Viele von euch wissen nicht wie viele Scammer unterwegs sind. Nicht auf Bookieseite sondern unter den Spielern! Ich bekomme von unseren Werbepartnern einiges mit und es ist erschreckend mit welcher Selbstverständlichkeit öffentlich über Wettanbieter gemotzt wird obwohl dem Spieler in den meisten Fällen klar sein muss, dass er selbst Mist gebaut hat und nicht der Bookie.
Darf ich fragen, aus welchen unabhängigen Quellen du deine Informationen über die Anzahl von Betrügern auf Kundenseite beziehst?
Mir ist grundsätzlich klar, dass diese Problematik besteht. Wie gesagt, wo es um Geld geht, wird betrogen. Auf beiden Seiten. Der Bookie muss sich dagegen schützen. Mir ist auch klar, dass er seine Methoden und Sicherheitsmechanismen nicht gänzlich offenlegen möchte, weil er sich sonst umso angreifbarer machen würde. Trotzdem müsste der Vorgang der Kontoschließung für den Kunden nachvollziehbarer sein. Denn viel zu häufig trifft es eben auch unschuldige Spieler, die völlig im Unklaren über die Gründe der Gewinnkonfiszierung oder Kontoschließung gelassen werden. Es gibt keine unabhängige Schiedspartei, die man in solchen Fällen anrufen könnte. Wenn man dann nicht mal eine nachvollziehbare Begründung vom Anbieter erhält, ist das wie ein doppelter Schlag in die Magengrube.
Du schreibst oben von Narrenfreiheit. Diese gibt es auf Kundenseite mindestens genauso wenn Bonis dutzendfach ausgenutzt werden. Dieser Scam kann bei kleineren Bookies mitverantwortlich sein, dass sie schnell wieder vom Markt verschwinden, womöglich mit Geldern von ehrlichen Spielern. Was bei Bonkersbet nicht der Fall sein wird weil sie vielleicht genauer hinschauen als andere.
Ich finde Relativierungen als Argument generell problematisch. Die einen machen böse Sachen, dann ist es okay, wenn es die anderen auch machen. Nein. Beides ist zu verurteilen. Du stellst es so hin, als würde ich Kunden, die betrügen, in Schutz nehmen. Das ist mitnichten der Fall.
Dass Buchmacher mit Curacao-Lizenz Narrenfreiheit genießen, wurde inzwischen vielfach bewiesen. Ist dir auch nur ein Fall bekannt, wo eine Behörde in Curacao gegen den Lizenznehmer interveniert hätte?
Ich allein habe inzwischen unzählige Reklamationen an die verschiedenen Masterlizenzhalter (CEG, Gaming Curacao, Antillephone NV, CIL) geschickt, Formulare ausgefüllt, jede Dokumentation bereitgestellt, die von mir verlangt wurde und nicht in einem Fall wollte oder konnte man mir weiterhelfen. Zwei Sachen liegen momentan noch bei einem Anwalt in Curacao. Auch er beißt auf Granit und konnte bisher keinerlei Fortschritte erzielen. Ich habe E-Mails an Parlamentarier und Staatssekretäre in Curacao geschickt, ohne auch nur eine Antwort erhalten zu haben. Ich stehe in Kontakt mit zwei anderen Spielern, die genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben.
Generell sollte man wie gesagt froh sein, dass es Bookies gibt die hier öffentlich Stellung beziehen
Ich hatte die Kommunikation und den netten Kontakt bei Bonkersbet ausdrücklich gelobt in Beitrag #52
und nicht noch nach Fehlern suchen weil die Auskunft nicht so ausführlich ist wie man es erhofft hat.
Eben weil Bonkersbet zum Dialog bereit ist, sollte man diesen suchen und eben auch mal nachbohren bei all den Ungereimtheiten, die das Onlinewetten mit sich bringt.
Dass Bonkersbet nicht alle Details öffentlich macht sollte auch jedem klar sein wenn grad eine Untersuchung läuft.
Niemand verlangt eine öffentliche Aufklärung. Aber eben mehr Transparenz dem Kunden gegenüber. In der Regel speist der Anbieter den Kunden mit einem Einzeiler ab, wo er auf Geschäftsbedingungen verweist, die er nach eigenem Rechtsempfinden zusammengebastelt hat.
Dass es auch anders geht, beweist beispielsweise 18bet, die dem Kunden eine Dokumentation* zur Verfügung stellen:
*Quelle:
https://www.sportsbookreview.com/forum/sportsbooks-industry/3503251-18bet-problem.html