Nochmals zur WM 2006:
Die Spiele der Vorrunde haben mir, insgesamt betrachtet, besser als die Spiele der Vorrunde der EM 2008 gefallen. In beiden Fällen waren die Gegner (bis auf Kroatien) eher der Kategorie "leicht" zuzuorden, aber dennoch haben wir gegen Costa Rica, Polen und Ecuador souverän gespielt.
Bei der EM 2008 sah dies anders aus. Sowohl gegen Kroatien als auch gegen Österreich waren die Leistungen der deutschen Spieler recht enttäuschend.
Im Achtelfinale gab es gegen Schweden dann einen ungefährdeten Sieg, bei der EM 2008 gab es ein sehr gutes Spiel gegen Portugal.
Im Viertelfinale gegen Argentinien (die immerhin einer der Top-Favoriten waren) erkämpfte man sich einen Sieg im Elfmeterschießen, wobei alle Schützen eiskalt verwandelten und Lehmann top hielt. Bei der EM 2008 gegen die Türkei bot man ebenfalls ein durchschnittliches Spiel.
Im Halbfinale gegen Italien waren beide Mannschaften schwach und man verlor unglücklich durch Gegentreffer in der 118. und 120. Minute. Bei einem Elfmeterschießen wären wir sicherlich leicht im Vorteil gewesen, da man ja bereits im Viertelfinale nach Elfmeterschießen gewonnen hatte (vgl. oben). Das EM-Finale war ganz einfach schlecht von der deutschen Elf.
Deshalb komme ich zu dem Schluss, dass sich Deutschland bei der WM 2006, insgesamt betrachtet, etwas besser verkauft hat als bei der EM 2008. Dass wir Heimvorteil hatten, darf man sicherlich nicht vergessen.
Das Gedöns mit dem "Sommermärchen" fand ich schon immer zum Haareraufen und Heinrich Heine rotiert sicherlich noch immer im Grabe.
Also gönnt dem Klinsmann den Ruf, während der WM 2006 einen guten Job geleistet zu haben, auch wenn Löw meinetwegen "näher an der Mannschaft" war.
Aus.
Sapphire Sky