EM 2008 : Vorschau

EM 2008 : Vorschau

  • Deutschland

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  • Niederlande

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  • Portugal

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  • Anderes Team

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Auch der Luchs kann Österreich nicht retten

Im zweiten Teil des sportal.de-Eurochecks, in dem wir Ihnen die Teilnehmer an der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich vorstellen, widmen wir uns heute einem der beiden Gastgeber, Österreich.

Noch vor sieben Monaten wurde nach einer Serie von schwachen Auftritten der Nationalmannschaft scherzhaft die Kampagne "Österreich zeigt Rückgrat - für eine Österreich-freie Fußball-EM" ins Leben gerufen. Doch seitdem ist die Stimmung im Land und auch die Leistung im ÖFB-Team besser geworden. Wie sieht es heute im Lande Mozarts und der Salzburger Nockerln aus?

Stärken/Schwächen:

In den 14 Länderspielen seit dem 7. Februar 2007 gelang der österreichischen Nationalmannschaft nur ein einziger Sieg: 3:2 gegen die starke Elfenbeinküste am 17. Oktober 2007. In dieser Zeit gelang der Mannschaft von Trainer Josef Hickersberger acht Mal kein einziger Treffer. Hier liegt auch die ganz große Schwäche des Teams. Es fehlt ein Stürmer internationaler Klasse.
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Stefan Maierhofer, Erwin Hoffer (beide Rapid Wien), Marc Janko (Red Bull Salzburg), Roman Kienast (Ham-Kam), Sanel Kuljic (Austria Wien) und Roland Linz (SC Braga) sind die sechs für den 30er EM-Kader nominierten Spieler von Hickersberger. Von diesem Sextett haben bisher nur Linz (5 Tore) und Kujic (3) in im ÖFB-Dress getroffen.

Kein Wunder also, dass Hickersberger Ivica Vastic zurückgeholt hat, der mittlerweile 38-Jährige erzielte für LASK Linz in der abgelaufenen Saison der T-Mobile Bundesliga 13 Tore und gab zehn Assists. Mit seinen zwölf Länderspieltoren hat er mehr als jeder andere aktuelle Nationalspieler auf seinem Konto. Zudem ist er neben Martin Hiden der einzige Österreicher, der als Teilnehmer der Weltmeisterschaft 1998 Erfahrung bei einem großen Turnier sammeln konnte. Nach Sehtests der Nationalmannschaft, in denen Vastic am besten abschnitt, verpasste ihm Hickersberger den Spitznamen Luchs.

In der FIFA-Weltrangliste wird Österreich nur noch auf Platz 101 geführt. Noch hinter Syrien und Gabun und nur einen Rang vor Tansania.

Ein weiteres großes Manko ist die internationale Unerfahrenheit des Kaders. Der Großteil der Profis spielt in der österreichischen Liga. Nur wenige verdienen ihr Geld im Ausland und auch nur selten bei großen Clubs. Martin Harnik bei Werder Bremen und Emanuel Pogatetz beim FC Middlesbrough bilden hier die Ausnahme.

Doch, auch wenn die beiden Länderspiele in diesem Jahr gegen Deutschland (0:3) und die Niederlande (3:4) verloren gingen, so war in beiden Partien eine deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft zu sehen. Die beiden gute Auftritte sorgten dafür, dass die Stimmung im Kader deutlich gestiegen ist.

Auch der frühere Bundesliga-Profi Martin Stranzl zeigte sich begeistert von seinen ersten Eindrücken. "Alle ziehen hundertprozentig mit. Die Spielformen haben schon sehr gut ausgeschaut, die Kommunikation ist super und alle integrieren sich", sagte Stranzl.

Der Star:

Aus der österreichischen Mannschaft ist auf jeden Fall Andreas Ivanschitz hervorzuheben. Der hochtalentierte Spieler glänzt durch seine gute Technik, ist antrittsschnell und verfügt zudem über einen gute Schuss. Diese Stärken lassen ihn am liebsten auf der linken oder rechten Außenbahn oder zentral hinter den Spitzen spielen.

Obwohl er als der talentierteste österreichische Spieler seiner Generation gilt, hat er den richtigen Durchbruch bis dato nicht geschafft. Mit 16 Jahren debütierte er 1999 bereits für die erste Mannschaft von Rapid Wien und mit 19 berief ihn Hans Krankl in die österreichische Mannschaft und machte ihn zum jüngsten Kapitän der österreichischen Nationalteam-Geschichte.

