Limit für profitable Spieler

Hab keine Lust mir jetzt alles durchzulesen,..

Das ist vermutlich nicht hilfreich wenn man eine Diskussion führen will.Aber ich hab Urlaub und bin gut drauf deshalb mache ich trotzdem mit :)

aber ich verstehe einfach nicht wie man als normaldenkender Mensch Limitierungen gut heisst.
weder einer der normaldenkenden noch jmd derer die nicht normal Denken hat das hier behauptet.

95% der Spieler verlieren. Denkt ihr wirklich die 5 % die etwas geld gewinnen machen den Laden pleite?
Vermutlich sind es mehr als 95% die verlieren. Aber es ist auch irrelevant. weil es unerheblich ist wie die prozentuelle Aufteilung ist. Da man es gut googeln kann, dieser Name, wenn Matthew Benham bei bet365 unlimitiert setzen könnte, würde der Laden in 2 Monaten pleite sein (spätestens) selbst wenn alle anderen Nutzer Verlierer sind.

Es tut nichts zur Sache, aber ich habe auch mal Statistik unterrichtet und diese Konzepte sind nicht intuitiv deswegen tun sich viele Menschen, die auch sonst sehr klug sein mögen damit sehr schwer. Das ändert aber nichts an dem Sachverhalt, ein (hypothetisch) perfekter Spieler reicht um das ganze Geld aus dem Markt zu ziehen. Das hat auch nichts mit Glauben, Buchmacher mögen oder nicht zu tun sondern ist eine rein mathematisch-logische Sache und dadurch das es Manchen nicht sonderlich zu Gefallen scheint, ändert sich leider auch nichts daran.

Da braucht man sich net wundern wenn die Politik mit uns Katz und Maus spielt. Bei solchen Bürgern ist das ein Kinderspiel..

Ich wundere mich auch nicht.

Zurück zum Thema. Die Wettindustrie macht jährlich Milliardengewinne. Ohne die Limitierungen wären es immernoch Milliardengewinne weil wie gesagt 95% aller Tipper alles verzocken. Ich hab bei Betfair 6000€ verzockt in 5 Monaten. Jetzt hatte ich 3,4 Tage Glück und hab alles zurückgewonnen. Was passierte dann? Direkt ne Limitierung kassiert. Ich kriege so ne Wut wenn ich daran denke das Leute sich auf Seiten des Buchmachers schlagen. Entweder arbeitet ihr da oder ihr habt einfach keibe Ahnung vom Geschäft...

Das tut mir Leid für dich und natürlich ist es unfair daran besteht ja auch kein Zweifel, aber unabhängig davon wem es gefällt oder nicht, so ist das Business strukturiert. Schröck zb versucht hier konstruktiv Vorschläge zu machen wie eine Umstrukturierung aussehen könnte - das wäre ein produktiver Umgang mit etwaiger Unzufriedenheit. Sonst gilt was du selbst erkannt hast...


Da braucht man sich net wundern wenn die Politik mit uns Katz und Maus spielt. Bei solchen Bürgern ist das ein Kinderspiel..
 
Zum Thema Moral möchte ich noch einen Punkt einwerfen.

Buchmacher sind sicher keine sonderlich moralischen Gebilde. Ob es jetzt einen Unterschied zu all den anderen kapitalistischen Branchen, wie Textilfirmen mit Kinderarbeit, Ausbeutung der Paketboten, Dauerwerbung für alkoholische Getränke usw, gibt, muss wohl jeder für sich selber bewerten.

Mir geht es aber um etwas anderes. Was ist mit UNS, den tollen Betting Pros?

Im Gegensatz zu fast jedem anderen Beruf erschaffen wir gar nichts. Wir sind reine Egomanen. Wir ziehen einzig Geld aus einem System heraus. Und nicht nur das. Weitere Resourcen / Arbeitskraft werden verschwendet, um uns daran zu hindern, bzw die Gewinne einzudämmen.
Es gibt wenige im höheren Sinne sinnlosere Berufe als den unseren. Neben dem meisten Illegalen fallen mir spontan nur die ganzen Börsentrader ein.

Ob wir da wirklich mit dem moralischen Finger auf die Books zeigen sollten?
 
  • Like
Reaktionen: zendharma9
Zum Thema Moral möchte ich noch einen Punkt einwerfen.

