Ab wann Valuebets sinnvoll?

hallo, habe vor einiger zeit mit dem sportwetten begonnen und habe daher eine frage. wie die meisten anfänger habe ich anfangs nicht wirklich was gewonnen. dann bin ich auf wie begriffe value usw. gestoßen und schließlich nun auf dieses forum. ich habe zwar versucht, meine frage über die suchoption zu beantworten, aber da kamen bei den von mir eingegebenen begriffen gefühlte 1000 beiträge und ich fand keine gute antwort.

meine frage dreht sich nun darum, ob ihr einen tipp habt, ab wann es sinn machen würde, dass ich auf ein von mir errechnetes valuespiel setze. zur illustration mal ein beispiel:
Code:
fsv - h96 50%,20% 2,00,5,00 1,95,3,80 51%,26% +1%,+6%
bvb - sge 80%,15% 1,25,6,67 1,25,9,00 80%,11% +-0,-4%
fcb - scf 90%,5% 1,11,20,00 1,10,23,00 91%,4% +1%,-1%
svw - mgb 35%,40% 2,86,2,50 3,50,2,05 29%,49% -6%,+9%
tsg - vfb 50%,30% 2,00,3,33 1,95,3,60 51%,28% +1%,-2%
tsv - hsv 35%,35% 2,86,2,86 2,75,2,50 35%,40% +-0,+5%
lev - s04 50%,25% 2,00,4,00 1,90,3,75 53%,27% +3%,+2%
fca - fcn 50%,30% 2,00,3,33 1,80,4,33 56%,23% +6%,-7%
bsc - wob 40%,40% 2,50,2,50 2,37,2,87 42%,35% +2%,-5%

düs - uni 40%,30% 2,50,3,33 2,20,3,30 45%,30% -5%,+-0
für - ksc 55%,20% 1,82,5,00 1,75,4,50 57%,22% +2%,+2%
ing - 60m 30%,40% 3,33,2,50 2,37,3,00 42%,33% +12%,-7%
fsv - dyn 50%,25% 2,00,4,00 2,30,2,87 43%,35% -7%,+10%
stp - boc 60%,15% 1,67,6,67 1,90,3,75 53%,27% -7%,+12%
aal - cot 60%,20% 1,67,5,00 2,25,3,10 44%,32% -16%,+12%
san - köl 30%,50% 3,33,2,00 4,50,1,72 22%,58% -8%,+8%
pad - bie 60%,15% 1,67,6,67 1,83,4,00 55%,25% -5%,+10%
aue - fck 30%,40% 3,33,2,50 4,00,1,90 25%,53% -5%,+13%
das mag jetzt auf den ersten blick etwas unübersichtlich erscheinen. das sind die spiele der 1. und 2. bundesliga vom kommenden wochenende. links steht die partie. die nächsten beiden prozentwerte zeigen an, wie hoch ich die chance auf einen heimsieg (1. zahl) bzw. einen auswärtssieg (2. zahl) sehe. das habe ich dann umgerechnet in meine quoten (1. zahl heimsiegquote, 2. zahl auswärtssiegquote). daneben stehen dann die quoten von bet365 (1. zahl heimsiegquote, 2. zahl auswärtssiegquote). diese habe ich dann in prozent umgerechnet (1. zahl heimsiegwahrscheinlichkeit, 2. zahl auswärtssiegwahrscheinlichkeit von bet365). ganz rechts stehen dann die differenzen von meiner prozentwahrscheinlichkeit zur prozentwahrscheinlichkeit von bet365 (1. zahl heimsieg, 2. zahl auswärtssieg). beispielsweise hätte hier dann bremen, nürnberg, 1860, der fsv frankfurt, usw. value (also alle zahlen, die ein minus stehen haben).

ich habe nämlich in letzter zeit einen gewaltigen fehler gemacht, der wohl nur einem doofen anfänger wie mir passiert. ich habe zwar meine wahrscheinlichkeiten und auch meine quoten berechnet, allerdings nicht meine wahrscheinlichkeit mit der des anbieters abgeglichen. sondern nur meine quote mit der des anbieters. dann fiel mir auf, dass das ja eigentlich unsinn ist. denn wenn ich beispielsweise eine quote von 2,50 berechne, der anbieter eine 2,87 gibt, dann gibt das eine differenz von -0,37. in meiner naivität hatte das für mich riesiges value, weil ich -0,37 als eine hohe zahl empfand. dann ist mir aufgefallen, dass das aber endeffektlich nur 5% unterschied sind.

jetzt mal angenommen, meine wahrscheinlichkeiten wären besser berechnet als die des anbieters (darum gehts beim value ja, oder?), ab wann würdet ihr denn die spiele anspielen? ab -3%, -5%, -7% oder eher sogar nur über -10%?
und wie würdet ihr die einsätze gestalten? diese dann von den quoten abhängig machen oder vom value?
macht die keynesformel, die ich auf einer anderen seite gefunden habe, sinn?

https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettwiki/value

Valuebets machen vor allem dann Sinn, wenn deine eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit deutlich besser und genauer ist als die der Buchmacher, etwa ab einer Differenz von mindestens 5 % oder mehr.

Setze am besten nur dann, wenn du dir sehr sicher bist, da kleine Abweichungen oft keine echten Valuechancen darstellen. Die Einsatzhöhe solltest du dann idealerweise proportional zum Value und deinem Risiko anpassen, zum Beispiel mit Methoden wie dem Kelly-Kriterium.

Das Kelly-Kriterium

Hab gerade einen Artikel über das "Kelly-Kriterium"
gelesen. "Die Kelly-Formel gibt dem Wetter den Einsatz
für jedes Ereignis vor, ausgehend von der subjektiven
Gewinnerwartung, der Buchmacherquote und dem Gesamtkapital des Wetters. Sie stammt aus dem Investment-Sektor und dient der Kalkulation des Risikos bzw. der Einsatzsumme. Sie wurde 1956 von John Larry Kelly jr. veröffentlicht."

Wollte mal fragen ob jemand damit Erfahrung hat bzw. das
tatsächlich in der Praxis nutzt um seine stakes zu ermitteln.

Es berechnet sich wie folgt:
(Beispiel hier mit eigener Gewinnerwartung von 60%
und Buchmacherquote von 1,8)

Schritt 1: eigene Gewinnerwartung in Prozent festlegen
[Beispiel: 60 %]

Schritt 2: Diesen Prozentsatz mit der Buchmacherquote
minus 1 multiplizieren [Beispiel: (1,8 - 1)*60 = 48]

Schritt 3: den Prozentsatz der eigenen Verlusterwartung
davon abziehen [Beispiel: 48 - 40 = 8]

Schritt 4: Die entstandene Zahl durch die
Buchmacherquote minus 1 teilen
[Beispiel: 8 / (1,8-1) = 10]

--------> in diesem Kelly-Kriterium empfiehlt sich ein Einsatz
von 10% des Bankrolls

https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettwiki/kelly

Das Kelly-Kriterium ist eine mathematische Methode zur optimalen Einsatzhöhe basierend auf deiner Gewinnwahrscheinlichkeit und der Quote, die dabei hilft, das Risiko zu steuern und den Kapitalzuwachs zu maximieren. In der Praxis nutzen es viele professionelle Wetter, aber es erfordert eine realistische Einschätzung der eigenen Gewinnerwartung, sonst kann der Einsatz zu hoch oder zu niedrig ausfallen.

Ich persönlich nutze diese Formel nicht.

Value Wetten

Hallo, hab mich mal etwas über die sogenannten Value Bets informiert. Also wenn ich das richtig verstanden habe, ist eine Wette eine Value Bet, wenn die Quote höher ist als die wirkliche Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ereignis eintrifft, oder?

Aber meine Frage ist nun: Wie weiß ich, wie hoch die "wirkliche Wahrscheinlichkeit" ist? Wenn ich diese selbst schätze bzw. anhand von Statistiken usw. abschätze ist sie ja wiederum ungenau oder?



