US-Wahl

<!--[if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG/> </o:OfficeDocumentSettings> </xml><![endif]--> Jetzt mal ein paar grundsätzliche Überlegungen zu den Wahlchancen in der November-Wahl, weil das hier ein paarmal thematisiert wurde (Clinton ist doof, Notnagel hat wenig Chancen usw., ). Sorry, wenn ich in solchen Dingen immer etwas länglich werde, versuche auch zu berücksichtigen, dass wir immer noch in einem Wettforum und in keinem Polit-Blog sind.



Deshalb vorab die Twitter-Variante: Hillary Clinton gewinnt die Präsidentschaftswahlen, weil außer Kasich alle potentiellen Gegenkandidaten so geschwächt aus den Vorwahlen rauskommen, dass sie die Hauptwahl nicht gewinnen können.



Und jetzt die Langfassung:
Wahlen sind ein komplexes Ding und jede Wahl ist anders. Aber es gibt ein paar Grundregeln, die man alle in der kleinen Wahlfibel nachlesen kann. Diese kleine Wahlfibel sagt so grob: Du gewinnst, wenn Du es schaffst, dass mehr Leute für Dich stimmen als für Deinen Gegenkandidaten und das funktioniert, wenn Du Deine eigenen Wähler an die Urnen bringst und die Wähler des Gegenkandidaten zuhause bleiben. Worauf muss man also achten?


Schafft es ein Kandidat, die eigenen Wähler zu mobilisieren? Und das in den USA unter erschwerten Bedingungen (geringes Interesse, Wählerregistrierung). U.a. deshalb ist in den USA so wichtig, was wir in dieser Form gar nicht kennen, nämlich das Ground Game. Und dazu muss man sich das Mobilisierungspotential eines Kandidaten in den verschiedenen demographischen Gruppen anschauen, Gebildete, Ungebildete, Weiße, Afroamerikaner, Asiaten, Latinos usw.. Und natürlich wie diese demografischen Gruppen in den einzelnen Bundesstaaten verteilt sind.



Schafft es ein Kandidat, Wähler aus dem gegnerischen Lager und bei den letzten verbliebenen Wechselwählern zu gewinnen? Inzwischen ist das Land allerdings so polarisiert, dass es kaum noch Unabhängige gibt.



Schafft es ein Kandidat Leute zu gewinnen, die sonst nicht zur Wahl gegangen wären?



Schafft es ein Kandidat die Anhänger des Gegenkandidaten zu demobilisieren? Das haut am besten hin, wenn man für die kein Feindbild darstellt und / oder wenn deren eigener Kandidat so wenig attraktiv erscheint, dass die Anhänger im Zweifel einfach zuhause bleiben und niemanden wählen.



Wenn man dieses Modell vor Augen hat und sich die Kandidaten anschaut kommt da ungefähr das Folgende raus, und dabei haben Umfragen zum jetzigen Zeitpunkt haargenau null Aussagekraft.


Clinton
+ Wird stark bei Frauen, Gebildeten, Minderheiten sein, insbesondere Afroamerikaner (mit Obamas Hilfe, aber auch weil Bill als erster schwarzer Präsident gilt) und Latinos gewinnen.



- Wird die eigene Basis aus eigener Kraft nur mittelmäßig mobilisieren, weil sie als Person nur wenig Begeisterung entfacht, einfach etwas knöchern. Das wird aber zum Teil kompensiert durch Bill (kaufe einen Wahlkämpfer, kriege zwei) und den historischen Charakter ihrer Wahl als erste Frau.
- Wird die Basis der Gegenseite sehr stark mobilisieren. Ist bei den Reps sehr unbeliebt, gilt als skandalverwanzt usw. Das wird zum Teil dadurch kompensiert, dass sie sich als Außenministerin einigen Respekt erarbeitet hat. An ihrer Kompetenz ist nur schwer zu zweifeln, vermutlich hat seit Ewigkeiten niemand kandidiert, der qualifizierter gewesen wäre. Außerdem finden selbst Hardcore-Reps ihr Verhalten während des Lewinsky-Skandals respektabel.


Fazit: Wenn es nur um Clinton ginge, wäre sie eine mittelmäßige Kandidatin, die die meisten Demokraten eher aus Vernunftsgründen als aus Begeisterung wählen würden, das aber immerhin.

Trump
+ Bringt Leute an die Urne, die vorher nicht wählen gegangen währen. Tatsächlich scheint ein großer Teil des Trump-Phänomens nicht auf Republikanern zu beruhen.
+ Hat das Potential einige Demokraten zu gewinnen.
+ Zumindest theoretisch hat er das Potential einige Bundesstaaten zu Battlegrounds zu machen, die das ansonsten keineswegs wären, z.B. New York und Pennsylvannia.


- Mobilisiert den liberalen Teil der demokratischen Wählerschaft extrem stark.
- Mobilisiert vor allem die Latinos extrem stark. Es werden niemals so viele Latinos zur Wahl gehen, wie bis dahin. Staaten wie Nevada und Colorado sind von vorneherein verloren, vermutlich Florida und eventuell sogar Texas nur schwer zu gewinnen.
- Demobilisiert die republikanische Basis extrem stark. Normalerweise ist das Muster, dass der Durchschitts-Rep auch dann an die Urne geht, wenn ihm der Kandidat nicht passt, dann hält er sich die Nase zu, macht sein Kreuz, schimpft ne Runde und geht wieder beten. Diesmal nicht unbedingt (so wie Romney und McCain übrigens auch nicht gut mobilisiert haben). Trump hat einfach zu viele Grenzen überschritten. Gestern in der Debatte hat er tatsächlich ziemlich offen mit seiner Penislänge kokettiert, das sagt alles. Der Typ ist ne Witzfigur und verliert 10-20% der Rep-Basis.
- Verliert stark bei den Unabhängigen.


Fazit: Das, was er an Neuwählern gewinnt wird nach meiner Einschätzung deutlich überkompensiert durch die Mobilisierung der Gegenseite und die Demobilisierung der Rep-Basis. Selbst wenn es Clinton ist, die wischt mit ihm die Wahl-Landkarte auf, 38/10 zu jeder Quote. Nur als Nebenbemerkung: ich glaube wir können heute noch gar nicht richtig abschätzen, wie sehr er den Reps jetzt schon schadet und wie eine Kandidatur den Reps über Jahrzehnte schaden würde.

Cruz:
+ Mobilsiert Sozialkonservative und Evangelikale. Nicht so stark wie er das erhofft hatte, aber immerhin
- Mobilisiert die demokratische Basis quer durch alle Wählerschichten extrem stark, aber natürlich vor allem Latinos. Ist als Kandidat eh schon so hart rechts, dass er schwer suspekt ist, musste sich im Wahlkampf gegen Trump aber nun so weit aus dem Fenster lehnen, dass er das nicht wieder einfangen kann.
- Demobilsiert selbst einen Teil der Rep-Basis, dem sein extrem recht Kurs zu viel ist und dem sein Gebahren in den Vorwahlen too much war.


Fazit: Selbst wenn es Clinton ist, das würde ein Erdrutschsieg für die Dems. Auch hier eine Nebenbemerkung: Cruz als Kandidat würde den Reps ganz gut tun. Bei denen ist seit Bush I das jammern groß, man bräuchte endlich einen richtigen konservativen Kandidaten. Wenn mal real nachgewiesen würde, wozu das im Feldversuch führt, dann hätte man beim nächsten mal vielleicht wieder die Chance auf einen Erwachsenen, der sich nicht schon in den Vorwahlen so beschädigen lassen muss, dass er in der General keine Chance mehr hat (wie Romney und McCain).

Rubio:
+ Hätte einen großen Teil der Rep-Basis mobilsieren können, und zwar über viele Schichten hinweg, u.a. auch die Tea Party.
+ Hätte einen Teil der Latinos gewinnen können.
+ Wäre nicht unbedingt das große Feindbild für die Dems gewesen. Ist als Kandidat zwar erkennbar ein Leichtgewicht, aber er hatte nicht das Mobilisierungspotential wie Palin oder Cruz oder Trump. Zudem bringt er viel mit, was auch Dems attraktiv finden: eloquent, jung, gut aussehend, Ansätze von Charisma (das beim zweiten Blick allerdings merklich verblasst)
- Wäre für einen Teil der Rep-Basis nicht der ideale Kandidat gewesen. In einer immer noch vorwiegend weiß geprägten Partei, stößt ein Einwandererkind immer noch auf Vorbehalte. Nicht bei allen, aber immerhin.
- Ist inzwischen durch den Wahlkampf so beschädigt, dass er bei Latinos gar nichts mehr reißen kann, weil er Trumps Positionen nachgehechelt ist. Hat sich auf eine Schlammschlacht und niedrigstes Niveau eingelassen, macht inzwischen nur mehr den Kläffer.


Fazit: Rubio hatte Potential und ich habe ihn für die einzige reale Gefahr für Clinton gehalten Hätte er noch vier Jahre gewartet, wäre er das vielleicht auch geworden. So aber hat er sich im Wahlkampf verheizen lassen, in der General hätte er keine Chance mehr. Ich würde ihn gegenwärtig auch eher layen als noch auf ihn zu setzen (sorry TOMK), wenn dann haben im Augenblick eher Cruz und Kasich etwas Rückenwind.


Kasich
+ Könnte einige Unabhängige und einige Demokraten gewinnen.
- Mobilisiert den Kern der Reps nicht.
Fazit: Wäre ein interessanter Wahlkampf zwischen erwachsenen Leuten. Mal abwarten, vielleicht findet er den Pfad zur Nominierung ja doch noch.
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So, nach so viel altklugem Gelaber auch noch eine richtige Wette. Setze mal 3 Einheiten auf Cruz zu 10 bei Bet365.

Eigentlich sollte man schlechten Geld kein gutes hinterher schmeissen, eigentlich kommt die Wette etwas spät und eigentlich ist der Kurs auch etwas niedrig, aber zum Mifiebern ist es okay. Ich sehe jedenfalls ganz gute Chancen, dass Cruz nach dem kommenden Dienstag wieder in einer Region um 5 oder 6 angeboten wird. Dann schauen wir mal, was Bet mir für's Auscashen anbietet. Wer bei Betfair wetten kann, bekommt wohl bessere Quoten udn kann leichter austraden, für die ist es wohl ein Deal.

Nach der letzten Debatte und angesichts dessen, dass die meisten Staaten bis Dienstag noch so halbwegs in Cruz' Beuteschema fallen (wenn auch nicht so gut, wie die am letzten Dienstag) kann Cruz noch einmal Rückenwind bekommen. Dazu kommt, erstens dre ausstieg Carsons (der freilich schon eingepreist ist) und die Schwäche Rubios. Ich denke Rubio wird auf Sicht keine große Rolle mehr spielen, hat keine gute Figur abgegeben neulich in der Debatte, verliert an Unterstützung in der Partei, setzt zu sehr auf die Florida-Karte etc.
 
Oups, das ging flotter als erwartet.

Cruz hat gestern Kansas und Maine gewonnen, Trump Lousiana und Kentucky, das aber jeweils mit geringerem Abstand zu Cruz als erwartet worden war. Aus Sicht von Cruz war fast genauso wichtig, dass er jeweils sehr deutlich vor Rubio lag, meistens etwa dreimal so viele Stimmen hatte. Damit hat er ein sehr nachvollziehbares Argument, dass er der einzige aussichtsreiche Herausforderer von Trump ist und alle anderen bitte aufhören sollen. Da sist so zwar ein bisschen hingebogen, aber es klingt erstmal überzeugend und dürfte sein Momentum verstärken.

Bet taxiert Cruz jetzt noch bei 4. Habe 2 von meinen gestern gekauften Einheiten auf Cruz (zu 10) heute ausgecasht und dafür jeweils ein bisschen über 8 bekommen, das heißt, mit einem kleinen Plus raus und falls Cruz Kandidat wird, gibt es nochmal Nachschlag - oder ich cashe eben zu einem noch besseren Kurs aus. Bet-Angebot natürlich grottig, aber die seeligen Betfair-Zeiten sind halt vorbei.

Ich halte da ja nicht sehr viel von dieser Selbst-Abfeierei, aber wenn schon Trump in einer Fernsehdebatte eine Anspielung auf die Länge seines Gemächts macht, dann leg ich jetzt auch nochmal mein Ding auf den Tisch und sage:

- Clintons Kandidatur richtig prognostiziert
- Cruz in Iowa gewonnen
- Clinton Sieg Nevada
- Sehr früh den Dreikampf Trump, Rubio, Cruz prognostiziert
- Cruz als viable Candidate gesehen
- Sehr früh Kasich im Auge gehabt
- Carson und alle anderen Wannabees nie in Erwägung gezogen
- Kursanstieg von Ryan prognostiziert
- Zuletzt Resurge von Cruz und Fall Rubios prognostiziert.

Läuft, scheine ein glückliches Händchen zu haben.

Nicht nur weil's sympathischer wirkt muss man allerdings das "glücklich" betonen. Bei ein paar Sachen habe ich schlicht Glück gehabt und/oder falsch gestaked. Und ein paar Sachen habe ich auch schlicht falsch eingeschätzt, z.B. den Aufstieg Trumps hätte ich so nicht für möglich gehalten und ich atte ja auch Rubio rendenziell für den Favoriten gehalten. Und ehrlich gesagt, hatte ich mit dem jetzt eingetroffenen Szenario auch frühestens für Dienstagnacht gerechnet.

Das zeigt ein paar Dinge:

Erstens, Informationen sind wichtig. Es gibt bestimmt eine gute Erklärung warum Cruz in Maine gewinnt, obwohl das eigentlich nicht sein Heimspiel ist. Und die Erklärung liegt nicht darin wie Trump so lustig angemerkt hat, dass Maine so nahe an der kanadischen Grenze liegt und Cruz als Natural born einfach einen Heimvorteil hatte, sondern Cruz dürfte dort besonders intensiv isn Ground Game investiert haben, um auch einen Ostküstenstaat vorweisen zu können.

Zweitens, es gibt immer noch diese Game Changer, man muss sie nur erkennen. Die letzte Debatte war so ein Ding, wo Trump mit Sicherheit Boden verloren hat und Rubio ebenfalls - und das obwohl es nicht den klassischen Oups-Moment a la Rick Perry gab.

Drittens: Es ist und bleibt ein Spiel, in dem es darum geht die Dynamik zu erkennen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen - und darin bin ich nicht immer besonders gut. Z.B. habe ich Rubio viel stärker gesehen, obwohl absehbar war, dass er von den ersten vier Staaten keinen gewinnt. Dass das zur Folge hat, dass er auch am Super Tuesday nicht gut abschneidet, lag iegentlich auf der Hand. Und dass das wiederum Verzweiflungstaten provoziert auch. Hätte man wissen können. Oder, um noch ein Beispiel zu nennen, ich glaube, ich lag mit meiner Einschätzung richtig, dass Cruz am Super Tuesday deutlich unter seinen Erwartungen geblieben ist. Aber hey, er war der einzige neben Trump, der Staaten und Delegierte gewonnen hat - und das ist wichtig für die Dynamik. Also hätte ich ihn statt für 10 auch für 17 buchen können.

Heute ist die Wahl in Puerto Rico, wo Cruz gewinnen könnte, vieleicht auch Rubio. Dienstag stehen dann Michigan und Mississippi auf dem Programm. Dürften beide an Trump gehen. Aber es wird interessant sein zu sehen, wie Cruz und Kasich abschneiden. Nicht zuletzt spielt hier eine Role, das das die letzten Staaten sind, in dem die Delegierten proportional verteilt werden. Danach kommen am 15. die großen Staaten und Rubio hat Haus und Hof auf Florida, Kasich alles auf Ohio gesetzt. Normalerweise keine Gewinner-Strategie, wie Präsident Giuliani bestätigen wird. Aber diesmal läuft es vielleicht anders, weil das Vorhaben der Parteiführung im Augenblick ist, Trump den Weg zur erforderlcihen Delegiertenzahl zu verstellen und deshalb die Dauemn für den jeweils aussichtsreichsten Kandidaten drückt. Und damit ist dann wieder die Frage, welche Dynamik das nach sich aulöst ...
 
Habe gerade eine halbe Einheit auf Kasich ausgecasht. Hatte ja neulich eine Einheit zu 26 auf Kasich gesetzt, jetzt steht der Kurs bei 8,5 und Bet hat für's Auscashen so viel geboten, dass ich nun ein kleines Plus habe und noch eine halbe Einheit stehen lasse.