Buchmacher sind sicher keine sonderlich moralischen Gebilde. Ob es jetzt einen Unterschied zu all den anderen kapitalistischen Branchen, wie Textilfirmen mit Kinderarbeit, Ausbeutung der Paketboten, Dauerwerbung für alkoholische Getränke usw, gibt, muss wohl jeder für sich selber bewerten.

Mir geht es aber um etwas anderes. Was ist mit UNS, den tollen Betting Pros?

Im Gegensatz zu fast jedem anderen Beruf erschaffen wir gar nichts. Wir sind reine Egomanen. Wir ziehen einzig Geld aus einem System heraus. Und nicht nur das. Weitere Resourcen / Arbeitskraft werden verschwendet, um uns daran zu hindern, bzw die Gewinne einzudämmen.
Es gibt wenige im höheren Sinne sinnlosere Berufe als den unseren. Neben dem meisten Illegalen fallen mir spontan nur die ganzen Börsentrader ein.

Ob wir da wirklich mit dem moralischen Finger auf die Books zeigen sollten?

Immerhin ist dir die Möglichkeit gegeben, das Kapital, das du aus diesem "sinnlosen" System, wie du es selbst nennst, ziehst, in etwas Sinnvolles, Sinnstiftendes zu investieren. Menschen können sich ihre Talente nicht aussuchen. Aber was und wie wir konsumieren und worin wir investieren, hingegen schon.
 
  • Like
Reaktionen: Halvar
Ziemlich viele Wettanbieter Mitarbeiter hier. Anders kann ich es mir nicht erklären..

Ich freue mich wenn Wettanbieter pleite gehen. Besser als wenn einer aus unserer Tippgemeinschaft pleite geht. Aber wenn ein Wettanbieter insolvenz meldet, hat das meist andere Gründe. Es wird niemals so sein das ein Laden blanko geht, weil zuviele Leute gewinnen. Also nochmal: Jährlich machen die Wettanbieter Milliardengewinne. Egal wieviel von uns gewonnen wird. Das Haus gewinnt immer ;)
 
Ziemlich viele Wettanbieter Mitarbeiter hier. Anders kann ich es mir nicht erklären..

Ich freue mich wenn Wettanbieter pleite gehen.

So unterscheiden sich hier die grundlegenden Ansichten. Ich freue mich, wenn ein Wettanbieter liquide ist und ich dort Gewinne erwirtschaften und auszahlen kann. Aber das ist wohl das Problem an dieser "Diskussion" hier, bei der du dich einklinkst mit den Worten "ich habe eure Beiträge nicht gelesen".
 
Aber es ist auch irrelevant. weil es unerheblich ist wie die prozentuelle Aufteilung ist. Da man es gut googeln kann, dieser Name, wenn Matthew Benham bei bet365 unlimitiert setzen könnte, würde der Laden in 2 Monaten pleite sein (spätestens) selbst wenn alle anderen Nutzer Verlierer sind.

Ist ja auch irrelevant oder? Weil es ja unlimitiert (Einsatzlimits generell auf Ligen,Sportarten) sowieso nie gegeben hat bzw. geben wird.
 
Ich freue mich wenn Wettanbieter pleite gehen.

Das zeugt von einer beeindruckenden Intelligenz deinerseits.
Obwohl, wenn ich drüber nachdenke. Stimmt! Ist wie mit den Banken. Sollen endlich alle pleite gehen. Und wenn mein Geld dann weg ist, so what. Immerhin hats die da oben auch erwischt. Lass noch eine rauchen, damit diese blöde Realität nicht schon wieder unser Leben beeinflusst.

Immerhin ist dir die Möglichkeit gegeben, das Kapital, das du aus diesem "sinnlosen" System, wie du es selbst nennst, ziehst, in etwas Sinnvolles, Sinnstiftendes zu investieren. Menschen können sich ihre Talente nicht aussuchen. Aber was und wie wir konsumieren und worin wir investieren, hingegen schon.

Nach dieser Argumentation, könnten aber genauso die Inhaber / Teilhaber der Books ihr Geld moralisch sinnvoll verwenden.
Aber klar, du hast schon recht. Wenn man selber nur einen Teil solcher Gewinne sinnvoll verwendet, ist das leider bereits besser für das grosse Ganze als wenn man nicht dabei wäre.
 
