Tourlicher Tennis Tip Fr, 31.10.03

herby

Professional Part-Time Bettor
März 28, 2003
9,130
131
wien
HENMAN 2.75 - Federer CB 400 EH conf. 5/10

H2H 4:1, Federer strauchelt seit längerem, verliert in Runde 2 gegen Ljubicic last week, gewinnt 6:7,7:6,7:6 gegen Verkerk (!) gerade noch gestern. Henman putzt Kuerten in 2 und klar im Aufwärtstrend.
Lächerliche Quote, eindeutig value !
 
henman ist klar zu spielen und herby hat alles gesagt.

zweites interessantes spiel heute:

PAVEL-Schuettler. ich hab nix von schuettler gesehen, was ihn zum 1.5 favorit machen sollte -gestern hab ich mir massu-schuettler angesehen, eine folter für den tennisfreund, was die zwei kasperln gezeigt haben. schuettler allein 26 unforced errors, 11 breakbälle zugelassen [[wc]] , massu detto, der weniger schlechte hat gewonnen. mit seinem ersten einwurf ist schuettler schon gegen blake im ersten gestrauchelt, blake dann leider die nerven weggeworfen, mit dem umpire gehadert, usw..

2,79 pinnacle für pavel ist mehr als in ordnung für eine small/small-medium wette, der die h2h überraschend 2-0 führt - ein spiel davon erst voriges jahr auf i-hard 6-0 6-4.
 
@shining, weil gestern davon die rede war..

jetzt würd ich federer legen, gute chancen, dass er heute schon gegen henman rausmuss. wenn nicht, wartet vorauss. roddick, der bis jetzt relativ leichtes spiel hatte und mit ferrero raus und einem schwachen federer sicher zu favorisieren ist. Einen Finalgegner gibts auch noch...

Federer aktuell lay ca. 3,15-3,50, das ist schon relativ nieder für 3 harte gegner in der aktuellen situation...
 
Pavel

Pavel

Bei Pavel bin ich dabei. 3.00 ist für einen Spieler, der gegen Schüttler bisher alle 7 Sätze gewonnen hat, viel zu hoch. Das zeigt, dass Schüttlers Spielweise dem Rumänen liegt. Bleibt nur zu hoffen, dass Pavel bei einem engen Match auch körperlich durchhält. Von seiner spielerischen Klasse ist er Schüttler mindestens ebenbürtig. Für Pavel ist es erst das 17. Match in dieser Saison, während Dauerläufer Schüttler demnächst die 100-Saisonmatches-Marke brechen wird.
 
Pavel

Pavel

Mit Pavel hat es schon geklappt. Im 2. Satz hat der Rumäne Schüttler bei dessen Breakchancen den Zahn gezogen. Das hätte auch leicht eine glatte 0:2-Schlappe für Pavel werden können. Egal, jetzt warte ich noch auf ähnliche Quoten für Henman. Unter Herbys 2.75 reizt mich das Match nicht. Bei Betfair könnte ich momentan 2.71 bekommen. H2H (4:1) ist zwar eindeutig für Heman, aber vor zwei Jahren war Federer auch noch mindestens eine Klasse schlechter und nervöser als heute. Federer hat in dieser Saison bewiesen, dass er auch die großen Matches gewinnen kann. Diese negative Bilanz gegen Henman zu korrigieren, wird ihn sicherlich zusätzlich motivieren.
 
buchholz, ich kann dir da nicht ganz so zustimmen.

federer ist unbestrittenermassen nicht in einem hoch, wie tief das tief ist, darüber lässt sich streiten. die motivationsgeschichte sehe ich als irrelevant, im gegenteil, es zeigt sich doch, dass hohe h2h nicht so einfach überwunden werden können - je höher, desto schwerer.. roddick-malisse 70, roddick-robredo 50, federer-nalbandian 04 usw. fällt mir grad ein. Wenn einer dann zur zeit dann auch nicht so recht "kann", nutzt ihm auch der wille nix.

henman is klar aufsteigend und das match bei mir irgendwo bei 50-50 angesiedelt, federer hatte zusätzlich gestern das klar schwerere spiel, was den konditionsvorteil sicherlich auf henmans seite verschiebt. um die 1,50 leg ich federer auf jeden fall, ob 1,52 oder 1,54 ist mir egal.

ein wort zum schüttler - bin erst im 3. bei 0-2 ins match eingestiegen, hab vorher nix gesehen. Von dem, was ich gesehen hab, war schuettler in einem erschreckend schwachen zustand.

