ganz genau so ist es buchholz..
wie ich immer sag - der grösste vorteil des spielers ist es, nicht alles spielen zu müssen, während der buchmacher alles anbieten MUSS. Auch stimm ich dir zu, dass untern den wettern die besseren quotenschreiber sind.
Wenn ich mir so anschau, was manche so alles anbieten, das gibts gar nicht, dass die sich überall auskennen, dort alle details berücksichtigen, auf letzte veränderungen der situation zeitgerecht reagieren, die motivation (!) berücksichtigen, usw..
Sicher, der buchmacher hat vorteile - das bessere statistikmaterial, prof. software, die quoten vergleicht und ggfs. automatisch die eigenen anpasst, das limit und den schlüssel.
Deswegen ist auch der versuch, den buchmacher über die statistik zu schlagen, lachhaft und vorn vornherein zum scheitern verurteilt.
Ich kann immer noch über die standard - "A ist 4-1-1 heim gegen B ist 0-3-3 auswärts, deswegen spiel ich heimsieg zu 1,54, weil des is sicher" postings lachen - der buchmacher lacht sich genauso den ast über diese art von wettern ab wie ich - kanonenfutter.
ich hab einen befreundeten wetter, profi, 20 jahre im geschäft, entsprechende kontakte, alles versucht, alle sportarten - der ein zwei saisonen versucht hat, nur statistiken zu wetten, tägliche stundenlange analysen, heim, auswärts, bis zu wind in den americans, den ganzen scheiss - es waren die schlechtesten saisonen seiner karriere.
zu den heavy favs und die bookies machen dort am meisten geld - fallen mir zwei sachen auf die schnelle ein - nur ungefähre angaben,keine details, aber interessant:
tennis: wer alle favs in slams gewettet hätte - zeitraum hab ich jetzt nicht bei der hand, aber signifikant, also nicht nur ein jahr- wäre marginal im plus, so um die 1%, wenn ichs recht in erinnerung hab - aber gegen die bookiemargin.. Frage daher: wie gross müsste der gewinn erst sein, wenn man inrunning alle favs zu einem höheren preis - break/satz down - gekauft hätte?
kicken: ich kann mich an einen vergleich erinnern, in dem eine gruppe "hausfrauen" gegen eine gruppe "sportexperten" angetreten ist, zu tippen waren internationale clubspiele und/oder länderspiele.
die experten warfen ihr fachwissen ein, aktuelle form, aufstellung, usw.. - die hausfrauen verfolgten eine einfache strategie: sie tippten (unbewusst?) ganz einfach auf den bekannteren/grösseren namen - also ManU-Slavia 1, Lazio-Heerenveeen 1, aber ManU-Lazio1, .. Deutschland-Belgien 1, usw..
Wies ausging, ist wohl nicht mehr überraschend.. die hausfrauen schnitten besser ab...
Aber das taten die affen mit ihrer dartbrett-aktienanalyse gegen die echten analysten ja auch.