Mit seinem Wechsel zu Red Bull Salzburg im Januar 2006 zog er sich aber den Unmut und Hass der Rapid-Fans zu. Dies gipfelte am 30. Mai beim Länderspiel gegen Schottland im Hanappi-Stadion, in dem auch Rapid Wien seine Heimspiele austrägt, in Hasstiraden einiger Rapid-Fans gegen Ivanschitz. Der ÖFB-Kapitän wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen und bei einem Eckball drohten die Randalierer sogar den Platz zu stürmen.

Dabei spielte Ivanschitz zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr für Salzburg. Er hatte sich unter Giovanni Trapattoni nicht durchsetzen können und war im August 2006 an Panathinaikos Athen ausgeliehen worden, wo er auch heute noch spielt.

Der Geheimtipp:

An dieser Stelle möchten wir Ihnen Sebastian Prödl vorstellen und dies aus zwei Gründen: Erstens gilt Prödl als das größte Abwehrtalent in Österreich und zweitens spielt der 20-Jährige nächste Saison für Werder Bremen in der Bundesliga! Dort unterschrieb er einen Vertrag bis 2012 und soll zwei Millionen Euro Ablöse gekostet haben.

Der internationalen Fußball-Fachwelt fiel Prödl das erste Mal bei der U-20-Weltmeisterschaft 2007 in Kanada auf, wo er mit der österreichischen Nationalmannschaft als deren Kapitän erst im Halbfinale an Tschechien scheiterte. Prödl wurde anschließend von der italienischen Zeitung Gazetta dello Sport ins WM-All-Star-Team gewählt.

Der 1,92 Meter große Innenverteidiger ist sehr präsent und kopfballstark, wie er zuletzt mit zwei Treffern gegen die Niederlande bewies. Zudem liebt er den schnellen Spielaufbau, eine Fährigkeit, die ihn auch für Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf interessant machte.

Mit 19 Jahren feierte er sein Debüt für Sturm Graz, in der A-Nationalmannschaft gab er am 30. Mai 2007, eben jenem Spiel, das für seinen Kapitän Ivanschitz zu einem Spießrutenlauf wurde, seinen Einstand.

Dieser Spieler fehlt:

Natürlich fehlen der österreichischen Mannschaft derzeit Spieler wie Hans Krankl, Toni Polster, Herbert Prohaska, Walter Schachner und Andreas Herzog. Doch da die großen Namen der Vergangenheit nun einmal nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen die derzeit besten Spieler ran, doch bei Österreich fehlt einer, der ansonsten eigentlich in die Startelf gehören würde.

Die österreichische Mannschaft muss seit August 2006 ohne Paul Scharner auskommen. Der Verteidiger, der derzeit bei Wigan Athletic in der englischen Premier League aktiv ist, hat sich mit Nationaltrainer Hickersberger komplett überworfen. In einem Telefonat hatte Scharner die unprofessionellen Strukturen beim ÖFB angekreidet.

Daraufhin folgte das endgültige Ende seiner Nationalmannschaftskarriere. Ob es nun ein Rücktritt oder ein Rauswurf war, darüber streiten sich die Gelehrten noch heute.

Der Trainer:


Seinen ersten Anlauf als österreichischer Nationaltrainer unternahm Josef "Pepi" Hickersberger 1987. Viele ehemalige Weggefährten wie Hans Krankl und Herbert Prohaska kritisierten die Verpflichtung, da sie Hickersberger als zu unerfahren ansahen.

Doch Hickersberger schaffte mit seinem Team die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1990 in Italien und sorgte für eine große Euphorie im Land. Doch nach dem Vorrunden-Aus und der anschließenden Niederlage gegenn die Schweiz schlug die Stimmung gegen Hickersberger um.

Ein Sieg im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer-Inseln sollte Wiedergutmachung betrieben, doch was folgte ist heute schon Legende. Die gerade in die FIFA aufgenommenen Färinger gewannen mit 1:0, Hickersberger wurde zum "Färöer Pepi" und legte drei Tage später sein Amt nieder.

Sein zweiter Versuch startete im Januar 2006. Mit einem Remis und vier Niederlagen legte Hickersberger den schlechtesten Start eines ÖFB-Teamchefs hin und die Rufe nach seiner Ablösung wurden schnell wieder laut. Erfolge gegen die Schweiz und gegen Trinidad und Tobago ließen diese etwas verstummen, doch er hatte in der Öffentlichkeit weiterhin einen schweren Stand.

Erst der 3:2-Sieg über die Elfenbeinküste im Oktober 2007 ließ die Diskussion um seine Ablösung komplett enden und Hickersberger konnte die Vorbereitung auf die Heim-Europameisterschaft in Ruhe angehen.