  • Like
Reaktionen: zendharma9
Ich würde ja gerne 18bet als (unausgereiften) Protoyp für ein Modell anführen, das einerseits von seiner Struktur her angelegt ist wie ein klassisches Softbook, andererseits aber niemanden limitiert oder vom Spielangebot ausschließt. Aufgrund der Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit disqualifiziert sich das Beispiel aber von selbst. Leider. Auch wenn mir noch nicht ganz klar geworden ist, welche Ziele der Eigentümer von Delasport/Bellona, Avi Shemesh, der als Gründer von 10bet und SBTech angeblich Milliarden gemacht hat, mit dieser Strategie erreichen will.

18bet ist das paradebeispiel, warum ein softbook es sich nicht leisten kann gute spieler nicht zu limitieren. war ja eigentlich nur eine frage der zeit bis die entweder pleite gehen oder wie seit kurzem anfangen, kunden abzuziehen. was genau der sinn des konzepts von 18bet ist erschließt sich mir auch nicht.
 
18bet ist das paradebeispiel, warum ein softbook es sich nicht leisten kann gute spieler nicht zu limitieren. war ja eigentlich nur eine frage der zeit bis die entweder pleite gehen oder wie seit kurzem anfangen, kunden abzuziehen. was genau der sinn des konzepts von 18bet ist erschließt sich mir auch nicht.

Wobei wir nicht wissen, ob 18bet unrentabel oder einfach nur gierig geworden ist.

1xbet etwa könnte prinzipiell genauso gut funktionieren wie b365. Stattdessen haben sie sich bewusst für Konfiszierungen als Mittel zur Steigerung der Profite entschieden.

Die Branche ist leider so intransparent, dass man als Außenstehender über die unternehmerischen Motive nur spekulieren kann.
 
Wobei wir nicht wissen, ob 18bet unrentabel oder einfach nur gierig geworden ist.

1xbet etwa könnte prinzipiell genauso gut funktionieren wie b365. Stattdessen haben sie sich bewusst für Konfiszierungen als Mittel zur Steigerung der Profite entschieden.

Die Branche ist leider so intransparent, dass man als Außenstehender über die unternehmerischen Motive nur spekulieren kann.

Die Strategie von 18bet kann einfach auf Dauer nicht funktionieren, wie auch? Man muss auch mal miteinbeziehen, dass kleinere Wettanbieter einfach einen viel schwierigeren Kundenstamm (im Sinne von guten Spielern) haben müssen als die großen Bookies wie bet365 und Co. Die ganzen Amateur- und Freizeitspieler, die bei bet365 nicht limitiert werden, weil sie einfach nicht in der Lage sind einem Bookie gefährlich werden zu können, werden wohl kaum von bet365 zu einem nervigen Anbieter wie 18bet (abgelehnte Wetten, ewiges Warten bei Livewetten-Abgabe, etc) oder einem BC-Bookie in der Pampa wechseln. Warum auch? Die guten Spieler werden zwanghaft zu solchen kleinen Bookies getrieben, da kann es schnell mal passieren, dass ein kleiner Bookie in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
 
  • Like
Reaktionen: DerBoss93
Man muss auch mal miteinbeziehen, dass kleinere Wettanbieter einfach einen viel schwierigeren Kundenstamm (im Sinne von guten Spielern) haben müssen als die großen Bookies wie bet365 und Co. Die ganzen Amateur- und Freizeitspieler, die bei bet365 nicht limitiert werden

Nach der Logik müsste Pinnacle längst pleite sein.


Bonus, Free Bets, Free Spins etc

Die guten Spieler werden zwanghaft zu solchen kleinen Bookies getrieben, da kann es schnell mal passieren, dass ein kleiner Bookie in finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Intuitiv scheint es so, dass sich das Konzept auf Dauer nicht tragen kann, es könnte aber auch andere Gründe für die Vorfälle geben. Wir wissen es schlicht nicht.
 
Nach der Logik müsste Pinnacle längst pleite sein.



Bonus, Free Bets, Free Spins etc



Intuitiv scheint es so, dass sich das Konzept auf Dauer nicht tragen kann, es könnte aber auch andere Gründe für die Vorfälle geben. Wir wissen es schlicht nicht.

