Briskes Bundesligatagebuch

6. Spieltag recap

Die Woche war geprägt von misslungenen Torschützenwetten. Selten bin ich so oft so knapp an einem Megawin vorbeigeschrammt aber Torschützenwetten sind halt Hochrisikowetten, machen wir uns nichts vor. Die Wahrscheinlichkeit gleich mehrere Torschützen korrekt zu kombinieren, ist einfach gering und trotzdem ist es einfach bitter, wenn dein Torschütze der noch fehlt den Pfosten trifft, nen Elfer verballert oder einfach der andere Stürmer trifft, und nicht der, den du noch bräuchtest, im Anhang zwei von mehreren Scheinen, wo einfach nicht viel fehlte.

Bei Celtic hatte ich Maeda das letzte Mal schon richtig getippt und ich dachte jetzt ist der andere Japaner, Furuhashi, mal wieder dran. Doch leider traf wieder Maeda und Furuhashi hatte keinen guten Tag. Ich hatte auch im Gefühl dass der BVB ein richtig gutes Spiel macht und war auf den overs aber ich kam gar nicht darauf auch einfach einen zweiten BVB-Schützen in den Schein mitzunehmen, das wäre dann Adeyemi geworden, naja.

Der andere Schein war auch Pech, weil ich lange überlegte ob Openda oder Sesko, mich dann auf den letzten Drücker umentschied. Der Ausgang ist bekannt, Seskos Tor wurde aberkannt und Openda war der einzige Torschütze. Ähnlich lief es beim VfB. Ich wusste, dass es ein schweres Spiel für den VfB wird und dachte zuerst an Demirovic. Dann war ich mir aber gar nicht sicher ob er von Beginn an spielen wird und entschied mich ziemlich doof für Undav obwohl ich kein gutes Gefühl hatte und die Quote auch eigtl. zu niedrig war. Es kam wie es kommen musste, Undav vergab ein paar Chancen und Demirovic wurde eingewechselt und traf. Wäre er wenigstens für Undav eingewechselt worden hätte mich die Torschützengarantie gerettet bei wmx aber so war es halt nicht.

Manchmal bin ich halt wie besessen davon die richtigen Torschützen zu finden, aber wenn es nicht sein soll, bist machtlos. Ist halt doof, wenn du zwei Schützen aus einem Spiel richtig hast oder einen alternativen Torschützen richtig hast aber dann zu gierig bist und die noch weiter kombinieren willst. Ich überlege mir gerade wie man Torschützenwetten besser erfolgreich gestalten kann, denn es wäre vlt. cleverer sie ein wenig zu sortieren und dann verschiedene Scheine zu machen. Warum z.B. nicht nochmal ein Schein aber mit Openda und Demirovic statt Sesko und Undav? Aber soweit denkt man halt nicht. Ziel muss es sein ein, zwei "sichere" mit einem alternativen Torschützen oder zwei aus einem Spiel miteinander zu kombinieren. Ich bin zuversichtlich, dass ich da bald mal richtig abräume, war jetzt nahe dran.

Ansonsten kann ich mit dem Spieltag absolut zufrieden sein.

FCA war ich mir sicher die verlieren nicht, ein Spektakel sah ich aber auch nicht. Konnte mich nicht entscheiden, was ich spiele also half ich mir mit drei correct scores, die zusammen eine schöne Quote ergaben.

Am Samstagnachmittag tat ich mir dann schwer, BVB war für mich unspielbar, schade, dass ich nichts auf Union probierte aber der Riecher war da den BVB zu meiden und ich lag damit goldrichtig. Leider nahm ich aber trotzdem noch BVB to score first, was leider total in die Hose ging. Eine dumme Wette, wenn ich doch denke, dass die vlt. nicht mal gewinnen.

Bochum - Wolfsburg las ich total richtig, die Gäste hatten jetzt gute Spiele gegen schwere Gegner gezeigt, Bochum dagegen war und ist für mich Abstiegskandidat und hat seine Heimstärke eingebüßt. Daher war es folgerichtig WOB -0.25 anzuspielen, das over sah ich aber sogar noch besser an und spielte ich mit ordentlichem Einsatz auch an.

Leverkusen hatte ich gar keine Lust erst was zu spielen aber ich dachte einfach, wenn dann kracht es gleich in HZ eins so richtig und Leverkusen schafft ein ähnliches Ergebnis wie die Bayern gegen Kiel. Trotzdem schmeckten mir die lausigen HCs nicht und ich bin im Nachhinein froh nur auf over 1.75 ht gegangen zu sein.

Freiburg stand für mich nach intensiver Recherche fest, ich glaube ich habe selten ein Spiel so genau unter die Lupe genommen, dass sie es normal machen bei Werder. Es ist oft so, der recency bias sagt einem Vorsicht die haben 0:3 gegen Pauli verloren und sind jetzt doch nicht so gut, aber im Falle Freiburgs war einfach klar, dass diese Heimniederlage sehr speziell war und irgendwie auch kurios und ich wusste einfach, dass Freiburg unter Schuster auf Kurs bleiben wird. Bei Werder war es genau umgekehrt, sie lagen 0-3 schnell in Hoffenheim zurück und gewann das Spiel noch, was auch kurios war. In diesen Fällen muss man dann einfach mit dem Team gehen, dass man langfristig vorne sieht und für mich war vor der Saison ja schnell klar, dass ich Freiburg weit über Bremen angesiedelt habe. Solche Wetten sind eigtl. die Erfüllendsten, man hat viel Zeit investiert und ist sich vor Spielbeginn einfach sehr sicher, dass es kommt und kriegt dafür ne ordentliche Quote. Schade, dass ich mich nicht getraut habe direkt auf den Sieg zu gehen aber für Freiburg (0) bekam man eine ordentliche Quote.

Pauli - Mainz habe ich vorher kaum recherchiert, dachte, von professional tipping inspieiert, dass wir es hier mit einem "sicheren" under zu tun haben werden. Letztlich konnte ich mich nur für Burkhardt als Torschützen entscheiden, leider verschoss aber Gordon (Newcastle) einen Elfer und killte mir zusammen mit Scherhant den nächsten Torschützenschein, Balogun (Monaco) und Thuram (Inter) hatte ich getroffen, jammerschade auch um den Schein aber naja. Hätte aber nicht gedachte, dass Pauli so Geschenke verteilt und rechnete am ehesten mit einem Remis. Gut, dass ich die Tore wegließ, auch wenn die Verlockung groß war so nach dem Motto, Stuttgart und Frankfurt kommen ja sichere overs als heute noch das under.

Dass ich das letztlich machte lag daran, dass ich in Heidenheim das under vermutete. Heidenheim diszipliniert, Leipzig erst zwei Gegentore. Das war eigtl. ein under-Geschenk. Ich war aber Sonntagmittag verabredet und sagte mir, dass ich lieber Stuttgart - Hoffe in Ruhe genießen will. Ich ließ HDH - RB und Frankfurt - Bayern komplett aus und bereute zumindest, dass ich Frankfurt - Bayern außer den Torschützen pre Match nicht die over riskierte, es war so doof, weil es gab vor der Partie einfach keinen einzigen vernünftigen Grund für ein under, keine Ahnung warum ich da so zögerte mit den Toren. Zumal ich dachte, und in einem Frankfurt-Forum aufgeschnappt habe, dass die typische Bayern-Mini-Ergebnis-Krise der jüngeren Tage immer so eher drei, vier Spiele lang geht. Ich kam erst zur zweiten HZ wieder nach Hause und war dann aber voll da und geistesgegenwärtig genug noch mit kleinem Einsatz bis zum Schluss an das Remis zu glauben, was ich zu einer sauberen 8.0 auch erwischt habe. Der Dreher @ 40 kam nicht, da war auch nach Spielverlauf nicht möglich, aber you never know.

Dann war es einfach dumm beim VfB gegen Hoffe nicht auf die unders zu gehen. Ich dachte schon vor dem Spieltag, wenn das nicht mal das nächste Sparta-Erlebnis wird. Ein Gegner, der mit einem Punkt in Stuttgart leben könnte, gut dagegen hält, auch genug Qualität hat um selbst gefährlich zu werden, aber sich halt grundsätzlich hinten reinstellen wird; je näher das Spiel rückte, desto schlechter wurde mein Gefühl für Stuttgart. Nach ein paar Minuten entschied ich mich folgerichtig für Hoffenheim over 0.5 TT in der ersten HZ und wurde doch noch belohnt. Schade, dass ich nicht das CS 1-1 riskierte, das Sparta-Ergebnis. Hoffenheim hatte ja gezeigt in der EL das es sich stabilisiert hat und immer wenn ein Trainer auf seinen Ex-Verein trifft muss das obligatorische 1:1 im Raum stehen, wenn es sich um zwei ungefährt gleichwertige Teams handelt.

So war ich alles in allem mit dem Sonntag nicht zufrieden: Leipzig das under nicht getraut, Bayern die Tore liegen lassen, Stuttgart under 4(!) nicht getraut und CS 1-1 nicht getraut, da frage ich mich manchmal schon, warum ich da teilweise nach ordentlicher Recherche und gutem Gefühl mir nicht einfach traue. Aber die bookies wissen halt wie sie es machen müssen, ich denke wäre die over line in Stuttgart niedriger gewesen, hätte ich sie paradoxerweise vlt. angespielt. [[nixweiss]] Live zitterte ich bis zur letzten Sekunde in Stuttgart, weil ich das over 1.5 noch live zum Pusher für Bayern in Frankfurt o 5.5 drin hatte, das war auch ein LoL-Erlebnis.

Erfreulich war in der 2. Liga noch das souveräne over auf Schalke, das man hätte viel viel höher anbrettern müssen.

Achja ich vergaß zu erwähnen, dass ich im Tippspiel erst an den "Burg"-Spieltag glaubte (ein Geistesblitz), also Siege für Wolfsburg, Freiburg und Augsburg, ich weiß heute nicht mehr, warum ich den Text wieder teilweise löschte und dann doch das Remis in Mainz mit reinnahm und Wolfsburg wieder rausschmiss [[nixweiss]] Wäre der sichere Gewinn gewesen. Wozu habe ich die Geistesblitze, wenn ich ihnen nicht folge :mrgreen:[[tutu]][[nixweiss]]

Jetzt kommt erst mal die Länderspielpause und es heißt durchatmen.
 

