USA Präsidentenwahl 2.November

Highfive

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Dez. 21, 2003
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glaube das noch kein Threas besteht??

was ich bisher in den Nachrichten mitbekommen habe liegt Demokrat Kerry leicht vorn. da die Amerikaner immer noch Bushs Irak-Politik verurteilen dürften er wohl berechtigte gute Chancen haben.

man sollte die nächsten Umfrage Ergebnisse noch abwarten, denke aber auch das ich Big auf Kerry gehen werde.

Quoten Betfair: Demokraten (Kerry) 2.02
Republikaner(Bush ) 1.97

noch ne Anmerkung schon über 600.000€ Umsatz, die Bush-Quote ist von 1.40 ab immer gestiegen, die Kerry-Quote von ca 4 immer gefallen, also zuschlagen bevors zu spät ist!!! [[sabber]] [[sabber]]

Ich denke das die aktuellen Terrorwarnungen an der Wall-Street nur was mit Wahlkampf zu tun haben, da es keine echte Quelle dafür gibt, und denke das dies nicht die richtige Wahlkampfstrategie von Bush ist. dazu folgender aktueller Artikel vom Stern:

Zwischen Wahlkampf und Terrorangst

Terrorwanungen als ideale Bühne für Bush

Die neuen Terrorwarnungen in den USA könnten dem Wahlkampf des angeschlagenen Präsidenten Bush deutlichen Auftrieb verleihen. Herausforderer John Kerry reagiert gelassen und hält sich geschickt mit Kritik zurück.

John Kerry ist ein kluger Politiker. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat erkannte die Gefahr und wich ihr geschickt aus. Während am Montag die Schlagzeilen der Zeitungen, Sondersendungen im Fernsehen und Pressekonferenzen von Präsident George W. Bush, Ministern und Bürgermeistern die Angst der Amerikaner vor neuen Terroranschlägen schürten, ließ sich Kerry nicht verführen. "Ich vertraue den Männern und Frauen unserer Sicherheitsdienste", sagte Kerry und wies es weit von sich, die Warnungen der Regierung vor Terroranschlägen als mögliche Wahlkampf- Inszenierung zu geißeln.

Der Senator aus Massachusetts wusste, dass es zum einen tatsächlich neue Erkenntnisse über die Terrororganisation El Kaida und ihre Anschlagspläne auf Finanzzentren an der US-Küste gab. Zum anderen ist schon jetzt das Thema Sicherheit und Terrorismus das zentrale Wahlkampfthema. Und auch nach dem Parteitag der Demokraten vertrauen Umfragen zufolge die Amerikaner Bush beim "Krieg gegen den Terrorismus" deutlich mehr als Kerry. Also entschied er sich dazu, nicht massiv die Regierung zu kritisieren, sondern lediglich zu fragen, wieso denn noch immer so wenig Erfolge im Kampf gegen El Kaida und seinen Führer Osama bin Laden erzielt worden seien. Bush wusste, dass er die Gunst der Stunde nutzen konnte. Nachdem in Pakistan offenbar Schlüsselfiguren der El Kaida geplaudert hatten, war die Terrorgefahr nicht mehr wie bisher weitgehend abstrakt, sondern sehr konkret. "Wir sind eine Nation in Gefahr", dieser Satz von Bush vom Montag im Rosengarten des Weißen Hauses wurde nun untermauert mit den Erkenntnissen, welche Ziele die Terroristen offenbar anpeilen: die Weltbank und den internationalen Währungsfonds, die New Yorker Börse und Großbanken.

Bush verteidigt Terrorwarnung
Mit fester Stimme, sichtlich angespannt, aber entschlossen trat Bush vor die Kameras und verkündete eine große Reform der Geheimdienste, einen neuen Geheimdienstdirektor und vieles andere mehr zur Verbesserung der Sicherheit der US-Bürger. Vehement verteidigte er die Terrorwarnungen, die viele US-Bürger ratlos machten. "Was sollen wir denn nun anders machen", fragten sich unzählige Menschen in den U-Bahnen oder in Supermärkten gegenseitig. "Wir haben die Pflicht, unsere Informationen weiterzugeben. Sonst würden die Menschen noch viel nervöser? Sie würden fragen, was ihnen die Regierung vorenthält", beschrieb Bush wohl treffend das Dilemma der Regierung.