EM-Historie:

Nur an den beiden ersten Europapokalen der Nationen 1960 und 1964 nahm Österreich teil. 1960 schaltete Österreich in der Qualifikation Norwegen mit zwei Siegen (1:0 und 5:2) aus, doch im Viertelfinale gegen Frankreich war für das ÖFB-Team dann Endstation. Die Équipe Tricolore siegte mit 5:2 und 4:2.

Bei der nächsten Austragung 1964 scheiterten die Österreicher bereits eine Runde vorher im Achtelfinale. Nach einem Freilos in der Vorrunde erwies sich diesmal Irland als zu stark. Mit 0:0 und 2:3 zogen die Alpenkicker den Kürzeren.

Prognose:

Heim-EM hin oder her. Für ein erfolgreiches Turnier ist die österreichische Mannschaft leider zu schwach. Auch die Zuschauer werden die fußballerischen Mängel nicht wettmachen können und der Co-EM-Gastgeber wird sich bereits nach der Vorrunde auf seine Rolle als Veranstalter beschränken müssen.

sportal.de
 
24.05.2008

Leiser Abschied der alten Garde
Was ist drin für Karel Brückner und sein Team?


Nach sieben Jahren geht die Ära Karel Brückner in Tschechien nach der EM zu Ende. Ein Titel blieb dem Trainer der goldenen Generation versagt. Diese hat sich inzwischen größtenteils in den Ruhestand verabschiedet und doch haben die Tschechen noch keinen wirklichen Umbruch eingeleitet. sportal.de untersucht, ob die alte tschechische Garde zu einem letzten Höhenflug ansetzen kann.

Stärken/Schwächen:

Der Stamm der Mannschaft spielt in der Nationalelf schon seit Jahren zusammen und verfügt über einen reichen Schatz an Erfahrung. Viele Akteure haben bereits über 50 Länderspiele auf dem Buckel. Brückner kann also auf ein eingespieltes und eingeschworenes Kollektiv vertrauen. Zudem gelten die Tschechen traditionell als technisch beschlagene und spielstarke Mannschaft.

Am wenigsten Sorgen muss sich der Trainer um seine Defensive machen. Vor Petr Cech steht eine äußerst zuverlässige Viererkette, die in der Qualifikation ganze fünf Gegentore zuließ. Marek Jankulovski (AC Mailand), Radsolav Kovac (Spartak Moskau), , David Rozehnal (Lazio Rom), Tomas Ujfalusi (AC Florenz) oder Zdenek Grygera (Juventus Turin) bürgen allesamt für Qualität und Routine. Alternativ steht auch noch Michal Kadlec, der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Miroslav Kadlec bereit.

Vor der Defensivabteilung beginnen allerdings die Probleme von Karel Brückner. Der verletzungsbedingte Ausfall von Offensivantreiber Tomas Rosicky (FC Arsenal) ist nicht zu kompensieren. Da schmerzt es doppelt, dass sich Altstar Pavel Nedved nicht zu einem Comeback überreden ließ. Damit fehlt im Mittelfeld ein Ideengeber.


Der Rückzug von Nedved ist dabei symptomatisch für den leisen Abschied der goldenen Generation. Zuvor hatten bereits mit Karel Poborsky und Vladimir Smicer zwei langjährige Leistungsträger ihren Rücktritt verkündet. Einen ersten Hinweis auf das Ende einer Ära gab es bereits bei der WM 2006, als Tschechien in der Vorrunde ausschied.

Von den alten Haudegen sind noch die beiden Nürnberger Tomas Galasek und Jan Koller (beide 35 Jahre) dabei. Vor allem Galasek stand oft in der Kritik. Zu langsam sei er für die Schaltzentrale im defensiven Mittelfeld und meilenweit entfernt von der Form vergangener Zeiten, hieß es. Auch Koller ist sicherlich nicht mehr in der Verfassung früherer Jahre.

Als Turm in der Schlacht ist er im Angriffszentrum der Tschechen aber unersetzlich. Denn Sorgenkinder gibt es auch unter den jüngeren Akteuren. Milan Baros zum Beispiel, der in Lyon keine Perspektive hatte und in der Winterpause zum FC Portsmouth wechselte. Dort erzielte er in der gesamten Rückrunde keinen Treffer.

Marek Jankulovski absolvierte beim AC Mailand aufgrund einiger Verletzungen ebenfalls nur wenige Spiele. Zu allem Überfluss mussten auch Daniel Pudil (Slavia Prag) und Radek Širl (Zenit St. Petersburg) ihre Teilnahme verletzungsbedingt absagen.

