DAS ist fuer mich wirklich dramatisch und vor allem abwendbar:
suedkurier.de | Zu Tode gemobbt: Mutter tötet sich und behindertes Kind
Ich frag mich was du damit sagen willst? Jeder Tod unter solchen Umständen wie bei der Frau oder auch bei Enke ist schlimm und unnötig. Ich finde diese Abstufung unnötig und genau den Punkt wo der Hebel angesetzt werden sollte. Der Tod von Enke ist nicht weniger schlimm oder dramatisch. Ein erfolgreicher Mensch, mit großem Erfolg im Beruf, einer intakten Familie, von 99% der Bevölkerung hoch angesehen aufgrund seines Charakters (nach außen) entscheidet sich das Leben zu nehmen weil er nicht mehr leben will. Wenn das nicht schlimm/dramatisch ist dann weiss ich es auch nicht mehr.
Ich bin kein Psychologe oder sonstwas aber ich finde das hier wirklich ein Umdenken einsetzen muss, wie ja auch schon angedeutet von verschiedenen Seiten.
Bei Deisler hat man (ich glaube auch) das auch nicht so ernst genommen. Das muss man den Bayern wirklich hoch anrechnen wie sie da gehandelt haben. Wenn man das Interview von Deisler bei Stern.tv damals gesehen hat war er sicher nicht weit von Robert Enkes "letzter Tat" entfernt. Man muss davon wegkommen Depression als geringes Übel oder Schwäche zu sehen, sondern es als ernsthafte Krankheit ansehen. Wenn sich jemand wie Robert Enke der alles hat (es hatte ja nun höchstwahrscheinlich nahezu garnix mit dem Tod seiner Tochter zu tun) den Tod als einzigen Ausweg sieht, dann ist diese Krankheit aus meiner Sicht nicht weniger schlimm als Krebs oder ne Herzkrankheit.
Wie in den Berichten zu hören war, Enke hat keinen "Freitod" oder "Selbstmord" begangen, sondern einen "krankheitsbedingten Suizid"!
Ob sich das Umdenken so durchziehen lässt wage ich zu bezweifeln. Fans werden weiter pöbeln und pfeifen, Medien werden weiter auf der Jagd nach Storys sein und Vereine werden sich auch weiter zweimal überlegen einen labilen Spieler zu verpflichten. Sicher werden viele jetzt "innehalten" und auch ins grübeln kommen. Es werden sicher auch Psychologen installiert und sich sicher auch Spieler/Menschen (es ist ja kein ausschließliches Sportproblem) outen. Aber die Wende zum guten durch diese tragische Geschichte kann ich mir schwer vorstellen.