Und nur damit ich es richtig verstanden habe:

Nehmen wir z.B. das Spiel Austria Wien - Zenit St. Petersburg her (1 = 5,50 - X = 4,10 - 2 = 1,55)

Und hier die Wahrscheinlichkeiten (fürs Beispiel jetzt einfach aus einer bestimmten Quelle)

1 = 28%
X = 15%
2 = 57%

Wenn ich jetzt für einen Heimsieg rechne: 100 / 28 = 3,57 (angebotene Quote ist 5,50 für 1)

Das bedeutet, dass die Quote auf Austria Wien Value hat, oder?

https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettwiki/value

Genau, eine Value Bet liegt vor, wenn die angebotene Quote höher ist als die Quote, die sich aus der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit ergibt.

Die Schwierigkeit ist, die echte Wahrscheinlichkeit möglichst genau zu schätzen, was oft auf Statistiken, Erfahrungswerten oder Modellen basiert. Diese sind aber immer mit Unsicherheiten behaftet.

"Valueberechnung" anhand versch. Internetseiten

Gleich mal Vorsicht, das wird wohl etwas länger. Hoffentlich liest das überhaupt jemand :mrgreen:

Also nur kurz vorweg: "Richtig" wetten mit Sinn und Verstand (sofern vorhanden und sofern man das überhaupt sagen kann) tue ich seit Anfang des Jahres. Seitdem lese ich mich auch immer mehr in die Materie ein und probiere versch. Sachen aus usw. usf., um eben nicht mehr nur - wie früher - grundsätzlich mit 5 Kombipicks ins Klo zu langen und mich zu wundern, warum das nix wird.

So, nun zu meiner Frage bzw. meinem Problem. Ich habe mir irgendwo mal (war vielleicht sogar von hier aus dem Forum) so einen anpassbaren Estimations-Rechner für Excel runtergeladen ("Estimation Building (2003)" heißt der). Klappte auch in einer (wohl zu) kurzen Testphase ganz gut. Dabei gabs nur ein Problem für mich: Ich bin bezüglich Statistiken und dem ganzen Kram ziemlich akribisch und habe die Angewohnheit, dass ich, wenn ich sowas schon benutze, eben auch wirklich alles durchrechne. So bin ich dann eben 6-7 Stunden nur für 1 Liga drangesessen, bevor ich überhaupt einen Pick hatte und das war mir dann doch etwas zu viel Zeit (ja ich weiß, wenn nix spielbar ist, dann ist eben nix spielbar :mrgreen:).

Ich habe in den letzten Wochen bzgl. meiner Picks zur Information immer wieder folgende Seiten herangezogen:
  • betexplorer
  • vitisport
  • WinDrawWin
  • soccervista
  • ClubElo
(+ einige weitere, die jedoch für den Beitrag jetzt nicht von Belang sind). Ich habe dabei aber nicht wirklich Berechnungen angestellt, sondern eher mal geschaut, abgeglichen, evtl. gleich nen Pick gesetzt oder das noch über zusätzliche Infos wie Verletzte usw. usf. "abgesichert". Ich hatte dabei aber nie wirklich nen festen Plan wie ich denn nun die Einsätze gestalten sollte, was dazu führte, dass ich erstmal mit Flat Bets spielte und zwischendrin eben auch mit normalen Einheiten, die ich aber grundsätzlich sehr niedrig (bzw. oft auch viel zu niedrig) gehalten habe, weil ich eben nicht wusste, was ich setzen sollte. Gestern Nacht hab ich mir dann mal ausgerechnet, ob die Flat Bets überhaupt insgesamt Sinn gemacht haben und bin dann auf das Ergebnis gekommen, dass ich damit langfristig wohl weniger Gewinn bzw. eher Verlust mache als mit variablen Einsätzen (oh welch Wunder). Daneben habe ich mich auch dazu verleiten lassen, Spiele anzuspielen, bei denen ich mir 30 Minuten später gedacht habe, dass das jetzt eigentlich Unsinn war und im Endeffekt stellte sich das dann auch als Unsinn raus und das Geld war weg.

Ich habe heute frei und hab mich einfach mal hingesetzt und mir was überlegt, wie ich mich dem Setzen von sinnvollen Einsätzen bei sinnvollen Wetten nähern könnte:
1. Zunächst habe ich mir mal ein paar Ligen ausgesucht, auf die ich mich spezialisieren will, sofern das Wort bei der relativ hohen Anzahl angebracht ist. Dabei fiel die Auswahl auf die 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, England Premier League, Frankreich League 1, Italien Serie A, Spanien Primera Division, Schottland Premier League, Holland Eredivisie. Gründe hierfür: kenne mich in den Ligen "gut" aus (jedenfalls besser als in anderen) und die Informationsbeschaffungsmöglichkeiten sind (hoffentlich) ausreichend.

2. Jetzt habe ich einfach mal alle Partien des kommenden Wochenendes aus den Ligen untereinander in eine Excel-Tabelle geschrieben.

3. Nun habe ich das ClubElo-Rating herangezogen und das neben das jeweilige Team geschrieben. Danach habe ich die Differenz aus den beiden Ratings von Excel berechnen lassen. Das Heim-Team erhielt hierbei aufgrund des Heimvorteils einen Bonus von 5% auf das Rating. Wenn die Differenz zwischen den Teams nun kleiner als -250 bzw. größer als +250 ist, ist das Spiel für mich gestorben und solche Spiele werden nicht weiter berechnet/analysiert. Das sind nämlich meist die Spiele, die einen sehr deutlichen Favoriten haben und bei denen in der Folge die Berechnungen eventuell nicht adäquat funktionieren würden.
Beispiele:
  • Hertha BSC Elo 1657 (+5%) - Bremen Elo 1578 = 162 --> spielbar
  • Chelsea Elo 1886 (+5%) - Crystal Palace Elo 1471 = 509 --> nicht spielbar
  • Hearts Elo 1197 (+5%) - Inverness Elo 1332 = -75 --> spielbar
  • Cambuur Elo 1264 (+5%) - Ajax Elo 1693 = -366 --> nicht spielbar
4. Nun habe ich neben die spielbaren Spiele in je eine Spalte die Quoten von bet365 für dieses Spiel geschrieben (habe im Frühjahr mein Auto geschrottet und hatte nicht genug Kohle, bei mehr Anbietern einzuzahlen, wird aber zu Neujahr geändert, dann werden mehrere Anbieter einbezogen), die dann automatisch in %-Wahrscheinlichkeiten umgerechnet werden. Dürfte ja hier jedem klar sein wie das funktioniert.