Pinnacle ist aber kein Softbook und hat keine early markets auf Randligen wie 18bet im Angebot. Und genau das ist doch der Unterschied warum die Asiaten es sich leisten können nicht zu limitieren (plus schnelle Quotenmoves) und die Europäer eben nicht. Natürlich meinte ich mit meiner Aussage ausschließlich die europäischen Bookies.

Ja Boni, free bets und der ganze Müll mögen ein Grund sein auch bei exotischen Bookies zu spielen, das stimmt. Das zieht dann noch ein paar Amateurspieler an, die dann aber auch schnell wieder weg sind, sobald der Bonus weg is.

18bet war der erste Anbieter mit einer solchen Strategie, sie haben über längere Zeit ausgezahlt und fangen dann plötzlich an zu scammen. Warum sollten sie das plötzlich tun und ihren Namen versauen, wenn sie auch ohne Abzocken genug Kohle machen würden?
 
18bet war der erste Anbieter mit einer solchen Strategie, sie haben über längere Zeit ausgezahlt und fangen dann plötzlich an zu scammen. Warum sollten sie das plötzlich tun und ihren Namen versauen, wenn sie auch ohne Abzocken genug Kohle machen würden?

Sie hatten auch vor der Softwareumstellung schon eine Historie von konfiszierten Geldern in Zusammenhang mit Bonusgewinnen. So eine richtig gute Reputation hatte 18bet noch nie.

Ich bin ja prinzipiell bei dir, und auch überzeugt davon, dass sie durch die Umstellung signifikante Gewinneinbußen hatten. Trotzdem wissen wir nicht, was wirklich passiert ist. Vielleicht war es ein Inside Job, vielleicht aber auch nicht. Bei BetOnline gibt es seit langer Zeit ähnliche Vorfälle, mit dem Unterschied, dass die Spieler dort in der Regel ihr Geld zurückerhalten. Aber wer weiß, vielleicht waren die Konten bei 18bet doch kompromittiert und der 18bet Support einfach nur ignorant? Ausschließen können wir es nicht. Und selbst wenn es eine orchestrierte Aktion gewesen sein sollte, dann wissen wir immer noch nicht, ob die Entscheidung aufgrund von Unrentabilität oder Gier getroffen wurde.
 
Die Alternative dazu wäre:
- Entkriminalisierung der Teilnahme am unregulierten Angebot, also Abschaffung des § 285 StGB (Deutschland)

Off-topic, aber lesenswert:

Warum Glücksspiel entkriminalisiert werden muss: https://www.isa-guide.de/isa-law/articles/204401.html


"Wenn sogar im höchst umstrittenen Drogenstrafrecht der Konsum illegaler Drogen nicht unter Strafe steht, sondern lediglich der Umgang (Herstellung, Abgabe, Veräußerung, etc.), so ist unter keinem Gesichtspunkt ersichtlich, weshalb § 285 StGB überhaupt existiert und welches Rechtsgut die Kriminalisierung der Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel legitimiert. Weder die Vermögensinteressen der Spieler noch deren Gesundheit können § 285 StGB rechtfertigen, weil der Grundsatz der Straffreiheit der eigenverantwortlichen Selbstgefährdung eine derartige Kriminalisierung verbietet. Die Teilnahme am Glücksspiel beruht auf einer autonomen und freiverantwortlichen Entscheidung des Spielers und stellt die „Ausübung grundrechtlicher Freiheit“ dar, die der Staat nicht nur zu tolerieren, sondern auch zu gewährleisten hat. Es ist nicht ersichtlich – es ist sogar höchst widersprüchlich – weshalb für einen Menschen die mit der Kriminalisierung einhergehenden und vom Staat zwanghaft zugefügten Nachteile, namentlich die durch die Strafverfolgungsbehörden getroffenen Maßnahmen und die damit einhergehende Stigmatisierung im Umfeld des Betroffenen bis hin zur Verurteilung und der „Markierung“ als Straftäter, besser sein sollen als etwaige Schäden, die auf einer freiverantwortlichen und autonomen Entscheidung des Einzelnen beruhen. § 285 StGB lässt sich nicht mit dem sich aus der Menschenwürde aus Art. 1 Abs. 1 GG ableitenden Autonomieprinzip vereinbaren und ist verfassungswidrig. Dafür spricht auch schon, dass die genannten Gefahren, weshalb § 285 StGB aufrechterhalten wird, genauso auch beim staatlich betriebenen Glücksspiel existieren: Auch dort kann der Betroffene einer Sucht verfallen oder sein ganzes Vermögen verlieren. § 285 StGB ist eindeutig ein illegitimer Straftatbestand und ist deshalb ersatzlos zu streichen."
 
