Renault
Renault geht mit einer Weiterentwicklung des letztjährigen R25 in die neue Saison. Durch die Neueinführung des V8 Motors wurde gezielt an der Aerodynamik gearbeitet, denn der neue Motor ist kleiner, benötigt weniger Kühlung und somit hatte man mehr Spielraum für aerodynamische Experimente. Die Freude über die ersten gelungenen Testfahrten war auch kaum zu verbergen, denn Renault fuhr sofort auf die ersten Plätze und schon äußerte man sich im Team angriffslustig: „Wir können sicher wieder um den WM-Titel mitfahren“, kündigte Christian Silk, der Leiter des Testteams, an. „Das Auto war vom ersten Tag an sehr schnell.“ Auch Briatore ist mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden, „denn wir zeigten, dass wir nicht nur standfest, sondern auch sehr schnell sind“. Und genau das ist der Punkt, der Renault in die Favoritenrolle hebt. Die Autos hatten so gut wie keinen technischen Defekt und die Testzeiten waren der Hammer. Alonso, Fisico und Kovalainen drehten konstante Rundenzeiten wie ein Uhrwerk, was sie vom Rest des Feldes abheben lässt. Honda war zwar ebenfalls schnell, aber meist nur für eins – zwei Runden. Und genau da liegt der Unterschied, denn Renault fuhr nicht nur zwei schnelle Runden am Stück, sondern 20 oder 30. Nach dem drittletzten Testtag von Renault am 24.02.2006 schöpft Alonso aus seiner perfekt verlaufenen Rennsimulation am Vormittag jede Menge Zuversicht: "Die Tests verlaufen sehr positiv", erklärte er gegenüber der 'Marca'. "Wir hatten bisher nicht immer optimales Wetter, aber die Resultate sind dennoch sehr gut, weil unser Auto einfach sehr konkurrenzfähig ist. Die neue Aerodynamik stellt noch einmal einen Fortschritt dar. Ich denke, dass das drei bis vier Zehntelsekunden bringt." Auch Konkurrenten von Renault nahmen die starken Ergebnisse zur Kenntnis und für Webber und Button ist Renault mit Alonso der unumstrittene Favorit: "Renault", bestätigte Button, "war im Winter sehr zuverlässig. Sie fuhren auch wahnsinnig gute Rundenzeiten, weshalb ich davon ausgehe, dass sie das Team sein werden, das es zu schlagen gilt, wenn wir nach Bahrain kommen." Mark Webber geht davon aus, dass der 24-Jährige seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen wird: "Ich habe schon letztes Jahr immer gedacht, dass es eine der lockersten Meisterschaften sein wird, die er haben kann. Wenn ich so betrachte, was ich in der vergangenen Woche gesehen habe, könnte er sogar eine noch einfachere Meisterschaft haben", so der Williams-Cosworth-Pilot.
Wichtige Testzeiten der letzten Woche:
23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
.....
24.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:14.081 -.--- 96
2 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.422 +0.341 108
3 G. Fisichella Renault Michelin 1:14.520 +0.439 97
4 C. Klien Red Bull Racing Michelin 1:14.613 +0.532 53
5 A. Davidson Honda Michelin 1:15.107 +1.026 129
6 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.829 +1.748 41
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Fazit:
Renault ist schon jetzt verdammt stark und sie haben bei den Tests den besten eindruck gemacht. Ferrari und Honda testeten zwar vor kurzen in Manamar wo der 1. GP ausgetragen wird, aber ich glaube, dass der Sieg nur über Alonso geht. Betrachtet man die WM, spielt Renault sicherlich wieder ne große Rolle, aber in der F1 geht es so verdammt schnell, dass man mMn heute noch nicht genau sagen kann, wer den Titel holen wird.
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McLaren Mercedes
Der McLaren Mercedes MP4-20 war in der letzten Saison das schnellste Auto im Feld. Leider war dieser Wagen nicht wirklich standfest und somit gingen beide Weltmeisterschaften an Renault. Deshalb legte McLaren Mercedes in der Saisonvorbereitung sehr viel Wert auf die Standfestigkeit, was sich allerdings als schwierig herausstellte. Dazu später mehr. Am neuen Auto, dem MP4-21, fällt vor allen das schmale Heck auf. Wie auch bei den anderen Teams nimmt der Motor nun nicht mehr so viel Platz weg und man kann im Heckbereich die Aerodynamik effizienter gestalten. Allerdings gab es bei den Testfahren oftmals Probleme und noch Anfang Februar lief die Kiste nicht wirklich rund. Motorschäden, Hydraulikprobleme, usw. beendeten die Testtage des Teams regelmäßig verfrüht. Montoya nahm es zu diesem Zeitpunkt noch recht locker: "Das Auto wird besser, je mehr wir es fahren und entwickeln. Auch das Team leistet tolle Arbeit. Wir hatten in dieser Woche einige technische Probleme, aber genau deswegen testen wir ja. Alles hilft uns dabei, mehr über das Auto zu lernen." Norbert Haug verwies zu dieser Zeit auf die Saison 2005 als McLaren auch nicht Testsieger war und mit Beginn der Europasaison das schnellste Auto stellte. Allerdings glaube ich, dass dies nur Show war und hinter den Kulissen die Fetzen flogen, denn schon zu dieser Zeit berichtete die Presse, dass der neue Motor wohl viel zu wenig PS hat und kaum standfest ist. Mitte Februar gab das Team dann zu, „dass man noch nicht dort sei, wo man im Februar sein wollte.“ Die Aussage von Haug, „bei uns ist noch Mitte Dezember" erschreckt allerdings wirklich. Soundanalysen und weitere Untersuchungen ergaben, dass McLaren wohl mit deutlich weniger Drehzahl und somit deutlich weniger Leistung hat als der Rest der Topteams, was sehr verwunderlich ist, denn Mercedes begann mit als erstes, den neuen V8 zu entwickeln und wenn man bedenkt, dass Renault erst Monate später begann, den Motor zu entwerfen, wurde bei Mercedes wohl wirklich Mist gebaut. Nun gut, es wurde klar, dass bei McLaren jeder Testtag noch wichtiger wurde und man sich bis zum Saisonstart richtig reinhängen musste. Es ging wirklich turbulent zu bei McLaren Mercedes. Es war ein tägliches auf und ab und 2-3 Tage später erreichte die Öffentlichkeit folgende Meldung: "Ich gebe offen zu, dass wir noch nicht dort sind, wo wir mit dem V8-Programm gerne sein würden", so Norbert Haug. "Der Zeitplan ist eng und wir haben Probleme. Werden wir die bis Bahrain zu 100 Prozent lösen? Wer weiß?" ..... "Wir werden einen schwierigen Start haben, aber auch die Kraft und das Können, aufzuholen", so der Mercedes-Motorsportchef in einem Interview mit den 'Stuttgarter Nachrichten'. Bei den Versuchsfahrten in Valencia konnte das Team mit einer neuen Ausbaustufe des V8-Motors einen Leistungssprung verzeichnen, die Zuverlässigkeit ist aber weiterhin ein großes Sorgenkind. Eine kleine Wende gab es dann letzte Woche in Barcelona. McLaren Mercedes war eigentlich ganz gut unterwegs und auch relativ standfest. Die Fahrer waren mit dem Wagen auch ganz zufrieden: "Es sieht definitiv besser aus als vor ein paar Wochen", so Räikkönen. Außerdem sagte der Finne, "Wir haben noch Arbeit zu erledigen, aber ich bin nun glücklicher, da wir Renndistanzen abspulen konnten." Juan Pablo Montoya war mit der Testwoche auch zufrieden: "Wir haben diese Woche viel gute Arbeit erledigt, es gab ein paar Probleme mit dem regnerischen Wetter und ein paar kleinere Probleme mit dem Auto, aber generell war es eine produktive Woche“. Die Barcelona-Tests schloss Kimi Raikkönen mit folgenden Worten ab: "Ich habe das Gefühl, dass wir uns während der vergangenen Woche deutlich verbessert haben, wir entwickeln das Auto ständig weiter, um den Speed und die Zuverlässigkeit zu finden, die wir brauchen, und wir arbeiten in eine gute Richtung. Wir haben diese Woche in Barcelona ein paar wirklich gute Distanzen zurückgelegt, aber wir müssen weiter Druck machen, denn es gibt noch Arbeit zu erledigen."
