mehr sichern.

Was ist die bisher beste Leistung bei einer UEFA-Europameisterschaft?
• Bevor Polen sich zum ersten Mal für die Endrunde einer UEFA-Europameisterschaft qualifizierte, kamen sie einer erfolgreichen Qualifikation im Jahr 1980 am nächsten, als man nur einen Punkt hinter den Niederlande in der Qualifikationsgruppe lag.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Polen hätte sich beinahe für die Endrunde der UEFA-Europameisterschaft 1980 in Italien qualifiziert. Das Team landete in seiner Qualifikationsgruppe nur einen Punkt hinter den Niederlanden. Die Polen konnten gegen den Gruppensieger zwar einen Sieg und ein Remis verbuchen, patzten aber gegen die Deutsche Demokratische Republik und verpassten somit die EM-Teilnahme knapp.

Fakten
• Die Zahl 13 brachte Polen Glück, denn im 13. Anlauf qualifizierte sich das Team erstmals für eine UEFA-Europameisterschaft.

Statistik
• Bis zum Ende der UEFA EURO 2008™-Qualifikation nahm Polen an allen 13 EM-Qualifikationsturnieren teil und bestritt dabei insgesamt 90 Partien. Die Statistik dieser Partien weist 38 Siege, 24 Unentschieden und 28 Niederlagen sowie ein Torverhältnis von 131:100 aus.


Nachdem die Polen bei der FIFA-WM 2006 bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten mussten, prophezeiten viele dieser Mannschaft auch in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ einige Probleme, die allerdings nicht eintraten. Nach der 1:3-Heimniederlage zu Beginn gegen Finnland wurde die Nationalmannschaft verjüngt – den größten Anteil am neuen Team hatte natürlich Leo Beenhakker.

Mann des Jahres
Der niederländische Trainer ersetzte unmittelbar nach der WM Paweł Janas, der eine Mannschaft hinterließ, die nicht mehr überzeugen konnte. Mirosław Szymkowiak trat nach der Niederlage gegen Finnland zurück, während Jerzy Dudek nicht mehr berücksichtigt wurde, nachdem er bei der Niederlage gegen die Finnen zwei Tore verursacht hatte. Schon als Beenhaker Trinidad & Tobago übernommen hatte, wunderten sich viele über diese seltsam anmutende Entscheidung. Doch am Ende des Jahres 2007 wurde er vom angesehenen Magazin Wprost zum Mann des Jahres ernannt. Kein Wunder, hatte er doch gerade erst Polen als Sieger der Gruppe - erst dahinter landete Portugal - zur UEFA EURO 2008™ geführt.

Mannschaft umgebaut
Beenhakker ersetzte zunächst Dudek durch Wojciech Kowalewski, ehe er wieder auf Artur Boruc zurückgriff, der bei der WM das Tor gehütet hatte. Nachfolger von Spielgestalter Szymkowiak wurde Maciej Żurawski, der aufblühte, nachdem er die Kapitänsbinde übernommen hatte. Und dann war da noch Euzebiusz Smolarek, der in der Qualifikation neun Treffer erzielte. Beenhakker lässt gern mit schnellen Flügelleuten spielen und fand dafür mit Jakub Błaszczykowski und Jacek Krzynówek zwei Profis aus der deutschen Bundesliga, während in der Mitte eher defensiv ausgerichtete Spieler ihre Arbeit verrichteten. Die Entscheidung von Radosław Sobolewski, nach der Qualifikation zurückzutreten, könnte sich allerdings als Problem erweisen. Dariusz Dudka ist eine Option, um im zentralen Mittelfeld Mariusz Lewandowski zur Seite zu stehen. Bevor Beenhakker ihn beim 1:0-Sieg gegen Belgien erstmals dort aufstellte, hatte er noch nie im defensiven Mittelfeld gespielt. Doch der Veteran machte seine Sache gut. Auftretende Verletzungen wirbeln die Verteidigung zwar gelegentlich durcheinander, aber die Viererabwehrkette ist dennoch eine Konstante in der Formation des Trainers. Dieser variiert vom 4-4-2- zum 4-5-1-System, oder er lässt ein 4-3-3 spielen, wobei Ballsicherung bei ihm im Vordergrund steht.


http://de.euro2008.uefa.com/
 
Gruppe C

Frankreich
Italien
Niederlande
Rumänien



Frankreich


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Die Franzosen hatten in der Gruppe B größere Probleme als erwartet. Nach dem 2:1-Sieg von Italien in Schottland am vorletzten Spieltag hatte ihre abschließende Partie in der Ukraine jedoch nur noch statistischen Wert.
• Die Neuauflage des Duells mit Italien – im Finale der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 hatte Italien gegen Frankreich gewonnen – war für neutrale Beobachter ein besonderes Vergnügen. Am zweiten Spieltag feierte Frankreich im heimischen Stade de France einen 3:1-Sieg. Die Tore erzielten Sidney Govou (2) und Thierry Henry.
• Im nächsten Spiel kassierte die Truppe von Raymond Domenech jedoch eine überraschende 0:1-Niederlage in Schottland, damit war diese Gruppe absolut offen.
• Frankreich fing sich anschließend und konnte die nächsten vier Begegnungen gewinnen, ehe in Mailand ein torloses Remis gegen Italien folgte.
• Einem guten Ergebnis gegen Italien folgte erneut eine bittere Pleite gegen die Schotten. James McFadden sorgte in Paris für die zweite 0:1-Niederlage der Franzosen gegen das Überraschungsteam der Gruppe B.
• Beim 2:0-Erfolg über Litauen brach Henry mit seinem 41. Länderspieltor den Rekord von Michel Platini. Trotzdem hätten die Franzosen in der Ukraine eigentlich noch ein gutes Ergebnis benötigt, doch dann bekamen sie Schützenhilfe von Italien.
• Les Bleus belegten hinter Italien den zweiten Rang in der Gruppe B.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Frankreich war eine von drei Mannschaften aus dieser Qualifikationsgruppe zur FIFA-WM 2006, die keine Niederlage hinnehmen mussten. Die Franzosen beendeten die Qualifikation nach einem misslungenen Start schließlich als Tabellenführer.
• In zehn Spielen gelangen fünf Siege und fünf Unentscheiden, um am Ende die Schweiz und Israel hinter sich zu lassen.
• In den ersten fünf Spielen erzielten die Franzosen nur vier Treffer, und diese gelangen bei den Auswärtssiegen gegen die Färöer und Zypern. Andrerseits schafften sie es fünf Mal hintereinander, ohne Gegentor zu bleiben - darunter in den Heimspielen gegen Israel, die Schweiz und die Republik Irland.
• Daheim blieben sie ungeschlagen, zudem konnten sie dort Siege gegen die Färöer und die Republik Irland landen, aber erst der 1:0-Erfolg in Dublin gegen Irland sorgte dafür, dass die Franzosen die Qualifikation selbst in der Hand hatten.
• Nach einem mässigen Start in der Gruppenphase der WM-Endrunde gegen die Schweiz (0:0), die Republik Korea (1:1) und Togo (2:0) steigerte sich die "Équipe Tricolore" von Spiel zu Spiel.
• Auf dem Weg ins Finale folgten Siege gegen Spanien (3:1), Brasilien (1:0) und Portugal (1:0).
• Im WM-Endspiel unterlag Frankreich der italienischen Nationalelf nur knapp. Der Gegner gewann im Elfmeterschießen mit 5:3, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 stand. Der französische Kapitän Zinédine Zidane sah in der Verlängerung der zweiten Halbzeit die Rote Karte und fehlte den Franzosen im Penalty-Schießen.

Abschneiden UEFA EURO 2004™
• Im Viertelfinale kam gegen den späteren Sieger Griechenland das Aus. Der einzige Treffer fiel in der 65. Minute durch Angelos Charisteas. Damit war der Titelverteidiger ausgeschieden.
• In der Gruppenphase gewannen die Franzosen gegen England (2:1) und gegen die Schweiz (3:1), lediglich in der Partie dazwischen - beim 2:2 gegen Kroatien - wurden Punkte abgegeben.
• In der Qualifikation hatten die Franzosen alle acht Spiele gewonnen. Slowenien als Tabellenzweiter hatte zehn Punkte Rückstand. Frankreich erzielte 29 Treffer und musste selbst nur zwei hinnehmen. 19 dieser Tore wurden zuhause erzielt - dabei gab es keinen Gegentreffer.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Frankreich ist die einzige Mannschaft neben dem dreifachen Europameister Deutschland, die diesen Wettbewerb mehr als einmal gewinnen konnte. Vor 2000 war dies im Jahre 1984 gelungen.
• 1984 wurde der Titel auf eigenem Platz eingefahren - im Finale im Parc des Princes zu Paris gab es einen 2:0-Sieg gegen Spanien.
• Während dieses Turniers konnten die Franzosen alle Spiele gewinnen. Zunächst gab es in der Gruppenphase Siege gegen Dänemark (1:0), Belgien (5:0) und Jugoslawien (3:2), ehe im Halbfinale gegen Portugal im Marseiller Stade Vélodrome ein 3:2 nach Verlängerung gelang.
• In der Qualifikation für die EURO 2000™ in Belgien und den Niederlanden konnte Frankreich sich gegen die Ukraine (ein Zähler Vorsprung) und gegen Russland (zwei Punkte Vorsprung) durchsetzen.
• Roger Lemerres Mannschaft belegte in der Gruppenphase hinter den Niederlanden Platz zwei, aber dann wurde im Viertelfinale Spanien mit 2:1 und in der Vorschlussrunde Portugal ebenfalls mit 2:1 (Golden Goal) besiegt. Auch im Endspiel gegen Italien gab es einen Sieg.
• Das Finale musste in die Verlängerung gehen, nachdem Italien in der 55. Minute durch Marco Delvecchio in Führung gegangen war und die Franzosen in der Nachspielzeit durch Sylvain Wiltord ausgeglichen hatten. David Trezeguet machte Frankreich in der 103. Minute durch sein Golden Goal zum Europameister.

Statistik
• Frankreich hat sich für die vergangenen fünf Endrunden der UEFA-Europameisterschaft qualifiziert und war als Gastgeber der ersten Titelkämpfe im Jahr 1960 das erste qualifizierte Team.

Fakten
• Frankreich hat bisher an allen 13 UEFA-Europameisterschafts-Wettbewerben teilgenommen. Dabei wurden bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ 117 Partien absolviert, von denen 67 gewonnen werden konnten (29 Unentschieden, 21 Niederlagen). Auch das Torverhältnis ist beeindruckend: 236:109.
• Ehe den Franzosen am 6. September 1995 in Auxerre ein 10:0-Sieg gegen Aserbaidschan gelang, war das höchste Ergebnis ein 7:1 im allerersten Spiel, das Frankreich in diesem Wettbewerb absolvierte. Auf dem Weg zur UEFA-Europameisterschaft 1960 musste Griechenland in Paris eine herbe Niederlage einstecken.
• Die größte Pleite gab es bei der Europameisterschaft 1968. Im Viertelfinale verlor Frankreich gegen Jugoslawien mit 1:5. Bis heute ist dies die höchste Niederlage in der Geschichte Frankreichs.


Der Finalist der letzten FIFA-Weltmeisterschaft hat sich vorgenommen, beim ersten großen Turnier seit dem Rücktritt von Zinédine Zidane wieder einen Titel zu holen. Allerdings muss die Truppe von Nationaltrainer Raymond Domenech, die mit Ausnahme von Zidane ähnlich wie bei der WM in Deutschland besetzt ist, dazu zuerst eine schwierige Gruppe überstehen.

Chance für Coupet
Eine gravierende Änderung gibt es im Tor, wo Grégory Coupet mit 35 Jahren nach dem Rücktritt von Fabien Barthez endlich die Chance bekommt, bei einem großen Turnier zu glänzen. Der Schlussmann von Olympique Lyonnais hat dabei mit Willy Sagnol, Lilian Thuram, William Gallas und Eric Abidal eine sehr erfahrene Abwehr vor sich.

Kapitän Vieira
Die Defensive war auch in der EM-Qualifikation das Prunkstück der Franzosen, denn in zwölf Partien kassierte man lediglich fünf Gegentreffer. Eine wichtige Rolle in der Abwehrarbeit tragen die beiden defensiven Mittelfeldspieler Patrick Vieira und Claude Makelele. Während letzterer fast alle Einsätze bestritt, fiel Vieira während der Qualifikation aufgrund einer Verletzung in mehreren Spielen aus, doch bei der EM soll er Frankreich als Kapitän aufs Feld führen.

Rekordtorschütze
Domenech vertraut auf eine 4-4-2-Formation und stellt nur gelegentlich auf ein 4-2-3-1-System um. Franck Ribéry und Florent Malouda sorgen dabei für Belebung über außen, während Thierry Henry im Sturm gesetzt ist. Der Rekordtorschütze Frankreichs begann das Jahr 2008 mit 44 Länderspieltreffern und hat damit drei Tore mehr erzielt als Michel Platini. Neben ihm streiten sich Nicolas Anelka, der 2007 mit vier Toren in der Qualifikation auf sich aufmerksam machte, und Lyons Supertalent Karim Benzema um den zweiten Platz im Angriff.

Viele Nachwuchshoffnungen
Zwei weitere Talente, von denen man sich in Frankreich viel erwartet, haben es ebenfalls schon in die Nationalmannschaft geschafft. Samir Nasri von Olympique de Marseille gilt als Nachfolger von Zidane, während Lyons Flügelflitzer Hatem Ben Arfa immer dann zum Einsatz kommen könnte, wenn Domenech Henry als alleinige Spitze spielen lässt. Als weitere Waffe hat der Nationaltrainer noch den vielseitigen Sidney Govou in der Hinterhand.