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7. Spieltag recap

Was für ein wilder Ritt! Der Freitagabend ging gut los. Ich traute mich bei den Dortmundern pre-Match nicht so recht an die over 3.5 line heran und nahm kurzerhand das einfach over 2.5 und kombinierte es mit Darmstadt - Köln, das ja völlig eskalierte, zu einer netten Quote. Von Darmstadt - Köln war ich dann kurz vor Spielbeginn so überzeugt, dass ich immerhin noch das over 3 pre-match ebenfalls anspielte. Live dann perfekt noch das over 2 erwischt beim BVB, so muss ein Spieltag beginnen! Zudem noch Guirassy trifft und BVB gewinnt empfohlen und ebenfalls gekommen. 4/4 Kommerle hieß es also am Freitagabend [[winkewinke]]

Leider von Hertha nichts gesehn, und es hieß die spielen Mist, daher nach dem 0:1 nichts auf die Alte Dame getraut, schade, am Ende sogar das legendäre HC Hertha gekommen.

Da ich endlich mal wieder ordentlich Zeit für eine anständige Wochenend-Recherche hatte, bastelte ich im Analyse-Ordner eine zünftige 7er-Bundesligakombi, die Freitagabend mit Guirassy trifft begann und sich am Sa mit Frankfurt +1.5, Mainz - RB under 3, Gladbach - HDH over 2.5, Adamu oder Grifo trifft, sowie Bayern - VfB over 3 fortsetzte. Der Jubel war groß als Coman tatsächlich noch das vierte Bayern-Tor schoss und ich sah die Quote von 36.20 so gut wie sicher in der Tasche zu haben, denn ich rechnete fest mit einem Wolfsburg-Heimsieg am Sonntag!
Es war das Spiel, bei dem ich mir vor dem Spieltag am sichersten war, und weil ich am Sonntag mit allerhand anderen Dingen beschäftigt war, vergaß ich zwischenzeitlich sogar, dass ich ja noch diese brutale Kombi offen hatte. Ich war unterwegs und sah kurz aufm Handy das 1-0 für Wolfsburg und sah den Schein als so gut wie gewonnen an, selbst bei einem Remis hätte ich immer noch eine 23,80er Quote getroffen.

Dann aus dem Nichts kam plötzlich der Gedanke, hoffentlich halten die das vor der HZ, ehe ich es mich versah, stand es auch schon 1-1. Ich war inzwischen wieder zu Hause aber immer noch dachte ich nicht daran, dass Werder gewinnen wird, und sicherte, vlt. auch etwas aus falschem Stolz heraus nicht ab, wenn dann hätte ich das nach dem 1-0 WOB tun sollen aber, wie gesagt, wenn man von etwas überzeugt ist .... jedenfalls kam es, wie es kommen musste, Wolfsburg vergeigte es brutal und verlor sogar im Handicap. Ich war einfach zu siegesgewiss und weil recht viel zusammenlief am WE dachte ich, ich kann da nur gewinnen. Da ich nicht besonder viel gesetzt hatte auf eine so riesige Kombi hielt sich mein Ärger in Grenzen aber ich hätte mir locker ein paar hundert Euro sichern können, das war schon ein wenig arrogant aber so bin ich halt. [[respect]]

Bei näherer Betrachtung habe ich dann gemerkt, dass WOB DNB die einzige echte Tendenz auf dem Schein war, es war auch glaub die einzige Partie, die ich nicht richtig angeschaut hatte, weil ich so fest damit rechnete, dass WOB nach oben korrigiert wird und Bremen auswärts jetzt genug gewonnen hat usw. Erst gestern sah ich die katastrophale Heimbilanz von WOB (2 Siege in den letzten 15 Bundesligaspielen), das war dann schon doch noch ein wenig ärgerlich, weil ich mit nur ein wenig an Recherche die Partie sonst weggelassen hätte, so wie ich Kiel - Union ja auch wegließ, weil mir nichts Gescheites einfiel. Natürlich war ich auch zu faul das ganze als System anzuspielen. Aber ich will halt immer ganz oder gar nicht [[rauchen]]

Der Schein hat mich aber dazu inspiriert, vlt. in Zukunft ruhig mehrere Wettarten auf einen Schein zu packen und zu vlt. sechs von neun Bundesligapartien in jedem Spiel einen guten Pick zu finden, sei es ein Torschütze, die neu entdeckte Torschützendoppelchance oder natürlich die overs und HCs.

Apropos alternative Torschützen. Das Experiment ist vollends aufgegangen und ich traf alle vier Torschützendoppelchancen, wie man hier nochmal nachverfolgen kann:
https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettvorschläge/fußball/5461711-fussballwetten-14-20-10-2024?p=5462400#post5462400

Umso ärgerlicher dann, dass zwei sehr gut recherchierte Torschützenkombis wieder hauchdünn scheiterten. Ich hatte es ja im Lil geschrieben, hätte ich die alle einzeln angespielt ... naja, es ist halt verflixt wie ich seit Wochen an super lukrativen Torschützenkombigewinnen vorbeischramme, immer fehlt einer [[nixweiss]] Selten so erlebt, dass zwischendrin dann nicht mal wenigstens ein Schein wieder sticht. Auch hier muss ich vlt. weniger alles auf einmal wollen und auch mal ein System spielen oder am besten halt einzeln. Im LilL hatte ich es ja vorgerechnet, dass fast 10Eh hängen geblieben wären, wenn ich die drei Torschützenscheine einzeln gespielt hätte. Anbei mal zwei Fastkommerle angehängt.

Hatte noch mehrere Kombis mit kleinerem Einsatz aber irgendwie hatte ich überall ein Remis verbaut, das aber nirgendwo kam. Der Spieltag war ein krasser Favoritenspieltag - bis auf Wolfsburg [[respect]]

Wobei halt man sagen muss wie super eng Freud und Leid im Fußball beieinander liegen! Wenn Frankfurt den meiner Meinung nach berechtigen Elfer bekommt geht es halt 2:2 aus, dasselbe gilt für Bochum, wenn sie den Elfer nicht versemmeln. Beim VfB ahnte ich eine Abreibung aber traute mich nicht an das HC heran. Dachte auch Gladbach - HDH und Kiel - Union werden Remis. Naja im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, das hätte man ahnen können. Trotzdem: BVB, Bayern, Leipzig, Freiburg und auch Hoffenheim waren einfach keine Überraschung. Dass auch Leverkusen mit der brutalen Heimserie gegen Frankfurt gewinnt, auch nicht wirklich überraschend. Dass Kiel den Unionern liegt konnte man auch vorher überall lesen, lediglich bei Gladbach dachte ich wirklich dass HDH was holt aber überraschend ist der Heimsieg auch nicht. Es ist eben manchmal weniger kompliziert in der Bundesliga als man es selbst macht. Einzig WOB aber lassen wird das.

Ab Samstagabend lief es dann gar nicht mehr: Kaiserlautern my kombi bts, over 3.5 und over 0.5 ht gemacht aber Paderborn zu blöd das Tor zu treffen (zum ersten mal in der Fremde seit Januar in Osnabrück).
Am Sonntag die nächste Torschützenkombi @ 70 knapp verpasst. Zudem noch KSC aus unerfindlichen Gründen auf das over gehockt, das war ein wenig unnötig, weil ziemlich aus dem Bauch heraus ohne Sinn und Verstand. Dann ne halbe Stunde HSV recherchiert gehabt und von Heimsieg mit over 3.5 Toren ausgegangen und was mache ich, spiele eine cs-Kombi (2-1, 3-2 oder 2-2) [[nixweiss]] Also ich weiß nicht, warum ich es mir manchmal noch schwerer mache als es schon ist [[respect]] Immer schön rational bleiben ... aber die Prise Verrücktheit nicht vergessen!

Alles in allem ein doofer Spieltag, der super begann und super schlecht endete, dazwischen verpasste ich es abzusichern. Klar, ich hatte meinen Spaß aber die nächste Zeit gilt es wieder einfacher zu spielen und nicht so viel zu zocken, denn Kleinvieh macht auch Mist, hier eine Kombi da, ein betbuilder dort, eine Torschützenkombi usw. und schon flattert das Geld wieder zielsicher zum Fenster hinaus :mrgreen:
 

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recap bundesliga 10. Spieltag

Endlich mal wieder etwas Zeit für etwas Wettreflektion. Der 10. Spieltag in der Bundesliga war ein richtig lahmer. Wäre das ekstatische 2:3 zwischen Stuttgart und Frankfurt nicht noch gewesen, wäre der Bundesligaspieltag wohl als langweiligster und torärmster seit langem in die Geschichtsbücher eingegangen.

Trotz des Sonntagskrachers fielen insgesamt nur mickrige 19 Tore, was mit Abstand der torärmste Spieltag der Saison darstellt. Mich würde eine Statistik dazu interessieren aber vom Gefühl her wird es im November, wenn es richtig Winter geht tendentiell oft torärmer.

1. Spieltag: 30 Tore 4. Spieltag: 35 Tore 7. Spieltag: 33 Tore
2. Spieltag: 26 Tore 5. Spieltag: 35 Tore 8. Spieltag: 23 Tore
3. Spieltag: 35 Tore 6. Spieltag: 27 Tore 9. Spieltag: 25 Tore

Entsprechend vorsichtig war ich vor dem 10. Spieltag was ein allzu großer Tore-Optimismus anbelangt. Weil ich Tippspiel fast jeder sich gut ein Remis vorstellen konnte bei Union gegen Freiburg, ging ich da ebenfalls von einem Remis aus, sah aber eher Freiburg leicht vorne wegen des aktuellen Trends. Schade, dass ich da kein correct score angespielt habe, auf meinem Merkzettel steht bei Remis(?) daneben correct score (0:0, 1:1, 2:2) als Hilfe, weil, wenn man schon von einem Remis ausgeht und darauf Geld setzt kann man auch gut und gerne die Remis cs probieren. Dazu kam es allerdings nicht. Ich entschied mich am Ende für eine zwar magere 1.60er Quote auf die Doppelte Chance Freiburg und konnte den Spieltag mit einem Gewinn eröffnen.