Der Texaner weiß allerdings auch, dass ihm kaum mehr zu einem Wahlsieg helfen würde, als wenn das Thema Terrorismus bis zur Wahl am 2. November brandaktuell bleiben würde. Kerrys vorsichtige Andeutungen, ob er denn mit einer falschen Politik nicht auch noch den Boden dünge, auf dem der Terrorismus blühe, kann Bush leicht kontern. "Wir wurden nicht angegriffen, weil wir weltweit offensiv sind... Diese Terroristen sind kaltblütige, entschlossene Mörder", sagte Bush - der weiß, dass die Mehrheit der Amerikaner das ähnlich sieht.

würd mich freuen wenn Ihr eure Meinungen/informationen oder was Ihr sonst so dazu wisst einbringen würdet.

Gruss

ach ja auf Betbrain gibts noch nen Quotenvergleich von 5 Bookies,
alle Quoten ausgeglichen, aber Betfair hat die höchstquoten.

www.betbrain.com/odds/winnerview.jsp?from=qb&dis=32&leagueId=2297&site=0
 
Tja, das Spiel mit der Angst, Wahlzeit is halt. Wie die Politik so spielt...

Spontan ist mir "wag the dog" eingefallen, guter Film...

Shining

P.S.: Um was zum Thema zu sagen, Kerry erscheint mir auch als die bessere Wette, aber wenn man an die letzte Wahl zurückdenkt und das wirre Wahlsystem der Amis betrachtet, dann schau ichs mir lieber in aller Ruhe aus der Entfernung an ohne mit Geld beteiligt zu sein...
 
Yep, zuschauen, und hoffen, dass es Kerry wird. Hier freue ich mich auch ohne einen Cent Gewinn, wenn es der Richtige, also Kerry wird.

Momentan führt zwar Kerry in den Umfragen, allerdings befürchte ich, dass der Parteitag (oder wieauchimmer das heißt) Bush sehr nahe an Kerry heranbringen wird. Ausserdem wird sicher noch etwas (z.B. Bin Laden-Verhaftung o.ä.) aus dem Hut gezaubert, was Bush in eine sehr gute Ausgangslage bringen kann.

Wenn man Kerry zu Q über 3.00 hat ist dass sicher eine sehr gute Sache, aus heutiger Sicht ist eine Quotierung von je ca. Pari O.K.
 
Shining schrieb:
P.S.: Um was zum Thema zu sagen, Kerry erscheint mir auch als die bessere Wette, aber wenn man an die letzte Wahl zurückdenkt und das wirre Wahlsystem der Amis betrachtet, dann schau ichs mir lieber in aller Ruhe aus der Entfernung an ohne mit Geld beteiligt zu sein...

und man sollte immer bedenken (auch wenn man M.Moore nicht alles glauben sollte) wo der BushClan alles seine Leute sitzen hat.....Jeder kann sich sicher noch an den Ärger damals in Florida erinnern...der Präsident hätte damals eigentlich auch Al Gore heißen müssen, tut er aber nunmal nicht....also ich würde hier die Finger weglassen.

Grüße
 
TheOne! schrieb:
Shining schrieb:
P.S.: Um was zum Thema zu sagen, Kerry erscheint mir auch als die bessere Wette, aber wenn man an die letzte Wahl zurückdenkt und das wirre Wahlsystem der Amis betrachtet, dann schau ichs mir lieber in aller Ruhe aus der Entfernung an ohne mit Geld beteiligt zu sein...

und man sollte immer bedenken (auch wenn man M.Moore nicht alles glauben sollte) wo der BushClan alles seine Leute sitzen hat.....Jeder kann sich sicher noch an den Ärger damals in Florida erinnern...der Präsident hätte damals eigentlich auch Al Gore heißen müssen, tut er aber nunmal nicht....also ich würde hier die Finger weglassen.

