Briskes Bundesligatagebuch

6. Spieltag recap

Die Woche war geprägt von misslungenen Torschützenwetten. Selten bin ich so oft so knapp an einem Megawin vorbeigeschrammt aber Torschützenwetten sind halt Hochrisikowetten, machen wir uns nichts vor. Die Wahrscheinlichkeit gleich mehrere Torschützen korrekt zu kombinieren, ist einfach gering und trotzdem ist es einfach bitter, wenn dein Torschütze der noch fehlt den Pfosten trifft, nen Elfer verballert oder einfach der andere Stürmer trifft, und nicht der, den du noch bräuchtest, im Anhang zwei von mehreren Scheinen, wo einfach nicht viel fehlte.

Bei Celtic hatte ich Maeda das letzte Mal schon richtig getippt und ich dachte jetzt ist der andere Japaner, Furuhashi, mal wieder dran. Doch leider traf wieder Maeda und Furuhashi hatte keinen guten Tag. Ich hatte auch im Gefühl dass der BVB ein richtig gutes Spiel macht und war auf den overs aber ich kam gar nicht darauf auch einfach einen zweiten BVB-Schützen in den Schein mitzunehmen, das wäre dann Adeyemi geworden, naja.

Der andere Schein war auch Pech, weil ich lange überlegte ob Openda oder Sesko, mich dann auf den letzten Drücker umentschied. Der Ausgang ist bekannt, Seskos Tor wurde aberkannt und Openda war der einzige Torschütze. Ähnlich lief es beim VfB. Ich wusste, dass es ein schweres Spiel für den VfB wird und dachte zuerst an Demirovic. Dann war ich mir aber gar nicht sicher ob er von Beginn an spielen wird und entschied mich ziemlich doof für Undav obwohl ich kein gutes Gefühl hatte und die Quote auch eigtl. zu niedrig war. Es kam wie es kommen musste, Undav vergab ein paar Chancen und Demirovic wurde eingewechselt und traf. Wäre er wenigstens für Undav eingewechselt worden hätte mich die Torschützengarantie gerettet bei wmx aber so war es halt nicht.

Manchmal bin ich halt wie besessen davon die richtigen Torschützen zu finden, aber wenn es nicht sein soll, bist machtlos. Ist halt doof, wenn du zwei Schützen aus einem Spiel richtig hast oder einen alternativen Torschützen richtig hast aber dann zu gierig bist und die noch weiter kombinieren willst. Ich überlege mir gerade wie man Torschützenwetten besser erfolgreich gestalten kann, denn es wäre vlt. cleverer sie ein wenig zu sortieren und dann verschiedene Scheine zu machen. Warum z.B. nicht nochmal ein Schein aber mit Openda und Demirovic statt Sesko und Undav? Aber soweit denkt man halt nicht. Ziel muss es sein ein, zwei "sichere" mit einem alternativen Torschützen oder zwei aus einem Spiel miteinander zu kombinieren. Ich bin zuversichtlich, dass ich da bald mal richtig abräume, war jetzt nahe dran.

Ansonsten kann ich mit dem Spieltag absolut zufrieden sein.

FCA war ich mir sicher die verlieren nicht, ein Spektakel sah ich aber auch nicht. Konnte mich nicht entscheiden, was ich spiele also half ich mir mit drei correct scores, die zusammen eine schöne Quote ergaben.

Am Samstagnachmittag tat ich mir dann schwer, BVB war für mich unspielbar, schade, dass ich nichts auf Union probierte aber der Riecher war da den BVB zu meiden und ich lag damit goldrichtig. Leider nahm ich aber trotzdem noch BVB to score first, was leider total in die Hose ging. Eine dumme Wette, wenn ich doch denke, dass die vlt. nicht mal gewinnen.

Bochum - Wolfsburg las ich total richtig, die Gäste hatten jetzt gute Spiele gegen schwere Gegner gezeigt, Bochum dagegen war und ist für mich Abstiegskandidat und hat seine Heimstärke eingebüßt. Daher war es folgerichtig WOB -0.25 anzuspielen, das over sah ich aber sogar noch besser an und spielte ich mit ordentlichem Einsatz auch an.

Leverkusen hatte ich gar keine Lust erst was zu spielen aber ich dachte einfach, wenn dann kracht es gleich in HZ eins so richtig und Leverkusen schafft ein ähnliches Ergebnis wie die Bayern gegen Kiel. Trotzdem schmeckten mir die lausigen HCs nicht und ich bin im Nachhinein froh nur auf over 1.75 ht gegangen zu sein.

Freiburg stand für mich nach intensiver Recherche fest, ich glaube ich habe selten ein Spiel so genau unter die Lupe genommen, dass sie es normal machen bei Werder. Es ist oft so, der recency bias sagt einem Vorsicht die haben 0:3 gegen Pauli verloren und sind jetzt doch nicht so gut, aber im Falle Freiburgs war einfach klar, dass diese Heimniederlage sehr speziell war und irgendwie auch kurios und ich wusste einfach, dass Freiburg unter Schuster auf Kurs bleiben wird. Bei Werder war es genau umgekehrt, sie lagen 0-3 schnell in Hoffenheim zurück und gewann das Spiel noch, was auch kurios war. In diesen Fällen muss man dann einfach mit dem Team gehen, dass man langfristig vorne sieht und für mich war vor der Saison ja schnell klar, dass ich Freiburg weit über Bremen angesiedelt habe. Solche Wetten sind eigtl. die Erfüllendsten, man hat viel Zeit investiert und ist sich vor Spielbeginn einfach sehr sicher, dass es kommt und kriegt dafür ne ordentliche Quote. Schade, dass ich mich nicht getraut habe direkt auf den Sieg zu gehen aber für Freiburg (0) bekam man eine ordentliche Quote.

Pauli - Mainz habe ich vorher kaum recherchiert, dachte, von professional tipping inspieiert, dass wir es hier mit einem "sicheren" under zu tun haben werden. Letztlich konnte ich mich nur für Burkhardt als Torschützen entscheiden, leider verschoss aber Gordon (Newcastle) einen Elfer und killte mir zusammen mit Scherhant den nächsten Torschützenschein, Balogun (Monaco) und Thuram (Inter) hatte ich getroffen, jammerschade auch um den Schein aber naja. Hätte aber nicht gedachte, dass Pauli so Geschenke verteilt und rechnete am ehesten mit einem Remis. Gut, dass ich die Tore wegließ, auch wenn die Verlockung groß war so nach dem Motto, Stuttgart und Frankfurt kommen ja sichere overs als heute noch das under.

Dass ich das letztlich machte lag daran, dass ich in Heidenheim das under vermutete. Heidenheim diszipliniert, Leipzig erst zwei Gegentore. Das war eigtl. ein under-Geschenk. Ich war aber Sonntagmittag verabredet und sagte mir, dass ich lieber Stuttgart - Hoffe in Ruhe genießen will. Ich ließ HDH - RB und Frankfurt - Bayern komplett aus und bereute zumindest, dass ich Frankfurt - Bayern außer den Torschützen pre Match nicht die over riskierte, es war so doof, weil es gab vor der Partie einfach keinen einzigen vernünftigen Grund für ein under, keine Ahnung warum ich da so zögerte mit den Toren. Zumal ich dachte, und in einem Frankfurt-Forum aufgeschnappt habe, dass die typische Bayern-Mini-Ergebnis-Krise der jüngeren Tage immer so eher drei, vier Spiele lang geht. Ich kam erst zur zweiten HZ wieder nach Hause und war dann aber voll da und geistesgegenwärtig genug noch mit kleinem Einsatz bis zum Schluss an das Remis zu glauben, was ich zu einer sauberen 8.0 auch erwischt habe. Der Dreher @ 40 kam nicht, da war auch nach Spielverlauf nicht möglich, aber you never know.

Dann war es einfach dumm beim VfB gegen Hoffe nicht auf die unders zu gehen. Ich dachte schon vor dem Spieltag, wenn das nicht mal das nächste Sparta-Erlebnis wird. Ein Gegner, der mit einem Punkt in Stuttgart leben könnte, gut dagegen hält, auch genug Qualität hat um selbst gefährlich zu werden, aber sich halt grundsätzlich hinten reinstellen wird; je näher das Spiel rückte, desto schlechter wurde mein Gefühl für Stuttgart. Nach ein paar Minuten entschied ich mich folgerichtig für Hoffenheim over 0.5 TT in der ersten HZ und wurde doch noch belohnt. Schade, dass ich nicht das CS 1-1 riskierte, das Sparta-Ergebnis. Hoffenheim hatte ja gezeigt in der EL das es sich stabilisiert hat und immer wenn ein Trainer auf seinen Ex-Verein trifft muss das obligatorische 1:1 im Raum stehen, wenn es sich um zwei ungefährt gleichwertige Teams handelt.

So war ich alles in allem mit dem Sonntag nicht zufrieden: Leipzig das under nicht getraut, Bayern die Tore liegen lassen, Stuttgart under 4(!) nicht getraut und CS 1-1 nicht getraut, da frage ich mich manchmal schon, warum ich da teilweise nach ordentlicher Recherche und gutem Gefühl mir nicht einfach traue. Aber die bookies wissen halt wie sie es machen müssen, ich denke wäre die over line in Stuttgart niedriger gewesen, hätte ich sie paradoxerweise vlt. angespielt. [[nixweiss]] Live zitterte ich bis zur letzten Sekunde in Stuttgart, weil ich das over 1.5 noch live zum Pusher für Bayern in Frankfurt o 5.5 drin hatte, das war auch ein LoL-Erlebnis.

Erfreulich war in der 2. Liga noch das souveräne over auf Schalke, das man hätte viel viel höher anbrettern müssen.

Achja ich vergaß zu erwähnen, dass ich im Tippspiel erst an den "Burg"-Spieltag glaubte (ein Geistesblitz), also Siege für Wolfsburg, Freiburg und Augsburg, ich weiß heute nicht mehr, warum ich den Text wieder teilweise löschte und dann doch das Remis in Mainz mit reinnahm und Wolfsburg wieder rausschmiss [[nixweiss]] Wäre der sichere Gewinn gewesen. Wozu habe ich die Geistesblitze, wenn ich ihnen nicht folge :mrgreen:[[tutu]][[nixweiss]]

Jetzt kommt erst mal die Länderspielpause und es heißt durchatmen.
 

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7. Spieltag recap

Was für ein wilder Ritt! Der Freitagabend ging gut los. Ich traute mich bei den Dortmundern pre-Match nicht so recht an die over 3.5 line heran und nahm kurzerhand das einfach over 2.5 und kombinierte es mit Darmstadt - Köln, das ja völlig eskalierte, zu einer netten Quote. Von Darmstadt - Köln war ich dann kurz vor Spielbeginn so überzeugt, dass ich immerhin noch das over 3 pre-match ebenfalls anspielte. Live dann perfekt noch das over 2 erwischt beim BVB, so muss ein Spieltag beginnen! Zudem noch Guirassy trifft und BVB gewinnt empfohlen und ebenfalls gekommen. 4/4 Kommerle hieß es also am Freitagabend [[winkewinke]]

Leider von Hertha nichts gesehn, und es hieß die spielen Mist, daher nach dem 0:1 nichts auf die Alte Dame getraut, schade, am Ende sogar das legendäre HC Hertha gekommen.

Da ich endlich mal wieder ordentlich Zeit für eine anständige Wochenend-Recherche hatte, bastelte ich im Analyse-Ordner eine zünftige 7er-Bundesligakombi, die Freitagabend mit Guirassy trifft begann und sich am Sa mit Frankfurt +1.5, Mainz - RB under 3, Gladbach - HDH over 2.5, Adamu oder Grifo trifft, sowie Bayern - VfB over 3 fortsetzte. Der Jubel war groß als Coman tatsächlich noch das vierte Bayern-Tor schoss und ich sah die Quote von 36.20 so gut wie sicher in der Tasche zu haben, denn ich rechnete fest mit einem Wolfsburg-Heimsieg am Sonntag!
Es war das Spiel, bei dem ich mir vor dem Spieltag am sichersten war, und weil ich am Sonntag mit allerhand anderen Dingen beschäftigt war, vergaß ich zwischenzeitlich sogar, dass ich ja noch diese brutale Kombi offen hatte. Ich war unterwegs und sah kurz aufm Handy das 1-0 für Wolfsburg und sah den Schein als so gut wie gewonnen an, selbst bei einem Remis hätte ich immer noch eine 23,80er Quote getroffen.

Dann aus dem Nichts kam plötzlich der Gedanke, hoffentlich halten die das vor der HZ, ehe ich es mich versah, stand es auch schon 1-1. Ich war inzwischen wieder zu Hause aber immer noch dachte ich nicht daran, dass Werder gewinnen wird, und sicherte, vlt. auch etwas aus falschem Stolz heraus nicht ab, wenn dann hätte ich das nach dem 1-0 WOB tun sollen aber, wie gesagt, wenn man von etwas überzeugt ist .... jedenfalls kam es, wie es kommen musste, Wolfsburg vergeigte es brutal und verlor sogar im Handicap. Ich war einfach zu siegesgewiss und weil recht viel zusammenlief am WE dachte ich, ich kann da nur gewinnen. Da ich nicht besonder viel gesetzt hatte auf eine so riesige Kombi hielt sich mein Ärger in Grenzen aber ich hätte mir locker ein paar hundert Euro sichern können, das war schon ein wenig arrogant aber so bin ich halt. [[respect]]

Bei näherer Betrachtung habe ich dann gemerkt, dass WOB DNB die einzige echte Tendenz auf dem Schein war, es war auch glaub die einzige Partie, die ich nicht richtig angeschaut hatte, weil ich so fest damit rechnete, dass WOB nach oben korrigiert wird und Bremen auswärts jetzt genug gewonnen hat usw. Erst gestern sah ich die katastrophale Heimbilanz von WOB (2 Siege in den letzten 15 Bundesligaspielen), das war dann schon doch noch ein wenig ärgerlich, weil ich mit nur ein wenig an Recherche die Partie sonst weggelassen hätte, so wie ich Kiel - Union ja auch wegließ, weil mir nichts Gescheites einfiel. Natürlich war ich auch zu faul das ganze als System anzuspielen. Aber ich will halt immer ganz oder gar nicht [[rauchen]]

Der Schein hat mich aber dazu inspiriert, vlt. in Zukunft ruhig mehrere Wettarten auf einen Schein zu packen und zu vlt. sechs von neun Bundesligapartien in jedem Spiel einen guten Pick zu finden, sei es ein Torschütze, die neu entdeckte Torschützendoppelchance oder natürlich die overs und HCs.

Apropos alternative Torschützen. Das Experiment ist vollends aufgegangen und ich traf alle vier Torschützendoppelchancen, wie man hier nochmal nachverfolgen kann:
https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettvorschläge/fußball/5461711-fussballwetten-14-20-10-2024?p=5462400#post5462400

Umso ärgerlicher dann, dass zwei sehr gut recherchierte Torschützenkombis wieder hauchdünn scheiterten. Ich hatte es ja im Lil geschrieben, hätte ich die alle einzeln angespielt ... naja, es ist halt verflixt wie ich seit Wochen an super lukrativen Torschützenkombigewinnen vorbeischramme, immer fehlt einer [[nixweiss]] Selten so erlebt, dass zwischendrin dann nicht mal wenigstens ein Schein wieder sticht. Auch hier muss ich vlt. weniger alles auf einmal wollen und auch mal ein System spielen oder am besten halt einzeln. Im LilL hatte ich es ja vorgerechnet, dass fast 10Eh hängen geblieben wären, wenn ich die drei Torschützenscheine einzeln gespielt hätte. Anbei mal zwei Fastkommerle angehängt.

Hatte noch mehrere Kombis mit kleinerem Einsatz aber irgendwie hatte ich überall ein Remis verbaut, das aber nirgendwo kam. Der Spieltag war ein krasser Favoritenspieltag - bis auf Wolfsburg [[respect]]

Wobei halt man sagen muss wie super eng Freud und Leid im Fußball beieinander liegen! Wenn Frankfurt den meiner Meinung nach berechtigen Elfer bekommt geht es halt 2:2 aus, dasselbe gilt für Bochum, wenn sie den Elfer nicht versemmeln. Beim VfB ahnte ich eine Abreibung aber traute mich nicht an das HC heran. Dachte auch Gladbach - HDH und Kiel - Union werden Remis. Naja im Nachhinein ist es immer leicht zu sagen, das hätte man ahnen können. Trotzdem: BVB, Bayern, Leipzig, Freiburg und auch Hoffenheim waren einfach keine Überraschung. Dass auch Leverkusen mit der brutalen Heimserie gegen Frankfurt gewinnt, auch nicht wirklich überraschend. Dass Kiel den Unionern liegt konnte man auch vorher überall lesen, lediglich bei Gladbach dachte ich wirklich dass HDH was holt aber überraschend ist der Heimsieg auch nicht. Es ist eben manchmal weniger kompliziert in der Bundesliga als man es selbst macht. Einzig WOB aber lassen wird das.

Ab Samstagabend lief es dann gar nicht mehr: Kaiserlautern my kombi bts, over 3.5 und over 0.5 ht gemacht aber Paderborn zu blöd das Tor zu treffen (zum ersten mal in der Fremde seit Januar in Osnabrück).
Am Sonntag die nächste Torschützenkombi @ 70 knapp verpasst. Zudem noch KSC aus unerfindlichen Gründen auf das over gehockt, das war ein wenig unnötig, weil ziemlich aus dem Bauch heraus ohne Sinn und Verstand. Dann ne halbe Stunde HSV recherchiert gehabt und von Heimsieg mit over 3.5 Toren ausgegangen und was mache ich, spiele eine cs-Kombi (2-1, 3-2 oder 2-2) [[nixweiss]] Also ich weiß nicht, warum ich es mir manchmal noch schwerer mache als es schon ist [[respect]] Immer schön rational bleiben ... aber die Prise Verrücktheit nicht vergessen!

Alles in allem ein doofer Spieltag, der super begann und super schlecht endete, dazwischen verpasste ich es abzusichern. Klar, ich hatte meinen Spaß aber die nächste Zeit gilt es wieder einfacher zu spielen und nicht so viel zu zocken, denn Kleinvieh macht auch Mist, hier eine Kombi da, ein betbuilder dort, eine Torschützenkombi usw. und schon flattert das Geld wieder zielsicher zum Fenster hinaus :mrgreen:
 

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recap bundesliga 10. Spieltag

Endlich mal wieder etwas Zeit für etwas Wettreflektion. Der 10. Spieltag in der Bundesliga war ein richtig lahmer. Wäre das ekstatische 2:3 zwischen Stuttgart und Frankfurt nicht noch gewesen, wäre der Bundesligaspieltag wohl als langweiligster und torärmster seit langem in die Geschichtsbücher eingegangen.

Trotz des Sonntagskrachers fielen insgesamt nur mickrige 19 Tore, was mit Abstand der torärmste Spieltag der Saison darstellt. Mich würde eine Statistik dazu interessieren aber vom Gefühl her wird es im November, wenn es richtig Winter geht tendentiell oft torärmer.

1. Spieltag: 30 Tore 4. Spieltag: 35 Tore 7. Spieltag: 33 Tore
2. Spieltag: 26 Tore 5. Spieltag: 35 Tore 8. Spieltag: 23 Tore
3. Spieltag: 35 Tore 6. Spieltag: 27 Tore 9. Spieltag: 25 Tore

Entsprechend vorsichtig war ich vor dem 10. Spieltag was ein allzu großer Tore-Optimismus anbelangt. Weil ich Tippspiel fast jeder sich gut ein Remis vorstellen konnte bei Union gegen Freiburg, ging ich da ebenfalls von einem Remis aus, sah aber eher Freiburg leicht vorne wegen des aktuellen Trends. Schade, dass ich da kein correct score angespielt habe, auf meinem Merkzettel steht bei Remis(?) daneben correct score (0:0, 1:1, 2:2) als Hilfe, weil, wenn man schon von einem Remis ausgeht und darauf Geld setzt kann man auch gut und gerne die Remis cs probieren. Dazu kam es allerdings nicht. Ich entschied mich am Ende für eine zwar magere 1.60er Quote auf die Doppelte Chance Freiburg und konnte den Spieltag mit einem Gewinn eröffnen.