Weiter ging es dann erst mal in Liga 2 wo Darmstadt - Hertha das over einfach sein musste. Darmstadt war die letzten Wochen das Team der Stunde und sehr treffsicher und bei der Hertha fielen einige in der Abwehr aus. Mampe hat auch nochmal darauf hingewiesen. Das over 3 kam und der zweite Tipp an diesem Spieltag war ebenfalls ein Winnerle.

Den Bundesliga-Samstagnachmittag fand ich dann so tricky, dass ich mir viel zu viel den Kopf zerbrach, und wie immer traute ich meinem Gefühl zu wenig und suchte lieber nach "sichereren" Partien. Leverkusen und Bayern fand ich die overs kein Selbstläufer aber naja man will halt dann doch nicht die unders spielen, hätte ich mal besser getan. BVB war auswärts auch irgendwie klar, dass sie sich in Mainz schwer tun aber die relativ gute Bilanz in Mainz hielt mich davon ab. Schade auch.

Ich konnte aber wenigstens live noch das over 2.5 bei Werder gegen Kiel abstauen, wenngleich ich bis zur letzten Sekunde zittern musste. Leider bildete ich mir dann ein, dass dann halt die Tore bei Gladbach gegen Leipzig kommen werden und ging komplett baden. Der erste Rückschlag war aber zu verkraften.


Dasselbe Zitterspiel wie bei Werder galt dann für das over 1.5 ht am Sonntag bei Elversberg gegen Hannover. Am Sonntag war ich mir dann klar, dass die Tore dann am ehesten in Stuttgart kamen und spielte das over 3 an, leider viel zu klein im Nachhinein aber der Spieltag hatte mich komplett entmutigt was Tore anbelangt und es schien einfach alles möglich. Selbst in Stuttgart wurden die Tore seltsam abgewürgt in HZ eins, es schien wie verhext, ehe das Spiel dann doch noch explodierte. Pre-Match hatte ich endlich mal auf mein Gefühl gehört und die cs 3-2 und 2-3 eingetütet. Meine Enttäuschung war zwar riesengroß, dass das 3:3 der Schwaben aberkannt wurde aber mein Wettkonto freute sich über eine @ 28

Stolz war ich dann noch auf das cs 7-0 das ich live eintütete als mir wieder die Info einfiel, dass Deutschland das letzte mal in Freiburg bei einem Länderspiel 7-0 gewonnen hatte (gegen Luxemburg). Ich konnte mich nicht nur über eine kleine Kombi freuen sondern auch über die stolze @ 9 für das correct score.
 

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recap bundesliga 10. Spieltag

Endlich mal wieder etwas Zeit für etwas Wettreflektion. Der 10. Spieltag in der Bundesliga war ein richtig lahmer. Wäre das ekstatische 2:3 zwischen Stuttgart und Frankfurt nicht noch gewesen, wäre der Bundesligaspieltag wohl als langweiligster und torärmster seit langem in die Geschichtsbücher eingegangen.

Trotz des Sonntagskrachers fielen insgesamt nur mickrige 19 Tore, was mit Abstand der torärmste Spieltag der Saison darstellt. Mich würde eine Statistik dazu interessieren aber vom Gefühl her wird es im November, wenn es richtig Winter geht tendentiell oft torärmer.

1. Spieltag: 30 Tore 4. Spieltag: 35 Tore 7. Spieltag: 33 Tore
2. Spieltag: 26 Tore 5. Spieltag: 35 Tore 8. Spieltag: 23 Tore
3. Spieltag: 35 Tore 6. Spieltag: 27 Tore 9. Spieltag: 25 Tore

Entsprechend vorsichtig war ich vor dem 10. Spieltag was ein allzu großer Tore-Optimismus anbelangt. Weil ich Tippspiel fast jeder sich gut ein Remis vorstellen konnte bei Union gegen Freiburg, ging ich da ebenfalls von einem Remis aus, sah aber eher Freiburg leicht vorne wegen des aktuellen Trends. Schade, dass ich da kein correct score angespielt habe, auf meinem Merkzettel steht bei Remis(?) daneben correct score (0:0, 1:1, 2:2) als Hilfe, weil, wenn man schon von einem Remis ausgeht und darauf Geld setzt kann man auch gut und gerne die Remis cs probieren. Dazu kam es allerdings nicht. Ich entschied mich am Ende für eine zwar magere 1.60er Quote auf die Doppelte Chance Freiburg und konnte den Spieltag mit einem Gewinn eröffnen.

Weiter ging es dann erst mal in Liga 2 wo Darmstadt - Hertha das over einfach sein musste. Darmstadt war die letzten Wochen das Team der Stunde und sehr treffsicher und bei der Hertha fielen einige in der Abwehr aus. Mampe hat auch nochmal darauf hingewiesen. Das over 3 kam und der zweite Tipp an diesem Spieltag war ebenfalls ein Winnerle.

Den Bundesliga-Samstagnachmittag fand ich dann so tricky, dass ich mir viel zu viel den Kopf zerbrach, und wie immer traute ich meinem Gefühl zu wenig und suchte lieber nach "sichereren" Partien. Leverkusen und Bayern fand ich die overs kein Selbstläufer aber naja man will halt dann doch nicht die unders spielen, hätte ich mal besser getan. BVB war auswärts auch irgendwie klar, dass sie sich in Mainz schwer tun aber die relativ gute Bilanz in Mainz hielt mich davon ab. Schade auch.

Ich konnte aber wenigstens live noch das over 2.5 bei Werder gegen Kiel abstauen, wenngleich ich bis zur letzten Sekunde zittern musste. Leider bildete ich mir dann ein, dass dann halt die Tore bei Gladbach gegen Leipzig kommen werden und ging komplett baden. Der erste Rückschlag war aber zu verkraften.


Dasselbe Zitterspiel wie bei Werder galt dann für das over 1.5 ht am Sonntag bei Elversberg gegen Hannover. Am Sonntag war ich mir dann klar, dass die Tore dann am ehesten in Stuttgart kamen und spielte das over 3 an, leider viel zu klein im Nachhinein aber der Spieltag hatte mich komplett entmutigt was Tore anbelangt und es schien einfach alles möglich. Selbst in Stuttgart wurden die Tore seltsam abgewürgt in HZ eins, es schien wie verhext, ehe das Spiel dann doch noch explodierte. Pre-Match hatte ich endlich mal auf mein Gefühl gehört und die cs 3-2 und 2-3 eingetütet. Meine Enttäuschung war zwar riesengroß, dass das 3:3 der Schwaben aberkannt wurde aber mein Wettkonto freute sich über eine @ 28

Stolz war ich dann noch auf das cs 7-0 das ich live eintütete als mir wieder die Info einfiel, dass Deutschland das letzte mal in Freiburg bei einem Länderspiel 7-0 gewonnen hatte (gegen Luxemburg). Ich konnte mich nicht nur über eine kleine Kombi freuen sondern auch über die stolze @ 9 für das correct score.

Grüß die Briske. Sehr interessant. Das sind aber nicht alle Wettscheine die du gespielt hast. Noch Interessanter wäre, wenn du die %-Zahl Einsatz/Gewinn angeben würdest und die Wetten zuvor angeben könntest. dann könnten einige davon auch profitieren.

Ich hatte in den letzten 35 Jahren nie einen Jahres- Schnitt von über 12-15% max. Mal vom Umsatz an Gewinn. Vor 40 Jahren hatte ich aber Umsätze, in sehr guten Jahren von 2 Mio.DM im Jahr. Sonst immer über 1.Mio-1,5. Akt. schaffe ich keine 500.000 Euro mehr, ohne Hilfe noch deutlich weniger. Zudem nerven dann die kleinen Limits.
 
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Reaktionen: samuel
Zum Ende der Hinrunde ein paar Überlegungen.

Auch wenn es aktuell für mich nicht so rund läuft: Die Bundesliga ist und bleibt eine lukrative Liga und ich sage es mit völligem Selbstvertrauen: Hätte ich mehr Diszilpin und würde ausschließlich Bundesliga spielen, wäre ich wahrscheinlich ein reicher Mann.

Woche für Woche wundere ich mich über die relativ gute Berechenbarkeit in dieser Liga. Die Verlockungen des live-Wettens und die immer noch große Anziehungskraft einiger anderer Ligen gilt es einfach abzustellen. Wie oft habe ich bisher in dieser Saison meine Kräfte bereits unter der Woche verbraucht und hatte dann am Do-Abend/Freitag-Morgen gar nicht mehr so große Lust auf Bundesligarecherche. Kein Wunder, wenn man fast täglich die Live-Konsole bearbeitet.

Wetten verbraucht aber Konzentration und Kraft. Wenn ich mir vorstelle ich würde ausgeruht jede Woche dieselbe konkrete Zeit hernehmen, um die Bundesliga konzentriert zu recherchieren und mir in Ruhe die Spiele anzuschauen, will ich gar nicht bedenken, wie viel da drin wäre.

Hier mal elf Punkte von mir aus meiner Bundesligaerfahrung in den letzten Jahren, die ich teilen möchte.

1. Die Herangehensweise an den Spieltag findet am besten komplett ohne die Berücksichtigung von Quoten statt! Selbst die Quote zu machen, ist immer noch die beste Methode, um von vorneherein festzustellen, wo man sich in seiner Wahrnehmung und in seinem Empfinden von der Buchmacherquote unterscheidet, wo es Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten gibt. Selbst zum Buchmacher zu werden mit Bleistift und Papier kann wirklich jeder. Ich mache es oft im Fitness während ich auf dem Rad sitze, niemand sieht in diesem Laden so nachdenklich aus wie ich, wenn er Cardio macht.

2. Seltsamerweise machen die meisten, wenn sie sich überhaupt eigene Quotierungen überlegen, dies nur für den Tendenzen-Markt, Heimsieg, Remis, Auswärtssieg. Es hat sich aber als äußerst spannend für mich erwiesen die over/under-Quoten ebenfalls selbst zu prognostizieren, aus dem Bauch heraus, aus der Erfahrung heraus, glaubt mir da erlebt man einige Überraschungen. Man muss sich immer die Frage stellen: Wo würde ich als Buchmacher die over/under Line ansetzen, um die Spieler zu spalten. Selbst Quoten zu produzieren, anstatt sie nur passiv zu konsumieren, ist der Anfang von jedem seriösen Sportwetten.