Spiele

09.06.2008 - Rumänien 18:00
13.06.2008 - Niederlande 20:45
17.06.2008 - Italien 20:45





Italien


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Nach dem Gewinn der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 wurde Roberto Donadoni Nachfolger von Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi. Zu Beginn der Qualifikation lief es bei den Azzurri alles andere als rund, doch am Ende konnten sie die Gruppe B doch noch gewinnen.
• Es begann mit einem enttäuschenden 1:1-Unentschieden gegen Litauen in Neapel, ehe es anschließend eine bittere Niederlage in Frankreich setzte. Damit konnte sich die Truppe von Raymond Domenech für die Niederlage im WM-Finale revanchieren.
• Dies sollte jedoch die einzige Niederlage der Azzurri bleiben. Im März 2007 sorgte Luca Toni mit einem Doppelpack für den 2:0-Heimsieg gegen Schottland, damit hatte sich der Weltmeister eindrucksvoll zurückgemeldet.
• Italien gewann neun der letzten zehn Qualifikationsspiele, lediglich im Rückspiel gegen Frankreich in Mailand musste man sich mit einem torlosen Remis begnügen.
• Mit einem 2:1-Sieg gegen Schottland in Glasgow machte Italien schließlich die eigene und die französische EM-Qualifikation perfekt. Erneut Toni und in der Nachspielzeit Verteidiger Christian Panucci waren die Torschützen.
• Mit einem 3:1-Sieg gegen die Färöer Inseln im letzten Qualifikationsspiel holte sich Italien den Gruppensieg vor Frankreich.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Italien gewann seine Qualifikationsgruppe mit sieben Siegen, zwei Remis und nur einer Niederlage bei einem Torverhältnis von 17:8.
• Die einzige Niederlage kassierten die Azzurri am dritten Spieltag in Slowenien. Nach zwei knappen Erfolgen gegen Norwegen (2:1) und in Moldawien (1:0) bescherte ein Tor von Boštjan Cesar in der 82. Minute den Slowenen in Celje am 9. Oktober 2004 einen unerwarteten Erfolg.
• Doch die Italiener zeigten sich gut erholt und gewannen ihre folgenden Partien gegen Belarus (4:3) und Schottland (2:0), ehe es in Oslo gegen Norwegen (0:0) und in Glasgow gegen Schottland (1:1) jeweils ein Remis gab. Im Hampden Park hatten die Italiener allerdings viel Glück, dass ihnen ein spätes Tor von Fabio Grosso noch das wichtige Unentschieden bescherte.
• Belarus wurde dann in Minsk mit 4:1 besiegt, Luca Toni (6., 13., 55.) erzielte dabei einen Dreierpack. Am Ende der Qualifikation standen dann noch zwei Heimsiege gegen Slowenien (1:0) und Moldawien (2:1). Somit gewannen die Italiener alle fünf Heimspiele im Rahmen dieser Qualifikation.
• Italien schaffte den Einzug ins WM-Finale ohne eine Niederlage einstecken zu müssen und gewann schließlich zum vierten Mal den FIFA-Weltpokal.
• Nach den zwei 2:0-Siegen gegen Ghana und die Tschechische Republik und einem 1:1-Unentschieden gegen die USA in der Gruppenphase erreichten die "Azzurri" dank den Erfolgen gegen Australia (1:0) und die Ukraine (3:0) das Halbfinale.
• Dort bezwangen die Südeuropäer den Gastgeber Deutschland mit 2:0 nach Verlängerung. Italien gewann schließlich das WM-Finale gegen Frankreich in Berlin im Elfmeterschießen (5:3), nachdem es nach 120 Minuten 1:1 stand.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Italien gewann seine fünfköpfige Qualifikationsgruppe mit vier Punkten Vorsprung vor Wales. Von den acht Partien gewannen die Italiener fünf und holten zwei Remis. Doch bei der UEFA EURO 2004™ war schon nach der Vorrunde Endstation, denn in einer Gruppe mit Schweden, Dänemark und Bulgarien reichte es, obwohl ungeschlagen, nur zum dritten Platz hinter den beiden skandinavischen Teams.
• Die einzige Niederlage im gesamten Wettbewerb kassierten die Italiener im dritten Spiel der Qualifikation am 16. Oktober 2002 in Wales. Simon Davies brachte die Gastgeber in der elften Minute in Führung, nach Alessandro Del Pieros Ausgleich nach gut 30 Minuten war es Craig Bellamy, der in der 70. Minute den Siegtreffer der Waliser erzielte.
• Italien gewann zwei seiner Heimspiele mit je vier Toren Unterschied, zunächst das Rückspiel gegen Wales (4:0), es folgte ein Kantersieg gegen Aserbaidschan. Gegen die Waliser war Filippo Inzaghi (58., 62., 69.) der Matchwinner, gegen die Azeris war er (23., 86.) immerhin noch zwei Mal erfolgreich.
• Bei der UEFA EURO 2004™-Endrunde jedoch lief es längst nicht nach Wunsch für die Italiener, nach Unentschieden gegen Dänemark (0:0) und Schweden (1:1) sowie einem 2:1-Erfolg gegen Bulgarien musste man vorzeitig die Heimreise antreten. Nach einem 0:1-Rückstand trafen Simone Perrotta (48.) und Antonio Cassano (94.) beim Sieg gegen die Bulgaren, doch aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber den beiden punktgleichen Skandinaviern blieb nur der undankbare dritte Platz.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Italien gewann 1968 die Europameisterschaft durch einen 2:0-Finalerfolg gegen Jugoslawien im zweiten Anlauf, nachdem das erste Endspiel im römischen Stadio Olimpico (1:1) keinen Sieger gefunden hatte. Das Wiederholungsspiel erzwangen die Italiener durch einen Treffer von Angelo Domenghini in der 80. Minute, nachdem zuvor Dragan Dzajić in der 39. Minute die Jugoslawen in Führung geschossen hatte. Im Wiederholungsspiel zwei Tage später brachte Luigi Riva die Gastgeber (12.) auf die Siegerstraße, Pietro Anastasi (31.) besiegelte schließlich den 2:0-Erfolg.

Fakten
• Italien hat sich für die vergangenen vier Endrunden zur UEFA-Europameisterschaft qualifiziert.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation für die UEFA EURO 2008™ nahm Italien an 12 UEFA-Europameisterschaften teil und absolvierte dabei 111 Spiele. In dieser Zeit gab es 59 Siege, 35 Remis und 17 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 175:77.


Italien gehört traditionell zu den Mannschaften, die nur schwer in Gang kommen, das war auch in der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ nicht anders. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen stand der neue Trainer Roberto Donadoni schwer unter Beschuss, doch mit der Zeit setzte sich seine neue Taktik durch und der amtierende Weltmeister gewann seine Gruppe. Kein Wunder, dass die Azzurri nun auch bei der Endrunde zu den Top-Favoriten zu zählen sind.

Schlechter Start
Nur zwei Monate nach dem WM-Triumph von Berlin gegen die Franzosen verloren die Italiener ihr erstes Qualifikationsspiel, ausgerechnet in Paris mit 1:3. Es folgte ein dürftiges 1:1 gegen Litauen und schon hagelte es Kritik von allen Seiten für den Nachfolger von Erfolgscoach Marcello Lippi. Doch als sich seine Mannschaft an das neue 4-3-3-System gewöhnt hatte, wurden die Auftritte immer eindrucksvoller. Außer den zurückgetretenen Alessandro Nesta und Francesco Totti sind fast alle WM-Helden noch mit dabei, wenn auch teilweise in ungewohnter Position.

Buffon unumstritten
Keinerlei Diskussion gibt es über die Nummer eins, sollte er von Verletzungen verschont bleiben, wird Gianluigi Buffon bei der Endrunde zwischen den italienischen Pfosten stehen. Auch vor ihm bleibt alles so, wie es war: Fabio Cannavaro und Marco Materazzi sind in der Innenverteidigung gesetzt. Auf der rechten Außenverteidigerposition duellieren sich Christian Panucci und Massimo Oddo um einen Startplatz, links ist Gianluca Zambrotta unverzichtbar, es sei denn, Fabio Grosso könnte noch einmal an seine fantastische WM-Form anknüpfen, dann würde Zambrotta nach rechts rücken.

Milan-Block
Massimo Ambrosini war in der Lippi-Ära der Edelreservist vom Dienst, nun haben sich seine Aktien deutlich verbessert. Neben dem defensiven Mittelfeldspieler werden Andrea Pirlo und Gennaro Gattuso das AC-Milan-Mittelfeld komplettieren, für Daniele De Rossi und Simone Perrotta von AS Roma dürfte zunächst nur die Bank bleiben. Mauro Camoranesi wäre eine weitere Option, auch die jungen Hoffnungsträger Riccardo Montolivo und Alberto Aquilani könnten gelegentlich EM-Luft schnuppern dürfen.

Toni, wer sonst?
Camoranesi kann im Mittelfeld auch die offensivere Rolle ausfüllen, vorderste Spitze wird in jedem Fall Luca Toni sein, an dem kein Weg vorbei führt. Antonio Di Natale hat sich zuletzt auf dem Flügel vehement in den Vordergrund gespielt, Fabio Quagliarella und Vincenzo Iaquinta könnten vielleicht schon in diesem Jahr alternden Stars wie Filippo Inzaghi und Alessandro Del Piero endgültig den Rang ablaufen.


Spiele

09.06.2008 - Niederlande 20:45
13.06.2008 - Rumänien 18:00
17.06.2008 - Frankreich 20:45




Niederlande


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Die Niederlande hatten in der Gruppe G so gut wie keine Probleme, die Qualifikation stand bereits ein Spiel vor dem Ende fest.
• Rumänien war der größte Konkurrent der Niederländer. In Rotterdam gab es ein torloses Remis, doch das Rückspiel in Constanta konnten die Rumänen mit 1:0 gegen die Truppe von Marco van Basten gewinnen.
• Mit einem 1:0-Heimsieg gegen Luxemburg brachten die Niederlande die Qualifikation unter Dach und Fach. Gegen den Außenseiter war es jedoch ein hartes Stück Arbeit, das einzige Tor erzielte Danny Koevermans.
• Nach einer überraschenden 1:2-Niederlage in Belarus am letzten Spieltag beendeten die Niederländer die Gruppe G auf dem zweiten Platz.
• Neben der erfolgreichen Qualifikation für Österreich und die Schweiz gab es bei den Niederländern noch einen erfreulichen Nebeneffekt – einige Stars aus den siegreichen Teams bei den UEFA-U21-Europameisterschaften 2006 und 2007 schafften den Durchbruch in der A-Nationalmannschaft.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Die Niederlande dominierten ihre Qualifikationsgruppe zur FIFA Weltmeisterschaft 2006 und kamen in zwölf Spielen zu zehn Siegen und zwei Unentschieden. Mit fünf Punkten Vorsprung auf die Tschechische Republik und sieben Zählern auf Rumänien konnte das Team souverän die Gruppe gewinnen.
• Mit 32 Punkten aus zwölf Spielen sammelten die Niederländer durchschnittlich die meisten Zähler (2,67 pro Partie) vor England und Portugal (jeweils 2,5 Punkte pro Spiel).
• Die Niederländer überstanden eine schwierige Gruppenphase der WM-Endrunde mit Siegen gegen Serbien und Montenegro (1:0) und der Elfenbeinküste (2:1) sowie einem torlosen Unentschieden gegen Argentinien.
• Die Oranje-Mannschaft musste im Achtelfinale eine 1:0-Niederlage gegen Portugal einstecken und schied damit aus dem WM-Turnier aus. Beide Teams beendeten die Partie mit neun Spielern.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Nach einem zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe hinter der Tschechischen Republik setzten sich die Niederländer in den Play-offs mit insgesamt 6:1 gegen Schottland durch und lösten damit ihr Ticket für die EM-Endrunde in Portugal. Dort wurde das Team in der Vorrunde erneut Zweiter hinter den Tschechen, erreichte damit aber das Viertelfinale, in dem man sich im Elfmeterschießen gegen Schweden durchsetzen konnte. Im Halbfinale scheiterten die Niederländer dann aber mit 1:2 an Gastgeber Portugal.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Die Niederlande gewannen 1988, bei ihrem bislang einzigen Finalauftritt, den Titel. Am 25. Juni 1988 sorgten Ruud Gullit (32. Minute) und der amtierende Nationaltrainer Marco van Basten (54.) mit ihren Toren im Münchner Olympiastadion für einen 2:0-Erfolg über die Sowjetunion.
• Die Niederlande erreichten zudem vier Mal das Halbfinale (2004, 2000, 1992 und 1976) sowie einmal das Viertelfinale (1996).

Fakten
• Die Niederlande haben sich für die vergangenen fünf Endrunden der UEFA-Europameisterschaft qualifizieren können.

Statistik
• Bis zum Ende der UEFA-EURO-2008™-Qualifikation bestritten die Niederlande insgesamt 117 Qualifikationspartien im Rahmen der UEFA-Europameisterschaft. Dabei gab es 72 Siege, 22 Unentschieden und 23 Niederlagen sowie ein Torverhältnis von 241:91.
• An der UEFA-Europameisterschaft 1960 nahmen die Niederländer nicht teil.


Marco van Bastens Zeit als Trainer der niederländischen Nationalmannschaft läuft nach der UEFA EURO 2008™ ab – kein Wunder, dass sich der 43-Jährige nur zu gerne mit einem Knalleffekt verabschieden würde.

Endspiel-Erfahrung
Van Basten hat bereits eine UEFA-Europameisterschaft gewonnen, 1988 als Spieler. Im Finale gegen die Sowjetunion erzielte er einen wunderbaren Volleytreffer aus schier unmöglichem Winkel zum 2:0-Endstand, es war sein fünftes Tor bei dieser Endrunde in Deutschland. Vom damaligen Zauberfußball der Oranje ist im derzeitigen Kader allerdings nicht viel zu sehen, Effektivität hat unter Van Basten eindeutig Vorrang.

Pragmatisches System
Das offensive 4-3-3-System, das unter Coach Rinus Michels in den 70er Jahren den Stil der Niederländer geprägt hat, ist längst einem pragmatischeren 4-4-2 gewichen. Der Erfolg scheint Van Basten Recht zu geben, immerhin gelang die Qualifikation für die Endrunde. Übrigens wechselte Michels selbst 1988 bei der Endrunde nach dem ersten Spiel - einer 0:1-Niederlage gegen die Sowjets - zu einem 4-4-2-System und behielt das bis zum Ende bei.

Starke Defensive
Im Dezember traf sich Van Basten mit seinen Schlüsselspielern und diskutierte mögliche taktische Alternativen für die Endrunde. Ergebnis war ein 4-2-3-1-System. Sicher scheint derzeit nur eines: eine Viererkette vor Torhüter und Kapitän Edwin van der Sar. Joris Mathijsen ist in der Abwehr ebenfalls gesetzt, um die anderen Plätze streiten sich André Ooijer, Khalid Boulahrouz, Mario Melchiot, Wilfred Bouma, Tim de Cler und Giovanni van Bronckhorst. In der Qualifikation kassierten die Niederländer nur fünf Tore, die starke Abwehr soll dem kreativen Mittelfeld den Rücken freihalten und so die Basis weiterer Erfolge sein.

Kreatives Mittefeld
Mit Rafael van der Vaart, Wesley Sneijder und Robin van Persie verfügt Van Basten über drei der kreativsten Mittelfeldspieler Europas, genial ergänzt werden die drei durch den defensiver ausgerichteten Routinier Clarence Seedorf. Weiter vorne findet sich ein weiterer Routinier, der aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört: Ruud van Nistelrooy dürfte demnächst Patrick Kluivert als niederländischen Rekordtorschützen (40 Tore) ablösen. Doch selbst wenn es beim Torjäger vom Dienst mal nicht laufen sollte, sind da ja noch Spieler wie Danny Koevermans, Klaas Jan Huntelaar, Dirk Kuyt und Jan Vennegoor of Hesselink - keine schlechte Auswahl.