5. Nun habe ich in die nächsten Spalten die Wahrscheinlichkeiten von Vitisport eingetragen.

6. Den nächsten Block bilden die Votes von WinDrawWin. Diese habe ich daneben in die nächsten Spalten eingetragen.

7. Im nächsten Spaltenblock erfolgt nun der Abgleich der Voraussagen von Vitisport und den Votes von WinDrawWin mit den Quoten von bet365. Dazu bilde ich die Summe aus (Vitisport-Wahrscheinlichkeit * 1,5 + WinDrawWin-Wahrscheinlichkeit) und teile das durch 2,5 um einen "Mittelwert" zu erhalten. Dass ich Vitisport 1,5fach zähle liegt darin begründet, dass bei WinDrawWin eben nur Votes sind und keine statistischen Berechnungen einflossen. Von diesem "Mittelwert" subtrahiere ich nun die jeweilige bet365-Quote. Dies wird dann für alle Spiele automatisch berechnet. Wenn die Differenz des jeweiligen "Mittelwertes" von der entsprechenden bet365-Quote größer als 0,05 ist, hat die Quote potenziell Value. Dies wird dann auch über die "Bedingte Formatierungs"-Funktion automatisch angezeigt und ich muss nicht ewig suchen und hunderte Zahlen nachschauen. Alle Spiele ohne Value werden nicht weiter berücksichtigt.
Vielleicht zur Illustration, wie das nun aussieht:
  • Team 1 - Team 2/(hier käme nun die Elo-Berechnung und dann die Quoten, lasse ich der Übersicht halber Weg)/Wahrsch. für 1 bei bet, für X bei bet, für 2 bei bet/Wahrsch. für 1 bei Viti, für X bei Viti/Wahrsch. für 1 bei WDW, für X bei WDW, für 2 bei WDW/"Valueberechnung" (rot=Value)
  • Mainz - Gladbach: 36%, 30%, 40% / 26%, 28%, 46% / 23%, 30%, 46% / -0,12, -0,02, 0,06 --> spielbar
  • Neapel - Inter: 52%, 29%, 25% / 30%, 32%, 38% / 22%, 33%, 44% / -0,26, 0,04, 0,15 --> spielbar
  • Sevilla - Bilbao: 51%, 29%, 27% / 40%, 31%, 29% / 65%, 26%, 7% / -0,01, 0,00, -0,06 --> nicht spielbar
8. Nun habe ich die Vorhersagen von Soccervista in die nächste Spalte eingefügt. Wenn ein Spiel, das Value hat, ein komplett anderes Ergebnis bei Soccervista hat, fliegt es raus. Dh., wenn die 1 Value hat und das Spiel bei Soccervista hat eine 2, dann fliegt das Spiel raus. Sofern aber entweder das Unentschieden selbst Value hat oder bei Soccervista ein Unentschieden steht, bleibt das Spiel.
Beispiel:
  • Evian - Reims, 2 hat Value mit 0,1, Soccervista-Ergebnis 0:1 --> spielbar
  • Guingamp - Monaco, 1 hat Value mit 0,06, Soccervista-Ergebnis 0:2 --> nicht spielbar
  • Malaga - Getafe, X hat Value mit 0,09, Soccervista-Ergebnis 0:1, spielbar
9. Nun gleiche ich die bisherigen Erkenntnisse mit den letzten Spielen der Teams und den H2Hs über betexplorer ab. Sollte mir da ins Auge stechen, dass irgendwas nicht zu den bisher noch spielbaren Spielen passt, fliegen diese raus. Beispielsweise Spiele, bei denen ein Away-Team Value hat, das die ganze Saison auswärts noch nichts gerissen hat und nun bei einem starken Heim-Team und auch noch Angstgegner der letzten Jahre zu Gast ist.

10. Die Anzahl der Spiele ist nun ja schon relativ ausgedünnt. Nun kommen Sachen wie Trainerwechsel, Unruhen im Verein oder Verletzte ins Spiel. Hat bspw. ein Team, auf dem Value ist, kürzlich viele Verletzte oder Sperren erlitten, fliegt das Spiel. Es fliegen auch grundsätzlich die Spiele, in denen ein beteiligtes Team kürzlich Trainerwechsel vornahm.

11. Nun sind noch weniger Spiele übrig. Anhand der Höhe des Values und der Differenz aus dem Elo-Rating wähle ich nun aus, ob ich direkt einen Sieg oder eine DC anspiele. Je höher bzw. passender diese Parameter, desto eher spiele ich einen direkten Sieg. Je niedriger bzw. unpassender diese Parameter, desto eher spiele ich die DC.
Beispiel:
  • Nice - Sochaux, 1 hat Value mit 0,09, ClubElo-Differenz=+176 (großer Vorteil Nice) --> 1 spielbar
  • Milan - Roma, 2 hat Value mit 0,16, ClubElo-Differenz=+81 (kleiner Nachteil für Roma) --> DC Roma spielbar
12. Die Höhe des Einsatzes richtet sich nun nach der Elo-Differenz, dem Value und der Soccervista-Vorhersage.
Hierbei verwende ich nur drei Einsatzmöglichkeiten, um das Vorhaben etwas einfacher zu gestalten: niedrig (2/10 EH), mittel (5/10 EH), hoch (8/10 EH).
Je höher bzw. passender diese Parameter, desto höher der Einsatz. Je niedriger bzw. unpassender diese Parameter, desto niedriger der Einsatz.
Beispiel:
  • Nice - Socheaux, 1 hat Value mit 0,09, ClubElo-Differenz=+176 (großer Vorteil Nice), Soccervista-Ergebnis 3:0, großer Einsatz (8/10 EH) auf 1
  • Neapel - Inter, 2 hat Value mit 0,16, ClubElo-Differenz=+200 (großer Nachteil Inter), Soccervista-Ergebnis 2:2, kleiner Einsatz (3/10 EH) auf DC Inter
Das wars soweit.

Das mag jetzt etwas wirr klingen und ich habe es (logischerweise) auch noch nicht anhand von Ergebnissen abprüfen können. Mich interessiert jetzt einfach mal, was ihr denkt. Ob sowas Potenzial hat oder Murks ist.

Mir ist durchaus bewusst, dass hier einige Schwächen vorliegen:
  • auch Spiele mit hoher ClubElo-Differenz können durchaus Value bieten
  • AHC, Toranzahl-Wetten, etc. sind nicht erfasst
  • Differenz von 0,05 als Value-Basis evtl. zu niedrig
  • alles sehr abhängig von den Berechnungen der o.g. Seiten
  • die Wahrscheinlichkeiten der Quoten beim Anbieter ergeben in Summe nie genau 100%, bei Vitisport/WindDrawWin jedoch schon
  • System für das Setzen von EH wohl noch verbesserungswürdig
  • relativ nervig, alles händisch einzutragen
Ich sehe aber durchaus ein paar Vorteile:
  • es ist zwar etwas nervig, aber ich konnte innerhalb von 1 1/2 Stunden (habs getestet), alle Begegnungen der o.g. Ligen inkl. ClubElo-Ratings, Quoten und Vitisport/WinDrawWin-Wahrscheinlichkeiten eintragen
  • dadurch gibts nen relativ schnellen Überblick
  • man findet evtl. Spiele, auf die man ansonsten nicht gekommen wäre
  • gleichzeitig hat man eine Vorgabe, was man picken darf und pickt nicht irgendwas aus Jux und Dollerei
  • auch wenn eine Abhängigkeit von Vitisport etc. besteht, kann man diese minimieren, indem man die Picks selbst über Verletzte, etc. nochmal nachprüft (s.o.)
  • die Problematik des Punkts, dass beim Anbieter die Wahrscheinlichkeiten nicht in Summe 100% betragen, wird durch weitergehende Analysen gemildert
  • ich konnte innerhalb von insgesamt 3 1/2 Stunden aus 8 Ligen Picks auswählen; vorher brauchte ich für 1 Liga mehr Zeit
Falls es jemand interessiert, könnte ich auch das Excel-Sheet hochladen. Ist nichts besonderes. Die Frage ist halt, ob so ein System überhaupt Sinn macht und man so langfristig Gewinn machen kann, oder Seiten wie Vitisport etc. dafür eher Murks sind.


