New York Jets @ Pittsburgh Steelers
Frühe Wettabgabe diese Woche, da ich Angst habe, dass die Quoten, trotz des eh schon niedrigen Standes, noch weiter in den Keller gehen werden.
Von vorne weg, ich gehe auf das Heimteam, die Pittsburgh Steelers.
Die NY Jets sind sicherlich das Team der Stunde, die Colts in der ersten Runde und die Patriots in der zweiten Runde der Playoffs besiegt. Beides Teams mit einer normalerweisen Wahnsinnsoffense (Brady am Sonntag komplett von der Rolle), aber für Spitzenteams gesehen, doch eher mäßigen Defense. Am Sonntag sind die Jets allerdings in Pittsburgh zu Gast, wo die Steelers Hausherren sind und neben einer tollen Offensive um Big Ben, die beste Defensive des Landes haben.
Keine Frage, Mark Sanchez ist ein durchaus brauchbarer Quarterback, aber wird er es gegen diese Defense schaffen, so wie in Week 15 vor gut einem Monat (22-17 Win), wieder als Sieger vom Spielfeld zu gehen?
Ich behaupte, nein! Lassen wir das Spiel vom 19. Dezember 2010 am Heinz Field noch einmal Revue passieren.
Es war der erste Sieg der Jets bei den Steelers nach einer Niederlagenserie von 7 Stück an der Zahl seit 1970.
Es war ein Spiel ohne Troy Polamalu (SS), einen der wichtigsten Spieler in der Defensive der Steelers.
Sanchez wurde nur ein einziges mal gesackt und warf keine einzige Interception, nachdem er zuvor in den letzten 9 Spielen eine geworfen hatte.
Der Opening Kickoff wurde von Jets WR Brad Smith 97 yards zu einem Touchdown returniert.
Bei ~2:40 auf der Uhr im 4. Viertel, Pittsburgh mit 3 zurück, wird Steelers RB Mewelde Moore von LB Jason Taylor in der eigenen Endzone zu Fall gebracht und produziert somit eine Safety und somit 2 Punkte und Ballbesitz für die Jets.
Die Steelers bekommen den Ball nach 4 Spielzügen gleich wieder zurück, aber scheitern letztendlich daran sehr knapp noch einen Touchdown zu erzielen.
Die letzten 2 Pässe in die Endzone sind incomplete und das Spiel endet mehr oder weniger überraschend 22-17 für die Jungs aus New York.
Viel Glück war dabei, einen 97 Yards TD Kickoff Return und eine Safety gelingt einem auch nicht jeden Tag. Schmälern möchte ich die Leistung trotzdem nicht, den die Defense hatte Roethlisberger und Co. gut unter Kontrolle.
Die Steelers sind, mit diesem Spiel noch im Gedächtnis, mit Sicherheit gewarnt und werden sich andere Methoden für nächsten Sonntag einfallen lassen. Vorallem wie man den großen Druck von Big Ben wegbringt, denn obwohl er damit meist gut zurecht kommt, allzuviel ist ungesund, wie man gegen die Ravens in der ersten Halbzeit sehen konnte.
Das Riesenplus bei den Steelers ist, dass sie mit Pass- und Laufspiel punkten können. Mit Mendenhall, Wallace, Ward oder Rookie Sanders sind sie auf den Passing und Receiving Positionen top besetzt.
Die Jets sind hauptsächlich in der Laufspielstatistik ballführend, im Passspiel haperts ein wenig und wenn das Laufspiel nicht sonderlich klappt, dann wirds eng.
Ihre bisherigen Playoffgegner hatten jeweils eine große Schwäche. Die Colts sind im Laufspiel fast die größte Niete der Liga (29th) und die Patriots hängen einfach zu stark von Tom Brady ab, hat der einen schlechten Tag, wird es nichts.
Die Steelers sind da das kompaktere und ausgeglichenere Team, eine wirklich Schwachstelle musst du da erstmal finden.
Fazit: Die Steelers werden sich für die unglückliche Niederlage vom Dezember revanchieren und mit einem hoffentlich fitten
Troy Polamalu (questionable - 75%) in die Superbowl einziehen.
Pittsburgh Steelers (-3) | @1.83 (betsson) | 6/10
Edit: Habe die Quote von @1.80 auf @1.83 geändert. Hatte mich verschrieben, Quote immer noch dieselbe. Kann man auch im Spezi von mir nachlesen.