Grüße

Moore schätze ich als Unterhalter sehr, nur sollte man bei ihm auch nicht alles für bare Münze nehmen (da hast recht). Trotzdem, wenn wenn nur die Hälfte wahr ist, dann würde ich diesem Wahlsystem nicht so ganz trauen.

Und, den Großteil der Polemiken von Moore mal außen vor gelassen, warum wurde zuletzt die Warnstufe in den USA wohl wieder erhöht?
Ein Schelm wer Böses denkt... [[grin]]

Shining
 
Wurschti schrieb:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,319635,00.html

Aufgrund des Wahlsystems in den USA sind ja nur die Ergebnisse in einigen wenigen Staaten (Ohio, Iowa und Florida z.B.) entscheidend. An einen Wahlsieg Kerrys glaube ich allerdings nicht mehr.

Und warum nicht ?? Ich jedenfalls hoffe doch sehr das es der Kerry trotzdem schafft.Es wird ein ganz enges und spannendes Ding werden.

Gruß RoterH96
 
RoterH96 schrieb:
Wurschti schrieb:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,319635,00.html

Aufgrund des Wahlsystems in den USA sind ja nur die Ergebnisse in einigen wenigen Staaten (Ohio, Iowa und Florida z.B.) entscheidend. An einen Wahlsieg Kerrys glaube ich allerdings nicht mehr.

Und warum nicht ?? Ich jedenfalls hoffe doch sehr das es der Kerry trotzdem schafft.Es wird ein ganz enges und spannendes Ding werden.

Gruß RoterH96

und ein Ding von welchem man tunlichst die Finger lassen sollte.... [[yo]]
 
joker schrieb:
TheOne! schrieb:
und ein Ding von welchem man tunlichst die Finger lassen sollte.... [[yo]]

ja warum DAS denn..? [[nixweiss]]

Weil es eine sehr enge Sache werden wird, wir beide können nicht wissen was in den nächsten 2 Monaten noch alles so passiert. In Deutschland hat es ja auch gereicht mit Gummistiefeln auf einen Deich zu stehen um eine Wahl noch zu gewinnen. Die TV Duelle stehen in den USA auch noch alle 3 aus, die Menschen lassen sich durch solch "Ereignisse" doch gerne beeinflussen, aber wenn du weisst in welche Richtung es laufen wird ich freue mich auf deine Analyse der Dinge.....leg los [[yo]]
 
ketchup-kerry

ketchup-kerry

kerry, sagt man, hat immer drei antworten auf eine frage:

1. er ist dafür.
2. er ist nun doch dagegen.
3. kerry überlegt sich gerade eine antwort.

man sollte nicht zuviel hoffnung in den burschen setzen. was mir aber ein wenig an bush stinkt, ist die verquickung von öl, geld und familien. auch kerry hat übrigens für den irakkrieg gestimmt. es ist in den usa eigentlich egal, wer präsi wird.

vor zwei jahrzehnten hat sich in frankreich, dort wird der präsident direkt vom volk gewählt, colouche, ein begnadeter komiker, zur wahl gestellt. er hat keine politischen aussagen gemacht, sondern von ihm gab`s nur ein plakat, auf dem er nackt abgebildet war (seine männlichkeit hatte er wie einst jango edwards eingeklemmt) und hinter im allerwertesten steckte eine weiße feder. er bekam auf anhieb 15 prozent.

ben
 
bush gewinnt sicher...

leider fehlt mir im moment die zeit, um eine umfassende analyse dieser natürlich hochkomplexen materie (die sich allerdings natürlich auf einige wenige keyangles reduzieren liesse), zu veröffentlichen, die meinen qualitätsansprüchen auch genügt. das ändert allerdings nichts am ausgang.
 
joker schrieb:
bush gewinnt sicher...

leider fehlt mir im moment die zeit, um eine umfassende analyse dieser natürlich hochkomplexen materie (die sich allerdings natürlich auf einige wenige keyangles reduzieren liesse), zu veröffentlichen, die meinen qualitätsansprüchen auch genügt. das ändert allerdings nichts am ausgang.