Solche Leistungsträger kann Brückner kaum ersetzen, dafür ist der Kader in der Breite nicht stark genug. Es überrascht ein wenig, dass immer noch so viele bewährte Kräfte im Kader stehen, obwohl die U20 Tschechiens im verganenen Jahr Vize-Weltmeister wurde. Einzig Martin Fenin (Eintracht Frankfurt) hat den Sprung geschafft. So bleibt vor allem die Hoffnung, dass die Tschechen wie schon oft in der Vergangenheit in der Nationalelf zur Höchstform auflaufen.

Der Star:

Mit Petr Cech habe die Tschechen den vielleicht besten Torhüter der Welt in ihren Reihen. Der Welttorhüter des Jahres 2005 ist ein ganz ruhiger und sachlicher Vertreter und hat eigentlich keine erkennbare Schwäche. Stattdessen glänzt er durch seine Coolness und die hervorragende Strafraumbeherrschung.

Berühmt wurde der 26-Jährige jedoch nicht nur durch seine Leistungen, sondern auch durch seinen Kopfschutz. Im Jahr 2006 war der Keeper des FC Chelsea in der Partie gegen den FC Reading mit Stephen Hunt zusammengeprallt und zog sich einen Schädelbasisbruch zu. Nur drei Monate später fing er wieder mit dem Training an. Seither ist der schützende Kunststoff-Helm sein ständiger Begleiter und Markenzeichen.

Seine Karriere begann Cech in seinem Geburtstort Pilsen, wo er bis zu seinem 17. Lebensjahr bei Viktoria Pilsen aktiv war. Nach einem kurzen Zwischenstopp bei FK Chmel Blsany landete er 2001 bei Sparta Prag. Nach nur einem Jahr sicherte sich Stade Rennes die Dienste des Ausnahmetalents.

Die Franzosen legten fünf Millionen Euro auf den Tisch, gut angelegtes Geld wie sich schnell zeigen sollte. Cech wurde Nationalspieler und bei der EM 2004 zum besten Keeper des Turniers gewählt. Zu diesem Zeitpunkt stand der Wechsel zum FC Chelsea bereits fest. 13 Millionen Euro überwiesen die Londoner seinerzeit nach Rennes. Bis heute wird Chelsea diese Investition nicht bereut haben.

Der Geheimtipp:

In der Bundesliga ist Martin Fenin seit seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt in der Winterpause längst kein Unbekannter mehr. Gleich in seinem ersten Spiel gegen Hertah BSC Berlin schoss er drei Tore. Als er auch in der nächsten Partie traf, gerieten viel Fans bereits ins Schwärmen. An diesen phänomenalen Einstand konnte er in der Folge nicht anknüfen.

Erst am letzten Spieltag durfte er bei seinem Doppelpack noch einmal jubeln. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der 21-Jährige ein äußerst talentierter Spieler ist. Fenin ist schnell, ballsicher und technisch stark. Die Formschwäche von Milan Baros könnte bei der EM seine Chance sein.

Bisher hat Fenin fünf Länderspiele bestritten. Ein Tor gelang ihm dabei nicht. Fenin spielte seit seiner Jugend für den FK Teplice, wo er schon als 16-Jähriger in der ersten Mannschaft spielte. Er durchlief alle tschechischen Juniorennationalmannschaften von der U-16 bis zur U-20.

Dieser Spieler fehlt:

"Das ist ein schwerer Verlust für uns, aber wir müssen uns damit abfinden", sagte Karel Brückner ganz nüchtern zum Ausfall seines Schlüsselspielers Tomas Rosicky. Der Mittelfeldstratege des FC Arsenal liegt schon seit Januar mit einer Knieverletzung auf Eis und wurde kürzlich in London operiert. Dabei wurde die Kniekehlensehne fixiert. Rosicky wird noch gut acht Wochen ausfallen.

Mit ihm verlor Tschechien die Seele seines Offensivspiels. David Jarolim vom HSV oder auch auch Jaroslav Plasil (CA Osasuna) kommen als Alternativen in Frage, das kreative Vakuum können sie aber nicht ausfüllen. Gut möglich, dass Brückner aus der Not eine Tugend macht und seine Mannschaft deutlich defensiver, mit einem kompakten Fünfer-Mittelfeld und nur einer Spitze, agieren lässt.

Der Trainer:

68 Jahre ist Karel Brückner alt und nach der EM verabschiedet er sich in den Ruhestand. "Ich bin nicht sentimental, aber mein Organismus wird sich nach 34 Jahren als Trainer umstellen müssen", erklärte er. Sieben Jahre lang hat er dann Tschechiens Nationalmannschaft betreut.