Bin mir nicht sicher, ob das der richtige Zeitpunkt und das das beste Angebot ist, aber ich bin da einfach mal kein Risiko gegangen. Kasich bleibt im Rennen, das ist klar. Seine Chancen steigen, wenn er heute in Michigan gut abschneidet, was zumindest möglich ist, Mississippi ist für ihn gar kein Thema. Nächsten Dienstag kommt dann der kleine Super Tuesday mit fünf großen Staaten, von denen vier für ihn sehr passend sind, u.a. sein Heimatstaat Ohio, ein Must-Win. Kasichs Strategie ist es, nächsten Dienstag Staaten zu gewinnen und dann endlich als viable candidate zu gelten. Kann klappen.

Inzwischen glaube ich aber, dass Cruz so weit gekommen ist, dass er nicht aufgeben wird, sondern versuchen wird, Kasich und Rubio zu blocken, selbst wenn damit am Ende Trump gewinnt. Cruz hat in Florida zehn Büros aufgemacht, obwohl er wenig Chancen hat, den Staat zu gewinnen (ab nächsten Dienstag Winner-Takes-it-all-Prinzip). Das hat allein den Zweck, Rubio zu verhindern, der Staat geht an Trump, aber Cruz will der einzige Gegenspieler sein.

Generell glaube ich, dass die Chancen auf die Kandidatur heute (also vor Miss udn Mich) in etwa so verteilt sind:
Trump: 45%
Cruz: 35%
Kasich: 10%
Rubio: 5%
Brokered Convention mit ungewissem Ausgang (Ryan): 15%.

Und wer jetzt mosert, dass sich das nicht auf 100% addiert, ist ein Spießer. So größenordnungsmäßig halt.
 
Ärgerlich, dass ich zwei Cruz-Einheiten ausgecasht habe, aber man weiß ja nie wie es kommt. Ich setze noch einmal 4 Einheiten auf Cruz zu 4,75 bei Bet. Wer Glück hat und bei Betfair setzen kann, bekommt noch deutlich mehr.

Die Entwicklung deutet inzwischen relativ klar auf einen Zweikampf zwischen Trump und Cruz hin.
Rubio ist völlig zusammengeklappt. Letztendlich war die Marcobot-Debatte wohl der Anfang vom Ende, davon hat er sich nie so recht erholt. Minnesota und Puerto Rico zu holen ist zu wenig, gestern hat er auch vollkommen abgeschlagen abgeschnitten. Selbst sein Heimatstaat Florida, auf den seine, nennen wir es mal wohlwollend "Strategie" zugeschnitten war, dürfte an Trump gehen, Rubios Werte liegen zwischen 12 und 24 Punkte hinter denen von Trump. Das kann man grundsätzlich noch drehen, aber nur wenn man Rückenwind hat - und davon kann wirklich nicht die Rede sein. Cruz, die alte Kanalratte hat erkannt, dass er Rubio jetzt loswerden kann und gibt Rubio in Florida nicht den Weg frei, selbst wenn das zu Trumps Gunsten ausgehen wird. Nach dem nächsten Dienstag muss Rubio aussteigen, das ist klar. Wenn er ne coole Sau wäre und es ihm nicht nur um den Ego-Trip sondern auch um die Partei ginge, würde er morgen Trump in der Debatte ordentlich einen mitgeben und dann sofort aussteigen bevor er in Florida die ultimative Demütigung erfährt. Glaube ich aber nicht dran.

Kasich müsste Ohio gewinnen, aber in North Carolina und Florida sehen die Zahlen nicht gut aus, zu Missouri liegen noch keine Zahlen vor, in Illinois hat er noch Aussichten, aber toll ist anders. Kasich muss neben Ohio noch mindestens einen, besser zwei oder drei Staaten gewinnen, um einen legitimen Anspruch zu erheben, weiterhin Kandidat zu sein. Schafft er das nicht, wird er wohl aussteigen.

Und damit wäre das Szenario da, dass es schneller als erwartet zum Zweikampf zwischen Trump und Cruz hinausläuft. Allein das sollte die Quote sinken lassen. Im Augenblick ist der Vorsprung Trumps gegenüber Cruz mit ca. 100 Delegierten noch recht überschaubar. Ob Cruz am Dienstag die Chance auf einen Staat hat, ist nicht absehbar, eher nicht. Also steigt bis dahin Trumps Vorsprung weiter an. Danach aber Cruz zugute kommen, dass ein großer Teil von Rubios und Kasichs Anhängern zu ihm umschwenken. Auch die Parteiführung dürfte auf ihn setzen, als das etwas kleinere von zwei großen Übeln (für die ist das wie zwischen ******* und Erbrochenem zu wählen) und ihn unterstützen. Er ist also ziemlich wettbewerbsfähig. Und es kommen mit Utah und Arizona zwei Staaten, in denen er Trump schlagen kann.
Ich denke im Laufe dieses Prozesses sinkt der Kurs auf eine Region um die 3, also sollte ich mindestens profitabel auscashen können.
 
Ja verdammt, da kauft man sich die extra große Portion Popcorn, macht gemütlich ein Fläschen Bier auf und lehnt sich in Erwartung der ganz ganz großen Schlammschlacht gemütlich zurück - und dann passiert so gut wie nichts gestern abend während der Debatte. Keine Pöbeleien, kein Krakeelen, keine Diskussionen über Penislänge oder die Größe anderer Extremitäten, einfach nur ganz normales amerikanisches US-Polit-Schmierentheate. Und dafür haut man sich die Nacht bis 5.00 Uhr früh um die Ohren.

Rubio hat sich erstaunlich gut geschlagen, kleiner Achtungserfolg, Kasich eher unauffällig, Cruz fast zurückhaltend. Die erstaunlichste Erscheinung des Abends war Trump, der offensichtlich schon den Hauptwahlkampf vor Augen hat und sich fast schön präsidial erwachsen gegeben hat. Das Ziel ist klar, nach der hitzigen Schlacht, nun die Partei hinter sich zu versammeln. Kann ihm sogar gelingen und wendehälsig wie die Reps nunmal sind werden da eine ganze Mnege Leute süßsaure Miene zum bösen Spiel machen. Dazu kommt noch, dass Carson in jetzt unterstützt, was natürlich auch ein hochgradig opportunistischer Move ist. Vielleicht rächt sich da aber auch, dass Cruz ihn in Iowa gelinkt hat, politisch und religiös müsste der ihm ja eigentlich viel näher sein.

Hätte ich diese beiden Dinge gestern schon gewusst, man wird so langsam zahm und Carson unterstützt Trump, dann hätte ich Cruz nicht gespielt, jedenfalls nicht so hoch. Cruz Chancen haben sich gestern jedenfalls nicht verbessert.

Es hat sich andererseits aber auch nicht unglaublich viel getan. Die Zahlen aus Florida sind recht widersprüchlich, zwischen einem 20%-Vorsprung Sieg Trumps bis hin zu einem hauchdünnen Finish zugunsten Rubios scheint alles möglich. Wundert mich, warum Trump den Staat nicht einfach für Rubio lässt, da hätte er langfristig viel mehr von. So wie er auch Ohio an Kasich abtreten müsste, damit der im Rennen bleibt - auch so müsste Kasich aber in Ohio gewinnen den wenigen verfügbaren Zahlen zufolge jedenfalls. Cruz, der das Buch "Wie man Freunde gewinnt und sich sympathisch macht" garantiert nicht bis zum Ende gelesen hat, blockt jedenfalls beide Staaten, so dass es für Rubio und Kasich jedenfalls nicht zu einfach wird. In NC hat Cruz eine chance, über Illinois und Missouri weiß man zurzeit noch nichts.
 
@Moghul
Vielen Dank für deine vielen unterhaltsamen Beiträge! Ich verfolge die Wahl nur zur Unterhaltung und ohne selbst zu wetten, lese aber trotzdem gerne mit. Was sagst du eigentlich zur aktuellen Entwicklung bei den Demokraten? Der Sieg zuletzt von Sanders scheint ja überraschend gewesen zu sein.

So, noch etwas Produktives: Trump musste wegen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern eine Wahlkampfveranstaltung in Chicago absagen... Droht da, die Stimmung (endlich?) zu kippen?

Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_77241450/donald-trump-veranstaltung-in-chicago-eskaliert-abbruch.html
 
"@Moghul
Vielen Dank für deine vielen unterhaltsamen Beiträge! Ich verfolge die Wahl nur zur Unterhaltung und ohne selbst zu wetten, lese aber trotzdem gerne mit. Was sagst du eigentlich zur aktuellen Entwicklung bei den Demokraten? Der Sieg zuletzt von Sanders scheint ja überraschend gewesen zu sein."


Aus meiner Sicht hat sich bei den Demokraten nichts geändert. Es ist ein bisschen überraschend, dass Sanders so lange so gut mithält und dass Clinton den Sack nicht zugebunden bekommt. Aber letztlich muss Hillary Sanders für jeden Tag dankbar sein und täglich einen Kuch schicken. Die Dems bleiben in den Medien und Sanders fordert Clinton tatsächlich. Clinton hat grade die Gratis-Möglichkeit zu testen, was an ihrer Kampagne gut udn was schlecht läuft, um das für den Herbst anzupassen.

Wenn man sich die Ergebnisse von Dienstag anschaut, dann hat Clinton trotz der Niederlage in Michigan per saldo ihren Vorsprung im Delegate-Count sogar ausgebaut. Dass die Niederlage in Michigan so unerwartet kam beruht übrigens auf einem methodischen Fehler der Umfrageinstitute, wie ich irgendwi gelesen habe. Bei den letzten Vorwahlen war es Michigan aus irgendwelchen formalen Gründen nicht erlaut Delegiuerte zur Convention zu schicken. Deshalb war auch die Primary in diesem Staat wertlos geworden und Obama hatte gar nicht mehr kandididert. Die Wahl hat trotzdem stattgefunden mit einem irrelevanten Ergebnis und natürlich sehr wenigen Teilnehmern. Bei den aktuellen Umfragen in Michigan sind die Institute anscheinend hingegangen und haben die Teilnehmer gefragt, ob sie bei den letzten Wahlen gewählt haben, um abzuschätzen, wie die sog. likely voters wählen werden. Wenn diese Basis verzerrt ist hat die Umfrage halt ganz genau keinen Aussagewert, die haben alle massiv daneben gelegen. Wären die Umfragen methodisch korrekt angefertigt worden, wäre das Kopf-an-Kopf-rennen eben keine Überraschungn gewesen.
Prima Beispiel übrigens, dass Umfragen immer sehr kritisch gesehen werden müssen.


"So, noch etwas Produktives: Trump musste wegen gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern eine Wahlkampfveranstaltung in Chicago absagen... Droht da, die Stimmung (endlich?) zu kippen?"

Das ist sicher keine Entwicklung, über die Trump sich freut, aber ich glaube auch nicht, dass sie ihm massiv schadet. wenn man in Zielgruppen denkt, dann führt das am Ende des Tages wohl dazu, dass seine Anhänger ihn nich mher unterstützen und seine Gegner ihn noch schlimmer finden, nichts weiter. Seine Anhänger werden sagen, schaut her, die anderen schicken Störer, das Establishment will unsere Bewegung stoppen, da muss man sich doch wehren, recht so. Seine Gegener sagen, seht her wozu diese Bully-Rhetorik führt. Aber die hätten ihn eh nicht gewählt.

Ich glaube angreifbar ist Trump am ehesten an den Stellen, die ihn aus Sicht seiner Anhänger attraktiv machen, vor allem sein Erfolg. Trump dürften vielmehr diese Berichte stören, dass Absolventen der Trump-University genötigt wurden, positive Bewertungen für schlechte Kurse abzugeben. Es dürfte ihm schaden, wenn man ihm vorrehcnet, dass er noch reicher wäre, wenn er sein ererbtes Vermögen einfach zu einer gescheiten Verzinsung auf die Bank getragen hätte. man muss ihm vorhalten, dass er in China fertigen lässt, dass er offensichtlich illegale Einwanderer auf seinen Baustellen beschäftigt hat usw. Alles was dieses Narrativ untergräbt, ich bin unabhängig und erfolgreich und uramerikanisch, dürfte ihm schaden, nicht wenn ein paar Protestler bei seinen Veranstaltungen auftauchen.
 
Setze mal 5 Einheiten auf Kasich gewinnt in Ohio zu 1,4 bei Bet365.

1,4 ist zwar ein bisschen mager, wenn man berücksichtigt, dass es auch Umfragen gibt, die Kasich und Trump gleichauf liegen. Aber ich denke, wenn das Gros der Umfragen so ungefähr einen 5%-Vorsprung von Kasich sieht, Rubio empfohlen hat, in Ohio Kasich zu wählen und neuerdings auch Cruz auf die Linie umgeschwenkt ist, Kasich und Rubio in ihren Heimatstaaten gewähren zu lassen, dann sollte das hinhauen. Kasich ist Gouverneur dieses Staate, er wird vom kompletten Establishment dort unterstützt, auch in Bezug auf die Infrastruktur, er hat einen großen aufwand betrieben. Ich denke es spricht eine Menge dafür, dass das Risiko tragbar ist.
 
Kasich gewinnt mit 11%-Punkten Vorsprung in Ohio. Macht ein Plus von 4 Einheiten für mich.

Ansonsten heißt der große Gewinner von gestern natürlich Trump. In Missouri ist noch nicht ganz klar, wer vorne liegt, Trump oder Cruz. Aber so oder so, Trump holt Florida, North Carolina und Illinois. Vor allem: er hat seinen Vorsprung im Delegate Count erheblich ausgebaut, er hatte zuvor knapp 90 Delegierte mehr als Cruz, nun sind es 230 oder so. Trump hat nun über die Hälfte der Delegierten, die er für eine sichere Nominierung braucht und so langsam wird es eng, für die Anybody-But-Trump-Fraktion.

Wie geht es jetzt weiter? Keine Ahnung so recht. Es wird jetzt sehr interessant die nächsten Wochen zu beobachten. Rubio ist gestern (endlich) ausgestiegen, es wird jetzt also ein Dreikampf - und drei sind eigentlich einer zu viel. Es ist nicht ganz klar, wie sich Rubios Anhänger verhalten werden, den größeren Teil dürfte wohl Kasich einsacken. Andererseits hat Kasich keinen sehr plausiblen Pfad zur Nominierung so lange Cruz drin ist. Cruz seinerseits hat nicht mehr viele Staaten, die ausreichend voll sind mit Leuten seiner Klientel. Sein Argument wird jetzt sein, dass er schon so viele Delegierte gesammelt hat, dass er der einzige verbliebene Anti-Kandidat ist. Ob das ausreicht für die Leute, für die Cruz ungefähr so lieb haben wie Trump? Vielleicht steuert es ja wirklich auf eine Brokered Convention zu.

Nächsten Montag geht es weiter mit einer weiteren Debatte, wo es natürlich sehr interessant sein wird zu beobachten, ob sich weiterhin alle so betont erwachsen geben. Nächsten Dienstag stehen dann die Wahlen in Arizona und Utah an. In Utah könnte Cruz gute Chancen haben, Arizona könnte eher zu Kasich neigen, aber so lange da keine Zahlen vorliegen ist das alles Spekulation.

Es bleibt spannend, interssant, faszinierend, ziemlich abgefahren ...
 
So, jetzt wo die Temperaturen steigen und die Tage wieder länger werden wird es wohl Zeit für einen kleinen Frühjahrsputz.

Es ist ja erkennbar, dass ich diesen Thread nicht als klassisches Wett-Empfehlungs-Ding mit haarklein nachgehaltener Bilanz eröffnet und geführt habe. Aber weil das hier ja nunmal ein Wettforum ist, muss man da wohl auch ein bisschen Ordnung halten. Also hier eine kleine Bestandsaufnahme:

Am Anfang habe ich etwas kryptisch und ohne konkrete Empfehlung / Stake-Angabe empfohlen Clinton als Kandidat, Clinton als Präsident, Cruz als Kandidat (zu 19, glaube ich). Lassen wir das mal beiseite, das sind alles Wetten, die ich privat gespielt habe, zum Teil auch sehr hoch gestaked, aber ohne Stake-Angabe soll das hier keine Rolle spielen.

Mit konkreter Angabe ist derzeit noch offen:
Eine Einheit Kasich zu 26, davon schon eine halbe Einheit mit kleinem Plus ausgecasht, für die verbliebene halbe Einheit [B]bietet mir Bet nun knapp das doppelte meines Einstiegspreises. Die habe ich heute genommen und ausgecasht[/B], dazu gleich noch ein paar Worte.