Wichtige Testzeiten von McLaren Mercedes
Jerez 08.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:16.956 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:17.114 +0.158 58
3 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:17.273 +0.317 53
4 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.425 +0.469 109
5 R. Barrichello Honda Michelin 1:17.492 +0.536 60
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:17.588 +0.632 116
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Jerez 09.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.452 -.--- 125
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:17.483 +0.031 77
3 M. Webber Williams Bridgestone 1:17.764 +0.312 106
4 J. Button Honda Michelin 1:17.986 +0.534 117
5 J. Villeneuve BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.188 +0.736 111
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.282 +0.830 60
7 H. Kovalainen Renault Michelin 1:18.555 +1.103 46
8 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:18.833 +1.381 61
9 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:18.941 +1.489 41
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Valencia 17.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:09.976 -.--- 80
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:10.918 +0.942 83
3 D. Coulthard Red Bull Racing Michelin 1:11.068 +1.092 34
4 H. Kovalainen Renault Michelin 1:11.074 +1.098 161
5 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:11.262 +1.286 113
6 A. Sutil MF1 Racing Bridgestone 1:13.027 +3.051 73
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Barcelona 23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
7 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.774 +1.839 83
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Fazit
McLarens Saisonvorbereitung war ein reines Auf und Ab. Es gab Meldungen über eine geringe Standfestigkeit, aber auch Meldungen über gute und erfolgreiche Testfahren. Ich denke man muss hier das Mittelmaß finden und man sollte McLaren Mercedes als Team einstufen, dass wohl zu Beginn nicht ganz um Siege mitkämpfen wird, aber im Laufe der Saison immer erfolgreicher werden könnte. Vielleicht gibt’s ja eine Wiederholung der Saison 2005 was ich mir zu Beginn der Saison sehr gut vorstellen könnte. Ob sie um die WM mitfahren werden, dazu muss man erst noch das ein oder andere Rennen abwarten.
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Ferrari
Nach der schwachen Saison im letzten Jahr ist Ferrari nun einen völlig neuen Weg gegangen. Zum einen wurde ein komplett neues Auto gebaut, zum anderen zeigte schon die Präsentation des neuen Wagens, dass Ferrari in dieser Saison eher dem Motto „Harte Arbeit statt großer Show“ nachkommt. Es wurde auf eine große Show verzichtet und das Auto nur kurz an der Rennstrecke präsentiert. Danach gingen sofort die Testfahrten des neuen 248 F1 weiter, dessen visueller Hauptunterschied im Vergleich zum F1 2005 an der Heckpartie zu finden ist. Wie auch schon die anderen Teams ist das Heck kompakter und durch die Platzersparnis aerodynamischer „gestylt“. Die Testphase des neuen Autos verlief bei Ferrari zu Beginn nicht optimal. Anfang Februar hatte man mit kleineren technischen Defekten zu kämpfen und auch Ros Brown gab offen zu, dass die Vibrationen des V8 Motors größer sind als erwartet, man dies aber in den Griff bekommen wird. Zu dieser Zeit war Ferrari meist auf der hauseigenen Strecke unterwegs, da man dort aufgrund der Fabriknähe sehr schnell auf kleine Defekte reagieren konnte. Auf die Rundenzeiten wurde zu diesem Zeitpunkt noch weniger Wert gelegt. Den ersten richtigen Test fuhr man dann Mitte Februar mit Honda in Bahrain. Dort spulte Ferrari zwischen dem 13.02. und 21.02. sehr sehr viele Runden ab. Zu Beginn der Tests war Honda etwas stärker und die Öffentlichkeit fragte sich, was bei den Roten los sei, denn auch Unterbrechungen durch Defekte waren wieder zu beklagen, die jedoch nach 2 Tagen behoben waren. "Das kleine Problem wurde aus der Welt geschafft", so der Ex-Weltmeister zuversichtlich. "Wir haben mit Sicherheit den Grund für die Fehlfunktion der Kupplung ausgemacht. Ich stand während den zwei Tagen mehr in der Garage als ich Runden auf der Strecke drehen konnte, aber so ist das bei den Testfahrten manchmal nun eben." Danach drehte der Rote Flitzer problemlos seine Runden. Und wie, denn Ferrari beschloss länger in Bahrain zu bleiben und sogar an einem Sonntag zu testen. Honda, die zu diesem Zeitpunkt vor Ferrari lagen, reiste nach 4 Testtagen ab und wie in den letzten 2 Tagen zu lesen ist, lies Ferrari erst dann die Katze aus dem Sack. Es wurde nämlich erst jetzt entdeckt, dass die Roten nach dem Abflug von Honda eine neue Nase an den 248 F1 montierten und am letzten Testtag die Zeit von Honda um 0,500 Sek. unterboten. Das war ordentlich!!! In den folgenden Tagen hatte Ferrari so gut wie keine Probleme mit dem Auto und es wurden weiterhin fleißig Runden gedreht. Leider testete Ferrari oftmals abseits der Strecken auf denen die restlichen Teams zu Hause waren und somit sind Vergleiche fast nicht möglich. In den letzten 3-4 Tagen war Ferrari in Mugello unterwegs, jedoch behinderte das schlechte Wetter das Testprogramm. Presseberichte sprechen seit gestern davon, dass die neue Frontpartie und auch eine Modifizierung des Hecks einige Zehntel bringen soll, aber das wird man wohl erst beim Quali in Bahrain entgültig sehen. Für Schumi steht jedoch fest, dass Renault wohl einen kleinen Vorsprung hat: "Wir sollten bereit sein für den Saisonstart", so der 37-Jährige weiter, der Ferrari zu den vier Teams zählt, "die bislang am besten aufgestellt sind". Doch die Favoritenrolle für das Saisoneröffnungsrennen am 12. März gibt der Deutsche ab: "Nach wie vor macht Renault auf mich den besten Eindruck. Dahinter dürften sich Honda, Mercedes und wir bewegen." Um sich optimal vorzubereiten, habe sich Ferrari noch nicht entschieden, wie lange man in Mugello testen wird.