Hallo zusammen,
ich schreib Mal in dem Thread weiter, denke das es da rein passt.

Hat sich eigentlich zum Thema Limitierung seitens der Buchmacher irgendwas geändert, seit der Wettanbieter Lizenzierung?
Schließlich wird durch die Lizenz ja die Seriösität des bookies durch den Staat gewährleistet. (So wird das ganze ja gerechtfertigt)
Hab vor so 2 Jahren bei ca 10 Anbietern gewettet. Wurde dann innerhalb kurzer Zeit bei fast allen Anbietern limitiert. Dann hatte ich keine Lust mehr.

Hat sich diesbezüglich was geändert?
 
Hallo zusammen,
ich schreib Mal in dem Thread weiter, denke das es da rein passt.

Hat sich eigentlich zum Thema Limitierung seitens der Buchmacher irgendwas geändert, seit der Wettanbieter Lizenzierung?
Schließlich wird durch die Lizenz ja die Seriösität des bookies durch den Staat gewährleistet. (So wird das ganze ja gerechtfertigt)
Hab vor so 2 Jahren bei ca 10 Anbietern gewettet. Wurde dann innerhalb kurzer Zeit bei fast allen Anbietern limitiert. Dann hatte ich keine Lust mehr.

Hat sich diesbezüglich was geändert?

Das ist doch alles eine Sinnlos-Diskussion:
Buchmacher legen ein Standard 0815-Angebot, je nachdem welche Daten-Services Sie zur Verfügung gestellt bekommen.
Der 0815 Kunde, tippt dort und verliert auf Dauer. Das ist die Geschäftsgrundlage der Buchmacher.
Problem-Kunden, die die Geschäftsgrundlage des Buchmachers schädigen oder unrentabel machen werden aussortiert.
(ob das jetzt, an den schlechten Einschätzungen, Surebets, Valuebets, schnelleren Quotenfeeds oder Ergebnis-Diensten lassen wir den genauen Grund weg)

Ob es jetzt offizielle Lizenzen vom Staat gibt ist dabei unerheblich, denn es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Wettkonto oder irgendeinen derartigen Service. Dem Buchmacher steht es frei Kunden Angebote anzubieten oder eben nicht.
Ich kann nicht nachvollziehen was daran unfair sein soll und selbst wenn es so ist, dann ist das gängige Praxis in zahlreichen anderen Branchen und Geschäften auch.

Die Gesetze sind sind für grundsätzlich Rahmenbedingungen für die Anbieter, die Kanalisierung des Marktes und Angebote, der Steuereinnahmen und der Lenkung des Marktes und nicht für das Angebot an die Kunden.

Als Kunde, dann man entscheiden ob man dort wettet oder eben nicht.
 
Da Glücksspiel bzw. Wetten geschichtlich betrachtet ein Bedürfnis zahlreicher Menschen ist, wird der Staat es wahrscheinlich nicht schaffen dieses Bedürfnis zu unterbinden, er muss es daher folgerichtig gesetzlich regeln und zwar so mMn das er davon profitiert. In Ö gibt es derzeit keine Wettsteuer (ua auch durch Ibiza, da Strache eine solche zur Förderung des Sportwesens einführen wollte) somit kann der Staat nur dadurch profitieren das Personen gewerblich durch das Glücksspiel genug verdienen um ein Gewerbe anzumelden und hier Steuern zahlen bzw. Beiträge in PV etc. einzahlen.

Just saying in Österreich gibt es wenn ich nicht irre seit 1994 eine Wettgebühr, da musste der Strache nix einführen.
 
Hallo zusammen,
ich schreib Mal in dem Thread weiter, denke das es da rein passt.

Hat sich eigentlich zum Thema Limitierung seitens der Buchmacher irgendwas geändert, seit der Wettanbieter Lizenzierung?
Schließlich wird durch die Lizenz ja die Seriösität des bookies durch den Staat gewährleistet. (So wird das ganze ja gerechtfertigt)
Hab vor so 2 Jahren bei ca 10 Anbietern gewettet. Wurde dann innerhalb kurzer Zeit bei fast allen Anbietern limitiert. Dann hatte ich keine Lust mehr.