Na gut nächste Woche würde auch ausreichen :mrgreen:
 
News:

Jimmy Carter befürchtet Wahlbetrug


Ex-Präsident Carter warnt vor Wahlbetrug
Vier Jahre nach dem Chaos bei der US-Präsidentschaftswahl in Florida ist Ex-Präsident Jimmy Carter scharf mit den Wahlbehörden des Bundesstaats ins Gericht gegangen. "In Florida werden einige der international gültigen Grundvoraussetzungen für eine faire Wahl nicht erreicht", schreibt er in der "Washington Post" vom Montag. "Es ist beunruhigend, dass eine Neuauflage der Probleme von 2000 nun wahrscheinlich ist."

Rückblick:

Wiederholt sich Wahlchaos von 2000?
Der Friedensnobelpreisträger kritisierte, dass es bei der bevorstehenden Wahl im November an parteiunabhängigen Wahlbehörden mangele. Auch sei kein einheitliches Abstimmungsverfahren gewährleistet. Carter beschuldigte den Gouverneur von Florida, Präsidentenbruder Jeb Bush, nötige Reformen nach dem Wahlchaos von 2000 verhindert zu haben. Der Gouverneur habe "keine Schritte unternommen, diese Abweichungen von den Prinzipien gerechter und gleicher Behandlung zu korrigieren".

22.000 Wähler sollten gestrichen werden
So sei ein "ungeschickter Versuch" unternommen worden, 22.000 Afro-Amerikaner von den Wählerlisten zu streichen. Die schwarzen Amerikaner neigen mehrheitlich dem Oppositionskandidaten John Kerry zu. Die Chefin der Wahlbehörde, Glenda Hood, bevorzuge eindeutig die Republikaner von Präsident George W. Bush. "Es ist skrupellos, betrügerische oder voreingenommene Wahlpraktiken weiterzuführen", sagte Carter. "Der einzige Ausweg ist jetzt vielleicht, dem verdächtigen Wahlprozess in Florida die größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen."

Bush hatte nur knapp Vorsprung
Vor vier Jahren hatte es in dem Bundesstaat Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung gegeben. Daraufhin begann ein juristisches Tauziehen um eine Neuauszählung der Stimmen. Der endgültige Ausgang der Präsidentschaftswahl blieb deshalb wochenlang offen. Nachdem das Oberste Gericht der USA mehrere Neuauszählungen für ungültig erklärt hatte, siegte Bush gegen seinen demokratischen Herausforderer Al Gore in Florida mit einem Vorsprung von nur 527 Stimmen und wurde dadurch der 43. Präsident der USA.
 
Pele schrieb:
News:

Jimmy Carter befürchtet Wahlbetrug


Ex-Präsident Carter warnt vor Wahlbetrug
Vier Jahre nach dem Chaos bei der US-Präsidentschaftswahl in Florida ist Ex-Präsident Jimmy Carter scharf mit den Wahlbehörden des Bundesstaats ins Gericht gegangen. "In Florida werden einige der international gültigen Grundvoraussetzungen für eine faire Wahl nicht erreicht", schreibt er in der "Washington Post" vom Montag. "Es ist beunruhigend, dass eine Neuauflage der Probleme von 2000 nun wahrscheinlich ist."

Rückblick:

Wiederholt sich Wahlchaos von 2000?
Der Friedensnobelpreisträger kritisierte, dass es bei der bevorstehenden Wahl im November an parteiunabhängigen Wahlbehörden mangele. Auch sei kein einheitliches Abstimmungsverfahren gewährleistet. Carter beschuldigte den Gouverneur von Florida, Präsidentenbruder Jeb Bush, nötige Reformen nach dem Wahlchaos von 2000 verhindert zu haben. Der Gouverneur habe "keine Schritte unternommen, diese Abweichungen von den Prinzipien gerechter und gleicher Behandlung zu korrigieren".