Testzeiten von Ferrari
Bahrain 16.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:30.578 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:31.254 +0.676 133
3 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso Michelin 1:31.381 +0.803 56
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:31.590 +1.012 100
5 S. Speed Scuderia Toro Rosso Michelin 1:32.640 +2.062 62
6 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:32.909 +2.331 23
Bahrain 21.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:29.958 -.--- 36
2 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:30.375 +0.417 47
3 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:30.723 +0.765 55
Mugello 28.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:21.974 -.--- 94
2 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:22.481 +0.507 71
Fazit
Ferraris Saisonvorbereitung lief nicht ganz optimal. Allerdings schaut es zur Zeit besser aus als im letzten Jahr und seit den Tests in Bahrain gab es keine Probleme mit dem neuen Wagen. Ich denke, dass Ferrari und Honda einen kleinen Vorteil in Manama haben könnten, da sie dort einige Tage getestet haben. Allerdings bin ich auch der gleichen Meinung wie Schumi, der sagte, dass Renault wohl momentan das stärkst Team stellt. Was die neue Aerodynamik wirklich bringt, muss man abwarten, aber ob Ferrari schon jetzt die Nr. 2 ist, wird man erst in Bahrain sehen. Jedenfalls ist die Neuerung auf den Bildern schon deutlich zu erkennen. Eine schmalere Nase und ein löffelförmiger Frontflügel (wie ihn Renault fährt) wurde am Auto angebracht. Für die WM kommts wohl auch drauf an, ob Bridgestone gute Reifen gebaut hat (ihnen kommen sicherlich die Boxenstopps entgegen), jedoch ist es schwierig ein Prognose abzugeben, da Ferrari meist allein testete und der Vergleich mit der Konkurrenz fehlt. Ferrari wird sich wohl wegen den schlechten Bedingungen in Mugello noch am Wochenende auf den Saisonstark vorbereiten.
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Honda
Honda startete sehr gut in die neue Testsaison. Das Auto war von Beginn an schnell und vor allen auch zuverlässig. Jenson Button äußerte sich schon nach 2 Testtagen recht vielversprechend: "Alles lief glatt und wir konnten an den beiden Tagen viele Runden drehen. Wir fuhren die Autos ein, arbeiteten hauptsächlich an der Zuverlässigkeit, aber auch daran, ein ordentliches Setup zu finden. Noch haben wir das Ende nicht erreicht, aber die frühe Pace des Autos ist gut. Wichtiger ist aber das Tempo bei den Longruns, und das haben wir auch. Es waren also gute zwei Tage für mich und ich kann es nicht erwarten, wieder in das Auto zu steigen." Schon zu dieser Zeit zeigte Honda, dass man in dieser Saison mit ihnen rechnen muss. Die Testzeiten waren sehr sehr stark auch wenn man sagen muss, dass sie in den Longruns noch das ein oder andere Problemchen mit der Pace hatten. Der erste richtige Test fand dann Mitte Februar in Bahrain statt. Die gute Pace des Wagens wurde dort sehr deutlich, denn Honda schlug Ferrari an jedem Tag und auch die Standfestigkeit machte null Probleme. Das Team war rundum zufrieden. "Wir legten viele Runden zurück, konzentrierten uns meistens auf Reifentests, aber auch auf die Zuverlässigkeit und auf das Setup für das erste Rennen hier in Bahrain. Es ist nett, einmal in der Hitze zu testen, denn so kann man sich auch körperlich besser vorbereiten. Das Auto war sehr zuverlässig und wir machten gute Fortschritte mit Michelin. Insgesamt war es eine sehr positive Woche", so Jenson Button. Nachdem die Test in Bahrain abgeschlossen waren, reiste Honda weiter nach Barcelona und spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde, deutlich, dass Honda wohl in der Saison 2006 den ersten Sieg einfahren wird. Die Tests waren der Wahnsinn. Button, Barrichello und Davidson drehten eine schnelle Runde nach der anderen und konnten den Renaults auf eine Runde gesehen Paroli bieten. In dieser Woche arbeitete Honda vor allen am Setup des RA106-Autos und testete auch Reifen und Aerodynamik-Teile. Ferner wurde die neueste Spezifikation des Honda RA806E-Triebwerks ausprobiert. Das Team zeigte sich in Bestform, zuverlässig und schnell - am Donnerstag stellte Jenson Button mit 1:13.935 Minuten einen neuen Streckenrekord für 2006er Autos auf. Barrichello zeigte sich nach dieser Testwoche sehr zufrieden: "Der Speed des Autos hat sich mit jedem Tag verbessert, die Zuverlässigkeit ebenfalls. Dank der vielen Runden, die wir abspulen konnten, habe ich mehr Zeit erhalten, mich mit dem Auto vertraut zu machen. Ich bin mit dem Auto glücklich und freue mich wirklich auf mein erstes Rennen als Honda Racing F1 Team-Fahrer." Die Testfahrten waren wirklich vielversprechend für Honda, doch das Testende der Teams endete mit einem Paukenschlag. Davidson unterbot den Streckenrekord von McLaren aus dem vergangenen Jahr um mehr als 0,500 Sek. und zeigte somit deutlich, dass Honda zur absoluten Spitze gehört. Das Team gibt sich momentan sehr zufrieden, allerdings schiebt man die Favoritenrolle weiter: "Renault", bestätigte Button, "war im Winter sehr zuverlässig. Sie fuhren auch wahnsinnig gute Rundenzeiten, weshalb ich davon ausgehe, dass sie das Team sein werden, das es zu schlagen gilt, wenn wir nach Bahrain kommen." Er selbst rechnet sich nur Außenseiterchancen aus, hat aber den großen Vorteil, beim jüngsten Test in Manama, der für Honda extrem positiv verlaufen ist, viele wertvolle Daten gesammelt zu haben.
Testzeiten von Honda
Jerez 08.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:16.956 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:17.114 +0.158 58
3 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:17.273 +0.317 53
4 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.425 +0.469 109
5 R. Barrichello Honda Michelin 1:17.492 +0.536 60
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:17.588 +0.632 116
7 J. Villeneuve BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.069 +1.113 91
.....
Manama 16.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:30.578 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:31.254 +0.676 133
3 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso Michelin 1:31.381 +0.803 56
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:31.590 +1.012 100
5 S. Speed Scuderia Toro Rosso Michelin 1:32.640 +2.062 62
6 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:32.909 +2.331 23
Barcelona 23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
7 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.774 +1.839 83
.....
