Danke.
Krass so viel wollte ich jetzt nicht einsetzen, halte mich auch eher an die Analyse von Allan Lichtman.
Krass so viel wollte ich jetzt nicht einsetzen, halte mich auch eher an die Analyse von Allan Lichtman.
Hi erstmal,
Ich verfolge das Geschehen rund um die Wahl auch schon länger und finde folgende Wette sehr interessant:
Harris to win the popular vote
tPolymarket zu 58c entspricht einer Q1,72.
(Betoline mit @1,55)
Ich kann das leider nicht so ausführlich und fundiert wie Moghul und andere, möchte aber ein Paar Punkte anbringen, warum die Wette für mich Value hat.
-7 der letzten 8 popular votes gingen an die Demokraten, einzig Bush 2004 (unter den Nachwirkungen von 9/11) konnte einen Sieg für die Republikaner einfahren. Grund dafür sind unter anderem der Demografische Wandel (mehr Latinos, mehr Schwarze) der hier den Demokraten in die Karten spielt.
- Mit die gößte Sorge für die Wette war das Harris erwartungsgemäß den Großteil der schwarzen Bevölkerung auf ihrer Seite hat, aber Trump Harris bei den Latinos stimmen abjagen konnte. Ich denke die Haitianer + Puerto Rico Geschichten könnte da vielleicht nochmal ein paar Stimmen kosten.
- Folgenden Punkt hat Mogul schon angerissen und unterstützen meinen Pick nur, namlich das manche Institute die Zahlen für Trump methodisch nach oben anpassen, damit man nicht nochmal so desaströs daneben liegt wie 2016. Plus das wohl so etwas wie ein Gegentrend dazu existiert indem vermeintliche Harris-Wähler sich nicht offen dazu bekennen und somit Ihre Zahlen unterschätzt werden.
-DIe letzte Woche ist angebrochen und da wird in den Medien aber auch Privat wohl kaum jemand an dem Thema US Wahl vorbeikommen.
Mein Gedankengang hierzu:
Die 2 größten Schwächen der Demokraten, nämlich Immigration und Wirtschaft, könnten Ihnen doch noch ein bisschen in die Karten spielen.
Denn seitdem die Grenzkontrollen und Einlassbestimmungen geändert wurden, sind die Zahlen der neuen Migranten auf das Niveau zu Trump Zeiten zurückgegangen.
Der Wirtschaft geht es im Vergleich zu anderen Industrienation hervorragend auch wenn das durch riesige Konjunkturprogramme und Neuverschuldung zustande gekommen ist.
Wenn die Dems das in Ihrer Kampangne thematisieren, bzw. die Medien /News Networks, könnte sich das Bild das Trump malt,(USA ist schon so gut wie ruiniert in quasi jedem Aspekt) bei manchen ändern.
Wenn ich dann lese das fast 50 % der Republikaner (oder waren es sogar aller Amerikaner?) glauben das Biden für das Abtreibungsverbot verantwortlich ist, sieht man wieviel nachholbedarf herrscht an objektiven Informationen.
Es gibt auch Punkte die gegen die Wette sprechen, z.B. das egal was er verzapft (Haitianer essen hunde/ Halbstündiges Tanzen oder minutenlanges schwadronieren über das Gemächt von Ex Profi Sportlern auf Wahlkampfveranstatungen) Trump scheinbar mehr statt weniger Zustimmung findet.
Der Israel Konflikt und damit die muslimische Bevölkerung die normal auch eher Demokratisch wählen, wären auch negativ zu werten.
Sind viele Wenns und Abers dabei, aber trotz des aktuell schlechten runs von Harris sehe ich hier immernoch viel Value und die Wahrscheinlichkeit definitiv höher ein als 58%.
Persönlich spiele ich die Wette 10/10 und versuche auch noch klein 1,5/10 Harris gewinnt die Wahl zu @2,95 Polymarket.
Good Luck
Mal ein Danke für den Input von Moghul.
Hatte tatsächlich heute auch den Markt will Trump win Florida by 8.0 Points im Visier.
