ATP Challenger Ortisei (ITA), Hardcourt - Finale
So. 12:30 Andreas Seppi (ITA) - Matthias Bachinger (GER)
Beide Finalisten ziehen hier ohne Satzverlusst ins Finale ein. Seppi schlug auf dem Weg dorthin mit Donati einen Landsmann, den er aber auch klar schlagen muss, selbiges gilt für den deutsch-iren Sorensen, der typisches Sandplatztennis spielt, es folgten dann noch Siege gegen Langer und Hernych, die beide in der Halle schon gutes Tennis spielen, aber Seppi da natürlich auf einem anderen Niveau. Bachinger bezwang in Runde 1 den talentierten Belgier Coppejans, ehe er mit Mertl, Basic und Brown drei gute Indoorspieler aus dem Turnier nahm. Bachinger zuletzt indoor richtig gut drauf. Erst scheiterte er in Metz in der finalen Qualirunde an Serra, was ihm eigentlich nicht passieren darf, dann aber kam er in Mons über die Quali ins Hauptfeld und schlug dort mit Mahut einen sehr guten Hallenspieler. Gegen Goffin darf man bei dessen aktuellen Form verlieren. In Rennes schlug Bachinger mit Marchenko einen guten Mann ganz klar und verlor dann gegen Haider-Maurer, was auch vertretbar ist. Beim ATP-Turnier in Stockholm qualifizierte sich Bachinger fürs Hauptfeld und gab dort in der Quali in seinen drei Matches in sechs Sätzen kein einziges Mal sein Service ab und ließ dabei auch nur zwei Breakbälle gegen Pütz zu, welche er beide abwehren konnte. Im Hauptfeld folgten dann Siege gegen Sijsling, L. Mayer und Mannarino, ehe im Halbfinale gegen Berdych Endstation war, aber auch gegen den Top-10 Spieler hatte Bachinger im 1. Satz seine Chancen, diesen für sich zu entscheiden. Sehr starkes Turnier vom Münchner in Stockholm. Anschließend spielte er dann noch das Challengerturnier in Eckental, wo er gegen Krawietz einen klaren Erstrundensieg verbuchen konnte und dann knapp in drei Sätzen gegen den späteren Finalisten Pütz verlor. Bachinger verfügt über einen sehr guten 1. Aufschlag und ist in der Halle auf diesen schnellen Belägen nur sehr schwer zu breaken, was auch der Turnierverlauf hier in Ortisei zeigt, denn da kassierte der Deutsche lediglich drei Breaks in acht Durchgängen und servierte dabei in der Summe 38 Asse. Seppi kassierte im Turnierverlauf gar nur ein Break, aber er hatte im Vergleich zu Bachinger auch die etwas leichteren Gegner. Gegen Hernych im Halbfinale ließ der Südtiroler trotzdem sechs Breakchancen zu und servierte in den letzten drei Matches auch jeweils eine Hand voll Doppelfehler. Vor diesem Turnier spielte Seppi zuletzt die Quali in Paris und unterlag dort gegen de Schepper mit 2:6, 7:6, 1:6, wo er sich sage und schreibe sechs Mal in 14 Aufschlagspielen breaken ließ und das gegen diesen "Spieler", der eigentlich nur aufschlagen kann. Die Turniere in Valencia und Moskau waren in Ordnung, gegen Ferrer und Gulbis muss Seppi auch verlieren. Lajovic ist dafür in der Halle in Pfichtsieg und gegen Dodig ließ Seppi wieder zwölf Breakchancen zu, doch am Ende reichte es noch zu einem knappen Sieg. Im Davis Cup gab Seppi dann noch einen Satz gegen Lammer ab, allerdings ging es in dem Match um nix mehr und in Metz gab Seppi beim Stand von 0:6, 1:4 gegen Sijsling auf. Eben jenen Sijsling schlug Bachinger wie bereits erwähnt in Stockholm, genauso wie den Argentiner Mayer, gegen den Seppi in Wimbledon auf Rasen verloren hat. Ich persönlich muss ganz klar sagen, dass ich allgemein nicht viel von Seppi halte, ist auf der ATP-Tour ein besserer Hernych, der immer schön mitspielt, für den es aber meist nicht reicht, wenn der Gegner seine Leistung bringt. Ähnlich seh ich das diesmal auch in diesem Vergleich, denn wenn Bachinger das spielt, was er zuletzt gezeigt hat, dann hat er hier auf jeden Fall eine gute Chance, denn Seppi lässt immer mal was zu, breakt sich auch gerne mal selber, in dem er mit dem ein oder anderen Doppelfehler mithilft. Erwarte ein enges Match, da beide wie gesagt hier im Turnierverlauf bisher sehr gut servieren, wobei, wenn man jetzt alleine den Aufschlag betrachtet, Bachinger hier schon nochmal Vorteile hat. Zu der Quote und vorallem beim gegensätzlichen Formverlauf der beiden Finalisten, komm ich hier nicht am Deutschen vorbei, denn Bachinger ist seit Stockholm richtig gut drauf, was man von Seppi jetzt nicht unbedingt behaupten kann, wenn man gegen Spieler wie de Schepper und auch Sijsling in den Sätzen derart abgeschossen wird. Head to Head spricht übrigens auch für Bachinger, denn das einzige bisherige Duell der beiden konnte er vergangenes Jahr in Rotterdamm in der Halle mit 6:3, 6:4 für sich entscheiden. Dabei servierte Bachinger elf Asse und kassierte kein einziges Break. [[yo]]
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