3. Es gibt in der Bundesliga viel viel weniger echte Überraschungen als man denkt. Ich bin dazu übergegangen in der ersten groben 1X2-Beurteilung der Stärkeskala der Teams einfach erst einmal blind und dümmlich zu vertrauen und erst dann nach Gründen zu suchen, warum nicht das stärkere Team gewinnen wird. Was diese Leistungstabelle beinhaltet, muss jeder selbst wissen aber wenn ich die Paarung lese, weiß ich im Kopf wer Favorit ist. Natürlich spielen aktuelle Form und Heim-/Auswärtsvorteil eine Rolle aber ich will darauf hinaus, dass in der Bundesglia suprise surprise einfach sauoft das stärkere Team gewinnt. Ich hoffe ihr folgt mir hier noch. Ich meine damit Partien, die mit einer Tendenz enden, wo man am Ende sagen kann: Das ist jetzt keine Überraschung. Ich mache das Experiment und sehe mir alle 153 Ergebnisse aus der Hinrunde an und komme auf eine bis maximal zwei "echte" Überraschungen pro Spieltag. Es ist eben überhaupt nicht so als ob die Liga untippbar ist, wie viele behaupten. Wie oft überraschen Teams extrem, ohne dass es dafür einen Grund gibt? Ich denke von den 153 Spielen sind vlt. 10-15% eine extreme, total unvorhersehbare Überraschung. Die Kunst ist es eben, sich nicht von den Quoten blenden zu lassen. Daher nochmal der Hinweis: Quoten selber machen aus dem Kopf vor dem Spieltag.

4. Insgesamt sind Tendenzen aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen in der Bundesliga, weil man in so einer mega gut quotierten Liga natürlich wenig Value findet. Drei gute Tendenz-Strategien lohnen aber immer noch. Erstens: Der frühe Markt gibt in der Bundesliga immer noch was her. Wenn man fleißig aufgepasst hat, hat man bereits nach Ende des Spieltags schon gute und starke Eindrücke, welches Team einfach auf dem auf- oder absteigenden Ast ist. Zweitens: Handicap-Wetten auf große Favoriten an der richtigen Stelle sind immer noch Gold Wert, da spielt aber Erfahrung eine große Rolle. Man kann am besten natürlich die Bayern genau beobachten, die in aller Regelmäßigkeit zu Kantersiegen ansetzen und man früh noch gute Quoten bekommt. Drittens: Daran anschließend, sind Halbzeit-HCs auf entsprechende Favoriten (-1) oder entsprechende Underdogs (+0.5, +0.75, +1) am frühen Markt teilweise Gold Wert.

5. Die lukrativsten Wetten sind nicht die over-Wetten, sondern die richtigen Underwetten. Problem in der Bundesliga aus Sicht der under-Wetter: Es fallen einfach sauviele Tore! Gestern in der Sportschau hieß es diese Hinrunde ist die torreichste Hinrunde seit 39 Jahren, wenn ich mich nicht verhört habe, waren es 509 Tore (hab es mir notiert, finde die Notizen nicht mehr), das macht einen Toreschnitt von 3.33 Tore pro Spiel! Umso profitabler ist es, wenn man den richtigen Riecher für die wenigen unders hat, die wenig überraschend in den Partien resultieren, in denen ein Team einen offensiv extrem schwachen Lauf hat und gleichzeitig nicht auf ein Team trifft, das deutlich Favorit ist. Es gibt auch in der Bundesliga die tendentiellen under-Teams, nur muss man halt extrem auf den Gegner aufpassen. Oft hat man im Kopf eine Tendenz, die man mit dem Team verbindet und vergisst auf die nackten Zahlen zu schauen. Für potentielle unders gelten auch in der Bundesliga dieselben under-Gesetze wie anderswo: Duelle im Abstiegskampf, Topteam-Duell mit formstarken Abwehrreihen, potentielle "zu-Null" Siege, potentielle Arbeitssiege von geplagten Favoriten, notorisch offensivschwache Vereine, taktische Überlegungen, und last but not least typische h2h-Vergleiche, Mannschaften nach Kanderniederlagen, Safety-First-Spiele nach dem Trainerwechsel, Underdog kann auswärts mit dem Remis leben - all das sind bekannte Faktoren.

6. Kommen wir endlich zu den torreichen Spielen. Wie findet man sie am besten heraus? Indem man einfach die potentiellen under-Spiele aussortiert und den Rest wirklich beherzt overt. Nirgendwo kann man in der Bundesliga so viel und wenig verkehrt machen gleichzeitig wie mit den over-Wetten. So viel verkehrt, weil man zu lange über eine Partie deren Ausgang ungewiss ist in der Wahrnehmung hin- und herüberlegt. Der Spruch: Im Zweifel immer "over" kommt nicht von ungefähr. Wenn man die potentiellen under aussortiert hat, nach oben dargelegten Faktoren, und sich wirklich daran hält, findet man jeden Spieltag locker drei bis vier Overspiele, wo man einfach sagen muss, "da kommen Tore". Wenn dem nicht so war, ist es zu 75% so, dass es doch einen guten Grund gab, dass da eine under-Gefahr besteht und nur 25% ist es Pech. Das ist einfach so. Die meisten gespielten Over scheitern in der Bundesliga daran, dass man einen leichten oder starken Favoriten, der potentiell zu-Null siegen kann, überschätzt. Und man kann dann so wenig verkehrt machen, wenn man wirklich nur die Spiele herauspickt, wo Tore einfach vorprogrammiert sind.

7. Wo sind Tore vorprogrammiert? Welche Spiele sind eben keine Under-Spiele. Für mich sind alle Spiele erst einmal over-tauglich, wo ich davon ausgehe, dass beide Teams Tore erzielen können. 79 von 153 Spielen der Hinrunde endeten im bts + over 2.5. Teams auf Augenhöhe aus dem Mittelfeld mit einer soliden Offensive gehen tendentiell ins over. Ein Topspiel mit sehr starken Offensiven und mindestens einem Team, das eine schwache oder formschwache Abwehr hat, gehen ins Over. Taktische Erwägungen, Rückkehr von entscheidenden Spielern, Offensivlauf von einzelnen Teams, formstarke und zuverlässige Torschützen, h2h-Traditionen, notorisch anfällige Abwehrreihen, Wiedergutmachungs-Spiele, Ausfälle von Abwehrspielern oder ganzen Abwehrreihen, Torwartprobleme, notorische Früh-Kassierer-Teams, Heim- und Auswärtsfaktoren - all das sind Faktoren, die es zu gewichten gilt. Meistens hilft wirklich ein Blick in die Presse, in Foren, in Kommentarspalten, um wichtige "Ereignisse" und News aufzuschnappen. Die Trainer geben teilweise offen die Marschroute für das kommende Spiel vor, in der Bundesliga geht es mit offenem Visier zu. Kaum ein Team überrascht mal mit taktischen Meisterleistungen!

8. Die over-Lines, die man am wenigsten anspielen will, lauten over 3.25 und over 2.75. Die Spiele, die am meisten Scheitern, was overs anbelangt, sind Quoten, die mit diesen Lines herausgegeben werden. Der Klassiker der over 2.75 line ist ein Underdog, der einen Favorit zu Gast hat und die Quote liegt bei 1.84 oder 1.93 (pinnacle). Es sind die typischen Spiele, bei denen man eigtl. kritischer hinschauen müsste, ob überhaupt beide Teams treffen können oder ob nicht doch der Favorit gegen solche Gegner durchaus gerne mal einen knappen zu-Null-Sieg schafft oder ob man vlt. übersieht, dass der Favorit in der Fremde keine so überzeugende Mannschaft ist und eine 1:1 Gefahr oder selten sogar eine 0:0 Gefahr durchaus vorhanden ist. Bookies lieben diese Spiele. Werder - BVB, Bochum - Gladbach, Kiel - Wolfsburg, Pauli - Leipzig, Pauli - Wolfsburg, Union - Frankfurt. Wir alle kennen die üblichen verdächtigen "größeren" Namen, die auswärts in aller Regelmäßigkeit sich gegen underdogs schwer tun. Sehr sehr oft ist genau in diesen Spielen die line bei over 2.75 und ich habe mir angewöhnt allerhöchste Vorsicht walten zu lassen bei dieser line. Sie ist für mich ein Warnsignal, dass hier die Bookies die Sportwetter umso mehr zu einer over-Wette verführen wollen. Ähnlich verhält es sich mit der over 3.25 line, die wir oft sehen, wenn zwei potentiell offensivstarke Teams aufeinanerprallen (ein Topteam ist natürlich sehr sehr oft dabei) aber bei genauerem Hinsehen mindestens eine Seite eigtl. eine starke oder formstarke Abwehrreihe hat. Vorsicht also auch bei dieser line.

9. Das Phänomen bestimmter Quotierungen: 1.5x Quoten! Spiele mit einem 1.5x - Favoriten sind und bleiben höchstverdächtig. Das gilt in erster Linie für Tendenz-Wetten aber kann auch auf over-Tendenzen angewandt werden. Sehe ich eine 1.5er-Quote gehen bei mir inzwischen die Alarmglocken an. In sehr vielen Fällen stimmt mit dem Favoriten dann irgendwas nicht. Es sind oft Nuancen in den Quotierungen, die stuzig machen aber je näher die Quote bei exakt 1.5 liegt, desto größer sind bei mir die Zweifel, das ist die typische "Bookies wissen mehr"-Quote. 2.9x Quoten! Ein weiteres Phänomen sind die 2.9-Quoten, die meist rund sind. 2.90 als Heimquote oder Auswärtsquote bedeutet für mich inzwischen ein no-go, egal, was der rationale Verstand argumentiert. Es ist so als ob die Bookies hier das Signal geben, "also wir wissen zwar nicht ob es hier einen Sieger geben wird, aber dieses 2.90 Team wird auf keinen Fall gewinnen aber wir suggerieren genau das, damit der Durschnittsspieler denkt, wow, das ist ja eine "lukrative" Heimquote bzw. Auswärtsquote. Zig mal gesehen, klar, subjektive Wahrnehmung aber beobachtet diese beiden Quoten mal eine Weile.

