Sportwetten Entwicklung Österreich

Die Wettbewerbsbehörde hat es durchgewunken. Die Nummer zwei Tipico übernimmt die Nummer eins Admiral.
Ein paar Filialen sollen "verkauft" werden, ein paar auf eine andere Marke verschoben werden. (so lässt es sich aus diversen Artikeln lesen)

Irgendwie befremdlich, de facto ist das eine marktbeherschende Situation jetzt, dass mit so wenig Einschränkungen durchging?
Andererseits was hat man sich erwartet.... Naja lassen wir uns überraschen

https://www.krone.at/3882777
https://www.nachrichten.at/wirtscha...ral-durch-tipico-unter-auflagen;art15,4080732
https://www.novomatic.com/explore-n...-schliesst-verkauf-von-admiral-oesterreich-an
 
Die Reise geht munter weiter. Niemand weiß so recht, was mit der Marke Tipico oder Admiral in Österreich passiert. Welche exakten Auflagen es seitens der Wettbewerbsbehörde gibt.
Es gab Informationen von einige Filialen müssten geschlossen werden, einige verkauft oder abgegeben werden, wegen der Marktbeherschenden Situation.
Mal sehen was diesbezüglich wirklich passiert.

Gleichzeitig kursierte letzte Woche bereits die nächste Nachricht im Internet, dass die Eigentümer von Tipico, sich von Tipico trennen.
https://www.wiwo.de/unternehmen/die...bieter-geht-an-rivalen-banijay/100168678.html
 
Die Frage ist, was ist mit dem "Geschicklichkeitsspiel" Sportwetten?

Berechtigte Frage. Da gabs in den letzten Monaten von diversen Einrichtungen Stimmen, dass Sportwetten doch endlich als Glücksspiel eingestuft werden sollen. Ich schicke in solchen Fällen gerne eine Email an solche Vereine oder Journalisten und kläre sie auf wie wenig Sportwetten mit Glücksspiel gemeinsam hat. Ihre Argumente sind generell dürftig, lauten in etwa so: "Alle anderen EU-Länder stufen Sportwetten als Glücksspiel ein also kann das nicht falsch sein."

Österreichs Politik biegt zwar oft falsch ab, aber die aktuelle Situation mit der Einstufung von Sportwetten ist nicht so realitätsfern wie in vielen anderen Ländern.
 
Das ist richtig Flo. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Regeln für Glücksspiel dann auch auf Sportwetten angewendet werden. Im Endeffekt wird man einen Mittelweg gehen müssen, ansonsten werden die Steuereinnahmen stark sinken und vieles in den Schwarzmarkt abwandern. Auch werden sich natürlich sehr viele Wettanbieter aus Ö zurückziehen, wenn sie hier "illegal" sind und Sportsponsoring auf der Strecke bleiben.
Man sollte auch am Spielerschutz arbeiten. Man könnte zB von Sportwettenanbietern verlangen, das Sperren von Gewinnspielern zu unterlassen (wie derzeit oft praktiziert) und stattdessen "Verlustspieler" automatisch sperren lassen...
 
Berechtigte Frage. Da gabs in den letzten Monaten von diversen Einrichtungen Stimmen, dass Sportwetten doch endlich als Glücksspiel eingestuft werden sollen. Ich schicke in solchen Fällen gerne eine Email an solche Vereine oder Journalisten und kläre sie auf wie wenig Sportwetten mit Glücksspiel gemeinsam hat. Ihre Argumente sind generell dürftig, lauten in etwa so: "Alle anderen EU-Länder stufen Sportwetten als Glücksspiel ein also kann das nicht falsch sein."

Österreichs Politik biegt zwar oft falsch ab, aber die aktuelle Situation mit der Einstufung von Sportwetten ist nicht so realitätsfern wie in vielen anderen Ländern.

Die Mediziner argumentieren, dass Sportwetten die gleichen "Rezeptoren" oder Gefühle wie Glücksspielprodukte ausüben, daher argumentieren Sie dafür.
Darüber hinaus argumentieren Sie, dass die Mehrzeit verliert und es daher rein dem Zufall unterliegt und Glücksspiel ist.
Zu guter Letzt kommt dann das Endargument, dass man beim Glücksspiel in Österreich einen viel höheren Spielerschutz hat.