Spiele

09.06.2008 - Italien 20:45
13.06.2008 - Frankreich 20:45
17.06.2008 - Rumänien 20:45





Rumänien


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Rumänien hatte sich bereits zwei Spieltage vor Schluss für die erste Endrunde seit der UEFA EURO 2000™ qualifiziert, mit einem 2:0-Sieg in Luxemburg. Dies war bereits ihr zehntes Spiel in Folge in der Gruppe G ohne Niederlage.
• Damit hat Trainer Victor Piţurcă seine Klasse bewiesen. Er führte Rumänien bereits zur UEFA EURO 2000™, doch bei der Endrunde saß er damals nicht mehr auf der Bank.
• Die Rumänen kamen nicht besonders gut aus den Startlöchern, gegen Bulgarien kassierten sie zwei späte Gegentore und kamen so nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Danach sollte es jedoch keine weiteren Rückschläge mehr geben.
• Nach dem torlosen Remis in den Niederlanden am vierten Spieltag folgten sechs Siege in Folge. Im Rückspiel gegen die Niederländer in Constanta erzielte Dorin Goian das goldene Tor, und damit waren die Rumänen so gut wie bei der Endrunde.
• Mit dem 2:0-Erfolg in Luxemburg machten sie schließlich den letzten Schritt. Die Torschützen waren in dieser Partie Florentin Petre und Ciprian Marica.
• Im nächsten Spiel kassierte das Team von Piţurcă dann doch noch eine Niederlage, mit 0:1 in Bulgarien. Zum Abschluss holte man sich mit einem 6:1-Sieg gegen neun Albaner den Gruppensieg.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006
• Außer Germany, das als Ausrichter automatisch für die FIFA-WM qualifiziert ist, ist Rumänien die einzige an zwei gesetzte europäische Mannschaft, die nicht zumindest die Play-offs erreicht hat. Am Ende sprang hinter den Niederlanden und der Tschechischen Republik nur Platz drei heraus.
• Rumänien schaffte in den zwölf Spielen immerhin acht Siege und ein Remis. Damit lagen sie sieben Punkte hinter den Niederlanden und zwei Zähler hinten den Tschechen zurück. Auf das nächstplatzierte Finnland hatten sie neun Punkte Vorsprung.
• Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen belegte Rumänien Platz eins. Anschließend gab es eine 0:1-Niederlage in der Tschechischen Republik un ein 1:1 in Armenien. In dieser Partie hatte Rumänien nach dem Treffer von Ciprian Marica (29.) noch zur Halbzeit mit 1:0 geführt, aber Karen Dokhoyan stellte nach einer Stunde mit seinem Treffer den Ausgleich her.
• Das Jahr 2005 begann mit einer Niederlage - ein 0:2 daheim gegen die Niederlande. Es war die einzige Heimpleite während dieser Qualifikation. Phillip Cocu erzielte im Giulesti-Stadion den ersten Treffer für die Gäste bereits in der ersten Minute, ehe Ryan Babel sechs Minuten vor dem Ende alle Zweifel über den Sieger beseitigte.
• Nach einem 2:1-Sieg in Skopje gegen die EJR Mazedonien mussten die Rumänen in Rotterdam gegen die Niederlande erneut eine Niederlage hinnehmen. Torschützen für die Oranjes waren Arjen Robben (26.) und Dirk Kuijt (47.)
• Dennoch beendete Rumänien die Qualifikation mit Würde. Vier Partien in Folge wurden ohne ein Gegentor in 403 Minuten gewonnen. Adrian Mutu erzielte die letzten fünf Tore in der Qualifikation, die ausreichten, um daheim Andorra (2:0) und die Tschechische Republik (2:0) zu schlagen, ehe zum Abschluss in Helsinki gegen Finnland ein 1:0-Erfolg gelang.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Rumänien beendete die Qualifikation zur UEFA EURO 2004™ hinter Dänemark und Norwegen auf dem dritten Platz. Vier Siege und zwei Unentschieden in zwölf Spielen reichten nicht, um den Sprung nach Portugal zu schaffen. Rumänien hatte zwar am Ende genauso viele Punkte wie Norwegen auf dem Konto, aber im direkten Vergleich hatten sie das Nachsehen. Bosnien-Herzegowina landete einen Punkt hinter Rumänien, und auf dem letzten Platz lag Luxemburg, das keinen einzigen Zähler holen konnte.
• Zu verdanken hatten die Rumänen das Scheitern ihrem schwachen Auftritten daheim. Im zweiten Spiel gab es in Bukarest gleich eine 0:1-Niederlage gegen Norwegen, die durch den einzigen Treffer von Steffen Iversen (83.) gewannen. Noch schlimmer wurde es beim Gastauftritt von Dänemark, der mit einem 5:2 für die Skandinavier endete; in dieser Parie waren die Rumänen zwei Mal in Führung gegangen. Adrian Mutu erzielte bereits nach fünf Minuten das 1:0, aber schon drei Minuten später konnte Dennis Rommedahl ausgleichen. Dann war es Dorinel Munteanu, der seine Mannschaft in der zweiten Minute der zweiten Hälfte abermals in Front brachte. Doch danach brachen alle Dämme, Dänemark erzielte durch Thomas Gravesen (53.), Jon Dahl Tomasson (71.), Cosmin Contra (73., Eigentor) und Rommedahl (90.+2) noch vier Treffer.
• Gegen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina gab es klare Siege, insgesamt wurden in den Partien gegen diese beide Mannschaften 16:0 Tore erzielt. Den höchsten Sieg feierten die Rumänen beim 7:0-Erfolg in Luxemburg, bei dem Contra (45.+1, 47. and 86.) einen lupenreinen Hattrick schaffte.

Bestes Abschneiden bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Rumänien gewann die Qualifikation zur UEFA EURO 2000™ mit 24 Punkten aus zehn Spielen. In der Endrunde ging es gegen England, Deutschland und Portugal. Nach den ersten beiden Spielen hatten die Rumänen allerdings erst einen Punkt auf dem Konto, aber im letzten Gruppenspiel konnten sie sich gegen England mit 3:2 durchsetzen und erreichen die Play-offs. Den entscheidenden Treffer gegen England erzielte Ioan Ganea in der 89. Minute. Im Viertelfinale gegen Italien kam allerdings das Aus. Nach Toren von Francesco Totti (33.) und Filippo Inzaghi (43.) verlor Rumänien mit 0:2.

Fakten
• Obwohl sich Rumänien für die UEFA-Europameisterschaftsendrunden 1984 und 1996 qualifizierte, schafften sie dort keinen einzigen Sieg. Dieser gelang erstmals im neunten Spiels, als England bei der UEFA EURO 2000™ mit 3:2 besiegt wurde, was den Einzug ins Viertelfinale zur Folge hatte.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ hat Rumänien an allen 13 Qualifikationen zu den europäischen Titelkämpfen teilgenommen. In dieser Zeit wurden 105 Spiele absolviert, von den 52 gewonnen, 27 unentscheiden gestaltet und 26 verloren wurden. Das Torhältnis beträgt 191:104.


Rumäniens Trainer Victor Piţurcǎ liebt zwar das Offensivspektakel, doch seine Mannschaft bewies in der Qualifikation erstaunliche Disziplin im Abwehrverhalten und hielt so Superstar Adrian Mutu den Rücken frei.

Teamgeist
Früher selbst ein Stürmer, ist Piţurcǎ schlau genug, um zu wissen, dass eine sichere Defensive die Basis des Erfolgs ist, deshalb spielt er auch meist mit zwei defensiven Mittelfeldspielern zur Absicherung der Viererkette. Außerdem ist der Trainer ausgesprochen experimentierfreudig, im Verlauf der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ setzte er 39 Spieler ein. So besteht er denn auch darauf, dass - mit ein oder zwei Ausnahmen - sein Team "nicht von einem oder mehreren Spielern abhängig ist."

Defensive Varianten
Torhüter Bodgan Lobont ist eine dieser Ausnahmen. Die Abwehr vor ihm dagegen hat durchaus wechselndes Personal. Die starken Auftritte der hoch gewachsenen Innenverteidiger Dorin Goian und Gabriel Tamaş haben den Trainer sogar dazu gebracht, den vielseitigen Kapitän Cristian Chivu im Mittelfeld zu testen. Cosmin Contra als rechter Außenverteidiger sowie Rǎzvan Raţ auf links bestechen durch ihre gefährlichen Sturmläufe und Flanken.

Alles dreht sich um Chivu
Ursprünglich Innen- oder Linksverteidiger, hat Chivu seine Fähigkeiten in Abwesenheit der verletzten Rǎzvan Cociş und Mirel Rǎdoi auch schon im zentralen oder linken Mittelfeld bewiesen. Die Position im linken Mittelfeld dürfte bei der Endrunde allerdings von Nicolae Dicǎ ausgefüllt werden, obwohl Laurenţiu Roşu - der schneller ist - je nach Gegner auch eine Chance erhalten könnte. Auf dem rechten Flügel zeichnen sich Bǎnel Nicoliţǎ und Florentin Petre zwar durch ihren unermüdlichen Einsatz aus, nicht aber durch große Torgefahr.

Mutu und Marica
Für die Tore zuständig ist im Team von Piţurcǎ vor allem das Sturmduo Mutu und Ciprian Marica, die in der Qualifikation zusammen elf Mal getroffen haben und vor allem durch ihre unterschiedliche Spielweise bestens harmonieren. Mutu ist unglaublich trickreich, schießt fast alle Freistöße und begeistert durch seine überfallartigen Attacken vom linken Flügel. Marica dagegen ist ein echter Strafraumstürmer, scheut keinen Zweikampf und hat neben seiner Schnelligkeit auch einen exzellenten Torriecher.


Spiele

09.06.2008 - Frankreich 18:00
13.06.2008 - Italien 18:00
17.06.2008 - Niederlande 20:45



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Gruppe D


Griechenland
Russland
Schweden
Spanien




Griechenland


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Der Europameister holte sich bereits zwei Spieltage vor Abschluss der Qualifikation den Sieg in der Gruppe C, durch einen 1:0-Sieg gegen die Türkei in Istanbul. Ioannis Amanatidis machte dabei das goldene Tor. Am Ende hatten die Griechen 31 Punkte auf ihrem Konto – mehr als jedes andere Team in der Qualifikation.
• Otto Rehhagel hat einen neuen Rekord aufgestellt, er ist nun der griechische Nationaltrainer mit der längsten Amtszeit. Im letzten Qualifikationsspiel in Ungarn saß er zum 75. Mal auf der Bank.
• Die Griechen hatten einen Start nach Maß, sie konnten die ersten drei Spiele ohne Gegentreffer gewinnen. Danach folgte allerdings eine bittere 1:4-Pleite gegen die Türkei in Athen, obwohl sie in der fünften Minute durch Sotirios Kyrgiakos in Führung gegangen waren. "Wir haben zwar ein frühes Tor gemacht, aber wir konnten mit dem Tempo der Türken nicht mithalten. Sie sind von Minute zu Minute besser geworden", sagte Rehhagel.
• Von den nächsten acht Spielen konnte Griechenland dann aber sieben gewinnen, den einzigen Punktverlust gab es beim 2:2-Unentschieden in Norwegen. Kyrgiakos machte in dieser Begegnung beide Tore.
• In den zwölf Qualifikationsspielen der Griechen stand Kyrgiakos die ganzen 1080 Minuten auf dem Platz.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-WM 2006
• Nach dem Gewinn der UEFA EURO 2004™ konnten die Griechen nicht an diesen Erfolg anknüpfen und qualifizierten sich nicht für die FIFA-WM 2006. In ihrer Gruppe mit sieben Mannschaften belegten die Hellenen am Ende nur Platz vier. In ihren zwölf Partien kamen sie auf sechs Siege und drei Unentschieden.
• In den sechs Heimspielen gab es vier Siege und ein Remis. Die einzige Heimniederlage erfolgte gegen den späteren Gruppensieger Ukraine. Das einzige Tor erzielte im Georgios Karaiskakis-Stadion acht Minuten vor dem Ende Andriy Husin.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Griechenland war die Sensationsmannschaft der UEFA EURO 2004™ in Portugal, als sie völlig unerwartet den Titel gewinnen konnte.
• Zuvor konnten sie sich zum zweiten Mal für eine EURO qualifizieren. In den acht Spielen gab es sechs Siege und zwei Niederlagen. Auf den Plätzen dahinter landeten Spanien und die Ukraine.
• Die letzten sechs Partien wurden gewonnen, acht Treffer wurden dabei erzielt, keiner kassiert. Die letzten vier Spiele endeten alle mit 1:0.
• Die Gruppenphase beendeten die Griechen trotz eines 2:1-Auftakttriumphes gegen Portugal hinter den Gastgebern auf Platz zwei.
• In den weiteren Spielen zeigte sich die Abwehr gewohnt souverän, alle verbleibenden Spiele wurden mit 1:0 gewonnen. Im Viertelfinale gegen Frankreich war es Angelos Charisteas, der nach 65 Minuten traf. Im Halbfinale gegen die Tschechische Republik erzielte Trianios Dellas in der 105. Minute per Silver Goal die Entscheidung.
• Schließlich konnte sich Griechenland im Finale im Estádio da Luz gegen Gastgeber Portugal mit 1:0 durchsetzen. Torschütze des einzigen Treffers war in der 57. Minute Charisteas.
• In den letzten 358 Minuten dieses Turniers kassierten die Griechen keinen einzigen Treffer mehr.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Sieg bei der UEFA EURO 2004™.

Fakten
• Griechenland verweigerte die Teilnahme am ersten Europameisterschaftsspiel im März 1963 gegen Albanien, weil sich beide Länder seit 1912 offiziell im Krieg befanden.
• Griechenland hat an zwei Europameisterschaftsendrunden teilgenommen. Vor dem Triumph in Portugal 2004 nahmen die Hellenen 1980 in Italien teil.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ hat Griechenland 100 Spiele in der UEFA-Europameisterschaft absolviert (darunter auch das mit 0:3 gewertete Spiel 1963 gegen Albanien). Dabei wurden 48 Spiele gewonnen, 19 endeten unentschieden und 33 wurden verloren. Dies alles bei einer Tordifferenz von 146:115.
• Den höchsten Sieg gab es in der Qualifikation zur EURO 1980 beim 8:1 gegen Finnland. Dreifacher Torschütze war Thomas Mavros.
• Die höchste Niederlage gab es 1958, im ersten Spiel des Wettbewerbs. Beim 1:7 in Paris gegen Frankreich trugen sich Just Fontaine, Jean Vincent und Thadée Cisowski je zwei Mal in die Torschützenliste ein.


Im Kader der Griechen steht noch gut die Hälfte der Spieler, die vor vier Jahren bei der UEFA EURO 2004™ sensationell den Titel geholt hatten. Trainer Otto Rehhagel ist es aber inzwischen gelungen, sein Team auf wichtigen Positionen zu verjüngen.

Taktische Veränderungen
Obwohl Theodoros Zagorakis, der die Griechen in Portugal als Kapitän zum Titeltriumph geführt hatte, seine Karriere inzwischen beendet hat, hat Rehhagel nach wie vor zahlreiche erfahrene und vielseitige Spieler im Team. Rehhagel setzte in der Qualifikation meist auf ein 4-3-3-System, gegen stärkere Gegner könnte er bei der Endrunde aber auch auf 4-4-2 umschalten.

Große Abwehrspieler
Im Tor ist Oldie Antonios Nikopolidis nach wie vor unumstritten die Nummer eins, auch wenn Konstantinos Chalkias in der Qualifikation einige viel versprechende Einsätze hatte. In der Abwehr sind die hünenhaften Traianos Dellas und Sotirios Kyrgiakos – der in der Qualifikation keine Minute verpasst hat – gesetzt, Giourkas Seitaridis ist als Rechtsverteidiger eine Bank. Vassilios Torosidis ist Favorit auf den Posten als Linksverteidiger, seine Teamkollegen bei Olympiacos CFP, Paraskevas Antzas und Christos Patsatzoglou, könnten bei Bedarf hinten aushelfen.