22.000 Wähler sollten gestrichen werden
So sei ein "ungeschickter Versuch" unternommen worden, 22.000 Afro-Amerikaner von den Wählerlisten zu streichen. Die schwarzen Amerikaner neigen mehrheitlich dem Oppositionskandidaten John Kerry zu. Die Chefin der Wahlbehörde, Glenda Hood, bevorzuge eindeutig die Republikaner von Präsident George W. Bush. "Es ist skrupellos, betrügerische oder voreingenommene Wahlpraktiken weiterzuführen", sagte Carter. "Der einzige Ausweg ist jetzt vielleicht, dem verdächtigen Wahlprozess in Florida die größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen."

Bush hatte nur knapp Vorsprung
Vor vier Jahren hatte es in dem Bundesstaat Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung gegeben. Daraufhin begann ein juristisches Tauziehen um eine Neuauszählung der Stimmen. Der endgültige Ausgang der Präsidentschaftswahl blieb deshalb wochenlang offen. Nachdem das Oberste Gericht der USA mehrere Neuauszählungen für ungültig erklärt hatte, siegte Bush gegen seinen demokratischen Herausforderer Al Gore in Florida mit einem Vorsprung von nur 527 Stimmen und wurde dadurch der 43. Präsident der USA.

das mit den 527 Stimmen stimmt wohl nicht ganz:
er war wohl eher über500.000zurück:

http://www.wahlrecht.de/ausland/us-wahl.html

aber aufgrund der Wahlmännerstimmen der einzelnen Staaten hat er es doch geschafft!
 
Dokumentation und Ergebnis zur Wahl des 43. Präsidenten am 7. November und 13. Dezember 2000


Wahlsystem

Indirekte Wahl über Wahlmännergremium (Electoral College).


Besonderheiten

Der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen muß nicht notwendigerweise die meisten Wahlmänner bekommen.
Die Wahlmänner sind teilweise nicht an das Votum der Wähler gebunden (siehe www.nara.gov).
D.h., eine knappe Mehrheit von 270 oder 271 Wahlmännern bedeutet nicht automatisch die Wahl zum Präsidenten.
Jeder Bundesstaat hat seine eigenen Regeln für die Wahl der Wahlmänner.
Es scheint sogar möglich zu sein, daß ein Staatsparlament die Wahlmänner ohne Berücksichtigung des Wahlergebnisses ernennt (reuters "Staatsparlament soll Floridas Wahlmänner bestimmen").
Feste von der Verfassung vorgegebene Fristen und Termine. So gibt es (ausserhalb der Fristen) weder die Möglichkeit einer vorzeitigen Neuwahl, noch die Möglichkeit die Wahl im Rahmen einer Wahlprüfung zu überprüfen.

Zahl der Wahlmänner

Das Wahlmännergremium besteht aus 538 Wahlmännern. Die Zahl der Wahlmänner pro Bundesstaat entspricht der Anzahl der Abgeordneten im Kongreß (Repräsentantenhaus + Senat). Da jeder Bundesstaat unabhängig von seiner Größe zwei Senatoren in den Kongreß entsendet, entspricht also auch die Verteilung der Wahlmänner nicht exakt der Bevölkerungsverteilung. Jeder Bundesstaat erhält damit mindestens drei Wahlmänner. Washington D.C. - obwohl kein Bundesstaat - entsendet drei Wahlmänner (XXIII Verfassungszusatz).

.
Wahlperiode

Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre. Eine Wiederwahl ist nur einmal möglich, allerdings darf er bei gescheiterter Wiederwahl nochmals antreten (Beispiel der 22. und 24. US-Präsident war St. Grover Cleveland). Ein als Vizepräsident während der Wahlperiode ins Amt geruschte Präsident, kann zweimal wiedergewählt werden, wenn er in der ersten Periode weniger als 2 Jahre Präsident war.


Wahlberechtigung

Aktiv wahlberechtigt ist jeder Amerikaner, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und seinen Wohnsitz in einem der 50 Bundesstaten oder dem District of Columbia hat.
Die Bewohner der Territorien (Guam, Puerto Rico, etc.) haben (wie die Bewohner von D.C. vor der 23. Verfassungsänderung) kein aktives Wahlrecht.
Wählbar ist jeder gebürtige US-Amerikaner, der mindestens 35 Jahre alt ist und 14 Jahre seinen Wohnsitz in den USA hat.