Er übernahm die Verantwortung zu einem Zeitpunkt, als das Team am Boden lag. Es war das Jahr 2001 und Tschechien hatte gerade die Qualifikation zur WM 2002 in Japan und Südkorea verpasst. Vor dem entscheidenden Relegationsspiel gegen Belgien sollen sich einige Stars damals mit reichlich Alkohol und Protituierten amüsiert haben. In dieser Situation kam Brückner und der vollbrachte Erstaunliches.

Er formte aus einer Ansammlung von Individualisten eine Mannschaft, die zwei Jahre lang ungeschlagen blieb. Die Krönung blieb ihm bei der EM 2004 jedoch versagt. Griechenland machte im Halbfinale per Silver Goal alle Hoffnungen zunichte. Brückner selbst gilt als Taktikfuchs. Er versteht es, sein Team richtig einzustellen und vor allem auch das System an seine Spieler anzupassen. Immer wieder schafft er es, dass die Akteure unter seiner Regie zur Höchstform auflaufen.

Den Glauben an seine Mannschaft hat er trotz der vielen Sorgen vor der EM nicht verloren. "Ich glaube an die Stärke der Mannschaft und bleibe ein Optimist", sagte er trotzig und kündigte gleichzeitig eine Taktikänderung an. "Mir ist klar, dass wir nicht einen so offensiven Fußball wie bei der letzten EM spielen werden können."

EM-Historie:

Für die tschechische Republik ist es die vierte Teilnahme an einer Europameisterschaft nach 1996, 2000 und 2004. Gleich bei der ersten Teilnahme nach der Auflösung der Tschechoslowakei marschierten die Tschechen in das Finale, ehe Oliver Bierhoff mit seinem Golden Goal zum 2:1 für Deutschland den Siegeszug stoppte. 2000 scheiterte Tschechien bereits in der Vorrunde. 2004 war nach einem glänzenden Turnier im Halbfinale Schluss. Traianos Dellas erzielte für Griechenland in der Verlängerung den entscheidenden Treffer.

Tschechien knüpfte bei seinen Auftritten nahtlos an die Erfolge der Tschechoslowakei an, die 1976 Europameister wurde. Das Endspiel damals gegen Deutschland ist vielen sicherlich noch in Erinnerung. Zunächst verschoss Uli Hoeneß im Elfmeterschießen und dann war es Antonin Panenka, der mit einem Lupfer in die Tormitte Sepp Maier verlud und der Tschechoslowakei den Titel bescherte. 1960 und 1980 wurde die Tschechoslowakei jeweils Dritter.

Prognose:

Die ganz große Zeit der Tschechen scheint vorbei, darüber kann auch die starke EM-Qualifikation, in der Deutschland auf den zweiten Tabellenplatz verdrängt wurde, nicht hinwegtäuschen. Selbst mit der goldenen Generation um Nedved, Poborsky und Co. gelang es nicht, einen Titel zu holen. Nach deren Abschied ist die Mannschaft sicherlich nicht stärker geworden, zumal es bisher nicht gelang, junge und hungrige Spieler ins Team einzubauen. Zudem fällt mit Tomas Rosicky der vielleicht wichtigste Spieler aus. Tschechien hat von der Papierform her mit der Schweiz, Portugal und der Türkei zwar eine lösbare Gruppe erwischt, dennoch wird es am Ende nicht zur Qualifikation für das Viertelfinale reichen.