Eine halbe Einheit Ryan zu 151, dafür bietet mir Bet inzwischen ca. das 5,5-fache, Kurs liegt aktuell bei 12.

10 Einheiten, dass Trump nicht Präsident wird zu 1,31 bei Pinnacle. Die Wette wird wegen der Pinnacle-Klamotte wohl leider annulliert, aus den bekannten Gründen. Schade drum.

3 Einheiten Cruz zu 10, davon zwei schon mit Gewinn ausgecasht, eine bleibt übrig.

4 Einheiten auf Cruz zu 4,75. Mit denen habe ich zwischendurch ja etwas gehadert. Aber inzwischen hat sich der Wind gedreht und ich kann mit einem Plus auscashen. Zwei von den vier habe ich heute mit ca. 30% Gewinn ausgecasht.

Falls ich nichts übersehen habe, dann halte ich unter dem Strich jetzt also noch:
Eine halbe Einheit Ryan zu 151
Eine Einheit Cruz gekauft zu 10
Zwei Einheiten Cruz gekauft zu 4,75.

Alles andere war nicht konkret genug empfohlen oder ich habe es (mit einer Ausnahme) mit Gewinn ausgecasht oder die Wetten gewonnen.

Jetzt mal noch ein paar Worte zum aktuellen Stand:

Nach dem Ergebnis gestern in Wisconsin ist die Lage bei den Republikanern nicht viel übersichtlicher geworden. Trump hatte zuletzt keine gute Zeit und sein Kurs ist ordentlich gesunken, Bet bietet im Augenblick "nur" noch eine 1,83 an – ob das gerechtfertigt ist oder nicht, weiß ich nicht. Cruz hat gestern in Wisconsin eindrucksvoll gewonnen, schon zuvor war sein Kurs ordentlich gesunken, Bet bietet gerade noch 2,87 an, was mir ein bisschen zu wenig vorkommt. Kasich gibt es bei Bet derzeit für 7,5, kein Mensch weiß warum das so niedrig ist, Ryan für 12 ist wahrscheinlich halbwegs fair.

Die entscheidende Frage ist, ob Trump es schaffen wird, die 1237 Delegierten zu bekommen, die man braucht um auf der Convention die Kandidatur im ersten Anlauf zu gewinnen. Derzeit liegt er bei ca. 730, es kommen noch ein paar Staaten mit vielen Delegierten, in denen er gut abschneiden könnte, u.a. New York und Pennsylvania und die Ostküstenstaaten. Im Augenblick ist das aus meiner Sicht ein reines Lottospiel, vielleicht schafft er es, vielleicht nicht, die Dynamik ist im Augenblick nicht seriös zu kalkulieren, jedenfalls nicht für mich.

Bekommt er die 1237 Delegierten, was eine hohe Hürde aber eben immer noch möglich, auch wenn das seit gestern nicht leichter geworden ist, dann ist ihm die Kandidatur nicht zu nehmen. Ihm das dann zu verweigern würde wohl tatsächlich Tumulte auslösen und die Partei noch stärker schädigen als der Kandidat Trump.

Was passiert wenn er die 1237 nicht bekommt? Dann wird er in der ersten Abstimmung eben nicht gewinnen. Ab der zweiten Wahl wird es vollkommen unübersichtlich und unkalkulierbar. Die Regeln, wie eng die Delegierten ab diesem zweiten Wahlgang an den Kandidaten gebunden sind, unterschieden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Einige sind für weitere Wahlgänge an den Kandidaten gebunden, andere können dann frei entscheiden. Was sehr klar ist: ab dem zweiten Wahlgang hat Trump keine Chance mehr, weil ihm zu viele Delegierte weglaufen werden – und dieser Prozess bzw. Delegiertenschwund wird im Laufe der weiteren Wahlgänge zunehmen. Schafft Trump die 1237 Delegierten nicht, ist er weg vom Fenster, fertig aus.

Was wird dann passieren? Kann Cruz als Zweitplatzierter einen legitimen Anspruch erheben? Wohl nur, wenn er erstens relativ nahe an die 1237 herankommt (sagen wir mal 1000 oder so) und wenn sich gescheiterte Kandidaten, die zumindest eine gewisse Zahl von Delegierten gesammelt haben für ihn aussprechen. Das heißt, würden nach dem ersten Wahlgang Kasich, Rubio, Bush jeweils eien Rede halten und ihre Delegierten dazu auffordern für Cruz zu stimmen, würde Cruz gewinnen. Wie wahrscheinlich das ist, weiß ich nicht. Ich halte aus diesem Grund weiterhin drei Einheiten, die ich zu 10 bzw. 4,75 gekauft habe, habe aber eben auch zwei Einheiten ausgecasht.

Kann Kasich gewinnen? Meines Erachtens nicht mehr. Er spekuliert wohl darauf, dass weder Trump noch Cruz die erforderliche Delegiertenzahl bekommt, es dann mehrere Wahlgänge gibt, bei denen sich niemand durchsetzt und man sich dann auf ihn als Kompromisskandidaten einigt. Das halte ich allerdings für kein sehr plausibles Szenario. Warum sollte ausgerechnet der Kandidat, der von allen, die noch im Rennen sind am wenigsten Delegierte gesammelt haben einen legitimen Anspruch erheben. Ich habe deshalb meine verbliebene halbe Einheit mit Gewinn ausgecasht. Kasichs Strategie hätte aufgehen können, wenn er nach den Südstaaten, in denen er von vorneherein keine Chancen hatte, dann wenigstens im Rust-Belt und im mittleren Westen gewonnen hätte. Aber außer dem Pflichtsieg in seinem Heimatstaat Ohio kam da nichts. Sollte er erkennen, dass es für ihn keinen Pfad gibt und jetzt aussteigen, dürfte davon vor allem Cruz profitieren. Warten wir das mal ab.

Das Szenario auf das jetzt immer mehr Leute spekulieren ist, dass weder Trump noch Cruz die erforderlichen Delegierten bekommen, es mehrere Wahlgänge gibt, in denen sich am Bild nichts Wesentliches ändert, denn warum sollte Cruz die Kandidatur bekommen, wenn er doch nur der Zweitplatzierte war?, und man sich dann nach dem neunten Wahlgang auf den Kompromisskandidaten Ryan einigt. Das wäre immer noch hochproblematisch, aus hundert Gründen, aber es wird ein zunehmend plausibles Szenario und nicht nur eine Spekulation. Wenn das eintritt lege ich mir für ne Woche ne Signatur zu, in der ich meine 151er-Quote feiere, auch wenn das gegen meine so sorgsam gepflegte Bescheidenheit spricht, die mich so sympathisch macht.

Es bleibt spannend.
 
Diese Woche ist etwas Bedeutendes passiert: Ryan hat sehr eindeutig erklärt, nicht als Kandidat zur Verfügung zu stehen, sollte auf der Convention kein Kandidat die Mehrheit bekommen. Er hat das sehr klar gesagt und zudem erklärt, dass auf keinen Fall ein Kandidat nominiert werden sollte, der nicht zuvor bei den Primaries kandidiert hat. Das ist ein klares Nein, schade um meine schöne @151. Sein Kurs ist bei Bet von 13 auf jetzt 41 gesunken. Bet bietet mit jetzt beim Auscashen ein paar Pennies an, aber das lohnt sich nicht ernsthaft, ich lass es mal stehen, man weiß ja nie, aber letztlich scheint die Option Ryan vom Tisch.

Die Folge ist, dass ich die Chancen von Cruz nun noch höher einschätze. Zu den 3 Einheiten, die ich für 10 (eine) bzw. 4,75 (zwei) gekauft habe, lege ich nun noch einmal 4 Einheiten Cruz nach. Bei Bet gibt es die für 2,62 zurzeit, aber Pinnacle zahlt mehr und wenn man viel shoppt, gibt es sicher noch bessere Bookies, muss jeder selbst schauen.

Wie gesagt, es geht jetzt darum, ob Trump 1237 Delegierte schafft oder nicht, 20 oder 30 weniger wären wahrscheinlich auch noch okay, aber alles drunter wäre für ihn das Waterloo. Im Augenblick hat er 755, es kommen noch Staaten, in denen er gut abschneiden dürfte, in Ney York und Penn. wird er mit weitem Abstand gewinnen, Maryland schaut auch gut aus. Aber insgesamt lassen die Umfragen im Augenblick tendenziell den Schluss zu, dass es eng werden dürfte für Trump.

Dazu kommt, dass Cruz einfach das Regelbuch sehr genau studiert hat und einen Großteil seiner Ressourcen ins Ground Game investiert hat. Und ein gewisser Teil der noch zu verteilenden Delegierten wird sozusagen am grünen Tisch und nicht per Wahl verteilt, das ist insgesamt ein sehr kleinteiliges, schwer zu durchschauendes, von Staat zu Staat stark unterschiedliches Verfahren Aber z.B. hat Cruz gerade die kompletten Delegierten aus Colorado gewonnen, ohne dass eine Wahl stattgefunden hätte. Unterm Strich kann man sagen, dass Cruz dieses Inside-Baseball perfekt beherrscht, jetzt im Vorfeld der Convention und auch währenddessen. Deshalb schätze ich die Chance, dass es Cruz (und Kasich, der in einigen Staaten derzeit ganz gut dasteht, aber natürlich keine Chance mehr auf die Nominierung hat) gelingen wird, Trump den Weg zu den 1237 zu versprerren ganz gut ein.

Was dann passieren wird, ist nach dem Ausscheiden Ryans einigermaßen absehbar, nach dem derzeitigen Stand. Im ersten Wahlgang scheitert Trump knapp. Im zweiten Wahlgang wird ein Teil der Delegierten frei und kann wählen, wenn sie wollen. Diese Zahl vom ursprünglichen Kandidaten entbundenen Kandidaten wird von Wahlgang zu Wahlgang mehr, das ist eine Frage, wie die einzelnen Bundesstaaten das gehandhabt haben. Und weil Cruz sich von Anfang an, tatsächlich um diese Kandidaten bemüht hat, weil Cruz vorbereitet ist und Trump nicht, wird er früher oder später der Kandidat. Mit dem Ausscheiden Ryans gibt es keinen plausiblen Kompromisskandidaten mehr, Romney wäre jedenfalls gar nicht zu vermitteln.

Wie gesagt, es hängt daran, ob Trump 1237 schafft oder nicht, und auch wenn da ein gutes Stück Spekulation dabei ist, sehe ich die Chance bei eher unter als über 50 % und eine Quote um die 2,5 (und erst recht alles drüber) hat für mich Value.
 
@Moghul

Etwas verstehe ich nicht. Wieso hast du nicht Trumps sicheren Sieg in New York abgewartet, um auf Cruz nachzulegen?
An Trumps/Cruz Ausgangslage müsste sich durch New York ja wenig verändert haben, oder?

Anders gefragt: Cruz aktuelle Quoten müssten ja jetzt noch mehr Value haben, oder sehe ich das falsch?


p.s. Macht Spaß den Thread zu verfolgen, echt interessant!
 
so ich leg es mal fest, Clinton ist durch, da passiert nichts mehr, schade für Bernie hätte es ihm echt vergönnt gegen die unsympathische Clinton zu gewinnen.

Zu den Reps: Cruz sicherlich ne Abreibung in NY bekommen, kein Wunder spricht er die doch gar nicht an mit seiner Art von Politik. Dafür Trump umso erfolgreicher obwohl Sohn und Frau nicht wählen gehen konnten [[rofl]]. Es wird interessant wie das in den nächsten Wochen noch ausgeht, bin gespannt wieviele Millionen gegen Trump jetzt noch aufgebracht werden, so oder so ist die Lage für die Republikaner schlicht ne Katastrophe, wenn sie Trump nominieren müssen, zerreisst das fast ihre eigene Partei, wenn nicht geht wohl die große Menge an Trump Unterstützer nicht zur Wahl. So oder so müssen sich die Republikaner wohl neu erfinden, den sonst wirds sehr sehr schwer.

Trump ungeachtet von seinen Aussagen, Aktionen etc. gewinnt wieder klar einen Bundesstaat, allmählich glaub ich ihm echt, das er jemanden abknallen kann und es ändert sich nichts für ihn.

Denke auch das Cruz gute Chancen hat, wobei das auch sicher nicht der Wunsch der Republikaner ist und Kasich macht gefühlt auch nur weiter um Trump Stimmen zu klauen... In Wahrheit kauft man sich derzeit echt nur Zeit (aber gut die Super Pacs haben es ja) mal gucken wer dann am Schluss nominiert wird, ich bin selber auf Cruz, würde aber derzeit zu der Quote nicht auf ihn gehen! An Parteitagen passiert soviel (siehe House of Cards Staffel 3, wo zahlreiche Republikaner sagen, das dieses Szenarie mittlerweile noch viel schlimmer sein kann).
 
@Moghul

Etwas verstehe ich nicht. Wieso hast du nicht Trumps sicheren Sieg in New York abgewartet, um auf Cruz nachzulegen?
An Trumps/Cruz Ausgangslage müsste sich durch New York ja wenig verändert haben, oder?

Anders gefragt: Cruz aktuelle Quoten müssten ja jetzt noch mehr Value haben, oder sehe ich das falsch?


Na ja, ganz so einfach ist es nicht. Du hast recht, es war klar, dass Trump in New York gewinnt, auch deutlich. Aber wie hoch genau bzw. wie viele Delegierte er holt, das war nicht klar.

Ich habe tatsächlich darauf spekuliert, dass Trump unter den Erwartungen bleibt, u.a. wegen dieser Blamage, wo er 9/11 und 7/11 verwechselt, ein blöder Versprecher, aber einer, den man in NY durchaus hätte übel nehmen können. Und ich hatte durchaus auf dem Schirm in diesem Fall nochmal auf Cruz nachzulegen und hatte auch kurz überlegt das anzukündigen.

Tatsächlich hat Trump über noch besser abgeschnitten als prognostiziert und fast alle Delegierten gewonnen. Und wir sind jetzt in einer Phase angekommen, wo es buchstäblich auf jeden einzelnen Delegierten ankommt. Weil es mit Prognosen ja bekanntlich immer schwierig ist, vor allem wenn sie sich auf die Zukunft beziehen, muss man alle dieser Rechnungen mit jeder Menge vorsicht betrachten. Aber Larry Sabato z.B., einer von diesen Analyse-Gurus hat sich jeden einzelnen noch zu vergebenden District in jedem noch ausstehenden Staat angeschaut und sagt, dass Trump bei 1221 landen wird. Auf die konkrete Zahl würde ich nicht so viel geben, aber klar ist, dass es richtig richtig eng wird.

Und jetzt kann man mal lustig spekulieren, wie viele Delegierte Trump tatsächlich braucht. Wirklich 1237 aufwärts? Oder würde man ihm auch mit 1220 die Kandidatur zusprechen, weil einfach zu klar ist, dass er mit Abstand vor dem Zweitplatzierten reingekommen ist? Wie gesagt, auf der Convention gibt es ne Millionen Regeln und man muss sehr genau anschauen, ob und wie lange die Delegierten der einzelnen Bundesstaaten an den jeweils gewählten Kandidaten gebunden sind. Klar ist, dass von vorneherein rund 100 Delegierte auf dem Parteitag erscheinen, die zwar den Auftrag haben einen bestimmten Kandiaten zu wählen, aber nicht fest gebunden sind. Wenn Trump "nur" 1220 schafft, muss er von diesen 100 nur 17 "überzeugen" - und als Milliardär könnte es ja sein, dass ihm ein paar überzeugende Argumente einfallen.

Kurz und gut, es wird sehr eng, ich hatte auf ein knapperes Ergebnis in New York gehofft, für den Augenblick glaube ich, dass der Cruz-Kurs irgendwo zwischen 3 und 4 liegen sollte, aber wo genau da ist nicht wirklich seriös zu beziffern würde ich sagen. Ne Einheit zum Mitfiebern ist schon okay denke ich, vielleicht auch zwei, wenn man sie nicht dringend braucht um, um die Miete zu zahlen. Aber ich hab für den Augenblick jedenfalls nicht nachgelegt.

Am Dienstag sind wir vielleicht schon wieder ein Stück schlauer, da wird in 5 Staaten gewählt, die meisten dürften Trump entgegen kommen. Aber Cruz ist auch hier für eine Üebrraschung gut. Abwarten.
 
Nur ganz kurz, weil ich auf der Arbeit bin... Cruz und Kasich wollen sich gegen Trump "verbünden": http://mobil.n-tv.de/politik/Cruz-und-Kasich-verbuenden-sich-article17544271.html

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass der Schuss nach hinten losgehen wird, weil Trump (mit dem Vergleich zu Absprachen in der Geschäftswelt) recht gut gekontert hat. Das könnte eher ein "jetzt erst recht" auslösen.
 