Präsidentenwahl

Als Präsident wird gewählt, wer die absolute Mehrheit (also z.Z. mindestens 270) der Wahlmännerstimmen erhält. Die Wahlmänner dürfen bei der Präsidenten- und Vizepräsidentenwahl nicht zwei Kandidaten aus ihrem Bundesstaat wählen. Dies wäre beinahe zu einem Problem für Bushs VP-Kandidat Cheney geworden, der erst kurz vor der Wahl seinen Wohnsitz aus Texas nach Wyoming verlegt hatte.
Die Wahlmänner haben dabei kein imperatives Mandat, d.h. sie könnten auch jemanden anderes wählen. Einige Staaten schreiben zwar das Wahlverhalten vor, allerdings drohen hier lediglich geringe Strafen, die das Wahlergebnis nicht ändern können (siehe www.nara.gov)

Wenn keiner eine absolute Mehrheit gewinnt - so geschehen 1824 - wird der Präsident im Repräsentantenhaus aus den drei erfolgreichsten Kandidaten mit absoluter Mehrheit gewählt, dabei hat jeder Staat eine Stimme. Nach der Wahl vom 7.11.2000 haben die Republikaner in 28 Staaten die meisten Repräsentantenhausabgeordneten, die Demokraten nur in 16 Staaten.

Falls die Wahlmänner keinen Vizepräsident mit absoluter Mehrheit wählen, wird der Vizepräsident vom Senat aus den beiden Vizepräsidentenkandidaten mit den meisten Stimmen gewählt. Der (alte) Vizepräsident ist dabei noch Präsident des Senats, der bei einem Patt die entscheidenden Stimme hat.

Wenn zwar ein Vizepräsident, aber kein Präsident gewählt werden konnte, wird der Vizepräsident Präsident (12ter Verfassungszusatz).
Wird weder ein Präsident noch ein Vizepräsident gewählt, würde der Sprecher des Repräsentantenhauses (soweit als Präsident wählbar) amtierender Präsident der USA (Nachrangiger Ersatzpräsident wäre der Alterspräsident des Senats). Die Amtszeit der amtierenden Ersatzpräsidenten endet mit der Qualifizierung eines qualifizierteren Ersatzes, bzw. durch Ausscheiden aus dem Senat oder Kongreß.


Wahlgebiete

Jeder Bundesstaat (und D.C.) bildet ein abgeschlossenes Wahlgebiet. Jeder Bundesstaat hat auch sein eigenes Wahlsystem für seine Wahlmänner. In 48 Bundesstaaten und D.C. gilt die Regel the winner-takes-all, d.h. alle Wahlmänner gehen an die Liste mit der relativen Mehrheit der Stimmen im Bundesstaat. Eine Ausnahme bilden Nebraska und Maine. Hier werden nur zwei Wahlmänner nach der Regel the winner-takes-all gewählt, die anderen Wahlmänner (2 in Maine, 3 in Nebraska) werden mit relativer Mehrheitswahl in den Einerwahlkreisen zur Wahl des Repräsentantenhauses gewählt.


Zeitplan

Präsidentenwahlen finden in allen durch 4 teilbaren Jahren statt.


Am Dienstag nach dem 1. Montag im November - General Election:

Die Wähler in des Bundesstaaten wählen ihre Wahlmänner.


Am Montag nach dem 2. Mittwoch im Dezember - Meeting of Electors:

Die Wahlmänner jedes Bundesstaates treffen sich in ihrem Bundesstaat, um für den Präsidenten und den Vizepräsidenten zu stimmen. Die Stimmen werden in "Certificates of Vote" unterschrieben, versiegelt und beglaubigt an den Senatspräsidenten und den Archivist der Vereinigten Staaten am Regierungssitz verschickt. Das Wahlmännergremium tritt somit als ganzes gar nicht zusammen. Wenn es in Florida nicht gelungen wäre, das Wahlergebnis dort rechtzeitig zu zertifizieren, hätte die Präsidentenwahl ohne Floridas Wahlmänner stattgefunden. Zur Wahl des Präsidenten wären dann entsprechend weniger Wahlmännerstimmen erforderlich gewesen.

