na geh herbal, jetzt enttäuscht mich aber ein bisserl - sowenig überblick hätt ich dir nicht zugetraut. wenn man sich nicht auskennt - einfach mal.. usw. [[grin]]
die beziehungen zwischen dem haus saud und den amis, respektive der bushfamily sind seit x jahren jedem bekannt und gut dokumentiert. laden als zugehöriger der familie saud mag jetzt verstossen sein, aber das tut doch nix zur sache. erinnern wir uns doch ein paar jahre zurück, es waren die amerikaner, die bin laden gross gemacht haben damals in afghanistan. reagan und bush senior, und während man über die cia in südamerika drogen im grossen stil verkauft hat um mit der kohle am kongress vorbei rechte regierungen zu unterstützen, ist u.a. laden mit amerikanischer kohle und amerikanischen waffen im kampf gegen die kommunisten in afghanistan gefüttert worden. erst als er das mit dieser religionsgeschichte angefangen hat und sich die russen - und später auch die amis - wieder zurückgezogen haben, kam der bruch.
aber der mensch vergisst halt schnell. bush nix überrascht gewesen von den anschlägen, als er davon gehört hat? weiss ned mehr genau. riesenaktiendeals einen tag vor 9/11? nie gehört. usw. usw.
um die geschichte der familie saud, früher eine simple art marodierende räuberbande, die sich mit kameldiebstählen und überfällen über wasser gehalten hat, bis sie - mit unterstützung der amerikaner und engländer später zur macht aufstiegen (diktatur -->saudi arabien), empfehle ich übrigens das studium des buchs "Wem gehört Mekka" ISBN 3-404-64170-1 - Gerhard Konzelmann, ein langjähriger ARD journalist, beschreibt darin ausführlich die jüngere geschichte saudiarabiens, aufstieg (und hoffentlich bald fall) der sauds, ihre bedeutung für die amerikaner und die guten beziehungen untereinander. nicht umsonst werden die sauds von einem teil der radikaleren moslems gehasst - siehe auch -->Ungläubige -->Schutzmacht und -->Mekka.
zurück zum thema: bush und bin laden bilden heute eine art zweckgemeinschaft.
bush "braucht" bin laden - niemand sonst verkörpert so einfach in einem einzigen gesicht den "terror" - den es zu bekämpfen gilt. siehe auch -->christlicher kreuzzug, -->neocons sowie -->äusserer feind, der eine gemeinschaft zusammenschweisst und von inneren problemen ablenkt.
auf der anderen seite, würde bin laden heute, wenn er denn gefragt werden würde, bush wählen. er wiederum "braucht" einen radikalen gegenspieler (wobei kerry mit dem spielraum, den er hat, eh nicht soo viel unterschied machen würde), denn je radikaler der antipol - inklusive massenmord und folter, je mehr kohle für die juden, je mehr raketen rein in die palästinenser - desto leichter die rekrutierung von neuen kämpfern, desto stärker die empörung in der moslemischen welt, desto stärker der zusammenhalt desto stärker der zulauf, desto stärker seine position, desto stärker auch die radikalisierung - und desto mehr kohle.
nicht gewundert, dass der kamelhirte jetzt 2 jahre lang in irgendeinem loch sitzt und genau 3 tage vor der wahl rauskommt? würde es bin laden heute nicht geben, man müsste ihn erfinden. ganz abgesehen davon, dass bush ohne ihn wahrscheinlich nicht präsident werden würde. wozu hat man also freunde?