EDIT:
Ich hab jetzt vorm Picken nochmal ein wenig abgeglichen und habe dann auch AHC-Wetten mit eingepackt. Rausgekommen ist vorerst das:
Mainz - Gladbach, Gladbach -0.25, 2.20, 5/10
City - Arsenal, X, 3.75, 2/10
Newcastle - Southampton, Newcastle -0.25, 2.05, 5/10
Villa - ManU, DC 1X, 2.25, 2/10
Tottenham - Liverpool, Liverpool -0.25, 2.42, 2/10
Montpellier - St. Etienne, St. Etienne +0, 2.20, 5/10
Evian - Reims, Reims +0.25, 2.08, 5/10
Nizza - Sochaux, Nizza, 1.83, 5/10
Napoli - Inter, Inter +0.5, 1.98, 2/10
Milan - Roma, Roma +0.25, 1.93, 2/10
Levante - Elche, Elche +0.25, 1.90, 2/10
Rayo - Granada, DC X2, 1.91, 5/10
Valladolid - Vigo, Vigo +0.25, 1.85, 5/10
Partick - Johnstone, Johnstone +0, 1.83, 5/10
Utrecht - PSV, Utrecht, 3.80, 2/10
Utrecht - PSV, Utrecht +0.5, 1.88, 5/10
Sind irgendwie noch relativ viele Picks. Falls jemand was dazu sagen kann/will/mag, wie ich das noch eingrenzen könnte, immer raus damit.

https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/wettwiki/value

Dein System ist sehr durchdacht und nutzt viele sinnvolle Datenquellen für die Value-Analyse, was definitiv Potenzial hat.

Wichtig ist aber, dass du es langfristig testest und regelmäßig anpasst, da externe Wahrscheinlichkeiten und Quoten sich ändern können.

Ein paar Tipps: Automatisiere möglichst viele Schritte (z.B. Datenimport), überprüfe deine Value-Schwelle kritisch und bleib diszipliniert beim Moneymanagement. So kannst du die Zeit besser nutzen und Risiken besser steuern.

Systematisches Vorgehen beim Wetten

Hallo.
Wie entscheidet ihr auf welche Spiele ihr wieviel Geld wettet? Und wie "gut" muss eine Quote sein, damit ihr die Wette eingeht.
Ich will mal beschreiben wie ich beim Wetten vorgehe. Im ersten Schritt vergleiche ich die Quoten bei Betfair mit den berechneten bei (neuerdings) fussballelo.de . Wenn der Quotenvorteil deutlich ist gucke ich mir auf transfermarkt an welche Spieler verletzt sind und betrachte Faktoren wie Wichtigkeit des Spiels usw. Wenn diese Informationen den Quotenvorteil eindeutig nicht aufwiegen oder sogar verstärken, dann wette ich auf diese Quote. Bei Quoten deutlich unter 2 setz ich leider schonmal ca die Hälfte meines Vorrates ein. Bei hohen Quoten deutlich weniger. In letzter Zeit funktioniert das zum Glück ganz gut. Macht ihr das ähnlich oder hab ich bei meinem Vorgehen was wichtiges nicht beachtet?

Dein Vorgehen klingt schon sehr durchdacht und systematisch, vor allem der Quotenvorteil und die Verletzten-Analyse sind wichtige Faktoren.

Wichtig ist noch, konsequent ein vernünftiges Moneymanagement zu fahren und Einsätze nie zu hoch zu wählen, auch bei vermeintlich sicheren Wetten. Zusätzlich kann es helfen, auch Teamtaktik, Motivation oder aktuelle Form zu berücksichtigen, um die Analyse abzurunden.

Samplesize - was sagt mein ROI überhaupt wirklich aus?

Hab mal ne Frage an die Leute, die Ihre Wetten in den Büchern führen:

Was wird in etwa als sinnvolle Samplesize angenommen, um dem ROI Aussagekraft zu verleihen? Das ist beim Poker ja ein großes Thema, aber bei Sportwetten hab ich da noch nichts zu gehört.

Danke schon einmal. [[yo]]

Edit: Also Samplesize bedeutet quasi wie viele Wetten ich abgeschlossen haben muss, um einen stellvertretenden ROI zu erhalten. Nur weil ich 10 Wetten gespielt habe und nen ROI von 190 aufweise, bin ich langfristig noch kein Gewinner. Als kleine Erklärung...

Gute Frage!
Beim Sportwetten gilt ein ROI erst ab etwa 500 bis 1.000 Wetten als halbwegs aussagekräftig, wobei mehr natürlich immer besser ist.

Kleine Samplesizes (z. B. 50 oder 100 Wetten) sagen wenig über deine tatsächliche langfristige Profitabilität aus, da Varianz kurzfristig extrem verzerren kann.

Kurz gesagt: Ein hoher ROI auf wenigen Wetten ist nett, aber nicht besonders aussagekräftig.

5erKombi-Strategie mit HC-Wetten

Hallo,
bin neu im Wettgeschäft und brüte schon den ganzemn Tag über diesen Handicap-Wetten. Bin bei BET 365 angemeldet(soll keine Werbung sein). Habe beim Stöbern im I-Net eine für mich interessante Strategie gefunden:

<!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning/> <w:ValidateAgainstSchemas/> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables/> <w:SnapToGridInCell/> <w:WrapTextWithPunct/> <w:UseAsianBreakRules/> <w:DontGrowAutofit/> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> </w:WordDocument> </xml><![endif]-->Ich suche mir 3 fast sichere spiele aus. Quoten spielen erstmal keine Rolle, da auf HC X und Gerade getippt wird und diese Quoten eigentlich immer stabil sind (HCX 3,5 und gerade 1,8)!

Also spiele ich mit Quoten von 1,2 oder 1,3, wo ich mir sicher bin, dass das Auswärtsteam nicht gewinnt, diese 3 spiele werden in fünf Kombi-Reihen gespielt.

Kombi1: Spiel 1 HCX, Spiel 2 gerade
Kombi2: Spiel 3 HCX, Spiel 1 gerade
Kombi3: Spiel 2 HCX, Spiel 3 gerade
Kombi4: Spiel 1 HCX, Spiel 2 HCX, Spiel 3 HCX
Kombi5: Spiel 1 gerade, Spiel 2 gerade, Spiel 3 gerade

Die Einsätze müssen so angepasst werden, dass bei jeder Kombi der gleiche Gewinn rausspringt! (vorher mal durchrechnen)

Damit hat man so gut wie alle Ergebnisse abgesichert, sogar ein Unentschieden. (0:0,1:0,1:1,2:0,0:2,3:1,1:3,2:1,3:2,2:2,3:3 usw.) bei höheren Einsätzen empfehle ich ein 3:0 noch als Extra-Absicherung) Mit der Gewinn Kombi macht man so ungefähr 50%-60% Plus.
<!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" LatentStyleCount="156"> </w:LatentStyles> </xml><![endif]--><!--[if gte mso 10]> <style> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} </style> <![endif]-->
Nun meine Frage:
Mein Broker bietet einige HC-Wetten an.
Da steht dann beispielsweise
Team A... -3...13.00
Team A... -2.... 6.00
Team A... +1.....1.16
Gleichstand..Team B... +3...8.50
Gleichstand...Team B...-1....6.50
Team B....+3...1.083
Team B....+2...1.33
usw.
also bei Ergebnissen wie 1:0,2:1,3:2....für den Favoriten gewinnen möchte, welche HC-Wette muss ich den da wählen. Mich verwirrt, dass der Autor der Kombi-Strategie
von HCX-Wetten spricht. Bei einer HCX-Wette -1(das X steht meines Wissens nach für Unentschieden) müßte das Spiel doch unentschieden ausgehen, dann würde Team B doch 1 Tor abgezogen, und man hätte das Ergebnis von 1:0,2:1,3:1 usw., oder nicht?
Wie also kann ich so wetten per Handicap-Wette (die ja höhere Quoten bietet als die normale Siegwette), dass ich in Kombi mit der Wettart "gerade" ( womit man ja wohl jedes Unentschieden und alle durch 2 teilbaren Siege (z.B. 4:2) einfängt) zugleich alle knappen Siege einfange?
Ich danke im Voraus für jede Antwort!
Gruß
doerpn

Dein Denkansatz ist grundsätzlich richtig, aber es gibt ein Missverständnis bei der Handicap-X-Wette:

Bei z. B. HC -1 (X) gewinnt die Wette nur, wenn das Spiel nach Handicap unentschieden endet. Das heißt, der Favorit muss mit genau einem Tor Unterschied gewinnen.

