Wieso gibt es plötzliches Sinken einer Quote?

martzybua

New member
Jan. 30, 2012
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Oft passiert es, dass innerhalb kürzester Zeit die Quoten für einen Spielausgang bei allen Buchmachern extrem steigen oder fallen. Was können Gründe dafür sein? Hat es vielleicht auch damit zu tun, dass viele User auf einen bestimmten Wettausgang tippen?
 
Oft passiert es, dass innerhalb kürzester Zeit die Quoten für einen Spielausgang bei allen Buchmachern extrem steigen oder fallen. Was können Gründe dafür sein? Hat es vielleicht auch damit zu tun, dass viele User auf einen bestimmten Wettausgang tippen?

Sicher hat es auch damit zu tun wenn große Summen auf ein Ausgang gesetzt werden.
Aber auch Spieler ausfälle, denke mal selbst Wetterbedingungen nehmen ein Einfluss.
Eigentlich alles mögliche.
 
Kommt auch auf Liga und Sportart an. Deutsche Liga wird ein deutscher Buchmacher eigenstaendig quotieren und maximal ein Auge auf asiat. Preise haben, sozusagen "good2know" aber nicht mehr. Bet3000 haelt, wie auch mybet und manchmal tipico sehr oft Preise eng oder teilweise ueber den Asiaten.
Stark darueber gehen sie aus Angst vor sures nicht. Leuchtet mir nicht ganz ein, konnte mir bisher auch niemand erklaeren, denn wenn ich als bookie in meinem metier schon nicht von meinen preisen ueberzeugt bin, und mich wie ein Faehnchen im Wind drehe, bin ich vielleicht doch nicht so geil... Denn ueber sures wuerde nur meine Konkurenz mich bezahlen, nichtmal der Kunde. Und was gibt es geileres fuer ein Unternehmen ??
Andererseits haben Buchmacher auch Augen auf die Konkurenz, bzw. was da so los ist. Praeventive Fehlervermeidung sozusagen, warten also nicht unbedingt ab bis sie selber soviel Risiko auf einer Seite haben, sondern aendern gleich...

Fairerweise muss man aber auch sagen dass man die meisten Spiele europaeischer Buchmacher mit ein paar Hundert bis 2.ooo Euro rausnehmen bzw massiv beeinflussen kann.
 
Um so tiefer/unbekannter die Liga, desto weniger muss gesetzt werden, damit sich die Quoten ändern. Da gibt es einen großen Unterschied, denn wenn man mal 3.000 auf ein Spiel in der Premier League setzt wird sich die Quote kaum ändern (vielleicht auch gar nicht), wenn man mal dann in der 6. Liga in England was setzt, reicht so eine Summe aus, um die Quote von beispielsweise @1,86 auf @1,76 zu senken.
 
Stark darueber gehen sie aus Angst vor sures nicht. Leuchtet mir nicht ganz ein
Wenn der Rest @2.20 und du @3 anbietest dann ist ein von denen Value. Du oder der Rest?

Kannst dich dann gerne anlegen, hast aber im nu 300.000€ auf einer Seite liegen hast und wenn du es dann trotzdem nicht wegnimmst kommen nochmal einige Millionen drauf, bis du es schließich rausnimmst, weil du die Gewinne nicht Auszahlen kannst.
 
Bei hohen Ligen, wo wirklich viel Geld raufkommt, sind die Quotendifferenzen nicht so hoch, trotzdem hast du da mal locker ein paar Mio auf einer Seite.
Sowas kann ein halbwegs guter bookie easy verkraften. Nur viele machen sich bei ein paar Hundert schon in die Hose [[nixweiss]]. Frei nach dem Motto: Bloß nicht gegen den Markt. Dabei wird aber der break-even ausser acht gelassen, d.h. Buchmacher agieren dann genauso wie die bloedesten Kunden. Weißt was ich meine ?
 