Weiter ging es dann erst mal in Liga 2 wo Darmstadt - Hertha das over einfach sein musste. Darmstadt war die letzten Wochen das Team der Stunde und sehr treffsicher und bei der Hertha fielen einige in der Abwehr aus. Mampe hat auch nochmal darauf hingewiesen. Das over 3 kam und der zweite Tipp an diesem Spieltag war ebenfalls ein Winnerle.

Den Bundesliga-Samstagnachmittag fand ich dann so tricky, dass ich mir viel zu viel den Kopf zerbrach, und wie immer traute ich meinem Gefühl zu wenig und suchte lieber nach "sichereren" Partien. Leverkusen und Bayern fand ich die overs kein Selbstläufer aber naja man will halt dann doch nicht die unders spielen, hätte ich mal besser getan. BVB war auswärts auch irgendwie klar, dass sie sich in Mainz schwer tun aber die relativ gute Bilanz in Mainz hielt mich davon ab. Schade auch.

Ich konnte aber wenigstens live noch das over 2.5 bei Werder gegen Kiel abstauen, wenngleich ich bis zur letzten Sekunde zittern musste. Leider bildete ich mir dann ein, dass dann halt die Tore bei Gladbach gegen Leipzig kommen werden und ging komplett baden. Der erste Rückschlag war aber zu verkraften.


Dasselbe Zitterspiel wie bei Werder galt dann für das over 1.5 ht am Sonntag bei Elversberg gegen Hannover. Am Sonntag war ich mir dann klar, dass die Tore dann am ehesten in Stuttgart kamen und spielte das over 3 an, leider viel zu klein im Nachhinein aber der Spieltag hatte mich komplett entmutigt was Tore anbelangt und es schien einfach alles möglich. Selbst in Stuttgart wurden die Tore seltsam abgewürgt in HZ eins, es schien wie verhext, ehe das Spiel dann doch noch explodierte. Pre-Match hatte ich endlich mal auf mein Gefühl gehört und die cs 3-2 und 2-3 eingetütet. Meine Enttäuschung war zwar riesengroß, dass das 3:3 der Schwaben aberkannt wurde aber mein Wettkonto freute sich über eine @ 28

Stolz war ich dann noch auf das cs 7-0 das ich live eintütete als mir wieder die Info einfiel, dass Deutschland das letzte mal in Freiburg bei einem Länderspiel 7-0 gewonnen hatte (gegen Luxemburg). Ich konnte mich nicht nur über eine kleine Kombi freuen sondern auch über die stolze @ 9 für das correct score.
 

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recap bundesliga 10. Spieltag

Endlich mal wieder etwas Zeit für etwas Wettreflektion. Der 10. Spieltag in der Bundesliga war ein richtig lahmer. Wäre das ekstatische 2:3 zwischen Stuttgart und Frankfurt nicht noch gewesen, wäre der Bundesligaspieltag wohl als langweiligster und torärmster seit langem in die Geschichtsbücher eingegangen.

Trotz des Sonntagskrachers fielen insgesamt nur mickrige 19 Tore, was mit Abstand der torärmste Spieltag der Saison darstellt. Mich würde eine Statistik dazu interessieren aber vom Gefühl her wird es im November, wenn es richtig Winter geht tendentiell oft torärmer.

1. Spieltag: 30 Tore 4. Spieltag: 35 Tore 7. Spieltag: 33 Tore
2. Spieltag: 26 Tore 5. Spieltag: 35 Tore 8. Spieltag: 23 Tore
3. Spieltag: 35 Tore 6. Spieltag: 27 Tore 9. Spieltag: 25 Tore

Entsprechend vorsichtig war ich vor dem 10. Spieltag was ein allzu großer Tore-Optimismus anbelangt. Weil ich Tippspiel fast jeder sich gut ein Remis vorstellen konnte bei Union gegen Freiburg, ging ich da ebenfalls von einem Remis aus, sah aber eher Freiburg leicht vorne wegen des aktuellen Trends. Schade, dass ich da kein correct score angespielt habe, auf meinem Merkzettel steht bei Remis(?) daneben correct score (0:0, 1:1, 2:2) als Hilfe, weil, wenn man schon von einem Remis ausgeht und darauf Geld setzt kann man auch gut und gerne die Remis cs probieren. Dazu kam es allerdings nicht. Ich entschied mich am Ende für eine zwar magere 1.60er Quote auf die Doppelte Chance Freiburg und konnte den Spieltag mit einem Gewinn eröffnen.

Weiter ging es dann erst mal in Liga 2 wo Darmstadt - Hertha das over einfach sein musste. Darmstadt war die letzten Wochen das Team der Stunde und sehr treffsicher und bei der Hertha fielen einige in der Abwehr aus. Mampe hat auch nochmal darauf hingewiesen. Das over 3 kam und der zweite Tipp an diesem Spieltag war ebenfalls ein Winnerle.

Den Bundesliga-Samstagnachmittag fand ich dann so tricky, dass ich mir viel zu viel den Kopf zerbrach, und wie immer traute ich meinem Gefühl zu wenig und suchte lieber nach "sichereren" Partien. Leverkusen und Bayern fand ich die overs kein Selbstläufer aber naja man will halt dann doch nicht die unders spielen, hätte ich mal besser getan. BVB war auswärts auch irgendwie klar, dass sie sich in Mainz schwer tun aber die relativ gute Bilanz in Mainz hielt mich davon ab. Schade auch.

Ich konnte aber wenigstens live noch das over 2.5 bei Werder gegen Kiel abstauen, wenngleich ich bis zur letzten Sekunde zittern musste. Leider bildete ich mir dann ein, dass dann halt die Tore bei Gladbach gegen Leipzig kommen werden und ging komplett baden. Der erste Rückschlag war aber zu verkraften.


Dasselbe Zitterspiel wie bei Werder galt dann für das over 1.5 ht am Sonntag bei Elversberg gegen Hannover. Am Sonntag war ich mir dann klar, dass die Tore dann am ehesten in Stuttgart kamen und spielte das over 3 an, leider viel zu klein im Nachhinein aber der Spieltag hatte mich komplett entmutigt was Tore anbelangt und es schien einfach alles möglich. Selbst in Stuttgart wurden die Tore seltsam abgewürgt in HZ eins, es schien wie verhext, ehe das Spiel dann doch noch explodierte. Pre-Match hatte ich endlich mal auf mein Gefühl gehört und die cs 3-2 und 2-3 eingetütet. Meine Enttäuschung war zwar riesengroß, dass das 3:3 der Schwaben aberkannt wurde aber mein Wettkonto freute sich über eine @ 28

Stolz war ich dann noch auf das cs 7-0 das ich live eintütete als mir wieder die Info einfiel, dass Deutschland das letzte mal in Freiburg bei einem Länderspiel 7-0 gewonnen hatte (gegen Luxemburg). Ich konnte mich nicht nur über eine kleine Kombi freuen sondern auch über die stolze @ 9 für das correct score.

Grüß die Briske. Sehr interessant. Das sind aber nicht alle Wettscheine die du gespielt hast. Noch Interessanter wäre, wenn du die %-Zahl Einsatz/Gewinn angeben würdest und die Wetten zuvor angeben könntest. dann könnten einige davon auch profitieren.

Ich hatte in den letzten 35 Jahren nie einen Jahres- Schnitt von über 12-15% max. Mal vom Umsatz an Gewinn. Vor 40 Jahren hatte ich aber Umsätze, in sehr guten Jahren von 2 Mio.DM im Jahr. Sonst immer über 1.Mio-1,5. Akt. schaffe ich keine 500.000 Euro mehr, ohne Hilfe noch deutlich weniger. Zudem nerven dann die kleinen Limits.
 
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Reaktionen: samuel
Zum Ende der Hinrunde ein paar Überlegungen.

Auch wenn es aktuell für mich nicht so rund läuft: Die Bundesliga ist und bleibt eine lukrative Liga und ich sage es mit völligem Selbstvertrauen: Hätte ich mehr Diszilpin und würde ausschließlich Bundesliga spielen, wäre ich wahrscheinlich ein reicher Mann.

Woche für Woche wundere ich mich über die relativ gute Berechenbarkeit in dieser Liga. Die Verlockungen des live-Wettens und die immer noch große Anziehungskraft einiger anderer Ligen gilt es einfach abzustellen. Wie oft habe ich bisher in dieser Saison meine Kräfte bereits unter der Woche verbraucht und hatte dann am Do-Abend/Freitag-Morgen gar nicht mehr so große Lust auf Bundesligarecherche. Kein Wunder, wenn man fast täglich die Live-Konsole bearbeitet.

Wetten verbraucht aber Konzentration und Kraft. Wenn ich mir vorstelle ich würde ausgeruht jede Woche dieselbe konkrete Zeit hernehmen, um die Bundesliga konzentriert zu recherchieren und mir in Ruhe die Spiele anzuschauen, will ich gar nicht bedenken, wie viel da drin wäre.

Hier mal elf Punkte von mir aus meiner Bundesligaerfahrung in den letzten Jahren, die ich teilen möchte.

1. Die Herangehensweise an den Spieltag findet am besten komplett ohne die Berücksichtigung von Quoten statt! Selbst die Quote zu machen, ist immer noch die beste Methode, um von vorneherein festzustellen, wo man sich in seiner Wahrnehmung und in seinem Empfinden von der Buchmacherquote unterscheidet, wo es Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten gibt. Selbst zum Buchmacher zu werden mit Bleistift und Papier kann wirklich jeder. Ich mache es oft im Fitness während ich auf dem Rad sitze, niemand sieht in diesem Laden so nachdenklich aus wie ich, wenn er Cardio macht.

2. Seltsamerweise machen die meisten, wenn sie sich überhaupt eigene Quotierungen überlegen, dies nur für den Tendenzen-Markt, Heimsieg, Remis, Auswärtssieg. Es hat sich aber als äußerst spannend für mich erwiesen die over/under-Quoten ebenfalls selbst zu prognostizieren, aus dem Bauch heraus, aus der Erfahrung heraus, glaubt mir da erlebt man einige Überraschungen. Man muss sich immer die Frage stellen: Wo würde ich als Buchmacher die over/under Line ansetzen, um die Spieler zu spalten. Selbst Quoten zu produzieren, anstatt sie nur passiv zu konsumieren, ist der Anfang von jedem seriösen Sportwetten.

3. Es gibt in der Bundesliga viel viel weniger echte Überraschungen als man denkt. Ich bin dazu übergegangen in der ersten groben 1X2-Beurteilung der Stärkeskala der Teams einfach erst einmal blind und dümmlich zu vertrauen und erst dann nach Gründen zu suchen, warum nicht das stärkere Team gewinnen wird. Was diese Leistungstabelle beinhaltet, muss jeder selbst wissen aber wenn ich die Paarung lese, weiß ich im Kopf wer Favorit ist. Natürlich spielen aktuelle Form und Heim-/Auswärtsvorteil eine Rolle aber ich will darauf hinaus, dass in der Bundesglia suprise surprise einfach sauoft das stärkere Team gewinnt. Ich hoffe ihr folgt mir hier noch. Ich meine damit Partien, die mit einer Tendenz enden, wo man am Ende sagen kann: Das ist jetzt keine Überraschung. Ich mache das Experiment und sehe mir alle 153 Ergebnisse aus der Hinrunde an und komme auf eine bis maximal zwei "echte" Überraschungen pro Spieltag. Es ist eben überhaupt nicht so als ob die Liga untippbar ist, wie viele behaupten. Wie oft überraschen Teams extrem, ohne dass es dafür einen Grund gibt? Ich denke von den 153 Spielen sind vlt. 10-15% eine extreme, total unvorhersehbare Überraschung. Die Kunst ist es eben, sich nicht von den Quoten blenden zu lassen. Daher nochmal der Hinweis: Quoten selber machen aus dem Kopf vor dem Spieltag.

4. Insgesamt sind Tendenzen aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen in der Bundesliga, weil man in so einer mega gut quotierten Liga natürlich wenig Value findet. Drei gute Tendenz-Strategien lohnen aber immer noch. Erstens: Der frühe Markt gibt in der Bundesliga immer noch was her. Wenn man fleißig aufgepasst hat, hat man bereits nach Ende des Spieltags schon gute und starke Eindrücke, welches Team einfach auf dem auf- oder absteigenden Ast ist. Zweitens: Handicap-Wetten auf große Favoriten an der richtigen Stelle sind immer noch Gold Wert, da spielt aber Erfahrung eine große Rolle. Man kann am besten natürlich die Bayern genau beobachten, die in aller Regelmäßigkeit zu Kantersiegen ansetzen und man früh noch gute Quoten bekommt. Drittens: Daran anschließend, sind Halbzeit-HCs auf entsprechende Favoriten (-1) oder entsprechende Underdogs (+0.5, +0.75, +1) am frühen Markt teilweise Gold Wert.

5. Die lukrativsten Wetten sind nicht die over-Wetten, sondern die richtigen Underwetten. Problem in der Bundesliga aus Sicht der under-Wetter: Es fallen einfach sauviele Tore! Gestern in der Sportschau hieß es diese Hinrunde ist die torreichste Hinrunde seit 39 Jahren, wenn ich mich nicht verhört habe, waren es 509 Tore (hab es mir notiert, finde die Notizen nicht mehr), das macht einen Toreschnitt von 3.33 Tore pro Spiel! Umso profitabler ist es, wenn man den richtigen Riecher für die wenigen unders hat, die wenig überraschend in den Partien resultieren, in denen ein Team einen offensiv extrem schwachen Lauf hat und gleichzeitig nicht auf ein Team trifft, das deutlich Favorit ist. Es gibt auch in der Bundesliga die tendentiellen under-Teams, nur muss man halt extrem auf den Gegner aufpassen. Oft hat man im Kopf eine Tendenz, die man mit dem Team verbindet und vergisst auf die nackten Zahlen zu schauen. Für potentielle unders gelten auch in der Bundesliga dieselben under-Gesetze wie anderswo: Duelle im Abstiegskampf, Topteam-Duell mit formstarken Abwehrreihen, potentielle "zu-Null" Siege, potentielle Arbeitssiege von geplagten Favoriten, notorisch offensivschwache Vereine, taktische Überlegungen, und last but not least typische h2h-Vergleiche, Mannschaften nach Kanderniederlagen, Safety-First-Spiele nach dem Trainerwechsel, Underdog kann auswärts mit dem Remis leben - all das sind bekannte Faktoren.

6. Kommen wir endlich zu den torreichen Spielen. Wie findet man sie am besten heraus? Indem man einfach die potentiellen under-Spiele aussortiert und den Rest wirklich beherzt overt. Nirgendwo kann man in der Bundesliga so viel und wenig verkehrt machen gleichzeitig wie mit den over-Wetten. So viel verkehrt, weil man zu lange über eine Partie deren Ausgang ungewiss ist in der Wahrnehmung hin- und herüberlegt. Der Spruch: Im Zweifel immer "over" kommt nicht von ungefähr. Wenn man die potentiellen under aussortiert hat, nach oben dargelegten Faktoren, und sich wirklich daran hält, findet man jeden Spieltag locker drei bis vier Overspiele, wo man einfach sagen muss, "da kommen Tore". Wenn dem nicht so war, ist es zu 75% so, dass es doch einen guten Grund gab, dass da eine under-Gefahr besteht und nur 25% ist es Pech. Das ist einfach so. Die meisten gespielten Over scheitern in der Bundesliga daran, dass man einen leichten oder starken Favoriten, der potentiell zu-Null siegen kann, überschätzt. Und man kann dann so wenig verkehrt machen, wenn man wirklich nur die Spiele herauspickt, wo Tore einfach vorprogrammiert sind.

7. Wo sind Tore vorprogrammiert? Welche Spiele sind eben keine Under-Spiele. Für mich sind alle Spiele erst einmal over-tauglich, wo ich davon ausgehe, dass beide Teams Tore erzielen können. 79 von 153 Spielen der Hinrunde endeten im bts + over 2.5. Teams auf Augenhöhe aus dem Mittelfeld mit einer soliden Offensive gehen tendentiell ins over. Ein Topspiel mit sehr starken Offensiven und mindestens einem Team, das eine schwache oder formschwache Abwehr hat, gehen ins Over. Taktische Erwägungen, Rückkehr von entscheidenden Spielern, Offensivlauf von einzelnen Teams, formstarke und zuverlässige Torschützen, h2h-Traditionen, notorisch anfällige Abwehrreihen, Wiedergutmachungs-Spiele, Ausfälle von Abwehrspielern oder ganzen Abwehrreihen, Torwartprobleme, notorische Früh-Kassierer-Teams, Heim- und Auswärtsfaktoren - all das sind Faktoren, die es zu gewichten gilt. Meistens hilft wirklich ein Blick in die Presse, in Foren, in Kommentarspalten, um wichtige "Ereignisse" und News aufzuschnappen. Die Trainer geben teilweise offen die Marschroute für das kommende Spiel vor, in der Bundesliga geht es mit offenem Visier zu. Kaum ein Team überrascht mal mit taktischen Meisterleistungen!

8. Die over-Lines, die man am wenigsten anspielen will, lauten over 3.25 und over 2.75. Die Spiele, die am meisten Scheitern, was overs anbelangt, sind Quoten, die mit diesen Lines herausgegeben werden. Der Klassiker der over 2.75 line ist ein Underdog, der einen Favorit zu Gast hat und die Quote liegt bei 1.84 oder 1.93 (pinnacle). Es sind die typischen Spiele, bei denen man eigtl. kritischer hinschauen müsste, ob überhaupt beide Teams treffen können oder ob nicht doch der Favorit gegen solche Gegner durchaus gerne mal einen knappen zu-Null-Sieg schafft oder ob man vlt. übersieht, dass der Favorit in der Fremde keine so überzeugende Mannschaft ist und eine 1:1 Gefahr oder selten sogar eine 0:0 Gefahr durchaus vorhanden ist. Bookies lieben diese Spiele. Werder - BVB, Bochum - Gladbach, Kiel - Wolfsburg, Pauli - Leipzig, Pauli - Wolfsburg, Union - Frankfurt. Wir alle kennen die üblichen verdächtigen "größeren" Namen, die auswärts in aller Regelmäßigkeit sich gegen underdogs schwer tun. Sehr sehr oft ist genau in diesen Spielen die line bei over 2.75 und ich habe mir angewöhnt allerhöchste Vorsicht walten zu lassen bei dieser line. Sie ist für mich ein Warnsignal, dass hier die Bookies die Sportwetter umso mehr zu einer over-Wette verführen wollen. Ähnlich verhält es sich mit der over 3.25 line, die wir oft sehen, wenn zwei potentiell offensivstarke Teams aufeinanerprallen (ein Topteam ist natürlich sehr sehr oft dabei) aber bei genauerem Hinsehen mindestens eine Seite eigtl. eine starke oder formstarke Abwehrreihe hat. Vorsicht also auch bei dieser line.