Barcelona 24.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:14.081 -.--- 96
2 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.422 +0.341 108
3 G. Fisichella Renault Michelin 1:14.520 +0.439 97
4 C. Klien Red Bull Racing Michelin 1:14.613 +0.532 53
5 A. Davidson Honda Michelin 1:15.107 +1.026 129
6 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.829 +1.748 41
7 J. Trulli Toyota Bridgestone 1:16.024 +1.943 100
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02.03.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 A. Davidson Honda Michelin 1:08.540 -.--- 70
2 D. Coulthard Red Bull Racing Michelin 1:10.371 +1.831 72
3 R. Schumacher Toyota Bridgestone 1:12.064 +3.524 79
4 J. Trulli Toyota Bridgestone 1:12.380 +3.840 78
Fazit
Honda wurde in jeder Testwoche schneller und schneller. Die Zuverlässigkeit machte so gut wie keine Probleme (nur ein Motorschaden Anfang Februar) und die Rundenzeiten waren extrem vielversprechend. Allerdings sieht man in den Zeitaufstellungen leider nicht, wie die Zeiten der Longruns waren und da habe ich momentan noch etwas Zweifel. Vor kurzen habe ich nämlich gelesen, dass sich der Honda auf eine Runde gesehen schneller fahren lässt. Es bleibt wohl bis zum Rennen in Bahrain abzuwarten wie die Pace im Rennen wirklich ist, aber sie werden sicherlich die Konkurrenz jagen. Ich denke, dass Honda durch die Tests in Bahrain vor 3 Wochen einen kleinen Vorteil im Quali haben wird. Man konnte Mitte Februar schon einige Set-Up Arbeit leisten und auch das Rennwochenende mit den Qualineuerungen üben. Dazu kommt noch, dass der Streckenrekord in Valencia extrem stark war und man dort ne übelegenen Zeit gefahren ist. Man sollte Honda wohl fürs 1. Quali der Saison mal im Auge behalten. Zur WM. Bei Honda steht sehr viel Geld zur Verfügung. Man kann somit die Weiterentwicklung besser voran treiben und das ein oder anderen exzellente Superhirn mehr einkaufen. Sollte das Auto die schnellen Zeiten im Rennen halten können und die Weiterentwicklungen in der Saison einschlagen, könnte Honda die Überraschung der Saison werden.
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Red Bull
Red Bull hat ein neues Auto gebaut, das zwar einigermaßen schnell, aber nicht zuverlässig ist. Es dauerte zu lange, bis die Kiste fertig war und so ging man erst vor 3 Wochen auf die Strecke. Klien meinte, dass es schön wäre, den GP in Bahrain zu beenden, aber so richtig glaubt er anscheinend nicht dran. Denn noch letzte Woche hatte Red Bull nen Motorschaden (wie schon so oft) und auch die Kupplung spielt ständig verückt. Angeblich haben sie noch keine komplette Renndistanz am Stück gefahren.
Hier ist zu überlegen, ob man nicht Coulthard + Klien not to finish spielt. Beim testen war es ja nicht wirkich heiß und ich könnte mir schon vorstellen, dass in bahrain (ca. 26 Grad) oder dann in Malaysia (ca. 35 Grad) die Kiste hoch geht.
Fazit
Red Bull hat ein gutes, schnelles Auto, aber momentan nicht wirklich standfest. Das müssen sie erst mal in den Griff bekommen, dann können auch Punkte eingefahren werden.
Toyota
Für mich ist das die Enttäuschung der Testfahrten. Das Team wechselte vor Saisonbeginn von Michelin zu Bridgestone und es scheint so, dass das Auto mit den Reifen noch nicht klarkommt. Bei den Tests lagen sie immer im Mittelfeld, zur Spitze fehlte einiges.
Fazit
Im letzten Jahr war Toyota zu Beginn bärenstark. Das wird sich dieses Jahr nicht wiederholen. Sie haben größere Konkurrenz erhalten und müssen mächtig Gas geben (auf der Strecke und in der Fabrik) um regelmäßig in die Punkte zu fahren.
Williams
Williams war bei den Tests richtig gut unterwegs. Der neue Crosworth Motor ist nach Experten-Meinungen momentan der stärkste im Feld - und das verwundert wirklich. Allerdings war Webber und Rosberg bei den Tests meist super unterwegs und ein Fahrer war immer in der Spitze zu finden. Rosberg meinte, dass sie an Ferrari dran sind, aber das glaub ich nicht. Vielleicht gelingt ihnen das bei dem ein oder anderen Rennen, aber nicht generell.
Fazit
Wie ich schon schrieb, Toyota hat Konkurrenz bekommen und da gehört sicherlich Williams dazu. Allerdings müssen sie aufpassen, nicht dass sie in der Saison immer weiter abfallen, aber zu Beginn könnte ne Überraschung möglich sein.
BMW
BMW geht dieses Jahr mit einem eigenen Auto an den Start. Die Testfahrten waren ganz gut, denn es gab kaum technische Defekte. Heidfeld meinte, dass es ganz zufrieden ist und der Speed auch einigermaßen da ist. Zur Spitze fehlt allerdings noch einiges. Denn bei den Tests war man meist im Mittelfeld unterwegs und konnte nicht wirklich zu den Topteams aufschließen. Das Ziel von BMW sind in diesem Jahr die Punkte. Man möchte dort eigentlich regelmäßig landen, ab und an in die Top 6 wäre auch nicht schlecht.
Fazit
BMW wird in diesem Jahr wohl erst mal nen Lernprozess durchlaufen. Ab und zu werden zwar Punkte möglich sein, aber an die Top 4 (Renault, Honda, McLaren, Ferrari) kommt man nicht ran.
Und nun zu den 3 schwächsten Teams.
Scuderia Torro Rosso
Die Scuderia Torro Rosso ist das einzige Team, das mit einem V10 Motor an den Start gehen darf. Diese Regelung entstand, da dieses Team Minardi übernommen hat und Minardi schon versprochen wurde, mit V10 Motoren zu fahren. Für mich ist das ein großer Vorteil, denn die V10 Motoren haben ca. 200 PS mehr und sind standfest ohne Ende. Vor allem beim 2. Rennen in Malaysia könnte das das entscheidende Plus für die Scuderia werden, denn sollten einige V8 Motoren der anderen Teams hochgehen (und sie werden hochgehen), dann könnte das die Stunde der Suderia werden. Mit dem großen Bruderteam Red Bull hat man fachkundige Ingenieure an der Seite, die sicherlich ihr Wissen einfließen lassen.
Fazit
Für mich kann die Scuderia Torro Rosso das ein oder andere mal überraschen. Sie haben mit Liuzzi nen Fahrer, der alle Strecken kennt und mit ein bisschen Glück sind Punkte möglich.
Midland F1
Midland hat das Team von Jordan übernommen. Ich schätze sie ähnlich stark/schwach wie die Scuderia Torro Rosso ein. Wird wohl auf die Strecke usw. ankommen, ob ein gutes Resultat zu stande kommt.
Fazit
Vielleicht können sie das ein oder andere mal überraschen, mehr aber nicht.
Super Aguri
Zu diesem Team ist nicht viel zu sagen. Sie fahren zu Beginn der Saison mit einem 4 Jahre alten Chassis (dem letztgebauten von Arrows) und haben erst insgesamt knapp über 500 Testkilometer auf dem Buckel. Ausfälle werden wohl zu Beginn ne sehr große Rolle spielen, auch wenn man erwähnen muss, dass sie nen super Motor im Heck haben (Honda).
Fazit
Sollte dieses Team auch nur einen Punkt holen, dann versteh ich die Welt nicht mehr.