Am 6. Januar, 1 Uhr nachmittags - Counting Electoral Votes in Congress:
Der Kongress zählt die Wahlmännerstimmen aus. D.h. der Senatspräsident liest sie vor.

20. Januar - Vereidigung:

Um 12 Uhr werden der neue Präsident und der neue Vizepräsident vereidigt.

is zwar nur kopiert aber ganz interessant.
dazu noch der Link: http://www.wahlrecht.de/ausland/us-praesident.html
 
tiggi schrieb:
Pele schrieb:
News:

Jimmy Carter befürchtet Wahlbetrug


Ex-Präsident Carter warnt vor Wahlbetrug
Vier Jahre nach dem Chaos bei der US-Präsidentschaftswahl in Florida ist Ex-Präsident Jimmy Carter scharf mit den Wahlbehörden des Bundesstaats ins Gericht gegangen. "In Florida werden einige der international gültigen Grundvoraussetzungen für eine faire Wahl nicht erreicht", schreibt er in der "Washington Post" vom Montag. "Es ist beunruhigend, dass eine Neuauflage der Probleme von 2000 nun wahrscheinlich ist."

Rückblick:

Wiederholt sich Wahlchaos von 2000?
Der Friedensnobelpreisträger kritisierte, dass es bei der bevorstehenden Wahl im November an parteiunabhängigen Wahlbehörden mangele. Auch sei kein einheitliches Abstimmungsverfahren gewährleistet. Carter beschuldigte den Gouverneur von Florida, Präsidentenbruder Jeb Bush, nötige Reformen nach dem Wahlchaos von 2000 verhindert zu haben. Der Gouverneur habe "keine Schritte unternommen, diese Abweichungen von den Prinzipien gerechter und gleicher Behandlung zu korrigieren".

22.000 Wähler sollten gestrichen werden
So sei ein "ungeschickter Versuch" unternommen worden, 22.000 Afro-Amerikaner von den Wählerlisten zu streichen. Die schwarzen Amerikaner neigen mehrheitlich dem Oppositionskandidaten John Kerry zu. Die Chefin der Wahlbehörde, Glenda Hood, bevorzuge eindeutig die Republikaner von Präsident George W. Bush. "Es ist skrupellos, betrügerische oder voreingenommene Wahlpraktiken weiterzuführen", sagte Carter. "Der einzige Ausweg ist jetzt vielleicht, dem verdächtigen Wahlprozess in Florida die größtmögliche öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen."

Bush hatte nur knapp Vorsprung
Vor vier Jahren hatte es in dem Bundesstaat Unregelmäßigkeiten bei der Stimmauszählung gegeben. Daraufhin begann ein juristisches Tauziehen um eine Neuauszählung der Stimmen. Der endgültige Ausgang der Präsidentschaftswahl blieb deshalb wochenlang offen. Nachdem das Oberste Gericht der USA mehrere Neuauszählungen für ungültig erklärt hatte, siegte Bush gegen seinen demokratischen Herausforderer Al Gore in Florida mit einem Vorsprung von nur 527 Stimmen und wurde dadurch der 43. Präsident der USA.

das mit den 527 Stimmen stimmt wohl nicht ganz:
er war wohl eher über500.000zurück:

http://www.wahlrecht.de/ausland/us-wahl.html

aber aufgrund der Wahlmännerstimmen der einzelnen Staaten hat er es doch geschafft!

tja, ich schrieb auch in Florida!

2.912.790 Bush

2.912.253 Gore


Und mit den 25 Wahlmännerstimmen aus Florida, hätte er (Gore) die Wahl gewonnen.......

Also auch Kopierstes bitte durchdenken! [[zwinker]] Denn es wird auch dieses Mal wieder nur um Florida gehen! [[zwinker]]

MfG [[bussi]]