Um knappe Siege wie 1:0, 2:1 usw. abzudecken, brauchst du genau solche HC-X-Wetten auf z. B. -1 oder -2.

Die „Gerade“-Wette (Even Total Goals) sichert dich gegen Unentschieden und Spiele mit gerader Toranzahl ab, aber nicht direkt gegen knappe Favoritensiege. Dein System ist kreativ, aber komplex und anfällig für mehrere Fehlerquellen. Teste es ausgiebig mit kleinen Einsätzen oder trocken.

Wettstrategie, ein paar fragen.

hallo liebe wettforum-community.

ich les hier schon seit knappen 2 wochen mit, hab aber noch kein thema gefunden, das meine fragen beantrworten konnte, also versuch ich´s mal mit einem eigenen. bitte zerreißt mich nicht gleich in der luft wenn ich irgendwas falsch machen sollte ;)

kurze vorgeschichte: hab mit dem wetten vor ungefähr 2 jahren angefangen, mal mehr, mal weniger erfolg gehabt. zuletzt n haufen geld beim live-wetten verloren, hauptsächlich tennis, auf die einzelnen games getippt. jaja, hab das schnelle geld gesehen und wurde eines besseren belehrt :)

nun verfolge ich seit 2 wochen eine strategie, sofern man das so nennen kann, und hab damit an 2 wochenenden gut 700 euronen reingewinn gemacht, startkapital waren dabei 100 euro.

soweit, so gut, dann will ich mal näher auf das ganze eingehen und hoffe auf konstruktive kritik:
es geht ausschließlich um fußballwetten im offline-wettbüro. mein anfangsgedanke war, dass ein unentschieden bei dieser sportart relativ selten vorkommt, bin von einer wahrscheinlichkeit von 20-30% ausgegangen.
dabei kam mir das thema lay- und back-wetten natürlich auch unter, nur wenn ich das richtig verstanden habe kann man sowas im wettbüro nicht machen.
nun hab ich einfach mal 5 spiele aus unterschiedlichen ligen herausgesucht, und diese zu ner kombi zusammengefasst. dabei wurde bei jedem spiel doppelte chance 1/2 getippt.
ziel dabei war es immer auf eine quote von mindestens 4 zu kommen, was bei den dc 1/2 quoten (angestrebt wird eine quote von mindestens 1,3 pro spiel) eben nach 5 spielen der fall war. einsatz 50 euro und siehe da, erster wettschein gewonnen.
mittlerweile hab ich damit 45 spiele, also 9 wettscheine getippt, und hab dabei nur 4 unentschieden erwischt.

nun zu meinen fragen:
kann man mit sowas wirklich auf dauer gewinn machen?
ich kann´s momentan selber noch nicht glauben, und ich weiß dass das ganze kaum die bezeichnung "strategie" verdient, denn es ist reines glückspiel(da 0 recherche, und einfach auf "gut glück" die spiele aussuchen), was mich aber zur nächsten frage bringt:

einer meiner gedanken war, pro liga, und pro spieltag nur ein spiel in die kombi zu nehmen. denn in jeder liga gibts doch jede runde ein paar unentschieden, wenn ich jetzt 3 spiele aus einer liga nehmen würde, wäre die chance doch größer ein UE zu erwischen. mein gedankengang soweit richtig?
wenn mir da jemand in sachen wahrscheinlichkeitsrechnung ein bisschen nachhilfe geben könnte wär ich sehr dankbar, bin nicht so das mathegenie :(

und zu guter letzt noch:
ist sowas erlaubt? bzw. gern gesehen? anders gesagt, kanns mir passieren, sollte das ganze weiterhin gut laufen, dass ich mit konsequenzen seitens des wettbüros rechnen muss?

so, erst mal genug, ich bedanke mich jetzt schon bei jedem der sicht das antut und das ganze hier durchliest :)
hoffe es ist nicht zu durcheinander geschrieben.

mfg Aris

Dein Ansatz mit der doppelten Chance 1/2 in Kombiwetten ist zwar kurzfristig erfolgreich gewesen, aber auf lange Sicht sehr risikobehaftet, da ein einziges Unentschieden den ganzen Schein zerstört.

Dein Gedanke, pro Liga nur ein Spiel zu wählen, ist nachvollziehbar, reduziert aber das Risiko nur geringfügig.

Ohne fundierte Analyse und mit reinem Bauchgefühl wird das System langfristig kaum profitabel sein. Unerwünschte Konsequenzen durch das Wettbüro musst du offline eher nicht befürchten, solange du dich regelkonform verhältst.

Over/Under Basketball/Handball

Hi Jungs,
versuche mich seit gestern aus reiner neugier an einer, für mich, neuen Wettart.
Ich versuche mich an den Over/Under Wetten beim Basketball und Handball. Derzeit Wette ich trocken und hatte gestern eine Bilanz von 2 gewonnen und 3 verlorenen Wetten. Also nicht gut.
Die Spiele analysieren ich anhand von Statistiken.

Dazu gehört:
- Head to Head (Wieviele Punkte fallen in den Spielen beider Mannschaften)
- Head to Head Heimspiele (Wenn Team 1 ein Heimspiel hat, wieviele Punkte fallen in den Spielen)
- Durchschnittspunkte Gesamt der aktuellen Saison beider Mannschaften
- Durchschnittspunkte Heim/Auswärts beider Mannschaften

Hab mit dieser Wettart noch keinerlei Erfahrungen gemacht und deshalb ist es nur ein Versuch für mich.
Vielleicht hat sich jemand von euch schon einmal daran versucht und hat ein paar Tipps für mich oder irgendwelche Erfahrungsberichte diesbezüglich.

Dein analytischer Ansatz für Over/Under-Wetten im Basketball und Handball ist solide, besonders mit Fokus auf Durchschnittswerte und Head-to-Head-Statistiken. Achte zusätzlich auf weitere Faktoren wie z.B. Verletzungen und Bedeutung der Partie, da diese Faktoren den Punkteverlauf stark beeinflussen können.

Formel zur Überprüfung eines Wettsystems

Nehmen wir an ich hätte ein funktionierendes Wettsystem mit dem ich nach 200 Wetten im Gewinn bin.

Da kann ich doch mathematisch ausrechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich einen Edge habe oder?

Also nehmen wir an Durchschnittsquote ist 5

Erwartete Treffer also 40

Tatsächliche Treffer 45

Eingesetzt in die Binomialverteilung. Errechne ich eine 83,488 Prozentige Wahrscheinlichkeit, dass ich tatsächlich einen Vorteil habe und die Erfolge nicht nur dem Zufall zu verschulden sind.

Gehe ich so richtig oder habe ich einen Denkfehler?

Dein Ansatz, den statistischen Vorteil deines Wettsystems mit der Binomialverteilung zu überprüfen, ist grundsätzlich korrekt.

Wenn deine durchschnittliche Quote 5 beträgt, entspricht das einer erwarteten Trefferquote von 20 %, also 40 Treffer bei 200 Wetten. Und du erzielst tatsächlich 45 Treffer, was leicht darüber liegt.

Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit, mindestens 45 Treffer bei p = 0,2 zu erzielen, ist sinnvoll, aber der Wert von 83,488 % bedeutet lediglich, dass es in 16,5 % der Fälle durch Zufall passieren könnte.