Die Mediziner, Suchberater und Vereine, reden ja nicht mit der Branche und oder sind für deren Fakten nicht offen oder Gesprächsbereit.
Sonst müsste man Sie längst fragen warum Aktien-Handel, Cryptos-Käufe, Aktien-Traden, ETF-Handel nicht von Ihnen beobachter oder erwähnt wird, hat es doch die gleichen Rezeptoren/Gefühle...
Das es Personen gibt, die von Sportwetten leben können, oder durchaus eine positives Ergebnis über lange Zeit erzielen können widerspricht dem Zufalls-Argument.
Ebenso gibt es Surebet-User, Value-Tipper oder eben sehr disziplinierte, die Gewinne erzielen. Das hängt halt mit Kompetenz zusammen und bedeutet, dass jene Personen nicht zufällig Tippen können, ansonsten wäre so etwas nicht möglich.

Das Argument Spielerschutz ist halt einfach vorgeschoben. Das Glücksspiel ist seit 10 Jahren mit der Monopollösung von win2day vorhanden, aber im Bundesministerium für Finanzen hat sich keiner die Mühe gemacht, mal die Zahlungsanbieter anzuschreiben, IP-Sperren einzurichten oder zu beantragen, Werbung für Casino-Produkte zu verbieten bei österreichischen Medien-Häusern oder auf Social Media.

Wenn diese sogenannte Glücksspielbehörde kommt, dann gibt es wohl wieder ein paar schöne Posten, die verteilt werden können. ;-)
Die Spielerschutzvereine arbeiten, damit Sie etwas zu berichten haben und mehr Mittel erhalten, ebenso wie die Suchtberater. (keine Frage JA, es gibt süchtige, viele problematische Personen, aber die müssten sich auch helfen lassen oder zu dem Punkt gelangen.)

Die Interessenvertretung der Glücksspielbranche und Wettanbieter ist verschiedenst und hat daher verschiedene Interessen.
Wettkunden, die gerne Wetten, davon profitieren, einen Gewinn erwirtschaften schreiben halt keine E-Mails an Vereine, Spielsuchtberater usw...
Wäre eigentlich gar keine schlechte Idee, sonst blüht uns so etwas wie in Deutschland oder Frankreich.
 
Das ist richtig Flo. Trotzdem ist davon auszugehen, dass die Regeln für Glücksspiel dann auch auf Sportwetten angewendet werden. Im Endeffekt wird man einen Mittelweg gehen müssen, ansonsten werden die Steuereinnahmen stark sinken und vieles in den Schwarzmarkt abwandern. Auch werden sich natürlich sehr viele Wettanbieter aus Ö zurückziehen, wenn sie hier "illegal" sind und Sportsponsoring auf der Strecke bleiben.
Man sollte auch am Spielerschutz arbeiten. Man könnte zB von Sportwettenanbietern verlangen, das Sperren von Gewinnspielern zu unterlassen (wie derzeit oft praktiziert) und stattdessen "Verlustspieler" automatisch sperren lassen...

Gewinnspieler werden in Frankreich und Deutschland genauso entsorgt, wie in jedem anderen Land.
Es sind wirtschaftliche Interessen, die Anbieter Ihrer Tätigkeit nachgehen lassen. Daher wirst dort gesperrt.

Ich stelle es mir spannend vor, in einem löchrigen Markt dem Internet, Gewinnerspieler unlimitiert wetten zu lassen und Verlustspieler zu sperren. Das wird wohl nicht lange gut gehen.

Ob Sportwetten in österreich zu Glücksspiel werden?
Wissen tut es wohl noch gar keiner. Dazu müssten die Bundesländer Ihre Kompetenz abgeben? (gegen Zuckerlen möglich, aber es schaut finanziell schlecht aus)
Ich kann mir das nicht vorstellen.

Typischerweise kommt eine österreichische Lösung, die mit der Praxis wenig zu tun hat. ;-) ;-)
Glücksspiel wird strenger reguliert, die Sportwettanbieter müssen auch mehr für den Spielerschutz tun, aber dafür ist der Bund nicht zuständig, ausser es wird neu gergelt.
Ob das jetzt schon alles bis Mitte 2026 ausverhandelt werden kann? Das klingt wie Utopie für mich. Eher Platz diese Regierung vorher.

Allerdings könnten Dinge wie Zahlungsanbietersperren, Ip-Sperren, Werbe-Verbote sehr wohl kommen (zumindest für nichtlizensierte Anbieter für Glücksspiel oder eben auch Sportwetten)