Michi
Renault geht mit einer Weiterentwicklung des letztjährigen R25 in die neue Saison. Durch die Neueinführung des V8 Motors wurde gezielt an der Aerodynamik gearbeitet, denn der neue Motor ist kleiner, benötigt weniger Kühlung und somit hatte man mehr Spielraum für aerodynamische Experimente. Die Freude über die ersten gelungenen Testfahrten war auch kaum zu verbergen, denn Renault fuhr sofort auf die ersten Plätze und schon äußerte man sich im Team angriffslustig: „Wir können sicher wieder um den WM-Titel mitfahren“, kündigte Christian Silk, der Leiter des Testteams, an. „Das Auto war vom ersten Tag an sehr schnell.“ Auch Briatore ist mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden, „denn wir zeigten, dass wir nicht nur standfest, sondern auch sehr schnell sind“. Und genau das ist der Punkt, der Renault in die Favoritenrolle hebt. Die Autos hatten so gut wie keinen technischen Defekt und die Testzeiten waren der Hammer. Alonso, Fisico und Kovalainen drehten konstante Rundenzeiten wie ein Uhrwerk, was sie vom Rest des Feldes abheben lässt. Honda war zwar ebenfalls schnell, aber meist nur für eins – zwei Runden. Und genau da liegt der Unterschied, denn Renault fuhr nicht nur zwei schnelle Runden am Stück, sondern 20 oder 30. Nach dem drittletzten Testtag von Renault am 24.02.2006 schöpft Alonso aus seiner perfekt verlaufenen Rennsimulation am Vormittag jede Menge Zuversicht: "Die Tests verlaufen sehr positiv", erklärte er gegenüber der 'Marca'. "Wir hatten bisher nicht immer optimales Wetter, aber die Resultate sind dennoch sehr gut, weil unser Auto einfach sehr konkurrenzfähig ist. Die neue Aerodynamik stellt noch einmal einen Fortschritt dar. Ich denke, dass das drei bis vier Zehntelsekunden bringt." Auch Konkurrenten von Renault nahmen die starken Ergebnisse zur Kenntnis und für Webber und Button ist Renault mit Alonso der unumstrittene Favorit: "Renault", bestätigte Button, "war im Winter sehr zuverlässig. Sie fuhren auch wahnsinnig gute Rundenzeiten, weshalb ich davon ausgehe, dass sie das Team sein werden, das es zu schlagen gilt, wenn wir nach Bahrain kommen." Mark Webber geht davon aus, dass der 24-Jährige seinen WM-Titel erfolgreich verteidigen wird: "Ich habe schon letztes Jahr immer gedacht, dass es eine der lockersten Meisterschaften sein wird, die er haben kann. Wenn ich so betrachte, was ich in der vergangenen Woche gesehen habe, könnte er sogar eine noch einfachere Meisterschaft haben", so der Williams-Cosworth-Pilot.
Wichtige Testzeiten der letzten Woche:
23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
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24.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:14.081 -.--- 96
2 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.422 +0.341 108
3 G. Fisichella Renault Michelin 1:14.520 +0.439 97
4 C. Klien Red Bull Racing Michelin 1:14.613 +0.532 53
5 A. Davidson Honda Michelin 1:15.107 +1.026 129
6 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.829 +1.748 41
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Fazit:
Renault ist schon jetzt verdammt stark und sie haben bei den Tests den besten eindruck gemacht. Ferrari und Honda testeten zwar vor kurzen in Manamar wo der 1. GP ausgetragen wird, aber ich glaube, dass der Sieg nur über Alonso geht. Betrachtet man die WM, spielt Renault sicherlich wieder ne große Rolle, aber in der F1 geht es so verdammt schnell, dass man mMn heute noch nicht genau sagen kann, wer den Titel holen wird.
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McLaren Mercedes
Der McLaren Mercedes MP4-20 war in der letzten Saison das schnellste Auto im Feld. Leider war dieser Wagen nicht wirklich standfest und somit gingen beide Weltmeisterschaften an Renault. Deshalb legte McLaren Mercedes in der Saisonvorbereitung sehr viel Wert auf die Standfestigkeit, was sich allerdings als schwierig herausstellte. Dazu später mehr. Am neuen Auto, dem MP4-21, fällt vor allen das schmale Heck auf. Wie auch bei den anderen Teams nimmt der Motor nun nicht mehr so viel Platz weg und man kann im Heckbereich die Aerodynamik effizienter gestalten. Allerdings gab es bei den Testfahren oftmals Probleme und noch Anfang Februar lief die Kiste nicht wirklich rund. Motorschäden, Hydraulikprobleme, usw. beendeten die Testtage des Teams regelmäßig verfrüht. Montoya nahm es zu diesem Zeitpunkt noch recht locker: "Das Auto wird besser, je mehr wir es fahren und entwickeln. Auch das Team leistet tolle Arbeit. Wir hatten in dieser Woche einige technische Probleme, aber genau deswegen testen wir ja. Alles hilft uns dabei, mehr über das Auto zu lernen." Norbert Haug verwies zu dieser Zeit auf die Saison 2005 als McLaren auch nicht Testsieger war und mit Beginn der Europasaison das schnellste Auto stellte. Allerdings glaube ich, dass dies nur Show war und hinter den Kulissen die Fetzen flogen, denn schon zu dieser Zeit berichtete die Presse, dass der neue Motor wohl viel zu wenig PS hat und kaum standfest ist. Mitte Februar gab das Team dann zu, „dass man noch nicht dort sei, wo man im Februar sein wollte.“ Die Aussage von Haug, „bei uns ist noch Mitte Dezember" erschreckt allerdings wirklich. Soundanalysen und weitere Untersuchungen ergaben, dass McLaren wohl mit deutlich weniger Drehzahl und somit deutlich weniger Leistung hat als der Rest der Topteams, was sehr verwunderlich ist, denn Mercedes begann mit als erstes, den neuen V8 zu entwickeln und wenn man bedenkt, dass Renault erst Monate später begann, den Motor zu entwerfen, wurde bei Mercedes wohl wirklich Mist gebaut. Nun gut, es wurde klar, dass bei McLaren jeder Testtag noch wichtiger wurde und man sich bis zum Saisonstart richtig reinhängen musste. Es ging wirklich turbulent zu bei McLaren Mercedes. Es war ein tägliches auf und ab und 2-3 Tage später erreichte die Öffentlichkeit folgende Meldung: "Ich gebe offen zu, dass wir noch nicht dort sind, wo wir mit dem V8-Programm gerne sein würden", so Norbert Haug. "Der Zeitplan ist eng und wir haben Probleme. Werden wir die bis Bahrain zu 100 Prozent lösen? Wer weiß?" ..... "Wir werden einen schwierigen Start haben, aber auch die Kraft und das Können, aufzuholen", so der Mercedes-Motorsportchef in einem Interview mit den 'Stuttgarter Nachrichten'. Bei den Versuchsfahrten in Valencia konnte das Team mit einer neuen Ausbaustufe des V8-Motors einen Leistungssprung verzeichnen, die Zuverlässigkeit ist aber weiterhin ein großes Sorgenkind. Eine kleine Wende gab es dann letzte Woche in Barcelona. McLaren Mercedes war eigentlich ganz gut unterwegs und auch relativ standfest. Die Fahrer waren mit dem Wagen auch ganz zufrieden: "Es sieht definitiv besser aus als vor ein paar Wochen", so Räikkönen. Außerdem sagte der Finne, "Wir haben noch Arbeit zu erledigen, aber ich bin nun glücklicher, da wir Renndistanzen abspulen konnten." Juan Pablo Montoya war mit der Testwoche auch zufrieden: "Wir haben diese Woche viel gute Arbeit erledigt, es gab ein paar Probleme mit dem regnerischen Wetter und ein paar kleinere Probleme mit dem Auto, aber generell war es eine produktive Woche“. Die Barcelona-Tests schloss Kimi Raikkönen mit folgenden Worten ab: "Ich habe das Gefühl, dass wir uns während der vergangenen Woche deutlich verbessert haben, wir entwickeln das Auto ständig weiter, um den Speed und die Zuverlässigkeit zu finden, die wir brauchen, und wir arbeiten in eine gute Richtung. Wir haben diese Woche in Barcelona ein paar wirklich gute Distanzen zurückgelegt, aber wir müssen weiter Druck machen, denn es gibt noch Arbeit zu erledigen."
