N. Almagro vs J. Janovicz:
Wenn man sich die bisherigen Auftritte bei den AO ansieht, haben beide bisher 2 Sätze abgegeben. Almagro setzte sich in Runde 1 gegen Steve Johnson, der aus der Quali kam und dort ordentlich agierte nach 5 Sätzen harten Kampfes durch, weil Johnson sein Aufschlagniveau nicht über die komplette Distanz aufrechterhalten konnte. Gegen Gimeno-Traver setzte er sich nach anfänglichen Problem letztlich mit 3:0 Sätzen souveräne durch.
Beim Polen lief es in der ersten Runde ziemlich ordentlich, er verschlief zwar auch den Start, setzte sich aber auch in 3 Sätzen gegen Simone Bolelli durch. In der Zweitrundenpartie bekam er es mit dem Inder Somdev Devvarman zu tun und setzte sich nach 2:0 Satzrückstand noch durch.
Wie stark der Pole aber wirklich ist, dass weiß bis jetzt wohl noch keiner. Denn bis auf seine Finalteilnahme bei den Masters in Paris kann er noch nichts vorweisen. Berücksichtigt werden muss aber auch, dass bei diesem Master RF abgesagt hatte und ein Djokovic früh baden ging. Sein Sieg bei diesem Turnier über Andy Murray, als dieser bei Satzführung Matchbälle vergab, bekommt natürlich einen faden Beigeschmack, denn es war wohl kein Zufall, dass die topgesetzten Spieler auf dieses Turnier keine "Lust" hatten. Und zwar aus dem Grund, weil eine Woche später das Finale der besten Acht in London anstand und sich da keiner die Strapazen antun will.
Nun aber zum eigentlichen Spiel:
Almagro mit einem starken Aufschlag, auch wenn das ein Vorgänger nicht wahr haben will, aber wer am Ende eines Jahres in den Top 10 der meisten Asse steht, der muss wohl ein bisschen was mit dem gelben Filzball können.
Außerdem spielt er nicht wie seine spanischen Landsmänner ein laufintensives Grundlinientennis, sondern geht eigentlich immer auf den Winner. Dabei ist sein Paradeschlag die gefürchtet einhändige Rückhand. Dies kann aber auch-wie schon öfters passiert(zuletzt im Daviscupfinale gegen Stepanek)- das Problem sein, denn dieser Schlag birgt sehr viel Risiko, was wiederum zu vielen unforced errors führt.
Zu Janowicz:
Sein Aufschlag ist auch aufgrund seiner Größe noch einen Tick gefährlicher und wird ihm jede Menge freie Punkte bescheren. (Kann in einem 5ten Satz sehr wichtig sein, kraftsparend) Für seine Größe ist Janowicz enorm beweglich. Dies in Kombination mit seinem gefürchteten Aufschlag führt dazu, dass er sehr oft den Weg ans Netz suchen wird(serve and volley). Außerdem ist seine Vorhand nicht zu unterschätzen, da er sofort auf den Winner geht, dies führt wiederum zu vielen UE. Insgesamt hat er mit seinen 22 Jahren ein sehr gutes Gesamtpaket und wird wohl in dem einen oder anderen ATP-Turnier richtig Wirbel machen.
Eine Sache die eventuell auch noch wichtig werden kann ist, dass das Spiel am Nachmittag ausgetragen wird und auch ein Federer schon bestätigt hat, dass der Platz zu dieser Tageszeit um etwa 10% schneller wird, was wohl Janowicz entgegenkommt.
Wie schon erwähnt wird es sehr wichtig sein, wie Almagros Rückhand in die Partie findet. Sollte die Ausfallen ist er chancenlos. Wichtig ist auch noch mit welcher Einstellung die Beiden in die Partie reingehen und da seh ich auch den kleinen Vorteil bei Janowicz, weil das erreichen will, was Almagro schon längst hat. Nervlich sind beide sehr anfällig, daher wird der erste Satz sehr wichtig für den restlichen Spielverlauf werden.
Eine Quote von 3,0 bei bet365 für den Polen finde ich zu hoch angesetzt, denn 50% Gewinnchance hat er auf jeden Fall.