Hat sich diesbezüglich was geändert?

Zu deiner Ausgangsfrage: Meines Wissens hat sich in Deutschland bezüglich der Limitierung von erfolgreichen Spielern nichts geändert und wenn dann in eine Richtung, die dir nicht gefallen dürfte, die Filter bezüglich EV+ Spielern sind besser geworden. Das liegt aber auch in der Natur der Sache, die Spieler werden (im Mittel) besser, also müssen auch die Buchmacher in ihren Filtermethoden besser werden. Ich würde das als Evolution bezeichnen, prinzipiell eine gute Sache. Was passiert wenn man Entwicklungen verschläft hat jüngst das Beispiel betago gezeigt.

Eine Frage meinerseits: Was hast du bitte gewettet, dass du innerhalb kurzer Zeit a) bei fast allen Buchmachern limitiert wurdest und b) aber trotzdem keinen Gewinn gemacht hast. Vielleicht ist da ja ein Ansatzpunkt für dich zu überlegen ob das sinnvoll war.

Zur Fairnessfrage:

Das kann man vermutlich unterschiedlich bewerten. So hat ja in Spanien das Gericht bet365 die Limitierung von Spielern untersagt. (z.B.: hier https://www.yogonet.com/internationa...rs-on-a-streak) . Ich persönlich finde das zwar unterhaltsam da bet365 in meinen Augen ausgemachte Gauner sind, denke aber auch zu so einer Entscheidung kann nur jemand kommen, der das Wesen der Wettbranche nicht verstanden hat.

Ob es "fair" ist das der Buchmacher gewisse Spielregeln aufstellt und wir als Spieler diese bei Anmeldung akzeptieren ist vermutlich nicht in einem Satz zu beantworten. Aber fair in diesem Sinne ist dann vermutlich keine Branche. Überhaupt ist "fair" ein großes Wort. Jedoch weil einem die Praxis einer Firma, Branche missfällt direkt von unfair zu sprechen ist aber vermutlich auch zu weit gegriffen. Man sollte versuchen sein moralisches Urteil unabhängig von seinen eigenen Interessen zu finden.

Ich verstehe das man es unfair finden kann, das Buchmacher quasi verlieren ohne Grenzen erlauben, aber bei Gewinnen sofort die Reißleine ziehen. Es fühlt sich unfair an. Jetzt ist das aber auch kein Geheimnis, jeder der ein Eurobookie Konto aufmacht, weiß (kann wissen) wie es läuft. Das wiederum wäre ja in diesem Sinne "fair".

mic25ibk hat den meiner Meinung nach in der Praxis relevantesten Punkt schon angesprochen, Buchmacher der Art bwin, bet365 die versuchen ein Entertainment Produkt zu verkaufen haben kaum eine andere Wahl. Es ist ihr Geschäftsmodell. In diesem Sinne ist es nicht unfair, sondern tatsächlich die einzige Möglichkeit für diese Firmen Gewinne zu verbuchen. Den Marktführern in der Wettbranche geht es gut, aber bereits in der zweiten Reihe wird die Luft oft dünn. Das zeigt auch die Entwicklung der letzten 5-10 Jahre. Auch die Marktführer wie bet365 sind aber auch dauernd daran nachzubessern und versuchen Lücken zu schließen.
Um nach oben zu kommen und wirklich Gewinne einzufahren braucht man Marktanteile und man braucht v.a die breite Masse an Durschnittstippern. Man kann nicht einfach eine Webseite hochladen sich die Quoten bei sportsradar (Oder wo auch immer) einkaufen und denken jetzt ist man reich, weil der Buchmacher ja immer gewinnt. In diesem Kontext bin ich mal gespannt ob Daznbet es packt oder genauso verschwindet wie Skybet in Deutschland zuvor.

Wenn ich als Buchmacher ein ungesundes Verhältnis aus EV+ und EV- Spielern habe, gehe ich Pleite. Das ist einfache Mathematik. Dem kann man versuchen mit Risikomanagement (das ist Limitierung und Ausschluss) entgegen zu wirken.