Wichtige Testzeiten von McLaren Mercedes
Jerez 08.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:16.956 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:17.114 +0.158 58
3 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:17.273 +0.317 53
4 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.425 +0.469 109
5 R. Barrichello Honda Michelin 1:17.492 +0.536 60
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:17.588 +0.632 116
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Jerez 09.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.452 -.--- 125
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:17.483 +0.031 77
3 M. Webber Williams Bridgestone 1:17.764 +0.312 106
4 J. Button Honda Michelin 1:17.986 +0.534 117
5 J. Villeneuve BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.188 +0.736 111
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.282 +0.830 60
7 H. Kovalainen Renault Michelin 1:18.555 +1.103 46
8 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:18.833 +1.381 61
9 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:18.941 +1.489 41
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Valencia 17.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:09.976 -.--- 80
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:10.918 +0.942 83
3 D. Coulthard Red Bull Racing Michelin 1:11.068 +1.092 34
4 H. Kovalainen Renault Michelin 1:11.074 +1.098 161
5 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:11.262 +1.286 113
6 A. Sutil MF1 Racing Bridgestone 1:13.027 +3.051 73
.....
Barcelona 23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
7 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.774 +1.839 83
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Fazit
McLarens Saisonvorbereitung war ein reines Auf und Ab. Es gab Meldungen über eine geringe Standfestigkeit, aber auch Meldungen über gute und erfolgreiche Testfahren. Ich denke man muss hier das Mittelmaß finden und man sollte McLaren Mercedes als Team einstufen, dass wohl zu Beginn nicht ganz um Siege mitkämpfen wird, aber im Laufe der Saison immer erfolgreicher werden könnte. Vielleicht gibt’s ja eine Wiederholung der Saison 2005 was ich mir zu Beginn der Saison sehr gut vorstellen könnte. Ob sie um die WM mitfahren werden, dazu muss man erst noch das ein oder andere Rennen abwarten.
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Ferrari
Nach der schwachen Saison im letzten Jahr ist Ferrari nun einen völlig neuen Weg gegangen. Zum einen wurde ein komplett neues Auto gebaut, zum anderen zeigte schon die Präsentation des neuen Wagens, dass Ferrari in dieser Saison eher dem Motto „Harte Arbeit statt großer Show“ nachkommt. Es wurde auf eine große Show verzichtet und das Auto nur kurz an der Rennstrecke präsentiert. Danach gingen sofort die Testfahrten des neuen 248 F1 weiter, dessen visueller Hauptunterschied im Vergleich zum F1 2005 an der Heckpartie zu finden ist. Wie auch schon die anderen Teams ist das Heck kompakter und durch die Platzersparnis aerodynamischer „gestylt“. Die Testphase des neuen Autos verlief bei Ferrari zu Beginn nicht optimal. Anfang Februar hatte man mit kleineren technischen Defekten zu kämpfen und auch Ros Brown gab offen zu, dass die Vibrationen des V8 Motors größer sind als erwartet, man dies aber in den Griff bekommen wird. Zu dieser Zeit war Ferrari meist auf der hauseigenen Strecke unterwegs, da man dort aufgrund der Fabriknähe sehr schnell auf kleine Defekte reagieren konnte. Auf die Rundenzeiten wurde zu diesem Zeitpunkt noch weniger Wert gelegt. Den ersten richtigen Test fuhr man dann Mitte Februar mit Honda in Bahrain. Dort spulte Ferrari zwischen dem 13.02. und 21.02. sehr sehr viele Runden ab. Zu Beginn der Tests war Honda etwas stärker und die Öffentlichkeit fragte sich, was bei den Roten los sei, denn auch Unterbrechungen durch Defekte waren wieder zu beklagen, die jedoch nach 2 Tagen behoben waren. "Das kleine Problem wurde aus der Welt geschafft", so der Ex-Weltmeister zuversichtlich. "Wir haben mit Sicherheit den Grund für die Fehlfunktion der Kupplung ausgemacht. Ich stand während den zwei Tagen mehr in der Garage als ich Runden auf der Strecke drehen konnte, aber so ist das bei den Testfahrten manchmal nun eben." Danach drehte der Rote Flitzer problemlos seine Runden. Und wie, denn Ferrari beschloss länger in Bahrain zu bleiben und sogar an einem Sonntag zu testen. Honda, die zu diesem Zeitpunkt vor Ferrari lagen, reiste nach 4 Testtagen ab und wie in den letzten 2 Tagen zu lesen ist, lies Ferrari erst dann die Katze aus dem Sack. Es wurde nämlich erst jetzt entdeckt, dass die Roten nach dem Abflug von Honda eine neue Nase an den 248 F1 montierten und am letzten Testtag die Zeit von Honda um 0,500 Sek. unterboten. Das war ordentlich!!! In den folgenden Tagen hatte Ferrari so gut wie keine Probleme mit dem Auto und es wurden weiterhin fleißig Runden gedreht. Leider testete Ferrari oftmals abseits der Strecken auf denen die restlichen Teams zu Hause waren und somit sind Vergleiche fast nicht möglich. In den letzten 3-4 Tagen war Ferrari in Mugello unterwegs, jedoch behinderte das schlechte Wetter das Testprogramm. Presseberichte sprechen seit gestern davon, dass die neue Frontpartie und auch eine Modifizierung des Hecks einige Zehntel bringen soll, aber das wird man wohl erst beim Quali in Bahrain entgültig sehen. Für Schumi steht jedoch fest, dass Renault wohl einen kleinen Vorsprung hat: "Wir sollten bereit sein für den Saisonstart", so der 37-Jährige weiter, der Ferrari zu den vier Teams zählt, "die bislang am besten aufgestellt sind". Doch die Favoritenrolle für das Saisoneröffnungsrennen am 12. März gibt der Deutsche ab: "Nach wie vor macht Renault auf mich den besten Eindruck. Dahinter dürften sich Honda, Mercedes und wir bewegen." Um sich optimal vorzubereiten, habe sich Ferrari noch nicht entschieden, wie lange man in Mugello testen wird.