10. Das Phänomen des angebrochenen Spieltags. Es ist und bleibt einfach eine Regel, und Ausnahmen bestätigen diese Regel: Der Spieltag ist tendentiell entweder torereich oder torearm. Ein 50:50 dazwischen ist eher die Ausnahme. Daher bewahrheitet es sich auch, dass am Sonntag oft noch "Tore gebraucht" werden oder eben schon "genug Tore" (Briske-Theorem) gefallen sind. Es stimmt auch, weil es sich eben oft einpendelt und es gleichzeitig auch sehr selten ist, dass sämtliche Spiele over oder under ausgehen. Ich habe es nicht nachgezählt aber ich denke das Verhältnis geht eher zu 6:3 over:under als zu 5:4 over-under. In den allermeisten Fällen kann man den noch ausstehenden Toretrend ungefähr prognostizieren. Umgekehrt heißt es die Finger von den overn weglassen, wenn sich eine under-Tendenz abzeichnet. Klar, alles Zufall am Ende aber Muster sind einfach erkennbar imo.

11. Dasselbe gilt für korrekte Ergebnisse. Ein Ergebnis an einem Spieltag kommt selten allein. Fällt am Freitagabend ein 3:2 oder 4:2 zum Beispiel, kann man getrost davon ausgehen, dass mindestens noch eine Partie gibt, die genau das Resultat oder in der Spiegelung (2:3, 2:4) abbildet! Haltet das für Humbug aber es ist einfach auffallend. Auch wenn ich ein 0:0 sehe, schrillen bei mir die Alarmglocken, ebenfalls sind 1:0 und 0:1 verdächtig und kommen selten allein.

Hier mal eine Aufstellung mit auffallenden Ergebnissen. Ich will damit nur sagen, sehe ich eines dieser Ergebnisse und es stehen noch Spiele auf, gefällt es mir die Fantasie spielen zu lassen und davon auszugehen, dass mindestens noch ein Spiel ansteht mit entweder 3:2, 2:3, 4:2, 2:4. Bedenkt man, was man für hohe Quoten bekommt, lohnt sich das allemal auszuprobieren. Das ist auch aufgrund des Torreichtums in der Bundesliga wenig verwunderlich. Fünf Teams haben 7/17 Spielen over 4.5 gespielt, weitere sechs Teams immerhin 5/17 Spielen over 4.5. Es lohnt sich diese korrekten Ergebnisse im Hinterkopf zu behalten. In 5/6 Fällen gab es mindestens noch eines der genannten Resultate an einem Spieltag

1. Spieltag 2:3, 3:2, 3:2
2. Spieltag: 2:3
3. Spieltag: 4:2
4. Spieltag: 2:3
5. Spieltag: 4:2, 2:4
7. Spieltag: 3:2, 2:4
10. Spieltag: 2:3
13. Spieltag: 3:2, 4:2
14. Spieltag: 3:2
16. Spieltag: 2:3, 3:2, 4:2
17. Spieltag: 4:2

Daran anknüpfend kann man sagen, dass, wenn an einem Spieltag es ein Spiel mit mindestens 5 Toren gibt, es sehr wahrscheinlich ist, dass wir noch eins mit mindestens 5 Toren sehen werden. Wie gesagt, ein Resultat oder ein Trend, eine Tendenz, kommen selten allein. Diese Behauptung der Fünftore-Trends gilt für alle Spieltage der Hinrunde bis auf den 6., 8., 10., 12. Spieltag!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Ende der Hinrunde ein paar Überlegungen.

Auch wenn es aktuell für mich nicht so rund läuft: Die Bundesliga ist und bleibt eine lukrative Liga und ich sage es mit völligem Selbstvertrauen: Hätte ich mehr Diszilpin und würde ausschließlich Bundesliga spielen, wäre ich wahrscheinlich ein reicher Mann.

Woche für Woche wundere ich mich über die relativ gute Berechenbarkeit in dieser Liga. Die Verlockungen des live-Wettens und die immer noch große Anziehungskraft einiger anderer Ligen gilt es einfach abzustellen. Wie oft habe ich bisher in dieser Saison meine Kräfte bereits unter der Woche verbraucht und hatte dann am Do-Abend/Freitag-Morgen gar nicht mehr so große Lust auf Bundesligarecherche. Kein Wunder, wenn man fast täglich die Live-Konsole bearbeitet.

Wetten verbraucht aber Konzentration und Kraft. Wenn ich mir vorstelle ich würde ausgeruht jede Woche dieselbe konkrete Zeit hernehmen, um die Bundesliga konzentriert zu recherchieren und mir in Ruhe die Spiele anzuschauen, will ich gar nicht bedenken, wie viel da drin wäre.

Hier mal elf Punkte von mir aus meiner Bundesligaerfahrung in den letzten Jahren, die ich teilen möchte.

1. Die Herangehensweise an den Spieltag findet am besten komplett ohne die Berücksichtigung von Quoten statt! Selbst die Quote zu machen, ist immer noch die beste Methode, um von vorneherein festzustellen, wo man sich in seiner Wahrnehmung und in seinem Empfinden von der Buchmacherquote unterscheidet, wo es Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten gibt. Selbst zum Buchmacher zu werden mit Bleistift und Papier kann wirklich jeder. Ich mache es oft im Fitness während ich auf dem Rad sitze, niemand sieht in diesem Laden so nachdenklich aus wie ich, wenn er Cardio macht.

2. Seltsamerweise machen die meisten, wenn sie sich überhaupt eigene Quotierungen überlegen, dies nur für den Tendenzen-Markt, Heimsieg, Remis, Auswärtssieg. Es hat sich aber als äußerst spannend für mich erwiesen die over/under-Quoten ebenfalls selbst zu prognostizieren, aus dem Bauch heraus, aus der Erfahrung heraus, glaubt mir da erlebt man einige Überraschungen. Man muss sich immer die Frage stellen: Wo würde ich als Buchmacher die over/under Line ansetzen, um die Spieler zu spalten. Selbst Quoten zu produzieren, anstatt sie nur passiv zu konsumieren, ist der Anfang von jedem seriösen Sportwetten.

3. Es gibt in der Bundesliga viel viel weniger echte Überraschungen als man denkt. Ich bin dazu übergegangen in der ersten groben 1X2-Beurteilung der Stärkeskala der Teams einfach erst einmal blind und dümmlich zu vertrauen und erst dann nach Gründen zu suchen, warum nicht das stärkere Team gewinnen wird. Was diese Leistungstabelle beinhaltet, muss jeder selbst wissen aber wenn ich die Paarung lese, weiß ich im Kopf wer Favorit ist. Natürlich spielen aktuelle Form und Heim-/Auswärtsvorteil eine Rolle aber ich will darauf hinaus, dass in der Bundesglia suprise surprise einfach sauoft das stärkere Team gewinnt. Ich hoffe ihr folgt mir hier noch. Ich meine damit Partien, die mit einer Tendenz enden, wo man am Ende sagen kann: Das ist jetzt keine Überraschung. Ich mache das Experiment und sehe mir alle 153 Ergebnisse aus der Hinrunde an und komme auf eine bis maximal zwei "echte" Überraschungen pro Spieltag. Es ist eben überhaupt nicht so als ob die Liga untippbar ist, wie viele behaupten. Wie oft überraschen Teams extrem, ohne dass es dafür einen Grund gibt? Ich denke von den 153 Spielen sind vlt. 10-15% eine extreme, total unvorhersehbare Überraschung. Die Kunst ist es eben, sich nicht von den Quoten blenden zu lassen. Daher nochmal der Hinweis: Quoten selber machen aus dem Kopf vor dem Spieltag.

4. Insgesamt sind Tendenzen aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen in der Bundesliga, weil man in so einer mega gut quotierten Liga natürlich wenig Value findet. Drei gute Tendenz-Strategien lohnen aber immer noch. Erstens: Der frühe Markt gibt in der Bundesliga immer noch was her. Wenn man fleißig aufgepasst hat, hat man bereits nach Ende des Spieltags schon gute und starke Eindrücke, welches Team einfach auf dem auf- oder absteigenden Ast ist. Zweitens: Handicap-Wetten auf große Favoriten an der richtigen Stelle sind immer noch Gold Wert, da spielt aber Erfahrung eine große Rolle. Man kann am besten natürlich die Bayern genau beobachten, die in aller Regelmäßigkeit zu Kantersiegen ansetzen und man früh noch gute Quoten bekommt. Drittens: Daran anschließend, sind Halbzeit-HCs auf entsprechende Favoriten (-1) oder entsprechende Underdogs (+0.5, +0.75, +1) am frühen Markt teilweise Gold Wert.

5. Die lukrativsten Wetten sind nicht die over-Wetten, sondern die richtigen Underwetten. Problem in der Bundesliga aus Sicht der under-Wetter: Es fallen einfach sauviele Tore! Gestern in der Sportschau hieß es diese Hinrunde ist die torreichste Hinrunde seit 39 Jahren, wenn ich mich nicht verhört habe, waren es 509 Tore (hab es mir notiert, finde die Notizen nicht mehr), das macht einen Toreschnitt von 3.33 Tore pro Spiel! Umso profitabler ist es, wenn man den richtigen Riecher für die wenigen unders hat, die wenig überraschend in den Partien resultieren, in denen ein Team einen offensiv extrem schwachen Lauf hat und gleichzeitig nicht auf ein Team trifft, das deutlich Favorit ist. Es gibt auch in der Bundesliga die tendentiellen under-Teams, nur muss man halt extrem auf den Gegner aufpassen. Oft hat man im Kopf eine Tendenz, die man mit dem Team verbindet und vergisst auf die nackten Zahlen zu schauen. Für potentielle unders gelten auch in der Bundesliga dieselben under-Gesetze wie anderswo: Duelle im Abstiegskampf, Topteam-Duell mit formstarken Abwehrreihen, potentielle "zu-Null" Siege, potentielle Arbeitssiege von geplagten Favoriten, notorisch offensivschwache Vereine, taktische Überlegungen, und last but not least typische h2h-Vergleiche, Mannschaften nach Kanderniederlagen, Safety-First-Spiele nach dem Trainerwechsel, Underdog kann auswärts mit dem Remis leben - all das sind bekannte Faktoren.