9. Das Phänomen bestimmter Quotierungen: 1.5x Quoten! Spiele mit einem 1.5x - Favoriten sind und bleiben höchstverdächtig. Das gilt in erster Linie für Tendenz-Wetten aber kann auch auf over-Tendenzen angewandt werden. Sehe ich eine 1.5er-Quote gehen bei mir inzwischen die Alarmglocken an. In sehr vielen Fällen stimmt mit dem Favoriten dann irgendwas nicht. Es sind oft Nuancen in den Quotierungen, die stuzig machen aber je näher die Quote bei exakt 1.5 liegt, desto größer sind bei mir die Zweifel, das ist die typische "Bookies wissen mehr"-Quote. 2.9x Quoten! Ein weiteres Phänomen sind die 2.9-Quoten, die meist rund sind. 2.90 als Heimquote oder Auswärtsquote bedeutet für mich inzwischen ein no-go, egal, was der rationale Verstand argumentiert. Es ist so als ob die Bookies hier das Signal geben, "also wir wissen zwar nicht ob es hier einen Sieger geben wird, aber dieses 2.90 Team wird auf keinen Fall gewinnen aber wir suggerieren genau das, damit der Durschnittsspieler denkt, wow, das ist ja eine "lukrative" Heimquote bzw. Auswärtsquote. Zig mal gesehen, klar, subjektive Wahrnehmung aber beobachtet diese beiden Quoten mal eine Weile.

10. Das Phänomen des angebrochenen Spieltags. Es ist und bleibt einfach eine Regel, und Ausnahmen bestätigen diese Regel: Der Spieltag ist tendentiell entweder torereich oder torearm. Ein 50:50 dazwischen ist eher die Ausnahme. Daher bewahrheitet es sich auch, dass am Sonntag oft noch "Tore gebraucht" werden oder eben schon "genug Tore" (Briske-Theorem) gefallen sind. Es stimmt auch, weil es sich eben oft einpendelt und es gleichzeitig auch sehr selten ist, dass sämtliche Spiele over oder under ausgehen. Ich habe es nicht nachgezählt aber ich denke das Verhältnis geht eher zu 6:3 over:under als zu 5:4 over-under. In den allermeisten Fällen kann man den noch ausstehenden Toretrend ungefähr prognostizieren. Umgekehrt heißt es die Finger von den overn weglassen, wenn sich eine under-Tendenz abzeichnet. Klar, alles Zufall am Ende aber Muster sind einfach erkennbar imo.

11. Dasselbe gilt für korrekte Ergebnisse. Ein Ergebnis an einem Spieltag kommt selten allein. Fällt am Freitagabend ein 3:2 oder 4:2 zum Beispiel, kann man getrost davon ausgehen, dass mindestens noch eine Partie gibt, die genau das Resultat oder in der Spiegelung (2:3, 2:4) abbildet! Haltet das für Humbug aber es ist einfach auffallend. Auch wenn ich ein 0:0 sehe, schrillen bei mir die Alarmglocken, ebenfalls sind 1:0 und 0:1 verdächtig und kommen selten allein.

Hier mal eine Aufstellung mit auffallenden Ergebnissen. Ich will damit nur sagen, sehe ich eines dieser Ergebnisse und es stehen noch Spiele auf, gefällt es mir die Fantasie spielen zu lassen und davon auszugehen, dass mindestens noch ein Spiel ansteht mit entweder 3:2, 2:3, 4:2, 2:4. Bedenkt man, was man für hohe Quoten bekommt, lohnt sich das allemal auszuprobieren. Das ist auch aufgrund des Torreichtums in der Bundesliga wenig verwunderlich. Fünf Teams haben 7/17 Spielen over 4.5 gespielt, weitere sechs Teams immerhin 5/17 Spielen over 4.5. Es lohnt sich diese korrekten Ergebnisse im Hinterkopf zu behalten. In 5/6 Fällen gab es mindestens noch eines der genannten Resultate an einem Spieltag

1. Spieltag 2:3, 3:2, 3:2
2. Spieltag: 2:3
3. Spieltag: 4:2
4. Spieltag: 2:3
5. Spieltag: 4:2, 2:4
7. Spieltag: 3:2, 2:4
10. Spieltag: 2:3
13. Spieltag: 3:2, 4:2
14. Spieltag: 3:2
16. Spieltag: 2:3, 3:2, 4:2
17. Spieltag: 4:2

Daran anknüpfend kann man sagen, dass, wenn an einem Spieltag es ein Spiel mit mindestens 5 Toren gibt, es sehr wahrscheinlich ist, dass wir noch eins mit mindestens 5 Toren sehen werden. Wie gesagt, ein Resultat oder ein Trend, eine Tendenz, kommen selten allein. Diese Behauptung der Fünftore-Trends gilt für alle Spieltage der Hinrunde bis auf den 6., 8., 10., 12. Spieltag!
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Ende der Hinrunde ein paar Überlegungen.

Auch wenn es aktuell für mich nicht so rund läuft: Die Bundesliga ist und bleibt eine lukrative Liga und ich sage es mit völligem Selbstvertrauen: Hätte ich mehr Diszilpin und würde ausschließlich Bundesliga spielen, wäre ich wahrscheinlich ein reicher Mann.

Woche für Woche wundere ich mich über die relativ gute Berechenbarkeit in dieser Liga. Die Verlockungen des live-Wettens und die immer noch große Anziehungskraft einiger anderer Ligen gilt es einfach abzustellen. Wie oft habe ich bisher in dieser Saison meine Kräfte bereits unter der Woche verbraucht und hatte dann am Do-Abend/Freitag-Morgen gar nicht mehr so große Lust auf Bundesligarecherche. Kein Wunder, wenn man fast täglich die Live-Konsole bearbeitet.

Wetten verbraucht aber Konzentration und Kraft. Wenn ich mir vorstelle ich würde ausgeruht jede Woche dieselbe konkrete Zeit hernehmen, um die Bundesliga konzentriert zu recherchieren und mir in Ruhe die Spiele anzuschauen, will ich gar nicht bedenken, wie viel da drin wäre.

Hier mal elf Punkte von mir aus meiner Bundesligaerfahrung in den letzten Jahren, die ich teilen möchte.

1. Die Herangehensweise an den Spieltag findet am besten komplett ohne die Berücksichtigung von Quoten statt! Selbst die Quote zu machen, ist immer noch die beste Methode, um von vorneherein festzustellen, wo man sich in seiner Wahrnehmung und in seinem Empfinden von der Buchmacherquote unterscheidet, wo es Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten gibt. Selbst zum Buchmacher zu werden mit Bleistift und Papier kann wirklich jeder. Ich mache es oft im Fitness während ich auf dem Rad sitze, niemand sieht in diesem Laden so nachdenklich aus wie ich, wenn er Cardio macht.

2. Seltsamerweise machen die meisten, wenn sie sich überhaupt eigene Quotierungen überlegen, dies nur für den Tendenzen-Markt, Heimsieg, Remis, Auswärtssieg. Es hat sich aber als äußerst spannend für mich erwiesen die over/under-Quoten ebenfalls selbst zu prognostizieren, aus dem Bauch heraus, aus der Erfahrung heraus, glaubt mir da erlebt man einige Überraschungen. Man muss sich immer die Frage stellen: Wo würde ich als Buchmacher die over/under Line ansetzen, um die Spieler zu spalten. Selbst Quoten zu produzieren, anstatt sie nur passiv zu konsumieren, ist der Anfang von jedem seriösen Sportwetten.

3. Es gibt in der Bundesliga viel viel weniger echte Überraschungen als man denkt. Ich bin dazu übergegangen in der ersten groben 1X2-Beurteilung der Stärkeskala der Teams einfach erst einmal blind und dümmlich zu vertrauen und erst dann nach Gründen zu suchen, warum nicht das stärkere Team gewinnen wird. Was diese Leistungstabelle beinhaltet, muss jeder selbst wissen aber wenn ich die Paarung lese, weiß ich im Kopf wer Favorit ist. Natürlich spielen aktuelle Form und Heim-/Auswärtsvorteil eine Rolle aber ich will darauf hinaus, dass in der Bundesglia suprise surprise einfach sauoft das stärkere Team gewinnt. Ich hoffe ihr folgt mir hier noch. Ich meine damit Partien, die mit einer Tendenz enden, wo man am Ende sagen kann: Das ist jetzt keine Überraschung. Ich mache das Experiment und sehe mir alle 153 Ergebnisse aus der Hinrunde an und komme auf eine bis maximal zwei "echte" Überraschungen pro Spieltag. Es ist eben überhaupt nicht so als ob die Liga untippbar ist, wie viele behaupten. Wie oft überraschen Teams extrem, ohne dass es dafür einen Grund gibt? Ich denke von den 153 Spielen sind vlt. 10-15% eine extreme, total unvorhersehbare Überraschung. Die Kunst ist es eben, sich nicht von den Quoten blenden zu lassen. Daher nochmal der Hinweis: Quoten selber machen aus dem Kopf vor dem Spieltag.

4. Insgesamt sind Tendenzen aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen in der Bundesliga, weil man in so einer mega gut quotierten Liga natürlich wenig Value findet. Drei gute Tendenz-Strategien lohnen aber immer noch. Erstens: Der frühe Markt gibt in der Bundesliga immer noch was her. Wenn man fleißig aufgepasst hat, hat man bereits nach Ende des Spieltags schon gute und starke Eindrücke, welches Team einfach auf dem auf- oder absteigenden Ast ist. Zweitens: Handicap-Wetten auf große Favoriten an der richtigen Stelle sind immer noch Gold Wert, da spielt aber Erfahrung eine große Rolle. Man kann am besten natürlich die Bayern genau beobachten, die in aller Regelmäßigkeit zu Kantersiegen ansetzen und man früh noch gute Quoten bekommt. Drittens: Daran anschließend, sind Halbzeit-HCs auf entsprechende Favoriten (-1) oder entsprechende Underdogs (+0.5, +0.75, +1) am frühen Markt teilweise Gold Wert.

5. Die lukrativsten Wetten sind nicht die over-Wetten, sondern die richtigen Underwetten. Problem in der Bundesliga aus Sicht der under-Wetter: Es fallen einfach sauviele Tore! Gestern in der Sportschau hieß es diese Hinrunde ist die torreichste Hinrunde seit 39 Jahren, wenn ich mich nicht verhört habe, waren es 509 Tore (hab es mir notiert, finde die Notizen nicht mehr), das macht einen Toreschnitt von 3.33 Tore pro Spiel! Umso profitabler ist es, wenn man den richtigen Riecher für die wenigen unders hat, die wenig überraschend in den Partien resultieren, in denen ein Team einen offensiv extrem schwachen Lauf hat und gleichzeitig nicht auf ein Team trifft, das deutlich Favorit ist. Es gibt auch in der Bundesliga die tendentiellen under-Teams, nur muss man halt extrem auf den Gegner aufpassen. Oft hat man im Kopf eine Tendenz, die man mit dem Team verbindet und vergisst auf die nackten Zahlen zu schauen. Für potentielle unders gelten auch in der Bundesliga dieselben under-Gesetze wie anderswo: Duelle im Abstiegskampf, Topteam-Duell mit formstarken Abwehrreihen, potentielle "zu-Null" Siege, potentielle Arbeitssiege von geplagten Favoriten, notorisch offensivschwache Vereine, taktische Überlegungen, und last but not least typische h2h-Vergleiche, Mannschaften nach Kanderniederlagen, Safety-First-Spiele nach dem Trainerwechsel, Underdog kann auswärts mit dem Remis leben - all das sind bekannte Faktoren.

6. Kommen wir endlich zu den torreichen Spielen. Wie findet man sie am besten heraus? Indem man einfach die potentiellen under-Spiele aussortiert und den Rest wirklich beherzt overt. Nirgendwo kann man in der Bundesliga so viel und wenig verkehrt machen gleichzeitig wie mit den over-Wetten. So viel verkehrt, weil man zu lange über eine Partie deren Ausgang ungewiss ist in der Wahrnehmung hin- und herüberlegt. Der Spruch: Im Zweifel immer "over" kommt nicht von ungefähr. Wenn man die potentiellen under aussortiert hat, nach oben dargelegten Faktoren, und sich wirklich daran hält, findet man jeden Spieltag locker drei bis vier Overspiele, wo man einfach sagen muss, "da kommen Tore". Wenn dem nicht so war, ist es zu 75% so, dass es doch einen guten Grund gab, dass da eine under-Gefahr besteht und nur 25% ist es Pech. Das ist einfach so. Die meisten gespielten Over scheitern in der Bundesliga daran, dass man einen leichten oder starken Favoriten, der potentiell zu-Null siegen kann, überschätzt. Und man kann dann so wenig verkehrt machen, wenn man wirklich nur die Spiele herauspickt, wo Tore einfach vorprogrammiert sind.

7. Wo sind Tore vorprogrammiert? Welche Spiele sind eben keine Under-Spiele. Für mich sind alle Spiele erst einmal over-tauglich, wo ich davon ausgehe, dass beide Teams Tore erzielen können. 79 von 153 Spielen der Hinrunde endeten im bts + over 2.5. Teams auf Augenhöhe aus dem Mittelfeld mit einer soliden Offensive gehen tendentiell ins over. Ein Topspiel mit sehr starken Offensiven und mindestens einem Team, das eine schwache oder formschwache Abwehr hat, gehen ins Over. Taktische Erwägungen, Rückkehr von entscheidenden Spielern, Offensivlauf von einzelnen Teams, formstarke und zuverlässige Torschützen, h2h-Traditionen, notorisch anfällige Abwehrreihen, Wiedergutmachungs-Spiele, Ausfälle von Abwehrspielern oder ganzen Abwehrreihen, Torwartprobleme, notorische Früh-Kassierer-Teams, Heim- und Auswärtsfaktoren - all das sind Faktoren, die es zu gewichten gilt. Meistens hilft wirklich ein Blick in die Presse, in Foren, in Kommentarspalten, um wichtige "Ereignisse" und News aufzuschnappen. Die Trainer geben teilweise offen die Marschroute für das kommende Spiel vor, in der Bundesliga geht es mit offenem Visier zu. Kaum ein Team überrascht mal mit taktischen Meisterleistungen!

8. Die over-Lines, die man am wenigsten anspielen will, lauten over 3.25 und over 2.75. Die Spiele, die am meisten Scheitern, was overs anbelangt, sind Quoten, die mit diesen Lines herausgegeben werden. Der Klassiker der over 2.75 line ist ein Underdog, der einen Favorit zu Gast hat und die Quote liegt bei 1.84 oder 1.93 (pinnacle). Es sind die typischen Spiele, bei denen man eigtl. kritischer hinschauen müsste, ob überhaupt beide Teams treffen können oder ob nicht doch der Favorit gegen solche Gegner durchaus gerne mal einen knappen zu-Null-Sieg schafft oder ob man vlt. übersieht, dass der Favorit in der Fremde keine so überzeugende Mannschaft ist und eine 1:1 Gefahr oder selten sogar eine 0:0 Gefahr durchaus vorhanden ist. Bookies lieben diese Spiele. Werder - BVB, Bochum - Gladbach, Kiel - Wolfsburg, Pauli - Leipzig, Pauli - Wolfsburg, Union - Frankfurt. Wir alle kennen die üblichen verdächtigen "größeren" Namen, die auswärts in aller Regelmäßigkeit sich gegen underdogs schwer tun. Sehr sehr oft ist genau in diesen Spielen die line bei over 2.75 und ich habe mir angewöhnt allerhöchste Vorsicht walten zu lassen bei dieser line. Sie ist für mich ein Warnsignal, dass hier die Bookies die Sportwetter umso mehr zu einer over-Wette verführen wollen. Ähnlich verhält es sich mit der over 3.25 line, die wir oft sehen, wenn zwei potentiell offensivstarke Teams aufeinanerprallen (ein Topteam ist natürlich sehr sehr oft dabei) aber bei genauerem Hinsehen mindestens eine Seite eigtl. eine starke oder formstarke Abwehrreihe hat. Vorsicht also auch bei dieser line.

9. Das Phänomen bestimmter Quotierungen: 1.5x Quoten! Spiele mit einem 1.5x - Favoriten sind und bleiben höchstverdächtig. Das gilt in erster Linie für Tendenz-Wetten aber kann auch auf over-Tendenzen angewandt werden. Sehe ich eine 1.5er-Quote gehen bei mir inzwischen die Alarmglocken an. In sehr vielen Fällen stimmt mit dem Favoriten dann irgendwas nicht. Es sind oft Nuancen in den Quotierungen, die stuzig machen aber je näher die Quote bei exakt 1.5 liegt, desto größer sind bei mir die Zweifel, das ist die typische "Bookies wissen mehr"-Quote. 2.9x Quoten! Ein weiteres Phänomen sind die 2.9-Quoten, die meist rund sind. 2.90 als Heimquote oder Auswärtsquote bedeutet für mich inzwischen ein no-go, egal, was der rationale Verstand argumentiert. Es ist so als ob die Bookies hier das Signal geben, "also wir wissen zwar nicht ob es hier einen Sieger geben wird, aber dieses 2.90 Team wird auf keinen Fall gewinnen aber wir suggerieren genau das, damit der Durschnittsspieler denkt, wow, das ist ja eine "lukrative" Heimquote bzw. Auswärtsquote. Zig mal gesehen, klar, subjektive Wahrnehmung aber beobachtet diese beiden Quoten mal eine Weile.

10. Das Phänomen des angebrochenen Spieltags. Es ist und bleibt einfach eine Regel, und Ausnahmen bestätigen diese Regel: Der Spieltag ist tendentiell entweder torereich oder torearm. Ein 50:50 dazwischen ist eher die Ausnahme. Daher bewahrheitet es sich auch, dass am Sonntag oft noch "Tore gebraucht" werden oder eben schon "genug Tore" (Briske-Theorem) gefallen sind. Es stimmt auch, weil es sich eben oft einpendelt und es gleichzeitig auch sehr selten ist, dass sämtliche Spiele over oder under ausgehen. Ich habe es nicht nachgezählt aber ich denke das Verhältnis geht eher zu 6:3 over:under als zu 5:4 over-under. In den allermeisten Fällen kann man den noch ausstehenden Toretrend ungefähr prognostizieren. Umgekehrt heißt es die Finger von den overn weglassen, wenn sich eine under-Tendenz abzeichnet. Klar, alles Zufall am Ende aber Muster sind einfach erkennbar imo.

11. Dasselbe gilt für korrekte Ergebnisse. Ein Ergebnis an einem Spieltag kommt selten allein. Fällt am Freitagabend ein 3:2 oder 4:2 zum Beispiel, kann man getrost davon ausgehen, dass mindestens noch eine Partie gibt, die genau das Resultat oder in der Spiegelung (2:3, 2:4) abbildet! Haltet das für Humbug aber es ist einfach auffallend. Auch wenn ich ein 0:0 sehe, schrillen bei mir die Alarmglocken, ebenfalls sind 1:0 und 0:1 verdächtig und kommen selten allein.

Hier mal eine Aufstellung mit auffallenden Ergebnissen. Ich will damit nur sagen, sehe ich eines dieser Ergebnisse und es stehen noch Spiele auf, gefällt es mir die Fantasie spielen zu lassen und davon auszugehen, dass mindestens noch ein Spiel ansteht mit entweder 3:2, 2:3, 4:2, 2:4. Bedenkt man, was man für hohe Quoten bekommt, lohnt sich das allemal auszuprobieren. Das ist auch aufgrund des Torreichtums in der Bundesliga wenig verwunderlich. Fünf Teams haben 7/17 Spielen over 4.5 gespielt, weitere sechs Teams immerhin 5/17 Spielen over 4.5. Es lohnt sich diese korrekten Ergebnisse im Hinterkopf zu behalten. In 5/6 Fällen gab es mindestens noch eines der genannten Resultate an einem Spieltag

1. Spieltag 2:3, 3:2, 3:2
2. Spieltag: 2:3
3. Spieltag: 4:2
4. Spieltag: 2:3
5. Spieltag: 4:2, 2:4
7. Spieltag: 3:2, 2:4
10. Spieltag: 2:3
13. Spieltag: 3:2, 4:2
14. Spieltag: 3:2
16. Spieltag: 2:3, 3:2, 4:2
17. Spieltag: 4:2

Daran anknüpfend kann man sagen, dass, wenn an einem Spieltag es ein Spiel mit mindestens 5 Toren gibt, es sehr wahrscheinlich ist, dass wir noch eins mit mindestens 5 Toren sehen werden. Wie gesagt, ein Resultat oder ein Trend, eine Tendenz, kommen selten allein. Diese Behauptung der Fünftore-Trends gilt für alle Spieltage der Hinrunde bis auf den 6., 8., 10., 12. Spieltag!