Entweder er wollte absichtlich nicht mehr (houston, wir kommen, pavel 10 games in serie, schuettler 10bb vergeben [[nixweiss]] ), oder konditionell ist einfach nichts mehr da - 98. spiel dieses jahr - was ich eher vermute und sich auch schon seit längerer zeit angedeutet hat, eigentlich seit lyon, wo er gegen youzhny im halbfinale eigentlich schon draussen war.
 
@buchholz
du hast schon recht bzgl federer! er ist besser geworden und ruhiger.
trotzdem glaube ich, dass er - hinsichtlich d. masters - nicht auf teufel komm raus "viechern" wird. glaube federer ist der letzte der absichtlich schlechter spielt etc, ich denke einfach nur, dass er die motivation teilweise nicht so aufbringen kann...(ende der saison, masters, müdigkeit)
lauter entscheidende faktoren...für henman hingegen ist es noch eine gute chance am ende des jahres selbstvertrauen zu tanken, befindet er sich doch in letzter zeit in sehr guter form...
denke in dem spiel wird viel vom ersten aufschlag des schweizers abhängen...kommt der nur sporadisch hat henman gute chancen chip and charge zu spielen. kann natürlich auch so laufen, dass federer wiedermal seit langem die hardhitter schläge auspackt ...
tendiere eher zu henman was dieses match betrifft...kann natürlich auch alles anders kommen aber die henman-pavel-kombi@5,6 hat mich einfach angelacht :) hoffentlich gewinn ich mal wieder was!
Good luck everyone

greets from tha island

swing
 
Federer

Federer

Mit 2.75 auf Henman zu wetten ist wesentlich vernünftiger, als für 1.50 Federer zu nehmen. Federer halte ich allerdings für den komplettesten Spieler auf der Tour. Ähnlich wie Sampras früher kann er auch Matches gewinnen, ohne sein bestes Tennis auspacken zu müssen. Wir sind uns hier in einem Punkt allerdings völlig einig: aus den schon erwähnten Gründen würde hier heute niemand auf Federer wetten. Viele Buchmacher haben das bereits gemerkt und die Kurse für Federer erhöht bzw. für Henman gesenkt. Ich habe offenbar den Zug verpaßt, aber drücke Euch natürlich trotzdem die Daumen, dass Henman das schafft.
 
man soll die argumente von buchholz nicht geringschätzen - du hast schon recht. federer ist schliesslich nicht irgendwer und immer fähig, einen zahn zuzulegen.

die fragen, die sich stellen, sind dieselben wie immer: will er? und kann er? federer ist keiner der abschenkt.

die h2h sind lange her und federer ist besser und reifer geworden. dazu gehört aber auch, sich seine kräfte einzuteilen.

henman bleibt henman und aufschlagsmässig - auch wenn er nicht schlecht ist und einen ganz anderen stil hat, kommt er natürlich nicht an die stärke z.B. eines verkerks heran. somit ergibt sich ein ganz anderes spiel, gestern gabs hauptsächlich kurze ballwechsel.

es ändert nix daran, dass man sich mit einer 2,80 auf henman trotzdem wohler fühlt als mit einer 1,50 für federer, vor allem inplay, da bei einem break henman viel stärker fallen wird als federer.

federer bleibt für mich ein lay, vor allem was den turniersieg betrifft.
 
Betfair

Betfair

Jetzt ist der Kurs für Henman bei Betfair doch noch über 2.75 gestiegen. Da mußte ich natürlich auch eine kleine Wette auf den Engländer abgeben.

187.200 Euro auf Federer und 51.600 Euro auf Henman. Das sind ja Beträge wie bei einem gefixten Kafelnikov-Match. Diese Summen entsprechen einem Verhältnis von 78,4 zu 21,6 Prozent. So wären 1.50 auf Federer Value. Genug gequatscht. Henman soll gewinnen.
 