Starke Stürmer
Die beiden Letztgenannten fühlen sich allerdings im zentralen Mittelfeld am wohlsten, auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass sie die Haudegen wie Kapitän Angelos Basinas und Konstantinos Katsouranis verdrängen, die dort seit der UEFA EURO 2004™ unumstritten sind. Weiter vorne wird Georgios Karagounis als Spielmacher agieren. Ganz vorne hat Theofanis Gekas in der Bundesliga seine Fähigkeiten oft genug nachgewiesen, er hat seinen Stammplatz sicher. Rehhagel hat zuletzt aber auch immer wieder Ioannis Amanatidis eine Chance gegeben, Kandidaten für einen Platz in der Startelf wären auch Nikolaos Liberopoulos, Stelios Giannakopoulos, Angelos Charisteas und Georgios Samaras.


Spiele

10.06.2008 - Schweden 20:45
14.06.2008 - Russland 20:45
18.06.2008 - Spanien 20:45




Russland


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Guus Hiddinks erste Qualifikation als russischer Nationaltrainer hätte kein dramatischeres Ende finden können, seine Mannschaft sicherte sich erst auf den letzten Drücker den zweiten Platz in der Gruppe E.
• Nach zwei Unentschieden zum Auftakt gegen Kroatien und Israel konnten die Russen fünf der nächsten sechs Spiele gewinnen. Beim 4:0-Heimsieg gegen Andorra gelang Aleksandr Kerzhakov ein Dreierpack. Die einzige Partie in dieser Serie, die nicht mit einem Sieg endete, war das torlose Remis in Kroatien.
• Im Herbst 2007 musste Russland zwei Mal in Folge gegen England antreten. Im Wembley-Stadion setzte es eine 0:3-Niederlage, doch in Moskau gab es nach einem Rückstand noch einen 2:1-Erfolg. Wayne Rooney hatte die Engländer in Führung gebracht, doch der eingewechselte Roman Pavlyuchenko war in der zweiten Halbzeit innerhalb von fünf Minuten zwei Mal zur Stelle.
• Damit konnte sich Russland auf den zweiten Rang schieben. In den letzten beiden Spielen gegen Israel und Andorra mussten also sechs Punkte her, um sicher bei der Endrunde dabei zu sein.
• Hiddink sagte, es wäre “einfach unmöglich”, bei den bereits ausgeschiedenen Israelis zu verlieren. Doch die Russen sollten es schaffen, sie mussten sich mit 1:2 geschlagen geben. Damit hatte England wieder die besseren Karten.
• Am letzten Spieltag spitzte sich die Dramatik dann immer mehr zu. England unterlag überraschend zu Hause mit 2:3 gegen Kroatien, während zehn Russen mit 1:0 in Andorra gewinnen konnten. Dmitri Sychev machte dabei das goldene Tor.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA-Weltmeisterschaft 2006
• Russland belegte in einer Gruppe mit sieben Teams hinter Portugal und der Slowakei den dritten Platz. In den zwölf Gruppenspielen gab es insgesamt sechs Siege, fünf Unentschieden und eine Niederlage. Am Ende lagen die Russen sieben Zähler hinter Gruppensieger Portugal, hatten aber wie der Tabellenzweite Slowakei 23 Punkte. Aufgrund des direkten Vergleichs blieb ihnen jedoch nur der dritte Rang.
• Im ersten Spiel der Qualifikation kam man in Moskau gegen die Slowakei nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Nach der Führung der Gastgeber durch Dmitri Bulykin in der 15. Minute erzielte Robert Vittek drei Minuten vor dem Schlusspfiff den Ausgleich.
• Anschließend folgte ein 4:0-Erfolg gegen Luxemburg, bei dem Dmitri Sychev (56., 68. und 86. Minute) in der zweiten Hälfte einen lupenreinen Hattrick schaffte. Doch nur vier Tage später mussten die Russen eine vernichtende 1:7-Pleite in Portugal einstecken. Im Stadion José Alvalade waren Cristiano Ronaldo und Petit jeweils zwei Mal erfolgreich.
• Dies sollte die einzige Niederlage der Russen in der Qualifikation bleiben. Auswärts hatten sie jedoch auch weiterhin große Probleme. Nach einem mühsamen 2:1-Sieg in Liechtenstein kamen sie gegen Estland und Lettland jeweils nicht über ein 1:1 hinaus. Andrei Arshavin erzielte beide Mal das Tor der Russen.
• Nach Heimsiegen gegen Estland (4:0), Lettland (2:0) und Liechtenstein war drei Spieltag vor dem Ende noch alles offen. Dann kam man aber in Moskau gegen Portugal nicht über ein torloses Remis hinaus. Aleksei Smertin sah in dieser Partie mit dem Halbzeitpfiff die Gelb-Rote Karte.
• Im vorletzten Spiel wurde Luxemburg in Moskau mit 5.1 geschlagen. Die Russen mussten die letzte Partie gegen die Slowakei unbedingt gewinnen, kamen aber wieder nicht über ein 0:0 hinaus. Also blieb ihnen nur der dritte Rang.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Russland belegte in seiner Qualifikationsgruppe für die UEFA EURO 2004™ den zweiten Platz hinter der Schweiz und schaffte es schließlich über die Entscheidungsspiele zur Endrunde. In Portugal war dann jedoch schon nach der Gruppenphase Schluss.
• In den acht Qualifikationsspielen schafften die Russen vier Siege und zwei Unentschieden. Alle Siege gelangen ihnen auf heimischem Boden, mit einem Torverhältnis von 15:5. Sowohl Irland (4:2), Albanien (4:1), die Schweiz (4:1) und Georgien (3:1) wurden deutlich geschlagen.
• Auswärts zeigten die Russen zumeist nur durchwachsene Leistungen, erkämpften sich aber immerhin zwei Unentschieden bei ihren schärfsten Rivalen Schweiz (2:2) und Irland.
• In den Entscheidungsspielen zur UEFA EURO 2004™-Endrunde in Portugal konnten die Russen das Duell mit Wales nach Hin- und Rückspiel mit 1:0 gewinnen. Im Moskauer Lokomotiv-Stadion gab es zuerst nur ein torloses Remis, doch im Rückspiel im Millennium-Stadion gelang Russland dann das einzige Tor durch Aleksei Smertin in der 21. Minute.
• Bei der Endrunde setzte es dann in den beiden ersten Partien Niederlagen gegen Spanien (0:1) und Portugal (0:2). Damit war vor dem letzten Gruppenspiel gegen Griechenland das Ausscheiden bereits besiegelt. Gegen die Griechen gab es dann im Algarve-Stadion von Faro-Loulé noch einen 2:1-Erfolg. Die Torschützen waren dabei Dmitri Kirichenko (3. Minute) und Dmitri Bulykin (17.).

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Den größten Erfolg seit ihrer Unabhängigkeit schaffte Russland bei der UEFA EURO 2004™. Das beste Qualifikationsergebnis erreichten sie aber vor der EURO ‘96™. Aus zehn Begegnungen holten die Russen damals 26 Zähler und wurden so Sieger in einer Gruppe mit Finnland, Griechenland, Schottland, den Färöer-Inseln und San Marino. Die Leistung bei der UEFA EURO '96™ war danach aber wenig berauschend, denn in drei Partien sprang nur ein einziger Punkt heraus, mit einem 3:3 gegen die Tschechische Republik. Zuvor gab es Niederlagen gegen Italien (1:2) und Deutschland (0:3).

Fakten
• Vor der UEFA EURO '96™ nahm Russland in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) an der EM 1992 teil. Bis dahin war Russland - seit der Einführung dieses Wettbewerbs 1958 - Mitglied der Sowjetunion. Die Sowjets konnten sich für die ersten vier UEFA-Europameisterschaften qualifizieren und die erste Endrunde 1960 sogar gewinnen. 1964, 1972 und 1988 schafften sie es jeweils ins Finale.

Statistik
• Bis zum Ende der UEFA EURO 2008™ war Russland viermal bei einer UEFA-Europameisterschaft dabei und absolvierte dabei insgesamt 48 Partien. Davon wurden 27 gewonnen, zehn endeten mit einem Remis und elf wurden verloren. Das Torverhältnis steht bei 100:48.
• Das erste Länderspiel seit der Ablösung von der Sowjetunion fand am 16. August 1992 statt und endete mit einem 2:0-Sieg gegen Mexiko. Zuvor absolvierte Russland bereits zwischen 1912 und 1914 Länderspiele als unabhängiger Staat.


Die russische Mannschaft, die bei der Endrunde in Österreich und der Schweiz antreten wird, hat keine Ähnlichkeit mehr mit jener, die bei der UEFA EURO 2004™ in Portugal am Start war.

Neue Leute
Trainer Guus Hiddink ließ zu Beginn der Qualifikation auf etlichen Positionen junge Leute ran, was auch für das Tor galt. Igor Akinfeev vom PFC CSKA Moskva hat sich als neue Nummer 1 etabliert, doch während seiner sechsmonatigen Absenz wegen einer Kreuzbandverletzung erwiesen sich Vyacheslav Malafeev und Vladimir Gabulov als zuverlässige Vertreter.

Abwehr verstärkt
Wie schon sein Vorgänger Yuri Semin vertraut auch der Niederländer Hiddink auf die CSKA-Abwehrspieler Sergei Ignashevich, Vasili Berezutski und Aleksei Berezutski. Als Hiddink von der üblichen 3-5-2-Formation auf eine Viererabwehrkette umstellte, war auch der wendige Aleksandr Anyukov mit von der Partie. Wenn Mannschaftskollegen verletzt oder gesperrt waren, war auf Denis Kolodin jederzeit Verlass.

Kompaktes Mittelfeld
Ein kompaktes Mittelfeld war mit dafür verantwortlich, dass Russland in der Qualifikation nur sieben Tore kassierte – vier davon allein allerdings gegen England. Igor Semshov und Konstantin Zyrianov, der mit 30 Jahren der älteste Akteur im Kader ist und erst jüngst zu Russlands Spieler des Jahres 2007 gewählt wurde, sind im Mittelfeld Dreh- und Angelpunkt, während Diniyar Bilyaletdinov, Yuri Zhirkov, Vladimir Bystrov, Ivan Saenko und Dmitri Torbinskiy offensiv gefährlich sind.

Sechs Spieler
Auf dem Papier lässt Hiddink zwar mit einem Fünf-Mann-Mittelfeld spielen, aber in der Praxis gehört auch Starstürmer Andrei Arshavin, der bei der UEFA EURO 2008™ in den ersten beiden Begegnungen gesperrt zusehen muss, dazu, denn er kommt am liebsten aus der Tiefe. Mit Aleksandr Kerzhakov, Dmitri Sychev und Roman Pavlyuchenko verfügt der Trainer über weitere Angriffsoptionen, doch während der Qualifikation zeigten sie unbeständige Leistungen. Viele beklagen den Mangel an Topstars, aber Hiddink lässt auch bei der Endrunde junge Profis auflaufen. Und auch die in Russland unter Vertrag stehenden Marat Izmailov, Aleksei Smertin und Viktor Budyanskiy könnten ihre Chance bekommen.


Spiele

10.06.2008 - Spanien 18:00
14.06.2008 - Griechenland 20:45
18.06.2008 - Schweden 20:45




Schweden


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Schweden qualifizierte sich hinter Spanien als Zweiter der Gruppe F für die Endrunde, durch einen 2:1-Sieg gegen Lettland am letzten Spieltag. Gleichzeitig unterlag Nordirland in Spanien.
• Das Team von Trainer Lars Lagerbäck kam gut aus den Startlöchern, die ersten vier Partien wurden allesamt gewonnen – darunter war auch ein 2:0-Erfolg über den großen Favoriten Spanien, dank der Tore von Johan Elmander und Marcus Allbäck.
• Im März 2007 folgte ein Rückschlag, mit einer 1:2-Pleite gegen Nordirland in Belfast. Elmander hatte Schweden in Führung gebracht, doch dann folgten zwei Treffer von David Healy.
• Das anschließende Gastspiel in Dänemark musste abgebrochen werden, weil der Schiedsrichter von einem Zuschauer angegriffen worden war – genau in dem Moment, als Schweden beim Stand von 3:3 kurz vor dem Ende einen Elfmeter zugesprochen bekam. Am grünen Tisch wurde die Begegnung schließlich mit 3:0 für Schweden gewertet.
• Schweden hätte die Qualifikation bereits am drittletzten Spieltag unter Dach und Fach bringen können, doch gegen Nordirland gab es nur ein 1:1-Unentschieden. Anschließend folgte eine 0:3-Niederlage in Spanien, und so war weiterhin alles offen.
• Mit dem Sieg gegen Lettland am 21. November 2007 machten die Schweden dann alles klar, sie qualifizierten sich zum fünften Mal in Folge für ein großes Turnier. Kim Källström machte in dieser Partie das Siegtor. "Wir haben getan, was wir tun mussten. Das ist das Einzige, was zählt”, sagte Zlatan Ibrahimović.

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Schweden beendete die Qualifikation punktgleich mit dem Tabellenersten Kroatien. Die 24 Punkte aus zehn Spielen reichten, um sich als einer der beiden besten Gruppenzweiten direkt für die Endrunde zu qualifizieren.
• Abgesehen von ihren beiden 0:1-Niederlagen gegen Kroatien spielten die Schweden eine hervorragende Qualifikation. Denn alle anderen acht Partien gewannen sie mit einem Torverhältnis von 30:2.
• Schweden qualifizierte sich für das WM-Achtelfinale mit je zwei Unentschieden gegen Trinidad und Tobago (0:0) und England (2:2) sowie einem 1:0-Sieg über Paraguay.
• Das Achtelfinale bedeutete für die Skandinavier das WM-Aus, nachdem sie gegen Gastgeber Deutschland eine 2:0-Niederlage einstecken mussten.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Schweden erreichte das Viertelfinale bei der EM 2004 und schied dort erst nach Elfmeterschießen gegen die Niederlande aus. Zuvor hieß es nach 120 Minuten 0:0.
• Zum Auftakt der Gruppenphase gewannen die Schweden deutlich mit 5:0 gegen Bulgarien. Anschließend spielten sie gegen Italien (1:1) und Dänemark (2:2) unentschieden. Das reichte, um zusammen mit den Dänen ins Viertelfinale einziehen zu können.
• Schon vor der überraschenden 0:1-Heimniederlage im letzten Gruppenspiel gegen Lettland in Stockholm hatten sich die Skandinavier für die EM-Endrunde qualifiziert. Von den vorangegangenen sieben Spielen gewannen die Schweden fünf und holten zwei Remis. Dabei schossen sie 19 Tore und musste nur zwei Gegentreffer hinnehmen.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft
• Als Gastgeber erreichten die Schweden 1992 das EM-Halbfinale. An dieser Endrunde nahmen zum letzten Mal acht Mannschaften teil. Schweden wurde nach einem 1:1-Auftaktunentschieden gegen Frankreich im Råsunda-Stadion und zwei Siegen gegen Dänemark (1:0) und England (2:1) Gruppensieger. Im Halbfinale verloren die Schweden allerdings gegen Deutschland mit 2:3.