Wettstrategie

Bin ganz frisch hier und wollte mal fragen was ihr von meiner Idee so haltet :)

Im folgenden Abschnitt könnt ihr sehen wie ich mir eine Wettstrategie vorstelle.
(Beispiel anhand von Spielen vom 30.6/1.7.2013)

1.Wettschein) Einzel: Confed Cup [Tipp: Spanien]@2.60 = 26€/16€
2.Wettschein) Kombi: Fußball Schweden [Tipp: Djurgardens]@1.67 x Fußball Schweden [Tipp: Atvidabergs FF]@1.50 = 25,05€/15,05€

Maximaler Gewinn: 31,05€ | Loose: -20€ | nur 1.gewinnt: 6€ | nur 2.gewinnt: 5,05€

Vorteile: Höherer Gewinn als alle Tipps als Einzel und mehr Sicherheit als alles als Kombi

Nachteile: 20€ Loose anstatt nur 10€ wie bei Kombi

Hoffe ihr versteht was ich damit meine. Bei fragen schießt los ;)

Deine Strategie kombiniert Einzel- und Kombiwette, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Gewinnchance zu schaffen. Das ist grundsätzlich nachvollziehbar.

Du akzeptierst einen etwas höheren Verlust im Worst-Case-Szenario, um im Erfolgsfall flexiblere Auszahlungen zu ermöglichen. Wichtig ist dabei konsequentes Money Management und realistische Einschätzung der Trefferwahrscheinlichkeit beider Wetten.

Wissenswertes zu Wettstrategien mit Progression

Immer wieder einmal liest man von Wettstrategien wie beispielsweise der folgenden:

Suche (nach einem brauchbaren System) eine Wette aus (z.B. Wette auf Unentschieden bei einigermaßen guten Erfolgsaussichten wie z.B. kleine Differenz der Quoten auf Sieg, Quote auf X größer als oder gleich 3).

Verliert deine Wette, verdopple den verlorenen Betrag und setze auf die nach demselben System ermittelte nächste Wette.

Wird eine Wette gewonnen, fängt man wieder mit dem Startbetrag an.

Es lassen sich nun relativ leicht Computerprogramme schreiben, mit denen man solche Systeme austesten kann.
(Bei immer gleichen (Minimal-)Quoten und immer gleichen Progressionsfaktoren)

Dabei erweist sich folgendes:
  • eine Verdoppelung des zuvor verlorenen Einsatzes kann unter Umständen zu sehr hohen Einsätzen führen. Auf Dauer führt dies immer zum Gesamtverlust des eingesetzten Kapitals und ist nicht empfehlenswert.
  • Grund ist, dass die Wahrscheinlichkeit für lange Reihen von verlorenen Wetten (über 8 verlorene Wetten hintereinander) auch bei hoher durchschnittlicher Gewinnwahrscheinlichkeit über lange Zeit hinweg nicht unbedingt klein ist.
  • als brauchbar erweist sich ein Faktor von 1.3 bis 1.5
  • je höher die minimale Quote, auf die gewettet wird, desto höher kann die Progression gewählt werden
  • die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit für die Wette sollte jedoch 40% nicht unterschreiten. Also jede zweite bis dritte Wette sollte im Durchschnitt gewonnen werden.
  • Die Wetteinsätze sollten weder zu klein noch zu groß sein, brauchbar ist etwa 1% des verfügbaren Gesamtbudgets pro Wette
Beispiel:


Gerechnet wurden 1.000.000 Spielverläufe mit jeweils ca. 100 Wetten (nächste gewonnene Wette bricht ab).



Quote = 3.0, Progressionsfaktor = 1.35, tatsächliche Gewinnwahrscheinlichkeit 40%.



200 Euro Budget pro Spielverlauf, Startbetrag am Anfang sowie nach jeder gewonnenen Wette ist der Wert Gesamtbudget / 150.



Ergebnis:


Erfolgreiche Spielverläufe (kein Totalverlust): 94,8%
Endguthaben über alle Spielverläufe: 250.754.898 Euro.
Einsatz über alle Spielverläufe: 200.000.000 Euro

Durchschnittlicher Gewinn nach 100 Wetten: etwa 25%
Höchster Einsatz durch Progression: 164,48 Euro (!)
Durchschnittliche Wetten bis zur Gewinnwette: 2,56

Wettstrategien mit Progression können kurzfristig erfolgreich erscheinen, bergen aber ein hohes Risiko durch exponentiell steigende Einsätze bei Verlustserien. Die vorgestellte Variante mit moderater Progression (Faktor 1,35) und gezielter Quotenwahl reduziert zwar das Risiko, schützt jedoch nicht vollständig vor Totalverlust.

Simulationen zeigen, dass bei kluger Parametereinstellung langfristig Gewinne möglich sind, vorausgesetzt die Trefferquote bleibt konstant hoch. Dennoch bleibt das System anfällig für Varianz und erfordert striktes Bankroll-Management sowie Disziplin.

Suche Verbesserung bzw.Vorschläge Wettsystem

Hi,
und zwar hoffe ich das ihr mir vielleicht etwas weiterhelfen könnt.Und zwar suche ich für mich ein geeignetes Moneymanagement System bzw.Wettstrategie .Ich habe mir da zwar schon eins zurecht geschnitten aber damit bin ich noch nicht ganz zufrieden.
Also erstmal was zu meinen Wettverhalten.Ich setze hauptsächlich auf Einzelspielen mit einer @ von 1,75 - 2,5 ,so im Schnitt dürfte es sich um eine 2er Quote handeln.Komis spiele ich fast nie ,bzw dann nur ausserhalb meines System so zwischendurch.
In Moment spiele ein System was auf Martingale basiert und zwar spiele ich dies in etwa so.
Ich weiß das ich sehr selten 6 Wetten hintereinander verliere,spätestens die 5 Wette gewinne ich.Ich habe das jetzt 1 Jahr lang überrpüft und es ist nur ganze 2mal vorgekommen.Wir gehen mal davon aus das es sich bei jeder Wette um eine 2er @ geht.Dann setzte ich beim ersten mal 1 Stake .Wenn ich jetzt verliere erhöht sich der Stake und wenn ich gewinne ,geht es wieder von vorn los.Die Verdoppelung der Stakes sieht dann so aus . 1-2-3-6-12 Da ich ja jetzt weiß das ich spätestens die 5 Wette dann gewinnen ,habe ich dann den Verlust von den Wetten vorher ausgeglichen.
Nun habe ich das ganze mit meinen Wettaufzeichnungen mal durch gerechnet und würde mit dem System bzw.hätte mit diesen System auf Jahr gesehen 11 Monate Plus gemacht und nur 1 Monat Minus und insgesamt natürlich gut Plus und gegenüber Flatstakes hätte ich auch ein viel besseres Ergebniss.
Hört sich ja alles soweit ganz gut an ,doch was mich daran stört ist folgendes .Man ist am Anfang darauf angewiesen keine Pechsträhne zu erwischen und man brauch schon einen ziemlich hohes Startkapital um dieses System zu spielen.Wenn man zb nur 10€ pro Wette nimmt und die ersten vier falsch sind ,hat man schon 120€ verwettet und muss dann nochmal 120 € aufbringen und hoffen ,das die 5 Wette durchgeht .Ansonsten gehts ja wieder von vorn los und man muss sich das Geld mühsam zurück gewinnen.
Welches System könntet ihr mir denn da jetzt noch emfehlen ?

Dein System birgt durch die Martingale-Logik ein hohes Risiko, da selbst seltene Verlustserien das gesamte Kapital gefährden können.

Eine sinnvollere Alternative wären Einzelwetten mit striktem Bankroll-Management. Zusätzlich solltest du deine Trefferquote realistisch analysieren und überlegen, ob Flat Stakes mit konsequentem Value-Ansatz langfristig nicht stabiler wären.

Wettstrategie Doppelte Chance X2

immer Doppelte Chance auf einen Auswärtssieg oder Unentschieden zu tippen.

Einfach so blind immer etwas zu tippen, ist nie eine gute Idee. Wie so oft gilt auch hier: Wenn du die Spiele richtig analysierst und einen Value findest, lohnt sich der Tipp. Grundsätzlich sehe ich in dieser Strategie schon Potenzial.

Erste eigene Strategie - Kombinierte Wetten

Hallo liebe Wettgemeinde [[cheers]]

ich bin noch recht neu im Bereich der Sportwetten. Bislang habe ich mich nur auf deutsche Fußballlige (1. BL und Regionalliga West, weil dort mein Verein spielt) beschränkt. Ich habe dann Wetten platziert, ohne mich all zu intensiv mit den jeweiligen Mannschaften zu befassen (fast immer sehr kleine Beträge im einstelligen Eurobereich). Ich hatte nicht das Ziel große Gewinne einzufahren, mir ging es um die zusätzliche Spannung beim Fußball gucken.
Gewinne und Verluste halten sich bei mir zum Glück in der Waage [[smile]]

Nun habe ich mir aber doch mal eine Strategie überlegt und hätte gerne euer Feedback zu der Sache.

Folgende Idee:
Ich suche mir ein Spiel aus, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, richtig zu tippen. Am Beispiel des 24. Spieltags 12/13 der 1. Bundesliga ist es das Spiel Hoffenheim gegen Bayern (Sieg Bayer, Quote 1.30).
Dazu wähle ich 2 weitere Spiele, bei denen sich die Quoten für die jeweiligen Siege und Unentschieden ähneln.
Als Beispiel:

Sieg Bayern (1.30)
Frankfurt - Gladbach (1:2,10 X:3,40 2:3,70)
Wolfsburg - Schalke (1:2,60 X:3,30 2:2,80)

Nun kombiniere ich das ganze und spiele insgesamt 9 Wetten (im Folgenden nur noch die Quoten):

1,30*2,10*2,60
1,30*2,10*3,30
1,30*2,10*2,80

1,30*3,40*2,60
1,30*3,40*3,30
1,30*3,40*2,80

1,30*3,70*2,60
1,30*3,70*3,30
1,30*3,70*2,80

Bei einem Einsatz von z. B. 5€ (45€ insgesamt), 2aus3.
Wichtig wäre natürlich, dass Bayern tatsächlich gewinnt. Sollte das der Fall sein, gewinne ich im schlechtesten Fall (Sieg Bayern, Frankfurt, WOB) also 96,59€ und hätte einen Reingewinn von 51,59€.
Im besten Fall (Sieg Bayern, Gladbach, Schalke) könnte ich sogar auf 170,37€ und einen Reingewinn von 125,37€ kommen.

Sollte Bayern allerdings nicht gewinnen, verliere ich natürlich. Da ist zwar dann theoretisch noch ein kleiner Betrag drin, aber der wiegt den Verlust des Einsatzes nicht auf.

So, ich hoffe ich habe meine "Strategie" verständlich niedergeschrieben.
Ich bin mal auf euer Feedback gespannt [[cheers]]

Rot-Weisse Grüße aus dem Ruhrpott

Edit:
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dieses Forum vor Erstellen dieses Threads nicht gründlich durchsucht habe. Sollte ich im falschen Bereich posten (als Anfänger schien mir dieser Bereich jedenfalls richtig zu sein), oder sollte eine ähnlich - oder auch gleiche - Strategie schon irgendwo in den Weiten dieses Forums existieren, bitte ich das Thema zu entschuldigen.

Die Strategie ist kreativ, aber stark vom sicheren Sieg einer Mannschaft abhängig. Fällt dieser weg, kippt das gesamte System. Außerdem ist der Aufwand und Einsatz relativ hoch im Vergleich zur durchschnittlichen Gewinnchance, was langfristig riskant sein kann.

Wettstrategien und sonstige Anfängerfragen

Hallo,


ich wollte mit dem Wetten beginnen, aber nicht irgendwie nach Gefühl wetten, sondern versuchen mit garantiertem Gewinn aus einer Wette raus zu gehen, also mithilfe von Surebets, als kleiner Nebenverdienst. Die Gewinne bei Surebets sind ja eher gering, sofern man keine hohen Beträge setzt, was ich auch nicht machen will. Da man sich für Surebets bei mehreren Buchmachern anmelden muss, weil man schließlich immer die besten Quoten benötigt, muss man dementsprechend Kapital auf mehrere Buchmacher verteilen. Gut ist natürlich, dass man fast überall Boni bei der Anmeldung bekommt, was das Kapital ja steigern sollte. Die Frage ist nun, wie bekomme ich das Kapital von meinem Bank-Konto auf die ganzen Buchmacher-Seiten? Wird Paypal überall akzeptiert? Oder wie geht man vor?


Soweit ich weiß haben Surebets nur den Haken, dass der Buchmacher die Wette stornieren kann oder die Quoten sich plötzlich stark verändern, sodass man nicht rechtzeitig alle Wetten abgegeben hat und eben einen kleinen Verlust am Ende hat.


Was meint ihr zu dem Vorhaben? Könnt ihr ein paar Fragen beantworten?


Gruß

Surebets können eine sichere Gewinnmethode sein, erfordern aber oft viel Kapital, das auf mehrere Buchmacher verteilt werden muss.

Die Einzahlungsmöglichkeiten variieren, PayPal wird nicht überall akzeptiert. Es sind auch Kreditkarten, Banküberweisungen oder E-Wallets wie Skrill gängig.

Es stimmt, dass Quotenänderungen oder Stornierungen ein Risiko bergen, weshalb schnelle Reaktionen und gute Software hilfreich sind.

Insgesamt ist das Vorhaben sinnvoll, wenn man Geduld und Disziplin mitbringt.

Ausgreenen

Hab jetzt grad nix genaueres dazu gefunden. Deswegen: Würde gerne anfangen bei Betfair zu wetten, dazu wollte ich erstmal wissen was genau ist "ausgreenen" und wie funktioniert das?. wenn ich jetzt z.b. pregame ne @2 auf ein over 2,5 setzte und es fällt ein frühes tor, dann kann ich doch meine wette absichern indem ich das over 2,5 laye? dazu müsste aber doch live sofort mir jmd die quote abkaufen oder?? z.b. ne @1,5. Ist das ausgreenen? und bekommt man da im normalfall sofort ne niederere quote die man layen kann?

„Ausgreenen“ bedeutet, eine Wette durch eine Gegenwette abzusichern, um das Risiko zu minimieren oder einen Gewinn zu sichern.

In deinem Beispiel setzt du pregame auf Over 2,5 Tore zu Quote 2, und wenn ein frühes Tor fällt, kannst du live Over 2,5 Tore bei einer niedrigeren Quote (z.B. 1,5) layen, um deinen Einsatz abzusichern oder Gewinne zu garantieren.

Tennis: Favoritenquoten teilweise absurd niedrig??

Hy,

ich bin zwar nicht wirklich ein Anfänger, aber ich war mir nicht sicher, ob das Thema wirklich ins Tennis-Unterforum gehört, daher eröffne ich es mal hier.

Ich wette schon seit Jahren, und seit ca. einem halben Jahr trade ich auch bei Betfair. Inzwischen auch mit Software, was das, was mir da aufgefallen ist, wahrscheinlich viel einfacher macht, aber dazu müsste ich erst Mal die Anleitung lesen :mrgreen:

Ich habe bisher nur auf Fußballspiele gewettet, immer nur Einzelwetten, bei meinen anderen Bookiekonten auf 1. und 2. BuLi, bei Betfair aber hauptsächlich auf die over/under-Märkte, weil man da die Quoten"stafetten" schön mitnehmen kann, wenn man direkt anfangs under 0,5 legt und mit dem Gewinn dann weiter nach oben geht. Allerdings geht es mir auf die Nerven, dass man bei Fußballwetten nicht wirklich traden kann, weil die Quotenbewegungen natürlich viel zu langsam sind, außerdem bleibt immer das Risiko, dass man over 2,5 gelegt hat, es steht die ganze Zeit 0:0 und auf einmal ist der Markt zu und es fallen 3 Dinger direkt hintereinander.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mir gestern mal Tennis angeschaut (bei Betfair, nicht zum ersten Mal überhaupt).