Wenn du dir doch so sicher bist Briske, das du nur alleine wenn du die 1. Bundesliga tippst ein reicher Mann wärst, warum dann nicht darauf konzentrieren. Ich kann es mir nicht vorstellen, da man auch gesehen hat, wie schwankende deine Ergebnisse heuer nur in der 1.Bundesliga waren. Zudem bleibt es ein Quotenspiel, nur über die Quote die wirklich Value hat kannst auf sehr lange Sicht im Plus sein. Und da musst du gewaltigen Umsatz machen, den mehr wie 10-12% Netto wird nicht übrig bleiben. Wenn man davon leben soll, brauchst 500.000 Umsatz und die 12% pro Jahr.

Ich mache jede Woche die Quoten selbst, sobald die Spiele der letzten Runde in der Bundesliga alle aus sind. Buchmacher haben ja oft schon für die daraufkommende Woche die Quoten drin. Richtig daneben liege ich da nie, nur das Problem ist ja, das ich die Quoten so mache um auf der Seite Geld zu bekommen, die die Masse der Spieler favorisiert und ich die Partie anders einschätze. Beispiel Frankfurt : BVB würde ich jetzt, da sicher ist das Marmoush nicht mehr spielt eine 2,35 auf den Heimsieg geben. Sehr Remislastig diese Partie, Quoten von 3,80 sollten da Value haben. BVB 2,85/2,90 in Ordnung weil halt die Mannschaft schlecht ist. Glaube aber das sie den 3er holen können.

Lassen wir die Bayern und Leverkusen weg, sind von den 6 Partien, 3 kaum zu tippen. Union : Mainz, Kiel :Hoffenheim, HDH : St.Pauli. Tendenz das Union wieder nicht gewinnt. Kiel auch nicht Hoffenheim schlägt, und St.Pauli in Heidenheim punktet. Bei Bochum : Leipzig lockt die 2,10 Quote, Rose müsste schon lange weg sein, das macht keinen Sinn mehr. Bremen immer enttäuschend wenn es darauf ankommt, ist Favo gegen Augsburg unter einer 2er Quote kein Value.

Das Badener Derby ist immer offen, auch wenn nichts für den SC spricht. 1,70 auf Stuttgart nichts wert. Auf bts über/unter gehe ich nicht ein. Man kann bei jeder Partie genauso das Gegenteil analysieren und es wird wahrscheinlich immer 50/50 ausgehen. Gibt Phasen da triffst du mal 5 von 6 und dann wieder nur 1 von 5. Nur mit der Quote ist da ein dauerhafter Erfolg möglich.

Bei Nr.7 ist genau das ja die Crux, das dann das Top 3 Team Offensivstark nur 1:0 gewinnt, siehe Leverkusen : Mainz und der Abwehrschwach Verein wie Kiel nicht mal ein Gegentor in der 1.Hz gegen einen offensivstarken Gegner wir den BVB fängt.

Wenn man das alles so leicht "berechnen" könnte und du den Stein der Weisen gefunden hättest Briske, zudem auch noch alle Spiele hier reinstellst, dann würde es bald keinen Buchmacher mehr geben der Spiele von Dir und den zigtausend Spielern die ja "gefahrlos" nachtippen könnten, geben.

Ganz nüchtern die Sache angehen, ich bin auch so unzufrieden da trotz 5-6 Std jeden Tag Spiele anschauen, recherchieren selbst Training beobachten nicht vom Fleck komme. Dacht wirklich, das ich nach 5 Jahren hier scheiben bei 500 EH stehe werde und nicht bei lächerlichen 77 EH.

Wünsche Dir einen schönen Abend Briske und wir freuen uns auf einen regen Austausch.
 
Road to 674k

Wir haben jetzt 19 Spieltage hinter uns.

Nach strapaziösen Wochen mit unglaublich vielen knappen Kombi-Nichtkommern im @ 100-200 Bereich ändere ich meine Strategie und starte hier den Versuch jeden Spieltag einen wasserdichten Verdoppler zu posten. "Verdoppler" darf dabei nicht wortwörtlich verstanden werden. Sobald ich eine 1.80 beisammen habe, reicht mir das. Es soll sich nur um Spiele aus der 1. Bundesliga handeln, wir fokussieren uns auf Kommer, nicht auf value oder sonst was.

Wenn wir es schaffen, jeden Spieltag die mindestens 1.8er Quote zu treffen haben wir nach 34 Spieltagen 674k auf unserem Konto bei 100 Euro Startkapital. Es wird immer alles gesetzt, versteht sich von selbst.

Ich freue mich auf die Challenge [[winkewinke]]
 
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Reaktionen: Nixblicker und fradi
Die "Lotterie"heisst SPIELVERLAUF.Und da spielt das Glück eine starke Rolle. Was helfen kann sind die Stats der Spiele.
Da erkennt man auf Dauer die Qualitäten der Teams.Arbeit +Können wird früher oder später auf Dauer immer belohnt"! (K.A. Fort.D. )
 
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Bundesliga-Tagebuch reloaded Saison 2025/26

2. Bundesliga Saisonprognose (ohne besondere Reihenfolge)

SCHALKE 04

Auf den Punkt:
Schalke 04 hat die schlechteste Saison seiner Vereinsgeschichte hinter sich. Mit einem 14. Platz in der zweiten Liga und nur knapp dem Abstieg entronnen, steht der traditionsreiche Verein vor einer entscheidenden Spielzeit. Die Offensive funktionierte mit 52 erzielten Toren noch vergleichsweise gut, doch die Defensive erwies sich als Achillesferse: Mit 62 Gegentoren stellte Schalke die drittschlechteste Abwehr der Liga. Nur die Mannschaften auf den Plätzen 16 (Braunschweig) und 18 (Regensburg) kassierten mehr Treffer.
Diese Leistung war, wie es intern und extern bewertet wurde, "absolut indiskutabel" und "nicht vereinswürdig". Nach dem Scheitern der Trainer Karel Geraerts und Kess van Wonderen in der vergangenen Spielzeit steht nun ein kompletter Neuanfang an.

Kader + Personalien:
Mit Miron Muslic hat der FC Schalke 04 einen in Deutschland weitgehend unbekannten Trainer verpflichtet. Der Österreicher soll frischen Wind in den kriselnden Verein bringen und ihn zurück zu alter Stärke führen. Der FC Schalke 04 befindet sich in einem umfassenden Kaderumbruch. Mit einem aktuellen Marktwert von 32,95 Millionen Euro liegt der Verein zwar auf Platz 4 der 2. Bundesliga, allerdings ist dieser Wert trügerisch. Allein Mousa Sylla und Taylan Bulut machen mit jeweils 6 Millionen Euro einen erheblichen Teil des Gesamtwertes aus - und mindestens einer der beiden wird den Verein noch verlassen. Zu den wichtigsten Zugängen gehören Katic, El Faouzi und Timo Becker. Wichtige Abgänge: Seguin, Murkin und Tempelmann. Weitere Transfers werden erwartet, sowohl Zu- als auch Abgänge, wobei die chronisch angespannte finanzielle Situation des Vereins ein limitierender Faktor bleibt. Die ersten 11-13 Spieler werden als konkurrenzfähig eingeschätzt, danach wird es im Kader jedoch "enger und schwieriger".

Taktisches:
Muslic ist ein absoluter Verfechter der Dreierkette. Er verzicht weitgehend auf klassischen Ballbesitzfußball und bevorzugt ein schnelles Umschaltspiel nach vorne; es ist eine klare Tendenz zu direktem Spiel ("Kick and Rush") zu erkennen. In den ersten Testspielen zeigte sich bereits, dass sein Spielstil zwar direkt ist, aber nicht ganz so extrem auf "Kick and Rush" ausgerichtet wie befürchtet.

Prognose:
Die taktische Umstellung auf eine Dreierkette unter dem neuen Trainer Miron Muslic, kombiniert mit den personellen Veränderungen, macht die Prognose zusätzlich schwierig. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Mannschaft an das neue System gewöhnt und ob die Defensive stabilisiert werden kann, der größte Schwachpunkt der Vorsaison. Besonders herausfordernd ist das Auftaktprogramm, das "durchaus brutal" erscheint. Mit dem Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC, gefolgt von Partien gegen Kaiserslautern, Bochum, Dynamo Dresden und Absteiger Holstein Kiel steht der Verein vor einem schwierigen Start. Diese Konstellation könnte schnell für "Druck auf dem Kessel" sorgen, falls die ersten Spiele nicht erfolgreich verlaufen.

​

HANNOVER 96
Auf den Punkt:
Die vergangene Saison von Hannover 96 war geprägt von unerfülltem Potenzial. Mit dem neunten Platz und 51 Punkten blieb man deutlich hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Das Hauptproblem lag in der fehlenden Beständigkeit. Weder unter Stefan Leitl noch unter seinem Nachfolger Andreas Breitenreiter gelang es, die qualitativ hochwertige Mannschaft über längere Phasen auf Erfolgskurs zu bringen. Die 12 Unentschieden sprechen eine deutliche Sprache und zeigen, dass dem Team oft der entscheidende Punch zum Sieg fehlte. Besonders auffällig war die Diskrepanz zwischen Defensive und Offensive: Mit nur 36 Gegentoren stellte Hannover eine der besten Abwehrreihen der Liga – sogar besser als die Aufsteiger 1. FC Köln und der Hamburger SV. Die magere Ausbeute von nur 41 erzielten Toren offenbarte jedoch das zentrale Problem: mangelnde Durchschlagskraft im Angriff.
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​Kader + Personalien:​
Diese offensive Schwäche soll nun durch den neuen Trainer Christian Titz und die Transferoffensive behoben werden. ​Nun setzt der Verein voll auf frischen Wind.​ Hannover 96 hat sich in dieser Transferperiode als eine der aktivsten Mannschaften der 2. Bundesliga erwiesen. Mit einem umfassenden Kaderumbruch, einem neuen Trainer und zahlreichen Neuzugängen positioniert sich der Verein neu für die kommende Saison. Der ehemalige Coach des 1. FC Magdeburg bringt eine ausgeprägte Spielphilosophie mit, die auf Ballbesitz und offensiven Fußball ausgerichtet ist. Seine Verpflichtung kam für viele überraschend, da ihm durchaus Chancen auf einen Posten in der ersten Bundesliga zugetraut wurden. Der Kader ist auf allen Positionen mit qualitativ hochwertigen und entwicklungsfähigen Spielern besetzt. Zu den wertvollen Abgängen zählen natürlich Tresoldi und Identifikationsfigur Torwart Zieler sowie Neumann, Kunze und Voglsammer. Die zahlreichen Zugänge sind interessant: Blank kommt als Leihe von Salzburg, Ghita als weiterer IV fest aus Polen; Taibi ins ZM aus Frankreich; Pichler + Sterner kommen aus Kiel und Bundu als dynamischer RA von Plymouth. Wörl kehrt aus Bielefeld zurück! Noll als TW-Leihe aus Hoffenheim.

​Taktisches:
Taktisch setzt Titz bevorzugt auf ein 3-4-3-System, nachdem er früher häufiger im 4-3-3 spielen ließ. Sein Spielstil ist gewöhnungsbedürftig und erfordert intensive Einarbeitung, was sich auch in seiner Zeit in Magdeburg zeigte. Dort brauchte das Team eine gewisse Anlaufzeit, um seine Ideen vollständig zu verinnerlichen. Wenn sein System jedoch greift, kann es zu begeisterndem Fußball führen - allerdings mit dem Risiko spektakulärer Niederlagen, wie das Spiel gegen Münster zeigte. Die potenzielle Startformation unter Christian Titz im 3-4-3-System verspricht attraktiven Offensivfußball, besonders mit Akteuren wie Bundu auf dem rechten Flügel. Die größte Herausforderung für Hannover 96 wird die Integration der vielen Neuzugänge sein.
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​​Prognose:
Für die kommende Saison ist Hannover 96 trotz des Umbruchs als potenziellen Aufstiegskandidat einzustufen. Anders als in vergangenen Spielzeiten gibt es in dieser Saison keinen übermächtigen Favoriten, was die Chancen für die Niedersachsen erhöht. Es sind zwei Szenarien denkbar: Entweder gelingt die Integration schnell und der Verein kann direkt um den Aufstieg mitspielen, oder das Team benötigt ein Jahr zum Zusammenwachsen, um dann in der Folgesaison voll anzugreifen. Aktuell tendiere aufgrund mangelnder echter Führungsspieler und mangelnder Identifikationsfiguren eher dazu, Hannover auch als mögliche negative Überraschung einzuschätzen. Vor allem die Abwehr könnte etwas bröckeln, zumal mit Zieler einer der besten Torhüter der 2. Bundesliga einfach nicht mehr da ist und Noll bei Fürth satte 50 Tore kassiert hat und fast abstieg. Andererseits ist der Trainer halt der Star und wenn der mit seinem Charisma alle mitzieht, kann das schon was werden.



HERTHA BSC
Auf den Punkt:
Die vergangene Spielzeit endete für die Hertha auf dem 11. Platz mit 44 Punkten - ein Ergebnis, das auf den ersten Blick nach einer entspannten, wenn auch enttäuschenden Saison aussieht. Doch der Schein trügt: Einige Wochen vor Saisonende befand sich die Mannschaft noch mitten im Abstiegskampf und schien kurzzeitig gefährdet. Trotz eines qualitativ hochwertigen Kaders, der eigentlich Ambitionen in Richtung Aufstiegsplätze hätte haben sollen, konnte die Hertha nicht den gewünschten Fußball spielen. Zahlreiche Verletzungen und inkonsistente Leistungen führten zu einer insgesamt enttäuschenden Saison, die einen Trainerwechsel zur Folge hatte. Mit der Übernahme durch Stefan Leitl kam die Wende. In 12 Spielen unter seiner Leitung konnte die Hertha eine solide Performance mit durchschnittlich 1,58 Punkten pro Spiel zeigen. Obwohl der Start unter Leitl holprig war, verbesserten sich die Leistungen mit der Zeit deutlich, als die Mannschaft sich zunehmend an seine Spielidee anpasste.
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​Kader + Personalien:​
​Obwohl er nicht primär für die Förderung junger Spieler bekannt ist, vernachlässigt Leitl diese nicht komplett und setzt auf eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Die Transferperiode brachte einige bedeutende Veränderungen im Kader der Härte mit sich. Bei den Abgängen stechen besonders zwei Spieler hervor: Scherhant der für 2 Millionen Euro zum SC Freiburg wechselte, und Ibrahim Maza, der für beachtliche 12 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen ging. Dieser Toptransfer spülte wichtiges Geld in die Kassen, das für Neuverpflichtungen genutzt werden konnte. Es verleißen auch ein paar nahmhafte Spieler den Verein ablösefrei, wie etwa Niederlechner, Kenny, Palko Dardai oder Prevljak. Neuzugänge sind Seguin, Kolbe, Krattenmacher (Bayern-Leihe), Jensen und Gröning allesamt aber wenig teuer. Es ist zu erwarten, dass die Hertha noch ein oder zwei weitere Spieler verpflichten wird, obwohl der Kader auch ohne weitere Transfers bereits gut aufgestellt ist. Dass Kownacki jetzt noch als Leihe kommt, macht den Berlinern weitere Hoffnung im Sturm.
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​​Taktisches:
3-4-1-2 oder 3-5-2 unter Stefan Leitel, das heißt ein pragmatischer, ergebnisorientierter Fußballstil. Besonders im zentralen Mittelfeld ist die Hertha hervorragend aufgestellt mit Spielern wie Karbownik, Kevin Sessa und dem Neuzugang Paul Seguin. In einer möglichen 3-4-1-2-Formation könnte Leihspieler Krattenmacher schnell zum Unterschiedsspieler avancieren. Im Sturm konkurrieren Winkler und Neuzugang Grönning von Ingolstadt um die Startplätze, letzterer dürfte mittelfristig Ansprüche anmelden, Reese ist gesetzt. Die Einsatzzeiten für Lukas Schuler sind unklar.
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Prognose: Der aktuelle Kader der Härte strotzt vor Qualität und weist mit 36,5 Millionen Euro den zweit wertvollsten Kaderwert der Liga auf, nur übertroffen von Holstein Kiel. Ein entscheidender Vorteil gegenüber anderen Mannschaften ist die Tiefe des Kaders: Während andere Teams zwar eine starke Startelf haben, aber bei Einwechslungen oder Verletzungen an Qualität einbüßen, verfügt die Hertha über eine ausgezeichnete "zweite Reihe". Für die kommende Saison muss das Ziel der Hertha eindeutig der Aufstiegskampf sein. Unter Stefan Leitl wird der Fußball möglicherweise nicht immer der attraktivste sein, da er für einen eher pragmatischen Stil bekannt ist. Die Hertha wird voraussichtlich lange oben mitspielen und sich zwischen Platz 1 und 6 einpendeln. Der genaue Tabellenplatz wird von verschiedenen Faktoren abhängen, wie der Verletzungssituation, möglichen Wintertransfers und der Entwicklung unter Trainer Leitl. Mit dem aktuellen Kader und der positiven Entwicklung unter dem neuen Trainer stehen die Chancen gut, dass die Härte bis zum Saisonende um den Aufstieg mitspielen wird.
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Zuletzt bearbeitet:
1. FC KAISERSLAUTERN

Auf den Punkt:
Der 1. FC Kaiserslautern beendete die vergangene Saison auf dem 7. Tabellenplatz mit insgesamt 53 Punkten. Lange Zeit hatte die Mannschaft noch Chancen auf die Aufstiegsplätze, am Ende fehlten jedoch fünf Punkte auf Elversberg, was angesichts der gezeigten Leistungen durchaus bitter war. Mit mehr Konstanz wäre definitiv mehr möglich gewesen.
Mit 56 erzielten Toren stellte Kaiserslautern eine der besseren Offensivreihen der Liga. Diese Torausbeute war sogar besser als die des Meisters 1. FC Köln, was die offensive Qualität der Mannschaft unterstreicht. Die größte Schwachstelle war eindeutig die Defensive. Mit 55 Gegentoren zeigte sich hier eine deutliche Anfälligkeit, die letztendlich den möglichen Aufstieg verhinderte. Diese Baustelle gilt es in der neuen Saison zu beheben. Insgesamt kann die Saison dennoch als sehr solide bewertet werden, besonders wenn man bedenkt, dass in der Vorsaison noch lange Zeit gegen den Abstieg gekämpft wurde. Die positive Entwicklung ist erkennbar, auch wenn am Ende mehr möglich gewesen wäre.
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Kader + Personalien:
Mit Thorsten Lieberknecht hat der FCK einen erfahrenen Zweitliga-Trainer verpflichtet, der bereits am Ende der vergangenen Saison übernommen hat. Der ehemalige Profi des Vereins gilt als Spezialist für die 2. Bundesliga und hat bereits mit Eintracht Braunschweig und Darmstadt 98 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft.
​Besonders der Abgang von Ragnar Ache zum 1. FC Köln für 4,5 Millionen Euro ist ein herber Verlust für den Verein. Ache war einer der Leistungsträger und wird schwer zu ersetzen sein. Auch der Abgang von Kaloc nach Bulgarien für 2,5 Millionen Euro sowie das Ende der Leihe von Yokota, einem Spieler mit viel Potenzial, sind schmerzlich. Bei den Zugängen sticht besonders Semih Sahin von Elversberg hervor, ein Transfer, der für die zweite Liga als Coup bezeichnet werden kann. Mit Ivan Prtajin wurde zudem ein physisch starker Stürmer verpflichtet, der bei Union Berlin zwar nicht überzeugen konnte, aber bei Wehen Wiesbaden bereits sein Können in der 2. Liga unter Beweis gestellt hat. Weitere Verstärkungen wie Simon Asta, Fabian Kunze, Daniel Hanslik, Gyamfi und Emreli komplettieren den Kader. Tachie kehrt nach Leihe zurück. Kim ist als PL-Talent eine sehr interessante und vielversprechende Leihe in der Abwehr von Brentford.
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Taktisches:
Thorsten Lieberknecht wird voraussichtlich auf sein bewährtes 3-4-1-2-System setzen. Im Mittelfeld könnten Kunze und Sahin eine spannende Kombination bilden, wobei Kunze eher defensiv und Sahin offensiv ausgerichtet ist. Kapitän Marlon Ritter dürfte auf der Zehnerposition agieren und das Spiel lenken. Im Sturm stellt sich die Frage, wer neben Ivan Prtajin auflaufen wird. Hier gibt es mehrere Optionen, die Lieberknecht im Laufe der Vorbereitung testen dürfte.
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Prognose:
Der 1. FC Kaiserslautern möchte in dieser Saison besser oder mindestens wieder Platz 7 erreichen. Die Vereinsführung wünscht sich einen Sprung nach vorne, was angesichts des Kaders und der Konkurrenzsituation in der 2. Bundesliga durchaus realistisch erscheint. Ob die hohen Erwartungen, die das Umfeld allgemein hat, berechtigt sind, muss abgewartet werden. Die Defensive wurde mit interessanten Spielern verstärkt, aber es bleiben Fragen offen, wie stabil das Ganze am Ende wirklich ist. Reichen die Neuzugänge und Leihen wirklich aus? Vorne hofft man, dass man Ache kompensieren kann, aber auch hier muss es sich noch zeigen. Lieberknecht ist aber ein super Trainer für die 2. Liga, man hat eine gute Mischung zwischen Führungsspielern, Talenten und Hoffnungsträgern, dazu die besten Fans der Welt, zusammen mit dem VfB Stuttgart. Ich denke Platz 3-7 ist am Ende realistisch. Weil es keinen haushohen Favoriten gibt heuer, ist für mich Lautern einer der top Geheimfavoriten, wenn sie die Defensive in Griff kriegen.
 