6. Kommen wir endlich zu den torreichen Spielen. Wie findet man sie am besten heraus? Indem man einfach die potentiellen under-Spiele aussortiert und den Rest wirklich beherzt overt. Nirgendwo kann man in der Bundesliga so viel und wenig verkehrt machen gleichzeitig wie mit den over-Wetten. So viel verkehrt, weil man zu lange über eine Partie deren Ausgang ungewiss ist in der Wahrnehmung hin- und herüberlegt. Der Spruch: Im Zweifel immer "over" kommt nicht von ungefähr. Wenn man die potentiellen under aussortiert hat, nach oben dargelegten Faktoren, und sich wirklich daran hält, findet man jeden Spieltag locker drei bis vier Overspiele, wo man einfach sagen muss, "da kommen Tore". Wenn dem nicht so war, ist es zu 75% so, dass es doch einen guten Grund gab, dass da eine under-Gefahr besteht und nur 25% ist es Pech. Das ist einfach so. Die meisten gespielten Over scheitern in der Bundesliga daran, dass man einen leichten oder starken Favoriten, der potentiell zu-Null siegen kann, überschätzt. Und man kann dann so wenig verkehrt machen, wenn man wirklich nur die Spiele herauspickt, wo Tore einfach vorprogrammiert sind.

7. Wo sind Tore vorprogrammiert? Welche Spiele sind eben keine Under-Spiele. Für mich sind alle Spiele erst einmal over-tauglich, wo ich davon ausgehe, dass beide Teams Tore erzielen können. 79 von 153 Spielen der Hinrunde endeten im bts + over 2.5. Teams auf Augenhöhe aus dem Mittelfeld mit einer soliden Offensive gehen tendentiell ins over. Ein Topspiel mit sehr starken Offensiven und mindestens einem Team, das eine schwache oder formschwache Abwehr hat, gehen ins Over. Taktische Erwägungen, Rückkehr von entscheidenden Spielern, Offensivlauf von einzelnen Teams, formstarke und zuverlässige Torschützen, h2h-Traditionen, notorisch anfällige Abwehrreihen, Wiedergutmachungs-Spiele, Ausfälle von Abwehrspielern oder ganzen Abwehrreihen, Torwartprobleme, notorische Früh-Kassierer-Teams, Heim- und Auswärtsfaktoren - all das sind Faktoren, die es zu gewichten gilt. Meistens hilft wirklich ein Blick in die Presse, in Foren, in Kommentarspalten, um wichtige "Ereignisse" und News aufzuschnappen. Die Trainer geben teilweise offen die Marschroute für das kommende Spiel vor, in der Bundesliga geht es mit offenem Visier zu. Kaum ein Team überrascht mal mit taktischen Meisterleistungen!

8. Die over-Lines, die man am wenigsten anspielen will, lauten over 3.25 und over 2.75. Die Spiele, die am meisten Scheitern, was overs anbelangt, sind Quoten, die mit diesen Lines herausgegeben werden. Der Klassiker der over 2.75 line ist ein Underdog, der einen Favorit zu Gast hat und die Quote liegt bei 1.84 oder 1.93 (pinnacle). Es sind die typischen Spiele, bei denen man eigtl. kritischer hinschauen müsste, ob überhaupt beide Teams treffen können oder ob nicht doch der Favorit gegen solche Gegner durchaus gerne mal einen knappen zu-Null-Sieg schafft oder ob man vlt. übersieht, dass der Favorit in der Fremde keine so überzeugende Mannschaft ist und eine 1:1 Gefahr oder selten sogar eine 0:0 Gefahr durchaus vorhanden ist. Bookies lieben diese Spiele. Werder - BVB, Bochum - Gladbach, Kiel - Wolfsburg, Pauli - Leipzig, Pauli - Wolfsburg, Union - Frankfurt. Wir alle kennen die üblichen verdächtigen "größeren" Namen, die auswärts in aller Regelmäßigkeit sich gegen underdogs schwer tun. Sehr sehr oft ist genau in diesen Spielen die line bei over 2.75 und ich habe mir angewöhnt allerhöchste Vorsicht walten zu lassen bei dieser line. Sie ist für mich ein Warnsignal, dass hier die Bookies die Sportwetter umso mehr zu einer over-Wette verführen wollen. Ähnlich verhält es sich mit der over 3.25 line, die wir oft sehen, wenn zwei potentiell offensivstarke Teams aufeinanerprallen (ein Topteam ist natürlich sehr sehr oft dabei) aber bei genauerem Hinsehen mindestens eine Seite eigtl. eine starke oder formstarke Abwehrreihe hat. Vorsicht also auch bei dieser line.

9. Das Phänomen bestimmter Quotierungen: 1.5x Quoten! Spiele mit einem 1.5x - Favoriten sind und bleiben höchstverdächtig. Das gilt in erster Linie für Tendenz-Wetten aber kann auch auf over-Tendenzen angewandt werden. Sehe ich eine 1.5er-Quote gehen bei mir inzwischen die Alarmglocken an. In sehr vielen Fällen stimmt mit dem Favoriten dann irgendwas nicht. Es sind oft Nuancen in den Quotierungen, die stuzig machen aber je näher die Quote bei exakt 1.5 liegt, desto größer sind bei mir die Zweifel, das ist die typische "Bookies wissen mehr"-Quote. 2.9x Quoten! Ein weiteres Phänomen sind die 2.9-Quoten, die meist rund sind. 2.90 als Heimquote oder Auswärtsquote bedeutet für mich inzwischen ein no-go, egal, was der rationale Verstand argumentiert. Es ist so als ob die Bookies hier das Signal geben, "also wir wissen zwar nicht ob es hier einen Sieger geben wird, aber dieses 2.90 Team wird auf keinen Fall gewinnen aber wir suggerieren genau das, damit der Durschnittsspieler denkt, wow, das ist ja eine "lukrative" Heimquote bzw. Auswärtsquote. Zig mal gesehen, klar, subjektive Wahrnehmung aber beobachtet diese beiden Quoten mal eine Weile.

10. Das Phänomen des angebrochenen Spieltags. Es ist und bleibt einfach eine Regel, und Ausnahmen bestätigen diese Regel: Der Spieltag ist tendentiell entweder torereich oder torearm. Ein 50:50 dazwischen ist eher die Ausnahme. Daher bewahrheitet es sich auch, dass am Sonntag oft noch "Tore gebraucht" werden oder eben schon "genug Tore" (Briske-Theorem) gefallen sind. Es stimmt auch, weil es sich eben oft einpendelt und es gleichzeitig auch sehr selten ist, dass sämtliche Spiele over oder under ausgehen. Ich habe es nicht nachgezählt aber ich denke das Verhältnis geht eher zu 6:3 over:under als zu 5:4 over-under. In den allermeisten Fällen kann man den noch ausstehenden Toretrend ungefähr prognostizieren. Umgekehrt heißt es die Finger von den overn weglassen, wenn sich eine under-Tendenz abzeichnet. Klar, alles Zufall am Ende aber Muster sind einfach erkennbar imo.

11. Dasselbe gilt für korrekte Ergebnisse. Ein Ergebnis an einem Spieltag kommt selten allein. Fällt am Freitagabend ein 3:2 oder 4:2 zum Beispiel, kann man getrost davon ausgehen, dass mindestens noch eine Partie gibt, die genau das Resultat oder in der Spiegelung (2:3, 2:4) abbildet! Haltet das für Humbug aber es ist einfach auffallend. Auch wenn ich ein 0:0 sehe, schrillen bei mir die Alarmglocken, ebenfalls sind 1:0 und 0:1 verdächtig und kommen selten allein.

Hier mal eine Aufstellung mit auffallenden Ergebnissen. Ich will damit nur sagen, sehe ich eines dieser Ergebnisse und es stehen noch Spiele auf, gefällt es mir die Fantasie spielen zu lassen und davon auszugehen, dass mindestens noch ein Spiel ansteht mit entweder 3:2, 2:3, 4:2, 2:4. Bedenkt man, was man für hohe Quoten bekommt, lohnt sich das allemal auszuprobieren. Das ist auch aufgrund des Torreichtums in der Bundesliga wenig verwunderlich. Fünf Teams haben 7/17 Spielen over 4.5 gespielt, weitere sechs Teams immerhin 5/17 Spielen over 4.5. Es lohnt sich diese korrekten Ergebnisse im Hinterkopf zu behalten. In 5/6 Fällen gab es mindestens noch eines der genannten Resultate an einem Spieltag

1. Spieltag 2:3, 3:2, 3:2
2. Spieltag: 2:3
3. Spieltag: 4:2
4. Spieltag: 2:3
5. Spieltag: 4:2, 2:4
7. Spieltag: 3:2, 2:4
10. Spieltag: 2:3
13. Spieltag: 3:2, 4:2
14. Spieltag: 3:2
16. Spieltag: 2:3, 3:2, 4:2
17. Spieltag: 4:2

Daran anknüpfend kann man sagen, dass, wenn an einem Spieltag es ein Spiel mit mindestens 5 Toren gibt, es sehr wahrscheinlich ist, dass wir noch eins mit mindestens 5 Toren sehen werden. Wie gesagt, ein Resultat oder ein Trend, eine Tendenz, kommen selten allein. Diese Behauptung der Fünftore-Trends gilt für alle Spieltage der Hinrunde bis auf den 6., 8., 10., 12. Spieltag!

Wenn du dir doch so sicher bist Briske, das du nur alleine wenn du die 1. Bundesliga tippst ein reicher Mann wärst, warum dann nicht darauf konzentrieren. Ich kann es mir nicht vorstellen, da man auch gesehen hat, wie schwankende deine Ergebnisse heuer nur in der 1.Bundesliga waren. Zudem bleibt es ein Quotenspiel, nur über die Quote die wirklich Value hat kannst auf sehr lange Sicht im Plus sein. Und da musst du gewaltigen Umsatz machen, den mehr wie 10-12% Netto wird nicht übrig bleiben. Wenn man davon leben soll, brauchst 500.000 Umsatz und die 12% pro Jahr.