Da pinnacle genannt wurde. Pinnacle hat ein anderes Geschäftsmodell. Pinnacle kauft nicht irgendwo Daten sondern pinnacle ist selbst eine Art EV+ Spieler. Pinnacle setzt seine eigenen Anker auf den Märkten an denen sich dann die ganze Branche orientiert. Pinnacle ist ein Team aus sehr flexiblen und schnell agierenden Strategiespielern. Und auch pinnacle hat in den letzten Jahren viel gelernt und passt sein Verhalten immer wieder an. Ich weiß jetzt nicht ob es fair ist das pinnacle sein Know-How in Geld verwandelt (und zwar auf Kosten weniger schlauer Marktteilnehmer), aber zumindest hat es zur Konsequenz das die Limitpolitik eine andere ist.
 
  • Like
Reaktionen: JW0815 und Wettwahn
Ich verstehe das man es unfair finden kann, das Buchmacher quasi verlieren ohne Grenzen erlauben, aber bei Gewinnen sofort die Reißleine ziehen. Es fühlt sich unfair an. Jetzt ist das aber auch kein Geheimnis, jeder der ein Eurobookie Konto aufmacht, weiß (kann wissen) wie es läuft. Das wiederum wäre ja in diesem Sinne "fair".


Wenn das alles so wie es ist "fair" und richtig ist, warum kommunizieren es die Buchmacher dann nicht.
Die könnten doch in AGBs schreiben, wenn man "das und das" macht, dann wird man limitiert. Dann wäre es fair.
Und auch wenn man limitiert wurde und nachfragt warum, dann bekommt man keine Antwort. Ist das Transparent?
Eines der Ziele des Glückspielstaatvertrags ist doch Transparenz, oder hab ich das falsch verstanden?

Jedem dem ich erzählt habe das die Buchmacher dich einfach limitieren und sperren, wenn Ihnen danach ist, wusste nicht, dass das so ist.
Ganz im Gegenteil, die meisten glauben einem das gar nicht.

Ich glaube wenn das jeder wüsste, dann wurden viele gar keinen Account erstellen.
Wer würde sich den bei einem Buchmacher anmelden, der dir sagt:
Sobald wir den Verdacht haben das Sie nicht verlieren, dann werden Sie auf ein paar Cent limitiert oder gesperrt.
 
  • Like
Reaktionen: WinningPlayer
Wenn das alles so wie es ist "fair" und richtig ist, warum kommunizieren es die Buchmacher dann nicht.
Die könnten doch in AGBs schreiben, wenn man "das und das" macht, dann wird man limitiert. Dann wäre es fair.
Und auch wenn man limitiert wurde und nachfragt warum, dann bekommt man keine Antwort. Ist das Transparent?
Eines der Ziele des Glückspielstaatvertrags ist doch Transparenz, oder hab ich das falsch verstanden?

Jedem dem ich erzählt habe das die Buchmacher dich einfach limitieren und sperren, wenn Ihnen danach ist, wusste nicht, dass das so ist.
Ganz im Gegenteil, die meisten glauben einem das gar nicht.

Ich glaube wenn das jeder wüsste, dann wurden viele gar keinen Account erstellen.
Wer würde sich den bei einem Buchmacher anmelden, der dir sagt:
Sobald wir den Verdacht haben das Sie nicht verlieren, dann werden Sie auf ein paar Cent limitiert oder gesperrt.

Wird ja keiner gezwungen ein Konto aufzumachen und sobald man etwas googled nach Buchmachern und Limitierung, bekommt man genug Infos zu dem Thema, also kann kaum jemand, der sich mit dem Wetten beschäftigt, behaupten er wüsse nicht ,dass es so ist.

Und niemend der Wetten möchte würde sich davon abhalten lassen, auch wenn die Bcuhmacher reinschreiben würden, soabld man gut ist wird man gesperrt.

Ist (war) in den Spielbanken doch genauso, als Black Jack noch per Schlitten gespielt wurde. Haben die Casinos den Verdacht, dass du Karten zählst und gut darin somit dein Setzverhalten anpasst etc. gibt es da eine Sperre. Die Mischmaschinen haben es unmöglich gemacht. Und Casinos sind mehr reguliert als Buchmacher.

Vegas machte das übrigens auch.
 
Zuletzt bearbeitet: