Was ist daran nicht ganz richtig?
Wer kommt für dich denn sonst für den Turniersieg in Frage?
Oje, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Zum Draw:
Es ist nicht der "neue" Draw, es ist der Draw an sich, an dem
Kaymer feilt, da
a) Kaymers Grundschlag der Fade ist und
b) in Augusta National es mehr Doglegs nach links, als nach
rechts gibt und hier demzufolge der Draw unabdingbar ist.
Der Draw ist für ihn immer noch ein Spezialschlag, den er zwar
beherrscht, aber eben nicht so gut wie den Fade, der für ihn
zur Routine geworden ist.
Desweiteren ist das Festlegen auf einen Turniersieger mit einer
einzigen Alternative bei einem Teilnehmerfeld von 144 Spielern
nicht nur unsinnig und spekulativ, sondern grenzt schon an
Geldverbrennung, zumal mit diesem Einsatz (5/10).
Ich selbst habe es bisher nur zweimal gemacht und zwar
inplay
nach der 1.Runde. Einmal gings gut - das war in Südafrika
kurz vor Weihnachten, wo es 4 sehr gute Spieler gab (Els,
Goosen, Oosthuizen & Schwartzel) und der Rest bestand mehr
oder weniger aus "Füllmasse" und einmal gings schief (letzte
Woche mit Mahan, der wieder einmal Nerven zeigte).
Selbst wenn man den Cut mit einbezieht und ein exzellentes
persönliches Ausschlußverfahren besitzt (welches ich dir beim
besten Willen nicht zutraue), bleiben doch immer noch mindestens
ein Dutzend Spieler übrig, die am Ende den großen Scheck
einsacken können - und das ist eine optimistische Hypothese. Also,
wenn überhaupt Turniersieg, dann inplay, am besten nach
der 2.Runde. Selbst hier gibt es noch ein großes Restrisiko
und einige Kniffe, die man beachten sollte.
Ein Golfer spielt zuerst gegen seine eigenen Unzulänglichkeiten,
dann gegen den Course, vielleicht gegen die äußeren Bedingungen
und erst zuletzt gegen den Gegner.
Kaymer ist letzte Woche eingebrochen, wenn man das bei T24
überhaupt so nennen kann. Der Wind war suboptimal und der
Course hat seinen Namen alle Ehre gemacht - "Blue Monster".
Der Deutsche blieb hinter den Erwartungen, während andere -
von denen auch ein Teil heute an den Start geht - einfach
besser waren. Und das war ein wichtiges Turnier, wo es neben
ma$$ig Preisgeld, auch viele Weltranglisten-Punkte zu gewinnen
gab. Dieses Turnier jetzt und die weiteren bis zu den Masters,
dienen eigentlich nur zur Vorbereitung. Die einen pausieren,
die anderen versuchen in Schwung zu bleiben. Wie man
abschneidet, interessiert herzlich wenig, wenn man in Augusta
auf dem Leaderboard mit ganz oben steht. Soll heißen, Kaymer
sieht dieses Event als Teil seines Master(s)-Plans, wie es auf
der Website, der du dich ja bedient hast, so ausführlich
beschrieben ist. Der Fokus liegt darauf, ein gutes Gefühl für
die Draws zu bekommen und dann erst möglichst gut zu
scoren.
Zu deiner Frage, wer für mich noch für den Sieg in Frage kommt:
Watney (ohne s[[grin]]) natürlich, desweiteren:
Watson, Casey, Choi, Goosen, Furyk, darüber hinaus an einem
guten Tag:
Ogilvy, Singh, Harrington, Z.Johnson, Laird, B.Haas, Moore,
Hoffman, Byrd.
Hier den Turniersieger rauszupicken ist unseriös & spekulativ,
deswegen und hier wiederhole ich mich, wenn überhaupt,
dann inplay, oder gleich auf die Top5 oder Top10 ausweichen.
Das bringt auf lange Sicht mehr, wie übrigens auch das H2H,
ob als 2-, oder 3Ball, oder Turnier H2H.
Ich jedenfalls fahre ganz gut damit.