Was sind das für merkwürdige Quoten? Nicht nur dort, auch bei Buchmachern... Warum kriegt ein, sagen wir, Weltranglisten-Sechsundvierzigster, der noch NIE auf Gras gespielt hat, gegen einen 88. auf der Weltrangliste eine Quote von 1,18 und der vermeindliche Underdog über 5?

GERADE beim Tennis besteht ja immer die Gefahr einer Verletzung im zweiten Satz, oder schlechter Tagesform, einfach Dinge, die grundsätzlich GEGEN eine Siegwahrscheinlichkeit von fast 90% sprechen... Vor allem: Wer setzt auf solche Backquoten?

Offensichtlich ist das eine neue Spielwiese für mich, denn gestern habe ich so eine absurd niedrige Quote gelegt mit 500 Euro oder so, bei der nächstbesten Gelegenheit die Gegenwette platziert (mit greening, natürlich), und dann ganz entspannt das Match geschaut.
Der Favorit hatte übrigens selbst nach einem Satzverlust im entscheidenden 3. Satz bei 3:3 und eigenem Aufschlag wieder eine Quote von 1,2 oder so, die ich natürlich wieder gelegt habe. Den Aufschlag musste er abgeben, und hat das Match letztendlich verloren.

Ich habe gestern in wenigen Stunden meinen Kontostand verfünffacht (kein Witz!) und direkt den Überschuss abgezapft...

Also, wieso sind bei Tennismatches, wo ein verdrehter Knöchel mitten im Match über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, die Favoritenquoten so niedrig, wo doch andauernd Favs in Runde 1 ausscheiden? [[stupid]]

greetz
0_1
edit: gerade eigentlich das beste Beispiel, es spielt David Ferrer gegen Leonardo Mayer beim ATP in Eastbourne, ich konnte Ferrer (der offensichtlich Fav ist :)) pre-play bei 1,12 layen, was bei 1k Euro ja gerade mal einer Liability von 120 Euro entspricht. Jetzt, im ersten Satz, jeder gewinnt seinen eigenen Aufschlag, alles ganz normal, es steht 2:2, ist die Quote bei 1,25. Wäre, wenn ich sie für 1000 Euro backen würde (was ja möglich ist, selbst ohne die 1000 Euro zu haben), einem Gewinn von 75 Euro auf jeder Seite netto entsprechen würde...
Die 75 Euro kann man dann quasi als "Spielgeld" betrachten und auf alles mögliche setzen, oder man layt eben den Favoriten wieder. Nach ein zwei Trades kann man eine Laywette auf den Favoriten abgeben, die einem 0 Euro Verlust bringt, aber ein paar hundert Euro, falls der Gegner gewinnt...

Tennis-Favoritenquoten sind oft extrem niedrig, weil viele Spieler und Wettmärkte auf sichere Favoriten setzen, obwohl unerwartete Verletzungen oder Tagesform das Risiko erhöhen.

auf dem weg zu einem eigenen rating system

hallo liebes forum,

seit fast 3 jahren verfolge ich das forum mehr passiv als aktiv und habe mich als hobby (bin mathematisch taetig) mit wetten beschaeftigt.

warum ich hier nun mal was schreibe? ich habe mir einige dinge ueberlegt und versuche daraus ein system abzuleiten, welches relativ neutral an das wetten herangeht.

welche erfahrungen habt ihr mit prediction seiten?
und gibt es welche die ihr als gelungen betrachtet?

tennisprediction.com

ich dachte an eine seite wie diese hier.
ich habe versucht die ergebnisse der vorhersagen statistisch auszuwerten und kann daraus relativ gute ergebnisse ableiten.

der oft gebrauchte begriff value kommt dabei natuerlich zum tragen:
ich habe folgendes modell entwickelt
"bookies vs wahrsager"

die bookies geben einem match eine bestimmte durchschnittsquote

llodra 1,56 istomin 2,36
umgerechnet sind das:
bookies sagen im durchschnitt:
llodra: 64,10% istomin 42,37% das das zusammen nicht 100 ergibt ist mir erstmal grundsaetzlich egal. es geht eher um die tendenz.

nehmen wir die vorhersagen der oben genannten seite:
llodra: 57,46% istomin: 42,54%

damit ich nun die abweichung einordnen kann, rechnen ich die absoluten abweichungen zwischen den vorhersagen und den buchmachern aus.

llodra: %prediction - %buchmacher = -6,64%
istomin: %prediction - %buchmacher = 0,17%

zusammen gibt das eine gesamtabweichung von 6,81%
nun habe ich diese berechnungen fuer viele seiten und predictions im tennis durchgefuehrt und erstaunliche ergebnisse erhalten:

die wetten, die ich platziere beziehen sich NICHT auf ML sonder auf HC in spielen.

liegt die gesamt differenz UNTER 10% --> dann spiele ich den favoriten als HC gewinner an

liegt die differenz zwischen 10% und 15% --> dann spiele ich keine wette

liegt die differenz UEBER 15% --> dann wette ich auf den vom PREDICTOR (also von der vorhersage) besser gesehenen tennis spieler im hc an. das kann der favorit als auch der underdog sein.

fier das spiel llodra bedeutet das nun: wir nehmen llodra -2,5@1,9

das klingt nun alles verwirrend. ich habe bisher 2000 spiele analysiert und es scheint sich ein muster abzuzeichnen. welches ich auch gerne auf andere sportarten uebertragen wuerde. das spannende hierbei ist, dass das ganze in bezug auf money line keine guten ergebnisse bringt. aber im HC bereich hat es sehr gut abgeschnitten.

ansonsten wuerde ich mich sehr ueber anregungen und kritik freuen.

Dein Ansatz, Buchmacherquoten mit Prediction-Modellen zu vergleichen, ist sehr spannend und wissenschaftlich fundiert. Die Idee, anhand der Abweichung zwischen Prognose und Buchmacherquote zu entscheiden, wann auf Favorit oder Underdog im Handicap zu setzen ist, klingt vielversprechend, besonders wenn du bereits 2000 Spiele analysiert hast.

Dass das Modell im Moneyline-Bereich weniger funktioniert, aber bei Handicap-Wetten gute Resultate zeigt, ist eine interessante Erkenntnis und spricht für die Differenzierung der Wettarten. Prediction-Seiten können durchaus hilfreich sein, allerdings sollte man ihre Genauigkeit kritisch hinterfragen und immer eigene Tests durchführen.

Es wäre spannend, dein Modell auch auf andere Sportarten anzuwenden und zu sehen, ob sich vergleichbare Muster ergeben. Insgesamt eine sehr professionelle Herangehensweise, die mit weiteren Daten und Anpassungen sicher noch besser wird.

Livewetten "idiotensicher"?

Hallo liebe Leute.

EIner meiner Freunde schwärmt derzeit vom Wetten(Fußball).
Und da dachte ich mir, ich versuche es auch mal.

Nun habe ich von Livewetten gehört, bei denen mann während des Spiels wetten darf, und habe mir folgende Strategie ausgedacht:

z.B: Team A VS Team B

5 min. vor Ende der ersten Halbzeit steht es 1:0 für A
Nun wette ich, das in der 1. Habzeit nur 1 Tor fällt.

Wenn ich nicht komplett vom Pech verfolgt werde, müssta das ein sicherer gewinn sein.
Aber welche Quoten kann man bei so einer Wette erwarten?

danke im vorraus

Livewetten kurz vor Halbzeitende mit solchen engen Ereignissen haben meist sehr niedrige Quoten, oft nahe 1,01 bis 1,10, weil das Risiko für den Buchmacher gering ist.

"Sicheren Gewinn" gibt es selten, da im Fußball immer unerwartete Ereignisse passieren können, z.B. Last-Minute-Tore. Langfristig wird der geringe Quotengewinn nicht die möglichen Verluste ausgleichen. Schlechte Strategie.

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