Danke für deinen sachlichen Kommentar, ich versuche darauf einzugehen:
Eine vereinzelte IP-Überschneidung ist bei uns noch lange kein Grund, ein Konto zu schließen. Jedoch ist die Prüfung von IP Adressen ein Indikator der gemeinsam mit anderen Mechanismen ein Gesamtbild eines Accounts ergibt.
Unser Welcomebonus ist natürlich auf einmal pro Person beschränkt, leider versuchen einige User dies anderweitig auszunutzen.
Ein Auszug aus unseren AGBs zu diesem Thema:
"Alle Kundenangebote sind auf eines pro Person und/oder Haushalt sowie IP-Adresse beschränkt. Falls BonkersBet berechtigten Grund zur Annahme hat, dass der Bonus oder das Angebot durch dieselbe Person oder zum Vorteil derselben Person mehr als einmal beansprucht wird oder durch eine Gruppe von Personen, dann kann diesem Kunden oder dieser Kundengruppe die Verfügbarkeit bestimmter oder aller Angebote vorenthalten werden und/oder mit dem Bonus oder Angebot finanzierte Einsätze storniert und alle Gewinne von diesem Einsatz entfernt werden."
Die fett markierten Aussagen sind quasi der Knackpunkt der ganzen Geschichte. Es ist völlig intransparent für den Kunden, auf welcher Grundlage der Wettanbieter entscheidet, dass ein "missbräuchlicher" Gebrauch eines Kontos vorgelegen hat. Wer entscheidet, ob der Grund für die Kontoschließung "berechtigt" war? Im Englischen heißt die Totschlagsphrase "at our sole discretion". Diese Klausel wäre nach UK- und sicherlich auch deutschem Recht, wenn es denn mal klappt mit der Lizenzierung, unwirksam. Der Wettanbieter wäre verpflichtet, einen ausreichenden Nachweis dafür zu erbringen, dass die Kontoschließung berechtigt war. Die Aufgabe, "ausreichend" in dem Zusammenhang zu definieren, läge dann beim Lizenz- oder Gesetzgeber.
In England gibt es einen Aktivisten namens Brian Chappell aka Jimmy Justice, der sich mit dem Projekt "Justice for Punters" für gerechtere Geschäftsbedingungen bei Wettanbietern mit UK-Lizenz einsetzt. Er hat inzwischen einen guten Draht zur Gambling Commission und auch schon erste Fortschritte erzielt, z.b. minimale Einsatzlimits, die bewirken, dass langfristig profitable Gewinner nicht mehr vor die Tür gesetzt werden können. Das beschränkt sich zwar momentan noch auf Pferdewetten, aber andere Sportarten sollen folgen (
https://www.theguardian.com/sport/2...aker-offer-minimum-bet-guarantee-horse-racing ). Brian Chappell sagt in Interviews, dass die Ursache für die jahrelange Untätigkeit der Commission nicht etwa Desinteresse, sondern ein Mangel an Informationen war. Als Chappell damit anfing, u.a. Fälle von limitierten Wettkonten zu sammeln und diese der Gambling Commission zur Überprüfung vorlag, zog das eine so breite Diskussion nach sich, dass sogar das englische Parlament über diesen Sachverhalt diskutierte.
Das muss man sich mal vorstellen: Hierzulande ist man froh, wenn man am Ende des Tages sein Geld vom Anbieter erhält, während in UK über die Rechtmäßigkeit von Kontolimitierungen diskutiert wird.
Mit den Lizenzgebern aus Malta, Curacao, Gibraltar, Alderney und was es sonst noch so alles an Justizoasen gibt, genießt man als Wettanbieter aber faktische Narrenfreiheit. Und so kann der Anbieter schalten und walten wir er will, ohne irgendjemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Wettanbieter schaffen Fakten und stellen den Kunden vor die Wahl: Friss oder stirb.
Bonkersbet Wenn ihr es ernst meint mit einer Bewerbung um eine deutsche Lizenz, solltet ihr euch überlegen, ob ihr nicht schon früher mehr Transparenz in das Verfahren der Kontoschließungen reinbringt, denn deutschem Recht werden unbegründete Kontoschließungen nicht standhalten und Klagen wären nur eine Frage der Zeit.