Fakten
• Mit dem Erreichen der UEFA EURO 2008™ konnten die Schweden die fünfte Teilnahme an einem großen Finalturnier hintereinander feiern.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation für die EM-Endrunde 2008 spielte Schweden 92 EM-Spiele, gewann 43, spielte 24 Mal unentschieden und verlor 25. 137 erzielten Treffern stehen 91 Gegentore gegenüber.
• An der Europameisterschaft 1960 nahmen die Skandinavier nicht teil.
• Schweden gewann in der Geschichte des Wettbewerbs bereits viermal mit 5:0, doch der höchste Sieg war der 6:0-Triumph am 7. Juni 2003 gegen San Marino in Serravalle. Mattias Jonson erzielte dabei einen Hattrick.


Nachdem sich Schweden nun zum fünften Mal in Folge für eine große Endrunde qualifizieren konnte, wird Trainer Lars Lagerbäck in den letzten Monaten kaum noch große Änderungen vornehmen.

Star im Sturm
Zwar muss er bei dieser Endrunde auf Henrik Larsson verzichten, der endgültig aus der Nationalelf zurückgetreten ist, dafür wird sein potenzieller Nachfolger immer besser. FC Internazionale Milanos Zlatan Ibrahimović ist auf dem Weg, ein echter Star zu werden, das beweist er Woche für Woche in der Serie A. Von ihm wird enorm viel abhängen. Wenn seine Partnerschaft mit dem ebenfalls ständig besser werdenden Johan Elmander klappt, ist für die Schweden fast alles möglich. Mit dem erfahrenen Marcus Allbäck steht ein guter Ersatz für die beiden Gewehr bei Fuß.

Offensiv ausgerichtet
In den letzten Jahren beeindruckte Schweden vor allem durch seine offensive Ausrichtung, mit Fredrik Ljungberg und Christian Wilhelmsson ist die Mannschaft von Lagerbäck vor allem auf den Flügeln enorm stark besetzt. Basis des schwedischen Spiels sind dennoch Geduld, Teamwork und eine große Moral. Der Ball wird meist flach gehalten, gegen stärkere Gegner setzen die Schweden zumeist auf ihre Konter. Tobias Linderoth ist dabei der wichtigste Spieler, er soll der Abwehrkette bei Bedarf zu Hilfe eilen, ist aber auch dafür zuständig, nach der Balleroberung schnell umzuschalten und die startenden Spitzen zu füttern.

Alter Kader
Schweden erreichte bei der UEFA EURO 2004™ das Viertelfinale, dennoch weiß Lagerbäck um die Grenzen seines Teams, verglichen mit den Top-Favoriten wie Frankreich, Italien, Spanien oder Deutschland. Umso wichtiger ist es, mit einer eingespielten Mannschaft zur Endrunde zu reisen, das Alter spielt da für den Trainer keine große Rolle. Spieler wie Mikael Nilsson, Anders Svensson, Olof Mellberg und Daniel Majstorovic sind zwar schon jenseits der 30, doch bei der Endrunde in Österreich und der Schweiz sollte man diese Haudegen nicht unterschätzen.


Spiele

10.06.2008 - Griechenland 20:45
14.06.2008 - Spanien 18:00
18.06.2008 - Russland 20:45





Spanien


Qualifikation zur UEFA EURO 2008™
• Nach einem schwachen Beginn kam die Mannschaft von Luis Aragonés immer besser in Fahrt, im vorletzten Spiel wurde mit einem 3:0-Heimsieg gegen Schweden das Ticket für die Endrunde gebucht.
• Spanien beendete das Jahr 2006 in einer tiefen Krise. Einer überraschenden 2:3-Niederlage in Belfast gegen Nordirland folgte eine 0:2-Pleite in Schweden, damit hatten die Spanier aus den ersten drei Partien der Gruppe F lediglich drei Punkte geholt.
• 2007 wurde es dann aber besser. Von neun Spielen wurden acht gewonnen, nur in Reykjavik gab es gegen Island ein 1:1-Unentschieden - Andrés Iniesta machte dabei erst kurz vor dem Schlusspfiff den Ausgleich.
• Mit einem 3:1-Sieg in Dänemark sowie dem 3:0-Erfolg über Schweden zeigte die Truppe von Aragonés, über welche Qualitäten sie verfügt.
• Mit einem 1:0 gegen Nordirland im letzten Qualifikationsspiel sicherte sich Spanien den Gruppensieg. Aragonés sagte anschließend: "Spanien ist schon seit vielen Jahren bei allen großen Turnieren dabei, deshalb ist die Qualifikation kein Erfolg. Wir haben einfach unsere Pflicht getan."

Abschneiden in der Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006
• Spanien musste sich über die Play-offs qualifizieren, nachdem sie die Qualifikationsgruppe nur als Zweiter beendet hatten - trotz fünf Siegen und fünf Unentschieden in den zehn Spielen. Aber Serbien und Montenegro, ebenfalls ungeschlagen, hatte am Ende zwei Punkte mehr, da sie sechs ihrer zehn Begegnungen gewannen.
• Spanien gewann seine ersten drei Heimspiele, konnte aber auswärts die Erwartungen nicht erfüllen. In Bosnien-Herzegowina (1:1), Litauen (0:0) sowie Serbien und Montenegro (0:0) gab es nur drei Unentschieden.
• Ausschlaggebend war aber, dass Bosnien-Herzegowina in Spanien ein 1:1 schaffte. Nach der Führung durch Zvjezdan Misimović nach 38 Minuten kam das Heimteam durch Carlos Marchena erst weit in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit zum Ausgleich.
• Spanien benötigte nun im achten Spiel am 7. September 2005 einen Heimsieg gegen Serbien und Montenegro, um weiterhin Tabellenführer zu bleiben. Aber trotz der Führung durch Raúl González (19.) mussten sie sich mit einem Unentschieden begnügen, nachdem Mateja Kežman Mitte der zweiten Halbzeit den Ausgleichstreffer erzielte.
• Danach kehrte die gewohnte Heimstärke der Spanier zurück und sie gewannen gegen Belgien (2:0) und San Marino (6:0) und schlossen die Runde als Zweiter ab.
• Die Slowakei bekam in den Play-offs den ganzen Frust der Spanier zu spüren und verlor in Madrid mit 1:5, Luis García mit einem Dreierpack (10., 18. und 75.) sowie Fernando Torres (65.) und Fernando Morientes (79.) waren die Torschützen. Das Rückspiel in Bratislava endete mit einem 1:1-Unentschieden, nach Filip Hološkos Tor in der 50. Minute glich David Villa 20 Minuten später aus.
• In Deutschland absolvierten die Spanier eine souveräne Gruppenphase der WM-Endrunde mit Siegen gegen die Ukraine (4:0), Tunisien (3:1) und Saudi Arabien (1:0).
• In den Achtelfinals musste Spanien eine bittere 3:1-Niederlage gegen den späteren WM-Finalisten Frankreich hinnehmen und somit die Heimreisen antreten.
• Fernando Torres und David Villa erzielten je drei Tore in den vier WM-Partien Spaniens.

Abschneiden bei der UEFA EURO 2004™
• Spanien erreichte die Endrunde der UEFA EURO 2004™ ebenfalls nur über die Play-offs, nach einem zweiten Platz in der Qualifikationsgruppe hinter Griechenland. Zwar sollte Norwegen bezwungen und so das Ticket nach Portugal gelöst werden, aber der Aufenthalt dort sollte nur von kurzer Dauer sein. Die Spanier schieden nach drei Spielen in der Gruppenphase aus.
• Obwohl sie zuvor in der Qualifikation nur eines ihrer acht Spiele verloren hatten, gaben die Spanier auswärts wertvolle Punkte gegen die Ukraine (2:2) und Nordirland (0:0) ab. Noch negativer allerdings schlug die 0:1-Heimniederlage gegen die Griechen zu Buche, für die Stylianos Giannakopoulos drei Minuten vor der Pause im La Romareda-Stadion in Saragossa traf.
• In den darauf folgenden Play-offs erwiesen sich die Spanier aber als zu stark für die Norweger. Zu Hause gewann Spanien mit 2:1, obwohl Steffen Iversen die Gäste nach 15 Minuten in Führung gebracht hatte. Die Spanier schlugen durch Raúl González (21.) und Rubén Baraja (85.) zurück. Das Ergebnis im Rückspiel in Oslo war deutlicher: Spanien traf dreimal durch Raúl (34.), Vicente Rodríguez (50.) und Joseba Etxeberria (56.), Norwegen blieb ohne Torerfolg.
• In Portugal scheiterten die Spanier trotz eines Auftaktsieges gegen Russland schon in der Vorrunde. Juan Carlos Valerón erzielte nach 60 Minuten das einzige Tor des Spiels. Anschließend gab es nur ein 1:1 gegen Griechenland, ehe das letzte Spiel gegen Portugal verloren wurde. Portugal gewann die Gruppe mit sechs Punkten Vorsprung, während Griechenland wegen des besseren Torverhältnisses Zweiter vor Spanien wurde.

Bester Auftritt bei einer UEFA-Europameisterschaft?
• Der größte Triumph Spaniens kam am 21. Juni 1964 in Madrid, als sie den Wettbewerb durch einen 2:1-Sieg gegen die Sowjetunion gewannen. Die Spanier schlugen in der Vorrunde Rumänien, Nordirland und Irland, bevor sie Ungarn (2:1) im Halbfinale besiegten.

Fakten
• Eins von acht Teams, das die Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2006 ungeschlagen überstanden hat. Diese übrigen Mannschaften sind: Niederlande, Portugal, Frankreich, Schweiz, Israel, Serbien und Montenegro sowie Kroatien.

Statistik
• Bis zum Ende der Qualifikation zur UEFA EURO 2008™ hat Spanien 122 Spiele in allen 13 bisherigen Qualifikationsrunden bestritten. Insgesamt gewannen sie 72 Begegnungen, spielten 24 Mal unentschieden und verloren 26 Spiele. Sie schossen 260 Tore und kassierten 108 Treffer.


Nach anfänglichen Problemen in der Qualifikation hat sich die mit Stars durchsetzte Mannschaft von Trainer Luis Aragonés in den letzten Partien unglaublich gesteigert und geht wieder einmal als ein Mitfavorit auf den Titel in eine Endrunde.

Starke Defensive
Erste Vorraussetzung des spanisches Offensivfeuerwerks, das man sich in Österreich und der Schweiz erhofft, ist eine bärenstarke Abwehr und Garant hierfür ist vor allem Torhüter Iker Casillas, der schon seine vierte große Endrunde für Spanien bestreiten wird. Aragonés setzte zuletzt bevorzugt Casillas' Teamkollegen Sergio Ramos auf der rechten Abwehrseite ein, die Stärken des Spielers von Real Madrid CF liegen ganz klar in seinen Offensiv-Vorstößen. Neben seiner Jugend, seinem Durchsetzungsvermögen, seiner Schnelligkeit und seinem Selbstvertrauen besticht Ramos auch durch seine Torgefährlichkeit. Joan Capdevila von Villarreal CF ist Favorit auf den Posten als Linksverteidiger, in der Innenverteidigung spricht alles für das Duo Carlos Marchena und Carles Puyol.

Torgefährliches Mittelfeld
Die defensive Rolle im Mittelfeld wird bestens ausgefüllt von David Albelda (Valencia CF), wesentlich offensiver und kreativer spielen Xavi Hernández und Cesc Fabregas, die die Spitzen mit Vorlagen füttern sollen. Andrés Iniesta ist der Spezialist für schnelle Konter, der vielseitige Mittelfeldspieler kann sowohl aus der Mitte, als auch vom rechten oder linken Flügel für Gefahr sorgen. Bestens harmoniert er dabei mit David Silva von Valencia. Eine weitere Option auf dem Flügel wäre Joaquín. Sowohl Xavi als auch Iniesta sind extrem torgefährlich, zusammen erzielten sie in der Qualifikation sieben Treffer.

Villa gesetzt
David Villa ist im Sturm gesetzt. Der Stürmer aus Valencia war in der Qualifikation sieben Mal erfolgreich und kann auch die Rolle als einzige Spitze ausfüllen. Sollte Aragonés statt des von ihm bevorzugten 4-5-1-Systems auf ein 4-4-2 umstellen, kämen als Partner von Villa Fernando Torres, Raúl Tamudo, Fernando Morientes und Raúl González in Frage. Letzterer war bis vor wenigen Monaten aus dem Team nicht wegzudenken, doch mittlerweile hat der routinierte Real-Star mächtig an Boden verloren.


Spiele

10.06.2008 - Russland 18:00
14.06.2008 - Schweden 18:00
18.06.2008 - Griechenland 20:45

http://de.euro2008.uefa.com/
 
Italien bangt um Iaquinta

Juventus hat bestätigt, dass Vincenzo Iaquinta aufgrund einer Oberschenkelverletzung für den Rest der Serie-A-Saison ausfällt und möglicherweise auch die UEFA EURO 2008™ verpasst.

Verletzung im Trainer
Der 28-jährige Stürmer, der diese Saison in 24 Ligaspielen acht Treffer erzielte, zog sich letzten Monat eine Trainingsverletzung zu und sollte eigentlich für die beiden letzten Partien wieder zur Verfügung stehen. Allerdings hat der Verein nun bestätigt, dass Iaquinta in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Die Nationalmannschaft wurde über seinen Zustand informiert, eine Teilnahme an der EM-Endrunde ist derzeit völlig offen.

Donadoni vor schwieriger Entscheidung
Bei einer Röntgen-Untersuchung zu Beginn dieser Woche konnte man zumindest eine leichte Verbesserung seines Verletzungszustands feststellen, aber bei Juventus will man einen Einsatz keinesfalls riskieren. Nun liegt es Italiens Nationaltrainer Roberto Donadoni, ob er den Torjäger für die Endrunde in Österreich und der Schweiz nominieren will. Iaquinta hat in 23 Länderspielen einen Treffer erzielt und gehörte beim Gewinn der FIFA-Weltmeisterschaft 2006 zum Kader der Italiener.


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Polens Kader nimmt Gestalt an

Der polnische Nationaltrainer Leo Beenhakker hat vor dem Trainingslager in Donaueschingen (19. bis 31. Mai) sechs Spieler aus seinem 31 Mann zählenden provisorischen Kader für die UEFA EURO 2008™ aussortiert, dafür aber den in Brasilien geborenen Roger Guerreiro berufen.

Nachrückerliste
Torhüter Wojciech Kowalewski von Korona Kielce und Verteidiger Arkadiusz Radomski vom FK Austria Wien, die drei- bzw. viermal während der Qualifikation zum Einsatz kommen, werden für die Titelkämpfe ebenso nicht berücksichtigt wie Mittelfeldspieler Michał Goliński und die drei Stürmer Dawid Janczyk, Łukasz Piszczek und Artur Wichniarek. Dennoch können sie sich nach den Worten von Beenhakker noch Hoffnungen machen: "Sie stehen auf der Reserveliste, aber noch können sie es zur EURO schaffen, wenn sich von den Nominierten jemand verletzt oder in schlechter Form befindet." Der 25-jährige Roger hatte erst kürzlich vom polnischen Ministerpräsidenten Lech Kaczyński die polnische Staatsbürgerschaft erhalten.

Der vorläufige polnische Kader
Tor: Artur Boruc (Celtic FC), Tomasz Kuszczak (Manchester United FC), Łukasz Fabiański (Arsenal FC).

Abwehr: Jacek Bąk (FK Austria Wien), Marcin Wasilewski (RSC Anderlecht), Paweł Golański (FC Steaua Bucureşti), Mariusz Jop (FC Moskva), Adam Kokoszka (Wisła Kraków), Jakub Wawrzyniak (Legia Warszawa), Michał Żewłakow (Olympiacos CFP), Grzegorz Bronowicki (FK Crvena Zvezda).