So, bin spät dran damit, mich noch einmal zu melden, hatte aber einfach eine ganze Menge um die Ohren.

Kurz formuliert: sieht wohl eher mies aus für meine Einsätze auf Cruz.

Die Ergebnisse vom Dienstag waren ein klares 5:0 für Trump. Das hatte sich in den Zahlen der zwei, drei Tage zuvor schon angedeutet, deshalb hatte ich dann auch nicht mehr erhöht, auch wenn es da – im Nachhinein berechtigt – gute Quoten auf Cruz gab.

Aus meiner Sicht hat dieser Dienstag drei Botschaften / Implikationen. Zum einen hat Trump im Delegate Count Boden gut gemacht bzw. sich keine Blöße gegeben. In einer Situation, in der es tatsächlich auf jeden einzelnen Delegierten ankommt, hat er die Erwartungen übertroffen, was rein faktische Konsequenzen hat. Zweitens scheint sich bei den Republikanern langsam Resignation breit zu machen, es macht den Eindruck, als würde man sich langsam mit dem Kandidaten Trump abfinden – vielleicht weil angesichts dieser immer eindeutigen Faktenlange alle Planspiele in Bezug auf die Convention immer alberner wirken. Drittens, und das ist vielleicht am Wichtigsten, Cruz ist doch zu schwach und zu stark polarisierend, um ein haltbarer Gegenspieler zu sein. Er hat am Dienstag genau einen Kandidaten gewonnen. Einen in 5 Bundesstaaten! Das zeigt erneut, dass Cruz in Bundestaaten wettbewerbsfähig ist, in denen das Elektorat auf ihn zugeschnitten ist, also viele Sozialkonservative und religiöse Spinner. Ansonsten gewinnt er nur mit Glück bzw. mit halbseidenem Ausnutzen der freakigen Regeln, wie damals in Maine. Dass er nun mit Fiorina schon seine VP-Kandidatin präsentiert wird, interpretiere nicht nur ich als Aktionismus.

Kurzum, 4 Einheiten zu 2,5 zu setzen war eindeutig ein Fehler, da hätten gescheite Wetter wohl tatsächlich die Ergebnisse aus NY und den anderen Ostküstenstaaten abgewartet.

Aber trotzdem, noch ist das Rennen nicht vorbei, Trump fehlen immer noch 250 Delegierte. Am Dienstag steht Indiana auf dem Zettel, ein Staat, der Cruz entgegen kommt. Gewinnt Trump dort, ist es de facto vorbei, gewinnt Cruz deutlich, kann sich die Dynamik noch einmal verändern. Auch in den dann folgenden West Virginia und Nebraska hat Cruz gute Chancen. Ob man nochmal eine Spaßeinheit auf Cruz zu 6 setzt, hängt davon ab, ob man erstens eine hohe Chance sieht, dass Cruz diese drei Staaten tatsächlich gewinnt, und zwar mit hoher Delegiertenausbeute gewinnt, und ob man zweitens davon ausgeht, dass das tatsächlich eine Dynamik in Gang setzt. Anders ausgedrückt: ändert sich die Parteistimmung und das Wahlverhalten in Oregon, Washington, New Jersey und dann später vor allem in California, nur weil Cruz den Abstand ein kleines bisschen verkürzt hat, damit aber trotzdem keine eigene Mehrheit erreichen kann? Und das in einem Klima, in dem Boehner ihn als Hurensohn und leibhaftigen Teufel beschimpft. Sagen wir mal so, kann man sehr skeptisch sein, ganz aus der Welt ist es aber nicht. Wie gesagt, die 4 Einheiten von neulich würde ich niemals erneut spielen, über eine weitere Spaßeinheit denke ich nochmal nach, aber empfehlen tu ich sicher nichts mehr.
 
Das FBI kann Clinton noch das Leben zur Hölle machen.

Ich habe einiges auf Trump gesetzt. Die Quote ist ja nach den letzten paar Vorwahlen ordentlich runtergegangen. Bei Betfair q5 bei anderen Anbietern q4. Nicht mehr so attraktiv wie q6 und q7, die es davor gab.


Was jetzt wichtig wird ist folgendes:

Die Vizepräsidenten.
Die Debatten.

Vizepräsidenten:
Hillary:
Julian Castro oder Tim Kaine (Virginia)
Tim Kaine ist auf dem Papier der stärkere Vizepräsident. Castro kommt aus einem unwichtigem Staat.
Trump:
Keine Ahnung wen er nehmen wird.

Bei den Debatten wird Hillary ordentlich ins Schwitzen kommen. Sanders hatte einfach keine Eier in der Hose um sie zu attackieren. Deshalb hat er auch verloren.

Hillary wird vermutlich während der Debatte ein platzendes Aneurysma bekommen.

So könnte ein möglicher Sieg aussehen:
2016 Presidential Election Interactive Map

Es dreht sich alles nur um Virginia, Pennsylvania, Ohio, Iowa und Florida. Dort entscheiden 2-3% der Stimmen über Sieg oder Niederlage. Die restlichen Staaten sind für die jeweiligen Parteien sicher.
 
Ich glaube, die einzigen Dinge, bei denen ich Dir Recht gebe ist die Erwähnung des FBI, des Aneurysma und der entscheidenden 2-3 % in den Swing-States. Ansonsten hat man den Eindruck, dass Du Dich mit der Sache noch nicht so richtig beschäftigt hast.

Ich will das für den Augenblick nicht in allen Einzelheiten ausdiskutieren, aber sagen wir mal so: Trump wird nicht Präsident der Vereinigten Staaten. Da ist eine Quote von 5, 6 oder auch 7, selbst eine von 15 rausgeschmissenes Geld. Das einzige was Clinton den Sieg nich verhageln kann ist diese immer unwahrscheinlicher werdende FBI-Geschichte oder ein gesundheitliches Problem, entweder ein eigenes oder eins bei Bill (wenn da was Ernstes passieren würde, könnte sie kaum die Kandidatur aufrecht erhalten, das würde man ihr negativ auslegen). Aber selbst dann würden die Demokraten flugs Sanders oder Biden aufstellen und immer noch gewinnen - im Fall von Sanders vielleicht nicht ganz so sicher, den Amis einen erklärten Sozialisten zu verkaufen ist ein wenig schwer vorstellbar, aber die Paarung hätte auf jeden Fall ihren Reiz.

Was man sich immer vor Augen halten muss, ist, welce Wählergruppen auf der eigenen und auf der gegnerischen Seite mobilisiert oder demobilisert. Und Trump mobilisiert den klassischen schelcht gebildeten Blue Collar Worker, keine Frage, das sieht man ja. Damit ist es vielleicht soar möglich Ohio zu holen, wer weiß. Aber dafür werden 15% der rebublikanischen Stammwählerschaft zuhause bleiben. Umgekehrt muss Clinton kaum Wahlkampf machen. Die Independents werden sich weit überwiegend auf ihre Seite schlagen, Afroamerikaner, Frauen und Latinos werden so zahlreich wählen gehen, dass Clinton so haushoch gewinnen wird, wie das in diesem extrem polarisierten Land heute noich möglich ist.

Und zu den Debatten: nein, ich bin sicher da liegst Du falsch. Trump ist bis jetzt noch nicht mit politischer Kompetenz aufgefallen und Clinton wird ihn da einfach zerlegen. Und Hinweise auf die Größe seines Dödels kommen in der General einfach nicht gut an, das würde ihm gerade im Duell mit einer Frau keine Pluspunkte einbringen.

Wenn Politik nicht ein solches Auf und Ab wäre und man deshalb aufgrund irgendwelcher Umstände auf bessere Kurse spekulieren könnte, würde ich jetzt schon Sieg Clinton, oder um auf der sicheren Seite zu sein Sieg Demokraten empfehlen, auch wenn die Quoten (zurecht) nur mehr sehr mager sind.
 
Glaub mir, ich verstehe genug von Politik um zu wissen, dass die Chance das Donald Trump Präsident wird über 20-25% liegt. Alles andere ist unwichtig für meine Wetten.

Es scheint mir, als würden bei dir deine persönlichen politischen Präferenzen eine größere Rolle spielen.

Schwarze und Latinos spielen bei der Wahl keine Rolle. Kleiner Anteil an den Wählern und zu 70-90% demokratisch.

https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_presidential_election,_2012#Voter_demographics

Ungebildete Blue Collars wählen übrigens vermehrt demokratisch, nicht republikanisch. Wenn Trump dort Stimmen klaut, dann macht er es richtig.

Die Linken Progressiven sind zerstritten und enttäuscht, nachdem Obama viele seiner Versprechen in rechte Positionen umgewandelt hat. Deshalb bleiben viele Schwarze Wähler auch einfach zuhause. Die Zerstrittenheit erkennt man auch daran, dass so ein Kommunist wie Bernie bei den Vorwahlen gute 45% holt und viele Staaten gewinnt.

Trumps Anhänger haben eine intrinsische Motivation zum Wählen und er wird auch viele der ca. 48% die gar nicht zur Wahl gehen motivieren zu wählen. So kann man die Wahl nämlich auch gewinnen.

Die Debatten und die VP picks sind viel wichtiger, als alles andere.
 
Sorry, hatte die letzten Tage sehr viel zu tun und bin einfach nicht dazu gekommen, hier meine Sachen auszuwerten und noch ein paar schlaue Sprüche zu machen.

Also, es hat ja jeder mitbekommen, ist hier auch gepostet worden, Trump hat auch die am Ende besonders wichtig gewordene Wahl in Indiana haushoch gewonnen, Cruz und Kasich sind danach zurecht ausgestiegen, Trump ist damit de facto der Kandidat.

Wenn ich es richtig mitgezählt habe, sind für mich damit sieben Einheiten auf Cruz und eine halbe Einheit auf Ryan flöten gegangen.

Privat hat mir Bet auch nach der Wahl noch ca. 90% meines Einsatzes zur Ryan-Wette zum Auscashen angeboten, das habe ich auch genommen. Was ich aber nicht gemacht habe ist, rechtzeitig noch die Cruz-Wetten auszucashen, obwohl sich in den letzten drei Tagen vor der Wahl in Indiana schon abgezeichnet hat, dass die Sache wohl nicht gut ausgeht. Weil ich zum Teil schon vor Monaten ein paar Kröten auf Cruz gesetzt habe, Höchstkurs 21, wäre ich bei rechtzeitigem Auscashen wohl so grob plus/minus Null aus der Sache rausgekommen. Keine Ahnung wie der psychologische Mechanismus heißt, der mich daran gehindert hat. Aber es bleibt, dass ich sowohl in dieser imaginären Rechnung hier im Forum als auch privat durchaus ein paar Einheiten in den Sand gesetzt habe.

Ein paar habe ich ja zwischendurch ja auch gewonnen, Hillary als Kandidatin sehe ich auch als sicher an, so dass sich das Minus in Grenzen hält, aber ärgerlich ist es schon, am Ende nicht nur mit leeren Händen da zu stehen, sondern auch noch was drauf zu legen, obwohl ich ja ein paar Entwicklungen relativ früh schon abgesehen hatte.

Also ein Riesen-Wetter bin ich anscheinend nicht. Mit Abstand am Blödesten war aber wohl, nochmal 4 Einheiten auf Cruz zu setzen, obwohl die Quote mit 2,63 nicht so richtig dolle war. Na ja, eben einfach nicht auf mich hören.

Woran hat es gelegen? Sagen wir mal so, ich bin echt nicht der Einzige, der sich einen Kandidaten Trump im Leben nicht hat vorstellen können. Das ist in etwa so, als ob in Österreich der Lugner Präsident geworden wäre oder Dieter Bohlen Kanzlerkandidat der CDU, eben einfach nicht sehr wahrscheinlich.

Man muss sagen, Trump hat anscheinend an ein paar Stellen einen richtigen Nerv getroffen. Diese Mischung aus offen zur Schau gestellte Nicht-Politikerschaft, Anti-Immigration, kaum verhohlenem Rassismus und Anti-Freihandelsabkommen fanden offenbar ein paar Leute gut. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er keinen Gegenkandidaten von wirklichem Format hatte. Obwohl außer Ryan jeder halbwegs profilierte Republikaner angetreten ist, hat es denen entweder an Statur gefehlt (wie Bush z.B., der als haushoher Favorit gestartet war, oder Scott oder Rubio, der eigentlich ein bisschen was mitbrachte) oder sie hatten die falsche Strategie (wie Christie, dem ich viel mehr zugetraut hätte oder auch Kasich, der viel zu lange an der Ich-bin-der-Erwachsene-im-Raum-Haltung festgehalten hat). Dass so ein Außenseiter wie Cruz, mit einer sehr scharf zugeschnittenen, aber zugegebenermaßen sehr clever durchgeplanten Kampagne der härteste Widersacher war, sagt schon sehr viel. Ich bezweifele, dass Trump Kandidat geworden wäre, wenn es eine wirklich starke Alternative gegeben hätte.

Aber hätte, hätte, hätte, nu ist er es und ich bin meine Kohle los. Sorry an die, die da mit ins Boot gehüpft sind.

Im nächsten Post noch ein paar Überlegungen zur General, auch wen es da erstmal noch keien konkreten Empfehlungen gibt.
 
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Nach dem unmittelbar auf meine Picks bezogenen Post, nun noich ein paar allegmeine Betrachtungen.

@Invictus: Zunächst einmal sorry! Ich hätte da neulich nicht Deine Kompetenz anzweifeln sollen. Selbst wenn ich vollkommen anderer Meinung bin, sollte man das nicht auf eine persönliche Ebene ziehen. Sorry nochmal, es war schon spät und ich sehr müde.

Inhaltlich bleibe ich allerdings bei meinem Standpunkt, dass jeder Einsatz auf Trump rausgeschmissenes Geld ist – und von einer Chance von 20 oder gar 25% zu reden ist nach meiner Meinung schlicht unrealistisch.

Ich denke, jede Analyse zu den Wahlchancen muss da ansetzen, wie die Wahl abläuft, also bei den berühmten 270 Wahlmännerstimmen die man von den 538 erreichen muss, die eben am 8 November ausgekegelt werden. Die Washington Post hatte dazu gestern eine nette Überlegung (https://www.washingtonpost.com/news...lem-that-has-nothing-to-do-with-donald-trump/), die noch nichtmal etwas mit Trump zu tun hat. Die sagen, wenn Clinton die Staaten holt, die in allen sechs Wahlen seit 1992 an die Demokraten gegangen sind, dann hat sie 242 Wahlmännerstimmen. Fehlen 28. Florida hat 29, das wärs dann schon.

Ist das eine realistische Annahme? Ich würde sagen, in normalen Jahren schon Aber wenn wir jetzt mal, um dem Teufel seinen Anwalt zu spielen, davon ausgehen, dass Trump es hinbekommt, dass Pennsylvania (normalerweise gewinnen die Demokraten mit 5-10% Vorsprung) zu einem Battleground-Staat wird, weil die Wählerstruktur ihm da entgegen kommt, dann hätte Clinton nur noch 222 sichere Stimmen. Gehen wir mal davon aus, dass Ohio an Trump geht, eine fette Annahme, die man aber mal treffen kann. Dann schaut es so aus: Clinton kämpft aussichtsreich um Penn und Ohio – und hat zudem excellente Chancen in Colorado, Nevada, New Mexico, Florida, Iowa, Virginia. Absolut in Reichweite sind New Hampshire, North Carolina, Arkansas (wo Bill Gouverneur war und sie First Lady, Bil hat seinen Heimatstaat zweimal gewonnen, Hillary ist allerdings in Illinois geboren). Mit viel Phantasie kann man auf Arizona spekulieren, auch auf Utah, vielleicht sogar Texas mit seinem hohen Latino-Anteil. Wenn man das alles zusammenrechnet, dann wird klar, der Pfad für Trump ist sehr sehr sehr dünn. Für mich ist vielmehr die Frage, ob Clinton die 300 knackt und wie viel sie ggfs. darüber liegt – zum Vergleich, Obama hat in seinem Landslide gegen Mc Cain 2008 365 gehabt, vier Jahre später immerhin noch 332, Bush hatte 2004 284 und 2000 271 Wahlmännerstimmen (und davon, wie wir wissen 25 ergaunert).