Testzeiten von Ferrari
Bahrain 16.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:30.578 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:31.254 +0.676 133
3 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso Michelin 1:31.381 +0.803 56
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:31.590 +1.012 100
5 S. Speed Scuderia Toro Rosso Michelin 1:32.640 +2.062 62
6 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:32.909 +2.331 23
Bahrain 21.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:29.958 -.--- 36
2 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:30.375 +0.417 47
3 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:30.723 +0.765 55
Mugello 28.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:21.974 -.--- 94
2 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:22.481 +0.507 71
Fazit
Ferraris Saisonvorbereitung lief nicht ganz optimal. Allerdings schaut es zur Zeit besser aus als im letzten Jahr und seit den Tests in Bahrain gab es keine Probleme mit dem neuen Wagen. Ich denke, dass Ferrari und Honda einen kleinen Vorteil in Manama haben könnten, da sie dort einige Tage getestet haben. Allerdings bin ich auch der gleichen Meinung wie Schumi, der sagte, dass Renault wohl momentan das stärkst Team stellt. Was die neue Aerodynamik wirklich bringt, muss man abwarten, aber ob Ferrari schon jetzt die Nr. 2 ist, wird man erst in Bahrain sehen. Jedenfalls ist die Neuerung auf den Bildern schon deutlich zu erkennen. Eine schmalere Nase und ein löffelförmiger Frontflügel (wie ihn Renault fährt) wurde am Auto angebracht. Für die WM kommts wohl auch drauf an, ob Bridgestone gute Reifen gebaut hat (ihnen kommen sicherlich die Boxenstopps entgegen), jedoch ist es schwierig ein Prognose abzugeben, da Ferrari meist allein testete und der Vergleich mit der Konkurrenz fehlt. Ferrari wird sich wohl wegen den schlechten Bedingungen in Mugello noch am Wochenende auf den Saisonstark vorbereiten.
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Honda
Honda startete sehr gut in die neue Testsaison. Das Auto war von Beginn an schnell und vor allen auch zuverlässig. Jenson Button äußerte sich schon nach 2 Testtagen recht vielversprechend: "Alles lief glatt und wir konnten an den beiden Tagen viele Runden drehen. Wir fuhren die Autos ein, arbeiteten hauptsächlich an der Zuverlässigkeit, aber auch daran, ein ordentliches Setup zu finden. Noch haben wir das Ende nicht erreicht, aber die frühe Pace des Autos ist gut. Wichtiger ist aber das Tempo bei den Longruns, und das haben wir auch. Es waren also gute zwei Tage für mich und ich kann es nicht erwarten, wieder in das Auto zu steigen." Schon zu dieser Zeit zeigte Honda, dass man in dieser Saison mit ihnen rechnen muss. Die Testzeiten waren sehr sehr stark auch wenn man sagen muss, dass sie in den Longruns noch das ein oder andere Problemchen mit der Pace hatten. Der erste richtige Test fand dann Mitte Februar in Bahrain statt. Die gute Pace des Wagens wurde dort sehr deutlich, denn Honda schlug Ferrari an jedem Tag und auch die Standfestigkeit machte null Probleme. Das Team war rundum zufrieden. "Wir legten viele Runden zurück, konzentrierten uns meistens auf Reifentests, aber auch auf die Zuverlässigkeit und auf das Setup für das erste Rennen hier in Bahrain. Es ist nett, einmal in der Hitze zu testen, denn so kann man sich auch körperlich besser vorbereiten. Das Auto war sehr zuverlässig und wir machten gute Fortschritte mit Michelin. Insgesamt war es eine sehr positive Woche", so Jenson Button. Nachdem die Test in Bahrain abgeschlossen waren, reiste Honda weiter nach Barcelona und spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde, deutlich, dass Honda wohl in der Saison 2006 den ersten Sieg einfahren wird. Die Tests waren der Wahnsinn. Button, Barrichello und Davidson drehten eine schnelle Runde nach der anderen und konnten den Renaults auf eine Runde gesehen Paroli bieten. In dieser Woche arbeitete Honda vor allen am Setup des RA106-Autos und testete auch Reifen und Aerodynamik-Teile. Ferner wurde die neueste Spezifikation des Honda RA806E-Triebwerks ausprobiert. Das Team zeigte sich in Bestform, zuverlässig und schnell - am Donnerstag stellte Jenson Button mit 1:13.935 Minuten einen neuen Streckenrekord für 2006er Autos auf. Barrichello zeigte sich nach dieser Testwoche sehr zufrieden: "Der Speed des Autos hat sich mit jedem Tag verbessert, die Zuverlässigkeit ebenfalls. Dank der vielen Runden, die wir abspulen konnten, habe ich mehr Zeit erhalten, mich mit dem Auto vertraut zu machen. Ich bin mit dem Auto glücklich und freue mich wirklich auf mein erstes Rennen als Honda Racing F1 Team-Fahrer." Die Testfahrten waren wirklich vielversprechend für Honda, doch das Testende der Teams endete mit einem Paukenschlag. Davidson unterbot den Streckenrekord von McLaren aus dem vergangenen Jahr um mehr als 0,500 Sek. und zeigte somit deutlich, dass Honda zur absoluten Spitze gehört. Das Team gibt sich momentan sehr zufrieden, allerdings schiebt man die Favoritenrolle weiter: "Renault", bestätigte Button, "war im Winter sehr zuverlässig. Sie fuhren auch wahnsinnig gute Rundenzeiten, weshalb ich davon ausgehe, dass sie das Team sein werden, das es zu schlagen gilt, wenn wir nach Bahrain kommen." Er selbst rechnet sich nur Außenseiterchancen aus, hat aber den großen Vorteil, beim jüngsten Test in Manama, der für Honda extrem positiv verlaufen ist, viele wertvolle Daten gesammelt zu haben.
Testzeiten von Honda
Jerez 08.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:16.956 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:17.114 +0.158 58
3 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:17.273 +0.317 53
4 P. de la Rosa McLaren-Mercedes Michelin 1:17.425 +0.469 109
5 R. Barrichello Honda Michelin 1:17.492 +0.536 60
6 N. Heidfeld BMW Sauber F1 Team Michelin 1:17.588 +0.632 116
7 J. Villeneuve BMW Sauber F1 Team Michelin 1:18.069 +1.113 91
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Manama 16.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Massa Ferrari Bridgestone 1:30.578 -.--- 90
2 J. Button Honda Michelin 1:31.254 +0.676 133
3 V. Liuzzi Scuderia Toro Rosso Michelin 1:31.381 +0.803 56
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:31.590 +1.012 100
5 S. Speed Scuderia Toro Rosso Michelin 1:32.640 +2.062 62
6 M. Schumacher Ferrari Bridgestone 1:32.909 +2.331 23
Barcelona 23.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 J. Button Honda Michelin 1:13.935 -.--- 116
2 G. Fisichella Renault Michelin 1:13.971 +0.036 125
3 F. Alonso Renault Michelin 1:13.977 +0.042 113
4 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.266 +0.331 119
5 J.-P. Montoya McLaren-Mercedes Michelin 1:14.588 +0.653 131
6 K. Räikkönen McLaren-Mercedes Michelin 1:15.475 +1.540 80
7 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.774 +1.839 83
.....
Barcelona 24.02.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 F. Alonso Renault Michelin 1:14.081 -.--- 96
2 R. Barrichello Honda Michelin 1:14.422 +0.341 108
3 G. Fisichella Renault Michelin 1:14.520 +0.439 97
4 C. Klien Red Bull Racing Michelin 1:14.613 +0.532 53
5 A. Davidson Honda Michelin 1:15.107 +1.026 129
6 N. Rosberg Williams Bridgestone 1:15.829 +1.748 41
7 J. Trulli Toyota Bridgestone 1:16.024 +1.943 100
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02.03.2006
Pos. Fahrer Team Reifen Zeit Abstand Rnd.