VfL BOCHUM
Auf den Punkt:
Der VfL Bochum musste nach mehreren Jahren in der 1. Bundesliga den bitteren Gang in die 2. Liga antreten. Mit nur 25 Punkten landete der Verein auf dem 18. Tabellenplatz, punktgleich mit Holstein Kiel. Besonders die schwache Offensive mit nur 33 erzielten Toren war ein Hauptgrund für den Abstieg. Seit der Rückkehr in die 1. Liga kämpfte der VfL in jeder Saison gegen den Abstieg. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga steht der VfL Bochum vor einer entscheidenden Saison in der 2. Liga. Mit Trainer Dieter Hecking und einem stark veränderten Kader will der Traditionsverein den direkten Wiederaufstieg anpeilen. Trotz zahlreicher Neuzugänge und eines vielversprechenden Kaders gibt es auch Herausforderungen, die der VfL bewältigen muss, um sein Ziel zu erreichen.

Kader + Personalien:
Trotz des Abstiegs hält der Verein an Trainer Dieter Hecking fest, der die Mannschaft auch in der 2. Liga führen wird. Hecking übernahm den VfL in einer schwierigen Situation und konnte in seinen 25 Spielen einen Punkteschnitt von 0,96 erzielen, was letztendlich nicht zum Klassenerhalt reichte. Nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga musste der VfL Bochum erwartungsgemäß einige personelle Veränderungen vornehmen. Auf der Abgangsseite gab es mehrere namhafte Spieler, die den Verein verlassen haben: Oerman, Daschner, Drewes, Bernardo, de Wit, Ordets, Lossila, Gamboa sind alle nicht mehr da. Die letzten beiden haben ihre mehr als verdiente Karriere beendet. Boadu, Krauß und Medic waren zudem nur geliehen. Mit Wätjen, Sissoko (ASSE), Kleine-Bekel und Rösch konnte man für wenig Geld oder ablösefrei ein paar interessante Spieler loseisen. Besonders hervorzuheben ist der Transfer von "Heimkehrer" Kevin Vogt, der trotz seines Alters von 33 Jahren als wichtige Verstärkung für die Innenverteidigung gilt. Seine Erfahrung aus der Zeit bei der TSG Hoffenheim und Union Berlin soll dem Team Stabilität verleihen. Mit einem Marktwert von etwa 35,30 Millionen Euro rangiert der VfL Bochum in der 2. Bundesliga hinter Holstein Kiel auf Platz 2. Der Kader zeichnet sich durch hohe Qualität in allen Mannschaftsteilen aus: Vor allem Horn im Tor hat Bundesliganiveau, im Angriff hat man mit Hofmann immer noch enorm viel Erfahrung. Das Mittelfeld wird sich finden müssen, die Neuzugänge haben aber Potential, siehe Onyeka, der als OM aus Leverkusen zur Leihe kommt.

​Taktisches:
Hecking bringt eine beachtliche Trainerkarriere mit, die Stationen beim 1. FC Nürnberg (als Sportvorstand), Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach, Hannover 96 und VfL Wolfsburg umfasst. Bekannt war er früher für sein 4-3-3-System, setzt mittlerweile aber vermehrt auf ein flaches 3-5-2 mit einer stabilen Dreierkette. Seine Erfahrung und sein taktisches Verständnis könnten dem VfL in der 2. Liga zugutekommen. Hecking setzt wie gesagt auf ein 3-5-2-System, das auch als 3-4-1-2 interpretiert werden kann. Die Dreierkette in der Abwehr bildet das Fundament, während im Mittelfeld und Angriff verschiedene Optionen zur Verfügung stehen. Die Flexibilität des Kaders erlaubt es, verschiedene Spieler auf unterschiedlichen Positionen einzusetzen. Bemerkenswert ist die Tiefe des Kaders, die es ermöglicht, auch bei Ausfällen qualitativ hochwertig zu besetzen. Selbst Spieler wie Strompf, die in anderen Teams Stammspieler wären, müssen beim VfL um ihren Platz kämpfen. Diese Konkurrenzsituation könnte ein entscheidender Faktor im Aufstiegskampf sein.
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Prognose:
Mit der vorhandenen Qualität muss sich der VfL Bochum vor keinem Gegner in der 2. Bundesliga verstecken. Trotzdem müssen ein paar Positionen neu besetze und integriert werden, ein Selbstläufer wird der Erfolg nicht. Sollte der Saisonstart nicht optimal verlaufen, könnte dies zu Unruhe führen. Es ist daher wichtig, dass der Verein auch bei Rückschlägen Geduld bewahrt und am eingeschlagenen Weg festhält. Etwas, was man in der Vergangenheit nicht immer voll beherzigt hat. Mit der richtigen Mischung aus erfahrenen Spielern wie Kevin Vogt und vielversprechenden Talenten wie Wätjen hat der Verein alle Voraussetzungen, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen.
 
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DYNAMO DRESDEN
Auf den Punkt:
Dynamo Dresden beendete die Drittligasaison auf Platz 2 hinter Arminia Bielefeld mit 70 Punkten und fünf Punkten Vorsprung auf den Drittplatzierten. Mit 71 geschossenen Toren stellte Dresden eine der besten Offensiven der 3. Liga, während die Defensive mit 40 Gegentoren ebenfalls solide war. Nach einer taktischen Umstellung von einer Dreierkette (3-4-1-2) auf ein 4-3-3-System verbesserten sich die Leistungen deutlich, was letztendlich zum Aufstieg führte. Dynamo Dresden gehört aus historischer Sicht in die 2. Bundesliga und hat sich den Aufstieg durch konstante Leistungen verdient. Unter der Führung von Trainer Thomas Stamm, der zuvor die zweite Mannschaft des SC Freiburg betreute, zeigte das Team einen attraktiven Spielstil und bewies nach einer kurzen Schwächephase in der Saison große Anpassungsfähigkeit. Die taktische Umstellung von einer Dreierkette auf eine Viererkette erwies sich als entscheidender Faktor für den Erfolg und demonstriert die strategische Kompetenz des Trainers.

Personalien + Kader:
Der Gesamtmarktwert des Kaders beträgt aktuell 10,55 Millionen Euro, was im Zweitligavergleich den letzten Platz bedeutet - noch hinter Arminia Bielefeld. Allerdings konnte der Großteil der Aufstiegsmannschaft gehalten werden, was für die Teamchemie von Vorteil sein könnte. Bei den Abgängen ist kein Spieler dabei, der als unersetzlich gilt, während bei den Zugängen besonders Nils Fröhling und Rossipal (beide ablösefrei aus Rostock) als potenzielle Stammspieler gelten. Amoako ist ein spannendes Talent, das aus Wolfsburg kommt. Mit Daferner kommt für relativ wenig Geld die ehemalige Leihe aus Nürnberg in den Sturm. Lennart Grill (Tor) und Luca Hermann runden die Transfers ab. Hoti, Sterner und Mika Baur kehren nach Leihen Dresden den Rücken zu.

Taktisches:
Für die kommende Zweitligasaison wird erwartet, dass Dresden am bewährten 4-3-3-System festhält. Viele Leistungsträger der Aufstiegsmannschaft werden voraussichtlich weiterhin zur Startelf gehören. Die Heimstärke im Rudolf-Harbig-Stadion mit seiner beeindruckenden Atmosphäre könnte ein weiterer taktischer Vorteil sein. Dresden gilt als unangenehm zu bespielender Gegner, was besonders bei Heimspielen zum Tragen kommen dürfte.

Prognose:
Der Verein wird als "absoluter Zweitligaverein" angesehen, der in diese Liga gehört und dort auch bleiben sollte. Die Prognose für die Saison liegt realistisch aber zwischen Platz 14 und 18, was bedeutet, dass Dresden vielleicht bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen wird. Es könnte Phasen geben, in denen der Verein abgeschlagen wirkt, doch sowohl der direkte Klassenerhalt als auch das Erreichen der Relegation erscheinen durchaus realistisch. Ein Vorteil gegenüber anderen Aufsteigern ist die Kontinuität im Kader, da viele Leistungsträger gehalten werden konnten. Manche sehen in Dresden ein Überraschungspotential, aber die Konkurrenz ist sehr stark und teilweise lange etabliert. Da wird Dynamo nichts geschenkt werden, ich sehe den Angriff bisher etwas schwach auf der Brust. Dresden hat ein wenig den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft, wenn ich mich nicht täusche, habe nicht nachgeschaut, aber es wäre keine Überraschung, wenn es direkt wieder nach unten geht. Erinnert mich an in der Konstellation etwas an Preußen Münster letztes Jahr. Vlt. sind die viel stabiler als man denkt und sie landen stabil ein paar Wochen vor Saisonende im unteren Mittelfeld. Dresden gehört mit seinen fantastischen Fans in die 2. Liga.
 
DARMSTADT 98
Auf den Punkt:
Der aktuelle Kader wird auf 27,9 Millionen Euro geschätzt, was Darmstadt im oberen Mittelfeld der 2. Bundesliga positioniert. Mit erfahrenen Kräften wie Torwart Marcel Schuhen und vielversprechenden Rückkehrern wie Patrick Pfeifer verfügt das Team über eine solide Basis für die kommende Saison.
Nach dem Abstieg aus der Bundesliga erlebte der SV Darmstadt 98 eine turbulente erste Saison zurück in der 2. Bundesliga. Mit einem zwölften Tabellenplatz konnte der Verein den direkten Durchmarsch in die 3. Liga verhindern, doch der Saisonverlauf war alles andere als konstant. Unter Trainer Florian Kohfeldt erlebten die Lilien sowohl beeindruckende Höhenflüge mit spektakulären Siegen als auch enttäuschende Niederlagen. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga verlief für Darmstadt 98 wie eine Achterbahnfahrt. Nach einem katastrophalen Start unter dem ehemaligen Aufstiegstrainer Thorsten Lieberknecht übernahm Florian Kohfeldt am 7. September 2024 das Ruder. Unter seiner Leitung erlebten die Lilien zunächst einen beeindruckenden Aufschwung, der sich in spektakulären Siegen manifestierte. Die anfängliche Euphorie unter Kohfeldt wich jedoch im Saisonverlauf einer zunehmenden Ernüchterung. Nach den beeindruckenden Kantersiegen, bei denen Darmstadt regelmäßig fünf Tore erzielte, folgte eine Phase mit deutlich schwächeren Leistungen. Die Mannschaft zeigte sich besonders in der Defensive anfällig und kassierte zu viele Gegentore. Mit 56 erzielten und 55 kassierten Treffern präsentierte sich das Team zwar offensivstark, aber defensiv zu anfällig. Trotz des zwischenzeitlichen Aufschwungs muss die Saison insgesamt als eher enttäuschend bewertet werden. Der zwölfte Tabellenplatz spiegelt die Inkonstanz wider, die das Team über die gesamte Spielzeit begleitete. Besonders in der Rückrunde konnte die Mannschaft nicht mehr an die starken Leistungen der ersten Spiele unter Kohfeldt anknüpfen.

Personalien + Kader:
Der aktuelle Kader wird auf 27,9 Millionen Euro geschätzt, was Darmstadt im oberen Mittelfeld der 2. Bundesliga positioniert. Mit erfahrenen Kräften wie Torwart Marcel Schuhen und vielversprechenden Rückkehrern wie Patrick Pfeiffer verfügt das Team über eine solide Basis für die kommende Saison. Der prominenteste Abgang ist Stojilkovic, der für 500.000 Euro in die polnische Ekstraklasa wechselte. Darüber hinaus haben mehrere Spieler den Verein ablösefrei verlassen. Auf der Zugangsseite sticht besonders die Rückkehr von Patrick Pfeiffer hervor, der für rund 700.000 Euro vom FC Augsburg zurück zu seinem ehemaligen Verein wechselte. Dieser Transfer wird als emotionale Heimkehr gewertet, da Pfeifer bei anderen Vereinen nie an seine Leistungen aus Darmstädter Zeiten anknüpfen konnte. Mit Bialek vom VfL Wolfsburg und In Güler von Victoria Köln wurden zudem zwei weitere Offensivspieler verpflichtet.
Besonders interessant ist die Transferstrategie mit Blick auf den japanischen Markt: Mit Akiyama (Leihe) und Furukava wurden gleich zwei japanische Spieler verpflichtet. Letzterer gilt mit seinen 21 Jahren als vielversprechendes Talent für die linke Außenbahn. Hier könnte die Entwicklungsarbeit unter Trainer Kohfeldt, der als guter Förderer junger Spieler gilt, Früchte tragen – vorausgesetzt, die Sprachbarriere stellt kein zu großes Hindernis dar.

​Taktisches:
Florian Kohfeldt setzt bei Darmstadt 98 primär auf ein 4-4-2-System mit einer Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld. Diese Formation bietet sowohl defensive Stabilität als auch offensive Flexibilität. Als Alternative kommt ein 4-2-3-1-System zum Einsatz, das je nach Gegner und taktischer Ausrichtung angepasst wird. Beide Spielsysteme passen gut zum aktuellen Kader der Lilien und erlauben es, die vorhandenen Stärken optimal zu nutzen.
​​Kohfeldts taktische Philosophie zeichnete sich zu Beginn seiner Amtszeit durch offensiven, mutigen Fußball aus, was zu den beeindruckenden Kantersiegen führte. Die Mannschaft zeigte sich besonders in der Offensive variabel und torgefährlich. Im Laufe der Saison wurden jedoch auch die defensiven Schwächen dieses Ansatzes deutlich, was zu einer zunehmenden Inkonstanz in den Leistungen führte.

Prognose:
Für die kommende Saison steht der SV Darmstadt 98 vor einer interessanten Ausgangslage. Der Kader bietet durchaus das Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz, möglicherweise im Bereich zwischen Platz 9 und 13. Die erste Elf ist qualitativ hochwertig besetzt und kann mit vielen Teams der Liga mithalten. Besonders in der Offensive mit Spielern wie Leitner, Hornby und dem Neuzugang Bialek ist Darmstadt gut aufgestellt.
Das größte Risiko für eine erfolgreiche Saison könnte jedoch Trainer Florian Kohfeldt darstellen. Seine bisherige Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt, und auch bei Darmstadt zeigte sich nach einem starken Start eine abnehmende Tendenz in den Leistungen. Die Befürchtung besteht, dass der Verein zu lange an Kohfeldt festhalten könnte, sollten die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen, was wertvolle Punkte kosten würde.
Insgesamt ist für Darmstadt 98 eine Saison im gesicherten Mittelfeld zu erwarten, mit der Möglichkeit nach oben, falls die Mannschaft konstanter agiert als in der Vorsaison.
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SV 07 ELVERSBERG
Auf den Punkt:
Die SV Elversberg erreichte in der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz mit 58 Punkten, nur einen Punkt hinter dem HSV. Trotz dieser herausragenden Leistung scheiterte der Verein in der Relegation gegen Heidenheim und verpasste somit den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Der Erfolgscoach Horst Steffen hat den Verein verlassen und ist zu Werder Bremen in die 1. Bundesliga gewechselt. Sein Nachfolger ist Vincent Wagner, der zuvor als Trainer der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim in der Regionalliga Südwest tätig war. Die Mannschaft hat zahlreiche Leistungsträger verloren, darunter mehrere Leihspieler sowie wichtige Stammspieler. Die SV Elversberg steht nach ihrer Märchensaison vor einem Umbruch. Der dritte Platz in der Tabelle war beeindruckend, doch die verlorene Relegation gegen Heidenheim bedeutet, dass der Verein weiterhin in der 2. Bundesliga verbleibt.

Personalien + Kader:
Die SV Elversberg hat einen erheblichen Umbruch im Kader zu verkraften. Besonders schmerzlich ist der Verlust mehrerer Leihspieler (Asslani, Elias Baum, Damar, Jäckel), die in der Vorsaison enorm wichtige Rollen einnahmen. Dazu kommen die Abgänge von Leistungsträgern wie Semih Sahin, der für 1,5 Millionen Euro zu Kaiserslautern wechselte, und Robin Fellhauer, der für 700.000 Euro nach Augsburg ging.
Auf der Zugangsseite setzt der Verein erneut auf das bewährte Konzept der Leihspieler. Mit Malanga vom VfB Stuttgart II und Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim hat man zwei vielversprechende junge Spieler verpflichtet. Die Hoffenheim-Verbindung, die in der Vergangenheit bereits gut funktionierte, wird damit fortgesetzt.
​Weitere Neuzugänge wie Jason Ceka (ablösefrei von Magdeburg) und Amara Condé (400.000 € vom SC Heerenveen) sollen die entstandenen Lücken schließen. Mit einem Gesamtmarktwert von 17,48 Millionen Euro gehört die SV Elversberg allerdings zu den fünf wertschwächsten Mannschaften der Liga, was die Herausforderung verdeutlicht.
Schlüsselspieler wie Lukas Pinckert (sofern er bleibt), Lukas Petkov und Torhüter Nicolas Kristof, der seit Jahren konstant gute Leistungen zeigt, werden eine wichtige Rolle spielen. Die Qualität in der Breite des Kaders erscheint jedoch deutlich geringer als in der Vorsaison. Während die potenzielle Startelf durchaus konkurrenzfähig erscheint, mangelt es an Qualität in der Breite des Kaders. Bei Verletzungen oder notwendigen Wechseln könnte die Leistungsfähigkeit der Mannschaft deutlich abnehmen. Dies ist ein entscheidender Unterschied zur Vorsaison, in der die SV Elversberg über einen ausgeglicheneren Kader verfügte.