Bei hohen Ligen, wo wirklich viel Geld raufkommt, sind die Quotendifferenzen nicht so hoch, trotzdem hast du da mal locker ein paar Mio auf einer Seite.
Sowas kann ein halbwegs guter bookie easy verkraften. Nur viele machen sich bei ein paar Hundert schon in die Hose [[nixweiss]]. Frei nach dem Motto: Bloß nicht gegen den Markt. Dabei wird aber der break-even ausser acht gelassen, d.h. Buchmacher agieren dann genauso wie die bloedesten Kunden. Weißt was ich meine ?
Ich habe mir jetzt mal kurz mathematische Gedanken dazu gemacht:
Problematisch bei einer Surebet ist tatsächlich die Dysbalance der Wetteinsätze.
Jetzt kommen aussschliesslich die Profis, bzw Surebetter und ballern auf die Quote der Surebet. Der Rest der Wetter spielt aber normal auf beiden Seiten weiter. Die Profis spielen die Gegenseite woanders an -> ebenfalls Höchstquote.
Plötzlich treten 2 Bookies gegeneinander an und beide zocken um die Marge. Es kann also nur einer gewinnen, der andere nur arg verlieren. Das ist sicherlich nicht Sinn der Sache wie mit den gewohnten Margen Geld zu verdienen - das Wirtschaftsprinzip der Bookies. Dort wäre schon der erste Widerspruch zum Marktmodell.
Der 2. wäre, dass unter den Bookies wohl noch sowas wie eine Absprache stattfindet, wie bei den limitierten Wettern dessen Namen, bzw. Erfolg weitergegeben werden. Ggfs ein Ehrenkodex.
3. Hinzu käme die bereits erwähnte Value einer Wette. Da würden evtl auch noch einige drauf gehen. Noch mehr loss. Aber das schliesst Du ja aus, wenn der Bookie jetzt theoretisch sehr gut/richtig quotiert.

Break-even, klar. Aber Break-Loss (Gibts das in der BWL?) liegt doch auch ganz nah.

Wenn die jetzt Hardcore Monopoly gamblen würden, dann würde am Ende wohl nur noch einer übrig bleiben. Der Bookie mit dem grössten Geldpuffer und wohl auch Zufall. Bei ´nem negativen Swing hätte z.B auch bwin schnell ausgeschixxen.

EDIT: Ich mit meiner scheixx ständigen Korrektur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem ist die seriöse Buchmacherfirma kein Zockerbude, die sich drauf verläßt, daß fünf verlorene Millionenmärkten longterm schon fünf gewonnene mit insgesamt einer schwarzen Null entgegenstehen werden.

Und dann gibts ja noch den eigentlichen Oddsmaker als Individium mit seinen eigenen Sorgen um Ertrag, Boni und Arbeitsplatz.
 
3. Hinzu käme die bereits erwähnte Value einer Wette. Da würden evtl auch noch einige drauf gehen. Noch mehr loss. Aber das schliesst Du ja aus, wenn der Bookie jetzt theoretisch sehr gut/richtig quotiert.

Das denke ich nicht. Dafür ist der Wettmarkt zu hart umkämpft. Ein Buchmacher, der duch recht hohe Quoten einiges an Gewinn opfert, um Spieler zu sich zu locken, wird wohl kaum einen Witzbookie mit zweistelliger Marge vor Gewinnern warnen. Denen ist doch jeder recht, der die Konkurrenz schädigt

3. Hinzu käme die bereits erwähnte Value einer Wette. Da würden evtl auch noch einige drauf gehen. Noch mehr loss. Aber das schliesst Du ja aus, wenn der Bookie jetzt theoretisch sehr gut/richtig quotiert.

Ich denke hier, daß die Bookies das einfach in Kauf nehmen. Kurz vor dem Spiel sind ja eh die meisten Quoten helbwegs passend nach einigen Korrekturen. Und die paar Aufmerksamen, die sich auf gewinnbringende Wetten wird man einfach in Kauf nehmen. Dafür bekommt man ja Millionen Lemminge, die ihre Bayern-Barca-ManU-Real-Kombi mit Gesamtquote 1.8 spielen.

Ich denke teilweise wäre das einfach zuviel Aufwand, wegen ein paar hundert Euro jagt auf diese Spieler zu machen. Zumal die wirklich überhöhten Quoten ja bei kleineren Wettmärkten auftauchen, die eh massiv limitiert sind
 
Der 2. wäre, dass unter den Bookies wohl noch sowas wie eine Absprache stattfindet, wie bei den limitierten Wettern dessen Namen, bzw. Erfolg weitergegeben werden. Ggfs ein Ehrenkodex.
Das glaube ich nicht. Ich bin bei vielen Bookies auf der Limitierungs-Liste ganz oben und andere buttern mich mehrmals jährlich mit freundlichen Reload-Boni zu - meist nur 10 Euro oder so, zeigt aber, dass ich bei denen auf keiner schwarzen Liste bin.