Lars Ahrens

sportal.de
 
Neues aus Gruppe B im Überblick:
  • Auftaktgegner Polen (8. Juni):[/list:u]
    Der abschließende Test-Doppelpack in Reutlingen gegen Mazedonien und Albanien wird ohne Jakub Blaszczykowski stattfinden.
    Den Bundesliga-Legionär plagt eine Zerrung imOberschenkel, mit der er voraussichtlich zehn Tage ausfallen wird. Umseine EM-Teilnahme muss der BVB-Profi trotzdem nicht fürchten.
    Der Mittelfeldmann wäre selbst dann dabei,wenn er im Auftaktspiel gegen Deutschland fehlen würde. Leo Beenhakkersschlichte Begründung: "Er ist zu wichtig."
    Zwei Wackelkandidaten
    Wenn der Nationaltrainer am Mittwoch seinenendgültigen 23-köpfigen Kader aus 26 Spielern benennt, könnte es dafürzwei andere treffen.
    Die Trainingsleistungen von Radoslaw Matusiaksind nicht nach dem Geschmack des Niederländers. Grzegorz Bronowickihat mit den Folgen einer Knie-OP zu kämpfen.
    "Viel, viel besser als bei der WM"
    Das Selbstbewusstsein der Polen ist dagegenbestens in Form. "Wir sind viel, viel besser als bei der WM 2006",sagte Innenverteidiger Michal Zewlakow dem "kicker".
    Und Beenhakker legte in "Sonntag Aktuell"nach: "Ich weiß, es wird eine unheimlich schwere Aufgabe, Deutschlandzu schlagen. Aber es wird auch eine unheimlich schwere Aufgabe, Polenzu schlagen."
    • Kroatien (12. Juni):[/list:u]
      Den Kroaten ging am Samstag im Test gegenMoldawien (1:0) die Puste aus. "Wir waren nicht mehr frisch", sagteTorschütze Niko Kovac im "kicker". Darüber hinaus fehlten im Team vonTrainer Slaven Bilic aber einige Spieler.
      Das Mittelfeldduo Dario Srna/Nico Kranjcar lief nach sieben Tagen Trainingslager gar nicht erst auf.
      Auch Stürmer Mladen Petric wurde geschont, nachdem er wegen Rückenproblemen zuletzt Dauergast beim Chiropraktiker gewesen war.
      Budan vor EM-Aus
      Für den Dortmunder stehen die Chancen aufvollständige Genesung bis zum Turnierbeginn allerdings deutlich besserals für Igor Budan: Der Angreifer hat Probleme mit seinem operiertenKnie, die EM-Teilnahme ist in Gefahr.
      Trainer Slaven Bilic macht sich nicht einmalzwei Wochen vor der EM aber nicht nur über seinen Kader Gedanken,sondern zieht eine kurzfristige Systemänderung in Betracht.
      Nur noch mit einem Stürmer?
      Die von ihm favorisierte 4-4-2-Formationkönnte einem 4-2-3-1-System weichen, in dem der Schalker Ivan Rakiticbeste Chancen hätte. Die Systemänderung, erklärte Bilic, sei insBlickfeld gerückt "seit Rakitic zu uns gekommen ist".
      "Eine Änderung in letzter Minute könnte dieBalance im Team stören", gab Bilic zu bedenken, "andererseits gibt unsein System mit nur einer Spitze mehr Optionen bei Ballbesitz."
      Zeit zum Einstudieren der Taktik hätte Bilicimmerhin, das nächste Testspiel steht erst am 31. Mai gegen Ungarn aufdem Programm.
      • Österreich (16. Juni):[/list:u]
        Am Dienstag wird sich für Markus Weissenberger entscheiden, ob die EM für ihn endet, bevor sie überhaupt begonnen hat.
        Der Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt leidet noch immer unter einem Muskelfaserriss im Oberschenkel.
        Sollte er im Testspiel in Graz gegen Nigeriaausfallen, steht er wohl als erster von acht Streichkandidaten fest,die Josef Hickersberger aus seinem noch 31-köpfigen Kader benennen muss.
        Dreikampf ums Tor
        Keine Sorgen um ihr EM-Ticket machen sich dieTorhüter Jürgen Macho, Alexander Manninger und Helge Payer. Werallerdings den Zuschlag als Nummer 1 erhält, ist noch völlig offen.
        Stritten im Vorfeld der WM 2006 nur zweiKeeper um den Platz im deutschen Tor, tobt bei den Österreichern seitzwei Jahren ein offener Dreikampf.
        "Gewisse Tendenzen" hat Hickersberger immerhinausgemacht, verraten wollte er sie aber nicht. Bleibt der Trainer beiseinem Rotationsprinzip, steht gegen Nigeria Jürgen Macho zwischen denPfosten.
        Macho selbstbewusst
        Der ehemalige FCK-Torhüter geht auch für die EM davon aus "dass ich die Nummer 1 bin". Gegenüber Sport1 räumte er jedoch ein: "So werden auch meine Konkurrenten denken."
        Gegen Nigeria hofft Hickersberger vor allemschönen Fußball. "Die letzten Tests sind auch die Chance, die Euphorienoch einmal richtig anzukurbeln", sagte er.


        Quelle: Sport1.de
 
Der endgueltige polnische Kader :

bramkarze: Artur Boruc (Celtic Glasgow), Tomasz Kuszczak (Manchester United), Łukasz Fabiański (Arsenal Londyn)

obrońcy: Jacek Bąk (Austria Wiedeń), Marcin Wasilewski(Anderlecht Bruksela), Paweł Golański (Steaua Bukareszt), Mariusz Jop(FK Moskwa), Adam Kokoszka (Wisła Kraków), Jakub Wawrzyniak (LegiaWarszawa), Michał Żewłakow (Olympiakos Pireus)

pomocnicy: Dariusz Dudka, Wojciech Łobodziński (obajWisła Kraków), Jakub Błaszczykowski (Borussia Dortmund), MariuszLewandowski (Szachtar Donieck), Rafał Murawski (Lech Poznań), ŁukaszGarguła (GKS Bełchatów), Jacek Krzynówek (VfL Wolfsburg), Michał Pazdan(Górnik Zabrze), Roger Guerreiro (Legia Warszawa)

napastnicy: Euzebiusz Smolarek (Racing Santander),Maciej Żurawski (AE Larissa), Tomasz Zahorski (Górnik Zabrze), MarekSaganowski (FC Southampton).