​​Taktisches:
Vincent Wagner wird bei der SV Elversberg voraussichtlich auf das 4-2-3-1-System setzen, das er bereits bei der TSG Hoffenheim II über Jahre hinweg erfolgreich praktiziert hat. Diese taktische Ausrichtung bietet eine gute Balance zwischen Defensive und Offensive und könnte den vorhandenen Spielertypen entgegenkommen.
​Der neue Trainer bringt zwar Erfahrung aus verschiedenen Stationen mit, steht jedoch vor seiner ersten Herausforderung als Cheftrainer im Profifußball. Bei der TSG Hoffenheim II konnte er mit einem Punkteschnitt von 1,99 in 102 Spielen überzeugen, allerdings ist die Regionalliga Südwest nicht mit dem Niveau der 2. Bundesliga vergleichbar.
​Die größte taktische Herausforderung wird die Integration der neuen Spieler sein.
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Prognose:
Nach der herausragenden Vorsaison mit dem dritten Platz steht die SV Elversberg vor einem Realitätscheck. Horst Steffen hatte eine besondere Symbiose aus entspannter Vereinskultur und leistungsorientierter Mannschaftsführung geschaffen. Diese Balance neu zu finden, wird für Vincent Wagner eine große Herausforderung darstellen.
​Der massive Kaderumbruch mit dem Verlust zahlreicher Leistungsträger wird sich voraussichtlich negativ auf die Tabellenposition auswirken. Die neuen Spieler benötigen Zeit, um sich zu integrieren und das hohe Niveau der Vorsaison zu erreichen. Besonders die mangelnde Kaderbreite könnte bei Verletzungen oder Formkrisen zum Problem werden.
Eine realistische Prognose sieht die SV Elversberg in der kommenden Saison im Bereich zwischen Platz 11 und 14. Ein Abstieg erscheint unwahrscheinlich, aber eine Wiederholung des Erfolgs der Vorsaison ist kaum zu erwarten.
 
SpVgg GREUTHER FÜRTH
Auf den Punkt:
Die SpVgg Greuther Fürth galt in der abgelaufenen Spielzeit zu Saisonbeginn als potenzieller Geheimfavorit, konnte dieser Rolle jedoch zu keinem Zeitpunkt gerecht werden. Stattdessen entwickelte sich die Spielzeit zu einem Kampf gegen den Abstieg, der erst in den letzten Spieltagen erfolgreich beendet werden konnte. Besonders die defensive Instabilität mit 59 Gegentoren erwies sich als gravierendes Problem. Platz 13 in der Abschlusstabelle mit nur vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Bilanz von zehn Siegen, neun Unentschieden und 15 Niederlagen spiegelt die inkonstante Saison wider.
Unter Alexander Zorniger kam es schnell zu Unruhen im Team und Umfeld. Die sportliche Leistung schwankte erheblich, was sich in der mageren Ausbeute von nur zehn Siegen bei 15 Niederlagen widerspiegelte. Zeitweise bestand sogar die Sorge, dass der Verein noch weiter in der Tabelle abrutschen könnte. Die Situation über weite Strecken der Saison kritisch.
Die Wende kam mit Thomas Kleine, der als Interimstrainer die letzten beiden Saisonspiele betreute. Mit einem Punkteschnitt von 2,0 pro Spiel führte er das Team zum wichtigen 1:0-Sieg gegen Hannover 96 und zum spektakulären 3:2-Erfolg am letzten Spieltag gegen den Hamburger SV. Diese positive Bilanz überzeugte die Vereinsführung, ihm die Chance als Cheftrainer zu geben, allerdings zunächst nur mit einem Einjahresvertrag, was die vorsichtige Herangehensweise der Verantwortlichen unterstreicht.

Personalien + Kader:​
Die Liste der Abgänge ist beeindruckend lang und umfasst zahlreiche Stammspieler: Asta, Meyerhöfer, Massimo und Pfaffenrot wechselten den Verein. Die Verträge von Jung, Gießelmann, Calhanoglu und Schulze liefen aus (alle vereinslos), zudem endeten zahlreiche Leihen: Quarshie, Noll, Loosli, Mause, Motika, Lennart Grill. Auf der Zugänge-Seite stehen teilweise bekannte Namen wie
​Mathias Olesen (Köln) oder der junge Aaron Keller (Unterhaching), der als Königstransfer gilt. Ziereis (LASK) und Dehm (96) sollen Erfahrung in das Team bringen. Bjarnason kommt von Ham-Kam in die IV. Von Regionalligist Babelsberg kommt Torhüter Sebastian Jung (20) zum Kleeblatt. Lukas Reich (18) gilt als vielversprechendes Verteidiger-Talent, er kam von 1860. Mit Higl (Ulm) und Sillah (HSVII) holte man schließlich noch zwei Mittelstürmer. Cabrera kommt von Augsburg II ins offensive Mittelfeld. Zudem werden drei Nachwuchsspieler hochgezogen: Torhüter Silas Prüfrock (20) aus der U23, U19-Kapitän Jakob Engel (19) sowie U23-Torjäger Daniel Kasper (22), der zum Saisonende schon in der 2. Liga zum Einsatz kam.
Der Gesamtmarktwert des Kaders beträgt aktuell 18,93 Millionen Euro, womit die SpVgg im unteren Drittel der 2. Bundesliga anzusiedeln ist. Mit 26 Spielern ist der Kader zudem relativ klein. Zu den verbliebenen Leistungsträgern zählen Branimir Hrgota (32), der als Kultspieler der 2. Liga gilt, sowie Maximilian Dietz in der Innenverteidigung.
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​Taktisches:
Die taktische Ausrichtung unter Thomas Kleine ist noch schwer einzuschätzen, da er bisher nur wenige Spiele als Cheftrainer absolviert hat. In seinen beiden Spielen als Interimstrainer der SpVgg Greuther Fürth setzte er auf ein 5-3-2-System, was vor allem der defensiven Stabilisierung diente. Dies war angesichts der prekären Tabellensituation zum Saisonende eine nachvollziehbare Entscheidung.
Seine bisherigen Trainerstationen, insbesondere bei der SpVgg Bayreuth, lassen jedoch darauf schließen, dass er grundsätzlich ein Anhänger der Viererkette ist. Dort bevorzugte er Formationen wie 4-2-3-1 oder 4-4-2, also klassische Systeme mit vier Abwehrspielern. Es bleibt abzuwarten, welches System er nun bei Fürth etablieren wird.
Die ideale Aufstellung wird stark von der Verfügbarkeit der Spieler abhängen. Während die erste Elf durchaus Potenzial hat, könnte es bei Auswechslungen und im "zweiten Anzug" problematisch werden. Besonders in der Phase ab der 60./65. Minute, wenn frische Impulse von der Bank kommen müssten, könnte die Mannschaft Schwierigkeiten bekommen.
​Ein weiterer wichtiger taktischer Aspekt wird die Balance zwischen erfahrenen Spielern wie Hrgota und den vielen jungen Neuzugängen sein. Thomas Kleine steht vor der Herausforderung, ein funktionierendes Gerüst zu etablieren, das sowohl Stabilität als auch Entwicklungspotenzial bietet. Seine begrenzte Erfahrung als Cheftrainer macht diese Aufgabe nicht einfacher.
Die Vorbereitung hat gezeigt, dass die Mannschaft noch Zeit braucht, um sich zu finden. Die zahlreichen Verletzungen erschweren zudem die Einspielung der taktischen Abläufe. Es wird interessant zu beobachten sein, wie schnell Kleine ein funktionierendes System etablieren kann und ob er flexibel genug ist, auf die Herausforderungen der 2. Bundesliga zu reagieren.

​Prognose:
Die Prognose für die SpVgg Greuther Fürth in der Saison 2025/26 fällt eher verhalten aus. Angesichts des umfassenden Kaderumbruchs, der vielen jungen und unerfahrenen Spieler sowie eines Trainers mit begrenzter Erfahrung als Chefcoach ist mit einer schwierigen Spielzeit zu rechnen. Eine realistische Einschätzung platziert das Team zwischen den Tabellenplätzen 13 und 16, was einen erneuten Kampf gegen den Abstieg bedeuten würde. Der neu zusammengestellte Kader bietet in der Spitze durchaus interessantes Potenzial, insbesondere mit Neuzugängen wie Aaron Keller. Allerdings wirkt die Mannschaft in ihrer Gesamtheit sehr zusammengewürfelt. Die Verpflichtung zahlreicher Spieler aus zweiten und dritten Mannschaften anderer Vereine ist zwar eine Strategie, die bei Fürth in der Vergangenheit schon funktioniert hat, birgt aber auch erhebliche Risiken.
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HOLSTEIN KIEL
Auf den Punkt:
Holstein Kiel steht vor einer herausfordernden Saison in der 2. Bundesliga nach dem direkten Wiederabstieg aus der 1. Bundesliga. Mit nur 25 Punkten und einem 17. Platz in der Abschlusstabelle mussten die "Störche" den Gang zurück in die zweite Liga antreten. Trotz beachtlicher 49 erzielter Tore waren es vor allem die 80 Gegentreffer, die den Ausschlag gaben. Der Verein hält jedoch an Trainer Marcel Rapp fest, der seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat - ein klares Zeichen für Kontinuität trotz des Abstiegs. Trotz des Abstiegs zeigte Holstein Kiel phasenweise durchaus ansprechenden Offensivfußball. Die Mannschaft bewies in der Bundesliga, dass sie spielerisch mithalten kann, was sich in der beachtlichen Torausbeute widerspiegelt. Besonders in den letzten Saisonwochen keimte noch einmal Hoffnung auf, als die Mannschaft zwei Siege in den letzten fünf Spielen einfahren konnte. Letztendlich reichte es jedoch nicht für den Klassenerhalt.
Die defensive Anfälligkeit war das größte Problem der Kieler in der Bundesliga. Mit 80 Gegentoren stellte man die schwächste Abwehr der Liga, was die offensiven Qualitäten regelmäßig zunichtemachte. Diese Schwäche in der Defensive war letztendlich ausschlaggebend für den direkten Wiederabstieg nach nur einer Saison im deutschen Oberhaus.

Personalien + Kader:
Nach dem Abstieg erlebt Holstein Kiel einen massiven Kaderumbruch. Zahlreiche Leistungsträger haben den Verein verlassen, allen voran Shuto Machino, der für die beachtliche Summe von 8 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Mit Nikolai Remberg (2,1 Millionen Euro zum HSV), Pichler (750.000 Euro zu Hannover 96) und Sterner (500.000 Euro ebenfalls zu Hannover 96) verlor der Verein weitere wichtige Spieler. Hinzu kommen ablösefreie Abgänge wie Timo Becker (Schalke 04), Kleine-Bekel (VfL Bochum) und Marvin Schulz (Preußen Münster). Routinier Lewis Holtby hat keinen neuen Vertrag mehr bekommen, er erwägt evtl. einen Wechsel nach Dubai.
Dem massiven Aderlass stehen zahlreiche Neuverpflichtungen gegenüber. Holstein Kiel hat das durch die Verkäufe eingenommene Geld direkt reinvestiert und den Kader mit vielen neuen Spielern verstärkt. Besonders vielversprechend erscheinen die Verpflichtungen von Robert Wagner (Leihe vom SC Freiburg) sowie die internationalen Transfers von Therkelsen aus Norwegen und Kasper Davidsen aus Dänemark. Auch Talente wie Padusi aus der U19 des Karlsruher SC könnten unter Trainer Marcel Rapp eine positive Entwicklung nehmen.
Mit einem Gesamtmarktwert von 40,68 Millionen Euro stellt Holstein Kiel aktuell den wertvollsten Kader der 2. Bundesliga, knapp vor dem Hamburger SV mit 39,08 Millionen Euro. Trotz des hohen Marktwerts bleibt jedoch abzuwarten, wie schnell sich die neu zusammengestellte Mannschaft finden wird. Die Integration so vieler neuer Spieler benötigt Zeit, und es wird entscheidend sein, wie schnell Trainer Marcel Rapp Automatismen etablieren kann.
Zu den Schlüsselspielern im aktuellen Kader zählen Torhüter Weiner, der zwar nicht als bester Keeper der Liga gilt, aber durchaus spielentscheidende Paraden zeigen kann. Im zentralen Mittelfeld soll Gigovic die Fäden ziehen, während vorne Phil Harres mit einem Marktwert von 4 Millionen Euro als 23-jähriger Stürmer großes Potenzial besitzt und zu den wertvollsten Spielern des Teams zählt.
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Taktisches:
Taktisch setzt Rapp fast ausschließlich auf verschiedene Varianten der Dreierkette. In der Bundesliga variierte er zwischen Formationen wie 3-1-4-2 und 3-4-1-2, wobei eine Viererkette nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kam. Diese taktische Flexibilität innerhalb des Grundsystems der Dreierkette könnte in der 2. Liga ein Vorteil sein, da viele Gegner eher mit einer Viererkette agieren.
Eine Herausforderung wird es sein, die vielen neuen Spieler in das taktische System zu integrieren. Anders als bei Darmstadt 98, wo Thorsten Lieberknecht nach dem Bundesliga-Abstieg Probleme hatte, das Team wieder zu stabilisieren, besteht bei Holstein Kiel jedoch die Hoffnung, dass Rapp mit seiner klaren taktischen Linie und seiner Erfahrung im Verein den Umbruch erfolgreich gestalten kann.

​Prognose:
Entscheidend für den Saisonerfolg wird sein, wie schnell die Mannschaft Automatismen entwickeln kann und wie gut die Defensive im Vergleich zur Bundesliga-Saison stabilisiert werden kann. In den Testspielen zeigte das Team bereits vielversprechende Ansätze, aber auch noch Abstimmungsprobleme, was angesichts des großen Umbruchs nicht überraschend ist. Ein großer Vorteil könnte sein, dass es in dieser Zweitliga-Saison keinen klaren Top-Favoriten gibt, was die Chancen für ambitionierte Teams wie Holstein Kiel erhöht. Ich sehe eine insgesamt gute Saison für Kiel herausspringen, sie haben eine taktische Identität (3er-Kette), eine Kontinuität auf der Trainerposition, eine solide finanzielle Ausstattung, den wertvollsten Kader der Liga, da spricht viel für Holstein Kiel in der kommenden Saison. Die hohen Erwartungen, der große Kader, die Neuintegration zahlreicher Spieler - all das sind aber auch Herausforderungen. Rapps offensive Spielphilosophie könnte aber in der 2. Liga noch besser funktionieren als in der Bundesliga, wo die defensive Anfälligkeit zu oft bestraft wurde. Ich denke eine realistische Platzierung bewegt sich zwischen den Plätzen 3 und 6. Kiel ist definitiv ein Aufstiegskandidat, wenn alles rund läuft.
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1. FC NÜRNBERG
Auf den Punkt:
Die vergangene Spielzeit des 1. FC Nürnberg kann am besten als Achterbahnfahrt beschrieben werden. Mit dem Endresultat von Platz 10 in der 2. Bundesliga blieb der Club letztendlich eine "graue Mausmannschaft", wie es im Fußballjargon oft heißt. Die Bilanz von 14 Siegen, 6 Unentschieden und 14 Niederlagen zeigt eine perfekte Ausgeglichenheit, die jedoch nicht den Ansprüchen des traditionsreichen Vereins entspricht. Besonders auffällig war der Saisonverlauf: Zwischenzeitlich zeigte der Club durchaus ansprechende Leistungen und nährte Hoffnungen auf eine bessere Platzierung. Die 60 erzielten Tore können durchaus als Stärke gewertet werden und zeugen von offensiver Qualität. Allerdings offenbarte die hohe Zahl von 57 Gegentoren erhebliche defensive Schwächen. Diese Diskrepanz zwischen Offensive und Defensive machte den Club zu einer "Wundertüte" – unberechenbar für Gegner, aber auch für die eigenen Fans.
Trotz der durchwachsenen Saison kann man nicht von einem kompletten Misserfolg sprechen. Der Club zeigte Potenzial und phasenweise gute Leistungen. Die Herausforderung für die kommende Saison wird sein, mehr Konstanz zu entwickeln und die defensiven Schwächen zu beheben, um den Ansprüchen des Vereins und seiner Anhänger gerecht zu werden.
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Personalien + Kader:
Der 1. FC Nürnberg steht vor einer Saison des Umbruchs. Mit einem Gesamtmarktwert von 25,75 Millionen Euro und einem umfangreichen Kader von 32 Spielern positioniert sich der Club im Mittelfeld der 2. Bundesliga. Doch hinter diesen Zahlen verbirgt sich eine bemerkenswerte Dynamik aus schmerzhaften Abgängen und vielversprechenden Neuzugängen. Zu den schmerzhaften Abgängen zählen allen voran Jens Castrop zu Borussia Mönchengladbach (5,5 Mio. €) und Villadsen zu Bröndby (750.000 €). Daferner (Dresden) und Lukas Schleimer (ablösefrei zur 3. Liga nach Wehen) wechseln ebenfalls. Wintzheimer wechselte nach Schweinfurt. Weiterhin gingen Emreli und Ali Loune ablösefrei. Tzimas, Drexler, Antiste und Serra waren nur geliehen, auch auf sie wird man verzichten müssen! Valentini beendet eine verdiente Karriere. ​Mit Lochoshvili, Biron und Telalovic sowie Baack und Maboulou kommen vielversprechende Spieler zum Glubb. Dazu kommen mehrere ablösefreie Transfers von U19-Teams des BVB, Frankfurt und Köln.
​Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kasper Jander, dessen Zukunft beim Club ungewiss ist. Der 22-jährige deutsche Mittelfeldspieler wird von mehreren Vereinen umworben.

Der Kader des 1. FC Nürnberg zeichnet sich durch eine interessante Mischung aus erfahrenen Profis und entwicklungsfähigen Talenten aus. Im Tor steht mit dem 24-jährigen Jan Reichert ein Keeper, der "eher besser als schlechter" wird und noch viel Entwicklungspotenzial hat.
In der Verteidigung findet sich diese Mischung ebenfalls: Junge Spieler wie Mandic (von Eintracht Frankfurt U19) treffen auf Routiniers wie den 33-jährigen Robin Knoche, der "gefühlt schon jede Schlacht geschlagen hat" und enorm viel Erfahrung mitbringt. In der Offensive setzt der Club auf Spieler wie Julian Justvan und den Neuzugang Telalovic, auf den gespannt geschaut wird.
Mit Lubach und dem geliehenen Gilmar verfügt der Club über weitere interessante Kader-Optionen.
Besonders hervorzuheben ist die Tiefe des Kaders: Wenn die Spieler auch halbwegs funktionieren, die geholt wurden, dann hast du auch in der zweiten Reihe eine richtig interessante Mischung aus Spielern, die dann reinkommen und auch noch mal ein Unterschied machen können. Diese Kadertiefe ist ein Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten in der 2. Bundesliga.

​Taktisches:
An der Seitenlinie des 1. FC Nürnberg steht mit Miroslav Klose eine echte Fußball-Legende. Der ehemalige Weltklasse-Stürmer und Weltmeister von 2014 hat beim Club einen Vertrag bis Ende 2026 und befindet sich somit in einer entscheidenden Phase seiner noch jungen Trainerkarriere. Mit 36 betreuten Spielen und einem Punkteschnitt von 1,42 zeigt Klose, dass er durchaus "was entwickeln" kann.
​ Die taktische Ausrichtung unter Klose zeigt, dass der Club auf ein System setzt, das zum vorhandenen Spielermaterial passt. Die Dreierkette mit offensiven Außenbahnspielern ermöglicht sowohl defensive Stabilität als auch offensive Durchschlagskraft. Die Flexibilität zwischen 3-4-1-2 und 3-5-2 gibt Klose zudem die Möglichkeit, auf unterschiedliche Gegner und Spielsituationen zu reagieren.
Entscheidend wird sein, ob es Klose gelingt, die defensiven Schwächen der Vorsaison (57 Gegentore) zu beheben, ohne dabei die offensive Stärke (60 erzielte Tore) einzubüßen. Die Balance zwischen Angriff und Verteidigung wird maßgeblich über den Erfolg des 1. FC Nürnberg in der kommenden Saison entscheiden.