Einfach weil das viel offener ist als die Quote es suggeriert.
Denke auch das hier das Referendum der ausschlaggebend Punkt ist.
Der Verfassungszusatz braucht satte 60 Prozent damit Abbrüche erlaubt werden.
Im April lag die Zustimmung laut Polls bei 57%
Es wird also knapp, ich gehe davon aus das besonders viele Frauen wählen werden und bei denen kommt Harris weitaus besser an.
Es wird ja auch unter anderem vom Battle of the sexes in den News Networks gesprochen und das könnte sich hier auswirken.
Der Unterschied der Präferenzen der Geschlechter, sprich Harris bei Frauen, Trump bei Männern, liegt laut einigen Instituten im 2 stelligen Prozent-Bereich.
Biden 2020 mit ca 4% und Clinton 2016 mit ca 2% gegen Trump in Florida verloren. Sehe hier die 8+ Prozent auf Trump nicht.
Interessant auch bei den ersten Zahlen der Briefwähler aus anderen Staaten dass die Zahl der Frauen höher als erwartet(in den Vorjahren) waren. Muss aber auch nicht zwangsläufig etwas heißen.
Es gibt noch viele andere Dinge die hier reinspielen aber ich sehe hier Trump keinen so deutlichen Sieg einfahren.
Deshalb für mich:
Polymarket
will Trump win Florida by 8.0 points, No
zu 37¢ ~ Q.2.7 3/10.
Finde/Fand zudem noch die Michigan und Wisconsin Q für Kamala interessant. Denke da könnte Sie doch noch was holen.
Aber diese X Fake Ads Geschichte die da gerade ins Rollen kommt könnte doch größeren Schaden anrichten.
Irgendwann muss ich ja auch mal meine Auswertung liefern. Ich wollte das eigentlich zusammen mit den Auswertungen für die Senatswahl machen, aber da wird überall noch ausgezählt. Bei diesen Abstandswetten kommt es ja auch tatsächlich auf Zehntel-Prozente an, deshalb hat 22Bet die Mehrheit der Wetten bei mir auch noch nicht abgerechnet. In Pennsylvania steht noch nichtmal der Sieger fest. Also mache ich das in zwei Portionen …
Also wenn ich Trump wäre, würde ich sagen, dass ich gewonnen habe. Haushoch sogar! Niemand hat jemals so großartig gewonnen wie ich! Und wer etwas anderes behauptet, ist ein Low-IQ-Individual! Ein Loser! Eingesperrt und strafverfolgt gehört er sowieso.
Im Grunde bin ich froh nicht Trump zu sein. Das kann ja kein schönes Leben sein, auch mit Ende 70 immer noch Angst vor dem Vater zu haben und sich die Welt schönlügen zu müssen. Der Nachteil ist allerdings, ich muss zugeben, dass ich ganz schön ordentlich daneben gelegen habe. Ein größeres Desaster ist ja kaum vorstellbar. Ein fettes Sorry an alle, die sich an meinen Analysen orientiert und Geld verloren haben!
Wenn ich jetzt einzeln auswerte, schreibe ich immer noch einen kurzen Kommentar dazu. Auch wenn es bockig klingt, ich würde bei gleichem Informationsstand eine ganze Reihe der Wetten genau so wieder spielen, eine genauere Analyse folgt aber später noch.
Zwischenstand bis dahin: -5 Einheiten
4 Einheiten auf Gewinnende Partei Demokraten, Quote 2,75 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
4 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 2,1 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
3 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 1,96 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.24
2 Einheiten auf „Harris wird Präsidentin“, Quote 2,45 bei 22Bet, gesetzt am 01.11.24
Offen gestanden ärgere ich mich am meisten über die 3 Einheiten vom 27.08. zu 1,96. Mir kam das zu diesem Zeitpunkt logisch vor, weil ich eine bestimmte Dynamik vermutet hatte, wonach Harris sozusagen auf der Euphoriewelle surft und Trump sich zunehmend in’s Abseits schießt. Der Gedanke war und ist nicht abwegig, aber natürlich deutlich zu optimistisch. Und eine so niedrige Quote zu spielen, ist dann eben auch nicht gerechtfertigt. Auch wenn es tatsächlich bockig klingt, bei einer Wahl die gemeinhin als 50/50 gesehen wurde, Quoten über 2 zu spielen, ist dann schon wieder gut begründbar. Wie auch immer am Ende steht da -13 Einheiten.