Traded

Traded

Ich habe immer angenommen, dass, wenn man auf das blaue i vor dem Namen klickt, unter "Betting Summary" die Summe angezeigt wird, die auf Henman gewettet wurde. Das war mir schon immer ein wenig unklar, aber vielleicht kannst Du mich mal aufklären. Wenn ich Henman für 1.000 Euro lege und Du legst Henman mit einer besseren Quoten für 1.000 Euro. Auch wenn unsere beiden Angebote nicht genommen werden, werden sie als "traded" geführt und zum "Volume" addiert? Theoretisch könnte man also 200.000 Euro "traden", ohne das eine einzige Wette abgeschlossen wird und Betfair keine Cent verdient?
 
viele fragen auf einmal...

der betrag, den man sieht, ist NICHT der, der auf henman GEWETTET wurde, sondern der in henman GETRADED wurde. Dieser Betrag wird doppelt gezählt, einmal als back, einmal als lay. angenommen in einem leeren markt kauf ich hundert und lay meine eigenen 100 gleich wieder zurück, steht dort 200 umsatz, gewettet wurde aber unterm strich nix.

da kein gewinn bei dieser transaktion entsteht, fällt auch keine comission an.

ein beträchtlicher teil der summe sind selftrades, bei denen die leute z.B. 1000 legen 1,49 und versuchen, um 1,50-1,51 oder höher zurückzukaufen um so sicheren gewinn aus dem markt herauszutraden.

da back spieler 1 und lay spieler 2 technisch dasselbe ist, gibt die getradete summe auf einen spieler keinen aufschluss darüber, welchen ausgang der markt bevorzugt - einzig die quotenbewegung ist hiefür ein indikator.

stell dir einen 2,0-2,0 markt vor - der umsatz kann auf beiden spielern gemacht werden - z.b. 10000 auf einen und 0 am anderen oder je 5000 auf beiden - unterm strich ist es dasselbe.
 
pavel und henman..

manchmal frag ich mich ob die leute, die die quoten erstellen, die vorhergegangenen spiele auch wirklich sehen oder die quoten nach ihrem eigenen, geheimnisvollen system erstellen..

offensichtlich letzteres und solangs so bleibt, solls mir recht sein [[aetsch]]

morgen leider nur zwei spiele, die sich wohl nicht zum wetten eignen.
 
Matches sehen ...

Matches sehen ...

Nein, viele Buchmacher sehen die Matches nicht. Viele Quoten richten sich nach den Reputationen. Das ist beim Fußball genauso. Europäische Traditionsvereine werden fast immer 20 Prozent schwächer quotiert. Man.Utd, Real Madrid, FC Bayern oder AC Milan sind fast in jedem Spiel DIE Favoriten. Mit diesen Vereinen können die Buchmacher aber viel Geld verdienen, weil die meisten unerfahrenen Tipper auch nur die "großen" Mannschaften kennen und dann die schwachen Quoten akzeptieren. Als ich anfing, mich für Tenniswetten zu interessieren, kannte ich auch fast nur Sampras oder Agassi. Im Februar 2001 war ich schon ganz erstaunt, wie Pavel mit Rumänien die deutschen Tennis-Herren an den Rand einer Davis-Cup-Niederlage gebracht hatte. Den kannte ich vorher überhaupt nicht.

Die "besseren" Sport-Experten sitzen nicht bei den Buchmachern. Warum sollte ich für ein Wettbüro als Angestellter die Quoten machen, wenn ich soviel Ahnung davon habe, dass ich als Selbständiger damit Geld gewinnen kann. Die Quotenschreiber sind doch in den meisten Fällen höchstens Buchhalter mit mathematischen Kenntnissen, die im Idealfall den Markt beobachten und ihre Quoten angleichen. Wer die manchmal eigentümlichen Angebote bei beispielsweise BetAndWin studiert, muß sich sogar fragen, ob die Leute dort überhaupt einen Schulabschluß haben.
 
ganz genau so ist es buchholz..

wie ich immer sag - der grösste vorteil des spielers ist es, nicht alles spielen zu müssen, während der buchmacher alles anbieten MUSS. Auch stimm ich dir zu, dass untern den wettern die besseren quotenschreiber sind.

Wenn ich mir so anschau, was manche so alles anbieten, das gibts gar nicht, dass die sich überall auskennen, dort alle details berücksichtigen, auf letzte veränderungen der situation zeitgerecht reagieren, die motivation (!) berücksichtigen, usw..

Sicher, der buchmacher hat vorteile - das bessere statistikmaterial, prof. software, die quoten vergleicht und ggfs. automatisch die eigenen anpasst, das limit und den schlüssel.

Deswegen ist auch der versuch, den buchmacher über die statistik zu schlagen, lachhaft und vorn vornherein zum scheitern verurteilt.