Ich mache jede Woche die Quoten selbst, sobald die Spiele der letzten Runde in der Bundesliga alle aus sind. Buchmacher haben ja oft schon für die daraufkommende Woche die Quoten drin. Richtig daneben liege ich da nie, nur das Problem ist ja, das ich die Quoten so mache um auf der Seite Geld zu bekommen, die die Masse der Spieler favorisiert und ich die Partie anders einschätze. Beispiel Frankfurt : BVB würde ich jetzt, da sicher ist das Marmoush nicht mehr spielt eine 2,35 auf den Heimsieg geben. Sehr Remislastig diese Partie, Quoten von 3,80 sollten da Value haben. BVB 2,85/2,90 in Ordnung weil halt die Mannschaft schlecht ist. Glaube aber das sie den 3er holen können.

Lassen wir die Bayern und Leverkusen weg, sind von den 6 Partien, 3 kaum zu tippen. Union : Mainz, Kiel :Hoffenheim, HDH : St.Pauli. Tendenz das Union wieder nicht gewinnt. Kiel auch nicht Hoffenheim schlägt, und St.Pauli in Heidenheim punktet. Bei Bochum : Leipzig lockt die 2,10 Quote, Rose müsste schon lange weg sein, das macht keinen Sinn mehr. Bremen immer enttäuschend wenn es darauf ankommt, ist Favo gegen Augsburg unter einer 2er Quote kein Value.

Das Badener Derby ist immer offen, auch wenn nichts für den SC spricht. 1,70 auf Stuttgart nichts wert. Auf bts über/unter gehe ich nicht ein. Man kann bei jeder Partie genauso das Gegenteil analysieren und es wird wahrscheinlich immer 50/50 ausgehen. Gibt Phasen da triffst du mal 5 von 6 und dann wieder nur 1 von 5. Nur mit der Quote ist da ein dauerhafter Erfolg möglich.

Bei Nr.7 ist genau das ja die Crux, das dann das Top 3 Team Offensivstark nur 1:0 gewinnt, siehe Leverkusen : Mainz und der Abwehrschwach Verein wie Kiel nicht mal ein Gegentor in der 1.Hz gegen einen offensivstarken Gegner wir den BVB fängt.

Wenn man das alles so leicht "berechnen" könnte und du den Stein der Weisen gefunden hättest Briske, zudem auch noch alle Spiele hier reinstellst, dann würde es bald keinen Buchmacher mehr geben der Spiele von Dir und den zigtausend Spielern die ja "gefahrlos" nachtippen könnten, geben.

Ganz nüchtern die Sache angehen, ich bin auch so unzufrieden da trotz 5-6 Std jeden Tag Spiele anschauen, recherchieren selbst Training beobachten nicht vom Fleck komme. Dacht wirklich, das ich nach 5 Jahren hier scheiben bei 500 EH stehe werde und nicht bei lächerlichen 77 EH.

Wünsche Dir einen schönen Abend Briske und wir freuen uns auf einen regen Austausch.
 
Road to 674k

Wir haben jetzt 19 Spieltage hinter uns.

Nach strapaziösen Wochen mit unglaublich vielen knappen Kombi-Nichtkommern im @ 100-200 Bereich ändere ich meine Strategie und starte hier den Versuch jeden Spieltag einen wasserdichten Verdoppler zu posten. "Verdoppler" darf dabei nicht wortwörtlich verstanden werden. Sobald ich eine 1.80 beisammen habe, reicht mir das. Es soll sich nur um Spiele aus der 1. Bundesliga handeln, wir fokussieren uns auf Kommer, nicht auf value oder sonst was.

Wenn wir es schaffen, jeden Spieltag die mindestens 1.8er Quote zu treffen haben wir nach 34 Spieltagen 674k auf unserem Konto bei 100 Euro Startkapital. Es wird immer alles gesetzt, versteht sich von selbst.

Ich freue mich auf die Challenge [[winkewinke]]
 
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Reaktionen: Nixblicker und fradi
Bundesliga-Tagebuch reloaded Saison 2025/26

2. Bundesliga Saisonprognose (ohne besondere Reihenfolge)

SCHALKE 04

Auf den Punkt:
Schalke 04 hat die schlechteste Saison seiner Vereinsgeschichte hinter sich. Mit einem 14. Platz in der zweiten Liga und nur knapp dem Abstieg entronnen, steht der traditionsreiche Verein vor einer entscheidenden Spielzeit. Die Offensive funktionierte mit 52 erzielten Toren noch vergleichsweise gut, doch die Defensive erwies sich als Achillesferse: Mit 62 Gegentoren stellte Schalke die drittschlechteste Abwehr der Liga. Nur die Mannschaften auf den Plätzen 16 (Braunschweig) und 18 (Regensburg) kassierten mehr Treffer.
Diese Leistung war, wie es intern und extern bewertet wurde, "absolut indiskutabel" und "nicht vereinswürdig". Nach dem Scheitern der Trainer Karel Geraerts und Kess van Wonderen in der vergangenen Spielzeit steht nun ein kompletter Neuanfang an.

Kader + Personalien:
Mit Miron Muslic hat der FC Schalke 04 einen in Deutschland weitgehend unbekannten Trainer verpflichtet. Der Österreicher soll frischen Wind in den kriselnden Verein bringen und ihn zurück zu alter Stärke führen. Der FC Schalke 04 befindet sich in einem umfassenden Kaderumbruch. Mit einem aktuellen Marktwert von 32,95 Millionen Euro liegt der Verein zwar auf Platz 4 der 2. Bundesliga, allerdings ist dieser Wert trügerisch. Allein Mousa Sylla und Taylan Bulut machen mit jeweils 6 Millionen Euro einen erheblichen Teil des Gesamtwertes aus - und mindestens einer der beiden wird den Verein noch verlassen. Zu den wichtigsten Zugängen gehören Katic, El Faouzi und Timo Becker. Wichtige Abgänge: Seguin, Murkin und Tempelmann. Weitere Transfers werden erwartet, sowohl Zu- als auch Abgänge, wobei die chronisch angespannte finanzielle Situation des Vereins ein limitierender Faktor bleibt. Die ersten 11-13 Spieler werden als konkurrenzfähig eingeschätzt, danach wird es im Kader jedoch "enger und schwieriger".

Taktisches:
Muslic ist ein absoluter Verfechter der Dreierkette. Er verzicht weitgehend auf klassischen Ballbesitzfußball und bevorzugt ein schnelles Umschaltspiel nach vorne; es ist eine klare Tendenz zu direktem Spiel ("Kick and Rush") zu erkennen. In den ersten Testspielen zeigte sich bereits, dass sein Spielstil zwar direkt ist, aber nicht ganz so extrem auf "Kick and Rush" ausgerichtet wie befürchtet.

Prognose:
Die taktische Umstellung auf eine Dreierkette unter dem neuen Trainer Miron Muslic, kombiniert mit den personellen Veränderungen, macht die Prognose zusätzlich schwierig. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Mannschaft an das neue System gewöhnt und ob die Defensive stabilisiert werden kann, der größte Schwachpunkt der Vorsaison. Besonders herausfordernd ist das Auftaktprogramm, das "durchaus brutal" erscheint. Mit dem Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC, gefolgt von Partien gegen Kaiserslautern, Bochum, Dynamo Dresden und Absteiger Holstein Kiel steht der Verein vor einem schwierigen Start. Diese Konstellation könnte schnell für "Druck auf dem Kessel" sorgen, falls die ersten Spiele nicht erfolgreich verlaufen.



HANNOVER 96
Auf den Punkt:
Die vergangene Saison von Hannover 96 war geprägt von unerfülltem Potenzial. Mit dem neunten Platz und 51 Punkten blieb man deutlich hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Das Hauptproblem lag in der fehlenden Beständigkeit. Weder unter Stefan Leitl noch unter seinem Nachfolger Andreas Breitenreiter gelang es, die qualitativ hochwertige Mannschaft über längere Phasen auf Erfolgskurs zu bringen. Die 12 Unentschieden sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass dem Team oft der entscheidende Punch zum Sieg fehlte. Besonders auffällig war die Diskrepanz zwischen Defensive und Offensive: Mit nur 36 Gegentoren stellte Hannover eine der besten Abwehrreihen der Liga – sogar besser als die Aufsteiger 1. FC Köln und der Hamburger SV. Die magere Ausbeute von nur 41 erzielten Toren offenbarte jedoch das zentrale Problem: mangelnde Durchschlagskraft im Angriff.

​Kader + Personalien:​
Diese offensive Schwäche soll nun durch den neuen Trainer Christian Titz und die Transferoffensive behoben werden. ​Nun setzt der Verein voll auf frischen Wind.​ Hannover 96 hat sich in dieser Transferperiode als eine der aktivsten Mannschaften der 2. Bundesliga erwiesen. Mit einem umfassenden Kaderumbruch, einem neuen Trainer und zahlreichen Neuzugängen positioniert sich der Verein neu für die kommende Saison. Der ehemalige Coach des 1. FC Magdeburg bringt eine ausgeprägte Spielphilosophie mit, die auf Ballbesitz und offensiven Fußball ausgerichtet ist. Seine Verpflichtung kam für viele überraschend, da ihm durchaus Chancen auf einen Posten in der ersten Bundesliga zugetraut wurden. Der Kader ist auf allen Positionen mit qualitativ hochwertigen und entwicklungsfähigen Spielern besetzt. Zu den wertvollen Abgängen zählen natürlich Tresoldi und Identifikationsfigur Torwart Zieler sowie Neumann, Kunze und Voglsammer. Die zahlreichen Zugänge sind interessant: Blank kommt als Leihe von Salzburg, Ghita als weiterer IV fest aus Polen; Taibi ins ZM aus Frankreich; Pichler + Sterner kommen aus Kiel und Bundu als dynamischer RA von Plymouth. Wörl kehrt aus Bielefeld zurück! Noll als TW-Leihe aus Hoffenheim.

​Taktisches:
Taktisch setzt Titz bevorzugt auf ein 3-4-3-System, nachdem er früher häufiger im 4-3-3 spielen ließ. Sein Spielstil ist gewöhnungsbedürftig und erfordert intensive Einarbeitung, was sich auch in seiner Zeit in Magdeburg zeigte. Dort brauchte das Team eine gewisse Anlaufzeit, um seine Ideen vollständig zu verinnerlichen. Wenn sein System jedoch greift, kann es zu begeisterndem Fußball führen - allerdings mit dem Risiko spektakulärer Niederlagen, wie das Spiel gegen Münster zeigte. Die potenzielle Startformation unter Christian Titz im 3-4-3-System verspricht attraktiven Offensivfußball, besonders mit Akteuren wie Bundu auf dem rechten Flügel. Die größte Herausforderung für Hannover 96 wird die Integration der vielen Neuzugänge sein.