7 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,8 bei 22Bet, gesetzt am 18.7.24
3 Einheiten auf Demokraten Gewinner der Volksabstimmung, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
Nach derzeitigem Stand liegt Trump um 2,1 Prozentpunkt vorne. Am Ende sind es wohl so um die 1,5%.
Das ist eine der Wetten, bei denen ich eingestehen muss, dass ich Informationen schlicht nicht ausreichend zur Kenntnis genommen bzw. nicht ausreichend berücksichtigt habe. Das Argument war ja klar: die Demokraten haben seit 1992 mit einer Ausnahme (2004, sicher ein Sonderfall wegen 9/11) immer die Popular Vote gewonnen, selbst so relativ unpopuläre Kandidaten wie Gore und Hillary Clinton. Deshalb habe ich die Quote von 1,8 sozusagen als eine Art Geschenk aufgefasst und fand selbst 1,25 noch spielbar. Der Punkt ist aber, dass die Umfragen in diesem Jahr, anders als 2016 und 2020, die Demokraten nationwide zu keinem Zeitpunkt weit vorne gesehen haben. Da gab es vereinzelt einen Vorsprung von 4%, aber es gab kein konsistentes Bild mit großem Vorsprung. Dann so viel zu setzen ist wohl nicht so clever. Macht -10 Einheiten.
3 Einheiten auf „Winner Advantage Harris 2,5%-4,99%, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.
2 Einheiten auf „Winner Advantage Harris 2,5%-4,99%, Quote 4,5 bei 22Bet, gesetzt am 01.11.
2 Einheiten auf „Winner Advantage Harris 0%-4,49%, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 01.11.
Gleicher Sachverhalt wie oben. Zu sagen, Hillary Clinton hatte als unpopuläre Kandidatin einen Vorsprung von 2,1%, also wird die populärere Harris darüber landen, ist naheliegend. Die entsprechenden Umfragen nicht ausreichend in die Wette einfließen zu lassen ist einfach nur dämlich. Macht -7 Einheiten.
10 Einheiten auf „Harris gewinnt mehr Stimmen als Clinton 2016“, Quote 1,143 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.
Clinton hatte 2016 ca. 66 Millionen Stimmen, Harris liegt derzeit bei gut 72 Millionen und landet am Ende bei 75-75 Millionen. Das liegt deutlich über dem entsprechenden Bevölkerungswachstum. Macht +1,143 Einheiten. Halleluja!
3 Einheiten auf „Demokraten Gewinner bei den Präsidentschaftswahlen in Wisconsin“, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
Auch eine Wette, über die ich mich besonders ärgere. Der Grundgedanke war sicher nachvollziehbar, zu der Quote hatte das aber kein Value. Da war ich nicht diszipliniert genug.
-3 Einheiten
1 Einheit, Demokraten Gewinner in Arizona, Quote 3,5 bei 22Bet, gesetzt am 18.07.24
3 Einheiten auf Demokraten Gewinner in Arizona, Quote 1,909 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.24
3 Einheiten auf Demokraten Gewinner in Georgia, Quote 2,25 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.24
3 Einheiten auf Demokraten Gewinner in North Carolina, Quote 2,25 bei 22Bet, gesetzt am 27.08.24
Es gab für alle Wetten gute Argumente, die habe ich ausgeführt. Am Ende muss ich zur Kenntnis nehmen, dass Trump in den meisten Swing States einen Vorsprung von ca. 2 Prozentpunkten hatte, in Arizona auch mehr. Macht -10 Einheiten.
