Wettgewinne versteuern?

domme1994

New member
Jan. 27, 2012
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Hallo zusammen :)
Ich habe die Suchfunktion im Forum schon durchforstet, allerdings nur ältere Beiträge aus dem Jahre 2005 etc. gefunden. Deshalb wollte ich zur Sicherheit nochmal nachfragen, ob Wettgewinne weiterhin steuerfrei sind.
Schonmal im Vorraus vielen Dank für die Antwort.
Gruß Dominik
 
Kann man das bei Wetten wirklich so pauschal sagen? Beim Poker z.B. ist das so ne Sache. Da verdreht der Staat das ganze immer so, wie es ihm passt. Bei Verlierern ist es ein Glücksspiel, damit man sie mit den staatlichen Anbietern abzocken kann. Bei (langfristigen) Gewinnern ist es dann plötzlich ein Geschicklichkeitsspiel, damit man Steuern kassieren kann für die Einkünfte des "Jobs".

Ist der Staat wirklich sicher, daß man Sportwetten nicht schlagen kann? Zahlt auch ein Vollprofi keinen Cent Steuern?
 
Würde mich auch interessieren ob mal das Finanzamt bei jemandem angeklopft hat und gefragt hat woher das Geld stamme...!?

Ja, natürlich machen sie das. Aber das hat mit Steuern zahlen nichts zu tun, da gehts u.a. um Geldwäsche. Wettgewinne sind steuerfrei, auch bei Profis und das wird sich mit dem neuen GSV auch nicht ändern. Es wird nur schwerer, an Wettgewinne zu kommen.
 
Wenn du mit ner Moneybookers- oder Neteller-Card zu zehn verschiedenen Banken rennst und jedesmal das Maximum (500-1000) abhebst, müsstest du schon verdammt gut sein, um da groß aufzufallen

Ich meinte damit eher, dass durch das Urteil Quoten heruntergehen, Buchmacher deutsche vielleicht nicht mehr zulassen usw ;) Nicht, dass es schwerer wird erzielte Wettgewinne abzuheben.
 
Ja, natürlich machen sie das. Aber das hat mit Steuern zahlen nichts zu tun, da gehts u.a. um Geldwäsche. Wettgewinne sind steuerfrei, auch bei Profis und das wird sich mit dem neuen GSV auch nicht ändern. Es wird nur schwerer, an Wettgewinne zu kommen.

ja und dann? Fragen die nach bei welchem Buchmacher man gewettet hat oder wie läuft das ab?
 
ja und dann? Fragen die nach bei welchem Buchmacher man gewettet hat oder wie läuft das ab?

Kann einem nach dem neuen GSV passieren.

Jede Wette soll mit Spielername und -adresse automatisch dem FA gemeldet werden. Offiziell zwar, um den Steueranteil des Bookies zu bestimmen, aber mit den Daten läßt sich ja auch einiges anderes anstellen [[schwitz]]
 
Erstmal heisst das steuerbar bzw nicht steuerbar und nicht steuerfrei oder sowas. :mrgreen:

Spaß beseite. Wetten mit Firmengeld(ern) etc. fallen wie Lotto auch unter sonstige Ertraege und sind steuerbar.

Was private belange angeht habe ich gelesen dass es in den 90ern einige Urteile zu prof. Spielern (Poker etc) gab, denen unterstellt wurde dies gewerbsmaeßig zu tun und damit verurteilt wurden Einkommensteuer darauf zu zahlen. Was letztinstanzlich daraus wurde weiß ich nicht, habe auch die Urteile noch nicht selber gelesen/ gefunden.

Ich denke dass das kommen wird, aber bis dato heißt es: Nicht auffallen.
Fragt mal jemand nach wo Bargeld, groeßere Auszahlungen etc geblieben sind: "Hab ich im Casino verspielt"... oder herkommen: "Hab ich gewonnen".