So weit zur reinen Wahlarithmetik. Jetzt mal ein paar politische Dinge. Was kann die Dynamik ändern, worauf muss man in der nächsten Zeit achten? So, her eis the things to watch:

Wie entwickelt sich die Kandidatin Clinton?
Um es noch einmal klar zu sagen: Clinton ist im Kern keine starke Kandidatin. Sie hat zwie Kernprobleme, sie gilt als Skandalbehaftet und polarisierend und sie ist nunmal nicht warmherzig, sympathisch, charismatisch. Und das Argument, ich bin zwar nicht der Netteste, aber der Qualifizierteste, hat Wähler nur selten beeindruckt. Dass Clinton als Establishment-Kandidatin mit jeder Menge Gepäck Problem hat, ist in den Vorwahl klar geworden. Es wird spannend zu beobachten sein, welche Lehren sie daraus zieht und wie sie sich persönlich entwickelt.

Fängt Clinton die Sanders-Anhänger ein?
Sanders hat immer noch nicht aufgegeben, obwohl das Rennen längst gelaufen ist. Und er hat eine starke Anhängerschaft. Sanders Wahlkampf war u.a. deshalb so erfolgreich, weil er in weiten Teil der komplette Gegenentwurf zu Clinton ist. Clinton braucht in der General diese Anhänger und Sanders scheint sie nicht ohne weiteres hergeben zu wollen. Damit er sie offen unterstützt, erwartet er offenkundig irgendeine Gegenleistung. Die Frage ist, ob er die bekommt oder ob Clinton schlicht darauf spekuliert, dass die Sanders-Leute am Ende gar keine andere Wahl haben als umzuschwenken um Trump zu verhindern.

Welche Rolle spielt Bill?
Bill ist ein begnadeter Wahlkämpfer, aber zugleich darf er ihr nicht die Show stehlen – obwohl am Ende sowieso jeder weiß, dass man zwei Clintons bekommt wenn man einen wählt. Dennoch, es wird sehr spannend zu beobachten sein, wie er eingesetzt wird. Es gibt für diese Konstellation keine Präzedenz. Und fast wünscht man sich dass in Frankreich noch einmal Sarkozy antritt und gewinnt. Das Damenprogramm mit Bill und Carla Bruni hätte schon eine Menge Charme.

Wer wird VP?
Die Rolle des Vizes wird gemeinhin überschätzt habe ich den Eindruck. Meist geht es weniger darum, dass sie etwas beitragen als dass sie eine Schwäche abmildern. Häufig genannt wird Elizabeth Warren, was aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn machen würde. Die Linken in der Partei werden ohnehin Clinton wählen auch wenn sie nicht deren Traumkandidatin ist. Das Mobilisierungspotential von Trump ist einfach zu groß. Außerdem reicht eine Frau auf dem Ticket. Einer der Favoriten scheint Julian Castro zu sein, derzeit Bauminister unter Obama. Kernqualifikation: Latino und Texaner. Auch das würde aber keinen großen Sinn machen, denke ich. Angesichts des Kandidaten Trump und seiner Pöbeleien gegen Mexikaner und andere Latinos werden die ohnehin mobilisiert bis zum Anschlag sein und in nie gesehener Zahl zu den Urnen laufen. Da braucht es nicht noch einen VP-Kandidaten als zusätzlichen Anreiz. Mein Favorit ist Tim Kaine, ehemals Gouverneur von Virginia und derzeit Senator, außerdem langjähriger Clinton-Vertrauter. Kaine würde dazu beitragen Virginia, das ohnehin immer demokratischer wird zu holen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass er so erfahren ist, dass man ihm zutraut, das Amt zu übernehmen, wenn Clinton ausfällt, was in dem Alter ein gewisser Punkt ist. Palin hatte man das vor einigen Jahren z.B. keineswegs zugetraut. Wenn es dazu mal Wetten gibt setze ich ein paar Pennies auf Kaine.

Gibt es einen neuen Trump?
Sehr spannend wird sein, ob Trump nun versuchen wird, seine sanfte, warmherzige, versöhnliche Seite zu zeigen. Wird es einen neuen Trump geben, der auf einmal presidential ist? Ich denke, nee, eher nicht, glaubt ihm eh keiner. Er wird sicher in einigen Punkten etwas konzillianter, er wird seit ein paar Wochen auch professioneller beraten. Aber letztendlich ist Trump eben Trump und genau damit so weit gekommen. Dass er sich ändern müsste um nationwide eine Chance zu haben, das traue ich ihm nicht zu zu erkennen.

Wie stellt sich die Partei zu ihm?
Das wird eines seiner größten Probleme. Wie wird sich die Partei, die ihn niemals wollte nun zu ihm verhalten und umgekehrt? Es gibt x prominente Republikaner, die ihm offen die Unterstützung verweigern oder ihn in der Vergangenheit schon so hart angegangen sind, dass sie da eigentlich nicht zurück kommen. Es ist auch eine Frage, wie viel Wert Trump auf die Partei legt, aber ganz ohne die kann er nicht Wahlkampf machen. Also wird er einen Schritt auf sie zugehen oder zwei und es wird so eine Art Burgfrieden geben. Aber im Grunde ist jedem, der bis zur Nasenspitze denken kann klar, dass er nicht gewinnen wird und dass er die Partei völlig verändern würde. Also ist meine Prognose, dass sich ganz viele Leute so weit von ihm absetzen werden wie es nur geht. Ein herrliches Schauspiel. Und zugleich werden die Parteiführer, die jetzt so eine Art feindliche Übernahme erleben, ihre volle Konzentration darauf setzen den Senat zu sichern, wo es eine Reihe sehr verwundbarer Kandidaten gibt. Selbst die eigentlich komfortable Führung im Repräsentantenhaus könnte angesichts des erwartbaren Sweeps fallen.

Wer wird VP?
Es gibt schon einige Kandidaten, die abgesagt haben bzw. öffentlich erklärt haben nicht zur Verfügung zu stehen. Es ist vollkommen klar, wer sich jetzt zu eng auf Trump einlässt, hat die politische Karriere hinter sich. Ich denke, es wird auf Chris Christie hinauslaufen, der ihn nach seinem Ausscheiden schon sehr sehr früh endorsed hat. Würde auch wie Arsch auf Eimer passen.

Gewinnt er so viele Nichtwähler wie er Republikaner verliert?
Die Kardinalfrage. Im Post 41 habe ich mal nachgezeichnet, wie ich die Dinge sehe. Es ist klar, dass Trump die Demokraten bis in die Haarspitzen mobilisieren wird, vor allem Afroamerikaner, Latinos und Frauen. Es ist auch klar, dass er einen Teil der Republikanischen Stammwähler verlieren wird. Sehr viele werden sich am Ende doch durchringen ihn zu wählen, um Hillary zu verhindern, aber er wird eben einen Teil verlieren. Aber natürlich bringt er auch etwas mit, sonst wäre er nicht Kandidat geworden. Er wird einige Demokraten gewinnen und er wird einige Nichtwähler gewinnen. Ich glaube, unter dem Strich geht er ins Minus, aber wer weiß das schon.

Die Debatten
Ja, Invictus, die Debatten werden eine Rolle spielen. Aber meine Prognose geht in eine vollkommen andere Richtung. Zum einen wird offensichtlich werden, dass der Typ von Politik nicht übermäßig viel Ahnung hat. Man muss sich nur mal die Kommentare zu seiner Rede zur Außenpolitik durchlesen, die er neulich gehalten hat. Haarsträubend! Voller Plattheiten und Widersprüche. Da hat er gegen einen Profi wie Clinton keine Chance. Und zweitens geht es hier sehr wohl um eine Stilfrage. Die Nummern, die er in den Vorwahlen durchgezogen hat, die kommen in der General nicht gut an. Und man ist sich vollkommen einig, dass es ungleich schwerer ist gegen ein Frau zu debaten. Alles was in die Richtung Beleidigung interpretiert werden könnte, würde ihm massiv schaden. Na, das wird ein Spaß.

Ich freue mich auf einen Wahlkampf, der aus meiner Sicht sicherlich nicht spannend, aber ganz bestimmt sehr interessant wird. Wenn es zwischendurch Dinge gibt, die sich zu wetten klohnen, werde ich das bestimmt sagen. Aber erstmal mache ich hier wohl für einige Zeiot Sendepause, ist ja schließlcih ein Wettforum und kein Polit-Blog.
 
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Doch noch drei Dinge:

Was Einsätze auf die Wahl angeht, muss jeder selbst sehen, was er/sie macht. Ich gehöre ja zu denen, die sich denken, dass eine Quote von 1,2 oder 1,3 oder sonstwas in der Höhe nichts Ehrenrühriges ist auch wenn es sehr langfistig ist, wenn man das weniger als Wette, sondern mehr als Investment sieht und es mit dem Sparbuch vergleicht. Zurzeit gibt es bei den verschiedenen Anbietern meist etwas zwischen 1,3 und 1,4.

Ist das safe? Na, so safe, wie ich das gestern ausgeführt habe. Sagen wir mal so, ich bin 38/10 investiert, glücklicherweise auch schon seit Monaten, wo es noch Quoten um die 2 gab, deshalb lege ich persönlich im Augenblick auch nicht mehr nach. Was kann jetzt noch passieren? Wie gesagt, im Grunde sehe ich nicht, wie Clinton diese Wahl verlieren könnte. Aber, erstens gibt es dieses Restrisiko, dass sie oder Bill ein ernsthaftes gesundheitliches Problem bekommen. Kann man in dem Alter nicht ganz ausschließen. Auch ein neuer Skandal könnte noch einmal etwas drehen. Müsste dann aber schon etwas wirklich Übles sein, so dass sie heimlich im Keller Hamster foltert und die Videos davon über die Mafia nach Nordkorea verkaufen lässt oder so. Wer dieses an der Person Clinton hängende Risiko ausschließen möchte, setzt eben mit ein bisschen Quotenabschlag darauf, dass die Demokraten das weiße Haus holen. Denn im Falle eines Falles nominieren die schnell Opa Bernie oder Opa Biden nach und sollten dann auch gewinnen. Eine Rest-Unsicherheit resultiert natürlich auch aus dieser Anti-Establishment-Stimmung - und Clinton ist numal Establishment in Person. Ich will das gar nicht klein reden, es ist kein Zufall, dass Trump Kandidat geworden ist und so ein Kauz wie Sanders ihr so lange im Nacken gesessen hat. Aber ich denke, wenn es wirklich zum Schwur kommt, gehen die Leute eben doch an die Urne.

Warum trotzdem keine Empfehlung? Erstens ist das halt kein so knallhart geführter Empfehlungs-Thread, ich sage eben in erster Linie was ich denke und dann kann das jeder für sich prüfen und selbst entscheiden. Und zweitens kann man durchaus auf noch einmal anziehende Kurse hoffen. Hoffen, nicht damit rechnen!. Aber üblicherweise sind solche Wahlkurse einigermaßen volatil, wie wir ja auc jetzt in den Primaries gesehen haben, jedenfalls bei den Republikanern. Was ist, wenn jetzt irgendwelche Umfragen Trump aufholen sehen? Das sagt zwar nullkommanull über die tatsächlichen Wahlchancen aus, Umfragen zur General sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt so nützlich wie dem Papst seine Klöten - aber es würde eben eine gewisse Reaktion hervorrufen. Oder der Parteitag der Republikaner läuft wider Erwarten doch ganz harmonisch oder Clinton vermasselt eine Debatte - es gibt viele Möglichkeiten, warum Kurse kurzfristig ausschlagen können und darauf kann man zumindest mal spekulieren.

Noch zwei Aspekte, nachgetragen, die in den nächsten Monaten spannend werden.

1. Wie finanziert Trump eigentlich seinen Wahlkampf?
Wahlkämpfe um die Präsidentschaft kosten heutzutage eben so rund eine Milliarde, was natürlich hochgradig absurd ist, aber so sind nunmal die Spielregeln (sorry Bernie). Die wichtigste zugleich absurde wie gefährliche Folge ist, dass die Kandidaten nun auf die Jagd nach Spendern gehen, um ihren Wahlkampf zu finanzieren. Hillary dürfte da keine großen Schwierigkeiten haben. Aber was ist mit Trump? Die üblichen Großspender haben sich bis jetzt sehr reserviert gezeigt. Ob er mit Kleinspenden hinkommt ist sehr fraglich. Die Partei wird einen Teufel tun und ihn mehr unterstützen als grad unbedingt notwendig ist, um die Form zu wahren. Den Führern geht es ausschließlich um Schadensbegrenzung, also so viele Senats- und Kongressitze zu halten wie es möglich ist, da wird das Geld hinfließen.

Bleibt Trump selbst, der ja immer als Argument angeführt hat, dass er nicht käuflich ist, weil er schon so unglaublich reich ist und den Wahlkampf selbst finanzieren könnte. Bis jetzt hat er das so geschickt wie sparsam getan, nämlcih per Twitter und unbezahlter PR durch TV-Auftritte. Das wird jetzt nicht mehr reichen. Aber tastet er tatsächlich sein Vermögen an? In dieser Höhe? Und wie viel hat er eigentlich wirklich? Diese Phantasiesummen, die er da immer nennt, werden allgemein angezweifelt. Und selbst wenn er wollte, der hat die Kohle ja nicht auf der Bank liegen, sondern größtenteils in Form von Unternehmensbeteiligungen und vor allem Immobilien, die er nicht von jetzt auf gleich verkauft bekommt. Der erste Twitter-Wahlkampf der Geschichte?

2. Die große Schlammschlacht
Dass die Amis in der Beziehung noch nie zimperlich waren, weiß man ja. Und jeder Wahlkampf wird noch ein wenig schmutziger. Ich glaube, da können wir uns noch einmal auf eine Steigerung einstellen. Von Trumps Seite ohnehin, so ist er immerhin Kandidat geworden und außerdem bietet Clinton jede Menge Angriffsfläche. Aber auch die Gegenseite wird eine ganz einfache Rechnung aufmachen: Wenn das eigene Produkt (Clinton) etwas schwer zu verkaufen ist, dann machen wir eben die Ware des Wettbewerbers schlecht. In dem Fall dürfte das viel effizienter / wirksamer sein. Und es gibt schon die ersten Spots, in denen Frauen zitieren, was Trump bis jetzt so über Frauen gesagt hat und die, die nur daraus bestehen, wie sich Repubikaner über ihn geäußert haben. Ich glaube, negative-campaigning wird das Hauptinstrument auf beiden Seiten werden.
 
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^^ was Trump seine 'Nicht-Chancen' angeht, da bin ich inzwischen auch reserviert geworden. Hatte mir das schon zu den Vorwahlen so zurechtgelegt, dass sein Wählerpotential mit 30% bis 35% erschöpft sein wird. Und Pustekuchen....

Vielleicht nochmal dieser Link...:

https://www.predictit.org/Market/123...ntial-election

Ist so eine relativ populäre Seite, wo man ähnlich wie bei Betfair auf politische (hauptsächlich US-amerikansiche) Ergeignisse wetten kann. Bin da selbst noch so ein bisschen am 'experimentieren', was die so als Instrument taugt. Keine Ahnung, ob sie eventuell treffsicherer ist, als unsere alt etablierten Bookies aus Europa....

Worauf ich hinaus will...: Eine relativ breite Einschätzung, dass Trumps Chancen auf die US-Präsidentschaft doch recht gut stehen, die ist zumindest existent....

Instinktiv würde ich auch sagen, das ist noch nicht das Ende, das wir da mit seinem Aufstieg erleben müssen....

gruss... :-)
 
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Wenn Clinton gewinnt hat die @660 aus 2012 ja fast wieder value für den weltuntergang [[rofl]][[hammer]]

interessant zu dem thema hier wäre vielleicht ein blogartikel von johnlaurits.com.

"This is What Will Happen at the Democratic Convention

better math image

Can Sanders do it? Or is Clinton truly inevitable?

Math vs. Media: Part One

Bernie Sanders has vowed to fight relentlessly for the 2016 Democratic Party’s nomination up to the convention and, despite the apparent consensus of the media’s talking heads that the campaign is a lost cause, he has held fast to his claim that there is a “narrow path to victory.” I am reminded of Galadriel’s ominous words of advice, in the Fellowship of the Ring: The quest stands upon the edge of a knife — stray but a little, and it will fail…

It has even become something of a weekly occurrence for Hillary Clinton and her Wallstreet-backed campaign to imply, insinuate, or flat-out demand that Sanders withdraw his bid for the nomination — they are growing increasingly indignant about the fact that Sanders is trying to win. Which brings us to the heart of the issue — can Bernie Sanders–can we–win the delegates needed for the nomination?