4 Einheiten auf ‚Republican Victory Margin in Florida unter 9,5%”, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 01.11.24
Ehrlich gesagt hatte ich hier überlegt noch höher zu staken, aber ich wollte dann nicht übertreiben, wenn ich eh schon mit über 70 Einheiten im Spiel bin. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Latinos sich zum Teil in Richtung Trump bewegt haben, habe ich mir nicht vorstellen können, dass er seinen Vorsprung von 3 Prozentpunkten so stark ausbauen könnte (2012 hatte Obama noch in Florida gewonnen). Es gab auch keine Umfragen, die nur in die Nähe des Endergebnisses (56% zu 43%, also 13 Prozentpunkte Abstand) gedeutet hätten. Bei gleichem Informationsstand würde ich das genau so wieder spielen.
Macht -4 Einheiten
8 Einheiten auf „Republikaner erreichen unter 311,5 Electoral Votes, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 30.07.24
2 Einheiten auf „Republikaner erreichen unter 311,5 Electoral Votes, Quote 1,25 bei 22Bet, gesetzt am 06.08.24
Das tut natürlich besonders weh. Wenn man so kleine Quoten spielt, dann sollten die auch kommen. Trump landet bei 312. Das heißt, er gewinnt alle Swing States und die eine gesplittete EV in Maine. Ganz ehrlich, ich habe das zu keinem Zeitpunkt gesehen. Ich habe ein paar Tage vor der Wahl geschrieben, dass mehrere Szenarien denkbar sind, eben weil zu diesem Zeitpunkt alles mögliche denkbar war, auch eine rote Welle, die ich allerdings als das am wenigsten realistische Szenario gesehen habe. Aber selbst da habe ich mir nicht vorstellen können, dass er alle Staaten abräumt.
So oder so: -10 Einheiten.
2 Einheiten auf Victory-Margin von Harris in Centre County over 4,5%, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 29.10.
1 Einheit auf Victory-Margin von Harris in Bucks County over 3,5%, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 29.10.
1 Einheit auf Victory-Margin von Harris in Lehigh County over 6,5%, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 29.10.
1 Einheit auf Victory-Margin von Trump in Berks County under 10,5%, Quote 1,833 bei 22Bet, gesetzt am 29.10.
Centre County: 50,9% zu 48,1%, also verloren
Bucks County: Trump sogar +0,2% Vorsprung, also verloren
Lehig County: 50,7% zu 48,1%, also verloren
Berks County: 55,7% zu 43,3%, auch verloren also.
Harris hatte in Pennsylvania auf eine Strategie gesetzt, nicht nur die großen urbanen Zentren zu besuchen, also im Wesentlichen Philadelphia und Pittsburgh, sondern auch über die Dörfer zu fahren. Der Gedanke war, in Trump-Land jeweils 2-3% zusätzlich zu holen, was dann den Staat eingefahren hätte. Ich habe auf die Countys gesetzt, in denen zudem entweder eine sehr junge Wählerschaft zu finden ist (Centre County, Uni-Stadt), oder wo viele Leute mit Ursprung aus Puerto Rico wohnen. Ausgegangen ist es gerade umgekehrt: Trump hat im Vergleich zu 2020 jeweils 2-3% zusätzlich geholt. Schlecht für mich, macht nämlich -5 Einheiten.
In der Endabrechnung macht das dann also:
-5 -13 -10 -7 +1,143 -3 -10 -4 -10 -5 = -65,86 Einheiten.
Muss man auch erstmal hinbekommen ...
Vielleicht habe ich einfach keine Ahnung von Politik. Plausibler scheint mir allerdings, dass es die Wähler sind, die keine Ahnung von Politik haben. Trotzdem noch einmal sorry, an alle, die aufgrund meiner Analysen Geld verloren haben. Wie gesagt, es kommt noch einmal eine Gesamtschau wenn die Senatswetten ausgewertet sind. Aber bis dahin: wenn es hier die Analyse des Monats gibt, gibt es auch den Titel für den Tölpel des Monats (des Jahres?)? Da wäre ich wohl ein heißer Kandidat, das müsste ich dann wohl hinnehmen …