​Prognose:
Interessante Neuzugängen, einen "Star" an der Seitenlinie mit Entwicklungspotential, eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent auf dem Platz, die gute Kadertiefe, das theoretische Potenzial in der Mannschaft - all das hört sich wirklich gut an und macht den Glubb zu einem Geheimfavoriten für die kommende Saison. Bei keinem anderen Verein habe ich das Gefühl, dass sie positiv überraschen könnten. Vorprogrammiert ist das aber lange nicht, denn wichtige Leistungsträger gingen, die Defensive muss wirklich verbessert werden, die Entwicklung von vielen jungen Spielern wird Zeit brauchen und ohne Castrop und wohl auch noch Jander wird beim Glubb wirklich alles glatt laufen müssen, damit man wirklich um die Topplätze mitspielen kann.
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Die zentrale Frage für die Zukunft des 1. FC Nürnberg lautet: Wann wird der wirtschaftliche Erfolg auch zu sportlichem Erfolg führen? Wann wird der Club den Schritt vom Ausbildungsverein zum Aufstiegskandidaten machen? Die Antwort darauf wird die kommende Saison vermutlich noch nicht geben. Vielmehr zeichnet sich ab, dass der Club weiterhin im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und sportlichen Ambitionen agieren wird - mit einer voraussichtlichen Platzierung zwischen Rang 5 und 9. Ich glaube einfach, dass es letztlich nicht reichen wird und der Glubb, der sich in einem "ständigen Umbruch" eben mehr finanziellen statt sportlichen Erfolg hat.
 
KSC
Auf den Punkt:
Der KSC zeigte in der vergangenen Saison ein wechselhaftes Gesicht. Besonders in den Wintermonaten Januar bis März durchlief die Mannschaft Phasen, in denen sie zwischen Aufstiegsambitionen und Mittelmaß pendelte, ohne sich wirklich in der Spitzengruppe festsetzen zu können. Die offensive Stärke wurde durch defensive Anfälligkeit konterkariert, was letztendlich den Unterschied zu den Aufstiegsplätzen ausmachte. Mit 52 Punkten landete der KSC auf Rang 8, sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Die Bilanz von 14 Siegen, 10 Unentschieden und 10 Niederlagen zeigt eine inkonstante Saison.
Christian Eichner, sowohl als Spieler als auch als Trainer eine KSC-Legende, bleibt trotz gelegentlicher Gerüchte um Wechsel zu größeren Vereinen (u.a. Borussia Mönchengladbach) dem Verein treu. Seine taktische Flexibilität ist einerseits ein Vorteil, stellt die Spieler aber auch vor Herausforderungen, da sie verschiedene Systeme beherrschen müssen.

Personalien + Kader:
Der schmerzlichste Verlust für den KSC ist zweifellos der Abgang von Torwart Max Weiß zum FC Burnley. Der 21-jährige galt als einer der besten Keeper der 2. Bundesliga und hinterlässt eine große Lücke. Leon Jensen (Hallescher FC), Robin Heußer (Eintracht Braunschweig), Bormuth und Bauer - Jahn Regensburg bzw. Saarbrücken sind weiter Abgänge. Die Leihspieler Mikkel Kaufmann, Conté, Luca Pfeiffer, Günther und Hunziker sind ebenfalls nicht mehr Teil des KSC in der neuen Saison. Zugänge: Hans Christian Bernat (Torwart, 24) kam aus der bulgarischen Liga für ca. 500.000 €, Andreas Müller (24, defensives Mittelfeld) kommt von Darmstadt 98 nach Karlsruhe, ebenfalls Niklas Dühring vom FC Ingolstadt (3. Liga). Simic und Paul Scholl sind interessante junge Leihspieler von Cardiff City bzw. Bayern II.
Positiv zu vermerken ist, dass Kapitän Marvin Wanitzek dem Verein erhalten bleibt. Um ihn herum gibt es aktuell keine Wechselgerüchte, was für Stabilität sorgt. Auch David Herold, um den es zeitweise Spekulationen gab, scheint zu bleiben, da die Gerüchte in den letzten Wochen abgekühlt sind.
Der relativ kleine Kader könnte bei Verletzungen problematisch werden und die Qualität in der Breite einschränken. Im Gegensatz zu früheren Spielzeiten muss der KSC diesmal nicht den Verlust von mehreren Schlüsselspielern verkraften, was für mehr Kontinuität sorgen könnte.

Taktisches:
Christian Eichner zeichnet sich durch seine taktische Flexibilität aus, die sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Der Trainer wechselt regelmäßig zwischen verschiedenen Formationen, was den KSC unberechenbar macht, aber auch zu Anpassungsschwierigkeiten bei den Spielern führen kann. 4-4-2 mit Doppelsechs ist aber Eichners bevorzugte Grundformation über weite Strecken seiner Amtszeit. Es hat sich aber eine 3-5-2 Formation in den letzten ca. zehn Spielen der Vorsaison herausgeschält. Unabhängig von der Formation gibt es einige Spieler, die unter Eichner gesetzt sind und die Achse des Teams bilden. Dazu zählen Kapitän Marvin Wanitzek, Nicolai Rapp und David Herold als Linksverteidiger. Dennoch kann sich die Rolle jedes Spielers schnell ändern, wenn Eichner das System umstellt – eine Position, die gerade fest besetzt scheint, kann plötzlich nicht mehr existieren oder umgekehrt.
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Prognose: Für den Karlsruher SC zeichnet sich eine Saison im gesicherten Mittelfeld ab. Nach der Analyse des Kaders, der Transferbewegungen und der taktischen Ausrichtung ist eine Platzierung zwischen Rang 7 und 11 am wahrscheinlichsten. Die Stärken des Teams liegen in der offensiven Durchschlagskraft und der taktischen Flexibilität unter Trainer Eichner. Die größten Fragezeichen stehen hinter der defensiven Stabilität (55 Gegentore in der Vorsaison) und der Kaderbreite bei nur 25 Spielern. Im Vergleich zu Konkurrenten fehlt es dem KSC an der nötigen Kaderdichte und defensiven Stabilität für einen nachhaltigen Aufstiegskampf. Dennoch ist die Mannschaft zu stark für den Abstiegskampf und wird eine solide Rolle im Mittelfeld der 2. Bundesliga spielen. Persönlich sehe ich einfach locker 7-8 Teams deutlich stärker einzuschätzen und ich glaube, dass Konstanz unter Eichner einfach weiterhin ein Fremdwort bleiben wird. Außerdem weiß ich nicht, warum die KSC-Abwehr nach dem Abgang von TW Weiß und dem Ausbleiben von großen Verstärkungen besser abschneiden sollte als vergangene Saison. Der Blick könnte auch eher nach unten als nach oben gehen. Ich rechne damit, dass der KSC die graue Maus der Liga wird.
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PREUßEN MÜNSTER
Auf den Punkt:
Die vergangene Saison war für Preußen Münster ein Erfolg gegen alle Widerstände. Nach der Trennung von Erfolgstrainer Sascha Hildmann gelang es dem Team, in den letzten drei Spielen zwei Siege einzufahren und sich so den Klassenerhalt zu sichern. Besonders das Spiel gegen Magdeburg bleibt in Erinnerung und symbolisiert den Kampfgeist der Mannschaft. Preußen Münster sicherte sich mit Platz 15 und einem Punkt Vorsprung vor Eintracht Braunschweig den direkten Klassenerhalt. Mit 40 erzielten und 43 kassierten Toren stellte das Team eine relativ stabile Defensive und solide aber ausbaufähige Offensive.
Trotz des niedrigen Kaderwerts im Ligavergleich verfügt Preußen Münster über einige qualitativ hochwertige Spieler in der ersten Elf. Die Herausforderung wird sein, diese Qualität über die gesamte Saison zu halten und mit der dünner besetzten zweiten Reihe Ausfälle kompensieren zu können. Der Verein muss mit begrenzten finanziellen Mitteln auskommen, da parallel auch der Stadionumbau finanziert werden muss.

Personalien + Kader:
Mit Alexander Ende hat Preußen einen vielversprechenden Trainer verpflichtet, der beim SC Verl gute Arbeit geleistet hat. Seine Erfahrungen bei verschiedenen Vereinen und sein taktisches Verständnis könnten dem Team helfen, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.
​Die Transferaktivitäten von Preußen Münster sind bemerkenswert, besonders angesichts der begrenzten finanziellen Mittel des Vereins. Der Stadionumbau bindet erhebliche Ressourcen, dennoch ist es gelungen, den Kader gezielt zu verstärken. Die Transferphase kann bereits jetzt als erfolgreich bewertet werden, auch wenn keine spektakulären Summen geflossen sind.
​Bisher gab es keine Ablösesummen für die Abgänge. Die Verluste sind verkraftbar, da viele Leistungsträger gehalten werden konnten. Die Abgänge lauten: Frenkert, Pick, Bazzoli, Kyereewa. Kinsombi und Nemeth waren nur geliehen.
Trainer Alexander Ende hat zwei Spieler von seinem Ex-Verein SC Verl mitgebracht. Besonders die Verpflichtungen von Jeckel (Union), Vilhelmsson (Darmstadt) und Batista Meier (Ulm)werden als Transfers mit großem Potenzial angesehen. Mit einem Kaderwert von 13,73 Millionen Euro liegt Preußen Münster auf dem drittletzten Platz der Liga. Nur die Aufsteiger Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden verfügen über einen geringeren Marktwert. Dennoch verfügt der Verein über einige qualitativ hochwertige Spieler, die den Unterschied ausmachen können.
​Die größte Sorge betrifft die zweite Reihe, wo die Qualität spürbar nachlässt. Bei Verletzungen oder Sperren könnte es schwierig werden, das Niveau zu halten, was ein typisches Problem für Vereine mit begrenzten Mitteln darstellt.

Taktisches:
Alexander Ende, der neue Trainer von Preußen Münster, bringt eine klare taktische Vorstellung mit. Bei seinem vorherigen Verein SC Verl setzte er bevorzugt auf ein 4-3-1-2-System, zeigt sich aber flexibel in der Spielgestaltung. Besonders während des Spiels variiert er gerne die Formation, auch wenn die Grundstruktur zu Beginn meist gleich bleibt.
​In den bisherigen Testspielen und Trainingseinheiten hat sich bereits angedeutet, dass Ende an seiner bewährten Grundformation festhalten wird. Allerdings könnte er diese an die spezifischen Stärken und Schwächen des Preußen-Kaders anpassen. Die Spielidee von Ende zeichnet sich durch eine klare Struktur aus, die den Spielern dennoch genügend Freiheiten lässt, um ihre individuellen Stärken einzubringen. Ich rechne persönlich schon damit, dass das Augenmerk weiterhin einer stabilen Defensive gilt. Safety first dürfte das Motto lauten.
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​Prognose:
Alexander Ende hat bei seinen vorherigen Stationen bewiesen, dass er Teams entwickeln und verbessern kann. Bei Fortuna Köln erreichte er einen beeindruckenden Punkteschnitt von 1,84, beim SC Verl waren es solide 1,56 Punkte pro Spiel. Diese Erfahrung könnte Preußen Münster helfen, taktisch auf einem höheren Niveau zu agieren und sich in der 2. Bundesliga zu behaupten. Trotzdem wird es ein hartes Stück Arbeit und womöglich ein Kampf um den Klassenerhalt bis zum Schluss, weil die Konkurrenz und Dichte in dieser Liga einfach enorm sein wird. Die realistische Einschätzung für Preußen Münster liegt zwischen Platz 13 und 18 in der Abschlusstabelle. Ein erneuter Klassenerhalt wäre ein großer Erfolg und würde die positive Entwicklung des Vereins bestätigen. Gleichzeitig muss man sich der Gefahr bewusst sein, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg oft schwieriger ist als das erste.
Entscheidend für den Saisonverlauf werden mehrere Faktoren sein: Kann Alexander Ende seine Spielidee erfolgreich implementieren? Bleiben die Leistungsträger verletzungsfrei? Gelingt es den Neuzugängen, sich schnell zu integrieren und ihr Potenzial abzurufen? Und nicht zuletzt: Kann die Mannschaft den Kampfgeist und die Leidenschaft aus der Vorsaison erneut auf den Platz bringen?
 
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ARMINIA BIELEFELD
Auf den Punkt:
Die Saison 2024/25 war für Arminia Bielefeld eine wahre Erfolgsgeschichte. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga gelang dem Traditionsverein der direkte Wiederaufstieg als Tabellenführer. Mit 21 Siegen, 9 Unentschieden und nur 8 Niederlagen sammelte das Team insgesamt 72 Punkte und setzte sich damit knapp vor Dynamo Dresden durch, das mit 70 Punkten den zweiten direkten Aufstiegsplatz belegte.
Besonders beeindruckend war die defensive Stabilität der Mannschaft. Mit nur 36 Gegentoren in 38 Spielen stellte Arminia eine der besten Abwehrreihen der Liga. Gleichzeitig zeigte sich die Offensive mit 64 erzielten Toren durchaus treffsicher. Diese Balance aus defensiver Stabilität und offensiver Durchschlagskraft war ein Schlüssel zum Erfolg.
Neben dem Aufstieg sorgte Arminia Bielefeld auch im DFB-Pokal für Furore. Der Einzug ins Finale des prestigeträchtigen Wettbewerbs war ein weiteres Highlight der Saison. Obwohl man im Endspiel gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart unterlag, zeigte die Mannschaft auch hier ihr Potenzial und ihre Wettbewerbsfähigkeit gegen höherklassige Gegner.

Personalien + Kader:
Eine der bemerkenswertesten Geschichten der Aufstiegssaison ist die von Trainer Mitch Kniat. Der 38-jährige Coach hat bei Arminia Bielefeld eine erstaunliche Wendung in seiner Karriere erlebt. Nachdem er zunächst kritisch gesehen wurde und viele Fans skeptisch waren, hat er sich mit seinen Erfolgen die Herzen der Anhänger erobert.
Kniat kam vom SC Verl zu Arminia Bielefeld und hat sich trotz anfänglicher Skepsis durchgesetzt. Seine bisherige Bilanz bei Arminia ist beeindruckend: In 96 Spielen holte er im Schnitt 1,79 Punkte.

​Mit einem Gesamtmarktwert von 11,1 Millionen Euro rangiert Arminia Bielefeld auf dem vorletzten Platz in der 2. Bundesliga - nur Dynamo Dresden liegt mit seinem Kaderwert noch dahinter. Dies ist für einen Aufsteiger jedoch nicht ungewöhnlich und bedeutet keineswegs, dass der Klassenerhalt unmöglich ist. Preußen Münster hat in der vergangenen Saison bewiesen, dass auch mit einem niedrigen Marktwert der Verbleib in der Liga möglich ist.
Besonders schmerzlich sind die Abgänge von Luis Oppie (zu St. Pauli für 2 Millionen Euro) und Marius Wörl (zurück zu Hannover 96 durch eine Rückkaufoption). Beide Spieler waren wichtige Stützen in der Aufstiegssaison. Boujellab ging zu Havelse ab und André Becker nach Ulm. Max Lippard zur zweiten Mannschaft des 1. FC Köln. Auf der Zugangsseite hat Arminia jedoch auch investiert und mit Marvin Mehlem einen erfahrenen Spieler für das offensive Mittelfeld verpflichtet. Der 27-Jährige kommt für rund 500.000 Euro von Hull City und soll mit seiner Erfahrung eine Führungsrolle übernehmen. Weitere Verstärkungen sind Boakye vom VfB Stuttgart II (ebenfalls für ca. 500.000 Euro) und Tim Handwerker, der ablösefrei vom Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg kommt. Zudem hat sich der Verein bei der TSG Hoffenheim und RB Leipzig leihweise verstärkt, unter anderem mit dem 20-jährigen Flo Micheler, der als vielversprechendes Talent gilt. Hilterman im Sturm ist Leih-Rückkehrer aus Cambuur.
Trotz des vergleichsweise niedrigen Marktwerts verfügt Arminia Bielefeld über einige vielversprechende Spieler, die in der 2. Bundesliga den nächsten Entwicklungsschritt machen könnten. Neben den Schlüsselspielern, Mehlem, Russo und Grodowski ist auch der 23-jährige Innenverteidiger Großer ein Hoffnungsträger, der mit seiner Entwicklung noch nicht am Ende sein dürfte.
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Die große Herausforderung für Aufsteiger aus der 3. Liga liegt jedoch oft in der Kaderbreite. Während die Stammformation durchaus konkurrenzfähig sein kann, fehlt es häufig an gleichwertigen Alternativen in der zweiten Reihe.
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Taktisches:
Trainer Mitch Kniat bevorzugt ein offensives 4-3-3-System, das auf Ballbesitz und kontrolliertes Angriffsspiel ausgerichtet ist. Diese Spielweise hat in der 3. Liga gut funktioniert und zu attraktivem, erfolgreichem Fußball geführt. In der 2. Bundesliga wird sich zeigen müssen, ob dieses System auch gegen stärkere Gegner Bestand haben kann oder ob taktische Anpassungen notwendig sein werden. Kniat ist jedoch flexibel in seiner taktischen Ausrichtung und kann bei Bedarf auch auf eine Dreierkette umstellen, meist in einem 3-4-2-1-System. Diese Variabilität könnte in der 2. Bundesliga von Vorteil sein, um sich auf unterschiedliche Gegner einzustellen und verschiedene Spielsituationen zu meistern. Die Balance zwischen defensiver Stabilität und offensiver Durchschlagskraft war ein Schlüssel zum Erfolg in der 3. Liga. In der 2. Bundesliga werden die Gegner jedoch stärker sein, sowohl individuell als auch taktisch. Die Räume werden enger, die Zweikämpfe intensiver und die Fehler schneller bestraft. Hier wird sich zeigen müssen, ob Kniats Spielphilosophie auch auf diesem Niveau funktioniert oder ob Anpassungen notwendig sein werden.

​Prognose:
Die Rückkehr in die 2. Bundesliga bringt für Arminia Bielefeld zahlreiche Herausforderungen mit sich. Das Spielniveau ist deutlich höher als in der 3. Liga, die Gegner sind individuell stärker und taktisch versierter. Die Mannschaft wird sich schnell an diese neuen Anforderungen anpassen müssen, um konkurrenzfähig zu sein.
Ein kritischer Faktor wird die Kaderbreite sein. Während die Stammformation durchaus das Potenzial hat, in der 2. Liga zu bestehen, könnte es bei Verletzungen oder Formkrisen an gleichwertigen Alternativen mangeln. Hier wird sich zeigen, ob die Neuzugänge und die Spieler aus der zweiten Reihe den Qualitätssprung mitgehen können.

Im Vergleich zu anderen Aufsteigern der vergangenen Jahre scheint Arminia Bielefeld besser aufgestellt zu sein. Die Qualität im Kader wird höher eingeschätzt als beispielsweise bei Jahn Regensburg in der Vorsaison oder auch beim SSV Ulm, der ebenfalls aufgestiegen war.
Auch das Beispiel von Preußen Münster aus der vergangenen Saison zeigt, dass der Klassenerhalt als Aufsteiger durchaus möglich ist, selbst wenn der Kader auf dem Papier nicht zu den stärksten der Liga gehört. Die Prognose für Arminia Bielefeld lautet daher: Ein Platz zwischen Rang 14 und 18 erscheint realistisch. Der Abstiegskampf wird die Mannschaft voraussichtlich die gesamte Saison begleiten, doch die Chancen auf den Klassenerhalt stehen nicht schlecht. Manch einer sieht die Arminia sogar als potenzielle Überraschung der Saison.
 
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1. FC MAGDEBURG
Auf den Punkt:
Der 1. FC Magdeburg hat in der vergangenen Saison mit einem beeindruckenden fünften Platz in der 2. Bundesliga für Aufsehen gesorgt. Unter der Leitung von Christian Titz spielte die Mannschaft einen der attraktivsten Fußballstile der Liga und verpasste mit nur fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz knapp den Aufstiegskampf. Doch nun steht der Verein vor einer neuen Ära: Christian Titz ist zu Hannover 96 gewechselt, und mit Markus Fiedler übernimmt ein relativ unerfahrener Trainer das Ruder, der zuvor die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart betreute.