Mittelfeld: Dariusz Dudka (Wisła Kraków), Wojciech Łobodziński (Wisła Kraków), Jakub Błaszczykowski (BV Borussia Dortmund), Mariusz Lewandowski (FC Shakhtar Donetsk), Rafał Murawski (Lech Poznań), Łukasz Garguła (GKS Bełchatów), Jacek Krzynówek (VfL Wolfsburg), Radosław Majewski (Groclin Grodzisk Wielkopolski), Michał Pazdan (Górnik Zabrze), Roger Guerreiro (Legia Warszawa).

Sturm: Euzebiusz Smolarek (Real Racing Club Santander), Maciej Żurawski (Larissa FC), Tomasz Zahorski (Górnik Zabrze), Radosław Matusiak (Wisła Kraków), Marek Saganowski (Southampton FC).



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Rosický muss für EURO passen

Die Tschechische Republik muss bei der UEFA EURO 2008™ auf Spielmacher und Kapitän Tomáš Rosický verzichten. Der Mittelfeldspieler von Arsenal FC wird sich nächste Woche einer Operation unterziehen.

"Tiefpunkt"
Der 27-Jährige laboriert seit Januar an einer Knieverletzung, die ursprünglich eher "eine Sache von Tagen, denn von Wochen" sein sollte. Doch die Verletzung erwies sich als hartnäckig und Rosický musste zu seiner großen Enttäuschung die Teilnahme an der Endrunde absagen. "Ich bin auf dem Tiefpunkt meiner Karriere", sagte er auf einer Pressekonferenz in Prag. "Ich habe den größten Teil der Saison bei Arsenal verpasst und jetzt kann ich auch nicht an der Europameisterschaft teilnehmen."

Comeback von Nědvěd?
Rosický muss am Dienstag unters Messer und anschließend "mindestens zwei Monate" pausieren. Sein Fehlen ist ein schwerer Schlag für Trainer Karel Brückner: "Er wird uns sehr fehlen. Er hat alles Menschenmögliche getan und sich jeder nur denkbaren Behandlung unterzogen, eine Operation ist seine einzige Chance." Nach bekannt werden dieser Hiobsbotschaft wurde spekuliert, dass Pavel Nědvěd dazu bewegt werden soll, sein Comeback in der Nationalelf zu geben. Der Spielmacher von Juventus hatte nach der FIFA-WM 2006 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.


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Kein Platz für Hakan Şükür


Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim hat seinen vorläufigen 26-Mann-Kader für die UEFA EURO 2008™ bekannt gegeben, nicht mit dabei ist die türkische Stürmerlegende Hakan Şükür.

Große Überraschung
Die Nichtberücksichtigung von Hakan Şükür durch Terim ist die größte Überraschung auf der Liste, denn immerhin kam der 36-Jährige im Verlauf der Qualifikation acht Mal zum Einsatz und stand bei der EURO '96™, der UEFA EURO 2000™ und der FIFA-WM 2002 seinen Mann.

Altıntop dabei
Dafür berücksichtigte Terim Mittelfeldspieler Hamit Altıntop vom FC Bayern München, obwohl der seit Monaten wegen eines Fußbruches pausieren muss. Alle nominierten Spieler müssen sich am 11. Mai im Antalya Gloria Golf Resort Hotel einfinden.

Drei Testspiele
Nach einem fünftägigen Trainingslager in Antalya reist der türkische Tross nach Marienfeld in Deutschland, wo man die restliche Vorbereitung auf die UEFA EURO 2008™ absolviert. Bis zum Auftakt der Endrunde stehen dann noch drei Testspiele gegen die Slowakei (20. Mai), Uruguay (25. Mai) und Finnland (29. Mai) auf dem Programm.

Kader Türkei
Tor: Volkan Demirel (Fenerbahçe SK), Rüştü Reçber (Beşiktaş JK), Tolga Zengin (Trabzonspor).

Abwehr: Gökhan Gönül (Fenerbahçe SK), Sabri Sarıoğlu (Galatasaray AŞ), Gökhan Zan (Beşiktaş JK), İbrahim Kaş (Beşiktaş JK), Emre Aşık (Galatasaray AŞ), Servet Çetin (Galatasaray AŞ), Hakan Balta (Galatasaray AŞ), Uğur Boral (Fenerbahçe SK).

Mittelfeld: Mehmet Aurélio (Fenerbahçe SK), Mehmet Topal (Galatasaray AŞ), Emre Belözoğlu (Newcastle United FC), Tümer Metin (Larissa FC), Yıldıray Baştürk (VfB Stuttgart), Hamit Altıntop (FC Bayern München), Ayhan Akman (Galatasaray AŞ), Arda Turan (Galatasaray AŞ), Tuncay Şanlı (Middlesbrough FC), Kazım Kazım (Fenerbahçe SK), Gökdeniz Karadeniz (FC Rubin Kazan).

Sturm: Nihat Kahveci (Villarreal CF), Halil Altıntop (FC Schalke 04), Semih Şentürk (Fenerbahçe SK), Mevlüt Erding (FC Sochaux-Montbéliard).


http://de.euro2008.uefa.com/news
 
Ärrsche

Ärrsche

Daniel schrieb:
Österreicher proben Ernstfall

Im Wiener Ernst-Happel Stadion übten am Wochenende über 1800 Leute den Ernstfall. Man wollte schon mal wissen, wie es sich anfühlt, wenn man bei der EM die Hosen ausgezogen bekommt.

http://www.krone.at/krone/S25/object_id__100752/hxcms/index.html



Man könnte meinen "wir san im Oarsch daham" , aber dem ist nicht so. Uns geht auch
nicht der Arrsch vor den Spielen, denn diesen unheimlichen Vorteil welchen wir haben,
denn hat ja sonst niemand. Wir haben schon dreimal verloren ohne noch gespielt zu
haben. Wunderbar, die Gegner haben schon alle gewonnen gegen uns, super.
Wir werden da auch nicht sonderlich stören dabei wenn die Gegner die Siege, welche
sie sowieso schon haben, einfahren. Wir sind ja auch die ersten welche schon ins
Trainingscamp eingerückt sind, damit wir fit sind für die Niederlagen. Wir sind so fit
wie kein zweites Team, denn unsere Spieler haben bei weitem nicht so viele Spiele
gespielt wie die Gegner. Ich hoffe nur, die Gegner werden auch ihre maximale
Fitness bringen, damit sie so richtig drüberfahren über uns.

Drum sag ich euch jetzt, AUFPASSEN, Geld ist schnell weg wenn man nicht kreativ ist.

Schöne Grüße noch, an die Schiedsrichter, aufpassen, richtig pfeifen


Robär
 
12.05.2008
Scolari gibt EM-Kader bekannt

Portugals Fußball-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari hat sein EM-Aufgebot bekannt gegeben.
Er setzt bei der EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz unter anderem auf die Bundesliga-Legionäre Fernando Meira vom VfB Stuttgart und Hugo Almeida von Werder Bremen.
Scolari sorgte auch für eine Überraschung: Maniche vom italienischen Meister Inter Mailand wird nicht dabei sein. Die Rolle des Mittelfeldstars sollen Jorge Ribeiro von Boavista Porto oder Miguel Veloso von Sporting Lissabon übernehmen.

sport1.de


Hier der komplette Kader :

Guarda-redes:
Ricardo (Betis, Esp)
Quim (Benfica)
Rui Patrício (Sporting)

Defesas:
Bosingwa (FC Porto)
Paulo Ferreira (Chelsea, Ing)
Miguel (Valência, Esp)
Ricardo Carvalho (Chelsea, Ing)
Pepe (Real Madrid, Esp)
Bruno Alves (FC Porto)
Fernando Meira (Estugarda, Ale) Bier VfB
Jorge Ribeiro (Boavista)

Médios:
Miguel Veloso (Sporting)
Petit (Benfica)
Raul Meireles (FC Porto)
Deco (Barcelona)
João Moutinho (Sporting)
Cristiano Ronaldo (Manchester United, Ing)
Nani (Manchester United, Ing)
Quaresma (FC Porto)
Simão (Atlético Madrid, Esp)

Avançados:
Nuno Gomes (Benfica)
Hélder Postiga (Panathinaikos, Gre)
Hugo Almeida (Werder Bremen, Ale)
 
Acht Bundesliga-Akteure dabei

Die Schweiz hat ihren vorläufigen Kader für die Europameisterschaft bekannt gegeben. Nationaltrainer Jakob "Köbi" Kuhn nominierte insgesamt acht Bundesliga-Legionäre.

Im Einzelnen sind dies: die Dortmunder Alexander Frei und Philipp Degen, der Wolfsburger Torhüter Diego Bengalio, Mario Eggimann vom Karlsruher SC, Stuttgarts Ludovic Magnin, der Frankfurter Christoph Spycher, Steve von Bergen (Hertha BSC) und der Leverkusener Tranquillo Barnetta.

Ebenfalls den Sprung in den Kader schaffte der langzeitverletzte Patrick Müller von Olympique Lyon. Der Abwehrchef gab erst kürzlich, nach sechsmonatiger Pause, unter den Augen von "Köbi" Kuhn sein Comeback in der Reservemannschaft von Lyon. Den endgültigen Kader nominiert der Trainer am 28. Mai.

Das vorläufige EM-Aufgebot der Schweiz:

Tor
Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Pascal Zuberbühler (Neuchatel Xamax), Fabio Coltorti (Racing Santander)

Abwehr
Philipp Degen (Borussia Dortmund), Johannes Djourou (FC Arsenal), Mario Eggimann (Karlsruher SC), Stephane Grichting (AJ Auxerre), Stephan Lichtsteiner (OSC Lille), Ludovic Magnin (VfB Stuttgart), Patrick Müller (Olympique Lyon), Philippe Senderos (FC Arsenal), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt), Steve von Bergen (Hertha BSC Berlin)

Mittelfeld
Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Valon Behrami (Lazio Rom), Ricardo Cabanas (Grasshopper Zürich), Gelson Fernandes (Manchester City), Daniel Gygax (FC Metz), Benjamin Huggel (FC Basel), Gökhan Inler (Udinese Calcio), Johan Vonlanthen (RB Salzburg), Hakan Yakin (Young Boys Bern)

Angriff
Eren Derdiyok (FC Basel), Alexander Frei (Borussia Dortmund), Blaise Nkufo (Twente Enschede), Marco Streller (FC Basel)


kicker.de



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Absage an van Basten

Der Niederländer Clarence Seedorf hat überraschend seine Teilnahme an der Europameisterschaft abgesagt. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler des AC Mailand informierte Bondscoach Marco van Basten, der ihn in sein vorläufiges, 30 Spieler umfassendes Aufgebot berufen hatte, dass er für die EURO in der Schweiz und Österreich nicht zur Verfügung steht. Das bestätigte der Niederländische Fußball-Verband (KNVB). Laut Medienberichten gab Seedorf „persönliche Gründe“ an. „Er mag mich nicht“, sagte Seedorf, der mit van Bastens Führungsstil Probleme hat.

bild.de



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Der Kader der Schweden

Larsson auch dabei, passend zur EM hin feiert er seinen Rücktritt vom Rücktritt



Goal:: Andreas Isaksson (Manchester City), Rami Shaaban (Hammarby), Johan Wiland (Elfsborg)

Abwehr: Olof Mellberg (Aston Villa), Petter Hansson (Stade Rennes), Mikael Nilsson (Panathinaikos), Niclas Alexandersson (IFK Gothenburg), Andreas Granqvist (Helsingborg), Daniel Majstorović (Basel), Fredrik Stoor (Rosenborg Trondheim), Mikael Dorsin (CFR Cluj)

Mittelfeld:: Tobias Linderoth (Galatasaray), Daniel Andersson (Malmo), Anders Svensson (Elfsborg Boras), Kim Kallstrom (Olympique Lyon), Christian Wilhelmsson (Deportivo La Coruna), Fredrik Ljungberg (West Ham United), Sebastian Larsson (Birmingham City)

Angriff:: Zlatan Ibrahimović (Inter Milan), Johan Elmander (Toulouse), Marcus Allback (FC Copenhagen), Markus Rosenberg (Werder Bremen), Henrik Larsson (Helsingborg)
 
Freitag verkündet Jogi sein EM-Aufgebot
Alles spricht für Adler & Neuville


Von WALTER M. STRATEN

n zwei Tagen und in 2962 Metern Höhe verkündet Joachim Löw (4Cool seine schwerste Entscheidung als Bundestrainer. Welche Spieler werden am Freitag auf dem Gipfel der Zugspitze für die EM nominiert?


Jogi Löw steht vor einer schweren Entscheidung

16 Teilnehmer der „Bergtour 2008“ (so heißt die EM im DFB-Jargon) stehen fest. Von Jens Lehmann über Michael Ballack bis hin zum Bremer Clemens Fritz.
Die spannendsten Fragen: Wer kommt als fünfter Stürmer mit und wer als dritter Torwart?

Nach BILD-Informationen spricht alles für René Adler (23) und Oliver Neuville (35).

Für den Gladbacher Neuville spricht trotz der 2. Liga und des Alters:

Als dribbelstarker Flitzer (15 Tore, 10 Torvorlagen in dieser Saison) unterscheidet er sich von seinen Kollegen Klose, Gomez, Kuranyi und Poldi. Und: Neuville war schon bei der WM 2006 mit seinem Siegtor gegen Polen unser Super-Joker.

Spannend der Kampf hinter Jens Lehmann. Drei Kandidaten (Hildebrand, Enke, Adler) für zwei Tickets.


Von allen drei Torhütern hat er die beste Rückrunde gespielt, gilt als Hoffnungsträger für die Ära nach Lehmann und kann sich so schon an die Turnier-Atmosphäre gewöhnen. DFB-Torwarttrainer Andy Köpke hat in den letzten Wochen intensiv die Ligaspiele von Adler und Enke beobachtet. Bleibt Robert Enke zu Hause – oder sogar Timo Hildebrand (mit Valencia knapp dem Abstieg entkommen)?

DFB-intern steht nur fest: Schalkes Manuel Neuer hat keine Chance. Gibt es eine Mega-Überraschung im Aufgebot wie Odonkor 2006? Unwahrscheinlich, aber möglich. Gladbachs Mittelfeld-Shootingstar Marko Marin (19) kann noch hoffen.

Löw überlegt, mehr als 23 Mann ins Trainingslager nach Mallorca (ab 19. Mai) mitzunehmen. Dann tobt der Konkurrenzkampf weiter. Die Meldefrist bei der Uefa läuft erst am 28. Mai ab.