Ansonsten mal einen Rechtsbeistand konsultieren. Ich erinnere mich dass ein user sagte dass er vom FA gefragt wurde woher Gelder stammen und der seither mehr oder minder Rechenschaft ablegt, bzw. Zahlen angeben muss auch wenn bisher keine Steuern erfolgt...

Edit: Es gibt uebrigens schon einen langen trhead, einfach mal nach "steuerbar" suchen.
 
Fragt mal jemand nach wo Bargeld, groeßere Auszahlungen etc geblieben sind: "Hab ich im Casino verspielt"...

Ich kenne mich ein bißchen aus, weil ich selbst einige Jahre nah am professionellen Poker dran war. Du kannst nicht einfach ohne Beweise sagen "hab ich im Casino verspielt" und denken, daß die dann Ruhe geben. Das kann ja jeder behaupten.
Anders sähe es wohl aus, wenn man Verlierer in der Wettbude nett nach ihren Quittungen der verlorenen Scheine fragt. Dann könnte man "beweisen", daß man insgesamt kein Winning Gambler ist.
 
Ich kenne mich ein bißchen aus, weil ich selbst einige Jahre nah am professionellen Poker dran war. Du kannst nicht einfach ohne Beweise sagen "hab ich im Casino verspielt" und denken, daß die dann Ruhe geben.

Dann mußt Du Dir halt eine andere Begründung einfallen lassen. Ich kann doch auch sagen, ich hätte die Kohle in eine Kassette gesteckt und im Atlantik versenkt. Okay, vielleicht bekommt man dann eine Einweisung in die Psychiatrie, aber anpinkeln kann mich das FA dann doch nicht.
 
Dann mußt Du Dir halt eine andere Begründung einfallen lassen. Ich kann doch auch sagen, ich hätte die Kohle in eine Kassette gesteckt und im Atlantik versenkt. Okay, vielleicht bekommt man dann eine Einweisung in die Psychiatrie, aber anpinkeln kann mich das FA dann doch nicht.

Egal ob du dein Geld verbrennst, für Koks und Nutten ausgibst oder damit Papierflieger bastelst: In dem Moment wo du es verdient hast, musst du es auch versteuern.

Schnell wieder ausgeben hilft da nicht!

Sonst könnte ja jeder sein Einkommen vergraben und dann erzählen er hätte es im Casino verloren oder verbrannt
 
Du kannst aber nicht ausschließlich Gewinne (nicht zu verwechseln mit Reingewinnen) versteuern, aber Verluste nicht absetzen/ aufrechnen.
Sprich, wenn ich 2000 Euro verliere und 2000 gewinne, kann das FA nicht verlangen dass ich letzteres versteuer und ersteres ignorieren.

Selbstverständlich! Nur wollen die dann wohl auch Beweise sehen. So war dieser Text gemeint:

Anders sähe es wohl aus, wenn man Verlierer in der Wettbude nett nach ihren Quittungen der verlorenen Scheine fragt. Dann könnte man "beweisen", daß man insgesamt kein Winning Gambler ist.
 
Der Staat unterscheidet hier ganz klar zwischen kurzfristigen Glücksspielgewinnen (das wäre eine gewonnene 100k-Kombi, ein 60k-Turniersieg beim Poker oder eben auch ein Lotteriegewinn). Diese sind eben kurzfristige Luckshots von lagfristigen verlierern. Kein Einkommen in dem Sinne und deshalb nicht steuerpflichtig.

Anders sieht es bei regelmäßigen (also langfristigen) Gewinnern aus. Da legt sich der Staat die Realität einfach zurecht wie es ihm passt und erklärt einen zum "erwerbsmäßigen" Spieler. Daß die Gesetze über "Glücksspiel" so ausgelegt sind, daß man eigentlich gar nicht langfristig gewinnen kann, wird dann einfach mal ignoriert und das ganze plötzlich wie ein Geschicklichkeitsspiel aufgefasst. Und schon ist man (Semi)professioneller Spieler und hat Steuern zu zahlen.
Beispiele wären ein dauerhaft erfolgreicher Cashgame-Spieler beim Poker oder ein dauerhaft erfolgreicher Sportwetter (mit Bankrollmanagement).