1 A. Davidson Honda Michelin 1:08.540 -.--- 70
2 D. Coulthard Red Bull Racing Michelin 1:10.371 +1.831 72
3 R. Schumacher Toyota Bridgestone 1:12.064 +3.524 79
4 J. Trulli Toyota Bridgestone 1:12.380 +3.840 78
Fazit
Honda wurde in jeder Testwoche schneller und schneller. Die Zuverlässigkeit machte so gut wie keine Probleme (nur ein Motorschaden Anfang Februar) und die Rundenzeiten waren extrem vielversprechend. Allerdings sieht man in den Zeitaufstellungen leider nicht, wie die Zeiten der Longruns waren und da habe ich momentan noch etwas Zweifel. Vor kurzen habe ich nämlich gelesen, dass sich der Honda auf eine Runde gesehen schneller fahren lässt. Es bleibt wohl bis zum Rennen in Bahrain abzuwarten wie die Pace im Rennen wirklich ist, aber sie werden sicherlich die Konkurrenz jagen. Ich denke, dass Honda durch die Tests in Bahrain vor 3 Wochen einen kleinen Vorteil im Quali haben wird. Man konnte Mitte Februar schon einige Set-Up Arbeit leisten und auch das Rennwochenende mit den Qualineuerungen üben. Dazu kommt noch, dass der Streckenrekord in Valencia extrem stark war und man dort ne übelegenen Zeit gefahren ist. Man sollte Honda wohl fürs 1. Quali der Saison mal im Auge behalten. Zur WM. Bei Honda steht sehr viel Geld zur Verfügung. Man kann somit die Weiterentwicklung besser voran treiben und das ein oder anderen exzellente Superhirn mehr einkaufen. Sollte das Auto die schnellen Zeiten im Rennen halten können und die Weiterentwicklungen in der Saison einschlagen, könnte Honda die Überraschung der Saison werden.
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Red Bull
Red Bull hat ein neues Auto gebaut, das zwar einigermaßen schnell, aber nicht zuverlässig ist. Es dauerte zu lange, bis die Kiste fertig war und so ging man erst vor 3 Wochen auf die Strecke. Klien meinte, dass es schön wäre, den GP in Bahrain zu beenden, aber so richtig glaubt er anscheinend nicht dran. Denn noch letzte Woche hatte Red Bull nen Motorschaden (wie schon so oft) und auch die Kupplung spielt ständig verückt. Angeblich haben sie noch keine komplette Renndistanz am Stück gefahren.
Hier ist zu überlegen, ob man nicht Coulthard + Klien not to finish spielt. Beim testen war es ja nicht wirkich heiß und ich könnte mir schon vorstellen, dass in bahrain (ca. 26 Grad) oder dann in Malaysia (ca. 35 Grad) die Kiste hoch geht.
Fazit
Red Bull hat ein gutes, schnelles Auto, aber momentan nicht wirklich standfest. Das müssen sie erst mal in den Griff bekommen, dann können auch Punkte eingefahren werden.
Toyota
Für mich ist das die Enttäuschung der Testfahrten. Das Team wechselte vor Saisonbeginn von Michelin zu Bridgestone und es scheint so, dass das Auto mit den Reifen noch nicht klarkommt. Bei den Tests lagen sie immer im Mittelfeld, zur Spitze fehlte einiges.
Fazit
Im letzten Jahr war Toyota zu Beginn bärenstark. Das wird sich dieses Jahr nicht wiederholen. Sie haben größere Konkurrenz erhalten und müssen mächtig Gas geben (auf der Strecke und in der Fabrik) um regelmäßig in die Punkte zu fahren.
Williams
Williams war bei den Tests richtig gut unterwegs. Der neue Crosworth Motor ist nach Experten-Meinungen momentan der stärkste im Feld - und das verwundert wirklich. Allerdings war Webber und Rosberg bei den Tests meist super unterwegs und ein Fahrer war immer in der Spitze zu finden. Rosberg meinte, dass sie an Ferrari dran sind, aber das glaub ich nicht. Vielleicht gelingt ihnen das bei dem ein oder anderen Rennen, aber nicht generell.
Fazit
Wie ich schon schrieb, Toyota hat Konkurrenz bekommen und da gehört sicherlich Williams dazu. Allerdings müssen sie aufpassen, nicht dass sie in der Saison immer weiter abfallen, aber zu Beginn könnte ne Überraschung möglich sein.
BMW
BMW geht dieses Jahr mit einem eigenen Auto an den Start. Die Testfahrten waren ganz gut, denn es gab kaum technische Defekte. Heidfeld meinte, dass es ganz zufrieden ist und der Speed auch einigermaßen da ist. Zur Spitze fehlt allerdings noch einiges. Denn bei den Tests war man meist im Mittelfeld unterwegs und konnte nicht wirklich zu den Topteams aufschließen. Das Ziel von BMW sind in diesem Jahr die Punkte. Man möchte dort eigentlich regelmäßig landen, ab und an in die Top 6 wäre auch nicht schlecht.
Fazit
BMW wird in diesem Jahr wohl erst mal nen Lernprozess durchlaufen. Ab und zu werden zwar Punkte möglich sein, aber an die Top 4 (Renault, Honda, McLaren, Ferrari) kommt man nicht ran.
Und nun zu den 3 schwächsten Teams.
Scuderia Torro Rosso
Die Scuderia Torro Rosso ist das einzige Team, das mit einem V10 Motor an den Start gehen darf. Diese Regelung entstand, da dieses Team Minardi übernommen hat und Minardi schon versprochen wurde, mit V10 Motoren zu fahren. Für mich ist das ein großer Vorteil, denn die V10 Motoren haben ca. 200 PS mehr und sind standfest ohne Ende. Vor allem beim 2. Rennen in Malaysia könnte das das entscheidende Plus für die Scuderia werden, denn sollten einige V8 Motoren der anderen Teams hochgehen (und sie werden hochgehen), dann könnte das die Stunde der Suderia werden. Mit dem großen Bruderteam Red Bull hat man fachkundige Ingenieure an der Seite, die sicherlich ihr Wissen einfließen lassen.
Fazit
Für mich kann die Scuderia Torro Rosso das ein oder andere mal überraschen. Sie haben mit Liuzzi nen Fahrer, der alle Strecken kennt und mit ein bisschen Glück sind Punkte möglich.
Midland F1
Midland hat das Team von Jordan übernommen. Ich schätze sie ähnlich stark/schwach wie die Scuderia Torro Rosso ein. Wird wohl auf die Strecke usw. ankommen, ob ein gutes Resultat zu stande kommt.
Fazit
Vielleicht können sie das ein oder andere mal überraschen, mehr aber nicht.
Super Aguri
Zu diesem Team ist nicht viel zu sagen. Sie fahren zu Beginn der Saison mit einem 4 Jahre alten Chassis (dem letztgebauten von Arrows) und haben erst insgesamt knapp über 500 Testkilometer auf dem Buckel. Ausfälle werden wohl zu Beginn ne sehr große Rolle spielen, auch wenn man erwähnen muss, dass sie nen super Motor im Heck haben (Honda).
Fazit
Sollte dieses Team auch nur einen Punkt holen, dann versteh ich die Welt nicht mehr.
Michi