Sicher dabei

Jens Lehmann, Michael Ballack, Torsten Frings, Per Mertesacker, Christoph Metzelder, Philipp Lahm, Miroslav Klose, Mario Gomez, Kevin Kuranyi, Lukas Podolski, Arne Friedrich, Marcell Jansen, Thomas Hitzlsperger, Bastian Schweinsteiger, Clemens Fritz


Beste Chancen

René Adler, Oliver Neuville, Timo Hildebrand, Tim Borowski, Heiko Westermann, Simon Rolfes, Jermaine Jones


Kaum Chancen

Robert Enke, Roberto Hilbert, David Odonkor, Gonzalo Castro, Christian Pander, Patrick Helmes, Mike Hanke, Stefan Kießling, Manuel Friedrich, Piotr Trochowski, Robert Huth, Marko Marin


Keine Chancen

Tim Wiese, Manuel Neuer, Sebastian Kehl, Gerald Asamoah, Alexander Madlung, Jan Schlaudraff

bild.de
 
Bukarest (RPO). Der rumänische Nationaltrainer Victor Piturca hat einen Bundesliga-Profi in den EM-Kader berufen. Ciprian Marica steht im 26-köpfigen vorläufigen Aufgebot. Topstar ist Stürmer Adrian Mutu vom Uefa-Cup-Halbfinalisten AC Florenz. Meldeschluss für den endgültigen Kader ist am 28. Mai (12 Uhr).

14 Spieler des Außenseiters in der "Todesgruppe" C mit Weltmeister Italien, Frankreich und den Niederlanden sind in der heimischen Liga aktiv. Die drei Hauptstadtklubs Steaua, Dinamo und Rapid Bukarest stellen allein insgesamt 12 Spieler.

Das vorläufige Aufgebot der rumänischen Fußball-Nationalmannschaft:

Tor: Bogdan Lobont (Dinamo Bukarest), Danut Coman (Rapid Bukarest), Marius Popa (Politehnica Timisoara)

Abwehr: Cosmin Contra (FC Getafe), Gabriel Tamas (AJ Auxerre), Cristian Sapunaru (Rapid Bukarest), Dorin Goian, Sorin Ghionea (beide Steaua Bukarest), Cosmin Moti (Dinamo Bukarest), Stefan Radu (Lazio Rom), Razvan Rat (Schachtjor Donezk)

Mittelfeld: Florentin Petre (ZSKA Sofia), Paul Codrea (AC Siena), Mirel Radoi, Ovidiu Petre, Nicolae Dica, Banel Nicolita (alle Steaua Bukarest), Adrian Cristea (Dinamo Bukarest), Razvan Cocis (Lokomotive Moskau), Cristian Chivu (Inter Mailand)

Angriff: Adrian Mutu (AC Florenz), Ciprian Marica (VfB Stuttgart), Daniel Niculae (AJ Auxerre), Florin Bratu (Dinamo Bukarest), Ciprian Deac (CFR Cluj), Marius Niculae (Inverness Caledonian Thistle)


rp-online.de
 
Al-Qaida ruft zu Anschlägen auf die Fußball-EM auf

Die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz zieht auch die Aufmerksamkeit von Extremisten auf sich. Das Terrornetzwerk al-Qaida ruft im Internet dazu auf, beide Länder in eine "Hölle" zu verwandeln. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst: Das Sportereignis sei eindeutig ein Ziel für Terroristen.

Das internationale Terrornetzwerk al-Qaida hat zu Anschlägen auf die Fußballeuropameisterschaft im Juni aufgerufen. Die EM in Österreich und der Schweiz sei ein "Ziel", das von dem Netzwerk anvisiert werde, sagte der Präventionsbeauftragte der Schweizer Polizei, Jürg Bühler, der Tageszeitung "La Liberté". "Wir verfolgen die Lage aus nächster Nähe."

Im Internet kursierten seit Wochen Anschlagsdrohungen, wie es sie auch vor der Fußball-WM vor zwei Jahren in Deutschland gegeben habe, sagte Bühler. "Wir sind auf alles vorbereitet."

Die Schweizer Bundespolizei erklärte, ein Großereignis wie die Fußball-EM könne für Terroristen ein bevorzugtes Ziel sein. Es gebe jedoch derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Terror-Gefahr.

"La Liberté" wies darauf hin, dass einschlägige Internet-Foren dazu aufforderten, die "beiden sichersten Länder Europas" ähnlich wie den Irak und Afghanistan in eine "Hölle" zu verwandeln.

http://snipurl.com/28yf4
 
Deutscher EM-Kader

Deutscher EM-Kader

Löw nominiert vorläufigen 26er-Kader
Drei müssen noch weichen
Unter großem Medieninteresse hat Joachim Löw am heutigen Freitag auf der Zugspitze seinen Kader für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz bekanntgegeben. Der Bundestrainer nimmt als dritten Torhüter René Adler von Bayer Leverkusen mit in die Alpenrepubliken. Timo Hildebrand vom FC Valencia hatte überraschend das Nachsehen, Robert Enke (Hannover 96) rückt damit nach konstant guten Leistungen in der Bundesliga zur Nummer zwei auf.

Bei den Stürmern genießen bei Löw die Zweitliga-Torjäger Oliver Neuville und Patrick Helmes genügend Vertrauen. Löw gab den Kader zusammen mit seinem Assistent Hans Flick und Torwarttrainer Andreas Köpke sowie Nationalelfmanager Oliver Bierhoff bekannt. Stellvertretend für die EM-Fahrer liefen Kinder mit den entsprechenden Trikots auf. "Die letzten Tage haben wir uns natürlich viele Gedanken gemacht. Bis Donnerstag haben wir eine Entscheidung getroffen. Wir sind von unserem Kader absolut überzeugt. Absagen gehören natürlich auch dazu, den betroffenen Spielern ist zu wünschen, dass sie gut damit zurecht kommen", so der Bundestrainer. Angesichts des kleinen Fragezeichens, das beispielsweise hinter einem EM-Einsatz von Metzelder noch steht, hat Löw nur ein vorläufiges Aufgebot von 26 Spielern nominiert, aus dem bis zum endgültigen Meldeschluss am 28. Mai noch drei Spieler gestrichen werden müssen. "Wir wollen alle unsere Kandidaten noch einmal sehen", so Löw. Ab Montag wird sich die Nationalelf im Trainingslager auf Mallorca auf die EM vorbereiten.
Tor: Hildebrand aussortiert
Jens Lehmann (FC Arsenal) war im Tor als Nummer eins gesetzt, seine Nominierung ist daher keine Überraschung. Dahinter allerdings waren die beiden weiteren Plätze offen. Löw entschied sich dabei gegen Timo Hildebrand vom FC Valencia, der bislang immer als Nummer zwei hinter Lehmann galt und stattdessen für Robert Enke (Hannover 96) und Nachwuchsmann René Adler von Bayer Leverkusen. Köpke musste Hildebrand am Vormittag die bittere Nachricht mitteilen.

Quelle: kicker 16.5.08
 
Was sich Löw bei dieser Zusammenstellung des Kaders gedacht ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.


Was man damals mit Kahn machte, wurde nun in ähnlicher Form mit Hildebrand gemacht. Das er nicht mit zur EM darf ist für mich eine riesen Sauerei. Hildebrand brachte in Spanien Weltklasseleistung und gewann mit Valencia den spanischen Pokal, wo er maßgeblichen Erfolg hatte. Das man Adler mitnimmt ist völlig richtig, genau wie Enke.
Doch nach Leistung kann es bei dieser Nominierung nicht gegangen sein. Lehmann hätte während der EM vor den Fernseher gehört und nicht ins DFB-Team. Seine Einsätze in dieser Saison kann man an einer Hand abzählen und überzeugen konnte er nie, noch nicht mal gegen die "Fußballweltmacht" Österreich. Zu Saisonbeginn bei Arsenal ein Fehler nach dem anderen, verlor seinen Stammplatz gegen den Durchschnittskeeper Almunia und war schlussendlich in London sogar nur noch die Nr. 3.
Was ein Glück, dass er mit Bierhoff einen guten Freund im Team hat und Bierhoff`s langjähriger Berater auch der Berater von Lehmann ist.
Hildebrand wird hier zum Bauernopfer für Lehmann`s schlechte Leistungen gemacht. Eine Frechheit sondergleichen.

Meiner Meinung nach auch unverständlich, was die Namen Jones, Westermann, D. Odonkor, Trochowski, A. Friedrich und O. Neuville in diesem Aufgebot zu suchen haben.

Von Odonkor hört man seit der WM nix mehr, Jones und Westermann sind für mich Antifußballer hoch 10 und total überschätzt. Arne Friedrich ist viel zu langsam und war bei der WM 2006 schon der Unsicherheitsfaktor im deutschen Team. Der größte Witz ist aber, dass in diesem Aufgebot der Name Trochowski auftaucht.
Da muss ich mich echt fragen, ob der Schuhputzer kurzfristig ausgefallen ist ?
Neuville hätte 2006 seine Nationalmannschaftskarriere würdig beenden sollen. Nun wäre die Zeit für Hanke oder Kießling reif gewesen.

Zudem vermisse ich in Löw`s Aufgebot Namen wie Pander, Hinkel, M. Friedrich oder Kehl.
Und bevor man einen Westermann mitnimmt, hätte man durchaus mal über den Namen Lell denken sollen.


Naja, Österreich darf wieder hoffen.
 
Daniel schrieb:
Lehmann hätte während der EM vor den Fernseher gehört und nicht ins DFB-Team. Seine Einsätze in dieser Saison kann man an einer Hand abzählen und überzeugen konnte er nie, noch nicht mal gegen die "Fußballweltmacht" Österreich. Zu Saisonbeginn bei Arsenal ein Fehler nach dem anderen, verlor seinen Stammplatz gegen den Durchschnittskeeper Almunia und war schlussendlich in London sogar nur noch die Nr. 3.
Was ein Glück, dass er mit Bierhoff einen guten Freund im Team hat und Bierhoff`s langjähriger Berater auch der Berater von Lehmann ist.

Boar wasn geschwätz. Wie waren denn die letzten Leistungen von Lehmann? Almunia ein Druchschnittskeeper Zum Glück bekommt man als Gurken-Keeper in England noch Applaus wenn man vom Platz geht...
Bleib hier mal auf dem Boden der Tatsachen, die Nummer 1 ist eben Lehmann. Einige können es eben immer noch nicht verkraften das er damals den super dollen Kahn abgelöst hat.
 
Niggl schrieb:
Boar wasn geschwätz. Wie waren denn die letzten Leistungen von Lehmann? Almunia ein Druchschnittskeeper Zum Glück bekommt man als Gurken-Keeper in England noch Applaus wenn man vom Platz geht...
Bleib hier mal auf dem Boden der Tatsachen, die Nummer 1 ist eben Lehmann. Einige können es eben immer noch nicht verkraften das er damals den super dollen Kahn abgelöst hat.

Wieso stellst du selber die Frage nach Lehmann`s Leistungen ? Beantworte sie doch einfach.

Komm mir aber nicht mit dem 20 Minuten-Einsatz vor 1 oder 2 Wochen.
Die packt der Maier Sepp auch noch.

Und was Kahn betrifft. So tief wie Lehmann gesunken ist, konnte Kahn nie sinken.
Der brauchte 2001 im CL-Finale keine Betriebsanleitung wie man Elfer hält.
 
Daniel schrieb:
Was sich Löw bei dieser Zusammenstellung des Kaders gedacht ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel.


Was man damals mit Kahn machte, wurde nun in ähnlicher Form mit Hildebrand gemacht. Das er nicht mit zur EM darf ist für mich eine riesen Sauerei. Hildebrand brachte in Spanien Weltklasseleistung und gewann mit Valencia den spanischen Pokal, wo er maßgeblichen Erfolg hatte. Das man Adler mitnimmt ist völlig richtig, genau wie Enke.
Doch nach Leistung kann es bei dieser Nominierung nicht gegangen sein. Lehmann hätte während der EM vor den Fernseher gehört und nicht ins DFB-Team. Seine Einsätze in dieser Saison kann man an einer Hand abzählen und überzeugen konnte er nie, noch nicht mal gegen die "Fußballweltmacht" Österreich. Zu Saisonbeginn bei Arsenal ein Fehler nach dem anderen, verlor seinen Stammplatz gegen den Durchschnittskeeper Almunia und war schlussendlich in London sogar nur noch die Nr. 3.
Was ein Glück, dass er mit Bierhoff einen guten Freund im Team hat und Bierhoff`s langjähriger Berater auch der Berater von Lehmann ist.
Hildebrand wird hier zum Bauernopfer für Lehmann`s schlechte Leistungen gemacht. Eine Frechheit sondergleichen.

Meiner Meinung nach auch unverständlich, was die Namen Jones, Westermann, D. Odonkor, Trochowski, A. Friedrich und O. Neuville in diesem Aufgebot zu suchen haben.

Von Odonkor hört man seit der WM nix mehr, Jones und Westermann sind für mich Antifußballer hoch 10 und total überschätzt. Arne Friedrich ist viel zu langsam und war bei der WM 2006 schon der Unsicherheitsfaktor im deutschen Team. Der größte Witz ist aber, dass in diesem Aufgebot der Name Trochowski auftaucht.
Da muss ich mich echt fragen, ob der Schuhputzer kurzfristig ausgefallen ist ?
Neuville hätte 2006 seine Nationalmannschaftskarriere würdig beenden sollen. Nun wäre die Zeit für Hanke oder Kießling reif gewesen.

Zudem vermisse ich in Löw`s Aufgebot Namen wie Pander, Hinkel, M. Friedrich oder Kehl.
Und bevor man einen Westermann mitnimmt, hätte man durchaus mal über den Namen Lell denken sollen.


Naja, Österreich darf wieder hoffen.
1.Hildebrandt=Weltklasse?
Vor Valencia war er auf jeden Fall auf einen guten Weg dahin danach doch objektiv betrachtet wenig Chancen sich auszuzeichen. Gerade in der Anfangsphase kaum Einsätze,wenn dann einige Patzer.Erst zum Saisonenede gehörte er in einer chaotischen Valenciaelf zu den Stützen mit "zuletzt" guten Leistungen.
aber immerhin noch besseren Leistungen als die von Lehman. Der an sich zu Hause hätte bleiben müssen.
2.Neuville
Schau dir doch mal die Torschützenliste an .Der Neuville bringt seid Jahren gute Leistung undhat eine gute Torquote,ob vom Elfmeterpunkt oder im Spiel. Kißling ist "reif" für ein Erholungsurlaub. Zu unkonstant seine Leistungen.Außerdem vermisst man bei ihm die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor.Und Hanke freut sich doch über jedes Tor was ihm zugesprochen wird,meistens wird er angeschossen.
3.Pander ,Hinkel, Kehl usw.
Verstehe deine Auswahl gar nicht. Die waren doch entweder längere Ziet verletzt oder nur Ersatz in der Vereinsmanschaft
 
Donadoni verlängert bis 2010

Del Piero ist dabei!
Dank einer überragenden Saison mit Juventus Turin ist Alessandro del Piero noch auf den EM-Zug aufgesprungen. Der Torschützenkönig der Serie A steht im vorläufigen EM-Kader des Weltmeisters, den Roberto Donadoni am Dienstag im Rom berief. Die große Überraschung im Aufgebot ist die Rückkehr von Sampdorias "Enfant terrible" Antonio Cassano. Bekannt wurde außerdem, dass der Nationalcoach seinen Vertrag bis 2011 verlängert hat.

Bundesliga-Torschützenkönig Luca Toni von Doublegewinner Bayern München führt das Aufgebot des Weltmeisters an. Für die Bayern erzielte Toni in dieser Saison 39 Pflichtspieltore. Nicht in den Kader schaffte es Wolfsburgs Neuzugang Cristian Zacardo. Mit dabei ist auch der zuletzt von den Bayern umworbene Gennaro Gattuso, der am Montag erklärt hatte, seinen Vertrag bis 2011 beim AC Mailand erfüllen zu wollen.