Wobei die Grenzen da teils fließend sind, was noch Hobby ist und was professionell. Wer im Monat mal ein paar hunderter auscasht, weckt wohl besser keine schlafenden Hunde. Wer aber jeden Monat vierstellige Summen aus Sportwetten oder Poker zieht, der sollte nicht so naiv sein und das ganze für steuerfrei halten. Da hilft es auch nichts, wenn man nachher erzählt, man hätte das Geld wieder verloren! Das müsste man dann schon belegen!
Die Chance erwischt zu werden ist zugegeben klein, vor allem wenn man sich beim auszahlen nicht zu dumm anstellt (Neteller-Card ist ein Anfang, gibt aber unauffälligere Methoden. Ich möchte aber auch keine Anleitung zur Steuerhinterziehung geben!). Trotzdem sollte man nicht mit regelmäßigen Gewinnen angeben, das kann ganz schnell gefährlich werden!
 
Nehmen wir an ich muss meinen Gewinn versteuern bzw. das Finanzamt wird aufmerksam...
Ich mach das im Moment so, dass ich über meine Freunde und Bekannte spiele aber immer auf MEIN Bankkonto auszahlen lasse - gab bisher noch nie probleme, denn der Zahlungsempfänger wird namentlich nicht überprüft.
Kann das Finanzamt die Accountdaten vom Wettaccount fordern oder so etwas in der Richtung?!
 
Nehmen wir an ich muss meinen Gewinn versteuern bzw. das Finanzamt wird aufmerksam...
Ich mach das im Moment so, dass ich über meine Freunde und Bekannte spiele aber immer auf MEIN Bankkonto auszahlen lasse - gab bisher noch nie probleme, denn der Zahlungsempfänger wird namentlich nicht überprüft.
Kann das Finanzamt die Accountdaten vom Wettaccount fordern oder so etwas in der Richtung?!
Besser is, keine Transferzahlungen über´s persönliche Konto.
Von Gnomen immer bar auszahlen lassen!
Notfalls die MB/Skrill-Karte für´s Jahr kaufen u damit abheben.


Mit der Krankenkasse habe ich gerade Spass...
Mal sehen was da noch kommt.

Kann man nicht von Moneybookers direkt auf´n Schweizer-Konto transferieren - 1,80Euro/Überweisung ?:mrgreen:
 
Besser is, keine Transferzahlungen über´s persönliche Konto.
Von Gnomen immer bar auszahlen lassen!
Notfalls die MB/Skrill-Karte für´s Jahr kaufen u damit abheben.


Mit der Krankenkasse habe ich gerade Spass...
Mal sehen was da noch kommt.

Kann man nicht von Moneybookers direkt auf´n Schweizer-Konto transferieren - 1,80Euro/Überweisung ?:mrgreen:

Zitat:
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Besser is, keine Transferzahlungen über´s persönliche Konto.
Von Gnomen immer bar auszahlen lassen!
Notfalls die MB/Skrill-Karte für´s Jahr kaufen u damit abheben.


Mit der Krankenkasse habe ich gerade Spass...
Mal sehen was da noch kommt.

Wie funktioniert das mit der MB/Skill Karte?
Da kann ich doch nicht immer drauf abheben oder? Kannst du mir mal ne pn schicken?
 
Weiss jemand wie es in der Schweiz mit dem versteuern von regelmässigen Wettgewinnen aussieht? So viel ich gelesen habe werden Lottogewinne mit 33% + versteuert.
Gehören da wohl auch Wettgewinne dazu?
Und macht es vielleicht einen Unterschied ob man bei einem Bookie oder einer Wettbörse gewinnt? Denn so viel ich weiss, werden Aktien auch nicht versteuert ---> Vergleich mit Betfair.