Schau dir fehlt es schlicht an Lesekompetenz. Ein Problem unserer Gesellschaft, welches auch Einheimische immer häufiger betrifft leider. Ich zweifle deine 80 % nicht an, - hab ich auch nie behauptet - sondern deine Schlussfolgerung daraus. Überall ist die Kriminalität um ca diesen Wert zurückgegangen - unabhängig einer Grenznähe. Der Grund ist, dass niemand einbricht, wenn alle daheim hocken. Der Grund ist nicht, weil Grenzen dicht gemacht wurden. Ansonsten würde dieser Wert ja auch nicht überall zurückgehen, sondern nur in Grenznähe. Offene Grenzen und Lockdown hätten diesen Wert bei dir ebenfalls zurückgehen lassen. Das zeigt eben deine einfachen Denkmuster, obwohl du hier vorgibst der einzige zu sein, der die Zusammenhänge versteht und nachdenkt. Etwas paradox, wie ich finde.
Ja es stimmt es geht mir gut, ja es stimmt hier auf Usedom gibt es so gut wie keine gesellschaftlichen Probleme, habe jetzt z.B. auch mal beim recherchieren zu den Straftaten gerade wieder entdeckt wie wenig (schwere) Verbrechen (Diebstähle sind für mich nicht schön, aber das sind eben nur materielle Verluste und somit verkraftbar) es hier gibt, ärmlichen fast gar keine

Und es stimmt meine Eltern waren schon selbstständig, sogar meine Großeltern, sodass ich bereits die 3. Generation bin und natürlich ust es in Deiner Denkweise ein gemachtes Nest

Das sowohl meine Großeltern, als auch meine Eltern und auch ich und mein Bruder bereits seit der Kindheit sehr viel leisten mussten (und das auch gerne getan haben und immer noch tun) kommt Menschen wie Dir wohl eher nicht in den Sinn

Wie schon geschrieben gab es viele Sommer mit 2-3 Monaten ohne einen freien Tag, ich habe z.B. vor 25 Jahren noch in Schwerin gelebt, habe dort eine Woche Montag-Freitag Frühschicht gearbeitet, bin dann Freitag nach Usedom gefahren, habe ab Nachmittags mitgearbeitet, hatte nächste Woche in meinem Job Montag/Dienstag frei und Mittwoch Spätschicht und bin dann Mittwoch früh wieder nach Schwerin gefahren. Und das ging dann von Mitte Juni bis Mitte September so

Ich habe es gern getan, denn erstens macht es mir Spaß und 2. wusste ich wofür ich es tue, aber ich würde mal behaupten ich habe im Leben mehr gearbeitet als die meisten Menschen mit einem normalen Job

Außerdem habe ich ab 2010 noch ein gut laufendes Restaurant aufgebaut welches nichts mit meinen Eltern oder einem gemachten Nest zu tun hatte, von daher ist dieser (unterschwellige) Vorwurf sowieso Blödsinn
Aber nur weil es für mich bzw. hier auf Usedom die Probleme (noch) nicht gibt, darf ich mich doch trotzdem damit beschäftigen

Ich sehe jedes Jahr wie negativ Schwerin sich entwickelt, von Städten in den alten Bundesländern möchte ich gar nicht erst reden

Und meine Kinder werden wie fast alle Jugendlichen irgendwann in die weite Welt hinaus gehen, werden etwas erleben wollen usw. und dann finde ich es als Vater schon bedenklich auf was für eine Gesellschaft Sie dort treffen werden

Viele Usedomer heranwachsende zieht es durch die Nähe nach Berlin und Hamburg und wenn Ihre Eltern dann berichten welch ungutes Gefühl entsteht, wenn die ältere Generation die Zustände (welche man so in den neuen Bundesländern kaum bis gar nicht kannte) in diesen Städten sieht, wenn man die Zahl an schweren Straftaten, an unschuldigen Opfern usw. hören/sehen/lesen muss, dann hoffe ich das es noch radikale Veränderungen gibt bis meine Kinder groß sind.