Del Piero hatte im vergangenen Sommer aus Unzufriedenheit über seinen Einsatz im Mittelfeld den Dienst in der Squadra Azzurra quittiert. "Entweder ich spiele im Sturm, oder gar nicht", hatte der 33-Jährige geschimpft. Die 21 Treffer, die del Piero in dieser Saison zum besten Torschützen der Serie A machten, haben Donadoni offenbar von den Offensivqualitäten des Juve-Urgesteins überzeugt. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von del Pieros Teamkollegen Vincenzo Iaquinta war im Angriff zudem ein Platz frei geworden.

Der italienische Verband gab am Dienstag außerdem bekannt, dass Donadoni seinen Vertrag nun doch bis zur WM 2010 verlängert. Der Nationalcoach akzeptierte eine Erfolgsklausel, wonach sein Vertrag bei einem Misserfolg in Österreich und der Schweiz aufgelöst wird. Eine solche Vertragsbedingung hatte er im Frühjahr noch abgelehnt. "Wenn es schlecht läuft, gehe ich nach der EM freiwillig", kündigte Donadoni an.


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Das vorläufige italienische Aufgebot
Tor: Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Marco Amelia (AS Livorno), Morgan De Sanctis (FC Sevilla)
Verteidigung: Fabio Cannavaro (Real Madrid), Marco Materazzi (Inter Mailand), Christian Panucci (AS Rom), Andrea Barzagli (FC Palermo), Gianluca Zambrotta (FC Barcelona), Giorgio Chiellini (Juventus Turin), Fabio Grosso (Olympique Lyon)
Mittelfeld: Andrea Pirlo, Gennaro Gattuso, Massimo Ambrosini (alle AC Mailand), Daniele De Rossi, Simone Perrotta, Alberto Aquilani (alle AS Rom), Mauro Camoranesi (Juventus Turin), Riccardo Montolivo (AC Florenz)
Angriff: Luca Toni (Bayern München), Alessandro Del Piero (Juventus Turin), Antonio Di Natale (Udinese Calcio), Marco Borriello (FC Genua), Fabio Quagliarella (Udinese Calcio), Antonio Cassano (Sampdoria Genua)


kicker.de













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Der Kader der Griechen :

Vratari: Antonis Nikopolidis (Olympiakos) Costas Chalkias (Aris), Alexandros Tzorvas (OFI).

Braniči: Nikos Spyropoulos (Panathinaikos), Loukas Vintra (Panathinaikos), Giannis Goumas (Panathinaikos), Paraskevas Antzas (Olympiakos), Vassilis Torossidis (Olympiakos), Christos Patsatzoglou (Olympiakos), Traianos Dellas (AEK), Socratis Papastathopoulos (AEK), Giourkas Seitaridis (Atletico Madrid), Sotiris Kyrgiakos (Eintracht Frankfurt).

Veznjaci: Angelos Basinas (Mallorca) Georgos Karagounis (Panathinaikos), Alexandros Tziolis (Panathinaikos), Stelios Giannakopoulos (Bolton), Costas Katsouranis (Benfica).

Napadači: Angelos Charisteas (Nürnberg), Fanis Gekas (Bayer Leverkusen), Georgos Samaras (Celtic), Dimitris Salpigidis (Panathinaikos), Nikos Liberopoulos (AEK), Ioannis Amanatidis (Eintracht Frankfurt)




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Trézéguet fehlt im französischen Aufgebot

Coach Domenech verzichtet für die Euro 08 auf den Juve-Goalgetter

Frankreichs Fussball-Nationalcoach Raymond Domenech hat ein Dreissig-Mann-Kader für die letzte Vorbereitung in Tignes für die Euro 2008 nominiert. In diesem Aufgebot fehlt Goalgetter David Trézéguet, der für Juventus in dieser Saison zwanzig Tore in der Serie A erzielt hat.
Trézéguet markierte 34 Tore in 71 Einsätzen für die Bleus und garantierte mit seinem Golden Goal 2000 im Final gegen Italien (2:1) für den letzten EM-Titel der Equipe Tricolore.

Für Trézéguet hat der französische Selektionär erstmals Bafétimbi Gomis, den Stürmer von St-Etienne, berücksichtigt, der in der abgelaufenen Saison als 16-facher Torschütze auf sich aufmerksam gemacht hat. Bis zum 28. Mai muss Domenech sein Kader noch um sieben Namen reduzieren. Frankreich trägt seine EM-Vorrundenspiele in der Gruppe C gegen Rumänien, Holland und Italien aus.

Das vorläufige EM-Aufgebot Frankreichs
Torhüter: Grégory Coupet (Lyon), Mickaël Landreau (PSG), Sébastien Frey (Fiorentina), Steve Mandanda (Marseille).

Abwehr: William Gallas (Arsenal), Lilian Thuram (FC Barcelona), Eric Abidal (FC Barcelona), Willy Sagnol (Bayern München), Patrice Evra (Manchester United), François Clerc (Lyon), Philippe Mexès (Roma), Jean-Alain Boumsong (Lyon), Julien Escudé (FC Sevilla), Sébastien Squillaci (Lyon).

Mittelfeld: Patrick Vieira (Inter), Claude Makelele (Chelsea), Jérémy Toulalan (Lyon), Lassana Diarra (Portsmouth), Florent Malouda (Chelsea), Franck Ribéry (Bayern München), Sidney Govou (Lyon), Alou Diarra (Bordeaux), Mathieu Flamini (Arsenal)

Angriff: Nicolas Anelka (Chelsea), Thierry Henry (FC Barcelona), Karim Benzema (Lyon), Djibril Cissé (Marseille), Hatem Ben Arfa (Lyon), Batéfimbi Gomis (St-Etienne)


nzz.de
 
Mit Luca und der Schnecke zum Erfolg?
Kann Weltmeister Fabio Cannavaro wieder jubeln?


Roberto Donadoni brachte das Anspruchsdenken der Italiener vor der EM auf den Punkt: "Als Weltmeister sind wir natürlich der Favorit." Der Nationalcoach braucht das Double, um auch seinen Job zu sichern. Im ersten Teil des sportal.de-Eurochecks prüfen wir die Squadra Azzurra auf Herz und Nieren und bewerten die Chancen auf ein erfolgreiches Turnier.

Stärken/Schwächen:

Das große Plus des Weltmeisters ist die ausgewogene Besetzung auf allen Positionen. Für fast jeden Startspieler gibt es einen gleichwertigen Ersatz. Außerdem hat sich der Kader bis auf die zurückgetretenen Francesco Totti und Alessandro Nesta in den letzten Jahren kaum verändert. 14 Leistungsträger der WM 2006 sind auch weiterhin aktiv. Das Team ist also bestens eingespielt, jeder kennt die Laufwege des anderen. Die große Stärke der Italiener ist aber, dass sie sich auf ihre Gegner bestens einzustellen wissen und taktisch unheimlich versiert sind. Spielen sie gegen starke Mannschaften, ziehen sich sich zurück und besinnen sich auf die Defensive. Gegen schwache Gegner spielen sie dann ihre Vorteile aus.
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Knackpunkt und Schwäche könnte allerdings die Innenverteidigung der Italiener sein. Viele Kritiker glauben, dass Marco Materazzi und Fabio Cannavaro (beide 34) aufgrund ihres Alters Probleme bekommen könnten. Dazu kommt die Verfassung des Milan-Blocks, der mit Massimo Ambrosini, Andrea Pirlo und Gennaro Gattuso das Herzstück des Mittelfelds bildet. Hier könnte sich die rabenschwarze Club-Saison negativ auf das Selbstvertrauen der Spieler auswirken.
Weiterführende Links:


Der Star:

Wie schon erwähnt haben die Italiener generell auf allen Positionen großartige Fußballer. Doch als den Star der Mannschaft muss man wohl spätestens nach der abgelaufenen Saison Luca Toni bezeichnen. Seine 24 Tore in 31 Erstliga-Partien sicherten ihm gleich in seiner ersten Bundesligaspielzeit die Torjägerkanone. Insgesamt erzielte er 39 Treffer in 46 Pflichtspielen für die Bayern.

Die Ausbeute spricht eine deutliche Sprache. Auch in der EM-Qualifikation der Squadra Azzurra traf er, in sechs Partien schoss er fünf Tore. Seine Stärken: Trotz seiner Größe ist er sehr beweglich und auch technisch beschlagen, kann den Ball gut abschirmen. Außerdem sucht er immer den direkten Weg zum Tor. Und er strotzt vor Selbstvertrauen. Sein Torgeheimnis verriet Toni einmal selbst, er liebe einfach, was er tut: "Sex und Toreschießen sind zwei Dinge, die einem ein tolles Gefühl vermitteln. Es sind die zwei schönsten Dinge, die Gott uns gegeben hat", so der Torjäger.

Der Geheimtipp:

Im Sturm tummeln sich mit Toni, Alessandro del Piero und Antonio di Natale große Namen. Doch achten sollte man auch auf Di Natales Sturmkollegen bei Udinese, Fabio Quagliarella. Der mittlerweile 25-Jährige hatte einen langsamen, aber doch stetigen Aufstieg. "Wer langsam macht, kommt auch ans Ziel. Ich bin wie eine kleine Schnecke", kommentierte er einmal grinsend seinen Karriereverlauf.

Sein Durchbruch kam in der Spielzeit 2006/07 bei Sampdoria Genua, als er in 33 Spielen 13 Tore erzielte. Für Udinese Calcio gelangen ihm in der abgelaufenen Saison erneut 12 Tore. Quagliarella beherrscht die gesamte Bandbreite: Distanzschüsse, Heber, Kopfbälle, aber auch Fallrückzieher gehören zu seinem Repertoire. Ein großes Talent, an dem auch Donadoni nicht vorbeikam.

2007 berief er ihn das erste Mal in die Squadra Azzurra. Zwei Kurzeinsätzen folgte dann gegen Litauen das erste Spiel von Beginn an. Quagliarella dankte es mit zwei tollen Toren - einem 25-Meterschuss mit links und einem Volleytor mit rechts. "Er weicht auf die Flügel aus, schafft so Platz in der Mitte, und zieht doch immer zur richtigen Zeit nach innen und sucht den Abschluss", lobte Donadoni die Vorzüge des Stürmers.

Die Rolle des Beidfüßers bei der EM wird wahrscheinlich die des Jokers werden. Wie beim Länderspiel gegen Portugal im Februar dieses Jahres. Quagliarella wurde in der 78. Minute eingewechselt und besorgte nur eine Minute später den 3:1-Endstand.

Dieser Spieler fehlt:

Vincenzo Iaquinta muss passen. Der Stürmer von Juventus Turin zog sich im Endspurt der Meisterschaft eine langwierige Muskelverletzung zu. Ebenfalls nicht dabei, obwohl gesund, ist Filippo Inzaghi. Zwar brillierte der Mailänder nach langer Verletzungspause in den letzten sieben Saisonspielen noch mit zehn Toren, doch beindruckten diese Zahlen Roberto Donadoni nicht. Der erfolgreichste italienische Torschütze in Europacupwettbewerben muss sich die EM vom Sofa aus anschauen. "Vor allem menschlich bin ich enttäuscht. Die zwei Jahre unter Donadoni habe ich doch immerhin mit dem ersten Tor eingeleitet. Außerdem schien es mir, als hätten wir ein gutes Verhältnis. Doch dann, während meiner Verletzungszeit, hat er nicht einmal angerufen", kommentierte Inzaghi die Entscheidung traurig.

Der Trainer:

Roberto Donadoni trat nach dem WM-Triumph das schwere Erbe von Marcello Lippi an. Da er als Vereinstrainer weder große Erfolge noch Erfahrungen bei großen Clubs gesammelt hatte, schlug ihm geballter Argwohn entgegen. Doch Donadoni ging voller Elan ans Werk: „Ich habe die Herausforderung sofort angenommen. Ich wusste, dass eine schwierige Aufgabe auf mich warten würde", erinnerte sich der Coach an die Anfänge. Der damalige Verbands-Vizepräsident Demetrio Albertini hatte erklärt: "Wir setzen auf einen jungen Trainer, auf einen, der ein Großer werden kann."

Doch wie schwer es zunächst wirklich werden würde, damit hatte er in dieser Schärfe sicher nicht gerechnet. Die Kritiker sahen sich bestätigt, als gleich zu Beginn der Qualifikation das erste Spiel gleich mit 1:3 verloren ging - ausgerechnet die WM-Finalrevanche gegen Frankreich im Stade de France. Auch im zweiten Spiel gegen Litauen lief es für Italien kaum besser, nach dem 1:1 wurden erste Stimmen laut, die eine Entlassung des Coaches forderten.

Doch Donadoni hielt an seiner Linie fest und biss sich durch: "Ich habe versucht, ruhig zu bleiben, weiterzuarbeiten. Ich wusste, dass sich mein Optimismus irgendwann übertragen würde." Lange sollte es nicht dauern. Nachdem seine Mannschaft das von ihm präferierte 4-3-3-System verinnerlicht hatte, ging es auch mit Italiens Fußball wieder bergauf. Am Ende stand der Gruppensieg.

Doch auch das sorgt im fußballverrückten Italien nicht lange für Ruhe. Donadoni wurde zwar vom italienischen Verband bis 2010 im Amt bestätigt, doch erreicht er nicht mindestens das Halbfinale, wird er wohl seinen Hut nehmen müssen. "Wenn es schlecht läuft, gehe ich nach der EM freiwillig", kündigte er bereits an. Als Nachfolger stünde der Vorgänger parat. Lippi selbst hatte sich bereits unlängst dafür ins Gespräch gebracht.

EM-Historie:

Für Italien ist das Turnier in Österreich und der Schweiz die insgesamt siebte Teilnahme an eine EM-Endrunde. Einmal haben die Italiener bisher die Europameisterschafts-Trophäe in die Luft recken können.

Doch der Turniersieg 1968 kam auf äußerst kuriose Weise zu Stande. Nach einem auch nach Verlängerung torlosen Halbfinale gegen die Sowjetunion entschied erst das Los für Italien. Auch im Endspiel gegen Jugoslawien fielen 120 Minuten lang keine Tore. Das Wiederholungsspiel entschied die Squadra Azzurra dann 2:0 für sich.

1980, 1996 und 2004 scheiterte man sang- und klanglos in der Vorrunde, 1988 errreichte man immerhin das Halbfinale. Der größte Erfolg auf der EM-Bühne seit dem Titelgewinn datiert aus dem Jahre 2000. Im Finale gegen Frankreich unterlag das von Dino Zoff trainierte Team erst durch Golden Goal.

Prognose:

Italien hat bei der Auslosung für die EM-Endrunde eine wahre Todesgruppe erwischt. Die Squadra Azzurra trifft auf die Niederlande, Rumänien und Frankreich. "Das ist eine sehr starke Gruppe. Aber so eine Aufgabe haben wir auch schon in der Qualifikation zu bestehen gehabt", gibt sich Roberto Donadoni optmistisch. Davon sind auch wir überzeugt, die Italiener werden sich in der Gruppenphase durchsetzen und in die K.o.-Runde einziehen. Dort wird allerdings dann im Halbfinale gegen Frankreich Endstation sein.

Malte Asmus

sportal.de