Personalien + Kader:
Der 1. FC Magdeburg setzt in der neuen Saison auf Kontinuität im Kader. Trotz des Trainerwechsels von Christian Titz zu Markus Fiedler konnten die Magdeburger bisher den Kern ihrer Mannschaft zusammenhalten. Mit einem aktuellen Marktwert von 23,03 Millionen Euro liegt der FCM genau im Ligadurchschnitt, was die Ambitionen des Vereins widerspiegelt, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren. Ablösefrei verließen El Hankouri, Amaechi und Ceka den Verein. Burcu, Patric Pfeiffer und Teixeira waren nur geliehen und verließen den FCM ebenfalls.
Auffällig ist, dass der FCM seinem Prinzip treu bleibt, keine großen Transfersummen auszugeben. Stattdessen setzt der Verein auf Leihspieler, ablösefreie Transfers und Talente aus dem eigenen Nachwuchs. Laurin Ulrich und Noah Pesch wurden ausgeliehen, Hoti kehrt nach Leihe aus Dresden zurück. Nick Meier kam ablösefrei von Hannover II. Marusic und Leipertz sind ebenfalls Leih-Rükkehrer. Wichtig war die Verlängerung von Baris Atik, der mit Titz und Hannover in Verbindung gebracht worden war.

​Eine Herausforderung für den FCM könnte die Kaderbreite darstellen. Während die Stammformation durchaus qualitativ hochwertig besetzt ist, gibt es in der zweiten Reihe einen merklichen Leistungsabfall. Für eine lange und kräftezehrende Zweitligasaison könnte dies problematisch werden, besonders wenn Verletzungen oder Formkrisen eintreten sollten. Hier könnte der Verein noch nachlegen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.
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Taktisches:
Mit Markus Fiedler übernimmt ein Trainer den 1. FC Magdeburg, der bisher hauptsächlich im Nachwuchsbereich tätig war. Zuletzt betreute er die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, davor war er bei der U17 des VfB sowie bei der U17 der TSG Hoffenheim aktiv. Fiedler bringt somit zwar keine umfangreiche Erfahrung als Profitrainer mit, dafür aber frische Ideen und einen modernen Ansatz.
Markus Fedler bevorzugt eine Dreierkette in der Abwehr (3-4-2-1), was einen deutlichen Unterschied zum Spielstil unter Christian Titz darstellt. Der Trainer dürfte viel taktische Flexibilität mitbringen. Variationen wie 3-4-3 oder 3-5-2 sind ebenso möglich wie ein Wechsel zur Viererkette.
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​Eine besondere Herausforderung wird es sein, die Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Mit 52 Gegentoren in der Vorsaison war die Defensive eine Schwachstelle des FCM. Hier könnte Fedlers System mit drei Innenverteidigern mehr Stabilität bringen. Gleichzeitig gilt es, die offensive Durchschlagskraft mit 64 erzielten Toren nicht zu verlieren, was angesichts der Neuausrichtung fragwürdig erscheint.

Prognose:
Die kommende Saison wird für den 1. FC Magdeburg voraussichtlich eine Übergangssaison sein. Nach dem überraschenden fünften Platz in der Vorsaison ist normal ein sichtbarer Rückschritt zu erwarten, ohne dass der Verein in Abstiegsgefahr geraten sollte. Eine realistische Einschätzung deutet auf eine Platzierung zwischen Rang 8 und 12 hin. Gleichzeitig bietet der Trainerwechsel aber auch die Chance, neue Spieler zu integrieren und eine frische Spielphilosophie zu etablieren.
Langfristig könnte diese Saison der Grundstein für eine neue erfolgreiche Ära sein. Markus Fiedler hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er junge Spieler entwickeln kann, und der 1. FC Magdeburg ist bekannt dafür, Trainern Zeit zu geben. Wenn die Chemie zwischen Trainer, Mannschaft und Verein stimmt, könnte der FCM in den kommenden Jahren wieder zu den Überraschungsteams der 2. Bundesliga gehören. Bei Verletzungspech und Formkrise muss aber festgehalten werden, dass Magdeburg recht schwach auf der Brust ist, so dass sie im schlimmsten Fall sogar den Blick eher nach unten richten müssen. Von manchen werden sie als die negative Überraschung der Saison genannt, weil Titz' Charisma viel ausmachte, und Fiedler beweisen muss, ob er in der 2. Liga klarkommt.
 
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FORTUNA DÜSSELDORF
Auf den Punkt:
Die Fortuna spielte insgesamt eigentlich eine starke Saison, aber schlug sich auch letztlich selbst. Einerseits zeigte die Mannschaft offensives Potenzial und konnte regelmäßig treffen, andererseits offenbarte sie defensive Schwächen, die letztendlich eine bessere Platzierung verhinderten. Mit 57 erzielten Toren lag die Fortuna im oberen Drittel der Liga, doch die 52 kassierten Gegentreffer waren schlichtweg zu viel für einen Aufstiegskandidaten. Besonders bitter war der Saisonendspurt: In den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft nur sechs von möglichen 15 Punkten – drei Unentschieden und eine Niederlage am letzten Spieltag besiegelten das Verpassen der Aufstiegsränge. Diese Phase verdeutlicht die Inkonstanz, die das Team über die gesamte Saison begleitete. Mit etwas mehr Stabilität in den entscheidenden Momenten wäre durchaus mehr möglich gewesen.

Personalien + Kader:
Daniel Thioune ist seit Februar 2022 Trainer bei Fortuna Düsseldorf und hat einen langfristigen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Der Trainer gilt als taktisch versiert und hat es geschafft, die Mannschaft trotz regelmäßiger Abgänge wichtiger Spieler kontinuierlich zu verbessern. Thioune hat bereits bei seinen vorherigen Stationen beim VfL Osnabrück und beim Hamburger SV gute Arbeit geleistet und gilt als aufstrebender Trainer im deutschen Fußball.

Positiv zu bewerten ist, dass der Verein in dieser Transferperiode bisher weniger wichtige Spieler verloren hat als in der Vorsaison.
​Bei den Transfers zeigt sich ein gemischtes Bild. Der schmerzhafte Abgang von Isak Johannesson zum 1. FC Köln für 5,5 Millionen Euro wurde finanziell gut kompensiert, hinterlässt aber sportlich eine Lücke. Zudem verließen einige erfahrene Spieler wie Andre Hoffmann und Marcel Sobottka den Verein. Auch die Leihspieler Van Brederode, Kownacki, Kwarteng, Pejcinovic und TW Kwasigroch kehrten der Fortuna den Rücken. Auf der Zugangsseite hat die Fortuna bereits 2,8 Millionen Euro in Rasmussen von Ajax Amsterdam investiert, der auf der Rechtsaußenposition für Gefahr sorgen soll. Mit Kenneth Schmidt (SC Freiburg) wurde zudem ein vielversprechender Innenverteidiger verpflichtet. Für das defensive Mittelfeld kam Elias Jelert vom FC Kopenhagen, Luca Raimund vom VfB kam ebenso wie EL Azzouzi von Zwolle, der als stabiler defensiver Mitteldfeldspieler gesetzt sein dürfte. Nach zähen Verhandlungen konnte man doch noch Wunschstürmer Cedric Itten aus der Schweiz locken! Hettwer kommt vom BVBII als Linksaußen-Option.
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​Taktisches:
Daniel Thioune ist bekannt für seine taktische Flexibilität, wobei er vorwiegend auf Viererketten setzt. In der vergangenen Saison ließ er die Fortuna hauptsächlich im 4-2-3-1 oder 4-3-2-1 System spielen, gelegentlich auch im offensiveren 4-3-3. Für die kommende Saison könnte ein 4-3-3 System besonders interessant sein, da die Neuzugänge und der vorhandene Kader gut zu dieser Formation passen. Im Tor steht mit Florian Kastenmeier einer der besten Keeper der 2. Liga. Eine besondere Stärke des Kaders ist die Qualität der Ersatzspieler. Die "zweite Reihe" ist gut besetzt, was es Thioune ermöglicht, während des Spiels taktische Anpassungen vorzunehmen und frische Impulse zu setzen. Dies ist ein wichtiger Faktor für eine lange und kräftezehrende Zweitligasaison. Vor allem, dass man im Sturm jetzt doch noch nachrüsten konnte, macht den Kader der Fortuna für die kommende Saison richtig stark! Mit Itten, Danny Schmidt und Vermeij hat man drei flexible Mittelstürmer! Dank der Neuzugänge (Raimund, Rasmussen, Hettwer) auf den Außen mehr Optionen.
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Prognose:
Mit einem qualitativ hochwertigen Kader, einem etablierten Trainer und gezielten Verstärkungen hat der Verein absolut das Potenzial, um den Aufstieg mitzuspielen. Ein entscheidender Faktor für die Aufstiegschancen wird sein, ob die Fortuna ihre Inkonstanz ablegen kann. In der vergangenen Saison fehlte es an Siegesserien und Stabilität in entscheidenden Phasen. Sollte es dem Team gelingen, konstanter zu werden und insbesondere die Defensive zu stabilisieren (52 Gegentore waren zu viel), könnte der direkte Aufstieg durchaus realistisch sein.
 
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EINTRACHT BRAUNSCHWEIG
Auf den Punkt:
Die Ausgangslage für Eintracht Braunschweig ist herausfordernd. Nach einer Zitterpartie in der Vorsaison, bei der es nach 17 Spieltagen sogar nach direktem Abstieg aussah, konnte sich die Mannschaft zwischenzeitlich fangen, geriet gegen Ende jedoch wieder in ernsthafte Schwierigkeiten. Die Stimmung im Umfeld war zeitweise "komplett kaputt", wie es intern beschrieben wurde.
Besonders die defensive Stabilität muss verbessert werden. 64 Gegentore sind schlichtweg zu viel für eine Mannschaft, die in der 2. Bundesliga bestehen will. Die Entlassung von Daniel Scherning war daher folgerichtig und verständlich, um einen Neuanfang zu ermöglichen.

Personalien + Kader:
Mit Heiner Backhaus hat Braunschweig einen vielversprechenden jungen Trainer verpflichtet, der bei Alemannia Aachen bewiesen hat, dass er eine Mannschaft entwickeln und erfolgreich führen kann. Trotz seiner Erfolge muss man berücksichtigen, dass Backhaus auf diesem Niveau noch relativ unerfahren ist und ihm daher auch Fehler zugestanden werden müssen. Seine sympathische Art und sein taktisches Verständnis könnten jedoch frischen Wind in den Verein bringen.
​Der Verlust von Rayan Philippe, der für 2 Millionen Euro zum Hamburger SV wechselte, wiegt besonders schwer. Als wichtigster Spieler neben Tempelmann hinterlässt er eine große Lücke im Offensivbereich. Viele Braunschweig-Fans hätten sich eine höhere Ablösesumme gewünscht. Weitere Abgänge sind Jannis Nikolaou, Ermin Bicakcic und Robert Ivanov. Mit Johansson und Casali verließen auch zwei TW die Eintracht. Jaeckel war geliehen, inzw. bei Preußen Münster, Tachie kehrt ebenfalls nach Leihe zurück (zu Lautern), genauso verließen die Leihen Baas und Tauer die Eintracht aus Braunschweig.
Neuzugänge halten sich in Grenzen: Breunig kommt als IV vom Jahn, Tempelmann und Ron-Thorben Hoffmann im Tor waren schon geliehen, wurden jetzt fest verpflichtet (kamen damals von Schalke). Frenkert, Häußer und Aydin kommen alle ablösefrei (Münster, KSC und Schalke). Frederik Jäkel wird von RB geliehen.
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​Mit einem Gesamtmarktwert von etwa 14,15 Millionen Euro gehört Eintracht Braunschweig zu den drei Mannschaften mit dem niedrigsten Kaderwert in der 2. Bundesliga. Nur die Aufsteiger und Preußen Münster rangieren noch dahinter. Dies verdeutlicht die finanziellen Herausforderungen, vor denen der Verein steht.
​Besonders im Sturm besteht noch Handlungsbedarf. Mit Spielern wie Szabo und Sebastian Polter verfügt Braunschweig zwar über solide Angreifer, es fehlt jedoch ein Torjäger, der verlässlich 9-12 Tore pro Saison garantieren kann. Einen Spieler wie Rayan Philippe adäquat zu ersetzen, ist mit den vorhandenen Mitteln nahezu unmöglich.
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​Taktisches:
Heiner Backhaus präferierte bei Alemannia Aachen vorwiegend Spielsysteme mit Dreierkette, typischerweise in den Formationen 3-4-1-2 oder 3-4-2-1. Diese taktische Ausrichtung könnte auch bei Eintracht Braunschweig zum Einsatz kommen, wobei in den bisherigen Testspielen gegen Plymouth und Basaksehir auch Viererketten-Formationen zu sehen waren. Die Generalprobe konnte man gegen Rostock erfolgreich gestalten, aber die Vorbereitung ist ja oft wenig aussagekräftig.
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Prognose:
Die kommende Saison wird für Eintracht Braunschweig voraussichtlich noch schwieriger als die vergangene. Ein wesentlicher Grund dafür ist die veränderte Konkurrenzsituation: Es sind diese Saison keine "sicheren" Abstiegskandidaten auszumachen, es ist nicht wie letzte Saison mit dem Jahn ein abgeschlagenes Team zu erwarten. Die neuen Aufsteiger Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld bringen mehr Qualität mit und könnten durchaus positiv überraschen und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Trotz ihres niedrigeren Marktwertes im Vergleich zu einigen etablierten Zweitligisten verfügen beide Mannschaften über das Potenzial, die Klasse zu halten. Für Eintracht Braunschweig bedeutet dies, dass der Kampf um den Klassenerhalt noch intensiver werden könnte. Ein realistisches Szenario wäre eine Platzierung zwischen Rang 14 und 18, wobei der Abstiegskampf wahrscheinlich wieder ein ständiger Begleiter sein wird.
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SC PADERBORN
Auf den Punkt:
Die Saison 2024/25 endete für den SC Paderborn mit einem bitteren vierten Platz. Mit 55 Punkten aus 34 Spielen (15 Siege, 10 Unentschieden, 9 Niederlagen) verpasste das Team unter Trainer Lukas Kwasniok den Aufstieg in die Bundesliga nur knapp. Der Rückstand auf den Tabellendritten SV Elversberg betrug lediglich drei Punkte – ein Unterschied, der sich besonders am letzten Spieltag als schmerzhaft erwies. Trotz der guten Arbeit von Trainer Lukas Kwasniok blieb am Ende nur die bittere Erkenntnis: Der SC Paderborn muss ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga verbleiben.

Personalien + Kader:
Der SC Paderborn erlebt einen signifikanten Umbruch zur Saison 2024/25. Der langjährige Erfolgstrainer Lukas Kwasniok, der hervorragende Arbeit geleistet hatte, ist zum Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln gewechselt. Mit Ralf Kettemann wurde ein vielversprechender Nachfolger gefunden, der bisher primär im Nachwuchsbereich tätig war.
​Mit Transfereinnahmen von rund 8,5 Millionen Euro konnte der SC Paderborn zwar finanziell profitieren, verlor jedoch gleichzeitig wichtige Säulen des Teams. Besonders der Abgang von Aaron Zehnter zum VfL Wolfsburg und Ilyas Ansah zu Union Berlin hinterlässt spürbare Lücken. Zudem gibt es Gerüchte um weitere Abgänge, insbesondere in Richtung 1. FC Köln, wo Ex-Trainer Kwasniok nun tätig ist.
Weitere Abgänge: Schulz, Herrmann, Mehlem, Kostons, Ens, Platte.
Bei den Zugängen hat sich Paderborn auf viele Talente mit Potenzial spezialisiert. Es kam kein namhafter Topzugang dafür ablösefrei junge Talente: Bröger, Wörner, Marino sowie Bätzner, der mit 25 der älteste Neuzugang ist. Vom VfB kommt Seimen als Leihe ins Tor. Copado, Müller, Krumme, Zambrano und Zobel sind weitere Nachwuchstalente.
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Der aktuelle Kader des SC Paderborn hat einen Marktwert von etwa 26,9 Millionen Euro und bewegt sich damit im Zweitliga-Durchschnitt. Neben dem potenziellen neuen Stammtorwart Seimen verfügt das Team mit Spielern wie Castaneda (20 Jahre), Felix Götze (27 Jahre) und Mattes Hansen (21 Jahre) über eine interessante Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren. Die Frage wird sein, wie schnell der neue Trainer Kettemann aus diesem Kader eine funktionierende Einheit formen kann. Insgesamt hat man viele jungen Talente im Team, das wird auf jeden Fall spannend zu sehen sein, wer sich da durchsetzen kann. Wenig überraschend hat man mit Nürnberg zusammen den jüngsten Kader der Liga.

Taktisches:
Der wichtigste taktische Eckpfeiler in Kettemanns Spielphilosophie ist die Viererkette in der Defensive. Darauf aufbauend variiert er seine Formationen je nach Gegner und Spielsituation. Da er noch ein völlig unbeschriebenes Blatt ist, wird man abwarten müssen, wie er Paderborn taktisch wirklich entwickeln will. Nach der langjährigen Ära unter Kwasniok steht das Team vor der Herausforderung, sich auf einen neuen Trainer und möglicherweise veränderte taktische Anforderungen einzustellen.
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Prognose:
In den vergangenen Jahren hat der SC Paderborn unter Lukas Kwasniok regelmäßig über den Erwartungen performt. Diese Überperformance wird unter dem neuen Trainer Ralf Kettemann zunächst schwer zu wiederholen sein. Ein leichter Leistungseinbruch erscheint wahrscheinlich, wobei dieser nicht so dramatisch ausfallen dürfte, dass der Verein in Abstiegsgefahr gerät.
Realistisch betrachtet ist eine Platzierung zwischen Rang 8 und 11 zu erwarten. Der SC Paderborn wird sich voraussichtlich als solide Mittelfeldmannschaft etablieren, ohne ernsthaft in den Aufstiegskampf eingreifen zu können, aber auch ohne in Abstiegsnöte zu geraten.
 
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MEINE GROBE EINTEILUNG VOR DER SAISON ALS ABSCHLUSSPROGNOSE

Übergänge fließend :)

Aufstiegskandidaten:
Hertha BSC
Fortuna Düsseldorf
Holstein Kiel
VfL Bochum
Hannover 96

oberes Mittelfeld:
1. FC Kaiserslautern
1. FC Nürnberg
SC Paderborn
Schalke 04

unteres Mittelfeld:
KSC
1. FC Magdeburg
Darmstadt 98
Arminia Bielefeld

Abstiegskampf:
SV Elversberg
Dynamo Dresden
Greuther Fürth
Preußen Münster
Eintracht Braunschweig
 
Ne soweit ist die KI noch nicht, dass sie dir so eine Analyse schreibt

Hoffentlich schafft die das auch NIE!!. Dann bin ich sehr glücklich!!!!!. Denn was von Briske kommt muss zu 100% jetzt Giksbyll (warum überhaupt den Namen geändert?) sein. Sollte verboten werden von KI oder ChatGPT eine Analyse zu Fußballspielen schreiben zu lassen. Die KI ist so nervig.
 
Nürnberg könnte ganz unten reinrutschen. 1.Trainerenlassung könnte Miro Klose werden. Geht das gegen Darmstadt heute wieder 0:1 aus, brennt es bereits lichterloh. Brandgefährliche DFB-Pokal Partie in Illertissen. In Münster wäre dann ein 3er Pflicht.

Kommt wirklich das 0:1. Der Spruch "Der Club is a Depp" passt mir etwas zu oft. Wieder die Nachspielzeit.