Ich kann immer noch über die standard - "A ist 4-1-1 heim gegen B ist 0-3-3 auswärts, deswegen spiel ich heimsieg zu 1,54, weil des is sicher" postings lachen - der buchmacher lacht sich genauso den ast über diese art von wettern ab wie ich - kanonenfutter.

ich hab einen befreundeten wetter, profi, 20 jahre im geschäft, entsprechende kontakte, alles versucht, alle sportarten - der ein zwei saisonen versucht hat, nur statistiken zu wetten, tägliche stundenlange analysen, heim, auswärts, bis zu wind in den americans, den ganzen scheiss - es waren die schlechtesten saisonen seiner karriere.

zu den heavy favs und die bookies machen dort am meisten geld - fallen mir zwei sachen auf die schnelle ein - nur ungefähre angaben,keine details, aber interessant:

tennis: wer alle favs in slams gewettet hätte - zeitraum hab ich jetzt nicht bei der hand, aber signifikant, also nicht nur ein jahr- wäre marginal im plus, so um die 1%, wenn ichs recht in erinnerung hab - aber gegen die bookiemargin.. Frage daher: wie gross müsste der gewinn erst sein, wenn man inrunning alle favs zu einem höheren preis - break/satz down - gekauft hätte?

kicken: ich kann mich an einen vergleich erinnern, in dem eine gruppe "hausfrauen" gegen eine gruppe "sportexperten" angetreten ist, zu tippen waren internationale clubspiele und/oder länderspiele.

die experten warfen ihr fachwissen ein, aktuelle form, aufstellung, usw.. - die hausfrauen verfolgten eine einfache strategie: sie tippten (unbewusst?) ganz einfach auf den bekannteren/grösseren namen - also ManU-Slavia 1, Lazio-Heerenveeen 1, aber ManU-Lazio1, .. Deutschland-Belgien 1, usw..

Wies ausging, ist wohl nicht mehr überraschend.. die hausfrauen schnitten besser ab...

Aber das taten die affen mit ihrer dartbrett-aktienanalyse gegen die echten analysten ja auch.
 
Tippspiel

Tippspiel

Dass die Hausfrauen das Tippspiel gewinnen, glaube ich gerne. Der entscheidende Faktor aus unserer Sicht ist nur, dass sich die Hausfrauen keine Gedanken über die Quoten machen brauchen. Wer immer auf die namhafteren Favoriten mit beispielsweise den mickrigen ODDSET-Quoten setzt, wird vielleicht ein Tippspiel gewinnen können, aber niemals Geld mit Wetten, denn der Quotenschlüssel vom stattlichen Hausfrauen-Wettanbieter ODDSET ist unterirdisch. Dieses Unternehmen müßte eigentlich boykottiert werden, damit es auch in Deutschland endlich einen offenen fairen Wettmarkt geben kann. Für Federer-Henman hätten sie wahrscheinlich 1.35-2.10 angeboten.
 
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wieder mal zum Thema Favs: Ich spiele im Normalfall zu 90% sogenannte Favoriten beim Tennis und bin seit 7 Jahren konstant im Plus. Beim Tennis ist das Gewinnen auf sogenannte Favoritenquoten weitaus einfacher/öfter möglich als beim Fussball.
In den letzten 3 Jahren waren speziell bei den Grand Slams die Favoriten klar im Vorteil während insbesondere in den letzten 3-4 Jahren es immer schwerer wird, bei sogenannten "kleinen" Turnieren zu gewinnen, weil dort dem Zufall Tür und Tor geöffnet ist (bessere Spieler geben keine 100%, Schiebungen usw...). Das macht gewinnen natürlich äusserst schwer.
Und natürlich ist die Dichte im Tennis viel stärker geworden seit 2000.
 
wieso oddset aufeinmal [[nixweiss]]

ganz abgesehen davon werden die doch eh boyokottiert, oder? ich verfolg ja den deutschen markt nicht soo, aber kann mich schon an ein paar artikel erinnern - spiegel, süddeutsche, in denen berichtet wurde, dass die zuzahlungen seitens oddset and dfb/jugendförderung/zuzahlung zur wm und was weiss ich noch was - weit hinter den erwartungen zurückgeblieben sind, weil die burschen einfach keinen gewinn machen - trotz mickrigstschlüssel eigentlich ein finanztechnisches wunder.

dürft ihr da drüben eigentlich immer noch nicht in der freien welt wetten [[nixweiss]]