The answer to this question is as simple as it is misleading — No. No, my friends, we cannot. And yet–! And yet, neither can Hillary Clinton — and I am going to show you what the media is willfully hiding from you. I am going to show you why, using the one thing that even the media can’t hide: Math.

Why Clinton Will Not Secure the Nomination, According to Math

According to the Green Papers, Clinton stands (today, April 28th) with 1,664 pledged delegates, while Sanders has gathered 1,371. The amount of delegates needed to secure the nomination is 2,383 and, if you’ll pardon me for my use of arithmetic, I will now demonstrate why that number is hopelessly out of reach for the Clinton campaign.†

Hillary needs 719 more delegates to reach 2,383 because:

2,383 – 1,664 = 719

Now, the pledged delegates that are available to grab in the remaining states all-together amount to 1,016 and in order to attain that blessed number, Clinton will have to win an average of 70.7% of the remaining states. This is because:

719 ÷ 1,016 = 0.707677 or approximately 71%

You might be thinking that 71% is not such an unattainable number for Hillary and her powerful Wallstreet backers — you might be thinking that but you’d be betting against longer odds than would be wise. You see, of the 1,016 delegates remaining, 475 of those delegates are to be won in California, alone — California, which has a semi-open primary. California, where Clinton is polling at a mere 49%. California, where Clinton’s support has been declining as the Sanders Campaign gains visibility and momentum. California — the ace that Sanders, as much as the media, have concealed up his sleeve.

It is no secret that Sanders, a previously invisible independent senator from the tiny state of Vermont, consistently climbs in the polls as he begins to campaign in the weeks before each state has had its primary. You don’t have to take my word for it — check the poll-histories for yourself or read this.

Because Bernie Sanders performs at his absolute best in open primaries and because he consistently rises in the polls, while Clinton consistently falls, it is extremely unlikely that Clinton will perform better than 49 points, let alone win the contest. Let’s do some more math:

Of the 475 delegates available in California on June 7th, lets say Hillary takes 49% of those (even though she will almost certainly take less). That would give her 232.75 delegates, which we’ll round up to an even 234.

475 x 0.49 = 232.75

Next, let’s add that to her current total of 1,664, bringing her up to 1,897. Now, she needs an additional 486 delegates to reach the magic number of 2,383, right? Let’s find out how many delegates Clinton would have to win in the remaining states (besides California, of course).

Of the 541 delegates left, once the 475 CA delegates have been subtracted from the 1,016 delegate total, Clinton is going to have to win almost 90% of the remaining non-California delegates! This is because, when you divide the number of delegates that Clinton needs after California by the number of delegates remaining after California, you get 0.898 or 89%, rounded down:

486 ÷ 541 = 0.898 or 89.8%

Now, how likely does that sound? It’s not likely in Oregon, a fairly progressive state that shares its general attitudes with Washington, a state that Sanders won with about 70% of the vote. It’s not likely in West Virginia, either, where Sanders is currently leading in the polls. Nor is it likely in Indiana where Sanders and Clinton are almost neck-and-neck, which votes on May 3rd. That nomination is feeling a lot further away now, isn’t it?

Okay, okay — maybe you’re thinking, “John, I think you’re being unfair, Clinton could certainly win California.” To which I would reply: I admire your optimism, my friend — and since you’re so optimistic, let’s run those numbers again — but this time, let’s assume that Clinton, for whatever reason, defies the consistent trends that have prevailed over the entire primary season. Let’s say, she jumps up 11% now, winning the California primary with 60% of the vote. So:

475 x 0.6 = 285

Now, add the 285 delegates to Clinton’s current total:

285 + 1,664 = 1,949

But:

2,383 – 1,949 = 434

So, Clinton will still need to scrape up 434 delegates somewhere other than California, some how. Which means — Hold on, first we have to figure out how much of the remaining delegates she’ll have to win:

434 ÷ 541 = .802218 or 80%

Wow! Even if Clinton actually wins California with 60% to Sanders with 40%, she will still have to secure about 80% of the remaining vote! Again, this certainly doesn’t seem likely in Oregon, West Virginia, or Indiana, which means the actual percentage would climb each time she failed to take 80% of a state! Now, are you starting to see why I am saying that Clinton will not be securing the nomination before the convention?

Why Sanders Will Win, According to Math

If you’ve found yourself thinking, “Well, Sanders won’t secure the nomination, either!” You are almost 100% right! Well, 99.6% right, anyway. Because, if we take Sanders’ current delegate total of 1,371, subtract that from the magic 2,383, then divide that by the remaining available delegates, we get 0.996, see:

2,383 – 1,371 = 1,012

1,012 ÷ 1,016 = 0.996 or 99.6%

Therefore, Sanders would have to secure a whopping 99.6% victory in all remaining states to secure the nomination! I think this may be one of the few things that both Berners and Clintonistas could agree on: that that is impossible. But to those of you that are thinking, “John! This is terrible” or “Haha! Take that, Sanders!” I would reply: You are both wrong. Mostly. Let me explain:

First off, let’s acknowledge that the math seems to prohibit both candidates from securing the nomination before the convention — so what does this mean? This means that, since Sanders will not give up before the convention, there will almost certainly be a “contested convention.”

“Um… But John…” you may be saying, “Won’t Hillary still be miles ahead of Sanders in votes at the convention?”

To which I would reply: I’m glad you asked, my paid Hillary-supporter friend! Allow me to demonstrate how that will also not be the case, no matter what the media would have you believe. Follow me!

Since neither of them will be securing the 2,383 needed for the nomination, let’s take a look at another number that has been hiding in plain sight for far too long. I’d like you to meet the number, 4,051. That’s the number of total pledged delegates that are available from all 50 states, plus DC, US territories, and the Democrats abroad. As it should be obvious, a majority of these delegates would be 2,026 because:

4,051 ÷ 2 = 2,025.5

At the convention, this number is going to matter more than the unattainable 2,383 delegates that no one will have. That being the case, let’s take a look at what Bernie Sanders would have to do to get there. If Sanders won 60% of the remaining contests (and remember how 475 of 1,016 are in California, where Sanders will do well), then the numbers at the convention would look like this:

1,016 x .60 = 609.6

Round that to 610 and add it to Sanders current total of 1,371, then divide that by the total delegate count, 4,051:

610 + 1,371 = 1,981

1,981 ÷ 4,051 = .489 or 48.9%

So, in the scenario where Sanders takes about 60% of the remaining vote, we’re essentially looking at a 49 to 51% vote total at the convention — not so bad, eh? And that’s easily within Sanders’ reach, if we do well in California (which we almost certainly will). Let’s look at what happens if he takes 70% (just like he did last time we went to the West/Left Coast):

1,016 x .70 = 711.2, round it down to 711, then:

711 + 1,371 = 2,082

2,082 ÷ 4,051 = 0.513 or 51.3%

If Sanders took 70%, the convention would look like 51.3 to 48.7%, in favor of Sanders! But 70%, while possible, is a bit of a stretch — the new magic number, for Sanders anyway, is actually 64.4% of the remaining states, which would mean winning 655 of the 1,016 remaining delegates, pushing his total up to 2,026, the bare majority of delegates, leaving Clinton one delegate behind at 2,025.

Now, does Sanders winning 64.4% sound too far-fetched? Not particularly, especially when we consider his advantages on the Left Coast, in California’s 475 delegate semi-open primary. An uphill climb, though? Certainly. Remember, though: it is all but certain that Clinton will not secure the nomination, while Sanders supporters are going to be pouring into Philadelphia for the convention by the tens of thousands. Even if Bernie fell short by a few points, we’re still essentially looking at a tie. And that’s when all hell is going to break loose.

Things are going to become very interesting if we have a near-tie at the convention to be decided by the super-delegates.

Things are going to become very interesting when they look back at the many states that are still crying out for a re-vote, states fraught with “voting irregularities,” polling station closures, and voter roll purges — all states which Clinton won and all states which so far have not received justice.

Things are going to become very interesting when the DNC and the super-delegates realize that Sanders, unlike the Wallstreet-backed Clinton-Machine, will bring in not only millions of independent voters that were unable to vote in the primaries, but even defecting Republican votes, sealing the GOP’s utter defeat in November.

Things are going to become very interesting when, while they are thinking about all of these things, they are doing so to the earth-shaking, thunderous chants of “Bernie! Bernie! Bernie!” from his tens of thousands of supporters outside, who have time-and-again proven their ability to rally by the tens of thousands — do you think that we won’t do the same at the convention?

And finally, things are going to become very, very interesting when the super-delegates and the DNC are forced to choose, publicly, whether to hand the nomination to Clinton and watch the millions of independents walk away, along with millions of former-democrat Sanders-supporters, basically handing the general election to the neo-fascists Trump or Cruz — or, to hand it to Sanders, a leader who will have the support, not only of the entire Democratic Party, but of millions of Independents, Green Party voters, and — yes, indeed — even Republicans defecting from the extremist GOP. That will be the most interesting part, I think. I’ll see you all in Philadelphia.

In Solidarity,
John Laurits

P.S. Please feel totally free to reproduce this article, re-post, re-use, re-cycle, or whatever, in whole or in part — credit would be lovely but, ultimately, I don’t really care! Do as ye will! Peace!

#SeeYouInPhilly


UPDATES:
The After-MATH: Indiana
The After-MATH: Guam
A Quick Update on the Recent Delegate Gains
The After-MATH: West Virginia *NEW*

EDIT: I’ve written a follow-up article to address some of the comments because I don’t have enough time to respond to them all — thanks for reading! CLICK FOR PART TWO

†I have not counted the so-called “super-delegates” because they do not vote until the convention, which you might not know because of the media’s disgustingly corrupt attempt to warp the public’s perception of the election.

*All numbers pulled from the Green Papers, today 4/28/2016, at: 2016 Democratic Pledged and Unpledged Delegate Summary "


Update vom 11.05.2016

"The After-MATH:
West Virginia

[UPDATE: Now that 100% of precincts have reported, I have updated the numbers (which worked out a bit better than they did at 2AM, last night. Also, spelling is fixed. Typos happen at 2AM — thanks to all the people who came to my defense against the spelling-trolls while I slept! You’re awesome!]

Greetings, my friends! Firstly, I want to offer my condolences to the Clinton campaign and to the corporate media because — as I’m sure you all have heard, by now — a fire of hope has berned across West Virginia and the preliminary reports all confirm that both the media’s narrative and Clinton’s false sense of security were badly damaged in the blaze. This is because Clinton walked away with a mere 36% of the vote tonight and Democratic Party officials fear that these fires may already be spreading both to Oregon and Kentucky and some estimate that they, too, will soon be entirely engulfed with berning flames by the evening of May 17th.

Now, let’s take a deeper look at the math and at what today means for us — but, this time, it’s going to take us a few extra steps because, as many of you have probably noticed, there is a piece of the puzzle missing. Fear not! I shall now use the power of numbers to cut through the confusion…†

So — Why don’t the totals add up!?

An excellent question! You may have noticed that Sanders’ and Clinton’s total percentages don’t add up to 100% — take a look:

Sanders | 51.4%
Clinton | 35.8%

51.4 + 36 = 87.2

So, what gives? The missing piece in this puzzle is that, in West Virginia, there were several other candidates for the democratic nomination — other than Clinton and Sanders, there were also options for Martin O’Malley (remember him? He seemed nice…), Roque De La Fuente, Paul Farrell Jr., and a fellow named Keith Judd. Don’t worry, I’ve never heard of them either. Well, except for Mr. O’Malley, of course. Anyway, between the three of them, they somehow netted almost 13% of the vote today, in West Virginia. To paraphrase the Sand-Man, himself — there are a lot of surprises in politics.

Wait, So… Is This Good or Bad?

Oh! Don’t worry — it’s good! It’s good because a candidate needs to secure at least 15% of the vote to gain any delegates at all — and, since there is only 12.8% to split between the four of them, we can deduce that none of them reached that threshold. Because of this rule, all of West Virginia’s pledged delegates will still be split proportionately between Sanders and Clinton — and we can figure out what that proportion is with just a little math. Well, we’ll have to, anyway, because the media refuses to report the real numbers to you. Okay — remember that, between the two of them, there was 87.2%? Now, we will divide Sanders’ total of 51.4 by 87.2, like so:

51.4 ÷ 87.2 = .589

So, 51.4 is actually 58.9% of 87.4 and, when all is said and done, it is as if we’ve won this primary with about 59% against Clinton’s 41%!



But Wait: I’m Not Finished Yet!

Sanders won 58.9% of the total votes between Clinton and himself — but, because the public tends to frown upon delegates being split in half, we appear to be walking away with 18 delegates, leaving Clinton with only 11. And 18 delegates, out of 29, works out to be…

18 ÷ 29 = 0.62 or 62%

That’s right: we’ve grabbed 62% of the delegates in West Virginia, just a hair shy of our 65.5% target. This, along with the recent delegate gains at the state conventions, puts the current delegate totals at:

Sanders | 1,437
Clinton | 1,717

Subtracting Sanders’ total of 1,437 from our target of 2,026 pledged delegates, or half +1 of the total pledged delegates we get:

2,026 – 1,437 = 589

Therefore, we’ll be needing 589 of the remaining 897 delegates, and…

589 ÷ 897 = .656 or 65.6%

And there you have it — If Sanders — If we — can secure 65.6% of the remaining delegates, then Sanders will have the majority when he arrives at the Democratic Convention in Philadelphia on July 25th (and I hope to see you all there). Of course, as Don Ford points out in his insightful articles, we can also chip away at Clinton’s delegate lead at the state conventions — just as we did in Nevada, then in Washington, Colorado, and Maine, more recently. These gains may seem small but every delegate that we can get that way will reduce the percentage of the remaining delegates that we must win and — at the same time — subtract a delegate from Clinton’s total!



Take Heart!
Oregon Looms on the Western Horizon!

We should be able to lower our 65.6% target when Oregon & Kentucky vote, one week from now, on May 17th. Oregon is a bastion of progressive political leanings, much like Washington (where we won with 72.7%!), and we should have no trouble winning there (but don’t get cocky!).

Although no recent polls have been conducted, I believe that we have an excellent chance of taking Kentucky, too. We don’t know a lot but we do know that Kentucky has had record-breaking numbers of new voter registration (a very good sign) and the demographics are similar to West Virginia (which we’ve just won quite handily). If we can take both of these states, we will be going into June with a lot of momentum — so much, in fact, that even the corporate-media will have a hard time ignoring us this time.

Tomorrow, I shall write to you all again — and, I hope, before the day is out, I will be able to provide all of the most recent numbers having to do with Oregon and Kentucky. In the meantime, keep hitting those phones and, for god’s sake, donate, donate, donate! I don’t care if you have to start flipping couch-cushions and checking the change slots on vending machines — just get it done! And get some rest, my friends — we have a lot of work ahead of us.

In solidarity,
John Laurits #SeeYouInPhilly "



Wenn ich das so lese, denke ich nicht, dass es für Bernie schon ganz gelaufen ist. Aber ist wahrscheinlich nur mein Wunschgedanke. :mrgreen:[[yo]]
 
Heute beginnt ja der Nominierungsparteitag der Republikaner. Das nehme ich mal als Anlass für, einen neuen Eintrag nach längerer Pause.

Der Zeitpunkt ist deshalb nahe liegend, weil ab jetzt zumindest potentiell ein bisschen Bewegung in den Wahlkampf kommen könnte und damit auch die Kurse schwanken dürften.

Meine Erwartung und Empfehlung bleibt so wie vor ein paar Wochen: Clinton gewinnt die Wahl. Ich sehe keinen ernsthaft realistischen Pfad für Trump die Präsidentschaft zu gewinnen. Vor dem Hintergrund sitze ich seit Ewigkeiten und zu unterschiedlichen Kursen auf Sieg Clinton. Bei Marathonbet gibt es derzeit noch 1,36 (die Alternative "Demokraten gewinnen" wählen!), bei Pinnacle 1,4 bei Bet ebenso, da muss man dann aber die Steuer einrechnen. Wenn man das als gute Verzinsung sieht, ist es ein guter Deal. Wenn man da die zu 1,28 verzinste Kohle aus der Clinton-Kandidatur einsetzt erst recht, bekommt man bei keiner Bank.

Zur grundsätzlichen Situation und zur Architektur habe ich in den Posts 68 und 69 schon etwas geschrieben, das könnte ich jetzt nur wiederholen. Die Frage ist deshalb: hat sich etwas verändert und was steht jetzt an?

Also, es hat sich nicht groß etwas verändert, nichts was die grundsätzliche Position gravierend verschoben hätte.