​​Prognose:
Für die kommende Saison ist Hannover 96 trotz des Umbruchs als potenziellen Aufstiegskandidat einzustufen. Anders als in vergangenen Spielzeiten gibt es in dieser Saison keinen übermächtigen Favoriten, was die Chancen für die Niedersachsen erhöht. Es sind zwei Szenarien denkbar: Entweder gelingt die Integration schnell und der Verein kann direkt um den Aufstieg mitspielen, oder das Team benötigt ein Jahr zum Zusammenwachsen, um dann in der Folgesaison voll anzugreifen. Aktuell tendiere aufgrund mangelnder echter Führungsspieler und mangelnder Identifikationsfiguren eher dazu, Hannover auch als mögliche negative Überraschung einzuschätzen. Vor allem die Abwehr könnte etwas bröckeln, zumal mit Zieler einer der besten Torhüter der 2. Bundesliga einfach nicht mehr da ist und Noll bei Fürth satte 50 Tore kassiert hat und fast abstieg. Andererseits ist der Trainer halt der Star und wenn der mit seinem Charisma alle mitzieht, kann das schon was werden.



HERTHA BSC
Auf den Punkt:
Die vergangene Spielzeit endete für die Hertha auf dem 11. Platz mit 44 Punkten - ein Ergebnis, das auf den ersten Blick nach einer entspannten, wenn auch enttäuschenden Saison aussieht. Doch der Schein trügt: Einige Wochen vor Saisonende befand sich die Mannschaft noch mitten im Abstiegskampf und schien kurzzeitig gefährdet. Trotz eines qualitativ hochwertigen Kaders, der eigentlich Ambitionen in Richtung Aufstiegsplätze hätte haben sollen, konnte die Hertha nicht den gewünschten Fußball spielen. Zahlreiche Verletzungen und inkonsistente Leistungen führten zu einer insgesamt enttäuschenden Saison, die einen Trainerwechsel zur Folge hatte. Mit der Übernahme durch Stefan Leitl kam die Wende. In 12 Spielen unter seiner Leitung konnte die Hertha eine solide Performance mit durchschnittlich 1,58 Punkten pro Spiel zeigen. Obwohl der Start unter Leitl holprig war, verbesserten sich die Leistungen mit der Zeit deutlich, als die Mannschaft sich zunehmend an seine Spielidee anpasste.

​Kader + Personalien:​
​Obwohl er nicht primär für die Förderung junger Spieler bekannt ist, vernachlässigt Leitl diese nicht komplett und setzt auf eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Die Transferperiode brachte einige bedeutende Veränderungen im Kader der Härte mit sich. Bei den Abgängen stechen besonders zwei Spieler hervor: Scherhant der für 2 Millionen Euro zum SC Freiburg wechselte, und Ibrahim Maza, der für beachtliche 12 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen ging. Dieser Toptransfer spülte wichtiges Geld in die Kassen, das für Neuverpflichtungen genutzt werden konnte. Es verleißen auch ein paar nahmhafte Spieler den Verein ablösefrei, wie etwa Niederlechner, Kenny, Palko Dardai oder Prevljak. Neuzugänge sind Seguin, Kolbe, Krattenmacher (Bayern-Leihe), Jensen und Gröning allesamt aber wenig teuer. Es ist zu erwarten, dass die Hertha noch ein oder zwei weitere Spieler verpflichten wird, obwohl der Kader auch ohne weitere Transfers bereits gut aufgestellt ist. Dass Kownacki jetzt noch als Leihe kommt, macht den Berlinern weitere Hoffnung im Sturm.

​​Taktisches:
3-4-1-2 oder 3-5-2 unter Stefan Leitel, das heißt ein pragmatischer, ergebnisorientierter Fußballstil. Besonders im zentralen Mittelfeld ist die Hertha hervorragend aufgestellt mit Spielern wie Karbownik, Kevin Sessa und dem Neuzugang Paul Seguin. In einer möglichen 3-4-1-2-Formation könnte Leihspieler Krattenmacher schnell zum Unterschiedsspieler avancieren. Im Sturm konkurrieren Winkler und Neuzugang Grönning von Ingolstadt um die Startplätze, letzterer dürfte mittelfristig Ansprüche anmelden, Reese ist gesetzt. Die Einsatzzeiten für Lukas Schuler sind unklar.

Prognose: Der aktuelle Kader der Härte strotzt vor Qualität und weist mit 36,5 Millionen Euro den zweit wertvollsten Kaderwert der Liga auf, nur übertroffen von Holstein Kiel. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Mannschaften ist die Tiefe des Kaders: Während andere Teams zwar eine starke Startelf haben, aber bei Einwechslungen oder Verletzungen an Qualität einbüßen, verfügt die Hertha über eine ausgezeichnete "zweite Reihe". Für die kommende Saison muss das Ziel der Hertha eindeutig der Aufstiegskampf sein. Unter Stefan Leitl wird der Fußball möglicherweise nicht immer der attraktivste sein, da er für einen eher pragmatischen Stil bekannt ist. Die Hertha wird voraussichtlich lange oben mitspielen und sich zwischen Platz 1 und 6 einpendeln. Der genaue Tabellenplatz wird von verschiedenen Faktoren abhängen, wie der Verletzungssituation, möglichen Wintertransfers und der Entwicklung unter Trainer Leitl. Mit dem aktuellen Kader und der positiven Entwicklung unter dem neuen Trainer stehen die Chancen gut, dass die Härte bis zum Saisonende um den Aufstieg mitspielen wird.

 
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1. FC KAISERSLAUTERN

Auf den Punkt:
Der 1. FC Kaiserslautern beendete die vergangene Saison auf dem 7. Tabellenplatz mit insgesamt 53 Punkten. Lange Zeit hatte die Mannschaft noch Chancen auf die Aufstiegsplätze, am Ende fehlten jedoch fünf Punkte auf Elversberg, was angesichts der gezeigten Leistungen durchaus bitter war. Mit mehr Konstanz wäre definitiv mehr möglich gewesen.
Mit 56 erzielten Toren stellte Kaiserslautern eine der besseren Offensivreihen der Liga. Diese Torausbeute war sogar besser als die des Meisters 1. FC Köln, was die offensive Qualität der Mannschaft unterstreicht. Die größte Schwachstelle war eindeutig die Defensive. Mit 55 Gegentoren zeigte sich hier eine deutliche Anfälligkeit, die letztendlich den möglichen Aufstieg verhinderte. Diese Baustelle gilt es in der neuen Saison zu beheben. Insgesamt kann die Saison dennoch als sehr solide bewertet werden, besonders wenn man bedenkt, dass in der Vorsaison noch lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft wurde. Die positive Entwicklung ist erkennbar, auch wenn am Ende mehr möglich gewesen wäre.


Kader + Personalien:
Mit Thorsten Lieberknecht hat der FCK einen erfahrenen Zweitliga-Trainer verpflichtet, der bereits am Ende der vergangenen Saison übernommen hat. Der ehemalige Profi des Vereins gilt als Spezialist für die 2. Bundesliga und hat bereits mit Eintracht Braunschweig und Darmstadt 98 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft.
​Besonders der Abgang von Ragnar Ache zum 1. FC Köln für 4,5 Millionen Euro ist ein herber Verlust für den Verein. Ache war einer der Leistungsträger und wird schwer zu ersetzen sein. Auch der Abgang von Kaloc nach Bulgarien für 2,5 Millionen Euro sowie das Ende der Leihe von Yokota, einem Spieler mit viel Potenzial, sind schmerzlich. Bei den Zugängen sticht besonders Semih Sahin von Elversberg hervor, ein Transfer, der für die zweite Liga als Coup bezeichnet werden kann. Mit Ivan Prtajin wurde zudem ein physisch starker Stürmer verpflichtet, der bei Union Berlin zwar nicht überzeugen konnte, aber bei Wehen Wiesbaden bereits sein Können in der 2. Liga unter Beweis gestellt hat. Weitere Verstärkungen wie Simon Asta, Fabian Kunze, Daniel Hanslik, Gyamfi und Emreli komplettieren den Kader. Tachie kehrt nach Leihe zurück. Kim ist als PL-Talent eine sehr interessante und vielversprechende Leihe in der Abwehr von Brentford.

Taktisches:
Thorsten Lieberknecht wird voraussichtlich auf sein bewährtes 3-4-1-2-System setzen. Im Mittelfeld könnten Kunze und Sahin eine spannende Kombination bilden, wobei Kunze eher defensiv und Sahin offensiv ausgerichtet ist. Kapitän Marlon Ritter dürfte auf der Zehnerposition agieren und das Spiel lenken. Im Sturm stellt sich die Frage, wer neben Ivan Prtajin auflaufen wird. Hier gibt es mehrere Optionen, die Lieberknecht im Laufe der Vorbereitung testen dürfte.

Prognose:
Der 1. FC Kaiserslautern möchte in dieser Saison besser oder mindestens wieder Platz 7 erreichen. Die Vereinsführung wünscht sich einen Sprung nach vorne, was angesichts des Kaders und der Konkurrenzsituation in der 2. Bundesliga durchaus realistisch erscheint. Ob die hohen Erwartungen, die das Umfeld allgemein hat, berechtigt sind, muss abgewartet werden. Die Defensive wurde mit interessanten Spielern verstärkt, aber es bleiben Fragen offen, wie stabil das Ganze am Ende wirklich ist. Reichen die Neuzugänge und Leihen wirklich aus? Vorne hofft man, dass man Ache kompensieren kann, aber auch hier muss es sich noch zeigen. Lieberknecht ist aber ein super Trainer für die 2. Liga, man hat eine gute Mischung zwischen Führungsspielern, Talenten und Hoffnungsträgern, dazu die besten Fans der Welt, zusammen mit dem VfB Stuttgart. Ich denke Platz 3-7 ist am Ende realistisch. Weil es keinen haushohen Favoriten gibt heuer, ist für mich Lautern einer der top Geheimfavoriten, wenn sie die Defensive in Griff kriegen.