Blaszczykowski und Lobodzinski sind angeschlagen, werden jedoch gegen Deutschland fit sein.
 
Halil Altintop und Bastürk aus türkischem Kader gestrichen

Der türkische Nationaltrainer Fatih Terim hat überraschend die beiden Bundesligaprofis Halil Altintop (FC Schalke 04) und Yildiray Bastürk (VfB Stuttgart) aus seinem ursprünglich 27 Profis umfassenden Aufgebot für die Europameisterschaft gestrichen. Außerdem erhält Ibrahim Kas von Besiktas Istanbul kein Ticket für das Turnier. Zuvor musste bereits Gökhan Gönül (Fenerbahce Istanbul) auf seine Teilnahme an der Endrunde verzichten. Der 23 Jahre alte Verteidiger laboriert an einer Fußverletzung und fällt mindestens vier Wochen aus.





Frankreich streicht sieben Spieler


Vize-Weltmeister Frankreich setzt bei der Europameisterschaft auf eine Mischung aus verdienten Routiniers und vielversprechenden Talenten. Bei der Benennung seines endgültigen 23 Spieler umfassenden EM-Kaders um die Bundesliaspieler Franck Ribéry und Willy Sagnol (beide Bayern München) legte Trainer Raymond Domenech großen Wert auf ein gesundes Verhältnis zwischen Jung und Alt. Er strich Mickael Landreau (Paris Saint-Germain), Julien Escudé (FC Sevilla), Alou Diarra (Girondins Bordeaux), Mathieu Flamini (Arsenal London), Hatem Ben Arfa (Olympique Lyon), Philippe Mexes (AS Rom) und Djibril Cissé (Olympique Marseille) aus seinem vorläufigen 30er-Kader.




Zwei Neue für Spanien

Der spanische Trainer Luis Aragonés hat seinen bereits vor elf Tagen bekanntgegebenen Kader für die Europameisterschaft erwartungsgemäß nicht mehr umgebaut. Real Madrids Stürmerstar Raul blieb damit trotz seiner Verdienste in der Vergangenheit unberücksichtigt. Auch das 17 Jahre alte Supertalent Bojan Krkic vom FC Barcelona steht nicht im Aufgebot. . Santi Cazorla (FC Villareal) und Sergio Garcia (Real Saragossa) sind die einzigen Neulinge im Team des Titelanwärters.

sportal.de
 
schurik schrieb:
Warum zum Kuck Kuck sollte man bei !!"solchen"!! Abstimmungen den Patriotismus zur Seite legen ????? So ein Quatsch...weil es in Deutschland ja so viele Patrioten gibt....
Die kommen alles aus den Löchern gekrochen, wenns "in" ist.
Wenn D in der Vorrunde ausscheidet, intressiert keinen der Modefans mehr.
Vor der WM 2006 waren doch kaum echte Fussballbegeisterte da, heute fährt jede Hausfrau an ihrem Benz Kombi mit D Flaggen durch die Gegend. Hät man das vor der WM 2002 gemacht, wär man ausgelacht worden.
Ich weiss noch, wie eine Flotte von Smart der Deutschen Vermögungsberatung, ca. 15 Wagen, mit BRA Flaggen kurz vor dem WM rumgefahren ist
Zeichen der Zeit knapp verpasst.
sollte d es wirklich verkacken, wirds ersma wieder ruhig ums Team.
 
Italia geschockt: EM-Aus für Cannavaro!