Mein Tipp: Sieger Janowicz
Auf ein schönes Spiel! [[grin]]
Wenn man sich die bisherigen Auftritte bei den AO ansieht, haben beide bisher 2 Sätze abgegeben. Almagro setzte sich in Runde 1 gegen Steve Johnson, der aus der Quali kam und dort ordentlich agierte nach 5 Sätzen harten Kampfes durch, weil Johnson sein Aufschlagniveau nicht über die komplette Distanz aufrechterhalten konnte. Gegen Gimeno-Traver setzte er sich nach anfänglichen Problem letztlich mit 3:0 Sätzen souveräne durch.
Beim Polen lief es in der ersten Runde ziemlich ordentlich, er verschlief zwar auch den Start, setzte sich aber auch in 3 Sätzen gegen Simone Bolelli durch. In der Zweitrundenpartie bekam er es mit dem Inder Somdev Devvarman zu tun und setzte sich nach 2:0 Satzrückstand noch durch.
Wie stark der Pole aber wirklich ist, dass weiß bis jetzt wohl noch keiner. Denn bis auf seine Finalteilnahme bei den Masters in Paris kann er noch nichts vorweisen. Berücksichtigt werden muss aber auch, dass bei diesem Master RF abgesagt hatte und ein Djokovic früh baden ging. Sein Sieg bei diesem Turnier über Andy Murray, als dieser bei Satzführung Matchbälle vergab, bekommt natürlich einen faden Beigeschmack, denn es war wohl kein Zufall, dass die topgesetzten Spieler auf dieses Turnier keine "Lust" hatten. Und zwar aus dem Grund, weil eine Woche später das Finale der besten Acht in London anstand und sich da keiner die Strapazen antun will.
Nun aber zum eigentlichen Spiel:
Almagro mit einem starken Aufschlag, auch wenn das ein Vorgänger nicht wahr haben will, aber wer am Ende eines Jahres in den Top 10 der meisten Asse steht, der muss wohl ein bisschen was mit dem gelben Filzball können.
Außerdem spielt er nicht wie seine spanischen Landsmänner ein laufintensives Grundlinientennis, sondern geht eigentlich immer auf den Winner. Dabei ist sein Paradeschlag die gefürchtet einhändige Rückhand. Dies kann aber auch-wie schon öfters passiert(zuletzt im Daviscupfinale gegen Stepanek)- das Problem sein, denn dieser Schlag birgt sehr viel Risiko, was wiederum zu vielen unforced errors führt.
Zu Janowicz:
Sein Aufschlag ist auch aufgrund seiner Größe noch einen Tick gefährlicher und wird ihm jede Menge freie Punkte bescheren. (Kann in einem 5ten Satz sehr wichtig sein, kraftsparend) Für seine Größe ist Janowicz enorm beweglich. Dies in Kombination mit seinem gefürchteten Aufschlag führt dazu, dass er sehr oft den Weg ans Netz suchen wird(serve and volley). Außerdem ist seine Vorhand nicht zu unterschätzen, da er sofort auf den Winner geht, dies führt wiederum zu vielen UE. Insgesamt hat er mit seinen 22 Jahren ein sehr gutes Gesamtpaket und wird wohl in dem einen oder anderen ATP-Turnier richtig Wirbel machen.
Eine Sache die eventuell auch noch wichtig werden kann ist, dass das Spiel am Nachmittag ausgetragen wird und auch ein Federer schon bestätigt hat, dass der Platz zu dieser Tageszeit um etwa 10% schneller wird, was wohl Janowicz entgegenkommt.
Wie schon erwähnt wird es sehr wichtig sein, wie Almagros Rückhand in die Partie findet. Sollte die Ausfallen ist er chancenlos. Wichtig ist auch noch mit welcher Einstellung die Beiden in die Partie reingehen und da seh ich auch den kleinen Vorteil bei Janowicz, weil das erreichen will, was Almagro schon längst hat. Nervlich sind beide sehr anfällig, daher wird der erste Satz sehr wichtig für den restlichen Spielverlauf werden.
Eine Quote von 3,0 bei bet365 für den Polen finde ich zu hoch angesetzt, denn 50% Gewinnchance hat er auf jeden Fall.
Mein Tipp: Sieger Janowicz
Auf ein schönes Spiel! [[grin]]