Was die äußeren Faktoren angeht, dürften natürlich Faktoren wie die neuen Anschläge und die Rassen-Auseinandersetzungen eine gewisse Rolle spielen. Aber wer davon tatsächlich profitiert, ist derzeit nicht ganz klar. Grundsätzlich ist das schon Trump, alerdings verhält er sich dabei so Elefant-im-Porzellanlade-mäßig, dass sich viele Fragen dürften, ob sie in so einer Situation wirklich so einen im Oval Office sehen wollen. Ich sehe hier aber keinen massiven Game Changer.

Was die innere Verfasstheit der Kampagnen angeht, dürfte sich Clintons Position noch weiter verbessert haben. Clinton führt eine gut gemangete, professionelle Kampagne, sammelt Geld, alles wie es sein soll - auch wenn sich nichts daran ändert, dass sie als Kandidatin eben nicht sehr stark ist. Dazu kommt, dass Sanders sie inzwischen endorsed, wenn auch etwas lauwarm, Warren ist auf ihrer Seite, Obama sowieso, die Partei ist geeinigt, gute Voraussetzungen. Auf der anderen Seite hat Trump nicht aufgeholt. Er hat immer noch keine wirkliche Kampagnen-Organisation, sein Fundraising klemmt und damit die komplette Finanzierung, die Partei steht ganz und gar nicht hinter ihm ... Insgesamt hat man so gar nicht den Eindruck, dass Trump dazu gelernt hätte und bereit wäre, sich ein bisschen damit zu beschäftigen wie Wahlkampf wohl funktioniert. Er hat es geschafft mit einem Twitter-Account und ein paar unflätigen Bemerkungen Kandidat zu werden, es scheint, er glaube, dass könne er auch auf die General übertragen. Wird nicht hinhauen.

Es bestätigt sich auch zunehmend der Eindruck, dass Trump eben einfach nicht raus kann aus seiner Haut, was ihn zu einem schlechten Kandaten macht und zu einem, der leicht zu Fehlern neigt. Das hat sich jetzt mal wieder gezeigt als er seinen Vize-Kandaten Pence vorgestellt hat. Ich habs mir echt angeschaut, Trump redet eine geschlagene halbe Stunde in erster Linie mal über sich und wie geil er ist, kommt vom Hölzchen aufs stöcken, erwähnt den ANmen des Typen, der er ankündigen will ab udn zu, schweift dann aber ab und redet wieder über sich. Das geht so nicht dauerhaft gut.

Und seine VP-Wahl Pence iist auch eher fraglich, das wird sich aus meiner Sicht aus mehreren Gründen nicht lohnen für ihn, trägt wenig bei, macht neue Probleme auf.

Mal abwarten was jetzt bei der Convention passiert. Kann sein, dass es ein Desaster gibt, dann sind die 1,36 ein Geschenk gewesen. Kann aber auch sein, dass es wider Erwarten ganz harmonisch und erfolgreich zugeht. Dann wäre es normal, dass es den üblcihen Comvention Bounce gibt, also einen kurzfristigen Ausschalg in den Umfragen in der Größenordnung von 5-8%. Das wäre dann allerdings vorhersehbar wirklich sehr kurzfristig, weil in der Woche drauf schon die Convention der Demokraten ist und dazwischen noch die Meldung kommt, wer denn Clintons VP-Pick ist.

Wird interessant, aber nicht ernsthaft spannend. Wetttechnisch könnte es sein, dass irgendwann Wetten zum genauen Ergebnis kommen, so nach dem Muster, wie groß der Vorsprung denn wird, oder einzelne Bundesstaaten. Das wäre dann sicher mal einen Blick wert.
 
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So, nach dem Convent der Republikaner und vor dem, der Demokraten, nur ein paar kurze Einschätzungen.

Aus meiner Sicht, bleibt der klare Trend Pro-Demokraten bestehen. Ein paar Dinge sind bemerkenswert:
  • Der Convent an sich ist aus meiner Sicht ziemlich in die Hose gegangen. Trump hatte großspurig eine ganz andere Art von Convent angekündigt. Herausgekommen ist ein ganz normaler Standard-Parteitag, nur dass die Redenerliste eher zweitklassig war und einige bedeutende Pannen passiert sind (Melania plagiiert, Auftritt Cruz).
  • Es ist klar, dass es ihm nicht gelungen ist, die Partei hinter sich zu versammeln, falls er es denn überhaupt versucht hat. Die Leute, die aus dem Establishment gesprochen haben (z.B. Priebus, Ryan), haben ihn ziemlich lauwarm unterstützt und sich vorwiegend auf das Argument zurück gezogen Hillary muss verhindert werden. Eine ganze Reihe ist gleich weggeblieben. Es ist klar geworden, dass diese Partei nicht geeint ist. Das ist aber eine wichtige Voraussetzung um Wahlen zu gewinnen. Wie Trump z.B. Ohio gewinnen will, wenn dessen Gouverneur Kasich und das gesamte Team ihn dabei nicht unterstützt, ist sehr fraglich. Dazu kommt dann das aufsehenerregende Nicht-Unterstützen von Cruz, der immerhin den größten Teil des Sozialkonservativen Flügels mobilisieren könnte.
  • Vor allem ist nun klar, welche Strategie Trump hat: nämlich die alte. Es hätte sein können, dass Trump, nun da er die Kandidatur sicher hat, etwas moderater wird, sich im Ton mäßigt, präsidialer wird, versucht auch für andere Wählergruppen wählbar zu sein. Diese Option hat er nicht gewählt, sondern er gibt den alten Haudrauf aus dem Vorwahlkampf, malt ein düsteres Bild der USA und bietet sehr vage, sehr einfache Rezepte an. Gut zu wissen, werden sich die Demokraten gedacht haben, das macht ihn sehr berechenbar &#150; und ich würde sagen, auch unbedingt schlagbar. Trump hat damit einen klar erkennbaren, aber eben auch sehr engen Pfad vor Augen: die ohnehin tiefroten Staaten gewinnen, plus weiße, abgehängte Nichtwähler gewinnen, plus weiße Arbeiter aus Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Ohio gewinnen. Das wird nicht klappen, denke ich. Zudem hat er andere Swing-States schon so gut wie abgegeben, NM, CO, NV zum Beispiel. Trump ist mit dieser Strategie relativ leicht zu besiegen (allein eine etwas positivere Botschaft dürfte hier schon helfen), das deutet eher auf einen Erdrutsch pro Clinton hin (soweit man in diesem polarisiertem Land noch von Erdrusch-Siegen sprechen kann, aber ich halte 330-350 Electoral Votes für Clinton für durchaus denkbar.
  • Es ist auch klar geworden, dass Trump sich immer noch nicht gut beraten lässt, dass er nicht bereit ist, sich auf die groben Regeln von Wahlkämpfen einzulassen. Aus seiner Sicht muss er das auch nicht, weil er mit seinem, positiv formuliert, unkonventionellen Stil ja die Kandidatur gewonnen hat. Aber in der General haut das nicht mehr hin, dazu ist sein Wählerausschnitt zu klein. Da sind so viele kleine und große Fehler. Und da ist z.B. ein riesiger Nachteil im Ground-Game. Die Demokraten sind in der Organisation des Wahlkampfs und in der Infrastruktur meilenweit voraus. Das kann er fast gar niucht mehr aufholen, falls er denn irgendwann mal die Notwendigkeit erkennt. Ich denke, allein die get-out-the-vote-operation der Demokraten wird dafür sorgen, dass da am Ende nochmal 1-3% auf die bis dahin verfügbaren Zahlen draufzuschlagen sind.

Trump hat jetzt einen Convention-Bounce bekommen, er schneidet jetzt also in den Umfragen ein bisschen besser ab als vorher. Dieser Bounce ist aber viel zu gering, er liegt jetzt landesweit ungefähr gleichauf, oder führt mit einem Pünktchen oder so. Das reicht den Bookis, um Clintons Quote sogar leicht steigen zu lassen, auf 1,4 ungefähr. Eigentlich müsste er im Augenblick mit 5-10% führen.

Wahlkämpfe sind ein Spiel mit Aufs und Abs, man weiß also nie, was passiert. Aber es ist gut möglich, dass man diese 1,4 einstweilen nicht mehr sieht. Morgen startet die Convention der Demokraten. Wir können wohl einen bestens organisierten Parteitag ohne große Pannen erwarten. Redenerliste u.a. Sanders, Bill Clinton, Obama. Zudem hat Hillary mit Tim Kaine aus meiner Sicht eine plausible, gute VP-Wahl getroffen. Ich denke, dass wir in genau einer Woche den demokratischen Convention Bounce begutachten dürfen, Clinton düfte dann nationwide mit 5-10% führen.

Die 40% sind für Kleinsparer interessant, für richtige Wetter könnten zwischendurch ja mal weitere Wetten auftauchen, etwa wie viele EVs wer gewinnt, wer welche Staaten usw. bis dahin ist das eine sehr solide, ich finde einigermaßen sichere Verzinsung (bin ziemlich hoch drin), aber ansonsten aus Wetter-Sicht ein recht totes Rennen, das vorwiegend aus anthropologischer Sicht noch interessant ist.

P.S.: Kurze Ergänzung noch: was Trump zusätzlich in eine nachteilige Position bringt, sidn die Third-Party-Candidates. Da tritt auf Seiten der libertären Partei Johnson an, jemand der duchaus auch für Republikaner interessant ist. Es gibt also eien Alternative für diejenigen enttäuschten Republikaner, die Trump nicht wählen wollen, aber trotzdem nicht zu Hillary wechseln wollen. Genau den meinte Cruz als er sagte, man solle nach seinem Gewissen wählen. Auf der anderen Seite stellen die Grünen mit Jill Stein eien ebenfalls attraktiev Kandidatin, die Clinton einige Stimmen abnehmen wird. In den Umfragen schneidet Johnson aber wesentlich besser ab als Stein (grob: 10 vs. 5%, darf man nicht so ernst nehmen), das heißt die Republikaner werden deutlich stärker an Johnson als Clinton an Stein abgeben.
 
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So, keine 50 Tage mehr bis zur Wahl, also Zeit vielleicht nochmal ein paar Takte zu sagen.

Beginnen wir mal mit dem aus Wettsicht Entscheidenden: ich bin immer noch davon überzeugt, dass Clinton die Wahl gewinnt und ich finde, die 1,4-1,5 die überall angeboten werden, sind immer noch eine Wette wert. Ich habe zuletzt zu 1,44 noch einmal nachgelegt, die 1,6, die es zwischendurch ganz kurz gab, habe ich leider verpasst, der geringste Kurs, den ich genommen habe, war 1,36. Insgesamt habe ich eine ganze Menge Geld drauf.

Was sind die interessanten Entwicklungen?

Das eine mal, wo es mir durchaus druch die Glieder gefahren ist, war vor knapp zwei Wochen der Ohnmachtsanfall von Clinton. Das hat sicherlich Dynamik gebracht. Und ich habe immer gesagt, dass das das größte Risiko ist aus meiner Sicht, ein gesundheitliches Problem bei Hillary oder Bill. Deshalb ist es von Anfang an nervenschonender gewesen, auf die Demokraten und nicht auf Clinton als Person zu setzen,meisten sogar ohne großen Abschlag. So wie es ausschaut, war das halb so wild, ob es sich in der Wahl bemerkbar macht, wird man abwarten müssen, der große game changer ist der Vorfall aber nicht gewesen.

Die große Überraschung ist aus meiner Sicht, dass es im Augenblick beinahe wie ein Duell auf Augenhöhe aussieht. Vor ein paar Wochen sah es klar nach Erdrutschsieg aus, davon ist inzwischen nicht mehr die Rede. Zum einen muss man hier klar von einem schrägen Bild in den Medien reden. Die versuchen tatsächlich so eine Art Ausgewogenheit herzustellen und steöllen jedem Fauxpas der einen Seite einen der anderen Seite gegenüber. Egal dass Trump kaum einmal die Wahrheit sagt, ein rassistsiches Statement nach dem anderen von sich gibt, kaum einen Standpunkt länger als ein paar Stunden hält, permanent Probleme mit der Justiz hat, spielt alles keine große Rolle, da werden dann eben das xte mal Clintons E-Mail-Server-Geschichten ausgepackt.

Zum anderen zeigt sich - wieder einmal ! - es kommt eben doch auf den Kandidaten an. Und da muss man sagen, Clinton ist eben nicht sympathisch. Wenn kaum jemand sie persönlich mag, dann wird das mit dem Erdrusch eben schwierig.

Trotzdem, die Zeichen zeigen Richtung Clinton, u.a. aus diesen Gründen:

Die Arithmetik spricht imme rnich für sie. Die blaue Wand mit 242 Stimmen scheint locker zu halten, Das heißt, sie braucht nicht sehr viele Swing States. Das Trump hier fast alle abräumt ist schwer vorstellbar.

In den letzten Wochen ist fast alles für Trump gelaufen, viel besser hätte er es sich nicht wünschen können. Und trotzdme führt Hillary noch immer. Was müsste passieren, damit sich das wendet?

Vielleicht ist diese Delle gerade der Schlüssel zum Sieg. Jeder, der dachte, gegen Trump ist die Sache von vornherein gegessen und aus Protest eine dritte Partei oder gar nicht wählen wollte, dürfte inzwischen kapiert haben, dass es doch drauf ankommt.

Auch wenn es nicht mehr sehr lange ist bis zur Wahl, es gibt immer noch eine ganze Menge Leute, die erst so langsam anfangen sich zu orientieren. Die Erfahrung zeigt, je näher es zum Wahltag kommt, desto weniger werden die exotischen Kandidaten präferiert,

Ein ganz wichtiger Punkt: Clintoin liegt in der Infrastruktur meilenweit vorn, Trunmp hat das vollkommen vernachlässigt. Trump hat keine Datenbank und weiß deshalb nicht, wo genau seine wähler zu finden sind, das war 2008 und 2012 DAS zentrale Instrument für die Siege Obamas. Und clinton hat ein weit überlegenes Ground Game, also die Leute,m die die Leute am Wahltag zur Wahl überreden. Das ist noch einmal 3 Prozentpunkte wert, die im Augenblick nicht in den Zahlen sichtbar sind.

Schließlich: am Montag ist die erste von drei Debatten. Natürlich geht es da für beide um etwas, beide haben etwas zu verlieren. Aber eine bessere Gelegenheit der breiten Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass Trump ein Proll ist, der von Politik keine große Ahnung hat, gibt es ja nicht. Ich sehe da eine große Chance, dass wir hier den großen defining moment sehen.

Also: der große Erdrutsch bleibt wohl aus, Sorgen dass Trump Präsident werden könnte, mache ich mir trotzdem nicht ernsthaft.
 
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Verfolge Deine Einschätzungen immer wieder gerne, Moghul. Danke dafür! Du erwähnst die Grün Kandidatin Jill Stein mit keinem Wort. Nach allem was man in den letzten Tagen lesen konnte, könnte sie bei einem Kopf an Kopf Rennen in den entscheidenden Swing States wie Florida, Hillary ziemlich weh tun. Sie wird bei den ehemaligen Sanders Wählern grasen und soll irgendwo bei 3 % liegen. Wenns blöd läuft, sind das genau die 3-5% die Clinton dann fehlen werden. Wie ist Deine Einschätzung dazu?
 
Verfolge Deine Einschätzungen immer wieder gerne, Moghul. Danke dafür! Du erwähnst die Grün Kandidatin Jill Stein mit keinem Wort. Nach allem was man in den letzten Tagen lesen konnte, könnte sie bei einem Kopf an Kopf Rennen in den entscheidenden Swing States wie Florida, Hillary ziemlich weh tun. Sie wird bei den ehemaligen Sanders Wählern grasen und soll irgendwo bei 3 % liegen. Wenns blöd läuft, sind das genau die 3-5% die Clinton dann fehlen werden. Wie ist Deine Einschätzung dazu?


Danke für das angenehme Feedback.

Also, soweit ich mich erinnere habe ich vor einiger Zeit die Third-Party-Candidates einmal erwähnt. Du hast vollkommen Recht, das kann eine sehr große Gefahr werden, wie Dir Präsident Gore sicher bestätigen wird - erst Recht wenn sich der Anteil tatsächlich in der von Dir genannten Größenordnung bewegen sollte (2000 waren es 0,9% für Nader, die den Ausschlag gegeben haben).