Der Weltmeister unter Schock. Die italienische Nationalmannschaft muss auf seinen Kapitän Fabio Cannavaro bei der EURO verzichten. Der Abwehrchef zog sich gleich beim ersten Training der "Squadra Azzurri" am Montagabend im Stadion von Admira Wacker in Maria Enzersdorf einen doppelten Bänderriss im linken Sprunggelenk zu.
Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Montagabend. "Ich fahre nach Hause", wird Cannavaro zitiert.
Zunächst wurde Cannavaro für weitere Untersuchungen in das Krankenhaus von Mödling gefahren und anschließend noch in ein Krankenhaus nach Wien gebracht. Später am Abend wurde dann seine Absage bekannt. Ob er sich der notwendigen Operation in Österreich unterzieht oder nach Italien zurückkehrt, werde am Dienstag entschieden. Wer für ihn nachrückt, war zunächst noch nicht bekannt.
Der Kapitän des Weltmeisterteams ging beim ersten Training nach der Ankunft in Österreich im Stadion Südstadt in Maria Enzersdorf nach einem Zweikampf mit Giorgio Chiellini mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und musste mit einer Trage vom Platz gebracht werden.
"Es muss noch genauer untersucht werden, aber es ist sicher keine Kleinigkeit", sagte Teamarzt Paolo Zeppilli. Eine Prognose, die offensichtlich bittere Wahrheit wurde.


Ziemlicher Rückschlag für Italien auf der Gazetta dello sport Seite steht das wahrscheinlich Gamberini von Florenz für ihn nachrücken wird.
 
Für drei Trainer geht es bei der EM um den Job

Donadoni muss in Italien zittern
Roberto Donadoni weiß dort schon vor dem Anpfiff zur Endrunde um seine Situation:„Sollten wir bei der EM in Österreich und in der Schweiz schlecht abschneiden, wird keine Auflösung des Vertrags notwendig sein, ich werde selber gehen .“ Der italienische Nationaltrainer folgte auf Marcello Lippi, der zuvor den WM-Titel abräumen konnte. Ein schweres Erbe, dem Donadoni der allgemeinen Meinung nach nie gerecht werden konnte. Sein Kontrakt in Italien läuft noch bis 2010, ist auf die Weltmeisterschaft in Südafrika ausgerichtet. Dennoch: Kommt die Delegation um Bayern-Star Luca Toni nicht mindestens ins Halbfinale, ist für Roberto Donadoni Schluss!

Domenech scheitert an sich selbst
Kaum besser sieht die Situation beim italienischen Final-Gegner von 2006 Frankreich aus. Auch dessen Trainer, Raymond Domenech, steht auf der Kippe. Er trat vor knapp vier Jahren das Traineramt der „Equipe Tricolore“ an. Seither stand er nahezu dauerhaft in der Kritik. Schon vor, bzw. während des Turniers in Deutschland wollten viele seinen Kopf rollen sehen. Nicht wenige davon saßen und sitzen auch im eigenen Verband. Bei ihm kommt noch erschwerend hinzu, dass sein ironischer, mitunter auch sarkastischer Humor nicht überall Gefallen findet. 2006 konnte Domenech mit dem sportlichen Erfolg in Form des Finaleinzugs seinen Job retten. Bleibt ein solcher Triumph in den Alpen aus, werden auch seinen letzten Befürwortern die Argumente ausgehen.

Scolari muss triumphieren, zwei gehen sicher
In Portugal ist ein Verbleib von Luiz Felipe Scolari ebenfalls vom Erfolg abhängig. Er übernahm die Auswahl 2002, führte sie 2004 schon einmal ins Finale der Euro im eigenen Land. Nun soll in Österreich und der Schweiz ein Titelgewinn folgen. Sein Vertrag läuft nach dem Turnier aus, wird wohl nur verlängert, wenn der Pokal gewonnen wird.
 
Missi schrieb:
schurik schrieb:
Warum zum Kuck Kuck sollte man bei !!"solchen"!! Abstimmungen den Patriotismus zur Seite legen ????? So ein Quatsch...weil es in Deutschland ja so viele Patrioten gibt....
Die kommen alles aus den Löchern gekrochen, wenns "in" ist.
Wenn D in der Vorrunde ausscheidet, intressiert keinen der Modefans mehr.
Vor der WM 2006 waren doch kaum echte Fussballbegeisterte da, heute fährt jede Hausfrau an ihrem Benz Kombi mit D Flaggen durch die Gegend. Hät man das vor der WM 2002 gemacht, wär man ausgelacht worden.
Ich weiss noch, wie eine Flotte von Smart der Deutschen Vermögungsberatung, ca. 15 Wagen, mit BRA Flaggen kurz vor dem WM rumgefahren ist
Zeichen der Zeit knapp verpasst.
sollte d es wirklich verkacken, wirds ersma wieder ruhig ums Team.

Ich halte es auch eher für unklug schon vorher die ganzen Fahnen ans Auto zu babben
Pro Fahne verbraucht ein Auto auf 100 km halben Liter Sprit.....bei 10 Fahnen biste pleite
Außerdem fliegt D in der Vorrunde aus siehst du keine einzige patriotische Fahne mehr am Auto....wäre eine Wette wert