Was denke ich darüber? Also zunächst, ich habe das bis jetzt noch nicht groß thematisiert, weil ich mich erstmal mit der Basis-Struktur beschäftigt habe und es bis jetzt wohl noch ein bisschen früh ist, sich auf die Ebene der einzelnen Prozente in einzelnen Staaten zu begeben. Ganz grundsätzlich kann das aber wie gesagt durchaus ein Problem werden. Zugleich beruhigend und beunruhigend ist, dass der Effekt auf der anderen Seite aber deutlich größer sein dürfte. Da gibt es mit Johnson von der Libertären Partei einen Kandidaten, der als Alternativkandidat für temporär heimatlos gewordene Republikaner taugt und in Umfragen regelmäßig in der Größenordnung von 5-10% landet. Dass Stein zu Lasten von Clinton geht, ist klar, aber auf der anderen Seite verliert TrumP stärker an Johnson (das Beunruhigende daran: rechne mal die 5% Trump zu, dann haben wir ein anderes Bild).

Zweitens: warten wir mal ab. Stein ist sicherlich keine so starke, charismatische Kandidatin, wie es Nader war.

Drittens, es gibt ja nichts daran herumzudiskutieren, dass Clinton als Kandidatin des Establishments, als Kandidatin der Wall Street und der Big Spender für Protestwähler nicht wählbar ist, nicht umsonst hat Sanders diesen Riesen-Ritt gehabt. Aber nun sind mit Sanders und Warren die beiden Ikonen des linken Flügels sehr aktiv dabei, für Clinton zu trommeln. Da kann man schon damit rechnen, dass in den nächsten Wochen, der Anteil Steins noch zusammenschmelzen dürfte. Das gilt erst recht, nachdem der Wind in den letzten Wochen merklich gedreht hat und ein Sieg Trumps auf einmal ein sehr realistisches Szenario ist. Wenn jetzt jeder mal an dieser realen Möglichkeit geschnuppert hat, gewinnt Sanders Aussage eine ganz andere Glauwürdigkeit, dass es eben doch keine Zeit für Proteststimmen ist.

Schauen wir uns das in drei Wochen noch einmal an, dann kann man sicher etwas besser einschätzen.
 
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Gestern nacht war ja die erste Debatte zwischen Trump. und Clinton. Ich will das gar nicht groß bewerten, weil es da viel bessere Kommentatoren gibt und das hier ja kein Polit-Blog ist - da wird in den nächsten Tagen sehr viel berichtet werden. Aber sagen wir mal so, ich hab noch nie eine Debatte gesehen, in der ein Kandidat sich so hat vorführen lassen und sich selbst so desavouiert hat. Wenn man sich das angeschaut hat, dann spricht viel für die These, dass Trump tatsächlich massive Konzentrationsstörungen hat, wie einige der Leute gestreut haben, die früher mit ihm zusammen gearbeitet haben. Es war einigermaßen klar erkennbar, dass ihm nach 30 Minuten schlicht die Luft ausgegangen ist. Dazu könnte allerdings auch eine (zum Teil unapettitlich hörbare) Erkältung beigetragen haben.

Ändert das was? Was man wohl sicher sagen kann ist, dass es Clinton gestern gelungen sien dürfte, die Dynamik wieder zu ihren Gunsten zu wenden. Trump dürfte von seinen Hardcore-Anhängern keinen einzigen verloren haben, gewonnen hat er mit Sicherheit aber auch niemanden. Clinton dagegen ist zurück, es war erkennbar, dass sie sich an einigen stellen darum bemüht hat, Enthusiasmus bei für sie wichtigen Gruppen zu generieren und für die anderen wählbarer zu werden. Ich denke, das ist im Großen und Ganzen gelungen. Dass ihre Quote pre und post von 1,59 (?) auf wieder 1,4 be Bet365 gesunken ist, gibt ein wohl realistisches Bild (ähnlich bei Marathon, andere habe ich nicht beobachtet).

Seit gestern hat Bet auch einzelne Bundesstaaten im Angebot. Leider kann man nicht kombinieren, sonst käme da eine prima Kombi-Wette raus:

Colorado 1,4 Demokraten, relativ sicher.

Florida jetzt nur noch 1,83 keine Wette mehr, aber gestern gab es kurz 2,2, das war einen Versuch wert, sehe Clinton hier im Vorteil

Georgia, Republlikaner 1,16. Es sagt viel, dass dieser Staat überhaupt als kompetetiv gesehen wird. Aber ich denke, am Ende ist das doch einigermaßen safe GOP.

Iowa, Demokraten 3,75 kann man sicher eine einheit oder zwei versichen zu der Quote. Zuletzt hat Trump geführt, zum teil auch etwas deutlicher. Aber generell haben die Demokraten in Iowa gute Karten, das ist auch nicht Trumps Kern-Klientel, mal schauen, was die veränderte Dynamik bringt. Fair wäre zurzeit wohl eher etwas um die 2,2-2,5.

Michigan, Dems 1,25, sollte safe sein, trotz Demographics und gegenwärtiger Zahlen.

New Hamphire 1,4 Dems

Pennsylvania, 1,3, würde mich sehr sehr wundern.

Virginia, 1,16, sollte safe sein. sicher eine der größten Umwälzungen, der letzten 15 Jahre, dass aus diesem tiefroten Staat inzwischen eine blaue Bank geworden zu sein scheint.

Wisconsin 1,25 Dems, sollte ebenfalls safe sein.

Dass Michigan, Penn, Wisconsin überhaupt als kompetetiv gesehen werden,hat damit zu tun, dass da die Demograhie zu Trumps Gunsten ausfällt, da wohnen eben die angry white men, die blue collar worker, die abgehängt werden oder sich so fühlen. Das stimmt, aber trotzdem ist es Trump nicht gelungen, dort in Führung zu gehen, obwohl er gerade starken Rückwand hatte. Da bin ich jeweils immer noch sehr zuversichtlich, auc zu diesen Quoten.

Ohio und North Carolina scheinen mit 2,37 bzw. 2,2 für die Dems halbwegs okay quotiert. Clinton hat Chancen, aber eben in dieser Range um 40-45%, denke ich.

Nächste Debatte am 9.10, nächsten Montag noch VP-Debate, die Sache kommt langsam in Schwung.
 
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Ich habe jetzt tatsächlich 3 Einheiten auf Sieg Clinton in Iowa bei Bet365 zu einer Quote von 3,75 gesetzt. So gestaffelt, dass ich eine Einheit auscashen kann, wenn Bet eine akzeptable Quote anbietet.

Mir ist ehrlich gesagt die Quotierung nicht ganz klar. Iowas Wählerstruktur favorisiert Trump nicht.

Die Republikaner sind überwiegend weiße Farmer, aber eben nicht Industriearbeiter, überdurchschnittlich rechts und religiös. Bei denen dürfte Trumps tendenziell areligiöse Haltung und sein Privatleben mit x Scheidungen usw. nicht übermäßig gut ankommen. Kein Zufall dass in den Vorwahlen Cruz gewonnen hat und vor vier Jahren Santorum, also Vertreter der religiösen Rechten.

Die Demokraten sind tendenziell etwas liberaler als im Druchschnitt. Das spricht für eien starke Anti-Trump-Motivation.

Iowa ist bei den letzten Wahlen nur 2004 an die Republikaner gegangen, ansonsten haben Bill Clinton, Gore und Obama gewonnen, mal deutlich, mal recht knapp. In den letzten Umfragen hat Trump leicht geführt, andere Zahlen weisen zurzeit ein Unentschieden aus.

Kann sein dass Trump gewinnt, aber dann nicht sehr deutlich denke ich. Kann aber auch gut sein, dass Clinton einen knappen Sieg holt. Auf jeden Fall dürften die nächsten Zahlen, nun nach der ersten Debatte, günstiger für Clinton sein, so dass sich da ein Trading-Gewinn realisieren lassen dürfte. Wie gesagt, 3 Einheiten ist es mir wert, eine davon mit dre Perspektive mit einem Gewinn wieder rausgehen zu können.
 
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Die letzten Wochen sind ja recht klar in Clintons Sinne verlaufen. Um meinen Einsatz für den Gesamtsieg habe ich mir nie so richtige Sorgen gemacht, aber inzwischen müsste tatsächlich schon eine Menge passieren, damit die Demokraten das noch versemmeln.

Viele der Quoten in den Staaten hat Bet inzwischen etwas angepasst, im Fall von Florida und North Carolina vielleicht sogar etwas zu optimistisch. Vielleicht ist das aber auch eine realistische Quotierung.

Schade, dass New Hampshire schon auf 1,3 runter korrigiert wurde, zu 1,4 war das sicher eine gute Anlage.

Colorado steht aber noch bei 1,4 und ist aus meiner Sicht ziemlich safe. Da nehme ich mal 6 Einheiten, das kann man nach der aktuellen Entwicklung wohl tun.

Und zum Mitfiebern setze ich mal eine Einheit auf Clinton in Nevada zu 1,72. Das ist aber tatsächlich nur zum Mtfieberm, erscheint mir einigermaßen fair quotiert. Wenn die Demokraten es schaffen, das Machado-Thema weiter hoch zu kochen, dann hilft das in Nevada, das viele Latinos hat. Andererseits gibt es da auch viele von Trumps klassischer Klientel, also ist es nicht ganz abgemacht.
 
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Wollte ja einen Teil meiner Einheiten auf Sieg Clinton in Iowa auscashen, sobald es sich lohnt. Bet bietet mir jetuzt knapp 1,5 Einheiten an, der Kurs ist von 3,75 auf 2,1 gesunken.

Aber, ich setze noch einmal 5 Einheiten auf Sieg Clinton in Iowa zu 2,1. Gestückelt, so dass ich auschasen kann, falls ich möchte, aber ich plane das eigentlich nicht.

Nach meiner Einschätzung lag Iowa ungefähr Spitz auf Knopf mit leichten Vorteilen für Trump. Die letzte Umfrage hatte ihn 3% vorne, das war kurz vor der ersten Debatte. Nun ist heute das Video herausgekommen, in dem Trump erklärt, wie er Frauen sexuell "belästigt", um mal ein mildes Wort zu benutzen. Damit ist aus meiner Sicht nicht nur der Gesamtwahlkampf entschieden, sondern Trump müsste auch in Iowa verlieren, zumindest gerät er nun deutlich in Rückstand.

Iowa hat eine Klientel, die Trump leicht in Vorteil setzt, 92% weiße, vielfach ohne College-Abschluss, allerdings keine Industriearbeiter. Zugleich aber hängen in Iowa überdurchschnittlich viele Evangelikale rum. Und diese religiösen Spinner dürften spätestens jetzt von ihm abrücken, wo auf Band zu sehen ist, wie Trump damit prahlt, dass er verheirateten Frauen zwischen die Beine greift.

Falls demnächst ein Video auftaucht, in dem zu sehen ist, wie Clinton lächelnd kleien Hundewelpen ertränkt, könnte sich vielleicht nochmal was ändern, aber erstmal wars das wohl.

Zusätzlich mal eine halbe Einheit auf Clintion in Georgia für 4,33. Aber die echt nur aus Spaß.
 
Meine absolut subjektive Meinung ohne große Analyse.

Ich sage nicht, dass Trump die Wahl gewinnt. Aber ich sage: Die Quote hat value.

Die Medien in den USA sehen Clinton leicht vorne. In Europa fast schon traditionell alle pro Demokraten. Diese Berichterstattung hierzulande ist also für die Tonne.

Clinton trotz unfassbaren Skandalen von Trump nicht uneinholbar. Selber ist sie ja auch nicht sympathisch und sonderlich geschickt.

Ein gemäßigter Trump hätte sie locker besiegt, so wird es doch schon eng für ihn.

Der größte Vorteil von Trump ist sicherlich, dass er sich gefühlt alles erlauben darf. Die für ihn sind, sind immer für ihn. Die gegen ihn sind, waren es vorher auch schon.

Ich denke, einige werden auch Trump mit Bauchschmerzen wählen. Öffentlich sagen tut es niemand. Auf irgendeine Art und Weise fasziniert Trump die Wähler. Trump hat den besseren Wahl Slogan. Viele wählen die Republikaner, nicht Trump. Trump ist vielleicht bald der Präsident, aber er wird auf Berater hören müssen. So dumm wie er herüber kommt, ist er nämlich gar nicht. Er kann sich auch benehmen. Vielleicht wandelt er sich als Präsident. Darauf hoffen sicher viele Wähler. Trump ist angeblich reich, er ist ein Vorbild für viele in dieser Hinsicht. Deswegen vertrauen ihm Bürger.
Viele wählen gegen die Obama Politik, gegen das Establishment. Die Republikaner sind wieder dran, ein neuer Hoffnungsträger muss her. Das kann nicht Clinton sein.

Ich würde seinen Sieg nicht ausschließen. Bis zur Wahl ist es noch eine halbe Ewigkeit. Kurz vor der Wahl platzt vielleicht noch eine Bombe gegen Clinton. Wer weiß das schon. Vielleicht hat Trump auch noch Leichen im Keller. Aber bei Trump guckt man eher weg, von ihm erwartet man so wenig und wenn er was gutes sagt, entfaltet es mehr Wirkung.

Bei Clinton werden Fehler groß gemacht.

Mal ganz unabhängig davon. Die Clinton hat mit der Email Affäre und den Geschichten ihres Mannes Bill nun auch nicht brilliert. Da sind diese Umkleidekabine-Gespräche wie Trump sie nennt, zwar moralisch verwerflich, aber nicht wirklich so skandalös wie die Dinge, die sich Hillary geleistet hat.

Insofern: Es wird richtig spannend


 
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Glückwunsch an alle Clinton betters. Die Wahl scheint ja entschieden zu sein,wenns jetzt 5.5 [[stupid]] (betfair) auf Trump gibt. [[cheers]] Hab ich mal small eingepackt, alleine schon um ein Schmerzensgeld zu haben, wenn er´s wird. 1.25 auf Clinton ist ja wohl lächerlich. Darf nur an das Brexit-Referendum erinnern, da gabs auch kurz vor Tore Schluss Traumquoten bis doubledigits, die dann gekommen sind.GL
 
Natürlich kann jeder seine eigene Meinung haben. Aber ich würde jedem raten die Finger von Wetten auf Trump zu lassen, auch wenn die Quoten noch so verlockend aussehen. Fair ist der mit 20 oder so quotiert, alles andere hat mit Sicherheit keinen Value, auch wenn er am Ende 40, 42 oder vielleicht sogar 45% der Stimmen bekommt.

Natürlich gibt es ein Restrisiko. Es könnte tatsächlich ein Video auftauchen, in dem zu sehen ist, wie Clinton lachend kleine süße Hundewelpen ertränkt. Sie könnte kurz vor knapp auch doch noch einmal einen Herzinfarkt bekommen. Es könnte auch sein, dass die Russen, die Republikaner, Nordkorea oder der Vatikan die Wahlcomputer knackt und ein falsches Ergebnis ausspucken lässt. Könnte alles sein, ist aber nicht überaus wahrscheinlich.

Wenn man sich die Arithmetik anschaut muss man folgendes feststellen: 270 Electoral Votes sind notwendig. Wenn Clinton alle Staaten gewinnt, die in den letzten sechs Wahlen demokratisch gewählt haben, dann hat sie 242. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass das anders kommen könnte. Staaten, wie Pennsylvania, Michigan oder Wisconsin waren Trumps Ziel, aber alle Umfragen zeigen einen recht konfortablen Vorsprung Clintons. Dazu kommt Virginia mit seinen 13 Stimmen. Auch da sidn die Umfragen sehr konsistent mit einem hohen Vorsprung für Clinton, zudem kommt ihr VP-Kandidat aus Virginia.

Das heißt 255 scheinen sehr sicher. Florida würde reichen, Ohio würde reichen, North Carolina würde reichen. Sie führt in allen dreien mit kleinem Vorsprung. Sie führt auch in New Hampshire, Colorada, New Mexico, Arizona, mal sehr komfortabel, mal nur hauchdünn. Andere Staaten, an die man nei gedacht hätte, Georgia, Alaska, South Carolina, Mississipi wird sie nicht gewinnen, aber sie sidn erstaunlich knapp.

Und all das wird sich nach dem Video und der Debatte nicht zu Trumps Gunsten verschieben. Ich sehe nicht den Pfad, auf dem er gewinnen könnte. Für mich ist eher die Frage, ob sie mit 330 oder vielleicht sogar 350 Stimmen gewinnt.

Aber wie gesagt, da kann jeder seine eigene Meinung haben. In vier Wochen sind wir schlauer.

P.S.: In vielen Staaten hat das early voting schon begonnen. Selbst wenn Trump jetzt der große Turnaround gelingen sollte, wie auch immer, ein Teil der Stimmen geht jetzt schon ein, das lässt sich nicht mehr umkehren.
 
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